Iran rügt Europa wegen fehlender Fortschritte bei Einrichtung von Zweckgesellschaft zum Handel


Seit­dem die USA das 2015 geschlos­se­ne Nukle­arab­kom­men ein­sei­tig auf­kün­dig­ten, tra­ten erneut Sank­tio­nen gegen den Iran in Kraft. Die ver­blie­ben Unter­zeich­ner­län­der, dar­un­ter Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich und Deutsch­land, ver­spra­chen die Ein­rich­tung einer Zweck­ge­sell­schaft namens INSTEX, um den Han­del trotz der Sank­tio­nen wei­ter­hin zu ermög­li­chen. Die­se aber lässt auf sich war­ten, und Tehe­ran wird unge­dul­dig. 

Am Sonn­tag äußer­te sich der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Moham­med Dscha­wad Sarif frus­triert : 

Ich fra­ge mich, wie viel Zeit die Euro­pä­er brau­chen, um einen vor­läu­fi­gen Mecha­nis­mus (ein­zu­rich­ten)? 

Aus sei­ner Sicht gebe es kei­ne Ent­schul­di­gung für die Euro­pä­er, die Ein­füh­rung wei­ter zu ver­zö­gern. Es ist zu befürch­ten, dass das Nukle­arab­kom­men auf­grund der feh­len­den Ent­wick­lun­gen zer­bricht. 

Im Janu­ar hät­te INSTEX unter der Lei­tung des ehe­ma­li­gen Com­merz­bank-Direk­tors Per Fischer Rea­li­tät wer­den sol­len. Tehe­ran führ­te im letz­ten Monat sei­ne Ver­si­on der Tausch­bör­se unter der Bezeich­nung “Spe­cial Tra­de and Finan­ce Insti­tu­te” (STFI) ein und war­tet seit­her auf den Aus­tausch mit INSTEX. Das Land lob­te dabei die Ver­su­che der Nach­barn des Iran, die ähn­li­che Han­dels­struk­tu­ren ein­führ­ten. Die­se, so Dscha­wad Sarif, erwie­sen sich als effek­tiv. Die euro­päi­schen Part­ner des Iran “hin­ken hin­ter­her”, wenn es dar­um geht, ihren Ver­pflich­tun­gen aus dem Abkom­men mit Tehe­ran nach­zu­kom­men, beschwer­te sich Sarif. Lon­don, Paris und Ber­lin soll­ten nicht in den Irr­glau­ben ver­fal­len, dass die Isla­mi­sche Repu­blik “wei­ter auf sie war­ten” wür­de.

Im Febru­ar äußer­te sich US-Vize­prä­si­dent Mike Pence über INSTEX. Es han­de­le sich um einen “unver­nünf­ti­gen Schritt”, der nur “den Iran stär­ken, die EU schwä­chen und noch mehr Distanz zwi­schen Euro­pa und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten schaf­fen” wür­de. 

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Iran stuft US-Streitkräfte als Terrororganisation ein


Der Höchs­te Natio­na­le Sicher­heits­rat des Iran hat am Mon­tag dem Vor­schlag von Außen­mi­nis­ter Moham­med Dschwad Sarif statt­ge­ge­ben, das für den Nahen Osten zustän­di­ge Zen­tral­kom­man­do (Cent­com) der US-Armee auf die Lis­te der Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen zu set­zen. Das teil­te die staat­li­che Rund­funk­an­stalt IRIB des Iran mit.

Der Iran erklärt als Gegen­maß­nah­me zu der ille­gi­ti­men Ent­schei­dung der USA das Régime der Ver­ein­ten Staa­ten von Ame­ri­ka zu einem ‘Staat, der den Ter­ro­ris­mus unter­stützt’ und das Zen­tral­kom­man­do der USA und jene Kräf­te, die mit ihm ver­bun­den sind, zur ‘Ter­ror­grup­pie­rung’ ”, zitier­te die Rund­funk­an­stalt die Erklä­rung des Sicher­heits­ra­tes.

Zudem ver­ur­teil­te der Höchs­te Natio­na­le Sicher­heits­rat die Ein­stu­fung des ira­ni­schen Korps der isla­mi­schen Revo­lu­ti­ons­wäch­ter als Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on durch die USA und bezeich­ne­te sie als einen gefähr­li­chen und ille­gi­ti­men Schritt.

