Trump entsetzt Medien mit Aussage : Würde kompromittierendes Material aus Ausland annehmen


US-Prä­si­dent Donald Trump hat in einem Inter­view mit dem TV-Sen­der ABC News auf­ge­klärt, wie er auf kom­pro­mit­tie­ren­des Mate­ri­al über sei­nen poli­ti­schen Geg­ner von Sei­ten einer aus­län­di­schen Regie­rung reagie­ren wür­de.
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Der Absturz der GroKo und die Liebe der Medien zu den Grünen


von Andre­as Rich­ter

Der Absturz der Par­tei­en der soge­nann­ten “Gro­ßen Koali­ti­on” bei den Wah­len Ende Mai und die fol­gen­den Füh­rungs­wech­sel bzw. Füh­rungs­de­bat­ten in SPD und CDU wur­den im media­len Main­stream eher unauf­ge­regt zur Kennt­nis genom­men. Die Abstra­fung der Regie­rungs­par­tei­en wur­de über­wie­gend damit erklärt, dass die­se das “Zukunfts­the­ma Kli­ma­schutz” ver­nach­läs­sigt hät­ten.

Mehr zum The­ma — Ver­an­stal­tung “Fake oder Fak­ten”: Kri­tik an der deut­schen Pres­se­land­schaft

Im Zen­trum der Kri­tik stand auf Sei­ten der Uni­on die CDU-Vor­sit­zen­de Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er höchst­selbst. Wur­de sie noch vor weni­gen Mona­ten – fast uni­so­no – als künf­ti­ge Bun­des­kanz­le­rin gehan­delt, gilt sie nun ten­den­zi­ell bereits als Fehl­be­set­zung an der Par­tei­spit­ze.

Ihre Vor­gän­ge­rin, die immer noch amtie­ren­de Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, bleibt dage­gen fast als ein­zi­ger Koali­ti­ons­po­li­ti­ker von Kri­tik wun­der­sam ver­schont. Ihre inhalt­lich eher seich­te Rede in Har­vard wur­de in der ver­gan­ge­nen Woche in deut­schen Medi­en fast aus­nahms­los gefei­ert.

Als sie davor warn­te, Lügen als Wahr­hei­ten zu ver­kau­fen, dach­te nie­mand etwa an ihr eige­nes Regie­rungs­han­deln. Mer­kel agiert mitt­ler­wei­le wie von der Gro­Ko selt­sam los­ge­löst. Sie hat ihrer Par­tei, ihrem Land und der EU in den ver­gan­ge­nen Jah­ren schwers­te Schä­den zuge­fügt. Den­noch oder immer­noch gilt sie den deut­schen Medi­en ist seit lan­gem als Säu­len­hei­li­ge.

In schärfs­tem Kon­trast zu der media­len Behand­lung der Gro­Ko steht das Beju­beln der Grü­nen durch die Medi­en. Die deut­li­chen Gewin­ne der Grü­nen in Deutsch­land bei der EU-Wahl wur­den hier­zu­lan­de so dar­ge­stellt, als hät­ten EU-weit “die Grü­nen” tri­um­phiert. Dabei war Deutsch­land – genau­er gesagt : West­deutsch­land – im EU-Ver­gleich die Aus­nah­me.

Dage­gen wur­de als bedenk­li­che Aus­nah­me – wegen des star­ken Abschnei­dens der AfD – aller­dings der Osten Deutsch­lands dar­ge­stellt, obwohl die Ost­deut­schen nicht viel anders gewählt hat­ten als auch vie­le Ita­lie­ner und Fran­zo­sen.

In den Tagen nach der Wahl wur­den “die Grü­nen” dann immer hart­nä­cki­ger zur bes­se­ren Regie­rungs­al­ter­na­ti­ve sti­li­siert. Die Zeit titel­te “Ist Grü­ne jetzt die Hoff­nung?”, und der Stern schrieb unter das Titel­fo­to mit einem cool daher­kom­men­den Robert Habeck : “Unser nächs­ter Kanz­ler?” 

