Gierig nach Klicks ? Britische Medien verbreiten Wangas Prophezeiungen für 2019


Die bri­ti­sche Bou­le­vard-Zei­tung „Mir­ror“ hat Vor­her­sa­gen für das kom­men­de Jahr publik gemacht, die angeb­lich von der bul­ga­ri­schen Wahr­sa­ge­rin Wan­ga stam­men. Die 1996 gestor­be­ne blin­de Wan­ga soll für 2019 „lebens­ver­än­dern­de Ereig­nis­se“ vor­aus­ge­sagt haben.
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SUMMA SUMMARUM : Entwicklung der Medien – Vom Konsumenten zum Medienmacher


Der 51-Jäh­ri­ge, der Psy­cho­lo­gie, Sozio­lo­gie und Sport­wis­sen­schaf­ten stu­dier­te, ist seit Mit­te der 90er-Jah­re als Jour­na­list tätig. Klas­si­sche Redak­tio­nen und Medi­en­nut­zer ver­schwän­den, und es ent­stün­den völ­lig neue For­ma­te. Wahr­haf­tig­keit, Trans­pa­renz und Ein­hal­tung der Men­schen­rech­te sei­en die Grund­la­ge für inter­na­tio­na­len Bür­ger­jour­na­lis­mus, so jeden­falls Gun­ther Sos­na.

RT Deutsch


Enthüllt : Britische Spezialeinheit führt Informationskrieg gegen Russen – Medien


Manch­mal greift das Mili­tär der west­li­chen Län­der zu einer wei­te­ren PR-Kam­pa­gne, um den Steu­er­zah­lern zu zei­gen, wie effek­tiv ihre Gel­der ver­wen­det wer­den. Oft­mals wer­den für die­se PR-Aktio­nen zivi­le Jour­na­lis­ten her­an­ge­zo­gen, die öffent­lich erklä­ren, für was Hun­der­te Mil­li­ar­den Dol­lar bzw. Pfund aus­ge­ge­ben wer­den.
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Autor Uwe Tellkamp : Tonangeber in Medien und Kultur vertragen keinen Widerspruch


Der Dresd­ner Schrift­stel­ler Uwe Tell­kamp hat in einem offe­nen Brief schar­fe Kri­tik an Kul­tur­in­sti­tu­tio­nen und Medi­en geäu­ßert. Der Brief erschien im Online-Por­tal der Zeit­schrift Sezes­si­on, die sich selbst als rechts­in­tel­lek­tu­ell beschreibt. Tell­kamp bezog sich mit sei­nem Brief auf die in einem wei­te­ren offe­nen Brief in der Zeit­schrift Elb­hang-Kurier ver­öf­fent­lich­te Kri­tik der Kul­tur­schaf­fen­den Paul Kai­ser und Hans-Peter Lühr an der Buch­händ­le­rin Susan­ne Dagen für ihre Koope­ra­ti­on mit dem Antai­os-Ver­lag. Vor allem aber bezog er sich auf die am 9. Novem­ber ver­öf­fent­lich­te “Erklä­rung der Vie­len”.

In die­ser Erklä­rung, die so gut wie alle bedeu­ten­den kul­tu­rel­len Insti­tu­tio­nen in Dres­den, Ber­lin, Ham­burg und Nord­rhein-West­fa­len unter­zeich­net haben, wird der gemein­sa­me Kampf gegen “rech­ten Popu­lis­mus” gefor­dert, der eine Bedro­hung für Viel­falt und Offen­heit dar­stel­le. Sym­bol der Kam­pa­gne ist die “gol­de­ne Ret­tungs­de­cke”.

Tell­kamp platzt ob die­ser Erklä­rung und der Kri­tik an Dagen offen­bar der Kra­gen. Nicht die angeb­li­chen oder tat­säch­li­chen Rech­ten sei­en into­le­rant, son­dern der Main­stream :

Wer ist es, der kei­nen Wider­spruch ver­trägt ? Oft habe ich den Ein­druck, die poli­tisch sich links oder bei den Grü­nen ver­or­ten­den Ton­an­ge­ber in wei­ten Tei­len unse­rer Medi­en und unse­rer Kul­tur­bran­che sind es, nicht die paar rech­ten oder als rechts ver­schrie­nen Ein­mann­un­ter­neh­men, die auf klei­nen Blogs oder in klei­nen Zeit­schrif­ten gegen die Wucht des Com­mon sen­se anschrei­ben.

