Aus Dankbarkeit : Israel will Siedlung auf Golanhöhen nach Trump benennen


Der israe­li­sche Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu hat auf einer Regie­rungs­sit­zung am Sonn­tag ange­kün­digt, eine neue Sied­lung auf den von Isra­el annek­tier­ten Golan­hö­hen nach US-Prä­si­dent Donald Trump zu benen­nen. Einen pas­sen­den Ort dafür hat man bereits gefun­den.
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Israel öffnet Grenzübergänge zum Gazastreifen


Die Über­gän­ge waren vor einer Woche wegen einer Eska­la­ti­on der Gewalt geschlos­sen wor­den, nach­dem mili­tan­te Paläs­ti­nen­ser rund 700 Rake­ten auf Isra­el abge­feu­ert hat­ten und die israe­li­sche Armee dar­auf­hin Zie­le im Gaza­strei­fen ange­grif­fen hat­te. Infol­ge der Kon­fron­ta­ti­on wur­den vier Israe­lis und 25 Paläs­ti­nen­ser getö­tet wor­den.

Die zustän­di­ge Cogat-Behör­de kün­dig­te die Öff­nung der Grenz­über­gän­ge zum Gaza­strei­fen am Sams­tag­abend an. Am Sonn­tag­mor­gen berich­te­te das israe­li­sche Fern­se­hen, dass der Grenz­über­gang Erez und der Waren­über­gang Kerem Scha­lom wie­der offen sei­en. Am Frei­tag hat­te Isra­el bereits die Fische­rei­zo­ne, die wäh­rend der Eska­la­ti­on eben­falls ein­ge­schränkt wor­den war, auf bis zu 22 Kilo­me­ter vor der Küs­te von Gaza aus­ge­wei­tet.

Seit Mon­tag hal­ten sich bei­de Sei­ten weit­ge­hend an eine Waf­fen­ru­he, die unter ande­rem mit ägyp­ti­scher Hil­fe aus­ge­han­delt wor­den ist. Katar hat Mil­lio­nen­hil­fen für die Paläs­ti­nen­ser zuge­sagt.

In der kom­men­den Woche tre­ten Künst­ler aus 41 Län­dern unter stren­gen Sicher­heits­vor­keh­run­gen bei dem Euro­vi­si­on Song Con­test in Tel Aviv an. Der Wett­be­werb wird vom 14. bis zum 18. Mai in der Ver­an­stal­tungs­hal­le Expo im Nor­den der Metro­po­le aus­ge­tra­gen. Zur Siche­rung der ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen in Tel Aviv setzt Isra­el rund 8.000 zusätz­li­che Poli­zis­ten ein. (dpa)

Mehr zum The­ma — Isra­el : Stadt sperrt ihren Park für Paläs­ti­nen­ser (Video)

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Abgang mit Knalleffekt : Scheidender französischer Botschafter in USA nennt Israel “Apartheidstaat”


Laut Araud liegt der noch nicht ver­öf­fent­lich­te Plan zur Bei­le­gung des Nah­ost­kon­flikts “sehr nahe an dem, was die Israe­lis wol­len” und sei “zu 99 Pro­zent zum Schei­tern ver­ur­teilt”. Der von Trump immer wie­der als “Jahr­hun­dert­ver­ein­ba­rung” ange­prie­se­ne Plan sorgt schon vor sei­ner Prä­sen­ta­ti­on für Kon­tro­ver­sen. Ara­bi­sche Natio­nen, dar­un­ter Sau­di-Ara­bi­en, Ägyp­ten und die Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te, üben “immensen Druck” auf die Paläs­ti­nen­ser aus, Trumps Abkom­men zu akzep­tie­ren, erklär­te ein hoher Fatah-Beam­ter am Mon­tag im ira­ni­schen Fern­se­hen.

