Jüdischer Verband gegen Suche nach Knochen von Holocaust-Opfern


Am letz­ten Diens­tag war bekannt gewor­den, dass die israe­li­sche Orga­ni­sa­ti­on Zaka von den unga­ri­schen Behör­den die Erlaub­nis erhal­ten hat­te, in der Donau nach den Kno­chen Tau­sen­der Juden zu suchen. Die­se waren im Holo­caust Ende 1944 am Buda­pes­ter Donau­ufer erschos­sen wor­den, ihre Lei­chen waren im Fluss ver­sun­ken. Die gefun­de­nen sterb­li­chen Über­res­te will die stren­gre­li­giö­se Orga­ni­sa­ti­on nach Isra­el brin­gen und dort bestat­ten.

Die dies­be­züg­li­che Geneh­mi­gung hat­te der unga­ri­sche Innen­mi­nis­ter San­dor Pin­ter nach einem Tref­fen mit sei­nem israe­li­schen Amts­kol­le­gen Arie Deri am Mon­tag in Buda­pest erteilt. Nach unga­ri­schen Medi­en­be­rich­ten nah­men Tau­cher von Zaka bereits ers­te Erkun­dun­gen in der Donau vor. Auf Kno­chen sei­en sie dabei noch nicht gestoßen.“Es ist über­flüs­sig, nach even­tu­ell noch vor­han­de­nen Kno­chen zu suchen”, hielt die Maz­si­hisz-Erklä­rung vom Don­ners­tag fest. “Es ver­stößt gegen die Toten­ru­he und die Wür­de der jüdi­schen und nicht-jüdi­schen Toten, es ver­stößt gegen die Halacha (jüdi­sches Reli­gi­ons­ge­setz).” (dpa)

Mehr zum The­ma — Wegen Anti­se­mi­tis­mus und Ter­ror : Isra­el berei­tet sich auf Mas­sen­zu­wan­de­rung fran­zö­si­scher Juden vor

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Trotz Spionagebefürchtungen : Chinesische U-Bahnzüge auf dem Weg nach Boston


Die Washing­ton Post warn­te davor, dass aus Chi­na impor­tier­te Schie­nen­fahr­zeu­ge Spio­na­ge­ge­rä­te und Spy­wa­re beinhal­ten könn­ten. Die staat­li­che Chi­na Rail­way Rol­ling Stock Cor­po­ra­ti­on (CRRC) reagier­te amü­siert, warn­te jedoch davor, dass eine sol­che “hys­te­ri­sche Men­ta­li­tät” die Fort­schrit­te bei der Moder­ni­sie­rung und Beschleu­ni­gung des U-Bahn-Ver­kehrs in den gro­ßen US-Städ­ten ver­zö­gern könn­te.

Der Kom­men­tar des U-Bahn­bau­ers erfolg­te als Ant­wort auf einen Bericht der Washing­ton Post, in dem behaup­tet wur­de, dass in Chi­na gefer­tig­te U-Bahn­wa­gen die Über­wa­chung von US-Bür­gern wäh­rend der Fahrt in den Zügen durch­füh­ren könn­ten.

Der Arti­kel ging sogar so weit, dar­auf hin­zu­wei­sen, dass Spio­na­ge­ge­rä­te und instal­lier­te Soft­ware heim­lich Bil­der und Gesprä­che von Fahr­gäs­ten auf­neh­men und beque­me Hin­ter­tü­ren in Zug­be­triebs­sys­te­men für Hacker hin­ter­las­sen könn­ten.

Die Chi­ne­sen ver­ste­cken Mal­wa­re im Sicher­heits­ka­me­ra­sys­tem eines U-Bahn-Wagens, das die Über­wa­chung von Beam­ten des Pen­ta­gons oder des Wei­ßen Hau­ses wäh­rend der Fahrt auf der Blue Line ermög­licht und die Bil­der zurück nach Peking sen­det. […] Oder ein Feh­ler in der Soft­ware, die den Zug steu­ert, das wäh­rend des Her­stel­lungs­pro­zes­ses ein­ge­fügt wur­de, erlaubt es, dass er von aus­län­di­schen Agen­ten oder Ter­ro­ris­ten gehackt wird, um einen Unfall zu ver­ur­sa­chen.

Laut der Glo­bal Times mon­tiert die CRRC ihre Züge für Bos­ton jedoch in sei­nem Werk in den USA, wobei die Tei­le ent­we­der lokal bezo­gen oder aus Chi­na impor­tiert wer­den. Die chi­ne­si­sche Fir­ma wies dar­auf hin, dass Fern­seh­ka­me­ras und ande­re Sen­so­ren in moder­nen Zügen heut­zu­ta­ge über­all auf der Welt all­täg­lich sind, um den Zug­ver­kehr zu über­wa­chen und eine schnel­le Reak­ti­on auf einen Not­fall zu gewähr­leis­ten.