Die­se unbe­grün­de­te Maß­nah­me stel­le die Haupt­ge­fahr für Frie­den und Sicher­heit sowohl in der Regi­on als auch in der gan­zen Welt dar.

Wie es wei­ter heißt, haben die Ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gar­den stets “an vor­ders­ter Linie des Kamp­fes gegen ter­ro­ris­ti­sche und extre­mis­ti­sche Grup­pie­run­gen” im Nahen Osten gestan­den, dar­un­ter gegen den “Isla­mi­schen Staat”, al-Kai­da und die al-Nus­ra-Front.

Vor weni­gen Stun­den hat der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Moham­med Dschwad Sarif in einem Schrei­ben an den Lei­ter des Höchs­ten Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes, Hassan Roha­ni, vor­ge­schla­gen, die US-Streit­kräf­te im Nahen Osten, die als Cent­com bekannt sind, in die Lis­te der Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen auf­zu­neh­men.

Die Regie­rung von US-Prä­si­dent Donald Trump stuf­te zuvor die Ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gar­den in einem bei­spiel­lo­sen Schritt als aus­län­di­sche Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on ein. Trump teil­te mit, damit sen­de man ein kla­res Signal an die Regie­rung in Tehe­ran, “dass ihre Unter­stüt­zung für Ter­ro­ris­ten erns­te Kon­se­quen­zen hat”. US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo sag­te am Mon­tag in Washing­ton, die neue Ein­stu­fung wer­de am 15. April wirk­sam wer­den.

Der Minis­ter­prä­si­dent Isra­els, Ben­ja­min Netan­ja­hu, hat die Ent­schei­dung des US-Prä­si­den­ten Donald Trump gelobt : 

Vie­len Dank, Prä­si­dent Donald Trump, für Ihre Ent­schei­dung, das Korps der isla­mi­schen Revo­lu­ti­ons­gar­den als ter­ro­ris­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on zu bezeich­nen. Wie­der ein­mal schüt­zen Sie die Welt vor der ira­ni­schen Aggres­si­on und dem Ter­ro­ris­mus”, schrieb Netan­ja­hu auf sei­nem Twit­ter-Account.

Die Revo­lu­ti­ons­gar­den (IRGC) sind die Eli­te­ein­heit der Streit­kräf­te im Iran und weit­aus wich­ti­ger als die klas­si­sche Armee. Es ist das ers­te Mal, dass die USA eine mili­tä­ri­sche Ein­heit eines ande­ren Staa­tes als Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on ein­stu­fen. Bis­lang fin­den sich auf der Ter­ror­lis­te des US-Außen­mi­nis­te­ri­ums Grup­pen wie der “Isla­mi­sche Staat” (IS), Boko Haram oder die Hamas.

Mehr zum The­ma — “Anhal­ten­der Abschre­ckungs­ef­fekt” gegen Geschäf­te mit dem Iran – USA berei­ten neue Sank­tio­nen vor

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Iran : US-Blockade von humanitärer Hilfe für Flutopfer ist wirtschaftlicher Terrorismus


Der Spre­cher des Außen­mi­nis­te­ri­ums des Iran Bahram Gha­s­e­mi teil­te am Mon­tag mit, dass die Ent­schei­dung der USA, Bank­kon­ten des Roten Halb­monds des Iran zu sper­ren, drin­gen benö­tig­te aus­län­di­sche Spen­den dar­an gehin­dert habe, die Lei­den der ira­ni­schen Bevöl­ke­rung zu lin­dern.

Min­des­tens 45 Men­schen sind im Iran in den letz­ten zwei Wochen ums Leben gekom­men, nach­dem sint­flut­ar­ti­ge Regen­fäl­le in 23 der 31 Pro­vin­zen des Iran zu star­ken Über­schwem­mun­gen führ­ten. Da in der süd­west­li­chen ira­ni­schen Pro­vinz Khu­zestan wei­te­re Über­schwem­mun­gen erwar­tet wer­den, appel­lier­te Tehe­ran an die Welt­ge­mein­schaft um inter­na­tio­na­le Hil­fe. Durch die Bemü­hun­gen der USA, das Land von der Welt­wirt­schaft abzu­schot­ten, wer­den die­se Hil­fe­leis­tun­gen jedoch mas­siv behin­dert. Gha­s­e­mi erklär­te dazu :

Da alle Kon­ten des ira­ni­schen Roten Halb­mon­des [durch US-Sank­tio­nen] ein­ge­fro­ren wur­den, kann nie­mand finan­zi­el­le Hil­fe aus Über­see schi­cken.

