Katastrophenalarm wegen Moorbrand nach Waffentests der Bundeswehr — Justiz ermittelt (Video)


Weil auf­kom­men­der Sturm den Moor­brand, den die Bun­des­wehr Anfang Sep­tem­ber bei Rake­ten­tests aus­ge­löst hat­te, frisch anfacht, hat der Land­kreis Ems­land am Frei­tag in Abstim­mung mit dem Nie­der­säch­si­schen Innen­mi­nis­te­ri­um den Kata­stro­phen­fall aus­ge­ru­fen. Anwoh­ner wer­den auf mög­li­che Eva­ku­ie­run­gen vor­be­rei­tet. 

Katastrophenalarm wegen Moorbrand nach Waffentests der Bundeswehr  -  Justiz ermittelt (Video)
Moor­brand Video der WTD 91

Ruhe bewah­ren, aber Aus­weis­pa­pie­re und Medi­ka­men­te ein­pa­cken

Die Ein­woh­ner Staverns sind auf­ge­for­dert, die Ruhe zu bewah­ren, soll­ten aber vor­sorg­lich die wich­tigs­ten Doku­men­te wie Aus­weis­pa­pie­re und benö­tig­te Medi­ka­men­te zusam­men­pa­cken“, emp­fiehlt der zustän­di­ge Dezer­nent Marc-André Burg­dorf.

Auch die Poli­zei im Ems­land berei­tet sich auf mög­li­che Eva­ku­ie­run­gen vor, so ein Spre­cher.

Bis zum heu­ti­gen Frei­tag hat­ten die Bun­des­wehr und die Behör­den im Ems­land ver­sucht, die Bür­ger zu beru­hi­gen. Eva­ku­ie­run­gen sei­en nicht not­wen­dig und die Mes­sun­gen der Luft nach dem vor nun­mehr bereits 17 Tagen von der Bun­des­wehr ver­ur­sach­ten Brand hät­ten erge­ben, dass die­se nicht bedenk­lich sei­en.

Auch auf Anfra­ge von RT Deutsch hieß noch am Mitt­woch es bei der Pres­se­stel­le der Wehr­tech­ni­schen Dienst­stel­le 91, dass Eva­ku­ie­run­gen so gut wie aus­ge­schlos­sen sei­en.

Nun wur­de doch der Kata­stro­phen­fall aus­ge­ru­fen. Eine Eva­ku­ie­rung der Gemein­den Groß Stavern und Klein Stavern mit rund 1.000 Ein­woh­nern kön­ne nicht mehr aus­ge­schlos­sen wer­den, teil­te Land­rat Rein­hard Win­ter mit.

Eine ganz kon­kre­te Pro­gno­se ist der­zeit nicht mög­lich, den­noch ist zu erwar­ten, dass sich Rauch­be­läs­ti­gung und Fun­ken­flug ver­schär­fen.”

Der Deut­sche Wet­ter­dienst (DWD) hat­te bereits im Vor­feld für Frei­tag höhe­re Wind­stär­ken ange­kün­digt, die den Brand wei­ter anfa­chen könn­ten.

Eine Kalt­front wird über das Gebiet zie­hen”, so DWD-Meteo­ro­lo­ge Mar­kus Eif­ried. “Dort sind Sturm­bö­en von rund 75 Stun­den­ki­lo­me­tern mög­lich.”

Mehr zum The­ma — Moor­brand : Kata­stro­phen­fall aus­ge­ru­fen — Eva­ku­ie­rung mög­lich

Der Land­kreis sei gut vor­be­rei­tet und wol­le kei­ne Unru­he erzeu­gen.

Da der Schutz der Bevöl­ke­rung für uns an ers­ter Stel­le steht, möch­ten wir aber die Staver­ner früh­zei­tig dar­auf auf­merk­sam machen, dass eine Eva­ku­ie­rung nicht mehr undenk­bar ist.”

Von einer Kata­stro­phe spre­chen Behör­den, wenn die Bedro­hung von vie­len Men­schen, umfang­rei­chen Sach­wer­ten oder natür­li­chen Lebens­grund­la­gen so gra­vie­rend ist, dass die betrof­fe­ne Kom­mu­ne über­for­dert ist.

