Maas erläutert seine Haltung zum INF-Vertrag — dann schaltet sich plötzlich Lawrow ein (Video)


Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas ist an die­sem Mitt­woch zu einem zwei­tä­gi­gen Besuch in Mos­kau ein­ge­trof­fen. Am ers­ten Tag sei­ner Stipp­vi­si­te ver­han­del­te der deut­sche Diplo­mat mit sei­nem rus­si­schen Kol­le­gen Ser­gei Law­row. Gesprächs­the­men waren unter ande­rem die Lage in der Ukrai­ne, die Syri­en-Kri­se und die Situa­ti­on um den Iran. Dar­über hin­aus erör­ter­ten Ser­gei Law­row und Hei­ko Maas Pro­ble­me der stra­te­gi­schen Sicher­heit und Sta­bi­li­tät.

Auf der anschlie­ßen­den Pres­se­kon­fe­renz frag­te RT Deutsch den Bun­des­mi­nis­ter des Aus­wär­ti­gen, ob er nach wie vor zu sei­ner Erklä­rung steht, nach der allein Russ­land nicht das Nöti­ge zur Ret­tung des INF-Ver­tra­ges getan habe. RT Deutsch ver­wies dabei in sei­ner Fra­ge auf einen Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten­test, den die USA am Sonn­tag unter­nom­men hat­ten. Die Erläu­te­run­gen von Maas woll­te sein Amts­kol­le­ge Law­row jedoch nicht unkom­men­tiert las­sen.

Am Don­ners­tag, dem zwei­ten Tag sei­ner Stipp­vi­si­te, woll­te sich der deut­sche Diplo­mat mit rus­si­schen Bür­ger­ak­ti­vis­ten und Jugend­li­chen tref­fen. 

Die letz­te Zusam­men­kunft von Ser­gei Law­row und Hei­ko Maas fand Mit­te Juli statt, als die bei­den Außen­mi­nis­ter an einer Kon­fe­renz im Rah­men des “Peters­bur­ger Dia­logs” auf dem Peters­berg bei Bonn teil­ge­nom­men hat­ten.

Mehr zum The­ma — Regie­rungs­spre­cher kön­nen nicht erklä­ren, wie­so Mos­kaus Ange­bot zur Ret­tung von INF abge­lehnt wur­de

RT Deutsch


Wieder eine Panne : Außenminister Maas muss mit Truppentransporter nach Moskau fliegen


Die eigent­lich vor­ge­se­he­ne Maschi­ne muss­te auf­grund einer kaput­ten Befes­ti­gungs­schel­le in einem Hydrau­lik­sys­tem kurz­fris­tig in die Repa­ra­tur. Der Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas muss­te von dem wei­ßen VIP-Air­bus A340 auf einen deut­lich weni­ger kom­for­ta­blen und älte­ren Air­bus des Typs A310 aus­wei­chen, mit dem nor­ma­ler­wei­se Sol­da­ten in die Ein­satz­ge­bie­te geflo­gen wer­den. Zu einer Ver­spä­tung kam es dabei aber nicht.

Der Scha­den wur­de bei einer wöchent­li­chen Rou­ti­ne­un­ter­su­chung fest­ge­stellt, teil­te die Luft­waf­fe mit : “Sicher­heits­hal­ber muss die­se Schel­le aus­ge­tauscht wer­den, damit das Flug­zeug betriebs­be­reit bleibt.”

Seit März wird Viel­flie­ger Maas immer wie­der mit defek­ten Flug­zeu­gen kon­fron­tiert – auch bei sei­ner letz­ten Rei­se nach Nord­ame­ri­ka ver­gan­ge­ne Woche muss­te ein Flug­zeug aus­ge­tauscht wer­den. Aller­dings stieg Maas in dem Fall auf eine ande­re Regie­rungs­ma­schi­ne um, die ver­füg­bar war.

Mehr zum The­ma — Schon wie­der eine Pan­ne : Außen­mi­nis­ter Maas muss mit Ersatz­flie­ger nach New York

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Schon wieder eine Panne : Außenminister Maas muss mit Ersatzflieger nach New York


Wegen eines Defekts an einem Luft­waf­fen-Air­bus hat Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) in einen Ersatz­flie­ger nach New York umstei­gen müs­sen. Statt wie geplant mit einem A321 brach der Minis­ter am Mon­tag­nach­mit­tag vom mili­tä­ri­schen Teil des Flug­ha­fens Ber­lin-Tegel mit einer klei­ne­ren Ersatz­ma­schi­ne – einem Air­bus des Typs A319 – zu sei­ner vier­tä­gi­gen Nord­ame­ri­ka-Rei­se auf. Es war für den Minis­ter bereits die vier­te Pan­ne inner­halb eines hal­ben Jah­res.

