Nach Massenstreit und Polizeieinsatz : Düsseldorfer Freibad muss zweimal in Folge vorzeitig schließen


Ein anfäng­lich klei­ner Streit eska­lier­te am Sams­tag im Düs­sel­dor­fer Rhein­bad der­ma­ßen, dass die Poli­zei zu einem Groß­ein­satz aus­rü­cken muss­te. Eini­ge jun­ge Unru­he­stif­ter sol­len sich zuvor dane­ben benom­men haben und über die Bade­tü­cher der Bade­gäs­te gesprun­gen sein. Ein Fami­li­en­va­ter – angeb­lich tür­ki­schen Ursprungs – soll sei­ne Fami­lie beschützt haben. Zeu­gen berich­ten, der Vater habe die Jugend­li­chen als “Nafris” beschimpft. Schließ­lich wur­de der Mann von gut 400 Jugend­li­chen – vor­wie­gend nord­afri­ka­ni­scher oder ara­bi­scher Her­kunft – umzin­gelt. Die Men­ge soli­da­ri­sier­te sich gegen den Mann, sei­ne Frau und die bei­den Söh­ne.

Die ein­ge­trof­fe­nen Poli­zis­ten ver­such­ten, die Men­ge zu beru­hi­gen. Dies war aber nicht so ein­fach : Die Aggres­so­ren beschimpf­ten die Geset­zes­hü­ter, bewar­fen die Ein­satz­kräf­te mit lee­ren Fla­schen und ande­ren Gegen­stän­den und pöbel­ten sie an. Die Poli­zis­ten for­der­ten Ver­stär­kung an und setz­ten Pfef­fer­spray ein. Schließ­lich gelang es ihnen, die Situa­ti­on unter Kon­trol­le zu brin­gen. Der Vater und sei­ne Fami­lie wur­den aus dem Bad beglei­tet. Der Betrei­ber hat anschlie­ßend das gesam­te Bad zur Ver­mei­dung wei­te­rer Kon­flik­te vor­zei­tig geschlos­sen. Die meis­ten Besu­cher ver­lie­ßen die Anla­ge fried­lich. Eini­ge muss­ten jedoch von der Poli­zei “über­zeugt wer­den”, die Anla­ge zu ver­las­sen. Ein beson­ders rauf­lus­ti­ger Bade­gast wur­de kurz­zei­tig in Gewahr­sam genom­men.

Ein im Inter­net ver­öf­fent­lich­tes Video zeigt die chao­ti­schen Sze­nen, die sich am Sams­tag im Rhein­bad zuge­tra­gen haben : Dut­zen­de jun­ge Men­schen ste­hen am Sprung­turm. Sie schrei­en, drän­gen und sprin­gen ins Was­ser. Das Video soll Berich­ten zufol­ge kurz vor der Eska­la­ti­on gefilmt wor­den sein. 

Das Frei­bad wur­de am Sonn­tag wie­der geöff­net, kurz dar­auf jedoch erneut vor­zei­tig geschlos­sen. Eini­ge Besu­cher sol­len sich Medi­en­be­rich­ten zufol­ge wie­der­holt aggres­siv benom­men haben. Es soll, wie auch schon am Sams­tag, zu klei­ne­ren Strei­tig­kei­ten gekom­men sein. 

Mehr zum The­ma — Düs­sel­dorf : “Sze­nen wie in der Tür­kei” – Pro-kur­di­sche Demons­tran­ten und Poli­zei sto­ßen zusam­men

RT Deutsch


Oskar Lafontaine : Die Bundesregierung muss anfangen, sich von der US-Politik zu lösen


Der ehe­ma­li­ge saar­län­di­sche Minis­ter­prä­si­dent und heu­ti­ge Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Par­tei Die Lin­ke im Saar­land, Oskar Lafon­tai­ne, kam auch in die­sem Jahr wie­der zur Abschluss­kund­ge­bung der Kam­pa­gne “Stopp Ram­stein”. In sei­ner etwa 20-minü­ti­gen Rede bei über 30 Grad vor der Mili­tär­ba­sis ließ Lafon­tai­ne kein gutes Wort an der Poli­tik der USA. Deutsch­land hin­ge­gen bezeich­ne­te er als nicht sou­ve­rän. Für RT Deutsch hat­te Oskar Lafon­tai­ne im Anschluss Zeit für ein kur­zes Inter­view.

