Ein zynisches Spiel“ – Warum der Migrationspakt keine Lösung ist


Am 10. Dezem­ber soll der UN-Migra­ti­ons­pakt in Marok­ko unter­zeich­net wer­den. Exper­ten sind erstaunt, war­um das Abkom­men plötz­lich so umstrit­ten ist. Denn der Pakt ent­hal­te weder gro­ße Ände­run­gen noch Lösun­gen zur Migra­ti­on. Der öster­rei­chi­sche Poli­tik­be­ra­ter Gerald Knaus prä­sen­tiert statt­des­sen eine ande­re Stra­te­gie – ohne Ita­li­en und Ungarn.
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Keine militärische Lösung – Merkel mahnt Ukraine, “klug zu sein”


Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel sag­te, dass der Wes­ten Sank­tio­nen gegen Russ­land ver­hängt habe, um sich für das Völ­ker­recht ein­zu­set­zen, und füg­te hin­zu, dass sie die Asow­sche Fra­ge mit dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin auf einem bevor­ste­hen­den G20-Gip­fel bespre­chen wer­de. Eine Lösung des Kon­flikts wer­de es nur im Gespräch geben.

Es gibt kei­ne mili­tä­ri­sche Lösung,

sag­te Mer­kel bei der Eröff­nung des deutsch-ukrai­ni­schen Wirt­schafts­fo­rums. Die Ukrai­ne mahn­te sie, “klug zu sein”.

Wir ver­hän­gen kei­ne Sank­tio­nen gegen Russ­land um der Sank­tio­nen wil­len, son­dern wir ver­hän­gen Sank­tio­nen, um deut­lich zu machen, dass Län­der, auch wenn sie auf­grund ihrer ter­ri­to­ria­len Situa­ti­on Russ­land nahe­ste­hen, das Recht auf ihre eige­ne Ent­wick­lung haben”, sag­te sie auf einer deutsch-ukrai­ni­schen Kon­fe­renz in Ber­lin. “Das sind die Prin­zi­pi­en des Völ­ker­rechts.”

Nord Stream 2 bleibt

Mer­kel bekräf­tig­te ihre Bereit­schaft, zusam­men mit Frank­reich im soge­nann­ten Nor­man­die-For­mat wei­ter mit Mos­kau und Kiew zu spre­chen. Die Erfol­ge sei­en bis­her aber “sehr, sehr gering”. Die Kanz­le­rin warf Russ­land vor, nicht nur im Osten der Ukrai­ne, son­dern auch in ande­ren regio­na­len Kon­flik­ten für Insta­bi­li­tät zu sor­gen. Sie nann­te Geor­gi­en, Mol­da­wi­en, Aser­bai­dschan und Arme­ni­en. “Es gibt einen Gür­tel von Län­dern, die sich nicht so ent­wi­ckeln kön­nen, wie sie möch­ten. Davor kön­nen wir als Deut­sche nicht die Augen ver­schlie­ßen.”

Mer­kel ging auch auf ukrai­ni­sche Kri­tik am Pipe­line-Pro­jekt Nord Stream 2 von Russ­land nach Deutsch­land ein. Es müs­se sicher­ge­stellt wer­den, dass die Ukrai­ne wei­ter ein wich­ti­ges Tran­sit­land blei­be. “Sie dür­fen davon aus­ge­hen, dass wir trotz der unter­schied­li­chen Ein­schät­zung zu Nord Stream 2 mit vol­ler Kraft für die Ukrai­ne als Gas-Trans­por­teur ein­tre­ten.”

In der EU haben die Befür­wor­ter einer har­ten Hal­tung gegen Russ­land nach einem erneu­ten Auf­flam­men der Span­nun­gen mit der Ukrai­ne mehr Sank­tio­nen gefor­dert, aber der gespal­te­ne Block wer­de nicht schnell han­deln, wenn über­haupt, so mei­nen diplo­ma­ti­sche Quel­len.