Die Ersatz­ma­schi­ne mit Maas star­te­te etwa eine hal­be Stun­de spä­ter als geplant. Um wel­che Art von Defekt es sich han­del­te, woll­te eine Spre­che­rin des Aus­wär­ti­gen Amtes auf Anfra­ge nicht sagen.

Beschaf­fung von drei neu­en Lang­stre­cken­ma­schi­nen in Auf­trag gege­ben

Die Flug­be­reit­schaft der Bun­des­wehr geriet in den ver­gan­ge­nen Mona­ten immer wie­der in die Schlag­zei­len. Ende Mai muss­te Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er wegen einer geris­se­nen Cock­pit-Schei­be in einen Pri­vat­jet umstei­gen. Die Bun­des­re­gie­rung hat inzwi­schen Kon­se­quen­zen aus den Pan­nen gezo­gen und die Beschaf­fung von drei neu­en Lang­stre­cken­ma­schi­nen in Auf­trag gege­ben.

Maas hat­te zuletzt drei­mal inner­halb von nur drei Mona­ten wegen Flug­zeug­pan­nen Ver­spä­tun­gen hin­neh­men müs­sen. Mit­te Mai traf er wegen einer Flug­zeug­pan­ne mit einer Ver­spä­tung von etwa 70 Minu­ten zu sei­nem Antritts­be­such in Bul­ga­ri­en ein. Ende Febru­ar blieb Maas zum Abschluss einer Afri­ka-Rei­se in der mali­schen Haupt­stadt Bama­ko lie­gen. 20 Stun­den muss­te er dort auf einen Ersatz­flie­ger war­ten. Anfang April hat­te er bei der Lan­dung in New York eine Rei­fen­pan­ne. Er muss­te mehr er als eine Stun­de lang in dem Air­bus A340 war­ten, bis er aus­stei­gen konn­te, und ver­pass­te des­we­gen den Auf­takt einer infor­mel­len Sit­zung des UN-Sicher­heits­rats. Davor war er fast ein Jahr lang rund 300.000 Kilo­me­ter pan­nen­frei geflo­gen.

Zum Auf­takt sei­ner Nord­ame­ri­ka-Rei­se warb Maas für eine Stär­kung der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit.

Wenn wir nicht ver­netzt und glo­bal die schwie­ri­gen Auf­ga­ben der nächs­ten Jah­re und Jahr­zehn­te ange­hen, wer­den am Ende alle ver­lie­ren. Zuerst die Schwächs­ten – am Ende aber auch die Star­ken”, sag­te er am Mon­tag vor sei­nem Abflug nach New York. “Ohne eine star­ke glo­ba­le Ord­nung wer­den wir nicht bestehen.”

Alli­anz der Mul­ti­la­te­ra­lis­ten” vor­an­brin­gen und Besuch einer Inu­it-Sied­lung 

Wäh­rend sei­ner Rei­se wird Maas auch Toron­to und die kana­di­sche Ark­tis besu­chen. In New York wird er am Diens­tag zunächst an einer Sit­zung des UN-Sicher­heits­rats zum Schutz der Zivil­be­völ­ke­rung in Kon­flik­ten teil­neh­men. Am Nach­mit­tag (Orts­zeit) reist der SPD-Poli­ti­ker nach Kana­da wei­ter, wo er zusam­men mit der kana­di­schen Außen­mi­nis­te­rin Chrys­tia Free­land die von ihm initi­ier­te “Alli­anz der Mul­ti­la­te­ra­lis­ten” vor­an­brin­gen will. Dar­in sol­len Län­der ver­netzt wer­den, die für inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit und gegen natio­na­le Allein­gän­ge ein­ste­hen.

