CNBC weiß, wer Merkel im Kanzleramt ablösen kann


CDU-Gene­ral­se­kre­tä­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er, Gesund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn, CDU/C­SU-Frak­ti­ons­chef Ralph Brink­haus oder Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en. Die­se Poli­ti­ker wur­den vom Wirt­schafts- und Finanz­nach­rich­ten­sen­der CNBC als mög­li­che Nach­fol­ger von Ange­la Mer­kel im Bun­des­kanz­ler­amt auf­ge­lis­tet.
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Argentinien : Kanzlerin Merkel hält Steigerung der Kinder-Armut um 20 Prozent für unterstützenswert


Seit drei Jah­ren ist der argen­ti­ni­sche Prä­si­dent Mau­ricio Macri an der Macht. Seit 2003 hat die CDU-nahe Kon­rad-Ade­nau­er-Stif­tung nach eige­nen Aus­sa­gen Macri zum Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten auf­ge­baut und auch der aktu­el­len Regie­rungs­par­tei PRO, die zugleich Schwes­ter­par­tei der CDU ist, “beim Auf­bau von trag­fä­hi­gen Par­tei­struk­tu­ren” gehol­fen. 

Mehr zum The­ma — Video : So offen spricht die Kon­rad-Ade­nau­er-Stif­tung über ihre Wahl­ein­mi­schung im Aus­land

Doch die bis­he­ri­ge Bilanz des “argen­ti­ni­schen Hoff­nungs­trä­gers” (so wer­te­ten noch uni­so­no deut­sche Medi­en und Kanz­ler­amt sei­nen Amts­an­tritt) ist heu­te fatal : 

Wäh­rend sei­ner drei­jäh­ri­gen Regie­rungs­zeit ist die Kin­der­ar­mut um fast 20 Pro­zent gestie­gen und liegt mitt­ler­wei­le laut UNICEF-Zah­len bei 47,7 Pro­zent aller argen­ti­ni­schen Kin­der. Auch die all­ge­mei­ne Armuts­quo­te ist signi­fi­kant gestie­gen : 33 von 100 Argen­ti­ni­ern leben nach offi­zi­el­len Sta­tis­ti­ken der­zeit in Armut.

Die Infla­ti­ons­ra­te erreich­te im Sep­tem­ber 2018 über 40 Pro­zent und auch die Indus­trie­pro­duk­ti­on brach unter dem Ade­nau­er-Stif­tungs-Zög­ling mas­siv ein. Als Spar­maß­nah­me fiel der Macri-Regie­rung nichts bes­se­res ein, als das Bil­dungs- und Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um auf­zu­lö­sen und wei­te­re mas­si­ve Ein­schnit­te just in die­sem ele­men­ta­ren Bereich vor­zu­neh­men. 

Mehr zum The­ma — Argen­ti­ni­ens Prä­si­dent Macri auf Staats­be­such in Ber­lin : Eine Ana­to­mie des “vater­län­di­schen Fil­zes”

Doch Ange­la Mer­kel und Regie­rungs­spre­cher Stef­fen Sei­bert unter­stüt­zen wei­ter die­sen neo­li­be­ra­len Kurs und ver­wei­sen in die­sem Zusam­men­hang auf die enge Zusam­men­ar­beit von Deutsch­land und Argen­ti­ni­en im Rah­men der G20. Argen­ti­ni­en hat­te 2017 die G20-Prä­si­dent­schaft von der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land über­nom­men. 

Mehr zum The­ma — BPK : Ent­wick­lungs­hil­fe­mi­nis­te­ri­um finan­ziert För­de­rung von CDU- und SPD-Schwes­ter­par­tei­en im Aus­land

RT Deutsch


Lahme Ente“: Kanzlerin Merkel verliert ihre „rechte Hand“ im Bundestag


Die Bun­des­bür­ger wer­den wohl immer stolz auf Ange­la Mer­kel sein, egal was ihr künf­tig pas­sie­ren soll­te. Denn laut einer Umfra­ge haben die Deut­schen die ers­te Frau an der Spit­ze der Macht in der Geschich­te der Bun­des­re­pu­blik über den ers­ten Kanz­ler Kon­rad Ade­nau­er und den „Kanz­ler der Ein­heit“, Hel­mut Kohl, gestellt.
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Niederlage für Merkel : Kauder als Fraktionschef der Union gestürzt


