Gazastreifen : Palästinenser vereinbaren Waffenruhe mit Israel


Isra­el und paläs­ti­nen­si­sche Grup­pie­run­gen haben die Ein­stel­lung der gegen­sei­ti­gen Angrif­fe in Gaza ver­ein­bart. Dies berich­tet der TV-Sen­der „Al-Ara­biya“ unter Ver­weis auf eine Mit­tei­lung der Grup­pie­rung „Isla­mi­sche Dschi­had in Paläs­ti­na“, die im Gaza­strei­fen agiert.
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Nationalitätengesetz”: Israel auf dem Weg zu ausschließlich jüdischen Gemeinden


Isra­el will den EU-Bot­schaf­ter Ema­nue­le Giauf­ret für eine Rüge ein­be­stel­len, weil er nach Medi­en­be­rich­ten ras­sis­ti­sche Ten­den­zen in dem geplan­ten “Natio­na­li­täts­ge­setz” kri­ti­siert hat. Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu habe das Außen­mi­nis­te­ri­um ange­wie­sen, Giauf­ret ein­zu­be­stel­len, teil­te sein Büro am spä­ten Don­ners­tag­abend mit. Anga­ben zu den genau­en Grün­den mach­te das Büro nicht.

Giauf­ret soll Abge­ord­ne­ten der Regie­rungs­par­tei Likud gesagt haben, das Gesetz “riecht nach Ras­sis­mus” und kön­ne das inter­na­tio­na­le Anse­hen Isra­els beschä­di­gen, wie israe­li­sche Medi­en berich­te­ten. Isra­el distan­zie­re sich mit dem Gesetz von den akzep­tier­ten Nor­men einer Demo­kra­tie. Es sei beson­ders dis­kri­mi­nie­rend gegen­über ara­bi­schen Israe­lis. Rund 20 Pro­zent der Israe­lis sind Ara­ber.

Das soge­nann­te “Natio­na­li­täts­ge­setz” sieht unter ande­rem vor, dass Gemein­den und Städ­te Men­schen auf­grund ihrer Reli­gi­on aus­schlie­ßen kön­nen. Selbst Prä­si­dent Reu­ven Riv­lin kri­ti­sier­te den Para­gra­fen und warn­te in einem Brief unter ande­rem an Netan­ja­hu vor der Dis­kri­mi­nie­rung gan­zer Grup­pen, wie Medi­en berich­te­ten. Riv­lin schreibt :

Sind wir bereit, die Grün­dung von Gemein­schaf­ten zu geneh­mi­gen, die auf ihrem [eth­ni­schen] Hin­ter­grund basie­ren ?

Das Gesetz könn­te in den nächs­ten Wochen ver­ab­schie­det wer­den 

Das Gesetz defi­niert Isra­el zudem als Natio­nal­staat des jüdi­schen Vol­kes. Ara­bisch wäre offi­zi­ell nicht mehr Amts­spra­che, nur noch Hebrä­isch. Die Ver­ein­te Lis­te, die sich aus 13 ara­bisch-israe­li­schen Mit­glie­dern der Knes­set zusam­men­setzt, hat den Gesetz­ent­wurf scharf ver­ur­teilt. Sie bezeich­ne­te das Vor­ha­ben als “ras­sis­tischs­te Gesetz­ge­bung”, die jemals von Isra­els gegen­wär­ti­ger rech­ter Regie­rung ange­nom­men wur­de. Das Gesetz soll in der kom­men­den Woche ver­ab­schie­det wer­den.

Netan­ja­hu sag­te zu der Rüge des EU-Bot­schaf­ters : “Nicht genug, dass die EU Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, die bestrebt sind, den israe­li­schen Staat zu unter­gra­ben, sowie ille­ga­le Bau­ten finan­ziert, sie greift nun auch in die israe­li­sche Gesetz­ge­bung ein”, zitier­te ihn sein Büro.