Außer­dem erklär­te der chi­ne­si­sche Bahn­aus­rüs­tungs­kon­zern bereits am 18. Dezem­ber, dass das ers­te Wagen­paar sei­ne Pro­duk­ti­ons­li­nie im CRRC-Werk Spring­field City, das sich west­lich von Bos­ton befin­det, ver­las­sen habe. Gemäß einer Aus­schrei­bung, die die CRRC gewann, als sie ande­re Bie­ter unter­bot, sol­len die U-Bahn­zü­ge der nächs­ten Genera­ti­on ver­al­te­te Wagen erset­zen, die seit Jahr­zehn­ten die Blue und Oran­ge Lines in Bos­ton bedie­nen.

Zur­zeit stellt kein US-Unter­neh­men U-Bahn­zü­ge her, so dass die CRRC mit güns­ti­gen Prei­sen vier von fünf gro­ßen US-Auf­trä­gen gewin­nen konn­te, die seit 2014 ver­ge­ben wur­den. Neben Bos­ton wer­den auch Schie­nen­fahr­zeu­ge für Chi­ca­go, Los Ange­les und Phil­adel­phia her­ge­stellt.

Beam­te und Bahn­be­trei­ber in die­sen Städ­ten gaben an, dass sie wich­ti­ge Schrit­te unter­nom­men haben, um sicher­zu­stel­len, dass ihre Züge nicht mit Spy­wa­re oder ande­ren ver­däch­ti­gen Tech­no­lo­gi­en aus­ge­stat­tet sind.

Es gibt auch Gesprä­che dar­über, dass der chi­ne­si­sche U-Bahn­bau­er sogar mehr Auf­trä­ge ins Auge fasst, da New York und Washing­ton eben­falls ihre Bahn­sys­te­me moder­ni­sie­ren und ent­spre­chen­de Sys­tem­tech­nik beschaf­fen wol­len. Die Bahn­sys­te­me der bei­den Städ­te gel­ten heu­te, gemes­sen an der Sys­tem­län­ge, als die bei­den größ­ten U-Bahn-Net­ze der USA.

Unter­des­sen hat die Mas­sa­chu­setts Bay Trans­por­ta­ti­on Aut­ho­ri­ty, die Zug­ver­bin­dun­gen in Bos­ton und den angren­zen­den Gebie­ten betreibt, eben­falls betont, dass sie über robus­te Kon­trol­len ver­fügt, um die Sicher­heit ihres Sys­tems zu gewähr­leis­ten, und hin­zu­ge­fügt, dass kei­ne Soft­ware­kom­po­nen­ten für die neu­en Fahr­zeu­ge in Chi­na beschafft wer­den. Alle Cyber­si­cher­heits­ri­si­ken wür­den durch eine all­ge­mei­ne Sys­tem­si­cher­heits­ana­ly­se, die auf dem Mili­ta­ry Sys­tem Safe­ty Stan­dard des Pen­ta­gons basiert, geprüft.

Mehr zum The­ma — “Natio­na­le Sicher­heit”: US-Abge­ord­ne­te drän­gen Goog­le zur Auf­kün­di­gung der Koope­ra­ti­on mit Hua­wei

RT Deutsch


Russland gehört in den Europarat” – Maas nach Unterredung mit Generalsekretär Jagland


Der deut­sche Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas sprach nach den Unter­re­dun­gen mit dem Gene­ral­se­kre­tär des Euro­pa­rats Thorb­jørn Jagland offen : “Russ­land gehört in den Euro­pa­rat, und zwar mit allen Rech­ten und Pflich­ten”, sag­te Maas in Straß­burg.

Seit Juni 2017 ver­wei­gert Mos­kau die Bei­trags­zah­lun­gen für den Euro­pa­rat, immer­hin 33 Mil­lio­nen Euro pro Jahr. Damit reagier­te das Land auf den Stim­m­ent­zug durch die par­la­men­ta­ri­sche Ver­samm­lung. Die­se ent­zog der rus­si­schen Dele­ga­ti­on kurz nach der Krim­kri­se das Stimm­recht. Maas möch­te Russ­land als Mit­glied behal­ten.

Wir sehen mit Sor­ge, dass sich Russ­land vom Euro­pa­rat immer wei­ter ent­fernt”, sagt Maas in Straß­burg.

Das Aus­wär­ti­ge Amt sorgt sich vor allem um die Situa­ti­on der Men­schen­rech­te in Russ­land. Jeder Bür­ger eines Mit­glied­staa­tes kann sich vor dem Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rech­te Recht ver­schaf­fen. Maas und Jagland befürch­ten, die rus­si­che Zivil­ge­sell­schaft könn­te unter einem Aus­schluss Russ­land aus dem Rat lei­den.

