Stoltenberg : Nord Stream 2 ist keine Nato-Angelegenheit


Das Pipe­line-Pro­jekt Nord Stream 2 ist ein natio­na­les Anlie­gen und kei­ne Ange­le­gen­heit der Nord­at­lan­ti­schen Alli­anz, sag­te Jens Stol­ten­berg am Mitt­woch in Brüs­sel. So distan­zier­te sich der Nato-Gene­ral­se­kre­tär von der Posi­ti­on des US-Prä­si­den­ten Donald Trump zu Deutsch­land und ande­ren Ver­bün­de­ten.
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Keine Konten für Iraner : Singapur folgt dem Willen der USA


Die sin­ga­pu­ri­schen Ban­ken OCBC und UOB schlie­ßen ira­ni­sche Staats­bür­ger, die kei­nen dau­er­haf­ten Auf­ent­halts­sta­tus in Sin­ga­pur haben, als Bank­kun­den aus. Deren Kon­ten wer­den auf­ge­löst. RT Deutsch liegt ein Brief der OCBC vor, wonach das Kon­to inner­halb von 14 Tagen auf­ge­löst wer­de :

Es tut uns leid, Sie dar­über infor­mie­ren zu müs­sen, dass wir unse­re Bank­be­zie­hun­gen mit Ihnen been­den müs­sen. (…) Sie könn­ten selbst die Schlie­ßung des Bank­kon­tos vor­neh­men.

Keine Konten für Iraner: Singapur folgt dem Willen der USA

Auf Rück­fra­gen der Betrof­fe­nen gaben die Ban­ken an, sie wür­den ihre Ent­schei­dung nicht ändern. Betrof­fen sind auch Nicht-Ira­ner, die mit ira­ni­schen Staats­bür­gern ein gemein­sa­mes Unter­neh­men betrei­ben. Ein malay­si­scher Geschäfts­mann, der gemein­sam mit einem Ira­ner ein Unter­neh­men betreibt, wur­de von der Bank auf­ge­for­dert, ein neu­es Kon­to ohne den Geschäfts­part­ner zu eröff­nen. Nur Ira­ner mit per­ma­nen­tem Auf­ent­halts­sta­tus in Sin­ga­pur sind von den Sank­ti­ons­maß­nah­men aus­ge­schlos­sen. Die­ser wird aber immer sel­te­ner ver­ge­ben.

Im Nach­bar­land Malay­sia, wo etwa 100.000 Ira­ner leben, hat ihnen die May­bank die Kon­to­er­öff­nung erschwert. Die­je­ni­gen, denen ein Kon­to gewährt wird, erhal­ten sel­ten Kre­dit­kar­ten der Bank. Die Regie­run­gen Sin­ga­purs und der USA unter­hal­ten enge Bezie­hun­gen.

Am 11. Juni kamen Donald Trump und Kim Jong-un zu einem his­to­ri­schen Tref­fen in Sin­ga­pur zusam­men. Der nord­ko­rea­ni­sche Staats­chef hofft auf die Wie­der­auf­nah­me wirt­schaft­li­cher Bezie­hun­gen mit Sin­ga­pur. Die Regie­rung Washing­tons aber ließ nach dem Tref­fen ver­lau­ten, dass die Sank­tio­nen gegen Nord­ko­rea wei­ter­be­stün­den.

Mehr zum The­ma — Trotz Sank­tio­nen : Tür­kei wird wei­ter­hin ira­ni­sches Roh­öl impor­tie­ren

RT Deutsch


Russland dementiert : Keine Auslieferung Snowdens an USA gegen Sanktionslockerung


Ich habe nie mit der Regie­rung von Donald Trump über Edward Snow­den gespro­chen”, sag­te Law­row gegen­über Cathy New­man von Chan­nel 4. Er füg­te hin­zu, dass Prä­si­dent Wla­di­mir Putin das The­ma jedoch schon vor Jah­ren ange­spro­chen habe.

