Südkorea will Handel mit Russland im nächsten Jahr auf 30 Milliarden US-Dollar steigern


Der süd­ko­rea­ni­sche Prä­si­dent Moon Jae-in hat am Don­ners­tag erklärt, dass das Han­dels­vo­lu­men zwi­schen Russ­land und Süd­ko­rea wei­ter wach­sen wer­de. In einem Inter­view mit Ser­gei Michailow, dem Chef der Nach­rich­ten­agen­tur TASS, sag­te er :

Wir wer­den im nächs­ten Jahr den 30. Jah­res­tag der Auf­nah­me diplo­ma­ti­scher Bezie­hun­gen fei­ern. Ich hof­fe, dass der bila­te­ra­le Han­dels­um­satz bis dahin 30 Mil­li­ar­den US-Dol­lar errei­chen wird.

Der süd­ko­rea­ni­sche Staats­chef zeig­te sich sehr zufrie­den mit der Tat­sa­che, dass sich die wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit zwi­schen den bei­den Län­dern in den letz­ten Jah­ren aus­ge­wei­tet hat.

Süd­ko­rea ist einer der wich­tigs­ten Part­ner Russ­lands im asia­tisch-pazi­fi­schen Raum. Der gegen­sei­ti­ge Han­del stieg im Jahr 2018 um fast 30 Pro­zent auf 24,8 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Ein Drit­tel davon ent­fiel auf die Regio­nen im Fer­nen Osten Russ­lands, so der regio­na­le Prä­si­di­al­bot­schaf­ter Juri Trut­new.

Vor zwei Jah­ren schlug Prä­si­dent Moon Jae-in die so genann­te Neue Nord­po­li­tik vor, die die Schaf­fung eines ein­heit­li­chen Wirt­schafts­raums zwi­schen der korea­ni­schen Halb­in­sel und dem rus­si­schen Fer­nen Osten vor­sieht. Im Mit­tel­punkt der Poli­tik steht die Schaf­fung einer eura­si­schen Wirt­schafts­ge­mein­schaft auf der Grund­la­ge der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Süd­ko­rea und Russ­land.

Mehr zum The­ma —  Span­nun­gen auf korea­ni­scher Halb­in­sel : Wla­di­mir Putin mahnt zum Dia­log zwi­schen Nord und Süd

RT Deutsch


Sanktionen zeigen Wirkung : Handel zwischen USA und China geht um 67 Milliarden US-Dollar zurück


Der Han­del zwi­schen den bei­den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt, den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und Chi­na, ist in den ers­ten neun Mona­ten die­ses Jah­res auf­grund des anhal­ten­den Han­dels­krie­ges stark zurück­ge­gan­gen.

Die US-Impor­te aus Chi­na san­ken um 53 Mil­li­ar­den auf rund 342 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Im Sep­tem­ber impor­tier­ten die USA etwas mehr als 40 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Waren, gegen­über fast 48 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zur glei­chen Zeit im Vor­jahr.

Auch die Expor­te nach Chi­na san­ken auf rund 78,7 Mil­li­ar­den US-Dol­lar gegen­über 93,3 Mil­li­ar­den US-Dol­lar im Vor­jahr. Gleich­zei­tig sank das US-Han­dels­de­fi­zit mit Chi­na von fast 302 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in den ers­ten neun Mona­ten des Jah­res 2018 auf 262 Mil­li­ar­den US-Dol­lar.

Ein neu­er Bericht der Ver­ein­ten Natio­nen weist dar­auf hin, dass der anhal­ten­de Han­dels­krieg bei­den Volks­wirt­schaf­ten scha­det. Die Lei­te­rin der inter­na­tio­na­len Han­dels- und Roh­stoff­ab­tei­lung der UN-Kon­fe­renz für Han­del und Ent­wick­lung (UNCTAD) Pame­la Coke Hamil­ton erklär­te :

Ein ver­lo­re­ner Han­dels­krieg scha­det nicht nur den Haupt­kon­kur­ren­ten, son­dern gefähr­det auch die Sta­bi­li­tät der Welt­wirt­schaft und das zukünf­ti­ge Wachs­tum.

