UN-Experten fordern von Israel Stopp tödlicher Gewalt an Gaza-Grenze


Am 28. Febru­ar hat­te die Kom­mis­si­on bereits eine Kurz­ver­si­on ihres Berichts vor­ge­legt, am Mon­tag prä­sen­tier­te sie dem Men­schen­rechts­rat den vol­len Bericht. Wie schon vor zwei Wochen wirft sie Isra­el vor, womög­lich Kriegs­ver­bre­chen oder Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit began­gen zu haben. Isra­el hat­te den Bericht scharf kri­ti­siert.

Jeder Ein­satz töd­li­cher Gewalt wer­de von einem Kom­man­dan­ten vor Ort geneh­migt, und das nur, wenn die Ziel­per­son eine gro­ße Gefahr bedeu­te, sag­ten Mit­glie­der einer israe­li­schen Dele­ga­ti­on in Genf. Die Demons­tran­ten trä­ten als Zivi­lis­ten auf, sei­en aber oft Mit­glie­der mili­tan­ter Kampf­ver­bän­de.

Nach Anga­ben der Kom­mis­si­on wur­den von Ende März bis Ende Dezem­ber 189 Paläs­ti­nen­ser getö­tet und mehr als 6.000 ange­schos­sen. 122 hät­ten Glied­ma­ßen ampu­tiert wer­den müs­sen. Es sei ein Kriegs­ver­bre­chen, Zivi­lis­ten ins Visier zu neh­men, die nicht an Kampf­hand­lun­gen betei­ligt sei­en, wenn sie kei­ne unmit­tel­ba­re Gefahr dar­stell­ten. (dpa)

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UN-Kommission fordert von Israel Stopp tödlicher Gewalt gegen Palästinenser


UN-Exper­ten haben Isra­el vor­ge­wor­fen, bei den Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen der israe­li­schen Armee und den pro­tes­tie­ren­den Paläs­ti­nen­sern an der Gren­ze zum Gaza­strei­fen vor knapp einem Jahr mut­maß­lich Kriegs­ver­bre­chen began­gen zu haben und neue Ein­satz­re­geln für das israe­li­sche Mili­tär gefor­dert. Dies mel­det die Nach­rich­ten­agen­tur dpa am Mon­tag.
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Gegen Sicherheitsmängel bei deutschen Panzern : Abstandsaktive Schutzsysteme aus Israel sollen helfen


Die deut­sche Bun­des­wehr ver­fügt über 328 Leo­pard-2-Pan­zer. Hier gibt es drei unter­schied­li­che Typen : 2A6, 2A6M und 2A7. Auch ande­re Natio­nen, wie Kana­da, Indo­ne­si­en und die Tür­kei, ver­fü­gen über die­se Pan­zer aus deut­scher Her­stel­lung. 

Das Tro­phy-Active-Pro­tec­tion-Sys­tem von der israe­li­schen Fir­ma Rafa­el soll die Sicher­heits­män­gel bei den Pan­zern besei­ti­gen. Dies bestä­tig­te ein Spre­cher des Unter­neh­mens “Rafa­el Advan­ced Defen­se Sys­tems”. In Isra­el wer­den die APS seit Jah­ren bei Mer­ka­va-Kampf­fahr­zeu­gen ein­ge­setzt und auch die US-Armee nutzt sie für ihre Abrams-Pan­zer. Das Sys­tem besteht aus einer split­ter­ge­schütz­ten Radar­an­la­ge mit vier Flach­an­ten­nen. Die­se erlau­ben einen 360-Grad-Rund­um­blick für das Sys­tem. 

In die­sem Jahr wer­den ers­te Tests mit den Sys­te­men an Leo­pard-2-Pan­zern durch­ge­führt. Das Unter­neh­men rühmt sich damit, über die ein­zig voll­kom­men ein­satz­fä­hi­ge Abstands­schutz­maß­nah­me zu ver­fü­gen. Ent­wi­ckelt wur­de es für leicht- und schwer­ge­pan­zer­te Gefechts­fahr­zeu­ge und soll Schutz vor Pan­zer­ab­wehr­lenk­waf­fen und reak­ti­ven Pan­zer­büch­sen bie­ten. 

