Hillary als neue Heldin für Menschenrechte : “Diktatoren von Moskau bis Peking unterdrücken ihr Volk”


Am Diens­tag sprach die ehe­ma­li­ge US-Außen­mi­nis­te­rin und Ex-Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten Hil­la­ry Clin­ton am bri­ti­schen Bona­vero Insti­tut für Men­schen­rech­te. Zuvor hat­te sie eine Sta­tue von Elea­nor Roo­se­velt ein­ge­weiht. Das Insti­tut ist Teil des Insti­tuts für Rechts­wis­sen­schaf­ten an der Uni­ver­si­tät Oxford. Anlass war eine Kon­fe­renz zum 70. Jubi­lä­um der Dekla­ra­ti­on der Men­schen­rech­te. Dabei kon­zen­trier­te man sich auf auf die “drei Insti­tu­tio­nen der libe­ra­len Demo­kra­tie”: Medi­en, Zivil­ge­sell­schaft und Uni­ver­si­tä­ten. Alle sei­en heu­te Angrif­fen durch “Illi­be­ra­lis­mus” aus­ge­setzt. 

Hil­la­ry Clin­ton begann ihren Vor­trag mit einem Rück­blick : 

Las­sen Sie uns für einen Moment vor­stel­len, dass wir hier zusam­men sind am spä­ten Abend des 9. Dezem­bers 1948. Der zwei­te Welt­krieg ist vor­bei, aber der Frie­den ist weit von Sicher­heit ent­fernt. (…) Die Wirt­schaft ist rui­niert, 40 Mil­lio­nen Men­schen sind in Lagern für Ver­trie­be­ne gefan­gen. 

Clin­ton schlägt einen Bogen von den Frie­dens­be­mü­hun­gen zu der US-Hel­din Elea­nor Roo­se­velt. Die eins­ti­ge Ehe­frau des US-Prä­si­den­ten Fran­k­lin D. Roo­se­velt, eine ehe­ma­li­ge Diplo­ma­tin und Men­schen­rechts­ak­ti­vis­tin, habe alles gese­hen, von den gefal­le­nen Sol­da­ten auf den Fel­dern über die lee­ren Ver­kaufs­re­ga­le in der Wirt­schafts­de­pres­si­on bis zu den Bil­dern von Holo­caust-Über­le­ben­den. Sie habe sich an Gott gewandt und ihn gebe­ten, dass sie sich wei­ter dar­an erin­ne­re, dass “heu­te jemand für mich gestor­ben ist.”

Ihr “radi­ka­ler Gedan­ke” war eine uni­ver­sel­le Erklä­rung für Men­schen­rech­te. Dabei ver­wies sie dar­auf, dass die “Sowjets sich ent­hiel­ten”:

Die Mit­glie­der der UN erho­ben sich und applau­dier­ten der Frau, die es mög­lich gemacht hat. 

Auf Twit­ter schrieb Hil­la­ry : 

Vor sieb­zig Jah­ren, im Dezem­ber, kamen am Ende des Zwei­ten Welt­kriegs 58 Län­der zusam­men, um der Welt einen Fahr­plan für Frie­den und Wohl­stand zu berei­ten, der stark genug ist, um den For­de­run­gen von Dem­ago­gen und den Ver­hee­run­gen durch Armut und Angst zu wider­ste­hen. 

Heu­te wäre sie über­rascht zu sehen, dass Dik­ta­to­ren immer noch ihr Volk unter­drü­cken : 

Von Mos­kau bis Peking und dar­über hin­aus.

Hus­ten ist aus dem Publi­kum zu hören, als Hil­la­ry Clin­ton die Situa­ti­on damals mit heu­te ver­gleicht. Frau Roo­se­velt wäre heu­te froh, dass : 

Krie­ge weni­ger häu­fig sind. (…) Heu­te ist die Welt frei­er, rei­cher und fai­rer als im Jahr 1948. 

Aber 70 Jah­re danach sei­en Kräf­te “von links und rechts” am Werk, die den Pro­zess der Men­schen­rech­te rück­gän­gig machen woll­ten. Danach zieht sie Ver­glei­che zu ihrem eige­nen Wir­ken. Scho­ckiert äußer­te sie sich über die unge­klär­ten Umstän­de des Ver­schwin­dens des sau­di­schen Jour­na­lis­ten Dscha­mal Cha­schuk­dschi im sau­di­schen Kon­su­lat in Istan­bul. Direk­te Kri­tik an Sau­di-Ara­bi­en ver­mied Clin­ton aller­dings tun­lichst. Schnell wech­selt sie das The­ma und spricht gleich wie­der von der “Sowjet­uni­on”. Schließ­lich gehört Sau­di-Ara­bi­en — neben Katar, laut dem Whist­leb­lo­wer Juli­an Assan­ge — zu den Geld­ge­bern der Clin­ton-Stif­tung. 

Die ers­ten Men­schen­rech­te, die schrift­lich über­lie­fert wur­den, stam­men aus dem Per­si­schen Reich. Kou­rosh II (559 v. Chr. bis 529 v. Chr.), der als tole­ran­ter Herr­scher gilt, hielt die­se auf dem Kyros-Zylin­der fest. Eine Kopie des Zylin­ders ist in der UN-Zen­tra­le in New York zu sehen. 

