Venezuela : Die Missachtung internationalen Rechts durch die USA erschwert eine Lösung (Video)


Die Kri­se in Vene­zue­la köchelt wei­ter vor sich hin. Der selbst­er­nann­te Über­gangs­prä­si­dent Juan Guai­do ist offen­bar nicht in der Lage, ohne eine aus­län­di­sche Inter­ven­ti­on die Macht im Land zu über­neh­men. Eine sol­che Inter­ven­ti­on ist bis­her jedoch aus­ge­blie­ben.
Auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne gibt es zwar Gesprä­che, doch erwei­sen sich die unter­schied­li­chen Her­an­ge­hens­wei­sen als unüber­brück­ba­res Hin­der­nis. Wäh­rend sich die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on am inter­na­tio­na­len Recht ori­en­tiert, favo­ri­sie­ren die Ver­ei­nig­ten Staa­ten eine Durch­set­zung ihrer Inter­es­sen am Recht vor­bei. Ver­hand­lun­gen gestal­ten sich ent­spre­chend schwie­rig.
Auch Guai­do gerät zuneh­mend unter Druck. Sei­ne stän­di­gen Miss­erfol­ge dürf­ten ihn bald jeder Unter­stüt­zung sei­ner Anhän­ger berau­ben.

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Spanische Regierung zu US-Gesandtem : “Kategorische” Ablehnung gewaltsamer Lösung in Venezuela


Elli­ot Abrams, der US-Son­der­be­auf­trag­te für Vene­zue­la, besuch­te am Mitt­woch die spa­ni­sche Haupt­stadt, um mit Ver­tre­tern des Außen­mi­nis­te­ri­ums über die Situa­ti­on im latein­ame­ri­ka­ni­schen Land zu spre­chen. Der US-Ame­ri­ka­ner traf sich im Mon­cloa-Palast, dem Sitz der spa­ni­schen Regie­rung, mit José Manu­el Alba­res, dem wich­tigs­ten diplo­ma­ti­schen Bera­ter von Minis­ter­prä­si­dent Pedro Sán­chez, und im Außen­mi­nis­te­ri­um mit dem Staats­se­kre­tär für inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit und für Ibe­ro­ame­ri­ka und die Kari­bik, Juan Pablo de Lai­gle­sia.

Wie das spa­ni­sche Außen­mi­nis­te­ri­um in einer Erklä­rung berich­te­te, haben die Tref­fen eine gemein­sa­me Besorg­nis “über die Ver­schlech­te­rung der Situa­ti­on in Vene­zue­la” offen­bart und dazu bei­getra­gen, “die Dring­lich­keit der Bewäl­ti­gung” sowie “die Not­wen­dig­keit einer demo­kra­ti­schen Lösung der sehr schwe­ren Kri­se, unter der das Land lei­det” zu bestä­ti­gen.

Die spa­ni­schen Gesprächs­part­ner erklär­ten in die­sem Zusam­men­hang, dass “die der­zei­ti­ge Situa­ti­on in dem kari­bi­schen Land eine poli­ti­sche, fried­li­che und demo­kra­ti­sche Lösung erfor­dert, die den Ein­satz von Gewalt kate­go­risch aus­schließt”.

Die spa­ni­sche Regie­rung nutz­te die­ses Tref­fen auch dazu, erneut ihre Besorg­nis über wirt­schaft­li­che Maß­nah­men sei­tens der USA zum Aus­druck zu brin­gen : eine mög­li­che voll­stän­di­ge Akti­vie­rung von Titel III des Helms-Bur­ton-Geset­zes. Spa­ni­en bekräf­tig­te bei die­ser Gele­gen­heit “sei­ne ent­schie­de­ne Ableh­nung der extra­ter­ri­to­ria­len Anwen­dung natio­na­ler Sank­ti­ons­ge­set­ze mit der Begrün­dung, dass die­se völ­ker­rechts­wid­rig sind”.

Die­ser Arti­kel ermög­licht es, vor US-Gerich­ten Anspruch auf die Güter gel­tend zu machen, die nach der Macht­er­grei­fung von Fidel Cas­tro beschlag­nahmt wur­den. Vor 22 Jah­ren war dies bereits Gegen­stand einer Beschwer­de der Euro­päi­schen Uni­on bei der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on. Washing­ton stimm­te damals zu, die Anwen­dung des Arti­kels im Gegen­zug für die Ein­stel­lung des Beschwer­de­ver­fah­rens zu sus­pen­die­ren.

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Spa­ni­en “ist kei­ne Zufluchts­stät­te”

Der US-Son­der­ge­sand­te Abrams kam zu Gesprä­chen in die spa­ni­sche Haupt­stadt, nach­dem der spa­ni­sche Außen­mi­nis­ter Josep Bor­rell in der ver­gan­ge­nen Woche in Washing­ton mit US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo und dem Natio­na­len Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton zusam­men­traf. Bei die­sem Tref­fen wur­de die Mög­lich­keit dis­ku­tiert, ob Spa­ni­en Ver­ant­wort­li­che der vene­zo­la­ni­schen Regie­rung auf­neh­men könn­te, falls die­se beschlie­ßen soll­ten, sich von Prä­si­dent Nicolás Madu­ro abzu­wen­den und ins Exil zu gehen.

