Nach Absturz von Boeing 737 in Addis Abeba : Flugschreiber werden in Deutschland untersucht


Zuvor hat­te der Spre­cher von Ethio­pi­an Air­lines am Mitt­woch ange­kün­digt, dass die Black Boxes zur Ana­ly­se nach Euro­pa geschickt wer­den.

Asrat sag­te auch, dass der Pilot über Flug­steue­rungs­pro­ble­me berich­tet und um Rück­kehr nach Addis Abe­ba gebe­ten hat­te, von wo aus das Flug­zeug auf dem Weg nach Nai­ro­bi gestar­tet war.

Miss­trau­en gegen­über Boe­ing ?

Im Nor­mal­fall wer­den die Flug­schrei­ber in das Land des Her­stel­lers über­stellt. Even­tu­ell könn­te Miss­trau­en gegen­über dem Unter­neh­men aus­schlag­ge­bend gewe­sen sein. Bereits im Okto­ber 2018 kam es zum Absturz einer Boe­ing 737 MAX 8 in Indo­ne­si­en. Dem Absturz in Addis Abe­ba ging danach eine Rei­he von War­nun­gen durch Pilo­ten vor­aus.

Der Absturz am Sonn­tag hat welt­weit Reak­tio­nen gegen den Betrieb der Boe­ing 737 MAX aus­ge­löst, wobei zwei Drit­tel der aus­ge­lie­fer­ten Flot­te von diver­sen Luft­fahrt­be­hör­den oder Flug­ge­sell­schaf­ten abge­stellt wur­den. Im Okto­ber stürz­te das glei­che Modell Minu­ten nach dem Start in Indo­ne­si­en ab, wodurch 189 Men­schen zu Tode kamen und Beden­ken über auto­ma­ti­sier­te Flug­sys­te­me geweckt wur­den.

Der Spre­cher sag­te, dass die Ethio­pi­an Air­lines prü­fen wird, ob sie nach der Vor­un­ter­su­chung an der Bestel­lung wei­te­rer Maschi­nen 737 MAX 8 fest­hält, dass aber die Bezie­hung zu Boe­ing eng blei­ben wer­den.

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Auch Kana­da ver­bie­tet Flü­ge

Kana­da ist das vor­erst letz­te Land, in dem das Betrei­ben von Flug­zeu­gen des Typs Boe­ing 737 MAX nun vor­erst ver­bo­ten wur­de.

Ver­kehrs­mi­nis­ter Marc Gar­ne­au sag­te auf einer Pres­se­kon­fe­renz, Otta­wa wer­de die Jets vom Typ Boe­ing 737 MAX 8 und 9 dar­an hin­dern, Kana­da zu ver­las­sen, in Kana­da zu lan­den oder Kana­da zu über­flie­gen. Air Cana­da und der Kon­kur­rent West­Jet Air­lines betrei­ben ins­ge­samt 37 Jets Boe­ing 737 MAX.

Auch nach den Abstür­zen darf der Flug­zeug­typ jetzt in den USA noch abhe­ben. Die New York Times berich­te­te, dass der Chef des Luft- und Raum­fahrt­un­ter­neh­mens Boe­ing den US-Prä­si­den­ten anrief, um sich gegen ein Start­ver­bot in den USA aus­zu­spre­chen.

Mehr zum The­ma — Pilot des ver­stor­be­nen Fuß­bal­lers Sala hat­te kei­ne abge­schlos­se­ne Pilo­ten­aus­bil­dung

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Exportstopp nach Saudi-Arabien : Rheinmetall will Entschädigung


Rhein­me­tall könn­te schon jetzt lie­fern, weil die Export­ge­neh­mi­gung bereits erteilt wor­den sei, sag­te der Mana­ger. Dies wer­de man aber nicht tun, schließ­lich wol­le man im Ein­ver­neh­men mit Ber­lin vor­ge­hen. Aller­dings müs­se die Bun­des­re­gie­rung bald ent­schei­den, ob die bereits erteil­te und bis zum Herbst gül­ti­ge Export­ge­neh­mi­gung ent­zo­gen wer­de oder nicht. “Sie kann nicht sagen, wir ent­schei­den gar nichts”, sag­te Pap­per­ger.