RT Deutsch


Raten Sie mal, wie viel Steuern Amazon dieses Jahr in den USA abführen muss ?


Dank der Steu­er­re­form unter US-Prä­si­dent Donald Trump, des soge­nann­ten Tax Cuts and Jobs Act (TCJA), liegt die Bun­des­steu­er­pflicht von Ama­zon regu­lär bei 21 Pro­zent (gegen­über 35 Pro­zent in den Vor­jah­ren). Aber mit­hil­fe von Steu­er­erleich­te­run­gen wird Ama­zon der Bun­des­kas­se kei­nen Cent über­wei­sen. Und das, obwohl das Unter­neh­men 2018 mehr als 11,2 Mil­li­ar­den US-Dol­lar Gewinn erzielt hat.

Es ist schwer zu wis­sen, was sie genau tun”, sag­te Ste­ve Wam­hoff, Direk­tor für Bun­des­steu­er­po­li­tik bei ITEP, gegen­über Yahoo NewsITEP (Ana­ly­se des Insti­tu­tes of Taxa­ti­on an Eco­no­mic Poli­cy) ist ein 1980 in Washing­ton gegrün­de­ter Think­tank, des­sen Ziel es ist, “poli­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger und die Öffent­lich­keit über die Wir­kung aktu­el­ler und geplan­ter Steu­er­ge­set­ze auf Steu­er­ge­rech­tig­keit, den Staats­haus­halt und ver­nünf­ti­ge Wirt­schafts­po­li­tik zu infor­mie­ren”.

In ihren öffent­li­chen Doku­men­ten legen sie ihre Steu­er­stra­te­gie nicht dar. Es ist also unklar, wel­che Abschrei­bun­gen genau ent­ste­hen [die das Unter­neh­men nutzt]. Sie spre­chen vage von Steu­er­gut­schrif­ten. Man könn­te sich vie­le ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten vor­stel­len, wie ein Unter­neh­men dies tun könn­te, wie z.B. die Abschrei­bun­gen, die unter TCJA erwei­tert wur­den”, so Wam­hoff wei­ter.

Obwohl Ama­zon die Vor­tei­le der neu­en Schlupf­lö­cher, die unter TCJA ver­füg­bar sind, genutzt haben könn­te, ist dies nicht das ers­te Jahr, in dem Ama­zon die Zah­lung von Bun­des­steu­ern ver­mie­den hat. Das Unter­neh­men berich­te­te 2017 über US-Gewin­ne in Höhe von 5,6 Mil­li­ar­den US-Dol­lar und zahl­te auch im ver­gan­ge­nen Jahr kei­nen ein­zi­gen US-Dol­lar.

Ama­zon zahlt alle Steu­ern, die wir in den USA und jedem Land, in dem wir tätig sind, zah­len müs­sen, ein­schließ­lich der Zah­lung von 2,6 Mil­li­ar­den Dol­lar an Kör­per­schafts­steu­er und der Bericht­erstat­tung über 3,4 Mil­li­ar­den Dol­lar an Steu­er­aus­ga­ben in den letz­ten drei Jah­ren”, sag­te ein Ama­zon-Spre­cher in einer Erklä­rung.

Ent­hül­lun­gen über die Steu­er­schuld von Ama­zon erfol­gen trotz der sehr öffent­li­chen Kri­tik von Prä­si­dent Trump an Ama­zon und Bezos, weil sie nicht genü­gend Steu­ern zah­len. Der Prä­si­dent hat­te ver­spro­chen, dass sein neu­es Steu­er­ge­setz die Son­der­re­ge­lun­gen been­den und Schlupf­lö­cher schlie­ßen wür­de, aber es ist klar, dass das nicht der Fall ist, so Wam­hoff.

Dies ist eine wei­te­re Situa­ti­on, in der die Rhe­to­rik von Prä­si­dent Trump dem völ­lig zuwi­der­läuft, was er tut und wie sich sei­ne Poli­tik aus­wirkt”, erklär­te Wam­hoff. “Der Teil über die Sen­kung des Kör­per­schaft­steu­er­sat­zes war wahr. Und sie haben eini­ge Kör­per­schaft­steu­er­sät­ze eli­mi­niert, aber nicht alle.”

