AfD macht Stimmung gegen Gewalttäter in deutschen Schwimmbädern mit Videoaufnahmen aus Israel


Die Inter­net­sei­te watson.de berich­tet, dass die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der AfD-Frak­ti­on Bea­trix von Storch in dem ver­öf­fent­lich­ten Video Gewalt­ta­ten in Frei­bä­dern auf einen “zu gro­ßen Anteil an Migran­ten” in Deutsch­land zurück­führt. Die Stim­mungs­ma­che gegen Migran­ten wird mit einer ent­spre­chen­den Video­rei­he her­vor­ge­ho­ben. Ein Teil des Vide­os, in dem Bade­gäs­te mit Plas­tik­stüh­len auf einen Secu­ri­ty-Mit­ar­bei­ter ein­schla­gen, wur­de jedoch nicht in Deutsch­land, son­dern bereits vor einem Monat in Isra­el gedreht – und zwar im “Yamit Water Park” in der Stadt Cho­lon :

Dass die Video­se­quenz nicht in Deutsch­land, son­dern in Isra­el gefilmt wor­den war, erwähn­te die AfD nicht. Eini­ge AfD-Ver­bän­de hat­ten das Video auf ihren Face­book-Sei­ten mit Über­schrif­ten wie “die pure Berei­che­rung” oder “Da bekommt der Begriff ‘Erleb­nis­bad’ doch gleich eine ganz ande­re Bedeu­tung” geteilt. Spä­ter ersetz­te die AfD-Frak­ti­on den Video­clip durch ein neu geschnit­te­nes Video. Dar­auf sind die Sze­nen aus dem israe­li­schen Hal­len­bad nicht mehr zu sehen. 

Der Spre­cher der Frak­ti­on Chris­ti­an Lüth sag­te am Frei­tag :

Die nur kurz ein­ge­blen­de­te und schnell kor­ri­gier­te fal­sche Ein­zel­se­quenz im Hin­ter­grund ändert nichts dar­an, dass der Video­text, die zu gro­ßen Tei­len von Migran­ten aus­ge­hen­de zuneh­men­de Respekt­lo­sig­keit, Aggres­si­on und Gewalt in deut­schen Schwimm­bä­dern völ­lig rich­tig anspricht.

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de hat­te ein Streit unter meh­re­ren Hun­dert Bade­gäs­ten in einem Düs­sel­dor­fer Frei­bad einen Poli­zei­ein­satz aus­ge­löst. Zu dem Streit war es gekom­men, nach­dem ein Fami­li­en­va­ter mit tür­ki­schem Migra­ti­ons­hin­ter­grund meh­re­re jun­ge Män­ner zurecht­ge­wie­sen hat­te, die sich nicht an die Bade­re­geln hiel­ten.

Mehr zum The­ma — Gewalt in Schwimm­bä­dern und das Preis­ge­ben öffent­li­chen Rau­mes in Deutsch­land

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Taktische Manöver oder echte Partnerschaft ? Israel und die Golfstaaten


Der israe­li­sche Außen­mi­nis­ter Isra­el Katz besuch­te am Wochen­en­de Abu Dha­bi. Es war das ers­te Mal, dass der Spit­zen­di­plo­mat des jüdi­schen Staa­tes den Boden der VAE betrat, wenn auch im Rah­men eines von den Ver­ein­ten Natio­nen ein­be­ru­fe­nen Kli­ma­tref­fens.

Katz soll die Gele­gen­heit genutzt haben, um sich mit einem nament­lich nicht genann­ten loka­len Spit­zen­funk­tio­när zu tref­fen. Die Agen­da : die wach­sen­den Bezie­hun­gen zwi­schen den bei­den Län­dern, die wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und die “ira­ni­sche Bedro­hung”.

Ich freue mich, hier in Abu Dha­bi zu sein und die Inter­es­sen des Staa­tes Isra­el gegen­über den ara­bi­schen Golf­staa­ten zu ver­tre­ten”, sag­te Katz. “Das ist ein bedeu­ten­der Schritt in den Bezie­hun­gen zwi­schen Isra­el und den Staa­ten der Regi­on.”

