Merkel will auf EU-Gipfel Sanktionen gegen Russland verlängern


Der deutsch-fran­zö­si­sche Ver­mitt­lungs­ver­such im Kon­flikt um das Asow­sche Meer soll im Janu­ar fort­ge­setzt wer­den. Das teil­te Regie­rungs­spre­cher Stef­fen Sei­bert am Mitt­woch in Ber­lin mit. Tags zuvor hat­ten sich die außen­po­li­ti­schen Bera­ter der Staats- und Regie­rungs­chefs von Deutsch­land, Frank­reich, Russ­land und der Ukrai­ne getrof­fen.

Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel ver­kün­de­te am Mitt­woch bei einer Regie­rungs­be­fra­gung im Bun­des­tag, man wer­de sich auf dem EU-Gip­fel ange­sichts des Kon­flikts im Asow­schen Meer und der Meer­enge von Kertsch für eine Ver­län­ge­rung der euro­päi­schen Sank­tio­nen gegen Mos­kau ein­set­zen.

Dar­über, dass der Kon­flikt in der Gip­fel-Abschluss­erklä­rung am Frei­tag ange­spro­chen wer­de, gebe es kei­ne Dif­fe­ren­zen zwi­schen Groß­bri­tan­ni­en, Spa­ni­en und Deutsch­land, sag­te Mer­kel.

Mehr zum The­ma — Wie der Kon­flikt im Asow­schen Meer begann : Die Fest­set­zung des rus­si­schen Fisch­kut­ters “Nord”

Vor gut zwei Wochen war der Kon­flikt vor der Küs­te der Halb­in­sel Krim eska­liert. Am Anfang des Kon­flikts im Asow­schen Meer steht ein Vor­fall im März, als der ukrai­ni­sche Grenz­schutz zehn rus­si­sche Fischer auf dem Schiff “Nord” fest­nahm. Die­sen bezeich­ne­te die Rus­si­sche Bot­schaft in Ber­lin als “rechts­wid­ri­ge Hand­lung … in Ver­let­zung der gel­ten­den bila­te­ra­len Ver­ein­ba­run­gen”.

Den Kapi­tän des Schif­fes, Wla­di­mir Gor­ben­ko, haben die ukrai­ni­schen Behör­den bis heu­te nicht frei­ge­las­sen. Die rus­si­sche Bot­schaft nann­te wei­ter­hin eine Rei­he von Anschlä­gen und Sabo­ta­ge­ak­te wie Ver­su­che, die Krim durch Spren­gung von Hoch­span­nungs­lei­tun­gen von der Strom­ver­sor­gung abzu­schnei­den, wodurch ver­stärk­te Sicher­heits­maß­nah­men not­wen­dig sei­en.

In hie­si­gen Medi­en beginnt der Kon­flikt jedoch im Novem­ber, als die rus­si­sche Küs­ten­wa­che drei ukrai­ni­schen Schif­fen die Pas­sa­ge durch die Stra­ße von Kertsch ins Asow­sche Meer ver­wei­gert hat.

Natür­lich wer­den wir die Din­ge beim Namen nen­nen. Wir wer­den uns auch für die Ver­län­ge­rung der Sank­tio­nen ein­set­zen”, zeig­te sich Mer­kel ent­schlos­sen. “Das Pro­blem liegt dar­in, dass wir beun­ru­higt sind über das rus­si­sche Ver­hal­ten und dass wir natür­lich eine fak­ti­sche Inan­spruch­nah­me des Asow­schen Meers nicht hin­neh­men kön­nen.

Die Bun­des­re­gie­rung habe ver­sucht, eine Aus­wei­tung der OSZE-Mis­si­on in der Ukrai­ne auf die Stra­ße von Kertsch und das Asow­sche Meer zu erhal­ten. Dies sei von Russ­land abge­lehnt wor­den. Man ver­su­che nun zu errei­chen, dass sich Ver­tre­ter aus Deutsch­land und Frank­reich dort die Schiffs­pas­sa­gen anschau­en kön­nen, sag­te Mer­kel. Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin habe ihr gegen­über erklärt, dort soll ein ver­nünf­ti­ger Schiffs­ver­kehr mög­lich sein.

Der Vor­sit­zen­de des Aus­wär­ti­gen Aus­schus­ses der Staats­du­ma, Alek­sej Pusch­kow, warn­te davor, die Absicht des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Poro­schen­ko zu unter­schät­zen.

Poro­schen­ko braucht so drin­gend einen Krieg”, dass er von nichts ande­rem mehr spre­che, so der Außen­po­li­ti­ker. “Weder in Ber­lin, noch in Paris, noch in Washing­ton betrach­ten sie den Vor­fall von Kertsch als Pro­log des Krie­ges, ledig­lich Poro­schen­ko bekräf­tigt dies. Und das ist nicht unge­fähr­lich – er schafft bewusst eine Vor­kriegs­stim­mung in der Ukrai­ne.

