Russland bietet Indien Technologie zum Bau fortschrittlicher Minenräumboote


Russ­land hat Indi­en ange­bo­ten, eine Rei­he von fort­schritt­li­chen Minen­räum­boo­ten auf einer indi­schen Werft mit anschlie­ßen­dem Tech­no­lo­gie­trans­fer zu bau­en. Das wur­de der Nach­rich­ten­agen­tur TASS von Ros­obo­ron­ex­port, dem staat­li­chen Waf­fen­händ­ler Russ­lands, mit­ge­teilt.

Das ist unser offi­zi­el­ler Vor­schlag zum Bau von Minen­räums­chif­fen [der Alek­sand­rit-E-Klas­se] in Indi­en mit anschlie­ßen­dem Tech­no­lo­gie­trans­fer.

Die Web­site Defenseworld.net berich­te­te zuvor, dass Russ­land sein Ange­bot auf einer Sit­zung der rus­sisch-indi­schen Zwi­schen­staat­li­chen Kom­mis­si­on für mili­tä­ri­sche Zusam­men­ar­beit am 6. Novem­ber unter­brei­tet habe. Laut die­ser Web­site könn­ten zwölf Minen­räum­boo­te der neu­en Genera­ti­on gebaut wer­den, um die Schif­fe der Pon­di­cher­ry-Klas­se der indi­schen Mari­ne zu erset­zen. Die Aleksandrit‑E Minen­räums­chif­fe sol­len auf einer Werft der indi­schen Goa Shi­py­ard Limi­ted gebaut wer­den.

Russ­lands Pro­jekt 12700 (Alek­sand­rit-E-Klas­se) für Minen­räum­boo­te der Küs­ten­klas­se gehö­ren zu einer neu­en Genera­ti­on von Minen­räum­kräf­ten und sol­len gegen See­mi­nen im Meer und auf dem Mee­res­bo­den ein­ge­setzt wer­den, ohne dabei in die Gefah­ren­zo­ne ein­drin­gen zu müs­sen. Die Schif­fe kön­nen neben klas­si­schem Räum­ge­schirr auch ver­schie­de­ne wei­te­re Mit­tel wie fern­ge­steu­er­te sowie auto­no­me Unter­was­ser­droh­nen ein­set­zen. Die Minen­räums­chif­fen die­ser Klas­se sind 62 Meter lang, haben eine Besat­zung von 44 Mann und eine ope­ra­ti­ve Reich­wei­te von 1.500 See­mei­len.

Die vom Almaz Cen­tral Mari­ne Design Bureau ent­wi­ckel­ten Schif­fe des Pro­jekts 12700 wer­den im Nord­wes­ten Russ­lands gebaut. Die rus­si­sche Mari­ne hat bereits zwei Minen­räum­boo­te die­ser Klas­se im Ein­satz.

Schif­fe die­ser Klas­se ver­fü­gen über den welt­weit größ­ten Rumpf aus mono­li­thi­schem Glas­fa­ser­ge­we­be, der durch Vaku­um-Infu­si­ons-Tech­nik gefer­tigt wird. Als Vor­teil bie­tet die­se Lösung eine höhe­re Fes­tig­keit des Schif­fes im Ver­gleich zum Stahl­rumpf. Der Rumpf aus dem mono­li­thi­schen Fiber­glas hat eine län­ge­re Lebens­dau­er (bis zu 30 Jah­re) als ein Rumpf aus nie­der­ma­gne­ti­schem Stahl, und das bei deut­lich gerin­ge­rer Mas­se.

Mehr zum The­ma — Erst­mals seit 28 Jah­ren : Rus­si­sche Mari­ne bekommt im Jahr 2020 gleich sechs neue U‑Boote

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Smogalarm in Indien : Gläubige versehen hinduistische Götterstatuen mit Atemschutzmasken


So haben Gläu­bi­ge in einem Tem­pel in der Stadt Vara­na­si die Sta­tu­en hin­du­is­ti­scher Ido­le mit Schutz­mas­ken ver­se­hen. Bil­der von mas­kier­ten Skulp­tu­ren von Shi­va, Dur­ga, Kali und Sai Baba über­schwemm­ten indi­sche sozia­le Netz­wer­ke.