Auch wenn es kein Besuch auf staat­li­cher Ebe­ne war, ist es immer noch “ein ziem­lich bei­spiel­lo­ser Schritt, der zeigt, dass die Bezie­hung ziem­lich fort­ge­schrit­ten ist”, glaubt Dmi­triy Marya­sis, Seni­or Fel­low am Rus­si­an Insti­tu­te of Ori­en­tal Stu­dies.

Die ira­ni­sche Fra­ge ist defi­ni­tiv die Grund­la­ge die­ser Bezie­hung, es ist immer ein­fa­cher, sich gegen einen gemein­sa­men Feind zu ver­ei­nen”, so Marya­sis gegen­über RT.

Tak­tisch schla­gen sich die sun­ni­ti­schen Län­der am Per­si­schen Golf und Isra­el in Bezug auf die Bezie­hun­gen zum Iran auf die glei­che Sei­te – bei­de sehen ihn als Bedro­hung.

Die ira­ni­sche “Bedro­hung” – real oder ima­gi­när – ist jedoch nicht das Ein­zi­ge, was Isra­el und die Golf­staa­ten zusam­men­bringt. Die ara­bi­schen Mon­ar­chi­en sind offen­bar auch “über­drüs­sig” gegen­über dem israe­lisch-paläs­ti­nen­si­schen Kon­flikt gewor­den, glaubt Marya­sis, denn es sei nur schwer vor­stell­bar, dass die “ira­ni­sche Bedro­hung” allein die Län­der noch vor etwa 20 Jah­ren zusam­men­ge­bracht hät­te. Ande­rer­seits könn­te es sich auch nur um eine tak­tisch beding­te Moment­auf­nah­me han­deln.

Ich sehe dort kei­ne Stra­te­gie, es ist eine rein tak­ti­sche Sache. Wenn sich die Situa­ti­on ändert, könn­ten sich auch die Bezie­hun­gen zwi­schen Isra­el und die­sen Län­dern ändern”, so Marya­sis wei­ter.

Die Ver­bin­dung zwi­schen Isra­el und den Golf­staa­ten, von denen vie­le Isra­el nicht als Land aner­ken­nen, wird wahr­schein­lich kein hoch­ran­gi­ges for­ma­les Niveau errei­chen.

Da die paläs­ti­nen­si­sche Fra­ge exis­tiert, wür­de es nie­mand wagen, hoch­ran­gi­ge poli­ti­sche Kon­tak­te mit Isra­el in ideo­lo­gi­schen und innen­po­li­ti­schen Fra­gen her­zu­stel­len”, erklärt Marya­sis und erin­nert an das Bei­spiel Ägyp­ten. Die Unter­zeich­nung des Frie­dens­ver­tra­ges mit Isra­el im Jahr 1979 kos­te­te den dama­li­gen Prä­si­den­ten Anwar as-Sadat schließ­lich das Leben.

Wäh­rend die Golf­staa­ten und Isra­el ein recht wei­tes Feld der Zusam­men­ar­beit haben – Tel Aviv ver­fügt über fort­schritt­li­che Bewäs­se­rungs­tech­no­lo­gi­en und die ara­bi­schen Natio­nen haben Geld, das sie dafür aus­ge­ben kön­nen – sind die Aus­sich­ten auf ihre wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit immer noch recht düs­ter, glaubt Marya­sis. Abge­se­hen von poli­ti­schen Fra­gen dürf­te die sehr insta­bi­le Situa­ti­on in der Regi­on alle gro­ßen Infra­struk­tur­pro­jek­te wie den von Katz geför­der­ten ehr­gei­zi­gen Plan “Tracks to Peace” zunich­te machen.