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Aktivisten bauen im Hambacher Forst neue Baumhäuser


Die Akti­vis­ten­grup­pe “Ende Gelän­de” hat­te am Sams­tag zum Bau neu­er Baum­häu­ser auf­ge­ru­fen. Bis Diens­tag hat­te die Poli­zei mit Mil­lio­nen­auf­wand 86 Baum­häu­ser abge­baut. Neue Bar­ri­ka­den aus Ästen wur­den schon am Sams­tag wie­der­errich­tet, an Bäu­men hin­gen Sei­le und Hän­ge­mat­ten. Vie­le Tau­send Braun­koh­le-Geg­ner fei­er­ten am Sams­tag den Rodungs­stopp für den Ham­ba­cher Forst und demons­trier­ten gleich­zei­tig für den Koh­le­aus­stieg. Die Ver­an­stal­ter spra­chen von 50.000 Teil­neh­mern, die Poli­zei von 25.000 bis 30.000. (dpa)

Mehr zum The­ma — Tau­sen­de demons­trie­ren am Ham­ba­cher Forst – Fes­ti­val­stim­mung nach vor­läu­fi­gem Rodungs­stopp

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Neue US-Dokumente zeigen : Demokratie war nie das Ziel in Syrien


Der in Lon­don leben­de inves­ti­ga­ti­ve Jour­na­list Dr. Nafeez Ahmed hat ein enorm wich­ti­ges Doku­ment aus dem rie­si­gen Wiki­Leaks-Fun­dus aus­ge­gra­ben. Ein Stra­te­gie­pa­pier des United Sta­tes Mari­ne Corps (USMC) Intel­li­gence Depart­ment, dem Mili­tär­nach­rich­ten­dienst des Mari­ne Corps und Teil des über­ge­ord­ne­ten Mili­tär­ge­heim­diens­tes DIA, hat nur weni­ge Mona­te nach Aus­bruch der Pro­tes­te in Syri­en eine Ein­schät­zung der Lage abge­ge­ben. Dar­in heißt es, dass Assads Regie­rung “in den nächs­ten drei Jah­ren signi­fi­kant geschwächt wird, aber der dro­hen­de Zusam­men­bruch erscheint unwahr­schein­lich”.

Der Grund für die­se Ein­schät­zung lag dar­in, dass die “zer­split­ter­ten Oppo­si­ti­ons­kräf­te in Syri­en (ver­mut­lich) die logis­ti­sche Hür­de nicht über­win­den kön­nen, die sie davon abhält, eine Ein­heit zu wer­den und so inner­halb die­ses Zeit­rah­mens eine ernst­zu­neh­men­de Bedro­hung für das Régime dar­zu­stel­len”. Zwar wäre ein Regime­wech­sel durch­aus erstre­bens­wert, aber in der Pra­xis kaum umsetz­bar. Ein sol­cher Ver­such wür­de nur zu “einem gewalt­tä­ti­gen, lang­wie­ri­gen zivi­len Kon­flikt füh­ren, der sek­tie­re­ri­sche Unru­hen ent­zün­den wür­de”. Zwar kön­ne man “das Poten­zi­al für einen Zusam­men­bruch des Regimes nicht aus­schlie­ßen, aber der Weg zum Regime­wech­sel wird ein lan­ger und blu­ti­ger sein”.

Um Assad aber trotz­dem irgend­wie vom Thron zu sto­ßen, sah das Doku­ment vor, so gro­ßen Druck auf die herr­schen­de Min­der­heit der Ala­wi­ten auf­zu­bau­en, dass sie selbst den Sturz des Prä­si­den­ten initi­ie­ren. Und der Druck auf die Ala­wi­ten soll­te in Form von “Aus­bil­dung von Oppo­si­ti­ons­kräf­ten” ent­ste­hen, die von Son­der­ein­hei­ten der USA, Groß­bri­tan­ni­ens, Frank­reichs, Jor­da­ni­ens und der Tür­kei aus­ge­bil­det wer­den sol­len. Damit soll­te die im Wes­ten als demo­kra­ti­sche Pha­lanx beschrie­be­ne Oppo­si­ti­on nach den Plä­nen der USA nichts wei­ter als ein Mit­tel zum Zweck wer­den und ganz sicher kei­ne ernst­zu­neh­men­de oder gar demo­kra­ti­sche Alter­na­ti­ve für Assad.

Das über­ge­ord­ne­te, geo­stra­te­gi­sche Ziel die­ses gan­zen Plans hat­te sehr wenig mit Syri­en selbst zu tun. Denn was aus den Doku­men­ten ganz klar her­vor­geht, ist die Sor­ge der US-Ame­ri­ka­ner, ihren Ein­fluss auf die Län­der des Nahen Ostens zu ver­lie­ren, sobald sie ihre Trup­pen aus dem Irak abzie­hen. Die­ses Macht­va­ku­um wer­de sofort vom Iran aus­ge­füllt wer­den, um den eige­nen Ein­fluss­be­reich bis zum Mit­tel­meer aus­zu­deh­nen und die eige­ne Gren­ze zum Irak abzu­si­chern, sodass es kei­ne Angrif­fe durch eine Art neu­en Sad­dam Hus­sein geben kön­ne. Aber um die­se ira­ni­sche Ein­fluss­nah­me zu ver­hin­dern, nah­men die US-Stra­te­gen in Kauf, dass die syri­sche Oppo­si­ti­on von radi­ka­len Isla­mis­ten und Extre­mis­ten unter­wan­dert und am Ende mar­gi­na­li­siert wird.