Die­se Län­der “nut­zen alle Mit­tel, ein­schließ­lich poli­ti­scher und finan­zi­el­ler Erpres­sung”, um die Paläs­ti­nen­ser zu zwin­gen, dem Abkom­men zuzu­stim­men, “trotz aller Gefah­ren, die es für die paläs­ti­nen­si­sche Sache dar­stellt”, so der Fatah-Ver­tre­ter wei­ter. Unter­des­sen ver­pflich­te­te sich die Ara­bi­sche Liga, der Paläs­ti­nen­si­schen Auto­no­mie­be­hör­de (PA) 100 Mil­lio­nen Dol­lar pro Monat zu zah­len, um die Lücke zu schlie­ßen, die dadurch ent­stan­den ist, dass Isra­el Steu­ern im Namen der PA erhebt und Steu­er­trans­fers zu Beginn die­ses Jah­res blo­ckier­te. Isra­el hat im Febru­ar 138 Mil­lio­nen Dol­lar an Trans­fers zurück­ge­hal­ten, weil paläs­ti­nen­si­sche Zah­lun­gen an poli­ti­sche Gefan­ge­ne geleis­tet wur­den, die für Angrif­fe auf Israe­lis inhaf­tiert sind.

Öffent­lich lehnt auch die Grup­pe der ara­bi­schen Natio­nen Trumps Abkom­men ab und betont, dass es “nicht gelin­gen wird, einen dau­er­haf­ten und umfas­sen­den Frie­den im Nahen Osten zu errei­chen”. Die Details des mys­te­riö­sen Frie­dens­plans von Trump wer­den wei­ter geheim gehal­ten, aber es wird erwar­tet, dass er am Ende des mus­li­mi­schen Hei­li­gen Monats Rama­dan ent­hüllt wird – obwohl eini­ge Berich­te behaup­te­ten, dass er auf den Unab­hän­gig­keits­tag Isra­els abzielt, was aus offen­sicht­li­chen Grün­den eine unwahr­schein­li­che Wahl wäre. Erar­bei­tet wur­de der Plan von Trumps Schwie­ger­sohn Jared Kush­ner, der von Araud in sei­nem Inter­view als jemand beschrie­ben wur­de, der “extrem schlau” sei, aber “kei­nen Mut habe”.

Isra­els Dilem­ma, so Araud, bestehe dar­in, die “schmerz­haf­te Ent­schei­dung” zu tref­fen, ob man die Paläs­ti­nen­ser “völ­lig staa­ten­los” machen oder sie zu Bür­gern Isra­els machen will. Aber letzt­end­lich, sag­te er, sei Isra­el “extrem zufrie­den” mit dem Sta­tus quo, was ihnen erlau­be, die­se Ent­schei­dung zu ver­mei­den. Ana­lys­ten war­nen seit Mona­ten, dass Trumps offe­ne Par­tei­nah­me für Isra­el ver­hin­dern könn­te, dass ein Abkom­men von der paläs­ti­nen­si­schen Sei­te ernst genom­men wird. Den­noch hat Trump umstrit­te­ne poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen zuguns­ten Isra­els vor­an­ge­trie­ben, dar­un­ter die Aner­ken­nung der “Sou­ve­rä­ni­tät” Isra­els über die Golan­hö­hen, die Erklä­rung der Ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gar­den zu einer “ter­ro­ris­ti­schen Orga­ni­sa­ti­on” und die Ver­le­gung der US-Bot­schaft von Tel Aviv nach Jeru­sa­lem.

