Macron will Notre-Dame innerhalb von fünf Jahren wieder aufbauen


Wir wer­den han­deln. Und wir wer­den Erfolg haben.” Bereits am Mon­tag­abend nach Aus­bruch des Feu­ers hat­te Macron ver­spro­chen, das goti­sche Bau­werk wie­der auf­zu­bau­en.

Nach der Brand­ka­ta­stro­phe vom Mon­tag­abend hat­te Macron über Frank­reich hin­aus zu Spen­den auf­ge­ru­fen. Pre­mier­mi­nis­ter Édouard Phil­ip­pe rief am Diens­tag eine Minis­ter­run­de zusam­men, um über den Wie­der­auf­bau des aus­ge­brann­ten Got­tes­hau­ses zu bera­ten. Vie­le Län­der boten Hil­fe an — auch in Form von Exper­ti­se für die Restau­rie­rung des Gebäu­des. 

Ers­te Groß­spen­der ste­hen schon bereit : Die Mil­li­ar­därs­fa­mi­lie Bet­ten­court-Mey­ers und der Kos­me­tik­rie­se L’Oréal wol­len 200 Mil­lio­nen Euro geben, wie der Kos­me­tik­kon­zern am Diens­tag mit­teil­te. Zuvor hat­te die Fami­lie von Unter­neh­mer und Mil­li­ar­där Ber­nard Arnault über des­sen Luxus­gü­ter-Kon­zern LVMH ange­kün­digt, sich eben­falls mit 200 Mil­lio­nen Euro an der Rekon­struk­ti­on betei­li­gen zu wol­len. Die Mil­li­ar­därs­fa­mi­lie Pin­ault hat 100 Mil­lio­nen Euro ver­spro­chen.

Mehr zum The­ma — Wie Not­re-Dame zer­brach : Welt­be­kann­te Kathe­dra­le von Flam­men-Infer­no heim­ge­sucht

(dpa)

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Putin bietet Macron Hilfe beim Wiederaufbau von Notre Dame an


Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat dem fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron die Hil­fe der bes­ten rus­si­schen Spe­zia­lis­ten für den Wie­der­auf­bau der Kathe­dra­le Not­re-Dame de Paris ange­bo­ten.

Er brach­te sei­nem fran­zö­si­schen Amts­kol­le­gen sei­ne Bestür­zung über den Scha­den am fran­zö­si­schen Natio­nal­sym­bol zum Aus­druck, so der Kreml-Pres­se­dienst am Diens­tag. In einem Tele­gramm an Macron erklär­te Putin :

Not­re-Dame ist das his­to­ri­sche Sym­bol Frank­reichs, ein unschätz­ba­rer Schatz der euro­päi­schen und welt­wei­ten Kul­tur, sowie einer der wich­tigs­ten christ­li­chen Schrei­ne. […] Die Kata­stro­phe, die sich in Paris in der Nacht ereig­ne­te, ver­ur­sach­te Schmer­zen in den Her­zen der Rus­sen.

Der Pres­se­dienst des rus­si­schen Prä­si­den­ten teil­te des Wei­te­ren mit :

Putin hat die Hoff­nung geäu­ßert, dass es mög­lich sein wird, die Kathe­dra­le wie­der auf­zu­bau­en, und ange­bo­ten, die bes­ten rus­si­schen Spe­zia­lis­ten, die über umfang­rei­che Erfah­rung in der Restau­rie­rung von Welt­kul­tur­er­be-Denk­mä­lern ein­schließ­lich der Wer­ke der mit­tel­al­ter­li­chen Archi­tek­tur besit­zen, nach Frank­reich zu schi­cken.

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Das Paar des Jahres : Macron und AKK


von Pierre Lévy, Paris

Weni­ger als eine Woche spä­ter ver­öf­fent­lich­te die Vor­sit­zen­de der deut­schen Christ­de­mo­kra­ten eine Kolum­ne, die ihre eige­ne Visi­on von der Zukunft der EU ent­warf. Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er ist zwar noch nicht Kanz­le­rin, aber sie hat gute Chan­cen, das 2021 – oder sogar schon frü­her – zu wer­den.

Natür­lich tei­len die bei­den Füh­rer die glei­chen Grund­prin­zi­pi­en. Begin­nend mit einer lan­gen Tra­di­ti­on der euro­päi­schen Poli­tik-Flos­keln. Für Emma­nu­el Macron ist die EU “ein bei­spiel­lo­ses Pro­jekt von Frie­den, Wohl­stand und Frei­heit (und) eine bei­spiel­lo­se Erfolgs­ge­schich­te”. Für Frau Kramp-Kar­ren­bau­er ist die­se ein “unver­gleich­li­cher Erfolg”. Und sie hät­te sogar hin­zu­fü­gen kön­nen : ein schö­nes Export­pro­dukt, da wir “unse­re euro­päi­sche Lebens­wei­se (.…) für uns selbst und die gan­ze Welt” ver­tei­di­gen müs­sen ; der fran­zö­si­sche Prä­si­dent sei­ner­seits erklärt arro­gant, dass “Euro­pa eine Avant­gar­de ist (… und…) hat es immer ver­stan­den, die Stan­dards des Fort­schritts zu defi­nie­ren”, in der Welt, ver­steht sich.

