Assange — Vom Held der Medien zum schmutzigen Ausgestoßenen (Video)


Der einst von ihnen so gefei­er­te Super­star ist gestürzt bis hin­un­ter in die Kas­te der poli­tisch Unbe­rühr­ba­ren. Vor 10 Jah­ren ein Held — heu­te ein Ver­ge­wal­ti­ger, der Wän­de mit Fäka­li­en beschmiert, auf dem Klo nicht spült und der sei­nen Kater ver­grault.

Am gehäs­sigs­ten schrei­en nun die Medi­en, die am meis­ten von ihm pro­fi­tier­ten und die ihn sei­ner­zeit am lau­tes­ten fei­er­ten.

Mehr zum The­ma — Fall Assan­ge : Bri­ti­sche Abge­ord­ne­te wol­len Aus­lie­fe­rungs­ge­such an Schwe­den Prio­ri­tät ein­räu­men

RT Deutsch


Deklaration zum Venezuela-Konflikt : Keine Desinformation durch Bundesregierung und deutsche Medien !


von Prof. Dr. Rai­na Zim­me­ring

Für die Ein­hal­tung des Völ­ker­rechts und gegen Des­in­for­ma­ti­on durch die deut­sche Regie­rung und deut­sche Medi­en !

Wir sind Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und aus Euro­pa oder aus Latein­ame­ri­ka, die in Euro­pa leben, und Euro­pä­er und Euro­päe­rin­nen, die in Latein­ame­ri­ka oder ande­ren Län­dern leben. Die deut­sche Poli­tik im Vene­zue­la-Kon­flikt und die Des­in­for­ma­ti­on vie­ler deut­scher Medi­en besor­gen uns sehr und ver­an­las­sen uns, fol­gen­de Dekla­ra­ti­on zu unter­stüt­zen :

Nach der Regie­rungs­über­nah­me durch Hugo Chá­vez in dem erd­öl­reichs­ten Land der Welt hat­ten sich die Lebens­ver­hält­nis­se der vene­zo­la­ni­schen Bevöl­ke­rung, ins­be­son­de­re der unte­ren Schich­ten, spür­bar ver­bes­sert. Dies änder­te sich in den let­zen Jah­ren auf dra­ma­ti­sche Wei­se. Wich­ti­ge Ursa­chen für die Ver­schlech­te­rung der Situa­ti­on sind das Sin­ken des Ölprei­ses, eine zer­stö­re­ri­sche Sank­ti­ons­po­li­tik der USA und wei­te­rer west­li­cher Staa­ten, ein Wirt­schafts­krieg durch west­li­che Län­der und durch das Groß­ka­pi­tal und ein “Krieg nie­de­rer Inten­si­tät” der USA mit dem Ziel des “Regi­me­chan­ge”. Auf die­se Sub­ver­si­ons­stra­te­gi­en konn­ten im auf Ren­ten basier­ten und auf Ver­tei­lung ori­en­tier­ten Gesell­schafts­sys­tem Vene­zue­las kei­ne adäqua­ten Gegen­stra­te­gi­en eta­bliert wer­den und es wird zuneh­mend mit Not­ver­ord­nun­gen und poli­ti­schen Son­der­maß­nah­men regiert, um die lang­fris­tig kon­stru­ier­te Kri­se im Land zu bewäl­ti­gen. Durch die von den USA initi­ier­te Selbst­er­nen­nung des Par­la­ments­prä­si­den­ten Juan Guai­dó im Janu­ar 2019 zum Prä­si­den­ten der Repu­blik kam es end­gül­tig zu einer Spal­tung des Lan­des und einer extre­men Zuspit­zung der poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Kri­se.

