US-Vorschlag an Russland und China zu neuer Rüstungskontrolle – Moskau ist skeptisch


Alle Gesprä­che mit den USA wer­den schei­tern, solan­ge Washing­ton nicht sei­ne Arro­ganz auf­gibt und wei­ter­hin ver­sucht, eigen­mäch­tig nach sei­nen eige­nen Bedin­gun­gen zu han­deln, sag­te ein rus­si­scher Top-Sena­tor nach erneu­ten Äuße­run­gen des Natio­na­len Sicher­heits­be­ra­ters der USA, John Bol­ton, zur Rüs­tungs­kon­trol­le.

Bol­ton äußer­te Beden­ken über das wach­sen­de nuklea­re Poten­zi­al Pekings und sag­te am Sonn­tag im AM 970 Radio, dass “wenn wir eine wei­te­re Rüs­tungs­kon­troll­ver­hand­lung, zum Bei­spiel mit den Rus­sen, füh­ren wür­den, es sinn­voll sein könn­te, auch Chi­na in die­se Dis­kus­si­on ein­zu­be­zie­hen”.

Washing­ton plant immer noch, arro­gant und zu sei­nen eige­nen Bedin­gun­gen mit Chi­na, Russ­land und Nord­ko­rea zu spre­chen”, ant­wor­te­te Kon­stan­tin Kosa­chev, der Vor­sit­zen­de des Aus­wär­ti­gen Aus­schus­ses im rus­si­schen Föde­ra­ti­ons­rat.

Es wird viel Zeit und vie­le wei­te­re US-ame­ri­ka­ni­sche Feh­ler erfor­dern, bevor man ver­steht, dass ein gemein­sa­mer Ansatz, der die Inter­es­sen aller Par­tei­en berück­sich­tigt, die ein­zi­ge Alter­na­ti­ve ist. Aber die­se Zeit wird sicher­lich kom­men.

Kosa­chev wies auch dar­auf hin, dass der natio­na­le Sicher­heits­be­ra­ter in sei­ner Erklä­rung tat­säch­lich aner­kann­te, dass “sein radi­ka­ler Ansatz aus nicht all­zu fer­ner Ver­gan­gen­heit”, dass die Macht und der Exzep­tio­na­lis­mus der Ver­ei­nig­ten Staa­ten die­sen erlau­ben, das Schick­sal der Welt allein zu ent­schei­den, falsch war.

Das wird nicht funk­tio­nie­ren, und je län­ger Bol­ton für die natio­na­le Sicher­heit der USA ver­ant­wort­lich bleibt, des­to offen­sicht­li­cher wird es wer­den. Es ist bereits viel Unord­nung ent­stan­den, aber es gibt kei­ne Ver­bes­se­rung der Sicher­heit. Es ist genau umge­kehrt.

Der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der Kom­mis­si­on für inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen des Föde­ra­ti­ons­ra­tes, Wla­di­mir Dzha­ba­rov, sag­te, Russ­land wür­de die Betei­li­gung Chi­nas an Ver­hand­lun­gen zur Nicht­ver­brei­tung von Atom­waf­fen begrü­ßen, falls sie jemals statt­fin­den soll­ten.

Dmi­tri Pes­kow, der Pres­se­spre­cher des Rus­si­schen Prä­si­den­ten, erklär­te gegen­über Jour­na­lis­ten, dass “wir bis­her kei­ne kon­kre­ten Vor­schlä­ge” von der US-ame­ri­ka­ni­schen Sei­te zu den Gesprä­chen erhal­ten hät­ten.

Washing­ton hat­te Russ­land wie­der­holt die Schuld für die Ver­let­zung des INF-Abkom­mens über nuklea­re Mit­tel­stre­cken­sys­te­me gege­ben, aber kei­nen Beweis für die Anschul­di­gun­gen gelie­fert. Mos­kau wies die Behaup­tun­gen zurück und bestand dar­auf, dass die USA selbst gegen den INF-Ver­trag ver­stie­ßen. Am 1. Febru­ar 2019 erklär­ten die USA offi­zi­ell ihren ein­sei­ti­gen Rück­zug aus dem bahn­bre­chen­den Inter­me­dia­te-Ran­ge Nuclear Forces Trea­ty (INF) an, so dass Russ­land kei­ne ande­re Wahl hat­te, als sei­ne Betei­li­gung an dem Abkom­men eben­falls aus­zu­set­zen.

