Menschenrechtsgruppe kritisiert Seoul für Abschiebung nordkoreanischer Massenmörder nach Pjöngjang


Erst­ma­lig nach dem Ende des Korea­krie­ges schob die süd­ko­rea­ni­sche Regie­rung zwei Nord­ko­rea­ner in Rich­tung ihrer Hei­mat ab. Damit jedoch – so kri­ti­siert die US-Men­schen­rechts­grup­pe Human Rights Watch – ver­sto­ße Süd­ko­rea gegen die Ver­fas­sung Süd­ko­reas. Denn alle Nord­ko­rea­ner, die nach Süd­ko­rea flüch­te­ten, gel­ten offi­zi­ell als Bür­ger der Repu­blik Korea und müs­sen aner­kannt wer­den.

Im Nor­den des geteil­ten Lan­des wür­den ihnen zudem Fol­ter dro­hen. Die süd­ko­rea­ni­sche Oppo­si­ti­on LKP (Liber­ty Korea Par­ty) wirft der Regie­rung vor, sich durch die­se Über­stel­lung Vor­tei­le bei der nord­ko­rea­ni­schen Regie­rung ver­schaf­fen zu wol­len. Dabei hät­ten die bei­den Män­ner kla­re Inten­tio­nen gezeigt, dass sie in den Süden über­lau­fen woll­ten. 

Bei den Abge­scho­be­nen han­delt es sich um zwei Fischer. Die­se haben angeb­lich 16 Crew-Mit­glie­der auf einem Fischer­boot ermor­det und deren Lei­chen spä­ter ins Meer gewor­fen. Anschlie­ßend flüch­te­ten sie in den Süd­teil des Lan­des. 

Die Über­ga­be an die nord­ko­rea­ni­schen Behör­den erfolg­te nun­mehr im soge­nann­ten Frie­dens­dorf von Pan­mun­jom, inner­halb der ent­mi­li­ta­ri­sier­ten Zone. Den Kri­mi­nel­len wur­den die Augen ver­bun­den. Erst als nord­ko­rea­ni­sche Sol­da­ten sie in Emp­fang nah­men, wur­den die Augen­bin­den abge­nom­men. Einer der bei­den Män­ner sei dar­auf­hin zusam­men­ge­bro­chen.

RT Deutsch


Der Spionage beschuldigt : In China inhaftierter Professor darf zurück nach Japan


Nobu Iwa­ta­ni, Pro­fes­sor für Rechts­wis­sen­schaf­ten an der Uni­ver­si­tät Hok­kai­dō, wur­de im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber auf­grund des angeb­li­chen Besit­zes von chi­ne­si­schen Staats­ge­heim­nis­sen in Chi­na ver­haf­tet. Die japa­ni­sche Regie­rung bestä­tig­te nach sei­ner Heim­kehr, dass sich Iwa­ta­ni in einem guten Zustand befin­de. Inter­na­tio­nal wird die Frei­las­sung des der Spio­na­ge bezich­tig­ten Pro­fes­sors als stra­te­gi­scher Schritt vor dem im kom­men­den Früh­ling geplan­ten Staats­be­such Chi­nas in Japan gewer­tet.

Das chi­ne­si­sche Außen­mi­nis­te­ri­um bestä­tig­te gegen­über Medi­en, dass Iwa­ta­ni gestan­den habe, ille­gal Staats­ge­heim­nis­se gesam­melt zu haben, und Reue für sein Ver­ge­hen zeig­te. Er wur­de auf Kau­ti­on aus der Haft ent­las­sen und trat kurz dar­auf sei­ne Heim­rei­se nach Japan an. Seit der Inhaf­tie­rung Iwa­ta­nis bemüh­te sich die japa­ni­sche Regie­rung auf diplo­ma­ti­schem Wege, eine bal­di­ge Ent­las­sung des Pro­fes­sors zu erwir­ken. So bat der japa­ni­sche Pre­mier Shin­zō Abe den chi­ne­si­schen Vize­prä­si­den­ten Wang Qis­han, auf posi­ti­ve Art und Wei­se die­se Ange­le­gen­heit anzu­ge­hen.

Seit der Ver­haf­tung des Uni­ver­si­täts­pro­fes­sors Iwa­ta­ni hat die Regie­rung sich für eine bal­di­ge Rück­kehr nach Japan auf jeder Ebe­ne ein­ge­setzt”, ver­si­cher­te Pre­mier­mi­nis­ter Abe.