Das Gesetz, soll­te es beschlos­sen wer­den, dürf­te den zahl­rei­chen Kri­ti­kern, die Isra­el mit dem ehe­ma­li­gen Apart­heid­re­gime in Süd­afri­ka ver­glei­chen, neu­en Auf­trieb geben. Ein 2017 erstell­ter Bericht der UN-Orga­ni­sa­ti­on “Wirt­schafts- und Sozi­al­kom­mis­si­on für West­asi­en” (ESCWA) durch die renom­mier­ten US-Wis­sen­schaft­ler Richard Falk und Vir­gi­nia Til­ley kam zu dem Schluss :

Fern jedes ver­nünf­ti­gen Zwei­fels, bele­gen die Bewei­se, dass Isra­el schul­dig ist, ein Apart­heid­re­gime gegen das paläs­ti­nen­si­sche Volk errich­tet zu haben.

Die Ver­ein­ten Natio­nen distan­zier­ten sich vom Bericht der US-Wis­sen­schaft­ler

Die bei­den Wis­sen­schaft­ler räu­men in ihrem Bericht ein, dass es jedoch eines ordent­li­chen inter­na­tio­na­len Gerichts­ver­fah­rens bedür­fe, um die­sen Schluss­fol­ge­run­gen die nöti­ge Auto­ri­tät zu ver­lei­hen, und reg­ten daher an, UN-Gerich­te soll­ten die­se Auf­ga­be über­neh­men. Es war das ers­te Mal, dass eine UN-Orga­ni­sa­ti­on das Vor­ge­hen Isra­els als “Apart­heid” bezeich­ne­te. Und ver­mut­lich auch das letz­te Mal.

Der Spre­cher des UN-Gene­ral­se­kre­tärs distan­zier­te sich von dem Bericht und ließ mit­tei­len, es han­de­le sich hier­bei um eine Ein­zel­mei­nung und nicht die offi­zi­el­le UN-Sicht. Die israe­li­sche und vor allem auch die US-Regie­rung unter Donald Trump übten star­ken Druck auf UN-Gene­ral­se­kre­tär Antó­nio Guter­res aus, den Bericht zurück­zu­zie­hen. Die für die Stu­die ver­ant­wort­li­che ESC­WA-Che­fin Rima Khal­af wei­ger­te sich jedoch und kün­dig­te aus Pro­test ihre Stel­le bei den Ver­ein­ten Natio­nen.

Mehr zum The­ma : Bei Betei­li­gung an Isra­el-Boy­kott : US-Regie­rung will straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen für Unter­neh­men

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Israel hält Palästinenser-Gelder wegen “Terrorförderung” zurück


Nach eige­nen Anga­ben plant die Paläs­ti­nen­si­sche Auto­no­mie­be­hör­de für 2018 Aus­ga­ben von umge­rech­net ins­ge­samt rund 280 Mil­lio­nen Euro. Ein Teil davon wird für die Fami­li­en von rund 6.000 Paläs­ti­nen­sern in israe­li­scher Haft sowie Ange­hö­ri­ge getö­te­ter Atten­tä­ter auf­ge­wen­det.

Bei den von Isra­el ein­be­hal­te­nen Gel­dern han­delt es sich um Steu­ern und Zöl­le, die Isra­el für die Paläs­ti­nen­ser­be­hör­de ein­sam­melt. Das Geld soll dem­nach statt­des­sen in einen Fonds zur Hil­fe von Ter­ror­op­fern flie­ßen.

Der Abge­ord­ne­te Avi Dich­ter von der Regie­rungs­par­tei Likud sag­te, Isra­el wer­de nicht wei­ter dazu bei­tra­gen, dass Ter­ro­ris­ten Geld erhiel­ten. Die Paläs­ti­nen­ser­be­hör­de wer­de nun ihre Poli­tik der “För­de­rung des Ter­ro­ris­mus’” über­den­ken, zitier­te ihn die Times of Isra­el. (dpa)

Mehr zum The­ma - Aus­tra­li­en stellt Finanz­hil­fen für Paläs­ti­nen­ser­re­gie­rung ein

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Israel : Getrennte Schwimmbäder für Juden und Araber (Video)


Mehr zum Tema — Israe­li­scher Abge­ord­ne­ter : Jüdi­sche Ras­se ist das aus­er­wähl­te, das klügs­te und her­aus­ra­gends­te Volk

Die Fami­lie geht jedoch von Dis­kri­mi­nie­rung aus. Auch in ande­ren israe­li­schen Orten wer­den in Schwimm­bä­dern angeb­lich unter­schied­li­che Besuchs­zei­ten für Ara­ber und Juden ange­ge­ben. Hier heißt es mit­un­ter, die Ara­ber hät­ten aus reli­giö­sen Grün­den sel­ber um die­se Tren­nung gebe­ten.