Es ist die Über­ra­schung des Tages : Die Uni­ons­frak­ti­on stürzt ihren Vor­sit­zen­den nach 13 Jah­ren im Amt. Vol­ker Kau­der gilt als enger Unter­stüt­zer von Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel. Nun muss er sei­nen Hut neh­men. Nach­fol­ger wird der CDU-Poli­ti­ker Ralph Brink­haus, der anschei­nend vor allem Mer­kel-Kri­ti­ker auf sei­ne Sei­te brin­gen konn­te.
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Brisante Infratest-Umfrage : Niemand macht Deutsche so stolz wie Angela Merkel


Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel regiert unun­ter­bro­chen seit über einem Jahr­zehnt und hat bis­lang trotz vie­ler Kri­ti­ker jede poli­ti­sche Kri­se über­stan­den. Laut einer Umfra­ge von Infra­test dimap für die „Welt am Sonn­tag“ haben Wäh­ler mitt­ler­wei­le eine enor­me Wert­schät­zung für Mer­kel ent­wi­ckelt — auch im geschicht­li­chen Ver­gleich.
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Willy Wimmer : Kanzlerin Angela Merkel schreddert unser Land


von Wil­ly Wim­mer

Fast zeit­gleich kom­men zwei Ereig­nis­se explo­si­ons­ar­tig in Deutsch­land hoch, die auf den ers­ten Blick weit aus­ein­an­der­lie­gen und erst auf den zwei­ten Blick ein­an­der bedin­gen. Die Ereig­nis­se in Chem­nitz haben deut­lich gemacht, daß der Staat zer­fällt. Es ist die zen­tra­le Auf­ga­be des Staa­tes, Sicher­heit, Ord­nung und den Respekt vor den Geset­zen sicher­zu­stel­len. Genau das wird in Deutsch­land im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes not­lei­dend, obwohl gera­de in den neu­en Län­dern — zwi­schen Ros­tock und Dres­den — die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger förm­lich nach einem geord­ne­ten Gemein­we­sen rufen und dafür auf die Stra­ßen gehen. Das ist nicht nur ihr gutes Recht. Der Staat, den wir bis­her hat­ten, konn­te sich mit sei­nen Men­schen- und Bür­ger­rech­ten, sei­ner Ver­fas­sung ganz all­ge­mein und mit sei­nen hohen Stan­dards in der Über­nah­me inter­na­tio­na­ler Regeln bes­tens über­all bli­cken las­sen.

Was den Umstand anbe­trifft, dass ein Mensch in Chem­nitz Opfer einer Gewalt­tat gewor­den ist, so ist es das legi­ti­me Recht eines jeden Staats­bür­gers, öffent­lich sei­ne Trau­er und Anteil­nah­me zum Aus­druck zu brin­gen. Wenn die Bun­des­kanz­le­rin öffent­lich in die­sem Zusam­men­hang von “Zusam­men­rot­tun­gen” und “Hetz­jagd” in Chem­nitz gespro­chen hat, offen­bart sie ein außer­de­mo­kra­ti­sches Rechts­ver­ständ­nis, indem sie Straf­rechts­be­grif­fe des DDR-Unrechts­staa­tes gegen das in Deutsch­land grund­ge­setz­lich garan­tier­te Recht auf Mei­nungs­frei­heit instru­men­ta­li­siert und den Ein­druck eines ille­ga­len Ver­hal­tens von Staats­bür­gern her­vor­ruft.

Sowohl die Bun­des­kanz­le­rin als auch der Spre­cher der Bun­des­re­gie­rung haben in die­sem Zusam­men­hang in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on den nur im deut­schen Jagd­recht vor­kom­men­den Begriff der (ver­bo­te­nen) “Hetz­jagd” ver­wen­det und damit in der Wir­kung den­je­ni­gen die Legi­ti­ma­ti­on ent­zo­gen, die ihr Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung wahr­ge­nom­men haben. Ande­rer­seits wur­den durch die­se bewuss­te Wort­wahl ande­re Men­schen ermun­tert, sich als Ver­tei­di­ger von Wer­ten auf­zu­schwin­gen, die angeb­lich in Gefahr zu sein schie­nen. Auf die­se Art und Wei­se spal­tet man die Men­schen im Lan­de.