Und er füg­te hin­zu : “Die Kör­per­schaft­steu­er­ein­nah­men haben gro­ßen Scha­den davon­ge­tra­gen. Wir wer­den nicht erle­ben, dass Unter­neh­men plötz­lich mehr bezah­len. Wir sehen das im Fal­le von Ama­zon.” Sin­ken­de Steu­er­ein­nah­men haben das Defi­zit nur ver­grö­ßert, da die Staats­ver­schul­dung gestie­gen ist und über 22 Bil­lio­nen US-Dol­lar beträgt.

Die Steu­er­re­form TCJA war zu einem gro­ßen Teil wegen der Vor­tei­le kri­ti­siert wor­den, die sie den wohl­ha­bends­ten US-Bür­gern und Groß­un­ter­neh­men bie­tet. Wam­hoff hält es für iro­nisch, dass der Kör­per­schaft­steu­er­satz auf 21 Pro­zent (von zuvor 35 Pro­zent) gesenkt wur­de, weil der effek­ti­ve Kör­per­schaft­steu­er­satz unter Berück­sich­ti­gung von Steu­er­erleich­te­run­gen und Schlupf­lö­chern nach bis­he­ri­gem Steu­er­recht 21 Pro­zent betrug.

Mehr zum The­ma — Beschwer­de gegen Ama­zon : Smar­ter Laut­spre­cher sam­melt per­sön­li­che Daten von Kin­dern 

RT Deutsch


Man muss Gesetze kompliziert machen”: Empörte Reaktionen auf Seehofer-Satz


Kon­kret ging es in der Rede von Innen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer um das “Daten­aus­tausch­ge­setz”. Die­ses sei dem­nach “still­schwei­gend ein­ge­bracht” wor­den, “wahr­schein­lich des­halb, weil es kom­pli­ziert ist (…)”. Und dann kam der Satz, der das Ver­trau­en in die deut­sche Poli­tik kaum erhö­hen dürf­te.

Ich habe jetzt die Erfah­rung gemacht in den letz­ten 15 Mona­ten : Man muss Geset­ze kom­pli­ziert machen, dann fällt das nicht so auf. Wir machen nichts Ille­ga­les, wir machen Not­wen­di­ges. Aber auch Not­wen­di­ges wird ja oft unzu­läs­sig in Fra­ge gestellt.

Erst als der Bericht aus Ber­lin die Aus­sa­gen bei Twit­ter auf­griff, kam eine Wel­le der Empö­rung auf. Vie­le Poli­tik­in­ter­es­sier­te woll­ten nicht glau­ben, was sie da gera­de gehört hat­ten. Geset­ze absicht­lich kom­pli­ziert gestal­ten, damit sie nicht “unzu­läs­sig” kri­ti­siert wer­den ? Einer der Ers­ten, der die frag­wür­di­gen See­ho­fer-Äuße­run­gen auf­griff, war der nun­mehr bekann­te Blog­ger Rezo.

Warte…warte…warte. Hat See­ho­fer da gera­de gesagt, dass er und sei­ne Homies Geset­ze absicht­lich kom­pli­zier­ter gestal­ten, weil deren Inhalt dann ’nicht so erregt’ und ’nicht so auf­fällt’ und deren Geset­ze ansons­ten von der Bevöl­ke­rung ‘unzu­läs­sig in Fra­ge gestellt’ wer­den?”, frag­te der Soci­al-Media-Star auf Twit­ter rhe­to­risch.

Auch Stim­men aus der deut­schen Poli­tik lie­ßen nicht lan­ge auf sich war­ten. SPD-Gene­ral­se­kre­tär Lars Kling­beil for­der­te von See­ho­fer eine Ent­schul­di­gung.

Horst See­ho­fer hat sich mit sei­nen Äuße­run­gen ziem­lich bla­miert”, war der Sozi­al­de­mo­krat am Frei­tag sicher.

Für einen Minis­ter sei eine sol­che Über­heb­lich­keit dem Par­la­ment gegen­über nicht akzep­ta­bel, so Kling­beil wei­ter.

Juso-Chef Kevin Küh­nert warf See­ho­fer nach des­sen umstrit­te­nen Sät­zen einen Angriff auf die Mei­nungs­frei­heit vor.