Zuvor beschul­dig­te der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Javad Zarif Washing­ton, die Hilfs­be­mü­hun­gen “zu behin­dern”, wäh­rend Tehe­ran sich bemüht, die von den “bei­spiel­lo­sen” Über­schwem­mun­gen betrof­fe­nen Gemein­den zu unter­stüt­zen. Indem sie den Iran dar­an hin­dern, drin­gend benö­tig­te Res­sour­cen und Aus­rüs­tung zu erhal­ten, wür­den die USA “wirt­schaft­li­chen Ter­ro­ris­mus” betrei­ben, so Zarif.

Tehe­rans Ent­rüs­tung über die US-Sank­tio­nen ist kei­nes­wegs unbe­grün­det : Das Büro der Ver­ein­ten Natio­nen für die Koor­di­nie­rung huma­ni­tä­rer Ange­le­gen­hei­ten (OCHA) signa­li­sier­te letz­te Woche Hilfs­an­ge­bo­te an den Iran. Die US-Sank­tio­nen könn­ten wei­te­re Schrit­te der UNO jedoch ein­schrän­ken.

Aus Angst vor wei­te­ren Über­schwem­mun­gen ord­ne­te Tehe­ran der­weil die Eva­ku­ie­rung von 70 Dör­fern im Süd­wes­ten des Lan­des an.

US-Prä­si­dent Donald Trump ver­häng­te Sank­tio­nen gegen Tehe­ran, nach­dem sich die USA aus dem ira­ni­schen Atom­ab­kom­men aus dem Jahr 2015 zurück­zo­gen, mit dem im Gegen­zug für Ein­schrän­kun­gen der nuklea­ren Fähig­kei­ten des Iran US-Sank­tio­nen auf­ge­ho­ben wur­den. Die ein­sei­ti­ge Ent­schei­dung Trumps hat die Bezie­hun­gen Washing­tons zu sei­nen trans­at­lan­ti­schen Ver­bün­de­ten belas­tet, die stark in die Wie­der­ein­glie­de­rung des Iran in die Welt­märk­te inves­tiert und bestä­tigt haben, dass Tehe­ran wei­ter­hin die Regeln ein­hält.

Mehr zum The­ma — Die US-Armee und ihr Leit­fa­den für die Welt­herr­schaft

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Iran : Konservative fordern Abschaffung Präsidentschaftsamts und Alleinherrschaft Khameneis


Kon­ser­va­ti­ve im Iran for­dern, das Amt des Prä­si­den­ten abzu­schaf­fen. Die Idee hier­zu ist nicht neu. Schon im Jahr 2011 brach­te Aya­tol­lah Ali Kha­men­ei, das geis­ti­ge Ober­haupt des Iran, die­se Opti­on ins Spiel, in dem Ver­such, sich des dama­li­gen Prä­si­den­ten Mah­mud Ahma­di­ne­schād zu ent­le­di­gen. Jetzt wird über den Vor­schlag neu dis­ku­tiert. 

Statt des Prä­si­den­ten­am­tes wür­de das Par­la­ment künf­tig einen Pre­mier­mi­nis­ter bestim­men. Wäh­rend das geis­ti­ge Ober­haupt nicht vom Volk bestimmt wer­den kann, wähl­ten die Ira­ner ihren Prä­si­den­ten bis­lang selbst. Damit wür­de die Macht Kha­men­eis aus­ge­wei­tet.