Gemein­sam mit Gene­ral­se­kre­tär Jagland bemüht sich Außen­mi­nis­ter Maas dar­um, den Streit in der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung des Euro­pa­rats bei­zu­le­gen. Ziel ist, es zu ermög­li­chen, dass Russ­land in dem Gre­mi­um wie­der mit­wir­ken kann. “Dafür ist es wich­tig, dass Russ­land sei­ne Bei­trä­ge wie­der zahlt”, sag­te Maas am Diens­tag. In der par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung müs­se zudem ein Weg gefun­den wer­den, um das Stimm­recht Russ­lands wie­der zu gewähr­leis­ten.

Bei­de Sei­ten müss­ten kon­struk­tiv auf­ein­an­der zuge­hen”, so der Außen­mi­nis­ter.

Beim kom­men­den Außen­mi­nis­ter­tref­fen der Euro­päi­schen Uni­on im Mai 2019 in Hel­sin­ki soll die Ange­le­gen­heit in gro­ßer Run­de zu einer befrie­di­gen­den Lösung gebracht wer­den.

Der Euro­pa­rat ist kei­ne Insti­tu­ti­on der Euro­päi­schen Uni­on, son­dern eine unab­hän­gi­ge, inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­ti­on, die noch vor der Mon­tan­uni­on, der Vor­läu­fe­rin der EU, gegrün­det wor­den war. Haupt­auf­ga­be des Euro­pa­rats, der 47 Mit­glie­der hat, ist die Wah­rung von Men­schen­rech­ten und Demo­kra­tie.

Mehr zum The­ma — War­um gibt es in Russ­land eigent­lich kei­ne Gay Pri­des ?

RT Deutsch


Schokolache : Flüssige Kakaomasse blockiert US-Autobahn nach Verkehrsunfall


Eine Ver­rie­ge­lung des Anhän­ger lös­te sich und ließ den Last­wa­gen umkip­pen. Der Hin­ter­teil des Tank­wa­gens wur­de stark beschä­digt, sodass die 120 Grad Cel­si­us war­me Flüs­sig­keit abge­pumpt wer­den muss­te, um den Las­ter auf einen Abschlep­per stel­len zu kön­nen. Die flüs­si­ge Scho­ko­la­de soll bio­lo­gisch abbau­bar sein. Die Ein­satz­kräf­te ver­öf­fent­lich­ten bei Twit­ter ein Bild vom Vor­fall und kom­men­tier­ten es mit dem Satz “Das wird eine süße Säu­be­rungs­ak­ti­on!”

Mehr zum The­ma — Archäo­lo­gen schrei­ben Geschich­te der Scho­ko­la­de um : Kakao-Kon­sum in Süd­ame­ri­ka seit gut 5.300 Jah­ren

RT Deutsch


Nach Streit mit Bushido : Berliner Clan-Chef Abou-Chaker im Gericht festgenommen


Der Ber­li­ner Clan-Chef Ara­fat Abou-Cha­ker ist vor einem Ber­li­ner Gericht über­ra­schend fest­ge­nom­men wor­den. Die Staats­an­walt­schaft ist über­zeugt, dass der Clan-Boss Per­so­nen anwer­ben woll­te, um Frau und Kin­der des Rap­pers Bushi­do zu ent­füh­ren. Bushi­do und Abou-Cha­ker waren jah­re­lang Geschäfts­part­ner, bis es 2018 zu einem Streit kam.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Australische Polizei gibt auf : Suche nach vermisster Deutschen eingestellt


Befürch­tet wird, dass sich die Köl­ne­rin in der men­schen­lee­ren und der­zeit extrem hei­ßen Gegend ver­irrt hat. Im Out­back — dem aus­tra­li­schen Hin­ter­land im Her­zen des Kon­ti­nents — errei­chen die Tem­pe­ra­tu­ren tags­über aktu­ell mehr als 45 Grad. Dort kann man stun­den­lang unter­wegs sein, ohne ande­ren Men­schen zu begeg­nen. Ali­ce Springs ist die ein­zi­ge grö­ße­re Stadt.

Poli­zei­spre­che­rin Pau­li­ne Vica­ry ver­wies am Sonn­tag dar­auf, dass bei der Suche “gro­ße Flä­chen Land” abge­sucht wur­den. Dabei setz­ten die Behör­den auch Hub­schrau­ber und Droh­nen ein — alles jedoch ohne Erfolg. Auf ein Gewalt­ver­bre­chen oder eine sons­ti­ge Ein­wir­kung von Drit­ten gibt es kei­ne Hin­wei­se. Das letz­te Lebens­zei­chen sind Auf­nah­men einer Über­wa­chungs­ka­me­ra vom Neu­jahrs­mor­gen. Zu sehen ist, wie sich die Frau mit rotem Ruck­sack auf dem Rücken auf den Weg macht. (dpa)

Mehr zum The­ma — Deut­sche Urlau­be­rin seit Neu­jahrs­tag in Aus­tra­li­en ver­misst

RT Deutsch


Neue Waffentests nach Moorbrand — Verteidigungsministerium hat Missstände noch nicht geklärt


Der ver­hee­ren­de Groß­brand auf dem Mili­tär­ge­län­de bei Mep­pen (Wehr­tech­ni­sche Dienst­stel­le für Waf­fen und Muni­ti­on in Mep­pen, WTD 91) war am 3. Sep­tem­ber im Rah­men von Tests des Hub­schrau­bers Tiger, die mit ins­ge­samt 74 Luft-Boden-Rake­ten seit dem 28. August durch­ge­führt wur­den, auf­grund der enor­men Tro­cken­heit aus­ge­bro­chen.