Wird die Geneh­mi­gung ent­zo­gen, wür­de Ent­schä­di­gung ein­ge­for­dert, stell­te Pap­per­ger klar — dafür müs­se man noch nicht mal kla­gen. So eine Zah­lung sehe das Kriegs­waf­fen­kon­troll­ge­setz bei Lie­fe­run­gen vor, deren Aus­fuhr bereits geneh­migt sei und die dann doch noch gestoppt wür­den. Der Auf­trag ist den Anga­ben zufol­ge 136 Mil­lio­nen Euro schwer, nur zehn der 120 Lkw wur­den bereits gelie­fert. Die Sau­dis sei­en sehr zufrie­den mit den Fahr­zeu­gen, es gebe Poten­zi­al für wei­te­re Geschäf­te über die 120 Lkw hin­aus, sag­te Pap­per­ger. (dpa)

Mehr zum The­ma — Regie­rungs­spre­cher : Was Toch­ter­fir­men von Rüs­tungs­kon­zer­nen machen, inter­es­siert uns nicht

RT Deutsch


Aus Angst vor Stigmatisierung : Ledige Inderin nach missglückter Alleingeburt mit YouTube tot


Die Poli­zei fand die zwei Lei­chen nach dem Not­ruf der Nach­barn, die am Sonn­tag eine Blut­la­che vor der Tür der Ver­stor­be­nen gese­hen hat­ten, berich­te­te die Times of India. Eben­so fan­den die Ret­tungs­kräf­te ein Han­dy neben der Frau vor, in dem ein You­Tube-Video mit dem Titel “Wie man allei­ne zu Hau­se ent­bin­den kann” abge­spielt wur­de. Laut einem Bericht der Zei­tung Hin­du­stan Times stell­te die Poli­zei unter ande­rem auch eine Sche­re, eine Klin­ge und Fäden sicher.

Mehr zum The­ma — Selbst ist die Mama : Jun­ge Frau ent­bin­det allein im Hotel mit Hil­fe von You­Tube-Anlei­tun­gen

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Nach Mord an Mediziner : Täter kommt in Psychiatrie


Der Mann, der unter ande­rem unter Ver­fol­gungs­wahn lei­de, wer­de daher zwangs­wei­se in einem psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus unter­ge­bracht. Der Asyl­be­wer­ber aus dem afri­ka­ni­schen Dschi­bu­ti hat­te in dem Pro­zess bis zuletzt sei­ne Unschuld beteu­ert.

Die Tat hat­te sich Mit­te August ver­gan­ge­nen Jah­res ereig­net. Der 52 Jah­re alte All­ge­mein­me­di­zi­ner war in sei­ner Pra­xis mit zahl­rei­chen Mes­ser­sti­chen getö­tet wor­den, zudem war eine Arzt­hel­fe­rin ver­letzt wor­den. Der Asyl­be­wer­ber, des­sen Alter vom Gericht nicht ein­deu­tig geklärt wer­den konn­te, wur­de wenig spä­ter fest­ge­nom­men.

Dem Urteil zufol­ge woll­te er sich für eine aus sei­ner Sicht feh­ler­haf­te ärzt­li­che Behand­lung rächen. Er sei davon aus­ge­gan­gen, von dem Medi­zi­ner bei einer vor­an­ge­gan­ge­nen Blut­ent­nah­me ver­gif­tet wor­den zu sein. Bele­ge für mög­li­che medi­zi­ni­sche Feh­ler gebe es jedoch nicht, sag­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter Heinz Wal­ter.

Der Medi­zi­ner war den Anga­ben zufol­ge nach min­des­tens 20 Mes­ser­sti­chen in Kopf und Hals am Tat­ort gestor­ben. Er habe kei­ne Chan­ce gehabt, dem Angriff zu ent­kom­men, sag­te der Rich­ter.

