Lenín Moreno : “Maduro und Correa stecken hinter diesem Putschversuch”


Der ecua­do­ria­ni­sche Prä­si­dent Lenín More­no hat erklärt, dass sowohl der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent Rafa­el Cor­rea als auch der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ro für die aktu­el­le Kri­se in Ecua­dor ver­ant­wort­lich sind.

Madu­ros Statt­hal­ter hat zusam­men mit Cor­rea sei­nen Plan zur Desta­bi­li­sie­rung akti­viert”, sag­te der Prä­si­dent im natio­na­len Radio und Fern­se­hen.

More­no beschrieb Madu­ro und Cor­rea als “kor­rupt” und auf der Flucht vor der Jus­tiz.

Sie sind die­je­ni­gen, die hin­ter die­sem ver­such­ten Staats­streich ste­hen”, füg­te er hin­zu und bekräf­tig­te, dass die Men­schen, die zur Gewalt auf­sta­cheln, “bezahlt und orga­ni­siert” wer­den.

Der Prä­si­dent beschul­dig­te auch ande­re Poli­ti­ker, an dem Kom­plott betei­ligt zu sein, dar­un­ter den ehe­ma­li­gen Außen­mi­nis­ter Ricar­do Pati­ño.

Ver­le­gung des Regie­rungs­sit­zes

In sei­ner Erklä­rung kün­dig­te More­no die Ver­le­gung des Regie­rungs­sit­zes von der Haupt­stadt Qui­to in die Küs­ten­me­tro­po­le Gua­ya­quil im Süd­wes­ten des Lan­des an.

Ich bin in die Stadt Gua­ya­quil umge­zo­gen, und ich habe den Regie­rungs­sitz in die­se gelieb­te Stadt ver­legt, ent­spre­chend den mir über­tra­ge­nen ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Befug­nis­sen”, sag­te der Prä­si­dent inmit­ten der hef­ti­gen Pro­tes­te in der Haupt­stadt.

Das Staats­ober­haupt bekräf­tig­te, dass er “den Frie­den und die Ruhe der Ecua­do­ria­ner” vor sein eige­nes Wohl gestellt hat.

Die Plün­de­run­gen, der Van­da­lis­mus und die Gewalt zei­gen, dass es hier eine orga­ni­sier­te poli­ti­sche Absicht gibt, die Regie­rung zu desta­bi­li­sie­ren und die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge und demo­kra­ti­sche Ord­nung zu zer­stö­ren”, sag­te er.

Die Dumm­hei­ten haben ein Ende”

More­no dank­te den Streit­kräf­ten und der Poli­zei des Lan­des für den Schutz der “Rech­te und der Ruhe der Bür­ger”.

Wir wer­den immer jeg­li­ches Blut­ver­gie­ßen ver­mei­den”, sag­te der Prä­si­dent.

Zugleich bekräf­tig­te er sei­ne Posi­ti­on gegen­über den aktu­el­len Beein­träch­ti­gun­gen der öffent­li­chen Ord­nung.

Ich wer­de nicht nach­ge­ben, weil das Rich­ti­ge kei­ne Abstu­fun­gen hat”, so More­no.

Das Staats­ober­haupt nann­te die Abschaf­fung der Treib­stoff­sub­ven­tio­nen “eine his­to­ri­sche Ent­schei­dung”, die den Schmugg­lern “Hun­der­te von Mil­lio­nen US-Dol­lar” ein­brach­te.

Ich ver­si­che­re Ihnen, dass wir, so schwer es auch erschei­nen mag, das Rich­ti­ge getan haben”, äußer­te der Prä­si­dent.

More­no erklär­te, dass die­se Ent­schei­dung das Wohl­erge­hen der Wirt­schaft und die Posi­ti­on des US-Dol­lars als natio­na­le Wäh­rung schüt­zen wird. “Die Dumm­hei­ten, die Res­sour­cen des Staa­tes zu ver­schwen­den, haben ein Ende”, füg­te er hin­zu.

Zuneh­men­de Pro­tes­te – nächt­li­che Aus­gangs­sper­re

Am 7. Okto­ber wur­de Ecua­dor lan­des­weit an sei­nem fünf­ten Tag der Pro­tes­te gegen die “Paque­ta­zo” genann­ten Maß­nah­men­pa­ke­te von Prä­si­dent More­no erschüt­tert. Eini­ge der Demons­tran­ten tauf­ten ihren Auf­ruhr als “Revo­lu­ti­on der Dumm­hei­ten” als Anspie­lung auf die Wor­te, mit denen sich der Prä­si­dent selbst auf die “Fau­len und Die­be” bezog und vom Ende der “Dumm­hei­ten” sprach.

Die indi­ge­nen Ecua­do­ria­ner leh­nen More­nos Abschaf­fung der Sub­ven­tio­nen für Treib­stof­fe ab, da sich die­se dadurch deut­lich ver­teu­er­ten. Die Prei­se für eine Gal­lo­ne Ben­zin und Öko­kraft­stoff klet­ter­ten von 1,85 auf 2,39 US-Dol­lar und die für Die­sel von 1,03 auf 2,29 US-Dol­lar, was in der Sum­me einer Stei­ge­rung um 123 Pro­zent ent­spricht.

Tau­sen­de Ecua­do­ria­ner, die sich in den indi­ge­nen Bewe­gun­gen der Gebirgs­re­gi­on des Lan­des zusam­men­ge­schlos­sen hat­ten, ström­ten am spä­ten Mon­tag­nach­mit­tag in die Haupt­stadt. Ein RT-Team berich­te­te vor Ort von einem der Demons­tra­ti­ons­zü­ge und wur­de Opfer des Trä­nen­ga­ses, das Mili­tär und Poli­zei gegen die Men­schen­men­ge ein­ge­setzt hat­te.