Erst nach knapp sechs Wochen und dem Ein­satz zahl­rei­cher frei­wil­li­ger Hel­fer von THW und Feu­er­wehr konn­ten das Feu­er und die damit ein­her­ge­hen­de mas­si­ve Rauch­ent­wick­lung unter Kon­trol­le gebracht wer­den.

Mehr zum The­ma — Bun­des­wehr : Mas­si­ver Moor­brand durch Waf­fen­übun­gen — Lösch­fahr­zeug war defekt

Eben­falls sehr lang­sam dran­gen Details über den Her­gang ans Licht, so die pein­li­chen Ver­säum­nis­se der Bun­des­wehr in der Bereit­stel­lung vor­ge­se­he­ner Lösch­fahr­zeu­ge, die spä­te Mel­dung des Bran­des und unbe­grün­det ver­zö­ger­te Schad­stoff­mes­sun­gen. Vie­le Fra­gen blieb die Bun­des­wehr den Bür­gern schul­dig, so auch die Benen­nung von Ver­ant­wort­li­chen für die Ent­schei­dung, einen Air­bus-Hub­schrau­ber bei unge­wöhn­li­cher Hit­ze Rake­ten ins kno­chen­tro­cke­ne Moor schie­ßen zu las­sen.

Über die Feh­ler der Bun­des­wehr beim Moor­brand soll­te spä­tes­tens bis Ende des Jah­res Klar­heit herr­schen. Der Vor­fall wer­de aus­führ­lich auf­ge­ar­bei­tet, ver­sprach das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um im Herbst. Die Ergeb­nis­se wür­den “bestimmt noch in die­sem Jahr” vor­lie­gen, so ein Spre­cher.

Auf Anfra­gen der Redak­ti­on vom 10., 14. und 20. Dezem­ber erhielt RT Deutsch kurz nach Weih­nach­ten eine Ant­wort vom zustän­di­gen Bun­des­amt (BAAINBw) in Koblenz. Von ins­ge­samt sie­ben Fra­gen, zur Klä­rung der Ursa­chen, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und mög­li­cher­wei­se dar­aus zu zie­hen­den Kon­se­quen­zen, wur­den vier ledig­lich mit Ver­weis auf eine vom Stabs­feld­we­bel geschrie­be­ne Ant­wort auf die Fra­ge nach den kon­kret Ver­ant­wort­li­chen kom­men­tiert, wel­che da lau­tet : 

Der­zeit wer­den Ursa­che und Schä­den des Moor­bran­des gründ­lich und umfas­send auf­ge­ar­bei­tet. Wir sind hier schon sehr weit. Den­noch wird die Auf­ar­bei­tung noch etwas Zeit in Anspruch neh­men, da bei­spiels­wei­se noch nicht alle Kos­ten Drit­ter und für Maß­nah­men im Umwelt­be­reich vor­lie­gen. Es ist geplant, das Par­la­ment und dem fol­gend die Öffent­lich­keit über Unter­su­chungs­er­geb­nis­se zu infor­mie­ren.”

Die Fra­ge nach der Höhe der Schä­den für den Bund und das Land Nie­der­sach­sen beant­wor­te­te das BAAINBw fol­gen­der­ma­ßen :

Sofern betrof­fe­ne Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Schä­den gemel­det haben, die in unmit­tel­ba­rem oder mit­tel­ba­rem Zusam­men­hang mit dem Moor­brand ste­hen, erfolgt die Über­nah­me der zur Besei­ti­gung die­ser Schä­den ent­stan­de­nen Kos­ten.”

Die Fra­ge nach den Kos­ten für das Land und den Bund – also den Steu­er­zah­ler – blieb damit unbe­ant­wor­tet. 

In einer wei­te­ren Fra­ge bezüg­lich der Ermitt­lun­gen der Staats­an­walt­schaft zu dem Fall wird auf sel­bi­ge ver­wie­sen, so dass von einem Aus­tausch zwi­schen Jus­tiz und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um zuguns­ten einer voll­stän­di­gen Auf­klä­rung, vor allem der Ver­ant­wort­lich­keit für den Brand, nicht aus­zu­ge­hen ist.