(Reuters/dpa/RT)

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RT Deutsch


Nach dem Dieselgipfel : Eine Lösung im Sinne der Industrie


Der soge­nann­te Die­sel­gip­fel zwi­schen Bun­des­re­gie­rung und Auto­mo­bil­in­dus­trie am Sonn­tag­abend hat kei­ne kon­kre­ten Ergeb­nis­se gebracht. Fah­rern von Die­sel­fahr­zeu­gen der Emis­si­ons­stan­dards Euro 4 und 5 dro­hen in 65 deut­schen Städ­ten Fahr­ver­bo­te. Die Regie­rung hat sich zum Ziel gesetzt, die­se Ver­bo­te zu ver­hin­dern. Nach dem Tref­fen wur­den ver­schie­de­ne mög­li­che Ansät­ze zur Lösung der Kri­se in Umlauf gebracht.

Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er stell­te bei dem Tref­fen im Kanz­ler­amt einen Fünf-Punk­te-Plan vor, mit dem Fahr­ver­bo­te ver­mie­den wer­den sol­len. Kern die­ses Plans ist eine Umtau­sch­lö­sung, bei der die Her­stel­ler betrof­fe­ne Autos gegen sau­be­re Fahr­zeu­ge umtau­schen. Die­se soll­ten durch eine “Umtausch­prä­mie” die Dif­fe­renz beim Kauf­preis so gering wie mög­lich hal­ten. Die Her­stel­ler könn­ten Neu­wa­gen, aber auch neue­re Gebraucht­fahr­zeu­ge wie etwa Lea­sing­rück­läu­fer anbie­ten. Scheu­er lob­te das Tref­fen auf Twit­ter.

Eine tech­ni­sche Nach­rüs­tung der betrof­fe­nen Fahr­zeu­ge ist eben­falls mög­lich, soll aber auf Vor­schlag Scheu­ers auf jene Autos beschränkt blei­ben, bei denen der nach­träg­li­che Ein­bau von Stick­oxid­fil­tern tech­nisch sinn­voll sei. Dies beträ­fe nur einen klei­ne­ren Teil der betrof­fe­nen Die­sel. Nach Scheu­ers Vor­schlag soll­ten die Her­stel­ler 80 Pro­zent der Umbau­kos­ten über­neh­men, sodass die Kun­den auf Kos­ten von bis zu 600 Euro sit­zen­blei­ben könn­ten.

Ange­sichts der abseh­ba­ren Empö­rung über eine der­ar­ti­ge Belas­tung der Die­sel­fah­rer könn­te es sich hier­bei aller­dings um ein poli­ti­sches Manö­ver han­deln, mit dem sich die Umset­zung einer ande­ren Lösung als Erfolg für die Ver­brau­cher fei­ern lie­ße. Offen­bar geht es auch dar­um, die tech­ni­sche Nach­rüs­tung ins­ge­samt unat­trak­tiv erschei­nen zu las­sen.

Klar ist, dass es inner­halb der Koali­ti­on unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen gibt. Minis­ter Scheu­er steht mit der CSU für eine Umtau­sch­lö­sung. Die SPD setzt sich dage­gen in Per­son von Umwelt­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze für die tech­ni­sche Nach­rüs­tung auf Kos­ten der Her­stel­ler ein. Die CDU hat sich bis­her mit kon­kre­ten Aus­sa­gen zurück­ge­hal­ten, Gene­ral­se­kre­tä­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er hat aller­dings schon gefor­dert, dass bei den Die­sel­fah­rern kei­nes­falls “etwas hän­gen­bleibt”.

Die Inter­es­sen der Indus­trie sind klar : Sie stellt die tech­ni­sche Nach­rüs­tung als teu­er und tech­nisch pro­ble­ma­tisch dar, weil die­se Lösung für sie völ­lig unat­trak­tiv ist. Eine Umtau­sch­lö­sung dage­gen wür­de zusätz­li­chen Umsatz brin­gen, selbst wenn die Unter­neh­men für die Aus­tausch­fahr­zeu­ge tat­säch­lich nied­ri­ge­re Prei­se ansetz­ten. Mög­li­cher­wei­se ver­tritt Scheu­er auch des­halb die Umtau­sch­lö­sung, weil mit Audi und BMW zwei der Unter­neh­men ihren Sitz in Bay­ern haben.