RT Deutsch


Neue Mauer : Linke-Politiker Bartsch pflanzt “sicherheitstechnische” Bäume in Israel


Wie der Jüdi­sche Natio­nal­fonds (KKL) in einer Pres­se­er­klä­rung Ende Mai mit­teil­te, nahm Bartsch an einem “Soli­da­ri­täts­be­such” zum 70. Jah­res­tag Isra­els teil. Die Land­ent­wick­lungs­or­ga­ni­sa­ti­on, die sich als Teil der der zio­nis­ti­schen Bewe­gung ver­steht, expli­ziert :

Er und sei­ne Dele­ga­ti­on gaben sich nicht allein mit Gesprä­chen mit Amts­trä­gern in Jeru­sa­lem zufrie­den, son­dern mach­ten sich zudem auf, um das Land, sei­ne Land­schaf­ten und sei­ne Men­schen ken­nen­zu­ler­nen und nah­men an sicher­heits­tech­ni­schen Anpflan­zun­gen im Kib­buz Sufa … an der Gren­ze zum Gaza­strei­fen teil.”

Die­se “sicher­heits­be­ding­ten Anpflan­zun­gen” fei­ert die Orga­ni­sa­ti­on in der Pres­se­mit­tei­lung als “beson­de­re Akti­on” der KKL.

Wir freu­en uns, die Gele­gen­heit zu haben, einen klei­nen kon­kre­ten Bei­trag zum Auf­bau Isra­els zu leis­ten, der dem Gedei­hen des Lan­des und … Wah­rung sei­ner Sicher­heit dient”, erklär­te Diet­mar Bartsch.

Zudem sei er sehr beein­druckt, Infor­ma­tio­nen zu den Akti­vi­tä­ten der KKL “zum Woh­le der Men­schen und der Umwelt” erhal­ten zu haben.

Doch dass die­se Akti­on kaum etwas mit dem “Wohl der Umwelt” zu tun hat, offen­bart die Pres­se­mit­tei­lung des Jüdi­schen Natio­nal­fonds :

Die aus Sicher­heits­grün­den erfol­gen­den Anpflan­zun­gen ent­lang der Gren­ze zum Gaza­strei­fen, die KKL mit der Unter­stüt­zung von Freun­den über­all auf der Welt vor­nimmt, stel­len einen natür­li­chen Schutz gegen den Ter­ror dar. Die Bäu­me ver­weh­ren den­je­ni­gen den Blick auf die Ort­schaf­ten und Stra­ßen, die ver­su­chen, Geschos­se, Rake­ten und Mör­ser­bom­ben auf die Bewoh­ner abzu­feu­ern”, teilt die KKL mit.

Die deut­sche Sek­ti­on der KKL habe vier Pro­jek­te über­nom­men :

An die­sen Punk­ten wur­den etwa 2000 Bäu­me gepflanzt, die den Anwoh­nern einen grü­nen Schutz­wall bie­ten.”

Fak­tisch geht es also dar­um, die Iso­lie­rung der Paläs­ti­nen­ser vom Rest der Welt wei­ter vor­an­zu­trei­ben.

Bartsch beteu­er­te in sei­ner Rede, dass der Staat Isra­el “das Recht [habe] auf Sicher­heit und dar­auf, sich zu schüt­zen”. Abschlie­ßend erklär­te der Lin­ken-Poli­ti­ker, er wol­le spä­ter wie­der Isra­el besu­chen, um sei­nen Baum zu besu­chen und zu sehen, wie er gewach­sen sei.