Der stell­ver­tre­ten­de Chef­re­dak­teur Fern­se­hen im ARD-Haupt­stadt­stu­dio hat­te bereits am Abend der Wahl in einem Kom­men­tar für die Tages­the­men fest­ge­stellt : 

Viel­leicht wäre ein grü­ner Kanz­ler gar nicht so schlecht für unse­re Zukunft.

Die Welt brach­te dage­gen am Mon­tag lie­ber eine Kanz­le­rin Anna­le­na Baer­bock ins Gespräch. Auch die taz äußer­te sich in die­sem Sin­ne.

Und die Bild schließ­lich titel­te am Don­ners­tag mit dem “Schrau­ben-Mil­li­ar­där” Rein­hold Würth, der die Gro­Ko (und übri­gens auch Ange­la Mer­kel) für ihr “Ver­sa­gen in der Umwelt­po­li­tik” scharf kri­ti­sier­te. Würth erklär­te auch, die Grü­nen gewählt zu haben (und bestieg nach dem Gespräch sein Fir­men­flug­zeug, um nach Athen zu flie­gen – ganz kli­ma­neu­tral, ver­steht sich).

Eine gro­ße media­le Koali­ti­on – von Öffent­lich-recht­lich bis hin zu Sprin­ger – erklärt die Grü­nen zur Par­tei der Zukunft und der Hoff­nung, und sie ver­brei­tet weit­ge­hend unkri­tisch die “grü­ne” Agen­da. Das ist an sich weder neu noch unge­wöhn­lich, bedenkt man die seit lan­gem bekann­ten poli­ti­schen Nei­gun­gen einer Viel­zahl der Jour­na­lis­ten.

Neu und bemer­kens­wert ist aber die Rigo­ro­si­tät, mit der das The­ma “Kli­ma­schutz” nun auf die poli­ti­sche Tages­ord­nung gedrückt wird. Bemer­kens­wert ist hier­bei – neben dem Part der klas­si­schen Medi­en – die Rol­le der sozia­len Netz­wer­ke und der Jugend­pro­tes­te. Die hin­ter die­sen zwei­fel­los gut unter­füt­ter­ten Kam­pa­gnen ste­hen­den Inter­es­sen blei­ben bis­her im Dun­keln ; es ist zu ver­mu­ten oder zu befürch­ten, dass sie eher öko­no­mi­scher als öko­lo­gi­scher Natur sind.

Uni­on und SPD begin­nen nun wie­der ein­mal – etwa beim The­ma CO2-Steu­er – die nun­mehr “grü­ne” Agen­da zu über­neh­men. Stra­te­gisch ist das kei­ne son­der­lich gute Idee. Wer die­se Vor­stel­lun­gen für rich­tig hält, wird eher das grü­ne Ori­gi­nal als einen schwar­zen oder roten Abklatsch wäh­len.

Bedenk­li­cher als für die Par­tei­en wer­den die Fol­gen einer sol­chen Poli­tik für das Land sein. Schon jetzt ist klar : Groß dürf­ten vor allem die sozia­len Fol­gen hier­zu­lan­de sein, grö­ßer als der – ange­sichts des über­schau­ba­ren Anteils Deutsch­lands am welt­wei­ten CO2-Aus­stoß – ohne­hin zwei­fel­haf­te Nut­zen “kli­ma­po­li­ti­scher Maß­nah­men” Deutsch­lands für den Rest der Welt.

Das deut­sche Par­tei­en­sys­tem könn­te sich durch sei­ne pro­gram­ma­ti­sche Ver­en­gung und die fast aus­schließ­li­che Kon­zen­tra­ti­on auf einen über­schau­ba­ren Teil der Gesell­schaft letzt­lich selbst erle­di­gen – eben­so wie die Medi­en, die wei­ter denn je von einer kri­ti­schen Wider­spie­ge­lung und der Suche nach Erklä­run­gen der Wirk­lich­keit ent­fernt sind.