Es ist Auf­ga­be der ent­spre­chen­den poli­zei­li­chen und sons­ti­gen staat­li­chen Orga­ne, Rechts­ver­stö­ße fest­zu­stel­len und sie zügig zu ahn­den. Wenn die Bun­des­kanz­le­rin spal­te­ri­sche und in der Straf­rechts­ord­nung nicht vor­kom­men­de Begrif­fe im Zusam­men­hang mit recht­lich zu bewer­ten­den Vor­komm­nis­sen ver­wen­det, muss sie sich fra­gen las­sen, ob nicht durch ihre Wort­wahl die öffent­li­che Ord­nung zer­stört wer­den soll­te. Weder durch die Bun­des­kanz­le­rin noch durch den immer unglück­li­cher han­deln­den Bun­des­prä­si­den­ten kann die Ver­tei­di­gung unse­rer Rechts­ord­nung nicht in die Hän­de von Kräf­ten gelegt wer­den, die nach unse­rer Rechts­ord­nung dazu nicht legi­ti­miert wor­den sind. Stra­ße kann und darf nicht gegen das Recht mobi­li­siert wer­den, auch und erst recht nicht durch höchs­te Reprä­sen­tan­ten des Staa­tes.

Mehr zum The­ma — Flo­ri­an Homm spricht Klar­text : Chem­nitz als Aus­wir­kung der Null­zins­po­li­tik

Es ist gera­de die Bun­des­kanz­le­rin, die durch die Wochen­end-Ent­schei­dung vom 4./5. Sep­tem­ber 2015 gel­ten­des Recht zum Schut­ze unse­res Staa­tes nicht nur außer Kraft gesetzt hat. Sie hat seit­her nichts unter­nom­men, um den Schutz der deut­schen Gren­ze in der gebo­te­nen Wei­se wie­der­her­zu­stel­len. Wenn öffent­li­che Aus­sa­gen über angeb­lich rund 700.000 Per­so­nen, die sich ohne jeden Rechts­grund in Deutsch­land auf­hal­ten, zutref­fend sein soll­ten, wird die Dimen­si­on des Scha­dens deut­lich, der dem deut­schen Staat und damit uns allen zuge­fügt wor­den ist.

Wenn vor gut einem Jahr in einer deut­schen Tages­zei­tung ein pro­mi­nen­ter Rich­ter am Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt davon spricht, dass unter den fast zwei Mil­lio­nen Men­schen, die ille­gal über die deut­schen Gren­zen in unser Land gekom­men sind, bes­ten­falls rund 7.000 Men­schen das grund­ge­setz­lich ver­brief­te Recht auf Asyl wahr­neh­men könn­ten, dann spricht das doch Bän­de.

Seit­her erweckt die Bun­des­kanz­le­rin den Ein­druck, dass alles unter­nom­men wer­den muss, einen unun­ter­bro­che­nen Zuzug von Per­so­nen ohne jede Legi­ti­ma­ti­on zum Über­schrei­ten der deut­schen Staats­gren­ze in der Sub­stanz auf­recht­zu­er­hal­ten und nichts zu unter­neh­men, die Anzahl der unbe­rech­tigt in Deutsch­land befind­li­chen Men­schen zu ver­min­dern. Damit wird unser Land in der Sub­stanz und auf Dau­er ver­än­dert. Die­se Ver­än­de­rung wider­spricht dem Appell eines der euro­päi­schen Grün­dungs­vä­ter. Robert Schu­man (nicht der Kom­po­nist Robert Schu­mann, Anm.) hat dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass ein euro­päi­sches demo­kra­ti­sches Gemein­we­sen nur christ­lich oder gar nicht sein kön­ne.

Von wel­chen Umbau­phan­ta­si­en die Ver­ein­ten Natio­nen der­zeit erfasst wer­den, konn­ten deut­sche Fern­seh­zu­schau­er im Früh­jahr fest­stel­len, als ein Har­vard-Pro­fes­sor vom Umbau genau die­ser euro­päi­schen Demo­kra­tie sprach. Auf­fal­lend ist, dass die Ver­ein­ten Natio­nen zwar als frie­dens­schaf­fen­de Kraft seit Jahr­zehn­ten aus­fal­len, sich aller­dings über den Mar­ra­kesch-Pro­zess jetzt dar­an machen, Euro­pa vom Grun­de aus zu zer­stö­ren. Wer sich mit demo­gra­phi­schen Ent­wick­lun­gen beschäf­tigt, soll­te auf das gewal­ti­ge Fami­li­en-Unter­stüt­zungs­pro­gamm in der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on bli­cken. Das greift den Fami­li­en, die sich bil­den wol­len, so nach­drück­lich unter die Arme, dass man erstaunt sein muss. Noch nicht ein­mal die christ­li­chen Kir­chen in Deutsch­land bli­cken auf etwas, das in Russ­land sei­tens der Kir­che her­vor­ra­gend unter­stützt wird.

