Gastbeitrag von Sergei Lawrow : Der Zweite Weltkrieg und die Verdrehungen des Westens


Der Mai ist vor­bei, Feu­er­werk und Salut­sal­ven sind ver­hallt, das Land und die Welt haben den Tag des Sie­ges gefei­ert. Ein Fest der Front­ve­te­ra­nen, der Arbei­ter, die im Hin­ter­land die Indus­trie auf­rech­ter­hiel­ten, unse­res gan­zen Vol­kes und ande­rer Sie­ger­na­tio­nen. Am Roten Platz fand eine majes­tä­ti­sche Para­de statt, am ‘Grab­mal des Unbe­kann­ten Sol­da­ten’ wur­den Krän­ze nie­der­ge­legt. Erneut fan­den nicht nur in Russ­land, son­dern auch in ande­ren Län­dern die Gedenk­mär­sche des Unsterb­li­chen Regi­ments statt, einer Bür­ger­initia­ti­ve, die wirk­lich glo­ba­le Aus­ma­ße erhal­ten hat. Hun­dert­tau­sen­de rus­si­sche Bür­ger, im Aus­land ansäs­si­ge Rus­sen und Ver­tre­ter ande­rer Natio­nen haben dar­an teil­ge­nom­men – alle, für die das Andenken an den Sieg und an jene, die uns ihm näher brach­ten, wert­voll ist.

Es steht noch ein Datum bevor : der 22. Juni, der Tag des Geden­kens und der Trau­er für die Opfer des Gro­ßen Vater­län­di­schen Krie­ges. Wir wer­den uns an die­je­ni­gen erin­nern, die in den Kämp­fen gefal­len sind, in Gefan­gen­schaft und in den Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern zu Tode gemar­tert wur­den, vor Hun­ger und an den Las­ten der Kriegs­zeit gestor­ben sind. Auch die Vor­be­rei­tung auf die Fei­er des 75. Jah­res­ta­ges des Sie­ges im nächs­ten Jahr beginnt. Eine Fei­er, die zwei­fel­los dem Maß­stab der Hel­den­ta­ten und dem gro­ßen Geist aller Hel­den jenes Krie­ges gerecht wer­den wird. Und es kom­men unwill­kür­lich Gedan­ken auf : Was bedeu­tet der 9. Mai für die Völ­ker, die an der Schwel­le der Ver­nich­tung stan­den ? Und war­um stößt er bei eini­gen auf so viel Miss­mut ?

Für mich als Ver­tre­ter der ers­ten Nach­kriegs­ge­nera­ti­on, die mit den Erzäh­lun­gen der Front­heim­keh­rer, den Fami­li­en­ge­schich­ten über den Krieg groß gewor­den ist, sind die Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen klar. Die Völ­ker der Sowjet­uni­on und ande­rer Län­der waren zum Objekt der men­schen­feind­li­chen nazis­ti­schen Ideo­lo­gie und danach auch Opfer einer Aggres­si­on durch die mäch­tigs­te, am bes­ten orga­ni­sier­te und höchst­mo­ti­vier­te Mili­tär­ma­schi­ne­rie jener Zeit gewor­den. Durch kolos­sa­le Opfer leis­te­te die Sowjet­uni­on den ent­schei­den­den Bei­trag zur Zer­schla­gung von Hit­ler-Deutsch­land und befrei­te Euro­pa gemein­sam mit den Alli­ier­ten von der Nazi-Pest. Der Sieg leg­te das Fun­da­ment für die Nach­kriegs-Welt­ord­nung, die auf kol­lek­ti­ver Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Staa­ten beruh­te, und öff­ne­te den Weg zur Grün­dung der UNO. So sind die Tat­sa­chen.

Doch lei­der ist gar nicht für alle in der Welt das Andenken an die­sen Sieg hei­lig. Trau­rig ist, dass auch in Russ­land eini­ge die Mythen auf­grei­fen, die von den­je­ni­gen ver­brei­tet wer­den, die die­ses Andenken ger­ne begra­ben wür­den, und glau­ben, dass es Zeit sei, auf die fei­er­li­chen Ver­an­stal­tun­gen zum Tag des Sie­ges zu ver­zich­ten. Je fort­ge­schrit­te­ner die Zahl der Jah­res­ta­ge, des­to häu­fi­ger sto­ßen wir auf his­to­ri­sche Unkennt­nis.