Nach­dem Russ­lands Ver­su­che, das INF-Abkom­men zu ret­ten, von Washing­ton bei­sei­te gescho­ben wur­den, sag­te Mos­kau, dass es kei­ne neu­en Vor­schlä­ge zur Rüs­tungs­kon­trol­le machen wer­de und nur auf Initia­ti­ven der US-Ame­ri­ka­ner war­ten wer­de.

Mehr zum The­ma — Exklu­siv-Inter­view : USA ent­zie­hen sich dem Dia­log über Zukunft von INF-Ver­trag

RT Deutsch


Zweifelhaft“: Moskau und Damaskus zu OPCW-Bericht zu „chemischen Attacke“ in Duma


Russ­land und Syri­en haben auf Wider­sprü­che und Unstim­mig­kei­ten im Bericht der Orga­ni­sa­ti­on für das Ver­bot che­mi­scher Waf­fen (OPCW) ver­wie­sen, der dem angeb­li­chen Che­mie­waf­fen­an­griff in der syri­schen Stadt Duma im April 2018 gewid­met ist.
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Demo für freies Internet in Moskau – RT und Ruptly sind nicht zugelassen


Sophia Bla­de, die Orga­ni­sa­to­rin der Ver­an­stal­tung, bestä­tig­te via Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter, dass eini­ge Medi­en, dar­un­ter auch RT, nicht akkre­di­tiert wer­den durf­ten.

Ich habe Rus­sia Today und Life nicht in die Pres­se-Zone zuge­las­sen. Sie haben eine Lei­ter mit­ge­bracht und fil­men jetzt, wie ich akkre­di­tiert wer­de,” schrieb die Vor­sit­zen­de der soge­nann­ten Liber­tä­ren Par­tei.

Zur Kri­tik der Dop­pel­stan­dards in ihrem Twit­ter-Thread wies Bla­de auf den Unter­schied zwi­schen der Mei­nungs­frei­heit und einer “pri­va­ten Dis­kri­mi­nie­rung” hin. Das nicht zu ver­ste­hen, sei “blöd­sin­nig”, so die Akti­vis­tin.

Die RT-Chef-Redak­teu­rin Mar­ga­ri­ta Simon­jan konn­te die­ses Argu­ment nicht über­zeu­gen :

Sie haben gesagt, dass Sie zu einem Kanal gehö­ren, den wir nicht unter­stüt­zen, also haben Sie kei­nen Platz bei unse­rer Kund­ge­bung, wir las­sen Sie nicht dort zu. Und wel­che Frei­heit woll­ten Sie denn ? Wir haben kei­ne ande­re Frei­heit für euch.”, schrieb Simon­jan auf ihrem Twit­ter.

Demo für freies Internet in Moskau – RT und Ruptly sind nicht zugelassen
“So ein Netz bie­tet uns Regie­rung an”, schrei­ben Pro­test­ler auf ihren Ban­nern

Mehr zum The­ma — Kreml über Cyber-Ope­ra­tio­nen gegen Russ­land : Gro­ße Zahl der Angrif­fe kom­men aus den USA

Die Kund­ge­bung für frei­es Inter­net oder “gegen die Iso­lie­rung des Rus­si­schen Inter­nets” wie es offi­zi­ell hieß, fand in Mos­kau am Pro­spekt des Aka­de­mi­ker Sach­a­row statt und zähl­te laut Poli­zei­an­ga­ben bis zu 6.500 Teil­neh­mer. Die Ver­an­stal­ter spre­chen von über 10.000 Ver­sam­mel­ten. Die Akti­on war bei den Mos­kau­er Behör­den ange­mel­det, auch in ande­ren Städ­ten gab es Demons­tra­tio­nen.

Die Pro­test­ler wer­fen der Staats­du­ma vor, mit dem soge­nann­ten Gesetz über das “auto­no­me Inter­net” staat­li­che Ein­schrän­kun­gen des Inter­nets ver­schär­fen zu wol­len. Das Gesetz sieht Maß­nah­men vor, die es erlau­ben, das rus­si­sche Seg­ment des Inter­nets auch im Fal­le einer dro­hen­den “Abschal­tung” auf­recht­zu­er­hal­ten. Es wird auch mit “dro­hen­den Cyber­an­grif­fen von­sei­ten der west­li­chen Staa­ten” argu­men­tiert.

