50 neue Hinweise bei Suche nach Ex-RAF-Terroristen


Anfang Juni hat­te die Behör­de neue, aller­dings mehr als 30 Jah­re alte Fotos von Danie­la Klet­te ver­öf­fent­licht. Gemein­sam mit den ehe­ma­li­gen Ter­ro­ris­ten Ernst-Vol­ker Staub und Burk­hard Gar­weg soll die nun 61-Jäh­ri­ge teils mit schwe­rer Waf­fen­ge­walt vor allem in Nord­deutsch­land Geld­trans­por­ter, Kas­sen­bü­ros und Super­märk­te über­fal­len haben. Die drei gehö­ren zur soge­nann­ten drit­ten Genera­ti­on der RAF. Auf ihr Kon­to sol­len auch meh­re­re Mor­de gehen, so an Deut­sche-Bank-Chef Alfred Herr­hau­sen im Jahr 1989 und Treu­hand-Chef Det­lev Kars­ten Roh­wed­der im Jahr 1991.

Nach Jahr­zehn­ten im Unter­grund gerie­ten die drei Links­ter­ro­ris­ten nach einem Raub­über­fall auf einen Geld­trans­por­ter im Juni 2016 in Stuhr bei Bre­men wie­der ins Visier der Poli­zei. Von den drei­en wur­den nach der Tat Fin­ger­ab­drü­cke gefun­den. Gefahn­det wur­de im Anschluss in Nord­deutsch­land, den Nie­der­lan­den, wohin eine Spur wies, sowie in Spa­ni­en, Frank­reich und Ita­li­en. “Zu den noch lau­fen­den Ermitt­lun­gen kön­nen wir aus ermitt­lungs­tak­ti­schen Grün­den kei­ne wei­te­ren Anga­ben machen”, sag­te ein LKA-Spre­cher auf Anfra­ge. (dpa)

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Haben unser Land zerstört” – Algerien denkt über Reparationen von Ex-Kolonialmacht Frankreich nach


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Die schmerz­haf­te Geschich­te zwi­schen Paris und Algier ist auf bei­den Sei­ten bis heu­te weder auf­ge­ar­bei­tet noch ver­ar­bei­tet. In einer Video­über­tra­gung vom 15. Juli for­der­te nun der amtie­ren­de Gene­ral­se­kre­tär der Natio­na­len Vete­ra­nen­or­ga­ni­sa­ti­on, Mohand Oua­mar Ben­el­h­adj, das alge­ri­sche Par­la­ment dazu auf, einen Gesetz­ent­wurf zur Kri­mi­na­li­sie­rung der fran­zö­si­schen Kolo­ni­sa­ti­on vor­zu­schla­gen. Dies wür­de den Weg für gesetz­li­che Ent­schä­di­gungs­for­de­run­gen öff­nen.

Wie die Infor­ma­ti­ons­platt­form Tout sur l’Algérie (TSA) erklärt, wäre eine sol­che Maß­nah­me eine Ant­wort auf Arti­kel 4 des fran­zö­si­schen Geset­zes vom 23. Febru­ar 2005, in dem “die posi­ti­ve Rol­le der fran­zö­si­schen Prä­senz im Aus­land, ins­be­son­de­re in Nord­afri­ka, aner­kannt wird”. Die­se Bestim­mung wur­de vom dama­li­gen Prä­si­den­ten Jac­ques Chi­rac nach Pro­tes­ten in Frank­reich und ins­be­son­de­re in Alge­ri­en wie­der zurück­ge­zo­gen.

Die Fran­zo­sen haben in die­sem Gesetz die posi­ti­ven Din­ge der Kolo­ni­sie­rung erwähnt, wäh­rend es sich für uns um kolo­nia­le Ver­bre­chen han­del­te. Eine 130-jäh­ri­ge Beset­zung ist für sie zu einer ‘zivi­li­sa­to­ri­schen Mis­si­on’ gewor­den”, so Mohand Oua­mar Ben­el­h­adj. Und er ergänz­te :

Wir müs­sen die Fran­zo­sen zur Ver­ant­wor­tung zie­hen. Das alge­ri­sche Par­la­ment muss ein Gesetz vor­schla­gen, um von Frank­reich Ent­schä­di­gung zu ver­lan­gen. Wir wol­len, dass es in unse­rem Land ein Gesetz gibt, das die fran­zö­si­sche Kolo­ni­sa­ti­on als Zer­stö­rung und Völ­ker­mord bezeich­net. Sie woll­ten die Alge­ri­er durch die fran­zö­si­sche Bevöl­ke­rung erset­zen. Es war eine Sied­lungs­ko­lo­ni­sa­ti­on. Das Par­la­ment muss reagie­ren. Es ist nie zu spät, das Rich­ti­ge zu tun […] Wir sind kei­ne Bett­ler, es ist das Recht der Alge­ri­er und Alge­ri­ens. Sie haben ein Land zer­stört.