Mehr zum The­ma — Hof­fen auf bes­se­re Zei­ten — Ira­ner fei­ern per­si­sches Neu­jahrs­fest

Kri­ti­ker die­ses Vor­schlags war­nen aller­dings, dass die Abschaf­fung in grö­ße­ren Debat­ten im ira­ni­schen Volk um die Füh­rung des Lan­des enden könn­te. Moham­mad Hos­sein Saf­far Haran­di, ehe­ma­li­ger Kul­tur­mi­nis­ter aus den kon­ser­va­ti­ven Rän­gen der ira­ni­schen Regie­rung, äußer­te die Idee am 17. März im ira­ni­schen Fern­se­hen. Dabei sag­te er : 

War­um soll­ten wir Roha­ni acht Jah­re lang dul­den ?

Der ira­ni­sche Prä­si­dent Hassan Roha­ni galt im Iran als Refor­mer und half das Nukle­arab­kom­men (JCPOA) im Jahr 2015 zu besie­geln. Das Abkom­men ver­sprach den wirt­schaft­li­chen Auf­schwung und die Öff­nung des Iran. Im Jahr 2018 aber kün­dig­ten die USA die­ses ein­sei­tig auf. Roha­ni steht nun ver­stärkt in der Kri­tik. Sei­ne Geg­ner aus den kon­ser­va­ti­ven Lagern in der Regie­rung ihm Roha­ni schon vor dem Aus­stieg der USA vor­ge­wor­fen, das Nukle­arab­kom­men habe nicht die gewünsch­ten Sank­ti­ons­lo­cke­run­gen erbracht. Mit dem Aus­stieg der USA tra­ten zuvor gelo­cker­te Sank­tio­nen wie­der in Kraft und die ira­ni­sche Wäh­rung ver­lor 60 Pro­zent ihres Wer­tes. Seit­her kämpft die ira­ni­sche Regie­rung gegen hohe Arbeits­lo­sen­zah­len und die Per­spek­tiv­lo­sig­keit in der jun­gen Bevöl­ke­rung. 

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Streit zwischen Iran und den Niederlanden : Botschafter der Niederlande aus Teheran abberufen


Nach Ansicht der Regie­rung in Tehe­ran war die Aus­wei­sung von zwei nie­der­län­di­schen Bot­schafts­mit­ar­bei­tern eine Reak­ti­on auf die Aus­wei­sung von ira­ni­schen Bot­schafts­an­ge­hö­ri­gen im Juni 2018. Aus­lö­ser sind zwei Mor­de in den Jah­ren 2015 und 2017 in Alme­re und Den Haag. Es gibt, nach Ansicht des nie­der­län­di­schen Geheim­diens­tes AIVD, “star­ke Hin­wei­se”, dass der Iran in die Ermor­dung der bei­den Nie­der­län­der mit ira­ni­schem Ursprung invol­viert war. 

Der Streit zwi­schen den Nie­der­lan­den und dem Iran setzt sich fort. Nun wur­de der nie­der­län­di­sche Bot­schaf­ter zurück­be­ru­fen. Der Außen­mi­nis­ter Stef Blok zu der Ent­schei­dung :

Die Regie­rung hat beschlos­sen, den nie­der­län­di­schen Bot­schaf­ter in Tehe­ran zu Kon­sul­ta­tio­nen zurück­zu­ru­fen. Die­se Ent­schei­dung folgt auf die Ankün­di­gung des ira­ni­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums, zwei nie­der­län­di­sche Diplo­ma­ten in der Bot­schaft Tehe­ran zur per­so­na non gra­ta zu erklä­ren (…). 

Am 20. Febru­ar infor­mier­te das ira­ni­sche Außen­mi­nis­te­ri­um die Nie­der­lan­de, es habe zwei Bot­schafts­mit­ar­bei­ter zur per­so­na non gra­ta erklärt. 

Die EU ver­häng­te im Febru­ar Sank­tio­nen gegen zwei ira­ni­sche Staats­bür­ger, Assa­dol­lah Asa­di und Saeid Hash­e­mi Mogha­dam. In Frank­reich und Däne­mark soll der Iran ver­sucht haben, Oppo­si­tio­nel­le zu ermor­den. Asa­di war ein Diplo­mat an der ira­ni­schen Bot­schaft in Wien. Mogha­dam ist der stell­ver­tre­ten­de Lei­ter des ira­ni­schen Minis­te­ri­ums für Nach­rich­ten­we­sen und Sicher­heit. 