Letz­te­rer begann sein Schrei­ben jedoch mit einer War­nung : “Noch nie war Euro­pa so in Gefahr”. Und sei­ne deut­sche Kol­le­gin fing ihren Brief mit einer Zustim­mung an : “Er hat recht, wir müs­sen drin­gend han­deln”. Nach­dem er behaup­tet hat, dass “die euro­päi­sche Zivi­li­sa­ti­on uns ver­eint, uns beschützt und befreit”, unter­brei­tet Emma­nu­el Macron eine Rei­he von Vor­schlä­gen, um den Zer­fall der euro­päi­schen Inte­gra­ti­on ein­zu­däm­men und die Sor­gen der Bevöl­ke­rung zu zer­streu­en. “Wir müs­sen beschüt­zen!” häm­mert er.

Zum Bei­spiel durch die Schaf­fung einer Agen­tur für den Schutz der Demo­kra­tie, die aus­drück­lich gegen die rus­si­sche Bos­heit kon­zi­piert ist… Wir müs­sen auch die Rüs­tungs­aus­ga­ben erhö­hen und einen Euro­päi­schen Sicher­heits­rat (unter Ein­be­zie­hung Groß­bri­tan­ni­ens) schaf­fen, um das mili­tä­ri­sche Euro­pa vor­an­zu­brin­gen. Dar­über hin­aus müs­sen wir “alle Insti­tu­tio­nen” dem Kli­ma-Enga­ge­ment wid­men und Inter­net-Gigan­ten regu­lie­ren. In all die­sen Punk­ten hat die neue CDU-Che­fin grund­sätz­lich nichts dage­gen, auch wenn sie bei der Schaf­fung neu­er Insti­tu­tio­nen zurück­hal­tend bleibt.

Was Schen­gen betrifft – ein hoch­sen­si­bles The­ma, da es Migra­ti­on und Asyl betrifft – so hält sie es für not­wen­dig, das Sys­tem zu “ver­voll­stän­di­gen”, auch wenn es bedeu­tet, dass jeder Mit­glied­staat sei­ne Prio­ri­tät wäh­len kön­ne : Grenz­über­wa­chung, Ent­wick­lungs­hil­fe oder Auf­nah­me von Migran­ten. Ande­rer­seits will der fran­zö­si­sche Staats­chef die Regeln über­den­ken und droht gar damit, die Län­der des EU-Ostens aus­zu­schlie­ßen, wenn sie sich dem letz­ten der Punk­te ver­wei­gern. Der deut­sche Ansatz ist ver­söhn­li­cher mit den Ost-Län­dern.

Tat­säch­lich neh­men die Dif­fe­ren­zen zwi­schen bei­den Ufern des Rheins zu, oder wer­den zumin­dest sicht­ba­rer. Das Ges­ti­ku­lie­ren unse­res ehe­ma­li­gen Roth­schild-Ban­kers über die “sozia­le Grund­si­che­rung” oder den “Min­dest­lohn” wur­de in Ber­lin kühl beob­ach­tet. Und jetzt sto­ßen vie­le macro­ni­sche For­de­run­gen nach stär­ke­rer föde­ra­ler Inte­gra­ti­on auf star­ke Zurück­hal­tung : “Dem Ziel eines hand­lungs­fä­hi­gen Euro­pas wird kein euro­päi­scher Super­staat gerecht (…) eine Neu­grün­dung Euro­pas geht nicht ohne die Natio­nal­staa­ten”, schreibt Frau Kramp-Kar­ren­bau­er. Tra­di­tio­nell ver­tei­dig­te die CDU jedoch ein Euro­pa mit föde­ra­ler Beru­fung, wäh­rend die fran­zö­si­schen Füh­rer dort­hin nur mit schlep­pen­den Schrit­ten vor­an­ka­men.

Nun muss­te der fran­zö­si­sche Prä­si­dent bereits sei­ne ehr­gei­zi­gen Plä­ne zur Reform der Euro­zo­ne und die meis­ten der in sei­ner Rede an der Sor­bon­ne (Sep­tem­ber 2017) geäu­ßer­ten Träu­me zurück­ste­cken. Dies hin­dert AKK aber nicht dar­an, eine schmerz­haf­te Nachimp­fung vor­zu­neh­men : “Euro­päi­scher Zen­tra­lis­mus, euro­päi­scher Eta­tis­mus, die Ver­ge­mein­schaf­tung von Schul­den, eine Euro­päi­sie­rung der Sozi­al­sys­te­me und des Min­dest­lohns wären der fal­sche Weg”. Eini­ge der Unter­schie­de sind sicher­lich nicht neu, aber Ange­la Mer­kels CDU-Nach­fol­ge­rin hält es für sinn­voll, sie zu wie­der­ho­len, und noch klei­ne Pro­vo­ka­tio­nen hin­zu­zu­fü­gen. Dies ist zum Bei­spiel der Fall bei dem Antrag, den fran­zö­si­schen Sitz im UN-Sicher­heits­rat zu ver­ge­mein­schaf­ten, oder – was schon bei­na­he wie eine Anek­do­te wirkt – bei dem Vor­schlag, den Sitz des EU-Par­la­ments in Straß­burg zu schlie­ßen.