Die idea­le Lösung aus Sicht der Auto­mo­bil­her­stel­ler wäre eine Umtau­sch­lö­sung ver­bun­den mit einer Art Neu­auf­la­ge der Abwrack­prä­mie. Dann wür­de der Steu­er­zah­ler den Kauf der neu­en Fahr­zeu­ge sub­ven­tio­nie­ren und so auf dem Groß­teil der Kos­ten für den Aus­tausch der dre­cki­gen Die­sel­fahr­zeu­ge sit­zen­blei­ben. Aller­dings hat­te Scheu­er in der Ver­gan­gen­heit eine Belas­tung der Steu­er­zah­ler aus­ge­schlos­sen.

Mehr zum The­ma — Rech­nungs­hof kri­ti­siert Regie­rung und nennt E-Auto-Prä­mie ein “Lob­by-Geschenk an die Auto­in­dus­trie”

Öko­lo­gisch betrach­tet, wäre die Umtau­sch­lö­sung kei­ne Lösung. Zwar wäre die Luft in den Städ­ten tat­säch­lich sau­be­rer, wenn dort sau­be­re­re Autos füh­ren. Aller­dings ver­schlingt die Pro­duk­ti­on von Mil­lio­nen Neu­fahr­zeu­gen gewal­ti­ge Men­gen an Res­sour­cen und Ener­gie und ver­ur­sacht gleich­zei­tig erheb­li­che Emis­sio­nen von Koh­len­di­oxid, sodass die Umwelt­bi­lanz ins­ge­samt zwei­fel­los nega­tiv wäre.

Der Koali­ti­ons­aus­schuss soll am Mon­tag nächs­ter Woche im Kanz­ler­amt ein kon­kre­tes Kon­zept beschlie­ßen. Im Moment scheint es, als müs­se sich der Ver­ur­sa­cher der Kri­se, die Auto­mo­bil­in­dus­trie, vor die­sem Ter­min kei­ne all­zu gro­ßen Sor­gen machen.

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Erdoğan besucht Putin : Gemeinsame Suche nach Lösung für Terrorproblem in Syriens Idlib


Der tür­ki­sche Prä­si­dent stell­te fest, dass Putin am 7. Sep­tem­ber eine posi­ti­ve Hal­tung an den Tag leg­te, als die bei­den Staats­prä­si­den­ten in Tehe­ran mit dem ira­ni­schen Prä­si­den­ten Hassan Rou­ha­ni über die Zukunft von Idlib dis­ku­tier­ten. “Ich hof­fe, dass [Putin] die posi­ti­ve Hal­tung auch in Zukunft fort­set­zen wird”, sag­te Erdoğan laut einem Bericht der tür­ki­schen Zei­tung Dai­ly Sabah.

Das tür­ki­sche Staats­ober­haupt füg­te hin­zu, dass alle Par­tei­en eine gemein­sa­me Koope­ra­ti­ons­ba­sis suchen müss­ten. “Das Ergeb­nis unse­res Tref­fens mit Herrn Putin wird wich­tig sein”, sag­te er am Mon­tag vor Jour­na­lis­ten mit Blick auf den Wunsch Russ­lands, Irans und der Regie­rung in Damas­kus, gegen Extre­mis­ten und Rebel­len in Idlib eine Boden­of­fen­si­ve durch­zu­füh­ren. “Wenn die Situa­ti­on in Idlib so wei­ter­geht wie bis­her, wer­den die Ergeb­nis­se schwer­wie­gend sein. Wir müs­sen eine Lösung mit Russ­land und den von den USA geführ­ten Koali­ti­ons­trup­pen fin­den, ohne dies zuzu­las­sen.”

Putin und Erdoğan wer­den in Sot­schi, Süd­russ­land, Gesprä­che füh­ren, um eine gemein­sa­me Stra­te­gie für Idlib im Vor­feld einer mög­li­chen Offen­si­ve der syri­schen Regie­rung aus­zu­ar­bei­ten. Die Situa­ti­on vor Ort ist “kom­pli­ziert”, kom­men­tier­te Kreml-Spre­cher Dmi­tri Pes­kow und räum­te ein, dass Mos­kau und Anka­ra “gewis­se Unter­schie­de im Ansatz” bei der Bewäl­ti­gung der Situa­ti­on in Idlib haben.