Die Pro­tes­te in Qui­to gin­gen bis in die Nacht auf Diens­tag hin­ein wei­ter. Die Mas­se der Demons­tran­ten ver­sam­mel­te sich in der Nähe meh­re­rer Regie­rungs­ge­bäu­de, wobei eine Grup­pe von ihnen für eini­ge Minu­ten in das Par­la­ment ein­drang. Die Ver­ei­ni­gung der indi­ge­nen Natio­nen Ecua­dors (CONAIE) rief für Mitt­woch zu einem Gene­ral­streik mit Schwer­punkt in der Haupt­stadt auf.

Am Diens­tag ver­häng­te More­no eine nächt­li­che Aus­gangs­sper­re für die Umge­bung der Regie­rungs­ge­bäu­de. Die­se soll­te ursprüng­lich für die Zeit des in der ver­gan­ge­nen Woche aus­ge­ru­fe­nen 60-tägi­gen Aus­nah­me­zu­stands gel­ten. Doch der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof beschränk­te die Dau­er der Aus­gangs­sper­re auf 30 Tage.

Das Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um kün­dig­te mitt­ler­wei­le an, dass der Lehr­be­trieb an allen öffent­li­chen und pri­va­ten Schu­len des Lan­des “bis auf wei­te­res” aus­ge­setzt bleibt.

Sie selbst sind die Put­schis­ten”

Der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent des Lan­des Rafa­el Cor­rea äußer­te sich am Diens­tag in einem Inter­view mit RT zur Situa­ti­on in Ecua­dor und zu den Vor­wür­fen sei­nes Amts­nach­fol­gers gegen ihn und den vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Madu­ro.

Cor­rea sag­te, dass die Erklä­run­gen des ecua­do­ria­ni­schen Prä­si­den­ten “ein Zei­chen der Ent­frem­dung sind, die More­no in sei­ner gesam­ten Regie­rung aus­zeich­nen”. Dem jet­zi­gen Staats­ober­haupt warf er vor, ihn stän­dig für “die schlech­te Wirt­schafts­leis­tung, das Anwach­sen der Unsi­cher­heit und das Schei­tern all sei­ner poli­ti­schen Vor­ha­ben” ver­ant­wort­lich zu machen.

More­nos Aus­sa­gen “kann nie­mand mehr glau­ben”, denn sei­ne Hal­tung “ist wirk­lich Wahn­sinn”, erklär­te der Ex-Prä­si­dent.

Sie sagen, dass wir Put­schis­ten sind und dass wir die Regie­rung desta­bi­li­sie­ren wol­len”, so Cor­rea wei­ter und füg­te hin­zu, dass “sie selbst die Put­schis­ten sind, die die Ver­fas­sung oft und nach Belie­ben gebro­chen haben”.

Sie sind nicht an Demo­kra­tie inter­es­siert. Sie sind dar­an inter­es­siert, wei­ter die Macht und das ecua­do­ria­ni­sche Volk zu kon­trol­lie­ren”, um eine Poli­tik durch­zu­set­zen, “die der gro­ßen Mehr­heit scha­det, aber ihren Geschäf­ten zugu­te kommt (…) Sie sind die­je­ni­gen, die die Demo­kra­tie gestoh­len haben”, sag­te More­nos Amts­vor­gän­ger.

Cor­rea ver­wies auf eine “ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Lösung” für die gegen­wär­ti­ge Situa­ti­on, die ihm zufol­ge dar­in besteht, die “Wah­len vor­zu­zie­hen und das Volk abstim­men zu las­sen”.

So wer­den Kon­flik­te in einer Demo­kra­tie gelöst : an der Wahl­ur­ne”, beton­te der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent.

Das frü­he­re Staats­ober­haupt bezeich­ne­te die Art und Wei­se, wie die Leit­me­di­en sei­nes Lan­des über die dor­ti­gen Ereig­nis­se berich­ten, als “beschä­mend”:

Es ist obszön, wie sie die Unter­drü­ckung ver­ber­gen. Das Land wird von einer gewal­ti­gen Kri­se erschüt­tert, und sie sen­den wei­ter­hin Sei­fen­opern und Zei­chen­trick­fil­me.

Mehr zum The­ma — Pro­tes­te gegen Preis­er­hö­hun­gen bei Treib­stof­fen : Ecua­dor ver­hängt Aus­nah­me­zu­stand (Video)

Der Pakt mit dem IWF – “Rei­nes Mär­chen”

Cor­rea warf der Regie­rung sei­nes Amts­nach­fol­gers und ehe­ma­li­gen Vize­prä­si­den­ten zudem vor, über die Höhe der Staats­schul­den zu lügen, um einen Pakt mit dem IWF zu recht­fer­ti­gen, zu dem die umstrit­te­nen Maß­nah­men gehö­ren, die sie der Bevöl­ke­rung auf­zu­zwin­gen ver­su­chen.

Das ist ein rei­nes Mär­chen”, sag­te Cor­rea und warf sei­nen poli­ti­schen Geg­nern vor, “von Anfang an das Wirt­schafts­pro­gramm ver­ra­ten zu haben”, um zu ver­su­chen, “den Neo­li­be­ra­lis­mus durch­zu­set­zen” und damit die Macht­grup­pen zufrie­den zu stel­len, die More­no unter­stüt­zen.