Unter die­sen Umstän­den muss sich die Bun­des­kanz­le­rin anrech­nen las­sen, die Rechts­struk­tur Deutsch­lands aus­zu­he­beln und die Kriegs­po­li­tik der NATO durch ver­meint­li­che Huma­ni­tät stüt­zen zu wol­len, denn dar­in lie­gen um uns her­um die Kriegs­ur­sa­chen. Die Schwä­che des deut­schen Staa­tes durch den Über­gang der Macht vom Bür­ger — als dem eigent­li­chen Sou­ve­rän — hin zu einer Macht der Ver­bän­de und Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen hat mit dem Über­gang von Bonn nach Ber­lin begon­nen. Die Bun­des­kanz­le­rin hat sich offen­bar zum Ziel gesetzt, die­sen Weg unum­kehr­bar zu gestal­ten. Wenn selbst deut­sche Minis­ter­prä­si­den­ten dem Deut­schen Bun­des­tag im Fern­se­hen attes­tie­ren, in der Migra­ti­on seit Sep­tem­ber 2015 sei­nen Auf­ga­ben nicht nach­ge­kom­men zu sein, dann weiß man alles.

Kein Wun­der, dass die Men­schen ver­zwei­felt sind über das, was regie­rungs­sei­tig ange­rich­tet wird. In deut­schen Publi­ka­tio­nen aus regie­rungs­freund­li­chen Ver­la­gen wird doch seit Jah­ren dar­auf auf­merk­sam gemacht, in wel­cher Wei­se sich obers­te deut­sche Poli­zis­ten schon lan­ge vor dem Auf­tau­chen der Migran­ten an deut­schen Gren­zen bemüht haben, Frau Dr. Mer­kel zum Han­deln zu bewe­gen. Das war aller­dings ver­geb­lich, auch nach dem Sep­tem­ber­wo­chen­en­de 2015.

Die­se Zer­stö­rung der deut­schen Staats­sub­stanz hat­te ein Vor­spiel und es ist erbärm­lich, wenn die Bun­des­kanz­le­rin in die­sen Tagen das Wort “Rechts­staat” über­haupt in den Mund nimmt. Das star­ke Emp­fin­den und die not­wen­di­ge Ver­pflich­tung, staat­li­ches Han­deln wie­der an Recht und Gesetz aus­zu­rich­ten, wur­de mit dem ers­ten Krieg unter deut­scher Betei­li­gung und unter Bruch der eige­nen Ver­fas­sung und des Völ­ker­rechts aus­ge­löst. Wegen der ame­ri­ka­ni­schen Welt­herr­schafts­plä­ne wur­de die Char­ta der Ver­ein­ten Natio­nen zer­stört, wie der ehe­ma­li­ge Bun­des­kanz­ler Ger­hard Schrö­der erst lan­ge nach dem Jugo­sla­wi­en-Krieg frei­mü­tig bekann­te. Deutsch­land hat seit­her danach bis in die heu­ti­gen Tage bei fast jedem Krieg unter Miss­ach­tung der Ergeb­nis­se der Nürn­ber­ger Pro­zes­se wie­der mit­ge­macht.

An den Tagen, als der deut­sche Rechts­staat nicht nur in Chem­nitz unter die Räder gerät, sieht es die Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin als ihre Auf­ga­be an, über deut­sche Tor­na­dos für den Krieg in Syri­en nach­den­ken zu las­sen. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, dass ein behaup­te­ter mög­li­cher Gift­gas­ein­satz nach den bis­he­ri­gen Erfah­run­gen das Werk befreun­de­ter Struk­tu­ren vor Ort sein dürf­te. Statt­des­sen soll­te sich die Bun­des­re­gie­rung Gedan­ken dar­über machen, wie in Abstim­mung mit der syri­schen Regie­rung in Deutsch­land befind­li­che Men­schen aus Syri­en wie­der in Syri­en unter men­schen­wür­di­gen Umstän­den ange­sie­delt wer­den kön­nen, statt eine Dyna­mik in Gang zu set­zen, die das auf Dau­er ver­hin­dern wird.