Als ihm die Fra­ge gestellt wur­de, sag­te er, es sei Sache von Edward Snow­den, sich zu ent­schei­den. Wir respek­tie­ren sei­ne Rech­te als Indi­vi­du­um. Des­halb waren wir nicht in der Lage, ihn gegen sei­nen Wil­len aus­zu­wei­sen, weil er sich in Russ­land befand, auch ohne einen US-Pass, der wegen sei­nes Flu­ges aus Hong­kong ein­ge­zo­gen wur­de”, erin­nert sich der Chef­di­plo­mat.

Snow­den, der Mann hin­ter den größ­ten Ent­hül­lun­gen über die Akti­vi­tä­ten des elek­tro­ni­schen Über­wa­chungs­ap­pa­ra­tes der USA, ist in Russ­land gestran­det. Washing­ton annul­lier­te sei­nen Pass, als er von Hong­kong aus nach Mos­kau reis­te. Die rus­si­sche Regie­rung gewähr­te ihm poli­ti­sches Asyl. Snow­den wur­de in den USA ange­klagt, weil er gehei­me Doku­men­te an eine Rei­he von Medi­en wei­ter­ge­ge­ben hat.

Chan­nel 4 schlug wäh­rend des Inter­views mit dem rus­si­schen Außen­mi­nis­ter vor, dass Russ­land wäh­rend des bevor­ste­hen­den Tref­fens von Putin und Trump ver­su­chen könn­te, über einen Aus­tausch Snow­dens gegen die Auf­he­bung der US-Sank­tio­nen zu ver­han­deln.

Ich weiß nicht, war­um man die­se spe­zi­el­le Fra­ge im Zusam­men­hang mit dem Gip­fel stel­len soll­te. Edward Snow­den ist der Meis­ter sei­nes eige­nen Schick­sals”, wie­der­hol­te Law­row.

RT Deutsch


Migranten in Europa sind keine Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention -Experte


Ein gemein­sa­mer EU-Weg wird schon lan­ge gesucht, aber seit Jah­ren nicht gefun­den und es wäre über­ra­schend, wenn sich das jetzt plötz­lich ändern wür­de. Dies äußer­te der Migra­ti­ons­ex­per­te Kuni­bert Raf­fer in Bezug auf den EU-Gip­fel in Brüs­sel in einem Sput­nik-Inter­view.
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Xi an Mattis : “Wir sind keine Kolonialisten und verursachen kein Chaos”


Was die Fra­ge der Sou­ve­rä­ni­tät und ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät Chi­nas betrifft, so ist unse­re Hal­tung klar und deut­lich. Das von unse­ren Vor­fah­ren hin­ter­las­se­ne Ter­ri­to­ri­um darf nicht ver­lo­ren gehen. Wir wol­len nichts mit ande­ren tei­len”,

sag­te der chi­ne­si­sche Prä­si­dent Xi Jin­ping zu US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter James Mat­tis in der Gro­ßen Hal­le des Vol­kes in Peking.

Washing­tons “Patrouil­len­fahr­ten” mit Kriegs­schif­fen ent­lang der stra­te­gi­schen Ket­te von Rif­fen und klei­nen Inseln im Süd­chi­ne­si­schen Meer, von den USA mit der Sor­ge um die Frei­heit der Schiff­fahrt auf den damit ver­bun­de­nen Han­dels­we­gen begrün­det, hat­ten in Peking immer wie­der Skep­sis hin­sicht­lich der US-ame­ri­ka­ni­schen Absich­ten in der Regi­on her­vor­ge­ru­fen. Wäh­rend des Tref­fens mach­te Mat­tis jedoch deut­lich, dass auch Washing­ton in sei­ner Poli­tik unnach­gie­big sei.

Wir haben eine Mei­nungs­ver­schie­den­heit und ich den­ke, dass der [US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter] über­zeu­gend dar­in war, dar­zu­le­gen, dass dies alt­her­ge­brach­te Grund­re­geln sind”,

erklär­te Rand­all Shri­ver, Assis­tent des US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters für Ange­le­gen­hei­ten der asia­ti­schen und pazi­fi­schen Sicher­heit, der an der Sit­zung zwi­schen Xi Jin­ping und James Mat­tis teil­ge­nom­men hat­te, gegen­über dem Washing­ton Free Beacon.

