Russisches Militär : NYT-Bericht über “Luftangriffe auf Krankenhäuser” in Syrien ist Fehlinformation


Ein Bericht der New York Times vom Sonn­tag besagt, es gebe unwi­der­leg­ba­re Bewei­se dafür, dass die rus­si­schen Luft- und Welt­raum­kräf­te vier Stand­or­te in Syri­en bom­bar­diert hät­ten, von denen sie gewusst hät­ten, dass sie Stand­or­te von Zivil­kran­ken­häu­sern sei­en. Der Vor­wurf sei das Ergeb­nis einer Ana­ly­se von Bei­trä­gen in den sozia­len Medi­en, Zeu­gen­be­fra­gun­gen, Daten von orts­an­säs­si­gen Flug­zeug-Beob­ach­tern und Auf­zeich­nun­gen abge­fan­ge­ner Funk­sprü­che des in Syri­en ope­rie­ren­den rus­si­schen Mili­tärs. Die Luft­an­grif­fe, die am 5. und 6. Mai statt­fan­den, sei­en nur ein Bruch­teil von Angrif­fen auf die zivi­le Infra­struk­tur, für die Mos­kau die Ver­ant­wor­tung tra­ge, so die Zei­tung.

Den Anschul­di­gun­gen hielt der rus­si­sche Mili­tär­spre­cher Gene­ral­ma­jor Igor Kona­schen­kow am Mon­tag ent­ge­gen, dass der Bericht der New York Times aus meh­re­ren Grün­den feh­ler­haft ist. So habe man dort geflis­sent­lich aus­ge­las­sen, dass die Pro­vinz Idlib, in der die vier angeb­li­chen Kran­ken­haus-Bom­bar­de­ments statt­fan­den, unter der bru­ta­len Herr­schaft von Dschi­ha­dis­ten der al-Nus­ra-Front (ihrer­seits Able­ger bezie­hungs­wei­se “re-bran­ding” von al-Qai­da) steht. Schon die­ses Detail rückt das gesam­te Nar­ra­tiv des Arti­kels in ein ganz und gar zwei­fel­haf­tes Licht und deu­tet auf die Feh­ler­haf­tig­keit der zugrun­de lie­gen­den Recher­che hin.

Gad­gets, moder­ne Funk­scan­ner, geschütz­te Note­books, Inter­net­an­schluss – das sind alles Din­ge, die sich die Zivil­be­völ­ke­rung vor Ort ein­fach nicht leis­ten kann. Deren Haupt­sor­ge ist vor allem das täg­li­che Über­le­ben unter dem Joch der Ter­ro­ris­ten”, ent­geg­ne­te Kona­schen­kow der Zei­tung.

Er bezog sich auf die Aus­rüs­tung der “Flug­zeug-Spot­ter”, die ihre Daten an die New York Times wei­ter­ga­ben. Dem Arti­kel zufol­ge bestan­den die­se Beob­ach­ter “zu ihrer Sicher­heit auf Anony­mi­tät”. Doch der Mili­tär spot­te­te, bei der Zei­tung hät­te man sich kei­ne Mühe machen müs­sen, son­dern die angeb­li­chen Hob­by­fun­ker sofort als Ope­ra­to­ren eines “Feld-Auf­klä­rungs­sys­tems” iden­ti­fi­zie­ren sol­len. Das Auf­klä­rungs­sys­tem basiert auf vom US-Unter­neh­men Hala Sys­tems ent­wi­ckel­ten Aus­rüs­tung, erklär­te Kona­schen­kow.

