Nach Telefonat zwischen Johnson und Merkel : London glaubt nicht mehr an Brexit-Gespräche


Mehr zum The­ma — Zu arm zum Hei­zen : Tau­sen­de Bri­ten star­ben an Fol­gen zu kal­ter Woh­nun­gen

Die Mit­tei­lung nimmt Bezug auf ein Tele­fo­nat von Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) mit Pre­mier­mi­nis­ter Boris John­son am Mor­gen. In der Mit­tei­lung heißt es, die EU habe eine neue Posi­ti­on bezo­gen. Mer­kel habe deut­lich gemacht, dass ein Abkom­men unwahr­schein­lich sei und dass Groß­bri­tan­ni­en die Staa­ten­ge­mein­schaft nur ver­las­sen kön­ne, wenn Nord­ir­land dau­er­haft in der Euro­päi­schen Zoll­uni­on und dem Bin­nen­markt ver­blei­be.

Wenn das eine neue, eta­blier­te Posi­ti­on ist, dann bedeu­tet das, dass ein Abkom­men prin­zi­pi­ell unmög­lich ist, nicht nur jetzt, son­dern grund­sätz­lich”, hieß es in der Mit­tei­lung.

Der Spre­cher der Bun­des­re­gie­rung Stef­fen Sei­bert bestä­tig­te ledig­lich, dass das Tele­fo­nat statt­ge­fun­den hat. Zu den Inhal­ten äußer­te er sich aber nicht. “Wie üblich berich­ten wir aus sol­chen ver­trau­li­chen Gesprä­chen nicht”, teil­te er gegen­über der Deut­schen Pres­se-Agen­tur (dpa) mit. Das könn­te die geplan­te Rei­se des EU-Par­la­ments­prä­si­dent David Sas­so­li “über­flüs­sig” machen.

Auf der Suche nach einer Lösung im Bre­x­it-Streit soll Sas­so­li am heu­ti­gen Diens­tag zuerst zu Mer­kel nach Ber­lin und dann nach Lon­don zu John­son rei­sen. Mer­kel trifft den Ita­lie­ner bereits am Vor­mit­tag und bespricht sich danach mit EU-Rats­prä­si­dent Donald Tusk. Sas­so­li erör­tert am frü­hen Abend mit John­son den für Ende Okto­ber geplan­ten bri­ti­schen EU-Aus­tritt. In Lon­don tagt zudem das bri­ti­sche Unter­haus zum letz­ten Mal, bevor es eini­ge Tage in Zwangs­pau­se geht.

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John­son hat­te vori­ge Woche neue Vor­schlä­ge für ein geän­der­tes Aus­tritts­ab­kom­men gemacht, die aber in der EU auf Wider­stand tref­fen. Es geht um die Fra­ge, wie die Gren­ze zwi­schen dem EU-Mit­glied Irland und dem bri­ti­schen Nord­ir­land auch nach dem Bre­x­it offen blei­ben kann. Im 2018 aus­ge­han­del­ten Bre­x­it-Ver­trag gibt es die Über­gangs­lö­sung mit einer Zoll­uni­on, den soge­nann­ten Back­stop. Den lehnt John­son aber ab.

Über sei­ne Alter­na­tiv­vor­schlä­ge soll am Diens­tag in Brüs­sel erneut ver­han­delt wer­den. Gesprä­che am Mon­tag hat­ten kei­ne erkenn­ba­ren Fort­schrit­te gebracht. Ein EU-Ver­tre­ter erklär­te nur, man habe eini­ge Klar­stel­lun­gen von bri­ti­scher Sei­te bekom­men. Bei­de Sei­ten ste­hen unter Druck, noch vor dem EU-Gip­fel am 17. und 18. Okto­ber einen Kom­pro­miss anzu­bah­nen. Wie eine all­seits akzep­ta­ble Lösung aus­se­hen könn­te, ist aber offen. Gelingt nicht recht­zei­tig ein Durch­bruch, dürf­te die Debat­te über einen wei­te­ren Auf­schub des Bre­x­it Fahrt gewin­nen.