Die Fein­staub­be­las­tung nahm beson­ders nach den Fei­er­lich­kei­ten anläss­lich des Lich­ter­fests Diwa­li, bei denen tau­sen­de Böl­ler gezün­det wur­den, ein gefähr­li­ches Aus­maß an.

Der Ober­pries­ter des Tem­pels erklär­te gegen­über India Today, dass das Wohl der Hei­li­gen sehr sorg­fäl­tig behü­tet wird. Dazu gehört es auch, die Gott­hei­ten im Win­ter in war­me Decken ein­zu­kuscheln :

Wir behan­deln unse­re Ido­le als leben­de Gott­hei­ten und geben uns Mühe, damit sie sich glück­lich und wohl füh­len.

Wegen der kata­stro­phal schlech­ten Mess­wer­te haben die Behör­den in der indi­schen Haupt­stadt Neu-Delhi kürz­lich den Gesund­heits­not­stand aus­ge­ru­fen und Not­fall­maß­nah­men gegen den gefähr­li­chen Grad der Luft­ver­schmut­zung erlas­sen. Bis auf wei­te­res darf nur die Hälf­te der Autos auf die Stra­ße – an einem Tag die mit gera­den End­zif­fern der Kenn­zei­chen und am nächs­ten Tag die mit den unge­ra­den. Vie­le Bau­vor­ha­ben wur­den still­ge­legt. Die Schu­len blie­ben tage­lang geschlos­sen, an Mil­lio­nen Kin­der wur­den Atem­schutz­mas­ken ver­teilt.

Selbst das welt­be­kann­te Mau­so­le­um Taj Mahal ist betrof­fen. Dort wur­de eine gro­ße Anla­ge zur Luft­rei­ni­gung auf­ge­stellt, denn die ver­un­rei­nig­te Luft beschä­di­ge das iko­ni­sche Mar­mor­ge­bäu­de, schrei­ben loka­le Medi­en.

Mehr zum The­ma — Indi­scher Poli­ti­ker : Paki­stan ver­gif­tet Luft von Neu-Delhi

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Bloomberg : Indien könnte USA beim Anteil am globalen Wirtschaftswachstum bis 2024 überholen


Der Inter­na­tio­na­le Wäh­rungs­fonds (IWF) warn­te vor den Risi­ken einer Ver­lang­sa­mung des Wachs­tums der glo­ba­len Wirt­schaft, mit der die Welt der­zeit kon­fron­tiert ist. Letz­te Woche wur­de sei­ne Pro­gno­se ver­öf­fent­licht, in der der IWF das Wachs­tum der Welt­wirt­schaft auf drei Pro­zent her­ab­setz­te, was den schwächs­ten Wert seit der glo­ba­len Finanz­kri­se dar­stellt. Dies ist das Ergeb­nis meh­re­rer Fak­to­ren, zu denen der Han­dels­krieg zwi­schen Washing­ton und Peking, geo­po­li­ti­sche Span­nun­gen sowie Risi­ken im Zusam­men­hang mit dem Bre­x­it gehö­ren, heißt es im “World Eco­no­mic Out­look” des IWF.

Es wird jedoch erwar­tet, dass eini­ge Län­der in Zukunft mehr zur Ent­wick­lung der Welt­wirt­schaft bei­tra­gen wer­den. Chi­na wer­de unan­ge­foch­ten die Num­mer eins blei­ben, obwohl sein Anteil von 32,7 Pro­zent im Jahr 2019 auf 28,3 Pro­zent im Jahr 2024 sin­ken wer­de.

Das Wachs­tum Indi­ens könn­te das der USA über­tref­fen, so die Nach­rich­ten­agen­tur Bloom­berg, die auf die IWF-Schät­zun­gen ver­wies, die an die Kauf­kraft­pa­ri­tät (KKP) der Län­der ange­passt sind. In fünf Jah­ren wer­de die süd­asia­ti­sche Nati­on 15,5 Pro­zent des glo­ba­len Wachs­tums aus­ma­chen und damit zwei Pro­zent über den aktu­el­len Zah­len lie­gen. Der US-Bei­trag soll von der­zeit 13,8 Pro­zent um 4,6 Pro­zent auf 9,2 Pro­zent sin­ken.