Die­se Grup­pen wol­len den Neo­li­be­ra­lis­mus, das ‘Jeder ist sich selbst der Nächs­te’ und die Mini­mie­rung des Staa­tes”, so der Ex-Prä­si­dent.

Das frü­he­re Staats­ober­haupt beklag­te, dass sein Land “seit 14 Jah­ren” nicht sol­chen har­ten Wirt­schafts­maß­nah­men aus­ge­setzt war.

Mehr zum The­ma — Über 350 Fest­nah­men bei Trans­port­streik in Ecua­dor

RT Deutsch


Maduro : Truppen an Grenze zu Kolumbien bleiben nach Übungen in höchster Alarmbereitschaft


Die Trup­pen Vene­zue­las wer­den nach dem Abschluss der Mili­tär­übun­gen an der Gren­ze zu Kolum­bi­en im Ein­satz blei­ben. Das erklär­te der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ro. Er teil­te auf Twit­ter mit :

Ich habe beschlos­sen, die Alarm­be­reit­schaft und den Ein­satz unse­rer Streit­kräf­te zu ver­län­gern.

Bewaff­ne­te Grup­pen wer­den nicht in der Lage sein, in Vene­zue­la zu blei­ben. Es gibt kei­nen Platz für kolum­bia­ni­sche Gewalt auf dem Ter­ri­to­ri­um unse­res Lan­des.

Vene­zo­la­ni­sche Streit­kräf­te führ­ten vom 10. bis 28. Sep­tem­ber Übun­gen an der Gren­ze zu Kolum­bi­en durch. Vor den Manö­vern hat­te Madu­ro in der Grenz­re­gi­on die zweit­höchs­te Alarm­stu­fe erklärt und dabei “die Gefahr der Aggres­si­on” des Nach­bar­staa­tes gegen Vene­zue­la ange­führt. Der kolum­bia­ni­sche Außen­mi­nis­ter Car­los Hol­mes Tru­jil­lo warf Cara­cas “mili­tä­ri­sche Pro­vo­ka­tio­nen an der Gren­ze” vor.

Zuvor war­fen die kolum­bia­ni­schen Behör­den der vene­zo­la­ni­schen Regie­rung vor, ehe­ma­li­gen Rebel­len der links­ra­di­ka­len Revo­lu­tio­nä­ren Streit­kräf­te Kolum­bi­ens Asyl zu gewäh­ren und die­se zu unter­stüt­zen. Die Grup­pe hat die Wie­der­auf­nah­me des bewaff­ne­ten Kamp­fes gegen die kolum­bia­ni­sche Regie­rung erklärt. Cara­cas beschul­digt Bogo­ta wie­der­um, Ter­ro­ris­ten, die in Vene­zue­la Anschlä­ge geplant haben, Schutz zu gewäh­ren.

Mehr zum The­ma — Aus Sor­ge vor Fal­se-Flag-Angriff : Madu­ro lässt Luft­ab­wehr­sys­te­me an Gren­ze zu Kolum­bi­en ver­le­gen

RT Deutsch


Venezuela : Regierung und Teile der Opposition einigen sich – Guaidó bricht Dialog mit Maduro ab


Die vene­zo­la­ni­sche Regie­rung und ein gemä­ßig­ter Teil der Oppo­si­ti­on unter­zeich­ne­ten ver­gan­ge­ne Woche ein Abkom­men im Rah­men des “Mesa Nacio­nal de Diá­lo­go por la Paz” (Natio­na­ler Ver­hand­lungs­tisch für den Frie­den), in dem sie seit meh­re­ren Mona­ten zusam­men­ar­bei­ten.

Die­se ers­te Ver­ein­ba­rung zwi­schen der Regie­rung und der Oppo­si­ti­on umfasst fol­gen­de Punk­te :

  • Rück­kehr der Par­la­ments­frak­ti­on der regie­ren­den Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Par­tei Vene­zue­las (PSUV) und alli­ier­ter Bewe­gun­gen in das natio­na­le Par­la­ment (Asam­blea Nacio­nal, AN);
  • Neu­be­set­zung des Natio­na­len Wahl­ra­tes (Con­se­jo Nacio­nal Elec­to­ral, CNE) und Garan­tie des Abstim­mungs­ver­fah­rens ;
  • Auf­for­de­rung an das Jus­tiz­sys­tem, sich über die Wahr­heits­kom­mis­si­on auf Maß­nah­men zur Lösung des Frei­heits­ent­zu­ges in den Fäl­len zu eini­gen, in denen das vene­zo­la­ni­sche Rechts­sys­tem dies zulässt ;
  • Bekräf­ti­gung und Ver­tei­di­gung der Rech­te Vene­zue­las am Gebiet Ese­qui­ba Guya­na im Rah­men poli­ti­scher Ver­hand­lun­gen ;
  • Zurück­wei­sen der Sank­tio­nen und For­de­rung nach deren sofor­ti­ger Auf­he­bung ;
  • Aus­ar­bei­tung eines Pro­gramms für den Aus­tausch von Öl für Lebens­mit­tel, Arz­nei­mit­tel und Gütern der Grund­ver­sor­gung gemäß den Mecha­nis­men der Ver­ein­ten Natio­nen

Bei den ver­hand­lungs­be­rei­ten Tei­len der Oppos­ti­on han­delt es sich um klei­ne­re Par­tei­en und Bünd­nis­se. Nam­haf­tes­ter Ver­tre­ter ist dabei die Par­tei Avan­za Pro­gre­sis­ta des frü­he­ren Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten der Oppo­si­ti­on Hen­ry Fal­cón. Die­ser trat bei den Wah­len 2018 gegen den amtie­ren­den vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro an und konn­te gut 21 Pro­zent der Wäh­ler­stim­men auf sich ver­ei­ni­gen. Damit setz­te Fal­cón sich bereits damals von der Stra­te­gie des Wahl­boy­kotts ande­rer Oppos­ti­ons­par­tei­en wie der Vol­un­tad Popu­lar von Juan Guai­dó und Leo­poldo López ab.