Das bri­ti­sche Par­la­ment hat­te gegen John­sons Wil­len ein Gesetz ver­ab­schie­det, das die Regie­rung in die­sem Fall ab dem 19. Okto­ber zu einem Antrag auf Ver­län­ge­rung der Bre­x­it-Frist zwingt. Der Pre­mier­mi­nis­ter betont aller­dings trotz­dem, dass er sein Land ohne wei­te­re Ver­zö­ge­rung zum 31. Okto­ber aus der EU her­aus­führt – auch ohne Aus­tritts­ver­trag.

Mit Ver­trag wür­de zunächst bis Ende 2020 eine Über­gangs­pha­se gel­ten, in der sich prak­tisch nichts ändert. Ohne Abkom­men ent­fie­len die­se Schon­frist sowie alle Ver­ein­ba­run­gen zur iri­schen Gren­ze, zum Schutz der Rech­te von EU-Bür­gern im Ver­ei­nig­ten König­reich und zu wei­te­ren finan­zi­el­len Leis­tun­gen Lon­dons an die EU.

Von heu­te auf mor­gen müss­ten Zöl­le und Kon­trol­len an den Gren­zen zu Groß­bri­tan­ni­en ein­ge­führt wer­den, Lie­fer­ket­ten wür­den unter­bro­chen und Mil­lio­nen Bür­ger in Unsi­cher­heit gestürzt. Die Wirt­schaft befürch­tet schlim­me Fol­gen für die Kon­junk­tur.

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(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Keine ungarische Staatsbürgerschaft für Ukrainer mehr ? Budapest zieht Pässe zurück


Unga­ri­sche Behör­den zie­hen vie­le Päs­se zurück, die in der west­ukrai­ni­schen Regi­on Trans­kar­pa­ti­en aus­ge­stellt wur­den. Das teil­te der ehe­ma­li­ge Regie­rungs­chef von Trans­kar­pa­ti­en Gen­na­dij Moskal gegen­über dem Por­tal „Obos­re­wa­tel“ mit.
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Russland schlägt vor : Wichtigste UN-Ausschüsse sollen nicht mehr in den USA tagen


Der ers­te stell­ver­tre­ten­de Stän­di­ge Ver­tre­ter Russ­land bei den Ver­ein­ten Natio­nen Dmi­tri Pol­jan­ski schlug vor, die Sit­zun­gen des Ers­ten Haupt­aus­schus­ses der UN-Gene­ral­ver­samm­lung für Abrüs­tung und Inter­na­tio­na­le Sicher­heit ab dem Jahr 2020 nach Wien oder Genf zu ver­le­gen. Auf die USA als Gast­ge­ber der Gene­ral­ver­samm­lung sei offen­sicht­lich kein Ver­lass mehr, so Pol­jan­ski.

Um die Arbeit des Ers­ten Komi­tees und der UNDC (Abrüs­tungs­kom­mis­si­on der Ver­ein­ten Natio­nen) zu nor­ma­li­sie­ren, hal­ten wir es für not­wen­dig, ihre jewei­li­gen Sit­zun­gen im Jahr 2020 außer­halb des US-Ter­ri­to­ri­ums abzu­hal­ten, zum Bei­spiel in Wien oder Genf”, erklär­te er auf einer Sit­zung sel­bi­gen Komi­tees. “Wir sind im Rah­men der lau­fen­den Sit­zung der UN-Gene­ral­ver­samm­lung bereit für eine sach­be­zo­ge­ne Dis­kus­si­on die­ser Fra­ge.” Im sel­ben Zusam­men­hang schlug er vor, die Arbeit des Aus­schus­ses zu pau­sie­ren.