Die­se Erklä­rung, nach Aus­sa­gen eini­ger Inter­view­ter bewusst am 9. Novem­ber ver­öf­fent­licht, ist für mich ein Tief­punkt der Debat­ten- und Tole­ranz­kul­tur und zeugt von nichts ande­rem als dem mora­li­schen und intel­lek­tu­el­len Bank­rott der Initia­to­ren.

Was blei­be, sei Hys­te­rie. Tell­kamp sieht es als Zustands­be­schrei­bung der Gegen­wart, dass eine sol­che Erklä­rung nicht nur mög­lich sei, “son­dern offen­bar brei­tes­te Unter­stüt­zung bei jenen Medi­en- und Kul­tur­schaf­fen­den erfährt, die sich ein­bil­den, auf der rich­ti­gen, der allein guten Sei­te zu ste­hen.” Sei­ne Kri­tik an den Kul­tur­schaf­fen­den ver­bin­det der Autor mit einem Rund­um­schlag gegen die Medi­en :

Wer grenzt aus ? Wohin neigt die Bericht­erstat­tung (so es denn eine ist) der meis­ten Jour­na­lis­ten in den meis­ten unse­rer Medi­en, wenn The­men wie Migra­ti­on, Hei­mat, Nati­on, deut­sche Kul­tur ange­spro­chen wer­den – nach links und grün oder nach rechts ?

Die sozia­len Medi­en bil­de­ten Lage und Mei­nun­gen aus­ge­gli­che­ner ab als die klas­si­schen Medi­en und stell­ten damit auch ein Ven­til für Men­schen dar, die anders­wo kein Gehör mehr fän­den.

Der Autor hin­ter­fragt die gän­gi­gen Nar­ra­ti­ve der Begrif­fe “rechts” und “welt­of­fen”. Nicht jedes Bekennt­nis zur Nati­on sei Natio­na­lis­mus, wer die deut­sche Kul­tur lie­be, sei nicht gleich ein Nazi, wie man­che Publi­ka­tio­nen es nahe­leg­ten. Tell­kamp lobt aus­drück­lich Susan­ne Dagen für das Offen­hal­ten des Dis­kur­ses :

Dagen hat sich ent­schie­den, sich hier nicht bil­lig ein­zu­rei­hen, das emp­fin­de ich ganz im Gegen­satz zu Lühr und Kai­ser als mutig, als frei, als eigent­lich libe­ral – wie gesagt, die Gren­ze zu dem, was nicht mehr dis­ku­tiert und getan wer­den darf, zieht immer noch das Straf­recht, nicht die Moral eini­ger Ede­li­gno­ran­ten in Kir­che, Kul­tur, Medi­en, die glau­ben, auf den ‘Pöbel’ her­ab­bli­cken zu müs­sen, nur weil er eine ande­re Mei­nung über Leben und Welt hat.

Wie bereits im März, als Tell­kamp bei einer Podi­ums­dis­kus­si­on mit dem Dich­ter Durs Grün­bein schar­fe Kri­tik an der Flücht­lings­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung geübt und erklärt hat­te, es brau­che Mut den “vor­ge­ge­be­nen Mei­nungs­kor­ri­dor” zu ver­las­sen, for­der­te er auch jetzt eine offe­ne Dis­kus­si­on der The­men Zuwan­de­rung und Inte­gra­ti­on :

Jeder Zuwan­de­rer bringt sein Her­kom­men mit, sei­ne Kul­tur ; die oft beschwo­re­ne Inte­gra­ti­on, gar Assi­mi­la­ti­on ist, blickt man auf die inzwi­schen eta­blier­ten Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten, mehr Wunsch­den­ken als Rea­li­tät. Die von Lühr und Kai­ser zum Ken­nen­ler­nen emp­foh­le­nen net­ten Men­schen im Café Gus­tav sind gewiß nicht die, die in Frei­burg, Offen­burg, Kan­del, Köln und Chem­nitz Ein­stel­lun­gen zu ihren Gast­ge­bern offen­ba­ren, die vie­le Men­schen nicht von unge­fähr empö­ren. Haben #unteil­bar und unse­re Femi­nis­tin­nen gegen die Ver­ge­wal­ti­gun­gen pro­tes­tiert ? Gegen die inzwi­schen all­täg­lich gewor­de­nen Mes­ser­ste­che­rei­en ? Ich kann mich nicht erin­nern.