Die Fran­zo­sen hät­ten laut Mohand Oua­mar Ben­el­h­adj in Alge­ri­en nur “Klei­nig­kei­ten hin­ter­las­sen”, “Din­ge ohne Wert”. Den­noch for­der­ten Fran­zo­sen, die in Alge­ri­en gelebt haben, immer noch Ent­schä­di­gun­gen für “das hin­ter­las­se­ne Eigen­tum”. Dabei sei­en “Tau­sen­de von Dör­fern, Städ­ten und Häu­sern ent­we­der durch Bom­bar­die­rung oder durch Leer­stand nach der Umgrup­pie­rung der [alge­ri­schen] Bevöl­ke­rung [in Lagern] zer­stört wor­den”. Die Men­schen sei­en gezwun­gen wor­den, ihre Häu­ser zu ver­las­sen. Es gäbe Hun­dert­tau­sen­de von Häu­sern, die die Fran­zo­sen unter sich auf­ge­teilt hät­ten. Dies gel­te auch für frucht­ba­re land­wirt­schaft­li­che Flä­chen.

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Morddrohung nach Tagesthemen-Kommentar zu AfD — Sender zeigt an 


Der WDR-Jour­na­list Georg Rest­le hat­te am 11. Juli in einem Kom­men­tar für die Tages­the­men im Ers­ten unter ande­rem gesagt die AfD agie­re als der “par­la­men­ta­ri­schen Arm” der Iden­ti­tä­ren Bewe­gung. Die Par­tei müs­se als “rechts­ex­tre­mis­tisch” ein­ge­stuft wer­den, for­der­te er wei­ter.

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Zum genau­en Inhalt des Droh­schrei­bens wur­de zunächst nichts bekannt. Ob der WDR Anzei­ge gegen Unbe­kannt oder eine Per­son gestellt hat, war erst unklar.

Das Schrei­ben ist dem Anschein nach dem rechts­ex­tre­men Spek­trum zuzu­ord­nen”, berich­te­te eine WDR-Spre­che­rin in Köln.

Die Staats­an­walt­schaft Köln war am Frei­tag zunächst nicht erreich­bar. WDR-Inten­dant Tom Buhr­ow sag­te zu dem Gesche­hen :

Dass es eine Mord­dro­hung gegen einen unse­rer Jour­na­lis­ten gibt, ent­setzt und erschüt­tert mich. Georg Rest­le ist ein aus­ge­zeich­ne­ter inves­ti­ga­ti­ver Jour­na­list, der die poli­ti­sche Land­schaft in Deutsch­land kri­tisch beglei­tet.”

Frank Stach, Vor­sit­zen­der des nord­rhein-west­fä­li­schen Lan­des­ver­bands des Deut­schen Jour­na­lis­ten-Ver­ban­des (DJV-NRW), teil­te am Frei­tag­abend mit

Wir ver­ur­tei­len die wider­li­che Mord­dro­hung gegen den Jour­na­lis­ten Georg Rest­le und ste­hen an sei­ner Sei­te.”

Der Fall Lüb­cke habe erst vor weni­gen Wochen gezeigt, wohin Hass füh­ren kön­ne.

Es muss kon­se­quent gegen Brand­stif­ter vor­ge­gan­gen wer­den, die Hass den Boden berei­ten”, sag­te er wei­ter.

Der hes­si­sche Regie­rungs­prä­si­dent Wal­ter Lüb­cke (CDU) war am 2. Juni in sei­nem Haus im Land­kreis Kas­sel erschos­sen wor­den. Der Poli­ti­ker hat­te sich für eine huma­ni­tä­re Flücht­lings­po­li­tik aus­ge­spro­chen und war seit­her als “Vater­lands­ver­rä­ter” Belei­di­gun­gen und Bedro­hun­gen aus­ge­setzt, auf der Sei­te der AfD fan­den sich Kom­men­ta­re mit Auf­ru­fen zum Mord an Lüb­cke über meh­re­re Jah­re bis zum Juni. Der Gene­ral­bun­des­an­walt geht bei dem Mord von einem rechts­ex­tre­men Hin­ter­grund aus.