Solan­ge die Visa­fra­ge noch offen ist, schla­gen wir vor, eine tech­ni­sche Pau­se ein­zu­le­gen, bis die Fra­ge beant­wor­tet ist. Sobald aus­nahms­los alle Visa für mei­ne Dele­ga­ti­on aus­ge­stellt sind, sind wir bereit, die for­mel­le Sit­zung wie­der auf­zu­neh­men.”

Der rus­si­sche Diplo­mat füg­te hin­zu : “Gleich­zei­tig ersu­chen wir vom UN-Sekre­ta­ri­at und sei­nem Büro, wirk­sa­me Schrit­te zu unter­neh­men, um die Pra­xis zu unter­bin­den, bei der ein Staat die Teil­nah­me von Dele­ga­tio­nen aus ande­ren UN-Mit­glied­staa­ten an der Arbeit des Ers­ten Aus­schus­ses ekla­tant blo­ckiert.”

In einem Inter­view mit der rus­si­schen Nach­rich­ten­agen­tur TASS  erin­ner­te Pol­jan­ski an den bei­spiel­lo­sen diplo­ma­ti­schen Vor­fall, bei dem sage und schrei­be ein Drit­tel der rus­si­schen Dele­ga­ti­on zur aktu­ell lau­fen­den Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen – dar­un­ter waren auch sol­che, die am Don­ners­tag an der Arbeit des Aus­schus­ses teil­neh­men soll­ten – kein US-Visum erhielt.

Ver­pflich­tun­gen des Gast­ge­ber­lan­des

Pol­jan­ski wies dar­auf hin, dass die USA gemäß Bestim­mun­gen der Ver­ein­ba­rung von 1947 über den Sitz der Ver­ein­ten Natio­nen ver­pflich­tet sind, aus­nahms­los allen offi­zi­el­len Ver­tre­tern der Mit­glied­staa­ten unge­hin­der­ten Zugang zum Sitz der Ver­ein­ten Natio­nen zu gewäh­ren und ihnen “kos­ten­los und schnellst­mög­lich” Visa aus­zu­stel­len. “Das Recht, den Haupt­sitz der Ver­ein­ten Natio­nen zu beher­ber­gen, ist ein Pri­vi­leg, das den Ver­ei­nig­ten Staa­ten im Aus­tausch für die­se Garan­ti­en gewährt wird”, sag­te er.

Washing­ton hat kei­ne Grund­la­ge, ein­sei­tig die Teil­nah­me von Ver­tre­tern der Mit­glied­staa­ten der Ver­ein­ten Natio­nen an den unter ihrer Ägi­de orga­ni­sier­ten Ver­an­stal­tun­gen zu blo­ckie­ren”, so der stell­ver­tre­ten­de Ver­tre­ter wei­ter, “und erst recht nicht, zu ent­schei­den, wer Teil der jewei­li­gen natio­na­len Dele­ga­tio­nen sein, oder wer sie gar lei­ten soll­te.”

Pol­jan­ski beton­te, dass Russ­land den Kampf gegen die­se neue, ganz und gar nicht diplo­ma­ti­sche Pra­xis der USA wei­ter­füh­ren wird :

Wir haben nicht die Absicht, uns mit die­ser Pra­xis abzu­fin­den. Wir wer­den nicht von unse­ren legi­ti­men Rech­ten abwei­chen, die Zusam­men­set­zung der rus­si­schen Dele­ga­ti­on bei den UN-Ver­an­stal­tun­gen selbst zu bestim­men.

Mehr zum The­ma – USA ver­wei­gern völ­ker­rechts­wid­rig Diplo­ma­ten Zugang zur UN – Wie bewer­tet das die Bun­des­re­gie­rung ?

RT Deutsch


Durchs Netz gegangen : Mehr als 32.000 Silberlachse brechen aus Fischfarm in Chile aus


Die Fische wil­der­ten sich eigen­stän­dig aus – kurz nach Beginn der Schlacht­sai­son am 29. Sep­tem­ber. Die chi­le­ni­sche Fische­rei-Behör­de bestä­tig­te den Vor­fall am 1. Okto­ber. Dabei wur­de betont, dass die betrof­fe­ne Fisch­farm bei der Lachs­zucht weder Anti­bio­ti­ka noch Mit­tel gegen Schäd­lin­ge ver­wen­det hat­te.