Ver­schie­de­ne Ana­lys­ten war­nen vor den Gefah­ren, die von der der­zei­ti­gen Her­an­ge­hens­wei­se Kiews an die Mili­ta­ri­sie­rung des Lan­des aus­ge­hen. Da ultra­na­tio­na­lis­ti­sche bewaff­ne­te Mili­zen-Grup­pen in die regu­lä­ren Streit­kräf­te auf­ge­nom­men wur­den, wäre deren Ein­satz im Krieg eine Bedro­hung mit unvor­her­seh­ba­rem Aus­gang.

Mehr zum The­ma — Ukrai­ne ver­legt tau­sen­de Sol­da­ten und schwe­res Kriegs­ge­rät an die Kon­takt­li­nie im Don­bass

Auch Mat­thew Schaaf, der Ukrai­ne-Exper­te von Free­dom House, beton­te die Gefahr, wel­che von die­sem Auf­bau der Streit­kräf­te aus­geht. Gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters äußer­te Schaaf : “Es gibt in der Ukrai­ne zahl­rei­che orga­ni­sier­te rechts­ra­di­ka­le Grup­pen, und wäh­rend die Frei­wil­li­gen­ba­tail­lo­ne offi­zi­ell in staat­li­che Struk­tu­ren inte­griert wur­den, haben eini­ge von ihnen inzwi­schen poli­ti­sche und gemein­nüt­zi­ge Struk­tu­ren aus­ge­glie­dert, um ihre eige­ne Visi­on umzu­set­zen”. 

Das ukrai­ni­sche Asow-Batail­lon soll rechts­ex­tre­me US-Grup­pen aus­ge­bil­det haben :

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Wird Merkel Kanzlerin bleiben ? Fraktionschef Brinkhaus warnt vor Gedankenspielen über Neuwahlen


Uni­ons­frak­ti­ons­chef Ralph Brink­haus (CDU) hat sich vor dem CDU-Par­tei­tag ener­gisch gegen Spe­ku­la­tio­nen über eine vor­ge­zo­ge­ne Neu­wahl mit einem Wech­sel im Kanz­ler­amt gewandt.

Die Wäh­ler haben bei der Bun­des­tags­wahl 2017 der Uni­on und Ange­la Mer­kel als Spit­zen­kan­di­da­tin den Regie­rungs­auf­trag für die gesam­te Wahl­pe­ri­ode erteilt”, sag­te Brink­haus der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Ber­lin. “Wir haben die­se Auf­ga­be zu erfül­len. Dar­auf müs­sen wir uns kon­zen­trie­ren.”

Die CDU-Gre­mi­en berei­ten am heu­ti­gen Don­ners­tag in Ham­burg den zwei­tä­gi­gen Par­tei­tag vor, bei dem am Frei­tag 1.001 Dele­gier­te über den Par­tei­vor­sitz ent­schei­den. Als aus­sichts­reichs­te Kan­di­da­ten für die Nach­fol­ge von Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel als CDU-Che­fin gel­ten Gene­ral­se­kre­tä­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er, der frü­he­re Uni­ons­frak­ti­ons­chef Fried­rich Merz sowie — wohl etwas abge­schla­gen — Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn. Es wird mit einem knap­pen Wahl­aus­gang gerech­net.

Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Alt­mai­er für Kramp-Kar­ren­bau­er

Im inner­par­tei­li­chen Wett­be­werb waren zuletzt immer mehr Par­tei­grö­ßen aus der Deckung gekom­men. Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er stell­te sich nun hin­ter Kramp-Kar­ren­bau­er — und zeig­te sich zugleich irri­tiert dar­über, dass Bun­des­tags­prä­si­dent Wolf­gang Schäub­le sich zuvor für Merz aus­ge­spro­chen hat­te.

Sei­ne Prä­fe­renz für Gene­ral­se­kre­tä­rin Kramp-Kar­ren­bau­er habe er bis­lang aus Respekt vor den Dele­gier­ten nicht öffent­lich geäu­ßert, sag­te Alt­mai­er der Rhei­ni­schen Post.

Da Wolf­gang Schäub­le nun den Damm gebro­chen hat, kann ich sagen : Ich bin über­zeugt, dass wir mit Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er die bes­te Chan­ce haben, die CDU zu einen und Wah­len zu gewin­nen, so Alt­mai­er.

Der nord­rhein-west­fä­li­sche Minis­ter­prä­si­dent und stell­ver­tre­ten­de CDU-Vor­sit­zen­de Armin Laschet rief dazu auf, alles zu tun, damit es infol­ge der Abstim­mung nicht zu einer Spal­tung zwi­schen Sie­ger- und Ver­lie­rer­la­gern kommt.