Das bedeu­tet, dass die Lage nur beherrscht wer­den kann, indem über­re­gio­nal Ein­satz­kräf­te alar­miert wer­den und ein Kri­sen­stab ein­ge­rich­tet wird. Ist das gege­ben, wird der Kata­stro­phen­fall aus­ge­ru­fen. Der Kata­stro­phen­fall ist dabei gleich­be­deu­tend mit Kata­stro­phen­alarm.

Brand­de­lik­te und Umwelt­de­lik­te — Staats­an­walt­schaft ermit­telt

Der groß­flä­chi­ge Moor­brand in Nie­der­sach­sen beschäf­tigt seit die­ser Woche auch die Jus­tiz. Die Staats­an­walt­schaft Osna­brück lei­te­te ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein.

Da kom­men Brand­de­lik­te in Betracht, ins­be­son­de­re die Brand­stif­tung und mög­li­cher­wei­se auch Umwelt­de­lik­te, wenn beson­ders geschütz­te Gebie­te wie Natur­schutz­ge­bie­te betrof­fen sind”, sag­te Behör­den­spre­cher Alex­an­der Rete­mey­er.

Bereits seit Anfang Sep­tem­ber brennt das rie­si­ge Gebiet im Ems­land, nach­dem von einem Bun­des­wehr-Hub­schrau­ber Rake­ten abge­feu­ert wur­den. Anfangs ver­such­te die Bun­des­wehr­feu­er­wehr schein­bar ver­geb­lich, den Brand in den Griff zu bekom­men. Eine Flä­che von mehr als 1.000 Fuß­ball­fel­dern ist der­zeit betrof­fen.

Die Ein­satz­kräf­te sind auf 1.300 Per­so­nen ver­stärkt wor­den, dar­un­ter Feu­er­wehr­leu­te der Bun­des­wehr, zivi­le Feu­er­weh­ren und das Tech­ni­sche Hilfs­werk. Aus Husum sind am Don­ners­tag­abend ers­te Kräf­te des Spe­zi­al­pio­nier­re­gi­ments 164 ein­ge­trof­fen.

Erschwert wird der Lösch­ein­satz, weil in dem seit 1876 als Übungs­ge­län­de genutz­ten Moor Blind­gän­ger ver­mu­tet wer­den. Aus Sicher­heits­grün­den kön­nen die Feu­er­wehr­leu­te das Moor­ge­län­de nicht über­all betre­ten. Ein Feu­er­wehr­ein­satz­lei­ter vor Ort, der unge­nannt blei­ben möch­te, sag­te zu RT Deutsch

Es ist rich­tig schlimm hier.”

In Tei­len des Gebie­tes sei der Brand inzwi­schen ein­ge­dämmt, in ande­ren nicht, sag­te ein Bun­des­wehr­spre­cher am Don­ners­tag. Ins­ge­samt sei das Feu­er aber “unter Kon­trol­le”.

Der Brand kann sich nicht wei­ter aus­brei­ten,” hieß es Don­ners­tag.

Um unter­ir­di­sche Glut­nes­ter zu löschen, pum­pen die Ein­satz­kräf­te Was­ser­mas­sen in den Boden. “Es wur­den Kanä­le gegra­ben und bestehen­de Kanä­le mit Was­ser gefüllt”, erklär­te ein Bun­des­wehr­spre­cher. Um eine Aus­brei­tung des Bran­des zu ver­hin­dern, wur­de das Gebiet unter ande­rem mit Was­ser­läu­fen abge­rie­gelt. Zudem wur­den Wald­schnei­sen geschla­gen, Büsche und Gehölz abge­tra­gen. So soll ver­hin­dert wer­den, dass sich der Brand durch Fun­ken­flug erneut aus­brei­ten kann.

Der nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us (SPD) kri­ti­sier­te die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Bun­des­wehr über den Brand. Die Lan­des­be­hör­den sei­en bis­lang nicht offi­zi­ell über den Aus­bruch des Moor­bran­des infor­miert wor­den ; ledig­lich inof­fi­zi­ell habe das Kom­pe­tenz­zen­trum Groß­scha­dens­la­gen des Innen­mi­nis­te­ri­ums am 13. Sep­tem­ber durch die Anfor­de­rung von Feu­er­wehr­ma­te­ri­al davon erfah­ren, sag­te Pis­to­ri­us am Don­ners­tag im Innen­aus­schuss des Land­ta­ges.

Die Infor­ma­ti­ons­po­li­tik der Bun­des­wehr ist nicht nach­voll­zieh­bar.”