Ter­ri­to­ri­al­strei­tig­kei­ten und ver­schie­de­ne Aus­le­gun­gen der Kriegs­ge­schich­te domi­nier­ten bis vor Kur­zem die Bezie­hun­gen Japans und Chi­nas. Die Frei­las­sung Iwa­ta­nis wird in Zusam­men­hang mit dem kom­men­den Staats­be­such Xi Jin­pings in Japan sowie mit den beid­sei­ti­gen Bestre­bun­gen, die bila­te­ra­len Bezie­hun­gen zu ver­bes­sern, gesetzt.

RT Deutsch


Nach Polens Empörung : Netflix ändert Serie über KZ-Wächter


Das US-Unter­neh­men Net­flix hat bekannt gege­ben, Ände­run­gen an sei­ner Doku über einen NS-Kriegs­ver­bre­cher vor­zu­neh­men. Net­flix kommt damit den For­de­run­gen der pol­ni­schen Regie­rung ent­ge­gen, die sich zuvor wegen his­to­ri­scher Unstim­mig­kei­ten in der Serie beschwert hat. Das berich­tet BBC NEWS am Frei­tag.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Nach grauenvollen Misshandlungen und Betrug bei Tierversuchen : Ein Labor muss schließen


Nach bei­na­he 60 Jah­ren Tier­ver­su­chen muss das Tier­la­bor LPT (Labo­ra­to­ry of Phar­ma­co­lo­gy and Toxi­co­lo­gy GmbH & Co. KG) in Mie­nen­büt­tel schlie­ßen. Vide­os der Under­co­ver-Tier­schüt­zer von SOKO Tier­schutz und Cru­el­ty Free Inter­na­tio­nal hat­ten Mit­te Okto­ber gezeigt, wie Ver­suchs­tie­re dort unsäg­li­che Qua­len erlei­den muss­ten und teil­wei­se grau­en­haft ver­en­de­ten. Hun­de waren rei­hen­wei­se an ihren Bei­nen auf­ge­hängt, Affen hän­gend an den Köp­fen fixiert wor­den, das Labor war blut­ver­schmiert.

Tier­quä­le­rei, groß ange­leg­ter Betrug und Kör­per­ver­let­zung

Außer den Bil­dern von unfass­ba­rer Tier­quä­le­rei, die um die gan­ze Welt gin­gen, hat­ten Tier­recht­ler dar­auf ver­wie­sen, dass das streng geheim gehal­te­ne Inne­re des Labors von grö­ße­rem öffent­li­chem Inter­es­se ist, da mehr­fach Test­ergeb­nis­se ver­fälscht wur­den. Nach den Berich­ten über das LPT hat­ten sich in den ver­gan­ge­nen Wochen meh­re­re ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­ter des Labors, auch von den ande­ren Stand­or­ten in Ham­burg und Schles­wig-Hol­stein, gemel­det und bestä­tigt, dass dies seit Lan­gem gän­gi­ge Pra­xis sei, nicht nur in Ham­burg. Am Stand­ort Kiel bei­spiels­wei­se hat­te eine Frau gear­bei­tet, die vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Bericht­erstat­tung der ARD mit­teil­te, wie zu ihrer Zeit zig Tie­re bei den Ver­su­chen getö­tet, dem Auf­trag­ge­ber dann aber ande­re Ergeb­nis­se vor­ge­legt wur­den. Eine wei­te­re ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­te­rin hat mehr als zehn Jah­re am Stand­ort in Ham­burg gear­bei­tet und sagt, dass sie selbst zahl­rei­che Fäl­schun­gen von Ergeb­nis­sen vor­ge­nom­men hat. Hät­ten Test­ergeb­nis­se nicht den Erwar­tun­gen ent­spro­chen, sei sie ange­hal­ten wor­den, die­se ent­spre­chend vor­mar­kier­ten Ergeb­nis­se zu “ver­bes­sern”. Das Gan­ze sei auch nach ihrer Tätig­keit von ande­ren Mit­ar­bei­tern des LPT wei­ter­ge­führt wor­den.