Inge­samt 17 deut­sche Pan­zer wer­den mit den soge­nann­ten APS aus Isra­el, den abstands­ak­ti­ven Schutz­sys­te­men, aus­ge­stat­tet. Eine Ein­heit wird Trai­nings hier­zu erhal­ten. In den Gebrauch gehen soll APS bei den Leo­pard-2-Pan­zern im Jahr 2022. Die trai­nier­te Ein­heit wird 2023 an der NATO-Ein­satz­trup­pe VJTF (Very High Readi­ness Joint Task Force) teil­neh­men.

VJTF wur­de geformt, um “bes­ser auf die sich ver­än­dern­de Sicher­heits­la­ge” an der NATO-Alli­ier­ten-Gren­ze im Osten und im Süden zu reagie­ren. Bin­nen sie­ben Tagen sol­len sie ein­satz­be­reit sein. In die­sem Jahr hat Deutsch­land mit der 9. Pan­zer­di­vi­si­on das Kom­man­do über die schnel­le Ein­satz­trup­pe. 

Die Leo­pard-Pan­zer kamen in Afgha­ni­stan und in Syri­en zum Ein­satz. Berich­te über schwe­re Ver­lus­te an den Gefechts­fahr­zeu­gen durch Pan­zer­ab­wehr­ra­ke­ten führ­ten zu Kri­tik. 

Mehr zum The­ma — Tür­ki­scher Minis­ter­prä­si­dent ver­tei­digt Ein­satz deut­scher “Leopard”-Panzer in Syri­en

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Israel beginnt mit Bau neuer Sperranlage an Gaza-Grenze


Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um teil­te mit, die Sperr­an­la­ge sol­le dort ver­lau­fen, wo eine unter­ir­di­sche Sperr­mau­er zum Gaza­strei­fen bereits fer­tig­ge­stellt sei. Der über­ir­di­sche Teil sol­le ein sechs Meter hoher Zaun sein, der 65 Kilo­me­ter ent­lang der Gren­ze zu dem Paläs­ti­nen­ser­ge­biet ver­lau­fen wer­de. Die Anla­ge bestehe aus ver­zink­tem Stahl mit einem Gewicht von 20.000 Ton­nen.

Netan­ja­hu warn­te zu Beginn der wöchent­li­chen Kabi­netts­sit­zung vor neu­en Unru­hen an der Gaza-Gren­ze. “Wenn es im Gaza­strei­fen nicht ruhig bleibt, wer­den wir sogar in der Wahl­pe­ri­ode Ent­schei­dun­gen tref­fen und nicht zögern, aktiv zu wer­den”, sag­te er. Isra­el wählt am 9. April ein neu­es Par­la­ment.

Seit März ver­gan­ge­nen Jah­res ist es an der Gaza-Gren­ze immer wie­der zu gewalt­sa­men Pro­tes­ten gekom­men, bei denen der bestehen­de Grenz­zaun immer wie­der beschä­digt wur­de. (dpa)

Mehr zum The­ma — Kampf­droh­nen-Trai­ning für deut­sche Luft­waf­fe in Isra­el — “nur zur Auf­klä­rung”

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Kampfdrohnen-Training für deutsche Luftwaffe in Israel — “nur zur Aufklärung”


Auf dem israe­li­schen Luft­waf­fen­stütz­punkt Tel Nof süd­lich von Tel Aviv hat in die­ser Woche das Trai­ning deut­scher Droh­nen­pi­lo­ten mit israe­li­schen Droh­nen des Typs Heron TP begon­nen. Das acht­wö­chi­ge Trai­ning der ers­ten sechs Besat­zun­gen von je zwei Per­so­nen — einem Pilo­ten und einem Sen­sor­be­die­ner — umfasst aus­schließ­lich den Betrieb des Sys­tems in Funk­tio­nen zur Auf­klä­rung, wie deut­sche Poli­ti­ker und Medi­en beto­nen. Das acht­wö­chi­ge Trai­ning soll von 60 Besat­zun­gen durch­lau­fen wer­den, die aus dem Pro­gramm der unbe­waff­ne­ten “Heron 1” über­nom­men wer­den, wel­che die Bun­des­wehr in Afgha­ni­stan und Mali flie­gen lässt.