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Im Juli gab es Berich­te, wonach die AfD-Rechts­au­ßen­grup­pie­rung “Flü­gel” unter Füh­rung von Björn Höcke ein Bünd­nis mit Bun­des­tags-Frak­ti­ons­chefin Ali­ce Wei­del geschlos­sen haben. Wei­del sei klar, “dass die Par­tei Björn Höcke und sein Netz­werk nicht abschüt­teln kann, ohne Scha­den zu neh­men”, zitier­te der Spie­gel den Ver­le­ger Götz Kubit­schek der dem­nach Höcke nahe steht und ver­mit­telt haben soll.

Der ehe­ma­li­ge AfD-Chef Sach­sen-Anhalts, André Pog­gen­burg, bezeich­ne­te unter Jubel Tür­ken als “Kamel­trei­ber” und hetz­te im Nazi­jar­gon über Lin­ke als “Wuche­run­gen am deut­schen Volks­kör­per.” AfD-Poli­ti­ker Nico­laus Fest sag­te öffent­lich, Ange­la Mer­kel müs­se “erlegt” wer­den. Gau­land sprach davon, Mer­kel zu “jagen.” Der säch­si­sche AfD-Poli­ti­ker Maxi­mi­li­an Krah kün­dig­te beim Lan­des­par­tei­tag am 1. Juni mit Bezug auf die Grü­nen an “Wir schie­ßen uns den Weg frei.” In einem Chat hat ein AfD– Land­tags­mit­ar­bei­ter in Baden-Würt­tem­berg sei­ne Wün­sche noch deut­li­cher gemacht :

Ich wün­sche mir so sehr einen Bür­ger­krieg und Mil­lio­nen Tote. Frau­en, Kin­der. Mir egal. Haupt­sa­che es geht los.” Und : “Ich will auf Lei­chen pis­sen und auf Grä­bern tan­zen. Sieg Heil!”

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Der Mei­nungs­bei­trag des WDR-Jour­na­lis­ten Rest­le wur­de bei der kri­ti­sier­ten Par­tei nicht eben sport­lich auf­ge­nom­men. AfD-Chef Jörg Meu­then nann­te in einer Rede mar­tia­li­sche Kon­se­quen­zen, als wol­le er den Kom­men­tar über die Radi­ka­li­tät der Par­tei bei­na­he bestä­ti­gen :

Es wür­de mich wirk­lich mal inter­es­sie­ren, was eigent­lich gesche­hen wür­de, wenn sagen wir mal ein Georg Rest­le von der ARD oder ein Johan­nes Kahrs von der SPD hier in Cott­bus auf die­sem Platz ihre absur­de For­de­rung nach einem Ver­bot der AfD und damit der ein­zi­gen wah­ren Oppo­si­ti­on in die­sem Land öffent­lich wie­der­ho­len wür­den. Ich glaub’, ich weiß, was dann pas­sie­ren wür­de, denen wür­de ein mehr­tau­send­fa­ches lau­tes “Haut ab” ent­ge­gen­schal­len.”

Sol­ches Rufen, befür­wor­te­te Meu­then der­ar­ti­ge Gewalt­be­reit­schaft gegen­über AfD-Kri­ti­kern, wel­che ihre Mei­nung öffent­lich äußern, sei “die ein­zig rich­ti­ge Ant­wort für sol­che absto­ßen­den Fein­de der Demo­kra­tie und für Fein­de der Frei­heit der Mei­nung und der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung. Mit uns nicht, mit uns nicht, ihr tota­li­tä­ren Schur­ken, mit uns macht ihr das nicht.”

Rest­le hat­te das wie­der­um per Twit­ter kom­men­tiert :

Zu den Äuße­run­gen Rest­les, wel­che deut­lich als Kom­men­tar gekenn­zeich­net waren, sag­te der medi­en­po­li­ti­sche Spre­cher der AfD-Bun­des­tags­frak­ti­on, Mar­tin E. Ren­ner, es sei­en “Ehr­ab­schnei­den­de Unter­stel­lun­gen”, er habe dem Inen­dan­ten des Sen­ders einen offe­nen Brief geschrie­ben.

Wer ein der­ar­ti­ges Agie­ren eines öffent­lich-recht­li­chen Sen­ders gut­heißt, den darf man wohl getrost als “links­ra­di­kal” bezeich­nen. In unse­rem Kampf für demo­kra­ti­sche Insti­tu­tio­nen prü­fen wir der­zeit wei­te­re Schrit­te, um Demo­kra­tie und Rechts­staat­lich­keit zu ihrem Recht zu ver­hel­fen,” so Ren­ner zu der Mei­nungs­äu­ße­rung.