Die regie­rungs­sei­tig betrie­be­ne Ver­nich­tung der deut­schen Rechts­ord­nung dient nur einem Zweck : Es kommt nicht mehr dar­auf an, die Struk­tur unse­res Staa­tes so sta­bil wie mög­lich zu gestal­ten, um sie den Stür­men der Zukunft eben­so gewapp­net zu machen, wie für die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen. Wer der­zeit etwas ändern will, lässt den Bun­des­tag ein­fach links lie­gen und macht es lie­ber gleich mit der Bun­des­kanz­le­rin. Frü­her wur­de der Satz zitiert, nach­dem es die zen­tra­le poli­ti­sche Auf­ga­be sei, der “Stadt Bes­tes” zu suchen. Das hat sich in der Sub­stanz ver­än­dert. Die staat­li­che Struk­tur soll so ver­än­dert wer­den, dass die­je­ni­gen, die par­tei­über­grei­fend der­zeit im Sin­ne von John McCain und Hil­la­ry Clin­ton an der Macht sind, unter allen Umstän­den glo­bal in ihrer Posi­ti­on mani­fes­tiert wer­den oder blei­ben.

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

RT Deutsch


Emir von Katar bekräftigt in Berlin Investitionsziel 10 Milliarden – Merkel erfreut


Auf einer groß ange­leg­ten Wirt­schafts­kon­fe­renz in Ber­lin hat der Emir von Katar in Anwe­sen­heit der Bun­des­kanz­le­rin sei­ne Zusa­ge wie­der­holt, in den nächs­ten fünf Jah­ren min­des­tens zehn Mil­li­ar­den Euro in Deutsch­land zu inves­tie­ren. Ange­la Mer­kel äußer­te in einer Erwi­de­rung Freu­de über die­se Plä­ne.
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Merkel widerspricht Kretschmer


Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) wider­spricht Sach­sens Minis­ter­prä­si­dent Micha­el Kret­sch­mer (eben­falls CDU): Die­ser behaup­tet, es habe kei­ne Hetz­jagd in Chem­nitz gege­ben. „Es gab Bil­der, die sehr klar Hass und Ver­fol­gung unschul­di­ger Men­schen gezeigt haben“, zitiert die Nach­rich­ten­agen­tur DPA die Kanz­le­rin.
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Wegen “russischer Besatzung”: Merkel dämpft Hoffnung Georgiens auf raschen NATO-Beitritt


Bei ihrem Besuch in Geor­gi­en hat Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel die Hoff­nun­gen der Kau­ka­sus-Repu­blik auf einen schnel­len EU- und NATO-Bei­tritt gedämpft. Sie mach­te am Frei­tag vor Stu­den­ten in der Haupt­stadt Tif­lis deut­lich, dass dies auch mit dem Kon­flikt mit Russ­land um die bei­den abtrün­ni­gen Regio­nen Abcha­si­en und Süd­os­se­ti­en zusam­men­hän­ge.

Mer­kel bekräf­tig­te ihre Kri­tik dar­an, dass Russ­land mit Abcha­si­en und Süd­os­se­ti­en prak­tisch 20 Pro­zent des geor­gi­schen Ter­ri­to­ri­ums besetzt hal­te. Die­se Kon­flikt­si­tua­ti­on sei ein wesent­li­ches Hin­der­nis für einen Bei­tritt Geor­gi­ens in die bei­den west­li­chen Bünd­nis­se.

Man darf sich damit nicht abfin­den”, sag­te Mer­kel. Aller­dings bedür­fe die Lösung die­ses Pro­blems län­ge­rer Zeit. “Das ist kei­ne Ein­tags­flie­ge.” Und dass die Grenz­li­ni­en wie­der undurch­läs­si­ger wer­den, “ist natür­lich kein gutes Zei­chen”.

Bevor sie sich im Rah­men ihrer Rei­se durch den Süd­kau­ka­sus auf den Weg nach Arme­ni­en mach­te, besuch­te sie am Frei­tag­vor­mit­tag noch die “Ver­wal­tungs­grenz­li­nie”, die das von Tif­lis ver­wal­te­te Gebiet von Süd­os­se­ti­en trennt.