Mehr zum The­ma — Der Fall Relo­ti­us, oder : “Sagen, was sein soll”

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

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Warum die Ukrainer Poroschenko satthaben und deutsche Medien darüber nicht aufklären (Video)


Die Bezeich­nung “Aggres­sor Russ­land” hat in kei­ner sei­ner Reden gefehlt. Ganz zur Freu­de der deut­schen Medi­en. Denn die Ent­wick­lung der Ukrai­ne als Staat wird dort fast aus­schließ­lich am Hass auf Russ­land gemes­sen. Viel Hass – das Land ent­wi­ckelt sich gut. Wenig Hass – das Land ist unter­drückt und will in die EU.

Nun haben die Ukrai­ner einen sys­tem­fer­nen Prä­si­den­ten gewählt – den Kaba­ret­tis­ten Wla­di­mir Selens­kij. Zu sagen, dass Poro­schen­ko Zwei­ter gewor­den ist, ist eine kla­re Unter­trei­bung. Viel pas­sen­der für sei­ne Nie­der­la­ge wäre die Bezeich­nung “tota­les Fias­ko”.

Doch wor­an kann das nur lie­gen ? Wie­so wol­len die Ukrai­ner einen EU-freund­li­chen Prä­si­den­ten nicht mehr haben ?

Offen­sicht­lich stößt sei­ne Poli­tik auf gro­ße Ableh­nung in der ukrai­ni­schen Gesell­schaft. Tat­säch­lich ist die Ent­täu­schung über Ent­wick­lung in ihrem eige­nen Land genau­so groß wie wenig über­ra­schend. Das kann nur dar­an lie­gen, dass die Ukrai­ner ganz ande­re Pro­ble­me haben, als es in den Medi­en hier­zu­lan­de dar­ge­stellt wird.

Doch Selbst­kri­tik ist Fehl­an­zei­ge. Statt­des­sen ver­su­chen Die Welt und Co. auch wei­ter­hin, die Pro­ble­me in der Ukrai­ne zu ver­dre­hen. Kei­ner stellt sich die Fra­gen “Was sind die Pro­ble­me in der Ukrai­ne?” und “Was ist das, was sie wirk­lich wol­len?”.

Die­sen Fra­gen geht die gebür­ti­ge Ukrai­ne­rin Maria Jans­sen, zusam­men mit dem ukrai­ni­schen Poli­to­lo­gen und stell­ver­tre­ten­den Direk­tor des Ukrai­ni­schen Insti­tuts für poli­ti­sche Ana­ly­se und poli­ti­sches Manage­ment, Kirill Molt­scha­now, nach.

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Gute Rüstung, schlechte Rüstung : Die deutschen Medien und der SIPRI-Bericht


von Andre­as Rich­ter

Am Mon­tag ver­öf­fent­lich­te das schwe­di­sche For­schungs­in­sti­tut SIPRI sei­nen jähr­li­chen Bericht zu den welt­wei­ten Mili­tär­aus­ga­ben. Dem­nach stie­gen die­se Aus­ga­ben im ver­gan­ge­nen Jahr auf 1,82 Bil­lio­nen US-Dol­lar, das bedeu­tet auf den höchs­ten Stand seit dem Kal­ten Krieg.

Die Reak­tio­nen der deut­schen Medi­en waren erwart­bar. Sie über­nah­men weit­ge­hend den impli­zit kri­ti­schen Ton der Stu­die. Es kommt der Ver­weis auf die welt­wei­ten Kri­sen, die Moder­ni­sie­rungs­pro­gram­me vie­ler Staa­ten, eini­ge von ihnen zitier­ten auch den ver­ant­wort­li­chen SIPRI-Wis­sen­schaft­ler, der die exor­bi­tan­ten Aus­ga­ben in Rela­ti­on zur Armut in der Welt setz­te.

Ansons­ten blieb die Empö­rung der Medi­en unscharf und selek­tiv. Dass die Aus­ga­ben der USA, unan­ge­foch­te­ner Spit­zen­rei­ter der Lis­te der Staa­ten mit den höchs­ten Aus­ga­ben, denen der fol­gen­den acht Län­der zusam­men ent­spre­chen, wird als nor­mal wahr­ge­nom­men und lässt auch nie­man­den am Gebrauch des Begriffs “Ver­tei­di­gung” zwei­feln. Dass die NATO-Staa­ten ins­ge­samt für den Groß­teil der welt­wei­ten Rüs­tung ver­ant­wort­lich sind, fin­det kei­ne Beach­tung.