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Zum ersten Mal seit Kriegsausbruch : Syriens Präsident Assad besucht den Iran


Syri­ens Prä­si­dent Baschar al-Assad besuch­te zum ers­ten Mal seit Aus­bruch des Krie­ges vor acht Jah­ren den Iran. Am Mon­tag traf er sich dort mit dem “Obers­ten Füh­rer” Aja­tol­lah Ali Chā­me­neʾi sowie mit Prä­si­dent Hassan Roha­ni. Das per­si­sche Land ist der engs­te regio­na­le Ver­bün­de­te Syri­ens.

Das syri­sche Staats­fern­se­hen zeig­te Auf­nah­men des Tref­fens zwi­schen Assad und Ali Chā­me­neʾi. Die bei­den hät­ten sich geei­nigt, “die Koope­ra­ti­on auf allen Ebe­nen im Inter­es­se der zwei befreun­de­ten Natio­nen” fort­zu­set­zen, berich­te­te die syri­sche Nach­rich­ten­agen­tur SANA.

Dem­nach habe sich Assad “bei der Füh­rung und der Bevöl­ke­rung der Isla­mi­schen Repu­blik für die Unter­stüt­zung Syri­ens wäh­rend des Krie­ges” bedankt. In einer auf Chā­me­neʾis Web­sei­te ver­öf­fent­lich­ten Erklä­rung heißt es, der Iran sei “von gan­zem Her­zen stolz” auf sei­ne Unter­stüt­zung für Syri­en. Laut dem syri­schen Prä­si­di­al­amt habe Chā­me­neʾi Damas­kus zu den Erfol­gen “im Kampf gegen den Ter­ro­ris­mus” gra­tu­liert und Assad wei­te­re Unter­stüt­zung zuge­si­chert.

Assad bezeich­ne­te den Iran und Syri­en als die ein­zi­gen Län­der in der Regi­on, die bewie­sen hät­ten, dass das Schick­sal der Welt nicht in den Hän­den der USA lie­ge. Auch Prä­si­dent Roha­ni ver­si­cher­te Assad, dass der Iran auch beim Auf­bau des Lan­des an der Sei­te Syri­ens ver­blei­be. Tehe­ran hat das ara­bi­sche Land in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit mil­li­ar­den­schwe­ren Finanz­hil­fen sowie der Ent­sen­dung von Mili­tär­be­ra­tern unter­stützt.

Der Iran ist erst das zwei­te Land, dem Assad nach Kriegs­aus­bruch einen offi­zi­el­len Besuch abstat­te­te. Bis­lang hat­te er in die­ser Peri­ode nur – zwei Mal – Russ­land bereist, wo er sich jedes Mal mit sei­nem Amts­kol­le­gen Wla­di­mir Putin traf. 

Assads Iran-Visi­te erfolg­te einen Tag vor der Rei­se des israe­li­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Ben­ja­min Netan­ja­hu nach Russ­land, wo Gesprä­che über die ira­ni­sche Rol­le im Syri­en-Kon­flikt geführt wer­den sol­len. Isra­el hat­te zuletzt immer wie­der angeb­li­che ira­ni­sche Ein­rich­tun­gen in Syri­en bom­bar­diert, um dem sei­ner Ansicht nach zu gro­ßen Ein­fluss Irans in der Regi­on zu begeg­nen.

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Außenminister Sarif in München : „Die USA sind pathologisch besessen vom Iran“


Mit Span­nung wur­de am letz­ten Tag der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz der Auf­tritt des ira­ni­schen Außen­mi­nis­ters Moham­med Dscha­wad Sarif erwar­tet. In einer lei­den­schaft­li­chen Rede und hit­zi­gen Dis­kus­si­on empör­te sich der Diplo­mat über die Angrif­fe der USA und for­der­te mehr Soli­da­ri­tät von Euro­pa.
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Mindestens 20 Tote bei Anschlag auf Bus mit Revolutionsgarden in Iran


Die Revo­lu­ti­ons­gar­den bil­den neben der regu­lä­ren Armee die zwei­te ‎Säu­le der ira­ni­schen Streit­kräf­te. Ober­be­fehls­ha­ber der Revo­lu­ti­ons­gar­den ist der obers­te Füh­rer ‎Aja­tol­lah Ali Cha­men­ei, nach der Ver­fas­sung das ira­ni­sche Staats­ober­haupt.‎

(dpa)

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Russland und Iran stoßen US-Dollar zugunsten nationaler Währungen ab


Die Hin­wen­dung zum Devi­sen­han­del war sowohl für Russ­land als auch für den Iran ein “lebens­wich­ti­ges” The­ma. Und die bei­den Län­der pla­nen, “alle ver­füg­ba­ren Mit­tel” zu nut­zen, um die­se Bemü­hun­gen zu ver­stär­ken, sag­te Lewan Dshagar­jan in einem Inter­view mit TASS.