(Die) Tür­kei, die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, Sau­di-Ara­bi­en, Ägyp­ten und ande­re haben ein gemein­sa­mes Inter­es­se dar­an, zu ver­su­chen, die Posi­ti­on des Iran in der Levan­te gra­vie­rend zu schwä­chen und den poli­ti­schen und mili­tä­ri­schen Ein­fluss der His­bol­lah im Liba­non zurück­zu­drän­gen. Ins­be­son­de­re die Tür­kei ist das Land mit dem lang­fris­tig größ­ten Ein­fluss auf Syri­en, und sie hat ein Inter­es­se dar­an, dass die­ses Ter­ri­to­ri­um wie­der unter sun­ni­ti­sche Herr­schaft kommt.

Das Per­fi­de dar­an ist, dass den Pla­nern in Washing­ton zu die­sem Zeit­punkt bereits bewusst war, dass der Tür­kei die eigent­li­chen Mit­tel für den “lang­fris­tig größ­ten Ein­fluss” feh­len. Um die­ses Pro­blem zu lösen, wür­de die Tür­kei “all­mäh­lich ver­su­chen. Ver­bin­dun­gen zu Grup­pen inner­halb Syri­ens auf­zu­bau­en, mit Fokus ins­be­son­de­re auf die Über­res­te der isla­mis­ti­schen Mus­lim­bru­der­schaft, um eine funk­ti­ons­fä­hi­ge isla­mis­ti­sche Polit­macht auf­zu­stel­len, die unter dem Schirm von Anka­ra steht”.

Die Tür­kei soll­te sich also für die USA die Hän­de schmut­zig machen, wäh­rend das Mari­ne Corps, eine Teil­streit­kraft der gesam­ten US-Streit­kräf­te mit über 200.000 akti­ven Sol­da­ten, sich nicht in den Krieg in Syri­en ein­brin­gen woll­te :

Wir erwar­ten nicht, dass das USMC mili­tä­risch in Syri­en oder im Liba­non mit einer Mis­si­on inter­ve­nie­ren wird, um die Situa­ti­on zu sta­bi­li­sie­ren. Die sek­tie­re­ri­sche Dyna­mik ist viel zu kom­plex für die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, als dass es sich loh­nen wür­de, dar­in ver­wi­ckelt zu wer­den. Statt­des­sen wird das eine regio­na­le Kri­se sein, um die sich die Tür­kei küm­mern wird. Wäh­rend sich die Tür­kei noch früh in ihrem regio­na­len Auf­stieg befin­det, wird sie beacht­li­che Unter­stüt­zung und Hil­fe ihrer Alli­ier­ten benö­ti­gen.

Und der Lohn dafür wür­de die tür­ki­sche Ein­fluss­nah­me – oder sogar Besat­zung – von Gebie­ten in Syri­en sein, die die moder­ne und will­kür­li­che Grenz­zie­hung der Bri­ten in der Regi­on wie­der zurück­drän­ge. Zu die­sem Schluss kam auf jeden Fall Dr. Roby Bar­rett, der an der Joint Spe­cial Ope­ra­ti­ons Uni­ver­si­ty in Flo­ri­da lehrt. Er sah eine Frag­men­tie­rung der Län­der wie Syri­en, dem Irak und Sau­di-Ara­bi­en ent­lang der eth­ni­schen und reli­giö­sen Lini­en vor­aus. Selbst als Russ­land 2015 in das Gesche­hen ein­griff, dach­te Dr. Bar­rett, dass das im Höchst­fall für die Sicher­stel­lung eines “Ala­wi­te­s­tan” rei­chen wür­de.

Was bei den US-Stra­te­gen aber offen­sicht­lich völ­lig unter­schätzt wur­de, war die hohe Unter­stüt­zung der syri­schen Gesell­schaft für Assad. Ohne die­sen Rück­halt in der Bevöl­ke­rung wäre der syri­sche Prä­si­dent trotz Hil­fe von außen nicht in der Lage gewe­sen, den im Wes­ten geschmie­de­ten Plä­nen sie­ben Jah­re Wider­stand zu leis­ten.

Mehr zum The­ma — Tex­til­un­ter­neh­mer aus Alep­po im Gespräch mit RT : “West­li­che Regie­run­gen haben Ter­ro­ris­ten geschickt”

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Warum ein genauer Blick auf das neue Handelsabkommen USMCA lohnt


Den USA und Kana­da ist ein Durch­bruch bei ihrem Streit um die Neu­auf­la­ge des gemein­sa­men Frei­han­dels­ab­kom­mens NAFTA mit Mexi­ko gelun­gen. Nach zähen Ver­hand­lun­gen einig­ten sich bei­de Län­der auf eine Nach­fol­ge­ver­ein­ba­rung, wie Ver­tre­ter der bei­den Regie­run­gen in der Nacht zu Mon­tag bekannt­ga­ben. Die Eini­gung kam qua­si in letz­ter Minu­te zustan­de – vor Ablauf der gesetz­ten Frist für eine Ver­stän­di­gung, die um Mit­ter­nacht Orts­zeit ende­te. Damit gibt es auch künf­tig ein Drei­er-Abkom­men mit Mexi­ko.

Die USA und Mexi­ko hat­ten schon Ende August eine vor­läu­fi­ge Eini­gung auf ein neu­es Han­dels­ab­kom­men erzielt. US-Prä­si­dent Donald Trump kün­dig­te an, im Zwei­fel auch ohne Kana­da vor­an­zu­ge­hen und eine bila­te­ra­le Ver­ein­ba­rung in Kraft zu set­zen. Dazu kommt es nun nicht. Das neue Abkom­men muss aber noch von den Par­la­men­ten der drei Län­der rati­fi­ziert wer­den.