Ent­schei­dend für den Zusam­men­halt der CDU ist die Zeit nach der Vor­sit­zen­den­wahl”, sag­te Laschet dem Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land. “Es wird nur einen Sie­ger oder eine Sie­ge­rin geben. Ich wün­sche mir aber, dass alle drei sicht­bar blei­ben.”

Kramp-Kar­ren­bau­er for­dert Ent­las­tun­gen für Bezie­her klei­ner Ren­ten

Merz und Spahn woll­ten im Zuge ihrer Bewer­bung vie­le ent­täusch­te Kon­ser­va­ti­ve in der CDU anspre­chen. Kramp-Kar­ren­bau­er gilt als Favo­ri­tin Mer­kels. Die 56-Jäh­ri­ge setz­te kurz vor dem Par­tei­tag noch einen inhalt­li­chen Akzent und for­der­te Ent­las­tun­gen für Bezie­her klei­ner Ren­ten.

Ich möch­te den Blick auf klei­ne Ren­ten rich­ten und die alte Regel ‘Mehr Net­to vom Brut­to’ anwen­den”, sag­te sie der Zei­tung Die Welt.

Sie will bei den Bei­trä­gen zur Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung anset­zen : “Bei die­sen Bei­trä­gen soll­ten wir die Men­schen ent­las­ten.” Mit der For­de­rung grenz­te sie sich auch von ihrem Kon­kur­ren­ten Fried­rich Merz ab, der am Wochen­en­de mit dem Vor­schlag Schlag­zei­len gemacht, die pri­va­te ergän­zen­de Alters­vor­sor­ge über Akti­en steu­er­lich zu begüns­ti­gen.

Alle drei Kan­di­da­ten hat­ten erken­nen las­sen, dass sie im Fall ihrer Wahl wei­ter­hin mit Mer­kel als Kanz­le­rin zusam­men­ar­bei­ten woll­ten. Mer­kel will zwar den Par­tei­vor­sitz abge­ben, aber bis zum Ende der Legis­la­tur­pe­ri­ode wei­ter Kanz­le­rin blei­ben. Frak­ti­ons­chef Brink­haus warn­te, Gedan­ken­spie­le über eine Neu­wahl wür­den dem ohne­hin ange­grif­fe­nen Ver­trau­en in die Poli­tik wei­te­ren Scha­den zufü­gen. “Ich hal­te nichts davon, die Bür­ger immer wie­der in eine Neu­wahl zu trei­ben, bis den Poli­ti­kern das Ergeb­nis passt.”

SPD pocht auf Koali­ti­ons­ver­trag

Zu dem Par­tei­tag wer­den 1.001 Dele­gier­te, mehr als 1.000 Gäs­te und 1.800 akkre­di­tier­te Jour­na­lis­ten aus aller Welt erwar­tet. Damit die gro­ße Zahl von Anträ­gen ange­sichts der mit Span­nung erwar­te­ten Wahl in Ham­burg nicht unter­geht, schlug der Uni­ons-Mit­tel­stand (MIT) einen zusätz­li­chen Par­tei­tag im Früh­jahr vor, um die­se dann dort zu behan­deln.

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Der Koali­ti­ons­part­ner SPD pocht dar­auf, dass auch mit dem neu­en CDU-Vor­sitz der Koali­ti­ons­ver­trag ein­ge­hal­ten wird : “Die SPD nimmt hin, was kommt. Und wir gehen davon aus, dass alles Bestand hat, was vor­her in der Koali­ti­on ver­ein­bart wor­den ist”, sag­te die stell­ver­tre­ten­de Par­tei­vor­sit­zen­de Malu Drey­er den Zei­tun­gen der Fun­ke Medi­en­grup­pe.

(dpa/rt deutsch)

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Angela Merkel zur erfolgreichsten Frau des Jahres gekürt


Das Maga­zin beton­te, dass der Ver­zicht auf den CDU-Vor­sitz und das Wahl­ren­nen um das Kanz­ler­amt im Jahr die Frau Mer­kel nicht dar­an hin­dern wür­den, “de fac­to eine weib­li­che Anfüh­re­rin der frei­en Welt” zu sein.

Auf die deut­sche Kanz­le­rin folgt auf dem zwei­ten Platz die bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May. Die Top 3 schließt die Direk­to­rin des Inter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF) Chris­ti­ne Lagar­de ab. Die rest­li­chen Plät­ze der For­bes-Rang­lis­te beleg­ten unter ande­ren die US-ame­ri­ka­ni­sche Talk­show-Mode­ra­to­rin Oprah Win­frey (20. Platz), die bri­ti­sche Köni­gin Eli­sa­beth II. (23. Platz) und die Toch­ter des US-Prä­si­den­ten Ivan­ka Trump (24. Platz).