Komplexe Rechtslage im Südchinesischen Meer

Die Volks­re­pu­blik Chi­na bean­sprucht etwa 80 Pro­zent der Flä­che des Süd­chi­ne­si­schen Mee­res als aus­schließ­li­che Wirt­schafts­zo­ne für sich, ande­re Anrai­ner­staa­ten bestrei­ten die Legi­ti­mi­tät die­ser Ansprü­che. Was die Lage ver­kom­pli­ziert, ist, dass der inter­na­tio­nal aner­kann­te Hoheits­an­spruch auf 200 See­mei­len als “aus­schließ­li­che Wirt­schafts­zo­ne” Inseln umfasst, nicht aber Fel­sen oder ande­re Erhe­bun­gen. 

Wäh­rend die USA nach Mög­lich­kei­ten suchen, ihre Ver­bün­de­ten in der Regi­on gegen die von ihnen befürch­te­te Mili­ta­ri­sie­rung der Volks­re­pu­blik Chi­na in den umstrit­te­nen Gewäs­sern abzu­schir­men, erklär­te Chi­nas Staats­ober­haupt, dass Peking in der Ver­gan­gen­heit “kein Cha­os auf der gan­zen Welt ver­ur­sacht” und ledig­lich fried­li­che Absich­ten habe.

Wir wer­den nicht den Weg des Expan­sio­nis­mus und Kolo­nia­lis­mus gehen und in der Welt kein Cha­os ver­ur­sa­chen”, ver­si­cher­te Xi dem US-Minis­ter.

Der wei­te Pazi­fik kann Chi­na, die Ver­ei­nig­ten Staa­ten und ande­re Län­der beher­ber­gen. Chi­na und die Ver­ei­nig­ten Staa­ten soll­ten die Ent­wick­lung der bila­te­ra­len Bezie­hun­gen nach dem Grund­satz der gegen­sei­ti­gen Ach­tung und der Win-Win-Zusam­men­ar­beit för­dern.

Im letz­ten Monat hat­te Washing­ton sei­ne Prä­senz vor Ort sym­bo­lisch in “US-Indo-Pazi­fik-Kom­man­do” umbe­nannt, um den US-ame­ri­ka­ni­schen Fokus in der Regi­on bes­ser wider­zu­spie­geln. Es han­delt sich dabei um das größ­te von fünf geo­gra­fi­schen US-Kampf­kom­man­dos. Es hat etwa 375.000 zivi­le und mili­tä­ri­sche Mit­ar­bei­ter, die mit der Admi­nis­tra­ti­on eines Auf­ga­ben­ge­biets des US-Mili­tärs über etwa 52 Pro­zent der Erd­ober­flä­che beauf­tragt sind. Neben dem Süd­chi­ne­si­schen Meer unter­gräbt die Prä­senz der USA in der Regi­on die Inter­es­sen Pekings auch in der Repu­blik Chi­na (Tai­wan) und im Ost­chi­ne­si­schen Meer. Die­se will Washing­ton vor einer befürch­te­ten ein­sei­ti­gen Domi­nanz durch Peking bewah­ren.

Stärkung des Austausches” soll Vertrauen stärken

Was Tai­wan betrifft, ist die Fra­ge der Bei­be­hal­tung der “Ein-Chi­na-Poli­tik” für Peking von zen­tra­ler Bedeu­tung. Den­noch ist im Washing­to­ner Natio­nal Defen­se Aut­ho­ri­za­ti­on Act für 2019 von einer Stär­kung der “Ver­tei­di­gungs- und Sicher­heits­ko­ope­ra­ti­on mit Tai­wan” die Rede, ein­schließ­lich einer Auf­recht­erhal­tung der Waf­fen­ver­käu­fe an die Insel, um eine aus­rei­chen­de Selbst­ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit auf­recht­erhal­ten zu kön­nen. Die Repu­blik Chi­na sieht sich ihrer­seits als die eigent­li­che legi­ti­me Reprä­sen­tanz chi­ne­si­scher Staat­lich­keit und die Volks­re­pu­blik als Abspal­tung an.