Das unter dem Mar­ken­na­men Sen­try bekann­te Sys­tem besteht aus meh­re­ren etwa kof­fer­gro­ßen Sen­sor­an­la­gen mit einem Netz­werk­an­schluss sowie einem KI-Algo­rith­mus, der Aus­gangs­si­gna­le die­ser Sen­so­ren und Daten aus sozia­len Netz­wer­ken aus­wer­tet. In Idlib wird das Sys­tem dafür ein­ge­setzt, bereits erfolg­te Luft­an­grif­fe in der Pro­vinz zu ana­ly­sie­ren und zukünf­ti­ge vor­her­zu­sa­gen und, so das Unter­neh­men, War­nun­gen an die Bevöl­ke­rung vor Ort zu ver­schi­cken, die sie ver­mit­tels einer App auf ihren Mobil­funk­ge­rä­ten emp­fan­gen kön­ne – auf die­se Nut­zungs­stra­te­gie bezog sich die ein­gangs erwähn­te Kri­tik Kona­schen­kows an der leich­ten Rea­li­täts­fer­ne der NYT bezüg­lich des Lebens­stan­dards der Bevöl­ke­rung von Idlib.

Hala Sys­tems erklärt, ein ganz nor­ma­les gewinn­ori­en­tier­tes Unter­neh­men zu sein und Sen­try unter Finan­zie­rung durch die Regie­run­gen Kana­das, des Ver­ei­nig­ten König­reichs, der Nie­der­lan­de, Däne­marks, der Ver­ei­nig­ten Staa­ten und Deutsch­lands zu ent­wi­ckeln und auch zu betrei­ben.

Das Unter­neh­men hielt es für not­wen­dig, im Abschnitt “Häu­fig gestell­te Fra­gen” auf der eige­nen Home­page zu erklä­ren, kein Tarn­un­ter­neh­men der CIA zu sein. Dafür räumt man dort aber ein, das Sys­tem in enger Zusam­men­ar­beit mit den berüch­tig­ten Weiß­hel­men ein­zu­set­zen – der angeb­li­chen “huma­ni­tä­ren Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on”, die aus­ge­rech­net in von Dschi­ha­dis­ten besetz­ten Tei­len Syri­ens als Pro­pa­gan­da­or­gan des Wer­te­wes­tens gegen die legi­ti­me Regie­rung Syri­ens unter Baschar al-Assad und die rus­si­sche Luft­waf­fe in Syri­en ope­riert und dabei, so der drin­gen­de Ver­dacht, Ver­bin­dun­gen zu west­li­chen – vor allem bri­ti­schen – Geheim­diens­ten unter­hält.

Russisches Militär: NYT-Bericht über "Luftangriffe auf Krankenhäuser" in Syrien ist Fehlinformation
Screen­shot vom Abschnitt der Hala Sys­tems-Home­page für FAQ (häu­fig gestell­te Fra­gen)

Die Ent­schei­dung, die­se Details aus­zu­las­sen, traf die New York Times nur des­we­gen, weil sie ihre Quel­le ein­deu­tig als poten­zi­ell kom­pro­mit­tiert ent­lar­ven wür­den – und nicht, weil jemand geschützt wer­den soll­te, erklär­te Kona­schen­kow wei­ter. “Wir wür­den an die­ser Stel­le gern unser Bedau­ern dar­über äußern, dass ein so seriö­ses Blatt Opfer der Mani­pu­la­ti­on durch Ter­ro­ris­ten und bri­ti­sche Geheim­diens­te wur­de.” Gera­de die bri­ti­schen Geheim­diens­te kon­trol­lier­ten die Auf­stel­lung des Sen­try-Sys­tems in Idlib seit dem Jah­re 2016.

Doch auch abge­se­hen von die­sen Details gibt es Unstim­mig­kei­ten im NYT-Arti­kel, die Sach­kun­di­gen sofort auf­fal­len. Vor allen Din­gen, zitiert RIA Nowos­ti Kona­schen­kow, “wer­den den rus­si­schen Kampf­bom­ber­pi­lo­ten die Ziel­ko­or­di­na­ten nicht münd­lich über eine offe­ne Funk­ver­bin­dung durch­ge­ge­ben” – dies wür­de einen gro­ben Ver­stoß gegen die mili­tä­ri­schen Betriebs­ver­fah­ren dar­stel­len.

Doch auch der Kern der Vor­wür­fe hält kei­ner ein­ge­hen­den Prü­fung stand. Als Bei­spiel führ­te der rus­si­sche Mili­tär­spre­cher die Iden­ti­fi­zie­rung eines der von der New York Times genann­ten Orte als zivi­les Kran­ken­haus an, an des­sen Stel­le sich jedoch tat­säch­lich eine von den Ter­ro­ris­ten als Bun­ker, Waf­fen- und Mate­ri­al­la­ger genutz­te Höh­le befand.

