Dreißig Jahre nach der Wende : Letzter MfS-General stellt Buch vor


von Hasan Posd­nja­kow

Die Vor­stel­lung von Engel­hardts Buch “Der letz­te Mann” fand in den Räu­men der Laden­ga­le­rie der Tages­zei­tung Jun­ge Welt in Ber­lin statt. Nach einer kur­zen Begrü­ßung durch Arnold Schöl­zel, dem ehe­ma­li­gen Chef­re­dak­teur der Jun­gen Welt, ergriff der Ver­le­ger Frank Schu­mann das Wort. Er beklag­te, dass es eine nega­ti­ve Ent­wick­lung beim Umgang mit der MfS-Geschich­te gebe, und dass sich die ein­sei­ti­ge, pro­west­li­che Schil­de­rung der Ereig­nis­se wei­ter durch­set­ze. Dies ver­deut­lich­te er dar­an, dass sich meh­re­re Zei­tun­gen, die ursprüng­lich eine Medi­en­ko­ope­ra­ti­on im Rah­men der Ver­öf­fent­li­chung des Buches ange­bo­ten hat­ten, zurück­zo­gen. Dies sei auf­grund von ideo­lo­gi­schem Druck durch die jewei­li­ge Redak­ti­ons­lei­tung gesche­hen.

Danach sprach der ehe­ma­li­ge Gene­ral­ma­jor Heinz Engel­hardt selbst. Als Moti­va­ti­on, das Buch zu schrei­ben, nann­te er den Wunsch, der Genera­ti­on sei­ner Enkel­kin­der sei­ne Sicht­wei­se auf die Ereig­nis­se in der DDR zu schil­dern. Er selbst habe es ver­säumt, sei­ne Eltern – die die 1930er-Jah­re und den Zwei­ten Welt­krieg mit­er­lebt hat­ten – zu ihren Erfah­run­gen zu befra­gen. Das bereue er jetzt und wol­le die­sen Feh­ler nicht wie­der­ho­len. Engel­hardt beton­te dabei, dass das Buch sei­ne eige­nen sub­jek­ti­ven Per­spek­ti­ven ent­hal­te und als ehr­li­che Dis­kus­si­ons­grund­la­ge gemeint sei.

Der letz­te MfS-Ver­ant­wort­li­cher beklag­te, dass in den Medi­en Vor­ur­tei­le gegen Ost­deutsch­land geschürt wür­den. Statt Fak­ten und einer sach­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung über die DDR wür­den emo­tio­nel­le Bewer­tun­gen vor­herr­schen.

Engel­hardt sprach auch über sei­ne eige­ne Bio­gra­fie nach dem Jahr 1990. Er schil­der­te, wie er eine neue Berufs­aus­bil­dung absol­viert und anschlie­ßend etwa 15 Jah­re lang ein Rei­se­bü­ro gelei­tet hat­te.

Der MfS-Gene­ral erklär­te, dass sei­ne Sicht­wei­se auf die DDR und das MfS nach 30 Jah­ren kri­ti­scher (auch selbst­kri­ti­scher) gewor­den sei. Von der Grün­der­ge­nera­ti­on der DDR, die etwa in Spa­ni­en in den 1930er-Jah­ren gegen die faschis­ti­schen Kräf­te um den Putsch­ge­ne­ral Fran­co, oder der dar­auf­fol­gen­den Genera­ti­on von Per­sön­lich­kei­ten wie Hans Mod­row, die nach dem Krieg inmit­ten von Rui­nen eine neue Gesell­schaft auf­zu­bau­en began­nen, habe er eine hohe Mei­nung. Ab einem bestimm­ten Punkt sei die Poli­tik in der DDR jedoch sta­gniert. Ein Genera­ti­ons­wech­sel wäre nötig gewe­sen, erklär­te Engel­hardt.