Zuvor hat­te die “Neue Osna­brü­cker Zei­tung” über die Kri­tik von Pis­to­ri­us berich­tet. Dem Bericht zufol­ge beton­te der Minis­ter, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Zusam­men­ar­beit hät­ten sich inzwi­schen ver­bes­sert. Doch auch der Chef­re­dak­teur der loka­len Mep­pe­ner Tages­post kom­men­tier­te, es sei eine “Infor­ma­ti­ons­po­li­tik”, die die­sen Titel nicht ver­die­ne.

Ärz­te wider­spre­chen Bun­des­wehr bezüg­lich Gesund­heits­ge­fah­ren

Auf­grund der unkla­ren Situa­ti­on saßen Anwoh­ner eini­ger Gemein­den bereits auf gepack­ten Kof­fern, da die Mög­lich­keit von Eva­ku­ie­run­gen erwo­gen wur­de.

Zwar hieß es am Don­ners­tag noch, die Rauch­ent­wick­lung lie­ge gemäß Mes­sun­gen unter Wer­ten, die gesund­heit­lich bedenk­lich sei­en. Doch sowohl Anwoh­ner als auch Repor­ter vor Ort zei­gen, dass die Luft kaum zum Atmen taugt.

Auch der Bun­des­ver­band der Pneu­mo­lo­gen, Schlaf- und Beatmungs­me­di­zi­ner wider­spricht der Ein­schät­zung der Bun­des­wehr, von dem Brand gehe kei­ne Gefahr aus. 

Die Rauch­wol­ke führt zu einer mas­si­ven Fein­staub­be­las­tung und ist eine Gefahr für die Gesund­heit”, sagt Spre­cher Dr. Micha­el Bar­c­zok zu der Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung.

Je nach­dem, wie der Wind gera­de ste­he, sei es für Anwoh­ner so, als ob sie sich in einen kom­plett ver­räu­cher­ten Raum set­zen, so Bar­c­zok. “Es ist, als ob sie fünf Ziga­ret­ten gleich­zei­tig rau­chen – nur ohne Niko­tin”

Die Bun­des­wehr gestand am Don­ners­tag ledig­lich ein,

durch den Brand auf dem Gelän­de der WTD 91 ist die Bevöl­ke­rung durch die Rauch­ent­wick­lung stark beein­träch­tigt.

Dass der Brand von der Bun­des­wehr ver­ur­sacht wur­de, stößt bei vie­len Men­schen auf Unver­ständ­nis.

Die Übun­gen der Bun­des­wehr im Moor­ge­biet mit Rake­ten und sons­ti­ger Muni­ti­on müs­sen ab sofort ein­ge­stellt wer­den”, for­der­te Land­tags­vi­ze­prä­si­den­tin Meta Jans­sen-Kucz.

Der Schutz von Mensch und Natur im Nord­wes­ten habe “abso­lu­ten Vor­rang,” so die Grü­nen-Abge­ord­ne­te. Die Bun­des­wehr müs­se lücken­los und regel­mä­ßig über den Stand der Lösch­ar­bei­ten, über vor­han­de­ne Muni­ti­ons­res­te und die davon aus­ge­hen­den Gefah­ren infor­mie­ren.

Auch die CDU-Frak­ti­on im Land­tag ver­lang­te Auf­klä­rung :

Ich erwar­te von der Bun­des­wehr, dass sie erklärt, war­um über­haupt bei der extre­men Tro­cken­heit mit Rake­ten geübt wur­de und ob alle Sicher­heits­vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten wur­den”, so Frak­ti­ons­chef Dirk Toe­pffer. Die Men­schen müss­ten umfas­send über mög­li­che Gefah­ren durch die Rauch­ent­wick­lung infor­miert wer­den. “Hier darf nichts ver­harm­lost wer­den.”

RT Deutsch


Orbán : Ungarn will, dass die russische Turkish Stream-Pipeline nach Europa verlängert wird


Vik­tor Orbán besuch­te die­se Woche Mos­kau und sprach bei einem Tref­fen mit dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin über das Poten­zi­al des Pro­jek­tes der Tur­kish Stream-Pipe­line :

Es ist kein Geheim­nis, dass Ungarn wünscht, dass die Pipe­line, die nahe dem Süd­rand unse­res Lan­des gebaut wird, durch Ungarn ver­läuft.

