Nach rechts schielen ist nicht links“ – Stefan Liebich (Die LINKE) nach Dänemark-Wahl


Der so genann­te lin­ke Block unter Füh­rung der Sozi­al­de­mo­kra­ten hat in Däne­mark die abso­lu­te Mehr­heit bei den Par­la­ments­wah­len errun­gen. In den Jubel mischt sich Kri­tik wegen der har­ten Migra­ti­ons­po­li­tik der Par­tei. Der außen­po­li­ti­sche Spre­cher der Links­frak­ti­on im Bun­des­tag, Ste­fan Lie­bich, warnt im Gespräch mit Sput­nik­news vor einer Nach­ah­mung.
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Nach Vergewaltigungen : 17-Jährige beendet Leben durch aktive Sterbehilfe


In den Nie­der­lan­den ist akti­ve Ster­be­hil­fe legal. Im Jah­re 2017 been­de­ten 6.500 Men­schen auf die­se Wei­se ihr Leben. Auch in Kana­da und Bel­gi­en ist Eutha­na­sie unter bestimm­ten Bedin­gun­gen zuläs­sig. Die Geschich­te der jun­gen Nie­der­län­de­rin stellt jedoch einen beson­de­ren Fall dar. Auf Insta­gram teil­te die jun­ge Nie­der­län­de­rin Noa Potho­ven ihre Ent­schei­dung mit : 

In maxi­mal zehn Tagen wer­de ich ster­ben. Nach Jah­ren des Rin­gens und Kämp­fens ist es nun vor­bei. Ich habe für eine Wei­le auf­ge­hört zu essen und zu trin­ken, und nach vie­len Gesprä­chen und Ein­schät­zun­gen wur­de ent­schie­den, dass ich befreit wer­de, da mein Leid uner­träg­lich ist. Es ist vor­bei.

In ihrer preis­ge­krön­ten Auto­bio­gra­fie schrieb sie über men­ta­le Gesund­heit und ihren Kampf gegen Depres­sio­nen und post­trau­ma­ti­sche Stö­run­gen. Jah­re­lang hat­te sie ver­heim­licht, dass sie sexu­ell miss­braucht und ver­ge­wal­tigt wur­de. Noa beton­te, dass es sich nicht um eine “impul­si­ve” Ent­schei­dung gehan­delt habe. 

In den Nie­der­lan­den wur­de die Ster­be­hil­fe 2001 nach einer im Jahr 1973 gestar­te­ten Kam­pa­gne lega­li­siert. Sie gilt dann als legal, wenn Ärz­te ent­schei­den, dass das Leid eines Men­schen “uner­träg­lich und hoff­nungs­los” ist. Schon im Alter von zwölf Jah­ren kön­nen Kin­der, mit der Zustim­mung der Eltern, um eine akti­ve Ster­be­hil­fe bit­ten. Zunächst hat­ten die Ärz­te Noa mit­ge­teilt, sie sei zu jung zum Ster­ben und soll­te zunächst eine Trau­ma­the­ra­pie begin­nen. Sie teil­te dar­auf­hin mit, dass sie nicht nicht so lan­ge war­ten kön­ne. Im Alter von elf Jah­ren wur­de sie auf einer Schul­par­ty Opfer eines Über­griffs. Ein Jahr spä­ter wur­de sie erneut miss­braucht. Im Alter von 14 Jah­ren wur­de sie von zwei Män­nern ver­ge­wal­tigt. 

In den meis­ten Eutha­na­sie­fäl­len han­delt es sich um Krebs­lei­den, die nicht mehr behan­delt wer­den kön­nen. Die Zahl von Per­so­nen, die ihr Leben auf­grund einer men­ta­len Erkran­kung been­den wol­len, ist weit gerin­ger. 

RT Deutsch


Ermittlungen zum Tod von Walter Lübcke gehen weiter — Suche nach Täter und Motiv


Nach dem töd­li­chen Schuss auf den Kas­se­ler Regie­rungs­prä­si­den­ten Wal­ter Lüb­cke gehen die Ermitt­lun­gen heu­te wei­ter. Poli­zei und Staats­an­walt­schaft ver­mu­ten nach den bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen ein Ver­bre­chen, haben aber noch kei­ne kon­kre­ten Hin­wei­se auf das Motiv und den Täter. Der 65-jäh­ri­ge CDU-Poli­ti­ker Lüb­cke war in der Nacht zum Sonn­tag mit einer Schuss­wun­de auf der Ter­ras­se sei­nes Wohn­hau­ses in dem Dorf Wolf­ha­gen-Istha gefun­den wor­den.