Dem Jour­na­list Peter Böhm zufol­ge, der bei dem Buch mit­wirk­te, gab es sehr wider­sprüch­li­che Reak­tio­nen auf das Buch. Dies zei­ge die Spal­tungs­li­ni­en, die die deut­sche Gesell­schaft durch­zie­hen wür­den. Heinz Engel­hardt erklär­te in Bezug zur DDR :

Das war mein Staat.

Die DDR habe ihm vie­le Mög­lich­kei­ten gege­ben, sich zu ent­wi­ckeln und zu ver­wirk­li­chen. Er beklag­te, dass nach dem Jahr 1990 durch die ein­sei­ti­ge feind­se­li­ge Bericht­erstat­tung gegen ehe­ma­li­ge DDR-Ver­ant­wort­li­che die Lebens­läu­fe vie­ler Men­schen gebro­chen wur­den. Die Gesell­schaft wer­de das in der Zukunft hin­ter­fra­gen. Peter Böhm erklär­te zum Schluss, dass das Buch dazu bei­tra­gen soll, Wis­sen über die Struk­tu­ren des MfS zu ver­mit­teln und so die Dis­kus­si­on zu ver­sach­li­chen. 

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Mehr zum The­ma — “Da war doch was?”- Innen­mi­nis­te­ri­um ver­gisst 30. Jah­res­tag der deut­schen Ein­heit 

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Michael Schumacher soll offenbar nach Mallorca : Seine Frau plant Neuanfang – Portal


Wie genau es um den Gesund­heits­zu­stand der For­mel-1-Legen­de Micha­el Schu­ma­cher steht, wird von sei­nen Freun­den und Ange­hö­ri­gen unter ver­schlos­se­nen Türen gehal­ten, sel­ten kom­men Details an Sicht. Nun gibt es aller­dings Berich­te, dass sei­ne Ehe­frau Corin­na offen­bar eine län­ge­re Rei­se auf die bei deut­schen Urlau­bern belieb­te Insel Mal­lor­ca plant.
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Boeing bessert Flugsimulator des Unglücksjets 737 Max nach


Der US-Flug­zeug­bau­er Boe­ing hat nach den Unglü­cken mit dem Pas­sa­gier­jet 737 Max jetzt auch Män­gel an der Soft­ware des Flug­si­mu­la­tors besei­tigt. Die Ver­bes­se­run­gen sol­len sicher­stel­len, dass der Simu­la­tor unter ver­schie­de­nen Flug­be­din­gun­gen genau­so reagiert wie das Flug­zeug. Durch die Ände­run­gen soll der Simu­la­tor den Anga­ben zufol­ge bes­ser zei­gen kön­nen, wie sich die Bedie­nung des manu­el­len Trimm­rads durch die Pilo­ten auf das Flug­ver­hal­ten der Maschi­ne aus­wirkt. Mit dem Trimm­rad kann der Pilot den Flug­win­kel des Jets ver­än­dern.

Beim Absturz einer Boe­ing 737 Max von Ethio­pi­an Air­lines im März und einer glei­chen Maschi­ne der indo­ne­si­schen Flug­ge­sell­schaft Lion Air im Okto­ber waren ins­ge­samt 346 Men­schen ums Leben gekom­men. Mög­li­cher­wei­se war in bei­den Fäl­len die MCAS-Soft­ware ver­ant­wort­lich. Der Bord­com­pu­ter soll die Nase der Boe­ing nach unten gedrückt haben, die Besat­zung war nicht mehr in der Lage, den Feh­ler zu kor­ri­gie­ren. In die­sem Zusam­men­hang kam auch die Fra­ge auf, wie gut die Pilo­ten über die­ses Sys­tem Bescheid wuss­ten – und wie gut sie beim Trai­ning im Simu­la­tor dar­auf vor­be­rei­tet wor­den sind.