Ich ste­he zur ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät Geor­gi­ens. Und was immer wir tun kön­nen, um die­sen Kon­flikt mit Blick auf die Men­schen zu lösen, wird Deutsch­land ver­su­chen bei­zu­tra­gen.

Die Kanz­le­rin ver­wies zudem auf die “guten deutsch-geor­gi­schen Bezie­hun­gen”, schließ­lich kamen “die ers­ten deut­schen Sied­ler vor 200 Jah­ren” ins Land. Geor­gi­ens Minis­ter­prä­si­dent Mamu­ka Bachta­d­se bekräf­tig­te den Wunsch sei­nes Lan­des, Mit­glied der EU und der NATO zu wer­den.

Mer­kel erklärt Täter zu Opfern

Bereits am Don­ners­tag hat­te Mer­kel gesagt, sie habe schon nach dem “geor­gisch-rus­si­schen Krieg” im August 2008 den Abzug der rus­si­schen Trup­pen aus den abtrün­ni­gen Gebie­ten gefor­dert. Sie wer­de Geor­gi­en dar­in wei­ter unter­stüt­zen.

Mit ihren Aus­sa­gen, die Geor­gi­en als Opfer einer rus­si­schen Aggres­si­on dar­stel­len, stellt die Kanz­le­rin die Rea­li­tät jedoch auf den Kopf. Denn wie selbst die EU-Kom­mis­si­on fest­stell­te, wur­de der Krieg von Geor­gi­en unter dem dama­li­gen Prä­si­den­ten Micheil Saa­ka­schwi­li ent­fes­selt.

Mehr zum The­ma — 9. Jah­res­tag des Geor­gi­en-Kon­flikts : Wie sich Saa­ka­schwi­li in Süd-Osse­ti­en ver­spe­ku­liert hat

Nach einer Gene­ral­mo­bil­ma­chung befeh­lig­te er am 8. August 2008 sein Mili­tär, die abtrün­ni­ge Regi­on Süd­os­se­ti­en zurück­zu­er­obern, die sich noch zur Zeit der Sowjet­uni­on von Geor­gi­en los­ge­sagt hat­te.

Deren Haupt­stadt Zchin­wa­li nahm das geor­gi­sche Mili­tär mit Hau­bit­zen und Mehr­fach­ra­ke­ten­wer­fern unter Beschuss, wäh­rend Pan­zer auf die Stadt vor­rück­ten. Hun­der­te Zivi­lis­ten wur­den bei dem Erobe­rungs­ver­such getö­tet.

Die geor­gi­sche Armee griff auch die rus­si­schen Frie­dens­trup­pen an, die dort im Rah­men eines “gül­ti­gen inter­na­tio­na­len Man­dats” (so die EU-Kom­mis­si­on) seit 1992 sta­tio­niert waren. Bereits am ers­ten Tag wur­den über ein Dut­zend rus­si­sche Frie­dens­sol­da­ten getö­tet. Dem rus­si­schen Mili­tär gelang es jedoch inner­halb weni­ger Tage, die Aggres­so­ren zurück­zu­schla­gen. 

Mili­tä­ri­sche Ein­bin­dung auch ohne for­ma­len NATO-Bei­tritt – Mos­kau warnt

In Sachen NATO-Bei­tritt mache spe­zi­ell im Fall Geor­gi­en die regio­na­le Ver­or­tung nahe Russ­land “eini­ges schwie­ri­ger”, so die Bun­des­kanz­le­rin. Es gel­te, näher zusam­men­zu­kom­men, ohne schon einen for­ma­len Bei­tritt zu haben. Geor­gi­en oder die Ukrai­ne gehör­ten aber prak­tisch zum “nächs­ten Ring” von Län­dern, die für einen Bei­tritt in Fra­ge kämen.

Wie sich das “näher zusam­men­zu­kom­men” prak­tisch gestal­tet, zeig­te sich ver­gan­ge­ne Woche : Unter Betei­li­gung der Bun­des­wehr wur­de in Geor­gi­en ein groß ange­leg­tes Mili­tär­ma­nö­ver unter dem Namen “Noble Part­ner” (“Edler Part­ner”) zur ope­ra­ti­ven Ein­bin­dung der Streit­kräf­te des Lan­des in die NATO abge­hal­ten.