Der Han­dels­streit zwi­schen den bei­den Natio­nen dau­ert bereits mehr als ein Jahr und führ­te zu meh­re­ren Run­den gegen­sei­ti­ger Zöl­le und Beschrän­kun­gen. US-Prä­si­dent Donald Trump und sein chi­ne­si­scher Amts­kol­le­ge Xi Jin­ping wer­den sich in naher Zukunft tref­fen, um über eine mög­li­che ers­te Pha­se eines Han­dels­ab­kom­mens zu bera­ten, das den Han­dels­krieg been­den soll.

Mehr zum The­ma — Wegen Han­dels­krieg mit USA : Chi­na ver­dop­pelt Aus­ga­ben für Infra­struk­tur­pro­jek­te

RT Deutsch


Huawei verlegt Teilgeschäft nach Europa – US-Technologieunternehmen verlieren Milliarden US-Dollar


In einem Inter­view mit der Nach­rich­ten­agen­tur AFP erklär­te Hua­wei, dass die Ent­schei­dung eine direk­te Fol­ge der Sank­tio­nen aus Washing­ton sei. US-Unter­neh­men ist es ver­bo­ten, mit Hua­wei Han­del zu betrei­ben. Laut dem Kon­zern wird die Sach­la­ge Kon­se­quen­zen für US-ame­ri­ka­ni­sche Fir­men wie Qual­comm, Intel, Micron und Goog­le haben. Der chi­ne­si­sche Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­rie­se gibt in der Regel über zehn Mil­li­ar­den US-Dol­lar pro Jahr für Halb­lei­ter, Ersatz­tei­le und Dienst­leis­tun­gen für die Pro­duk­ti­on sei­ner Smart­pho­nes und Netz­werk­ge­rä­te aus.

Um die Lie­fer- und Pro­duk­ti­ons­ket­te auf­recht zu erhal­ten ver­stärkt das Unter­neh­men sei­ne Beschaf­fung in Chi­na, Japan und Euro­pa, so Ernest Lin Zhang, Geschäfts­füh­rer für West­eu­ro­pa. Er füg­te hin­zu, dass das US-Ver­bot wenig Ein­fluss auf die Lie­fe­rung der 5G-Gerä­te hat, wäh­rend Hua­wei “kei­ne US-Pro­duk­te mehr führt”.

Mit­te Okto­ber berich­te­te das Unter­neh­men, dass es welt­weit bereits über 400.000 5G-Anten­nen an rund 60 Kun­den gelie­fert hat, davon mehr als die Hälf­te in Euro­pa.

Lin Zhang erklär­te, dass sein Unter­neh­men dar­auf hin­ar­bei­tet, eine eigen­stän­di­ge euro­päi­sche Cloud ein­zu­rich­ten, die die Online-Spei­che­rung und ‑Ver­ar­bei­tung von Daten ermög­li­chen wird, ohne US-Tech­no­lo­gie zu durch­lau­fen. Hua­wei lie­fert Gerä­te an Betrei­ber, die die­se Art von Dienst­leis­tun­gen anbie­ten, wie die fran­zö­si­sche Oran­ge-Grup­pe und Tele­fo­ni­ca in Spa­ni­en. Er sag­te wei­ter :

Außer­halb Euro­pas bie­ten wir unse­ren eige­nen Ser­vice an, aber auf dem Kon­ti­nent basiert unse­re Stra­te­gie auf einer gemein­sa­men Ent­wick­lung mit unse­ren Part­nern. Wir unter­stüt­zen sie bei der Ent­wick­lung eige­ner Cloud-Dienst­leis­tun­gen. Wenn Kun­den die­se Betrei­ber nut­zen, wäh­len sie einen euro­päi­schen Anbie­ter und die Daten wer­den in Euro­pa gespei­chert. Wir haben abso­lut kei­nen Zugang dazu. Es wird voll­stän­dig von unse­ren Part­nern ver­wal­tet.

Washing­ton setz­te den welt­größ­ten Her­stel­ler von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­aus­rüs­tung Anfang des Jah­res auf die schwar­ze Lis­te und schränk­te damit sei­ne Geschäfts­tä­tig­kei­ten mit US-Unter­neh­men enorm ein. Der Tech-Kon­zern wies Vor­wür­fe der USA zurück, Daten mit der chi­ne­si­schen Regie­rung zu tei­len.