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So reagiert Israel auf Feuer-Drachen aus Gaza-Streifen


Die israe­li­sche Luft­waf­fe hat in Gaza den Kraft­wa­gen eines der Kom­man­deu­re der paläs­ti­nen­si­schen Kampf­ein­hei­ten ange­grif­fen, die bren­nen­de Lenk­dra­chen über die Gren­ze zu Isra­el geschickt hat­ten, um dort Brän­de aus­zu­lö­sen. Das teil­te der Pres­se­dienst der israe­li­schen Armee mit.
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Private Interessen ? Israel und USA wollen sich milliardenschwere Ölfunde in Syrien sichern


von Ali Özkök

Im Jahr 2013 erteil­ten israe­li­sche Behör­den trotz des Wider­stan­des von Umwelt- und loka­len Grup­pen dem bis­her unbe­kann­ten Ener­gie­un­ter­neh­men Afek Oil and Gas Com­pa­ny Limi­ted eine exklu­si­ve drei­jäh­ri­ge Erd­öl­ex­plo­ra­ti­ons­li­zenz für ein 400 Kilo­me­ter gro­ßes Gebiet auf den Golan­hö­hen. Das Grenz­ge­biet wird von den Ver­ein­ten Natio­nen als von Isra­el besetz­tes syri­sches Ter­ri­to­ri­um aner­kannt. Die Lizenz erstreckt sich bis auf den See Gene­za­reth, die Quel­le des größ­ten Teils des israe­li­schen Trink­was­sers. Ins­ge­samt wur­de das Unter­neh­men mit zehn Boh­run­gen beauf­tragt.

2015 wur­de bekannt, dass Afek Oil and Gas Com­pa­ny Limi­ted rie­si­ge Ölre­ser­ven auf den Golan­hö­hen ent­deck­te. Medi­en­be­rich­ten zufol­ge beläuft sich die Men­ge der Fun­de auf einen Wert, der “zehn­mal grö­ßer ist als ein durch­schnitt­li­ches Ölfeld”. Afek selbst teil­te mit, dass die Lager­stät­ten in den Golan­hö­hen Mil­li­ar­den von Bar­rel Erd­öl beher­ber­gen. In einem Inter­view mit Isra­els Chan­nel 2 News sag­te der Chef­geo­lo­ge von Afek, Yuval Batov, dass die Erd­öl­schicht in die­ser Regi­on 350 Meter dick sei, was als beson­ders ertrags­reich gilt.

Doch es gibt ein Pro­blem mit der Aus­beu­tung der Reser­ven. Isra­el hat 1981 einen Groß­teil der Golan­hö­hen mili­tä­risch annek­tiert. Die Höhen gel­ten inter­na­tio­nal immer noch als ille­gal besetz­tes syri­sches Ter­ri­to­ri­um, was die Aus­beu­tung des Öls also ver­bie­tet. In der Ver­gan­gen­heit haben israe­li­sche Staats­füh­rer ange­bo­ten, sich von den Golan­hö­hen zurück­zu­zie­hen, als Gegen­leis­tung für einen umfas­sen­den Frie­dens­ver­trag mit der syri­schen Regie­rung. Seit dem Beginn des Syri­en-Kon­flikts im Jahr 2011 hat sich ein sol­cher Deal jedoch wegen der Schwä­che der Zen­tral­re­gie­rung erüb­rigt.

Die­ses Zeit­fens­ter ver­an­lass­te die israe­li­sche Regie­rung und die Unter­neh­mens­füh­rung von Afek, das eine Toch­ter­ge­sell­schaft des US-Unter­neh­mens Genie Ener­gy ist, offen­bar dazu, das ent­stan­de­ne Vaku­um in Syri­en aus­zu­nut­zen. Die Aner­ken­nung der Golan­hö­hen, die seit Jahr­zehn­ten unter israe­li­scher Kon­trol­le ste­hen, durch die USA wür­de die Pro­ble­me im Zusam­men­hang mit der Aus­beu­tung der Ener­gie­re­ser­ven lösen. Die Aner­ken­nung von Jeru­sa­lem im Dezem­ber 2017 und der Bot­schafts­um­zug könn­te dabei als Blau­pau­se für die ter­ri­to­ria­le Erwei­te­rung Isra­els auf den Golan­hö­hen her­hal­ten.