Durch das Start­ver­bot auch die Neu­aus­lie­fe­run­gen gestoppt

Boe­ing hat bis­her rund 370 Maschi­nen der 737-Max-Rei­he aus­ge­lie­fert. Das Flug­zeug ist die moder­ni­sier­te Neu­auf­la­ge des seit den 1960er Jah­ren gebau­ten Mit­tel­stre­cken­jets Boe­ing 737. In den Auf­trags­bü­chern ste­hen Bestel­lun­gen für rund 5.000 Maschi­nen. Eigent­lich soll­ten jeden Monat mehr als 50 neue Maschi­nen der Rei­he gebaut wer­den. Aller­dings sind durch das Start­ver­bot auch die Neu­aus­lie­fe­run­gen gestoppt. Boe­ing hat die Pro­duk­ti­on daher bereits deut­lich gedros­selt.

Kon­kur­renz­mo­dell des Flie­gers ist die A320neo des euro­päi­schen Flug­zeug­bau­ers Air­bus. Der bis­her zweit­größ­te Flug­zeug­bau­er der Welt hat für sei­nen Jet noch mehr Bestel­lun­gen ein­ge­sam­melt als die Ame­ri­ka­ner. Für die vom Flug­ver­bot betrof­fe­nen Flug­li­ni­en ist der Air­bus-Jet aber kei­ne kurz­fris­ti­ge Alter­na­ti­ve. Die Pro­duk­ti­on der A320neo ist nach Anga­ben des Air­bus-Chefs Guil­lau­me Fau­ry bis zum Jahr 2023 kom­plett aus­ge­bucht. (dpa)

Mehr zum The­ma — Boe­ing dros­selt nach Flug­zeug­ab­stür­zen Pro­duk­ti­on der 737 MAX

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Kolumbianische Behörden inhaftieren früheren FARC-Kommandeur gleich nach Freilassung


Der ehe­ma­li­ge FARC-Kom­man­deur Seu­xis Hernán­dez Solar­te ali­as “Jesús Sant­rich” durf­te nach einem umstrit­te­nen Gerichts­ur­teil wie­der auf frei­en Fuß kom­men und ver­ließ am Frei­tag das Gefäng­nis La Pico­ta in der kolum­bia­ni­schen Haupt­stadt Bogo­tá. Doch vor den Toren der Haft­an­stalt wur­de der ehe­ma­li­ge Rebel­len­füh­rer und Unter­händ­ler bei den Frie­dens­ver­hand­lun­gen mit der Regie­rung sofort wie­der in Gewahr­sam genom­men.

Die im Frie­dens­ver­trag von 2016 ver­ein­bar­te Son­der­jus­tiz hat­te am Mitt­woch die Frei­las­sung des ehe­ma­li­gen Gue­ril­la-Chefs ange­ord­net und sei­ne Aus­lie­fe­rung an die USA unter­sagt. Jesús Sant­rich soll ver­sucht haben, nach dem Abschluss des Frie­dens­ver­trags gro­ße Men­gen Koka­in in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu schmug­geln. Das Gericht konn­te aller­dings nicht ein­deu­tig klä­ren, wann sich das ver­meint­li­che Ver­bre­chen ereig­net haben soll, und ord­ne­te sei­ne Haft­ent­las­sung an. Die Gene­ral­staats­an­walt­schaft leg­te aller­dings Beru­fung gegen die Ent­schei­dung ein und bean­trag­te einen neu­en Haft­be­fehl gegen den Ver­däch­ti­gen.

Wegen des Gezer­res um den Ex-Rebel­len droht dem süd­ame­ri­ka­ni­schen Land eine poli­ti­sche Kri­se. Aus Pro­test gegen die Ent­schei­dung der Son­der­jus­tiz hat Gene­ral­staats­an­walt Nés­tor Hum­ber­to Mar­tí­nez sei­nen Rück­tritt ein­ge­reicht. Auch der kon­ser­va­ti­ve Prä­si­dent Iván Duque kri­ti­sier­te die Gerichts­ent­schei­dung und sprach sich für eine Reform des Regel­werks der Son­der­jus­tiz aus. Beob­ach­ter befürch­te­ten aller­dings, dass ein sol­cher Schritt den Frie­dens­pro­zess mit den FARC gefähr­den könn­te. (dpa)