Nach­dem die Maß­nah­men des “Regi­me­chan­ge” und völ­ker­rechts­wid­ri­ge äuße­re Aktio­nen nach der Selbst­er­nen­nung Guai­dós – wie die Andro­hun­gen einer mili­tä­ri­schen Inter­ven­ti­on durch die USA, die diplo­ma­ti­sche Aner­ken­nung von Juan Guai­dó als legi­ti­men Prä­si­den­ten durch eine Rei­he von west­li­chen Staa­ten, die For­de­run­gen der USA und euro­päi­scher Staa­ten nach sofor­ti­ger Aus­ru­fung von Prä­si­den­ten­wah­len in Vene­zue­la, Ulti­ma­ten gegen das vene­zo­la­ni­sche Mili­tär durch Prä­si­dent Donald Trump, die ille­ga­le und völ­ker­recht­wid­ri­ge “huma­ni­tä­re Hil­fe”, die mit poli­ti­schen Zie­len ver­wo­ben wur­de, und die Ein­schüch­te­rung der Bevöl­ke­rung durch Gewalt­ak­te der Oppo­si­ti­on, wie­Stra­ßen­schlach­ten und Ermor­dung von Pas­san­ten, – nicht gelun­gen sind, dro­hen die USA und ihre rech­ten Ver­bün­de­ten in Latein­ame­ri­ka nun mit der völ­li­gen Lahm­le­gung des Lan­des, um den “Regi­me­chan­ge” doch noch zu erzwin­gen.

Mehr zum The­ma — “Tau­sen­de Vene­zo­la­ner stür­men die Gren­ze” – Wie die dpa sich ihr Nar­ra­tiv pas­send schreibt

Die über all dem ste­hen­de Argu­men­ta­ti­on der west­li­chen Staa­ten, dem “Lei­den” des vene­zo­la­ni­schen Vol­kes ein Ende berei­ten zu wol­len, ver­kehrt sich nun­mehr in ihr Gegen­teil und offen­bart damit das wah­re Gesicht der Anti-Madu­ro-Koali­ti­on. Das Leid der vene­zo­la­ni­schen Bevöl­ke­rung wird gegen­wär­tig durch die ver­schärf­ten Sub­ver­si­ons- und Sank­ti­ons­stra­te­gi­en auf das Äußers­te wei­ter zuge­spitzt. Man­gel an Nah­rungs­mit­teln und Medi­ka­men­ten, Strom­aus­fäl­le und Was­ser­man­gel prä­gen das All­tags­le­ben der Vene­zo­la­ner, auch wenn sie durch Son­der­hilfs­ak­tio­nen der Madu­ro-Regie­rung und Hilfs­maß­nah­men der UNO, Russ­lands, ande­rer Regie­run­gen und Soli­da­ri­täts­ak­tio­nen aus der gan­zen Welt abge­mil­dert wer­den. 

Um die Lebens­si­tua­ti­on des vene­zo­la­ni­schen Vol­kes zu erleich­tern, um eine adäqua­te Lösung des Kon­flik­tes im Sin­ne des Völ­ker­rech­tes – ins­be­son­de­re des Selbst­be­stim­mungs­rech­tes des vene­zo­la­ni­schen Vol­kes – zu errei­chen und das Recht der deut­schen Öffent­lich­keit auf wahr­heits­ge­mä­ße und umfas­sen­de Infor­ma­ti­on zu rea­li­sie­ren, for­dern wir die deut­sche Regie­rung und die Mehr­zahl der deut­schen Medi­en auf,