Er starb an einem Schuss aus nächs­ter Nähe in den Kopf, wie die Kas­se­ler Staats­an­walt­schaft und das hes­si­sche Lan­des­kri­mi­nal­amt am Mon­tag­abend mit­teil­ten. Hin­wei­se auf einen Sui­zid wur­den nicht gefun­den. Erst­mals äußer­ten sie sich damit öffent­lich zum Tod des 65 Jah­re alten CDU-Poli­ti­kers. Eine 20-köp­fi­ge Son­der­kom­mis­si­on unter Lei­tung des hes­si­schen Lan­des­kri­mi­nal­amts wur­de ein­ge­setzt, um die Tat auf­zu­klä­ren. Auch das Bun­des­kri­mi­nal­amt hilft bei der Aus­wer­tung von Spu­ren am Tat­ort. Der Tod des belieb­ten Poli­ti­kers bleibt wei­ter­hin ein Rät­sel.

Kurz nach Mit­ter­nacht von einem Ver­wand­ten auf der Ter­ras­se gefun­den

Der Tat­ort ist ein idyl­li­sches Fleck­chen im länd­li­chen Nord­hes­sen. Nur rund 900 Ein­woh­ner hat Istha, ein Orts­teil der Klein­stadt Wolf­ha­gen. Lüb­cke wohn­te am Orts­rand, von sei­nem Haus aus hat man einen wei­ten Blick über die Fel­der. Doch die Stra­ße zum Haus ist am Mon­tag wie aus­ge­stor­ben, nur ein paar Poli­zei­be­am­te und ein Ein­satz­fahr­zeug sind vor dem Gebäu­de zu sehen. Das Absperr­band um das Haus flat­tert im Wind. Ein paar Meter wei­ter bau­en Arbei­ter gera­de ein Bier­zelt ab. Denn in der Tat­nacht wur­de schräg gegen­über des Tat­orts eine Kir­mes gefei­ert.

Ob es einen Zusam­men­hang der Tat zur Kir­mes gibt, sagen die Ermitt­ler nicht. Auch zu Fra­gen, ob Zeu­gen etwas gese­hen haben oder eine Tat­waf­fe gefun­den wur­de, schwei­gen sie. Klar ist laut den Ermitt­lern dage­gen : Der CDU-Poli­ti­ker Lüb­cke wur­de in der Nacht zu Sonn­tag kurz nach Mit­ter­nacht von einem Ver­wand­ten auf der Ter­ras­se auf­ge­fun­den. Kur­ze Zeit spä­ter wur­de der Tod des 65-Jäh­ri­gen fest­ge­stellt. Horst Streiff, Lei­ter der Kas­se­ler Staats­an­walt­schaft, teil­te mit :

Die umge­hend anbe­raum­te und noch am sel­ben Tag durch­ge­führ­te Obduk­ti­on hat erge­ben, dass Dr. Lüb­cke an den Fol­gen einer Schuss­ver­let­zung ver­stor­ben ist.

Das Pro­jek­til aus einer Kurz­waf­fe habe ihn am Kopf getrof­fen, der Schuss sei aus nächs­ter Nähe abge­ge­ben wor­den. Nun wer­de gegen unbe­kannt wegen der Tötung Lüb­ckes ermit­telt. “Kon­kre­te Hin­wei­se bezüg­li­chen eines Tat­ver­däch­ti­gen bezie­hungs­wei­se eines Tat­mo­tivs haben die Ermitt­lun­gen bis­her nicht erge­ben”, erklär­te Streiff.

Streiff sag­te bei der Pres­se­kon­fe­renz am Mon­tag­abend auf die Fra­ge, ob die Tat in Zusam­men­hang mit frü­he­ren Mord­dro­hun­gen gegen Lüb­cke und des­sen Hal­tung zu Flücht­lin­gen ste­hen könn­te, dass es dazu bis­lang kei­ne Erkennt­nis­se gebe. Mög­li­che Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich mit Hin­wei­sen per Mail oder Tele­fon bei der Poli­zei zu mel­den.