Wir haben den [Anteil vom] US-Dol­lar in Zusam­men­ar­beit mit den Ira­nern bereits wesent­lich gesenkt. Wir wer­den uns auf den rus­si­schen Rubel und den ira­ni­schen Rial ver­las­sen, im Fal­le einer drin­gen­den Not­wen­dig­keit auf den Euro, wenn wir kei­ne ande­ren Optio­nen haben”, erklär­te der Diplo­mat. Er füg­te hin­zu, dass die Ban­ken-Struk­tu­ren in bei­den Län­dern das Poten­zi­al haben, die­se “schwie­ri­ge” Auf­ga­be zu bewäl­ti­gen.

Trotz der Bemü­hun­gen der euro­päi­schen Län­der, den Han­del mit der Isla­mi­schen Repu­blik Iran auf­recht­zu­er­hal­ten, nach­dem die USA aus dem Atom­ab­kom­men aus­ge­schie­den sind, tref­fen ihre Bemü­hun­gen immer noch nicht voll­stän­dig die Inter­es­sen Tehe­rans, glaubt Dshagar­jan.

Der Diplo­mat sag­te, dass das kürz­lich von Frank­reich, Deutsch­land und dem Ver­ei­nig­ten König­reich geschaf­fe­ne Zah­lungs­sys­tem zur Erleich­te­rung des Han­dels mit dem Iran “mehr Fra­gen auf­wirft, als es beant­wor­tet”, und behaup­te­te, dass es die Situa­ti­on für Tehe­ran nicht ver­än­dert.

Er erklär­te, dass die­ses Instru­ment zur Unter­stüt­zung der Han­dels­bör­sen INSTEX nur Punk­te abdeckt, die nicht auf der schwar­zen Lis­te der USA ste­hen, aber nicht für wich­ti­ge Han­dels­be­rei­che des Iran gel­ten.

Öl ist der wich­tigs­te [Sek­tor] für den Iran. Es ist eine gro­ße Fra­ge, ob Euro­pa das rich­ti­ge Volu­men an Ölex­por­ten und den Fluss von Ein­nah­men in den ira­ni­schen Haus­halt zulas­sen kann”, beschrieb Dshagar­jan. “Die EU-Län­der soll­ten zei­gen, dass sie eine unab­hän­gi­ge Außen­po­li­tik betrei­ben kön­nen, ohne War­nun­gen von aus­län­di­schen Part­nern zu fürch­ten.”

Russ­land — zusam­men mit meh­re­ren ande­ren Län­dern, dar­un­ter Indi­en, Chi­na und die Tür­kei — hat die Bemü­hun­gen zur Bekämp­fung der Domi­nanz der US-Wäh­rung im Welt­han­del ange­sichts der stei­gen­den Span­nun­gen mit Washing­ton beschleu­nigt. Im ver­gan­ge­nen Jahr for­der­te der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin die Mit­glieds­staa­ten der Eura­si­schen Wirt­schafts­uni­on (EEU) auf, ein gemein­sa­mes, dol­lar­frei­es Zah­lungs­sys­tem zur “Stär­kung der wirt­schaft­li­chen Sou­ve­rä­ni­tät” zu schaf­fen. Der Block, der aus Russ­land, Kasach­stan, Weiß­russ­land, Kir­gi­si­stan und Arme­ni­en besteht, bau­te Frei­han­dels­ab­kom­men mit meh­re­ren Part­nern auf der gan­zen Welt auf, dar­un­ter Iran und Chi­na.