Der eigent­li­che Skan­dal ist See­ho­fers Aus­sa­ge, dass Geset­ze “oft unzu­läs­sig in Fra­ge gestellt” wer­den. Die­ser Satz ist nach Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­ers Über­le­gun­gen zu Wahl­auf­ru­fen im Netz bin­nen weni­ger Tage bereits der zwei­te Fron­tal­an­griff aus der Uni­on auf die Mei­nungs­frei­heit. Das berei­tet mir ernst­haft Sor­gen”, erklär­te der SPD-Poli­ti­ker am Sams­tag.

Kri­tik der CDU-Che­fin am Video des Blog­gers Rezo hat­ten vie­le als Wunsch gese­hen, die Mei­nungs­frei­heit im Netz ein­zu­schrän­ken.

Das “Daten­aus­tausch­ge­setz” ist Teil des Migra­ti­ons­pak­tes und war am Frei­tag Gegen­stand einer Abstim­mung im Bun­des­tag. Nach­dem der CSU-Minis­ter fest­stel­len muss­te, für wel­che Empö­rung sei­ne Aus­sa­gen sor­gen, sag­te er gegen­über der Süd­deut­schen Zei­tung, sei­ne Aus­sa­ge “leicht iro­nisch” for­mu­liert gewe­sen, “weil die Dis­kus­si­on ziem­lich schräg und unver­hält­nis­mä­ßig ist”. Dem­zu­fol­ge sei das Gesetz für ihn “das wich­tigs­te Gesetz”, da es Miss­brauch und Täu­schung” ver­hin­de­re, aber “so gut wie nicht dis­ku­tiert” wer­de.

Doch unge­sche­hen las­sen sich die Wor­te auch dadurch nicht mehr machen. Der Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­rer der Frak­ti­on Die Lin­ke im Bun­des­tag, Jan Kor­te, hält auf Twit­ter fest :

Geset­ze ‘kom­pli­ziert zu machen’, um Kri­tik aus Par­la­ment und Bevöl­ke­rung zu mini­mie­ren ist poli­tisch inak­zep­ta­bel. Und wie passt das mit dem rechts­staat­li­chen Bestimmt­heits­ge­bot und dem Gebot der Nor­men­klar­heit zusam­men ? Fra­ge ich nicht nur #See­ho­fer, son­dern die Bun­des­re­gie­rung.

Von der Bun­des­vor­sit­zen­den der Grü­nen Anna­le­na Baer­bock hieß es :

#See­ho­fer – Geset­ze extra kom­pli­ziert machen, um sie vor Bür­gern zu ver­ste­cken ? Ein sol­ches Demo­kra­tie­ver­ständ­nis – und das von einem Bun­des­mi­nis­ter – macht mich fas­sungs­los.

Auch die Bewe­gung “Auf­ste­hen” nahm sich die Aus­sprü­che Horst See­ho­fers vor :

#See­ho­fer erzählt lachend, wie er #Geset­ze extra ver­kom­pli­ziert, damit sie kei­ner ver­steht & es kei­ne ner­vi­gen Nach­fra­gen gibt. Was für ein Demo­kra­tie­ver­ständ­nis ist das denn?! @SWa­gen­knecht ant­wor­tet : ‘Das was Sie da machen ist ein Ver­bre­chen an der #Demo­kra­tie!’ #Auf­ste­hen

Die “Nor­men­klar­heit” besagt, dass Geset­ze ver­ständ­lich for­mu­liert sein müs­sen. Die­se Pflicht ist umso erns­ter zu neh­men, je inten­si­ver das jewei­li­ge Gesetz in die Grund­rech­te ein­greift. 

RT Deutsch


Moskau : Türkei muss Terror in Idlib unterbinden


Dmi­tri Pes­kow, Spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten, erklär­te, dass Mos­kau geeig­ne­te Maß­nah­men tref­fe, um Bom­bar­die­run­gen sei­tens Ter­ro­ris­ten in Idlib zu unter­bin­den. Gegen­über Medi­en­ver­tre­tern beton­te er, dass die Ter­ror­an­schlä­ge in der Regi­on inak­zep­ta­bel sei­en.

Zuvor hat­te US-Prä­si­dent Trump, in sei­ner ihm eigen­tüm­li­chen Manier, Russ­land, Syri­en und den Iran auf­ge­for­dert, kei­ne Angrif­fe in Idlib durch­zu­füh­ren.