Das Wei­ße Haus hof­fe, von der Tat­sa­che zu pro­fi­tie­ren, dass Trump in Isra­el so beliebt ist und dass die Paläs­ti­nen­ser das Abkom­men als ihre letz­te Chan­ce sehen könn­ten, “begrenz­te Sou­ve­rä­ni­tät” zu erlan­gen, glaubt Araud. Der israe­li­sche Pre­mier­mi­nis­ter Ben­ja­min Netan­ja­hu gab im April öffent­lich zu, dass Isra­el in den kom­men­den Jah­ren Tei­le des West­jor­dan­lan­des annek­tie­ren könn­te, und beton­te, ein paläs­ti­nen­si­scher Staat wür­de die Exis­tenz Isra­els “gefähr­den”. Der Prä­si­dent der Paläs­ti­nen­si­schen Auto­no­mie­be­hör­de Mah­mud Abbas sag­te im März, dass die USA auf­grund der kla­ren pro­is­rae­li­schen Aus­rich­tung der Trump-Admi­nis­tra­ti­on nicht als ernst­zu­neh­men­der Ver­mitt­ler im Kon­flikt akzep­tiert wer­den kön­nen.

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Israel : Alles gemäß Standardvorgehensweise


von Rai­ner Rupp

Begin­nen wir mit den Fak­ten, so wie sie der jüdisch-israe­li­sche Jour­na­list Yos­si Gur­vitz am 17. April 2019 auf der Isra­el kri­ti­schen, US-jüdi­schen Web­sei­te Mondo­weis prä­sen­tier­te :

Vor etwa zwei Wochen, am 3. April, hat der Paläs­ti­nen­ser Muham­mad Abed Al-Fatah, ein Bewoh­ner des Dörf­chens Khir­bat Qais, an der Durch­gangs­stra­ße des Dorf­plat­zes von Bei­ta meh­re­re vor­bei­fah­ren­de Autos mit israe­li­schen Kenn­zei­chen mit Stei­nen bewor­fen. Ein jüdi­scher Sied­ler namens Yehoshua Sher­man feu­er­te dar­auf­hin aus sei­nem Fahr­zeug meh­re­re Schüs­se auf den 23 Jah­re alten Abed Al-Fatah ab. Dann ver­lie­ßen Sher­man und eine wei­te­re Per­son das Fahr­zeug und näher­ten sich Abed Al-Fatah, der vor ihnen in Deckung ging. Sher­man und der ande­re Israe­li schos­sen erneut auf den Paläs­ti­nen­ser und ver­letz­ten ihn. Die bei­den Schüt­zen tra­ten anschlie­ßend an den blu­tend am Boden lie­gen­den und unbe­waff­ne­ten Al-Fatah her­an, um ihn mit wei­te­ren Schüs­sen aus unmit­tel­ba­rer Nähe zu exe­ku­tie­ren.”

Laut Yos­si Gur­vitz ver­lief bis zu die­sem Punkt alles nach der “Stan­dard Ope­ra­ting Pro­ce­du­re”, also gemäß der “Stan­dard­vor­ge­hens­wei­se” der Israe­lis für sol­che Situa­tio­nen.

Gleich dar­auf kün­dig­te der Spre­cher der israe­li­schen Streit­kräf­te, die offi­zi­ell “Israe­li­sche Ver­tei­di­gungs­kräf­te” (IDF) hei­ßen, an, dass der Paläs­ti­nen­ser Abed Al-Fatah “bei einem Mes­ser­an­griff getö­tet” wor­den sei.

Aber es gab kein Mes­ser und kei­nen Mes­ser­an­griff. Aber das spiel­te kei­ne Rol­le. Der IDF-Spre­cher ist gewohnt zu lügen, wenn es um Paläs­ti­nen­ser geht.

Soweit alles gemäß der “Stan­dard­vor­ge­hens­wei­se”.

Anschlie­ßend haben die israe­li­schen Medi­en den Mord als einen ver­ei­tel­ten Mes­ser­an­griff dar­ge­stellt, genau wie es der IDF-Spre­cher woll­te.

Soweit alles gemäß der “Stan­dard­vor­ge­hens­wei­se”.

Seit­her gibt es kei­ner­lei Hin­wei­se, dass die bei­den Schüt­zen wegen die­ses Mor­des auf offe­ner Stra­ße von der israe­li­schen Poli­zei fest­ge­nom­men, ver­hört oder dass das Ver­bre­chen unter­sucht wur­de, obwohl dabei eine Per­son getö­tet wor­den ist.