Die ers­te Heron TP soll Ende 2019 mit einer deut­schen Ken­nung zur Ver­fü­gung ste­hen, bis dahin flie­gen die Pilo­ten die israe­li­schen Sys­te­me. Die in Deutsch­land umstrit­te­ne Kampf­droh­ne soll wäh­rend des Trai­nings nur Über­wa­chungs­ge­rät, also opti­sche und radar­ba­sier­te Sen­so­ren, mit­füh­ren.

Mei­len­stein” — zum Schutz deut­scher Sol­da­ten

Die Bun­des­wehr beton­te den “spür­ba­ren Fähig­keits­ge­winn im Bereich der unbe­mann­ten Luft­fahr­zeu­ge” durch die bewaff­nungs­fä­hi­ge Heron TP für die Luft­waf­fe.

Mit der — im Ver­gleich zur bis­lang genutz­ten Heron 1 — weit­aus bes­se­ren Auf­klä­rungs­sen­so­rik, einer Flug­hö­he von über 12.000 Metern sowie einer — abhän­gig von den Rah­men­be­din­gun­gen — ver­dop­pel­ten Ein­satz­zeit im Ziel­ge­biet stärkt Heron TP die Auf­klä­rungs­mög­lich­kei­ten der Luft­waf­fe deut­lich. Sie ermög­licht weit­rei­chen­de­re ope­ra­ti­ve und tak­ti­sche Ein­satz­mög­lich­kei­ten und ver­bes­sert so den Schutz deut­scher Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten im Ein­satz künf­tig erheb­lich.

Oberst Kris­tof Con­rath, Kom­mo­do­re des Tak­ti­schen Luft­waf­fen­ge­schwa­ders 51 “Immel­mann”, der den Heron TP-Betrieb über­nimmt, bezeich­ne­te den Beginn des Trai­nings­pro­gramms als “einen wei­te­ren Mei­len­stein” in der deutsch-israe­li­schen Luft­waf­fen-Zusam­men­ar­beit. Hin­sicht­lich des Schwer­punkts der Über­wa­chungs­flü­ge sag­te er :

Das Trai­ning ist nötig, um das Sys­tem künf­tig in Ein­sät­zen, bei­spiels­wei­se in Afgha­ni­stan oder Mali ein­set­zen zu kön­nen”, so Con­rath. “Das Aus­bil­dungs­pro­gramm ist auf den Betrieb in der Auf­klä­rungs­rol­le aus­ge­legt, unse­re israe­li­schen Part­ner ver­fü­gen hier über weit­rei­chen­de Erfah­run­gen und das ent­spre­chen­de Luft­raum­um­feld. Das machen wir uns zunut­ze.”

Kampf­droh­nen müs­sen her — aber nur zur Auf­klä­rung ?

Seit dem Beschluss des Bun­des­ta­ges zuguns­ten der bewaff­nungs­fä­hi­gen Heron-TP-Droh­ne der Isra­el Aero­space Indus­tries Ltd. am 13. Juni des ver­gan­ge­nen Jah­res ist das Pro­jekt umstrit­ten. Kampf­droh­nen zum Ein­satz in Mali und Afgha­ni­stan sind von gro­ßen Tei­len in der deut­schen Bevöl­ke­rung nicht erwünscht.

Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ver­si­cher­te, dass Waf­fen nur bei unmit­tel­ba­rer Gefähr­dung deut­scher Boden­trup­pen abge­feu­ert wer­den und beton­te, die Droh­nen sei­en ja nicht bewaff­net son­dern ledig­lich bewaff­nungsfähig.

