Erdogan gibt bekannt : Türkei beginnt Militäroffensive gegen Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien


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Die Tür­kei hat ihre ange­kün­dig­te Offen­si­ve in Nord­sy­ri­en begon­nen. Das gab der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan bekannt. Die tür­ki­schen Streit­kräf­te hät­ten die Ope­ra­ti­on gemein­sam mit pro-tür­ki­schen Rebel­len gestar­tet, schrieb er am Mitt­woch auf Twit­ter :

#Ope­ra­ti­on­Peace­Spring [Früh­ling des Frie­dens] wird die Ter­ror­dro­hun­gen gegen die Tür­kei neu­tra­li­sie­ren und zur Ein­rich­tung einer Sicher­heits­zo­ne füh­ren, die die Rück­kehr syri­scher Flücht­lin­ge in ihre Hei­mat erleich­tert.

Wir wer­den die ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät Syri­ens bewah­ren und die loka­len Gemein­schaf­ten von Ter­ro­ris­ten befrei­en.

Erdoğans Spre­cher, Fah­ret­tin Altun, hat­te zuvor in einem in der Nacht auf Mitt­woch ver­öf­fent­lich­ten Mei­nungs­bei­trag in der Washing­ton Post erklärt :

Das tür­ki­sche Mili­tär, zusam­men mit der Frei­en Syri­schen Armee, wird die tür­kisch-syri­sche Gren­ze in Kür­ze über­que­ren.

RT Deutsch


Erdoğan : Vorbereitungen auf Militäroffensive in Nordsyrien laufen


Der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan hat die Bereit­schaft Anka­ras zu einem Mili­tär­ein­satz in Nord­sy­ri­en bekräf­tigt, soll­te dort nicht bis Ende Sep­tem­ber eine Sicher­heits­zo­ne ein­ge­rich­tet wor­den sein.

Wir haben die Vor­be­rei­tun­gen [auf eine mög­li­che Ope­ra­ti­on] ent­lang unse­rer Gren­ze abge­schlos­sen. Wir wol­len uns nicht mit den USA (in Syri­en) aus­ein­an­der­set­zen, aber wir kön­nen die Unter­stüt­zung, die sie ter­ro­ris­ti­schen Orga­ni­sa­tio­nen gege­ben hat, nicht igno­rie­ren. Ich sag­te Trump, dass [Washing­ton] Tau­sen­de von bewaff­ne­ten Last­wa­gen schick­te. Wir könn­ten uns die­se Waf­fen nicht leis­ten, und sie geben sie kos­ten­los an die Ter­ro­ris­ten”, sag­te der tür­ki­sche Prä­si­dent am Sams­tag in Istan­bul vor sei­ner Abrei­se zur UN-Voll­ver­samm­lung in New York.

Erdoğan beton­te, dass die Tür­kei nicht beab­sich­tigt, sich den USA in die­ser Regi­on zu wider­set­zen, die Unter­stüt­zung Washing­tons für ter­ro­ris­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen aber nicht igno­rie­ren kön­ne.

Er kri­ti­sier­te Washing­ton für die Unter­stüt­zung der Koali­ti­on der Syri­schen Demo­kra­ti­schen Kräf­te (SDF), die sich von den die kur­di­schen Volks­schutz­ein­hei­ten (YPG) durch nichts unter­schei­den. Die Tür­kei betrach­tet SDF und YPG als Able­ger der ver­bo­te­nen Kur­di­schen Arbei­ter­par­tei (PKK).

Die Tür­kei und die USA hat­ten sich Anfang August dar­auf geei­nigt, eine soge­nann­te Sicher­heits­zo­ne im Nor­den Syri­ens zu schaf­fen. Sie soll nach dem Wil­len Erdoğans bis Ende Sep­tem­ber ein­ge­rich­tet wer­den. Andern­falls sei sein Land zu der Mili­tär­of­fen­si­ve bereit. Anka­ra wirft Washing­ton man­geln­den Ein­satz bei der Umset­zung der Zone vor. Die bei­den Län­der haben bereits mit gemein­sa­men Patrouil­len zur Ein­rich­tung der Zone in Nord­sy­ri­en begon­nen.

Erdoğan wünscht sich ent­lang der Gren­ze zu Syri­en ein Gebiet unter allei­ni­ger tür­ki­scher Kon­trol­le, aus dem sich kur­di­sche Trup­pen zurück­zie­hen sol­len. Die Gegend wird bis­her von der Kur­den­mi­liz YPG kon­trol­liert. Die USA sehen die YPG dage­gen als wich­ti­gen Part­ner im Kampf gegen die Ter­ror­mi­liz Isla­mi­scher Staat (IS).

Am Frei­tag hieß es, die Tür­kei habe bereits Dut­zen­de Ärz­te in das Grenz­ge­biet zu Syri­en beor­dert. Die­se erbrin­gen “im Rah­men der geplan­ten grenz­über­schrei­ten­den Mili­tär­ope­ra­ti­on der tür­ki­schen Streit­kräf­te in Syri­en medi­zi­ni­sche Leis­tun­gen”.

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