Dass Frank­reich sich in die­ser Lis­te an Russ­land vor­bei auf Rang fünf schiebt, fin­det nur zum Teil und am Ran­de Beach­tung. Über­haupt Russ­land : Dass die rus­si­schen Rüs­tungs­aus­ga­ben seit dem Abschluss des gro­ßen Moder­ni­sie­rungs­pro­gramms im Jahr 2010 laut SIPRI sin­ken, fin­det tagesschau.de etwa gar nicht berich­tens­wert.

Dass die Aus­ga­ben der Rus­sen, die vom media­len Main­stream stets als Bedro­hung für den Wes­ten und die Welt dar­ge­stellt wer­den, etwa ein Zehn­tel der US-Aus­ga­ben und ein Fünf­zehn­tel der der NATO-Staa­ten beträgt, fin­det nir­gend­wo expli­zit Erwäh­nung.

Die Aus­sa­ge des SIPRI-Berichts, dass Russ­land bei sei­nen euro­päi­schen Nach­barn als Bedro­hung wahr­ge­nom­men wer­de, wird dage­gen gern her­vor­ge­ho­ben, bie­tet sie doch zu einer nega­ti­ven Erwäh­nung des Lan­des Anlass. Bei der Deut­schen Wel­le klingt das dann so :

Die rus­si­schen Mili­tär­aus­ga­ben sor­gen in den euro­päi­schen Nach­bar­staa­ten für Unru­he, so der SIPRI-Bericht wei­ter. Der Russ­land-Ukrai­ne-Kon­flikt trägt zur ange­spann­ten Situa­ti­on bei und lässt die Mili­tär­aus­ga­ben stei­gen.

Dabei wirkt die Aus­sa­ge von der wahr­ge­nom­me­nen Bedro­hung schon im SIPRI-Bericht nach einem Framing-Ver­such. Stei­gen­de Rüs­tungs­aus­ga­ben in ande­ren Regio­nen wer­den nicht so ein­fühl­sam psy­cho­lo­gisch erklärt.

Inter­es­san­ter­wei­se ver­tritt ein Groß­teil des deut­schen Main­streams, der den welt­wei­ten Anstieg mit Miss­fal­len sieht, in der deut­schen Debat­te die Auf­fas­sung, dass die Bun­des­re­pu­blik das omi­nö­se Zwei-Pro­zent-Ziel der NATO bei den Rüs­tungs­aus­ga­ben ein­zu­hal­ten habe. Die eher arm­se­li­ge Begrün­dung : es sei so ver­spro­chen wor­den. Eine inhalt­li­che Begrün­dung ist für sie dabei nicht nötig ; sie wäre auch schwer zu fin­den.

Für die deut­schen Medi­en gibt es also gute und schlech­te Rüs­tungs­aus­ga­ben. Das zeigt nicht nur ein­mal mehr die hier gän­gi­gen dop­pel­ten Stan­dards, es zeigt auch, dass die Main­stream­me­di­en nicht Bericht­erstat­tung im her­kömm­li­chen Sin­ne betrei­ben, son­dern dass sie selbst als Akteur mit einer kla­ren Agen­da wahr­ge­nom­men wer­den müs­sen.

Mehr zum The­ma — Relo­ti­us-Pres­se ohne Relo­ti­us : Wie der Spie­gel für die Auf­rüs­tung Deutsch­lands trom­melt

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

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Polizei in der Kritik : Französische Medien solidarisieren sich mit festgenommenem Journalisten


von Timo Kirez

Die fran­zö­si­schen Medi­en soli­da­ri­sie­ren sich mit dem unab­hän­gi­gen Jour­na­lis­ten Gas­pard Glanz, der wäh­rend einer Demons­tra­ti­on der Gelb­wes­ten am 20. April in Paris in Poli­zei­ge­wahr­sam genom­men wur­de. Die Vor­ge­hens­wei­se der Poli­zei ver­sto­ße gegen die Frei­heit der Infor­ma­ti­on und sei ein Angriff auf den enga­gier­ten Jour­na­lis­mus.