Der spa­ni­sche Außen­mi­nis­ter stell­te jedoch am Mitt­woch klar, dass Spa­ni­en die cha­vis­ti­schen Füh­rer Vene­zue­las nicht will­kom­men hei­ßen kann. “Wir kön­nen ihnen kei­ner­lei Garan­ti­en geben, dies ist kei­ne Zufluchts­stät­te, es gibt Län­der, in denen das viel­leicht mög­lich ist, nicht hier”, sag­te er in einem Inter­view mit dem spa­ni­schen Fern­seh­ka­nal Tel­ecin­co.

Bor­rell äußer­te sich auch zur Anwe­sen­heit rus­si­scher Mili­tärs in Vene­zue­la. Er sehe, dass es zahl­rei­che Ver­trä­ge zwi­schen bei­den Län­dern gebe, kön­ne jedoch nicht erken­nen, dass “Vene­zue­la unter rus­si­schem Ein­fluss steht”. Auch der seit Län­ge­rem bestehen­de star­ke Ein­fluss von Kuba in Vene­zue­la kön­ne kei­ne mili­tä­ri­sche Inter­ven­ti­on recht­fer­ti­gen.

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In Spa­ni­en fin­den am 28. April vor­ge­zo­ge­ne Par­la­ments­wah­len statt. Die Situa­ti­on in Vene­zue­la war seit 2016 regel­mä­ßig Teil der poli­ti­schen Debat­ten in Spa­ni­en, bei denen der neu­en und bei Wah­len erfolg­rei­chen lin­ken Pro­test­par­tei Pode­mos unbe­wie­sen­er­wei­se ille­ga­le Par­tei­en­fi­nan­zie­rung durch die lin­ke vene­zo­la­ni­sche Regie­rung vor­ge­wor­fen wur­de. Par­al­lel zur Zuspit­zung der Situa­ti­on in Vene­zue­la in den zurück­lie­gen­den Wochen gewan­nen die­se Debat­ten mit dem uner­war­te­ten Auf­stieg der eben­falls neu­en rechts­ex­tre­men Par­tei Vox und den sich abzeich­nen­den Neu­wah­len zusätz­lich an Schär­fe. Vox, die durch ihren Auf­stieg gegen­wär­tig die poli­ti­schen Bot­schaf­ten der eta­blier­ten rech­ten Par­tei­en maß­geb­lich beein­flusst und noch wei­ter nach rechts ver­schiebt, unter­stützt offen eine Mili­tär­in­ter­ven­ti­on in Vene­zue­la.

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Venezuela : EU verkündet Bildung internationaler Kontaktgruppe für “friedliche Lösung”


Am Don­ners­tag hat­te das Euro­pa­par­la­ment mit gro­ßer Mehr­heit Juan Guai­dó als Über­gangs­prä­si­den­ten des Lan­des aner­kannt. Die EU-Abge­ord­ne­ten votier­ten mit 439 Stim­men für eine ent­spre­chen­de Ent­schlie­ßung. 104 Abge­ord­ne­te stimm­ten dage­gen, 88 ent­hiel­ten sich. Die Abge­ord­ne­ten for­der­ten gleich­zei­tig die EU-Staa­ten auf, ihrer­seits Guai­dó anzu­er­ken­nen und eine “geschlos­se­ne und ein­heit­li­che Posi­ti­on” ein­zu­neh­men.

Nach Aus­sa­ge der Hohen Ver­tre­te­rin der EU für Außen- und Sicher­heits­po­li­tik, Fede­ri­ca Mog­heri­ni, wer­de die EU auch eine inter­na­tio­na­le Kon­takt­grup­pe zur Lösung der poli­ti­schen Kri­se in Vene­zue­la ein­set­zen.

Dem­nach ist es der Auf­trag der Grup­pe, den vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nico­las Madu­ro dazu zu bewe­gen, Neu­wah­len aus­zu­ru­fen. Soll­te das Ziel bis dahin nicht erreicht sein, wird die Grup­pe nach 90 Tagen auf­ge­löst.

Wir haben geziel­te Sank­tio­nen ver­hängt, und wei­te­re Sank­tio­nen könn­ten von den Minis­tern in Betracht gezo­gen wer­den”, füg­te Mog­heri­ni nach einem Tref­fen der EU-Außen­mi­nis­ter in Buka­rest hin­zu.

Die soge­nann­te Kon­takt­grup­pe wird mut­maß­lich aus Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich, Deutsch­land, Boli­vi­en und Ecua­dor bestehen.