Ver­ant­wort­lich ist der Wind

Die Staats­an­walt­schaft Osna­brück hat­te gut drei Wochen nach Aus­bruch des Feu­ers wegen des Anfangs­ver­dachts der fahr­läs­si­gen Brand­stif­tung die WTD 91 durch­su­chen las­sen, um Erkennt­nis­se zum genau­en Her­gang des Erpro­bungs­ver­su­ches sowie mög­li­che Ver­stö­ße gegen brand­schutz­recht­li­che Schutz­vor­schrif­ten und den dar­an betei­lig­ten Per­so­nen zu gewin­nen. Sei­tens eines Spre­chers der Staats­an­walt­schaft hat die­se eben­falls kei­ne Ergeb­nis­se hin­sicht­lich der Ver­ant­wort­li­chen mit­zu­tei­len. Auch ließ er offen, ob in den Ermitt­lun­gen auch der Betrieb Air­bus, des­sen Hub­schrau­ber den Brand aus­lös­ten, ein­ge­schlos­sen wird. Der ehe­ma­li­ge Ver­suchs­lei­ter der dama­li­gen “Erpro­bungs­stel­le”, Horst Brüs­ke, sag­te zur Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung : 

Ich kann es nicht gut­hei­ßen, der­ar­ti­ge Ver­su­che wäh­rend einer sol­chen Hit­ze­pe­ri­ode durch­zu­füh­ren.”

Außer­dem beton­te Brüs­ke, der von 1961 bis 1994 auf der WTD als Erpro­bungs­lei­ter im Ein­satz war, die Mit­schuld des Unter­neh­mens Air­bus, das die Übun­gen unbe­dingt zu dem Zeit­punkt hat­te durch­füh­ren wol­len.

Auch ohne gro­ße Kennt­nis der Moor­land­schaft hät­te sie die Gefahr erah­nen kön­nen, die durch die­se Ver­su­che ent­ste­hen kann. Wenn der Ver­such von der WTD 91 abge­setzt wor­den wäre, hät­te sie eine Kon­ven­tio­nal­stra­fe von 500.000 Euro gefor­dert.” Dies sei “unter den gege­be­nen Umstän­den” unan­stän­dig.

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Was die Klä­rung der Zustän­dig­keit und das Feh­ler­be­wusst­sein sei­tens der Wehr­tech­ni­schen Dienst­stel­le in Mep­pen (WTD 91) betrifft, lie­ßen bis­he­ri­ge Aus­sa­gen nicht dar­auf schlie­ßen, dass ein­zel­ne Per­so­nen die Ver­ant­wort­lich­keit bei sich sehen. So erklär­te der tech­ni­sche Regie­rungs­di­rek­tor der WTD 91 in Mep­pen, Die­ter Grön­nin­ger, der Mep­pe­ner Tages­post im Sep­tem­ber auf die Fra­ge nach dem Schieß­be­fehl :

Es ist unse­re Haupt­auf­ga­be, Ver­su­che und Tests mit Waf­fen­sys­te­men durch­zu­füh­ren. Vor jedem Ver­such wird eine Gefah­ren­ana­ly­se gemacht. Wir hiel­ten das Rest­ri­si­ko für gering.”

Außer Kon­trol­le sei der Brand zu kei­ner Zeit gera­ten. Ein­zig die Dre­hung des Win­des habe dafür gesorgt, dass das Feu­er sich aus­brei­ten konn­te.

Der stell­ver­tre­ten­de Direk­tor der Wehr­tech­ni­schen Dienst­stel­le und lei­ten­der tech­ni­scher Regie­rungs­di­rek­tor, Dr. Tho­mas Mályusz, leg­te eben­falls ein ein­ge­schränk­tes Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein an den Tag :

Wenn ich mich rich­tig infor­miert habe, hät­te der Som­mer nur zwei, drei Tage wei­ter bei den ent­spre­chen­den Tem­pe­ra­tu­ren blei­ben müs­sen und wir hät­ten auch ohne irgend­wel­che Muni­ti­ons­ein­wir­kung den schöns­ten Moor­brand haben kön­nen.”

Am Anfang unglück­lich agiert”

Neben der Fra­ge nach den Ver­ant­wort­li­chen und den genau­en Feh­lern sind auch die mög­li­chen gesund­heit­li­chen und öko­lo­gi­schen Fol­gen noch umstrit­ten. Die ent­stan­de­nen Rauch­schwa­den hat­ten Anwoh­ner in mehr als 200 Kilo­me­ter weit ent­fern­ten Städ­ten alar­miert und waren gar aus dem All zu sehen.

Den­noch ver­si­cher­te eine Spre­che­rin des Bun­des­am­tes für Infra­struk­tur, Umwelt­schutz und Dienst­leis­tun­gen der Bun­des­wehr (BAI­UDBw) in einem Pres­se­state­ment nach der Löschung des Bran­des am 10. Okto­ber auf der Wehr­tech­ni­schen Dienst­stel­le für Waf­fen und Muni­ti­on 91 (WTD 91):

Vor­weg – alle Mes­sun­gen, die dazu bei der Bun­des­wehr durch­ge­führt wur­den, und die Erkennt­nis­se, die vor­lie­gen, lagen unter­halb der jewei­li­gen Beur­tei­lungs­wer­te.”