Dafür soll das Inter­net künf­tig zen­tral von der Auf­sichts­be­hör­de Rosk­om­nad­sor gesteu­ert wer­den. Das Gesetz wur­de Mit­te Febru­ar in der ers­ten Lesung ver­ab­schie­det. Dafür haben 334 Abge­ord­ne­ten gestimmt, 47 waren dage­gen. Die Infra­struk­tur­kos­ten kön­nen bis zu 20 Mil­li­ar­den Rubel betra­gen.

Kri­ti­ker befürch­ten die Abschot­tung des Runets (rus­si­schen Inter­nets) nach einem chi­ne­si­schen oder gar nord­ko­rea­ni­schen Modell und die Ein­füh­rung einer Zen­sur. Außer­dem wür­den die geplan­ten Maß­nah­men Russ­lands Rück­stän­dig­keit im Bereich Inter­net im Ver­gleich zum Wes­ten noch ver­schär­fen, so der Mit­ver­an­stal­ter der Pro­tes­te, die NGO Roskomswo­bo­da (rus­si­sches Komi­tee für Frei­heit).

Nach der Demo wur­den meh­re­re Per­so­nen beob­ach­tet, die in Poli­zei­wa­gen gebracht wur­den. Es ist nicht klar, wer sie sind oder war­um sie fest­ge­hal­ten wur­den.

Mehr zum The­ma — Kampf um Tele­gram : Sperr­ver­su­che könn­ten rus­si­sche Fir­men eine Mil­li­ar­de US-Dol­lar kos­ten

RT Deutsch


Mitarbeiter der US-Botschaft in Moskau wollte mit Mörsergranate im Gepäck nach New York fliegen


Der US-Diplo­mat behaup­te­te, dass er die Mör­ser­gra­na­te für sei­ne pri­va­te Samm­lung gekauft habe. Da der Mann wegen des ver­bo­te­nen Gegen­stan­des im Kof­fer sei­ne Maschi­ne ver­säum­te, hal­fen ihm die Flug­ha­fen­mit­ar­bei­ter, sein Ticket umzu­bu­chen. Um 14:35 Uhr (Orts­zeit) konn­te er nach New York flie­gen. Die Mine wur­de jedoch beschlag­nahmt.

Das rus­si­sche Außen­mi­nis­te­ri­um nann­te den Vor­fall eine bewuss­te Pro­vo­ka­ti­on : “Wenn man die höchs­te Wach­sam­keit berück­sich­tigt, die die Ver­ei­nig­ten Staa­ten nach den Ter­ror­an­schlä­gen im Jahr 2001 im Bereich Flug­si­cher­heit wal­ten las­sen, muss er [der Mit­ar­bei­ter der US-Bot­schaft] im Bil­de gewe­sen sein, dass eine Mine im Gepäck eine äußerst ernst­haf­te Sache ist. Folg­lich muss er das bewusst getan haben.”

Mehr zum The­ma — Gra­nat­wer­fer im Hand­ge­päck : US-Bür­ger woll­te Mili­tär­waf­fe mit an Bord brin­gen

RT Deutsch


Zum Jahrestag ein neues ‘Highly likely’: Moskau soll Hacker auf britisches Institut angesetzt haben


In einem Exklu­siv­be­richt bei Sky News heißt es, dass die bri­ti­sche Natio­nal Crime Agen­cy (NCA) einen Cyber­an­griff auf “das wenig bekann­te Insti­tu­te for Sta­te­craft” unter­su­che und dass Quel­len, wel­che ledig­lich als “White­hall” bezeich­net wer­den, der Mei­nung sind, dass “höchst­wahr­schein­lich” der rus­si­sche Geheim­dienst dahin­ter steckt.

High­ly likely” ist eine in West­mins­ter viel genutz­te Phra­se, die wohl eine Art Über­zeu­gung ver­mit­teln soll, die tat­säch­li­che Bewei­se dafür qua­si ersetzt. In Mode kam sie vor rund einem Jahr, als die bri­ti­sche Regie­rung die Schuld Mos­kaus für die ver­wor­re­ne Skri­pal-Ver­gif­tungs-Geschich­te als “sehr wahr­schein­lich” beschrieb.