  1. über die wah­ren Ursa­chen des Kon­flik­tes in Vene­zue­la auf­zu­klä­ren, wozu nicht nur die sys­tem­be­ding­ten Defi­zi­te in Vene­zue­la, son­dern der Inter­es­sen­kon­flikt um die Ver­fü­gungs­ge­walt über die rie­si­gen Ölre­ser­ven und die unter­schied­li­chen Auf­fas­sun­gen über das ein­zu­schla­gen­de Gesell­schafts­mo­dell gehö­ren ;
  2. über die rea­len Mehr­heits­ver­hält­nis­se im vene­zo­la­ni­schen Volk auf­zu­klä­ren und eine ein­sei­ti­ge Bericht­erstat­tung zu ver­hin­dern. So wer­den bis­her gezielt Infor­ma­tio­nen ver­brei­tet, die immer wie­der Guai­dó-Anhän­ger zei­gen, aber nicht die brei­te Unter­stüt­zung der vene­zo­la­ni­schen Bevöl­ke­rung für die Madu­ro-Regie­rung, die auf eine nach wie vor gro­ße Anhän­ger­schaft ver­wei­sen kann. Der von der deut­schen Regie­rung und deut­schen Medi­en ver­wen­de­te Pas­sus “vene­zo­la­ni­sches Volk” bezieht sich ledig­lich auf die Anhän­ger­schaft von Guai­dó, ist unter­kom­plex und schließt den ande­ren Teil der Bevöl­ke­rung aus ;
  3. sich den Unter­su­chungs­er­geb­nis­sen der “Wis­sen­schaft­li­chen Diens­te des Bun­des­ta­ges” und bekann­ter Völ­ker­rechts­ex­per­ten über das ver­mu­te­te völ­ker­rechts­wid­ri­ge Ver­hal­ten durch die deut­sche Regie­rung bei der Aner­ken­nung des selbst­er­nann­ten Über­gangs­prä­si­den­ten, Juan Guai­dó, öffent­lich zu stel­len ;
  4. über die pro­ble­ma­ti­sche Bio­gra­phie des selbst­er­nann­ten Prä­si­den­ten Juan Guai­dó, sei­ner Zuge­hö­rig­keit zu dem gewalt­tä­tigs­ten Teil der Oppo­si­ti­on und sei­ner Jahr­zehn­te dau­ern­den Vor­be­rei­tung als “Régime-Chan­ge-Kader” durch die USA, wie sie von US-ame­ri­ka­ni­schen Ana­lys­ten offen gelegt wur­den, auf­zu­klä­ren ;
  5. sich der Fra­ge zu stel­len, wie­so die deut­sche Regie­rung gegen­über der US-Regie­rung von Donald Trump sowie der­zeit rech­ter bis rechts­ex­tre­mer latein­ame­ri­ka­ni­scher Regie­run­gen – wie z.B. der von Jair Bol­so­na­ro in Bra­si­li­en – in der Vene­zue­la-Fra­ge als Ver­bün­de­te auf­tritt ;
  6. sich dem Wider­spruch zu stel­len, dass einer­seits durch Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas behaup­tet wird, eine “fried­li­che Lösung” in Vene­zue­la anzu­stre­ben, und ande­rer­seits die Sank­tio­nen gegen Vene­zue­la zu ver­tie­fen und in sei­nem öffent­li­chen Amt eine ein­sei­ti­ge Hal­tung in dem Kon­flikt zu ver­tre­ten ;
  7. die wei­te­re Ver­brei­tung von nicht beleg­ten Infor­ma­tio­nen über Vene­zue­la sowie das geziel­te Ver­schwei­gen von beleg­ba­ren Tat­sa­chen zu ver­hin­dern. (Bei­spiel : “huma­ni­tä­re Hil­fe” durch die USA und deren Ver­kop­pe­lung mit poli­ti­schen For­de­run­gen);
  8. über huma­ni­tä­re Hil­fen der UNO, Russ­lands und ande­rer Staa­ten für Vene­zue­la auf lega­ler völ­ker­recht­li­cher Grund­la­ge zu infor­mie­ren ;
  9. sich ein­deu­tig und zu jeder Zeit von einer even­tu­el­len mili­tä­ri­schen Inter­ven­ti­on der USA in Vene­zue­la zu distan­zie­ren ;
  10. sich nicht bedin­gungs­los der “Régime-Chan­ge-Stra­te­gie” der USA ange­sichts der Gefahr eines mili­tä­ri­schen Aus­gangs mit ver­hee­ren­den Fol­gen für das vene­zo­la­ni­sche Volk anzu­schlie­ßen, son­dern sich im Sin­ne des soge­nann­ten Mon­te­vi­deo-Pro­zes­ses, der durch Mexi­ko und Uru­gu­ay initi­iert wur­de, als Ver­mitt­ler zwi­schen den vene­zo­la­ni­schen Kon­flikt­par­tei­en und zum Nut­zen des gesam­ten vene­zo­la­ni­schen Vol­kes zu betä­ti­gen.

Der Weg aus der tie­fen Kri­se, die die vene­zo­la­ni­sche Gesell­schaft durch­lebt, muss auf einer fried­li­chen, völ­ker­rechts­kon­for­men und ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Grund­la­ge vor sich gehen und dem Wohl des gesam­ten vene­zo­la­ni­schen Vol­kes die­nen.