Mehr zum The­ma — Dr. Gniff­kes Macht um Acht : Bei Kolum­bi­en guckt ARD-Aktu­ell ger­ne weg

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Merkel auf dem Sprung nach Brüssel ? “Verantwortung, mich um das Schicksal Europas zu kümmern”


Die deut­sche Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel hat mit einem Inter­view Spe­ku­la­tio­nen über einen bevor­ste­hen­den Wech­sel in die EU-Poli­tik beför­dert. Im Gespräch mit der Süd­deut­schen Zei­tung (SZ) sag­te Mer­kel :

Vie­le machen sich Sor­gen um Euro­pa, auch ich. Dar­aus ent­steht bei mir ein noch ein­mal gestei­ger­tes Gefühl der Ver­ant­wor­tung, mich gemein­sam mit ande­ren um das Schick­sal die­ses Euro­pas zu küm­mern.”

Erst kürz­lich brach­te Jean-Clau­de Juncker, noch für weni­ge Mona­te Prä­si­dent der EU-Kom­mis­si­on, Mer­kel für hohe EU-Ämter ins Gespräch. Im April sag­te er der Fun­ke-Medi­en­grup­pe :

Ich kann mir über­haupt nicht vor­stel­len, dass Ange­la Mer­kel in der Ver­sen­kung ver­schwin­det … Sie ist nicht nur eine Respekts­per­son, son­dern ein lie­bens­wer­tes Gesamt­kunst­werk.”

Juncker nann­te Mer­kel “hoch­qua­li­fi­ziert” für einen Füh­rungs­pos­ten in der EU. Bis­her hat­te Mer­kel immer betont, ihre poli­ti­sche Kar­rie­re mit dem Aus­schei­den aus dem Kanz­ler­amt been­den zu wol­len. Soll­te sie statt­des­sen tat­säch­lich nach Brüs­sel wech­seln wol­len, dürf­te sie in den nächs­ten Mona­ten aus ihrem Ber­li­ner Regie­rungs­amt aus­schei­den.

In der EU wird nach den Wah­len über die Beset­zung zen­tra­ler Füh­rungs­pos­ten neu ent­schie­den. Vor allem sind dies die Füh­rung der EU-Kom­mis­si­on, die Prä­si­dent­schaft des EU-Rates, sowie die Prä­si­dent­schaft der Euro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB). Sehr wahr­schein­lich wird sich der Rat der Staats- und Regie­rungs­chefs im Juni auf eine Paket­lö­sung eini­gen. Die vor­sich­ti­ge Mer­kel dürf­te sich kaum der­art deut­lich äußern, wenn es hin­ter den Kulis­sen nicht bereits eine belast­ba­re infor­mel­le Lösung gäbe, die sie ein­schließt.

Am ehes­ten in Fra­ge käme Mer­kel für den Pos­ten des Rats­prä­si­den­ten, der eher hin­ter den Kulis­sen wirkt. Im SZ-Gespräch bekun­de­te sie ihre Unter­stüt­zung für den EVP-Spit­zen­kan­di­da­ten Man­fred Weber in sei­nem Rin­gen um den Pos­ten des Kom­mis­si­ons­chef — nur um die­se Unter­stüt­zung im Nach­satz gleich wie­der zu rela­ti­vie­ren. Auf die Fra­ge, ob sie lie­ber Weber als Kom­mis­si­ons- oder Bun­des­bank-Chef Jens Weid­mann als EZB-Prä­si­dent sähe, erklär­te Mer­kel :

Man­fred Weber ist Spit­zen­kan­di­dat, das ist ein gro­ßer Ver­trau­ens­be­weis. Er genießt die Unter­stüt­zung der gro­ßen EVP-Frak­ti­on und hat sich auf dem Par­tei­tag gegen einen Gegen­kan­di­da­ten durch­ge­setzt. Jetzt set­ze ich mich für ihn als Kom­mis­si­ons­prä­si­den­ten ein. Das schließt nicht aus, dass Deutsch­land ande­re her­aus­ra­gen­de Per­sön­lich­kei­ten für ande­re Ämter hat.”