Kaum war das Abkom­men in tro­cke­nen Tüchern, zeig­te sich schnell, was die deut­sche Wirt­schafts­eli­te von dem Abkom­men hält. Unter dem Titel “NAFTA-Nach­fol­ge­pakt besorgt deut­sche Auto­bau­er” oute­te sich das Han­dels­blatt als Freund neo­li­be­ra­ler Gedan­ken­spie­le :

Auch muss ein Groß­teil die­ser Autos von Arbei­tern gefer­tigt wer­den, die min­des­tens 16 US-Dol­lar pro Stun­de ver­die­nen. Das liegt deut­lich über dem Durch­schnitts­lohn von Auto-Arbei­tern in Mexi­ko. Die neu­en Vor­schrif­ten tref­fen deut­sche Auto­bau­er, denn Volks­wa­gen, BMW und Daim­ler pro­du­zie­ren alle­samt in Mexi­ko für den nord­ame­ri­ka­ni­schen Raum sowie für den Welt­markt. Soll­te USMCA die natio­na­len Par­la­men­te pas­sie­ren, müss­ten deut­sche Her­stel­ler womög­lich ihre Wert­schöp­fungs­ket­ten anpas­sen.

Da weiß der mexi­ka­ni­sche Arbei­ter, was die Stun­de geschla­gen hat. Doch was genau steht eigent­lich in dem neu­en Abkom­men namens USMCA (United Sta­tes Mexi­co Cana­da Agree­ment)? Hier ein Über­blick über die wich­tigs­ten Punk­te :

Zöl­le und Arbei­ter­löh­ne

Ziel des neu­en Abkom­mens ist es, mehr Pkw- und Lkw-Tei­le in Nord­ame­ri­ka her­stel­len zu las­sen. Um Zöl­le zu ver­mei­den, müs­sen ab 2020 rund 75 Pro­zent der Kom­po­nen­ten eines Pkw oder Lkw in Kana­da, Mexi­ko oder den Ver­ei­nig­ten Staa­ten her­ge­stellt wer­den, was einen erheb­li­chen Anstieg gegen­über der der­zei­ti­gen Anfor­de­rung von 62,5 Pro­zent dar­stellt.

Es gibt auch eine neue Regel, die dar­auf abzielt, dass 40 bis 45 Pro­zent der Bau­tei­le, die für ein Auto gebraucht wer­den, von Arbei­tern gefer­tigt wer­den, die min­des­tens 16 US-Dol­lar pro Stun­de ver­die­nen. Auf die­se Wei­se will Trumps Regie­rung Jobs in den USA sichern. Unter­neh­men, die dem nicht nach­kom­men, müs­sen einen Zoll­satz von 2,5 Pro­zent zah­len.

An den bereits ver­häng­ten Straf­zöl­len auf Stahl- und Alu­mi­ni­um­im­por­te aus Kana­da und Mexi­ko will Trump aber trotz der Eini­gung fest­hal­ten. Die Zöl­le wür­den so lan­ge blei­ben, bis man eine ande­re Lösung habe, erklär­te der Repu­bli­ka­ner. Er erwähn­te in die­sem Zusam­men­hang Quo­ten für Stahl- und Alu­mi­ni­um­im­por­te.

Kana­da und Mexi­ko hat­ten gefor­dert, dass die Zöl­le auf­ge­ho­ben wer­den müss­ten. Der mexi­ka­ni­sche Wirt­schafts­mi­nis­ter Ilde­fon­so Gua­jar­do mach­te deut­lich, dass das Pro­blem vor der Unter­zeich­nung des Abkom­mens gelöst wer­den müs­se. Ein US-Regie­rungs­mit­ar­bei­ter, der nicht nament­lich zitiert wer­den woll­te, sag­te, die Ver­hand­lun­gen über die Zöl­le lie­fen sepa­rat.

Mexi­ko und Kana­da konn­ten sich dage­gen für den Fall absi­chern, dass Trump Straf­zöl­le auf Auto­im­por­te ver­hän­gen soll­te : Je 2,6 Mil­lio­nen Autos aus bei­den Län­dern wären dann von die­sen Zöl­len aus­ge­nom­men.

Kana­da öff­net sei­nen Markt für US-Milch­pro­duk­te

Trump twee­tet oft dar­über, wie unfair er die hohen Zöl­le Kana­das auf US-Milch­pro­duk­te fin­de. Kana­da hat ein kom­ple­xes Milch­sys­tem. Um sicher­zu­stel­len, dass kana­di­sche Milch­bau­ern nicht in Kon­kurs gehen, schränkt die kana­di­sche Regie­rung ein, wie viel Milch im Land pro­du­ziert wer­den kann und wie viel aus­län­di­sche Milch­pro­duk­te impor­tiert wer­den dür­fen, um die Milch­prei­se hoch­zu­hal­ten. Trump gefiel das nie. Die Milch­pro­duk­te waren daher einer der Knack­punk­te in den Ver­hand­lun­gen.