Wie bit­ter es auch ist, sich des­sen bewusst zu wer­den, sehen wir Ver­su­che, die Hel­den in Ver­ruf zu brin­gen und künst­lich Zwei­fel an der Rich­tig­keit des Weges zu schü­ren, den unse­re Vor­fah­ren gegan­gen sind. Im Aus­land und auch in Russ­land ist bis­wei­len zu hören, dass in Russ­land eine Mili­ta­ri­sie­rung des öffent­li­chen Bewusst­seins im Gan­ge sei und die Para­den und Gedenk­mär­sche am Tag des Sie­ges nichts ande­res sei­en als ein Ansta­cheln krie­ge­ri­scher und mili­ta­ris­ti­scher Stim­mun­gen auf Staats­ebe­ne. Damit ver­wer­fe Russ­land angeb­lich den Huma­nis­mus und die Wer­te der “zivi­li­sier­ten” Welt. Und die Län­der Euro­pas hät­ten angeb­lich all die “eins­ti­gen Zwis­te” ver­ges­sen, sich unter­ein­an­der ver­söhnt und bau­ten “tole­ran­te” Bezie­hun­gen “mit Blick in die Zukunft” auf.

Jene, die uns mit Miss­gunst anse­hen, wol­len die Rol­le der Sowjet­uni­on im Zwei­ten Welt­krieg her­ab­set­zen. Wenn sie die UdSSR auch nicht als Haupt­schul­di­gen am Krieg dar­stel­len, so doch als Aggres­sor auf glei­cher Ebe­ne mit Nazi-Deutsch­land, und brin­gen immer wie­der The­sen über die “glei­che Ver­ant­wor­tung” an die Ober­flä­che. Die nazis­ti­sche Besat­zung, die Dut­zen­de Mil­lio­nen Leben gekos­tet hat, die Ver­bre­chen der Kol­la­bo­ra­teu­re und die Befrei­ungs­mis­si­on der Roten Armee wer­den auf zyni­sche Wei­se gleich­ge­setzt. Den Hand­lan­gern der Nazis wer­den Denk­mä­ler gesetzt.

Zur glei­chen Zeit wer­den Denk­mä­ler für die Sol­da­ten der befrei­en­den Armee sowie Sol­da­ten­grä­ber in ein­zel­nen Län­dern geschän­det und zer­stört. Ich möch­te an Fol­gen­des erin­nern : Das Nürn­ber­ger Tri­bu­nal, des­sen Ent­schei­dun­gen ein unab­ding­ba­rer Teil des Völ­ker­rechts gewor­den sind, hat klar bestimmt, wer auf der Sei­te des Guten und wer auf der Sei­te des Bösen stand. Im ers­ten Fall ist das die Sowjet­uni­on, die Mil­lio­nen Leben ihrer Söh­ne und Töch­ter auf dem Altar des Sie­ges nie­der­leg­te, sowie die ande­ren Teil­neh­mer­staa­ten der Anti-Hit­ler-Koali­ti­on. Im zwei­ten Fall sind das das ‘Drit­te Reich’, die Län­der der ‘Ach­sen-Mäch­te’ und deren Hel­fer, unter ande­rem auch in den besetz­ten Gebie­ten.

Doch in das west­li­che Bil­dungs­sys­tem wer­den fal­sche Deu­tun­gen der Geschich­te ein­ge­scho­ben. Da fin­den Mys­ti­fi­zie­run­gen und pseudo­his­to­ri­sche Theo­ri­en neu­er­lich Ver­brei­tung, die die Hel­den­ta­ten unse­rer Vor­fah­ren her­ab­set­zen sol­len. Die Jugend­li­chen wer­den davon über­zeugt, dass die wich­tigs­te Leis­tung zum Sieg über den Faschis­mus und zur Befrei­ung Euro­pas nicht den sowje­ti­schen Trup­pen, son­dern dem ‘Wes­ten’ – dank der Lan­dung in der Nor­man­die, erst weni­ger als ein Jahr vor der Zer­schla­gung des Faschis­mus – gehö­re.

Wir ehren den Bei­trag aller Ver­bün­de­ten in jenem Krieg hei­lig und betrach­ten die Ver­su­che, einen Keil zwi­schen uns zu trei­ben, als schänd­lich. Doch mögen sich die Geschichts­fäl­scher noch so viel Mühe geben : Das Feu­er der Wahr­heit ist nicht zu löschen. Es waren die Völ­ker der Sowjet­uni­on, die dem Drit­ten Reich das Rück­grat bra­chen. Das ist Tat­sa­che.

Auch die Anfein­dun­gen gegen den Tag des Sie­ges an sich und gegen die Fei­er zu Ehren der gro­ßen Hel­den­tat der­je­ni­gen, die den Sieg im schreck­lichs­ten Krieg errun­gen haben, sind wider­lich.

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In Euro­pa mit sei­ner berüch­tig­ten poli­ti­schen Kor­rekt­heit bemüht man sich, “die schar­fen Kan­ten der Geschich­te” zu glät­ten, mili­tä­ri­sche Ehren für die Sie­ger durch “neu­tra­le” Ver­söh­nungs­ver­an­stal­tun­gen zu erset­zen. Zwei­fel­los muss man nach vor­ne bli­cken, doch die Leh­ren aus der Geschich­te dür­fen nicht ver­ges­sen wer­den.