Der Plan sieht den Bau einer Eisen­bahn­stre­cke von Isra­el nach Oman vor, die den ara­bi­schen Golf­staa­ten Infra­struk­tur und Zugang zum Mit­tel­meer bie­ten soll. Sicher­heits­ri­si­ken wür­den wahr­schein­lich ver­hin­dern, dass das Pro­jekt vom Papier in die Rea­li­tät umge­setzt wird, so wie sie die Gas­pipe­line Ägyp­ten — Isra­el zum Schei­tern brach­ten, die nach wie­der­hol­ter Spren­gung durch Ter­ro­ris­ten auf der Sinai-Halb­in­sel ihren Betrieb ein­stell­te.

Mehr zum The­ma — Isra­el warnt Iran : Wir berei­ten uns auf mili­tä­ri­sche Kon­fron­ta­ti­on vor

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Chinesische Bedrohung”: USA warnen Israel vor Huaweis Eintritt in israelischen Solarstrommarkt


Die USA haben Isra­el gera­ten, es sich zwei­mal zu über­le­gen, Hua­wei bei der Ent­wick­lung der Solar­stromin­fra­struk­tur des Lan­des mit­wir­ken zu las­sen. Das chi­ne­si­sche Unter­neh­men war bereits gezwun­gen wor­den, sei­ne Akti­vi­tä­ten im Bereich der Ener­gie­ver­sor­gung in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten auf­zu­ge­ben.

Unmit­tel­bar nach­dem Hua­wei Tech­no­lo­gies einen Ver­trag mit der israe­li­schen Fir­ma Zing Ener­gy über die Lie­fe­rung von Solar­wech­sel­rich­tern für Ener­gie­parks im gan­zen Land unter­zeich­net hat­te, schlug ein hoch­ran­gi­ger US-Beam­ter Alarm und warn­te vor dem Ein­drin­gen des chi­ne­si­schen Unter­neh­mens in den “unschul­di­gen israe­li­schen Markt”. Der stell­ver­tre­ten­de Sekre­tär des US-Ener­gie­mi­nis­te­ri­ums Dan Brouil­let­te erklär­te am Ran­de der Cyber Week-Kon­fe­renz in Tel Aviv :

Chi­na ist für uns ein beson­de­res Anlie­gen und das schon seit eini­ger Zeit.

Wir for­dern alle Län­der, nicht nur Isra­el, wei­ter­hin auf, acht­sam und vor­sich­tig zu sein, wenn sie mit Staa­ten zu tun haben, die Infra­struk­tur­ent­wick­lun­gen nut­zen, um Infor­ma­ti­ons­quel­len oder Daten­sät­ze zu ent­wi­ckeln, die gegen die­se Län­der ver­wen­det wer­den kön­nen.

Hua­wei kün­dig­te am Mitt­woch sei­nen Ein­tritt in den israe­li­schen Solar­ener­gie­markt an – einen Tag nach­dem es die Ein­stel­lung sei­ner Wech­sel­rich­ter­lie­fe­run­gen im gesam­ten Pazi­fik­raum bestä­tigt hat­te. Gleich­zei­tig ver­wies man auf das “unan­ge­neh­me Kli­ma” gegen­über dem Unter­neh­men in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten.

Das Unter­neh­men plant, sich zunächst auf die Lie­fe­rung von Wech­sel­rich­tern für meh­re­re 30-Mega­watt-Solar­parks in ganz Isra­el zu kon­zen­trie­ren. Hier­bei han­delt es sich um rela­ti­ve ein­fa­che, jedoch ent­schei­den­de Kom­po­nen­ten in Solar­sys­te­men, die den Gleich­strom der Solar­mo­du­le (DC) in Wech­sel­strom (AC) umwan­deln.

Brouil­let­te ging nicht dar­auf ein, wie genau die­se gerin­ge Betei­li­gung Chi­nas die Sicher­heit Isra­els unter­gra­ben könn­te, behaup­te­te aber, dass die “Daten, die von die­sen Solar­mo­du­len gesam­melt wer­den, zur Her­lei­tung ande­rer Infor­ma­tio­nen ver­wen­det wer­den könn­ten”.