Man habe sogar beson­ders stren­ge Bewer­tungs­maß­stä­be ange­legt und auch Rück­stän­de von Schwer­me­tal­len gemes­sen. Den­noch teil­te Frau Schmidt mit : 

Sum­ma sum­ma­rum : Nach unse­ren Erkennt­nis­sen wur­den alle Beur­tei­lungs­wer­te unter­schrit­ten oder waren nicht nach­weis­bar”

Nicht nur die Feu­er­wehr wider­sprach, wel­che unab­hän­gig Mes­sun­gen durch­ge­führt hat­te und die Wer­te für Koh­len­mon­oxid über­schrit­ten sah. Die Bun­des­wehr hat­te Mes­sun­gen erst lan­ge nach Beginn des Bran­des durch­ge­führt, was auch Jour­na­lis­ten anmerk­ten. Dazu muss­te der Lei­ter des Zen­trums Brand­schutz der Bun­des­wehr, Andre­as Sagur­na, selbst ein­ge­ste­hen, dass zwei Wochen lang – also wäh­rend der aku­ten Brand­pha­se, in der wegen mög­li­cher Blind­gän­ger auf dem über 19.000 Hekt­ar gro­ßen Are­al Löschun­gen zivi­ler Stel­len teil­wei­se gebremst wur­den – kei­ner­lei Mes­sun­gen durch­ge­führt wur­den :

Am Anfang haben wir sehr unglück­lich agiert.”

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Zudem hat die Bun­des­wehr mög­li­cher­wei­se auch hin­sicht­lich der blei­ben­den Schä­den am Öko­sys­tem im Agrar­land Num­mer eins etwas unglück­lich kom­mu­ni­ziert. Denn wäh­rend die Bun­des­re­gie­rung auf Anfra­ge nach einer Prü­fung am 9. Okto­ber mit­tei­le, dass eine “Brand- und Schad­flä­che” von rund 1.000 Hekt­ar Moor mit einer Brand­tie­fe von bis zu 60 cm ent­stan­den sein dürf­te, hat­te Brand­schutz­chef Sagur­na bei dem gemein­sa­men Pres­se­state­ment gesagt, es habe ledig­lich ober­fläch­lich gebrannt, bis zu 40 cm. Anwoh­ner und Natur­schüt­zer ver­wie­sen mehr­fach dar­auf, dass das Natur­schutz­ge­biet Tin­ner Moor irrepa­ra­ble Schä­den davon getra­gen hat.

Schieß­übun­gen wegen Pan­nen­aus­rüs­tung wie­der auf­neh­men

Obwohl der Groß­brand bis­her nicht auf­ge­klärt ist – immer­hin ist es bei wei­tem nicht die ein­zi­ge Affä­re des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums, in der zu die­ser Zeit ermit­telt wird – plant die Bun­des­wehr, den Erpro­bungs­be­trieb auf dem Waf­fen­übungs­ge­län­de in Mep­pen bereits ab Janu­ar 2019 fort­zu­füh­ren. Das sag­te Vize­ad­mi­ral Cars­ten Sta­witz­ki Ver­tre­tern ems­län­di­scher Kom­mu­nen bei einem nicht öffent­li­chen Gespräch, wie die Neue Osna­brü­cker Zei­tung im Dezem­ber berich­te­te. Der Vize­ad­mi­ral beton­te, die Bun­des­wehr sei drin­gend auf wei­te­re Waf­fen­tests ange­wie­sen und nann­te eini­ge der Pro­ble­me, wel­che auch der Öffent­lich­keit nicht unbe­kannt sind, dar­un­ter das schon seit Jah­ren für Prä­zi­si­ons­pro­ble­me bekann­te Sturm­ge­wehr G36, wofür eben die­ser Waf­fen­übungs­platz benö­tigt wer­de. 

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Obwohl auch im Janu­ar noch kei­ne kon­se­quen­te Auf­ar­bei­tung sei­tens der Bun­des­wehr abge­schlos­sen wur­de, ver­si­cher­te Vize­ad­mi­ral Sta­witz­ki bereits im Dezem­ber, dass die Bun­des­wehr und die WTD 91 aus den Gescheh­nis­sen rund um den Moor­brand ihre Leh­ren gezo­gen habe und zukünf­tig für einen aus­rei­chen­den Brand­schutz sor­gen wer­den. Bis zum 08. Janu­ar wur­den nach Aus­sa­gen der WTD 91 nur Labor­ver­su­che durch­ge­führt, aller­dings kön­ne sich die Nut­zung des Waf­fen­ge­län­des auch kurz­fris­tig ändern.