Prä­si­dent Madu­ro äußer­te sich zufrie­den über die mit einem Teil der Oppo­si­ti­on erziel­te Eini­gung, die er als “klu­gen und not­wen­di­gen Schritt” für den Frie­den und die Sta­bi­li­tät des latein­ame­ri­ka­ni­schen Lan­des bezeich­ne­te, das sich in einer tie­fen wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Kri­se befin­det. Madu­ro dank­te der nor­we­gi­schen Regie­rung für ihre Ver­mitt­lungs­be­mü­hun­gen und ver­si­cher­te, dass ande­re poli­ti­sche Kräf­te, die ihn als Prä­si­den­ten ableh­nen, an den Ver­hand­lun­gen teil­neh­men kön­nen.

Rück­kehr ins Par­la­ment, Erneue­rung des Wahl­ra­tes und “offe­ne Türen”

Zu den bedeu­tends­ten Punk­ten der Ver­ein­ba­rung zählt die Rück­kehr der Regie­rungs­frak­ti­on in das natio­na­le Par­la­ment (AN). Deren Abge­ord­ne­te hat­ten die Teil­nah­me an den Sit­zun­gen des Par­la­ments mit der Begrün­dung ein­ge­stellt, dass sich die­ses Gre­mi­um unter “Miss­ach­tung” der Urtei­le des Obers­ten Gerichts­hofs (TSJ) kon­sti­tu­iert hat­te.

Wir wol­len, dass die Natio­nal­ver­samm­lung aus dem Zustand der Miss­ach­tung her­aus­kommt, des­halb ist es ein gewal­ti­ges Abkom­men”, kom­men­tier­te Madu­ro die­sen Teil der Über­ein­kunft.

Hin­sicht­lich der Eini­gung, die Behör­den des Natio­na­len Wahl­ra­tes (CNE) zu erneu­ern, der für die Orga­ni­sa­ti­on der Wah­len in dem latein­ame­ri­ka­ni­schen Land zustän­dig ist, sag­te der Prä­si­dent :

Wir waren stets offen für die weit­rei­chends­ten Garan­ti­en dafür, dass die kom­men­den Wah­len eine brei­te poli­ti­sche Betei­li­gung haben wer­den.

Der Minis­ter für Kom­mu­ni­ka­ti­on, Jor­ge Rodríguez, erklär­te, die Regie­rung sei wei­ter­hin bereit, die Ver­hand­lun­gen fort­zu­set­zen :

Wir haben uns kei­ner Initia­ti­ve ver­schlos­sen, um unter Vene­zo­la­nern die Pro­ble­me zu lösen, die nur die Vene­zo­la­ner ange­hen, und wir wer­den uns dem auch zukünf­tig nicht.

Der “Natio­na­le Ver­hand­lungs­tisch für den Frie­den” wur­de ein­ge­rich­tet, um eine “poli­ti­sche Lösung” im Rah­men der vene­zo­la­ni­schen Ver­fas­sung zu errei­chen, sag­te der Minis­ter. Es gibt Teil­ver­ein­ba­run­gen und eine offe­ne Agen­da für ande­re poli­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen, die sich anschlie­ßen wol­len, so Rodríguez wei­ter.

Ein ande­rer Weg als der des Has­ses”

Der Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­te der an der Eini­gung betei­lig­ten Oppo­si­ti­ons­par­tei Cam­bie­mos Timo­teo Zam­bra­no ver­wies auf den drei­mo­na­ti­gen Pro­zess, der dem Abkom­men vor­an­ge­gan­gen war, und for­der­te, “die ver­lo­re­ne Zeit auf­zu­ho­len”. “Wir wol­len (…) einen ande­ren Weg als den des Has­ses.”

Wir haben ent­schie­den, einen Schritt vor­an­zu­ge­hen”, unter­strich Zam­bra­no und bat die Regie­run­gen rund um den Glo­bus um deren Unter­stüt­zung.

Der Zweck hei­ligt nicht die Mit­tel. Wir haben den gemein­sa­men Wil­len, einen grund­le­gen­den Pro­zess für einen ‘Natio­na­len Ver­hand­lungs­tisch für Vene­zue­la’ ein­zu­lei­ten.

Zam­bra­no ver­si­cher­te, dass dies die ers­te in einer Rei­he von Ver­ein­ba­run­gen ist, die dar­auf abzie­len, “die Hin­der­nis­se zu besei­ti­gen, die der Demo­kra­tie scha­den”:

Es ist kein ein­fa­cher Weg, aber er ist anders. Wir ver­pflich­ten uns zu trans­pa­ren­tem und seriö­sem Han­deln.