Mehr zum The­ma — Wegen US-Sank­tio­nen : Hua­wei star­tet 5G-Pro­jekt in Russ­land

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Weil ein AfD-Politiker dabei ist : Kein Empfang für hessische Landtags-Delegation in Israel


Nach Infor­ma­tio­nen der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Tel Aviv wer­den AfD-Abge­ord­ne­te grund­sätz­lich nicht von der israe­li­schen Regie­rung emp­fan­gen. Minis­te­ri­ums­spre­cher Chris­ti­an Hen­kes sag­te am Mon­tag, von die­ser Rege­lung sei­en auch ähn­li­che Par­tei­en aus Frank­reich und Öster­reich betrof­fen. Zuvor hat­te hessenschau.de dar­über berich­tet.

Es sei ein Ter­min beim Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ange­fragt, aber von dort abge­sagt wor­den. Auf dem Pro­gramm der mehr­tä­gi­gen Rei­se ste­hen unter ande­rem Besu­che von Stand­or­ten hes­si­scher Unter­neh­men. Hes­sens AfD-Land­tags­frak­ti­ons­spre­cher Ben­ja­min Gün­ther sag­te : “Die Ent­schei­dung liegt in der Hoheit des Lan­des.” Man selbst gehe offen auf ande­re zu.

Minis­te­ri­ums­spre­cher Hen­kes sag­te, bei einem Besuch der Holo­caust-Gedenk­stät­te Yad Vashem wer­de die Minis­te­rin allei­ne einen Kranz nie­der­le­gen. Die übri­gen Grup­pen­teil­neh­mer wer­den wäh­rend­des­sen als Pri­vat­per­so­nen das Gelän­de besich­ti­gen. Die Rei­se dau­ert noch bis Frei­tag.

Dass mit dem AfD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Dimi­tri Schulz aus­ge­rech­net das ein­zi­ge jüdi­sche Mit­glied der hes­si­schen Dele­ga­ti­on aus­ge­grenzt wur­de, zeigt die Absur­di­tät der Situa­ti­on”, sag­te die AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Bea­trix von Storch auf Anfra­ge. Schließ­lich ver­tre­te “kei­ne ande­re Par­tei in Deutsch­land eine so kla­re pro­is­rae­li­sche Posi­ti­on” wie die AfD. Auf vie­len Ebe­nen fän­den bereits Gesprä­che statt. Die AfD sei auch zu einem inten­si­ven Dia­log mit den offi­zi­el­len israe­li­schen Stel­len jeder­zeit bereit.

Der AfD-Abge­ord­ne­te Schulz war an der Grün­dung der Ver­ei­ni­gung Juden in der AfD betei­ligt. Er nahm am Mon­tag auch nicht an einem Besuch der Dele­ga­ti­on bei der Stadt­ver­wal­tung Hai­fa teil. “Das macht mich trau­rig, auch wegen mei­ner jüdi­schen Her­kunft”, sag­te er in einem auf der Face­book-Sei­te der Ver­ei­ni­gung gepos­te­ten Video. Wobei es in der Ver­gan­gen­heit auch Stim­men gab, die sei­ne jüdi­sche Her­kunft zumin­dest in Fra­ge stell­ten. Der Poli­ti­ker bezeich­ne­te sich selbst auf Face­book als “bibel­treu” und als “Fol­lo­wer of Jesus Christ”.

Auf dem Russ­land-Kon­gress der AfD in 2017 applau­dier­te Schulz dem His­to­ri­ker und Jour­na­lis­ten Jan von Flo­cken, als die­ser davon sprach, dass “es in der viel geschmäh­ten Wehr­macht” auch “viel mehr selb­stän­di­ge Köp­fe” gege­ben habe, “bis hin zu Gene­ra­len der Waf­fen-SS”. Applaus gab es von Schulz auch zu von Flo­ckens Äuße­rung, dass es auch in Deutsch­land “poli­ti­sche Gefan­ge­ne gäbe – und nicht nur Horst Mah­ler”.