Mehr zum The­ma — Gele­ak­te Doku­men­te : Ver­bin­dung zwi­schen bri­ti­schem Pro­pa­gan­da-Netz­werk und Skri­pal-Affä­re

Am 4. März 2018, bereits eine Woche nach dem Ver­gif­tungs-Vor­fall, noch bevor Unter­su­chun­gen zum Fall Skri­pal warm­ge­lau­fen waren, behaup­te­te die bri­ti­sche Regie­rungs­chefin The­re­sa May unter Beru­fung auf bri­ti­sche Sicher­heits­quel­len, es las­se sich bereits schluss­fol­gern, dass die rus­si­sche Regie­rung hin­ter den Ereig­nis­sen in Salis­bu­ry ste­cke.

Alter­na­tiv zu der über­zeu­gen­den Phra­se “high­ly likely” (also “sehr wahr­schein­lich” oder “höchst­wahr­schein­lich”) nutz­te die Pre­mier­mi­nis­te­rin etwas spä­ter die For­mu­lie­rung “almost cer­tain­ly”, also “nahe­zu sicher”, als sie, bei­spiels­wei­se von bri­ti­schen Par­la­men­ta­ri­ern, nach Details für ihre Über­zeu­gung gefragt wur­de – denn die­se konn­te sie nicht benen­nen.

Ange­bo­te Mos­kaus, in den Unter­su­chun­gen zu koope­rie­ren, oder Anfra­gen nach den Fin­ger­ab­drü­cken der von Lon­don ange­schwärz­ten Ver­däch­ti­gen wur­den aus­ge­schla­gen. Es folg­te ein Krieg der Wor­te, Sank­tio­nen und diplo­ma­ti­sche Abschie­bun­gen. Die Bezie­hun­gen zwi­schen Lon­don und Mos­kau san­ken auf das nied­rigs­te Niveau seit dem Kal­ten Krieg oder gar dar­un­ter.

Auch hat­ten eini­ge phan­ta­sie­vol­le Hypo­the­sen über die Vor­fäl­le in Salis­bu­ry ihre eige­nen Kon­junk­tur­pha­sen, zumeist in Umlauf gebracht von NATO-ver­bun­de­nen “Open-Source-Detek­ti­ven” wie Bel­ling­cat. Bestand und vor allem Sub­stanz hat­te jedoch kei­ne davon.

Mitt­ler­wei­le zeigt sich eine neue Kon­junk­tur­pha­se der nütz­li­chen Phra­se “high­ly likely” – und zwar erneut in Bezug auf den bereits zuvor invol­vier­ten “Schur­ken”, den rus­si­schen Mili­tär-Nach­rich­ten­dienst GRU. Am Mitt­woch ver­mel­de­te Sky News, es sei “high­ly likely”, dass der GRU ein bri­ti­sches Insti­tut gehackt habe, wel­ches sich mit der Bekämp­fung rus­si­scher Fake-News befasst.

Die Geschich­te geht unge­fähr so :

Der rus­si­sche Mili­tär­ge­heim­dienst habe Doku­men­te des bri­ti­schen Insti­tu­te for Sta­te­craft (IfS) gehackt, nach­dem er von die­sem im Zusam­men­hang mit der Ver­gif­tung von Salis­bu­ry beschul­digt wur­de. Der Vor­fall sei wei­ter­hin “bedeut­sam”, weil damit der rus­si­sche Staat zum ers­ten Mal eine der­ar­ti­ge Akti­on von Hack-und-Leak, also dem Ein­drin­gen in ein Sys­tem und Ver­öf­fent­li­chen von Doku­men­ten, in Groß­bri­tan­ni­en durch­ge­führt habe. Das mei­nen Quel­len, wel­che Sky News nicht wei­ter benennt. Jedoch beschreibt man im glei­chen Arti­kel, dass der GRU ver­däch­tigt wird, ähn­li­che Aktio­nen gegen das Demo­cra­tic Natio­nal Com­mit­tee und die Welt­do­ping­agen­tur durch­ge­führt zu haben. Auch dafür gibt es bis­her kei­ne Bewei­se, für die­sen Arti­kel aber stel­len die­se Vor­wür­fe die GRU ins pas­sen­de Licht.

