Von Ben-Gurion-Flughafen nach Jerusalem : Israel öffnet Zugstrecke durch Westjordanland


Das ist ein his­to­ri­scher Moment”, sag­te Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu am Don­ners­tag. Ab kom­men­den Diens­tag kön­nen Pas­sa­gie­re zunächst nach Vor­anmel­dung kos­ten­los auf der elek­tri­fi­zier­ten Stre­cke fah­ren. 21 Minu­ten wer­de die noch ver­lang­sam­te Fahrt vor­erst dau­ern, schrieb die Times of Isra­el.

2011 hat­te sich die Deut­sche Bahn als Bera­te­rin aus dem Pro­jekt zurück­ge­zo­gen. Die umstrit­te­nen Abschnit­te im West­jor­dan­land ver­lau­fen hin­ter der von Isra­el errich­te­ten Sperr­mau­er auf israe­li­scher Sei­te, wie der Lei­ter der Kar­ten­ab­tei­lung der Ara­bi­schen Stu­di­en­ge­sell­schaft, Cha­lil Tufak­dschi sag­te.

Die Stre­cke auch mit Anschluss an Tel Aviv soll nach Medi­en­be­rich­ten in bis zu sechs Mona­ten voll geöff­net wer­den. Dann soll es mög­lich sein, in weni­ger als 30 Minu­ten von Tel Aviv nach Jeru­sa­lem zu fah­ren. Aktu­ell dau­ert die Zug­fahrt rund 1,5 Stun­den. Nach Anga­ben des Trans­port­mi­nis­te­ri­ums wur­de das Pro­jekt im Jahr 2001 geneh­migt — für umge­rech­net knapp 1,7 Mil­li­ar­den Euro. Die Arbei­ten soll­ten 2008 abge­schlos­sen sein. (dpa)

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RT Deutsch


Willkürlich und inakzeptabel” — Israel verweigert EU wiederholt Zugang zum Gazastreifen


Isra­el hat am Diens­tag einer Dele­ga­ti­on des Euro­päi­schen Par­la­ments (EP) den Zugang zum blo­ckier­ten Gaza­strei­fen ver­wei­gert, so eine offi­zi­el­le Erklä­rung des EP.

Die israe­li­schen Behör­den haben der Dele­ga­ti­on des EP für die Bezie­hun­gen zu Paläs­ti­na erneut die Erlaub­nis ver­wei­gert, in den Gaza­strei­fen ein­zu­rei­sen”, heißt es in der Erklä­rung.

Im Rah­men einer drei­tä­gi­gen Mis­si­on in die von Isra­el besetz­ten paläs­ti­nen­si­schen Gebie­te hat­te die EU zuvor for­mell die Geneh­mi­gung zur Ein­rei­se in den Gaza­strei­fen bean­tragt.

Mit dem Besuch woll­te die Dele­ga­ti­on nach eige­nen Anga­ben die durch ein Jahr­zehnt der Blo­cka­de ver­ur­sach­te huma­ni­tä­re Situa­ti­on über­wa­chen, die Zer­stö­run­gen in dem Gebiet nach den bewaff­ne­ten Kon­flik­ten und die Bemü­hun­gen um den Wie­der­auf­bau bewer­ten sowie eine Rei­he von EU-finan­zier­ten Ent­wick­lungs­pro­jek­ten besu­chen, dar­un­ter eine Ent­sal­zungs­an­la­ge zur Auf­be­rei­tung von Frisch­was­ser.

Die Dele­ga­ti­on des EP nahm ihre Arbeit am Diens­tag in Ost-Jeru­sa­lem und ande­ren Tei­len des besetz­ten West­jor­dan­lan­des auf und soll­te am Don­ners­tag den Gaza­strei­fen besu­chen, wur­de jedoch von den israe­li­schen Behör­den dar­an gehin­dert, die­sen zu betre­ten.