(rt deutsch/dpa)

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Land gegen Geld ? — Donald Trumps “Deal des Jahrhunderts” begünstigt vor allem Israel (Video)


Mehr zum The­ma — “Deal des Jahr­hun­derts” ist ein Groß-Isra­el – Teil 1 

Ent­wür­fe des ver­meint­lich groß­ar­ti­gen Deals wur­den inzwi­schen durch­ge­sto­chen. Soll­te die Trump-Regie­rung ihr Vor­ha­ben durch­be­kom­men, so wäre das in der Tat ein Jahr­hun­dert-Deal – für die Israe­lis ! Den Paläs­ti­nen­sern blie­be nur noch eine Exis­tenz als israe­li­sches Pro­tek­to­rat. Als Gegen­leis­tung für einen umfang­rei­chen Wirt­schafts­kre­dit müss­ten sie womög­lich 60 Pro­zent ihres Lan­des abtre­ten. Und die israe­li­sche Schutz­macht müss­ten sie auch noch bezah­len.

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Treffen in Israel von drei nationalen Sicherheitsberatern wegen Syrien geplant


Kurz und bün­dig hieß es in einer Pres­se­er­klä­rung des Wei­ßen Hau­ses in Washing­ton am 29. Mai, dass sich die natio­na­len Sicher­heits­be­ra­ter der USA (John Bol­ton), von Russ­land (Niko­lai Patru­schew) und Isra­el (Meir Ben-Shab­bat) in Jeru­sa­lem tref­fen wer­den, um über “regio­na­le Sicher­heits­an­ge­le­gen­hei­ten zu dis­ku­tie­ren”. Mehr wur­de bis­her nicht bekannt, außer dass sich der israe­li­sche Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu stolz über die­ses bevor­ste­hen­de Tref­fen zeig­te, wel­ches so noch “nie­mals” in Isra­el statt­ge­fun­den habe. 

Erst heu­te kam das Datum des Drei­er­tref­fens her­aus, nach­dem das israe­li­sche Außen­mi­nis­te­ri­um den Ter­min­ka­len­der für die nächs­ten Tage ver­öf­fent­lich­te. Bol­ton und Patru­schew wer­den für einen Auf­ent­halt vom 24. bis 26. Juni in Isra­el erwar­tet, und das Tref­fen mit Ben-Shab­bat soll am 24. Juni statt­fin­den.

Die Idee eines sol­chen Tref­fens stammt wohl von Netan­ja­hu, der einen der­ar­ti­gen Vor­schlag bei sei­nem Besuch in Mos­kau im Febru­ar die­ses Jah­res gegen­über dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin unter­brei­te­te. Noch vor dem Tref­fen mit Putin sag­te Netan­ja­hu gegen­über Jour­na­lis­ten :

Die größ­te Bedro­hung für die Sta­bi­li­tät und Sicher­heit in der Regi­on kommt vom Iran und sei­nen Stell­ver­tre­tern. Wir sind ent­schlos­sen, unse­re aggres­si­ven Aktio­nen gegen die Bemü­hun­gen des Irans fort­zu­set­zen, der zu unse­rer Ver­nich­tung auf­ruft, und gegen sei­ne Absich­ten, sich in Syri­en mili­tä­risch zu ver­an­kern.

Er hob her­vor, dass es nicht nur allein Isra­els Wunsch ent­spre­che, die ira­ni­sche Prä­senz in Syri­en zu been­den. Dabei ließ Netan­ja­hu aber die Tat­sa­che aus, dass die Ira­ner auf­grund eines Ver­tei­di­gungs­ab­kom­mens mit Damas­kus und somit auf Wunsch der Regie­rung von Baschar al-Assad in Syri­en sind, um das Land vor dem Fall an wah­ha­bi­ti­sche Extre­mis­ten zu bewah­ren.