Mehr zum The­ma — Poli­zei­ge­walt eska­liert : Gelb­wes­ten­pro­tes­te gehen in die 23. Woche (Vide­os)

Der Grün­der der Tara­nis News-Web­sei­te und frei­be­ruf­li­che Bericht­erstat­ter Glanz war wäh­rend des 23. Aktes der Gelb­wes­ten am Sams­tag auf der Place de la Répu­bli­que in Paris ver­haf­tet wor­den. Ihm wird “Beam­ten­be­lei­di­gung” und “Betei­li­gung an einer gewalt­tä­ti­gen Grup­pie­rung” vor­ge­wor­fen. Glanz soll Poli­zis­ten den “Mit­tel­fin­ger” gezeigt haben, nach­dem er von den Beam­ten gesto­ßen wor­den sein soll. Auf die­sem Twit­ter-Video sieht man Glanz in Hand­schel­len in einem Pulk der Poli­zei-Son­der­ein­heit CRS :

Glanz war nicht der ein­zi­ge Jour­na­list, der am Sams­tag Pro­ble­me mit der Poli­zei bekam. Die­ses Bild zeigt den Jour­na­lis­ten Alexis Kra­land am Pari­ser Bahn­hof Gare du Nord :

In einem spä­te­ren Tweet schreibt Kra­land, dass er acht Stun­den von der Poli­zei fest­ge­hal­ten wor­den sei, weil er sich gewei­gert habe, sich von sei­ner Kame­ra zu tren­nen :

Ein wei­te­rer Jour­na­list, Clé­ment Lanot, twit­ter­te am Sams­tag, dass er von der Poli­zei ange­gan­gen wor­den sei, obwohl er als Jour­na­list gekenn­zeich­net gewe­sen sei :

Die Vor­ge­hens­wei­se der Sicher­heits­kräf­te wird in den fran­zö­si­schen Medi­en hart kri­ti­siert. Edwy Ple­nel, Grün­der von Media­part, sprach Glanz und Kra­land sei­ne Soli­da­ri­tät aus. Das Recht auf Infor­ma­ti­on sei wich­ti­ger als das Wahl­recht, sonst wür­den die Men­schen wie Blin­de für ihre schlimms­ten Fein­de stim­men, schreibt Ple­nel in sei­nem Tweet :

Tho­mas Legrand, Jour­na­list bei Fran­ce Inter, ver­tei­dig­te Gas­pard Glanz : “Er ist ein Jour­na­list, der sich ent­schie­den hat, eine Sei­te der Rea­li­tät zu zei­gen.… aber die Rea­li­tät. Er muss in der Lage sein, sei­nen Job zu machen.”

Redak­teur Jean-Michel Apha­tie von Euro­pe 1 schreibt, die Vor­wür­fe gegen Glanz sei­en “offen­sicht­lich unge­recht­fer­tigt”.

Anhän­ger der Macron-Par­tei LREM hin­ge­gen kri­ti­sie­ren Glanz. Ihr Vor­wurf : Er sei kein Jour­na­list, son­dern ein Akti­vist. Doch laut dem Jour­na­lis­ten Jean-Michel Apha­tie sei dar­an nichts aus­zu­set­zen. Enga­gier­ter Jour­na­lis­mus sei kein Ver­bre­chen, er neh­me an der Plu­ra­li­tät der Infor­ma­tio­nen teil.

Lina San­ka­ri, eine Jour­na­lis­tin von L’Humanité, ver­ur­teil­te einen “gefähr­li­ches Gefäl­le” und wies dar­auf hin, dass “76 Jour­na­lis­ten, Foto­gra­fen und Video­ma­cher” seit dem 1. Akt der Gel­ben Wes­ten in ihrer Arbeit behin­dert wur­den”. Repor­ter ohne Gren­zen (RSF) beklag­te zwar die Ver­haf­tung der Jour­na­lis­ten Gas­pard Glanz und Alexis Kra­land am 20. April, jedoch ohne sie nament­lich zu zitie­ren.

Mehr zum The­ma — Frank­reich : Cha­os, Wut und Gewalt beim 23. Gelb­wes­ten-Auf­marsch

RT Deutsch