Die Län­der ver­ein­bar­ten für 2020 wei­te­re Gas­lie­fe­run­gen von Russ­land nach Ungarn, denn das der­zei­ti­ge Abkom­men über die Lie­fe­rung von rus­si­schem Gas nach Ungarn läuft im sel­ben Jahr aus. Am Vor­abend der Gesprä­che zwi­schen Putin und Orbán sag­te der unga­ri­sche Außen­mi­nis­ter Péter Szi­jjár­tó, dass Ungarn erwar­te, dass es auch nach dem genann­ten Zeit­raum wei­ter­hin rus­si­sches Gas kau­fen wer­de.

Im Gespräch mit Orbán unter­strich Putin :

Ich schlie­ße nicht aus, dass nach der Fer­tig­stel­lung des Tur­kish Streams eine sei­ner Land­ver­län­ge­run­gen durch Ungarn gehen könn­te.

Mehr zum The­ma — Putin : Russ­lands Erd­gas­lei­tung in die Tür­kei wird auf Euro­pa aus­ge­dehnt

Die Tur­kish Stream-Pipe­line wur­de im Okto­ber 2016 von Russ­land und der Tür­kei ver­ein­bart. Die ers­te Gas-Pipe­line ist für die Ver­sor­gung der tür­ki­schen Ver­brau­cher und die zwei­te für die Län­der Süd- und Süd­ost­eu­ro­pas vor­ge­se­hen. Es wird erwar­tet, dass das euro­päi­sche Teil­stück die Abhän­gig­keit Russ­lands vom Tran­sit durch die Ukrai­ne ver­rin­gern wird. Jede der Pipe­lines hat eine maxi­ma­le Kapa­zi­tät von 15,75 Mil­li­ar­den Kubik­me­tern pro Jahr.

Im Juni bat der bul­ga­ri­sche Pre­mier­mi­nis­ter Boj­ko Boris­sow Russ­land, den Tur­kish Stream bis zu sei­nem Land aus­zu­deh­nen. Der rus­si­sche Gas­rie­se Gaz­prom plant, die Pipe­line nach Bul­ga­ri­en, Ungarn und Ser­bi­en zu erwei­tern.

RT Deutsch


Von Ben-Gurion-Flughafen nach Jerusalem : Israel öffnet Zugstrecke durch Westjordanland


Das ist ein his­to­ri­scher Moment”, sag­te Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu am Don­ners­tag. Ab kom­men­den Diens­tag kön­nen Pas­sa­gie­re zunächst nach Vor­anmel­dung kos­ten­los auf der elek­tri­fi­zier­ten Stre­cke fah­ren. 21 Minu­ten wer­de die noch ver­lang­sam­te Fahrt vor­erst dau­ern, schrieb die Times of Isra­el.

2011 hat­te sich die Deut­sche Bahn als Bera­te­rin aus dem Pro­jekt zurück­ge­zo­gen. Die umstrit­te­nen Abschnit­te im West­jor­dan­land ver­lau­fen hin­ter der von Isra­el errich­te­ten Sperr­mau­er auf israe­li­scher Sei­te, wie der Lei­ter der Kar­ten­ab­tei­lung der Ara­bi­schen Stu­di­en­ge­sell­schaft, Cha­lil Tufak­dschi sag­te.

Die Stre­cke auch mit Anschluss an Tel Aviv soll nach Medi­en­be­rich­ten in bis zu sechs Mona­ten voll geöff­net wer­den. Dann soll es mög­lich sein, in weni­ger als 30 Minu­ten von Tel Aviv nach Jeru­sa­lem zu fah­ren. Aktu­ell dau­ert die Zug­fahrt rund 1,5 Stun­den. Nach Anga­ben des Trans­port­mi­nis­te­ri­ums wur­de das Pro­jekt im Jahr 2001 geneh­migt — für umge­rech­net knapp 1,7 Mil­li­ar­den Euro. Die Arbei­ten soll­ten 2008 abge­schlos­sen sein. (dpa)

Mehr zum The­ma — “Will­kür­lich und inak­zep­ta­bel” — Isra­el ver­wei­gert EU wie­der­holt Zugang zum Gaza­strei­fen

RT Deutsch


Nach Bildern von IS-Hinrichtungen : Gericht ordnet psychiatrische Untersuchung von Marine Le Pen an


Mari­ne Le Pen ver­öf­fent­lich­te die Anord­nung auf Twit­ter. “Dafür, dass ich die Schre­cken des Isla­mi­schen Staa­tes durch die Tweets ver­ur­teil­te, schickt mich die soge­nann­te ‘Jus­tiz’ zur psych­ia­tri­schen Unter­su­chung. Wie weit wer­den die gehen?!”, schrieb die empör­te Poli­ti­ke­rin auf Twit­ter. Sie bezeich­ne­te die Anord­nung als “Hal­lu­zi­na­ti­on” und füg­te hin­zu, “die­ses Régime” mache ihr lang­sam Angst.