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Nach Airbus-Panne mit Kanzlerin Merkel : Von der Leyen nimmt Flugbereitschaft in Schutz


Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en hat die Flug­be­reit­schaft ihres Hau­ses nach der schwe­ren Pan­ne eines Air­bus mit der Bun­des­kanz­le­rin an Bord in Schutz genom­men.

Mit nur zwei Pro­zent Aus­fall­quo­te bei Regie­rungs­flü­gen in den letz­ten bei­den Jah­ren und einer durch­schnitt­li­chen Ein­satz­be­reit­schaft von 89 Pro­zent ist die Flug­be­reit­schaft sta­tis­tisch sehr zuver­läs­sig”, sag­te die CDU-Poli­ti­ke­rin der Bild-Zei­tung.

Sie räum­te aber ein : “Wenn dann aus­ge­rech­net wich­ti­ge Flü­ge wie der der Kanz­le­rin zum G20-Gip­fel aus­fal­len, schmerzt das umso mehr.”

Der Air­bus der Flug­be­reit­schaft des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums, der Mer­kel und ihre Dele­ga­ti­on zum G20-Gip­fel nach Bue­nos Aires brin­gen soll­te, muss­te in der Nacht zum Frei­tag über den Nie­der­lan­den umkeh­ren. Ursa­che war ein Aus­fall des Funk­sys­tems. Auch das Sys­tem zum Ablas­sen von Kero­sin war betrof­fen. Die Maschi­ne lan­de­te in Köln/Bonn. Dies war wegen ihres hohen Gewichts — der Air­bus hat­te noch fast das gesam­te Kero­sin in sei­nen Tanks — eine heik­le Ange­le­gen­heit. Bei der Lan­dung über­hitz­ten die Brem­sen.

Mer­kel muss­te in Bonn über­nach­ten und reis­te erst am Frei­tag­mor­gen mit zwölf Stun­den Ver­spä­tung nach Argen­ti­ni­en — zunächst mit einer Maschi­ne der Flug­be­reit­schaft nach Madrid, dann mit einem Lini­en­flug nach Bue­nos Aires. Ein Sitz­nach­bar aus dem Flie­ger ver­öf­fent­lich­te spä­ter via Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter Fotos von der Begeg­nung mit der Kanz­le­rin und ver­riet gegen­über der Pres­se, was sie über den Wol­ken so gemacht hat : “Sie hat Joghurt geges­sen, ein Buch gele­sen, ein biss­chen geschla­fen.” 

Mer­kel kam schließ­lich mit zwölf Stun­den Ver­spä­tung in Argen­ti­ni­en an und ver­pass­te Tei­le des Pro­gramms am ers­ten Tag des G20-Tref­fens. Der Grü­nen-Wehr­ex­per­te Tobi­as Lind­ner for­der­te eine “voll­stän­di­ge Auf­klä­rung” des Vor­falls.

Es stellt sich die Fra­ge, ob und war­um die Flug­zeu­ge der Flug­be­reit­schaft häu­fi­ger aus­fal­len als im zivi­len Betrieb”, sag­te er der Pas­sau­er Neu­en Pres­se.

Wir sind dabei, uns lächer­lich zu machen”, sag­te der FDP-Haus­halts­po­li­ti­ker Otto Fri­cke der Zei­tung :

Der büro­kra­ti­sche und tech­ni­sche Murks, durch den die Flug­be­reit­schaft immer wie­der auf­fällt, kann so nicht wei­ter­ge­hen.”

Fri­cke brach­te eine Pri­va­ti­sie­rung der Flug­be­reit­schaft ins Spiel : “Pri­va­ti­sie­rung ist eine Mög­lich­keit, die es zu prü­fen gilt. Sie muss aber nicht prin­zi­pi­ell die bes­se­re Lösung sein.”

Es war nicht die ers­te Pan­ne des Regie­rungs­flie­gers : Im Novem­ber erst streik­te in Süd­afri­ka ein Trieb­werk der “Kon­rad Ade­nau­er” über Stun­den, im Okto­ber knab­ber­ten Nage­tie­re Kabel des Flie­gers in Indo­ne­si­en an und leg­ten ihn lahm. Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz muss­te per Lini­en­flug­zeug nach Deutsch­land rei­sen.