Letzt­end­lich hält Kana­da zwar den größ­ten Teil sei­nes kom­ple­xen Sys­tems auf­recht, gibt der US-Milch­in­dus­trie jedoch grö­ße­re Markt­an­tei­le. US-Ver­hand­lungs­füh­rer zeig­ten sich zufrie­den, dass sie Kana­da zwin­gen konn­ten, die Preis­klas­se für soge­nann­te Milch­pro­duk­te der Klas­se 7 auf­zu­he­ben. Das bedeu­tet, dass US-Pro­du­zen­ten wahr­schein­lich mehr Milch­ei­weiß­kon­zen­trat, Mager­milch­pul­ver und Säug­lings­nah­rung nach Kana­da schi­cken kön­nen. Nach Anga­ben der US-Regie­rung sol­len ame­ri­ka­ni­sche Land­wir­te durch die Ver­ein­ba­rung einen bes­se­ren Zugang zum kana­di­schen Milch­markt bekom­men.

Schieds­ge­rich­te

Im Gegen­zug setz­te sich Kana­da mit sei­ner For­de­rung durch, die Regeln beim Schutz von geis­ti­gem Eigen­tum sowie bei Schieds­ge­rich­ten zu erhal­ten. Außer­dem soll die kana­di­sche Kul­tur- und Fern­seh­bran­che geschützt blei­ben. Das soge­nann­te “Chap­ter 19” das alten Frei­han­dels­ab­kom­men NAFTA bleibt also prak­tisch erhal­ten. Es erlaubt Kana­da, Mexi­ko und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, die Anti­dum­ping- und Aus­gleichs­zöl­le des ande­ren vor einem Schieds­ge­richt von Ver­tre­tern der ein­zel­nen Län­der anzu­fech­ten.

Das Sys­tem wur­de in den letz­ten zehn Jah­ren nicht oft genutzt. Die bekann­tes­ten Fäl­le, und alle der­zeit akti­ven Fäl­le die Kana­da betref­fen, dre­hen sich um Nadel­schnitt­holz. Akti­ve Fäl­le zwi­schen Mexi­ko und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten umfas­sen US-Dün­ge­mit­tel sowie Stahl­roh­re und Wasch­ma­schi­nen aus Mexi­ko. Mit­te der 2000er-Jah­re, inmit­ten der letz­ten Run­de von Nadel­holz­strei­tig­kei­ten, ent­schie­den sich die Chap­ter-19-Schieds­ge­rich­te wie­der­holt gegen die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, bevor die kana­di­sche Regie­rung einen Ver­trag abschloss, der den Streit vor­über­ge­hend been­de­te.

Gewerk­schaf­ten in Mexi­ko

Das Abkom­men beinhal­tet eine Rei­he von bedeu­ten­den Ver­bes­se­run­gen der Umwelt- und Arbeits­vor­schrif­ten, ins­be­son­de­re in Bezug auf Mexi­ko. So schreibt es bei­spiels­wei­se vor, dass mexi­ka­ni­sche Last­kraft­wa­gen, die die Gren­ze zu den Ver­ei­nig­ten Staa­ten über­que­ren, höhe­re Sicher­heits­vor­schrif­ten erfül­len müs­sen und dass mexi­ka­ni­sche Arbeit­neh­mer mehr Mög­lich­kei­ten zur Orga­ni­sa­ti­on und Grün­dung von Gewerk­schaf­ten haben müs­sen.

Über­prü­fung des Abkom­mens nach sechs Jah­ren

Das USMCA schreibt vor, dass die drei Natio­nen das Abkom­men nach sechs Jah­ren über­prü­fen wer­den. Wenn alle Par­tei­en sich einig sind, dass es immer noch gut ist, dann wird der Ver­trag für den gesam­ten Zeit­raum von 16 Jah­ren fort­ge­setzt (mit der Mög­lich­keit, ihn danach um wei­te­re 16 Jah­re zu ver­län­gern). Dies war eine Kom­pro­miss­be­stim­mung : Trump woll­te die Mög­lich­keit, das Abkom­men häu­fi­ger neu zu ver­han­deln.

Anfech­tung von Regie­rungs­ent­schei­dun­gen

Das soge­nann­te Kapi­tel 11, das Inves­to­ren eine beson­de­re Mög­lich­keit bie­tet, Regie­rungs­ent­schei­dun­gen zu bekämp­fen, ist zum größ­ten Teil aus dem Abkom­men ver­schwun­den. Das Kapi­tel 11 wird für Kana­da und vor allem für Mexi­ko voll­stän­dig her­aus­ge­nom­men, mit Aus­nah­me eini­ger Schlüs­sel­in­dus­tri­en wie Ener­gie und Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on. Die Rege­lung erlaub­te Unter­neh­men Regie­rungs­ent­schei­dun­gen anzu­fech­ten, wenn sie der Ansicht waren, dass Geset­zes­än­de­run­gen die Regeln ändern, obwohl das Unter­neh­men schon Inves­ti­tio­nen unter den vor­he­ri­gen Bestim­mun­gen getä­tigt hat­te.

Nun ist das Kapi­tel weit­ge­hend ver­schwun­den. Aus­nah­men sind zum Bei­spiel die Ölin­dus­trie, die sich die Mög­lich­keit offen­hal­ten will, gegen Mexi­ko vor­zu­ge­hen, soll­te die Regie­rung ver­su­chen, den Ener­gie­sek­tor wie­der zu natio­na­li­sie­ren.

Trump pries die NAFTA-Nach­fol­ge am Mon­tag als das “wich­tigs­te Han­dels­ab­kom­men, das wir je erzielt haben”. Die Eini­gung schrieb er sei­ner Zoll­po­li­tik zu. “Ohne die Zöl­le wür­den wir nicht über einen Deal spre­chen”, erklär­te er.