Trotz Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten äußer­te Xi die Hoff­nung, dass die chi­ne­si­schen und US-ame­ri­ka­ni­schen Mili­tärs das gegen­sei­ti­ge Ver­trau­en auf­recht­erhal­ten und aus­bau­en könn­ten.

Die Stär­kung des Aus­tau­sches und der Mecha­nis­men auf allen Ebe­nen der bei­den Streit­kräf­te wird dazu bei­tra­gen, Skep­sis zu besei­ti­gen und Miss­ver­ständ­nis­se, Fehl­ein­schät­zun­gen und Unfäl­le zu ver­mei­den”, sag­te er.

Bei einem Tref­fen des US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters mit sei­nem chi­ne­si­schen Amts­kol­le­gen Wei Feng­he warn­te die­ser zudem, dass das chi­ne­si­sche Mili­tär “die natio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät, Sicher­heit und Ent­wick­lungs­in­ter­es­sen auf jeden Fall ent­schie­den ver­tei­di­gen” wür­de.

RT Deutsch


Gericht : “Reichsbürger” dürfen keine Waffenerlaubnis haben


Die Rich­ter bestä­tig­ten dem­nach in einem Eil­ver­fah­ren die Ansicht der Waf­fen­be­hör­de des Krei­ses Mar­burg-Bie­den­kopf, die einem mut­maß­li­chen Sze­ne-Anhän­ger waf­fen­recht­li­che Erlaub­nis­se wegen Unzu­ver­läs­sig­keit ent­zo­gen hat­te. Die Gerichts­ent­schei­dung habe grund­sätz­li­che Bedeu­tung, sag­te eine Spre­che­rin. Der Beschluss ist aller­dings noch nicht rechts­kräf­tig.

Reichs­bür­ger” erken­nen die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nicht als Staat an und wei­gern sich oft­mals, Steu­ern oder Buß­gel­der zu zah­len. Der Ver­fas­sungs­schutz geht bun­des­weit von etwa 12.600 Anhän­gern aus. Bei eini­gen von ihnen sieht er eine “erheb­li­che Gewalt­be­reit­schaft”. Etli­che Akteu­re sind nach Ein­schät­zung von Ver­fas­sungs­schüt­zern auch in der rechts­ex­tre­men Sze­ne aktiv. (dpa)

Mehr zum The­ma — Raz­zi­en in “Reichs­bür­ger­sze­ne” wegen mög­li­cher rech­ter Ter­ror­grup­pe

RT Deutsch


Keine “Kreml-Propaganda”: Tödlicher Überfall ukrainischer Faschisten auf Roma-Lager


Der jüngs­te Vor­fall ereig­ne­te sich in der West­ukrai­ne, in der Nähe der Stadt Lwiw. Dort grif­fen mas­kier­te und bewaff­ne­te Natio­na­lis­ten eine Roma-Sied­lung an. Der auch mit Base­ball­schlä­gern aus­ge­stat­te­te Mob mach­te dabei auch vor Frau­en und Kin­dern nicht halt. Meh­re­re Men­schen, dar­un­ter ein zehn­jäh­ri­ges Kind, wur­den zum Teil schwer ver­letzt. Ein 24-jäh­ri­ger Bewoh­ner der Sied­lung ver­lor bei dem Über­fall auf­grund mas­si­ver Stich­ver­let­zun­gen sein Leben.