Eine nament­li­che genann­te Quel­le für die neu­en Anschul­di­gun­gen mit dem Eti­kett “high­ly likely” ist Chris Don­nel­ly – laut Sky News ein ehe­ma­li­ger Zivil­be­am­ter des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums, laut Wiki­pe­dia “ein lan­ge Zeit in der NATO wir­ken­der bri­ti­scher Mili­tär­wis­sen­schaft­ler und Reser­ve­of­fi­zier”, der unter ande­rem zwi­schen 1989 und 2003 als Son­der­be­ra­ter für mit­tel- und ost­eu­ro­päi­sche Ange­le­gen­hei­ten von vier NATO-Gene­ral­se­kre­tä­ren sowie als Bera­ter des Außen­mi­nis­te­ri­ums von Litau­en tätig war.

Chris Don­nel­ly hat das Insti­tu­te for Sta­te­craft mit gegrün­det, des­sen Bestehen und Aus­rich­tung nicht nur für RT-Leser, son­dern auch für die brei­te Öffent­lich­keit und vor allem bri­ti­sche Steu­er­zah­ler von Inter­es­se sein dürf­ten.

Am 5. Novem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res ver­öf­fent­lich­te Anony­mous eine Rei­he von Doku­men­ten, die die soge­nann­te bri­ti­sche “Inte­gri­ty Initia­ti­ve” beleuch­te­ten, wel­che im Jahr 2015 vom “Insti­tu­te for Sta­te­craft” gegrün­det wur­de.

Mehr zum The­ma — Anony­mous deckt mas­si­ve anti­rus­si­sche Psyop auf – gesteu­ert von Lon­don, Washing­ton und NATO

Wäh­rend Anony­mous seit Jah­ren als “hack­ti­vis­ti­sches” Kol­lek­tiv bekannt ist, das für die Öffent­lich­keit rele­van­te Ent­hül­lun­gen ver­öf­fent­licht oder durch Cyber-Angrif­fe auf Regie­run­gen, Regie­rungs­in­sti­tu­tio­nen und Regie­rungs­be­hör­den, Unter­neh­men und die Sci­en­to­lo­gy Kir­che von sich Reden mach­te, schreibt Donel­ly die Bloß­stel­lung des von ihm gegrün­de­ten Insti­tuts nun dem rus­si­schen Staat zu, genau­er dem rus­si­schen Mili­tär­ge­heim­dienst.

Die Ver­bin­dung, wel­che im Sky-News-Arti­kel genannt wird, ist, dass rus­si­sche Medi­en die Anony­mous-Ent­hül­lun­gen auf­ge­grif­fen haben. In der Tat ver­mel­det zumin­dest RT Deutsch nicht nur Nach­rich­ten aus aller Welt, son­dern auch jene, in denen es vor­ran­gig um Russ­land geht. Immer­hin ist es das Haupt­ziel der bri­ti­schen “Inte­gri­ty Initia­ti­ve”, “eine koor­di­nier­te west­li­che Reak­ti­on auf rus­si­sche Des­in­for­ma­ti­on und ande­re Ele­men­te der hybri­den Kriegs­füh­rung” her­vor­zu­brin­gen.

Wei­ter­hin waren die Anony­mous-Ent­hül­lun­gen in vie­ler­lei Hin­sicht öffent­lich­keits­re­le­vant, schließ­lich zeig­ten sie, dass das Insti­tu­te for Sta­te­craft der NATO HQ Public Diplo­ma­cy Divi­si­on sowie dem vom bri­ti­schen Innen­mi­nis­te­ri­um finan­zier­ten Pro­gramm “Pre­vent” ange­schlos­sen ist.

Außer­dem erhielt die Orga­ni­sa­ti­on staat­li­che Gel­der und ver­un­glimpf­te den Labour-Chef Jere­my Cor­byn öffent­lich – auch in Hin­blick dar­auf, dass die­ser sich nicht an das Regie­rungs-Nar­ra­tiv anpass­te, son­dern es hin­ter­frag­te und sich damit zum “nütz­li­chen Idio­ten” für Russ­land gemacht haben soll, als habe er Geld vom Kreml erhal­ten.

Doch Chris Don­nel­ly, die ein­zi­ge im Sky-News-Bericht nament­lich genann­te Quel­le, habe kaum Zwei­fel, dass der rus­si­sche Geheim­dienst sein Insti­tut gehackt habe, auch wenn er kei­nen “foren­si­schen Beweis” habe.