Von den genann­ten Staa­ten hat nur Boli­vi­en den poli­ti­schen Neu­ling und selbst­er­nann­ten Inte­rims­prä­si­den­ten Juan Guai­dò nicht aner­kannt. Ecua­dor gehört der­weil eben­falls zu den Staa­ten, die sich zuletzt für Neu­wah­len aus­spra­chen. Des­sen Außen­mi­nis­ter José Valen­cia erklär­te zum Neu­wah­len-Ulti­ma­tum Groß­bri­tan­ni­ens, Frank­reichs, Spa­ni­ens und Deutsch­lands :

Wich­ti­ger als die­se Dead­line wäre es, kon­kre­te Schrit­te zu unter­neh­men, damit in Vene­zue­la so schnell wie mög­lich Neu­wah­len statt­fin­den. Das war auch unse­re Absicht, als wir Guai­dó als Inte­rims­prä­si­dent aner­kannt haben. Wir dach­ten, so eine Öff­nung, eine Lösung in die Wege lei­ten zu kön­nen.

Mehr zum The­ma — Ber­lin : Pro­test vor US-Bot­schaft gegen Vene­zue­la-Ein­mi­schung : “Machen genau das­sel­be wie in Liby­en!”

Bereits im Okto­ber 2018 zog die Euro­päi­sche Uni­on die Ein­set­zung einer Kon­takt­grup­pe “zur Bewäl­ti­gung der Kri­se in Vene­zue­la” in Betracht.

Die Euro­päi­sche Uni­on beab­sich­tigt nicht, ihre Posi­ti­on gegen­über Vene­zue­la in irgend­ei­ner Wei­se zu schwä­chen. Auf der ande­ren Sei­te glau­ben wir auch, dass es nur eine demo­kra­ti­sche, poli­ti­sche Lösung für die der­zei­ti­ge Kri­se im Land geben kann. Und des­halb wer­den wir die Mög­lich­keit prü­fen, eine Kon­takt­grup­pe ein­zu­rich­ten, um zu sehen, ob es die Bedin­gun­gen gibt, nicht um eine Media­ti­on zu erleich­tern (…), son­dern einen poli­ti­schen Pro­zess, irgend­wie eine Mög­lich­keit, mit ver­schie­de­nen Par­tei­en in Kon­takt zu tre­ten”, hat­te Mog­heri­ni 2018 erklärt.

Zivil­ge­sell­schaft­li­che Grup­pen hat­ten zuletzt gefor­dert, dass eine zu bil­den­de Kon­takt­grup­pe bei­de Kon­flikt­par­tei­en reprä­sen­tie­ren soll­te.

Die­se Grup­pe wür­de opti­mal Ver­bün­de­te von Prä­si­dent Madu­ro wie Chi­na, Russ­land und die Tür­kei mit ein­be­zie­hen, aber wenn sich das von Anfang an als unmög­lich erweist, soll­te sie zumin­dest die Betei­li­gung von Regie­run­gen beinhal­ten, die als neu­tral wahr­ge­nom­men wer­den, wie Mexi­ko und Uru­gu­ay, die Guai­dó nicht aner­kannt und nach der jüngs­ten Eska­la­ti­on der Kri­se neue Ver­hand­lun­gen vor­ge­schla­gen haben”, zeig­te man sich etwa bei Demo­cra­cy Now über­zeugt.

Wäh­rend­des­sen kün­dig­ten Mexi­ko und Uru­gu­ay an, eine Kon­fe­renz über die poli­ti­sche Kri­se Vene­zue­las am 7. Febru­ar in Mon­te­vi­deo ein­zu­be­ru­fen. An die­ser sol­len dem­nach Beam­te aus über 10 Län­dern und inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen teil­neh­men wer­den.

Am Mitt­woch hat­te der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ra erklärt, dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zwei Haupt­zie­le in Vene­zue­la ver­fol­gen : an das Öl des Lan­des zu kom­men und den Geist der boli­va­ri­schen Geschich­te und Kul­tur zu “töten”.

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Hält der “Waffenstillstand”? China und USA ringen um Lösung in Handelsstreit


Die USA und Chi­na machen einen neu­en Anlauf, um ihren Han­dels­krieg zu been­den. Unter­händ­ler bei­der Sei­ten kamen am Mon­tag in Peking zu zwei­tä­gi­gen Ver­hand­lun­gen zusam­men. Es sind die ers­ten direk­ten Han­dels­ge­sprä­che, seit US-Prä­si­dent Donald Trump und Chi­nas Staats- und Par­tei­chef Xi Jin­ping vor fünf Wochen einen 90-tägi­gen “Waf­fen­still­stand” ver­ein­bart hat­ten. Die Gesprä­che lie­fen auf Arbeits­ebe­ne. Ein Durch­bruch wur­de nicht erwar­tet.

Die Unter­händ­ler woll­ten “aktiv und kon­struk­tiv” über den Kon­sens der Prä­si­den­ten bei ihrem Tref­fen am 1. Dezem­ber nach dem Ende des Gip­fels der gro­ßen Wirt­schafts­na­tio­nen (G20) in Bue­nos Aires dis­ku­tie­ren, teil­te das Han­dels­mi­nis­te­ri­um in Peking mit.

Die Gesprä­che wer­den welt­weit mit Span­nung ver­folgt. Der seit Mona­ten anhal­ten­de Han­dels­krieg zwi­schen den bei­den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten sorgt für zusätz­li­che Unsi­cher­hei­ten an den Finanz­märk­ten über die Kon­junk­tur­ent­wick­lung in den USA, Chi­na und welt­weit.