Anschlie­ßend geschah jedoch etwas, was von der “Stan­dard­vor­ge­hens­wei­se” abweicht, so sieht es zumin­dest Yos­si Gur­vitz. Die IDF-Sol­da­ten dran­gen in zwei Geschäf­te in der Nähe des Tat­orts ein und beschlag­nahm­ten zwei Video-Kame­ras des Sicher­heits­sys­tems, über­prüf­ten den Inhalt der Auf­nah­men und lösch­ten die­se.

Das alles wur­de im Rah­men eines Berichts der israe­li­schen Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on B’Tselem bekannt, die ein­mal mehr den Job der israe­li­schen Medi­en, der Staats­an­walt­schaft und der Poli­zei macht, die das Gegen­teil von inves­ti­ga­tiv sind, wenn es um Ver­bre­chen gegen Paläs­ti­nen­ser geht.

Auch die IDF-Sol­da­ten hiel­ten die israe­li­schen Schüt­zen nicht fest, wie es das israe­li­sche Gesetz ver­langt. Aber das war zu erwar­ten, denn Geset­ze haben nur Wir­kung, wenn die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den sie auch durch­set­zen. “Zudem weiß die gro­ße Mehr­heit der israe­li­schen Sol­da­ten nicht ein­mal, dass die das Recht und in sol­chen Fäl­len sogar die Pflicht haben, auch jüdi­sche Sied­ler zu ver­haf­ten”, so Yos­si Gur­vitz. Ande­rer­seits hät­ten die israe­li­schen Sol­da­ten in die­sem Fall offen­sicht­lich gro­ße Initia­ti­ve bewie­sen, als es näm­lich dar­um ging, die Video-Beweis­mit­tel des Mor­des zu kon­fis­zier­ten und zu ver­nich­ten. Das sei ganz offen­sicht­lich die Leh­re, wel­che die IDF-Sol­da­ten aus der soge­nann­ten Aza­ria-Affä­re gezo­gen hät­ten : Zer­stört die Kame­ras !

Der Hin­ter­grund zu die­ser Affä­re : Der israe­li­sche Sol­dat Elor Aza­ria erschoss vor drei Jah­ren den Paläs­ti­nen­ser Abdel Al-Sharif, der zuvor einen israe­li­schen Sol­da­ten ersto­chen hat­te. Aza­ria kam elf Minu­ten nach dem Mes­ser­an­griff an den Tat­ort und schoss dem ver­wun­det, am Boden lie­gen­den Al-Sharif eine Kugel in den Kopf. Aza­ria hat­te das Pech, von einer B’Tselem-Kamera gefilmt zu wer­den.

Nach dem Mord – und die Erschie­ßung einer ver­wun­de­ten, unbe­waff­ne­ten Per­son ist in allen zivi­li­sier­ten Län­dern ein Mord – begann die mäch­ti­ge, rechts-extre­mis­ti­sche Sze­ne in Isra­el mit star­ker poli­ti­scher Unter­stüt­zung der Regie­rungs­par­tei­en einen Pro­pa­gan­da­feld­zug gegen die Fest­nah­me des Sol­da­ten Aza­ria. Sie warn­te, dass Sol­da­ten jetzt zögern wür­den, Ter­ro­ris­ten zu erschie­ßen. Aza­ria kam schließ­lich mit einer lächer­lich gerin­gen Stra­fe davon, die er sicher­lich noch in ein gro­ßes Ver­mö­gen umset­zen wird. Denn bei den israe­li­schen Ras­sis­ten gilt er als gro­ßer Held, der gezeigt hat, wie es gemacht wer­den muss.