Tier­schüt­zer und die Grü­nen Nie­der­sach­sen haben Straf­an­zei­ge gegen LPT-Geschäfts­füh­rer Dr. Jost Leu­sch­ner wegen mehr­fa­chen gewerbs­mä­ßi­gen Betrugs und Kör­per­ver­let­zung durch gefähr­li­che Medi­ka­men­te gestellt. Die Staats­an­walt­schaft Sta­de wur­de ein­ge­schal­tet, und auch aus der Bevöl­ke­rung gab es vie­le Pro­tes­te. Eine an Ober­staats­an­walt Kai Tho­mas Bre­as gerich­te­te Peti­ti­on, die die Schlie­ßung des Tier­la­bors for­dert, erhielt über 30.000 Unter­schrif­ten. Wäh­rend die Unter­stüt­zer zumeist auf die Tier­quä­le­rei ver­wei­sen, die auf­grund alter­na­ti­ver Metho­den heut­zu­ta­ge nicht not­wen­dig sei, war das aus Sicht der Behör­den gewich­ti­ge­re Argu­ment wohl, dass auf­grund der Fäl­schun­gen alle Stu­di­en aus dem Labor in Fra­ge stün­den und somit auch die Gesund­heit von Men­schen gefähr­det sei.

Das Nie­der­säch­si­sche Lan­des­amt für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit (LAVES) hat dar­auf­hin kei­ne wei­te­ren Geneh­mi­gun­gen für Tier­ver­su­che erteilt und bereits erteil­te Geneh­mi­gun­gen wider­ru­fen. Am Sonn­tag ver­kün­de­te Soko Tier­schutz “Mie­nen­büt­tel macht dicht”, auch der NDR berich­te­te über die Schlie­ßung des LPT Labors, die laut einem inter­nen Schrei­ben zum 29. Febru­ar 2020 geplant sei. Bis dahin wer­de noch eine Pri­ma­ten­stu­die für den Phar­ma­kon­zern Merck zu Ende geführt, das Unter­neh­men bestrei­tet aller­dings, dass es sich um eine Stu­die an Affen han­delt.

Intrans­pa­ren­te, aber not­wen­di­ge Tier­ver­su­che ?

Ein Akti­vist hat­te sich als Mit­ar­bei­ter in das Tier­la­bor in Mie­nen­büt­tel ein­ge­schleust und über län­ge­re Zeit die unhalt­ba­ren Zustän­de doku­men­tiert. Erst das ver­öf­fent­lich­te Video­ma­te­ri­al führ­te zu dem öffent­li­chen Auf­schrei und den Ermitt­lun­gen sowie letzt­end­lich zur Schlie­ßung des Labors. Doch was ist mit ande­ren Labo­ren in Deutsch­land ? Was pas­siert hin­ter ihren Zäu­nen und Mau­ern, wenn Tier­schüt­zer nicht die Kame­ra drauf­hal­ten ? 

Ein Mit­ar­bei­ter des betref­fen­den Labors erklär­te gegen­über RT Deutsch unter der Vor­aus­set­zung der Anony­mi­tät, auch er möge kei­ne Tier­ver­su­che, jedoch sei­en die­se noch immer vor­ge­schrie­ben und somit Vor­aus­set­zung für die Zulas­sung von Arz­nei­mit­teln und ande­ren Che­mi­ka­li­en. Er selbst arbei­te in einer ande­ren Abtei­lung und habe kei­nen direk­ten Kon­takt zu den Ver­suchs­la­bors.

Ich sah auch zum ers­ten Mal den Umgang mit den Affen. Ich muss geste­hen, dass ich, auch wenn es wirk­lich grau­sam aus­sieht, kei­nen ande­ren Weg ken­nen wür­de, ein wil­des Tier ’still­zu­hal­ten’, um eine Infu­si­on zu geben, ohne das Tier zu ver­let­zen. (…) Wenn Sie mit Tier­ver­su­chen ein­ver­stan­den sind, soll­ten Sie sich dar­über im Kla­ren sein, dass kein Tier eine Infu­si­on bekom­men will und daher die Tie­re fixiert wer­den müs­sen. Wenn Sie mit Tier­ver­su­chen nicht ein­ver­stan­den sind, gibt es vie­le demo­kra­ti­sche Metho­den (z.B. Peti­tio­nen, poli­ti­sche Abstim­mun­gen u.a.), um Din­ge zu ändern (z.B. neue Impul­se für Geset­zes­än­de­run­gen).