Trump ver­sucht, die Sor­gen zu dämp­fen, die durch den Still­stand der US-Regie­rung noch ver­stärkt wer­den. “Die Chi­na-Gesprä­che lau­fen sehr gut”, sag­te der US-Prä­si­dent am Sonn­tag vor Jour­na­lis­ten in Washing­ton. Er ver­wies auf sein jüngs­tes Tele­fo­nat mit Xi Jin­ping. “Ich glau­be wirk­lich, dass sie einen Deal machen wol­len.”

Die Son­der­zöl­le sei­en sehr schmerz­haft für Chi­na. “Ihre Wirt­schaft läuft nicht gut”, befand Trump mit Blick auf schlech­te­re Kon­junk­tur­da­ten aus Chi­na. Das gebe der chi­ne­si­schen Sei­te viel Anreiz zu Ver­hand­lun­gen. Dage­gen kas­sie­re der US-Zoll Mil­li­ar­den Dol­lar an Abga­ben für Impor­te aus Chi­na.

Zur US-ame­ri­ka­ni­schen Dele­ga­ti­on, die vom US-Vize­han­dels­be­auf­trag­ten Jef­frey Ger­rish ange­führt wird, gehö­ren Ver­tre­ter des Finanz-, Han­dels-, Ener­gie- und Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums und des Wei­ßen Hau­ses. Bei kon­kre­ten Fort­schrit­ten könn­ten die­se ers­ten for­mel­len Gesprä­che den Weg ebnen für wei­te­re Ver­hand­lun­gen.

Wel­che Bedeu­tung Chi­na dem Tref­fen bei­misst, demons­trier­te der chi­ne­si­sche Chef­un­ter­händ­ler, Vize­pre­mier Liu He, der eigens die US-Ver­tre­ter in Peking begrüß­te. Es wird erwar­tet, dass Liu He in den kom­men­den Wochen mit dem US-Han­dels­be­auf­trag­ten Robert Ligh­ti­zer für wei­te­re Ver­hand­lun­gen auf höhe­rer Ebe­ne zusam­men­tref­fen wird.

Wie die Hong­kon­ger Zei­tung South Chi­na Morning Post berich­te­te, wird Trump auf dem Welt­wirt­schafts­fo­rum vom 22. bis 25. Janu­ar im Schwei­zer Davos “wahr­schein­lich” mit Chi­nas Vize­prä­si­dent Wang Qis­han zusam­men­tref­fen. Der enge Ver­trau­te von Chi­nas Staats- und Par­tei­chef gilt als erfah­re­ner Kri­sen­ma­na­ger, Wirt­schafts­fach­mann und poli­ti­sches Schwer­ge­wicht in der kom­mu­nis­ti­schen Füh­rung Chi­nas.

Die USA bekla­gen vor allem man­geln­den Markt­zu­gang, zwangs­wei­sen Tech­no­lo­gie­trans­fer, Pro­dukt­pi­ra­te­rie und staat­li­che Sub­ven­tio­nen in Chi­na und hat­ten des­we­gen Straf­zöl­le ver­hängt, die Peking mit Gegen­maß­nah­men beant­wor­tet hat­te. Bei ihrem Kon­sens in der argen­ti­ni­schen Haupt­stadt hat­ten sich Trump und Xi Jin­ping zunächst nur auf einen Burg­frie­den und wei­te­re Gesprä­che geei­nigt.

Die Frist der USA für das gefor­der­te chi­ne­si­sche Ent­ge­gen­kom­men läuft am 1. März ab. Bis dahin wird eine ange­kün­dig­te wei­te­re Erhö­hung der US-Son­der­ab­ga­ben auf chi­ne­si­sche Impor­te im Wert von 200 Mil­li­ar­den Dol­lar von der­zeit 10 auf 25 Pro­zent aus­ge­setzt. Gibt es kei­ne Eini­gung, droht eine Eska­la­ti­on, die auch schwer­wie­gen­de Aus­wir­kun­gen auf die Welt­wirt­schaft haben könn­te.

Chi­na hat bereits ers­te Kon­zes­sio­nen gemacht. So wur­den die Impor­te ame­ri­ka­ni­scher Soja­boh­nen wie­der auf­ge­nom­men und zusätz­li­che Zöl­le auf Auto­im­por­te aus den USA auf­ge­ho­ben. Chi­nas Regie­rung spielt auch ihre “Made in Chi­na 2025”-Strategie her­un­ter, die mit staat­li­cher Hil­fe auf einen Tech­no­lo­gie­füh­rer­schaft abzielt. Zudem wur­de ange­kün­digt, dass scharf gegen erzwun­ge­nen Tech­no­lo­gie­trans­fer bei aus­län­di­schen Unter­neh­men vor­ge­gan­gen wer­den soll.