Die Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zwi­schen den Natio­nen wur­den auf dem jüngs­ten Tehe­ra­ner Gip­fel unter Anwe­sen­heit des ira­ni­schen Prä­si­den­ten Rou­ha­ni deut­lich.

Die Tür­kei hat einen Waf­fen­still­stand in der Pro­vinz Idlib gefor­dert und vor einer mög­li­chen hohen Zahl zivi­ler Todes­op­fer sowie einem mas­si­ven Flücht­lings­strom in die Tür­kei im Fal­le einer groß ange­leg­ten Regie­rungs­of­fen­si­ve gewarnt.

Der rus­si­sche Prä­si­dent beton­te wie­der­um, dass die Pro­vinz Idlib über­wie­gend von ter­ro­ris­ti­schen Grup­pen wie Hayat Tahr­ir al-Sham (HTS), die dem Ter­ror­netz­werk al-Kai­da nahe­steht, gehal­ten wird, was eine Bedro­hung für die gesam­te Regi­on dar­stellt.

Mehr zum The­ma — Zwi­schen USA und Russ­land : Idlib bringt die Tür­kei in Zeit­not

Die Ter­ro­ris­ten ver­su­chen, den Waf­fen­still­stand zu unter­gra­ben. Dar­über hin­aus füh­ren sie ver­schie­de­ne Pro­vo­ka­tio­nen durch, auch mit che­mi­schen Waf­fen”, sag­te Putin am 7. Sep­tem­ber vor Jour­na­lis­ten. Er stell­te auch fest, dass die Ter­ro­ris­ten von Idlib aus zahl­rei­che Angrif­fe gegen rus­si­sche und syri­sche Trup­pen sowie Zivi­lis­ten gestar­tet hat­ten.

Die Tür­kei besteht dar­auf, dass Ter­ro­ris­ten von der “gemä­ßig­ten Oppo­si­ti­on” in der Regi­on getrennt wer­den soll­ten, schwört aber, mit allen Natio­nen bei der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung zusam­men­zu­ar­bei­ten. “Wir kämp­fen gegen alle Ter­ror­grup­pen. Ähn­lich kämp­fen wir gegen den Ter­ro­ris­mus in Idlib”, sag­te Erdoğan.

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Lösung der Migrationsfrage : Österreich macht offenbar erste Schritte Richtung “Achse der Willigen”


Am 1. Juli über­nimmt Öster­reich für sechs Mona­te die EU-Rats­prä­si­dent­schaft. Ganz oben auf der Agen­da der Alpen­re­pu­blik steht die Flücht­lings­po­li­tik. Zu den Schwer­punk­ten die­ser Peri­ode gehört für den öster­rei­chi­schen Kanz­ler Sebas­ti­an Kurz, die “Migra­ti­on unter Kon­trol­le zu brin­gen”. Dies sag­te er am Diens­tag nach einem Tref­fen mit EU-Par­la­ments­prä­si­dent Anto­nio Taja­ni in Wien.

Erst neu­lich bei sei­nem Besuch in Ber­lin bekräf­tig­te Kurz, dass er wäh­rend der öster­rei­chi­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft dafür sor­gen wol­le, dass die euro­päi­schen Außen­gren­zen im Kampf gegen ille­ga­le Migra­ti­on in die EU bes­ser geschützt wer­den. Dazu set­ze er auf eine “Ach­se der Wil­li­gen”. Er nann­te in ers­ter Linie Rom, Wien und Ber­lin. Wie nun öster­rei­chi­sche Zei­tun­gen berich­ten, sol­len auch die Län­der der soge­nann­ten Visegrád-Grup­pe — Ungarn, Polen, Tsche­chi­en, Slo­wa­kei — zu die­ser Ach­se gehö­ren.