Uwe Tell­kamp wur­de mit der Ver­öf­fent­li­chung sei­nes als “gro­ßen Wen­de­ro­mans” gefei­er­ten Buchs “Der Turm” berühmt und gilt seit­dem als einer der ange­se­hens­ten deut­schen Autoren. Seit sei­nen ers­ten Wort­mel­dun­gen zur Aus­gren­zung rech­ter Ver­la­ge bei der Leip­zi­ger Buch­mes­se und zur Flücht­lings­po­li­tik 2017 wird er in den Medi­en zuneh­mend nega­tiv dar­ge­stellt. Das dürf­te sich nach sei­nem offe­nen Brief vom Diens­tag noch ver­stär­ken.

Es gibt Grün­de, Tell­kamp zu kri­ti­sie­ren : Sei­ne gewollt knor­rig daher­kom­men­de Spra­che ist nicht jeder­manns Sache, wirkt aber doch weni­ger anstren­gend als die der mit Gen­der-Stern­chen geschmück­ten “Erklä­rung der Vie­len”. Mit sei­ner Kri­tik an der Migra­ti­ons­po­li­tik bleibt er letzt­lich an der Ober­flä­che, weil er deren huma­ni­tä­ren Über­bau – wie die von ihm kri­ti­sier­ten Kul­tur­schaf­fen­den und Medi­en – für voll nimmt, nur dass er ihn im Gegen­satz zu die­sen kri­ti­siert. Die zugrun­de­lie­gen­den “har­ten” wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Inter­es­sen über­sieht er.

Mehr zum The­ma — Leip­zig : Gale­rie trennt sich von Maler Axel Krau­se, weil die­ser bei Land­tags­wahl AfD wäh­len will

Den­noch hat Tell­kamp mit dem von ihm beschrie­ben Gesin­nungs­kor­ri­dor und der Into­le­ranz der Mei­nungs­füh­rer recht. Dies zeigt schon die Reak­ti­on der Medi­en auf sei­nen offe­nen Brief. Viel Auf­merk­sam­keit hat er nicht bekom­men. Wenn doch über Tell­kamps Brief geschrie­ben wird, wie bei FAZ und Welt, wird die­se Befas­sung gleich als Argu­ment gegen den Autor ver­wen­det. Tell­kamp fin­de bei den klas­si­schen Medi­en Gehör, also habe er Unrecht. Ein Recht auf eine “Debat­te ohne Wider­spruch” gebe es in der Demo­kra­tie nun ein­mal nicht, fügt die Welt hin­zu – als ob der Autor ein sol­ches ein­ge­for­dert hät­te, und eben nicht einen offe­nen Dis­kurs ohne Aus­gren­zun­gen.

RT Deutsch


Jahrbuch Qualität der Medien : “Zentralredaktionen hebeln publizistischen Wettbewerb aus”


In sei­nem kürz­lich erschie­ne­nen “Jahr­buch Qua­li­tät der Medi­en – Schweiz” hat das For­schungs­in­sti­tut Öffent­lich­keit und Gesell­schaft (FÖG) der Uni­ver­si­tät Zürich ins­be­son­de­re die publi­zis­ti­sche Viel­falt unter­sucht. Neben der Viel­falt der Anbie­ter und der Bericht­erstat­tung inner­halb eines Medi­ums ana­ly­sier­ten die For­scher erst­ma­lig auch sys­te­ma­tisch die Viel­falt der Bericht­erstat­tung inner­halb von redak­tio­nel­len Ver­bund­sys­te­men.

Von Ver­le­ger­sei­te wird betont, dass sol­che Ver­bund­sys­te­me aus Leser­sicht eine Qua­li­täts­ver­bes­se­rung bedeu­ten, weil per­so­nel­le Res­sour­cen und jour­na­lis­ti­sches Know-how in Zen­tral­re­dak­tio­nen gebün­delt wer­den kön­nen. Das ist aller­dings eine ver­kürz­te Sicht. Nega­ti­ve Fol­gen auf gesell­schaft­li­cher Ebe­ne wer­den aus­ge­blen­det.