Die bei­den Prot­ago­nis­ten haben jeweils innen­po­li­ti­sche Beden­ken, die nicht unbe­dingt mit­ein­an­der über­ein­kom­men. Der ers­te arbei­tet in Frank­reich an der Schaf­fung einer “euro­päi­schen Par­tei”, die Links und Rechts asso­zi­iert ; die zwei­te will dem ultra­li­be­ra­len und kon­ser­va­tivs­ten Flü­gel der CDU Garan­ti­en geben, weil der nicht mehr unbe­dingt davon über­zeugt ist, dass das deut­sche Inter­es­se (also eigent­lich das Inter­es­se der deut­schen Fir­men) dar­in besteht, alles die­sem euro­päi­schen Auf­bau­werk unter­zu­ord­nen. Natür­lich befürch­ten bei­de den Auf­stieg von “Popu­lis­ten” bei den Euro­pa­wah­len am 26. Mai, aber die kon­kur­rie­ren­den Manö­ver für zukünf­ti­ge Frak­tio­nen in Straß­burg haben bereits begon­nen.

Und das zu einer Zeit, in der die EU – deren obers­tes Ziel es ist und bleibt, die Sou­ve­rä­ni­tät jedes Vol­kes zu besei­ti­gen – zuneh­mend unter Span­nung steht, je mehr die Unzu­frie­den­heit, Wut und Frus­tra­ti­on zuneh­men. Es sei denn : “Die Zustim­mung zur euro­päi­schen Idee ist der­zeit so hoch wie nie”, wie AKK – man beden­ke : ohne zu lachen – schreibt.

Viel Glück !

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Brief an Macron : Führende französische Augenärzte fordern Verzicht auf Hartgummigeschosse


von Timo Kirez

In einem Schrei­ben an den fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten for­dern die Ärz­te ein “Mora­to­ri­um” für die Ver­wen­dung der Waf­fe LBD 40. Bei der Waf­fe han­delt es sich um eine soge­nann­te nicht-töd­li­che Waf­fe mit einem Ziel­fern­rohr, die Hart­gum­mi­ge­schos­se ver­schießt. Die fran­zö­si­sche Poli­zei ver­wen­det Hart­gum­mi­ge­schos­se mit 40 mm Durch­mes­ser. Deut­sche Poli­zis­ten ver­wen­den die Waf­fe eben­so wenig wie die von der fran­zö­si­schen Poli­zei eben­falls ein­ge­setz­ten Trä­nen­gas­hand­gra­na­ten. In Frank­reich sind bei­de Waf­fen zwar zuge­las­sen, doch der Ein­satz auf Kopf­hö­he ist ver­bo­ten.

Den­noch kommt es immer wie­der zu Augen-Ver­let­zun­gen von Demons­tran­ten. Frank­reich erle­be eine “Epi­de­mie” von Augen­ver­let­zun­gen, schrei­ben die Augen­ärz­te in ihrem Brief an Macron. Wäh­rend die Pro­tes­te der Gelb­wes­ten in die 17. Woche gehen, ver­stärkt sich die Debat­te um über­mä­ßi­ge Poli­zei­ge­walt. Am Sams­tag ver­öf­fent­lich­te die fran­zö­si­sche Tages­zei­tung Jour­nal du Diman­che das Schrei­ben der 35 füh­ren­den Augen­ärz­te des Lan­des. Zwar müs­sen Poli­zis­ten, die die Waf­fe ein­set­zen, mitt­ler­wei­le eine Kame­ra am Kör­per tra­gen, doch hat sich nicht viel an der Situa­ti­on geän­dert.

Vie­le Men­schen ris­kier­ten, ihr Augen­licht zu ver­lie­ren, schrei­ben die Ärz­te und wei­sen dar­auf hin, dass die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen kein Zufall sei­en, da die Geschos­se mit gro­ßer Kraft flö­gen und oft unge­nau abge­schos­sen wür­den. Der Brief, der ein “Mora­to­ri­um” für die Ver­wen­dung der Geschos­se for­dert, wur­de schon Anfang Febru­ar an Macron geschickt, aber erst einen Monat spä­ter ver­öf­fent­licht, um sicher­zu­stel­len, dass der Emp­fän­ger die Nach­richt erhält, so das Jour­nal du Diman­che.