Weni­ge küm­mer­ten sich dar­um, dass das Régime des vor kur­zem abge­dank­ten Prä­si­den­ten Poro­schen­ko in der Ukrai­ne die “euro­päi­sche Wer­te” anstrebt und den Grün­dungs­tag der Ukrai­ni­schen Auf­stands­ar­mee zum Staats­fei­er­tag erklärt hat­te – einer ver­bre­che­ri­schen Orga­ni­sa­ti­on, die die Schuld am Tode Zehn­tau­sen­der fried­li­cher Ukrai­ner, Weiß­rus­sen, Rus­sen, Polen und Juden trägt (in Isra­el, des­sen Volk den Holo­caust über­lebt hat, ist der 9. Mai als Tag des Sie­ges offi­zi­ell zum Fei­er­tag erklärt wor­den).

Ande­re ekla­tan­te Bei­spie­le aus unse­ren Nach­bar­staa­ten : Fackel­zü­ge nach Art Nazi-Deutsch­lands, die die neu­en Nach­fol­ger von Ste­pan Ban­de­ra in den zen­tra­len Stra­ßen der Hel­den­stadt Kiew ver­an­stal­ten, sowie die Auf­mär­sche von Vete­ra­nen und Fans der Waf­fen-SS in Riga und Tal­linn. Man möch­te den­je­ni­gen, die an den Trä­nen unse­rer Vete­ra­nen bei den Para­den kein Gefal­len fin­den oder die “mili­tä­ri­schen” Ver­an­stal­tun­gen zu Ehren des Sie­ges kri­ti­sie­ren, die Fra­ge stel­len : Wie fin­det Ihr solch eine “Demi­li­ta­ri­sie­rung” des Bewusst­seins auf ‘euro­päi­sche’ Art ?

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Natür­lich gibt das nie­mand zu, doch die Tat­sa­chen lie­gen auf der Hand : Sowohl die USA als auch die NATO und die EU ver­zei­hen ihren jün­ge­ren Part­nern, die durch offe­nen Russ­land­hass Kar­rie­re machen, aller­hand. Die­se Kerl­chen wer­den zwecks Bewah­rung der auf anti­rus­si­schen Posi­tio­nen ste­hen­den west­li­chen Alli­an­zen und zwecks Ver­zicht auf gleich­be­rech­tig­ten prag­ma­ti­schen Dia­log mit Mos­kau aus­ge­nutzt. Des­we­gen wird in ihrem Fall ein Auge zuge­drückt, unter ande­rem bei der Ver­herr­li­chung von Nazi-Hand­lan­gern und beim ein­ge­fleisch­ten Chau­vi­nis­mus gegen Rus­sen und ande­re natio­na­le Min­der­hei­ten.

Außer­dem ent­steht bis­wei­len der Ein­druck, dass der Zweck die­ser Mil­de des Wes­tens ist, die­je­ni­gen von der Ver­ant­wor­tung zu befrei­en, die durch die Abspra­che mit Hit­ler in Mün­chen 1938 ver­sucht hat­ten, die faschis­ti­sche Aggres­si­on nach Osten zu len­ken. Der Wunsch vie­ler in Euro­pa, die­se beschä­men­de Sei­te ihrer Geschich­te neu zu schrei­ben, ist wohl ver­ständ­lich. Denn dadurch began­nen die Wirt­schaf­ten meh­re­rer Län­der des kon­ti­nen­ta­len Euro­pas, für das Drit­te Reich zu arbei­ten, und der Staats­ap­pa­rat von vie­len derer nahm an dem von den Nazis ent­fes­sel­ten Völ­ker­mord an den Rus­sen, Juden und ande­ren Völ­kern teil.

Es ist wohl kein Zufall, dass die EU- und NATO-Mit­glie­der regel­mä­ßig die Unter­stüt­zung für die durch Russ­land initi­ier­te Reso­lu­ti­on der UNO-Gene­ral­ver­samm­lung über die Unzu­läs­sig­keit der Heroi­sie­rung des Nazis­mus ver­weh­ren. Und ein “alter­na­ti­ver Blick” der west­li­chen Diplo­ma­ten auf den Zwei­ten Welt­krieg stammt offen­sicht­lich auch gar nicht von schlech­ten Geschichts­kennt­nis­sen (obwohl es damit auch Pro­ble­me gibt). Es sei dar­auf hin­ge­wie­sen, dass selbst wäh­rend des “Kal­ten Krie­ges” solch ein Fre­vel nicht zu sehen war, obwohl die ideo­lo­gi­sche Kon­fron­ta­ti­on dem ers­ten Anschein nach dazu hät­te ver­lei­ten kön­nen.