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

Erst­un­ter­zeich­ner :

Bar­re­to, Reja­ne, Agrar­in­ge­neu­rin

Dr. Bial­luch, Chris­toph, Psy­cho­the­ra­peut

Bode, Elke, Sozi­al­the­ra­peu­tin

Dr. phil. Bra­eu­ker, Savi­tri, Psy­cho­the­ra­peu­tin

Prof. Dr. Bru­der, Klaus-Jür­gen, Psy­cho­ana­ly­ti­ker

Dr. Bru­der-Bez­zel, Almuth, Psy­cho­the­ra­peu­tin

Bücker, Hein­rich, Coop-Anti­kriegs­ca­fe Ber­lin

Dipl.-Ing. Buncken­burg, Ste­fan, Rent­ner

M.A. Diehl, Wieb­ke, Jour­na­lis­tin und wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin im Bun­des­tag

Gün­ter, Jür­gen, Ber­lin

Dr. Eibl, Elfie-Mari­ta, His­to­ri­ke­rin

Dr. Eis­mann, Jörg, Poli­to­lo­ge

Ersil, Annet­te, Poli­to­lo­gin

Gir­le, Albrecht, z.Zt. Montevideo/Uruguay

Göld­ner, Kers­tin, Male­rin

Dr. Dipl.-Psych. Herm­sen, Hans, Psy­cho­lo­ge

Dr. Kehr­mann, Det­lef R., Pro­fes­sor der Philosoph/Soziologe BUAP Pue­bla, Mexi­ko

Kel­ler­bau­er, Bar­ba­ra, Sän­ge­rin, Musik­do­zen­tin

Privat.-Doz. Dr. med. Köpp, Wer­ner, Psy­cho­ana­ly­ti­ker

Prof. Dr. sc. Kubic­zek, Wolf­gang, Poli­to­lo­ge, Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen

Dipl.-Psych. Leu­te­rer, Bernd, Psy­cho­lo­ge

Lohan, Bor­gis, Sozio­lo­gin, ehe­ma­li­ge Biblio­the­ka­rin des GI in Santiago/Chile, San­tia­go de Chi­le

Mert­schenk, Ger­hard, Dolmetscher/Übersetzer

Moli­tor, Gün­ther

Dr. Muhr, Tho­mas, Poli­to­lo­ge in Deutsch­land und in Portugal/Lissabon

Dr. Neu, Alex­an­der S., MdB Die Lin­ke

Neu­mann, Horst, Ber­lin, Diplo­mat, Bot­schaf­ter a. D.

Neu­mann, Tho­mas, Foto­gra­fi­ker

Olha­ga­ray, César, Wand­ma­ler und Per­for­mance­künst­ler in Deutschland/Dresden und in Chile/Santiago

Pfeif­fer, Otto, Diplo­mat, Bot­schaf­ter a. D.

Pin­kert, Holm, Archi­tekt

Pin­kert, Ines, Gra­phik­de­si­gne­rin

Pin­kert, Ulrich, Busi­ness­coach

Pin­kert, Tilo, Innen­ar­chi­tekt und Desi­gner

Prof. Dr. Porsch, Peter, Pro­fes­sor

Rump, Bernd, Dich­ter und Kom­po­nist

Rupp, Rai­ner, Autor

Dr. Schmidt, Klaus, Poli­to­lo­ge

Prof. Dr. sc. oec. et Dr. phil. Schrei­ber, Win­fried, Oberst a. D.

Schwarz, Regi­na, Diplom-Sozi­al­ar­bei­te­rin

Sgo­ni­na, Alex­an­der, Bild­hau­er

Stelz­mann, Uli, Fil­me­ma­cher

Dr. phil. habil. Thiel, Rai­ner

Prof. Dr. Voß­küh­ler, Fried­rich, Ober­stu­di­en­rat im Ruhe­stand und ent­pflich­te­ter außer­plan­mä­ßi­ger Pro­fes­sor der Phi­lo­so­phie an der TU Darm­stadt

Wahl, Achim, Autor, Latein­ame­ri­ka­nist

War­weg, Flo­ri­an, Koor­di­na­tor des Arbeits­krei­ses Latein­ame­ri­ka beim Par­tei­vor­stand der DIE LINKE

Dipl.-Ök. Weber, Arnold, Öko­nom

Weber, Ingrid, Indus­trie­kauf­frau

Weber, Ina, Kran­ken­schwes­ter

Zanel­lo de Agui­ar, Guaci­ra, Alten­pfle­ge­rin in Deutschland/Berlin und Uruguay/Montevideo