Die Leh­re, Kame­ras und ande­re Beweis­mit­tel in der Nähe von Tat­or­ten unbe­dingt zu ver­nich­ten, haben die IDF-Sol­da­ten inzwi­schen ver­in­ner­licht. Im aktu­el­len Fall der Ermor­dung von Abed Al-Fatah stellt sich aller­dings die Fra­ge, war­um die Sol­da­ten die Vide­os gelöscht haben, obwohl nicht sie nicht selbst, son­dern Sied­ler das Ver­bre­chen began­gen haben ? Dafür nennt der lin­ke jüdisch-israe­li­sche Jour­na­list Gur­vitz zwei Grün­de :

Ers­tens sei­en die Sol­da­ten in einem Land auf­ge­wach­sen, das von “Has­ba­ra beses­sen” ist. “Alles, was das Image Isra­els beein­träch­tigt, muss unter­drückt wer­den. Und zwei­tens sind die Sied­ler nur ein wei­te­rer Arm des israe­li­schen Regimes. Genau­so wie die Jour­na­lis­ten, die sich nicht die Mühe gemacht haben, das Bul­le­tin des IDF-Spre­chers zu über­prü­fen. Sie benö­tig­ten dafür kei­ne Wei­sung. Sie ken­nen längst die ihnen zuge­dach­te Rol­le. Alle arbei­ten auf das­sel­be Ziel hin”, so Gur­vitz. Und unter Anspie­lung auf die ver­lo­ge­ne, aber weit ver­brei­te­te Phra­se der west­li­chen Isra­el-Apo­lo­ge­ten von der angeb­lich “ein­zi­gen Demo­kra­tie im Nahen Osten” meint Jour­na­list resi­gniert, so gin­ge es lei­der zu in der “ein­zi­gen jüdi­schen Mili­tär­dik­ta­tur der Welt”.

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

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1.600 Jahre alte Goldmünze von Schülern in Israel gefunden


Ähn­li­che Mün­zen habe man bereits im öst­li­chen Reich von Byzanz gefun­den, sag­te Dr. Gabrie­la Bijovs­ky von der Alter­tums­be­hör­de IAA. Aber es wäre die “ers­te Ent­de­ckung” in Isra­el, ergänz­te sie. Die Gold­mün­ze wiegt etwa 4,5 Gramm und zeigt auf der einen Sei­te Kai­ser Theo­dosi­us II. und auf der ande­ren die Sie­ges­göt­tin Vic­to­ria. Das wert­vol­le Fund­stück wur­de in das staat­li­che Schatz­amt gebracht.

Es ent­behrt nicht einer gewis­sen Iro­nie des Schick­sals, dass die Schü­ler die Gold­mün­ze in der Nähe des soge­nann­ten San­he­drin Pfads gefun­den haben, einem Lehr­pfad über die Geschich­te des jüdi­schen San­he­drin Rats. Der San­he­drin war die obers­te reli­giö­se und poli­ti­sche Instanz der Juden, bevor Kai­ser Theo­dosi­us II. im Jahr 438 den “Codex Theo­dosia­nus” erließ, eine Geset­zes­samm­lung, die bis ins 6. Jahr­hun­dert die Rechts­aus­le­gung im ost­rö­mi­schen Reich war. 

Die­se Geset­ze ent­mach­te­ten den San­he­drin und dis­kri­mi­nier­ten nicht nur die Juden der römi­schen Pro­vinz Pala­e­s­ti­na, son­dern im gesam­ten byzan­ti­ni­schen Reich. Sie wur­den sys­te­ma­tisch aus öffent­li­chen Ämtern ent­fernt und christ­li­che Über­grif­fe auf Syn­ago­gen blie­ben unge­ahn­det : eine schreck­li­che Ähn­lich­keit zu den Nazi­ge­set­zen im 20. Jahr­hun­dert. 