Dar­um sind die von der New York Times ver­öf­fent­lich­ten ‘Bewei­se’ selbst das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wur­den”, empör­te sich der Gene­ral­ma­jor.

Mehr zum The­maUS-Pro­fes­sor : Syri­en ist nicht ver­ant­wort­lich für Sarin-Atta­cke in Chan-Schei­chun

RT Deutsch


Nordsyrien : Russische Truppen patrouillieren zwischen türkischem und syrischem Militär


Mit der tür­ki­schen Mili­tär­of­fen­si­ve in Syri­en will Anka­ra kur­di­sche Ein­hei­ten mit Ver­bin­dun­gen zu kur­di­schen Mili­tan­ten in der Tür­kei von der Gren­ze zurück­drän­gen und eine Schutz­zo­ne in Syri­en errich­ten.

In die­ser könn­ten dann auch die­je­ni­gen syri­schen Flücht­lin­ge ange­sie­delt wer­den, die sich bis­lang in der Tür­kei auf­ge­hal­ten haben. Kri­ti­ker wer­fen dem tür­ki­schen Prä­si­den­ten Recep Tayy­ip Erdoğan eth­ni­sche Säu­be­rung vor.

Nach UN-Anga­ben sind bereits 160.000 Men­schen in dem umkämpf­ten Gebiet auf der Flucht, dar­un­ter 70.000 Kin­der. Laut kur­di­schen Behör­den liegt die Zahl der Ver­trie­be­nen sogar bei 275.000. Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen haben ihre inter­na­tio­na­le Beleg­schaft aus Flücht­lings­la­gern im Nord­os­ten abge­zo­gen. 

Am Diens­tag gab Russ­land bekannt, dass sei­ne Trup­pen zwi­schen dem tür­ki­schen und dem syri­schen Mili­tär nahe der nord­sy­ri­schen Stadt Man­bidsch patrouil­lie­ren. Aus der Erklä­rung des rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums geht her­vor : 

Die Mili­tär­po­li­zei patrouil­liert wei­ter die nord­west­li­chen Gren­zen des Bezirks Man­bidsch ent­lang der Berüh­rungs­li­nie der Streit­kräf­te Syri­ens und der Tür­kei.

In den sozia­len Medi­en zir­ku­lie­ren bereits Video­auf­nah­men vom rus­si­schen Mili­tär in der Regi­on :

Die Kur­den hat­ten nach Abzug des US-Mili­tärs eine Über­ein­kunft mit den syri­schen Streit­kräf­ten getrof­fen, damit die­se an der Gren­ze zur Tür­kei für Sicher­heit sor­gen. 

Die USA ver­häng­ten Sank­tio­nen gegen die tür­ki­schen Ver­tei­di­gungs- und Ener­gie­mi­nis­te­ri­en sowie gegen drei hohe Regie­rungs­be­am­te. US-Prä­si­dent Donald Trump droht damit, wei­te­re Sank­tio­nen zu ver­hän­gen, soll­te es kei­nen Waf­fen­still­stand geben. Erdoğan jedoch denkt nicht dar­an, sei­ne Plä­ne auf­zu­ge­ben. Bald, so kün­dig­te er an, wer­de man das Gebiet von Man­bidsch bis zur Gren­ze des Irak gesi­chert haben. US-Mili­tär­spre­cher Oberst Myles B. Caggins III woll­te am Diens­tag nicht dar­über Aus­kunft ertei­len, ob syri­sche Trup­pen in Man­bidsch ein­mar­schiert sei­en. 