Mehr zum The­ma — Bun­des­tag beschließt Beschaf­fung israe­li­scher Kampf­droh­nen für fast eine Mil­li­ar­de Euro

Laut Koali­ti­ons­ver­trag soll der Bun­des­tag spä­ter, “nach aus­führ­li­cher völ­ker­recht­li­cher, ver­fas­sungs­recht­li­cher und ethi­scher Wür­di­gung” über eine Bewaff­nung ent­schei­den.

Kri­ti­ker ver­wie­sen dar­auf, dass Droh­nen zu dem Zweck der Auf­klä­rung bereits für weit weni­ger als 1 Mil­li­ar­de Euro erhält­lich sei­en und zwar — ent­ge­gen der Aus­künf­ten der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin — bereits markt­ver­füg­bar zum geplan­ten Zeit­punkt. Zudem hat­te die Bun­des­re­gie­rung die Ent­schei­dung für die israe­li­sche Droh­ne mit der Argu­men­ta­ti­on unter­mau­ert, dass die “Heron TP” mit einer aus­schließ­lich in Isra­el erhält­li­chen Rake­te bewaff­net wer­den kann. Der Her­stel­ler Israe­li Aero­space Indus­tries wür­de die­se nicht etwa in eine US-Droh­ne ein­rüs­ten.

Flo­ri­an Hahn, CSU-Mit­glied im Ver­tei­di­gungs­aus­schuss und Vize­prä­si­dent der Inter­es­sen­ge­mein­schaft Deut­sche Luft­waf­fe e.V., beton­te bereits im Zuge der Debat­te um die Heron TP, die­se sei essen­zi­ell für den Schutz der Sol­da­ten. Und er zeig­te sich “davon über­zeugt, dass wir über kurz oder lang zur Ver­nunft kom­men und eine Bewaff­nung sicher­stel­len wer­den.”

Aus dem Ver­trag für die Beschaf­fung der Droh­nen vom Typ Heron TP geht jedoch Berich­ten zufol­ge sogar unmiss­ver­ständ­lich her­vor, dass die Bewaff­nung der Droh­nen für die Bun­des­wehr kon­kre­ter geplant ist, als öffent­lich ein­ge­stan­den wird.

Zunächst wur­den fünf “Heron TP”-Drohnen über einen Zeit­raum von neun Jah­ren durch den Rüs­tungs­kon­zern Air­bus als Ver­trags­neh­mer geleast. Die deut­sche Nut­zung des Stütz­punkts in Isra­el ist von tem­po­rä­rer Natur und unter­liegt daher wei­ter­hin den Beschlüs­sen der israe­li­schen Luft­waf­fe. Der Stütz­punkt ist für Isra­el bedeu­tend, denn von dort wer­den Angrif­fe auf Gaza geflo­gen und Berich­ten zufol­ge Atom­waf­fen gela­gert.

Mehr zum The­ma — Die vom BmVG ange­schaff­ten Heron-TP-Droh­nen sind mit­nich­ten ledig­lich für “Auf­klä­rungs- und Über­wa­chungs­zwe­cke” vor­ge­se­hen : 

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Israel erlaubt Export von medizinischem Cannabis


Der Export soll frü­hes­tens in einem hal­ben Jahr begin­nen. Isra­els Finanz­mi­nis­te­ri­um rech­net damit, dass die Export­ge­neh­mi­gung “einen neu­en Markt für israe­li­sche Her­stel­ler eröff­nen wird”. Dies wer­de auch Inves­ti­tio­nen in Land­wirt­schaft, For­schung und Pro­duk­ti­on erhö­hen sowie neue Arbeits­plät­ze schaf­fen.

Isra­el erhofft sich nach Medi­en­be­rich­ten von dem Export lega­ler Can­na­bis-Pro­duk­te zusätz­li­che Steu­er­ein­nah­men von einer Mil­li­ar­de Sche­kel (umge­rech­net 239 Mil­lio­nen Euro). 