Mehr zum The­ma — Trotz US-Druck : Staa­ten set­zen wei­ter­hin auf Hua­wei zum Auf­bau ihrer 5G-Net­ze

RT Deutsch


Russland-Afrika-Gipfel : Russland erlässt Afrika Schulden in Höhe von 20 Milliarden Dollar


Wäh­rend hie­si­ge Medi­en fest­stel­len, dass in Sachen Nah­ost-Diplo­ma­tie nichts mehr ohne Russ­land geht, beginnt in Sot­schi der ers­te Russ­land-Afri­ka-Gip­fel unter dem gemein­sa­men Vor­sitz des rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin und des ägyp­ti­schen Staats­chefs Abdel Fattah al-Sisi, der eines der ein­fluss­reichs­ten Län­der des Kon­ti­nents und die Afri­ka­ni­sche Uni­on ver­tritt.

Ein­ge­la­den sind alle 54 afri­ka­ni­schen Staats- und Regie­rungs­chefs, mehr als 40 von ihnen haben ihre per­sön­li­che Teil­nah­me bestä­tigt, ande­re sen­den Ver­tre­ter. Auch acht gro­ße afri­ka­ni­sche Inte­gra­ti­ons­ver­bän­de und ‑orga­ni­sa­tio­nen neh­men an dem Gip­fel teil.

Russ­land erlässt Schul­den

Der Gesamt­be­trag der Schul­den afri­ka­ni­scher Län­der gegen­über der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, die Mos­kau bereits abge­schrie­ben hat, liegt bei mehr als 20 Mil­li­ar­den Dol­lar (ca. 18 Mil­li­ar­den Euro), sag­te Prä­si­dent Wla­di­mir Putin am Mitt­woch auf einer Ple­nar­sit­zung des Russ­land-Afri­ka-Gip­fels.

Mehr zum Thema — Russ­lands Han­dels­um­satz mit afri­ka­ni­schen Staa­ten wuchs im Jahr 2018 um über 17 Pro­zent

Wir gewäh­ren Han­dels­prä­fe­ren­zen, arbei­ten im Rah­men inter­na­tio­na­ler Struk­tu­ren zusam­men, zum Bei­spiel durch das Welt­ernäh­rungs­pro­gramm, die Inter­na­tio­na­le Zivil­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on und die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on. Unser Land betei­ligt sich an der Initia­ti­ve zur Schul­den­er­leich­te­rung für afri­ka­ni­sche Län­der. Ab sofort über­schrei­tet der Gesamt­be­trag des Schul­den­er­las­ses 20 Mil­li­ar­den Dol­lar”, so der rus­si­sche Prä­si­dent.

Schul­den hin­dern die Ent­wick­lung des afri­ka­ni­schen Kon­ti­nents enorm. Gro­ße Tei­le der Ein­nah­men vie­ler afri­ka­ni­scher Staa­ten wer­den aus­ge­ge­ben, um Schul­den zurück zu zah­len. Die bri­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on Jubi­lee Debt Cam­pai­gn beschreibt, dass Schul­den in eini­gen Fäl­len unzu­läs­sig sind und vor allem der Selbst­be­rei­che­rung rei­che­rer Staa­ten auf Kos­ten ärme­rer Men­schen die­nen. Ein bedenk­li­ches Bei­spiel sei der Schul­den­berg von 27 Mil­lio­nen Pfund, den das indo­ne­si­sche Volk der bri­ti­schen Regie­rung zah­len soll­te, obwohl ein Groß­teil davon genutzt wur­de um bri­ti­sche Waf­fen zu finan­zie­ren, die der dama­li­ge Macht­ha­ber gegen sein eige­nes Volk ein­ge­setzt habe.

Diver­si­fi­zie­rung des Han­dels zwi­schen Russ­land und afri­ka­ni­schen Län­dern

Der Han­del zwi­schen Russ­land und Afri­ka wuchs 2018 um 17 Pro­zent auf 20 Mil­li­ar­den Dol­lar. In den letz­ten fünf Jah­ren hat sich das Han­dels­vo­lu­men zwi­schen Russ­land und dem afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent ver­dop­pelt, sag­te der rus­si­sche Wirt­schafts­mi­nis­ter Maxim Oresch­kin am Ran­de des Gip­fels zu RT. Bis­her beschrän­ke sich die­ser Aus­tausch auf eine über­schau­ba­re Palet­te von Waren, daher lie­ge der Fokus bei der Ent­wick­lung der Wirt­schafts­be­zie­hun­gen zu Afri­ka in der Diver­si­fi­zie­rung. 