Pes­kow erin­ner­te dar­an, dass Ter­ro­ris­ten und Ver­bän­de von isla­mis­ti­schen Kämp­fern regel­mä­ßig Angrif­fe auf zivi­le Ein­rich­tun­gen durch­füh­ren wür­den. Zudem wür­den sie von Idlib aus auch rus­si­sche mili­tä­ri­sche Anla­gen angrei­fen.

Die­se Situa­ti­on ist nicht akzep­ta­bel”, kom­men­tier­te Pes­kow.

Pes­kow zufol­ge lie­ge die Ver­ant­wor­tung über die Befrie­dung Idlibs laut den Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen Anka­ra und Mos­kau bei der tür­ki­schen Regie­rung. Daher müs­se Anka­ra Schrit­te unter­neh­men, um die Angrif­fe auf Stel­lun­gen der rus­si­schen Armee und syri­sche Regie­rungs­trup­pen zu unter­bin­den.

Seit Anfang Mai stei­gen die Span­nun­gen in der syri­schen Pro­vinz Idlib, die größ­ten­teils von isla­mis­ti­schen Ter­ror­grup­pen besetzt wird, wel­che aus Al-Kai­da und ähn­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen her­vor­gin­gen. Es ist das letz­te Rück­zugs­ge­biet der Rebel­len.

Mehr zum The­ma — USA geben grü­nes Licht für Lie­fe­rung von Rake­ten an Dschi­ha­dis­ten in Idlib

RT Deutsch


Die Menschheit muss umdenken” – Greta Thunberg besucht Wien


Die schwe­di­sche Kli­ma­ak­ti­vis­tin Gre­ta Thun­berg nimmt in Wien an der drit­ten von der NGOR20 – Regi­ons of Cli­ma­te Action” ver­an­stal­te­ten Kli­ma­kon­fe­renz teil. Thun­berg rief die Mensch­heit in ihrer Rede dazu auf, in allen Lebens­be­rei­chen umzu­den­ken :

Ein­zel­ne, von­ein­an­der iso­lier­te Lösun­gen sind nicht mehr genug – und das wis­sen Sie alle … Das ist die größ­te Kri­se, der die Mensch­heit jemals begeg­net ist.

Thun­berg kri­ti­sier­te die Poli­tik, deren Han­deln nicht im Ein­klang mit ihren Erklä­run­gen ste­he. Einer­seits sag­ten sie, etwas gegen den Kli­ma­wan­del tun zu müs­sen, ande­rer­seits bau­ten sie gleich­zei­tig neue Flug­hä­fen und setz­ten wei­ter­hin auf den Ener­gie­trä­ger Koh­le.

Vor Beginn der Kon­fe­renz traf sich Thun­berg in Wien mit dem frü­he­ren öster­rei­chi­schen Body­buil­der und spä­te­ren Gou­ver­neur des US-Bun­des­staa­tes Kali­for­ni­en Arnold Schwar­zen­eg­ger, dem Grün­der der R20-Orga­ni­sa­ti­on. Nach dem Gespräch in einem Wie­ner Kaf­fee­haus zeig­te sich Schwar­zen­eg­ger beein­druckt von der 16-jäh­ri­gen Schwe­din.

Thun­berg wur­de auch vom öster­rei­chi­schen Prä­si­den­ten Alex­an­der Van der Bel­len emp­fan­gen, der eben­falls loben­de Wor­te für sie fand.

Unter den etwa 1.200 Teil­neh­mern der R20-Kon­fe­renz befin­det sich auch UNO-Gene­ral­se­kre­tär Antó­nio Guter­res. Auf dem tra­di­ti­ons­rei­chen Wie­ner Hel­den­platz ist für den spä­ten Diens­tag­nach­mit­tag ein “Kli­ma-Kirch­tag” mit einem kos­ten­lo­sen Kon­zert ange­setzt, auf dem auch der Sän­ger Tho­mas Neu­wirth ali­as Con­chi­ta Wurst auf­tre­ten soll.

Mehr zum The­ma — Bul­ler­bü statt Beth­le­hem ? Ber­li­ner Bischof ver­gleicht Gre­ta Thun­berg mit Jesus

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Da waren’s nur noch zwei : Deutsches U-Boot läuft in Norwegen auf Grund und muss in die Werft


Am 23. Janu­ar mach­te sich das deut­sche U-Boot U36 vom Mari­ne­ha­fen Eckern­för­de in Schles­wig-Hol­stein auf den Weg nach Nor­we­gen, um für ver­schie­de­ne Übun­gen ein­ge­setzt zu wer­den. So nahm es bei­spiels­wei­se vor der schot­ti­schen Küs­te am gro­ßen mul­ti­na­tio­na­len See­ma­nö­ver “Joint War­ri­or” teil. Erst im Juni soll­ten Boot und Besat­zung nach Deutsch­land zurück­keh­ren.