Mehr zum The­maWas bit­te­schön ist Mul­ti­la­te­ra­lis­mus ? Das Aus­wär­ti­ge Amt und eine erhel­len­de Umfra­ge

Letz­te Sta­ti­on der vier­tä­gi­gen Rei­se ist die kana­di­sche Ark­tis. In Pond Inlet, einer Inu­it-Sied­lung mit nur 1.300 Ein­woh­nern, will er sich über die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels infor­mie­ren. Durch die Eis­schmel­ze bah­nen sich Kon­flik­te zwi­schen den Anrai­ner­staa­ten unter ande­rem um Roh­stof­fe an. Maas sag­te, der Kli­ma­wan­del ber­ge erheb­li­ches Kon­flikt­po­ten­zi­al.

Um es zu ent­schär­fen, brau­chen wir funk­tio­nie­ren­den Dia­log und gemein­sa­me Regeln – und zwar jetzt, bevor sich neue Kon­flik­te Bahn bre­chen.

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Heiko Maas und das Ende des INF-Vertrags : Nichts als hohle Phrasen


von Andre­as Rich­ter

Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas äußer­te sich am Frei­tag ver­gan­ge­ner Woche zum Ende des INF-Ver­trags. Das Aus­wär­ti­ge Amt ver­öf­fent­lich­te auf sei­nem Twit­ter-Account eine Stel­lung­nah­me des Minis­ters, in der er Russ­land die Schuld an der Been­di­gung des Ver­trags über nuklea­re Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten zuwies, Russ­land, und nur Russ­land :

Wir bedau­ern, dass Russ­land nicht das Nöti­ge getan hat, um den Ver­trag zu ret­ten.

Dabei über­sieht der Minis­ter wie gewöhn­lich das Wesent­li­che. Zunächst ein­mal haben die USA den Ver­trag zuerst gekün­digt, nicht Russ­land. Ob die von den USA bean­stan­de­ten rus­si­schen Rake­ten tat­säch­lich den Ver­trag ver­let­zen, ist unklar. Das rus­si­sche Ange­bot, die Sys­te­me durch west­li­che Tech­ni­ker begut­ach­ten zu las­sen, erwähnt der Minis­ter erst gar nicht.

Eben­so wenig äußert er sich zu den Ver­trags­brü­chen, die Russ­land sei­ner­seits den USA vor­hält : Die in Polen und Rumä­ni­en sta­tio­nier­ten Aegis-Sys­te­me, die auch Marsch­flug­kör­per abfeu­ern könn­ten, und die Ent­wick­lung rake­ten­be­stück­ter Droh­nen. Mit kei­nem Wort wird auch der rus­si­sche Vor­schlag, ein Mora­to­ri­um für die Sta­tio­nie­rung von Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten zu ver­ein­ba­ren, erwähnt.

Kein Wort auch vom Minis­ter zum kläg­li­chen Ver­sa­gen der EU. Tat­säch­lich wird vor allem die Sicher­heit der euro­päi­schen Län­der vom Ende des INF-Ver­trags beein­träch­tigt. Doch aus Brüs­sel ver­nahm man nur Bedau­ern, wie­der ein­mal unter­war­fen sich die euro­päi­schen NATO-Staa­ten dem trans­at­lan­ti­schen Hege­mon, der offen gegen ihre Inter­es­sen han­del­te, und wedel­ten noch mit dem Schwanz, indem sie ohne ein Wort der Kri­tik des­sen frag­wür­di­gen Argu­men­te unter­stütz­ten.

Die Stel­lung­nah­me des Minis­ters doku­men­tiert das Niveau, auf dem die deut­sche Außen­po­li­tik mitt­ler­wei­le ange­langt ist. Die­se fei­ert sich gern dafür, das Wah­re, Gute und Schö­ne zu ver­tre­ten, und trägt am Ende doch fast immer die skru­pel­lo­se und zer­stö­re­ri­sche Hege­mo­ni­al­po­li­tik der Vor­macht in Über­see mit. Dass Hei­ko Maas sogar in der eige­nen Par­tei als pein­li­che Fehl­be­set­zung gilt, kann ange­sichts die­ser Poli­tik und Stel­lung­nah­men wie der hier bespro­che­nen nicht ver­wun­dern.

Mehr zum The­ma — Nach Ende des INF-Ver­trags : Russ­land for­dert Mora­to­ri­um zur Rake­ten­sta­tio­nie­rung

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

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Heiko Maas zu RT Deutsch : Nordstream 2 “außerordentlich sinnvolles Projekt” (Videos)


RT Deutsch-Repor­te­rin Maria Jans­sen war beim dies­jäh­ri­gen Peters­bur­ger Dia­log in Königs­win­ter bei Bonn :

Die Außen­mi­nis­ter äußer­ten sich wei­ter­hin zu ver­schie­de­nen The­men, unter ande­rem der Ukrai­ne-Kri­se und der Been­di­gung des INF-Ver­trags.