Nach Anga­ben des Poli­zeisspre­chers Jaros­law Tra­ka­lo wur­den bis­lang sie­ben Per­so­nen fest­ge­nom­men. Die mut­maß­li­chen Täter sind dem­nach zwi­schen 16 und 17 Jah­re alt. Ein Zwan­zig­jäh­ri­ger wur­de unter dem Ver­dacht, die Tat geplant zu haben, in Gewahr­sam genom­men. Der dies­mal töd­li­che Aus­gang des Über­falls scheint dabei die trans­at­lan­tisch gepräg­te Pres­se­land­schaft auf­ge­schreckt zu haben. Dabei han­delt es sich nur um die Spit­ze des Eis­bergs eines um sich grei­fen­den Rechts­ex­tre­mis­mus, der bis­lang jedoch geflis­sent­lich über­gan­gen oder der berühmt-berüch­tig­ten “rus­si­schen Des­in­for­ma­ti­on” in die Schu­he gescho­ben wur­de.

Im April 2018 etwa brann­te die ultra­na­tio­na­lis­ti­sche Grup­pie­rung C14 ein Roma-Lager in der ukrai­ni­schen Haupt­stadt Kiew ab und mach­te Jagd auf Frau­en und Kin­der. Nach eige­nen Anga­ben nahm die Poli­zei jedoch kei­ne Ermitt­lun­gen auf – schließ­lich habe nie­mand Anzei­ge erstat­tet.

In einem gemein­sa­men Brief mach­ten vier Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen, dar­un­ter Amnes­ty Inter­na­tio­nal und Human Rights Watch, bereits auf die untrag­ba­ren Zustän­de auf­merk­sam und warn­ten vor einer “Zunah­me von Angrif­fen rechts­ex­tre­mer Grup­pen auf Min­der­hei­ten in der Ukrai­ne”.

Mehr zum The­ma — Jüdi­scher Welt­kon­gress : Ver­dop­pe­lung anti­se­mi­ti­scher Angrif­fe in der Ukrai­ne

Der Tep­pich, unter den all die­se Vor­komm­nis­se bis­her auch sei­tens der Bun­des­re­gie­rung gekehrt wur­den, wird der­weil zuse­hends zur Stol­per­fal­le. Und so konn­te nun selbst das NATO-Sprach­rohr schlecht­hin, der Atlan­tic Coun­cil, nicht mehr umhin, das Nazi-Pro­blem der Ukrai­ne beim Namen zu nen­nen.

Dies lässt auf­hor­chen und dar­auf schlie­ßen, dass die Spreng­kraft der Ent­wick­lung das müh­sam ent­wi­ckel­te Nar­ra­tiv der sich gegen die “rus­si­sche Aggres­si­on” ver­tei­di­gen­den “pro-west­li­chen Ukrai­ne” zuneh­mend gefähr­det.

Die RT-Lesern schon lan­ge bekann­ten extre­mis­ti­schen Kräf­te müs­sen nun mut­maß­lich zurück­ge­pfif­fen und deren Umtrie­be zumin­dest ein­ge­dämmt wer­den. Was bis­her als “Kreml-Pro­pa­gan­da” abge­tan wur­de, stellt sich zuse­hends und offen­sicht­lich als unap­pe­tit­li­che Rea­li­tät her­aus.

Es klingt wie Kreml-Pro­pa­gan­da, ist es aber nicht”, scheint sich der Atlan­tic Coun­cil in betref­fen­dem Arti­kel daher selbst zu wun­dern.

Autor Josh Cohen ver­weist dar­auf, dass die genann­te Neo­na­zi-Trup­pe C14 vom Ukrai­ni­schen Minis­te­ri­um für Jugend und Sport finan­ziert wird, um in der Ukrai­ne “natio­nal-patrio­ti­sche Pro­jek­te” auf die Bei­ne zu stel­len. Dies und ähn­li­che wei­te­re Ent­wick­lun­gen stün­den für ein “gefähr­li­ches Bei­spiel für eine still­schwei­gen­de Akzep­tanz oder sogar Ermu­ti­gung der wach­sen­den Geset­zes­lo­sig­keit der rechts­ex­tre­men Grup­pen, wil­lens Gewalt gegen die­je­ni­gen ein­zu­set­zen, die sie nicht mögen, durch die Staats­or­ga­ne”.