Trotz­dem for­der­te der loka­le WWF-Able­ger bes­se­re Maß­nah­men, um sol­che mas­sen­haf­te Aus­brü­che in Zukunft zu ver­hin­dern. Dem­nach hät­ten sol­che Vor­fäl­le schwe­re nega­ti­ve Fol­gen für die regio­na­le Umwelt, da Zucht­fi­sche mit ihren wil­den Art­ge­nos­sen um Nah­rungs­mit­tel kon­kur­rie­ren könn­ten.

Chi­le ist nach Nor­we­gen mit 631.000 Ton­nen pro Jahr der zweit­größ­te Lachs­pro­du­zent der Welt. Ins­be­son­de­re im Süden des latein­ame­ri­ka­ni­schen Lan­des gibt es zahl­rei­che Fisch­far­men.

Mehr zum The­ma — Zoo übt Maß­nah­men bei Löwen­aus­bruch : Groß­kat­zen schau­en Men­schen inter­es­siert zu

RT Deutsch


Verbraucher in Deutschland kaufen massiv mehr Autos


Der deut­sche Auto­markt berei­tet den Her­stel­lern der­zeit wie­der Freu­de : Rund 244.622 Neu­wa­gen ver­kauf­ten sie im Sep­tem­ber hier­zu­lan­de und damit fast ein Vier­tel mehr als noch im Vor­jah­res­mo­nat, wie das Kraft­fahrt­bun­des­amt (KBA) am Mitt­woch mit­teil­te.
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Bundesgericht entscheidet über Kennzeichnungspflicht für Polizisten – Gefahr oder mehr Sicherheit ?


Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ver­han­delt am Don­ners­tag über die Kenn­zeich­nungs­pflicht für Poli­zei­be­am­te. Zwei Poli­zis­ten aus Bran­den­burg weh­ren sich dage­gen, im Dienst ein Namens­schild oder eine Num­mer tra­gen zu müs­sen, mit der sie ein­deu­tig zu iden­ti­fi­zie­ren sind. Sie fürch­ten erhöh­te Gefah­ren und Angrif­fe gegen sich. (Az.: BVerwG 2 C 32.18 und BVerwG 2 C 33.18). Eine Kenn­zeich­nungs­pflicht gibt es auch in ande­ren Bun­des­län­dern. Dem Urteil wird daher grund­sätz­li­che Bedeu­tung bei­gemes­sen. Die Ver­hand­lung beginnt um 10.00 Uhr, mit einer Ent­schei­dung wird im Lau­fe des Tages gerech­net.

DIE PFLICHT : In Bran­den­burg gilt die Kenn­zeich­nungs­pflicht für Poli­zei­be­am­te seit dem 1. Janu­ar 2013. Sie ist im Poli­zei­ge­setz des Lan­des ver­an­kert. Voll­zugs­be­diens­te­te müs­sen dem­nach ein Namens­schild tra­gen, Kräf­te in soge­nann­ten geschlos­se­nen Ein­hei­ten wie der Bereit­schafts­po­li­zei eine Num­mer, anhand derer sie ein­deu­tig iden­ti­fi­ziert wer­den kön­nen.

DIE BEGRÜNDUNG : Der Gesetz­ge­ber will so eine grö­ße­re Bür­ger­nä­he und Trans­pa­renz bei der Poli­zei errei­chen. Las­sen sich Poli­zis­ten im Dienst etwas zuschul­den kom­men, soll das zudem ein­fa­cher auf­ge­klärt wer­den kön­nen.