Weni­ge trau­ten sich, die ent­schei­den­de Rol­le der Sowjet­uni­on an unse­rem gemein­sa­men Sieg und die Auto­ri­tät, die unser Land in der Nach­kriegs­zeit hat­te, in Fra­ge zu stel­len. Und das hat­ten auch unse­re west­li­chen Ver­bün­de­ten ohne Vor­be­halt aner­kannt. Nie­mand ande­rer als sie selbst initi­ier­te übri­gens die Auf­tei­lung Euro­pas in “Ver­ant­wor­tungs­zo­nen”, und das erst 1944, als Win­ston Chur­chill bei den Ver­hand­lun­gen zwi­schen Groß­bri­tan­ni­en und der Sowjet­uni­on Josef Sta­lin die Fra­ge danach stell­te.

So, wie die west­li­chen Poli­ti­ker und Pro­pa­gan­dis­ten heu­te die Ver­gan­gen­heit ver­zer­ren, wol­len sie bei der Öffent­lich­keit Zwei­fel säen an der Gerech­tig­keit der Welt­ord­nung, die in der UNO-Char­ta als Ergeb­nis des Zwei­ten Welt­krie­ges ver­an­kert wur­de. Ein Kurs auf das Unter­gra­ben des exis­tie­ren­den Völ­ker­rechts­sys­tems und des­sen Ersatz durch eine gewis­se “regel­ge­stütz­te Ord­nung” ist ein­ge­schla­gen wor­den. Doch die­se Ord­nung will man auf dem Grund­satz “der Stär­ke­re hat immer Recht”, also nach dem “Gesetz des Dschun­gels” erschaf­fen.

Das betrifft in ers­ter Linie die USA und die ame­ri­ka­ni­schen Beson­der­hei­ten bei der Wahr­neh­mung der Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts. Dort ist immer noch die Vor­stel­lung von “zwei guten Krie­gen” ver­brei­tet, in deren Ver­lauf die USA sich mili­tä­ri­sche Domi­nanz in West­eu­ro­pa und in einer Rei­he von ande­ren Regio­nen der Welt ver­schaff­ten, Selbst­ver­trau­en auf­bau­ten, einen Wirt­schafts­boom erleb­ten und so zu einer der füh­ren­den Welt­mäch­te auf­ge­stie­gen sind.

Die Ame­ri­ka­ner arbei­ten nicht weni­ger enthu­si­as­tisch als die Euro­pä­er am Bild eines “mili­ta­ris­ti­schen Russ­lands”. Doch der Groß­teil ihrer eige­nen Geschich­te ist ein Bei­spiel end­lo­ser Erobe­rungs­krie­ge. In den 243 Jah­ren des ame­ri­ka­ni­schen Exzep­tio­na­lis­mus ist Inter­ven­tio­nis­mus zum unab­ding­ba­ren Teil von Washing­tons Außen­po­li­tik gewor­den. Mehr noch : Die poli­ti­sche Éli­te der USA sieht die Anwen­dung von Gewalt als natür­li­ches Ele­ment der “Diplo­ma­tie des Zwangs” (coer­ci­ve diplo­ma­cy) an, das eine brei­te Palet­te von Auf­ga­ben, unter ande­rem in der Innen­po­li­tik, lösen soll.

Kei­ne Wahl­kam­pa­gne in den USA kommt ohne Epi­so­den aus, in denen die Kan­di­da­ten sich als Ober­be­fehls­ha­ber insze­nie­ren. Die Bereit­schaft, bei jedem Anlass Gewalt anzu­wen­den, gilt für einen ame­ri­ka­ni­schen Poli­ti­ker als Tugend­be­weis. Es gibt zahl­rei­che Bei­spie­le, wie sol­che Ste­reo­ty­pe zu pas­sen­den Anläs­sen ver­wirk­licht wur­den : 1983 in Gre­na­da, 1989 in Pana­ma, 1999 in Jugo­sla­wi­en oder 2003 im Irak. Dabei ehrt Ame­ri­ka sei­ne gefal­le­nen Sol­da­ten, egal für wel­che Sache sie in den Krieg gezo­gen sind. Und es fei­ert im Mai den Memo­ri­al Day mit Mari­ne­pa­ra­den und Flug­schau­en unter Teil­nah­me wei­te­ren Mili­tär­ge­rä­tes in ver­schie­de­nen Städ­ten. Doch ein Ver­dacht, dass dies “mili­ta­ris­tisch” sei, kommt bei nie­man­dem auf.

Wir aber wer­den im Kern dafür ange­klagt, dass wir uns an unse­re Väter und Groß­vä­ter erin­nern, die in einem hei­li­gen Befrei­ungs­krieg ihr Leben las­sen muss­ten, dass wir ihnen mili­tä­ri­sche Ehren­z­e­re­mo­ni­en zol­len und den Tag des Sie­ges mas­siv und stolz fei­ern. Hat etwa Russ­land oder die Sowjet­uni­on zwei Welt­krie­ge ent­facht ? Hat etwa Russ­land ein weit­rei­chen­des Netz von Mili­tär­stütz­punk­ten auf­ge­baut, die zur Kon­trol­le über die gan­ze Welt geschaf­fen wor­den sind ?