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Dies war nicht das ers­te Mal, dass Isra­el den Zutritt ver­wei­ger­te. Bereits seit 2011 hat Isra­el den Dele­ga­tio­nen des Euro­päi­schen Par­la­ments immer wie­der den Zugang zum Gaza­strei­fen unter­sagt.

Der zypri­sche Vor­sit­zen­de der Dele­ga­ti­on, Neo­k­lis Sili­kio­tis, teil­te mit :

Die Ver­wei­ge­rung des Zugangs des Euro­päi­schen Par­la­ments zu Gaza ist sys­te­ma­tisch gewor­den. Es ist will­kür­lich und inak­zep­ta­bel. Seit Jah­ren hin­dern uns die israe­li­schen Behör­den dar­an, uns mit den Paläs­ti­nen­sern in Gaza zu tref­fen und die Situa­ti­on selbst zu beob­ach­ten, obwohl die huma­ni­tä­re und Ent­wick­lungs­hil­fe der Euro­päi­schen Uni­on und der euro­päi­schen Regie­run­gen, die den Gaza­strei­fen über Was­ser hal­ten, aus­ge­wer­tet wer­den muss. Es ist klar, dass Isra­el beschämt ist und Angst davor hat, uns die schreck­li­che Situa­ti­on, in der sich das Volk von Gaza heu­te befin­det, mit­er­le­ben zu las­sen.”

Er for­der­te ein sofor­ti­ges Ende der Blo­cka­de und rief die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft dazu auf, Druck auf Isra­el aus­zu­üben, um die Blo­cka­de des Gaza­strei­fens zu been­den. Auch for­der­te er alle paläs­ti­nen­si­schen Kräf­te auf, ihre Bemü­hun­gen um Ver­söh­nung wie­der auf­zu­neh­men.

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Durch die Blo­cka­den sei der Gaza­strei­fen auf inter­na­tio­na­le Hil­fe ange­wie­sen :

Infol­ge der tota­len Blo­cka­de Isra­els und der mehr­jäh­ri­gen Kon­flik­te haben die Paläs­ti­nen­ser im Gaza­strei­fen kei­nen aus­rei­chen­den Zugang zu Grund­be­dürf­nis­sen wie Trink­was­ser, Nah­rung, Woh­nen, Schu­len und Gesund­heits­ver­sor­gung,“ hieß es in der Stel­lung­nah­me der Dele­ga­ti­on.

Auf Anfra­ge bei der zustän­di­gen EU-Dele­ga­ti­on hieß es, dass ihrer­seits trotz der Hilfs­gel­der und der nun bereits mehr­fa­chen Ver­wei­ge­rung des Zutritts wenig wei­te­re Mög­lich­kei­ten bestehen und Druck auf Isra­el zur Ände­rung des Ver­hal­tens ledig­lich von den EU-Mit­glie­dern selbst aus­ge­übt wer­den kön­ne.

Tele­fo­ni­sche Anfra­gen bei der Israe­li­schen Bot­schaft in Ber­lin über eine Lei­tung für die Pres­se wur­den nicht beant­wor­tet, womit eine israe­li­sche Posi­tio­nie­rung zu dem The­ma zunächst unbe­kannt bleibt.

RT Deutsch


Israel stoppt Hilfe für verletzte Syrer — weil Grenzgebiet wieder unter Regierungskontrolle steht


Isra­el hat­te 2013 damit begon­nen, ver­letz­te Syrer in der Grenz­re­gi­on im Nor­den Isra­els zu behan­deln. Das Land ist für sei­ne gute medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung bekannt. Meh­re­re Kli­ni­ken nah­men die Men­schen auf, Ärz­te ope­rier­ten sie. Danach gin­gen sie wie­der nach Syri­en zurück.

Dar­über hin­aus ver­sorg­te die Armee nach eige­nen Anga­ben auch Zehn­tau­sen­de Flücht­lin­ge im Grenz­ge­biet in Syri­en. Unter ande­rem sei­en in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren ins­ge­samt 350.000 Ton­nen Klei­dung nach Syri­en gebracht wor­den, 630 Zel­te sowie 26.000 Boxen mit medi­zi­ni­schen Gütern.

Die israe­li­sche Regie­rung hat­te stets betont, kei­ne syri­schen Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men. Isra­el und Syri­en sind ver­fein­det. (dpa)

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RT Deutsch


Israel greift erneut Syrien an : Ein Toter, vier Verletzte bei Luftangriffen


Dabei sol­len israe­li­sche Kampf­flug­zeu­ge aus gro­ßer Höhe über dem liba­ne­si­schen Staats­ge­biet meh­re­re Rake­ten in Rich­tung auf das Wadi Ayoun in der syri­schen Pro­vinz Hama und auf die Stadt Bani­yas in der Küs­ten­pro­vinz Lata­kia abge­feu­ert haben. Die syri­sche Nach­rich­ten­agen­tur SANA berich­tet, dass fünf der israe­li­schen Rake­ten von der syri­schen Luft­ab­wehr abge­fan­gen wur­den.

Die syri­sche Regie­rung hat Isra­el meh­re­rer Luft­an­grif­fe gegen die Regie­rungs­trup­pen und alli­ier­te mili­tä­ri­sche Ein­rich­tun­gen beschul­digt, dar­un­ter ein Luft­an­griff gegen eine Ein­rich­tung zur Waf­fen­for­schung im Juli.

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RT Deutsch


Iranischer Professor zu RT : Israel stellt existenzielle Bedrohung für Iran dar — nicht umgekehrt


von Ali Özkök

RT Deutsch hat mit Hami­d­re­za Azi­zi gespro­chen. Er ist Poli­tik-Ana­lyst und Pro­fes­sor an der Scha­hid Behesch­ti-Uni­ver­si­tät in Tehe­ran. Azi­zi wird regel­mä­ßig als Iran-Exper­te von der rus­si­schen Denk­fa­brik Val­dai Club ein­ge­la­den. 

Im Wes­ten wird immer wie­der von einer tie­fen ideo­lo­gi­schen Feind­se­lig­keit des Iran gegen­über der Exis­tenz Isra­els gespro­chen. Was bedeu­tet der Kon­flikt mit Isra­el aus ira­ni­scher Sicht ?

Gene­rell ist es seit gerau­mer Zeit Isra­el, das eine exis­ten­zi­el­le Bedro­hung für den Iran dar­stellt, nicht umge­kehrt. Isra­el hat immer gedroht, den Iran zu bom­bar­die­ren, um die Atom- und Rake­ten­pro­gram­me des Lan­des zu zer­stö­ren. Es nimmt auch gezielt Posi­tio­nen der pro-ira­ni­schen Grup­pen in Syri­en ins Visier. Die Feind­se­lig­keit zwi­schen dem Iran und Isra­el hat nichts mit dem Islam und dem Juden­tum zu tun, da die Isla­mi­sche Repu­blik die Rech­te der ira­ni­schen Juden aner­kennt und sie im Par­la­ment ver­tre­ten sind. Die Feind­se­lig­keit war von Anfang an geo­po­li­tisch, denn der Iran war gegen die Expan­si­on Isra­els im Nahen Osten durch Besat­zung und auf Kos­ten der Paläs­ti­nen­ser.

Die Euro­päi­sche Uni­on setzt das so genann­te Blo­cka­de­ge­setz durch, um ihre im Iran täti­gen Unter­neh­men vor dro­hen­den US-Sank­tio­nen gegen das Land zu schüt­zen. Glau­ben Sie, dass die­se Initia­ti­ve dem Druck der USA stand­hal­ten kann ?

Die Euro­päi­sche Uni­on hat in der Tat einen ech­ten poli­ti­schen Wil­len gezeigt, das Atom­ab­kom­men auf­recht­zu­er­hal­ten und den Iran davon zu über­zeu­gen, an dem Abkom­men fest­zu­hal­ten, indem sie ver­sucht, Wege zur Umge­hung der neu­en US-ame­ri­ka­ni­schen Sank­tio­nen gegen den Iran zu fin­den. In der Pra­xis konn­ten die Euro­pä­er jedoch kei­ne kon­kre­ten Maß­nah­men zu die­sem Zweck ergrei­fen. Ein gro­ßer Teil des Pro­blems besteht dar­in, dass die meis­ten der gro­ßen euro­päi­schen Unter­neh­men auf die eine oder ande­re Wei­se ernst­haf­te wirt­schaft­li­che Bezie­hun­gen zu den USA unter­hal­ten und daher nicht bereit sind, poten­zi­el­le Zie­le der US-ame­ri­ka­ni­schen Sank­tio­nen zu wer­den, indem sie sich wei­ter­hin mit dem Iran befas­sen.

Die klei­ne­ren Unter­neh­men wie­der­um arbei­ten eher mit Tehe­ran zusam­men und die euro­päi­schen Regie­run­gen för­dern dies. Jedoch gibt es hier wie­der ein Pro­blem bei der Fra­ge, wel­che kon­kre­te Hebel­wir­kung die­se Regie­run­gen haben, um die­sen Unter­neh­men zu ver­si­chern, dass sie im Iran sicher sind. Obwohl die euro­päi­schen Maß­nah­men hilf­reich sein könn­ten, um die Aus­wir­kun­gen der US-Sank­tio­nen zu “abzu­schwä­chen”, ist es unwahr­schein­lich, dass sie die­se Aus­wir­kun­gen wirk­lich auf­he­ben kön­nen.

Kann das inter­na­tio­na­le Nukle­arab­kom­men ohne die Betei­li­gung Euro­pas über­le­ben ?

Ohne die Betei­li­gung Euro­pas wird es kein “inter­na­tio­na­les” Abkom­men in der Nukle­ar­f­ra­ge geben. Wenn die EU beschließt, in die Fuß­stap­fen der US-Ame­ri­ka­ner zu tre­ten und sich aus dem Geschäft zurück­zu­zie­hen, wür­de der Iran von den Vor­tei­len, die er durch das Geschäft erhal­ten soll­te, völ­lig aus­ge­schlos­sen. Es wäre nicht logisch, dass das Land irgend­ei­ne Art von Beschrän­kun­gen für sein Atom­pro­gramm akzep­tiert. Russ­land und Chi­na hat­ten schon immer eine wohl­wol­len­de­re Hal­tung gegen­über dem Iran. Die Isla­mi­sche Repu­blik hat kei­ne wesent­li­chen Pro­ble­me mit die­sen bei­den Län­dern. Die Haupt­last für die Auf­recht­erhal­tung des Abkom­mens liegt nun also auf den Schul­tern der Euro­päi­schen Uni­on.

Russ­land, Chi­na und die Tür­kei hal­ten am Atom­ab­kom­men fest. Kön­nen die­se Staa­ten Teil eines Plan B für Tehe­ran wer­den ?

Die Tür­kei ist natür­lich kei­ne offi­zi­el­le Par­tei des Atom­ab­kom­mens, aber sie hat das Abkom­men natür­lich immer unter­stützt. Tat­säch­lich ist die­ser so genann­te Plan-B bereits im Pro­zess, da Chi­na erklärt hat, dass es das Niveau sei­ner Ölkäu­fe aus dem Iran nicht redu­zie­ren wird und Russ­land aktiv mit dem Iran in Kon­takt war, um nach der Wie­der­ein­füh­rung der US-Sank­tio­nen Wege für wei­te­re wirt­schaft­li­che Inter­ak­tio­nen zu fin­den. Die Tür­kei hat auch erklärt, dass sie sich nicht zu den ein­sei­ti­gen Sank­tio­nen der USA ver­pflich­tet sieht. Daher sind die­se drei Staa­ten natür­lich Teil des ira­ni­schen Ansat­zes für die lau­fen­de Peri­ode. Aber man soll­te dar­an erin­nern, dass ihr wirk­li­ches Poten­zi­al, die Ver­lus­te des Iran durch die neu­en Sank­tio­nen aus­zu­glei­chen, weit­ge­hend begrenzt ist und sie nicht als dau­er­haf­te Alter­na­ti­ven für die euro­päi­schen Län­der betrach­tet wer­den kön­nen.

Der Iran erwägt eine voll­stän­di­ge wirt­schaft­li­che Inte­gra­ti­on in die Eura­si­sche Wirt­schafts­uni­on Russ­lands. Was erwar­ten Sie davon und was sind Ihrer Mei­nung nach die Her­aus­for­de­run­gen ?

Die Inte­gra­ti­on des Iran in die Eura­si­sche Uni­on könn­te ein posi­ti­ver Schritt sein, um dem Iran die Mög­lich­keit zu geben, die Aus­wir­kun­gen der US-Sank­tio­nen zu ver­rin­gern und zu ver­hin­dern, dass das Land in sei­nen wirt­schaft­li­chen Inter­ak­tio­nen iso­liert wird — wie es Washing­ton wünscht. Gleich­zei­tig hat sich Russ­land mehr­fach bereit erklärt, den Iran als Part­ner für die Eura­si­sche Wirt­schafts­uni­on zu akzep­tie­ren.

In Anbe­tracht der Tat­sa­che, dass Russ­land selbst unter zuneh­men­dem Druck aus dem Wes­ten steht, wird das Pro­jekt der eura­si­schen Inte­gra­ti­on von der rus­si­schen Füh­rung als ein Weg zur Erhal­tung der glo­ba­len Stel­lung Russ­lands ange­se­hen. Ich den­ke jedoch, dass kom­ple­xe büro­kra­ti­sche Struk­tu­ren im Iran sowie die ande­ren Mit­glie­der der Uni­on die vol­le Inte­gra­ti­on des Iran in die Uni­on behin­dern könn­ten, obwohl die eigent­li­che Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Iran und der Eura­si­schen Uni­on bereits seit eini­ger Zeit besteht.

Russ­land, Iran und die Tür­kei ver­ein­bar­ten, sich in Idlib gegen die Al-Kai­da-nahe Orga­ni­sa­ti­on Hayat Tahr­ir al-Scham zu unter­stüt­zen. Wie beur­teilt der Iran die Rol­le der Tür­kei, die als Rebel­len-Schutz­macht in Idlib wahr­ge­nom­men wer­den will ?

Die Bekämp­fung der ver­blei­ben­den ter­ro­ris­ti­schen Orga­ni­sa­tio­nen in Syri­en stand schon immer auf der Tages­ord­nung der Gesprä­che zwi­schen dem Iran, Russ­land und der Tür­kei als die drei Garan­tie­mäch­te des Asta­na-Frie­dens­pro­zes­ses. Auch dies­mal in Sot­schi war es kei­nes­wegs anders. Was jedoch die Rol­le der Tür­kei in den nörd­li­chen Tei­len Syri­ens betrifft, so war der Iran stets besorgt, dass Anka­ra sei­ne tat­säch­li­che Prä­senz in die­sen Gebie­ten als Vor­wand nut­zen könn­te, um sei­nen Ein­fluss im Land auf­recht­zu­er­hal­ten.

Gleich­zei­tig hat der Iran die Tür­kei in die­ser Hin­sicht nie direkt kri­ti­siert, da er die der­zei­ti­ge tri­la­te­ra­le Asta­na-Part­ner­schaft nicht schwä­chen will. Die wich­ti­ge Auf­ga­be, mit der Tür­kei einen Kom­pro­miss zu fin­den, um der syri­schen Regie­rung die Kon­trol­le über Idlib und die umlie­gen­den Gebie­te zurück­zu­ge­ben, scheint jetzt Mos­kau über­tra­gen wor­den zu sein. Der Iran scheint mit der Art und Wei­se zufrie­den zu sein, wie Russ­land aktiv die poli­ti­sche Büh­ne für Assads Regie­rung führt, um nach ganz Syri­en zurück­zu­keh­ren.

Die Tür­kei führt der­zeit mili­tä­ri­sche Ope­ra­tio­nen gegen die PKK im Irak durch, will Tei­le des Nahen Ostens domi­nie­ren und gleich­zei­tig mit Tehe­ran zusam­men­ar­bei­ten. Wel­che Rol­le spielt die Tür­kei unter Erdo­gan in der ira­ni­schen Geo­po­li­tik ?

Der Iran und die Tür­kei sind zwei Nach­bar­län­der mit vie­len gemein­sa­men Inter­es­sen und Unter­schie­den. Der Fall der Bezie­hun­gen zwi­schen dem Iran und der Tür­kei ist ein­zig­ar­tig, da es den bei­den Sei­ten trotz aller Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten stets gelun­gen ist, sich einer offe­nen Kon­fron­ta­ti­on zu ent­zie­hen. Zwar haben bei­de Sei­ten ein gewis­ses Miss­trau­en gegen­ein­an­der, aber die gemein­sa­men Bedro­hun­gen haben sie immer zur Zusam­men­ar­beit gezwun­gen. Für den Iran sind gute Bezie­hun­gen zur Tür­kei ein Muss, unab­hän­gig davon, wer das Sagen hat. Ange­sichts des der­zei­ti­gen Kur­ses der tür­ki­schen Außen­po­li­tik, die sich vom Wes­ten distan­ziert und gleich­zei­tig eine eher eigen­stän­di­ge regio­na­le Rol­le spielt, scheint der Iran die Regie­rung Erdo­gans im Ver­gleich zu sei­nen Kon­kur­ren­ten als die bes­te Opti­on zu betrach­ten.

Irans Revo­lu­ti­ons­gar­de hat Kriegs­ma­nö­ver in der Stra­ße von Hur­mus durch­ge­führt. Wie wahr­schein­lich ist es, dass der Iran den inter­na­tio­na­len Ölhan­del stört ?

Zunächst ein­mal war das jüngs­te Manö­ver der Revo­lu­ti­ons­gar­de im Per­si­schen Golf nichts Neu­es und wur­de jähr­lich durch­ge­führt. Natür­lich haben auch die jüngs­ten Span­nun­gen zwi­schen dem Iran und den USA zu einer gewis­sen Sen­si­bi­li­tät der west­li­chen Län­der gegen­über die­sem The­ma geführt. Es ist eine Tat­sa­che, die akzep­tiert wer­den muss, dass der Iran die Mög­lich­keit hat, die Stra­ße von Hor­muz zu schlie­ßen. Aber wenn wir auf die Geschich­te zurück­bli­cken, selbst in den Zei­ten, in denen die Kon­fron­ta­ti­on zwi­schen dem Iran und dem Wes­ten schwe­rer war als jetzt, hat Tehe­ran davon abge­se­hen.

Ent­ge­gen der Mei­nung des Wes­tens ist der Iran ein ratio­na­ler Staat, der auf einer kal­ku­lier­ten Basis han­delt. Des­halb glau­be ich nicht, dass der Iran die Meer­enge wirk­lich schlie­ßen wür­de.

RT Deutsch


Israel weist italienische Künstler nach Polit-Graffito auf Trennmauer aus


Die israe­li­sche Poli­zei hat­te die Ita­lie­ner am Sams­tag fest­ge­nom­men. Sie hat­ten in der Nähe von Beth­le­hem ein rie­si­ges Por­trät der 17-jäh­ri­gen Paläs­ti­nen­se­rin Ahed Tami­mi auf die Trenn­mau­er gemalt.