Dass dann ver­letz­te Tie­re in ihrem blu­ti­gen Elend sich selbst über­las­sen wer­den, ist jedoch sicher­lich nicht vor­ge­schrie­ben, ande­rer­seits scheint der Staat sich dies­be­züg­lich auch nicht wirk­lich ein­zu­mi­schen.

Mehr zum The­ma — Tier­quä­le­rei in nie­der­säch­si­schen Schlacht­hö­fen : Amts­tier­ärz­te mach­ten mit

Über das LPT-Labor sag­te SOKO-Tier­schutz-Grün­der Fried­rich Mülln, dass kein Tier lebend her­aus­kom­me, aber auch kei­ne Infor­ma­ti­on, das Labor sei ein “schwar­zes Loch”. Sei­ne seit Jah­ren umstrit­te­nen Tier­ver­su­che hat­te das Labor anschei­nend unge­hin­dert durch­füh­ren kön­nen, obwohl es immer wie­der Pro­tes­te, Ent­hül­lun­gen und eine bis jetzt lau­fen­de Kam­pa­gne für die Schlie­ßung gege­ben hat. Auf der Web­site des Labors sind ledig­lich Phra­sen zu lesen wie :

Mit unse­rer exzel­len­ten wis­sen­schaft­li­chen Exper­ti­se stel­len wir sicher, dass unse­re Arbeit von allen Auf­sichts­be­hör­den akzep­tiert wird.

Nach grauenvollen Misshandlungen und Betrug bei Tierversuchen: Ein Labor muss schließen
Top secret – und kein Tier kommt lebend her­aus.

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen ist ein Log­in erfor­der­lich. In der Tat war die­ses Labor sei Jah­ren umstrit­ten. Eine Kam­pa­gne rich­te­te sich auch an die Geschäfts­part­ner des Labors – Tier­züch­ter, Labor­be­darfs­her­stel­ler, Tech­ni­ker und ande­re –, denn “ohne die­se Geschäfts­part­ner kann LPT das täg­li­che Mor­den nicht durch­füh­ren”, hieß es dort. Der Fokus auf Geschäfts­part­ner war im Fall des bri­ti­schen Tier­ver­suchs­la­bor HLS (Hun­ting­don Life Sci­en­ces) erfolg­reich gewe­sen, konn­te das Labor doch letzt­end­lich nicht ein­mal mehr ein Bank­kon­to eröff­nen. Nicht ein­mal der Bür­ger­meis­ter hat­te eine Vor­stel­lung davon, was im Inne­ren des Labors vor sich geht, da ihm von LPT lan­ge der Zutritt ver­wehrt wur­de.

Noch im Jahr 2013 hieß es laut Inter­net Way­back Machi­ne auf der Web­site :

200 Ange­stell­te tes­ten für Sie Mit­tel für den tier­ärzt­li­chen und mensch­li­chen Gebrauch, indus­tri­el­le Che­mi­ka­li­en, Pes­ti­zi­de und Nah­rungs­zu­sät­ze.

Ein groß ange­leg­tes Unter­fan­gen also, offen­bar nicht vor­ran­gig für die Grund­la­gen­for­schung, son­dern aus­ge­rich­tet auf den Bedarf pri­va­ter Unter­neh­men. Allein in Deutsch­land wur­den laut der Sta­tis­tik über Ver­suchs­tie­re des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ernäh­rung und Landwirtschaft(BMEL) im Jahr 2017 gut zwei Mil­lio­nen Tie­re ver­wen­det, ein Groß­teil von 59 Pro­zent angeb­lich unter nur gerin­ger Belas­tung. Das BMEL hält Tier­ver­su­che für uner­läss­lich, obwohl bereits zahl­rei­che Alter­na­ti­ven bestehen. Eini­ge wer­den auch auf der Inter­net­sei­te des Minis­te­ri­ums benannt, etwa Zell­kul­tu­ren und com­pu­ter­ge­stütz­te Ver­fah­ren.