Mehr zum The­ma — Frank­reich : Bil­dungs­mi­nis­ter schlägt Ara­bi­sche Spra­che für Lehr­plan vor als Schutz vor Sala­fis­mus

RT Deutsch


Ergebnis üblicher Arroganz Israels”: Assad bekundet Putin nach Abschuss der Il-20 sein Beileid


Dem­nach drück­te Assad sei­ne Zuver­sicht aus, dass der Vor­fall den Kampf gegen den Ter­ro­ri­mus in Syri­en nicht beein­flus­se.

Zunächst hat­te Mos­kau Isra­el vor­ge­wor­fen, des­sen Jets hät­ten hin­ter der rus­si­schen Maschi­ne Deckung gesucht und sie in Gefahr gebracht. Isra­el gab hin­ge­gen Syri­en die Schuld. Am Diens­tag schluss­fol­ger­te aber der rus­si­sche Staats­chef Putin, dass der Abschuss des Flug­zeu­ges durch eine syri­sche Flug­ab­wehr­ra­ke­te eine “Ver­ket­tung tra­gi­scher Zufäl­le” gewe­sen sei. (dpa/rt deutsch)

Mehr zum The­ma — Anruf von Netan­ja­hu bei Putin : Bei­leids­be­kun­dun­gen und War­nun­gen an den Iran

RT Deutsch


Vier Menschen erkranken an Krebs nach Transplantationen von gleichem Organspender


Die 53-jäh­ri­ge Organ­spen­de­rin, die im Jahr 2007 an einem Schlag­an­fall starb, wuss­te nichts von ihrer Erkran­kung. Stan­dart­tests, die vor der Organ­ent­nah­me durch­ge­führt wur­den, zeig­te die Erkran­kung eben­so nicht an. Des­we­gen wur­den ihre Lun­gen, Nie­ren, Leber und Herz trans­plan­tiert. Nun wird ver­mu­tet dass die Organ­spen­de­rin Mikro­me­ta­sta­sen hat­te, die zu klein waren, um ent­deckt zu wer­den.

Die vier­te Pati­en­tin konn­te nur über­le­ben, weil sie die Ein­nah­me von Arz­nei­en zur Immun­sup­pres­si­on stopp­te. 

Mehr zum The­ma — US-Bür­ge­rin bekommt Baby nach Gebär­mut­ter-Trans­plan­ta­ti­on 

RT Deutsch


Chemnitz : Tatverdächtiger Iraker wieder frei – Fahndung nach drittem Täter


You­sif A. saß seit drei Wochen in Haft, weil er im Ver­dacht stand, Dani­el H. in Chem­nitz getö­tet zu haben. Nun ist er nach Anga­ben der Chem­nit­zer Staats­an­walt­schaft frei. Zuvor hat­te sein Anwalt das Feh­len jeg­li­cher Bewei­se gegen sei­nen Man­dan­ten moniert. Sput­nik fasst das Wich­tigs­te zu die­ser Wen­dung im Chem­nit­zer Mord­fall zusam­men.
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Nach Raketenangriff auf Latakia : Russisches Militärflugzeug mit 14 Menschen an Bord vermisst


Das Auf­klä­rungs­flug­zeug des Typs Il-20 sei bereits am spä­ten Mon­tag­abend nicht mehr zu orten gewe­sen, hieß es dem­nach. Zu der Zeit hät­ten israe­li­sche Kampf­jets des Typs F-16 Zie­le in der syri­schen Küs­ten­pro­vinz Lata­kia ange­grif­fen, sag­te der Minis­te­ri­ums­mit­ar­bei­ter dem­nach wei­ter. Eine fran­zö­si­sche Fre­gat­te habe zur glei­chen Zeit Rake­ten abge­feu­ert.