Donel­ly, der in dem Arti­kel als Russ­land-Ken­ner dar­ge­stellt wird, gibt auch sei­ne dif­fe­ren­zier­te Kennt­nis über Russ­land und die dor­ti­gen Regie­rungs­struk­tu­ren zum Bes­ten :

Sie müs­sen ver­ste­hen, dass, aus der Sicht von Putin und sei­nen Kol­le­gen und dem gesam­ten rus­si­schen Ver­tei­di­gungs- und Sicher­heits­ap­pa­rat, die­se mit uns im Krieg ste­hen”, so der “Exper­te.”

Der ehe­ma­li­ge NATO-Bera­ter bewer­tet die Unter­su­chun­gen mit Blick auf Russ­land, wel­che nun von der bri­ti­schen Natio­nal Crime Agen­cy (NCA) ein­ge­lei­tet wird, als bedeu­tend, als Spie­gel der inter­na­tio­na­len Rele­vanz die­ser Ange­le­gen­heit, zei­ge es doch,

dass die Regie­rung dies ein­deu­tig als einen bedeu­ten­den Angriff einer feind­li­chen aus­län­di­schen Macht gegen das Ver­ei­nig­te König­reich ansieht.”

Dmi­tri Pes­kow, der Spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten, beton­te hin­ge­gen auf Anfra­ge von Sky News, dass Mos­kau nicht invol­viert ist, aber gern zur Auf­klä­rung bei­tra­gen wür­de.

Wir haben mehr­fach gesagt, dass der rus­si­sche Staat nichts mit Cyber­an­grif­fen zu tun hat. Im Gegen­teil, wir haben inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit zur Bekämp­fung der Cyber­kri­mi­na­li­tät ange­bo­ten.”

Die­ses Ange­bot sei aber lei­der nicht auf Gegen­in­ter­es­se gesto­ßen.

Dass Don­nel­ly ange­sichts der Arbeit der Natio­nal Crime Agen­cy (NCA) zuver­sicht­lich vor­aus­schaut, mag auch mit des­sen Lei­ter, dem Tory-Innen­mi­nis­ter Sajid Javid, zusam­men­hän­gen. Die­ser ist zwar sehr mit der gras­sie­ren­den Mes­ser-Kri­mi­na­li­tät beschäf­tigt, hat aber bereits gezeigt, dass er pas­sen­de Ein­stel­lun­gen und Arbeits­wei­sen mit­bringt.

Mehr zum The­ma — Bericht : Regie­rungs­fi­nan­zier­te anti-rus­si­sche Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­ti­on greift Cor­byn an

Im Som­mer ver­gan­ge­nen Jah­res erhielt der ehe­ma­li­ge Deut­sche-Bank-Mana­ger Javid öffent­li­chen Gegen­wind, nach­dem er Jere­my Cor­byn in einem Tweet als Holo­caust-Leug­ner bezeich­net hat­te. Abge­ord­ne­te der Labour Par­ty war­fen Javid vor, absicht­lich eine Lüge ver­brei­tet zu haben und for­der­ten The­re­sa May zum Ein­schrei­ten auf, immer­hin han­del­te es sich um den Innen­mi­nis­ter.

Inwie­weit unter Javids Lei­tung die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­de NCA Lügen ver­brei­ten kann, wel­che in die Welt­sicht des Insti­tu­te for Sta­te­craft oder sei­nes Grün­ders pas­sen, bleibt abzu­war­ten.

RT Deutsch


Starker Schneefall in Moskau : Dutzende Flüge gestrichen


In den Flug­hä­fen von Mos­kau sind am Don­ners­tag­abend wegen hef­ti­gen Schnee­falls mehr als 40 Flü­ge gestri­chen wor­den. Dies geht aus Infor­ma­tio­nen der Web­sei­te Yandex.Raspisanije her­vor, auf der Fahr- und Flug­plä­ne des öffent­li­chen Ver­kehrs in Russ­land ver­öf­fent­licht wer­den.
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Mangelndes Interesse : USA schließen Büro für US-Staatsbürgerschaft in Moskau


Ein­woh­ner der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on, die die US-Staats­bür­ger­schaft anstre­ben, müs­sen dies nun in Grie­chen­land abwi­ckeln. Grund ist die durch die USA ange­kün­dig­te Schlie­ßung des Büros des Citi­zenship and Immi­gra­ti­on Ser­vices (USCIS) in Mos­kau. Nach Anga­ben Washing­tons ent­schied man sich zu die­sem Schritt, da es nur ein man­geln­des Inter­es­ses an den Dienst­leis­tun­gen der Behör­de gebe.