Laut dem israe­li­schen Minis­ter für Nach­rich­ten­diens­te erwägt die Regie­rung unter US-Prä­si­dent Donald Trump inzwi­schen tat­säch­lich, in den kom­men­den Mona­ten die Golan­hö­hen als israe­li­sches Ter­ri­to­ri­um anzu­er­ken­nen. Das sag­te Isra­el Katz gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters. Laut dem Minis­ter ste­he das The­ma gegen­wär­tig “ganz oben auf der Agen­da” der bila­te­ra­len Gesprä­che zwi­schen Tel Aviv und Washing­ton.

Wie das Nach­rich­ten­por­tal Mint­Press berich­tet, wird Genie Ener­gy von ein­fluss­rei­chen Akteu­ren in den USA unter­stützt, wie dem ehe­ma­li­gen Finanz­mi­nis­ter Lar­ry Sum­mers, dem ehe­ma­li­gen Vize­prä­si­den­ten und Hal­li­bur­ton-Mana­ger Dick Che­ney sowie dem ehe­ma­li­gen CIA-Direk­tor James Wool­sey, die wich­ti­ge Antei­le am Ener­gie­un­ter­neh­men hal­ten.

Mil­li­ar­dä­re, die für eine pro-zio­nis­ti­sche Hal­tung bekannt sind, wie der in Aus­tra­li­en gebo­re­ne Medi­en­mo­gul Rupert Mur­doch und der Eng­län­der Jacob Roth­schild, sind eben­falls mit dem Unter­neh­men ver­bun­den. Geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied von Genie Ener­gy ist Howard Jonas, ein pro­mi­nen­ter repu­bli­ka­ni­scher Spen­der, der regel­mä­ßig jüdisch-ortho­do­xe Pro­jek­te finan­ziert. Er gilt auch als Unter­stüt­zer des israe­li­schen Pre­miers Netan­ja­hu.

Der ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de der ehe­ma­li­gen Mut­ter­ge­sell­schaft von Genie Ener­gy, IDT Corp., ist Ira Green­stein, ein Freund von Trumps Schwie­ger­sohn Jared Kush­ner. Die Spur reicht bis in das Wei­ße Haus, wo Green­stein der­zeit arbei­tet. Green­stein soll zum Zeit­punkt des ers­ten US-ame­ri­ka­ni­schen Luft­an­griffs gegen Syri­en am 7. April 2017 trotz sei­ner Tätig­keit im Wei­ßen Haus als Anwalt und hoch­ran­gi­ger Bera­ter von Donald Trump noch Prä­si­dent von Genie Ener­gy gewe­sen sein, was einen Inter­es­sens­kon­flikt bei der Bera­tungs­tä­tig­keit nahe­le­gen könn­te.

Green­stein war eben­so Prä­si­dent und Schatz­meis­ter der NGO “Ame­ri­can Fri­ends of Mosaic United”, schreibt das inves­ti­ga­ti­ve Nach­rich­ten­por­tal Medi­um. Mosaic United ist eine Orga­ni­sa­ti­on, die vom umstrit­te­nen israe­li­schen Bil­dungs­mi­nis­ter Nafta­li Ben­nett ange­führt wird, wobei es sich dar­über hin­aus um das Vor­zei­ge­pro­jekt des israe­li­schen Minis­te­ri­ums für Dia­spo­ra-Ange­le­gen­hei­ten han­delt. Ben­nett for­der­te zuvor die Welt­ge­mein­schaft auf, die Golan­hö­hen als israe­li­sches Ter­ri­to­ri­um anzu­er­ken­nen und einen Bevöl­ke­rungs­boom durch neue Sied­lun­gen zu errei­chen. Ben­nett ver­glich die Golan­hö­hen auch mit dem West­jor­dan­land und erklär­te, dass es sich um Ter­ri­to­ri­um han­de­le, das nicht an Fein­de wei­ter­ge­ge­ben wer­den dür­fe.