Mord­dro­hun­gen 2015 wegen Aus­sa­gen zur Flücht­lings­po­li­tik und umstrit­te­ne Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren

Im Jahr 2015 hat­te sich der Regie­rungs­prä­si­dent gegen Schmäh­ru­fe zur Auf­nah­me von Flücht­lin­gen gewehrt und gesagt, wer gewis­se Wer­te des Zusam­men­le­bens nicht tei­le, kön­ne das Land ver­las­sen. Das Regie­rungs­prä­si­di­um war unter sei­ner Lei­tung auch an vie­len umstrit­te­nen Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren betei­ligt. Dazu gehör­te bei­spiels­wei­se der Bau von Wind­kraft­an­la­gen im Rein­hards­wald, die Pla­nung einer Pipe­line für Salz­ab­wäs­ser des Salz- und Dün­ger­pro­du­zen­ten K+S von Ost- nach Nord­hes­sen und der Aus­bau des Regio­nal­flug­ha­fens Kas­sel. 

Lüb­cke stamm­te aus dem nord­hes­si­schen Bad Wil­dun­gen und wur­de im Jahr 2009 durch den dama­li­gen Minis­ter­prä­si­den­ten Roland Koch (CDU) als Kas­se­ler Regie­rungs­prä­si­dent beru­fen. Das Regie­rungs­prä­si­di­um Kas­sel ist eine Ver­wal­tungs­be­hör­de auf mitt­le­rer Ebe­ne zwi­schen dem Land Hes­sen und sei­nen Gemein­den. Der pro­mo­vier­te Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler galt als beliebt und volks­nah und war oft auf öffent­li­chen Ter­mi­nen und Fes­ten anzu­tref­fen. Eigent­lich hät­te Lüb­cke zum Zeit­punkt sei­nes Todes schon im Ruhe­stand sein kön­nen. Doch er hat­te über das 65. Lebens­jahr hin­aus eine Ver­län­ge­rung sei­ner Amts­zeit bis Sep­tem­ber 2019 bean­tragt. Er hin­ter­lässt eine Frau und zwei erwach­se­ne Kin­der.

Mehr zum The­ma — Tod des Kas­se­ler Regie­rungs­prä­si­den­ten Wal­ter Lüb­cke — LKA ermit­telt

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Russische Vertriebsfirma nach Zensur schwuler Sexszenen in “Rocketman” in der Kritik


Am 30. Mai fand die Erst­vor­füh­rung des Elton-John-Bio­pics in Mos­kau statt. Nach der Pre­miè­re ver­mel­de­ten gleich meh­re­re rus­si­sche Film­kri­ti­ker in sozia­len Netz­wer­ken, dass der Strei­fen nicht in Ori­gi­nal­län­ge gezeigt wur­de. Es fehl­ten näm­lich gegen­über der Ori­gi­nal­ver­si­on, die sie auf dem Film­fes­ti­val in Can­nes gese­hen hat­ten, Sze­nen mit schwu­lem Sex, Küs­sen von Män­nern sowie Dro­gen­kon­sum mit einer Gesamt­län­ge von etwa fünf Minu­ten. Hin­zu kam eine Ände­rung des Abspanns, wo das Bild des Musi­kers mit sei­nem Ehe­mann David Fur­nish gezeigt wer­den soll­te, mit dem Hin­weis, Elton John habe sei­ne wah­re Lie­be getrof­fen und zie­he zusam­men mit Fur­nish sei­ne zwei Kin­der groß. Statt­des­sen berich­te­te die Text­zei­le dar­über, dass der Sän­ger eine AIDS-Stif­tung gegrün­det hat­te.

Das rus­si­sche Ver­triebs­un­ter­neh­men Cen­tral Part­nership bestä­tig­te gegen­über TASS, den Film “im Ein­klang mit der rus­si­schen Gesetz­ge­bung” bear­bei­tet zu haben. Dabei ist das föde­ra­le Ver­bot der “Pro­pa­gan­da von nicht-tra­di­tio­nel­len sexu­el­len Bezie­hun­gen gegen­über Min­der­jäh­ri­gen” gemeint. Nach der Ver­ab­schie­dung des Geset­zes im Jahr 2013 übten zahl­rei­che Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen aus aller Welt mas­si­ve Kri­tik an Russ­land und setz­ten sich für die Rech­te der rus­si­schen LGBT-Gemein­schaft ein. 