Unter Beru­fung auf eine “signi­fi­kan­te Ver­rin­ge­rung der Arbeits­be­las­tung” kün­dig­te die USCIS am Diens­tag an, dass sie die Außen­stel­le in Mos­kau am 29. März dau­er­haft schlie­ßen wer­de, wobei der 28. Febru­ar als letz­ter Tag für Ter­mi­ne und die Annah­me von Bewer­bun­gen sein wer­de.

Ein begrenz­tes Spek­trum an Dienst­leis­tun­gen wird auf die US-Bot­schaft in Mos­kau über­tra­gen, die meis­ten jedoch sol­len von der Außen­stel­le in Athen über­nom­men wer­den, so die Behör­de.

Dies wird nicht nur die Bür­ger Russ­lands, son­dern auch Arme­ni­ens, Aser­bai­dschans, Weiß­russ­lands, Est­lands, Geor­gi­ens, Kasach­stans, Kir­gi­si­stans, Lett­lands, Litau­ens, Mol­da­wi­ens, Tadschi­ki­stans, Turk­me­ni­stans, der Ukrai­ne und Usbe­ki­stans betref­fen — alle­samt Bür­ger der ehe­ma­li­gen Mit­glieds­län­der der Sowjet­uni­on.

Nor­ma­le Visums­diens­te sol­len vor­aus­sicht­lich noch über die Bot­schaft und die Kon­su­la­te abge­wi­ckelt wer­den. Die diplo­ma­ti­sche Prä­senz der USA in Russ­land nimmt inner­halb der letz­ten zwei Jah­re ste­tig ab, was als Fol­ge des diplo­ma­ti­schen Strei­tes und der gegen­sei­ti­gen Aus­wei­sung von diplo­ma­ti­schem Per­so­nal gilt, wel­ches noch unter der Oba­ma-Regie­rung Ende 2016 begann.

Zuletzt haben die USA 60 rus­si­sche Diplo­ma­ten — dar­un­ter Mit­glie­der der UN-Mis­si­on — aus­ge­wie­sen, nach­dem das Ver­ei­nig­te König­reich Mos­kau eines angeb­li­chen “che­mi­schen Angriffs” auf den ehe­ma­li­gen Spi­on Ser­gej Skri­pal und sei­ne Toch­ter in Salis­bu­ry beschul­dig­te hat­te. Russ­land wies dar­auf­hin die glei­che Anzahl an US-Diplo­ma­ten aus. Außer­dem wur­den das rus­si­sche Kon­su­lat in Seat­tle und das US-Kon­su­lat in St. Peters­burg geschlos­sen.

RT Deutsch


Gastransit durch Ukraine : Moskau will sich keine Bedingungen diktieren lassen


Russ­land ist wei­ter­hin bereit, Gas-Tran­sit­lie­fe­run­gen durch die Ukrai­ne zu leis­ten, und zwar unter von Mos­kau gestell­ten Bedin­gun­gen. „… Wir sind bereit, den ukrai­ni­schen Gas­tran­sit fort­zu­set­zen, aber unter für uns geeig­ne­ten Bedin­gun­gen“, sag­te der stell­ver­tre­ten­de rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Alex­an­der Pan­kin.
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Moskau gewährt Kuba ein Darlehen von 38 Millionen Euro für den Kauf russischer Rüstungsgüter


Russ­land und Kuba haben ein Abkom­men über die Gewäh­rung eines staat­li­chen Dar­le­hens in Höhe von 38 Mil­lio­nen Euro für das latein­ame­ri­ka­ni­sche Land zum Erwerb rus­si­scher Mili­tär­aus­rüs­tung unter­zeich­net. Das Abkom­men wur­de erst­mals im Novem­ber ange­kün­digt, nach­dem der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin in Mos­kau mit dem kuba­ni­schen Prä­si­den­ten Miguel Díaz-Canel zusam­men­ge­trof­fen war. Jetzt wur­de es sei­tens Russ­land kom­plet­tiert.

Die Ver­ein­ba­rung ist abge­schlos­sen, die Doku­men­te wur­den unter­zeich­net. Wir haben mit der kuba­ni­schen Sei­te alle Para­me­ter ver­ein­bart : den Zins­satz, die Zah­lungs­be­din­gun­gen und die Zah­lungs­wäh­rung”, teil­te das Büro des stell­ver­tre­ten­den rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters, Juri Boris­sow, der Nach­rich­ten­agen­tur Inter­fax mit.