Was bis­lang nicht nur von wenig objek­ti­ven Ukrai­ne-Akti­vis­ten wie Rebec­ca Harms, Ver­tre­tern einer ver­meint­li­chen “libe­ra­len Moder­ne” wie Ralf Fücks und ande­ren uner­schro­cke­nen Trans­at­lan­ti­kern wütend als “rus­si­sche Des­in­for­ma­ti­on” ins Reich der “asym­me­tri­schen Kriegs­füh­rung” Mos­kaus ver­bannt wur­de, wird nun nüch­tern dar­ge­legt.

So wird kon­sta­tiert, dass sich die Aus­fäl­le und Gewalt­aus­brü­che kei­nes­wegs auf Roma beschrän­ken. So wur­den “anti­fa­schis­ti­sche Demons­tra­tio­nen, Stadt­rats­tref­fen, eine Ver­an­stal­tung von Amnes­ty Inter­na­tio­nal, Kunst­aus­stel­lun­gen, LGBT-Ver­an­stal­tun­gen und Umwelt­ak­ti­vis­ten” eben­falls Opfer von C14, der Asow-Miliz, Swo­bo­das, des Rech­ten Sek­tors und Co.

Am 8. März grif­fen gewalt­tä­ti­ge Grup­pie­run­gen in der gesam­ten Ukrai­ne Demons­tran­tin­nen zum Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag an. Nur in weni­gen Fäl­len schritt die Poli­zei ein, um die­se Angrif­fe zu unter­bin­den, und in man­chen Fäl­len ver­ha­fe­te­ten die Sicher­heits­kräf­te fried­li­che Demon­tran­ten statt der Angrei­fer”, hält Cohen fest.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt ? Wohl kaum, gehör­ten die rechts­ex­tre­men Ultra­na­tio­na­lis­ten doch bereits zum geo­po­li­ti­schen Kal­kül, der zum “Mai­dan” und schließ­lich zum Staats­streich in der Ukrai­ne führ­te. Es dürf­te also nun nicht um sehr viel mehr gehen als dar­um, die Geis­ter die man rief, zumin­dest an die Ket­te zu neh­men. Zu wich­tig ist die Ukrai­ne als mili­tan­te Speer­spit­ze, um das Zerr­bild des “aggre­si­ven Russ­land” auf­recht­erhal­ten zu kön­nen, und zu vie­le Mil­li­ar­den wur­den dem kor­rup­ten Poro­schen­ko-Régime schon in den Rachen gewor­fen, um das natio­na­lis­ti­sche Kiew-Sys­tem jetzt fal­len zu las­sen.

Mehr zum The­ma — Babt­schen­ko-Gate : Kiews Todes­lis­te von Jour­na­lis­ten — Cui bono ?

Nicht ohne Grund ent­schie­den die EU-Bot­schaf­ter Ende Mai, der Ukrai­ne einen Kre­dit in Höhe von einer Mil­li­ar­de Euro zu gewäh­ren — auch ohne dass die ent­spre­chen­den Bedin­gun­gen erfüllt wur­den. Kei­ne Zwei­fel las­sen die EU-Staa­ten­len­ker daher auch an der ver­meint­li­chen Tat­sa­che auf­kom­men, dass für die erneut auf­flam­men­den Kämp­fe in der Ost­ukrai­ne und die damit ein­her­ge­hen­de Ver­let­zung der Mins­ker Ver­ein­ba­run­gen nur Mos­kau ver­ant­wort­lich zu machen ist. Von Jour­na­lis­ten­mor­den und faden­schei­ni­gen -Inhaf­tie­run­gen ganz zu schwei­gen, die kei­ne Empö­rung in der trans­at­lan­ti­schen Pres­se­land­schaft her­vor­ru­fen, kön­nen sie doch nicht Mos­kau ange­las­tet wer­den.