Die Reak­ti­on von Guai­dó

Der Oppo­si­ti­ons­ab­ge­ord­ne­te und Vor­sit­zen­de des ent­mach­te­ten Par­la­ments Juan Guai­dó, der als selbst ernann­ter “Inte­rims­prä­si­dent” über kei­ner­lei tat­säch­li­che Regie­rungs­macht in Vene­zue­la ver­fügt und inter­na­tio­nal ledig­lich von einer Min­der­heit der Staa­ten­ge­mein­schaft aner­kannt wird, hat­te einen Tag zuvor erklärt, dass er den Dia­log mit der Madu­ro-Regie­rung unter der Schirm­herr­schaft Nor­we­gens nicht fort­set­zen wird. Als Grund nann­te er, dass sein Vor­schlag zur Lösung der poli­ti­schen Kri­se von der Regie­rung nicht akzep­tiert wor­den war.

Dem Mit­glied der Füh­rungs­rie­ge der rechts­ge­rich­te­ten Par­tei Vol­un­tad Popu­lar zufol­ge beinhal­te­te sein Vor­schlag fol­gen­de Punk­te : den Rück­tritt Madu­ros vom Amt des Prä­si­den­ten, den Rück­zug sei­ner selbst von der “Inte­rims­prä­si­dent­schaft”, die er nach sei­ner Selbst­er­nen­nung im Janu­ar letz­ten Jah­res über­nom­men hat­te, und die “Bil­dung eines plu­ra­lis­ti­schen Regie­rungs­ra­tes”, der den Ein­tritt der “huma­ni­tä­ren Hil­fe” und die Durch­füh­rung von “frei­en Wah­len” erleich­tern wür­de.

Dar­über hin­aus bekräf­tig­te Guai­dó, dass die Maß­nah­men zur Aus­übung von Druck “inner­halb und außer­halb Vene­zue­las zuneh­men wer­den, um eine end­gül­ti­ge Lösung der Kri­se zu errei­chen”.

Die Vor­ge­schich­te der Ver­hand­lun­gen

Die von der Dele­ga­ti­on unter der Lei­tung Guai­dós am 15. Sep­tem­ber ver­las­se­ne neue Gesprächs­run­de hat­te Mit­te Mai mit der Ver­mitt­lung der nor­we­gi­schen Regie­rung begon­nen, vier Mona­te nach der Selbst­er­nen­nung Guai­dós zum “Inte­rims­prä­si­den­ten”.

Eine vor­an­ge­gan­ge­ne Ver­hand­lungs­run­de war im Janu­ar 2018 abge­bro­chen wor­den, nach­dem die Dele­gier­ten der Oppo­si­ti­on den Ver­hand­lungs­tisch mit der Begrün­dung ver­lie­ßen, dass die Bedin­gun­gen eines vor­he­ri­gen Abkom­mens abge­än­dert wor­den sein. Abge­sand­te der Regie­rung erklär­ten sei­ner­zeit, dass ein Dele­ga­ti­ons­mit­glied der Oppo­si­ti­on, Julio Bor­ges, vor der Unter­zeich­nung einer Über­ein­kunft einen Tele­fon­an­ruf erhielt, der den Abschluss einer Ver­ein­ba­rung ver­hin­der­te.

Nach dem Schei­tern der dama­li­gen Ver­hand­lun­gen unter­zeich­ne­te die Regie­rung Madu­ro eine Ver­ein­ba­rung mit dem wei­ter­hin gesprächs­be­rei­ten und gemä­ßig­ten klei­ne­ren Teil der Oppo­si­ti­on, die sich zur Teil­nah­me an den Prä­si­dent­schafts­wah­len von 2018 bereit erklär­te.

Die gegen­wär­ti­gen neu­en Ver­hand­lun­gen fin­den auf der Kari­bik­in­sel Bar­ba­dos statt, auf die sie nach ers­ten Begeg­nun­gen in der nor­we­gi­schen Haup­stadt Oslo ver­legt wor­den waren. Aus Pro­test gegen die Zustim­mung des Guai­dó-Lagers zur Ver­schär­fung der Wirt­schafts- und Finanz­sank­tio­nen der Ver­ei­nig­ten Staa­ten gegen Vene­zue­la hat­te sich deren Regie­rungs­de­le­ga­ti­on von den Gesprä­chen zurück­ge­zo­gen.

Dage­gen erklär­te Guai­dó, dass sein “Vor­schlag” wäh­rend der Gesprächs­run­de auf Bar­ba­dos der wah­re Grund für den Rück­zug der Madu­ro-Dele­ga­ti­on vom Ver­hand­lungs­tisch gewe­sen war. Die nun­mehr getrof­fe­ne Ver­ein­ba­rung zwi­schen der Regie­rung und Tei­len der Oppo­si­ti­on steht in einem beacht­li­chen Kon­trast zur Agen­da der Guai­dó-Frak­ti­on, die ein­mal mehr in den Ruf des Erfül­lungs­ge­hil­fen außen­po­li­ti­scher Inter­es­sen der USA gerät.

Mehr zum The­ma — Geschei­ter­ter Putsch in Vene­zue­la – Wer stand auf wes­sen Sei­te ?

RT Deutsch


Maduro beruft wegen Kriegstreiberei Kolumbiens nationalen Verteidigungsrat ein


Am Mon­tag hielt der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ro eine Fern­seh­an­spra­che, bei der er sich in sei­ner Kri­tik gegen Kolum­bi­ens Prä­si­den­ten Iván Duque nicht zurück­hielt. Madu­ro beschul­dig­te die kolum­bia­ni­sche Regie­rung, Angrif­fe auf die öffent­li­che Infra­struk­tur sowie auf zivi­le und mili­tä­ri­sche Anla­gen in Vene­zue­la geplant zu haben. Er erklär­te :

Ich habe beschlos­sen, den Ver­tei­di­gungs­rat gemäß Arti­kel 323 ein­zu­be­ru­fen, um die Fra­ge der krie­ge­ri­schen Bedro­hung durch die Regie­rung Kolum­bi­ens gegen unser gelieb­tes Hei­mat­land Vene­zue­la anzu­ge­hen.