Die auto­ma­ti­sier­ten Text­ab­glei­che zur Ermitt­lung glei­cher oder unter­schied­li­cher Inhal­te der Bericht­erstat­tung “zei­gen, dass redak­tio­nel­le Koope­ra­tio­nen die publi­zis­ti­sche Viel­falt in der Schweiz deut­lich redu­zie­ren. Ins­be­son­de­re im demo­kra­tie­po­litsch sen­si­ti­ven Bereich der natio­na­len und inter­na­tio­na­len Poli­tik­be­richt­erstat­tung sinkt die publi­zis­ti­sche Viel­falt mar­kant.” Im Bereich der Poli­tik­be­richt­erstat­tung erschei­nen laut der Unter­su­chung 40 Pro­zent der ver­öf­fent­lich­ten Bei­trä­ge gleich­zei­tig in min­des­tens zwei Publi­ka­tio­nen. Die­se mehr­fa­che Publi­ka­ti­on glei­cher Inhal­te betref­fe ins­be­son­de­re die Bericht­erstat­tung zu inter­na­tio­na­ler (48 Pro­zent) und natio­na­ler Poli­tik (54 Pro­zent), wohin­ge­gen bei loka­ler und regio­na­ler Poli­tik die Bei­trä­ge noch weit­ge­hend eigen­stän­dig sei­en (mit nur 8 Pro­zent Mehr­fach­pu­bli­ka­tio­nen).

Ins­ge­samt redu­zie­ren Ver­bund­sys­te­me die The­men- und Per­spek­ti­ven­viel­falt, vor­nehm­lich in der natio­na­len und inter­na­tio­na­len Bericht­erstat­tung. Zudem wird der regio­na­le Blick auf natio­na­le und inter­na­tio­na­le Vor­gän­ge ein­ge­schränkt, wenn Ver­bund­re­dak­tio­nen die Poli­tik-, Wirt­schafts- oder Kul­tur­be­richt­erstat­tung für ver­schie­de­ne Regio­nal­zei­tun­gen zen­tra­li­siert pro­du­zie­ren.

Beson­ders pro­ble­ma­tisch aus demo­kra­tie­theo­re­ti­scher Sicht ist die Tat­sa­che, dass redak­tio­nel­le Ver­bund­sys­te­me zu einer zuneh­mend gleich­för­mi­gen Bericht­erstat­tung in mei­nungs­be­ton­ten Bei­trags­for­ma­ten füh­ren.

Bei­spiel Tan­me­dia : Die füh­ren­de Medi­en­grup­pe der Schweiz orga­ni­sie­re ihre Titel Tages-Anzei­ger, Bund und Ber­ner Zei­tung in einem redak­tio­nel­len Ver­bund­sys­tem. Teil­ten die­se drei Zei­tun­gen zuvor 51 Pro­zent der Bei­trä­ge, so sei­en es nach der Ein­füh­rung der Zen­tral­re­dak­ti­on 62 Pro­zent. In der redak­tio­nel­len Bericht­erstat­tung sei der Anteil glei­cher Inhal­te von 38 auf 55 Pro­zent gestie­gen. Mit einem Anstieg von 40 auf 68 Pro­zent lie­ge der Anteil iden­ti­scher Inhal­te bei mei­nungs­be­ton­ten For­ma­ten wie Leit­ar­ti­keln, Kom­men­ta­ren und Rezen­sio­nen sogar noch höher.

Die Wahr­schein­lich­keit, dass in ver­schie­de­nen Zei­tun­gen z.B. vor Abstim­mun­gen glei­che Abstim­mungs­emp­feh­lun­gen abge­ge­ben wer­den oder dass im Fal­le von Skan­da­len gleich­för­mi­ge Kri­tik geübt wird, wächst. Der Viel­falts­schwund im Bereich abstim­mungs- und wahl­be­zo­ge­ner Mei­nungs­be­kun­dun­gen ist umso pro­ble­ma­ti­scher, als Zei­tun­gen im Ver­lauf von Abstim­mungs­kämp­fen immer noch bevor­zug­te Infor­ma­ti­ons­quel­len dar­stel­len.

Der Unter­su­chung zufol­ge schwä­chen redak­tio­nel­le Ver­bund­sys­te­me den publi­zis­ti­schen Wett­be­werb und die inter­me­dia­le Kon­troll­funk­ti­on, wodurch die Gefahr publi­zis­ti­scher Fehl­leis­tun­gen wächst und die Qua­li­tät der Infor­ma­ti­on als unver­zicht­ba­re Vor­aus­set­zung für Mei­nungs­bil­dung sinkt.