Eine wei­te­re Ver­än­de­rung in den Top fünf stellt Russ­land dar, das Japan vom fünf­ten Platz ver­drän­gen wer­de, wobei sein Anteil am Welt-BIP-Wachs­tum 2024 vor­aus­sicht­lich auf dem der­zei­ti­gen Niveau von zwei Pro­zent blei­ben wird. Indo­ne­si­en bleibt auf dem vier­ten Platz.

In die­ser Woche hat der IWF die indi­sche BIP-Wachs­tums­pro­gno­se für 2019 auf 6,1 Pro­zent gesenkt, was 1,2 Pro­zent unter den April-Pro­gno­sen des Lan­des liegt. Trotz der schlech­te­ren Pro­gno­se argu­men­tier­te die Finanz­mi­nis­te­rin des Lan­des Nir­ma­la Sit­ha­ra­man am Don­ners­tag, dass die indi­sche Wirt­schaft “immer noch am schnells­ten wächst”, obwohl sie weit hin­ter Chi­na zurück­bleibt.

Mehr zum The­ma — USA wol­len durch Han­dels­ab­kom­men mit Indi­en Druck auf Chi­na erhö­hen

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Weltbank : Indien hat seine Armutsquote seit den 1990er-Jahren halbiert


Indi­en, das zweit­größ­te Land der Welt, hat in den letz­ten 15 Jah­ren ein jähr­li­ches Wirt­schafts­wachs­tum von über sie­ben Pro­zent erreicht und holt nach Anga­ben der Welt­bank wei­ter­hin Mil­lio­nen von Men­schen aus der Armut.

Das Land hat sei­ne Armuts­quo­te in den letz­ten drei Jahr­zehn­ten hal­biert und erreich­te star­ke Ergeb­nis­se in den meis­ten Berei­chen der mensch­li­chen Ent­wick­lung, so ein Bericht der inter­na­tio­na­len Finanz­in­sti­tu­ti­on.

Es wird erwar­tet, dass sich das Wachs­tum fort­setzt und die Besei­ti­gung der extre­men Armut im nächs­ten Jahr­zehnt in greif­ba­re Nähe rückt, teil­te die Bank mit und warn­te davor, dass der Ent­wick­lungs­pfad des Lan­des vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen ste­he.

Die süd­asia­ti­sche Nati­on muss ange­sichts ihrer Res­sour­cen­aus­stat­tung eine höhe­re Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz errei­chen, da bei gleich­blei­ben­dem Wirt­schafts­wachs­tum die Bevöl­ke­rungs­zahl wächst. Die Flä­chen in städ­ti­schen Gebie­ten müs­sen durch einen räum­li­chen Wan­del pro­duk­ti­ver genutzt wer­den, um Agglo­me­ra­ti­ons­vor­tei­le zu schaf­fen. In länd­li­chen Gebie­ten soll­te eine höhe­re land­wirt­schaft­li­che Pro­duk­ti­vi­tät erreicht wer­den.

Zudem muss sich die Was­ser­wirt­schaft des Lan­des dar­auf vor­be­rei­ten, die Was­ser­ver­tei­lung zu opti­mie­ren und Maß­nah­men zur Stei­ge­rung des Was­ser­nut­zens zu ergrei­fen.

Die Welt­bank wies dar­auf hin, dass in Indi­en unge­fähr 230 Mil­lio­nen Men­schen nicht ord­nungs­ge­mäß an das Strom­netz ange­schlos­sen sind. Die schnell wach­sen­de indi­sche Wirt­schaft benö­tigt bis ins Jahr 2030 Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur, die schät­zungs­wei­se 8,8 Pro­zent des BIP oder 343 Mil­li­ar­den US-Dol­lar pro Jahr aus­ma­chen.

Eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung liegt nach Anga­ben der Bank in der sin­ken­den Erwerbs­be­tei­li­gung von Frau­en. Sie liegt bei etwa 27 Pro­zent und gehört zu den nied­rigs­ten welt­weit, obwohl geschlechts­spe­zi­fi­sche Unter­schie­de in der Bil­dung wei­ter abge­baut wer­den.

Mehr zum The­ma — Fünf inter­es­san­te Fak­ten über Indi­ens schnell wach­sen­de Wirt­schaft

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Saudi-Arabien will mit milliardenschweren Investitionen Beziehungen zu Indien stärken


Sau­di-Ara­bi­en strebt lang­fris­ti­ge Inves­ti­tio­nen in Indi­ens Schlüs­sel­sek­to­ren wie Petro­che­mie, Infra­struk­tur und Berg­bau an und ver­weist auf das Wachs­tums­po­ten­zi­al des Lan­des und die Not­wen­dig­keit, die eige­ne Wirt­schaft zu diver­si­fi­zie­ren. Der sau­di­sche Bot­schaf­ter Dr. Saud bin Moham­med Al Sati erklär­te in einem Inter­view mit der indi­schen Nach­rich­ten­agen­tur PTI am Sonn­tag :

Indi­en ist ein attrak­ti­ves Inves­ti­ti­ons­ziel für Sau­di-Ara­bi­en und wir stre­ben lang­fris­ti­ge Part­ner­schaf­ten mit Neu-Delhi in wich­ti­gen Sek­to­ren an.

Sau­di-Ara­bi­en, der welt­weit größ­te Ölex­por­teur und ein wich­ti­ger Ener­gie­lie­fe­rant, der Indi­en mit rund 17 Pro­zent sei­nes Roh­öls und 32 Pro­zent sei­nes Flüs­sig­ga­ses ver­sorgt, beab­sich­tigt, Inves­ti­tio­nen in Indi­en im Wert von “poten­zi­ell 100 Mil­li­ar­den US-Dol­lar” zu täti­gen. Sau­di­sches Geld soll in Indi­ens Ener­gie- und Raf­fi­ne­rie­bran­che, Petro­che­mie, Infra­struk­tur, Land­wirt­schaft, Mine­ra­li­en und Berg­bau flie­ßen, so Al Sati.

Laut dem Gesand­ten wird Sau­di-Ara­bi­ens staat­lich geführ­ter Ölrie­se Aram­co mit der indi­schen Reli­an­ce Indus­tries zusam­men­ar­bei­ten, ein Schritt, der sei­ner Mei­nung nach den stra­te­gi­schen Cha­rak­ter der Ener­gie­be­zie­hun­gen zwi­schen den bei­den Staa­ten wider­spie­gelt. Der Bot­schaf­ter hob her­vor :

Die von Sau­di Aram­co vor­ge­schla­ge­nen Inves­ti­tio­nen in den indi­schen Ener­gie­sek­tor, wie das 44 Mil­li­ar­den US-Dol­lar teu­re Raf­fi­ne­rie- und Petro­che­mie­pro­jekt an der West­küs­te von Maha­rash­tra und die lang­fris­ti­ge Part­ner­schaft mit Reli­an­ce, stel­len stra­te­gi­sche Mei­len­stei­ne in unse­rer bila­te­ra­len Bezie­hung dar.

Al Sati sprach auch von Kron­prinz Moham­med bin Sal­mans Initia­ti­ve “Sau­di Ara­bia Visi­on 2030”, die dar­auf abzielt, die wirt­schaft­li­che Abhän­gig­keit des Lan­des vom Öl zu ver­rin­gern und sei­ne Wirt­schaft zu diver­si­fi­zie­ren. Er wies dar­auf hin, dass im Rah­men die­ser Initia­ti­ve eine deut­li­che Aus­wei­tung des Han­dels und der Geschäfts­tä­tig­keit zwi­schen Indi­en und Sau­di-Ara­bi­en in ver­schie­de­nen Sek­to­ren dis­ku­tiert wer­de. Laut dem Gesand­ten wur­den im Jahr 2019 neben dem Öl- und Ener­gie­sek­tor über 40 Mög­lich­kei­ten für eine gemein­sa­me Zusam­men­ar­beit und Inves­ti­tio­nen zwi­schen den bei­den Län­dern iden­ti­fi­ziert, was gro­ße Hoff­nun­gen weckt, dass das der­zei­ti­ge bila­te­ra­le Han­dels­vo­lu­men in Höhe von 34 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in den kom­men­den Jah­ren wei­ter stei­gen wird. Al Sati beton­te :