Dinge wieder in Ordnung bringen”

Mit Blick auf den Asyl­streit in Deutsch­land erklär­te der Poli­ti­ker der kon­ser­va­ti­ven Öster­rei­chi­schen Volks­par­tei (ÖVP) am Diens­tag in Wien, dass die aktu­el­le Situa­ti­on nicht die Schuld derer sei, die bis­her gegen die Poli­tik der offe­nen Gren­zen ein­ge­tre­ten sei­en. “Es ist die Ver­ant­wor­tung all jener, die eine gegen­tei­li­ge Poli­tik ver­folgt haben. Wir wer­den jetzt die Din­ge wie­der in Ord­nung brin­gen müs­sen.”

Und wäh­rend sich in Deutsch­land CDU und CSU einen erbit­ter­ten Streit zum The­ma Asyl­be­wer­ber und die Zurück­wei­sung an der Gren­ze derer, die bereits in ande­ren EU-Staa­ten regis­triert sind, lie­fern, arbei­tet der öster­rei­chi­sche Bun­des­kanz­ler offen­bar schon jetzt an der “Ord­nung”. Zumin­dest lässt sich das aus sei­nem Ter­min­ka­len­der sowie jenen sei­ner Minis­ter able­sen.

Sein Vize­kanz­ler Heinz-Chris­ti­an Stra­che und Innen­mi­nis­ter Her­bert Kickl (bei­de FPÖ) fah­ren am Mitt­woch nach Rom. In der ita­lie­ni­schen Haupt­stadt sol­len sie mit Innen­mi­nis­ter Matteo Sal­vi­ni zusam­men­kom­men. Kurz trifft sich am glei­chen Tag im ober­ös­ter­rei­chi­schen Linz an der Donau mit dem baye­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Mar­kus Söder, der sich mehr­mals in den letz­ten Wochen offen für stren­ge­re Asyl­po­li­tik aus­ge­spro­chen hat­te.

In den nächsten sechs Monaten konkrete Antworten liefern

Am Don­ners­tag soll der öster­rei­chi­sche Kanz­ler dann in Buda­pest auf die Visegrád-Grup­pe mit Ungarns Pre­mier Vik­tor Orbán an der Spit­ze tref­fen. Die vier Län­der leh­nen die Flücht­lings­po­li­tik der deut­schen Kanz­le­rin strikt ab. Am Frei­tag wird dann der Prä­si­dent des Euro­päi­schen Rates Donald Tusk in Wien erwar­tet. Das The­ma der ille­ga­len Migra­ti­on und einer schnel­len euro­päi­schen Ant­wort dürf­te bei all die­sen Tref­fen den Schwer­punkt bil­den. 

Bereits am Diens­tag beton­te der EU-Par­la­ments­prä­si­dent Taja­ni, dass die EU schnell han­deln müs­se.

Euro­pa hat all­zu viel Zeit ver­lo­ren und die Migra­ti­ons­fra­ge jah­re­lang unter­schätzt.

Das euro­päi­sche Par­la­ment und die Regie­run­gen wer­den in den nächs­ten sechs Mona­ten unter der Lei­tung Öster­reichs den Bür­gern ganz kon­kre­te Ant­wor­ten lie­fern, denn ohne kon­kre­te Ant­wor­ten wird die gesell­schaft­li­che Kri­se zuneh­men und die Exis­tenz der EU gefähr­det wer­den.”

Mehr zum The­ma — Im Kampf gegen ille­ga­le Migra­ti­on : Öster­reichs Kanz­ler Kurz for­dert “Ach­se der Wil­li­gen”

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Angela Merkel beharrt im Streit um Asylpolitik auf europäischer Lösung


Innen­mi­nis­ter und CSU-Chef Horst See­ho­fer will Migran­ten an der Gren­ze zurück­zu­wei­sen las­sen, die schon in einem ande­ren EU-Land Asyl bean­tragt haben. Das leh­nen Ange­la Mer­kel und wei­te Tei­le der CDU strikt ab. Sie for­dern eine euro­päi­sche Lösung. Die CSU hat der Kanz­le­rin qua­si eine Frist bis Mon­tag gesetzt, um auf ihre Linie ein­zu­schwen­ken. Andern­falls will Horst See­ho­fer im natio­na­len Allein­gang sei­ne For­de­rung durch­set­zen. Ein Kom­pro­miss ist der­zeit nicht in Sicht. (dpa)