Mehr zum The­ma — Nord­sy­ri­en : Russ­land for­dert Anstren­gun­gen zur Ver­hin­de­rung einer huma­ni­tä­ren Kata­stro­phe

RT Deutsch


Russlands Militär : USA fliegen Luftangriff in Idlib – Opfer und Schäden


Am Sonn­tag teil­te das Zen­trum für Ver­söh­nung der Kon­flikt­par­tei­en in Syri­en mit, dass das US-Mili­tär am Sams­tag um 15 Uhr eine Gegend zwi­schen den Ort­schaf­ten Maaret-Mis­rin und Kafer-Cha­ja im Gou­ver­ne­ment Idlib ange­grif­fen habe. Durch den Luft­an­griff sei­en zahl­rei­che Opfer zu bekla­gen und Schä­den ent­stan­den. Weder Mos­kau noch Anka­ra sei­en über den US-Ein­satz im Vor­feld infor­miert wor­den.

Wie es im Zen­trum für Ver­söh­nung der Kon­flikt­par­tei­en in Syri­en wei­ter hieß, habe die syri­sche Armee auf Behar­ren Russ­lands und der Tür­kei einen ein­sei­ti­gen Waf­fen­still­stand in der Dees­ka­la­ti­ons­zo­ne aus­ge­ru­fen. Die Feu­er­pau­se gel­te seit dem Mor­gen des 31. August. Somit habe man der Zivil­be­völ­ke­rung die Mög­lich­keit geben wol­len, Idlib durch einen huma­ni­tä­ren Kor­ri­dor zu ver­las­sen.

Das Pen­ta­gon bestä­tig­te den Luft­an­griff. Dem­nach habe er sich gegen eine Kom­man­do­zen­tra­le der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on al-Qai­da gerich­tet, wel­che die Sicher­heit von US-Bür­gern, Ver­bün­de­ten und Zivi­lis­ten gefähr­de­te.

Russ­lands Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um kri­ti­sier­te den US-Ein­satz. Sol­che Hand­lun­gen rie­fen dem­nach Befrem­den her­vor : “Mit ihren Hand­lun­gen haben die USA das Fort­dau­ern des Waf­fen­still­stands in der Dees­ka­la­ti­ons­zo­ne Idlib gefähr­det und es in eini­gen Berei­chen gar rui­niert.” (TASS/RIA Nowos­ti)

Mehr zum The­ma — Isra­el fliegt Prä­ven­tiv­an­griff gegen “ira­ni­sche Kil­ler­droh­nen” in Syri­en

RT Deutsch


Britisches Militär will für “Freiheit der Schifffahrt” in Straße von Hormus sorgen


Nach den Vor­fäl­len fest­ge­setz­ter Tan­ker will die Roy­al Navy künf­tig bri­ti­sche Schif­fe durch die Meer­enge von Hor­mus beglei­ten, um “die Frei­heit der Schiff­fahrt zu ver­tei­di­gen”.

Die Roy­al Navy wur­de beauf­tragt, Schif­fe mit bri­ti­scher Flag­ge durch die Meer­enge von Hor­mus zu beglei­ten, ent­we­der ein­zeln oder in Grup­pen, soll­te ihre Durch­fahrt recht­zei­tig ange­kün­digt wer­den”, so ein Spre­cher der bri­ti­schen Regie­rung. “Die Frei­heit der Schiff­fahrt ist ent­schei­dend für das glo­ba­le Han­dels­sys­tem und die Welt­wirt­schaft, und wir wer­den alles tun, um sie zu ver­tei­di­gen.”

Eine sol­che Mis­si­on wur­de bereits durch­ge­führt, berich­te­te Sky News unter Beru­fung auf Quel­len in der Schiff­fahrts­in­dus­trie. Dem­nach war die HMS Mon­tro­se von Mitt­woch­abend bis Don­ners­tag an einer Mis­si­on betei­ligt.

Mehr zum The­ma —  Groß­bri­tan­ni­en kün­digt “euro­päi­schen See­schutz­ein­satz” in Stra­ße von Hor­mus an

Dies sei eine Über­gangs­lö­sung, bis es eine inter­na­tio­na­le Koali­ti­on im Golf auf­ge­stellt sei, die ent­we­der von Euro­pa koor­di­niert, jedoch unab­hän­gig von den USA, oder aber gemein­sam mit den USA geführt wer­den soll.