Mehr zum The­ma — Fas­ben­ders Woche : Kli­ma­po­li­tik — AfD in der Sack­gas­se

(dpa/ rt deutsch)

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Nach Ausschreitungen von algerischen Fußballfans : Frankreich wird dieses Wochenende zur Festung


Mehr zum The­ma — “Die Bewe­gung ist nicht am Ende”: Gelb­wes­ten-Pro­tes­te in Paris zum Jah­res­tag der Revo­lu­ti­on (Video)

Kaum schei­nen sich die Kon­fron­ta­tio­nen zwi­schen den Gelb­wes­ten-Demons­tran­ten und der Poli­zei ein wenig beru­higt zu haben, wird die öffent­li­che Ord­nung in Frank­reich durch ein neu­es Phä­no­men her­aus­ge­for­dert : fei­ern­de alge­ri­sche Fuß­ball­fans. In Vor­be­rei­tung auf das Fina­le des dies­jäh­ri­gen Afri­ka-Cups am 19. Juli wur­den die Sicher­heits­maß­nah­men in fran­zö­si­schen Städ­ten und Dépar­te­ments dras­tisch aus­ge­baut.

Nach dem Halb­fi­nal­sieg gegen Nige­ria trifft Alge­ri­en nun im Fina­le in Kai­ro auf den Sene­gal. Schon nach der Par­tie gegen Nige­ria war es in ver­schie­de­nen fran­zö­si­schen Städ­ten in der Nacht vom 14. Juli zu schwe­ren Aus­schrei­tun­gen gekom­men. Die­ses Twit­ter-Video zeigt Poli­zei­kräf­te auf den Champs-Ely­sées :

Doch nicht nur in der Haupt­stadt ging es hoch her, wie die­ses Video aus Lyon zeigt :

Auch im Süden, in Avi­gnon, kam es zu Zusam­men­stö­ßen :

In Paris, dem “Epi­zen­trum der Fei­er­lich­kei­ten”, sol­len nun für das Fina­le allein im Bezirk Champs-Ely­sées wie­der min­des­tens 2.500 Poli­zis­ten mobi­li­siert wer­den.

Am 11. Juli [dem Tag des Sie­ges Alge­ri­ens im Vier­tel­fi­na­le] gab es 650 Poli­zis­ten und Gen­dar­men, wir haben unse­ren Mobi­li­sie­rungs­grad am 14. Juli auf 2.500 erhöht, die glei­che Anzahl wer­den wir am Abend des 19. Juli haben”, kün­dig­te der Pari­ser Prä­fekt Didier Lal­lement am 17. Juli an. “Auf der gesam­ten Län­ge der Ach­se Con­cor­de, Tui­le­ries und Por­te Mail­lot wird ein Sys­tem zum Schutz der Fas­sa­den von Gebäu­den und Betrie­ben und zur Rah­mung mit Über­wa­chung an der Peri­phe­rie ein­ge­rich­tet”, füg­te er hin­zu. Zudem soll es zusätz­li­che Ein­satz­kräf­te in ande­ren Bezir­ken von Paris wie Bar­bès sowie Sei­ne-Saint-Denis geben.

In den Pro­vin­zen hat der Prä­fekt der Rhô­ne eine Ver­ord­nung erlas­sen, die den Kon­sum und Ver­kauf von Alko­hol, die Ver­wen­dung von Feu­er­werks­kör­pern sowie den “Besitz oder Trans­port von Kraft­stoff in Con­tai­nern auf der öffent­li­chen Stra­ße” ver­bie­tet. Die­se Ver­bo­te gel­ten am 19. Juli am frü­hen Nach­mit­tag, weni­ge Stun­den vor Spiel­be­ginn und bis zum 20. Juli am Mor­gen.

Wie die Nach­rich­ten­agen­tur AFP berich­tet, will die Stadt Lyon Sam­mel­con­tai­ner für Glas und öffent­li­che Papier­kör­be ent­fer­nen. Zudem sol­len Bau­stel­len auf Gegen­stän­de über­prüft wer­den, die als Waf­fen oder Wurf­ge­schos­se die­nen könn­ten.