Die umstrit­te­ne Waf­fe bringt die fran­zö­si­sche Regie­rung zuneh­mend in Bedräng­nis, da Berich­te über Men­schen, die durch den Ein­satz ihre Augen ver­lie­ren, nicht abrei­ßen. Mehr als 20 Demons­tran­ten ver­lo­ren ein Auge, fünf Hän­de wur­den teil­wei­se oder ganz abge­ris­sen, und eine Per­son hat ihr Gehör durch eine mit TNT gefüll­te GLI-F4-Blend­gra­na­te ver­lo­ren. Der Rechts­sta­tus von Hart­gum­mi­ge­schos­sen wird von Men­schen­rechts­ver­bän­den und Poli­ti­kern in Frank­reich wie auch im Aus­land immer wie­der in Fra­ge gestellt. Anfang Febru­ar wei­ger­te sich das obers­te fran­zö­si­sche Ver­wal­tungs­ge­richt jedoch, der Poli­zei den Ein­satz der Waf­fen zu ver­bie­ten.

Am Mitt­woch for­der­te die UN-Hoch­kom­mis­sa­rin für Men­schen­rech­te, Michel­le Bache­let, eine “voll­stän­di­ge Unter­su­chung” der über­mä­ßi­gen Anwen­dung von Gewalt gegen die Gelb­wes­ten durch Frank­reichs Sicher­heits­be­hör­den, und mahn­te einen “respekt­vol­len Dia­log” an. Laut Regie­rungs­zah­len sind seit dem Aus­bruch der Pro­tes­te im Novem­ber über 2.000 Demons­tran­ten und über 1.000 Poli­zis­ten ver­letzt wor­den.

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Nach Streit zwischen Frankreich und Italien : Macron ruft zur Aussöhnung auf


Im Febru­ar rief die fran­zö­si­sche Regie­rung vor­über­ge­hend ihren Bot­schaf­ter in Rom, Chris­ti­an Mas­set, zurück. Aus­lö­ser war der unan­ge­mel­de­te Besuch des ita­lie­ni­schen Vize­re­gie­rungs­chefs Lui­gi Di Maio bei den Gelb­wes­ten in Frank­reich. Die Rück­be­ru­fung soll­te ein mah­nen­des Zei­chen an Rom sein. 

Am Sonn­tag erklär­te der fran­zö­si­sche Prä­si­dent Emma­nu­el Macron im ita­lie­ni­schen Fern­se­hen : 

Es gab unan­ge­mes­se­ne Gesprä­che. Es gab ver­schie­de­ne Wen­dun­gen, und ich den­ke, wir sind es unse­ren Bür­gern, unse­rer Geschich­te und Euro­pa schul­dig, dies zu über­win­den. 

Bei dem Tref­fen Di Mai­os mit den Gelb­wes­ten beton­te der ita­lie­ni­sche Poli­ti­ker sei­ner­zeit “die gemein­sa­men Inter­es­sen” zwi­schen der ita­lie­ni­schen Regie­rung und der Bewe­gung. Dabei ging es auch um die anste­hen­de Euro­pa­wahl. 

Die Gelb­wes­ten-Bewe­gung for­mier­te sich Ende Novem­ber in Frank­reich. Zunächst ging es den Demons­tran­ten um die zu hohen Krafstoff­steu­ern. For­de­run­gen nach höhe­rem Min­dest­lohn und einer Min­dest­ren­te kamen hin­zu. Zwar sind die Teil­neh­mer­zah­len an den Gelb­wes­ten-Pro­tes­ten gerin­ger als zu Beginn, aber die Demons­tra­tio­nen gehen den­noch wei­ter. Die Anhän­ger der Bewe­gung for­dern den Rück­tritt des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten, der bei ihnen als “Prä­si­dent der Rei­chen” ver­ru­fen ist. 

Zur erneu­ten Annä­he­rung zwi­schen Frank­reich und Ita­li­en kün­dig­te Macron an, er wer­de sei­nen Amts­kol­le­gen Ser­gio Mattarel­la nach Frank­reich ein­la­den, um mit ihm am 2. Mai das 500-Jäh­ri­ge Jubi­lä­um des Todes von Renais­sance-Künst­ler Leo­nar­do da Vin­ci zu fei­ern.

Bei den Fei­er­lich­kei­ten wer­den Jugend­li­che Frank­reichs und Ita­li­ens anwe­send sein : 

Wir wer­den über die Zukunft und Euro­pa spre­chen. (…) Es gibt so vie­le Fran­zo­sen, die Ita­li­en lie­ben und Ita­lie­ner, die Frank­reich und die Fran­zo­sen lie­ben. Aber plötz­lich haben wir fast ver­ges­sen, dass wir immer wie­der ler­nen müs­sen ein­an­der zu ver­ste­hen. 

Miss­ver­ständ­nis­se, so Macron, gäbe es ab und an in der Poli­tik. 