Mehr zum The­ma — Dr. Gniff­kes Macht um Acht : Schwei­ne­jour­na­lis­mus übers “Tier­wohl-Label”

Fried­rich Mülln, Grün­der von SOKO Tier­schutz, pran­gert jedoch die Bun­des­re­gie­rung an, da Deutsch­land zum einen die meis­ten Ver­suchs­tie­re töte, die meis­ten Tier­ver­suchs­ein­rich­tun­gen bei schlech­tes­ten Stan­dards habe. Auch die Euro­päi­sche Uni­on hat­te Deutsch­land Rechts­bruch beim Tier­schutz vor­ge­wor­fen.

Doch auch Wis­sen­schaft­ler und ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­ter des LPT hin­ter­fra­gen die Not­wen­dig­keit von Tier­ver­su­chen, sogar ganz unab­hän­gig von den ver­fälsch­ten Ergeb­nis­sen. 

Das Schlimms­te ist, das es sich einem ein­fach nicht erschließt, was die Ver­su­che eigent­lich für die Human­me­di­zin oder den Auf­trag­ge­ber brin­gen soll. An einem Tag wur­den jeweils 5 Maka­ken und 5 Schwei­ne mit Feu­er­lösch­schaum ein­ge­sprüht. Nach 30 Minu­ten hat man deren Haut dann auf Rei­zun­gen und Ver­ät­zun­gen unter­sucht. Danach hat man den Tie­ren den Schaum mit hohem Druck direkt in die Augen gesprüht. Die Augen wur­den vor­her so fixiert, dass ein Schlie­ßen nicht mög­lich war”, so eine ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­te­rin des LPT in einem Insi­der­be­richt samt ent­setz­li­chen Details über die seit Jah­ren ‘mit Leich­tig­keit’ an den Tie­ren ver­üb­ten Grau­sam­kei­ten.

Tier­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen wie PETA und SOKO Tier­schutz, aber auch Vete­ri­när­ex­per­ten und Wis­sen­schaft­ler ste­hen dem gesam­ten Tier­ver­suchs­be­trieb sehr skep­tisch gegen­über. Laut dem Ver­ein Ärz­te gegen Tier­ver­su­che sind die Ergeb­nis­se der mit Mil­li­ar­den von Steu­er­gel­dern geför­der­ten Tier­ver­su­che sel­ten wirk­lich auf Men­schen über­trag­bar, sodass gan­ze 95 Pro­zent der auf­grund von Tier­ver­su­chen für den Men­schen als wirk­sam und ungefährlich gel­ten­den Medi­ka­men­te bei kli­ni­schen Stu­di­en mit Men­schen durch­fal­len und kei­ne Markt­zu­las­sung erhal­ten. 

Schick­sal der Tie­ren aus dem LPT-Labor unge­wiss

Laut Medi­en­be­rich­ten soll noch eine Stu­die an Pri­ma­ten zu Ende geführt und die übri­gen Affen zu einem Groß­händ­ler in die Nie­der­lan­de geschafft wer­den, von dem die Tie­re auch stam­men sol­len.

Bereits am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag wur­den 76 Labor-Affen abtrans­por­tiert. Ein wei­te­rer Trans­port sei ange­mel­det, erklärt And­res Wul­fes, Pres­se­spre­cher des Land­krei­ses Har­burg, im Gespräch mit Dei­ne­Tier­welt. Doch wie vie­le der ins­ge­samt 250 Ver­suchspri­ma­ten wirk­lich leben­dig das Labor ver­las­sen, kön­ne das Amt nicht sagen. 

Wir wis­sen schlicht­weg nicht, ob auch wirk­lich so vie­le abge­holt wer­den, wie ange­mel­det wur­den”, so Wul­fes.

Auch das Schick­sal der ande­ren Tie­re bleibt unge­klärt.

Alle Hun­de und Kat­zen sind noch im Labor. Ihr Schick­sal ist unge­wiss”, heißt es bei SOKO Tier­schutz.

Zusam­men mit Cru­el­ty Free Inter­na­tio­nal, dem Ham­bur­ger Tier­schutz­ver­ein und einem Bünd­nis, dem sich zahl­rei­che Tier­schutz­ver­ei­ne des Deut­schen Tier­schutz­bun­des ange­schlos­sen haben, for­dert SOKO Tier­schutz die Über­ga­be der ver­blie­be­nen Tie­re an den Tier­schutz.

Es gibt für jedes Tier einen Platz. Die Zivil­be­völ­ke­rung wird nicht zulas­sen, dass die­se Tie­re, die im LPT teil­wei­se seit vie­len Jah­ren lei­den, ver­scha­chert oder getö­tet wer­den”, so Fried­rich Mülln.