Das benach­bar­te Dépar­te­ment Ain hat beschlos­sen, nach den “erheb­li­chen Stö­run­gen der öffent­li­chen Ord­nung” vom 14. Juli ähn­li­che Maß­nah­men zu ergrei­fen. Zudem gilt ein Ver­mum­mungs­ver­bot. Die Gewalt, die am Ran­de der Fei­er­lich­kei­ten zum Sieg Alge­ri­ens über Nige­ria am 14. Juli statt­fand, hat­te bei vie­len poli­ti­schen Füh­rern, ins­be­son­de­re auf der rech­ten Sei­te des poli­ti­schen Spek­trums, Empö­rung aus­ge­löst. Für vie­le von ihnen ging der Staat zu lasch vor. Innen­mi­nis­ter Chris­to­phe Cas­ta­ner scheint, sich für das Fina­le kei­ne wei­te­re Blö­ße geben zu wol­len.

Mehr zum The­ma — CAN-Final-Ein­zug : Über 280 Fest­nah­men wegen ran­da­lie­ren­der alge­ri­scher Fuß­ball­fans in Frank­reich

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Diplomatischer Streit zwischen Türkei und USA eskaliert nach F-35-Ausschluss


Schon seit Ende 2017 dau­ert der Streit zwi­schen Anka­ra und Washing­ton um den Kauf von rus­si­schen S-400-Sys­te­men an. Nach­dem seit Ende letz­ter Woche ers­te Kom­po­nen­ten des Sys­tems in der Tür­kei ange­lie­fert wur­den, ver­kün­de­te US-Prä­si­dent Donald Trump, dass die Tür­kei aus dem F-35-Pro­gramm aus­ge­schlos­sen wer­de. Ges­tern ver­kün­de­ten die USA dann auch tat­säch­lich den Aus­schluss der Tür­kei aus dem Pro­gramm. Dar­auf folg­te eine hef­ti­ge Reak­ti­on aus Anka­ra.

Die­ser ein­sei­ti­ge Schritt ist unver­ein­bar mit dem Geist des Bünd­nis­ses und beruht nicht auf einer legi­ti­men Recht­fer­ti­gung”, erklär­te das tür­ki­sche Außen­mi­nis­te­ri­um am Mitt­woch in einer unge­wöhn­lich schar­fen Pres­se­mit­tei­lung, kurz nach­dem das Wei­ße Haus die Tür­kei offi­zi­ell aus dem F-35-Pro­gramm aus­ge­schlos­sen hat­te. “Wir for­dern die Ver­ei­nig­ten Staa­ten auf, die­sen Feh­ler rück­gän­gig, der irrepa­ra­ble Schä­den unse­rer stra­te­gi­schen Bezie­hun­gen ver­ur­sa­chen wird”, warn­te Anka­ra.

Das Minis­te­ri­um wies die Behaup­tun­gen der USA als “unzu­tref­fend” zurück, dass die S-400-Sys­te­me die Sicher­heit der F-35-Jets und der NATO gefähr­den.

Alle Ver­su­che Anka­ras, einen Kom­pro­miss mit den USA zu schlie­ßen, um das Pro­blem zu lösen, stie­ßen in Washing­ton auf tau­be Ohren. So zeig­ten US-Ver­tre­ter etwa kein Inter­es­se an der Ein­rich­tung einer Arbeits­grup­pe, um die tech­ni­schen Beden­ken Washing­tons anzu­spre­chen.

Die­se man­geln­de Ver­hand­lungs­be­reit­schaft sei “der offen­sicht­lichs­te Indi­ka­tor für das Vor­ur­teil der US-Sei­te und den feh­len­den Wil­len, das Pro­blem in gutem Glau­ben zu lösen”, so Anka­ra.

Nach­dem Washing­ton wie­der­holt damit gedroht hat­te, die Tür­kei aus dem F-35-Pro­gramm aus­zu­schlie­ßen, wenn sie die S-400-Sys­te­me über­nimmt, tat es ges­tern genau das und begrün­de­te die­sen Schritt damit, dass die rus­si­sche Tech­no­lo­gie genutzt wer­den könn­te, um Infor­ma­tio­nen über die “fort­ge­schrit­te­nen Fähig­kei­ten” der US-ame­ri­ka­ni­schen F-35-Jets zu erhal­ten.

Die USA erklär­ten, die Tür­kei kön­ne wie­der am Pro­gramm teil­neh­men, soll­ten sie die rus­si­schen Rake­ten­sys­te­me auf­ge­ben. Das hat­te Anka­ra jedoch kate­go­risch aus­ge­schlos­sen. Wie­der­holt hat­te der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan dage­gen das Inter­es­se der Tür­kei dar­an bekun­det, sich sogar an der Pro­duk­ti­on der nächs­ten Genera­ti­on der rus­si­schen Rake­ten­ab­wehr – des S-500-Sys­tems – zu betei­li­gen.