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Vorläufiges Wahlergebnis der Parlamentswahlen in Israel : Keine klare Mehrheit


Rund 6,3 Mil­lio­nen Israe­lis waren auf­ge­ru­fen, an 10.700 Wahl­lo­ka­len ihre Stim­me abzu­ge­ben. Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu begab sich per­sön­lich am Wahl­tag an die Strän­de, um die Israe­lis dazu auf­zu­ru­fen, sei­ner Likud-Par­tei ihre Stim­me zu geben. Netan­ja­hu sag­te nach sei­ner Stimm­ab­ga­be in Jeru­sa­lem : 

Es gibt vie­le Men­schen, die wol­len, dass wir die­sen fan­tas­ti­schen Weg fort­set­zen, der Isra­el das bes­te Jahr­zehnt in sei­ner Geschich­te gebracht hat. 

Netan­ja­hu steht wegen Kor­rup­ti­ons­vor­wür­fen in der Kri­tik. Noch ist nicht ent­schie­den, ob der Minis­ter­prä­si­dent vor Gericht muss. Den Wäh­lern ver­sprach er die Anne­xi­on von Tei­len des West­jor­dan­lands. Dies bezieht sich auf die israe­li­schen Sied­lun­gen. Damit woll­te Netan­ja­hu bei rech­ten Wäh­lern punk­ten. 

Sein Her­aus­for­de­rer Ben­ny Gantz vom Bünd­nis Blau-Weiß hat sich als ehe­ma­li­ger Mili­tär­chef für eine fried­li­che Lösung mit den Paläs­ti­nen­sern aus­ge­spro­chen. Gantz sag­te bei sei­ner Stimm­ab­ga­be :

Ich sehe den Men­schen in Isra­el in die Augen und sage ihnen : Die­ser Wan­del ist mög­lich.

Gantz und Net­an­ya­hu ste­hen vor der Her­aus­for­de­rung eine Koali­ti­on zu bil­den

Gantz’ Bünd­nis konn­te nach den ers­ten Hoch­rech­nun­gen nach Schlie­ßung der Wahl­lo­ka­le laut Kanal 2 37 von ins­ge­samt 120 Sit­zen in der Knes­set gewin­nen. Die Likud-Par­tei erlang­te 33 Sit­ze und ist damit bis­lang zweit­stärks­te Kraft. Gantz steht vor der Her­aus­for­de­rung, eine Koali­ti­on zu bil­den. Netan­ja­hu kann bei der Koali­ti­ons­bil­dung auf die rech­ten Frak­tio­nen in der Knes­set zäh­len. Bei­de Sei­ten erklär­ten sich nach den ers­ten Ergeb­nis­sen zum Sie­ger der Par­la­ments­wah­len. Noch ist nichts ent­schie­den. Soll­te Netan­ja­hu sich durch­set­zen, trä­te er sei­ne fünf­te Amts­zeit an.

Vorläufiges Wahlergebnis der Parlamentswahlen in Israel: Keine klare Mehrheit
Unter­stüt­zer von Ben­ny Gantz nach Bekannt­ga­be der ers­ten Wahl­er­geb­nis­se, Tel Aviv, Isra­el, 9. April 2019.

In den letz­ten Umfra­gen vor der Wahl lag das Mit­te-Bünd­nis von Gantz vorn. Für Unru­he sorg­ten Berich­te über ver­steck­te Kame­ras in Wahl­lo­ka­len. Die Times of Isra­el schrieb, dass die Likud-Par­tei 1.200 Wahl­be­ob­ach­ter mit ver­steck­ten Kame­ras los­ge­schickt habe, denn das “Pro­blem ist das Ver­hal­ten der Leu­te in ara­bi­schen Gemein­den”. Eine NGO fuhr Bedui­nen aus ent­le­ge­nen Gegen­den in Bus­sen zu den Wahl­ur­nen. Die israe­li­sche Poli­zei geht Mel­dun­gen über Wahl­be­trug nach. Die­ser soll sich jedoch im Rah­men gehal­ten haben. Bis Anfang Juni soll die neue Regie­rung ste­hen. Um 20 Uhr hat­ten 61,3 Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten ihre Stim­me abge­ge­ben. Im Ver­gleich zu den Wah­len im Jahr 2015 sank die Wahl­be­tei­li­gung um ein Pro­zent. Das End­ergeb­nis wird nicht vor Mitt­woch­mor­gen vor­lie­gen. 