Zudem plant LPT dem­nach, sei­ne zwei wei­te­ren Labo­re in Ham­burg und Schles­wig-Hol­stein aus­zu­bau­en, in denen rund 12.000 Tie­re “ver­gif­tet und gequält” wer­den. SOKO Tier­schutz for­dert von den Regie­run­gen in Nie­der­sach­sen, Ham­burg und Schles­wig-Hol­stein die sofor­ti­ge Schlie­ßung der LPT-Labo­re, die Beschlag­nah­me der Tie­re und die Über­prü­fung aller Stu­di­en der letz­ten 15 Jah­re. Für Sams­tag, den 16. Novem­ber haben Tier­schüt­zer zu einer Groß­de­mo in Ham­burg auf­ge­ru­fen, bei der neben der Schlie­ßung des LPT die Abschaf­fung von Tier­ver­su­chen gefor­dert wird.

Mehr zum The­ma — Pro­tes­te gegen “Todes­la­bor” in Ham­burg nach Tier­quä­le­rei (Video)

RT Deutsch


Mitfahrgelegenheit gefunden : Greta Thunberg segelt auch zurück nach Europa


Die schwe­di­sche Akti­vis­tin und Initia­to­rin der Bewe­gung “Fri­days for Future” Gre­ta Thun­berg hat eine Mit­fahr­ge­le­gen­heit auch zurück von den USA nach Euro­pa gefun­den. In drei Wochen will sie an der UN-Welt­kli­ma­kon­fe­renz in Madrid teil­neh­men, die ursprüng­lich in Chi­le statt­fin­den soll­te und wegen der dor­ti­gen Pro­tes­te ver­legt wur­de. Unter ande­rem, um an der Kon­fe­renz teil­zu­neh­men, hat­te sie im Sep­tem­ber in einer Segel­yacht den Atlan­tik in Rich­tung Ame­ri­ka über­quert. Um pünkt­lich zum 2. Dezem­ber in Madrid zu sein, muss sie nun zügig zurück­kom­men.

Auf Twit­ter gab die 16-jäh­ri­ge Schwe­din am Diens­tag­abend (Mitt­woch­mor­gen mit­tel­eu­ro­päi­scher Zeit) bekannt, eine Mit­se­gel­ge­le­gen­heit gefun­den zu haben :

Ich bin so froh, sagen zu kön­nen, dass ich es hof­fent­lich zur Kli­ma­kon­fe­renz in Madrid schaf­fen wer­de. Mir wur­de eine Mit­fahr­ge­le­gen­heit von Vir­gi­nia aus auf dem 48 Fuß [ent­spricht etwa 15 Metern] lan­gen Kata­ma­ran La Vag­abonde ange­bo­ten … Mor­gen segeln wir in Rich­tung Euro­pa los !

Thun­bergs Unter­stüt­zer für die Fahrt über den Atlan­tik sind zum einen das aus­tra­li­sche You­Tuber-Paar Riley Whitel­um und Elay­na Car­au­su sowie außer­dem die eng­li­sche Pro­fi-Seg­le­rin Nik­ki Hen­der­son. Die Aus­tra­li­er hat­ten sich bei Thun­berg gemel­det, nach­dem die­se ihr Pro­blem in einem Tweet geschil­dert und damit um Hil­fe gebe­ten hat­te. Mit an Bord soll auch Thun­bergs Vater Svan­te sein, der sie bereits auf der Hin­fahrt beglei­tet hat­te. Whitel­um und Car­au­su sind seit 2014 gemein­sam auf den Welt­mee­ren unter­wegs.

Thun­berg begrün­de­te ihre Ent­schei­dung, für die Rück­fahrt nach Euro­pa erneut ein Segel­boot zu neh­men, so :

Indem ich sege­le, will ich noch ein­mal die Tat­sa­che unter­strei­chen, dass es in den heu­ti­gen Gesell­schaf­ten prak­tisch unmög­lich ist, nach­hal­tig zu leben.