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(rt deutsch/dpa)

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Ein zynisches Spiel“ – Warum der Migrationspakt keine Lösung ist


Am 10. Dezem­ber soll der UN-Migra­ti­ons­pakt in Marok­ko unter­zeich­net wer­den. Exper­ten sind erstaunt, war­um das Abkom­men plötz­lich so umstrit­ten ist. Denn der Pakt ent­hal­te weder gro­ße Ände­run­gen noch Lösun­gen zur Migra­ti­on. Der öster­rei­chi­sche Poli­tik­be­ra­ter Gerald Knaus prä­sen­tiert statt­des­sen eine ande­re Stra­te­gie – ohne Ita­li­en und Ungarn.
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Keine militärische Lösung – Merkel mahnt Ukraine, “klug zu sein”


Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel sag­te, dass der Wes­ten Sank­tio­nen gegen Russ­land ver­hängt habe, um sich für das Völ­ker­recht ein­zu­set­zen, und füg­te hin­zu, dass sie die Asow­sche Fra­ge mit dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin auf einem bevor­ste­hen­den G20-Gip­fel bespre­chen wer­de. Eine Lösung des Kon­flikts wer­de es nur im Gespräch geben.

Es gibt kei­ne mili­tä­ri­sche Lösung,

sag­te Mer­kel bei der Eröff­nung des deutsch-ukrai­ni­schen Wirt­schafts­fo­rums. Die Ukrai­ne mahn­te sie, “klug zu sein”.

Wir ver­hän­gen kei­ne Sank­tio­nen gegen Russ­land um der Sank­tio­nen wil­len, son­dern wir ver­hän­gen Sank­tio­nen, um deut­lich zu machen, dass Län­der, auch wenn sie auf­grund ihrer ter­ri­to­ria­len Situa­ti­on Russ­land nahe­ste­hen, das Recht auf ihre eige­ne Ent­wick­lung haben”, sag­te sie auf einer deutsch-ukrai­ni­schen Kon­fe­renz in Ber­lin. “Das sind die Prin­zi­pi­en des Völ­ker­rechts.”

Nord Stream 2 bleibt

Mer­kel bekräf­tig­te ihre Bereit­schaft, zusam­men mit Frank­reich im soge­nann­ten Nor­man­die-For­mat wei­ter mit Mos­kau und Kiew zu spre­chen. Die Erfol­ge sei­en bis­her aber “sehr, sehr gering”. Die Kanz­le­rin warf Russ­land vor, nicht nur im Osten der Ukrai­ne, son­dern auch in ande­ren regio­na­len Kon­flik­ten für Insta­bi­li­tät zu sor­gen. Sie nann­te Geor­gi­en, Mol­da­wi­en, Aser­bai­dschan und Arme­ni­en. “Es gibt einen Gür­tel von Län­dern, die sich nicht so ent­wi­ckeln kön­nen, wie sie möch­ten. Davor kön­nen wir als Deut­sche nicht die Augen ver­schlie­ßen.”

Mer­kel ging auch auf ukrai­ni­sche Kri­tik am Pipe­line-Pro­jekt Nord Stream 2 von Russ­land nach Deutsch­land ein. Es müs­se sicher­ge­stellt wer­den, dass die Ukrai­ne wei­ter ein wich­ti­ges Tran­sit­land blei­be. “Sie dür­fen davon aus­ge­hen, dass wir trotz der unter­schied­li­chen Ein­schät­zung zu Nord Stream 2 mit vol­ler Kraft für die Ukrai­ne als Gas-Trans­por­teur ein­tre­ten.”

In der EU haben die Befür­wor­ter einer har­ten Hal­tung gegen Russ­land nach einem erneu­ten Auf­flam­men der Span­nun­gen mit der Ukrai­ne mehr Sank­tio­nen gefor­dert, aber der gespal­te­ne Block wer­de nicht schnell han­deln, wenn über­haupt, so mei­nen diplo­ma­ti­sche Quel­len.

(Reuters/dpa/RT)

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Nach dem Dieselgipfel : Eine Lösung im Sinne der Industrie


Der soge­nann­te Die­sel­gip­fel zwi­schen Bun­des­re­gie­rung und Auto­mo­bil­in­dus­trie am Sonn­tag­abend hat kei­ne kon­kre­ten Ergeb­nis­se gebracht. Fah­rern von Die­sel­fahr­zeu­gen der Emis­si­ons­stan­dards Euro 4 und 5 dro­hen in 65 deut­schen Städ­ten Fahr­ver­bo­te. Die Regie­rung hat sich zum Ziel gesetzt, die­se Ver­bo­te zu ver­hin­dern. Nach dem Tref­fen wur­den ver­schie­de­ne mög­li­che Ansät­ze zur Lösung der Kri­se in Umlauf gebracht.

Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er stell­te bei dem Tref­fen im Kanz­ler­amt einen Fünf-Punk­te-Plan vor, mit dem Fahr­ver­bo­te ver­mie­den wer­den sol­len. Kern die­ses Plans ist eine Umtau­sch­lö­sung, bei der die Her­stel­ler betrof­fe­ne Autos gegen sau­be­re Fahr­zeu­ge umtau­schen. Die­se soll­ten durch eine “Umtausch­prä­mie” die Dif­fe­renz beim Kauf­preis so gering wie mög­lich hal­ten. Die Her­stel­ler könn­ten Neu­wa­gen, aber auch neue­re Gebraucht­fahr­zeu­ge wie etwa Lea­sing­rück­läu­fer anbie­ten. Scheu­er lob­te das Tref­fen auf Twit­ter.