Es gibt ein rie­si­ges uner­schlos­se­nes Poten­zi­al im Waren­han­del, ins­be­son­de­re im Nicht-Ölhan­del, und wir ver­stär­ken die Zusam­men­ar­beit in den Berei­chen Wirt­schaft, Han­del, Inves­ti­tio­nen, Kul­tur und Tech­no­lo­gie.

Anfang die­ser Woche kün­dig­te das sau­di­sche König­reich an, dass es ein neu­es Visa-Pro­gramm für 49 Län­der ein­füh­ren wird, das sei­ne Türen für aus­län­di­sche Tou­ris­ten öff­net. Die­ser Schritt war der ers­te auf der Lis­te der Sozi­al­re­for­men im Rah­men der Initia­ti­ve “Sau­di Ara­bia Visi­on 2030”.

Mehr zum The­ma — Nach Angrif­fen auf sau­di­sche Ölan­la­gen : Indi­en will Roh­öl­im­por­te aus Russ­land stei­gern

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Nach Angriffen auf saudische Ölanlagen : Indien will Rohölimporte aus Russland steigern


Der dritt­größ­te Ölver­brau­cher der Welt, Indi­en, will nach den Droh­nen­an­grif­fen auf die Ölan­la­gen in Sau­di-Ara­bi­en sei­ne Ölim­por­te aus Russ­land erhö­hen. Das sau­di­sche König­reich galt bis­her als der zweit­größ­te Lie­fe­rant von Roh­öl nach Indi­en.

Indi­ens Minis­ter für Erd­öl Dhar­men­dra Prad­han hat der Pres­se mit­ge­teilt, dass er sich mit dem Geschäfts­füh­rer des rus­si­schen Ölpro­du­zen­ten Ros­neft Igor Set­schin getrof­fen habe, um die Mög­lich­keit von Ölim­por­ten zu dis­ku­tie­ren.

Vier indi­sche Unter­neh­men hät­ten Plä­ne, ihre Inves­ti­tio­nen in rus­si­sche Ölfel­der zu erhö­hen, so der Minis­ter.

Ros­neft und Indi­en haben auch die Ent­wick­lung von Naya­ra Еner­gy dis­ku­tiert, einem Unter­neh­men, an dem der rus­si­sche Ölpro­du­zent eine Mehr­heits­be­tei­li­gung hält.

Das Kon­sor­ti­um prü­fe die Opti­on einer Ver­dop­pe­lung des Raf­fi­na­ti­ons­durch­sat­zes in der Vadi­nar-Raf­fi­ne­rie, teil­te Ros­neft mit.

In der ers­ten Pha­se hat sich das Kon­sor­ti­um ver­pflich­tet, inner­halb von zwei Jah­ren 850 Mil­lio­nen US-Dol­lar in den Bau einer petro­che­mi­schen Anla­ge zu inves­tie­ren. Ros­neft erklär­te :

Das Kon­sor­ti­um plant auch den Aus­bau der Ein­zel­han­dels­prä­senz von Naya­ra Ener­gy, dem der­zeit am schnells­ten wach­sen­den pan­in­di­schen Kraft­stoff­ein­zel­han­dels­netz mit über 5.300 Ver­kaufs­stel­len.

Ros­neft füg­te hin­zu, dass gemein­sa­me Pro­jek­te, ins­be­son­de­re das Öl- und Gas­pro­jekt Sachalin‑1 sowie die rus­si­schen Ölfel­der Tas-Jur­jach und Wankor über­prüft wür­den.