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Für die Diplo­ma­ten und Poli­ti­ker ist der 9. Mai außer­dem noch ein Anlass, sich dar­an zu erin­nern, dass die Staa­ten der Anti-Hit­ler-Koali­ti­on sich 1945 als Ver­ein­te Natio­nen bezeich­ne­ten. In den Kriegs­jah­ren stan­den sie Schul­ter an Schul­ter neben­ein­an­der. Sie lei­te­ten ark­ti­sche Kon­vois durch das Meer, umarm­ten sich brü­der­lich an der Elbe. Fran­zö­si­sche Flie­ger des Nor­man­die-Nje­men-Jagd­ge­schwa­ders bekämpf­ten den Feind an der sowje­tisch-deut­schen Front. Das Bewusst­sein, dass die men­schen­feind­li­che Ideo­lo­gie des ‘Natio­nal­so­zia­lis­mus’ eine Bedro­hung für alle dar­stel­le, half den Staa­ten mit ver­schie­de­nen poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Model­len, die Gegen­sät­ze bei­sei­te zu schie­ben. Was sie ver­band, war der Glau­be, dass der Sieg über Nazi-Deutsch­land den Tri­umph der Gerech­tig­keit und den Sieg des Lichts über das Dun­kel bedeu­ten wür­de.

Nach Kriegs­en­de haben die Alli­ier­ten eine neue Archi­tek­tur der inter­na­tio­na­len Bezie­hun­gen um das Ide­al der gleich­be­rech­tig­ten Zusam­men­ar­beit zwi­schen sou­ve­rä­nen Staa­ten auf­ge­baut. Die Schaf­fung der UNO soll­te gewähr­leis­ten, dass das trau­ri­ge Schick­sal der Vor­gän­ger­or­ga­ni­sa­ti­on, des Völ­ker­bun­des, sich nicht wie­der­ho­len wür­de. Die Grün­der hat­ten sich die Leh­ren der Geschich­te sehr gut ein­ge­prägt : Ohne “ein Kon­zert der Groß­mäch­te”, also Ein­tracht zwi­schen den füh­ren­den Län­dern des Pla­ne­ten, die die stän­di­gen Posi­tio­nen im Sicher­heits­rat ein­ge­nom­men haben, kann die Welt nicht sta­bil sein. Auch wir müs­sen uns heu­te von ihrem Ver­mächt­nis lei­ten las­sen.

Bei den fei­er­li­chen Ver­an­stal­tun­gen zum Tag des Sie­ges haben wir in die­sem Jahr noch ein­mal allen gesagt, die es hören wol­len : “Ja, wir sind bereit, genau­so ent­schie­den wie unse­re Vor­fah­ren, jedem Aggres­sor ent­ge­gen­zu­wir­ken. Doch die Rus­sen wol­len kei­nen Krieg, kei­ne Wie­der­ho­lung der Schre­cken und Lei­den”. Die his­to­ri­sche Mis­si­on unse­res Vol­kes ist es, den Frie­den zu beschüt­zen. Jenen Frie­den, den wir bewah­ren wol­len.

Des­we­gen rei­chen wir allen die Hand, die gute Part­ner sein wol­len. Die west­li­chen Kol­le­gen haben seit lan­gem unse­re Vor­schlä­ge bekom­men, die rea­lis­ti­sche Wege zur Über­win­dung der Kon­fron­ta­ti­on eröff­nen und eine zuver­läs­si­ge Abwehr gegen alle schaf­fen kön­nen, die die Mög­lich­keit eines Atom­kriegs zulas­sen. Sie wer­den durch den Appell der Mit­glieds­staa­ten des Ver­trags über kol­lek­ti­ve Sicher­heit an die Nord­at­lan­ti­sche Alli­anz vom Mai die­ses Jah­res bekräf­tigt, einen pro­fes­sio­nel­len ent­po­li­ti­sier­ten Dia­log unter Fach­leu­ten über die stra­te­gi­sche Sta­bi­li­tät zu begin­nen.

Ich bin sicher, dass die Bür­ger Russ­lands und ande­rer Län­der mit Gedan­ken an den Frie­den die Para­den zum 75. Jah­res­tag des Gro­ßen Sie­ges am 9. Mai 2020 anschau­en und in den Rei­hen des Unsterb­li­chen Regi­ments mit Sankt-Georgs-Bän­dern an der Brust auf die Stra­ßen gehen wer­den. Das Andenken an die­je­ni­gen, die im Kampf gegen die Fein­de der Hei­mat und der gesam­ten mensch­li­chen Zivi­li­sa­ti­on gefal­len sind, ist leben­dig, solan­ge die gro­ße Fei­er der sieg­rei­chen Völ­ker, die­ser Fei­er­tag der Ret­tung und der Befrei­ung, mit uns ver­weilt. Wir müs­sen uns für die Aus­ma­ße die­ser Fei­er nicht schä­men.