Mehr zum The­ma - BAMF-Skan­dal : Bun­des­in­nen­mi­nis­ter See­ho­fer ent­lässt Bre­mer Che­fin Cordt

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Lösung der Kosovo-Frage : Der Druck auf Serbien nimmt zu


Die poli­ti­sche Lage in Ser­bi­en gilt schon seit Wochen als ange­spannt. Fast täg­lich über­schla­gen sich in den Medi­en Berich­te über eine mög­li­che bal­di­ge Aner­ken­nung Koso­vos sei­tens Bel­grad, die aber nicht als sol­che dar­ge­stellt wird. Offi­zi­ell ist stets die Rede von der “Unter­zeich­nung eines recht­lich bin­den­den Ver­tra­ges über die Nor­ma­li­sie­rung der Ver­hält­nis­se” mit Priš­ti­na. Als mög­li­cher end­gül­ti­ger Ter­min wird spä­tes­tens Anfang 2019 ange­führt. Erst am Mitt­woch die­ser Woche traf sich der ser­bi­sche Prä­si­dent Alek­san­dar Vučić über­ra­schend mit dem Gene­ral­se­kre­tär der Ver­ein­ten Natio­nen Antó­nio Guter­res in New York und mach­te nach dem Gespräch einen recht ent­täusch­ten Ein­druck.

Unabhängigkeit der abtrünnigen Provinz könnte in der Zukunft eine Bedingung sein

Ich bin nicht beson­ders zufrie­den, ich habe nicht nur mehr Ver­ständ­nis für die Ser­ben in Koso­vo und Meto­chi­en erwar­tet, son­dern auch für Ser­bi­en selbst”, so Vučić. “Ich habe den Ein­druck, dass die west­li­chen Staa­ten auf gar kei­ne Art und Wei­se dar­über reden wol­len, wem das Koso­vo-Ter­ri­to­ri­um gehört. Für sie ist das eine abge­schlos­se­ne Sache”, sag­te der ser­bi­sche Prä­si­dent gegen­über dem staat­li­chen Fern­seh­sen­der RTS.

Die ser­bi­sche Tages­zei­tung Danas schreibt unter Beru­fung auf Insi­der­krei­se, dem ser­bi­schen Staats­chef sei nicht expli­zit gesagt wor­den, dass Bel­grad die Unab­hän­gig­keit der abtrün­ni­gen Pro­vinz aner­ken­nen müs­se. Es sehe aber so aus, dass dies in der Zukunft eine Bedin­gung sein wer­de.

Die Oppo­si­ti­on warf dem ser­bi­schen Staats­chef unter­des­sen sogar vor, vor sei­nem Auf­ent­halt in New York, der zunächst als eine pri­va­te Rei­se dar­ge­stellt wur­de, gehei­me Ver­hand­lun­gen mit dem koso­va­ri­schen Prä­si­den­ten Hash­im Tha­çi über einen mög­li­chen Aus­tausch von Ter­ri­to­ri­en geführt zu haben. So sag­te der Vor­sit­zen­de der Volks­par­tei Vuk Jere­mić, der ser­bi­sche Staats­chef habe sei­nem koso­va­ri­schen Amts­kol­le­gen Süd-Ser­bi­en, wo die alba­ni­sche Bevöl­ke­rung die Mehr­heit dar­stellt, für Nord-Koso­vo, wo die Ser­ben die Mehr­heit bil­den, ange­bo­ten.

Rund um die Gemein­den Preše­vo, Buja­no­vac und Med­ve­d­ja im Süden Ser­bi­ens sind von den gut 120.000 Ein­woh­nern geschätzt 80.000 Alba­ner. Zu Nord-Koso­vo wer­den die Gemein­den Lepo­sa­vić, Zvečan, Zubin Potok sowie Tei­le der Gemein­den Mitro­vi­ca und Podu­je­va gerech­net. Die­se Regi­on wird von rund 50.000 Ser­ben bewohnt.