DIE KLAGE : Geklagt haben ein Poli­zei­haupt­meis­ter und eine Poli­zei­ober­meis­te­rin. Sie sehen ihr Recht auf infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung ver­letzt. Das Tra­gen eines Namens­schilds oder einer Num­mer erhö­he die Gefahr von Angrif­fen auf die Poli­zis­ten. Es sei so leich­ter mög­lich, dass die Beam­ten und ihre Fami­li­en auch pri­vat aus­ge­späht wer­den oder ihnen nach­ge­stellt wer­den kön­ne. Der Gewerk­schaft der Poli­zei (GdP) ist in Bran­den­burg aller­dings kein sol­cher Fall bekannt.

DIE GEGENARGUMENTE : Die GdP, die die Klä­ger unter­stützt, sagt : “Die Trans­pa­renz ist auch so gege­ben.” Die Poli­zei ver­wah­re sich gegen das Miss­trau­en, dass ihr aus der For­de­rung nach einer Kenn­zeich­nungs­pflicht ent­ge­gen­schla­ge. Vie­le Strei­fen­po­li­zis­ten trü­gen längst frei­wil­lig Namens­schil­der. Eine Iden­ti­fi­zie­rung von Poli­zis­ten in geschlos­se­nen Ein­hei­ten sei auch ohne Kenn­zeich­nung mög­lich, erklärt GdP-Chef Oli­ver Mal­chow. Soll­te ein Beam­ter sich im Ein­satz ille­gal ver­hal­ten, wer­de das in einem ganz nor­ma­len Ermitt­lungs­ver­fah­ren auch auf­ge­klärt.

DIE DIMENSION VON POLIZEIGEWALT : Laut amt­li­cher Sta­tis­tik wird pro Jahr in 2.000 Ver­dachts­fäl­len ille­ga­ler Poli­zei­ge­walt gegen rund 4.000 Poli­zis­ten ermit­telt. Eine Stu­die der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum zur Erfor­schung von “Kör­per­ver­let­zung im Amt” geht aller­dings davon aus, dass auf jeden bekann­ten Ver­dacht fünf Fäl­le kom­men, die nicht ange­zeigt wer­den. Die Dun­kel­zif­fer läge dem­nach bei min­des­tens 10.000 mut­maß­li­chen Gewalt­ta­ten durch Poli­zis­ten pro Jahr.

DIE ANDEREN LÄNDER : Eine Kenn­zeich­nungs­pflicht gibt es auch in ande­ren Bun­des­län­dern, dar­un­ter Sach­sen-Anhalt, Thü­rin­gen, Bre­men, Hes­sen, Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Schles­wig-Hol­stein. Unter­schied­lich sind dabei die Rege­lun­gen, ob es Namens­schil­der und/oder Num­mern für Ein­hei­ten bei Groß­ein­sät­zen sind. In Nord­rhein-West­fa­len schaff­ten CDU und FDP die von ihrer rot-grü­nen Vor­gän­ger­re­gie­rung ein­ge­führ­te Pflicht mit der Begrün­dung “unnö­tig und über­flüs­sig” wie­der ab.

DIE VORINSTANZEN : Vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Pots­dam und dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg (OVG) blie­ben die Kla­gen der Poli­zis­ten erfolg­los. Laut OVG besteht zwar ein Ein­griff in das Grund­recht auf infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung der betrof­fe­nen Beam­ten. Die­ser sei aller­dings gerecht­fer­tigt, weil das Inter­es­se der Bür­ger an einer trans­pa­ren­ten Poli­zei über­wie­ge. Über die Revi­sio­nen ent­schei­det nun in drit­ter Instanz das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt.

(rt deutsch/dpa) 

RT Deutsch


Hongkong : Innerhalb von drei Monaten mehr als 1.500 Menschen festgenommen


Seit Anfang Juni fin­den in Hong­kong Mas­sen­pro­tes­te statt, die durch ein geplan­tes Aus­lie­fe­rungs­ge­set­zes aus­ge­löst wur­den. Seit­dem wur­den mehr als 1.500 Men­schen fest­ge­nom­men, unter denen vie­le Min­der­jäh­ri­ge sind.