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Indien baut Internierungslager für fast zwei Millionen Ausgebürgerte in Assam


Die aus­ge­schlos­se­nen Per­so­nen müs­sen nun bestä­ti­gen, dass sie indi­sche Staats­bür­ger sind. Die Ver­ein­ten Natio­nen und wei­te­re inter­na­tio­na­le Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen brach­ten ihre Besorg­nis zum Aus­druck, weil durch die Maß­nah­me vie­le Men­schen staa­ten­los wer­den könn­ten. Um die Staats­an­ge­hö­rig­keit nach­zu­wei­sen, sol­len die Betrof­fe­nen Papie­re vor­le­gen, zum Bei­spiel Geburts­ur­kun­den, die vor Jahr­zehn­ten aus­ge­ge­ben wur­den.

Die Staats­bür­ger­re­gis­trie­rung ist eine der Maß­nah­men, die im Kampf gegen ille­ga­le Migra­ti­on in Assam getrof­fen wur­den. Laut der indi­schen Regie­rung sei­en die Migran­ten aus dem mus­li­mi­schen Nach­bar­land Ban­gla­desch ille­gal immi­griert.

Kri­ti­ker wei­sen dar­auf hin, dass das Regis­ter selbst Men­schen, die Jahr­zehn­te lang legal in Indi­en leben, nicht ein­schließt.

Indien baut Internierungslager für fast zwei Millionen Ausgebürgerte in Assam

Die Regie­rung weist alle Vor­wür­fe zurück und behaup­tet, sie erfül­le eine Anord­nung des Obers­ten Gerichts von Indi­en, laut der das Regis­ter bereits seit gerau­mer Zeit umge­setzt sein soll­te.

Nach regie­rungs­na­hen Anga­ben haben die aus dem Regis­ter aus­ge­schlos­se­nen Per­so­nen 120 Tage Zeit, um ihre Staats­bür­ger­schaft bei ört­li­chen Aus­län­der­be­hör­den nach­zu­wei­sen. Soll­te dies nicht gelin­gen, so kön­nen sie ihren Fall beim Hohen Gericht von Assam und dann beim Obers­ten Gericht vor­le­gen. Was mit den­je­ni­gen Men­schen pas­siert, die auf allen behörd­li­chen Ebe­nen schei­tern, bleibt unklar.

Indien baut Internierungslager für fast zwei Millionen Ausgebürgerte in Assam

Eine der Optio­nen sind die Lager, die jetzt in Assam gebaut wer­den. Eines davon, im Distrikt Goal­pa­ra, hat eine Flä­che von etwa sie­ben Fuß­ball­fel­dern und soll 3.000 Men­schen beher­ber­gen. Die Behör­den wol­len dort eine Schu­le und ein Kran­ken­haus bau­en. Vor­ge­se­hen sind aber auch eine Grenz­mau­er sowie Wach­tür­me für Sicher­heits­kräf­te.

Mehr zum The­ma — Zwei Mil­lio­nen Men­schen droht Abschie­bung von Indi­en nach Ban­gla­desch

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Misslungene Mondlandung : Indien verliert Kontakt zu seiner Sonde “Vikram”


Die indi­sche Raum­fahrt­be­hör­de hat nach eige­nen Anga­ben kurz vor ihrer ers­ten geplan­ten Mond­lan­dung die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ihrer Son­de “Vikram” ver­lo­ren. Der Kon­takt sei abge­ris­sen, als “Vikram” gut zwei Kilo­me­ter über der Ober­flä­che des Erd­tra­ban­ten geflo­gen sei, sag­te der Chef der indi­schen Raum­fahrt­be­hör­de ISRO, Kai­las­a­va­di­voo Sivan, in der Nacht zum Sams­tag (Orts­zeit). Der indi­sche Pre­mier­mi­nis­ter Naren­dra Modi lob­te die Wis­sen­schaft­ler trotz­dem : “Indi­en ist stolz auf euch. Ihr habt euer Bes­tes gege­ben.”

Indi­en hat­te ver­sucht, das vier­te Land zu wer­den, dem eine kon­trol­lier­te Lan­dung auf dem Erd­tra­ban­ten gelun­gen ist – nach der UdSSR, den USA und Chi­na. Im Früh­jahr war bereits eine israe­li­sche Son­de beim Lan­de­ver­such auf dem Mond nach einem tech­ni­schen Feh­ler abge­stürzt.