Der kana­di­sche Pre­mier­mi­nis­ter Jus­tin Tru­deau sprach von einem “guten Tag” für Kana­da. Er sag­te aber auch, dass man noch nicht an der Ziel­li­nie sei, weil das Abkom­men noch rati­fi­ziert wer­den müs­se. Trump sag­te, er hof­fe, dass der US-Kon­gress sei­ne Zustim­mung geben wer­de. Auf die Fra­ge, wie zuver­sicht­lich er dabei sei, sag­te er, er sei “über­haupt nicht zuver­sicht­lich”. Die Demo­kra­ten wür­den mög­li­cher­wei­se nicht zustim­men, erklär­te er.

In weni­gen Wochen ste­hen in den USA die Kon­gress­wah­len an, und die oppo­si­tio­nel­len Demo­kra­ten hof­fen dar­auf, zumin­dest in einer der bei­den Kam­mern die Mehr­heit zu holen. Die USA, Kana­da und Mexi­ko hat­ten das NAFTA-Abkom­men 1994 abge­schlos­sen. Es regelt eine der größ­ten Frei­han­dels­zo­nen der Welt. Es betrifft fast 500 Mil­lio­nen Men­schen und deckt ein Gebiet mit einer Wirt­schafts­leis­tung von knapp 23 Bil­lio­nen Dol­lar (19,79 Bil­lio­nen Euro) ab. Das Han­dels­vo­lu­men der USA mit den bei­den Nach­bar­staa­ten hat sich seit 1994 auf 1,3 Bil­lio­nen Dol­lar fast ver­vier­facht.

Trump hat­te das Abkom­men infra­ge gestellt und Neu­ver­hand­lun­gen durch­ge­setzt, weil er eine Benach­tei­li­gung der USA beklag­te. Aus US-Sicht gibt es mit bei­den Län­dern ein erheb­li­ches Han­dels­de­fi­zit. Trump hat­te die NAFTA-Ver­ein­ba­rung als eines der schlech­tes­ten je geschlos­se­nen Han­dels­ab­kom­men kri­ti­siert. Die Ver­hand­lun­gen über eine Neu­auf­la­ge der Ver­ein­ba­rung hat­ten bereits vor mehr als einem Jahr begon­nen und waren in den ver­gan­ge­nen Mona­ten wie­der­holt ins Sto­cken gera­ten. Zwi­schen den USA und Kana­da hat­te es bei den Gesprä­chen mäch­tig gehakt.

Für Zeit­druck hat­te zuletzt das Ziel gesorgt, die Unter­zeich­nung eines neu­en Abkom­mens noch vor dem Regie­rungs­wech­sel in Mexi­ko am 1. Dezem­ber zu ermög­li­chen. Der bis­he­ri­ge Prä­si­dent Enri­que Peña Nie­to wer­de das Abkom­men am 29. Novem­ber unter­zeich­nen, sag­te ein Bera­ter des künf­ti­gen Prä­si­den­ten Andrés Manu­el López Obra­dor, Jesús Sea­de, am Mon­tag dem Radio­sen­der Radio Fór­mu­la.

Die Regie­rung unter Peña Nie­to habe die Ver­hand­lun­gen geführt, des­halb müs­se von dort nun auch die Unter­schrift kom­men, so Sea­de. López Obra­dor gilt als kri­ti­scher gegen­über den USA.

Mehr zum The­ma — Trump droht Chi­na mit mehr als 500 Mil­li­ar­den Dol­lar an US-Han­dels­zöl­len 

(rt deutsch/dpa)

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Neue Bilanz : Mehr als 1.200 Tote in Indonesien


Unter den Trüm­mern von Häu­sern und im Schlamm wer­den noch vie­le wei­te­re Lei­chen ver­mu­tet. Immer noch gibt es Nach­be­ben. Wahr­schein­lich wird es noch Tage dau­ern, bis das gan­ze Aus­maß der Kata­stro­phe klar ist. Der Spre­cher der Behör­de, Suto­po Nug­ro­ho, berich­te­te von mehr als 800 Ver­letz­ten. Min­des­tens 99 Men­schen wer­den noch ver­misst. (dpa)

Mehr zum The­ma — Indo­ne­si­scher Flug­lot­se, der trotz Erd­be­ben im Tower blieb bis letz­ter Flie­ger abhob, ist gestor­ben

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Neue US-Regieanweisung : Nicht Russland, sondern China soll jetzt der böseste Schurke sein (Video)


Denn anschei­nend haben die USA einen neu­en Haupt-Böse­wicht und Wahl­ma­ni­pu­la­to­ren gefun­den : Chi­na. Auch in die­sem Fall könn­te es sich eher um Vor­wür­fe als tat­säch­li­che Bele­ge dafür han­deln. Der chi­ne­si­sche UN-Bot­schaf­ter zeig­te sich sicht­lich rat­los. Ein­zig die Moti­ve hin­ter dem Angriff der US-Regie­rung sind klar, droht Chi­na den Ver­ei­nig­ten Staa­ten doch glo­bal den Rang abzu­lau­fen.