Car­rie Lam for­der­te Eltern, Leh­rer und Schul­be­hör­den auf, den inhaf­tier­ten Jugend­li­chen zu erklä­ren, dass poli­ti­sche Fra­gen nicht ein­fach sind und dass das Gesetz ein­ge­hal­ten wer­den muss. Sie beton­te :

Unter die­sen poli­ti­schen Vor­wän­den kann man das Gesetz nicht bre­chen.

Die mas­si­ven Pro­tes­te, die durch das Aus­lie­fe­rungs­ge­setz aus­ge­löst wur­den, hal­ten die chi­ne­si­sche Son­der­ver­wal­tungs­zo­ne Hong­kong seit Anfang Juni in Atem. Die Regie­rung der Son­der­zo­ne schlug eine Ände­rung des bestehen­den “Geset­zes über mut­maß­li­che Kri­mi­nel­le auf der Flucht” vor, um die Gemü­ter abzu­küh­len. Der vor­ge­schla­ge­ne Mecha­nis­mus hät­te die Aus­lie­fe­rung von Ver­däch­ti­gen per Dekret des Lei­ters der Bezirks­ver­wal­tung an Län­der ermög­licht, mit denen Hong­kong kein Aus­lie­fe­rungs­ab­kom­men hat, ein­schließ­lich Fest­land­chi­na. Die Geg­ner des Geset­zes argu­men­tie­ren jedoch, dass dies die Unab­hän­gig­keit des Jus­tiz­sys­tems von Hong­kong und das Prin­zip “Ein Land, zwei Sys­te­me” unter­gra­ben wür­de. Der Zen­tral­re­gie­rung in Peking wür­de es ermög­li­chen, gegen uner­wünsch­te Per­so­nen vor­zu­ge­hen.

Nach mas­si­ven Pro­tes­ten mach­ten die Behör­den Hong­kongs Zuge­ständ­nis­se und kün­dig­ten eine unbe­fris­te­te Aus­set­zung der Prü­fung der Ände­rungs­an­trä­ge zu dem Gesetz an. Die Geg­ner des Geset­zes blie­ben jedoch unbe­ein­druckt und for­der­ten sei­ne voll­stän­di­ge Annu­lie­rung. Sie stell­ten den Behör­den ein Ulti­ma­tum, dem aber nicht fol­ge­ge­leis­tet wur­de. Die Pro­tes­te wur­den fort­ge­setzt und wer­den zuneh­mend von Gewalt und Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit der Poli­zei beglei­tet.

Mehr zum The­ma — Gewalt­sa­me Pro­tes­te scha­den der Wirt­schaft : Hon­kong lau­fen Ver­an­stal­ter und Besu­cher davon

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Syrien : Mehr als 635.000 Flüchtlinge heimgekehrt


Vor Krieg und Gewalt ins Aus­land geflo­he­ne Syrer keh­ren nun in ihre Hei­mat zurück. Nur an einem Tag sind nach Anga­ben des rus­si­schen Mili­tärs 1300 Flücht­lin­ge aus den Nach­bar­staa­ten Jor­da­ni­en und Liba­non nach Hau­se gekom­men. Dem­nach gibt es seit Russ­lands Mili­tär­in­ter­ven­ti­on vor vier Jah­ren bereits mehr als 635.000 Heim­keh­rer.
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Iran kündigt für Sonntag Marineparade an – „Mehr als 200 Schiffe”


Der Iran hält Medi­en­be­rich­ten zufol­ge am Sonn­tag im Per­si­schen Golf eine jähr­li­che Mari­ne­pa­ra­de ab. Dar­an wer­den mehr als 200 Schif­fe teil­neh­men, teil­te die Nach­rich­ten­agen­tur Fars am Mitt­woch unter Ver­weis auf Admi­ral Modsch­ta­ba Moham­ma­di mit.
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