Wah­len in Isra­el : Netan­ja­hu punk­tet mit extre­mer Poli­tik vor allem bei Jung­wäh­lern 

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Wahlen in Israel : Netanjahu punktet mit extremer Politik vor allem bei Jungwählern (Video)


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Zumin­dest bei den jun­gen Men­schen scheint Netan­ja­hu in Umfra­gen die Nase vorn zu haben. Dank kräf­ti­ger Unter­stüt­zung aus dem Wei­ßen Haus konn­te der Regie­rungs­chef jüngst eini­ge Erfol­ge ver­mel­den. Im Fal­le sei­nes Sie­ges gedenkt Netan­ja­hu, Gebie­te im West­jor­dan­land zu annek­tie­ren. Eine extre­me Idee in einem extre­men Land. Mit einer ent­spre­chend extre­men Jugend, der ein sol­ches Vor­ge­hen offen­bar gefällt.

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BPK : Trotz völkerrechtswidriger Beschlüsse und Ankündigungen keine Sanktionen gegen Israel ?


Der israe­li­sche Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu sorg­te jüngst für Auf­re­gung, als er im Wahl­kampf für die bevor­ste­hen­den Par­la­ments­wah­len am 9. April erklär­te, dass er im Fal­le sei­ner Wie­der­wahl die paläs­ti­nen­si­schen Gebie­te in der West Bank annek­tie­ren wol­le, in denen sich jüdi­sche Sied­lun­gen befin­den. Dabei stellt die­se Ankün­di­gung ledig­lich die Spit­ze des Eis­bergs von Geset­zes­vor­la­gen und Initia­ti­ven in Isra­el dar, die alle­samt das sel­be Ziel der Annek­tie­rung ver­fol­gen. 

Mehr zum The­ma — Ben­ja­min Netan­ja­hu kün­digt Annek­tie­rung von Sied­lun­gen im West­jor­dan­land an

Das Aus­wär­ti­ge Amt wur­de bei der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz am Mon­tag gefragt, wie es Netan­ja­hus Ankün­di­gung bewer­tet und ob die Bun­des­re­gie­rung in solch einem Fall irgend­wel­che Kon­se­quen­zen in Betracht zieht. Wäh­rend die Ant­wort auf die Bewer­tung der Ent­wick­lung klar und unmiss­ver­ständ­lich aus­fiel, war die Spre­che­rin des Aus­wär­ti­gen Amtes weit weni­ger geneigt, eine Posi­ti­on zu bezie­hen.

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Forscher finden längste Salzhöhle der Welt in Israel 


Unter dem Berg Sodom am Toten Meer in Isra­el ver­birgt sich die nach For­scher­an­ga­ben längs­te bekann­te Salz­höh­le der Welt. Die Mal­cham-Höh­le erstreckt sich dem­nach über eine Län­ge von gut zehn Kilo­me­tern. Zuvor galt die Namak­dan-Höh­le auf der ira­ni­schen Insel Keschm — die soge­nann­te “Höh­le der drei Nack­ten” — als längs­te Salz­höh­le der Welt.

Ste­fan Kem­pe, eme­ri­tier­ter Geo­lo­gie-Pro­fes­sor an der TU Darm­stadt, bestä­tigt, dass bis­her kei­ne Salz­höh­le mit mehr als zehn Kilo­me­tern Län­ge bekannt sei. Die längs­te Höh­le sei bis­her die im Iran mit etwa 6,5 Kilo­me­tern Län­ge. Sie wird nun als zweit­längs­te Salz­höh­le der Welt geführt. “Natür­lich herrscht zwi­schen uns Höh­len­for­schern eine Kon­kur­renz, aber es ist eine freund­schaft­li­che Kon­kur­renz”, sagt Efraim Cohen, ein Mit­glied des For­schungs­teams.