Das rus­si­sche Kul­tur­mi­nis­te­ri­um hielt sich aus der Zen­sur­de­bat­te her­aus und behaup­te­te, kei­ne Anwei­sun­gen hin­sicht­lich der inti­men Sze­nen des Films gege­ben zu haben. Die Ver­ant­wor­tung dafür tra­ge dabei allein der rus­si­sche Ver­triebs­part­ner, hieß es.

Rus­si­sche Ver­trei­ber sind nicht die ein­zi­gen, die ver­sucht haben, die wil­den Aben­teu­er aus Elton Johns Bio­gra­fie abzu­mil­dern. In einem Inter­view offen­bar­te der 72-Jäh­ri­ge gegen­über The Guar­di­an, wie eini­ge Film­stu­di­os das Sze­na­rio von “Rocket­man” beein­flus­sen und die Bett- und Dro­gen­sze­nen kür­zen woll­ten, damit er auch für Min­der­jäh­ri­ge zuge­las­sen wer­den könn­te. Da der Film aber als authen­ti­sche Geschich­te sei­nes Lebens gedacht war, beharr­te der Bri­te dar­auf, alle spek­ta­ku­lä­ren Details sei­nes künst­le­ri­schen Wegs auf­recht­zu­er­hal­ten.

In einer gemein­sa­men Erklä­rung ver­ur­teil­ten Elton John und der offi­zi­el­le Dis­tri­bu­tor des Bio­pics, Para­mount Pic­tures, die Ent­schei­dung, “Rocket­man” zu zen­sie­ren, der eine “ech­te Dar­stel­lung des außer­ge­wöhn­li­chen Lebens” des Musi­kers sei. Dass das Publi­kum nicht die Mög­lich­keit haben wird, die Ori­gi­nal­ver­si­on des Films zu sehen, sei eine “trau­ri­ge Wider­spie­ge­lung einer gespal­te­nen Welt, in der wir immer noch leben, und der grau­sa­men Wei­se, auf die sie immer noch die Lie­be zwi­schen zwei Men­schen nicht akzep­tie­ren kann”.

Wir glau­ben an das Bau­en von Brü­cken und einen offe­nen Dia­log. Wir wer­den wei­ter vor­sto­ßen, um Hür­den zu besei­ti­gen, bis alle Men­schen auf der Welt glei­cher­ma­ßen gehört wer­den.

Rocket­man” läuft am 6. Juni offi­zi­ell in rus­si­schen Kinos an. Für rus­si­sche Zuschau­er ist der Film ab 18 Jah­ren frei­ge­ge­ben.

Mehr zum The­ma — Film über über Musik­le­gen­de Fred­die Mer­cu­ry in Chi­na — Homo­se­xu­el­le Inhal­te raus­ge­schnit­ten

RT Deutsch


Einwohner von Dserschinsk schaffen gemeinsam Ordnung nach Explosionen im TNT-Werk


Die Ver­wal­tung von Dser­schinsk muss­te am Sams­tag den Aus­nah­me­zu­stand in der Stadt aus­ru­fen, nach­dem es in einer TNT-Pro­duk­ti­ons­hal­le des staat­li­chen Muni­ti­ons­be­triebs “Kris­tall” zu meh­re­ren Explo­sio­nen gekom­men war. Bei dem Unglück wur­den nach jüngs­ten Anga­ben 89 Men­schen ver­letzt. Dabei han­del­te es sich um 44 Mit­ar­bei­ter des Betriebs und 45 Anwoh­ner. 16 von ihnen muss­ten ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wer­den, eine Per­son befin­det sich in einem kri­ti­schen Zustand. Alle Pati­en­ten sind nach Anga­ben der Ärz­te vom Sonn­tag auf dem Weg der Bes­se­rung. Tote gab es kei­ne.