Mehr zum The­ma — LIVE : Außen­mi­nis­ter Maas und Amts­kol­le­ge Law­row spre­chen beim Peters­bur­ger Dia­log

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Bündnis der Hilfsbereiten”: Maas will Deutschland als Vorreiter bei Aufnahme von Migranten


Die Debat­te um die See­not­ret­tung und Ver­tei­lung von im Mit­tel­meer geret­te­ten Migran­ten in der EU ist erneut ent­brannt. Am kom­men­den Don­ners­tag bera­ten die Jus­tiz- und Innen­mi­nis­ter der EU über das The­ma bei einem Tref­fen in Hel­sin­ki. Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) schlug nun eine Vor­rei­ter­rol­le Deutsch­lands und ande­rer auf­nah­me­wil­li­ger EU-Staa­ten vor.

Wir brau­chen ein Bünd­nis der Hilfs­be­rei­ten für einen ver­bind­li­chen Ver­teil­me­cha­nis­mus”, sag­te der SPD-Poli­ti­ker dem Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land.

Öster­reichs Ex-Kanz­ler Kurz : Ver­tei­lung von Migran­ten in Euro­pa ist geschei­tert

Deutsch­land sei bereit zu garan­tie­ren, immer ein fes­tes Kon­tin­gent an Geret­te­ten zu über­neh­men. In ande­ren Län­dern stößt dies aller­dings nicht auf gro­ße Gegen­lie­be.

Die Ver­tei­lung von Migran­ten in Euro­pa ist geschei­tert”, erklär­te Öster­reichs Ex-Kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP). “Wir dis­ku­tie­ren erneut über Ide­en aus 2015, die sich hin­läng­lich als nicht umsetz­bar erwie­sen haben.”

Man dür­fe “kei­ne fal­schen Signa­le aus­sen­den” und müs­se es “unbe­dingt ver­hin­dern, dass wei­te­re Men­schen ihr Leben bei der gefähr­li­chen Über­fahrt über das Mit­tel­meer aufs Spiel set­zen”, so Kurz.

FDP-Chef Chris­ti­an Lind­ner kon­ter­te dem Vor­schlag von Maas mit einer ande­ren Lösung – lega­le Flucht­we­ge nach Euro­pa und men­schen­wür­di­ge Unter­kunfts­mög­lich­kei­ten in Nord­afri­ka. Lind­ner bekräf­tig­te, dass die Ret­tung von Migran­ten aus aku­ter See­not nicht infra­ge gestellt wer­den dür­fe.

Unter­las­se­ne Hil­fe­leis­tung ist nicht zu recht­fer­ti­gen. Auf der ande­ren Sei­te darf es kei­ne Bei­hil­fe zur Schlep­per­kri­mi­na­li­tät bei Wirt­schafts­mi­gran­ten geben”, sag­te Lind­ner den Zei­tun­gen der Fun­ke Medi­en­grup­pe. “Die Lösung muss dar­in lie­gen, dass wir mit dem Flücht­lings­hilfs­werk der Ver­ein­ten Natio­nen in Nord­afri­ka men­schen­wür­di­ge Unter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten und lega­le Flucht­we­ge nach Euro­pa schaf­fen.”

Not­wen­dig sei eine See­not­ret­tung in staat­li­cher Hand, die Migran­ten “aber nicht nach Euro­pa bringt, son­dern zunächst an den Aus­gangs­punkt der jewei­li­gen Rei­se.” Den Schlep­pern dür­fe das Geschäft nicht erleich­tert wer­den.

Der innen­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, Mathi­as Mid­del­berg, begrüß­te zwar einen mög­li­chen ver­bind­li­chen Mecha­nis­mus, der CDU-Poli­ti­ker hält aber wei­te­re Maß­nah­men für nötig.