Exper­ten und Beob­ach­ter fürch­ten der­weil, dass der Zug bereits abge­fah­ren ist und sich der Geist des Extre­mis­mus nicht mehr an die Ket­te neh­men lässt. Der Mai­dan-Kri­ti­ker und Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Iwan Kat­scha­now­ski warn­te immer wie­der vor den Gefah­ren der Ver­harm­lo­sung des ukrai­ni­schen Ultra­na­tio­na­lis­mus. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de twit­ter­te er :

Rechts­ex­tre­me Gewalt wur­de in der Ukrai­ne nor­ma­li­siert und ver­brei­tet, nach­dem sie bei gewalt­tä­ti­gen Angrif­fen wäh­rend des Mai­dan, den Ode­sa-Mas­sa­kern (sic!), dem Krieg im Don­bas und poli­ti­schen Mor­den eine ent­schei­den­de Rol­le spiel­ten. Aber west­li­che Regie­run­gen und Medi­en haben sich ent­schie­den, dies zu leug­nen und zu igno­rie­ren. Jetzt ist es zu spät.

Bei dem jüngs­ten Angriff in der Ukrai­ne durch Ultra­na­tio­na­lis­ten han­delt es sich nach Ein­schät­zung des Zen­tral­rat Deut­scher Sin­ti und Roma in Hei­del­berg um das ins­ge­samt “fünf­te Pogrom von rechts­ex­tre­men Grup­pen gegen Roma” wäh­rend der ver­gan­ge­nen bei­den Mona­te. Dabei wür­den die Über­fal­le teil­wei­se gefilmt und ins Inter­net gestellt.

Es scheint, als ob Mor­de und Gewalt­ta­ten gegen Roma in der Ukrai­ne und in Euro­pa zur Nor­ma­li­tät wer­den sol­len”, kri­ti­sier­te der Zen­tral­rats­vor­sit­zen­de Roma­ni Rose.

Der­weil will der ukrai­ni­sche Inlands­ge­heim­dienst SBU Indi­zi­en dafür gefun­den haben, dass in dem jüngs­ten Über­fall auf ein Roma-Lager die Spur, wie könn­te es anders sein, nach Russ­land füh­re.

RT Deutsch


Keine neue “Aquarius”: Spanien lehnt Aufnahme der “Lifeline” ab


Zwar wol­le das Land ein huma­ni­tä­res Gesicht zei­gen, wie es durch die Auf­nah­me der Flücht­lin­ge auf dem Ret­tungs­schiff “Aqua­ri­us” gezeigt habe, mein­te Ába­los. “Aber es ist eine ande­re Sache, jetzt zur mari­ti­men Ret­tungs­or­ga­ni­sa­ti­on für ganz Euro­pa zu wer­den”, beton­te der Poli­ti­ker, der für die Häfen in Spa­ni­en ver­ant­wort­lich ist.

Die Bür­ger­meis­te­rin von Bar­ce­lo­na, Ada Colau, hat­te am Sonn­tag ange­bo­ten, als “siche­rer Hafen” für Flücht­lin­ge zu die­nen. “Ja, wir haben Häfen, Bar­ce­lo­na, Valen­cia, Pal­ma. Aber Spa­ni­en kann die­se Ver­ant­wor­tung nicht allei­ne über­neh­men”, sag­te Ába­los dazu.

Mehr zum The­ma - Flücht­lings­dra­ma und Streit um Beflag­gung : Ita­li­en droht, Ret­tungs­schif­fe zu beschlag­nah­men

Die “Life­li­ne” — ein Schiff der Dresd­ner Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Mis­si­on Life­li­ne — hat­te am Don­ners­tag die Flücht­lin­ge geret­tet. Jedoch hat sich bis­her kein Land bereit erklärt, dem Ret­tungs­schiff einen Hafen zu öff­nen. Es liegt der­zeit in der Nähe von Mal­ta. Am Sonn­tag waren erneut mehr als 1.000 Migran­ten in meh­re­ren Boo­ten vor der liby­schen Küs­te ent­deckt wor­den. (dpa)