Die “News-Depri­vier­ten”

Neben dem Res­sour­cen­ab­bau bedroht auch der Publi­kums­schwund den Infor­ma­ti­ons­jour­na­lis­mus, heißt es in dem Jahr­buch wei­ter. Tra­di­tio­nel­le Medi­en­an­ge­bo­te und ins­be­son­de­re gedruck­te Pres­se­er­zeug­nis­se ver­lie­ren der Stu­die zufol­ge gegen­über digi­ta­len Infor­ma­ti­ons­ka­nä­len, aller­dings nicht über alle Nut­zer hin­weg gleich stark, son­dern gemäß unter­schied­li­cher Prä­fe­ren­zen der Nut­zer für News. Mit dem Begriff “News-Depri­vier­te” beschreibt die Stu­die Nut­zer, für die “gene­rell eine Unter­ver­sor­gung mit pro­fes­sio­nel­len Infor­ma­ti­ons­me­di­en kon­sta­tiert” wird, da die­se ver­gleichs­wei­se wenig Infor­ma­ti­ons­me­di­en nut­zen, son­dern sich statt­des­sen vor­nehm­lich über Soci­al Media infor­mie­ren.

Die News-Depri­vier­ten sind nicht nur durch tie­fe Nut­zung von Infor­ma­ti­ons­me­di­en geprägt, sie sind auch weni­ger an gesell­schaft­lich rele­van­ten The­men inter­es­siert.

Am wenigs­ten Inter­es­se brin­gen sie natio­na­len und inter­na­tio­na­len Poli­tik- oder Wirt­schafts­nach­rich­ten ent­ge­gen, also jenen The­men, wel­che das Kern­ge­schäft von Qua­li­täts­me­di­en aus­ma­chen. Knapp ein Drit­tel der News-Depri­vier­ten (31 Pro­zent) geben an, dass sie sich stark oder sehr stark für Schwei­zer Poli­tik inter­es­sie­ren. Nur bei den wei­che­ren The­men Musik sowie Fit­ness, Gesund­heit und Ernäh­rung wei­sen sie ähn­lich hohe Inter­es­sens­ra­ten aus wie die Refe­renz­grup­pen.

Der Anteil der “News-Depri­vier­ten” unter den ver­schie­de­nen Nut­zer­ty­pen ist laut der Unter­su­chung “seit 2009 um 15 Pro­zent­punk­te auf mitt­ler­wei­le 36 Pro­zent gestie­gen”, womit die­se “der am stärks­ten ver­tre­te­ne News­re­per­toire­typ in der Schweiz” sind. Die­ser Nut­zer­typ sei beson­ders bei der jun­gen Genera­ti­on aus­ge­prägt. Bei den 16- bis 29-Jäh­ri­gen habe sich der Anteil der “News-Depri­vier­ten” seit dem Jahr 2009 um 21 Pro­zent auf nun­mehr 53 Pro­zent erhöht. Wohin­ge­gen er bei der Gesamt­be­völ­ke­rung bei nur 36 Pro­zent lie­ge. Die­ser Trend sei beson­ders fatal.

Es wächst eine Nut­zer­grup­pe her­an, die sich wenig für die The­men des Infor­ma­ti­ons­jour­na­lis­mus inter­es­siert und wenig Infor­ma­ti­ons­me­di­en nutzt. Es besteht zwar die Mög­lich­keit, dass sich jun­ge Nut­ze­rin­nen und Nut­zer mit zuneh­men­dem Alter stär­ker für News inter­es­sie­ren und so den ‘Sprung’ in ein ande­res Reper­toire schaf­fen. Die Zunah­me des Reper­toire­typs über alle Alters­grup­pen hin­weg wider­spricht jedoch die­ser Annah­me.

Die wach­sen­de Zahl der “News-Depri­vier­ten” wir­ke sich wie­der­um auf die Ein­nah­me­mög­lich­kei­ten der Medi­en­an­bie­ter im Online­be­reich aus, da rück­läu­fi­ge Nut­zer­zah­len weni­ger wer­be­re­le­van­te Klick­zah­len bedeu­ten, wodurch ent­spre­chen­de Wer­be­ein­nah­men sin­ken oder sta­gnie­ren. Dem­zu­fol­ge zeich­ne sich im Netz eine Ver­schie­bung im Leser­markt ab, von Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten hin zu Unter­hal­tungs­for­ma­ten und Soci­al Media.

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RT Deutsch


Diese Kleinigkeit wird saudischen Journalisten-Mördern zum Verhängnis – Medien


Das sau­di­sche Kon­su­lat in Istan­bul hat ver­sucht, den Mord an dem oppo­si­tio­nel­len Jour­na­lis­ten Dscha­mal Cha­schuk­dschi (Jamal Khash­og­gi) durch den Ein­satz eines Dou­bles zu ver­heim­li­chen. Doch die tür­ki­schen Poli­zis­ten lie­ßen sich nicht so leicht über­lis­ten, schreibt die tür­ki­sche Zei­tung „Hur­ri­y­et“ am Diens­tag.
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