Ein ste­ti­ger Ver­teil­me­cha­nis­mus wäre sehr hilf­reich, bringt allein aber kei­ne nach­hal­ti­ge Lösung”, sag­te Mid­del­berg der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. “Mit­tel­fris­tig brau­chen wir die Umset­zung der Beschlüs­se des EU-Rats vom Juni 2018 – eine noch inten­si­ve­re Zusam­men­ar­beit mit den Her­kunfts- und Tran­sit­län­dern zur Redu­zie­rung der Migra­ti­on und Aus­schif­fungs­platt­for­men an den Mit­tel­meer­küs­ten, in denen die Migran­ten men­schen­wür­dig unter­ge­bracht wären, ihre Asyl­ver­fah­ren bear­bei­tet wür­den und von wo aus auch Rück­füh­run­gen orga­ni­siert wer­den könn­ten.”

Der innen­po­li­ti­sche Spre­cher der AfD-Bun­des­tags­frak­ti­on Gott­fried Curio sag­te : “Mit der Ankün­di­gung, immer ein fes­tes Kon­tin­gent von Migran­ten auf der Mit­tel­meer-Rou­te auf­neh­men zu wol­len, betreibt Außen­mi­nis­ter Maas ein­mal mehr das Geschäft der Schlep­per und for­ciert die ille­ga­le Migra­ti­on immer wei­ter.”

Seit Jah­ren gibt es in der EU Streit über die Ver­tei­lung von Migran­ten

Das The­ma Migra­ti­on hat wie­der an Bri­sanz gewon­nen, nach­dem die deut­sche Kapi­tä­nin Caro­la Racke­te uner­laubt mit Dut­zen­den Migran­ten an Bord der “Sea-Watch 3” nach Ita­li­en gefah­ren war. Gegen sie wird in Ita­li­en ermit­telt. Die Regie­rung in Rom hat die Häfen des Lan­des für Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen mitt­ler­wei­le kom­plett gesperrt.

Bei jedem Boot wie­der ein unwür­di­ges Gescha­che­re um Men­schen­le­ben zu begin­nen, kann nicht die Lösung sein”, sag­te Maas. Er erwar­te, dass die EU-Part­ner im Umgang mit aus See­not Geret­te­ten in der kom­men­den Woche “einen ent­schei­den­den Schritt” vor­an­kom­men.

Ita­li­ens Außen­mi­nis­ter Enzo Moavero Mila­ne­si kün­dig­te an, er wol­le der EU am Mon­tag neue Lösungs­vor­schlä­ge vor­le­gen. Die Euro­päi­sche Uni­on brau­che einen “struk­tu­rier­ten und sta­bi­len Mecha­nis­mus” für die Umver­tei­lung von Migran­ten, sag­te der Minis­ter am Sonn­tag.

Wir kön­nen nicht wei­ter von Fall zu Fall ent­schei­den und jedes Mal nach Not­fall-Lösun­gen suchen”, sag­te Moavero Mila­ne­si in einem am Sonn­tag ver­öf­fent­lich­ten Inter­view des Cor­rie­re del­la Sera. 

Bei einem Tref­fen mit EU-Außen­mi­nis­tern wol­le er die Plä­ne dis­ku­tie­ren. Seit Jah­ren gibt es in der EU Streit über die Ver­tei­lung von Geflüch­te­ten – bis­her ohne Aus­sicht auf eine Lösung.

Migran­ten wol­len nicht nach Ita­li­en, Grie­chen­land oder Mal­ta. Sie wol­len nach Euro­pa. Des­halb müs­sen wir eine Lösung inner­halb eines euro­päi­schen Rah­mens fin­den”, sag­te Moavero Mila­ne­si wei­ter.

Er sei dafür, dass die EU-Staa­ten ihre Ret­tungs­mis­sio­nen für Migran­ten im Mit­tel­meer wie­der auf­neh­men, wie es die Ver­ein­ten Natio­nen zuletzt gefor­dert hat­ten. Bedin­gung sei aber, dass nicht alle Geret­te­ten nach Ita­li­en gebracht wür­den, wie es in der Ver­gan­gen­heit pas­siert sei. Men­schen aus Kriegs­ge­bie­ten soll­ten von außer­halb der EU einen Asyl­an­trag stel­len kön­nen. Zu die­sem Zweck soll­ten in fried­li­chen Nach­bar­län­dern der krieg­füh­ren­den Staa­ten euro­päi­sche Büros ein­ge­rich­tet wer­den.

