Nachbau russischer Kalaschnikow-Waffen in den USA ist “Diebstahl”


Die Erklä­rung folgt auf Medi­en­be­rich­te dar­über, dass das US-Mili­tär inlän­di­sche Waf­fen­pro­du­zen­ten dazu ermu­ti­gen will, Fak­si­mi­les, also ori­gi­nal­ge­treue Nach­bil­dun­gen, rus­si­scher Waf­fen her­zu­stel­len. Die US-Sank­tio­nen gegen Russ­land ver­bie­ten den Kauf der Waf­fen aus Russ­land. Berich­ten zufol­ge wer­den die Waf­fen an ver­schie­de­ne mili­tan­te Grup­pen in insta­bi­len Regio­nen auf der gan­zen Welt gelie­fert.

Die Idee selbst wirft Fra­gen auf. Wenn jemand die­se Arbeit legal und unter Ein­hal­tung aller Regeln aus­füh­ren möch­te, soll­te er sie mit Ros­obo­ron­ex­port bespre­chen. Andern­falls han­delt es sich um eine ille­ga­le Kopie rus­si­scher Pro­duk­te. Mit ande­ren Wor­ten, es ist ein Dieb­stahl”, erklär­te der Pres­se­dienst Ros­tecs.

Am Diens­tag berich­te­te der Natio­nal Inte­rest, dass das US Spe­cial Ope­ra­ti­ons Com­mand (USSOCOM) Zuschüs­se an US-Unter­neh­men gewähr­te, die in der Lage sein wer­den, “voll funk­ti­ons­fä­hi­ge Fak­si­mi­les von aus­län­di­schen Waf­fen her­zu­stel­len”, näm­lich das rus­si­sche leich­te Maschi­nen­ge­wehr PKM und das schwe­re Maschi­nen­ge­wehr NSV. Die her­ge­stell­ten Waf­fen soll­ten “gleich oder bes­ser” als die Ori­gi­na­le sein, heißt es.

Das USSOCOM gab an, dass es den inter­es­sier­ten Unter­neh­men kei­ne tech­ni­schen Zeich­nun­gen, Tei­le und Roh­stof­fe zur Ver­fü­gung stel­len wird. Die Antrag­stel­ler dür­fen die Waf­fen nur auf US-Ter­ri­to­ri­um her­stel­len. Sie müs­sen außer­dem in den USA her­ge­stell­te Mate­ria­li­en ver­wen­den und dür­fen nur US-Bür­ger beschäf­ti­gen.

Das Pro­gramm könn­te Her­stel­ler ermu­ti­gen, in Zukunft auch Kopi­en von eini­gen ande­ren aus­län­di­schen Waf­fen her­zu­stel­len.

Laut Natio­nal Inte­rest könn­te der Schritt des USSOCOM im Zusam­men­hang mit Washing­tons Plä­nen ste­hen, Kopi­en der Waf­fen an ver­schie­de­ne Grup­pen im Irak, Syri­en oder ande­ren Kriegs­ge­bie­ten zu lie­fern. Die grund­le­gen­de Idee, US-Kopi­en aus­län­di­scher Waf­fen her­zu­stel­len, anstatt sie im Aus­land zu beschaf­fen, wur­de von der Medi­enstel­le als “sinn­voll und wirt­schaft­lich” bezeich­net.

Die Nach­fra­ge nach Kalasch­ni­kow-Waf­fen ist welt­weit stark gestie­gen, nach­dem die USA und spä­ter die Euro­päi­sche Uni­on im Jahr 2014 ein Import­ver­bot für den Her­stel­ler ange­kün­digt hat­ten.

Der Wunsch der USA, rus­si­sche Maschi­nen­ge­weh­re zu repro­du­zie­ren, beweist die Zuver­läs­sig­keit und Exzel­lenz der Waf­fen, so Kalasch­ni­kow. Der Waf­fen­her­stel­ler sag­te gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur RIA Novos­ti am Mitt­woch, dass ihm kei­ne kon­kre­ten Infor­ma­tio­nen über sol­che Plä­ne vor­lie­gen. Das Unter­neh­men “ist nicht über­rascht”, da es wie­der ein­mal ein Beweis für die Vor­tei­le ist, die rus­si­sche Waf­fen bie­ten.

Benannt ist die Waf­fe nach Michail Kalasch­ni­kow, einem rus­si­schen Pan­zer­ve­te­ra­nen des Zwei­ten Welt­kriegs, der im Jahr 1947 das Gewehr “Avto­mat Kalasch­ni­ko­wa” ent­wi­ckel­te, das welt­weit als AK-47 bekannt ist. Der Kalasch­ni­kow Kon­zern ist der größ­te Waf­fen­her­stel­ler in Russ­land. In sowje­ti­schen Zei­ten stell­te er dem Mili­tär bis zu 600.000 Geweh­re pro Jahr zur Ver­fü­gung.

RT Deutsch