Chris­ti­an Mey­er, ehe­ma­li­ger Minis­ter für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Ver­brau­cher­schutz und stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der Grü­nen-Land­tags­frak­ti­on, hin­ge­gen mein­te :

Die Bun­des­wehr hat den Schuss nicht gehört. Ohne Auf­ar­bei­tung der vie­len Feh­ler bei der Bekämp­fung des gro­ßen Moor­bran­des, der halb Nie­der­sach­sen ein­ne­bel­te, darf es kei­ne neu­en Waf­fen­tests geben.”

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Nach französischem Vorbild : Demonstranten in London fordern Neuwahl und Ende der Sparpolitik


Die Spar­po­li­tik und der Bre­x­it haben den Orga­ni­sa­to­ren zufol­ge die Nati­on geteilt. “Seit die Tories die Macht über­nom­men haben, hat sich die Zahl der Obdach­lo­sen ver­dop­pelt”, sag­te Ste­ve Tur­ner von der Gewerk­schaft Unite, der auch Vize­chef der Kam­pa­gne ist. Der staat­li­che Gesund­heits­dienst NHS, der Pfle­ge­be­reich und die Schu­len sei­en von Kri­sen geschüt­telt. “Wir haben es hier mit einer Regie­rung zu tun, der die All­tags­sor­gen der Men­schen völ­lig fremd sind.” Auch Ver­tre­ter der Gelb­wes­ten-Bewe­gung aus Frank­reich nah­men an der Demons­tra­ti­on in Lon­don teil. “Alle euro­päi­schen Län­der soll­ten sich die­sem Kampf gegen die Spar­po­li­tik anschlie­ßen”, sag­te ein Teil­neh­mer aus Frank­reich der bri­ti­schen Nach­rich­ten­agen­tur PA.

Groß­bri­tan­ni­en will Ende März aus der Euro­päi­schen Uni­on aus­tre­ten. Das bri­ti­sche Par­la­ment wird am Diens­tag über das Bre­x­it-Abkom­men abstim­men, das Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May und Brüs­sel aus­ge­han­delt haben. Es gilt als sehr unwahr­schein­lich, dass der Deal zustan­de kommt. Im Fal­le eines EU-Aus­tritts ohne Abkom­men droht Cha­os. (dpa)

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US-Elitesoldaten schmuggelten Kokain nach Florida und verkauften es an einen Dealer


Der Fall von Mas­ter Sgt. Dani­el Gould (36) und Sgt. 1st Class Hen­ry Roy­er (35) klingt wie aus einem Roman. Bei­de Män­ner sind ange­se­he­ne Mit­glie­der der Green Berets, einer Spe­zi­al­ein­heit der US-Army. Von Hol­ly­wood beju­belt und heroi­siert, haben die “Grü­nen Teu­fel” aber durch­aus auch ihre dunk­len Sei­ten, ein­schließ­lich Mor­des, wie der Spie­gel 1969 noch zu berich­ten wuss­te. Und offen­sicht­lich sind die Mit­glie­der auch nicht gegen den Wunsch nach schnel­lem Geld immun.

Dabei haben sich Dani­el Gould und Hen­ry Roy­er einen schö­nen Plan zurecht­ge­legt. Und sie sind damit bereits durch­ge­kom­men, nur ist ihnen jetzt die Gier in die Que­re gekom­men. Denn sie haben bereits einen ers­ten Coup erfolg­reich durch­ge­zo­gen, als sie in Cali/Kolumbien für 9.800 US-Dol­lar zehn Kilo­gramm Koka­in gekauft, die­ses nach Flo­ri­da geschmug­gelt und dort schließ­lich ver­kauft haben. Die Dro­gen haben sie in einen aus­ge­höhl­ten Box­sack gesteckt, der dann als per­sön­li­che Fracht von Gould, der in Cali ein Appar­te­ment besitzt, mit einem Mili­tär­flug­zeug von Bogo­tá nach Flo­ri­da gebracht wur­de. Vor Ort wur­de das Koka­in dann einem ört­li­chen Dea­ler ver­kauft.

Mit dem Erlös von 65.000 US-Dol­lar aus die­sem Dro­gen­ge­schäft woll­ten die bei­den Eli­te­sol­da­ten einen neu­en Deal machen und das gan­ze Geld in den Kauf einer grö­ße­ren Men­ge Koka­in inves­tie­ren. Das Geld steck­ten sie in eine Kis­te, die erneut mit einem Mili­tär­flug­zeug nach Bogo­tá geflo­gen und dort von ihrem Kon­takt­mann in Emp­fang genom­men wur­de. Nach­dem er das Geld in Emp­fang genom­men hat­te, fuhr er wie­der nach Cali, wo er ins­ge­samt 40 Kilo­gramm Koka­in kauf­te. Das Mus­ter für den Rück­trans­port der Dro­gen nach Flo­ri­da soll­te das glei­che wie zuvor sein : die Tüten mit dem Koka­in in Box­sä­cke ver­ste­cken und per Mili­tär­flug­zeug in die USA aus­flie­gen.