Mehr zum The­ma — “See­not­ret­tung” und huma­ni­tä­re Fas­sa­de : Die deut­sche Kri­tik an Ita­li­en ist schein­hei­lig

Men­schen, denen Asyl gewährt wer­de, soll­ten mit dem Flug­zeug in die EU gebracht wer­den, um sie vor Schlep­pern zu schüt­zen und ihnen die gefähr­li­chen Über­fahr­ten auf dem Mit­tel­meer zu erspa­ren. Im Anschluss soll­ten die Flücht­lin­ge inner­halb der EU nach “objek­ti­ven und kla­ren Kri­te­ri­en” ver­teilt wer­den. Ein sol­ches Sys­tem kön­ne aber nur funk­tio­nie­ren, wenn sich eine aus­rei­chen­de Anzahl von EU-Län­dern betei­li­ge, so Moavero Mila­ne­si.

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Heiko Maas fordert Proteste gegen Rechtsextremismus


Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas hat nach dem Mord an dem Kas­se­ler Regie­rungs­prä­si­den­ten Wal­ter Lüb­cke zu Pro­tes­ten gegen Rechts­ex­tre­mis­ten auf­ge­ru­fen. In einem Gast­bei­trag für Bild schrieb Maas :

Zei­gen wir, dass wir mehr sind als die Rechts­ra­di­ka­len, die Anti­se­mi­ten, die Spal­ter. So wie die ‘unteilbar’-Demonstranten in Ber­lin und an vie­len ande­ren Orten. Viel­leicht braucht unser Land nicht nur die ‘Fri­days for Future’, die so viel in Bewe­gung gebracht haben. Son­dern auch einen Don­ners­tag der Demo­kra­tie.

80 Jah­re nach Beginn des Zwei­ten Welt­krie­ges wür­den Poli­ti­ker wegen ihrer poli­ti­schen Über­zeu­gun­gen und ihres Ein­sat­zes für das Land wie­der Opfer von Rechts­ter­ro­ris­ten, schreibt der Minis­ter. Maas wei­ter :

All das zeigt, wovor vie­le auch jetzt noch die Augen ver­schlie­ßen : Deutsch­land hat ein Ter­ror­pro­blem.

Es gebe über 12.000 gewalt­ori­en­tier­te Rechts­ex­tre­me in Deutsch­land, 450 von ihnen sei­en unter­ge­taucht, obwohl sie mit Haft­be­fehl gesucht wer­den. “Weg­se­hen kann töd­lich sein. Wir müs­sen den Rechts­ter­ro­ris­mus end­lich als sol­chen benen­nen”, beton­te Maas.

Vor eini­gen Tagen hat­te Maas bereits auf Twit­ter geschrie­ben, dass die “Fein­de der Frei­heit” kei­ne Frei­heit ver­dien­ten. Bereits vor eini­gen Tagen war der CDU-Poli­ti­ker Peter Tau­ber mit ähn­li­chen Vor­schlä­gen an die Öffent­lich­keit gegan­gen.

Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel kün­dig­te ein ener­gi­sches Vor­ge­hen gegen gewalt­be­rei­te Rechts­ex­tre­mis­ten an. Auf dem evan­ge­li­schen Kir­chen­tag in Dort­mund sag­te sie am Sams­tag, die­se müss­ten “in den Anfän­gen bekämpft wer­den und ohne jedes Tabu”:

Des­halb ist der Staat hier auf allen Ebe­nen gefor­dert, und die Bun­des­re­gie­rung nimmt das sehr, sehr ernst.

Nach isla­mis­tisch moti­vier­ten Anschlä­gen sprach der poli­ti­sche und media­le Main­stream bis­her stets von Ein­zel­fäl­len ; For­de­run­gen nach Pro­tes­ten gegen Isla­mis­ten oder der Ein­schrän­kung ihrer Grund­rech­te wur­den dabei nicht erho­ben. Der Gegen­satz zum gegen­wär­ti­gen Beschwö­ren der “Bedro­hung durch den Rechts­ter­ro­ris­mus” nach einem noch nicht auf­ge­klär­ten Mord könn­te kaum grö­ßer sein.

Unter­des­sen hat der AfD-Vor­sit­zen­de Alex­an­der Gau­land eine Mit­ver­ant­wor­tung sei­ner Par­tei für den Mord bestrit­ten. Gegen­über Cice­ro sag­te er auf die Fra­ge, ob sei­ne Par­tei dazu bei­getra­gen habe, Lüb­cke zur Hass­fi­gur für Rechts­ex­tre­me zu machen :

Das kann ich nicht akzep­tie­ren. Natür­lich kann man Poli­ti­ker, die sich äußern wie Wal­ter Lüb­cke, poli­tisch kri­ti­sie­ren. Das ist ja nicht der Ver­such, einen Men­schen mit Gewalt zu besei­ti­gen.