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EU-Reformpläne : Macron will “Demokratiepolizei” gründen


von Hasan Posd­nja­kow

Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent Emma­nu­el Macron hat auf der Web­site des Prä­si­di­al­am­tes einen pro­gram­ma­ti­schen Text zur Zukunft der Euro­päi­schen Uni­on ver­öf­fent­licht. Im Doku­ment, das er “Für einen Neu­be­ginn in Euro­pa” beti­tel­te, warnt er davor, dass “Euro­pa” in gro­ßer Gefahr sei.

Bei­spiel­haft dafür nennt er die demo­kra­ti­sche Ent­schei­dung des bri­ti­schen Vol­kes, aus der EU aus­zu­tre­ten. Er fol­gert aller­dings dar­aus nicht, dass etwa die neo­li­be­ra­le, kapi­tal­freund­li­che Poli­tik der EU oder ihre kriegs­trei­be­ri­sche Poli­tik im Wider­spruch zu den Grund­in­ter­es­sen der Völ­ker der EU-Staa­ten ste­hen und das Staa­ten­bünd­nis daher immer unbe­lieb­ter wird. Nein, schuld sind Lüg­ner und Ver­ant­wor­tungs­lo­se, die über die EU läs­tern :

Wer hat den Bri­ten die Wahr­heit über ihre Zukunft nach dem Bre­x­it gesagt ? Wer hat ihnen gesagt, dass sie kei­nen Zugang mehr zum euro­päi­schen Markt haben wer­den ? … Jene, die mit­tels fal­scher Behaup­tun­gen die Wut der Men­schen aus­nut­zen, ver­spre­chen alles Mög­li­che und des­sen Gegen­teil”

Er beschwört, dass die ein­zi­ge Alter­na­ti­ve zur EU die “natio­na­lis­ti­sche Abschot­tung” sei, und dass die­se “Fal­le … ganz Euro­pa” bedro­he.

Statt ernst­haft auf die Sor­gen der durch desas­trö­se EU-Poli­tik Abge­häng­ten ein­zu­ge­hen, schiebt er die gan­ze Schuld auf omi­nö­se Mani­pu­lie­rer. Gegen genau die­se Mani­pu­la­ti­on “müs­sen wir”, so appel­liert der umstrit­te­ne fran­zö­si­sche Staats­chef, “uns zur Wehr set­zen.” Über­haupt sei die EU ein “ein­zig­ar­ti­ges Pro­jekt für Frie­den, Wohl­stand und Frei­heit.” Nur so könn­ten sich die Mit­glie­der der EU gegen die “aggres­si­ven Stra­te­gi­en der Groß­mäch­te” weh­ren.

Sym­bo­lisch für die EU steht laut Macron unter ande­rem “ein reno­vier­tes Gym­na­si­um, eine neue Stra­ße, ein schnel­ler Zugang zum Inter­net, der end­lich ein­ge­rich­tet wird”. Mil­lio­nen Bun­des­bür­ger hier­zu­lan­de, für die schnel­les Inter­net und 4G noch Fremd­wör­ter sind und deren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­schwin­dig­kei­ten auf dem Niveau der 1990er Jah­re ver­har­ren, wer­den sich wohl jetzt fra­gen, ob Macron je in der Bun­des­re­pu­blik war oder ob Frank­reich in einem ande­ren Jahr­hun­dert lebt als Deutsch­land.

Ein wenig Selbst­lob erlaubt sich der neue Son­nen­kö­nig auch noch. So erklärt er bei­spiels­wei­se :

Ich füh­re (den Kampf für die EU) im Namen Frank­reichs ohne Unter­lass, um Euro­pa vor­an­zu­brin­gen und sein Modell zu ver­tei­di­gen.”

Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent sieht stets dunk­le Ver­schwö­run­gen am Werk und erklärt etwa, dass “bei jeder Wahl frem­de Mäch­te unser Wahl­ver­hal­ten zu beein­flus­sen suchen”. Um sich gegen die­sen unbe­stimm­ten, aber stets prä­sen­ten Feind zu ver­tei­di­gen, schlägt Macron die Grün­dung einer “euro­päi­schen Agen­tur für den Schutz der Demo­kra­tie” vor. Das ist schon ein ver­däch­tig krea­ti­ver Ein­fall ! Im frü­he­ren soge­nann­ten “Ost­block” tru­gen die Geheim­diens­te immer so lang­wei­li­ge, öde Bezeich­nun­gen wie “Minis­te­ri­um für Staats­si­cher­heit” oder ähn­li­ches. Eine neue Geheim­po­li­zei ganz leger als einen Demo­kra­tie­wäch­ter zu bezeich­nen, das ist geni­al ! Die Beam­ten die­ser neu­en Orga­ni­sa­ti­on gleich für die gan­ze EU sol­len die Wah­len in den ein­zel­nen Mit­glieds­staa­ten vor “Hacker­an­grif­fen und Mani­pu­la­ti­on” schüt­zen.