Dr. Zuri­ta Och­oa, Felix Aure­lio, Sozio­lo­ge und Anthro­po­lo­ge, Deutschland/Berlin, Mexi­ko

Zim­me­ring, Esther, Doku­men­tar­film­re­gis­seu­rin

Zim­me­ring, David, Schau­spie­ler

Dipl. Zim­me­ring, Karl, Film­wis­sen­schaft­ler

Dr. med. Zim­me­ring, Klaus Ronald, Arzt

Prof. Dr. Zim­me­ring, Rai­na, His­to­ri­ke­rin, Poli­to­lo­gin und Sozio­lo­gin

Dr. Zim­me­ring, René, Che­mi­ker

RT Deutsch


Der Kalte Krieg der Medien : Warum sind die deutsch-russischen Beziehungen so schlecht ? (Video)


Auf dem Podi­um der Ver­an­stal­tung saßen Her­mann Krau­se (ehe­ma­li­ger Lei­ter des ARD-Hör­funk-Stu­di­os Mos­kau), Prof. Dr. Gro­my­ko (Direk­tor des Euro­pa­in­sti­tuts und kor­re­spon­die­ren­des Mit­glied der Rus­si­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten), Fritz Pleit­gen (Vor­sit­zen­der der ARD, Prä­si­dent der Euro­päi­schen Rund­funk­uni­on) und Fried­rich Schmidt (Russ­land-Kor­re­spon­dent der FAZ).

RT Deutsch


Medien : Britische Premierministerin May stellt Rücktritt in Aussicht


Das bri­ti­sche Par­la­ment such­te am Mitt­woch auf eige­ne Faust nach Alter­na­ti­ven für das umstrit­te­ne Bre­x­it-Abkom­men. Par­la­ments­prä­si­dent John Ber­cow wähl­te dafür acht von 16 Optio­nen zur Abstim­mung aus. Dazu gehö­ren der Vor­schlag, am 12. April ohne Abkom­men aus der Euro­päi­schen Uni­on aus­zu­schei­den, meh­re­re Ver­sio­nen einer enge­ren Anbin­dung an die EU, ein zwei­tes Refe­ren­dum und eine Abkehr vom EU-Aus­tritt, um einen No-Deal-Bre­x­it zu ver­hin­dern.

Zwei­mal haben die Abge­ord­ne­ten den zwi­schen Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May und Brüs­sel ver­ein­bar­ten Deal bereits abge­lehnt. Die Lösung sol­len nun die soge­nann­ten “indi­ca­ti­ve votes” brin­gen : Mit die­sen rich­tung­wei­sen­den Abstim­mun­gen soll aus­ge­lo­tet wer­den, für wel­che Alter­na­ti­ve es eine Mehr­heit im Par­la­ment gibt. Sprä­chen sich die Abge­ord­ne­ten für eine der Optio­nen aus, wäre das zwar recht­lich nicht bin­dend, aber für May schwer zu igno­rie­ren.

Trotz­dem wird damit gerech­net, dass May noch ein­mal ver­su­chen wird, den Abge­ord­ne­ten ihren Aus­tritts­ver­trag in die­ser Woche vor­zu­le­gen. Pro­mi­nen­te Geg­ner Mays wie Ex-Außen­mi­nis­ter Boris John­son und Jacob Rees-Mogg signa­li­sier­ten bereits, dass sie den Deal doch noch unter­stüt­zen könn­ten. (dpa)

Mehr zum The­ma — EU infor­miert Bür­ger über mög­li­che Fol­gen eines chao­ti­schen Bre­xits

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1999 : Wie Medien den Nato-Angriff auf Jugoslawien unterstützten


Am 24. März 1999 hat die Nato begon­nen, das dama­li­ge Rest-Jugo­sla­wi­en anzu­grei­fen, ohne UN-Man­dat. Die Bun­des­wehr hat sich damals dar­an betei­ligt, was zur ers­ten deut­schen Kriegs­be­tei­li­gung nach 1945 geführt hat. Über die Grün­de für den Krieg und die Stim­mungs­ma­che für die­sen sprach Sput­nik mit dem His­to­ri­ker Kurt Gritsch.
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Ein Falke als Juncker-Nachfolger ? Medien verschweigen antirussische Haltung von Manfred Weber


Der Wahl­kampf für die EU-Wahl ist in vol­lem Gan­ge. Der EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean-Clau­de Juncker kan­di­diert nicht mehr. Als sein aus­sichts­reichs­ter Nach­fol­ger gilt Man­fred Weber, der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Euro­päi­schen Volks­par­tei (EVP). Der CSU-Vize-Par­tei­chef ist Spit­zen­kan­di­dat der Uni­on und gilt gegen­über Russ­land als außen­po­li­ti­scher Hard­li­ner.