Das Urteil ist noch nicht rechts­kräf­tig. Die am Pro­zess Betei­lig­ten haben nach Anga­ben des Gerichts eine Woche Zeit, Revi­si­on ein­zu­le­gen. (dpa)

Mehr zum The­ma — Gei­sel­nah­me in Psych­ia­trie in Bay­ern – Poli­zei über­wäl­tigt Täter

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Nach über 20 Jahren im Cockpit : Falscher Pilot festgenommen


Seit 1994 arbei­te­te Wil­liam Chand­ler bei der Flug­li­nie „South Afri­can Air­ways“. Sein Arbeit­ge­ber hielt ihn jah­re­lang für einen rou­ti­nier­ten Pas­sa­gier­pi­lo­ten, dem in sei­ner Dienst­zeit Tau­sen­de Flug­gäs­te ihr Leben anver­trau­ten. Nun stell­te sich her­aus : Der Mann hat nie eine Flug­aus­bil­dung abge­schlos­sen, sei­ne ent­spre­chen­de Urkun­de war gefälscht.
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Acht Jahre nach dem Tsunami : Fukushima noch immer im Ausnahmezustand


Im Japa­ni­schen gibt es vie­le Arten sich zu ent­schul­di­gen. Die ein­fachs­te Art, ein “Sumi­ma­sen”, bedeu­tet wort­wört­lich über­setzt “es fehlt etwas”. Die Kata­stro­phe von Fuku­shi­ma führ­te in Japan zu vie­len Ent­schul­di­gun­gen von Sei­ten der Regie­rung und der Betrei­ber­fir­ma des Daiichi Kern­kraft­werks Tep­co. Die­se gin­gen mit tie­fen Ver­beu­gun­gen als Aus­druck der Reue und Weh­mut ein­her. Jetzt, acht Jah­re nach der Kata­stro­phe, soll die Regi­on nach Aus­sa­gen der japa­ni­schen Regie­rung wie­der sicher sein.

Die Regie­rung hat den Bewoh­nern der ehe­ma­li­gen Sperr­zo­nen Ita­te und Namie die Rück­kehr in ihre Hei­mat erlaubt. Hier fuh­ren zuletzt aus­län­di­sche Kata­stro­phen­tou­ris­ten, die einen beson­de­ren Urlaubs­kick such­ten, auf orga­ni­sier­ten Tou­ren durch die Geis­ter­ort­schaf­ten, bewaff­net mit Gei­ger­zäh­lern in der Hand. 

Mehr als 20.000 Men­schen kamen durch den Tsu­na­mi ums Leben, der durch ein Erd­be­ben der Stär­ke 9 auf der Rich­ter­ska­la am 3. März 2011 aus­ge­löst wur­de. Auf der inter­na­tio­na­len Bewer­tungs­ska­la für nuklea­re Ereig­nis­se (INES-Ska­la) erreich­te die Kata­stro­phe von Fuku­shi­ma die höchs­te von sie­ben Stu­fen. 160.000 Men­schen flo­hen aus der Regi­on. Vor zwei Jah­ren hob die japa­ni­sche Regie­rung die Eva­ku­ie­rungs­an­wei­sun­gen auf. In einem neu­en Bericht pran­gert Green­peace an, dass die Strah­len­wer­te noch immer zu hoch sei­en. Die Gesund­heit der Men­schen kön­ne bei ihrer Rück­kehr in das Gebiet nicht gewähr­leis­tet wer­den. 

Die japa­ni­sche Regie­rung übt sich der­weil noch immer in Scha­dens­be­gren­zung. Wohin mit der ver­strahl­ten Erde ? Rund 70.000 Arbei­ter mit Schutz­klei­dung schuf­te­ten in den letz­ten Jah­ren an der Auf­ga­be, die ver­strahl­te obe­re Erde abzu­tra­gen und Grä­ser, Sträu­cher und Bäu­me zu besei­ti­gen.

Die abge­tra­ge­ne Erde wird in Säcke ver­packt. Bis 2045 wer­den die­se in Über­gangs­la­gern in Oku­ma und Futu­ba, west­lich des beschä­dig­ten Kern­kraft­werks, gela­gert. Danach sol­len sie außer­halb der Prä­fek­tur Fuku­shi­ma in einem eigens dafür geplan­ten End­la­ger zusam­men­ge­tra­gen wer­den. 

Da aber nie­mand die ver­strahl­te Erde hor­ten möch­te, wur­de noch kein geeig­ne­ter Ort gefun­den. Noch min­des­tens zwei Jah­re lang wer­den die Auf­räum­ar­bei­ten andau­ern. 