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

Mehr zum The­ma — Unsterb­li­ches Regi­ment – Men­schen mar­schie­ren welt­weit gegen das Ver­ges­sen und für den Frie­den

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Lawrow : Ultimaten werden das Problem der koreanischen Halbinsel nicht lösen


Die Fra­ge der korea­ni­schen Halb­in­sel soll­te im Dia­log gelöst wer­den, Ulti­ma­ten kön­nen nicht zu einer Lösung bei­tra­gen. Das erklär­te der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gei Law­row am Don­ners­tag nach den “2+2”-Gesprächen zwi­schen den rus­si­schen und japa­ni­schen Außen- und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­tern. Er beton­te :

Unse­re Hal­tung zur Situa­ti­on auf der korea­ni­schen Halb­in­sel lie­gen nah bei ein­an­der. Wir befür­wor­ten sei­ne voll­stän­di­ge Denu­kle­a­ri­sie­rung.

Die Pro­ble­me der Halb­in­sel soll­ten in ihrer Gesamt­heit gelöst wer­den, sowohl durch den Dia­log zwi­schen den USA und Nord­ko­rea, zwi­schen Nord- und Süd­ko­rea als auch im Rah­men der mul­ti­la­te­ra­len Bemü­hun­gen um die Schaf­fung einer Zone des Frie­dens und der Sicher­heit in Nord­ost­asi­en. Gleich­zei­tig ist klar, dass es, wie in jeder ande­ren Kon­flikt­si­tua­ti­on, unmög­lich ist, mit Ulti­ma­ten etwas zu errei­chen.

Der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter stell­te fest, dass gegen­sei­ti­ge Schrit­te und ein schritt­wei­ser Ansatz benö­tigt wer­den, um die Situa­ti­on zu ver­bes­sern. Er schloss mit den Wor­ten :

In Anbe­tracht des­sen haben wir unse­re japa­ni­schen Kol­le­gen mit den Vor­schlä­gen ver­traut gemacht, die von Russ­land und Chi­na unter­stützt wer­den.

Mehr zum The­ma — Span­nun­gen auf korea­ni­scher Halb­in­sel : Wla­di­mir Putin mahnt zum Dia­log zwi­schen Nord und Süd

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Lawrow und Pompeo in Sotschi : “Wollen bilaterale Kommunikatonskanäle normalisieren”


Die bei­den Chef­di­plo­ma­ten Ser­gei Law­row und Mike Pom­peo tausch­ten sich meh­re­re Stun­den über zahl­rei­che inter­na­tio­na­le Kon­flik­te aus. Sie kün­dig­ten an, im Auf­trag ihrer bei­den Staats­chefs an einer Ver­bes­se­rung ihrer belas­te­ten Bezie­hun­gen zu arbei­ten. Pom­peo beton­te nach dem drei­stün­di­gen Gespräch im Rah­men sei­nes ers­ten Russ­land-Besu­ches, dass bei­de Län­der trotz der Unei­nig­kei­ten wei­ter mit­ein­an­der spre­chen wer­den. Law­row beton­te, dass er wei­ter­hin auf kon­struk­ti­ve Gesprä­che hof­fe.

Die­ses Miss­trau­en, das wir haben, behin­dert sowohl Ihre als auch unse­re Sicher­heit”, sag­te Law­row zu sei­nem US-Kol­le­gen. “Wir müs­sen auf allen Ebe­nen unse­res Dia­logs wie­der Ver­trau­en auf­bau­en.”

Ein wich­ti­ges The­ma der bei­den Chef­di­plo­ma­ten waren die inter­na­tio­na­len Kon­flik­te. Law­row und Pom­peo spra­chen sich bei ihrem Tref­fen für eine nicht-mili­tä­ri­sche Lösung im Macht­kampf in Vene­zue­la und im Iran aus. US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo sag­te, dass sein Land kei­nen Krieg gegen den Iran wol­le.

Im Fall der Vene­zue­la-Kri­se beton­te Law­row, der Aus­weg kön­ne nur ein innen­po­li­ti­scher Dia­log sein. Eine Inter­ven­ti­on durch die USA habe nichts mit demo­kra­ti­schem Recht zu tun, sag­te der rus­si­sche Chef­di­plo­mat. Ein Macht­wech­sel kön­ne nicht mit Gewalt erreicht wer­den.

Nach dem Gespräch erklär­te Außen­mi­nis­ter Law­row, er habe sei­nem US-Kol­le­gen auch ein “inof­fi­zi­el­les Memo­ran­dum” mit Hin­wei­sen auf die Ein­mi­schung der USA in die inne­ren Ange­le­gen­hei­ten Russ­lands über­ge­ben.

Wla­di­mir Putin beton­te wäh­rend des anschlie­ßen­den Tref­fens mit Pom­peo, er wol­le die Bezie­hun­gen zu den USA wie­der voll­stän­dig her­stel­len. Der rus­si­sche Prä­si­dent stell­te fest, dass er wäh­rend eines Tele­fon­ge­sprächs mit US-Prä­si­dent Donald Trump den Ein­druck hat­te, der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent wol­le die Bezie­hun­gen und Kon­tak­te zwi­schen den bei­den Län­dern wie­der­her­stel­len und Pro­ble­me von gemein­sa­mem Inter­es­se gemein­sam lösen.