Mehr zum The­ma — Euro­pa­par­la­ment stimmt für Stopp von Nord Stream 2 – Russ­land “nicht mehr stra­te­gi­scher Part­ner”

Sei­ne bis­he­ri­gen Äuße­run­gen las­sen jeden­falls tief bli­cken. Bei­spiels­wei­se lehnt der CSU-Poli­ti­ker – im Gegen­satz zu sei­nen Par­tei­kol­le­gen in Deutsch­land – die im Bau befind­li­che Gas­pipe­line Nord Stream 2 kate­go­risch ab. Er kün­dig­te sogar an, dass, falls er Junckers Nach­fol­ger wird, er nach Optio­nen suchen wer­de, um das Pro­jekt zu blo­ckie­ren.

Mei­ne Posi­ti­on ist klar : Nord Stream 2 ist gegen euro­päi­sche Inter­es­sen und soll­te blo­ckiert wer­den”, sag­te er im Inter­view mit News­week Pol­s­ka.

Auch trat Weber immer wie­der laut­stark gegen eine Auf­wei­chung der EU-Sank­tio­nen gegen Russ­land auf. Nach dem Atten­tat auf die Skri­pals gehör­te Weber zu den eif­rigs­ten Fal­ken in der euro­päi­schen Poli­tik. Er sprach sich nicht nur für här­te­re Sank­tio­nen gegen Russ­land aus, son­dern ver­wies auch auf “belast­ba­re Hin­wei­se, dass rus­si­sche Kräf­te in Kata­lo­ni­en mit Fake News gear­bei­tet haben.” Ähn­lich sei es, so Weber, “im Bal­ti­kum, auf dem Bal­kan oder bei der Bre­x­it-Kam­pa­gne gelau­fen.”

Die­se Ansich­ten sind offen­bar kei­ner kurz­fris­ti­gen euro­päi­schen Mode geschul­det, Russ­land ohne Bewei­se immer an allem die Schuld zu geben, son­dern beru­hen auf Über­zeu­gun­gen : Im März letz­ten Jah­res mach­te er gar einen “moder­nen Krieg” aus, den “Putin” angeb­lich gegen “den Wes­ten” füh­re und for­der­te dar­auf­hin : “Wir Euro­pä­er müs­sen auf­wa­chen. […] Wir müs­sen uns jetzt ver­tei­di­gen”. In die­ser krie­ge­ri­schen Rhe­to­rik ging er sogar wei­ter als Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en.

Mehr zum The­ma — “Soli­da­ri­tät der Lem­min­ge”: Deutsch­land und der holp­ri­ge Weg zu einer neu­en Welt­ord­nung

In der “Russ­land-Fra­ge” ver­tritt Weber also viel­mehr die Posi­ti­on des russo­pho­ben Flü­gels der EVP aus Polen und dem Bal­ti­kum. Sei­ner Mei­nung nach ist es nur logisch, er sei schließ­lich vor allem ein “euro­päi­scher Poli­ti­ker”, betont Weber. Und die Euro­päi­sche Volks­par­tei, deren Frak­ti­ons­chef Weber ist, kön­ne Russ­land nicht mehr als “stra­te­gi­schen Part­ner” betrach­ten, wie dies in ihrem Posi­ti­ons­pa­pier fest­ge­legt ist. Es gäbe kei­ne Rück­kehr zum “busi­ness as usu­al”. “Die Zeit für eine freund­li­che und diplo­ma­ti­sche Spra­che ist vor­bei”, heißt es im Papier, das sich auch für wei­te­re ver­schärf­te Sank­tio­nen stark macht.