Seit zwei Jah­ren wird die Mal­cham-Höh­le von For­schern unter Lei­tung des Höh­len­for­schungs­zen­trums der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem sowie dem Isra­el Cave Explo­rers Club und dem bul­ga­ri­schen Sofia Spe­leo Club neu unter­sucht. “Nimmt man alle unse­re Arbeits­stun­den zusam­men, haben wir etwa 1.500 Tage unter der Erde ver­bracht”, berich­tet Boaz Lang­ford, einer der Lei­ter der Unter­su­chung. An den Expe­di­tio­nen nah­men über 80 Höh­len­for­scher aus neun Län­dern teil, dar­un­ter auch aus Deutsch­land. Im kom­men­den Jahr soll die Unter­su­chung wei­ter­ge­hen, da noch immer nicht alle Berei­che der Höh­le erforscht sind. Die Höh­le könn­te dann offi­zi­ell noch eini­ge hun­dert Meter län­ger wer­den, sagen die For­scher.

Das Herz der Mal­cham-Höh­le ist die soge­nann­te Hoch­zeits­kam­mer, wo über Jahr­hun­der­te impo­san­te Salz-Skulp­tu­ren gewach­sen sind. Jeder Trop­fen Was­ser, der durch die Decke sickert, hin­ter­lässt eini­ge Salz­kris­tal­le. Mit der Zeit sind dar­aus meter­lan­ge Sta­lak­ti­ten gewach­sen. Im Gegen­satz zu Tropf­stein­höh­len wach­sen die Salz­skulp­tu­ren sehr viel schnel­ler. “Bis zu einem Meter pro Jahr”, sagt For­scher Efraim Cohen. Bekannt ist die Höh­le schon lan­ge, frü­her dien­te sie den For­schern zufol­ge Arbei­tern am Toten Meer als Schutz vor der bren­nen­den Mit­tags­son­ne. Erforscht wur­de sie bereits in den 1980er Jah­ren von Amos Frum­kin, Pro­fes­sor an der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem.

Damals kamen die For­scher aber nur auf eine Län­ge von 5685 Metern. “Vor drei­ßig Jah­ren, ver­wen­de­ten wir Maß­band und Kom­pass”, erin­nert sich Frum­kin. “Heu­te haben wir Laser­tech­no­lo­gie, die sich übers Smart­pho­ne bedie­nen lässt.” Auch des­we­gen habe man die tat­säch­li­chen Aus­ma­ße der Höh­le damals nicht erfas­sen kön­nen. Salz­höh­len wie die Mal­cham-Höh­le sind sel­ten. Sie ent­ste­hen nur in sehr tro­cke­nen Regio­nen, in denen Salz­schich­ten bis an die Erd­ober­flä­che gedrückt wer­den, etwa durch Bewe­gun­gen in der Erd­krus­te. “Salz ist nicht fest, son­dern fließt, wenn auch nur sehr lang­sam », erklärt For­schungs­lei­ter Lang­ford. Wenn sich die Gesteins­schich­ten ver­schie­ben, wird es nach oben gepresst wie Zahn­pas­ta in einer Tube.”

An ande­ren Orten wird das Salz schnell vom Regen abge­tra­gen. Am Toten Meer aber reg­net es nur sehr sel­ten, dann aber hef­tig. Die­se Sturz­flu­ten lösen das Salz auf und schaf­fen so die Höh­len. “Das pas­siert auch heu­te noch, wenn es etwa ein­mal im Jahr zu star­ken Regen­fäl­len kommt”, erklärt Frum­kin. “Die Höh­le ist sozu­sa­gen leben­dig. Sie wächst wei­ter.”

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(rt deutsch/dpa)

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