Zudem soll es poli­ti­schen Par­tei­en in der EU ver­bo­ten wer­den, sich durch “frem­de Mäch­te” finan­zie­ren zu las­sen. Und auch eine Inter­net-Zen­sur leuch­tet Macron ein :

Wir müs­sen durch EU-wei­te Rege­lun­gen Hass- und Gewalt­kom­men­ta­re aus dem Inter­net ver­ban­nen, denn die Ach­tung des Ein­zel­nen ist die Grund­la­ge unse­rer Kul­tur der Wür­de.”

Am Anfang des­sel­ben Abschnit­tes hat­te er frei­lich noch beschwo­ren, dass “das euro­päi­sche Modell” auf der “Frei­heit des Men­schen” und der “Viel­falt der Mei­nun­gen” beruht. Wer defi­niert eigent­lich, was genau als Hass- oder Gewalt­kom­men­tar ein­ge­stuft wird ? Viel­leicht eine neue euro­päi­sche Agen­tur für poli­ti­sche Kor­rekt­heit ? Die Viel­falt der Mei­nun­gen fin­det ihr Ende dann eben doch, wenn der Mei­nungs­äu­ße­rer es wagt, außer­halb des vom Möch­te­gern-Son­nen­kö­nig geneh­mig­ten Rah­mens zu tre­ten. Dann wird er aus sozia­len Medi­en aus­ge­sperrt oder bekommt ein EU-zer­ti­fi­zier­tes und somit demo­kra­tie­freund­li­ches Gum­mi­ge­schoss gegen sein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­in­ter­face, sinn­bild­lich also gegen Hän­de oder Gesicht.

Über­haupt scheint der fran­zö­si­sche Prä­si­dent die Lösung in einer Art “Flucht nach vorn” zu sehen. Neben der EU-Demo­kra­tie­po­li­zei möch­te er auch eine “gemein­sa­me Grenz­po­li­zei” und gleich noch ein Asyl-Amt auf EU-Ebe­ne. Auch ein “Euro­päi­scher Rat für inne­re Sicher­heit” darf in den küh­nen Wahn-, par­don, Reform­vor­stel­lun­gen von Macron nicht feh­len. Ob dann der Hohe Rat die Sicher­heit auch jener Tau­sen­den ver­letz­ten fran­zö­si­schen Demons­tran­ten garan­tiert ? Ob er ver­hin­dert, dass Hun­der­te ihre Augen, Hän­de oder sons­ti­ge Orga­ne ver­lie­ren, auf­grund men­schen­ver­ach­ten­den Gewalt­ein­sat­zes durch die Poli­zei ?

Auch für die inter­na­tio­na­le Poli­tik hat Macron fro­he Bot­schaft. Er for­dert, die Mili­tär­aus­ga­ben noch wei­ter zu erhö­hen, ganz im Ein­klang mit den “sanft­mü­ti­gen Emp­feh­lun­gen” der USA gegen­über den rest­li­chen NATO-Staa­ten. Auch sol­len Unter­neh­men in der EU bestraft oder gar ver­bo­ten wer­den kön­nen, “die unse­re stra­te­gi­schen Inter­es­sen und unse­re wesent­li­chen Wer­te unter­gra­ben”. Ein kla­re­res Signal der Lust zu strei­ten hät­te man wohl an Chi­na und Russ­land nicht sen­den kön­nen.

Außer einer vagen Idee einer EU-wei­ten “sozia­len Grund­si­che­rung”, ver­bun­den mit einem einer­seits EU-weit gel­ten­den, ande­re­seits aller­dings län­der­spe­zi­fi­schen Min­dest­lohn, hat der fran­zö­si­sche Prä­si­dent sozi­al­po­li­tisch nichts zu ver­kün­den. Der Grie­che ist genüg­sam.

Sein groß­an­ge­leg­tes Pro­jekt für die kom­men­den EU-Wah­len will Macron mit einer Schein­be­tei­li­gung der Bevöl­ke­rung in Form von “Bür­ger­pa­nels” schmü­cken. Auch Pla­ce­bo soll ja bis­wei­len angeb­lich Wun­der wir­ken. Sol­che von den Poli­ti­kern selbst aus­ge­wähl­ten Gre­mi­en spie­geln frei­lich in kei­ner Wei­se Demo­kra­tie wider, weder die rea­le sozia­le Zusam­men­set­zung des Vol­kes noch des­sen poli­ti­sche Ansich­ten. Kri­ti­sche Fra­gen sind auch weder erwünscht noch zu erwar­ten.

Macrons Reform­vor­ha­ben lässt sich leicht zusam­men­fas­sen : Viel Gere­de und nichts dahin­ter.