Dmi­tri Schu­ga­jew, Direk­tor des Föde­ra­len Diens­tes für mili­tä­risch-tech­ni­sche Zusam­men­ar­beit Russ­lands, erin­ner­te dar­an, dass das Abkom­men über mili­tä­risch-tech­ni­sche Zusam­men­ar­beit zwi­schen Russ­land und Kuba seit 2006 in Kraft ist.

Die Zusam­men­ar­beit ist stra­te­gi­scher Natur und ermög­licht es Kuba, sei­nen indus­tri­ell-mili­tä­ri­schen Kom­plex lang­fris­tig aus­zu­bau­en”, so der Direk­tor des Föde­ra­len Diens­tes für tech­nisch-mili­tä­ri­sche Zusam­men­ar­beit Russ­lands.

Dar­über hin­aus ver­fü­ge Kuba bereits über Flug­zeu­ge, Schif­fe, gepan­zer­te Fahr­zeu­ge, Artil­le­rie­sys­te­me und rus­si­sche Flug­ab­wehr, so Schu­ga­jew.

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Im Zuge des Putsch­ver­suchs gegen Vene­zue­la haben meh­re­re Ana­lys­ten, Jour­na­lis­ten und Kom­men­ta­to­ren dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die­ser erst der Anfang einer geplan­ten Rei­he von Umstür­zen in Latein­ame­ri­ka sei. Der US-Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton kün­dig­te wei­te­re Sank­tio­nen gegen Kuba, Nica­ra­gua und Vene­zue­la an und nann­te die­se Län­der die “Troi­ka der Tyran­nei”.

Der latein­ame­ri­ka­ni­sche Jour­na­list Pablo Vivan­co bezeich­ne­te Vene­zue­la als schreck­li­chen Prä­ze­denz­fall dafür, dass im Jahr 2019 aus­län­di­sche Staa­ten wie­der dar­über bestim­men, wer wo in Latein­ame­ri­ka als Prä­si­dent ein­ge­setzt wird : 

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RT Deutsch


Moskau weist EU-Ängste vor Abhängigkeit von russischem Gas zurück 


Der Import von rus­si­schem Gas sei für die EU-Staa­ten sicher und viel güns­ti­ger als etwa die von den USA geplan­ten Lie­fe­run­gen von kost­spie­lig pro­du­zier­tem Flüs­sig­gas. Russ­land beob­ach­te die Lage um die mög­li­che Ände­rung der EU-Gas­richt­li­nie sehr genau. Damit könn­te das von den USA kri­ti­sier­te Pro­jekt deut­lich stren­ger regu­liert wer­den.

Dem rus­si­schen Mono­po­lis­ten Gaz­prom droht damit etwa ein Ver­bot, zugleich Lie­fe­rant des Roh­stoffs und Betrei­ber der Lei­tung zu sein. Das hät­te für den Kon­zern womög­lich erheb­li­che finan­zi­el­le Ver­lus­te bei dem Mil­li­ar­den­pro­jekt zur Fol­ge. “Die­ses für Russ­land und die gan­ze EU nütz­li­che Pro­jekt ist stän­dig Angrif­fen von drit­ten Staa­ten aus­ge­setzt – genau­er gesagt, von den USA”, kri­ti­sier­te Pes­kow. Der­weil wer­de wei­ter an der Lei­tung gear­bei­tet. Und Russ­land hof­fe, sie wie geplant Ende des Jah­res fer­tig­stel­len zu kön­nen.

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Nord Stream 2 garan­tie­re eine gegen­sei­ti­ge Abhän­gig­keit Russ­lands und der EU, sag­te Pes­kow. Solch ein Nut­zen für bei­de Sei­ten sei nicht zuletzt der Schlüs­sel für gute Bezie­hun­gen. Die Roh­stoff­groß­macht Russ­land wie­der­um ist ange­wie­sen auf die Ein­nah­men aus dem Gas­ge­schäft. Der Kreml­spre­cher warn­te davor, dass die Ein­fuhr von Flüs­sig­gas aus den USA etwa 30 Pro­zent teu­rer wer­de als die der­zei­ti­gen Lie­fe­run­gen von Pipe­line­gas. Mit einem Ver­ständ­nis von “ehr­li­chem Wett­be­werb” pas­se das nicht zusam­men, so Pes­kow.

(rt deutsch/dpa)

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