Wie Weber jedoch “euro­päi­sche” Inter­es­sen defi­niert, lässt den Publi­zis­ten Jens Ber­ger auf­hor­chen. Als er näm­lich bei sei­nem Inter­view mit News­week Pol­s­ka nach den Grün­den für sei­ne Ableh­nung der Ost­see-Pipe­line gefragt wur­de, sag­te er, dass die­se “die ukrai­ni­schen Inter­es­sen erheb­lich tref­fen wür­de”.

Nun ist die Ukrai­ne aber kein Mit­glied der EU, und es ist schon äußerst bemer­kens­wert, wenn ein kom­men­der EU-Kom­mis­si­ons­chef offen die Inter­es­sen eines poli­tisch zwi­schen Natio­na­lis­mus und Faschis­mus schwan­ken­den Nicht-EU-Mit­glieds über die Inter­es­sen der EU und über die Inter­es­sen Deutsch­lands stellt. Dabei geht es Weber vor allem um einen Kon­fron­ta­ti­ons­kurs gegen­über Russ­land, schreibt Ber­ger bei den Nach­Denk­Sei­ten.

Doch was weiß der deut­sche Wäh­ler über die Ansich­ten des poten­zi­el­len Juncker-Nach­fol­gers ? In den letz­ten Wochen ist Man­fred Weber wie­der in den Fokus der media­len Auf­merk­sam­keit gerückt. Er ist gern gese­he­ner Gast bei Anne Will und May­brit Ill­ner, gefrag­ter Inter­view-Part­ner und Prot­ago­nist für Fami­li­en­por­träts. Doch nicht als “Rus­sen-Fres­ser” (Ber­ger) steht er da. Der Bre­x­it, der Umgang mit Orbáns Fidesz-Par­tei, die Anglei­chung der Lebens­ver­hält­nis­se in den EU-Staa­ten, neue Tech­no­lo­gi­en, die Finanz­po­li­tik – also alles mög­li­che – aber nicht sein Russ­land-Kurs ste­hen nun im Vor­der­grund. Man­che Medi­en wer­den sogar zu einer Art Wahl­kampf-Rat­ge­bern. “Weber ver­passt die Chan­ce, sei­ne Ide­en zu prä­sen­tie­ren”, bedau­ert z. B. die Welt nach einer Talk-Run­de bei Anne Will.

Mehr zum The­ma — Orbáns Fidesz-Par­tei wird von Euro­päi­scher Volks­par­tei sus­pen­diert

Dass die deut­schen Medi­en die­sen Aspekt des “deut­schen Kan­di­da­ten” unter den Tisch fal­len las­sen, darf dabei ruhig als akti­ve Wahl­kampf­un­ter­stüt­zung ver­stan­den wer­den”, war­nen die Nach­Denk­Sei­ten. Denn anders als Weber befür­wor­tet eine Mehr­heit der Deut­schen den Bau von Nord Stream 2, wie eine You­Gov-Umfra­ge aus dem Febru­ar zeigt. Danach sind nur 16 Pro­zent der Auf­fas­sung des EVP-Spit­zen­kan­di­da­ten, wäh­rend sich 56 Pro­zent expli­zit für einen Wei­ter­bau aus­spre­chen.

Die Umfra­gen bestä­ti­gen auch, dass die Mehr­heit der Deut­schen Russ­land nicht als Gefahr und schon gar nicht als Geg­ner sieht und sogar poli­ti­sche Annä­he­rung an Russ­land wünscht. Einem neu­en Ost-West-Kon­flikt, den Weber auf­heizt, wer­den also die Deut­schen am wenigs­ten zustim­men. Die Unter­schla­gung der anti­rus­si­schen Ansich­ten des “net­ten Herrn Weber” von­sei­ten deut­scher Medi­en käme also der Bei­hil­fe beim Wahl­kampf gleich. Damit stellt sich erneut die Fra­ge nach deren wah­ren Agen­da. 

RT Deutsch


Von INF-Vertrag verboten : USA planen Raketentests – Medien


Die USA pla­nen in die­sem Jahr, Tests von Rake­ten durch­zu­füh­ren, die seit mehr als 30 Jah­ren vom Ver­trag über die Ver­nich­tung der Rake­ten mitt­le­rer und kür­ze­rer Reich­wei­te ver­bo­ten sind. Dies mel­det AP unter Beru­fung auf Quel­len im US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um.
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