Madu­ro hob her­vor, er habe Bewei­se die sei­ne Behaup­tun­gen unter­mau­ern, wonach Kolum­bi­en pla­ne, sei­ne Regie­rung zu stür­zen um Oppo­si­ti­ons­füh­rer Juan Guai­dó zu instal­lie­ren.

Der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent sag­te, die kolum­bia­ni­schen Behör­den sei­nen für ins­ge­samt 42 Aggres­sio­nen gegen Vene­zue­la in den letz­ten drei Mona­ten ver­ant­wort­lich. Eini­ge davon hät­ten dar­auf abge­zielt, Vene­zue­las Rake­ten­schutz­schild und Radar­sys­te­me zu schwä­chen. Um die Ver­tei­di­gungs­in­fra­struk­tur des Lan­des zu infil­trie­ren, soll Kolum­bi­en vene­zo­la­ni­sche Armee­of­fi­zie­re rekru­tiert haben, die “ihre Nati­on ver­kau­fen”, so Madu­ro.

Das Staats­ober­haupt beschul­dig­te Duque und sein Gefol­ge, einen Keil zwi­schen die bei­den latein­ame­ri­ka­ni­schen Völ­ker zu trei­ben. Das erfol­ge unter ande­rem durch die Nut­zung der Medi­en als Kriegs­ma­schi­ne zur Ver­brei­tung von Des­in­for­ma­tio­nen.

Die Span­nun­gen zwi­schen den bei­den Nach­bar­län­dern sind enorm. Letz­te Woche erklär­te Madu­ro die zweit­höchs­te Alarm­stu­fe auf­grund einer Bedro­hung aus Kolum­bi­en und beor­der­te die Ver­la­ge­rung von Rake­ten­ab­wehr­ra­ke­ten an die Gren­ze. Er schlug außer­dem wegen eines mög­li­chen Angriffs unter fal­scher Flag­ge Alarm, der von Duque als Vor­wand für einen ech­ten bewaff­ne­ten Kon­flikt benutzt wer­den könn­te.

Anfang die­ser Woche prä­sen­tier­te Vene­zue­la Satel­li­ten­bil­der, die Trai­nings­la­ger für Ter­ro­ris­ten auf kolum­bia­ni­schem Ter­ri­to­ri­um zei­gen sol­len.

Mehr zum The­ma — Cara­cas : Haben Bewei­se für kolum­bia­ni­sche Unter­stüt­zung für Ter­ro­ris­ten

RT Deutsch


Aus Sorge vor False-Flag-Angriff : Maduro lässt Luftabwehrsysteme an Grenze zu Kolumbien verlegen


Vene­zue­las Staats­chef Nicolás Madu­ro hat nach zuneh­men­den Span­nun­gen mit der Regie­rung in Kolum­bi­en Mili­tär­ma­nö­ver an der Gren­ze zu Kolum­bi­en ange­ord­net sowie die vene­zo­la­ni­schen Streit­kräf­te in Alarm­be­reit­schaft ver­setzt. In die­sem Zusam­men­hang ließ er auch Luft­ab­wehr­sys­te­me aus rus­si­scher Pro­duk­ti­on vom Typ 9K40 Buk-M2 an die Gren­ze zu Kolum­bi­en ver­le­gen. 

Wenn du Frie­den und Sou­ve­rä­ni­tät willst, sei bereit, sie zu ver­tei­di­gen”, ver­kün­de­te Madu­ro am Mitt­woch in einer Rede vor Sol­da­ten in Cara­cas, die live über­tra­gen wur­de. 

Mehr zum The­ma — Aus­wär­ti­ges Amt hofiert Put­schis­ten und Guai­dó-Ver­trau­ten Otto G. bei Bot­schaf­ter­kon­fe­renz in Ber­lin

Des Wei­te­ren leg­te er dar, dass der kolum­bia­ni­sche Prä­si­dent Iván Duque “sein Land nicht nur in einen wüten­den Krieg” gestürzt habe, son­dern auch pla­ne, Vene­zue­la mit­tels einer Fal­se-Flag-Ope­ra­ti­on anzu­grei­fen”. Duque ver­su­che unter fal­schem Vor­wand, “eine bil­li­ge poli­ti­sche Show auf Kos­ten eines bewaff­ne­ten Kon­flikts zusam­men­zu­stel­len”, um so die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft zu täu­schen und die­se dazu zu brin­gen, ihn in sei­nem Vor­ha­ben zu unter­stüt­zen.

Der kolum­bia­ni­sche Prä­si­dent steht der­zeit innen­po­li­tisch unter Druck. In Kolum­bi­en hat­ten Ende August eini­ge ehe­ma­li­ge Kom­man­deu­re der Gue­ril­la­grup­pe FARC ange­kün­digt, fast drei Jah­re nach dem his­to­ri­schen Frie­dens­ver­trag ange­sichts von min­des­tens 150 ermor­de­ten Ex-Kämp­fern und der Nicht­ein­hal­tung des Frie­dens­ver­tra­ges durch die aktu­el­le Regie­rung wie­der zu den Waf­fen zu grei­fen. Prä­si­dent Duque warf dar­auf­hin der vene­zo­la­ni­schen Regie­rung vor, die Rebel­len zu unter­stüt­zen und ihnen Schutz zu gewäh­ren.