Mehr zum The­ma — Mer­kel muss Lini­en­flug neh­men : Mit Ibe­ria zum G20-Gip­fel in Bue­nos Aires

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Nach Notlandung : Merkel mit großer Trägertasche im Linienflug fotografiert


Nach der Not­lan­dung in Köln muss­te Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel in einer Lini­en­ma­schi­ne ihre Rei­se zum G20-Gip­fel in Bue­nos Aires fort­set­zen. Ein Flug­gast, der neben Mer­kel in der Busi­ness Class saß, hat heim­lich eini­ge Fotos von der Kanz­le­rin auf­ge­nom­men.
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Keine militärische Lösung – Merkel mahnt Ukraine, “klug zu sein”


Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel sag­te, dass der Wes­ten Sank­tio­nen gegen Russ­land ver­hängt habe, um sich für das Völ­ker­recht ein­zu­set­zen, und füg­te hin­zu, dass sie die Asow­sche Fra­ge mit dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin auf einem bevor­ste­hen­den G20-Gip­fel bespre­chen wer­de. Eine Lösung des Kon­flikts wer­de es nur im Gespräch geben.

Es gibt kei­ne mili­tä­ri­sche Lösung,

sag­te Mer­kel bei der Eröff­nung des deutsch-ukrai­ni­schen Wirt­schafts­fo­rums. Die Ukrai­ne mahn­te sie, “klug zu sein”.

Wir ver­hän­gen kei­ne Sank­tio­nen gegen Russ­land um der Sank­tio­nen wil­len, son­dern wir ver­hän­gen Sank­tio­nen, um deut­lich zu machen, dass Län­der, auch wenn sie auf­grund ihrer ter­ri­to­ria­len Situa­ti­on Russ­land nahe­ste­hen, das Recht auf ihre eige­ne Ent­wick­lung haben”, sag­te sie auf einer deutsch-ukrai­ni­schen Kon­fe­renz in Ber­lin. “Das sind die Prin­zi­pi­en des Völ­ker­rechts.”

Nord Stream 2 bleibt

Mer­kel bekräf­tig­te ihre Bereit­schaft, zusam­men mit Frank­reich im soge­nann­ten Nor­man­die-For­mat wei­ter mit Mos­kau und Kiew zu spre­chen. Die Erfol­ge sei­en bis­her aber “sehr, sehr gering”. Die Kanz­le­rin warf Russ­land vor, nicht nur im Osten der Ukrai­ne, son­dern auch in ande­ren regio­na­len Kon­flik­ten für Insta­bi­li­tät zu sor­gen. Sie nann­te Geor­gi­en, Mol­da­wi­en, Aser­bai­dschan und Arme­ni­en. “Es gibt einen Gür­tel von Län­dern, die sich nicht so ent­wi­ckeln kön­nen, wie sie möch­ten. Davor kön­nen wir als Deut­sche nicht die Augen ver­schlie­ßen.”

Mer­kel ging auch auf ukrai­ni­sche Kri­tik am Pipe­line-Pro­jekt Nord Stream 2 von Russ­land nach Deutsch­land ein. Es müs­se sicher­ge­stellt wer­den, dass die Ukrai­ne wei­ter ein wich­ti­ges Tran­sit­land blei­be. “Sie dür­fen davon aus­ge­hen, dass wir trotz der unter­schied­li­chen Ein­schät­zung zu Nord Stream 2 mit vol­ler Kraft für die Ukrai­ne als Gas-Trans­por­teur ein­tre­ten.”

In der EU haben die Befür­wor­ter einer har­ten Hal­tung gegen Russ­land nach einem erneu­ten Auf­flam­men der Span­nun­gen mit der Ukrai­ne mehr Sank­tio­nen gefor­dert, aber der gespal­te­ne Block wer­de nicht schnell han­deln, wenn über­haupt, so mei­nen diplo­ma­ti­sche Quel­len.

(Reuters/dpa/RT)

Mehr zum The­ma — Rus­si­scher Vize-Außen­mi­nis­ter in Ber­lin : Auf­ruf zur Dees­ka­la­ti­on ist an Kiew gerich­tet

RT Deutsch


Flugzeug hat technischen Defekt : Merkel muss Flug zu G20 abbrechen


Wegen eines tech­ni­schen Defekts hat Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel am Don­ners­tag­abend ihren Flug zum G20-Gip­fel nach Bue­nos Aires unter­bre­chen müs­sen : Der Kanz­ler-Air­bus „Kon­rad Ade­nau­er“ kehr­te nach etwa einer Stun­de Flug­zeit um und lan­de­te sicher in Köln.
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Merkel muss Flug zu G20 unterbrechen — Technischer Defekt am Airbus


Wegen eines tech­ni­schen Defekts am Kanz­ler-Air­bus « Kon­rad Ade­nau­er » hat Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) ihren Flug zum G20-Gip­fel in Bue­nos Aires am Don­ners­tag­abend unter­bre­chen müs­sen. Nach etwa einer Stun­de Flug­zeit kehr­te die Maschi­ne mit der Kanz­le­rin an Bord über den Nie­der­lan­den um. Der Air­bus lan­de­te sicher in Köln, wo die Kanz­le­rin in eine Ersatz­ma­schi­ne stei­gen woll­te. Mer­kel war gemein­sam mit Vize­kanz­ler und Finanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD) auf dem Weg nach Argen­ti­ni­en. Bei­de dürf­ten nun mit Ver­spä­tung in Bue­nos Aires ein­tref­fen. Zuerst hat­te der Mili­tär-Blog « Augen Gera­de­aus » über Pro­ble­me mit der Maschi­ne berich­tet.