Green­peace wirft der japa­ni­schen Regie­rung vor, die Rech­te der Kin­der miss­ach­tet zu haben und sie gefähr­li­chen Strah­lun­gen aus­zu­set­zen. Die Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on emp­fiehlt der Regie­rung in Tokio, die Rück­kehr der Anwoh­ner von Ita­te und Namie aus­zu­set­zen. Die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung der Geflüch­te­ten müs­se wei­ter­ge­hen und kön­ne nicht als Druck­mit­tel genutzt wer­den, um die Men­schen zur Rück­kehr in das ver­strahl­te Gebiet zu bewe­gen.

Die Betrei­ber­fir­ma Tep­co hat­te 2012 zuge­ge­ben, nicht genü­gend Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men zur Ver­mei­dung von Kata­stro­phen vor­ge­nom­men zu haben. Übun­gen für den Ernst­fall wur­den zudem fälsch­li­cher­wei­se nur als For­ma­li­tät betrach­tet. 

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Nach Rückzug aus “Aufstehen”-Führung : Kritik und Häme für Wagenknecht


Ein hal­bes Jahr nach Grün­dung ihrer lin­ken Samm­lungs­be­we­gung “Auf­ste­hen” will sich Links­frak­ti­ons­chefin Sah­ra Wagen­knecht aus der Füh­rung zurück­zie­hen. “Wir brau­chen eine Neu­auf­stel­lung an der Spit­ze von ‘Auf­ste­hen’ ”, sag­te die 49-Jäh­ri­ge der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung (FAS). “Die Par­tei­po­li­ti­ker soll­ten sich zurück­neh­men, das betrifft auch mich selbst. Sie waren mit ihren Erfah­run­gen anfangs not­wen­dig. Aber jetzt ist es rich­tig, Ver­ant­wor­tung abzu­ge­ben.”

Wagen­knecht hat­te “Auf­ste­hen” Anfang Sep­tem­ber zusam­men mit ihrem Ehe­mann Oskar Lafon­tai­ne gestar­tet, um lin­ke Wäh­ler zu errei­chen, die sich von den klas­si­schen Par­tei­en abge­wen­det haben. Bei der Lin­ken stieß sie damit auf viel Ableh­nung, auch die Spit­zen von SPD und Grü­nen reagier­ten skep­tisch. Heu­te zählt die Bewe­gung nach eige­nen Anga­ben rund 170.000 Unter­stüt­zer, spielt poli­tisch aber kei­ne sicht­ba­re Rol­le. Anders als bei Par­tei­en muss man kei­nen Mit­glieds­bei­trag zah­len und kann sich ein­fach im Inter­net anmel­den.

Poli­ti­ker ande­rer Par­tei­en reagier­ten mit Häme, auch aus den eige­nen Rei­hen gab es Kri­tik. Der SPD-Poli­ti­ker Johan­nes Kahrs, Spre­cher des rech­ten “See­hei­mer Krei­ses”, schrieb auf Twit­ter :

Wagen­knecht bleibt lie­gen. Will nicht mehr auf­ste­hen. Die Arbeit sol­len jetzt ande­re machen. Pein­lich.

Der CDU-Poli­ti­ker Sebas­ti­an Stei­ne­ke schrieb :

Auf­ste­hen ist schon wie­der am Ende, der lin­ke Traum bleibt wie zu erwar­ten eine blo­ße Uto­pie.

Der Lin­ken-Abge­ord­ne­te Nor­bert Mül­ler for­der­te Kon­se­quen­zen : “Auf­ste­hen hat unse­re Par­tei 1,5 Jah­re lang gelähmt. Die Ver­ant­wort­li­chen dafür kön­nen sich jetzt nicht ein­fach weg­schlei­chen und so tun, als sei nix gewe­sen”, twit­ter­te er.

Die par­tei­lo­se Abge­ord­ne­te Anke Dom­scheit-Berg, die eben­falls für die Lin­ke im Bun­des­tag sitzt, erklär­te : “Man kann Bewe­gun­gen nicht von oben anord­nen und nicht unde­mo­kra­tisch füh­ren.” Es habe Par­tei und Frak­ti­on sehr belas­tet, dass Wagen­knecht lan­ge “inhalt­li­che Wider­sprü­che” ver­tre­ten habe. “Ob ihr Rück­tritt von Auf­ste­hen das ändert, wird sich zei­gen.”