U-Boot kön­ne aus eige­ner Kraft fah­ren und sei manö­vrier­fä­hig

Doch in die­ser Woche hieß es dann, das U-Boot U36 sei nach dem Able­gen im nor­we­gi­schen Hafen Haa­konsvern auf Mee­res­grund gelau­fen. Die Ruder hät­ten am Diens­tag leicht den Mee­res­grund tou­chiert, mel­de­te die Deut­sche Pres­se-Agen­tur (dpa) am Mitt­woch mit Ver­weis auf einen Mari­ne­spre­cher. Dem­nach wer­de der genaue Aus­maß der Schä­den noch geprüft, unter ande­rem mit Bild­auf­nah­men. Dem Nord­deut­schen Rund­funk (NDR) sag­te der Pres­se­spre­cher der Bun­des­ma­ri­ne, Kapi­tän zur See Johan­nes Dum­re­se, das U-Boot kön­ne aus eige­ner Kraft fah­ren und sei manö­vrier­fä­hig. Ver­letzt wur­de nie­mand.

Am Frei­tag kam dann die Mel­dung, das U-Boot sol­le in einer Werft auf Schä­den unter­sucht wer­den. Nach ers­ten Prü­fun­gen sei es nicht gra­vie­rend beschä­digt, sag­te ein Spre­cher des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums der dpa.

Trotz­dem geht man nach dem Stan­dard­pro­ze­de­re der Mari­ne nach so einem Vor­fall, um auf Num­mer sicher zu gehen, in die Werft und schaut sich das an”, sag­te er.

Das Boot habe bei lang­sa­mer Fahrt rück­wärts einen Fel­sen oder eine Mau­er tou­chiert. Die Bun­des­wehr hat ins­ge­samt sechs U-Boo­te der Klas­se 212A. Das ein­zi­ge deut­sche U-Boot-Geschwa­der ist im schles­wig-hol­stei­ni­schen Eckern­för­de sta­tio­niert. Zuletzt waren ins­ge­samt drei ein­satz­be­reit. Das 56 Meter lan­ge U36 war 2013 in Kiel getauft wor­den und wur­de 2016 in Dienst gestellt. Das Boot hat einen Hybrid­an­trieb.

Mehr zum The­ma — “Zurück zu alter Grö­ße” – Deut­sche Mari­ne erhält 2019 neue Schif­fe und Hub­schrau­ber

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Japan : Politiker droht Russland mit Krieg und muss zurücktreten


Hod­a­ka Maru­ya­ma war Abge­ord­ne­ter im japa­ni­schen Reprä­sen­tan­ten­haus und Mit­glied der Par­tei Nip­pon Ishin no Kai. Gemein­sam mit einer 60-köp­fi­gen Dele­ga­ti­on besuch­te er die Insel Kuna­schir (Japa­nisch : Kuna­shiri) auf den Kuri­len, nord­öst­lich der Insel Hok­kai­do. Der Besuch wur­de durch ein visa­frei­es Abkom­men mit Russ­land ermög­licht.

Unter dem Ein­fluss von Alko­hol frag­te er den Lei­ter der Dele­ga­ti­ons­grup­pe, Koya­ta Ots­u­ka : 

Unter­stüt­zen Sie [den Vor­schlag], die­se Insel durch Krieg zurück­zu­be­kom­men, oder sind Sie dage­gen ?

Ots­u­ka ent­geg­ne­te, er wol­le nicht von dem Wort “Krieg” Gebrauch machen, um über die­se Ange­le­gen­heit zu spre­chen.

Dann soll Maru­ya­ma gesagt haben : 

Gibt es eine ande­re Mög­lich­keit, als die­ses Pro­blem mit Krieg zu lösen ?

Die Insel Kuna­schir ist Teil des Kuri­len-Kon­flikts zwi­schen Japan und Russ­land. Seit dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs gehö­ren die Inseln zur Sowjet­uni­on bezie­hungs­wei­se nun zu Russ­land. Aus japa­ni­scher Sicht gelang­te Russ­land ille­gal in ihren Besitz. 