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Japan : Mindestens 20 Tote nach Brandanschlag auf Animationsstudio


Der mut­maß­li­che 41 Jah­re alte Täter wur­de ver­letzt in ein Kran­ken­haus gebracht. Min­des­tens 40 Men­schen wur­den ver­letzt, und min­des­tens 13 Men­schen kamen bei dem Brand im Ani­ma­ti­ons­stu­dio in Kyo­to ums Leben.

Ein Spre­cher des Bür­ger­meis­ters von Kyo­to erklär­te : 

20 Men­schen wur­den auf dem Boden des ers­ten Stock­werks mit Herz-Kreis­lauf-Still­stand auf­ge­fun­den. 

Die Feu­er­wehr erhielt gegen 10:35 Uhr (Orts­zeit) Anru­fe. Bil­der in den japa­ni­schen NHK-Medi­en zeig­ten auf­stei­gen­den Rauch aus dem Gebäu­de. Die meis­ten der Fens­ter waren zer­schmet­tert, die umge­ben­de Haus­wand geschwärzt. 35 Feu­er­wehr­leu­te sind im Ein­satz. Die Feu­er­wehr sag­te, es hand­le sich ver­mut­lich um Brand­stif­tung. Der Ver­däch­ti­ge habe Ben­zin rund um das Gebäu­de ver­schüt­tet. 

RT Deutsch


Nach US-Atomwaffentests : Strahlenbelastung auf Marshallinseln höher als in Fukushima und Tschernobyl


Die von Wis­sen­schaft­lern der Colum­bia Uni­ver­si­ty in New York ver­öf­fent­lich­te Stu­die ergab, dass die unter­such­ten Boden­pro­ben von vier der unbe­wohn­ten Inseln Strah­lungs­wer­te ent­hal­ten, die “signi­fi­kant” höher sind als die an den Stand­or­ten der bei­den Kata­stro­phen­ge­bie­te in Japan und der Ukrai­ne. Auf einer der Inseln wur­den die Kon­zen­tra­tio­nen radio­ak­ti­ver Par­ti­kel um eine Magnitu­de von 1.000 fest­ge­stellt.

Beson­ders beun­ru­hi­gend war der Fund von Plu­to­ni­um-238 auf Naen, einer Insel im Ron­gelap-Atoll, etwa 160 Kilo­me­ter von den Test­stand­or­ten auf Biki­ni, Enje­bi und Runit ent­fernt. Jenes Iso­top ist kein Pro­dukt von radio­ak­ti­vem Nie­der­schlag, son­dern wird im All­ge­mei­nen mit nuklea­ren Abfäl­len in Ver­bin­dung gebracht, was die Mög­lich­keit erhöht, dass Naen als Depo­nie genutzt wur­de.

Wir kön­nen nicht mit Sicher­heit sagen, dass dies der Fall war”, sag­te Iva­na Niko­lic Hug­hes, Che­mie­pro­fes­so­rin an der Colum­bia Uni­ver­si­ty und eine der Autoren der Stu­die. “Aber Men­schen soll­ten nicht auf der Insel Ron­gelap leben, bis dies auf­ge­klärt wird.”

Eine wei­te­re Stu­die tes­te­te Früch­te von meh­re­ren Inseln und stell­te fest, dass die Kon­ta­mi­na­ti­ons­ni­veaus in Län­dern, die von nuklea­ren Kata­stro­phen betrof­fen waren – dar­un­ter Russ­land, die Ukrai­ne, Weiß­russ­land und Japan – über dem Sicher­heits­ni­veau lagen.

Mehr zum The­ma — “Bom­ben­be­trieb” in Bay­ern : For­schungs­re­ak­tor läuft offen­bar ille­gal mit hoch ange­rei­cher­tem Uran

Die US-Regie­rung führ­te zwi­schen 1946 und 1958 ins­ge­samt 67 Atom­tests auf den süd­pa­zi­fi­schen Inseln wäh­rend ihres frü­hen Wett­rüs­tens mit der Sowjet­uni­on durch. Die Tests hin­ter­lie­ßen eine Spur der Kon­ta­mi­na­ti­on auf 21 Inseln zwi­schen Hawaii und Aus­tra­li­en. Obwohl sie nur sechs Pro­zent der gesam­ten US-Atom­bom­ben­test­ak­ti­vi­tä­ten aus­mach­ten, waren die Deto­na­tio­nen für mehr als die Hälf­te der gesam­ten ver­brauch­ten Ener­gie ver­ant­wort­lich.