Wagen­knecht hat­te in den ver­gan­ge­nen zwei Mona­ten aus Krank­heits­grün­den pau­siert und des­halb auch beim Lin­ken-Par­tei­tag in Bonn gefehlt. Auf Face­book ver­si­cher­te sie am Sonn­tag, sie wer­de die Bewe­gung wei­ter mit aller Kraft unter­stüt­zen. Der FAS sag­te sie :

Aber ich muss auch sehen, wel­ches Arbeits­pen­sum ich schaf­fe. Dass ich jetzt zwei Mona­te krank­heits­be­dingt aus­ge­fal­len bin, hat­te auch mit dem extre­men Stress der letz­ten Jah­re zu tun. Da muss ich eine neue Balan­ce fin­den.

Die Frak­ti­ons­chefin gestand zugleich Fehl­ein­schät­zun­gen ein und griff auch die eige­ne Par­tei­spit­ze an. “Die Par­tei­en, die wir anspre­chen woll­ten, haben sich ein­ge­mau­ert”, sag­te sie. Für vie­le ihrer For­de­run­gen habe es kei­ne Mehr­hei­ten im Bun­des­tag gege­ben, aus die­ser Sack­gas­se habe man her­aus­kom­men wol­len :

Aber die Par­tei­füh­run­gen von SPD und Lin­ker füh­len sich in der Sack­gas­se offen­kun­dig so wohl, dass sie die Chan­ce, die “Auf­ste­hen” mit sei­ner gro­ßen Reso­nanz bedeu­tet hat, aus­ge­schla­gen haben.

Außer­dem habe sie den Orga­ni­sa­ti­ons­auf­wand falsch ein­ge­schätzt, räum­te Wagen­knecht ein : “Ich habe die Schwie­rig­keit unter­schätzt, auf rein ehren­amt­li­cher Basis soli­de Struk­tu­ren für so vie­le Men­schen zu schaf­fen und unse­re Unter­stüt­zer dann auch in gro­ßer Zahl auf die Stra­ße zu brin­gen.” Die Bewe­gung kön­ne “bes­ser leben, wenn sie denen über­ge­ben wird, die sie an der Basis ohne­hin tra­gen”.

Mit­strei­ter aus der Füh­rungs­rie­ge zeig­te sich über­rascht von Wagen­knechts Plä­nen. “Wir haben es auch nur aus der Pres­se erfah­ren und müs­sen uns erst­mal bera­ten”, sag­te der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mar­co Bülow dem Neu­en Deutsch­land. Bülow war Ende 2018 aus der SPD aus­ge­tre­ten und sitzt im vor­läu­fi­gen Vor­stand von “Auf­ste­hen”.

Der ehe­ma­li­ge Links­par­tei­chef Lafon­tai­ne sag­te der Bild am Sonn­tag, “Auf­ste­hen” sei sehr gut gestar­tet. “So ist bewie­sen : Der Bedarf nach einer Poli­tik, die das Sozia­le wie­der in den Mit­tel­punkt rückt, ist groß.” Er füg­te hin­zu : “Wir brau­chen Zeit, um eine funk­tio­nie­ren­de Orga­ni­sa­ti­on auf­zu­bau­en.” Trotz guter Umfra­ge­er­geb­nis­se habe man “auf Drän­gen vie­ler Mit­glie­der” dar­auf ver­zich­tet, bei den Euro­pa-Wah­len anzu­tre­ten, “weil wir kei­ne Auf­spal­tung des lin­ken Lagers wol­len”.

Mehr zum The­ma —  Pro “Auf­ste­hen”: Dann bleibt eben sit­zen ! Die neue Samm­lungs­be­we­gung ist poli­tisch viel­ver­spre­chend

(rt deutsch/dpa)

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Mitarbeiter der US-Botschaft in Moskau wollte mit Mörsergranate im Gepäck nach New York fliegen


Der US-Diplo­mat behaup­te­te, dass er die Mör­ser­gra­na­te für sei­ne pri­va­te Samm­lung gekauft habe. Da der Mann wegen des ver­bo­te­nen Gegen­stan­des im Kof­fer sei­ne Maschi­ne ver­säum­te, hal­fen ihm die Flug­ha­fen­mit­ar­bei­ter, sein Ticket umzu­bu­chen. Um 14:35 Uhr (Orts­zeit) konn­te er nach New York flie­gen. Die Mine wur­de jedoch beschlag­nahmt.