Mehr zum The­ma — “Ver­bes­se­rung der Bezie­hun­gen zu Russ­land im Inter­es­se der USA”: Pom­peo trifft Putin und Law­row

(rt deutsch / dpa)

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Lawrow geht mit CNN-Reporter ins Gericht : “Das ist eine Fake-Frage”


Nach sei­nem Tref­fen mit sei­nem US-ame­ri­ka­ni­schen Amts­kol­le­gen Mike Pom­peo am Mon­tag am Ran­de des Tref­fens des Ark­ti­schen Rates in Finn­land stell­te sich Russ­lands Außen­mi­nis­ter Ser­gei Law­row den Fra­gen der Pres­se. Dabei frag­te ein CNN-Repor­ter, über wel­che “Druck­mit­tel oder Mög­lich­kei­ten” Russ­land ver­fü­ge, um eine US-Mili­tär­in­ter­ven­ti­on in Vene­zue­la auf­zu­hal­ten. Lachend erwi­der­te der rus­si­sche Chef­di­plo­mat :

Man­che bezeich­nen Ihren Sen­der CNN als ‘Fake News’, und nun stel­len Sie mir eine Fake-Fra­ge. 

Mehr zum The­ma —  “Guai­dó erhielt von Wäh­lern den Vor­zug” – Wie CNN Fake News zu Vene­zue­la ver­brei­tet

Wie­der ernst wer­dend erklär­te Law­row, dass Russ­land kate­go­risch gegen jede mili­tä­ri­sche Inter­ven­ti­on ohne Geneh­mi­gung des UN-Sicher­heits­ra­tes ist :

Aus mei­nen Kon­tak­ten mit ame­ri­ka­ni­schen, euro­päi­schen und latein­ame­ri­ka­ni­schen Kol­le­gen schlie­ße ich, dass eine rück­sichts­lo­se mili­tä­ri­sche Lösung kei­ne Anhän­ger hat. Ich hof­fe, dass die­ses Ein­ver­ständ­nis in eine prak­ti­sche Poli­tik umge­setzt wird, so dass es kei­ne mili­tä­ri­sche Lösung gibt, denn das wäre kata­stro­phal.

Auf die Fra­ge, ob auch US-Diplo­ma­ten die­se Sicht­wei­se tei­len, ant­wor­te­te Law­row mit “ja”.

Law­rows scherz­haf­te Anspie­lung auf Donald Trumps Aus­sa­gen über CNN, der den Sen­der wie­der­holt als “Fake News” bezeich­ne­te, dürf­te für CNN nur als wei­te­rer Beweis für die “Russ­land-Affä­re” des US-Prä­si­den­ten her­hal­ten. Seit Jah­ren ver­brei­tet der Sen­der die Behaup­tung, zwi­schen Mos­kau und Trump habe es Geheim­ab­spra­chen gege­ben, damit die­ser die US-Prä­si­dent­schafts­wah­len 2016 gewinnt. Ver­gan­ge­nen Monat hat­te der Son­der­er­mitt­ler Robert Muel­ler sei­nen Bericht ver­öf­fent­licht, der den US-Prä­si­den­ten von die­sem Vor­wurf frei­spricht.

Bereits in der Ver­gan­gen­heit hat­te Law­row CNN für sei­ne Russ­land-Bericht­erstat­tung scharf kri­ti­siert. Auf die Fra­ge eines Repor­ters zu einem CNN-Bericht aus dem Jahr 2017, laut dem rus­si­sche Hacker die dama­li­ge Kri­se zwi­schen Katar und den USA aus­ge­löst hät­ten, erwi­der­te der Außen­mi­nis­ter :

Die­se Fern­seh­an­stalt hat wie­der ein­mal einen Schritt unter­nom­men, um ihrer Repu­ta­ti­on als unab­hän­gi­ger und objek­ti­ver Pres­se­ka­nal wei­te­ren Scha­den zuzu­fü­gen. (…) Tat­säch­lich han­delt es sich bei die­sem Kanal um Mas­sen-Des­in­for­ma­ti­on. Die­ser Fern­seh­sen­der war­tet mit Span­nung auf eine trü­be Geschich­te oder einen Skan­dal, um dann auto­ma­tisch – ohne schlüs­si­ge Bewei­se – Russ­land anzu­krei­den. Es ist scha­de, dass CNN den eige­nen Ruf so müh­sam zer­stört.