Russ­land arbei­tet an der Rea­li­sie­rung gemein­sa­mer Pro­jek­te, die die Ent­wick­lung und Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät in Afri­ka erleich­tern wer­den. Ein sol­cher koope­ra­ti­ver Ansatz unter­schei­det Russ­land von ande­ren Län­dern”, sag­te Oresch­kin.

Unter ande­rem wer­den auf dem Gip­fel die Eura­si­sche Wirt­schafts­uni­on (EAEU) und die Afri­ka­ni­sche Uni­on ein Memo­ran­dum über künf­ti­ge Zusam­men­ar­beit unter­zeich­nen. Tigran Sargsi­an, Vor­sit­zen­der des Vor­stands der Eura­si­schen Wirt­schafts­kom­mis­si­on sag­te gegen­über der rus­si­schen Zei­tung RBC

Wir sind an der Afri­ka­ni­schen Uni­on inter­es­siert, weil es sich um einen sich dyna­misch ent­wi­ckeln­den gro­ßen Wirt­schafts­markt mit einer Bevöl­ke­rung von 1,3 Mil­li­ar­den Men­schen han­delt. 

Mehr zum The­ma — Hält Chi­nas wirt­schaft­li­che Posi­ti­ons­stär­kung in Afri­ka Schä­den durch US-Han­dels­ver­bo­te klein ?

Bei einem Tref­fen mit dem Prä­si­den­ten der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik, Faus­tin-Archan­ge Toua­de­ra, schlug der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin vor, eine Lis­te viel­ver­spre­chen­der bila­te­ra­ler Pro­jek­te zu erstel­len. Als Bei­spie­le für aus­sichts­rei­che Berei­che nann­te er Land­wirt­schaft, Ener­gie und die Lie­fe­rung von Indus­trie­ge­rä­ten.

Außer­dem haben bereits alle afri­ka­ni­schen Staats- und Regie­rungs­chefs, die sich mit dem rus­si­schen Prä­si­den­ten auf dem Russ­land-Afri­ka-Gip­fel getrof­fen haben, sich bereit­erklärt, bei der Ent­wick­lung der Kern­ener­gie für fried­li­che Zwe­cke mit Mos­kau zusam­men­zu­ar­bei­ten, so Ale­xei Lichat­schow, Lei­ter des Ros­atom-Kon­zerns.

Diplo­ma­tie und Kampf gegen Ter­ro­ris­mus

Laut dem Bot­schaf­ter Nige­ri­as in Mos­kau ist Prä­si­dent Muham­ma­du Buha­ri inter­es­siert, auf dem Gip­fel ein Abkom­men über mili­tä­ri­sche Aus­bil­dung und Rüs­tungs­zu­sam­men­ar­beit zu unter­zeich­nen, um den Kampf gegen den jahr­zehn­te­lan­gen Auf­stand von Boko Haram im unru­hi­gen Nord­os­ten des Lan­des zu unter­stüt­zen.

Wei­ter­hin sei Mos­kau bereit, als Ver­mitt­ler im Dia­log zwi­schen Kai­ro und Addis Abe­ba über die Fra­ge des Renais­sance-Damm­pro­jekts Äthio­pi­ens am Blau­en Nil zu fun­gie­ren, sag­te der rus­si­sche Son­der­be­auf­trag­te für den Nahen Osten und Afri­ka, und stell­ver­tre­ten­der Außen­mi­nis­ter, Michail Bogd­anow, am Mitt­woch am Ran­de des Gip­fels in Sot­schi.

Wir sind jeder­zeit bereit zu ver­mit­teln, sofern wir dazu auf­ge­for­dert wer­den. Wir haben aus­ge­zeich­ne­te Bezie­hun­gen zu Addis Abe­ba und zu Kai­ro. Wir ken­nen die­ses The­ma. Wir haben es oft dis­ku­tiert. Wenn unse­re Diens­te eines Media­tors will­kom­men sind, wer­den wir immer bereit sein, bei die­sem und vie­len ande­ren Fra­gen eine hel­fen­de Hand zu rei­chen”, so Bogd­anow.

Iri­na Fila­to­wa, Pro­fes­so­rin für afri­ka­ni­sche Geschich­te an der Mos­kau­er Hig­her School of Eco­no­mics, sag­te gegen­über der Finan­ci­al Times :

Sicher, Rus­sen sind Aus­län­der, aber sie sind anders. . . Es gibt eine geteil­te, gemein­sa­me Hal­tung gegen­über dem Wes­ten, näm­lich dass die glo­ba­le Struk­tur, wie sie heu­te ist, ver­än­dert wer­den muss.