Die bekann­tes­te von ihnen fand auf dem Biki­ni-Atoll statt, auf dem die Kern­waf­fen­test­o­pe­ra­tio­nen Ope­ra­ti­on Cross­roads und Ope­ra­ti­on Cast­le in den Jah­ren 1946 bzw. 1954 durch­ge­führt wur­den. Ers­te­re wur­de als “die ers­te nuklea­re Kata­stro­phe der Welt” bezeich­net, wäh­rend letz­te­re zu einer Explo­si­on (Cast­le Bra­vo) führ­te, die 1.000 Mal stär­ker als der US-Angriff auf Hiro­shi­ma und Naga­sa­ki wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs war.

Die Bewoh­ner des Biki­ni-Atolls wur­den von der Insel eva­ku­iert, um Platz für die Tests zu schaf­fen, und auf das klei­ne­re, unbe­wohn­te Ron­ge­rik-Atoll umge­sie­delt. Die Biki­ni­a­ner kämpf­ten von nun an ums Über­le­ben und hat­ten seit­her zwei­mal ver­sucht, die Insel zu ver­las­sen. Die US-Regie­rung hat­te ihnen eine Rück­kehr auf das Biki­ni-Atoll ver­spro­chen, sobald die­ses sicher sei.

Im Jahr 1968 ließ der dama­li­ge US-Prä­si­dent Lyn­don John­son meh­re­re hun­dert Bewoh­ner auf die Insel zurück­keh­ren. Kurz dar­auf fan­den die For­scher her­aus, dass die nuklea­re Kon­ta­mi­na­ti­on in die Nah­rungs­ket­te ein­ge­drun­gen war. Auf­grund der erhöh­ten Strah­lung eva­ku­ier­te man die Bewoh­ner erneut und zwang sie, ihren Besitz, ihre Hüt­ten und die Insel zurück­zu­las­sen. Seit dem Jahr 1978 sind kei­ne Bewoh­ner mehr auf die Insel zurück­ge­kehrt.

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Teheran : Verschwundener Öltanker wurde nach Panne im Iran repariert


Der Tan­ker im Per­si­schen Golf “war wegen tech­ni­scher Pro­ble­me in Schwie­rig­kei­ten (gera­ten)”, erklär­te der Spre­cher des ira­ni­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums, Sey­y­ed Abbas Mou­sa­vi, am Diens­tag, wie die staat­li­che ISNA-Agen­tur berich­te­te. Mou­sa­vi sag­te, dass ira­ni­sche Streit­kräf­te das Schiff in ira­ni­sche Gewäs­ser schlepp­ten und füg­te hin­zu, dass “die not­wen­di­gen Repa­ra­tu­ren durch­ge­führt wur­den.”

Obwohl Mou­sa­vi nicht genau­er nann­te, um wel­ches Schiff es sich han­delt, scheint sei­ne Aus­sa­ge die ers­te öffent­li­che Aner­ken­nung eines ira­ni­schen Beam­ten in Bezug auf den ver­miss­ten, in den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten (VAE) regis­trier­ten Tan­ker “Riah” zu sein. Das Schiff ver­ließ letz­te Woche ent­we­der die Häfen von Dubai oder Schard­scha und fuhr durch die Stra­ße von Hor­mus, bevor es von sei­nem Kurs abwich und den Iran ansteu­er­te. Kurz vor Mit­ter­nacht am Sams­tag wur­de das Tracking-Signal abrupt abge­schal­tet.

Ein Spre­cher der Ree­de­rei – Mouj-al-Bahar Gene­ral Tra­ding mit Sitz in Schard­scha –, zu der die “Riah” gehört, erklär­te Tra­de­Winds gegen­über, dass das Schiff von ira­ni­schen Behör­den “ent­führt” wor­den sei. CNN berich­te­te, dass die US-Geheim­diens­te “zuneh­mend glau­ben”, dass der Tan­ker von Mari­ne­ein­hei­ten der Ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gar­de geka­pert wur­de. Dafür nann­ten sie jedoch – wie so oft – kei­ne Bele­ge oder Quel­len.