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Putin informiert Macron über ausufernde antirussische Kampagne in der Ukraine


Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat sei­nen fran­zö­si­schen Amts­kol­le­gen Emma­nu­el Macron in einem Tele­fon­ge­spräch über die aus­ufern­de anti­rus­si­sche Kam­pa­gne in der Ukrai­ne im Vor­feld der Prä­si­den­ten­wahl in Kiew infor­miert. Das teil­te der Kreml am Sams­tag nach dem Tele­fo­nat der bei­den Poli­ti­ker mit.
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Macron : Wenn eine Gelbweste jemand ist, der mehr Gehalt will, bin ich auch eine


Wenn eine Gelb­wes­te jemand ist, der für eine bes­se­re Bezah­lung der Arbeit ein­tritt und für eine bes­se­re Funk­ti­ons­wei­se des Par­la­ments, dann bin ich auch eine Gelb­wes­te”, sag­te Macron am Don­ners­tag in einem Ver­such, sich der Bür­ger­be­we­gung gegen wirt­schaft­li­che Unge­rech­tig­keit anzu­schlie­ßen, die als Pro­test gegen die Poli­tik der fran­zö­si­schen Regie­rung begann.

In einem Inter­view mit meh­re­ren fran­zö­si­schen Jour­na­lis­ten (BFM TV, Paris Match, Le Figa­ro) beschrieb er die Gelb­wes­ten als eine sozia­le und poli­ti­sche Bewe­gung ohne “fes­tes Anlie­gen und Füh­rer” und erklär­te, dass sie seit ihrer Grün­dung “mutiert” sei­en. Sie sei­en “von 40.000 bis 50.000 Mili­tan­ten infil­triert wor­den, die die Zer­stö­rung von Insti­tu­tio­nen wol­len”.

Macron sprach auch über das RIC, das von den Gelb­wes­ten gefor­dert wur­de. Das Kür­zel steht für Réfé­ren­dum d’initiative citoy­enne – zu Deutsch “Bür­ger­initia­ti­ve-Refe­ren­dum”. Es sieht vor, dass Volks­ab­stim­mun­gen durch­ge­führt wer­den, um den Fran­zo­sen die Mög­lich­keit zu geben, Vor­schlä­ge der Regie­rungs­po­li­tik zu über­prü­fen.

Er wich der Fra­ge aus, indem er sag­te, dass er offen für die Mög­lich­keit eines Refe­ren­dums sei, aber gleich­zei­tig nicht will, dass die Volks­ab­stim­mung die Ent­schei­dun­gen des Par­la­ments außer Kraft setzt.

Was Macron aus­schloss, war ein Refe­ren­dum über eine Ver­mö­gens­steu­er, eine sei­ner unbe­lieb­tes­ten Refor­men, für die er als “Prä­si­dent der Rei­chen” bezeich­net wur­de. Macron beton­te jedoch, er sei offen gegen­über ande­ren Vor­schlä­gen.

In einem Inter­view mit der Zei­tung Les Échos, das im Dezem­ber online ver­öf­fent­licht wur­de, gab Pre­mier­mi­nis­ter Édouard Phil­ip­pe zu, dass die Regie­rung “Feh­ler gemacht” habe. Dazu gehört auch die Tat­sa­che, dass sie “dem fran­zö­si­schen Volk nicht genug zuge­hört hat.”

Macrons Inter­view fällt in eine gro­ße Debat­te in Frank­reich über ein umstrit­te­nes Gesetz gegen Aus­schrei­tun­gen, das dar­auf abzielt, gegen die Stra­ßen­ge­walt vor­zu­ge­hen, die die Pro­tes­te der Gelb­wes­ten teil­wei­se beglei­tet hat. Das Gesetz rich­tet sich in ers­ter Linie gegen “Ran­da­lie­rer”, die Eigen­tum beschä­di­gen. Eini­ge Abge­ord­ne­te drän­gen jedoch auch auf stren­ge­re Stra­fen für unbe­fug­te Pro­tes­te und Men­schen, die sich bei Demons­tra­tio­nen ver­mum­men – ein Schritt, der als “Bedro­hung der bür­ger­li­chen Frei­hei­ten” selbst unter Macrons Anhän­gern kri­ti­siert wor­den ist.

Ich habe in die­sen 20 Mona­ten viel gelernt. Es hat mir Angst gemacht”, sag­te Macron zu fran­zö­si­schen Medi­en.

RT Deutsch


Gelbwesten” bleiben draußen : Macron startet Bürgerdialog, aber nur mit Bürgermeistern


600 Bür­ger­meis­ter mit blau-weiß-roten Schär­pen ver­sam­mel­ten sich in einer Turn­hal­le in der Gemein­de Grand Bourg­t­he­ro­ul­de in der Nor­man­die. Sie kamen wegen einer Per­son – den fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron. Denn am Diens­tag star­te­te er die “gro­ße natio­na­le Debat­te” mit einem Besuch in der Pro­vinz. Der 41-Jäh­ri­ge will mit dem lan­des­wei­ten Dia­log, der bis Mit­te März lau­fen soll, auf Mas­sen­pro­tes­te der “Gelbwesten”-Bewegung reagie­ren. Und hofft offen­bar so, sie zu been­den.