Maru­ya­ma ent­schul­dig­te sich spä­ter in Tokio für sein Ver­hal­ten. Gegen­über Jour­na­lis­ten sag­te er :

Ich ent­schul­di­ge mich dafür, zum Unbe­ha­gen vie­ler Men­schen bei­getra­gen zu haben. Ich möch­te mei­ne unan­ge­mes­se­nen Bemer­kun­gen zurück­zie­hen. Mir fehl­te es an Rück­sicht­nah­me auf ehe­ma­li­ge Insel­be­woh­ner.

Für die Unter­zeich­nung eines Frie­dens­ab­kom­mens zwi­schen Japan und Russ­land for­dert Tokio von Mos­kau die Rück­ga­be der Inseln.

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Bayer-Konzern verliert weiteren Glyphosat-Prozess in den USA und muss zwei Milliarden Dollar zahlen


Der Agrar­che­mie- und Phar­ma­kon­zern Bay­er hat in den USA auch den drit­ten wich­ti­gen Pro­zess um angeb­lich krebs­er­re­gen­de Pro­duk­te der Toch­ter Mon­s­an­to ver­lo­ren. Die Geschwo­re­nen-Jury des zustän­di­gen Gerichts im kali­for­ni­schen Oak­land ver­ur­teil­te das Unter­neh­men am Mon­tag zu Scha­den­er­satz in Höhe von ins­ge­samt über zwei Mil­li­ar­den Dol­lar (1,78 Mil­li­ar­den Euro) an die bei­den Klä­ger.

Der größ­te Teil davon ent­fällt auf soge­nann­ten Straf­scha­den­er­satz, der nach US-ame­ri­ka­ni­schem Recht weit über den tat­säch­lich erlit­te­nen Scha­den hin­aus­ge­hen kann. Geklagt hat­te ein Rent­ner­ehe­paar, das Mon­s­an­tos Unkraut­ver­nich­tungs­mit­tel Roun­dup mit dem umstrit­te­nen Wirk­stoff Gly­pho­sat für sei­ne Krebs­er­kran­kun­gen ver­ant­wort­lich macht.

Wäh­rend des Ende März begon­ne­nen Pro­zes­ses hat­te die Ankla­ge immer wie­der ver­sucht, die Geschwo­re­nen nicht nur davon zu über­zeu­gen, dass Mon­s­an­tos Pro­duk­te Krebs ver­ur­sa­chen, son­dern auch dass etwa mit mani­pu­lier­ten Stu­di­en Risi­ken ver­schlei­ert wur­den. Bay­er führ­te dage­gen Vor­er­kran­kun­gen der Klä­ger als Ursa­che für deren Krebs­lei­den an.

Es gebe kei­ne Bewei­se dafür, dass Gly­pho­sat gesund­heits­schäd­lich sei. Von der Gerichts­ent­schei­dung zeig­te sich der Kon­zern “ent­täuscht” und kün­dig­te an, Rechts­mit­tel ein­zu­le­gen.

Für Bay­er ist der Fall hoch­bri­sant : Es ist bereits der drit­te Schuld­spruch inner­halb weni­ger Mona­te — und wei­te­re Pro­zes­se wer­den fol­gen. Zuletzt war der Kon­zern in den USA nach eige­nen Anga­ben mit rund 13.400 Kla­gen wegen des Unkraut­ver­nich­ters Roun­dup kon­fron­tiert. Größ­ter Ein­zel­in­ves­tor bei Bay­er ist die berüch­tig­te Fonds­ge­sell­schaft Black­Rock, die auch Groß­ak­tio­när bei Mon­s­an­to war.

Mehr zum The­ma — Nie­der­la­ge vor US-Gericht : Wie gefähr­lich wird Mon­s­an­to für Bay­er ?

(rt deutsch/dpa)

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Knallhartes Urteil : Mutter muss Vater 25.000 € Alimente zurückzahlen


Der Abend in der Bar ver­sprach nichts Böses, doch er brach­te einen Stein ins Rol­len, der für eine Frau rich­tig teu­er wur­de. Ihr Ex-Mann erfuhr näm­lich, dass er nicht der bio­lo­gi­sche Vater „sei­nes“ Kin­des ist – und das nach Jahr­zehn­ten von Ali­men­ten-Zah­lun­gen.
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