Bildung eines Verbundes der serbischen Gemeinden im Kosovo

Die Euro­päi­sche Uni­on, unter deren Füh­rung die Ver­hand­lun­gen zum “Abschluss eines his­to­ri­schen Abkom­mens” geführt wer­den, lehnt indes solch ein Sze­na­rio ab. Am Frei­tag fand in Brüs­sel ein Tref­fen zwi­schen Vučić und Tha­çi statt. Eines der wich­tigs­ten The­men war die Bil­dung eines Ver­bun­des der ser­bi­schen Gemein­den im Koso­vo, der bereits 2013 beschlos­sen wor­den ist. Bis heu­te führ­ten zahl­rei­che Gesprä­che zu kei­nem kon­kre­ten Erfolg bei die­sem The­ma. Die Koso­vo-Ser­ben hät­ten dadurch die Mög­lich­keit, eine eige­ne par­la­men­ta­ri­sche Reprä­sen­tanz zu wäh­len, einen Prä­si­den­ten und Vize­prä­si­den­ten zu bestim­men. Ser­bi­en dürf­te den Ver­bund offi­zi­ell finan­zi­ell unter­stüt­zen, die Koso­vo-Ser­ben dürf­ten eige­ne Schu­len mit ser­bi­schem Cur­ri­cu­lum orga­ni­sie­ren und wür­den über ein eige­nes Gesund­heits­sys­tem ver­fü­gen.

Die Koso­vo-Alba­ner sind aber über die­sen Gemein­de­ver­bund tief zer­strit­ten. Aus Sicht vie­ler oppo­si­tio­nel­ler Poli­ti­ker müs­se zuerst die ser­bi­sche Aner­ken­nung der Unab­hän­gig­keit des Koso­vo ste­hen, bevor man der ser­bi­schen Min­der­heit sol­che Zuge­ständ­nis­se mache.

Heu­te soll­te in der Nähe von Bel­grad ein Hand­ball­spiel zwi­schen Ser­bi­en und Koso­vo statt­fin­den. Es ging um die WM-Qua­li­fi­ka­tio­nen der Junio­rin­nen bei­der Staa­ten. Das ser­bi­sche Innen­mi­nis­te­ri­um ent­schied sich aber aus Sicher­heits­grün­den, das Spiel abzu­sa­gen. 

Vor 19 Jahren startete die Nato-Bombardierung des damaligen Jugoslawien

Mor­gen ist der 19. Jah­res­tag des Beginns der Nato-Bom­bar­die­rung des dama­li­gen Jugo­sla­wi­en. Am 24. März 1999 begann der 78 Tage andau­ern­de Mili­tär­ein­satz von 19 NATO-Mit­glied­staa­ten. Der Angriff gegen Jugo­sla­wi­en ohne UN-Man­dat wur­de srtets als “huma­ni­tä­re Inter­ven­ti­on” zur Unter­bin­dung ser­bi­scher Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen gegen die Alba­ner im Koso­vo rech­te­fer­tigt.

Mor­gen soll nach Anga­ben der Tele­kom Koso­vo die bis­he­ri­ge Tele­fon-Län­der­vor­wahl +381, die auch für Ser­bi­en gilt, nicht mehr benutzt wer­den. Ab sofort wird nur noch die eige­ne Vor­wahl +383 gebraucht, auf die sich bei­de Sei­ten im Rah­men des Nor­ma­li­sie­rungs­dia­logs geei­nigt hat­ten. Vie­le in Ser­bi­en deu­ten dies schon als ers­ten Schritt in die von Ser­bi­en aner­kann­te Unab­hän­gig­keit.

Mehr zum The­ma — Uran­waf­fen­ein­satz der NATO in Ser­bi­en 1999 : Der Krieg, der nicht zu Ende geht

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Trump zu Nordkorea-Konflikt : Militärische Lösung möglich, aber nicht unausweichlich


Kriegs­hand­lun­gen der USA gegen Nord­ko­rea sind laut US-Prä­si­dent Donald Trump zwar uner­wünscht, aber mög­lich, wenn gleich auch nicht unaus­weich­lich. Wei­te­re Atom­tests Nord­ko­reas sei­en unzu­läs­sig und müss­ten unter­bun­den wer­den.
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