Wohl auf Bit­te Lon­dons hat auch die Bun­des­re­gie­rung am Don­ners­tag signa­li­siert, an einer Mili­tär­ko­ali­ti­on zu betei­li­gen. Ein für den Ein­satz benö­tig­tes Man­dat will die Bun­des­re­gie­rung dem Par­la­ment zur Abstim­mung vor­le­gen.

Mehr zum The­ma — Russ­land stellt Sicher­heits­kon­zept für Per­si­schen Golf vor : Kei­ne Aus­lands­ein­sät­ze als Grund­satz

Jere­my Hunt, der bis zur Umbil­dung des bri­ti­schen Kabi­netts durch den neu­en Pre­mier­mi­nis­ter Boris John­son noch Außen­mi­nis­ter war, hat­te in die­ser Funk­ti­on eine Art inter­na­tio­na­le See­streit­kräf­te für die Regi­on vor­ge­schla­gen und argu­men­tiert, dass die­se unter euro­päi­scher Lei­tung mehr Unter­stüt­zung fin­den wür­de als unter jener der USA, weil Washing­ton anders als euro­päi­sche Staa­ten das ira­ni­sche Atom­ab­kom­men auf­ge­kün­digt hat.

Der ira­ni­sche Vize­prä­si­dent Eshagh Dscha­han­gi­ri hin­ge­gen sag­te, jede inter­na­tio­na­le Koali­ti­on zum Schutz des Golfs wür­de nur Unsi­cher­heit brin­gen.

Es ist nicht not­wen­dig, eine Koali­ti­on zu bil­den, denn die­se Art von Koali­tio­nen und die Prä­senz von Aus­län­dern in der Regi­on allein schafft Unsi­cher­heit”, sag­te er. “Und abge­se­hen von der zuneh­men­den Unsi­cher­heit wird sie nichts bewir­ken.”

Der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Moham­med Dscha­wad Sarif beton­te, dass der Iran für “Sicher­heit und Frei­heit der Schiff­fahrt” in der Regi­on ver­ant­wort­lich sei.

Die Ira­ni­sche Revo­lu­ti­ons­gar­de beschlag­nahm­te am ver­gan­ge­nen Frei­tag ein unter bri­ti­scher Flag­ge fah­ren­des Schiff in der Stra­ße von Hor­mus, weil die­ses gegen gel­ten­des See­recht ver­sto­ßen habe. Die­sem Vor­fall ging die Beschlag­nah­mung eines ira­ni­schen Öltan­kers vor der Küs­te von Gibral­tar durch Groß­bri­tan­ni­en vor­aus, der angeb­lich Öl nach Syri­en trans­por­tie­ren woll­te, was gegen die EU-Sank­tio­nen ver­sto­ßen hät­te.

Mehr zum The­ma — Iran kon­fis­ziert bri­ti­schen Tan­ker in der Stra­ße von Hor­mus

RT Deutsch


Sudan : Militär und Opposition unterzeichnen Einigungserklärung


Mili­tär­füh­rung und Oppo­si­ti­on einig­ten sich dar­auf, dass inner­halb der kom­men­den zwei Jah­re ein Obers­ter Rat, gestellt von bei­den Sei­ten, das Land als Über­gang füh­ren wird. Danach sol­len Neu­wah­len fol­gen.

Der Eini­gung gin­gen wochen­lan­ge Ver­hand­lun­gen vor­aus. Der Ver­such von Put­schis­ten, dar­un­ter Sicher­heits­kräf­te und ehe­ma­li­ge Mili­tärs, die Eini­gung zu zer­schla­gen, schei­ter­te. Der suda­ne­si­sche Prä­si­dent Omar al-Baschir wur­de nach 30 Jah­ren Amts­zeit im April gestürzt, es folg­ten Mas­sen­pro­tes­te. Das Mili­tär ergriff die Macht. Bei der gewalt­sa­men Auf­lö­sung einer Sitz­blo­cka­de kamen min­des­tens 120 Men­schen ums Leben. 