Die drei hef­ti­gen Explo­sio­nen zer­stör­ten fünf Gebäu­de auf dem Betriebs­ge­län­de, dar­un­ter drei Lager mit Fer­tig­pro­duk­ten. Die Druck­wel­le schlug mehr als 900 Fens­ter­schei­ben in 452 Gebäu­den, dar­un­ter 32 Schu­len und 55 Kin­der­gär­ten, in Dser­schinsk und der anlie­gen­den Ort­schaft Pyra ein. In fast 700 Wohn­häu­sern mit über 1.900 Bewoh­nern fiel der Strom aus. Die Behör­den kün­dig­ten an, die von den Explo­sio­nen Betrof­fe­nen mit je 150.000 Rubel (rund 2.000 Euro) zu ent­schä­di­gen.

Die Ursa­che für die Explo­si­on war bis­lang unklar. Russ­lands Ermitt­lungs­ko­mi­tee lei­te­te eine Unter­su­chung wegen Ver­let­zun­gen der Sicher­heits­vor­schrif­ten im Betrieb ein. Einen Tag vor dem Unglück war der Gene­ral­di­rek­tor von “Kris­tall” wegen Sicher­heits­pro­ble­men bei der Pro­duk­ti­on von sei­nem Pos­ten sus­pen­diert wor­den. Am 4. April die­ses Jah­res war es näm­lich im Werk schon zu einer Explo­si­on gekom­men. Damals wur­de nie­mand ver­letzt.

Am Sonn­tag leg­ten sich Bewoh­ner und Frei­wil­li­ge aus ande­ren Ort­schaf­ten ins Zeug, um in den betrof­fe­nen Vier­teln Ord­nung zu schaf­fen. In ers­ter Linie begann man, die Schu­len in Stand zu set­zen, in denen am Mon­tag Abschluss­prü­fun­gen statt­fin­den soll­ten. Stra­ßen wur­den von Glas­split­tern und Müll sau­ber gefegt. Am Sonn­tag fuh­ren die Stadt­be­hör­den fort, den durch die Explo­sio­nen ver­ur­sach­ten Scha­den zu berech­nen. (RIA Nowosti/TASS)

Mehr zum The­ma — Hef­ti­ge Explo­si­on in Paris auf Video fest­ge­hal­ten 

RT Deutsch


Super-Pipeline nach China kurz vor Fertigstellung — Peking meldet erhöhten Bedarf an


Chi­na ist an zusätz­li­chen Lie­fe­run­gen von rus­si­schem Gas über die Pipe­line Power of Sibe­ria inter­es­siert, die kurz vor der Fer­tig­stel­lung steht. Dies erklär­te der rus­si­sche staat­li­che Ener­gie­rie­se Gaz­prom, der das Pro­jekt durch­führt. Auf einer Pres­se­kon­fe­renz des Unter­neh­mens in Mos­kau sag­te Ele­na Bur­mi­stro­wa, die Lei­te­rin der Export­nie­der­las­sung von Gaz­prom :

Die chi­ne­si­schen Part­ner sind sehr an zusätz­li­chen Men­gen inter­es­siert, obwohl weder die Gesamt­men­ge noch der Preis bis­her ver­ein­bart sind.

Sie beton­te, das rus­si­sche Ener­gie­un­ter­neh­men erwar­te in naher Zukunft eine for­mel­le Ver­ein­ba­run­gen zu die­sen The­men.

The Power of Sibe­ria ist eine 4.000 Kilo­me­ter lan­ge Pipe­line, die Erd­gas aus der rus­si­schen Regi­on Jaku­ti­en in die Regi­on Pri­mor­je und dann nach Asi­en lie­fern soll. Gaz­prom, das den rus­si­schen Teil der Pipe­line baut, plant, bis zum Jahr 2025 bis zu 38 Mil­li­ar­den Kubik­me­ter des blau­en Brenn­stoffs nach Chi­na zu expor­tie­ren.

Gaz­prom und die Chi­na Natio­nal Petro­le­um Cor­po­ra­ti­on (CNPC) haben im Jahr 2014 einen 30-Jah­res-Ver­trag über die Gas­ver­sor­gung durch die Power of Sibe­ria unter­zeich­net. Im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber berich­te­te das rus­si­sche Unter­neh­men, dass die Pipe­line, die von den Gas­för­der­zen­tren Jaku­ti­ens bis zur chi­ne­si­schen Gren­ze ver­läuft, kurz vor der Fer­tig­stel­lung steht.