Vor Wochen hat­te Mos­kau ein­dring­lich vor einer Auf­nah­me der ehe­ma­li­gen Sowjet­re­pu­blik in das trans­at­lan­ti­sche Mili­tär­bünd­nis gewarnt. “Dies könn­te einen schreck­li­chen Kon­flikt pro­vo­zie­ren, und es ist nicht klar, war­um dies not­wen­dig sein soll­te”, erklär­te Pre­mier­mi­nis­ter Dmi­tri Med­we­dew.

Auch Prä­si­dent Wla­di­mir Putin warn­te jüngst vor einer Auf­nah­me Geor­gi­ens und auch der Ukrai­ne in die NATO :

Der Schlüs­sel zur Gewähr­leis­tung der Sicher­heit in Euro­pa liegt in der Aus­wei­tung der Zusam­men­ar­beit und der Wie­der­her­stel­lung des Ver­trau­ens und nicht in der Sta­tio­nie­rung neu­er NATO-Stütz­punk­te und mili­tä­ri­scher Infra­struk­tur in der Nähe der Gren­zen Russ­lands, wie es jetzt geschieht. Wir wer­den ange­mes­sen auf sol­che aggres­si­ven Schrit­te reagie­ren, die eine direk­te Bedro­hung für Russ­land dar­stel­len.

Ange­sichts der Aus­sa­gen der Kanz­le­rin wäh­rend ihres Geor­gi­en-Besuchs dürf­ten die Alarm­glo­cken im Kreml nun noch lau­ter schril­len.

Mehr zum The­ma — Kriegs­spie­le im Kau­ka­sus : “In Euro­pa ist jetzt das Zeit­al­ter der Unschuld vor­bei”

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Iran-Deal, Syrien-Krise & Nord Stream 2 : Putin und Merkel finden gemeinsame Positionen


Der Anfang die­ser Woche ange­kün­dig­te Über­ra­schungs­be­such zwi­schen Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel und dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin fand am Sams­tag­nach­mit­tag im Schloss Mese­berg, 65 km nörd­lich von Ber­lin, statt und schloss sich an Putins Teil­nah­me an der Hoch­zeit der öster­rei­chi­schen Außen­mi­nis­te­rin Karin Kneissl an.

Da sowohl Russ­land als auch Deutsch­land von Trumps US-Zöl­len betrof­fen sind und Euro­pas Grä­ben mit Washing­ton dem­entspre­chend grö­ßer wer­den, kamen die Bun­des­kanz­le­rin und der rus­si­sche Prä­si­dent in einem aus­führ­li­chen drei­stün­di­gen Gespräch zu eini­gen Über­ein­stim­mun­gen.

Rein wirt­schaft­li­ches Pro­jekt Nord Stream 2

Das 9,5 Mrd. Euro teu­re Pipe­line-Pro­jekt, das Deutsch­land direkt mit Russ­land ver­bin­den soll, war einer der wich­tigs­ten Dis­kus­si­ons­punk­te des Tref­fens. Wäh­rend einer Medi­en­kon­fe­renz am Sams­tag sag­te Putin, Nord Stream 2 sei ein “rein wirt­schaft­li­ches Pro­jekt” und bedeu­te nicht, dass der Tran­sit von Gas durch die Ukrai­ne gestoppt wer­de. Er beton­te :

Ich ken­ne die Posi­ti­on der Bun­des­kanz­le­rin. Für uns zählt nur, dass die­ser Tran­sit wirt­schaft­lich mach­bar und wirt­schaft­lich sinn­voll ist.

Putin und Mer­kel erör­ter­ten in geschlos­se­nen Gesprä­chen das Pro­jekt und die Aus­sich­ten für den rus­si­schen Gas­tran­sit durch die Ukrai­ne. Mer­kel unter­strich, dass die Ukrai­ne auch nach dem Bau der Nord-Stream-2-Pipe­line “ihren Teil zum Gas­tran­sit nach Euro­pa bei­tra­gen soll­te”.