Mehr zum The­ma — USA vs. Chi­na ­­– Trumps Han­dels­krieg als Teil einer grö­ße­ren Agen­da gegen das Reich der Mit­te

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Neue Details im britischen Agententhriller — Bellingcat präsentiert Identität und Bilderbuchkarriere


Knapp eine Woche, nach­dem das Recher­che­team von Bel­ling­cat her­aus­ge­fun­den haben will, dass Alex­an­der Petrow, einer der bei­den rus­si­schen Staats­bür­ger, die im Zusam­men­hang mit der Skri­pal-Affä­re unter Ver­dacht gestellt wur­den, ein Agent der rus­si­schen Geheim­diens­te sein soll, folg­te am Mitt­woch die Mel­dung, Bel­ling­cat habe des Ver­däch­ti­gen “wah­re Iden­ti­tät ent­hüllt”.

Mehr zum The­ma — Ein end­lo­ser Agen­ten­thril­ler : Die Ent­hül­lun­gen von Bel­ling­cat zu Alex­an­der Petrow

Sta­tio­nen einer Geheim­dienst­kar­rie­re

Die Online-Ermitt­lungs­trup­pe Bel­ling­cat, die dem pro-NATO Think Tank Atlan­tic Coun­cil ange­hört, hat unge­ach­tet der zahl­rei­chen Zwei­fel an frü­he­ren “Erkennt­nis­sen” am Mitt­woch einen neu­en Bericht ver­öf­fent­licht und ist sich sei­ner von kei­ner­lei Behör­den bis­her bestä­tig­ten Unter­su­chungs­er­geb­nis­se schein­bar sicher :

Bel­ling­cat und sein Ermitt­lungs­part­ner The Insi­der — Rus­sia haben die Iden­ti­tät eines der Ver­däch­ti­gen bei der Ver­gif­tung von Ser­gej und Julia Skri­pal sowie bei der Ermor­dung der bri­ti­schen Staats­bür­ge­rin Dawn Stur­gess end­gül­tig fest­ge­stellt.” 

Dem­nach soll der bis­her als Rus­lan Boschi­row bekann­te Mann tat­säch­lich “Oberst Ana­to­lij Tschepi­ga” sein, der nicht nur ein wasch­ech­ter und hoch­de­ko­rier­ter Offi­zier des rus­si­schen Mili­tär­nach­rich­ten­dienst GRU sei. Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin höchst­per­sön­lich soll ihm in einer gehei­men Zere­mo­nie die höchs­te mili­tä­ri­sche Aus­zeich­nung Russ­lands ver­lie­hen haben und zwar ver­mut­lich für des­sen Ope­ra­tio­nen in der Ost­ukrai­ne, womit sich der Kreis aller mög­li­chen Unter­stel­lun­gen gegen­über dem Kreml gar schließt. Wei­te­re Details in dem Bericht, bei­spiels­wei­se über den Besuch einer Eli­te­schu­le für Mari­ne­sol­da­ten und die Ver­ga­be des Deck­na­mens Boschi­row lesen sich wie Sta­tio­nen einer Bil­der­buch­kar­rie­re für Geheim­dienst­agen­ten. 

Zwar habe ein unge­nann­ter rus­si­scher Mili­tär­ex­per­te, der für den Bericht befragt wur­de, sich sehr über­rascht gezeigt, dass ein hoch­de­ko­rier­ter Oberst auf einen Feld-Ein­satz wie jenen mut­maß­li­chen in der süd­eng­li­schen Klein­stadt Salis­bu­ry ent­sen­det wor­den sein soll. Eine der­ar­ti­ge Ope­ra­ti­on wäre eher einem nie­der­ran­gi­ge­ren “Außen­dienst­mit­ar­bei­ter” über­tra­gen wor­den. Der unge­wöhn­li­che Vor­gang wird jedoch umge­hend als Beweis dafür aus­ge­legt, dass der Auf­trag “auf höchs­ter Ebe­ne” erteilt wor­den sei.

Bri­ti­sche Beam­te haben sich bis zum Abend nicht zu den neu­es­ten Erkennt­nis­sen des Recher­chenetz­werks Bel­ling­cat, die auch auf der Iner­net­sei­te The Insi­der ver­öf­fent­licht wur­den, geäu­ßert. 

Mehr zum The­ma — Im Müll gelan­det : Lon­dons Lüge über die ver­meint­li­che Skri­pal-Tat­waf­fe

Die Pres­se­spre­che­rin des rus­si­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums, Maria Sach­a­ro­wa, mach­te im Zusam­men­hang mit den frü­he­ren Ent­hül­lun­gen von Bel­ling­cat bezüg­lich der Iden­ti­tät der ver­meint­li­chen Täter auf eine Rei­he von Unge­reimt­hei­ten auf­merk­sam. So wer­fen der Zeit­punkt der Ermitt­lun­gen sowie die Vor­ge­hens­wei­sen Fra­gen auf. Das angeb­lich unab­hän­gi­ge Medi­um ver­brei­te­te unter dem Deck­man­tel von “Ent­hül­lun­gen” vor­sätz­lich Fehl­in­for­ma­tio­nen.

Der Grün­der des Bel­ling­cat-Netz­wer­kes, Eli­ot Higgins, ist ein wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter des Think­tanks Atlan­tic Coun­cil. Er selbst gab an, dass “Russ­lands Lügen” den Kern der Unter­su­chun­gen von Bel­ling­cat aus­ma­chen – das behaup­te­te er im Jah­re 2016 in einem DW-Inter­view. Bel­ling­cat hat­te auch zu dem Fall MH17 eine Rei­he eige­ner “Ermitt­lun­gen” prä­sen­tiert, wel­che bis­her jedoch wei­test­ge­hend wider­legt wur­den.

Groß­bri­tan­ni­en ver­wei­gert Zusam­men­ar­beit 

Der­weil teil­te die rus­si­sche Bot­schaft in Lon­don am Mitt­woch mit, dass der Antrag der Gene­ral­staats­an­walt­schaft der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on auf Zusam­men­ar­beit im Rah­men der Unter­su­chun­gen zum Fall Skri­pal vom bri­ti­schen Innen­mi­nis­te­ri­um abge­wie­sen wur­de.

In der Pra­xis bedeu­tet dies, dass das Ver­ei­nig­te König­reich sich wei­gert, der rus­si­schen Unter­su­chung alle Infor­ma­tio­nen oder Bewei­se zur Ver­fü­gung zu stel­len, die von der bri­ti­schen Poli­zei bei der Arbeit an dem Vor­fall von Salis­bu­ry gesam­melt wur­den.”

Mit der Ver­wei­ge­rung der Zusam­men­ar­beit habe die bri­ti­sche Sei­te bestä­tigt, dass die Zie­le ihrer Kam­pa­gne um die Ver­gif­tung von Ser­gej und Julia Skri­pal von Anfang an “aus­schließ­lich im Bereich der Poli­tik und Pro­pa­gan­da” lagen.

Es hat nichts mit dem Bestre­ben zu tun, die Wahr­heit fest­zu­stel­len und die Ver­ant­wort­li­chen vor Gericht zu stel­len. Die Tat­sa­che, dass die Ent­schei­dung, die Unter­stüt­zung abzu­leh­nen, auf höchs­ter Ebe­ne getrof­fen wur­de, ist ein wei­te­rer Beweis für die Aus­übung der poli­ti­schen Kon­trol­le über die Unter­su­chung.”

Groß­bri­tan­ni­en ver­sto­ße damit gegen sei­ne völ­ker­recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen und wei­ter­hin gegen bestehen­de Kon­su­larab­kom­men, indem der rus­si­schen Sei­te der kon­su­la­ri­sche Zugang zu den Skri­pals ver­wei­gert wur­de. Die Unter­su­chung wur­de als Ver­stoß gegen den Grund­satz der Pres­se­frei­heit und das Recht der Öffent­lich­keit auf Zugang zu Infor­ma­tio­nen ein­ge­stuft.

In der Zwi­schen­zeit wer­den die Anschul­di­gun­gen, die nicht durch Bewei­se gestützt wer­den, dazu benutzt, die anti­rus­si­sche Hys­te­rie in Groß­bri­tan­ni­en zu schü­ren und unser Land auf der inter­na­tio­na­len Büh­ne zu iso­lie­ren.”

Mehr zum The­ma — Rus­si­sches Außen­amt : NATO legt mili­tä­ri­scher Pla­nung anti­rus­si­sche Zerr­bil­der zugrun­de

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BRICS-Bank finanziert neue Projekte in Russland und Indien


Die NDB teil­te in einer Erklä­rung mit, dass ihr Vor­stand “ein nicht­staat­li­ches Dar­le­hen von 300 Mil­lio­nen US-Dol­lar an die rus­si­sche Sibur Hol­ding für eine öko­lo­gisch nach­hal­ti­ge Infra­struk­tur­ent­wick­lung im Zusam­men­hang mit dem Zap­Sib­Nef­tek­him-Pro­jekt” geneh­migt hat.

Die Bank füg­te hin­zu, dass sie die Finan­zie­rung, “ein­schließ­lich der Erstat­tung der Kos­ten für den Bau, von Ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen” wie “Was­ser­auf­be­rei­tungs­an­la­gen, Trans­port- und Logis­tik­in­fra­struk­tur” über­neh­men wer­de.

Der indi­schen Regie­rung wer­den zwei Dar­le­hen (350 Mil­lio­nen und 175 Mil­lio­nen US-Dol­lar) für die Sanie­rung von gro­ßen Kreis­stra­ßen mit einer Gesamt­län­ge von etwa 2.000 Kilo­me­tern gewährt. Die Finan­zie­rung zielt dar­auf ab, die Anbin­dung des länd­li­chen Lan­des­in­ne­ren an das natio­na­le und staat­li­che Auto­bahn­netz zu ver­bes­sern und “die Vor­tei­le des Aus­baus der staat­li­chen Auto­bah­nen und Haupt­ver­kehrs­stra­ßen durch den Bau und die Moder­ni­sie­rung von etwa 350 Brü­cken im Bun­des­staat Mad­hya Pra­desh voll aus­zu­schöp­fen”.

Laut Bank-Vize­prä­si­dent Wla­di­mir Kas­be­kow wur­den bereits 23 Pro­jek­te für alle BRICS-Län­der (Bra­si­li­en, Russ­land, Indi­en, Chi­na und Süd­afri­ka) mit einem Gesamt­wert von 5,7 Mil­li­ar­den US-Dol­lar geneh­migt. Er füg­te außer­dem hin­zu :

Mehr zum The­ma — BRICS-Enwick­lungs­bank erhält Top-Rating von Stan­dard & Poor’s

Nächs­tes Jahr pla­nen wir, die Pro­jek­te auf etwa 7,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar aus­zu­wei­ten.

Die Shang­hai-Zen­tra­le der NDB wur­de 2014 gegrün­det und im Juli 2015 offi­zi­ell eröff­net. Ziel der Bank mit einem anfäng­lich geneh­mig­ten Kapi­tal von 100 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ist es, Infra­struk­tur­pro­jek­te für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung in Schwel­len­län­dern zu finan­zie­ren.

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