RT Deutsch


Keine US-Dollars mehr : Russland und Indien wollen US-Währung bei Rüstungsgeschäften ersetzen


Die Zei­tung berich­tet, dass US-Sank­tio­nen zwei Mil­li­ar­den US-Dol­lar in Ver­tei­di­gungs­ge­schäf­ten zwi­schen Russ­land und Indi­en fak­tisch ein­ge­fro­ren haben, da die Zah­lun­gen ste­cken blei­ben. Die Län­der ver­su­chen dies zu ver­mei­den, indem sie auf Abrech­nun­gen in Lan­des­wäh­run­gen umstel­len und den US-Dol­lar fal­len las­sen.

Indi­en ist einer der größ­ten Abneh­mer von Rüs­tungs­gü­tern aus Russ­land. Seit den 1960er Jah­ren unter­zeich­ne­ten die bei­den Län­der Mili­tär­ver­trä­ge im Wert von 65 Mil­li­ar­den US-Dol­lar.

Heu­te wer­den die aktu­el­len Han­dels­ab­kom­men zwi­schen den Län­dern auf zwölf Mil­li­ar­den US-Dol­lar geschätzt. Indi­en ist bereit, das rus­si­sche Luft­ver­tei­di­gungs­sys­tem S-400 in einem fünf-Mil­li­ar­den-US-Dol­lar-Deal zu kau­fen. Dem Ver­kauf stel­len sich jedoch die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, die eben­falls ver­su­chen, ein ähn­li­ches Abkom­men zwi­schen Russ­land und der Tür­kei zu ver­hin­dern, ent­ge­gen.

Rüs­tungs­ge­schäf­te zwi­schen Russ­land und Indi­en wer­den der­zeit in US-Dol­lar abge­wi­ckelt. Die bei­den Län­der dis­ku­tier­ten bereits ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten zur Umge­hung von US-Sank­tio­nen. Die zukünf­ti­gen Trans­ak­tio­nen könn­ten in den Lan­des­wäh­run­gen mit Ori­en­tie­rung am Wech­sel­kurs einer Dritt­wäh­rung, wie zum Bei­spiel dem Sin­ga­pur-Dol­lar, als Ver­gleichs­maß­stab, abge­wi­ckelt wer­den. Laut inter­nen Quel­len wür­den Gesprä­che zwi­schen der Vija­ya Bank und der Indi­an Bank auf indi­scher Sei­te und Russ­lands füh­ren­dem Kre­dit­ge­ber Sber­bank geführt. Kei­ne der Ban­ken hat bis­her zu dem Deal zuge­stimmt.

Eine Opti­on, die heu­te aus­ge­schlos­sen ist, sei das Zah­len in US-Dol­lar an nicht sank­tio­nier­te rus­si­sche Unter­neh­men.

Die­se Opti­on wur­de abge­lehnt, da sie vie­le Rechts- und Prü­fungs­fra­gen auf­ge­wor­fen hät­te, zumal Rüs­tungs­ge­schäf­te sehr genau betrach­tet wer­den. Nie­mand woll­te ein Risi­ko ein­ge­hen”,

erklär­te ein an den Gesprä­chen betei­lig­ter Spit­zen­be­am­ter der indi­schen Tages­zei­tung.

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Fake News” im Visier : Keine Algorithmen mehr — Facebook setzt wieder auf menschliche Zensoren


Das Unter­neh­men hat ent­spre­chen­de Stel­len­aus­schrei­bun­gen hoch­ge­la­den. Die Auf­ga­be der neu­en Mit­ar­bei­ter ist es, Wahr­heit und Dich­tung zu unter­schei­den. Auf wel­cher Grund­la­ge das erfol­gen soll, ist unklar. Gesucht wer­den “Indi­vi­du­en mit Lei­den­schaft für Jour­na­lis­mus und, die an die Face­book-Mis­si­on glau­ben, Men­schen mit­ein­an­der zu ver­bin­den”. 

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