Mehr zum The­ma — “Dumm Tüch!” – Kli­ma­for­scher Hans von Storch kri­ti­siert Gre­ta Thun­berg

RT Deutsch


Mission beendet ? Häftling erklärt seine lebenslange Haftstrafe nach klinischem Tod für abgebüßt


Der 66-jäh­ri­ge Ben­ja­min Schrei­ber beklag­te vor einem Beru­fungs­ge­richt, nach einem Ohn­machts­an­fall im Jah­re 2015 im Gefäng­nis­kran­ken­haus “gegen sei­nen Wil­len” reani­miert wor­den zu sein, berich­tet die New York Times. Die­sen soll er zuvor schrift­lich geäu­ßert haben, was auch der Bru­der des US-Ame­ri­ka­ners bestä­tig­te. Das nahm Schrei­ber zum Anlass, sei­ne Stra­fe für abge­ses­sen zu erklä­ren.

Der Wie­der­be­leb­te wur­de wegen eines Tötungs­de­likts im Jahr 1996 dazu ver­ur­teilt, den Rest sei­nes Lebens hin­ter Git­tern zu ver­brin­gen. Nun argu­men­tier­te er vor Gericht, wegen sei­ner unfrei­wil­li­gen Reani­ma­ti­on müs­se er auf frei­en Fuß gesetzt wer­den.

Rich­te­rin Aman­da Pot­ter­field lehn­te den Ein­spruch ent­schie­den ab und erhielt Schrei­bers Stra­fe damit auf­recht :

Schrei­ber ist ent­we­der noch am Leben und muss dann in Haft blei­ben, oder er ist tot, und die­se Beru­fung ist hin­fäl­lig”, schluss­fol­ger­te sie.

Mehr zum The­ma — Spa­ni­er erwacht kurz vor Obduk­ti­on : Haft­stra­fe wegen Dieb­stahls bleibt bestehen

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Nach dem Staatsstreich : Bolivianischer Verteidigungsminister tritt zurück


Boli­vi­ens Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Javier Zava­le­ta reich­te am Mon­tag­abend (Orts­zeit) öffent­lich sei­nen Rück­tritt ein. Dabei stell­te er klar, dass sowohl er als Minis­ter als auch der Ober­be­fehls­ha­ber die Streit­kräf­te immer als Insti­tu­ti­on im Diens­te der Bevöl­ke­rung gese­hen hät­ten. Er erhob schwe­re Vor­wür­fe gegen die Oppo­si­ti­on, die das Mili­tär auf ihre Sei­te gebracht hat­te.

Die Rück­tritts­an­kün­di­gung erfolg­te über ein Video, das in den sozia­len Netz­wer­ken ver­brei­tet wur­de. Kurz dar­auf wur­de auch das Rück­tritts­schrei­ben des Minis­ters ver­brei­tet, das an “Bru­der Evo Mora­les, Ver­fas­sungs­mä­ßi­ger Prä­si­dent des Plu­ri­na­tio­na­len Staa­tes Boli­vi­en” gerich­tet war. Mora­les war am Sonn­tag­abend unter dem Druck des Mili­tärs zurück­ge­tre­ten, hat­te dabei aber betont, dass die­ser Rück­tritt nicht frei­wil­lig erfol­ge. 

Zava­le­ta erklär­te in sei­nem Rück­tritts­schrei­ben, dass “Kugeln nicht die Ant­wort oder die Lösung eines Pro­blems” sei­en und dass er wäh­rend sei­ner Amts­zeit nie­mals den Ein­satz mili­tä­ri­scher Gewalt gegen die Bevöl­ke­rung ange­ord­net habe.

Wir haben unse­ren Sol­da­ten und Matro­sen nie den Befehl gege­ben, eine Waf­fe gegen ihr Volk erhe­ben, und wir wer­den ihn nie­mals geben. Der Staat, den wir errich­te­ten, ist ein Boli­vi­en, in dem ein Mili­tär sein Vater­land ver­tei­digt – Sei­te an Sei­te mit dem Volk, nie­mals gegen das Volk. Des­halb fällt die Ver­ant­wor­tung dafür, die Waf­fen gegen das Volk zu rich­ten, auf die zurück, die die­se Ent­schei­dung getrof­fen haben.