Offen­sicht­lich zeig­te sich Putin an einem Tref­fen zwi­schen den drei natio­na­len Sicher­heits­be­ra­tern inter­es­siert, um über die­se The­men zu spre­chen. Unklar ist aller­dings, ob die Gesprä­che ent­lang der von Netan­ja­hu skiz­zier­ten Vor­stel­lun­gen ver­lau­fen wer­den, wonach in Syri­en eine Situa­ti­on wie vor dem Aus­bruch des Krie­ges vor über acht Jah­ren geschaf­fen wer­den soll, als sich noch kei­ne aus­län­di­schen Trup­pen und Mili­zen im Land befan­den. 

Mehr zum The­ma — Isra­els Armee greift meh­re­re Zie­le in Syri­en an

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Israel : Neue Dokumente belegen Panik und US-Abhängigkeit während Sommerkrieg 2006


Nach­dem sich Isra­el und die liba­ne­si­sche “Par­tei Got­tes” His­bol­lah jah­re­lang auf einen Krieg vor­be­rei­tet hat­ten, brach er am 12. Juli 2006 schließ­lich aus. Aus­lö­ser war ein Angriff auf eine israe­li­sche Patrouil­le auf dem Gebiet der von Isra­el 1967 besetz­ten Sche­baa-Far­men – und nicht auf aner­kann­tem israe­li­schem Staats­ge­biet, wie es die offi­zi­el­le Dar­stel­lung Isra­els gern haben möch­te -, bei dem drei IDF-Sol­da­ten getö­tet und zwei wei­te­re ent­führt wur­den. Seit dem Abzug der israe­li­schen Besat­zungs­trup­pen aus dem Süd­li­ba­non im Jahr 2000 lie­fer­ten sich bei­de Sei­ten immer wie­der klei­ne­re Kämp­fe ent­lang die­ses 28 Qua­drat­ki­lo­me­ter klei­nen Gebie­tes und nutz­ten ins­be­son­de­re Ent­füh­run­gen als Mit­tel der Wahl, um Gefan­ge­nen­aus­tau­sche zu erwir­ken.

Das war auch das Ziel des Angriffs auf die IDF-Patrouil­le in den Mor­gen­stun­den jenes ver­häng­nis­vol­len 12. Juli, mit wel­cher die His­bol­lah drei liba­ne­si­sche Gefan­ge­ne aus israe­li­schen Gefäng­nis­sen her­aus­pres­sen woll­te. Gene­ral­se­kre­tär Hassan Nas­ral­lah über­nahm die Ver­ant­wor­tung für die­sen Angriff und beteu­er­te, dass die His­bol­lah nicht vor­ha­be, einen Krieg gegen Isra­el zu star­ten. Die ent­führ­ten Israe­lis könn­ten nur durch Ver­hand­lun­gen und Gefan­ge­nen­aus­tausch befreit wer­den, sag­te er wei­ter. 

Die Ope­ra­ti­on “Wah­res Ver­spre­chen” jedoch soll­te eine ande­re Reak­ti­on her­vor­ru­fen, als es in der Ver­gan­gen­heit der Fall war. Isra­els Minis­ter­prä­si­dent Ehud Olmert erklär­te den Angriff und die Ent­füh­rung als “Akt des Krie­ges” und mach­te hier­für die liba­ne­si­sche Regie­rung ver­ant­wort­lich. Die israe­li­sche Ant­wort wer­de “sehr schmerz­haft” wer­den, so Olmert. Gene­ral­stabs­chef Dan Halutz warn­te dar­auf­hin, dass Isra­el “die Uhr im Liba­non für zwan­zig Jah­re zurück­dre­hen” wer­de.

Wie der US-Offi­zier Gor­don Grif­fin in einem Bericht für das Air War Col­le­ge fest­hielt, zog die israe­li­sche Armee noch am sel­ben Tag ihre lang vor­be­rei­te­ten Kriegs­plä­ne aus der Schub­la­de und begann mit mas­si­ven Luft­schlä­gen gegen iden­ti­fi­zier­te His­bol­lah-Stel­lun­gen und zivi­le liba­ne­si­sche Infra­struk­tur. Die Idee dahin­ter war, die Bevöl­ke­rung im Liba­non für ihre Unter­stüt­zung der His­bol­lah zu “bestra­fen” und sie so dazu zu brin­gen, die­se Unter­stüt­zung auf­zu­ge­ben.

Neue streng gehei­me Doku­men­te, die aus dem Fun­dus des Whist­leb­lo­wers und ehe­ma­li­gen Geheim­dienst­ana­lys­ten Edward Snow­den stam­men und erst jetzt ver­öf­fent­licht wur­den, bele­gen nun, dass die israe­li­sche Füh­rung mit einer Kriegs­dau­er von “sie­ben bis zehn Tagen” gerech­net hat. Die mas­si­ve Bom­bar­die­rung aus der Luft und durch schwe­re Artil­le­rie sowie limi­tier­te Boden­ope­ra­tio­nen gegen ange­nom­me­ne Stel­lun­gen soll­ten die Kriegs­zie­le in der zu erwar­ten­den Zeit errei­chen.

Doch es kam ganz anders. Die israe­li­sche Armee sah sich mit einem unter­schätz­ten Geg­ner kon­fron­tiert, der sich gut vor­be­rei­tet hat­te. Die­se unlieb­sa­me Über­ra­schung und die Rea­li­sie­rung, dass der Krieg doch nicht nur eine Woche andau­ern wird und mit der erst spät erfolg­ten Boden­of­fen­si­ve auch die Zahl von Todes­op­fern stieg, sorg­te dafür, dass in der IDF Panik aus­brach. Der Krieg soll­te trotz US-Unter­stüt­zung — Außen­mi­nis­te­rin Con­do­leez­za Rice beju­bel­te bereits die “Geburts­we­hen eines neu­en Mitt­le­ren Ostens” — bis zum 14. August andau­ern. 

In einer inter­nen Prä­sen­ta­ti­on des US-Geheim­diens­tes NSA vom April 2007 heißt es, dass die israe­li­schen Ver­tre­ter der Fern­mel­de- und Elek­tro­ni­schen Auf­klä­rung (SIGINT) “gro­ße Sor­ge” hat­ten und “stark” von der NSA “abhän­gig” waren. Auf die Fra­ge, was die Israe­lis von den US-Ame­ri­ka­nern haben woll­ten, heißt es : “Alles!!!” Ins­be­son­de­re Infor­ma­tio­nen über die ent­führ­ten IDF-Sol­da­ten, ob der Iran irgend­ei­ne Rol­le bei dem Angriff gespielt hat­te und Satel­li­ten­bil­der für geziel­te Angrif­fe auf His­bol­lah-Kom­man­deu­re stan­den ganz oben auf der Wunsch­lis­te. 

Unter­halb die­ser For­de­rung kann man erken­nen, dass die zustän­di­ge Per­son bei der NSA hand­schrift­lich ver­merkt hat­te, dass es sich dabei um ein “pro­ble­ma­ti­sches Gebiet” han­delt. Pro­ble­ma­tisch des­halb, weil es den US-Geheim­diens­ten per Gesetz ver­bo­ten ist, Daten an befreun­de­te Diens­te zu über­mit­teln, die für geziel­te Tötun­gen benutzt wer­den.

Ein wei­te­res Doku­ment befasst sich eben­falls mit die­sem “pro­ble­ma­ti­schen Gebiet”. Obwohl es dar­in heißt, dass der Chef der berühmt-berüch­tig­ten Ein­heit 8200 des israe­li­schen SIGINT, Bri­ga­de­ge­ne­ral Dani Hara­ri, sich der US-Geset­ze voll­kom­men bewusst war, dräng­te er auf­grund der vor­herr­schen­den Panik nach der Frei­ga­be der gewünsch­ten Daten. Der Ver­fas­ser die­ses Doku­ments, ein US-Ver­bin­dungs­of­fi­zier der NSA, der sich zur Zeit des Krie­ges im Ein­satz in der US-Bot­schaft in Tel Aviv befand, beschreibt die nächt­li­chen und “manch­mal ange­spann­ten” Dis­kus­sio­nen, die er des­we­gen mit den Israe­lis führ­te.