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Trump : USA wollen Truppen im Irak halten, um Iran zu “beobachten”


Alles, was ich tun möch­te, ist, in der Lage zu sein, zuzu­se­hen”, sag­te Trump in einem Inter­view am Sonn­tag, das von dem Fern­seh­sen­der CBS aus­ge­strahlt wur­de. “Wir haben eine unglaub­li­che und teu­re Mili­tär­ba­sis im Irak auf­ge­baut. Es ist per­fekt gele­gen, um die ver­schie­de­nen Tei­le des auf­ge­wühl­ten Nahen Ostens zu beob­ach­ten.”

Auf die Fra­ge, ob die Trup­pen benö­tigt wür­den, um den Iran “anzu­grei­fen”, bestand Trump dar­auf, dass er nur zuse­hen wol­le. Er bemerk­te :

Wir wer­den wei­ter beob­ach­ten und wir wer­den wei­ter­se­hen. Wenn es Ärger gibt, wenn jemand Atom­waf­fen haben oder ande­re Din­ge tun will, wer­den wir es wis­sen, bevor sie es tun.

Unter­des­sen kri­ti­siert der ira­ki­sche Prä­si­dent Ber­ham Salih die Hal­tung sei­nes US-Amts­kol­le­gen. Er bemerk­te, dass Trump den Irak nicht um Erlaub­nis gebe­ten hat, um mit US-Trup­pen im Irak “den Iran zu beob­ach­ten”.

Abge­se­hen vom Irak schloss Trump die Mög­lich­keit nicht aus, eine mili­tä­ri­sche Prä­senz der USA in Afgha­ni­stan bei­zu­be­hal­ten. Er ver­sprach, eine “ech­te” Geheim­dienst­prä­senz im Land zu belas­sen und auf “Nes­ter”, etwa von Ter­ro­ris­ten, die sich dort anschei­nend bil­den, zu ach­ten. “Ich las­se den Geheim­dienst dort und wenn ich sehe, wie sich Nes­ter bil­den, wer­de ich etwas dage­gen tun”, sag­te er kryp­tisch.

Die Kri­tik an dem jah­re­lan­gen mili­tä­ri­schen Enga­ge­ment der USA in Afgha­ni­stan und im Irak gehör­te zu den Haupt­the­men von Trumps Prä­si­dent­schafts­kam­pa­gne. Sein Ver­spre­chen, US-Trup­pen abzu­zie­hen, hat er noch nicht ein­ge­löst. Statt­des­sen bau­te er die mili­tä­ri­sche Prä­senz in Syri­en und Afgha­ni­stan bis­lang aus.

In Afgha­ni­stan hat die erwei­ter­te mili­tä­ri­sche Prä­senz kei­ne spür­ba­ren Unter­schie­de gene­riert, da sich die Sicher­heits­la­ge am Boden in den letz­ten Mona­ten wei­ter ver­schlech­tert hat. Die zer­mürb­ten afgha­ni­schen Streit­kräf­te, unter­stützt von den USA und ande­ren west­li­chen Ver­bün­de­ten, erlei­den fort­wäh­rend schwe­re Ver­lus­te. Unter­des­sen kön­nen die Tali­ban, der Haupt­feind der UN-unter­stütz­ten Regie­rung, ihre Herr­schafts­ge­bie­te aus­brei­ten.

Berich­ten zufol­ge beherrscht die Miliz inzwi­schen über 50 Pro­zent des afgha­ni­schen Ter­ri­to­ri­ums. Die düs­te­ren mili­tä­ri­schen Aus­sich­ten zwin­gen die USA, Gesprä­che mit ihren Geg­nern auf­zu­neh­men. Die Tali­ban haben bereits erklärt, dass die Ver­hand­lun­gen “auf dem rich­ti­gen Weg” sei­en, und Trump scheint “ernst­haft” über den Rück­zug aus Afgha­ni­stan nach­zu­den­ken.

Im ver­gan­ge­nen Dezem­ber ord­ne­te Trump an, fast die Hälf­te der US-Trup­pen in Afgha­ni­stan abzu­zie­hen, und kün­dig­te einen voll­stän­di­gen Rück­zug aus Syri­en an. Der letz­te­re Zug wur­de jedoch seit­her an eine Rei­he von Vor­aus­set­zun­gen geknüpft.

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