Die Unter­zeich­nung einer weit­rei­chen­den Ver­fas­sungs­er­klä­rung zwi­schen den strit­ti­gen Par­tei­en soll am Frei­tag erfol­gen. Hier muss etwa die Rol­le des Kabi­netts fest­ge­legt wer­den. Das Tran­si­tio­nal Mili­ta­ry Coun­cil (TMC) for­dert Immu­ni­tät, die Forces of Free­dom and Chan­ge (FFC) ist dage­gen. Der Obers­te Rat wird in den ers­ten 21 Mona­ten von einem Gene­ral geführt und in den dar­auf­fol­gen­den 18 Mona­ten von einer Zivil­per­son. 

Sau­di-Ara­bi­en ver­sprach dem Sudan, wel­ches eines der ärms­ten Län­der Afri­kas ist, Dün­ge­mit­tel für die Land­wirt­schaft zu lie­fern. Vie­le Bür­ger des Sudans fürch­ten sich um den wach­sen­den Ein­fluss Sau­di-Ara­bi­ens und die Ver­hin­de­rung demo­kra­ti­scher Wah­len. In der suda­ne­si­schen Ver­fas­sung ver­an­kert ist das Scha­ria-Gesetz. Die­ses soll, wenn es nach dem Wil­len des Mili­tärs geht, bei­be­hal­ten wer­den. 

RT Deutsch


G20 : Brasilianischer Militär aus dem Gefolge von Präsident Bolsonaro mit 39 Kilo Kokain erwischt


Ein bra­si­lia­ni­scher Sol­dat ist am Diens­tag am Flug­ha­fen von Sevil­la fest­ge­nom­men wor­den, nach­dem in sei­nem Gepäck 39 Kilo­gramm Koka­in gefun­den wur­den.

Das berich­tet die Zei­tung El País unter Beru­fung auf Quel­len in der Guar­dia Civil. Die Poli­zei hat­te das Rausch­gift dem­nach bei einer Rou­ti­ne­kon­trol­le gefun­den. Das Koka­in sei auf 37 Pake­ten ver­teilt gewe­sen. Der Mili­tär habe sich offen­bar sicher gefühlt. Den Wert des sicher­ge­stell­ten Koka­ins ver­an­schlag­te die Guar­dia Civil auf 1,3 Mil­lio­nen Euro.

Der Unter­of­fi­zier Mano­el Sil­va Rodri­gues gehört zur Dele­ga­ti­on des bra­si­lia­ni­schen Prä­si­den­ten Jair Bol­so­na­ro für das G20-Tref­fen in Osa­ka und reis­te in einem Flug­zeug der bra­si­lia­ni­schen Luft­waf­fe, das als Reser­ve­flug­zeug der bra­si­lia­ni­schen Dele­ga­ti­on in Sevil­la eine Zwi­schen­lan­dung mach­te. Die Poli­zis­ten unter­su­chen jetzt, wohin die Ladung gebracht wer­den soll­te und war­um der Sol­dat mit sei­nem schwe­ren Gepäck das Flug­zeug ver­ließ. 

Die Zei­tung zitiert Poli­zis­ten mit der Aus­sa­ge, dass der Mili­tär wahr­schein­lich nur als Bote eines Dro­gen­kar­tells fun­giert habe. Es sei nicht aus­zu­schlie­ßen, dass das Koka­in in Spa­ni­en blei­ben soll­te. Der Sol­dat befin­det sich in Sevil­la in Unter­su­chungs­haft. 

In Bra­si­li­en lös­te die Nach­richt der Ver­haf­tung des Mili­tärs aus der Dele­ga­ti­on Bol­so­na­ros eine kon­tro­ver­se Debat­te aus. Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ver­ur­teil­te die Hand­lun­gen des Sol­da­ten und erklär­te, mit den spa­ni­schen Behör­den zusam­men­zu­ar­bei­ten. Bol­so­na­ro selbst for­der­te über Twit­ter eine sofor­ti­ge Unter­su­chung und stren­ge Bestra­fung des Mili­tärs. Der Prä­si­dent ver­wies dar­auf, dass etwa 300.000 Frau­en und Män­ner in den Streit­kräf­ten dien­ten und die­se nach den strengs­ten ethi­schen und mora­li­schen Prin­zi­pi­en han­del­ten.