Gau­land erwar­tet kei­ne rhe­to­ri­sche Abrüs­tung. Er habe nicht den Ein­druck, dass die­je­ni­gen, die die AfD jetzt an den Pran­ger stell­ten, irgend­ein Inter­es­se dar­an hät­ten :

Aber schau­en Sie sich doch an, wie die ande­ren Par­tei­en reagie­ren. Da kön­nen Sie schlecht die Rhe­to­rik zurück­fah­ren, wenn Ihnen selbst gera­de in die­sem Mord­fall eine Mit­schuld gege­ben wird. Was wol­len Sie da noch zurück­fah­ren ?

Mehr zum The­ma — Peter Tau­ber für Ein­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit für “Ver­fas­sungs­fein­de”

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Iran-Besuch des deutschen Außenministers : Heiko Maas will das Nuklearabkommen retten


Dem Iran-Besuch des deut­schen Außen­mi­nis­ters Hei­ko Maas war eine Visi­te sei­nes US-ame­ri­ka­ni­schen Amts­kol­le­gen Mike Pom­peo in Ber­lin vor­aus­ge­gan­gen. Das Haupt­the­ma der Gesprä­che war der Iran. Bei­de Sei­ten waren sich einig, dass eine nuklea­re Bewaff­nung des Iran ver­hin­dert wer­den müs­se. 

Die Spre­che­rin des Aus­wär­ti­gen Amtes, Maria Ade­bahr, über die Rei­se von Maas :

Das ist eine Rei­se in die Kri­se. 

Auch nach­dem die USA im Jahr 2018 ihren Aus­tritt aus dem JCPOA (Joint Com­pre­hen­si­ve Plan of Action) erklärt haben, hielt der Iran an dem Abkom­men fest. Ein Jahr danach erklär­ten sie ihren Teil­aus­stieg und setz­ten Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich und Deutsch­land ein Ulti­ma­tum bis zum 7. Juli, die ver­ein­bar­te Tausch­bör­se Ins­tex zur Ermög­li­chung der Iran-Geschäf­te ins Leben zu rufen. 

Die USA ver­tre­ten eine Poli­tik des maxi­ma­len Drucks auf den Iran. Die ira­ni­sche Regie­rung spricht von den schwers­ten Sank­tio­nen seit Grün­dung der Isla­mi­schen Repu­blik und einem “Wirt­schafts­krieg” gegen das Land und sei­ne Bevöl­ke­rung. Pom­peo sag­te in Ber­lin auf die Fra­ge eines Jour­na­lis­ten, er habe nichts gegen den Han­del zwi­schen dem Iran und Deutsch­land mit Pro­duk­ten, die nicht auf der Sank­ti­ons­lis­te ste­hen. Schon im Vor­feld gab es jedoch Kri­tik an der Tausch­bör­se. Der Iran habe zu wenig anzu­bie­ten, um hier­für etwa drin­gend benö­tig­te medi­zi­ni­sche Gerä­te zu tau­schen, wur­de als Bei­spiel ange­führt. 

Mehr zum The­ma US-Sank­tio­nen gegen den Iran : Deut­sche Fir­men flüch­ten

Washing­ton und Tehe­ran lie­fern sich der­zeit einen ver­ba­len Schlag­ab­tausch. Poli­ti­ker und Ana­lys­ten war­nen vor der Gefahr einer Eska­la­ti­on. Die USA wol­len den Iran an den Ver­hand­lungs­tisch zwin­gen. 

In Tehe­ran trifft Maas auf den ira­ni­schen Außen­mi­nis­ter Dscha­wad Sarif. Dort will er bespre­chen, “was wir tun, um die­ses Abkom­men zu erhal­ten und was der Iran tun kann, um in die glei­che Rich­tung zu gehen”. Dabei habe er sich mit der fran­zö­si­schen und bri­ti­schen Regie­rung auf eine gemein­sa­me Hal­tung ver­stän­digt. Maas eil­te der Diplo­mat und poli­ti­sche Direk­tor des Aus­wär­ti­gen Amts Jens Plöt­ner vor­aus. Auch die­ser wur­de vom Aus­wär­ti­gen Amt ent­sandt, um in Tehe­ran das Nukle­arab­kom­men zu ret­ten. 

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