Für Medi­um besteht kaum ein Zwei­fel dar­an, dass allein schon Green­steins direk­te Prä­senz im Wei­ßen Haus zahl­rei­che Pro­ble­me mit der offi­zi­el­len Geschich­te der US-Regie­rung ver­ur­sacht, die den Mili­tär­an­griff auf Syri­en im April 2017 recht­fer­tigt. Dem­nach soll die syri­sche Armee angeb­lich einen che­mi­schen Angriff gegen Rebel­len in Chan Schai­chun durch­ge­führt haben. Zwei­fel bestehen nicht zuletzt auf­grund der Tat­sa­che, dass es womög­lich pri­va­te Geschäfts­in­ter­es­sen für einen Angriff auf die syri­sche Regie­rung gibt. Schließ­lich dürf­te es ange­sichts der ener­gie­po­li­ti­schen Bedeu­tung der Golan­hö­hen kein geo­po­li­ti­sches Inter­es­se an einer Stär­kung der syri­schen Regie­rung in Isra­el und den USA geben.

Kush­ners Frau Ivan­ka Trump soll ihren Vater “über­zeugt” haben, den ers­ten Angriff auf Syri­en damals zusam­men mit der ehe­ma­li­gen stell­ver­tre­ten­den natio­na­len Sicher­heits­be­ra­te­rin Dina Powell anzu­ord­nen. Powell ist wie der ehe­ma­li­ge Direk­tor des Natio­na­len Wirt­schafts­ra­tes Gary Cohn Bank­ma­na­ge­rin, CEO der Gold­man-Sachs-Inves­ti­ti­ons­ge­sell­schaft für ethi­sche Pro­jek­te und Prä­si­den­tin der Gold­man-Sachs-Stif­tung. Green­steins Sohn, Jona­than Green­stein, ist eben­falls Rechts­an­walt bei Gold­man Sachs.

Afek, die Toch­ter­ge­sell­schaft von Genie Ener­gy im Golan, wird von einem engen Freund des israe­li­schen Pre­mier­mi­nis­ters Ben­ja­min Netan­ja­hu und ehe­ma­li­gen Knes­set-Abge­ord­ne­ten Efraim “Effie” Eitam gelei­tet. Eitam, der zuvor auch als Minis­ter für Natio­na­le Infra­struk­tur tätig war, hat wie­der­holt dazu auf­ge­ru­fen, alle Ara­ber aus Isra­el aus­zu­wei­sen, indem er sag­te, dass Israe­lis “nicht mit all die­sen Ara­bern zusam­men sein und das Land nicht auf­ge­ben kön­nen. Wir wer­den eine ande­re Ent­schei­dung tref­fen müs­sen, um die israe­li­schen Ara­ber aus dem poli­ti­schen Sys­tem zu ent­fer­nen”. Er bezeich­ne­te die israe­li­schen Ara­ber auch als “Krebs­ge­schwür”. Des Wei­te­ren zog er die Schluss­fol­ge­rung :

Wir wer­den sie alle töten müs­sen.

Eitam lebt der­zeit in Isra­els größ­ter ille­ga­ler Sied­lung im besetz­ten Golan. Am 14. Sep­tem­ber 2017 fand ein Tref­fen zwi­schen dem US-Innen­mi­nis­ter Ryan Zin­ke und Eitam statt. Zin­ke gilt als enger Ver­trau­ter von US-Prä­si­dent Donald Trump. Die ansons­ten in den Medi­en unter­ge­gan­ge­ne Unter­re­dung tauch­te im öffent­li­chen Kalen­der des US-Innen­mi­nis­te­ri­ums auf.

Sie haben jeman­den, der in ille­ga­le Tätig­kei­ten ver­wi­ckelt ist, und indem er Eitam trifft, scheint es, als wür­de er der Per­son Glaub­wür­dig­keit schen­ken”, kri­ti­sier­te John Quigley, ein inter­na­tio­na­ler Rechts­pro­fes­sor am Moritz Col­le­ge of Law der Ohio-Lan­des­uni­ver­si­tät Moritz, gegen­über E&E News.