Auch dies ist, durch die “Mer­kel-Blu­me”, eine ver­gleichs­wei­se kla­re Aus­sa­ge. Über­setzt heißt das, dass Mer­kel gro­ßes Inter­es­se an einem Deut­schen an der Spit­ze der EZB hat, zumal in einer Zeit, in der die Euro­päi­sche Wäh­rungs­uni­on und die gemein­sa­me Wäh­rung an ihr Ende kom­men könn­ten. 

Webers Aus­sich­ten auf den Kom­mis­si­ons­pos­ten sind damit denk­bar gering, zumal der deut­sche Ein­fluss auf die­se Behör­de durch die Beset­zung ande­rer Spit­zen­pos­ten ohne­hin gesi­chert scheint. Sein schwa­cher Wahl­kampf und das zu erwar­ten­de schlech­te Ergeb­nis bei den Wah­len im Mai ver­schlech­tern sei­ne Posi­ti­on wei­ter.

Mer­kel bestritt in dem Inter­view mit der SZ den recht offen­sicht­li­chen Umstand, dass sich ihr Ver­hält­nis zum fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron ver­schlech­tert hat :

Nein. Über­haupt nicht. Es gab Ungleich­zei­tig­kei­ten … Aber in den Kern­fra­gen — wohin ent­wi­ckeln sich Euro­pa, die Wirt­schaft, wel­che Ver­ant­wor­tung tra­gen wir für das Kli­ma und für Afri­ka — sind wir auf einer sehr ähn­li­chen Wel­len­län­ge. Das gilt auch in der Fra­ge, wo wir gege­be­nen­falls unab­hän­gig von den Ver­ei­nig­ten Staa­ten agie­ren müs­sen, auch wenn ich mir sol­che Situa­tio­nen eigent­lich nicht wün­sche.”

Mer­kel wur­de in dem Inter­view auch — sehr zurück­hal­tend — mit dem Vor­wurf kon­fron­tiert, erst mit ihrer Aus­teri­täts-, dann mit ihrer Flücht­lings­po­li­tik zur Spal­tung der EU zwi­schen Nord und Süd bzw. West und Ost bei­getra­gen zu haben. Die Kanz­le­rin wies dies deut­lich zurück :

Ent­schei­dun­gen kann man in ihrer gan­zen Trag­wei­te voll­stän­dig nur beur­tei­len, wenn man berück­sich­tigt, wel­che Wir­kung eine gegen­tei­li­ge Poli­tik gehabt hät­te. Hät­ten wir in der Euro-Kri­se und in der Flücht­lings­kri­se nicht oder ganz anders gehan­delt, hät­te das mei­ner Mei­nung nach sehr viel schlim­me­re Fol­gen als man­che Pro­ble­me heu­te gehabt. Das sind kei­ne Ent­schei­dun­gen, die am Reiß­brett ent­ste­hen, son­dern Ant­wor­ten auf das rea­le Leben.”

Zum The­ma Flücht­lings­po­li­tik ergänz­te sie :

Wenn welt­weit knapp 70 Mil­lio­nen Men­schen auf der Flucht sind, dann war es nach­voll­zieh­bar, dass sich Euro­pa mit gut einer Mil­li­on davon befas­sen muss. Dass das zu gesell­schaft­li­chen Kon­tro­ver­sen füh­ren kann, ver­ste­he ich, aber die müs­sen dann eben aus­ge­tra­gen wer­den.”