Auf chi­ne­si­scher Sei­te wur­de im April 2017 mit dem Bau begon­nen, und auch die­ser Teil soll kurz vor der Fer­tig­stel­lung ste­hen. Die Inbe­trieb­nah­me der Pipe­line ist für Dezem­ber 2019 geplant.

Anfang die­ses Jah­res kün­dig­te Gaz­prom Plä­ne an, umge­rech­net 2,24 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in das Pro­jekt inves­tie­ren zu wol­len. Dar­über hin­aus beab­sich­tigt das Unter­neh­men, wei­te­re 4,8 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in die Amur-Gas­auf­be­rei­tungs­an­la­ge zu inves­tie­ren, die im Rah­men des Eas­tern Gas Pro­gram Erd­gas aus den Pro­duk­ti­ons­zen­tren in Irkutsk und Jaku­ti­en bezie­hen soll.

Der rus­si­sche Ener­gie­kon­zern ver­folgt das ehr­gei­zi­ge Ziel, Chi­nas größ­ter Lie­fe­rant zu wer­den, der bis zum Jahr 2035 mehr als 25 Pro­zent der Gas­im­por­te aus­ma­chen soll. Der Erd­gas­be­darf des Lan­des steigt kon­ti­nu­ier­lich. Chi­na ist der welt­weit größ­te Ölim­por­teur und der zweit­größ­te Abneh­mer von Erd­gas.

Mehr zum The­ma — Rus­si­scher Petro­che­mie-Rie­se Sibur stärkt Part­ner­schaft mit Chi­na

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Nach Rückkehr zur PACE : Moskau will Problem der russischen Sprache ansprechen


Nach Rück­kehr der rus­si­schen Dele­ga­ti­on in die Par­la­men­ta­ri­sche Ver­samm­lung des Euro­pa­ra­tes (PACE), wird sie die Situa­ti­on um die rus­si­sche Spra­che in eini­gen Län­dern zum The­ma machen. Das erklär­te der Vor­sit­zen­de des Aus­wär­ti­gen Aus­schus­ses des rus­si­schen Föde­ra­ti­ons­ra­tes Kon­stan­tin Kosa­t­schow auf einer Pres­se­kon­fe­renz im Vor­feld des Fünf­ten Inter­na­tio­na­len Liva­dia Huma­ni­ta­ri­an Forum, das am 4. und 5. Juni in Jal­ta statt­fin­den soll. Der hoch­ran­gi­ge rus­si­sche Sena­tor sag­te :

Was die Poli­tik gegen­über der rus­si­schen Spra­che in eini­gen Län­dern betrifft, so müs­sen wir wis­sen, ob Ver­su­che, ihren Gebrauch zu ver­hin­dern und den rus­sisch­spra­chi­gen Unter­richt zu behin­dern, Teil der Poli­tik die­ser Län­der gewor­den sind. Wenn dies der Fall ist, wird es sicher­lich unse­re bila­te­ra­len Bezie­hun­gen zu die­sen Län­dern beein­flus­sen.

Kosa­t­schow erwähn­te in die­sem Zusam­men­hang die Ukrai­ne und die bal­ti­schen Staa­ten. Er teil­te mit :

Las­sen Sie uns den aktu­el­len Stand der Bezie­hun­gen Russ­lands zu die­sen Län­dern bewer­ten. Sie wur­den auf ein Mini­mum redu­ziert, was ins­be­son­de­re Han­dels- und Wirt­schafts­pro­jek­te betrifft. Dar­an besteht kein Zwei­fel.

Mehr zum The­ma —  Wes­ten blo­ckiert Dring­lich­keits­sit­zung des UN-Sicher­heits­ra­tes über ukrai­ni­sches Spra­chen­ge­setz

Der Sena­tor wies dar­auf hin, dass Russ­land das The­ma auf allen inter­na­tio­na­len Platt­for­men, auf denen es tätig ist, zur Spra­che brach­te. Ins­be­son­de­re wür­den regel­mä­ßi­ge Dis­kus­sio­nen zu die­sem The­ma im Rah­men der OSZE und des Euro­pa­ra­tes statt­fin­den. Der Sena­tor schloss :

Wenn die rus­si­sche Dele­ga­ti­on ihre Tätig­keit in der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung des Euro­pa­ra­tes wie­der auf­nimmt, wer­den wir die­ses The­ma auf jeden Fall noch ein­mal anspre­chen und ver­su­chen, dafür zu sor­gen, dass es im Fokus der Orga­ni­sa­ti­on bleibt.