Eine tech­ni­sche Nach­rüs­tung der betrof­fe­nen Fahr­zeu­ge ist eben­falls mög­lich, soll aber auf Vor­schlag Scheu­ers auf jene Autos beschränkt blei­ben, bei denen der nach­träg­li­che Ein­bau von Stick­oxid­fil­tern tech­nisch sinn­voll sei. Dies beträ­fe nur einen klei­ne­ren Teil der betrof­fe­nen Die­sel. Nach Scheu­ers Vor­schlag soll­ten die Her­stel­ler 80 Pro­zent der Umbau­kos­ten über­neh­men, sodass die Kun­den auf Kos­ten von bis zu 600 Euro sit­zen­blei­ben könn­ten.

Ange­sichts der abseh­ba­ren Empö­rung über eine der­ar­ti­ge Belas­tung der Die­sel­fah­rer könn­te es sich hier­bei aller­dings um ein poli­ti­sches Manö­ver han­deln, mit dem sich die Umset­zung einer ande­ren Lösung als Erfolg für die Ver­brau­cher fei­ern lie­ße. Offen­bar geht es auch dar­um, die tech­ni­sche Nach­rüs­tung ins­ge­samt unat­trak­tiv erschei­nen zu las­sen.

Klar ist, dass es inner­halb der Koali­ti­on unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen gibt. Minis­ter Scheu­er steht mit der CSU für eine Umtau­sch­lö­sung. Die SPD setzt sich dage­gen in Per­son von Umwelt­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze für die tech­ni­sche Nach­rüs­tung auf Kos­ten der Her­stel­ler ein. Die CDU hat sich bis­her mit kon­kre­ten Aus­sa­gen zurück­ge­hal­ten, Gene­ral­se­kre­tä­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er hat aller­dings schon gefor­dert, dass bei den Die­sel­fah­rern kei­nes­falls “etwas hän­gen­bleibt”.

Die Inter­es­sen der Indus­trie sind klar : Sie stellt die tech­ni­sche Nach­rüs­tung als teu­er und tech­nisch pro­ble­ma­tisch dar, weil die­se Lösung für sie völ­lig unat­trak­tiv ist. Eine Umtau­sch­lö­sung dage­gen wür­de zusätz­li­chen Umsatz brin­gen, selbst wenn die Unter­neh­men für die Aus­tausch­fahr­zeu­ge tat­säch­lich nied­ri­ge­re Prei­se ansetz­ten. Mög­li­cher­wei­se ver­tritt Scheu­er auch des­halb die Umtau­sch­lö­sung, weil mit Audi und BMW zwei der Unter­neh­men ihren Sitz in Bay­ern haben.

Die idea­le Lösung aus Sicht der Auto­mo­bil­her­stel­ler wäre eine Umtau­sch­lö­sung ver­bun­den mit einer Art Neu­auf­la­ge der Abwrack­prä­mie. Dann wür­de der Steu­er­zah­ler den Kauf der neu­en Fahr­zeu­ge sub­ven­tio­nie­ren und so auf dem Groß­teil der Kos­ten für den Aus­tausch der dre­cki­gen Die­sel­fahr­zeu­ge sit­zen­blei­ben. Aller­dings hat­te Scheu­er in der Ver­gan­gen­heit eine Belas­tung der Steu­er­zah­ler aus­ge­schlos­sen.

Mehr zum The­ma — Rech­nungs­hof kri­ti­siert Regie­rung und nennt E-Auto-Prä­mie ein “Lob­by-Geschenk an die Auto­in­dus­trie”

Öko­lo­gisch betrach­tet, wäre die Umtau­sch­lö­sung kei­ne Lösung. Zwar wäre die Luft in den Städ­ten tat­säch­lich sau­be­rer, wenn dort sau­be­re­re Autos füh­ren. Aller­dings ver­schlingt die Pro­duk­ti­on von Mil­lio­nen Neu­fahr­zeu­gen gewal­ti­ge Men­gen an Res­sour­cen und Ener­gie und ver­ur­sacht gleich­zei­tig erheb­li­che Emis­sio­nen von Koh­len­di­oxid, sodass die Umwelt­bi­lanz ins­ge­samt zwei­fel­los nega­tiv wäre.

Der Koali­ti­ons­aus­schuss soll am Mon­tag nächs­ter Woche im Kanz­ler­amt ein kon­kre­tes Kon­zept beschlie­ßen. Im Moment scheint es, als müs­se sich der Ver­ur­sa­cher der Kri­se, die Auto­mo­bil­in­dus­trie, vor die­sem Ter­min kei­ne all­zu gro­ßen Sor­gen machen.

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Erdoğan besucht Putin : Gemeinsame Suche nach Lösung für Terrorproblem in Syriens Idlib


Der tür­ki­sche Prä­si­dent stell­te fest, dass Putin am 7. Sep­tem­ber eine posi­ti­ve Hal­tung an den Tag leg­te, als die bei­den Staats­prä­si­den­ten in Tehe­ran mit dem ira­ni­schen Prä­si­den­ten Hassan Rou­ha­ni über die Zukunft von Idlib dis­ku­tier­ten. “Ich hof­fe, dass [Putin] die posi­ti­ve Hal­tung auch in Zukunft fort­set­zen wird”, sag­te Erdoğan laut einem Bericht der tür­ki­schen Zei­tung Dai­ly Sabah.