Die Auf­merk­sam­keit der Welt­öf­fent­lich­keit wand­te sich daher Tehe­ran zu, zumal die “Riah” am sel­ben Tag ver­schwand, an dem der ira­ni­sche Revo­lu­ti­ons­füh­rer Aja­tol­lah Ali Cha­men­ei geschwo­ren hat­te, auf die Beschlag­nah­me eines ira­ni­schen Tan­kers durch das Ver­ei­nig­te König­reich Anfang die­ses Monats vor der Küs­te von Gibral­tar zu reagie­ren. Der Vor­fall ereig­ne­te sich zudem nach meh­re­ren Angrif­fen in den letz­ten Mona­ten auf Tan­ker in der Regi­on, wobei west­li­che Staa­ten den Iran beschul­dig­ten, was Tehe­ran jedoch vehe­ment abstritt.

Emi­ra­ti­sche Beam­te distan­zier­ten sich von der Mann­schaft des Tan­kers. Ein Sicher­heits­spre­cher erklär­te loka­len Medi­en gegen­über, dass “der betref­fen­de Tan­ker weder den VAE gehört noch von ihnen betrie­ben wird.” Der Tan­ker trans­por­tie­re kein emi­ra­ti­sches Per­so­nal und habe zudem kei­nen Not­ruf abge­ge­ben. “Wir beob­ach­ten die Situa­ti­on”, sag­te der Spre­cher.

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Nach Festnahme von US-Rapper in Schweden : USA fordern “faire und respektvolle” Behandlung


Bis Frei­tag muss die schwe­di­sche Staats­an­walt­schaft ent­schie­den haben, ob US-Rap­per A$ AP Rocky wei­ter­hin in Unter­su­chungs­haft bleibt, um mehr Zeit für die Ermitt­lun­gen zu haben. Gegen ihn wird wegen Kör­per­ver­let­zung ermit­telt. Am 30. Juni waren Rocky und sei­ne Entou­ra­ge in einen Stra­ßen­kampf ver­wi­ckelt. Rocky befand sich auf Tour in Schwe­den, um auf dem Smash-Musik­fes­ti­val in Stock­holm auf­zu­tre­ten. Der Musi­ker sieht sich kei­ner Schuld bewusst. Sei­ne Grup­pe und er hät­ten sich gegen eini­ge Dro­gen­ab­hän­gi­ge ver­tei­di­gen müs­sen, die auf­dring­lich gewor­den sei­en. 

Ein Spre­cher des US-Außen­mi­nis­te­ri­ums über den Fall : 

Es gibt sicher­lich eini­ge Fak­ten über die Ver­haf­tung und Inhaf­tie­rung, die Beden­ken auf­wer­fen. Wir erwar­ten von allen Regie­run­gen, ein­schließ­lich Schwe­den, dass sie ame­ri­ka­ni­sche Bür­ger fair und respekt­voll behan­deln. Wir hof­fen, dass Rocky und sei­ne Kol­le­gen so schnell wie mög­lich wie­der auf Tour­nee gehen und sich bald wie­der mit Freun­den und Fami­lie tref­fen wer­den. 

Der Rap­per befin­det sich der­zeit im Kro­n­oberg­häk­tet Arrest. Es wur­de eine Peti­ti­on unter dem Namen #Fre­e­Ro­cky­Mo­ve­ment gestar­tet, um den Rap­per aus den, laut Berich­ten des Por­tals TMZ, mise­ra­blen Zustän­den der Anstalt zu befrei­en. Das Was­ser sei ver­schmutzt, das Essen unge­nieß­bar. Zudem wür­de ein psy­chisch gestör­ter Mann in der Zel­le neben Rocky mit Kot um sich wer­fen. Kon­takt zur Außen­welt sei Rocky nicht gestat­tet. 

Mehr als 600.000 Unter­schrif­ten kamen für die Frei­las­sung Rockys zusam­men, dar­un­ter auch von Jus­tin Bie­ber, Nicki Minaj und Shawn Men­des. Eini­ge US-Musik­kol­le­gen kün­dig­ten an, kei­ne Rei­sen mehr in skan­di­na­vi­sche Län­der anzu­tre­ten. Rocky könn­ten bis zu sechs Jah­ren Haft in Schwe­den dro­hen. Der Anwalt des Rap­pers, Alan Jack­son, beton­te, dass US-Prä­si­dent Donald Trump es zu sei­ner Auf­ga­be gemacht habe, US-Ame­ri­ka­ner nach Hau­se zu holen, die unbe­rech­tig­ter­wei­se fest­ge­hal­ten wer­den. Der ehe­ma­li­ge US-Bot­schaf­ter in Schwe­den, Mark Brze­zin­ski, sprach von einem ras­sis­tisch moti­vier­ten Angriff auf den Musi­ker. 

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