Außer­dem wür­de das, was Russ­land an Gel­dern zu bie­ten hat, ihrer Ansicht nach will­kom­men sein, da es an weni­ger Bedin­gun­gen geknüpft ist.

Mehr zum The­ma — Russ­land strebt Aus­bau wis­sen­schaft­li­cher Zusam­men­ar­beit mit afri­ka­ni­schen Län­dern an

RT Deutsch


Kehrtwende und Marsch ! Kramp-Karrenbauer gibt 50,36 Milliarden Euro für NATO-Etat 2020 frei


In die­sem Jahr lie­gen die Aus­ga­ben für den NATO-Etat bei 47,32 Mil­li­ar­den Euro. Für das kom­men­de Jahr wer­de mit für das Bünd­nis rele­van­ten Inves­ti­tio­nen und Kos­ten in Höhe von 50,36 Mil­li­ar­den Euro gerech­net, erfuhr die Deut­sche Pres­se-Agen­tur aus NATO-Krei­sen in Brüs­sel. Mili­tär­krei­se in Ber­lin bestä­tig­ten die Anga­ben.

Der Betrag von 50,36 Mil­li­ar­den Euro ent­spricht einer Stei­ge­rung von etwa 6,4 Pro­zent im Ver­gleich zu den Aus­ga­ben die zuletzt für das lau­fen­de Jahr ange­nom­men wur­den. Im Mai noch waren für das Jahr 2020 Aus­ga­ben von unter 50 Mil­li­ar­den Euro ver­an­schlagt wor­den.

Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (CDU) hat sich seit Amts­an­tritt mehr­fach zu deut­lich höhe­ren Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben bekannt, auf die vor allem die US-Regie­rung unter Prä­si­dent Donald Trump drängt. Bis ins Jahr 2024 wol­le Deutsch­land Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben in Höhe von 1,5 Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­duk­tes (BIP) errei­chen, bis ins Jahr 2031 dann das Zwei-Pro­zent-Ziel der NATO, sag­te Kramp-Kar­ren­bau­er ver­gan­ge­ne Woche.

In der NATO-Zen­tra­le in Brüs­sel hofft man, dass wei­te­re Erhö­hun­gen der Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben den Streit um eine fai­re­re Las­ten­tei­lung im Bünd­nis ent­schär­fen wer­den. Die NATO hat des­halb alle Alli­ier­ten auf­ge­for­dert, noch vor einem Tref­fen der Staats- und Regie­rungs­chefs im Dezem­ber im Lon­don neue Pro­gno­sen für das Jahr 2020 vor­zu­le­gen.

Beim Nato-Gip­fel im ver­gan­ge­nen Jahr in Brüs­sel hat­te Trump einen Aus­tritt der USA aus dem Bünd­nis nicht aus­ge­schlos­sen, falls nicht alle Bünd­nis­part­ner sofort zwei Pro­zent ihres Brut­to­in­lands­pro­duk­tes für Ver­tei­di­gung aus­ge­ben wür­den. Er beklagt seit lan­gem eine unfai­re Las­ten­tei­lung in der NATO und griff vor allem Deutsch­land wegen des ver­gleichs­wei­se nied­ri­gen Anteils sei­ner Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben am Staats­etat an.

Das soge­nann­te Zwei-Pro­zent-Ziel der NATO aus dem Jahr 2014 wird aller­dings unter­schied­lich inter­pre­tiert. Nach Auf­fas­sung der USA haben sich damals alle NATO-Staa­ten ver­pflich­tet, bis spä­tes­tens 2024 min­des­tens zwei Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­dukts für Ver­tei­di­gung aus­zu­ge­ben. Die Bun­des­re­gie­rung ver­weist jedoch dar­auf, dass im Beschluss ledig­lich davon die Rede ist, sich in Rich­tung der zwei Pro­zent zu bewe­gen.