Doch Ver­tre­ter der Bewe­gung, deren For­de­run­gen teils stark von­ein­an­der abwei­chen, oder gar ein­fa­che Bür­ger waren nicht im Saal. Ein gro­ßes Sicher­heits­auf­ge­bot war vor Ort, was die ver­sam­mel­ten “Gelb­wes­ten” noch zusätz­lich empör­te. Zwar konn­ten Bür­ger zuvor Fra­gen, Kri­ti­ken und For­de­run­gen in ein Buch ein­tra­gen. Doch nur Bür­ger­meis­ter konn­ten dem Prä­si­den­ten Fra­gen stel­len und Sor­gen vor­tra­gen.

Macron for­der­te die Bür­ger­meis­ter auf, bis zum 15. März mit den Men­schen drau­ßen in ihren Gemein­den zu reden. Pas­sen­de The­men hat­te der fran­zö­si­sche Prä­si­dent auch parat : Man sol­le etwa über Kauf­kraft, Steu­ern, Demo­kra­tie, Umwelt, Migra­ti­on sowie Staats­or­ga­ni­sa­ti­on debat­tie­ren und Vor­schlä­ge zu den The­men machen. Dar­auf sol­len dann kon­kre­te Ent­schei­dun­gen fol­gen.

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de hat­te Macron einen Brief an die Fran­zo­sen ver­öf­fent­licht, in dem dut­zen­de Ein­zel­fra­gen auf­ge­lis­tet sind, wie bei­spiels­wei­se “Wel­che Steu­ern soll­ten wir Ihrer Mei­nung nach sen­ken ? oder “Gibt es zu vie­le Ver­wal­tungs­ebe­nen?”.

Es soll kei­ne Tabus geben

Fast sie­ben Stun­den lang rede­te er mit den Poli­ti­kern in der Turn­hal­le. Unter Druck, aber offen­siv, ver­sprach er, alle The­men anzu­spre­chen, ohne Tabus, so die fran­zö­si­sche Zei­tung Le Mon­de, die über die Ver­an­stal­tung in der fran­zö­si­schen Pro­vinz berich­te­te. Zuvor hat­ten ihm Lin­ke vor­ge­wor­fen, bestimm­te The­men aus­zu­klam­mern.

Im Streit um die Ver­mö­gen­steu­er signa­li­sier­te Macron Gesprächs­be­reit­schaft. Die Fra­ge sei für ihn “weder ein Tabu noch ein Totem”, sag­te der sozi­al­li­be­ra­le Staats­chef. Die Steu­er war mit dem Bud­get­ge­setz 2018 weit­ge­hend abge­schafft wor­den — die­se Reform hat­te Macron im Land den Ruf ein­ge­bracht, ein “Prä­si­dent der Rei­chen” zu sein. Eine Wie­der­ein­füh­rung hat­te er mehr­fach aus­ge­schlos­sen. Sei­nem Wahl­kampf­ma­ni­fest wol­le er aber treu blei­ben. 

Eine Bemer­kung sorgt für Kri­tik

Einen Tag nach dem Start­schuss der gro­ßen Debat­te sorgt eine Aus­sa­ge Macrons für Dis­kus­sio­nen. Die Kri­ti­ker sagen sogar, er hät­te wie bereits in der Ver­gan­gen­heit abschät­zi­ge Bemer­kun­gen über Arme gemacht. 

Men­schen, die sich in Schwie­rig­kei­ten befin­den, wer­den wir für ihre Ver­ant­wor­tung sen­si­bi­li­sie­ren, denn eini­ge von ihnen ver­hal­ten sich rich­tig, wäh­rend ande­re her­um­al­bern”, sag­te Macron den Gemein­de­rä­ten im Dorf Gas­ny, das er vor der Ver­an­stal­tung mit den Bür­ger­meis­tern besucht hat­te.

Die­se Bemer­kung wer­de die Fran­zo­sen scho­ckie­ren, sie sei inak­zep­ta­bel. Der Prä­si­dent soll­te nicht so spre­chen, sag­te Dani­el Fas­quel­le von der kon­ser­va­ti­ven Repu­bli­ka­ner-Par­tei gegen­über Reu­ters. Oli­vi­er Fau­re von der Sozia­lis­ti­schen Par­tei sag­te : “Die Art und Wei­se, wie er immer den glei­chen Ball schießt und andeu­tet, dass die Armen das Sys­tem mel­ken, ist uner­träg­lich.”

Die von den “Gelbwesten”-Protesten aus­ge­lös­te Kri­se in Frank­reich ist die bis­lang größ­te Her­aus­for­de­rung für Macron, des­sen Beliebt­heits­wer­te im Kel­ler lan­de­ten. Die “Gelb­wes­ten” wen­den sich gegen die Reform­po­li­tik der Regie­rung, eini­ge for­dern auch den Rück­tritt Macrons. Einer aktu­el­len Befra­gung des Sen­ders BFMTV zufol­ge wol­len sich 40 Pro­zent der Fran­zo­sen an der “natio­na­len Debat­te” betei­li­gen.

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