Für Bol­so­na­ro ist die­ser Vor­fall denk­bar pein­lich. Wäh­rend sei­nes Wahl­kamp­fes hat­te er ver­spro­chen, die Dro­gen­kri­mi­na­li­tät zu bekämp­fen “wie nie­mals zuvor”. Der mut­maß­li­che Dro­gen­bo­te in Uni­form hat­te den Prä­si­den­ten zuvor mehr­mals bei Rei­sen inner­halb Bra­si­li­ens beglei­tet ; mit Bol­so­na­ros Vor­gän­ger Michel Temer soll er 2017 nach Zürich gereist sein.

Mehr zum The­ma — Bra­si­li­en : Bol­so­na­ro will aus Putsch-Jah­res­tag einen Fei­er­tag machen

RT Deutsch


Nach weiteren US-Drohgebärden : Iranisches Militär zeigt sich kampfbereit


Auch “der Feind” sei sich die­ser Tat­sa­che bewusst, so der Kon­ter­ad­mi­ral Hus­sein Chansadi laut Nach­rich­ten­agen­tur Tas­nim. Bei einem even­tu­el­len Krieg gegen die USA spie­le der Wil­len eine gro­ße Rol­le, und aus Sicht von Chansadi hat der Iran mit sei­nem mili­tä­ri­schen Poten­ti­al den grö­ße­ren Wil­len.

Einem wei­te­ren ira­ni­schen Kom­man­deur zufol­ge, Kon­ter­ad­mi­ral Ali Fada­wi, ist Washing­ton des­halb antiira­nisch aus­ge­rich­tet, weil die isla­mi­sche Revo­lu­ti­on “anti­im­pe­ria­lis­ti­sche” Züge habe, berich­te­te die Agen­tur Fars News. 

Am Mon­tag erklär­te zudem der ira­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mi­nis­ter Moham­mad-Dscha­wad Asa­ri Dschahro­mi, dass der Iran einen Cyber­an­griff der USA abge­wehrt habe. Dies berich­te­te die amt­li­che ira­ni­sche Agen­tur Isla­mic Repu­blic News Agen­cy. 

Trotz ihrer inten­si­ven Kam­pa­gne haben es die Fein­de nicht geschafft, einen erfolg­rei­chen Angriff gegen den Iran durch­zu­füh­ren”, teil­te der Minis­ter mit.

Der Iran hat am Don­ners­tag eine US-Droh­ne abge­schos­sen, nach­dem die­se Tehe­ran zufol­ge den ira­ni­schen Luft­raum im Per­si­schen Golf ver­letzt hat­te. Die US-Regie­rung bestrei­tet die­se Dar­stel­lung und gibt an, dass die Auf­klä­rungs­droh­ne in inter­na­tio­na­lem Luft­raum geflo­gen sei.

Füh­ren­de Mit­glie­der der US-Regie­rung sowie der ira­ni­schen Füh­rung haben mehr­mals betont, dass sie kei­nen Krieg wol­len. Aber zugleich droh­ten sie der jeweils ande­ren Sei­te, dass ihr Mili­tär auf einen Waf­fen­gang vor­be­rei­tet sei.

Mehr zum The­ma — Iran zu Cyber-Angriff durch US-Armee : “Sie gaben sich Mühe, sind aber geschei­tert”

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Chinesischer Militär : US-Vision von China als strategischer Rivale ist getrieben von Angst (Video)


Neben den Han­dels­strei­tig­kei­ten bezeich­net Washing­ton die mili­tä­ri­sche Auf­rüs­tung Chi­nas als Anlass zu gro­ßer Sor­ge. Wel­che Ambi­tio­nen hat Peking im Indo­pa­zi­fik­raum und auf der gan­zen Welt ?

RT-Mode­ra­to­rin Sophie Sche­ward­nad­se sprach dar­über mit Oberst Zhou Bo, Direk­tor für Sicher­heits­ko­ope­ra­ti­on im Büro für inter­na­tio­na­le mili­tä­ri­sche Zusam­men­ar­beit des chi­ne­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums.

RT Deutsch