Die Inves­ti­tio­nen von Genie Ener­gy in den Golan sind wahr­schein­lich der stärks­te Fak­tor, der die USA zur Aner­ken­nung der israe­li­schen Sou­ve­rä­ni­tät über das besetz­te Gebiet treibt. Außer­dem steht die Fra­ge aus, zu wel­chem Maße die per­sön­li­chen Inter­es­sen des inners­ten Krei­ses rund um Donald Trump invol­viert sind. Tat­säch­lich bedeu­tet das, dass die israe­li­sche Toch­ter­ge­sell­schaft von Genie ohne die Aner­ken­nung der Kon­trol­le Isra­els über die Regi­on kein Öl auf den inter­na­tio­na­len Ener­gie­märk­ten ver­kau­fen kann, das aus einem besetz­ten Gebiet kommt.

Der Ver­trag von Genie zur Durch­füh­rung von Explo­ra­ti­ons­boh­run­gen in den Golan­hö­hen läuft in die­sem Jahr aus. Die Inves­to­ren brau­chen unter die­sem Gesichts­punkt unbe­dingt poli­ti­sche Schüt­zen­hil­fe aus den USA. Nur eine Ent­schei­dung der USA über Isra­els Anspruch auf die Golan­hö­hen könn­te das Pro­blem lösen, vor dem Genie Ener­gy, sei­ne Inves­to­ren und die israe­li­sche Regie­rung ste­hen.

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Gaza-Konflikt : Hamas-Anführer will die Grenzen zu Israel einreißen


Seit Wochen wird an der Gren­ze des Gaza­strei­fens pro­tes­tiert. Für die­sen Frei­tag ist eine höhe­re Zahl von Demons­tran­ten erwar­tet. Am frü­hen Nach­mit­tag ver­sam­mel­ten sich bereits 4.000 Demons­tran­ten an fünf ver­schie­de­nen Stel­len der Gren­ze und began­nen, Rei­fen in Brand zu set­zen.

Der Hamas-Füh­rer Ismail Haniy­ya droh­te damit, dass man die “Mau­ern ein­rei­ßen” wer­de. Gegen­über dem Midd­le East Eye sag­te er :

Wir wer­den damit wei­ter­ma­chen, die Türen die­ses gro­ßen Gefäng­nis­ses ein­zu­rei­ßen, und wir wer­den die­se Mau­ern ein­rei­ßen.

Wenn es für die Paläs­ti­nen­ser auf fried­li­chem Weg kei­ne Mög­lich­keit gebe, in “Frie­den und Unab­hän­gig­keit ein ehren­vol­les Leben zu füh­ren”, dann “ist es das Recht, sich der Besat­zung mit allen Mit­teln zu wider­set­zen, auch durch bewaff­ne­ten Wider­stand”. Die Fried­fer­tig­keit der Demons­tra­tio­nen habe sich dar­in gezeigt, dass kei­ne Israe­lis bei den Pro­tes­ten ver­letzt wur­den, so Haniy­ya.

Seit dem 30. März wird im Gaza­strei­fen unter dem Mot­to “March of Return” pro­tes­tiert. Dabei kamen bis­lang 119 Men­schen ums Leben, Tau­sen­de wur­den ver­letzt. Mili­tan­te ver­such­ten, den Grenz­zaun zu durch­bre­chen, und ent­sand­ten bren­nen­de Flug­dra­chen Rich­tung Isra­el. Auf der israe­li­schen Sei­te wur­de Acker­land ver­nich­tet. Laut den IDF sind die meis­ten der getö­te­ten Demons­tran­ten Hamas-Mit­glie­der. Die Hamas nut­ze Men­schen als Schutz­schil­de und ver­su­che, Israe­lis im Schut­ze der Mas­sen­pro­tes­te anzu­grei­fen, so die israe­li­sche Sei­te. Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen kri­ti­sie­ren die israe­li­sche Blo­cka­de des Gaza­strei­fens, wel­che die Lebens­si­tua­ti­on der Bewoh­ner zuneh­mend ver­schlech­tert. Der­zeit leben dort rund zwei Mil­lio­nen Men­schen. Im letz­ten Jahr waren 27,4 Pro­zent der Bevöl­ke­rung arbeits­los.

RT Deutsch


Streitkräfte melden Raketenangriff auf Israel


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