Der letz­te Kon­takt zu der rus­si­schen Maschi­ne habe gegen 23.00 Uhr Mos­kau­er Zeit (0.00 Uhr MEZ) statt­ge­fun­den, hieß es dem­nach. Das Flug­zeug habe sich auf dem Rück­weg zu der rus­si­schen Mili­tär­ba­sis Hmeimim nahe der Küs­te im Wes­ten Syri­ens befun­den. (dpa)

Mehr zum The­ma — Syri­sche Staats­me­di­en : Rake­ten­an­griff auf Lata­kia

RT Deutsch


Nach israelischer Attacke : Russlands Militärflugzeug verschwindet vom Radar in Syrien


Nach Anga­ben des rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums ist am 17 Sep­tem­ber spät abends ein rus­si­sches Mili­tär­flug­zeug des Typs Il-20 bei einem Flug nahe des rus­si­schen Luft­stütz­punkts Hmeimim in Syri­en vom Radar ver­schwun­den.
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Theresa May droht Abgeordneten : Entweder Zustimmung nach ihrer Fasson oder gar kein Brexit-Deal


Im März 2019 soll der Bre­x­it erfol­gen. Aber die bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May erhält Gegen­wind aus ihrer eige­nen Par­tei. Ihre kon­ser­va­ti­ven Par­tei­kol­le­gen dro­hen damit, Mays Plä­ne schei­tern zu las­sen, und dis­ku­tier­ten, wie man die Ära May been­den könn­te. Die Pre­mier­mi­nis­te­rin ihrer­seits warnt die Abge­ord­ne­ten, sie müss­ten ent­we­der für ihren Plan stim­men, oder es gebe kein Bre­x­it-Abkom­men. The­re­sa May for­dert eine Frei­han­dels­zo­ne mit der EU.

Über die Debat­ten um ihre Per­son sag­te sie der BBC :

Es irri­tiert mich ein wenig, aber die­se Debat­te ist nicht über mei­ne Zukunft, die­se Debat­te ist über die Zukunft der Men­schen Groß­bri­tan­ni­ens und die Zukunft des Ver­ein­ten König­reichs.

Der Lon­do­ner Bür­ger­meis­ter Sadiq Khan for­dert ein zwei­tes Refe­ren­dum. Er sieht die Gefahr, dass es ent­we­der gar kein Abkom­men oder ein schlech­tes Abkom­men geben wer­de :

Bei­des ist unbe­schreib­lich ris­kant, und ich glau­be nicht, dass The­re­sa May das Man­dat hat, so scham­los mit der bri­ti­schen Wirt­schaft und den Lebens­grund­la­gen der Men­schen zu zocken.

Die Regie­rungs­leis­tun­gen bezeich­ne­te er als “erbärm­lich”. Die­se Ansicht teilt laut einer Stu­die von Com­Res auch die Mehr­heit der bri­ti­schen Bür­ger (79 Pro­zent). An die­ser nah­men 1.002 bri­ti­sche Bür­ger teil. Die Hälf­te der Umfra­ge­teil­neh­mer (54 Pro­zent) sind der Ansicht, der Bre­x­it wer­de sie in Zukunft finan­zi­ell schlech­ter daste­hen las­sen. Auch die EU wird für ihre Ver­hand­lungs­stra­te­gie kri­ti­siert. 63 Pro­zent wer­ten die EU-Ver­hand­lun­gen als schlecht.

Eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung in den Bre­x­it-Ver­hand­lun­gen ist nach wie vor die neue EU-Außen­gren­ze zwi­schen der Repu­blik Irland und dem bri­ti­schen Nord­ir­land. Ein Bar­code-Kon­troll­sys­tem für Con­tai­ner mit Waren an der Gren­ze könn­te hel­fen, den Han­del nicht zu beein­träch­ti­gen.

Die bri­ti­sche Regie­rung gab bereits eine Rei­he von War­nun­gen an ihre Bür­ger her­aus, in denen die Fol­gen eines No-Bre­x­it-Deals dar­ge­legt wer­den. Die bri­ti­sche Poli­zei berei­tet sich unter­des­sen gemein­sam mit dem Mili­tär auf mög­li­che anar­chi­sche Zustän­de im Land vor, soll­ten die Ver­hand­lun­gen schei­tern. Die Regie­rung legt zudem Lebens­mit­tel­vor­rä­te und Blut­kon­ser­ven an.

Mehr zum The­ma Ohne Bre­x­it-Deal mit der EU : Bri­ti­sche Regie­rung for­mu­liert War­nun­gen an Bür­ger

RT Deutsch