Mer­kel und Putin sind sich offen­sicht­lich der Gegen­re­ak­tio­nen Washing­tons und man­cher west­li­cher Poli­ti­ker auf das gemein­sa­me Pro­jekt von Gaz­prom und eini­gen west­eu­ro­päi­schen Ener­gie­rie­sen bewusst. So hat sich der Prä­si­dent des Euro­päi­schen Rates Donald Tusk seit sei­ner Ankün­di­gung im Jahr 2015 uner­müd­lich für die Annul­lie­rung von Nord Stream 2 ein­ge­setzt. Auch US-Prä­si­dent Donald Trump hat sich ent­schie­den gegen das Pro­jekt aus­ge­spro­chen und Deutsch­land als Gefan­ge­nen der rus­si­schen Ener­gie bezeich­net. Zugleich mach­te Trump kei­nen Hehl aus den ame­ri­ka­ni­schen Ambi­tio­nen, Euro­pa mit umstrit­te­nem Fracking-Erd­gas zu ver­sor­gen.

Ber­lin und Mos­kau wol­len Atom­deal mit Iran ret­ten

Sowohl der rus­si­sche Staats­chef als auch die deut­sche Bun­des­kanz­le­rin hal­ten an der Exis­tenz des ira­ni­schen Nukle­arab­kom­mens fest, wel­ches bei sei­nem Inkraft­tre­ten 2016 von der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft noch als Mei­len­stein gefei­ert wur­de. 

Im Vor­feld des Tref­fens beton­te Putin, dass es wich­tig sei, “die­ses vom UN-Sicher­heits­rat gebil­lig­te mul­ti­la­te­ra­le Abkom­men zu erhal­ten”, das “die regio­na­le und glo­ba­le Sicher­heit und die Nicht­ver­brei­tung von Kern­waf­fen” inten­si­viert. Mer­kel schloss sich der Mei­nung an. Sie stell­te jedoch fest, dass Deutsch­land “die Akti­vi­tä­ten des Iran mit Sor­ge ver­folgt, sei es das Rake­ten­pro­gramm oder die Situa­ti­on in Syri­en”.

Drei Mona­te ist es her, dass Donald Trump, ein lang­jäh­ri­ger Kri­ti­ker des Iran-Deals, aus dem Abkom­men aus­stieg, obwohl die Inter­na­tio­na­le Atom­ener­gie-Orga­ni­sa­ti­on (IAEO) Tehe­ran bei zahl­rei­chen Gele­gen­hei­ten die Ein­hal­tung des Abkom­mens bestä­tig­te. Der US-Prä­si­dent igno­rier­te auch die Ver­su­che inter­na­tio­na­ler Mäch­te wie Frank­reich und Deutsch­land, ihn vom Rück­zug abzu­hal­ten.

Syri­en-Kri­se : Neu­es Gesprächs­for­mat & huma­ni­tä­re Fra­gen

Mer­kel und Putin nah­men auch die Kri­se in dem vom Krieg ver­wüs­te­ten Land in Angriff. Syri­en ver­sucht der­zeit, wie­der auf die Bei­ne zu kom­men, nach­dem Extre­mis­ten aus wei­ten Tei­len des Lan­des ver­trie­ben wur­den. Putin wies in dem Zusam­men­hang auf den zuneh­men­den Strom an Flücht­lin­gen, die in ihre Hei­mat zurück­keh­ren, hin. Er for­der­te die euro­päi­schen Län­der auf, den Pro­zess zu unter­stüt­zen. Vor dem Tref­fen stell­te Mer­kel fest, dass “wir natür­lich zunächst ein­mal eine huma­ni­tä­re Kata­stro­phe um und in die­sem Land [Syri­en] ver­mei­den soll­ten”.

Die bei­den Sei­ten erör­ter­ten auch die Mög­lich­keit eines Vie­rer­tref­fens zu Syri­en, an dem die Tür­kei, Russ­land, Deutsch­land und Frank­reich teil­neh­men soll­ten, infor­mier­te der Pres­se­spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten. Die Idee des For­mats wur­de Ende Juli vom tür­ki­schen Prä­si­den­ten Recep Tayy­ip Erdo­gan vor­ge­schla­gen. Das Tref­fen könn­te ers­ten Anga­ben zufol­ge am 7. Sep­tem­ber statt­fin­den.

Am Frei­tag sag­te Mer­kel, Deutsch­land prü­fe die Mög­lich­keit eines sol­chen Gip­fels : “Ein Tref­fen zwi­schen Deutsch­land, Frank­reich, der Tür­kei und Russ­land könn­te Sinn machen – das muss gut vor­be­rei­tet sein, also gibt es noch kei­nen Ter­min.”

RT Deutsch