Mehr zum The­ma — Duque-Regie­rung setzt Frie­dens­ab­kom­men nicht um – FARC-Gue­ril­la kün­di­gen Rück­kehr zum Kampf an

In einer offi­zi­el­len Video­an­spra­che an die kolum­bi­an­si­che Bevöl­ke­rung erklär­te er, dass die Kolum­bia­ner sich dar­über im Kla­ren sein soll­ten, dass man es nicht mit der Ent­ste­hung einer neu­en Gue­ril­la zu tun habe, “son­dern mit den kri­mi­nel­len Dro­hun­gen einer Ban­de von Dro­gen-Ter­ro­ris­ten, die den Schutz und die Unter­stüt­zung der Dik­ta­tur von [dem vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten] Nicolás Madu­ro genie­ßen”. Madu­ro wies die Vor­wür­fe zurück und erklär­te :

Jetzt wol­len sie fal­sche Bewei­se vor­le­gen, um Vene­zue­la anzu­grei­fen und einen mili­tä­ri­schen Kon­flikt mit unse­rem Land zu initi­ie­ren.

Erst eine Woche zuvor hat­ten die USA in ihrer kolum­bia­ni­schen Bot­schaft eine “Vene­zue­la Affairs Unit” (VAU) eröff­net. Die­se Ein­heit soll von der US-Bot­schaft in Bogo­tá aus ope­rie­ren und sich mit “der brei­tes­ten und wich­tigs­ten Grup­pe von vene­zo­la­ni­schen Akteu­ren beschäf­ti­gen”, um so einen “Wech­sel” in Vene­zue­la zu erzie­len. Lei­ten soll die VAU James Sto­ry, der Geschäfts­trä­ger der US-Bot­schaft in Cara­cas bis März 2019, wie das Außen­mi­nis­te­ri­um am 28. August mit­teil­te. Dem­nach sei die Ein­heit bereits im Ein­satz und wer­de “die US-Mis­si­on für die legi­ti­me Regie­rung von Vene­zue­la und für das vene­zo­la­ni­sche Volk wei­ter aus­füh­ren”.

Die VAU soll die “Demo­kra­tie und ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Ord­nung wie­der­her­stel­len” und dafür mit der “Regie­rung von Inte­rims­prä­si­dent Juan Guai­dó” zusam­men­ar­bei­ten. Dafür sol­len Guai­dó und sei­ne poli­ti­schen Unter­stüt­zer 41 Mil­lio­nen US-Dol­lar erhal­ten, die die Ent­wick­lungs­be­hör­de USAID aus ihrem Pro­gramm für Gua­te­ma­la und Hon­du­ras ent­nom­men hat, wie die Los Ange­les Times berich­te­te.

Staats­chef Madu­ro reagier­te in einer Fern­seh­an­spra­che auf die­sen Schritt der US-Regie­rung und erklär­te, dass die USA ihre Mög­lich­kei­ten zur Ein­mi­schung in inne­re Ange­le­gen­hei­ten Vene­zue­las ver­lo­ren haben :

Wenn das Impe­ri­um irgend­wo die Kapa­zi­tät ver­lo­ren hat, sei­ne Poli­tik auf­zu­zwin­gen, dann ist es in Vene­zue­la.

Mehr zum The­ma Vene­zue­las Außen­mi­nis­ter im RT-Inter­view : “USA stüt­zen Staats­streich nicht nur — Sie füh­ren ihn an!”

RT Deutsch


Maduro : Haben Beweise, Attentat gegen mich erfolgte auf Anweisung von US-Sicherheitsberater Bolton


Zum Abbruch der Mili­tär­pa­ra­de führ­ten die Explo­sio­nen meh­re­rer Droh­nen unweit des Prä­si­den­ten. Im Dezem­ber warf Madu­ro dem US-Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton vor, die­ser habe die Plä­ne für einen Putsch und sei­ne Ermor­dung geschmie­det. Nicolás Madu­ro äußer­te sich jetzt zu dem The­ma gegen­über dem US-Jour­na­lis­ten Max Blu­men­thal : 

Ein Jahr ist seit dem Atten­tat ver­gan­gen. Ich kann heu­te sagen, dass ich Bewei­se habe, die bele­gen, dass das ver­such­te Atten­tat auf Anwei­sung von John Bol­ton vom Wei­ßen Haus ver­übt wur­de. (…) Alles führt zu John Bol­ton, der eine kri­mi­nel­le Denk­wei­se hat, eine Denk­wei­se eines Mör­ders (…) Ich kann der­zeit nicht Prä­si­dent Trump beschul­di­gen, aber ich habe alle Grün­de, um eine Unter­su­chung (der Akti­vi­tä­ten) von John Bol­ton zu ver­lan­gen.

Die USA unter­stüt­zen seit Janu­ar den selbst­er­nann­ten Inte­rims­prä­si­den­ten Juan Guai­dó und ver­fech­ten des­sen For­de­rung nach einem Regie­rungs­wech­sel. Es folg­ten Sank­tio­nen gegen Vene­zue­la, so wur­den auch Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de im Aus­land ein­ge­fro­ren. Zu den jüngs­ten Sank­tio­nen äußer­te sich nun die vene­zo­la­ni­sche Vize­prä­si­den­tin Del­cy Rodríguez. Dies sei eine Atta­cke auf Pri­vat­be­sitz und stel­le eine zusätz­li­che Belas­tung für das vene­zo­la­ni­sche Volk dar.