Tami­mi hat­te im Dezem­ber einem Sol­da­ten vor lau­fen­der Kame­ra ins Gesicht geschla­gen und ihn getre­ten. Sie und ihre Mut­ter Nari­man waren am Sonn­tag nach fast acht­mo­na­ti­ger Haft in Isra­el auf frei­en Fuß gesetzt wor­den. Paläs­ti­nen­sern gilt sie als Iko­ne des Wider­stands gegen die israe­li­sche Besat­zung, Isra­el sieht sie als Pro­vo­ka­teu­rin.

We are in arrest in bet­lem­me from israe­li army Who can help us plea­se do it

Публикация от Jorit (@joritagoch)

Die bei­den Ita­lie­ner und ein Paläs­ti­nen­ser sei­en wegen Beschä­di­gung der Sperr­an­la­ge fest­ge­nom­men wor­den, hieß es in einer Mit­tei­lung der israe­li­schen Poli­zei. Isra­el gab den Ita­lie­nern 72 Stun­den Zeit, das Land zu ver­las­sen. Nach Anga­ben ihres Anwalts dür­fen sie in den kom­men­den zehn Jah­ren nicht wie­der ein­rei­sen. (dpa)

Публикация от Jorit (@joritagoch)

Mehr zum The­ma — Wenn Wor­te zur Gefahr für die natio­na­le Sicher­heit wer­den

RT Deutsch


Israel : Wohltäter verstecken Geldscheine in Gebetbüchern – viele Psalter bei Schatzsuche beschädigt


Der anonym geblie­be­ne Israe­li soll Hun­der­te Geld­schei­ne im Wert von 200 Sche­kel in Gebet­bü­cher gesteckt haben. Als die ers­ten Glück­li­chen auf die uner­war­te­ten Geschen­ke stie­ßen, ver­brei­te­ten sich die Gerüch­ten schnell in der Stadt und lös­ten einen Strom der Besu­cher aus. Die Wall­fah­rer und Tou­ris­ten waren so flei­ßig bei der Suche nach Geld, dass sie meh­re­re Bücher im Eifer des Geld­fie­bers beschä­dig­ten. Jetzt plant die Ver­wal­tung der Höh­le, neue Psal­ter zu kau­fen. 

Mehr zum The­ma — Ehe zahlt sich aus : Hoch­zeits­da­tum macht Aus­tra­lie­rin zur Mil­lio­nä­rin

RT Deutsch


Zwischenfall nach Feuerpause an Grenze zwischen Israel und Gaza


In der Nacht hat­te die radi­kal­is­la­mi­sche Hamas eine Feu­er­pau­se unter Ver­mitt­lung Ägyp­tens und der Ver­ein­ten Natio­nen ver­kün­det. Am Sams­tag­mor­gen teil­te eine israe­li­sche Armee­spre­che­rin in Tel Aviv dann mit, es habe in der Nacht von Isra­els Sei­te kei­ne neu­en Angrif­fe in dem Küs­ten­strei­fen mehr gege­ben. Der Kon­flikt war am Frei­tag erneut eska­liert, nach­dem mili­tan­te Paläs­ti­nen­ser einen israe­li­schen Sol­da­ten an der Gren­ze erschos­sen hat­ten. (dpa)

Mehr zum The­ma - Hamas ver­kün­det Waf­fen­ru­he mit Isra­el

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Israel droht mit „großer und schmerzhafter Operation“ im Gazastreifen – Lieberman


Der israe­li­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Avigdor Lie­ber­man hat vor der Mög­lich­keit einer gro­ßen und schmerz­haf­ten Mili­tär­ope­ra­ti­on im Gaza­strei­fen gewarnt und der dort regie­ren­den Hamas-Bewe­gung das Pro­vo­zie­ren einer sol­chen Ope­ra­ti­on vor­ge­wor­fen.
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