Die Regie­rungs-Flug­zeu­ge berei­ten immer wie­der Pro­ble­me — jüngst war es auch beim Besuch von Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er zu Ver­zö­ge­run­gen wegen eines tech­ni­schen Defekts an sei­ner Maschi­ne gekom­men.

Die Maschi­ne vom Typ A340-300 mit Mer­kel an Bord war um 19.00 Uhr in Ber­lin gestar­tet, sie lan­de­te gegen 21.00 Uhr in Köln. Wäh­rend eines der übli­chen Hin­ter­grund­ge­sprä­che mit mit­rei­sen­den Jour­na­lis­ten war die Kanz­le­rin um kurz vor 20.00 Uhr mit den Wor­ten « Es ist wich­tig » von einer Ste­war­dess aus dem Bespre­chungs­raum des Flug­zeugs geholt wor­den. Kur­ze Zeit spä­ter teil­te Mer­kel mit, dass man wegen eines tech­ni­schen Defekts zurück­keh­ren müs­se. Der Flug­ha­fen Köln ist der Hei­mat­stand­ort der Regie­rungs­flug­zeu­ge. Zudem war die ver­blei­ben­de Flug­zeit nach Köln gerin­ger als nach Ber­lin.

Gegen 20.30 Uhr infor­mier­te der Flug­ka­pi­tän die Kanz­le­rin und die Mit­rei­sen­den, dass man sich nicht mehr auf dem Weg nach Bue­nos Aires befin­de. Der Grund sei ein tech­ni­sches Pro­blem, das zur Fol­ge habe, dass eini­ge elek­tri­sche Sys­te­me am Flug­zeug aus­ge­fal­len sei­en. Daher kön­ne man den Wei­ter­flug über den Atlan­tik so nicht durch­füh­ren. Der Plan sei, nach Köln zu flie­gen, weil dort die ein­zi­ge in Fra­ge kom­men­de Ersatz­ma­schi­ne ste­he. Die Flug­be­reit­schaft sei bereits in der Pla­nungs­pha­se, Alter­na­ti­ven auf­zu­zei­gen, wie es wei­ter­ge­hen kön­ne nach Bue­nos Aires. « Sie brau­chen sich ansons­ten wirk­lich kei­ner­lei Sor­gen zu machen. Wir wer­den eine siche­re Lan­dung dann in Kür­ze in Köln machen. »

Auf dem Flug­ha­fen Köln erwar­te­ten meh­re­re Feu­er­lösch-Fahr­zeu­ge Mer­kels Flug­zeug, das eine har­te Lan­dung hat­te, da beim Flug nach Köln zu wenig Treib­stoff abge­las­sen wer­den konn­te. Nach der Lan­dung wur­den die Brem­sen des Flug­zeugs geprüft, da die­se wegen des hohen Lan­de­ge­wichts nach Aus­kunft des Flug­ka­pi­täns stark bean­sprucht wur­den.

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Eine große Freundin der Ukraine”: Poroschenko setzt auf Kanzlerin Merkel


Ange­la, lasst uns Ange­la ein­be­zie­hen”, sag­te US-Prä­si­dent Donald Trump in einem Inter­view mit der New York Post. Dem­nach sprach er sich dafür aus, dass Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel im Kon­flikt zwi­schen Mos­kau und Kiew – wegen des Vor­falls zwi­schen rus­si­schen und ukrai­ni­schen Mili­tär­schif­fen in der Stra­ße von Kertsch – ver­mit­teln soll, um die Situa­ti­on nicht wei­ter eska­lie­ren zu las­sen. Neben Kanz­le­rin Mer­kel sol­le auch Frank­reich ein­be­zo­gen wer­den, aber der US-Prä­si­dent ließ offen, was die bei­den Regie­run­gen genau tun soll­ten.

Fast gleich­zei­tig for­der­te der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Petro Poro­schen­ko etwas ganz Kon­kre­tes : In zwei Inter­views mit deut­schen Medi­en rief er die Bun­des­re­pu­blik und die NATO auf, Kriegs­schif­fe zu ent­sen­den.