Dani­el Gould reis­te auch noch mal nach per­sön­lich Kolum­bi­en, um die Abwick­lung des Dro­gen­trans­ports zu über­wa­chen. Er orga­ni­sier­te die Abho­lung und Lie­fe­rung bis zur US-Bot­schaft in Bogo­tá. Just in die­sem Moment erhielt die dem US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um unter­stell­te Straf­ver­fol­gungs­be­hör­de DEA (Drug Enforce­ment Admi­nis­tra­ti­on) einen Hin­weis auf die bei­den Green Berets. Auf jeden Fall wur­den die zwei mit Koka­in gefüll­ten Box­sä­cke, des­sen Markt­wert sich auf unge­fähr einer Mil­li­on US-Dol­lar beläuft, von der Bot­schaft unter­sucht, wo der gan­ze ver­such­te Schmug­gel auf­flog. Statt der erhoff­ten Dro­gen­lie­fe­rung über­rasch­ten Bun­des­be­am­te Gould und Roy­er und ver­haf­te­ten die bei­den Män­ner.

Dass sich immer wie­der Men­schen fin­den, die schnel­les Geld machen wol­len und dabei gro­ßes per­sön­li­ches Risi­ko ein­ge­hen, über­rascht ange­sichts der enor­men Gewinn­span­ne im Erfolgs­fall nicht wirk­lich. Eben­so wie der von Washing­ton aus­ge­ru­fe­ne “Krieg gegen den Ter­ror” schei­ter­te auch der soge­nann­te “Krieg gegen die Dro­gen” (War On Drugs) “spek­ta­ku­lär”, wie das Inter­na­tio­nal Drug Poli­cy Con­sor­ti­um (IDPC), eine glo­ba­le Koali­ti­on von 170 Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, in ihrem Bericht fest­hielt. Statt das Dro­gen­pro­blem im Ver­lauf der letz­ten zehn Jah­re in den Griff zu bekom­men, befin­den sich “Kon­sum und ille­ga­ler Schmug­gel von Dro­gen auf Rekord­ni­veau”, erklär­te Helen Clark, ehe­ma­li­ge Minis­ter­prä­si­den­tin Neu­see­lands und IDPC-Mit­glied.

Gera­de Kolum­bi­en spielt für die Belie­fe­rung von Dro­gen in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka eine zen­tra­le Rol­le. Laut UN-Anga­ben wur­de im Jahr 2017 allein in die­sem süd­ame­ri­ka­ni­schen Staat auf 1.712 Qua­drat­ki­lo­me­tern (+ 17 Pro­zent gegen­über 2016) Land Koka ange­baut, wor­aus das Koka­in gewon­nen wird. Das ent­spricht unge­fähr der zusam­men­ge­rech­ne­ten Flä­che der Bun­des­län­der Ber­lin und Ham­burg. Zwar ver­sprach der neue kolum­bia­ni­sche Prä­si­dent Iván Duque, das Dro­gen­pro­blem zusam­men mit 130 ande­ren Län­dern anzu­ge­hen, die im ver­gan­ge­nen Jahr ein ent­spre­chen­des UN-Doku­ment unter­zeich­net haben, doch die Ver­gan­gen­heit hat gezeigt, dass sich die Dro­gen­ba­ro­ne nicht so ein­fach aus die­sem Mil­li­ar­den­ge­schäft drän­gen las­sen wer­den. Zumal es auch für vie­le Klein­bau­ern, die die Koka­pflan­ze anbau­en, viel lukra­ti­ver ist, als ihre Fel­der mit irgend­wel­chen ande­ren land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ten zu bestel­len. Die bei­den “Grü­nen Teu­fel” der US-Army wer­den daher kaum die Letz­ten gewe­sen sein, die ein klei­nes Stück vom gro­ßen Dro­gen­ku­chen abha­ben woll­ten.

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23 Jahre nach Scheidung : 62-jährige US-Amerikanerin spendet Ex-Mann ihre Niere


Zieg­ler über­leg­te kei­ne Sekun­de lang, ob sie dem 62-jäh­ri­gen Bill ihre Nie­re spen­den soll­te. Die Ope­ra­ti­on ver­lief am 16. Okto­ber und ende­te erfolg­reich. “Was sie tat, ist unglaub­lich. Ich bin noch immer über­wäl­tigt, wenn ich nachts auf­wa­che und dar­an den­ke”, erzählt Bill. Die bei­den lern­ten sich in der Schu­le, als sie erst 14 Jah­re alt waren, ken­nen, und hei­ra­te­ten im Jahr 1974. Nach dem Bezie­hungs-Aus sahen sich die bei­den ab und zu in der Schu­le ihrer Kin­der, beim Ein­kau­fen und bei Sport­ver­an­stal­tun­gen. Obwohl sie unter­schied­li­che Inter­es­sen hat­ten, sei­en sie immer gute Freun­de gewe­sen, so Zieg­ler. Die bei­den haben inzwi­schen zwei erwach­se­ne Kin­der und auch neue Lebens­part­ner.

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