Am Ende aber gab wohl die Aus­sa­ge von Bri­ga­de­ge­ne­ral Hara­ri den Aus­schlag, dass es sich “bei den Kämp­fen um einen Art Krieg han­delt, den Isra­el noch nie zuvor gese­hen hat”. Das Büro des Direk­tors der natio­na­len Nach­rich­ten­diens­te (ODNI), den Zusam­men­schluss aller 17 US-Geheim­diens­te, dehn­te die Gesetz­ge­bung pas­send und bot Isra­el trotz­dem eini­ge der gewünsch­ten Daten an. Wel­che genau das waren, ist aller­dings nicht bekannt. Der Autor des Doku­ments beschreibt ledig­lich, dass er immer wie­der den Israe­lis erklä­ren muss­te, wes­halb nicht bestimm­te Daten über­mit­telt wer­den dürf­ten. Er bestä­tigt auch die “tie­fe Dank­bar­keit” der Israe­lis für die Hil­fe, die sie von der NSA erhal­ten haben. 

Mehr zum The­ma — Wie Hamas Isra­el in die Fal­le gelockt hat

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Hisbollah drohen USA, Saudi-Arabien und Israel bei Angriff des Irans mit “Vernichtung”


Der Anfüh­rer der liba­ne­si­schen His­bol­lah, Hassan Nas­ral­lah, ein enger Ver­bün­de­ter Tehe­rans, sag­te anläss­lich des Gip­fels in Mek­ka, zu dem der sau­di­sche König Sal­man die ara­bi­schen Ver­bün­de­ten des König­reichs gela­den hat­te, um gemein­sam den Iran zu ver­ur­tei­len :

Jeder Krieg gegen den Iran wür­de bedeu­ten, dass die gesam­te Regi­on in Brand gesetzt wird. Alle US-Trup­pen und (US-) Inter­es­sen in der Regi­on wer­den ver­nich­tet, und die­je­ni­gen, die sich mit den USA ver­schwo­ren haben, wer­den den Preis dafür zah­len ; zuerst Isra­el, dann Al Saud. 

Für den Gast­ge­ber Sal­man han­del­te es sich um einen Not­fall­gip­fel. Vor Dele­gier­ten der Orga­ni­sa­ti­on für Isla­mi­sche Zusam­men­ar­beit (OIC) beschul­dig­te der Mon­arch den Iran, Han­dels­schif­fe im Golf beschä­digt zu haben, und behaup­te­te, Tehe­ran kön­ne erneut ver­su­chen, “die Sicher­heit der Schiff­fahrt und der welt­wei­ten Ölver­sor­gung ins Visier zu neh­men.” Vier Öltan­ker wur­den vor der Küs­te der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te beschä­digt. Die USA und Sau­di-Ara­bi­en wäh­nen den Iran hin­ter den Sabo­ta­gen.

Ira­ni­sche See­mi­nen, so der US-Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton, hät­ten die Tan­ker beschä­digt. Kom­men­de Woche wol­len die USA hier­zu Bewei­se beim UN-Sicher­heits­rat prä­sen­tie­ren. Die Füh­rung in Tehe­ran spricht von “grund­lo­sen” Anschul­di­gun­gen, bei denen es sich um einen “hoff­nungs­lo­sen” Ver­such hand­le, die öffent­li­che Mei­nung gegen die Isla­mi­sche Repu­blik zu wen­den. 

RT Deutsch


Aus Dankbarkeit : Israel will Siedlung auf Golanhöhen nach Trump benennen


Der israe­li­sche Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu hat auf einer Regie­rungs­sit­zung am Sonn­tag ange­kün­digt, eine neue Sied­lung auf den von Isra­el annek­tier­ten Golan­hö­hen nach US-Prä­si­dent Donald Trump zu benen­nen. Einen pas­sen­den Ort dafür hat man bereits gefun­den.
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