Mehr zum The­ma — Rus­si­sche Hacker nun auch hin­ter Katar-Kri­se ver­mu­tet : Lesern in deut­schen Foren platzt der Kra­gen

RT Deutsch


Lawrow : USA wissen, was russische Militärspezialisten in Venezuela tun


Die rus­si­sche Sei­te hat den USA erklärt, dass die sich in Vene­zue­la auf­hal­ten­den rus­si­schen Mili­tär­an­ge­hö­ri­gen die Mili­tär­tech­nik war­ten, die zuvor in die­ses Land gelie­fert wor­den war. Dies sag­te der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row am Sonn­tag.
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Nato-Nähe großes Glück für Russland ? „Herr Volker sollte lieber schweigen“ — Lawrow


Laut dem US-Son­der­ge­sand­ten für die Ukrai­ne, Kurt Vol­ker, soll­te Russ­land dar­über froh sein, dass sei­ne Nach­bar­län­der in der Nato sind. Denn Mos­kau pro­fi­tiert laut Vol­ker davon. Der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row sieht das anders.
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Lawrow : USA fabrizieren Vorwand für militärische Intervention in Venezuela


Russ­land beob­ach­te die scham­lo­sen Ver­su­che der USA, einen künst­li­chen Vor­wand für eine mili­tä­ri­sche Inter­ven­ti­on in Vene­zue­la zu schaf­fen, erklär­te der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gei Law­row nach Gesprä­chen mit sei­nen indi­schen und chi­ne­si­schen Kol­le­gen Sush­ma Swa­raj und Wang Yi. Er sag­te :

Wir beob­ach­ten auf­merk­sam die Berich­te dar­über, was dort wirk­lich pas­siert. Wir sehen, wie abso­lut dreis­te Ver­su­che unter­nom­men wur­den, künst­lich einen Vor­wand für eine mili­tä­ri­sche Inter­ven­ti­on zu schaf­fen. […] Wir hören direk­te Dro­hun­gen aus Washing­ton, dass alle Optio­nen auf dem Tisch blei­ben. Die tat­säch­li­che Umset­zung die­ser Bedro­hun­gen stellt das in Umlauf­brin­gen mili­tä­ri­scher Aus­rüs­tung und das Aus­bil­den von [US]-Spezialeinheiten dar.

Die Ver­su­che, die vene­zo­la­ni­sche Gren­ze unter dem Vor­wand der huma­ni­tä­ren Hil­fe zu durch­bre­chen, wur­den “in der Hoff­nung auf Ver­lus­te” unter­nom­men, unter­strich der Diplo­mat und füg­te hin­zu :

Dar­auf folgt unter dem bekann­ten Sze­na­rio ein hys­te­ri­sches Schrei­en und es wird ein Ver­such einer mili­tä­ri­schen Inter­ven­ti­on unter­nom­men.

Mos­kau arbei­te aktiv mit allen Län­dern zusam­men, die wegen der sich abzeich­nen­den Mili­tär­ak­ti­on besorgt sind, so Law­row. Er fuhr fort :

Es ist kein Zufall, dass die bra­si­lia­ni­sche Füh­rung bereits erklärt hat, dass sie sich nicht dar­an betei­li­gen und ihr Ter­ri­to­ri­um nicht für die US-Aggres­si­on gegen Vene­zue­la zur Ver­fü­gung stel­len wird. […] Ich glau­be, dass kein latein­ame­ri­ka­ni­sches Land, ein­schließ­lich der Mit­glie­der der so genann­ten Lima-Grup­pe, die aktiv nach einer vor­ge­zo­ge­nen Prä­si­dent­schafts­wahl ruft und [den selbst­er­nann­ten Prä­si­dent] Juan Guai­dó unter­stützt, sich für eine mili­tä­ri­sche Inter­ven­ti­on aus­spre­chen.

Der rus­si­sche Spit­zen­di­plo­mat for­der­te von den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, auf die Mei­nung der Staa­ten in der Regi­on zu hören :

Zunächst raten wir, sich auf die Ide­en des Mon­te­vi­deo-Mecha­nis­mus zu kon­zen­trie­ren, der einen lan­des­wei­ten Dia­log unter Betei­li­gung aller poli­ti­schen Kräf­te vor­sieht. […] Der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ro hat sich wie­der­holt zu einem sol­chen Dia­log bereit erklärt. Lei­der leh­nen Herr Guai­dó und sei­ne Ver­bün­de­ten die­se Vor­schlä­ge ab und for­dern nur die Ein­hal­tung ihres Ulti­ma­tums einer vor­ge­zo­ge­nen Prä­si­dent­schafts­wahl.

RT Deutsch


Westen wusste von Anfang an Bescheid“ – Lawrow über Enthüllungen zu Duma-Fakes


Der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row hat die jüngs­ten Aus­sa­gen eines Mit­ar­bei­ters des bri­ti­schen TV-Sen­ders BBC über die Insze­nie­rung der Video­auf­nah­men kom­men­tiert, die die Behand­lung von „Opfern“ der angeb­li­chen che­mi­schen Atta­cke in einem Kran­ken­haus der syri­schen Stadt Duma zei­gen.
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