Wir brau­chen eine erhöh­te Prä­senz von Kriegs­schif­fen aus Deutsch­land und ver­bün­de­ten Län­dern im Schwar­zen Meer als Bot­schaft der Abschre­ckung gegen Russ­land”, sag­te Poro­schen­ko den Zei­tun­gen der Fun­ke Medi­en­grup­pe.

In einem Inter­view mit der Bild sag­te er :

"Eine große Freundin der Ukraine": Poroschenko setzt auf Kanzlerin Merkel

Beson­ders auf die Unter­stüt­zung und Ver­mitt­lung der deut­schen Bun­des­kanz­le­rin setzt der ukrai­ni­sche Prä­si­dent. So sag­te Poro­schen­ko : 

Kanz­le­rin Mer­kel ist eine gro­ße Freun­din der Ukrai­ne. Im Jahr 2015 hat sie durch ihre Ver­hand­lun­gen in Minsk schon ein­mal unser Land geret­tet, wir hof­fen dar­auf, dass sie uns zusam­men mit unse­ren ande­ren Alli­ier­ten noch ein­mal so sehr unter­stützt.

Russ­lands Prä­si­dent wol­le die gan­ze Ukrai­ne haben

Dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin warf Poro­schen­ko vor, Lügen zu ver­brei­ten und einen wei­te­ren Teil der Ukrai­ne “annek­tie­ren” zu wol­len.

Putin will das alte rus­si­sche Reich zurück. Die Krim, den Don­bass, er will das gesam­te Land. Als rus­si­scher Kai­ser, so wie er sich sieht, kann sein Reich nicht ohne die Ukrai­ne funk­tio­nie­ren, er sieht uns als Kolo­nie”, so Poro­schen­ko.

Seit­dem er aber im Amt sei, “ist die Ukrai­ne kei­ne Kolo­nie mehr”. Man habe auch Hin­wei­se, dass der rus­si­sche Prä­si­dent auch eine “erneu­te Boden-Offen­si­ve pla­nen könn­te”. Auch im Fun­ke-Inter­view warf der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Russ­land vor, “sei­ne Beset­zung der Ukrai­ne aus­wei­ten” und unter ande­rem die Städ­te Mariu­pol und Ber­d­jansk erobern zu wol­len.

Wenn eini­ge Poli­ti­ker nicht auf­hö­ren, mit Russ­lands Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin zu kuscheln, soll­te nie­mand aus­schlie­ßen, dass das Aus­maß der rus­si­schen Aggres­si­on wei­ter zunimmt”, so Poro­schen­ko.

Laut dem 53-jäh­ri­gen Mil­li­ar­där wird in die­sen Tagen die Zukunft der frei­en Welt in der Ukrai­ne ent­schie­den.

Außen­mi­nis­ter Maas will kei­ne “Mili­ta­ri­sie­rung des Kon­flikts”

Die rus­si­sche Küs­ten­wa­che hat­te am Sonn­tag im rus­si­schen Ter­ri­to­ri­al­ge­wäs­ser des Schwar­zen Mee­res drei Schnell­boo­te der ukrai­ni­schen See­streit­kräf­te gestoppt und beschlag­nahmt. Sie hat­ten zuvor mehr­fa­che War­nun­gen und Umkehr­be­feh­le igno­riert. An Bord der Schif­fe waren neben ukrai­ni­schen Mili­tärs auch Ange­hö­ri­ge des SBU, des Geheim­diens­tes der Ukrai­ne. Russ­land wirft Poro­schen­ko eine geziel­te Pro­vo­ka­ti­on mit Blick auf die ukrai­ni­sche Prä­si­den­ten­wahl im März vor. Kiew wie­der­um spricht davon, dass Russ­land die Ukrai­ne mili­tä­risch ange­grif­fen habe, und ließ das Kriegs­recht aus­ru­fen.

Aus Ber­lin gab es hin­sicht­lich der For­de­rung nach mili­tä­ri­scher Unter­stüt­zung eine Absa­ge.

Ich habe Ver­ständ­nis für die Sor­gen, die es in der Ukrai­ne gibt”, sag­te Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas am Don­ners­tag in Ber­lin.

Für die Akti­on des rus­si­schen Mili­tärs habe es kei­ne recht­li­che Grund­la­ge gege­ben. “Was wir aber nicht wol­len, ist eine Mili­ta­ri­sie­rung die­ses Kon­flikts, son­dern wir wol­len einen poli­ti­schen Pro­zess.” Das habe er in einem Tele­fo­nat sei­nem rus­si­schen Kol­le­gen Ser­gei Law­row gesagt, und das wer­de er in einem Tele­fo­nat am Nach­mit­tag dem ukrai­ni­schen Minis­ter­prä­si­den­ten sagen.