Bol­ton sag­te bei einem Tref­fen in Lima : 

Ich möch­te klar­stel­len, dass die­se umfas­sen­de Anord­nung die US-Regie­rung ermäch­tigt, Per­so­nen zu iden­ti­fi­zie­ren, die das ille­gi­ti­me Régime von Nicolás Madu­ro wei­ter­hin unter­stüt­zen, (die­se) gezielt zu bestra­fen und Sank­tio­nen (gegen sie) zu ver­hän­gen. 

An der Tat­sa­che jedoch, dass das vene­zo­la­ni­sche Mili­tär hin­ter Madu­ro steht, wird dies nichts ändern.

RT Deutsch


Maduro glaubt an Erfolg Gesprächserfolg mit venezolanischer Opposition


Der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ro hat erklärt, dass er an einen erfolg­rei­chen Dia­log zwi­schen sei­ner Regie­rung und der Oppo­si­ti­on glaubt. Der Dia­log wer­de dazu bei­tra­gen, einen Weg aus der poli­ti­schen Kri­se im Land zu fin­den. Er erklär­te :

Heu­te ist eine wei­te­re Gesprächs­run­de zwi­schen der Dele­ga­ti­on der vene­zo­la­ni­schen Oppo­si­ti­on und der von mir gelei­te­ten kon­sti­tu­tio­nel­len Regie­rung ange­lau­fen. Ich glau­be an den Dia­log.

Er ver­ur­teil­te “Rechts­ex­tre­me, die aus­län­di­sche Inter­ven­tio­nen unter­stüt­zen” und bezeich­ne­te das als “Wahn­sinn”.

Im Mai fan­den in Oslo unter der Lei­tung von Nor­we­gen min­des­tens zwei indi­rek­te Gesprächs­run­den zwi­schen der vene­zo­la­ni­schen Regie­rung und der Oppo­si­ti­on statt. Am 8. Juli begann eine neue Gesprächs­run­de in Bar­ba­dos. Der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ro wies dar­auf hin, dass die Gesprä­che umfas­send sei­en und schloss nicht aus, dass die Kon­sul­ta­tio­nen zu einer Eini­gung füh­ren könn­ten.

Am 23. Janu­ar hat­te sich der Füh­rer der vene­zo­la­ni­schen Oppo­si­ti­on Juan Guai­dó zum Inte­rims­prä­si­den­ten erklärt. Am sel­ben Tag erkann­ten ihn die Ver­ei­nig­ten Staa­ten als amtie­ren­des Staats­ober­haupt an, gefolgt von den Län­dern der Lima-Grup­pe (ohne Mexi­ko) und einer Rei­he wei­te­rer Staa­ten.

Der amtie­ren­de vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ro bezeich­ne­te die Ent­wick­lun­gen als Putsch­ver­such und lös­te die diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen zu den USA. Die meis­ten Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on haben Guai­dó eben­falls als Inte­rims­prä­si­dent Vene­zue­las aner­kannt. Russ­land, Weiß­russ­land, Boli­vi­en, Iran, Chi­na, Kuba, Nica­ra­gua, El Sal­va­dor, Syri­en und die Tür­kei sicher­ten Madu­ro hin­ge­gen ihre Unter­stüt­zung zu.

Mehr zum The­ma —  BRICS-Län­der wol­len zur Lösung der Vene­zue­la-Kri­se bei­tra­gen

RT Deutsch


Venezuela : Maduro schlägt Neuwahlen für Parlament vor


Madu­ro äußer­te sei­ne Absich­ten in einer Rede am Mon­tag, auf dem er erneut sei­ne Bereit­schaft zu fried­li­chem polit­si­chen Dia­log mit der Oppo­si­ti­on beton­te. Tei­le die­ser hat­te in den ver­gan­ge­nen Wochen mehr­fach ver­sucht, sich mit Gewalt an die Macht zu put­schen. Die Streit­kräf­te des Lan­des blie­ben der demo­kra­tisch gewähl­ten Regie­rung jedoch loy­al und ver­hin­der­ten somit grö­ße­res Blut­ver­gie­ßen. 

Das Par­la­ment, in dem die Oppo­si­ti­on domi­niert, wur­de im poli­ti­schen Pro­zess an den Rand gedrängt, nach­dem eine ver­fas­sungs­ge­ben­de Ver­samm­lung beru­fen wur­de, die auf­grund von poli­ti­schen Sabo­ta­ge­ver­su­chen des Par­la­ments vie­le legis­la­ti­ve Rech­te auf sich selbst über­trug. In der ver­fas­sungs­ge­ben­den Ver­samm­lung stel­len die Regie­rungs­par­tei­en eine Mehr­heit dar.

Soll­te der selbst­er­nann­te “Inte­rims­prä­si­dent” bei den Par­la­ments­wah­len ver­lie­ren, wür­de es sei­nen Ver­su­chen, an die Staats­spit­ze zu gelan­gen, ein Ende berei­ten. Bis­her sind­al­le sei­ne Ver­su­che, sich zu eta­blie­ren, im San­de ver­lau­fen.

RT Deutsch


Dieser Vorgang hat keine Benennung“: Maduro über Aussetzung des Flugverkehrs durch die USA


Der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ro hat am Don­ners­tag zu dem von den USA ange­ord­ne­ten Flug­ver­bot für US-ame­ri­ka­ni­sche Flug­zeu­ge über Vene­zue­la Stel­lung genom­men. Laut Madu­ro hat die­ser Vor­gang kei­ne Benen­nung.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken