Neue Lieblingskunden Ungarn und Ägypten : Deutsche Rüstungsexporte vor Rekordmarke


Die deut­schen Rüs­tungs­ex­por­te steu­ern in die­sem Jahr auf einen Spit­zen­wert zu. Bis Ende Sep­tem­ber stie­gen die Aus­fuhr­ge­neh­mi­gun­gen im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum um 75 Pro­zent auf 6,35 Mil­li­ar­den Euro. Damit nähert sich das Export­vo­lu­men den bis­he­ri­gen Rekord­wer­ten aus den Jah­ren 2015 und 2016 von 7,86 bezie­hungs­wei­se 6,85 Mil­li­ar­den Euro an. Die Zah­len der ers­ten drei Quar­ta­le gehen aus einer Ant­wort des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums auf eine Anfra­ge des Grü­nen-Abge­ord­ne­ten Omid Nou­ripour her­vor, die der Deut­schen Pres­se-Agen­tur (dpa) vor­lie­gen soll.

Bereits zur Jah­res­hälf­te hat­ten die Export­ge­neh­mi­gun­gen mit 5,3 Mil­li­ar­den Euro die des gesam­ten Vor­jah­res (4,8 Mil­li­ar­den) über­trof­fen. Wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er (CDU) hat­te das mit der lan­gen Hän­ge­par­tie bei der Regie­rungs­bil­dung nach der Wahl 2017 erklärt. Dadurch sei ein Ent­schei­dungs­stau ent­stan­den und der sprung­haf­te Anstieg daher “nur schein­bar über­ra­schend”, sag­te er damals.

Indi­rek­te Betei­li­gung am Kon­flikt im Jemen

Die mit Abstand meis­ten Expor­te wur­den mit 1,77 Mil­li­ar­den Euro für den EU- und NATO-Part­ner Ungarn geneh­migt. Die dor­ti­ge Regie­rung von Minis­ter­prä­si­dent Vik­tor Orban, sonst gern ein Ziel von deut­scher Kri­tik in Sachen “Demo­kra­tie”, rüs­tet der­zeit mas­siv auf und will die Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben ver­dop­peln. Dahin­ter folgt das an der von Sau­di-Ara­bi­en geführ­ten Kriegs­al­li­anz im Jemen betei­lig­te Ägyp­ten mit 802 Mil­lio­nen Euro. Mit den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten ist ein wei­te­res Land aus die­sem Bünd­nis, das gegen die vom Iran unter­stütz­ten Huthi-Rebel­len kämpft, unter den Top Ten der Emp­fän­ger­län­der. Mit 206 Mil­lio­nen Euro steht der ölrei­che Golf­staat auf Platz neun.

Inzwi­schen haben sich die VAE aber mit Sau­di-Ara­bi­en über­wor­fen und den Abzug ihrer Trup­pen aus dem Jemen ange­kün­digt. Uni­on und SPD hat­ten sich in ihrem Koali­ti­ons­ver­trag im März 2018 vor­ge­nom­men, Expor­ten an die “unmit­tel­bar” am Jemen-Krieg betei­lig­ten Staa­ten einen Rie­gel vor­zu­schie­ben. Es wur­den aber Aus­nah­men zuge­las­sen. Ein kom­plet­ter Export­stopp wur­de nach der Ermor­dung des regie­rungs­kri­ti­schen Jour­na­lis­ten Jamal Khash­og­gi aller­dings gegen Sau­di-Ara­bi­en ver­hängt.

Im Juli hat­te die Bun­des­re­gie­rung nach mona­te­lan­gem Rin­gen auch ihre 20 Jah­re alten Export­richt­li­ni­en für Rüs­tungs­gü­ter über­ar­bei­tet und leicht ver­schärft. Danach wird die Lie­fe­rung von Klein­waf­fen in Län­der außer­halb von NATO und EU nun grund­sätz­lich nicht mehr geneh­migt. Zudem soll der Ver­bleib bereits expor­tier­ter Waf­fen stär­ker kon­trol­liert wer­den.

Weni­ger wert als hei­ße Luft”

Vor allem die SPD dringt in der Koali­ti­on auf eine restrik­ti­ve Geneh­mi­gungs­pra­xis. Für den Grü­nen-Poli­ti­ker Nou­ripour ist das aber ange­sichts anhal­ten­der Lie­fe­run­gen an Mit­glieds­län­der der Jemen-Kriegs­al­li­anz “weni­ger wert als hei­ße Luft”. “Es ist extrem bit­ter, dass der heu­ti­gen SPD die Gewin­ne der Rüs­tungs­in­dus­trie wich­ti­ger sind als Frie­den”, sag­te er.

Unter den zehn wich­tigs­ten Emp­fän­ger­län­dern deut­scher Rüs­tungs­gü­ter sind neben den VAE und Ägyp­ten mit Alge­ri­en auf Platz 7 (238 Mil­lio­nen Euro) und Katar auf Platz 8 (212 Mil­lio­nen Euro) zwei wei­te­re ara­bi­sche Staa­ten. Dane­ben fin­den sich in den Top Ten vier NATO-Staa­ten (neben Ungarn sind das die USA, Groß­bri­tan­ni­en und Nor­we­gen) sowie zwei Län­der, die bei Rüs­tungs­ex­por­ten ähn­lich wie NATO-Staa­ten behan­delt wer­den : Aus­tra­li­en und Süd­ko­rea.

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(rt deutsch/dpa)

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Moskau : “Neue Sanktionen gegen Russland spiegeln innenpolitische Krise der USA wider”


Die Ver­län­ge­rung der US-Sank­tio­nen gegen rus­si­sche Staats­bür­ger spie­gelt die innen­po­li­ti­sche Kri­se wider, die der­zeit in den USA herrscht. Das teil­te das rus­si­sche Außen­mi­nis­te­ri­um in einer am Mon­tag ver­öf­fent­lich­ten Erklä­rung mit. In dem Doku­ment heißt es :

Wir ver­ste­hen, dass sol­che Schrit­te die innen­po­li­ti­sche Kri­se in den USA wider­spie­geln, in der das Washing­to­ner Estab­lish­ment Russ­land als Instru­ment nutzt, um sei­ne eige­nen oppor­tu­nis­ti­schen Zie­le zu errei­chen.

Die US-Beam­ten, die nach dem Vor­bild unver­hoh­le­ner Russo­pho­ben tan­zen, müs­sen jedoch erken­nen, dass ihr Han­deln im Wider­spruch steht zu den öffent­li­chen Erklä­run­gen der US-Regie­rung, die bila­te­ra­len Bezie­hun­gen nor­ma­li­sie­ren zu wol­len. Außer­dem erhö­hen sie die Span­nun­gen auf der inter­na­tio­na­len Büh­ne.

Russ­land wird auf die neue Wel­le von US-Sank­tio­nen reagie­ren, so das Minis­te­ri­um :

Wie zuvor wird auch die­ser anti­rus­si­sche Schritt nicht ohne Ant­wort blei­ben.

Wir for­dern die US-Poli­ti­ker auf, ihre nutz­lo­sen Null­sum­men­spie­le mit den Sank­tio­nen zu been­den und zum gesun­den Men­schen­ver­stand zurück­zu­keh­ren.

Zuvor hat­te das US-Finanz­mi­nis­te­ri­um am Mon­tag eine neue Sank­ti­ons­wel­le gegen Russ­land ange­kün­digt – als Reak­ti­on auf angeb­li­che Ver­su­che Russ­lands, die US-Zwi­schen­wahl im Jahr 2018 zu beein­flus­sen.

Die USA beleg­ten zwei rus­si­sche Staats­bür­ger, Igor Nes­te­row und Denis Kus­min, wegen angeb­li­cher Ver­bin­dun­gen zur Inter­net Rese­arch Agen­cy mit Sank­tio­nen. Die­se Orga­ni­sa­ti­on soll laut Washing­ton ver­sucht haben, die US-Prä­si­dent­schafts­wah­len im Jahr 2016 zu beein­flus­sen. Auch gegen drei auf den Sey­chel­len regis­trier­te Unter­neh­men wur­den Sank­tio­nen ver­hängt : Auto­lex Trans­port, Bera­tex Group und Lin­burg Indus­tries. Das US-Finanz­mi­nis­te­ri­um behaup­tet, dass sie Ver­bin­dun­gen zum rus­si­schen Unter­neh­mer Jew­ge­ni Pri­go­schin haben, der von Washing­ton beschul­digt wird, Infor­ma­ti­ons­an­grif­fe gegen die USA durch die Inter­net Rese­arch Agen­cy finan­ziert zu haben. Sank­tio­niert wur­den außer­dem drei Flug­zeu­ge und eine Yacht, die Pri­go­schin gehö­ren sol­len.

In der vom US-Finanz­mi­nis­te­ri­um ver­öf­fent­lich­ten Erklä­rung wur­de auch mit­ge­teilt, dass zusätz­li­che Sank­tio­nen gegen Dschei­chun Asla­now, Michail Burt­s­chik, Wadim Pod­ko­pa­jew, Wla­di­mir Wen­kow und die Inter­net Rese­arch Agen­cy, die zuvor auf die schwar­ze Lis­te gesetzt wor­den waren, ver­hängt wür­den.

In den USA wird das Ver­mö­gen von Per­so­nen, die auf eine US-Sank­ti­ons­lis­te gesetzt wer­den, ein­ge­fro­ren. Außer­dem ist es US-Unter­neh­men ver­bo­ten, mit die­ser Per­son Geschäf­te zu täti­gen. Mos­kau hat wie­der­holt Vor­wür­fe zurück­ge­wie­sen, wonach man ver­sucht habe, US-Wah­len zu beein­flus­sen.

Mehr zum The­ma — Law­row : Wes­ten pre­digt Libe­ra­lis­mus, aber unter­gräbt Frie­den und Ver­trau­en

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Nach der Wahl ist vor der Wahl : Mit wem schmiedet Sebastian Kurz eine neue Koalition ?


Der Ex-Kanz­ler kann ein Bünd­nis mit den erstark­ten Grü­nen schmie­den, aber auch mit der SPÖ oder erneut mit der FPÖ koalie­ren. Der 33-Jäh­ri­ge erklär­te nach den Wah­len, dass er auf alle im Par­la­ment ver­tre­te­nen Par­tei­en zuge­hen wer­de. 

Mehr zum The­ma — Nach Wahl­de­ba­kel : Heinz-Chris­ti­an Stra­che lässt FPÖ-Mit­glied­schaft ruhen

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USA verhängen neue Sanktionen gegen Iran und Venezuela


Kurz nach­dem US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo das Stre­ben der Ver­ei­nig­ten Staa­ten nach Frie­den beton­te, kün­dig­te Washing­ton neue Sank­tio­nen gegen die Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen der bereits auf der Sank­ti­ons­lis­te genann­ten ira­ni­schen Regie­rungs­be­am­ten an. Das Ver­hal­ten des Iran wür­de “den Frie­den und die Sta­bi­li­tät im Nahen Osten und dar­über hin­aus” gefähr­den, hieß es in der Begrün­dung.

Die Visa-Restrik­tio­nen hat­ten bereits den ira­ni­schen Außen­mi­nis­ter Moham­med Dscha­wad Sarif getrof­fen. Die Ein­rei­se kann man ihm auf­grund des Sit­zes der Ver­ein­ten Natio­nen in New York nicht ver­bie­ten, die Sank­tio­nen schrän­ken jedoch sei­ne Bewe­gungs­frei­heit in den USA ein. Sarif beton­te, dass weder er noch sei­ne Fami­lie Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de im Aus­land besä­ßen.

Im Rah­men der UN-Gene­ral­ver­samm­lung sag­te der ira­ni­sche Prä­si­dent Hassan Roha­ni : 

Unse­re Regi­on steht am Ran­de eines Kol­lap­ses, ein klei­ner Fun­ken könn­te ein gro­ßes Feu­er aus­lö­sen. Wir soll­ten die pro­vo­ka­ti­ven Inter­ven­tio­nen der Aus­län­der nicht tole­rie­ren. 

Für den Iran kön­nen nur dann direk­te Gesprä­che mit den USA statt­fin­den, wenn sich die Ver­ei­nig­ten Staa­ten auf ihre Ver­pflich­tun­gen aus dem JCPOA (Joint Com­pre­hen­si­ve Plan of Action) zurück­be­sin­nen. In Rich­tung Publi­kum bei den Ver­ein­ten Natio­nen sag­te Trump, die USA hät­ten nie an “dau­er­haf­te Fein­de” geglaubt. Vie­le der heu­ti­gen groß­ar­tigs­ten Freun­de der USA sei­en einst ihre Fein­de gewe­sen. Trump will das Abkom­men neu ver­han­deln. Auch der bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­ter Boris John­son sprach sich für eine Neu­ver­hand­lung unter der Füh­rung Trumps aus. 

Deutsch­land, Groß­bri­tan­ni­en und Frank­reich hat­ten eine gemein­sa­me Erklä­rung abge­ge­ben, in der sie den Iran hin­ter den Angrif­fen auf sau­di­sche Öl- und Gas­an­la­gen wäh­nen. Gleich­zei­tig for­dern sie den Erhalt des Nukle­arab­kom­mens, aus dem die USA im ver­gan­ge­nen Jahr aus­ge­stie­gen sind. 

Eben­falls neue Sank­tio­nen wur­den gegen Vene­zue­la und Schiff­fahrts­un­ter­neh­men ver­hängt, denen nach­ge­sagt wird, dem latein­ame­ri­ka­ni­schen Land beim Öltrans­port nach Kuba behilf­lich zu sein. Im Janu­ar ver­häng­ten die USA Sank­tio­nen gegen die staat­li­che Ölge­sell­schaft Vene­zue­las “Petró­le­os de Vene­zue­la”. Die Unter­neh­men Caroil Trans­port Mari­ne Ltd und drei in Pana­ma ansäs­si­ge Fir­men wur­den sank­tio­niert. Dar­über hin­aus wur­den der schwar­zen Lis­te Ein­zel­per­so­nen aus Mili­tär, Poli­zei und Mit­glie­der der Ver­fas­sungs­ge­ben­den Ver­samm­lung Vene­zue­las hin­zu­ge­fügt. Washing­ton sieht die Regie­rung des gewähl­ten Prä­si­den­ten Vene­zue­las, Nicolás Madu­ro, als ille­gi­tim an. An des­sen Stel­le woll­ten sie den selbst ernann­ten Prä­si­den­ten Juan Guai­dó sehen. 

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Neue Aufgabe für Verfassungsschutz : “Rechtsextremistische Umtriebe im öffentlichen Dienst” aufspüren


Rund 24.100 Rechts­ex­tre­mis­ten leben in Deutsch­land. Mehr als die Hälf­te wer­den als gewalt­be­reit ein­ge­stuft. Der hes­si­sche Regie­rungs­prä­si­dent und CDU-Poli­ti­ker Wal­ter Lüb­cke wur­de vor sei­nem Haus von einem Rechts­ex­tre­mis­ten erschos­sen. 

Der Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer und Ver­fas­sungs­schutz­prä­si­dent Tho­mas Hal­den­wang stell­ten am Diens­tag ein neu­es Kon­zept vor mit­tels wel­chem gewalt­be­rei­te Rechts­ex­tre­me im öffent­li­chen Dienst auf­ge­spürt wer­den sol­len. Dazu die­nen dem Ver­fas­sungs­schutz die Über­wa­chung sozia­ler Netz­wer­ke und ande­re Akti­vi­tä­ten der Ver­dachts­per­so­nen im Inter­net. Ein Augen­merk wer­den die Radi­ka­li­sie­rungs­pro­zes­se sein. Wie der Spie­gel berich­tet soll hier­für eine neue Abtei­lung ein­ge­rich­tet und 300 neue Stel­len besetzt wer­den.

Für die­se Auf­ga­be ist eine bes­se­re Zusam­men­ar­beit mit dem Bun­des­wehr­ge­heim­dienst MAD geplant und ein Aus­tausch mit aus­län­di­schen Stel­len. Als Bei­spiel für die Not­wen­dig­keit des inter­na­tio­na­len Aus­tauschs wird der rechts­ex­tre­mis­ti­sche Atten­tä­ter von Neu­see­land genannt, der in Christ­church gläu­bi­ge Mus­li­me aus Ras­sen­hass töte­te. Es stell­te sich her­aus, dass der Aus­tra­li­er Kon­tak­te zur Iden­ti­tä­ren Bewe­gung in Euro­pa hat­te. Die Iden­ti­tä­ren gel­ten mitt­ler­wei­le als klar rechts­ex­tre­mis­tisch. 

Genau wie bei der Bekämp­fung von isla­mis­ti­schem Ter­ror wird die Bevöl­ke­rung dazu auf­ge­ru­fen Hin­wei­se zu “Rechts­ex­tre­men, Reichs­bür­gern und Selbst­ver­wal­tern” zu lie­fern. 

Mehr zum The­ma — Deniz Yücel : Ver­fas­sungs­schutz ist die “gefähr­lichs­te Behör­de Deutsch­lands”

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Mit Mörsergranaten gegen Demonstranten ? USA testen neue Systeme zur Disziplinierung von Massen


Bei der Modern Day Mari­ne-Aus­stel­lung vom 22. bis zum 24. Sep­tem­ber in Quan­ti­co im US-Bun­des­staat Vir­gi­nia wur­den eini­ge der neu­es­ten Sys­te­me zur Beherr­schung von Mas­sen­an­samm­lun­gen (Crowd Con­trol) vor­ge­stellt. Das Pen­ta­gon erteil­te unmit­tel­bar nach der uner­war­tet depri­mie­ren­den Erfah­rung 1996 in Soma­lia dem Mari­ne Corps die Auf­ga­be, sol­che neu­en Sys­te­me zu ent­wi­ckeln. Was dabei her­aus­kam, ist wenig über­ra­schend : Eine Mischung aus mili­tä­ri­schen und poli­zei­li­chen Ein­satz­mit­teln, um Demons­tran­ten dazu zu brin­gen, sich gar nicht erst in die Nähe von geg­ne­ri­schen Ein­hei­ten oder Objek­ten zu bege­ben.

Wenn man “nicht­le­tal” hört, denkt man an Gum­mi­ge­schos­se und Schlag­stö­cke und Trä­nen­gas, (aber) es ist viel mehr als das”, sag­te Colo­nel Wen­dell Leim­bach Jr., Direk­tor des Joint Non­let­hal Wea­pons Direc­to­ra­te, bei der Vor­stel­lung der neu­en Sys­te­me. Sie wür­den gebraucht, um gegen die Bedro­hun­gen gewapp­net zu sein, die bei Mis­sio­nen wie der huma­ni­tä­ren Hil­fe oder dem Kata­stro­phen­schutz erwach­sen, die man im mili­tä­ri­schen Jar­gon als “Grau­zo­nen­ope­ra­tio­nen” bezeich­net. 

Leim­bach, ein ehe­ma­li­ger Pan­zer­kom­man­dant, stell­te klar, dass er grund­sätz­lich nichts gegen leta­le Waf­fen­sys­te­me hat :

Um eines klar­zu­stel­len : Ich bin ein Pan­zer­mann. … Ich lie­be die Leta­li­tät, die Pan­zer brin­gen, und sie sind abso­lut not­wen­dig für den hoch­in­ten­si­ven Kampf, weil es dort eini­ge Leu­te gibt, die du ein­fach töten musst. 

Aber um nach einem Gefecht den Über­gang zu einem ande­ren Régime zu erleich­tern, also in einer Zeit, in der Sol­da­ten schnel­ler nach der Waf­fe grei­fen und dabei oft unschul­di­ge Men­schen töten, sol­len laut Colo­nel Leim­bach die­se neu­en Erfin­dun­gen den Ein­hei­ten behilf­lich sein. Unbe­ant­wor­tet bleibt den­noch die Fra­ge, ob die­se neu­en Sys­te­me nur für den Gebrauch bei der Armee gedacht sind oder ob sie auch – bei­spiels­wei­se bei mili­ta­ri­sier­ten Poli­zei­ein­hei­ten und der Natio­nal­gar­de in den USA – zum Ein­satz kom­men sol­len.

Nicht­le­tal bedeu­tet kei­nes­wegs nicht schmerz­haft”, sag­te Leim­bach. Bei der Vor­stel­lung der soge­nann­ten “Flashbang”-81mm-Granate, die mit einem Mör­ser wie eine kon­ven­tio­nel­le Gra­na­te mit explo­si­vem Spreng­kopf abge­schos­sen wird, kann man leicht eine Vor­stel­lung davon bekom­men, was die­ser US-Offi­zier damit meint.

Die­se Gra­na­te wird mit 14 klei­ne­ren Blend­gra­na­ten (Flash­bangs) gefüllt, die über einem “Ziel” (einer “geg­ne­ri­schen” Men­schen­men­ge) ihre Ladung (die Blend­gra­na­ten) frei­setzt. Mit ohren­be­täu­ben­dem Knall und glei­ßen­dem Licht­blitz sol­len so die­se Men­schen zeit­wei­se ori­en­tie­rungs­los gemacht wer­den, um sie zum Rück­zug zu bewe­gen.

Eine wei­te­re Erfin­dung ist die “Solid-Sta­te Active Deni­al Tech­no­lo­gy”, kurz SS-ADT. Dabei han­delt es sich um eine Ener­gie­waf­fe, die ultra­hoch­fre­quen­te elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len, also Mil­li­me­ter­wel­len mit etwa 95 GHz aus­sen­det, die folg­lich mit Licht­ge­schwin­dig­keit bei den expo­nier­ten Per­so­nen kurz­zei­tig (oder län­ger) ein “uner­träg­li­ches Hit­ze­ge­fühl auf der Haut” erzeugt. Laut Her­stel­lern sol­len die­se neu­ar­ti­gen “nicht­le­ta­len” Sys­te­me angeb­lich “kei­ne blei­ben­den Schä­den” bei Men­schen hin­ter­las­sen, was jedoch von Kri­ti­kern abso­lut bezwei­felt wird und auch gemäß unab­hän­gi­ger Stu­di­en nicht belegt ist.

Der welt­weit aus­ge­wei­te­te Ein­satz der “Taser” genann­ten Elek­tro­scho­cker durch die Poli­zei gilt eben­so bis heu­te als angeb­lich “siche­re nicht­le­ta­le Waf­fe”, den­noch gibt es immer wie­der Berich­te, wonach Men­schen gestor­ben sind, nach­dem sie solch einem Elek­tro­scho­cker aus­ge­setzt waren.

Ein wei­te­res Ein­satz­ge­biet die­ser Tech­no­lo­gi­en sieht Leim­bach auch in der psy­cho­lo­gi­schen Kriegs­füh­rung, ins­be­son­de­re gegen Russ­land und Chi­na. “Rus­si­sche Fre­gat­ten umkrei­sen unse­re Schif­fe – wohl­wis­send, dass wir kei­ne Mög­lich­kei­ten haben, um sie zurück­zu­drän­gen”.

Und sie machen das auf der Welt­büh­ne, und sie machen Vide­os davon, wie ame­ri­ka­ni­sche Schif­fe zurück­wei­chen, und sie benut­zen das für ihre Pro­pa­gan­da … und zei­gen die schwa­chen Ame­ri­ka­ner, die ihnen nichts anha­ben kön­nen.

Das kratzt offen­sicht­lich wohl ziem­lich stark am aner­zo­ge­nen Ego des US-Offi­ziers, dass das Bild der mäch­ti­gen US-Navy ange­kratzt wird und man nicht – wie gewohnt – ein­fach den Geg­ner eli­mi­nie­ren kann. Das Risi­ko durch einen Ein­satz von SS-ADT gegen ver­meint­li­che Geg­ner wie Russ­land oder Chi­na besteht dar­in, dass es am Ende wohl doch nicht nur beim Gebrauch von nicht­le­ta­len Waf­fen blei­ben könn­te.

Mehr zum The­ma — Mili­tär­for­schung in den USA : Ambi­tio­niert — aber auch erfolg­reich ?

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Es wird eng für Guaidó : Neue Fotos zeigen “Interimspräsidenten” im Auto von Drogenkartell-Boss


Er ken­ne die­se Leu­te gar nicht, hat­te der selbst ernann­te Inte­rims­prä­si­dent Juan Guai­dó behaup­tet, nach­dem mitt­ler­wei­le veri­fi­zier­te Fotos auf­ge­taucht waren, die ihn mit eini­gen der Haupt­fi­gu­ren der “Rastro­jos”, kolum­bia­ni­scher Nar­co-Para­mi­li­tärs, zeig­ten.

Mehr zum The­ma — Juan Guai­dó Arm in Arm mit Chefs eines Dro­gen­kar­tells – Wie bewer­tet Bun­des­re­gie­rung die­se Fotos ?

Zuvor hat­te der Minis­ter für Inne­res, Jus­tiz und Frie­den, Nés­tor Reverol, in einer Pres­se­kon­fe­renz bekräf­tigt, dass Guai­dós uner­laub­ter Grenz­über­tritt von Vene­zue­la nach Kolum­bi­en am 22. Febru­ar mit­hil­fe von Mit­glie­dern des kolum­bia­ni­schen Dro­gen­kar­tells erfolg­te. Mitt­ler­wei­le haben auch loka­le NGOs dar­auf ver­wie­sen, dass bereits Mord­an­schlä­ge auf Zeu­gen die­ser Ver­bin­dung ver­übt wur­den.

Die vene­zo­la­ni­sche Staats­an­walt­schaft, die die Bezie­hun­gen zwi­schen den berüch­tig­ten Para­mi­li­tärs aus dem Nach­bar­land und dem ver­meint­li­chen Demo­kra­tie­ret­ter unter­sucht, besprach am Don­ners­tag jedoch bereits wei­te­re Fotos, die neue Aspek­te der Bezie­hun­gen auf­zei­gen.

Auf den Bil­dern, die in einer Fern­seh­sen­dung namens “Con el Mazo Dan­do” unter der Lei­tung des Prä­si­den­ten der Natio­nal­ver­samm­lung, Dios­dado Cabel­lo, gezeigt wur­den, wird Guai­dó von Jona­than Orlan­do Zam­bra­no Gar­cía ali­as “Patrón Pob­re”, einem wei­te­ren Mit­glied der para­mi­li­tä­ri­schen “Rastro­jos”, beglei­tet und sogar umarmt. Außer­dem steigt der selbst ernann­te Inte­rims­prä­si­dent in ein Auto, an des­sen Lenk­rad Zam­bra­no zu sit­zen scheint. 

Mehr zum The­ma — Men­schen­rechts-NGO : Dro­gen­kar­tell ver­sucht, Zeu­gen der Ver­bin­dun­gen mit Juan Guai­dó zu eli­mi­nie­ren

Patrón Pob­re” lei­tet die Ein­hei­ten im Bun­des­staat Táchi­ra an der Gren­ze zu Kolum­bi­en, die für die Ent­füh­run­gen in La Fría und Boca de Gri­ta ver­ant­wort­lich sind. Prak­ti­scher­wei­se ist er zudem für den Schmug­gel vene­zo­la­ni­schen Ben­zins über die grü­ne Gren­ze zustän­dig, die von den “Rastro­jos” kon­trol­liert wird.

Zam­bra­no wird mit der ultra­rech­ten Par­tei Vol­un­tad Popu­lar in Ver­bin­dung gebracht, die von der vene­zo­la­ni­schen Jus­tiz beschul­digt wur­de, sich an Ver­schwö­run­gen und Atten­ta­ten zu betei­li­gen.

Am 22. Febru­ar pas­sier­te der selbst ernann­te Inte­rims­prä­si­dent Guai­dó die Gren­ze, um in Cúcu­ta am Kon­zert “Vene­zue­la Live Aid” teil­zu­neh­men und am nächs­ten Tag zu ver­su­chen, “huma­ni­tä­re Hil­fe” nach Vene­zue­la zu brin­gen, hin­ter der kri­ti­sche Beob­ach­ter Waf­fen­lie­fe­run­gen für den geplan­ten Putsch gegen den gewähl­ten Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro ver­mu­te­ten.

Mehr zum The­ma — Roger Waters kri­ti­siert “Bene­fiz­kon­zert” für Vene­zue­la : “Hat abso­lut nichts mit Hil­fe zu tun”

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Neue Indizien im Fall Bakery Jatta : HSV in immer größerer Erklärungsnot


Bak­e­ry Jat­ta – oder doch Baka­ry Daf­feh ? Die Zwei­fel an der Iden­ti­tät des Ham­bur­ger Fuß­ball­pro­fis Bak­e­ry Jat­ta schie­nen aus­ge­räumt. Neue Indi­zi­en befeu­ern jedoch den Ver­dacht, dass die mär­chen­haf­te Geschich­te vom gam­bi­schen Flücht­ling, der nie in sei­nem Leben für einen Klub spiel­te, bevor er beim HSV Pro­fi wur­de, doch nur ein Mär­chen sein könn­te. Doch der Rei­he nach.

Ein Arti­kel in der Sport Bild vom 7. August die­ses Jah­res warf die Fra­ge auf, ob es sich bei dem seit 2016 in Ham­burg unter Ver­trag ste­hen­den Spie­ler Bak­e­ry Jat­ta in Wahr­heit um Baka­ry Daf­feh han­delt. Als Beleg gab die Sport­zei­tung an, dass zwei ehe­ma­li­ge Trai­ner Jat­tas aus Gam­bia ihn als “Daf­feh” wie­der­erkannt hät­ten. Auch taucht der Spie­ler Baka­ry Daf­feh seit 2015 tat­säch­lich nicht mehr in den natio­na­len oder inter­na­tio­na­len Fuß­ball­sta­tis­ti­ken auf. Also genau seit dem Zeit­punkt, zu dem Jat­ta in Deutsch­land auf­tauch­te.

Mehr zum The­ma — Fal­sche Iden­ti­tät : HSV-Star Bak­e­ry Jat­ta ist offen­bar nicht Bak­e­ry Jat­ta

Der Unter­schied zwi­schen Jat­ta und Daf­feh : Wäh­rend Jat­ta bei sei­ner Ankunft in Deutsch­land behaup­te­te, 1998 gebo­ren zu sein, wur­de Daf­feh schon 1995 gebo­ren und wäre damit zwei Jah­re älter. Und wäh­rend Jat­ta bis heu­te betont, nie in sei­nem Leben für einen Fuß­ball­klub gespielt zu haben, war Daf­feh für meh­re­re Ver­ei­ne in Gam­bia, Nige­ria und im Sene­gal tätig. Zudem spiel­te Daf­feh auch für die U20-Natio­nal­mann­schaft Gam­bi­as. Jat­ta hat­te in einem Inter­view mit der HSV-Sta­di­on­zei­tung 2016 erklärt :

Ich habe in Afri­ka in kei­nem Ver­ein gespielt, das gab es dort nicht, höchs­tens mal am Wochen­en­de konn­te man ein betreu­tes Trai­ning mit­ma­chen. Ansons­ten waren wir auf uns gestellt, wir haben auf der Stra­ße Fuß­ball gespielt und uns selbst die Din­ge bei­gebracht.

Doch nicht nur der Ver­ein könn­te getäuscht wor­den sein, son­dern auch die deut­schen Behör­den. Dadurch, dass Jat­ta sich bei sei­ner Ein­rei­se nach Deutsch­land als Min­der­jäh­ri­ger aus­gab, erwarb er ein Dul­dungs­recht. Han­delt es sich bei Jat­ta jedoch um Daf­feh, wäre er bei der Ein­rei­se schon voll­jäh­rig gewe­sen. Die Bericht­erstat­tung der Sport Bild führ­te dazu, dass der Deut­sche Fuß­ball-Bund (DFB) und das Bezirks­amt Ham­burg-Mit­te Unter­su­chun­gen ein­lei­te­ten. Auch die Ver­ei­ne 1. FC Nürn­berg, Karls­ru­her SC und VfL Bochum reich­ten Pro­test beim DFB ein. Die drei Klubs hat­ten zuvor ihre Zweit­li­ga­spie­le gegen den HSV ver­lo­ren.

Anfang Sep­tem­ber gab das Bezirks­amt in Ham­burg dann bekannt :

Das Bezirks­amt Ham­burg-Mit­te hat die bereits vor­lie­gen­den und neu­en Unter­la­gen, die im Rah­men der Anhö­rung vor­ge­legt wur­den, geprüft. Aus den dem Bezirks­amt vor­lie­gen­den Unter­la­gen gehen kei­ne belast­ba­ren Anhalts­punk­te her­vor, die aus­län­der­recht­li­che Maß­nah­men begrün­den wür­den.

Jat­tas Anwalt Tho­mas Bli­wier hat­te neben einem gül­ti­gen Rei­se­pass auch einen Aus­zug aus dem gam­bi­schen Gebur­ten­re­gis­ter mit Jat­tas Daten vor­ge­legt, zudem eine eides­statt­li­che Ver­si­che­rung eines zustän­di­gen Beam­ten. Nach der Ent­schei­dung der Ham­bur­ger Behör­de zogen auch die drei Zweit­li­gis­ten ihre Ein­sprü­che zurück :

Mit der Ent­schei­dung der zustän­di­gen Behör­de hat sich die sport­ju­ris­ti­sche Fra­ge für den Club geklärt, und wir sehen kei­ne Ver­an­las­sung mehr, den Ein­spruch beim Deut­schen Fuß­ball-Bund gegen die Spiel­wer­tung auf­recht­zu­er­hal­ten”, so der 1. FC Nürn­berg in einer Erklä­rung.

Auch der VfL Bochum zeig­te sich zer­knirscht :

Wir bedau­ern es sehr, dass die Dis­kus­sio­nen um Bak­e­ry Jat­ta in den ver­gan­ge­nen Wochen beson­ders emo­tio­nal geführt wur­den. Die Anfein­dun­gen gegen ihn wie auch die popu­lis­ti­sche oder par­tei­po­li­ti­sche Instru­men­ta­li­sie­rung ver­ur­tei­len wir auf das Schärfs­te.

Mehr zum The­ma — Kei­ne Zwei­fel an Iden­ti­tät : Ermitt­lun­gen gegen Fuß­ball-Pro­fi Bak­e­ry Jat­ta ein­ge­stellt

Ein neu­er Bericht der Bild vom Mitt­woch wirft aller­dings neue Fra­gen auf. Jat­ta ist 2015 laut eige­nen Anga­ben aus sei­ner Hei­mat Gam­bia nach Deutsch­land geflo­hen. Dort wur­de er in der Aka­de­mie Lothar Kan­nen­berg, einer Jugend­hil­fe- und Bil­dungs­ein­rich­tung in Bothel, Nie­der­sach­sen auf­ge­nom­men. Die Ein­rich­tung ver­mit­tel­te dem jun­gen Fuß­bal­ler noch im Jahr 2015 ein Pro­be­trai­ning bei der A‑Jugend von Wer­der Bre­men. Er nahm auch an einem Test­spiel des Ver­eins teil und hin­ter­ließ dort einen sehr guten Ein­druck. Wer­der bot dem Talent einen Vor­ver­trag für eine Pro­fi­kar­rie­re an.

Jat­ta lehn­te jedoch ab, da nur ein fes­ter Ver­trag sei­nen Auf­ent­halt in Deutsch­land, nach Errei­chen der Voll­jäh­rig­keit, gesi­chert hät­te. Bis dato war er in Deutsch­land als Min­der­jäh­ri­ger nur gedul­det. Dann kam die Sache mit dem Pro­be­trai­ning beim HSV. Nun könn­te ihm ein Detail aus sei­ner Zeit in Bre­men zum Ver­häng­nis wer­den. Laut der Bericht­erstat­tung der Bild ereig­ne­te sich bei der Ankunft von Jat­ta in Bre­men Fol­gen­des :

Am 30. Juli 2015 wird Jat­ta im Rah­men sei­ner Alters­fest­stel­lung vom Jugend­amt der Han­se­stadt vor­ge­la­den. Im Doku­ment wird als Vor­na­me “Baka­ry” und nicht “Bak­e­ry” ein­ge­tra­gen. Zum Ver­bleib der Reis­do­ku­men­te trägt die Behör­de ein : “weiß nicht”. Am 3. August 2015 wird Jat­ta erneut vor­ge­la­den, weil er inner­halb Bre­mens die Unter­kunft wech­seln soll. In sei­nem Per­so­nal­bo­gen steht laut der Bild mitt­ler­wei­le “Bak­e­ry” als Vor­na­me und nicht mehr “Baka­ry”. Und nun das viel­leicht fol­gen­schwe­re Detail : Jat­ta gibt eine Han­dy­num­mer und eine Mail-Adres­se an. Die Mail­dres­se lau­tet bakarydaffeh*@*********.

Die­se Infor­ma­ti­on lag dem Bezirks­amt Ham­burg laut der Bild nicht vor. Auf Anfra­ge der Zei­tung erklär­te der Bre­mer Ober­staats­an­walt Frank Pas­sa­de :

Seit Anfang Sep­tem­ber haben wir neue Erkennt­nis­se. Wir hat­ten zwar bereits im Jahr 2015 in der Sache ermit­telt und das Ver­fah­ren ein­ge­stellt. Doch jetzt prüft die Poli­zei den Sach­ver­halt aufs Neue.

Jat­ta selbst äußert sich zu den neu­en Vor­wür­fen nicht. Der HSV bleibt bis jetzt bei der bis­he­ri­gen Sicht­wei­se :

Wir ver­trau­en auf die behörd­li­chen Ent­schei­dun­gen, die die Iden­ti­tät unse­res Spie­lers Bak­e­ry Jat­ta bestä­tigt haben”, so der HSV-Vor­stand.

Die neu­en Zwei­fel wer­den mit die­ser Ant­wort aller­dings nicht aus­ge­räumt. Für den Spie­ler könn­ten nun wie­der schwie­ri­ge Zeit anbre­chen. Jat­ta hat­te sich zu den Spe­ku­la­tio­nen nur ein­mal per­sön­lich geäu­ßert. In einem emo­tio­na­len Insta­gram-Post bedank­te er sich nach der ein­ge­stell­ten Unter­su­chung durch das Bezirks­amt bei den Ver­ant­wort­li­chen des Ham­bur­ger SV, beson­ders für die Rücken­de­ckung von Trai­ner Die­ter Hecking und Sport­vor­stand Jonas Boldt. Der HSV habe ihm “bedin­gungs­lo­se Lie­be” gezeigt, so Jat­ta.

Und tat­säch­lich schien es so, dass das Fuß­ball­mär­chen für Jat­ta wei­ter­geht. Der Trai­ner der deut­schen U21-Natio­nal­mann­schaft, Ste­fan Kuntz, woll­te den Ham­bur­ger Publi­kums­lieb­ling ein­bür­gern und in sei­ne Aus­wahl beru­fen. Nun scheint alles wie­der offen. Es bleibt abzu­war­ten, ob HSV-Trai­ner Die­ter Hecking den Flü­gel­flit­zer am kom­men­den Sonn­tag im Heim­spiel gegen Erz­ge­bir­ge Aue in den Kader beru­fen wird.

Inter­es­sant dürf­te jedoch auch sein, wie die Bild an die neu­en und bri­san­ten Infor­ma­tio­nen gekom­men ist. Die Zei­tung schreibt auf ihrer Web­sei­te :

3. Sep­tem­ber 2019 : Kopi­en der Jat­ta-Unter­la­gen mit der E‑Mail-Adres­se bakarydaffeh*@********* aus dem Sozi­al­zen­trum Gröpelingen/Walle wer­den beim Kom­mis­sa­ri­at 54 der Poli­zei Bre­men ein­ge­reicht. Mit dem Hin­weis des Sozi­al­zen­trums, dass es gro­ße Unge­reimt­hei­ten in dem Fall gebe.

Doch wer hat die­se Unter­la­gen dort ein­ge­reicht ? Und wie kommt die Bild an die per­sön­li­che Akte und somit an die Mail-Adres­se von Bak­e­ry Jat­ta ? Fort­set­zung folgt.

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EU setzt Johnson Ultimatum : Neue Vorschläge bis Monatsende – oder “es ist vorbei”


Mehr zum The­ma — Unter Buh­ru­fen : Boris John­son läuft vor Pres­se­kon­fe­renz mit luxem­bur­gi­schem Pre­mier davon

Der der­zei­ti­ge EU-Rats­vor­sit­zen­de Ant­ti Rin­ne hat dem bri­ti­schen Pre­mier­mi­nis­ter Boris John­son eine Frist bis zum Monats­en­de gesetzt, um Ände­rungs­wün­sche am Bre­x­it-Abkom­men ein­zu­rei­chen. Wenn Groß­bri­tan­ni­en über Alter­na­ti­ven zum bestehen­den Aus­tritts­ab­kom­men spre­chen wol­le, müs­se das Land die­se bis Ende Sep­tem­ber schrift­lich vor­le­gen, sag­te der fin­ni­sche Regie­rungs­chef nach Anga­ben fin­ni­scher Medi­en nach einem Tref­fen mit dem fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Emma­nu­el Macron am Mitt­woch in Paris. Finn­land führt im zwei­ten Halb­jahr den Vor­sitz der EU-Län­der.

Wenn kei­ne Vor­schlä­ge kom­men, dann glau­be ich, dass eine gan­ze Rei­he von euro­päi­schen Staats- und Regie­rungs­chefs den Stand­punkt teilt, der heu­te mit Macron zum Aus­druck gebracht wur­de. Dann ist es vor­bei”, wur­de Rin­ne von der fin­ni­schen Nach­rich­ten­agen­tur STT zitiert. Es müs­se Wesent­li­ches pas­sie­ren, damit es sich loh­ne, den Bri­ten zusätz­li­che Zeit ein­zu­räu­men, sag­te er dem Rund­funk­sen­der Yle zufol­ge.

In einer Mit­tei­lung erklär­te Rin­ne, die 27 ver­blei­ben­den EU-Mit­glied­staa­ten sei­en sich einig, dass der bri­ti­sche EU-Aus­tritt gemäß dem bestehen­den Abkom­men im Inter­es­se aller sei. Man müs­se sich aber auch auf einen mög­li­chen Aus­tritt ohne Abkom­men – den soge­nann­ten No-Deal-Bre­x­it – vor­be­rei­ten.

Groß­bri­tan­ni­en will am 31. Okto­ber aus der Euro­päi­schen Uni­on aus­tre­ten. Gibt es bis zu dem anvi­sier­ten Ter­min kei­ne Eini­gung zwi­schen Lon­don und Brüs­sel, will John­son sein Land not­falls auch ohne Abkom­men aus der EU füh­ren.

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(rt deutsch/dpa)

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Explodierende Muscheln” und “akustische Kätzchen” – Neue Dokumente belegen bizarre CIA-Methoden


Der US-ame­ri­ka­ni­sche Geheim­dienst CIA hat Doku­men­te frei­ge­ge­ben, die einen wei­te­ren inter­es­san­ten Ein­blick in die Zeit des Kal­ten Krie­ges gewäh­ren. Im Wett­lauf “zwi­schen den Sys­te­men” setz­te die CIA zum Teil auf äußerst skur­ri­le Metho­den. Hier ein Über­blick über neue und bereits bekann­te Tech­ni­ken :

Foto­gra­fie­ren­de Tau­ben

Unter dem Deck­na­men “Taca­na” nutz­te die CIA spe­zi­el­le Tau­ben, um gehei­me Orte in der UdSSR zu foto­gra­fie­ren. Die Vögel wur­den wegen ihrer Fähig­keit, immer wie­der den Weg nach Hau­se zu fin­den, aus­ge­wählt. Ganz gleich, wo man sie aus­setz­te. Der Kör­per der Vögel war mit einer win­zi­gen Spio­na­ge­ka­me­ra bestückt.

Raben und Del­fi­ne

Die neu­en Doku­men­te bele­gen auch, dass die CIA Raben ein­setz­te, um Abhör­ge­rä­te auf Fens­ter­bän­ke fal­len zu las­sen, und Del­fi­ne für Unter­was­ser­mis­sio­nen zur “Hafen­pe­ne­tra­ti­on” trai­nier­te. Die Säu­ge­tie­re soll­ten sowje­ti­sche Atom-U-Boo­te und Spu­ren von radio­ak­ti­ven Waf­fen erken­nen. In Key West Flo­ri­da ver­such­te der Geheim­dienst außer­dem, Del­fi­ne bei Unter­was­ser­an­grif­fen gegen feind­li­che Schif­fe ein­zu­set­zen.

Kil­ler­zi­gar­ren und explo­die­ren­de Muscheln

Die CIA hat sich wäh­rend des Kal­ten Krie­ges eine Rei­he bizar­rer – und erfolg­lo­ser – Anschlags­me­tho­den aus­ge­dacht, um den kuba­ni­schen Prä­si­den­ten Fidel Cas­tro zu ermor­den. Im Jahr 1960 plan­te der Geheim­dienst, den “Máxi­mo Líder” mit einer Kis­te ver­gif­te­ter Zigar­ren aus­zu­schal­ten. Die Zigar­ren wur­den mit dem star­ken Ner­ven­gift Botu­li­num­to­xin ver­setzt und 1961 von einer “nicht iden­ti­fi­zier­ten Per­son” gelie­fert – doch Cas­tro rauch­te sie nie.

Auch dach­te die CIA dar­über nach, das Inne­re eines Neo­pren­an­zu­ges von Cas­tro mit einem gif­ti­gen Pilz zu beschich­ten, durch den der soge­nann­te Madu­ra­fuß ver­ur­sacht wird, und das Atem­schutz­ge­rät des Anzugs mit Tuber­ku­lo­se­bak­te­ri­en zu kon­ta­mi­nie­ren. Die viel­leicht bizarrs­te Idee im Zusam­men­hang mit Cas­tro : Es wur­de erwo­gen, eine Spreng­fal­le in Form einer “explo­die­ren­den Muschel” auf­zu­stel­len. Es war all­ge­mein bekannt, dass der im Jahr 2016 ver­stor­be­ne Revo­lu­ti­ons­füh­rer regel­mä­ßig in bestimm­ten Gebie­ten tau­chen ging.

Das “Akus­tik-Kätz­chen”

Die CIA gab in den 1960er-Jah­ren rund 14 Mil­lio­nen US-Dol­lar aus, um Hör­ge­rä­te in Kat­zen zu ver­ste­cken. Die Kätz­chen soll­ten her­um­streu­nen und den sowje­ti­schen Geheim­dienst abhö­ren. Die Mis­si­on schei­ter­te jedoch schon am ers­ten Tag, als eines der Kätz­chen vor der sowje­ti­schen Bot­schaft in Washing­ton über­fah­ren wur­de.

Para­psy­cho­lo­gie

Über­zeugt davon, dass die Sowjets die extra­sen­so­ri­sche Wahr­neh­mung (ESP) für Spio­na­ge erforsch­ten, star­te­te die CIA 1970 das Pro­jekt “Star­ga­te”, das von einem Wis­sen­schaft­ler gelei­tet wur­de. Die CIA tes­te­te Men­schen, dar­un­ter auch den bekann­ten und umstrit­te­nen Magi­er Uri Gel­ler, die von sich behaup­te­ten, über­sinn­li­che Kräf­te zu besit­zen. Aller­dings ohne Erfolg.

LSD-Gedan­ken­kon­trol­le

Das Pro­jekt MK-ULTRA der CIA war ein streng gehei­mes For­schungs­pro­gramm, das in den 1950er-Jah­ren gestar­tet wur­de und die Wir­kung von Dro­gen wie LSD und MDMA auf mög­li­che Gedan­ken­kon­trol­le und auf Reak­tio­nen wäh­rend Fol­ter prüf­te. Die Dro­gen wur­den an mensch­li­chen Pro­ban­den getes­tet, die zum Teil nichts von den Expe­ri­men­ten wuss­ten. Min­des­tens ein Todes­fall eines Teil­neh­mers, des Bio­waf­fen­for­schers der US-Armee Frank Olson, ist mit dem Pro­gramm ver­bun­den.

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