Can­na­bis wird in Isra­el schon für die Behand­lung einer gan­zen Rei­he von Krank­hei­ten ein­ge­setzt, wie etwa Epi­lep­sie, Par­kin­son und Mor­bus Crohn. Sei­ne Wirk­stof­fe kön­nen auch schmerz­lin­dernd wir­ken. (dpa)

Mehr zum The­ma — Thai­land erlaubt als ers­tes Land in Asi­en medi­zi­ni­sches Mari­hua­na

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Israel stoppt Zahlung von 13 Millionen Euro für Gaza


Ein Gesand­ter Katars war bereits im ver­gan­ge­nen Jahr mit Geld­kof­fern durch Isra­el in den Gaza­strei­fen gereist. Mit dem Geld soll­ten Gehäl­ter von Ange­stell­ten der im Gaza­strei­fen herr­schen­den Hamas bezahlt sowie arme Fami­li­en unter­stützt wer­den.

Isra­el hat vor mehr als zehn Jah­ren eine Blo­cka­de über das Küs­ten­ge­biet ver­hängt, die von Ägyp­ten mit­ge­tra­gen wird. Bei­de Län­der begrün­den dies mit Sicher­heits­in­ter­es­sen. Im Gaza­strei­fen leben rund zwei Mil­lio­nen Men­schen unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen. Es man­gelt unter ande­rem an Trink­was­ser und Strom.

Nach israe­li­schen Mili­tär­an­ga­ben hat­te am Diens­tag bei Kon­fron­ta­tio­nen an der Gaza-Gren­ze ein paläs­ti­nen­si­scher Scharf­schüt­ze einen israe­li­schen Offi­zier mit einer Kugel am Helm getrof­fen. Israe­li­sche Pan­zer feu­er­ten dem­nach als Reak­ti­on auf einen Pos­ten der radi­kal­is­la­mi­schen Hamas. Dabei wur­den nach Anga­ben des paläs­ti­nen­si­schen Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums ein Paläs­ti­nen­ser getö­tet und vier wei­te­re ver­letzt.

Katar hat sich nach Hamas-Anga­ben dazu bereit­erklärt, inner­halb von sechs Mona­ten umge­rech­net rund 132 Mil­lio­nen Euro zu zah­len, um die Lebens­si­tua­ti­on der Men­schen in Gaza zu ver­bes­sern. Die EU, Isra­el und die USA stu­fen die Hamas als Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on ein. Sie hat sich die Zer­stö­rung Isra­els auf die Fah­nen geschrie­ben.

Netan­ja­hu hat­te im Dezem­ber im Zuge der letz­ten Zah­lung Katars betont, eine Sta­bi­li­sie­rung der huma­ni­tä­ren Lage sei wich­tig für die Sicher­heit Isra­els. Nicht nament­lich genann­te israe­li­sche Minis­ter war­fen Netan­ja­hu nun vor, die Ent­schei­dung aus Wahl­kamp­fer­wä­gun­gen getrof­fen zu haben, wie das israe­li­sche Fern­se­hen berich­te­te. Isra­el wählt am 9. April ein neu­es Par­la­ment. (dpa)

Mehr zum The­ma — Isra­el : Ver­schärf­te Haft­be­din­gun­gen für Paläs­ti­nen­ser als mora­li­sche Ver­pflich­tung gegen­über Opfern

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Wahlwerbevideo in Israel zeigt, wie Gaza in Schutt und Asche gebombt wurde


Ben­ny Gantz gehört der Par­tei “Hosen Le Yis­ra­el” (Isra­el Resi­li­en­ce) an. Der ehe­ma­li­ge IDF-Ober­be­fehls­ha­ber (von 2011 bis 2015) und Gene­ral­stabs­chef (von 2005 bis 2007) will im April zum neu­en israe­li­schen Minis­ter­prä­si­den­ten gewählt wer­den. Hier­für bedient er sich einer unge­wöhn­li­chen Wer­be­kam­pa­gne, in der er die IDF-Ein­sät­ze ver­herr­licht, unter­legt mit dra­ma­ti­scher Musik. Dar­in wird Gaza “zurück in die Stein­zeit gebombt”. Die Auf­nah­men zei­gen zer­stör­te paläs­ti­nen­si­sche Gebäu­de.