Das tür­ki­sche Staats­ober­haupt füg­te hin­zu, dass alle Par­tei­en eine gemein­sa­me Koope­ra­ti­ons­ba­sis suchen müss­ten. “Das Ergeb­nis unse­res Tref­fens mit Herrn Putin wird wich­tig sein”, sag­te er am Mon­tag vor Jour­na­lis­ten mit Blick auf den Wunsch Russ­lands, Irans und der Regie­rung in Damas­kus, gegen Extre­mis­ten und Rebel­len in Idlib eine Boden­of­fen­si­ve durch­zu­füh­ren. “Wenn die Situa­ti­on in Idlib so wei­ter­geht wie bis­her, wer­den die Ergeb­nis­se schwer­wie­gend sein. Wir müs­sen eine Lösung mit Russ­land und den von den USA geführ­ten Koali­ti­ons­trup­pen fin­den, ohne dies zuzu­las­sen.”

Putin und Erdoğan wer­den in Sot­schi, Süd­russ­land, Gesprä­che füh­ren, um eine gemein­sa­me Stra­te­gie für Idlib im Vor­feld einer mög­li­chen Offen­si­ve der syri­schen Regie­rung aus­zu­ar­bei­ten. Die Situa­ti­on vor Ort ist “kom­pli­ziert”, kom­men­tier­te Kreml-Spre­cher Dmi­tri Pes­kow und räum­te ein, dass Mos­kau und Anka­ra “gewis­se Unter­schie­de im Ansatz” bei der Bewäl­ti­gung der Situa­ti­on in Idlib haben.

Die Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zwi­schen den Natio­nen wur­den auf dem jüngs­ten Tehe­ra­ner Gip­fel unter Anwe­sen­heit des ira­ni­schen Prä­si­den­ten Rou­ha­ni deut­lich.

Die Tür­kei hat einen Waf­fen­still­stand in der Pro­vinz Idlib gefor­dert und vor einer mög­li­chen hohen Zahl zivi­ler Todes­op­fer sowie einem mas­si­ven Flücht­lings­strom in die Tür­kei im Fal­le einer groß ange­leg­ten Regie­rungs­of­fen­si­ve gewarnt.

Der rus­si­sche Prä­si­dent beton­te wie­der­um, dass die Pro­vinz Idlib über­wie­gend von ter­ro­ris­ti­schen Grup­pen wie Hayat Tahr­ir al-Sham (HTS), die dem Ter­ror­netz­werk al-Kai­da nahe­steht, gehal­ten wird, was eine Bedro­hung für die gesam­te Regi­on dar­stellt.

Mehr zum The­ma — Zwi­schen USA und Russ­land : Idlib bringt die Tür­kei in Zeit­not

Die Ter­ro­ris­ten ver­su­chen, den Waf­fen­still­stand zu unter­gra­ben. Dar­über hin­aus füh­ren sie ver­schie­de­ne Pro­vo­ka­tio­nen durch, auch mit che­mi­schen Waf­fen”, sag­te Putin am 7. Sep­tem­ber vor Jour­na­lis­ten. Er stell­te auch fest, dass die Ter­ro­ris­ten von Idlib aus zahl­rei­che Angrif­fe gegen rus­si­sche und syri­sche Trup­pen sowie Zivi­lis­ten gestar­tet hat­ten.

Die Tür­kei besteht dar­auf, dass Ter­ro­ris­ten von der “gemä­ßig­ten Oppo­si­ti­on” in der Regi­on getrennt wer­den soll­ten, schwört aber, mit allen Natio­nen bei der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung zusam­men­zu­ar­bei­ten. “Wir kämp­fen gegen alle Ter­ror­grup­pen. Ähn­lich kämp­fen wir gegen den Ter­ro­ris­mus in Idlib”, sag­te Erdoğan.

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Lösung der Migrationsfrage : Österreich macht offenbar erste Schritte Richtung “Achse der Willigen”


Am 1. Juli über­nimmt Öster­reich für sechs Mona­te die EU-Rats­prä­si­dent­schaft. Ganz oben auf der Agen­da der Alpen­re­pu­blik steht die Flücht­lings­po­li­tik. Zu den Schwer­punk­ten die­ser Peri­ode gehört für den öster­rei­chi­schen Kanz­ler Sebas­ti­an Kurz, die “Migra­ti­on unter Kon­trol­le zu brin­gen”. Dies sag­te er am Diens­tag nach einem Tref­fen mit EU-Par­la­ments­prä­si­dent Anto­nio Taja­ni in Wien.