Mehr zum The­ma — Die EU ist am Ende — Es merkt nur kei­ner

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Um Demokratie nach Venezuela zu bringen” — Guaidó-“Gesandter” trifft sich mit Pentagon-Beamten


Der Prä­si­dent der vene­zo­la­ni­schen Natio­nal­ver­samm­lung, wel­che in dem latein­ame­ri­ka­ni­schen Land fak­tisch kei­ne Macht besitzt, stell­te im Janu­ar die Prä­si­dent­schaft von Nicolás Madu­ro in Fra­ge. Das Mili­tär und die brei­te Öffent­lich­keit unter­stüt­zen wei­ter­hin die Regie­rung Madu­ros. Rund 40 Län­der, allen vor­an die USA, sag­ten dage­gen umge­hend Juan Guai­dó ihre Unter­stüt­zung zu. 

Auf einer jüngs­ten Pres­se­kon­fe­renz bestä­tig­te Guai­dó : 

Das Tref­fen wird am Mon­tag statt­fin­den. Ich den­ke, dass es im Außen­mi­nis­te­ri­um sein wird, und unser Bot­schaf­ter wird uns das Ergeb­nis die­ses Tref­fens mit­tei­len.

Mehr zum The­ma — Geschei­ter­ter Putsch in Vene­zue­la – Wer stand auf wes­sen Sei­te ?

Car­los Vec­chio, der als “Gesand­ter” Guai­dós in den USA agiert, schick­te am Wochen­en­de ein Schrei­ben an US-Admi­ral Craig S. Fal­ler von SOUTHCOM, in wel­chem er um ein “Tref­fen mit einer tech­ni­schen Dele­ga­ti­on bat”, um die Demo­kra­tie in Vene­zue­la wie­der­her­zu­stel­len. 

Vec­chi­os Schrei­ben auf Twit­ter : 

Das United Sta­tes Sou­thern Com­mand (SOUTHCOM) ist das Süd-Kom­man­do der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Es führt u.a. alle mili­tä­ri­schen Ope­ra­tio­nen der USA in Latein­ame­ri­ka und in der Kari­bik. Das Per­so­nal umfasst neben 130 zivi­len Mit­ar­bei­tern, 850 mili­tä­ri­sche Mit­ar­bei­ter.

US-Admi­ral Fal­ler sag­te, er “freue sich” dar­auf, dar­über zu dis­ku­tie­ren, wie die USA die “zukünf­ti­ge Rol­le” der Dis­si­den­ten bei der “Wie­der­her­stel­lung der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung” unter­stüt­zen könn­ten. Die legi­ti­me Regie­rung von Nicolás Madu­ro beschul­digt die USA seit lan­gem, ver­fas­sungs­wid­rig in Vene­zue­la einen Regime­wech­sel erzwin­gen zu wol­len. Die Vize­prä­si­den­tin Del­cy Rodríguez sag­te Anfang der Woche : 

Wir leh­nen das Schrei­ben eines der Put­schis­ten ab, in dem er um eine mili­tä­ri­sche Inter­ven­ti­on in Vene­zue­la im Namen einer Grup­pe von Put­schis­ten bit­tet (und) die ter­ro­ris­ti­sche Akti­vi­tä­ten durch­füh­ren, um Ver­wir­rung zu stif­ten und unser Hei­mat­land (ver­su­chen zu) desta­bi­li­sie­ren. 

In Washing­ton ist man der Ansicht, durch einen Macht­wech­sel mit Guai­dó an der Spit­ze Vene­zue­la zu einer Demo­kra­tie zu ver­hel­fen. 

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Deutsche „Erdogan-Partei“ will nach Brüssel – Expertin : „Hetze gegen Juden und Kurden“


Kurz vor der Euro­pa-Wahl stell­te sich am Diens­tag die umstrit­te­ne und angeb­lich AKP-nahe „BIG-Par­tei“ in Ber­lin Fra­gen der Pres­se. „Wir set­zen uns für Min­der­hei­ten in Deutsch­land ein, nicht nur für Mus­li­me“, so Par­tei­chef Hal­uk Yil­diz. Sput­nik war vor Ort. Der Tür­ki­sche Bund und eine Isla­mis­mus-Exper­tin kri­ti­sier­ten die Par­tei im Inter­view.
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