Mehr zum The­ma — Law­row : Washing­ton tole­riert nicht nur Kiews Aktio­nen, son­dern pro­vo­ziert sie

RT Deutsch


Merkel in Chemnitz : Immer mehr vom Ewiggleichen


von Andre­as Rich­ter

Ange­la Mer­kel hat heu­te Chem­nitz besucht. Erst war sie bei einem Bas­ket­ball­ver­ein, dann bei einem soge­nann­ten Dia­log­fo­rum der Frei­en Pres­se mit “aus­ge­such­ten Bür­gern”. Von den nor­ma­len Bür­gern war sie bes­tens abge­schirmt. Die fühl­ten sich ver­ständ­li­cher­wei­se “in tiefs­te DDR-Zei­ten” zurück­ver­setzt.

Der Tag brach­te kei­ne Über­ra­schun­gen. Ein paar schö­ne Bil­der für die Kanz­le­rin, ein paar weni­ger schö­ne, die ewig­glei­chen vor­ge­stanz­ten Phra­sen. Mer­kel hat eine her­vor­ra­gen­de Gele­gen­heit ver­passt, sich ehr­lich zu machen. Sie hät­te über die wah­ren Moti­ve ihrer Flücht­lings­po­li­tik reden kön­nen, sie hät­te sich dafür ent­schul­di­gen kön­nen, mit ihrem Gere­de über angeb­li­che Hetz­jag­den eine gan­ze Stadt in die Nazi-Ecke gestellt zu haben.

Nichts davon kam. Statt­des­sen das, was sie immer gesagt hat­te, nur in einem etwas ver­ständ­nis­vol­le­ren Ton. Schreck­lich die Blut­tat Ende August, die Erre­gung ver­ständ­lich, aber von “rechts­ra­di­ka­len Demons­tra­tio­nen” habe man sich abzu­gren­zen. Ihr Gere­de von “Feh­lern in der Flücht­lings­po­li­tik” ist bei genau­em Hin­se­hen kein Ein­ge­ständ­nis von Irr­tü­mern : Die “kurz­fris­ti­ge Hil­fe” für Flücht­lin­ge, also das Her­ein­ho­len einer sie­ben­stel­li­gen Anzahl von Men­schen, sei rich­tig gewe­sen. Falsch dage­gen, sich nicht eher um die Her­kunfts­län­der geküm­mert zu haben.

Und natür­lich, man hät­te mehr reden, mehr erklä­ren müs­sen. Dabei gilt für Mer­kel offen­bar noch immer : Wer ihre Flücht­lings­po­li­tik kri­ti­siert, ist ein Rechts­ra­di­ka­ler, wer auf deren Fol­gen für die inne­re Sicher­heit ver­weist, ein Het­zer. Wer nach einem Rezept sucht, wie man Rechts­ex­tre­mis­mus und gesell­schaft­li­che Pola­ri­sie­rung wirk­lich för­dert : Hier ist es.

Dabei erschien heu­te im Blog Tichys Ein­blick ein Arti­kel, in dem die mut­maß­li­chen Urhe­ber des berühmt-berüch­tig­ten Chem­nit­zer Hasen­vi­de­os zu Wort kom­men. Die­se wol­len anonym blei­ben, sind aber zu einer eides­statt­li­chen Aus­sa­ge bereit. Mit dem, was sie sagen, bestä­ti­gen sie den geschass­ten Ver­fas­sungs­schutz­chef Hans-Georg Maaßen, der die Authen­ti­zi­tät des Vide­os ange­zwei­felt hat­te. Auf eine Erklä­rung der Kanz­le­rin dazu oder auch nur eine ange­mes­se­ne media­le Bericht­erstat­tung wird man wohl ver­geb­lich war­ten.

Mer­kels Auf­tritt in der stig­ma­ti­sier­ten Stadt hat­te etwas Gespens­ti­sches. Die Demons­tra­tio­nen gegen sie blie­ben über­schau­bar. Wahr­schein­lich haben nicht mehr vie­le Chem­nit­zer das Bedürf­nis, am media­len Nasen­ring noch ein­mal als Nazi durch die deut­sche Are­na geschleift zu wer­den. Von Mer­kel immer die glei­chen Phra­sen, das Gere­de von Viel­falt, Tole­ranz und Respekt, die War­nung vor Extre­mis­mus. Eine Aus­sa­ge immer­hin war in die­sem Zusam­men­hang über­ra­schend : Das Pro­blem von Chem­nitz, so Mer­kel, sei sei­ne schlech­te Ver­kehrs­an­bin­dung.

Mehr zum The­ma — Die Vor­ge­schich­te von Mer­kels Chem­nitz-Besuch – Eine Chro­nik

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