Erst neu­lich bei sei­nem Besuch in Ber­lin bekräf­tig­te Kurz, dass er wäh­rend der öster­rei­chi­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft dafür sor­gen wol­le, dass die euro­päi­schen Außen­gren­zen im Kampf gegen ille­ga­le Migra­ti­on in die EU bes­ser geschützt wer­den. Dazu set­ze er auf eine “Ach­se der Wil­li­gen”. Er nann­te in ers­ter Linie Rom, Wien und Ber­lin. Wie nun öster­rei­chi­sche Zei­tun­gen berich­ten, sol­len auch die Län­der der soge­nann­ten Visegrád-Grup­pe — Ungarn, Polen, Tsche­chi­en, Slo­wa­kei — zu die­ser Ach­se gehö­ren.

Dinge wieder in Ordnung bringen”

Mit Blick auf den Asyl­streit in Deutsch­land erklär­te der Poli­ti­ker der kon­ser­va­ti­ven Öster­rei­chi­schen Volks­par­tei (ÖVP) am Diens­tag in Wien, dass die aktu­el­le Situa­ti­on nicht die Schuld derer sei, die bis­her gegen die Poli­tik der offe­nen Gren­zen ein­ge­tre­ten sei­en. “Es ist die Ver­ant­wor­tung all jener, die eine gegen­tei­li­ge Poli­tik ver­folgt haben. Wir wer­den jetzt die Din­ge wie­der in Ord­nung brin­gen müs­sen.”

Und wäh­rend sich in Deutsch­land CDU und CSU einen erbit­ter­ten Streit zum The­ma Asyl­be­wer­ber und die Zurück­wei­sung an der Gren­ze derer, die bereits in ande­ren EU-Staa­ten regis­triert sind, lie­fern, arbei­tet der öster­rei­chi­sche Bun­des­kanz­ler offen­bar schon jetzt an der “Ord­nung”. Zumin­dest lässt sich das aus sei­nem Ter­min­ka­len­der sowie jenen sei­ner Minis­ter able­sen.

Sein Vize­kanz­ler Heinz-Chris­ti­an Stra­che und Innen­mi­nis­ter Her­bert Kickl (bei­de FPÖ) fah­ren am Mitt­woch nach Rom. In der ita­lie­ni­schen Haupt­stadt sol­len sie mit Innen­mi­nis­ter Matteo Sal­vi­ni zusam­men­kom­men. Kurz trifft sich am glei­chen Tag im ober­ös­ter­rei­chi­schen Linz an der Donau mit dem baye­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Mar­kus Söder, der sich mehr­mals in den letz­ten Wochen offen für stren­ge­re Asyl­po­li­tik aus­ge­spro­chen hat­te.

In den nächsten sechs Monaten konkrete Antworten liefern

Am Don­ners­tag soll der öster­rei­chi­sche Kanz­ler dann in Buda­pest auf die Visegrád-Grup­pe mit Ungarns Pre­mier Vik­tor Orbán an der Spit­ze tref­fen. Die vier Län­der leh­nen die Flücht­lings­po­li­tik der deut­schen Kanz­le­rin strikt ab. Am Frei­tag wird dann der Prä­si­dent des Euro­päi­schen Rates Donald Tusk in Wien erwar­tet. Das The­ma der ille­ga­len Migra­ti­on und einer schnel­len euro­päi­schen Ant­wort dürf­te bei all die­sen Tref­fen den Schwer­punkt bil­den. 

Bereits am Diens­tag beton­te der EU-Par­la­ments­prä­si­dent Taja­ni, dass die EU schnell han­deln müs­se.

Euro­pa hat all­zu viel Zeit ver­lo­ren und die Migra­ti­ons­fra­ge jah­re­lang unter­schätzt.

Das euro­päi­sche Par­la­ment und die Regie­run­gen wer­den in den nächs­ten sechs Mona­ten unter der Lei­tung Öster­reichs den Bür­gern ganz kon­kre­te Ant­wor­ten lie­fern, denn ohne kon­kre­te Ant­wor­ten wird die gesell­schaft­li­che Kri­se zuneh­men und die Exis­tenz der EU gefähr­det wer­den.”

Mehr zum The­ma — Im Kampf gegen ille­ga­le Migra­ti­on : Öster­reichs Kanz­ler Kurz for­dert “Ach­se der Wil­li­gen”

(dpa/rt deutsch)

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Angela Merkel beharrt im Streit um Asylpolitik auf europäischer Lösung


Innen­mi­nis­ter und CSU-Chef Horst See­ho­fer will Migran­ten an der Gren­ze zurück­zu­wei­sen las­sen, die schon in einem ande­ren EU-Land Asyl bean­tragt haben. Das leh­nen Ange­la Mer­kel und wei­te Tei­le der CDU strikt ab. Sie for­dern eine euro­päi­sche Lösung. Die CSU hat der Kanz­le­rin qua­si eine Frist bis Mon­tag gesetzt, um auf ihre Linie ein­zu­schwen­ken. Andern­falls will Horst See­ho­fer im natio­na­len Allein­gang sei­ne For­de­rung durch­set­zen. Ein Kom­pro­miss ist der­zeit nicht in Sicht. (dpa)

Mehr zum The­ma - BAMF-Skan­dal : Bun­des­in­nen­mi­nis­ter See­ho­fer ent­lässt Bre­mer Che­fin Cordt

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