Als Gene­ral­stabs­chef der IDF führ­te Gantz die Offen­si­ve an, die den Gaza­strei­fen 51 Tage lang bom­bar­dier­te. Dabei wur­den — so prahlt er in dem Video — “1.364 Ter­ro­ris­ten getö­tet” und brach­ten Isra­el so “drei­ein­halb Jah­re Ruhe”. 

In einem zwei­ten Video ist die fort­lau­fen­de Zäh­lung von Todes­fäl­len über Sze­nen paläs­ti­nen­si­scher Begräb­nis­se zu sehen und ein drit­tes Video zeigt die geziel­te Ermor­dung eines Hamas-Füh­rers, des­sen Auto in einem Feu­er­ball explo­diert. 

Der Wahl­slo­gan von Gantz kann als “Fort­schritt für Isra­el” (חוסן לישראל) über­setzt wer­den. Gantz scheint der Über­zeu­gung zu sein, dass die israe­li­schen Wäh­ler sich für den­je­ni­gen Kan­di­da­ten ent­schei­den wer­den, der am bes­ten mor­det. Wären jedoch heu­te in Isra­el Wah­len, so wür­de sei­ne Par­tei “Hosen le Yis­arel” weni­ger als die Hälf­te der Sit­ze von Ben­ja­min Netan­ja­hus Likud-Par­tei erlan­gen.

Paläs­ti­nen­si­sche und Israe­li­sche Medi­en set­zen sich mit der “Ter­ror-Mathe­ma­tik” von Gantz aus­ein­an­der. Elec­tro­nic Inti­fa­da (EI) legt anhand von Zah­len des UN-Men­schen­rechts­rats nahe, dass er mit den Wahl­vi­de­os zugibt, Zivi­lis­ten ange­grif­fen zu haben. Von die­sen sei­en ins­ge­samt weni­ger als 800 Kämp­fer gewe­sen. Die israe­li­schen Haa­retz-Nach­rich­ten stel­len fest, dass selbst laut den offi­zi­el­len israe­li­schen Zah­len weni­ger als die Hälf­te der Ermor­de­ten zu den mili­tan­ten Kräf­ten zähl­ten.

Gantz habe fast 500 “nicht kate­go­ri­sier­te” Opfer in sei­ne “ter­ro­ris­ti­sche” Zäh­lung ein­be­zo­gen. EI beto­nen wei­ter, dass die­se zufäl­li­ge Auf­nah­me in die Zäh­lung dem paläs­ti­nen­sisch-nie­der­län­di­schen Bür­ger Ismail Zia­da bei sei­ner Kla­ge gegen Gantz zu Gute kom­men kön­ne. Für Zia­da war der Angriff, der sei­ne Fami­lie töte­te, Teil einer offi­zi­el­len IDF-Politk, die gegen das Völ­ker­recht ver­stößt. Ein vier­ter Wer­be­spot wirbt selt­sam kon­trär zu den ers­ten drei Spots angeb­lich für Frie­den. Die­ser scheint aber nicht aus der Feder von Gantz zu stam­men. Bei den Wah­len am 9.April 2019 könn­te Gantz mit sei­ner Par­tei zweit­stärks­te Kraft wer­den.

Mehr zum The­ma — Nach Angrif­fen auf “ira­ni­sche Stel­lun­gen” in Syri­en : Isra­el ver­höhnt Iran auf Twit­ter

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Israel schießt Rakete übers Mittelmeer – Russlands Verteidigungsministerium


Russ­lands Luft­streit­kräf­te haben am Diens­tag­mor­gen einen Rake­ten­start vom israe­li­schen Ter­ri­to­ri­um regis­triert. Die Rake­te flog vom zen­tra­len Teil des Mit­tel­mee­res Rich­tung der öst­li­chen Küs­te, wie das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um mit­teil­te.
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