Russ­land und der Euro­pa­rat

Nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung der Krim mit Russ­land im Jahr 2014 wur­den der rus­si­schen Dele­ga­ti­on in der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung des Euro­pa­ra­tes (PACE) Schlüs­sel­rech­te, ein­schließ­lich des Stimm­rechts, ent­zo­gen. Als Reak­ti­on dar­auf setz­te Russ­land sei­ne Teil­nah­me an den Akti­vi­tä­ten der PACE sowie die Zah­lung sei­ner Mit­glieds­bei­trä­ge an den Euro­pa­rat aus.

Der Gene­ral­se­kre­tär des Euro­pa­ra­tes Thorb­jørn Jagland wies am 10. Okto­ber 2018 dar­auf hin, dass die Mit­glied­schaft Russ­lands im Minis­ter­ko­mi­tee und in der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung ab Juni 2019 wegen Nicht­zah­lung der Mit­glieds­bei­trä­ge aus­ge­setzt wer­den könn­te. Der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gei Law­row sag­te, Mos­kau wer­de den Euro­pa­rat ver­las­sen, falls die Mit­glieds­staa­ten den Aus­tritt Russ­lands for­dern wür­den.

Mehr zum The­ma — Frank­reich for­dert Euro­pa­rat auf, Erhal­tung von Russ­lands Mit­glied­schaft zu unter­stüt­zen

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Behörden : Über 85 Prozent der syrischen Flüchtlinge aus Rukban-Lager nach Hause zurückgekehrt


Mehr als 85 Pro­zent der aus dem Flücht­lings­la­ger Ruk­ban an der syrisch-jor­da­ni­schen Gren­ze geflo­he­nen Syrer sind nach Hau­se zurück­ge­kehrt. Etwa 30.000 Men­schen sol­len sich jedoch noch immer dort auf­hal­ten. Das teil­ten die Lei­ter der rus­si­schen und syri­schen Behör­den zur Koor­di­nie­rung, Michail Misin­zew und Hus­sein Makhlouf, am Mitt­woch in einer gemein­sa­men Erklä­rung mit. In dem Doku­ment heißt es :

Über 85 Pro­zent der aus Ruk­ban zurück­ge­kehr­ten Syrer sind an ihren Wohn­ort zurück­ge­kehrt.

Bei­de Sei­ten äußer­ten die Hoff­nung, dass es den Bür­gern bald gelin­gen wird, “die­se unmensch­li­chen Bedin­gun­gen des Auf­ent­hal­tes in schä­bi­gen Zel­ten ohne Nah­rung, Was­ser und Kana­li­sa­ti­on in der Nähe von Behelfs­fried­hö­fen und Müll­de­po­ni­en zu ver­ges­sen”.

Die Erklä­rung unter­streicht, dass von Ärz­ten des syrisch-ara­bi­schen Roten Halb­monds bei jedem zwei­ten Flücht­ling, der das Lager ver­las­sen hat, chro­ni­sche Krank­hei­ten, ein­schließ­lich Tuber­ku­lo­se, dia­gnos­ti­ziert wur­den. Nach Anga­ben der Lei­ter der Koor­di­na­ti­ons­zen­tra­le leben im Lager wei­ter­hin nahe­zu 30.000 Men­schen “unter unmensch­li­chen und ernied­ri­gen­den Bedin­gun­gen”.

Das Flücht­lings­la­ger Ruk­ban wur­de 2014 an der syrisch-jor­da­ni­schen Gren­ze ein­ge­rich­tet, nach­dem Die Regie­rung in Amman die Gren­ze von Syri­en nach Jor­da­ni­en aus Sicher­heits- und Wirt­schafts­grün­den geschlos­sen hat­te. Das von ille­ga­len bewaff­ne­ten Ban­den und der US-Armee kon­trol­lier­te Gebiet befin­det sich seit­her in einer schwe­ren huma­ni­tä­ren Kri­se.

Mehr zum The­ma — Rus­si­sches Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um : 300 fri­sche Grä­ber bei syri­schem Flücht­lings­la­ger Ruk­ban

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