Das rus­si­sche Außen­mi­nis­te­ri­um nann­te den Vor­fall eine bewuss­te Pro­vo­ka­ti­on : “Wenn man die höchs­te Wach­sam­keit berück­sich­tigt, die die Ver­ei­nig­ten Staa­ten nach den Ter­ror­an­schlä­gen im Jahr 2001 im Bereich Flug­si­cher­heit wal­ten las­sen, muss er [der Mit­ar­bei­ter der US-Bot­schaft] im Bil­de gewe­sen sein, dass eine Mine im Gepäck eine äußerst ernst­haf­te Sache ist. Folg­lich muss er das bewusst getan haben.”

Mehr zum The­ma — Gra­nat­wer­fer im Hand­ge­päck : US-Bür­ger woll­te Mili­tär­waf­fe mit an Bord brin­gen

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Nach Streit um Verteidigungsausgaben : Südkorea muss mehr für US-Militärs zahlen


Für die Prä­senz von 28.500 US-Sol­da­ten auf der korea­ni­schen Halb­in­sel sag­te Süd­ko­rea zu, für die­ses Jahr 920 Mil­lio­nen Dol­lar zu zah­len. Im Vor­jahr waren es 830 Mil­lio­nen Dol­lar. Trotz der ange­kün­dig­ten Aus­set­zung der gro­ßen gemein­sa­men Mili­tär­ma­nö­ver soll Süd­ko­rea mehr bezah­len. 

Dem Ver­trag gin­gen zehn Run­den an Gesprä­chen im letz­ten Jahr vor­aus. Es war schwie­rig, einen Kon­sens zu fin­den. Die USA for­der­ten einen höhe­ren Anteil von den Süd­ko­rea­nern. 

Der im Jahr 2014 unter­schrie­be­ne Ver­trag war 2018 aus­ge­lau­fen. Die Unter­zeich­nung des Kos­ten­ver­trags fand schließ­lich am Frei­tag im süd­ko­rea­ni­schen Außen­mi­nis­te­ri­um statt. Die süd­ko­rea­ni­sche Außen­mi­nis­te­rin Kang Kyung-wha sag­te gegen­über dem US-Bot­schaf­ter Har­ry Har­ris : 

Dies wird jetzt das Fun­da­ment — eines der Fun­da­men­te — der Alli­anz und etwas, auf das die Alli­anz bau­en wird, um stär­ker und grö­ßer zu wer­den. 

Die süd­ko­rea­ni­sche Natio­nal­ver­samm­lung muss den Ver­trag noch rati­fi­zie­ren. Die­ser wird ein Jahr lang gül­tig sein. Süd­ko­rea hat­te eine län­ge­re Gül­tig­keits­dau­er gefor­dert. Schon bald wer­den Washing­ton und Seo­ul neu ver­han­deln müs­sen. 

US-Prä­si­dent Donald Trump hat­te den Süd­ko­rea­nern gedroht sei­ne Trup­pen aus Süd­ko­rea abzu­zie­hen. Für Nord­ko­rea stellt die hohe mili­tä­ri­sche Prä­senz der USA eine Bedro­hung dar. Kri­tik wur­de auch von Chi­na an dem US-THAAD-Sys­tem geübt. Dar­auf­hin behin­der­te Chi­na Geschäf­te des süd­ko­rea­ni­schen Unter­neh­mens Lot­te. Die­se hat­te in einem Land­tausch mit der süd­ko­rea­ni­schen Regie­rung die THAAD-Auf­stel­lung ermög­licht. 

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Mörder mit schönem Lächeln ? US-Demokratin nach Aussage zu Obama in Erklärungsnot


Die demo­kra­ti­sche US-Abge­ord­ne­te Ilhan Omar hat mit einer Aus­sa­ge erneut für Auf­se­hen gesorgt : Das US-Maga­zin Poli­ti­co ver­öf­fent­lich­te am Frei­tag einen Teil aus einem Inter­view mit Omar, in dem die Poli­ti­ke­rin den ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten Barack Oba­ma indi­rekt hart kri­ti­siert.
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