Zu den Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben gehö­ren gemäß NATO-Defi­ni­ti­on neben den Mit­teln aus dem eigent­li­chen Ver­tei­di­gungs­haus­halt auch Aus­ga­ben für frie­dens­stif­ten­de und ‑erhal­ten­de Maß­nah­men aus dem Bud­get des Aus­wär­ti­gen Amtes und eini­ge ande­re Pos­ten. In der Ver­gan­gen­heit wur­den zum Bei­spiel auch Kos­ten für den Auf­ent­halt aus­län­di­scher Streit­kräf­te auf deut­schem Boden oder Abrüs­tungs­pro­jek­te genannt. Die NATO-Zah­len sind daher höher als der Betrag, mit dem in den innen­po­li­ti­schen Debat­ten argu­men­tiert wird.

(rt deutsch/dpa) 

RT Deutsch


Umweltministein Schulze : 40 Milliarden Euro für den Strukturwandel


Nicht nur Deutsch­land plant den Koh­le­aus­stieg. Auch ande­ren euro­päi­schen Län­dern steht ein Struk­tur­wan­del in Fol­ge der Abkehr von der Koh­le ins Haus. Des­we­gen tra­fen sich am Don­ners­tag knapp 40 Bür­ger­meis­ter aus sie­ben Län­dern im säch­si­schen Weiß­was­ser. Ziel war ein Aus­tausch unter­ein­an­der, um über die Kon­se­quen­zen der betrof­fe­nen Regio­nen zu bera­ten.

Mit dabei war auch Kami­la Bláho­vá, Bür­ger­meis­te­rin aus dem Tsche­chi­schen Ort Lit­vi­nov, unweit der Deut­schen Gren­ze. Sie hob die Bedeu­tung von regio­na­len Poli­ti­kern her­vor und bezeich­ne­te sich und ihre Kol­le­gen als Bin­de­glied zwi­schen “oben und unten”. Bür­ger­meis­ter ken­nen ihre Regio­nen, über die künf­tig auch natio­nal und euro­pä­isch ent­schie­den wer­den könn­te.

Im Rah­men des Bür­ger­meis­ter­fo­rums waren dann am Frei­tag alle zu Besuch bei Umwelt­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze in Ber­lin. Die Minis­te­rin mach­te in Bezug auf Deutsch­land noch ein­mal klar, dass die für den Struk­tur­wan­del aus­ge­mach­ten 40 Mil­li­ar­den Euro nicht pau­schal aus­ge­zahlt wer­den sol­len, son­dern das Geld in bestimm­te Pro­jek­te flie­ßen soll.

RT Deutsch


Iran fordert 15 Milliarden Dollar für Rettung des Atomabkommens


Tehe­ran knüpft die Rück­kehr zu den Ver­pflich­tun­gen des Atom­ab­kom­mens an den Erhalt eines Kre­dits in Höhe von unge­fähr 15 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (13,7 Mil­li­ar­den Euro). Als Alter­na­ti­ve dazu könn­ten die euro­päi­schen Ver­trags­part­ner ira­ni­sches Öl in die­sem Wert kau­fen, wie der ira­ni­sche Vize­au­ßen­mi­nis­ter Abbas Aragh­chi laut der Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters am Mitt­woch mit­teil­te.
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Für zehn Milliarden Euro mehr in der Staatskasse : SPD plant Vermögenssteuer


Seit dem Jahr 1997 wird die Ver­mö­gens­steu­er in Deutsch­land nicht mehr erho­ben. Eine Wie­der­ein­füh­rung wird durch die Auf­la­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts erschwert. Ein Kon­zept zur Ver­mö­gens­steu­er hat der kom­mis­sa­ri­sche SPD-Chef Schä­fer-Güm­bel bereits erar­bei­tet. Die Ver­mö­gens­steu­er ist auch Bestand­teil des SPD-Grund­kon­zepts. Am Mon­tag wird er es im SPD-Prä­si­di­um vor­stel­len. Ein anschlie­ßen­der Beschluss ist auf dem SPD-Par­tei­tag im Dezem­ber geplant. 

Im Inter­view mit der Rhei­ni­schen Post beton­te Schä­fer-Güm­bel, die Ver­mö­gens­steu­er wer­de “kei­ne Arbeits­plät­ze gefähr­den”. Die Ver­mö­gens­steu­er beträ­fe nach Aus­sa­gen Schä­fer-Güm­bels vor allem Mul­ti­mil­lio­nä­re und Mil­li­ar­dä­re.

Die­se sol­len : 

(…) einen grö­ße­ren Bei­trag für die nöti­gen Inves­ti­tio­nen leis­ten, also für die Infra­struk­tur, fürs Woh­nen und für den Kli­ma­schutz. 