Schließ­lich wand­te sich der schei­den­de Minis­ter an die Oppo­si­ti­ons­füh­rer, die einen angeb­li­chen Wahl­be­trug anpran­ger­ten :

Herr Car­los Mesa, Herr Fer­nan­do Cama­cho, ein poli­ti­sches Pro­blem wird nicht gelöst, indem das Kali­ber erhöht wird. Repres­si­on. Poli­tik bedeu­tet den Wett­streit von Ide­en und nicht das Pfei­fen von Kugeln.

Unter­des­sen lob­te US-Prä­si­dent Donald Trump den erzwun­ge­nen Amts­ver­zicht des Prä­si­den­ten Boli­vi­ens in blu­mi­gen Wor­ten. Der Rück­tritt Mora­les’ sei ein “bedeu­ten­der Moment für die Demo­kra­tie in der west­li­chen Hemi­sphä­re”. Trump wei­ter : 

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten applau­die­ren dem boli­via­ni­schen Volk für die For­de­rung nach Frei­heit und dem boli­via­ni­schen Mili­tär dafür, dass es sei­nen Eid erfüllt, nicht nur eine ein­zel­ne Per­son, son­dern Boli­vi­ens Ver­fas­sung zu schüt­zen. Die­se Ereig­nis­se sen­den ein star­kes Signal an die ille­gi­ti­men Régime in Vene­zue­la und Nica­ra­gua, dass Demo­kra­tie und der Wil­le des Vol­kes immer vor­herr­schen wer­den. Wir sind einer völ­lig demo­kra­ti­schen, wohl­ha­ben­den und frei­en west­li­chen Hemi­sphä­re nun einen Schritt näher gekom­men.

Mehr zum The­ma — Nach Putsch : Mora­les erhält in Mexi­ko Asyl

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Nach zwei missglückten Ehen : Mann wollte unbedingt in den Knast – Aus Angst vor dem Hungertod


In der süd­in­di­schen Stadt Chen­nai ist ein Mann nach zwei fal­schen Bom­ben­dro­hun­gen fest­ge­nom­men wor­den. Er soll unter einem erheb­li­chen Essens­man­gel gelit­ten haben und woll­te des­we­gen unbe­dingt ins Gefäng­nis. Nun hat er es geschafft.
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Nach Putsch : Morales erhält in Mexiko Asyl


Latein­ame­ri­ka habe eine Geschich­te von unheil­vol­len und gewalt­tä­ti­gen Vor­fäl­len, bei denen die demo­kra­ti­sche Ord­nung zusam­men­ge­bro­chen sei, oft unter Mit­wir­kung des Mili­tärs, so der mexi­ka­ni­sche Außen­mi­nis­ter. 

Ebrard hat­te bereits am Sonn­tag erklärt, dass Mexi­ko Mora­les Asyl gewäh­ren wür­de, wenn er dies wün­sche.

Mora­les hat­te am Sonn­tag infol­ge eines insti­tu­tio­nel­len Put­sches sei­nen Rück­tritt erklärt, dabei aber betont, dass die­ser Schritt nicht frei­wil­lig erfolg­te. Zuvor hat­ten ihn füh­ren­de Mili­tärs zu die­sem Schritt gedrängt. 

Mehr Infor­ma­tio­nen in Kür­ze.

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Türkei schickt deutschstämmige IS-Kämpfer nach Deutschland zurück


Im Zuge der Nord­sy­ri­en-Offen­si­ve der Tür­kei wur­den aus­län­di­sche IS-Kämp­fer fest­ge­nom­men. Ins­ge­samt 737 IS-Kämp­fer mit aus­län­di­schen Staats­bür­ger­schaf­ten befän­den sich in tür­ki­scher Gefan­gen­schaft, so der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdo­gan. Die tür­ki­sche Regie­rung warn­te das Aus­land die Tür­kei sei kein Hotel für IS-Ter­ro­ris­ten.

Der Spre­cher des tür­ki­schen Innen­mi­nis­te­ri­ums Ismail Catakli zu den geplan­ten Abschie­bun­gen an die­sem Mon­tag :

Inso­fern wird heu­te die Abschie­bung von drei aus­län­di­schen Ter­ro­ris­ten­kämp­fern aus unse­rem Land gewähr­leis­tet. 

Der deut­sche Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas kri­ti­sier­te das abrup­te Han­deln Anka­ras. Zunächst müs­se geklärt wer­den, ob es sich bei den IS-Kämp­fern um Per­so­nen mit deut­scher Staats­bür­ger­schaft hand­le. 

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