Trotz­dem war ein Teil der 142 Mil­lio­nen Dol­lar (rund 126 Mil­lio­nen Euro) teu­ren unbe­mann­ten indi­schen “Chandrayaan‑2”-Mission den Wis­sen­schaft­lern zufol­ge den­noch erfolg­reich. Ziel war es auch, die Ober­flä­che der Süd­pol-Regi­on zu kar­tie­ren, den Boden zu ana­ly­sie­ren und Was­ser zu suchen. Für Indi­en war es die zwei­te Mis­si­on zum Erd­sa­tel­li­ten. Die ers­te Mond­son­de “Chandrayaan‑1” war 2008 gestar­tet und hat­te den Mond umkreist, ohne auf ihm zu lan­den.

Mehr zum The­ma — Rück­blick : Die ers­ten Schrit­te der Mensch­heit auf dem Mond vor 50 Jah­ren

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Erdrutsche und Überschwemmungen in Indien : Über 215 Menschen getötet, fast eine Million obdachlos


Extre­me Wet­ter­be­din­gun­gen, die seit letz­ter Woche die indi­schen Bun­des­staa­ten Maha­rash­tra, Kar­nata­ka, Kera­la und Guja­rat heim­su­chen, zwan­gen Hun­dert­tau­sen­de von Men­schen, sich vor­über­ge­hend siche­re­re Unter­künf­te zu suchen. Die star­ken Regen­fäl­le wirk­ten sich auch auf die Infra­struk­tur in der Regi­on aus und unter­bra­chen die Zug- und Flug­ha­fen­ver­bin­dun­gen.

Um die anhal­ten­de Kata­stro­phe zu bewäl­ti­gen, die bis Sonn­tag min­des­tens 215 Men­schen­le­ben for­der­te, ent­sand­ten die indi­schen Streit­kräf­te rund 3.000 Per­so­nen sowie ver­schie­de­ne Ein­hei­ten an Mili­tär­ge­rät. Dazu zäh­len auch Hub­schrau­ber, um bei Flut­hil­fe- und Ret­tungs­ak­tio­nen in den vier betrof­fe­nen Staa­ten zu hel­fen.

Der Anstieg des Was­ser­spie­gels ließ alle Flüs­se im Bun­des­staat Kar­nata­ka über­lau­fen. Min­des­tens 40 Men­schen wur­den allein dort getö­tet. Min­des­tens 400.000 Ein­woh­ner wur­den ver­trie­ben. Die staat­li­che Kata­stro­phen­schutz­be­hör­de ver­such­te am Sonn­tag, die Bevöl­ke­rung zu beru­hi­gen und kün­dig­te an, dass “das Was­ser in vie­len Bezir­ken zurück­ge­gan­gen ist und die Hoch­was­ser­si­tua­ti­on sich ver­bes­sert hat”.

Im süd­li­chen Bun­des­staat Kera­la wur­den bei regen­be­ding­ten Vor­fäl­len min­des­tens 84 Men­schen getö­tet, wäh­rend 227.000 Men­schen in etwa 1.551 Hilfs­la­ger gebracht wur­den. Am Sonn­tag ging der Was­ser­stand zurück, doch die Behör­den erklär­ten, dass es zu früh für Opti­mis­mus sei. Der Chief Minis­ter des Bun­des­staa­tes Pin­arayi Vija­yan beton­te :

Wir müs­sen vor­sich­tig sein. Es ist nicht ein­fach, vor Erd­rut­schen zu ent­kom­men.

Über­schwem­mun­gen tra­fen auch den Staat Maha­rash­tra, in dem min­des­tens 40 Todes­fäl­le gemel­det wur­den, wäh­rend schät­zungs­wei­se 400.000 Men­schen gezwun­gen waren, ihre Häu­ser zu ver­las­sen. Wei­te­re 31 Todes­fäl­le wur­den im Bun­des­staat Guja­rat gemel­det, der eben­falls vom Mon­sun und Erd­rut­schen betrof­fen war.

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