Es feh­le, so der SPD-Poli­ti­ker, an 150 Mil­li­ar­den Euro im kom­mu­na­len Bereich. Hier müs­se inves­tiert wer­den. Die­se Lücke sol­len erfolg­rei­che Bür­ger und Unter­neh­men für den Staat aus­glei­chen. Für Schä­fer-Güm­bel wäre schon die Ein­füh­rung einer Ver­mö­gens­steu­er von einem Pro­zent ein Erfolg. In den USA, Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en sei die­se viel höher : 

Wenn wir die Ver­mö­gens­steu­er mit einem Pro­zent ein­füh­ren, sehe ich nicht, dass das deut­schen Unter­neh­men inter­na­tio­nal scha­den wür­de. 

Das Kon­zept bezieht auch Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten mit ein : 

Wir ori­en­tie­ren uns am Schwei­zer Modell. Dazu gehört, dass wir Regeln ein­bau­en wol­len, die bei wirt­schaft­li­cher Schief­la­ge zusätz­li­che Pro­ble­me ver­hin­dern. Wir wol­len mit Frei­be­trä­gen arbei­ten, sodass die Ver­mö­gens­steu­er erst ab einem bestimm­ten Ver­mö­gens­wert fäl­lig wird.

Im Jahr 1996, dem letz­ten Jahr ihrer Erhe­bung, gene­rier­te die Ver­mö­gens­steu­er ein Steu­er­auf­kom­men von etwa 4,6 Mil­li­ar­den Euro (9 Mil­li­ar­den DM). Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te ein Jahr zuvor ent­schie­den, dass die Ver­mö­gens­steu­er nicht mit dem Gleich­heits­grund­satz ver­ein­bar ist. Die Steu­er stellt eine Dop­pel­be­las­tung dar, auch Erspar­nis­se im Alter wer­den mit­ein­be­zo­gen. Sie bedeu­tet für den Staat zudem mehr Auf­wand und gene­riert erheb­li­che Ver­wal­tungs­kos­ten. 

RT Deutsch


Altmaier stellt Gesetzentwurf zu Milliarden-Hilfen für Kohleregionen vor : Bis zu 14 Milliarden Euro


Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er hat kurz vor den Land­tags­wah­len in Bran­den­burg und Sach­sen einen Gesetz­ent­wurf über Mil­li­ar­den-Hil­fen für den Struk­tur­wan­del in Koh­le­re­gio­nen vor­ge­legt. Damit bei ande­ren Vor­ha­ben des Bun­des nicht zum Nach­teil der vom Koh­le­aus­stieg betrof­fe­nen Gebie­te gespart wer­den muss, sehen die Plä­ne des CDU-Poli­ti­kers zusätz­li­che “Ver­stär­kungs­mit­tel” für die Minis­te­ri­en vor. Der Ent­wurf des “Struk­tur­stär­kungs­ge­set­zes Koh­le­re­gio­nen” liegt der Deut­schen Pres­se-Agen­tur vor. Er wird jetzt zwi­schen den Bun­des­mi­nis­te­ri­en abge­stimmt wer­den. Bis 2038 will Deutsch­land aus der kli­ma­schäd­li­chen Strom­erzeu­gung aus Koh­le aus­stei­gen.

In dem Gesetz geht es unter ande­rem um die Ver­tei­lung von bis zu 14 Mil­li­ar­den Euro “für beson­ders bedeut­sa­me Inves­ti­tio­nen” in Braun­koh­le­re­gio­nen in Bran­den­burg, Nord­rhein-West­fa­len, Sach­sen und Sach­sen-Anhalt. Außer­dem wird die Ver­tei­lung von 1,09 Mil­li­ar­den Euro an struk­tur­schwa­che Stand­or­te von Stein­koh­le-Kraft­wer­ken in Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Nord­rhein-West­fa­len und im Saar­land sowie im ehe­ma­li­gen Braun­koh­le­re­vier Helm­stedt gere­gelt. Es geht auch um eige­ne Inves­ti­tio­nen des Bun­des, etwa in For­schungs­ein­rich­tun­gen, sowie um För­der­pro­gram­me. Inkraft­tre­ten soll das Gesetz zu den Struk­tur­hil­fen erst, wenn auch das Koh­le­aus­stiegs­ge­setz in Kraft ist.

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(rt deutsch/dpa) 

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