Sri Lanka : Neue Bombenexplosion in der Nähe einer Kirche


Ein Mann wur­de den Anga­ben zufol­ge in der Nähe der Kir­che fest­ge­nom­men. Der Fund des Spreng­sat­zes und die Spren­gung lös­ten in der Umge­bung eine Panik aus, wie Vide­os in sozia­len Medi­en zei­gen. Zeu­gen berich­te­ten auf Twit­ter zudem, dass die Poli­zei den Fest­ge­nom­me­nen vor einer auf­ge­brach­ten Men­ge schüt­zen muss­te.

Die Sankt-Anto­ni­us-Kir­che war eine von drei Kir­chen, in denen sich am Oster­sonn­tag fast zeit­gleich Selbst­mord­at­ten­tä­ter in die Luft gesprengt hat­ten. 

Die Poli­zei Sri Lan­kas hat am Bus­bahn­hof der Haup­stadt außer­dem 87 Bom­ben­zün­der gefun­den. Sie wur­den am Mon­tag im Stadt­teil Pettah ent­deckt. 

Mehr zum The­ma — Sri Lan­ka : Mit­ge­fühl, Ent­set­zen und inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät

(rt deutsch / dpa)

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Zurück in eine atomare Zukunft — Neue Nuklearwaffen in Büchel


Seit­dem Washing­ton den INF-Ver­trag auf­ge­kün­digt hat, ist das ato­ma­re Wett­rüs­ten wie­der ein aktu­el­les The­ma. Nach einer sechs­mo­na­ti­gen Kün­di­gungs­frist endet der Ver­trag am 2. August 2019. In der zwei­ten UN-Sicher­heits­rats­sit­zung unter deut­schem Vor­sitz beton­te Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas zwar die Bedeu­tung der ato­ma­ren Abrüs­tung und ver­wies auf die Ver­ant­wor­tung der USA und Russ­lands.

Der Welt­frie­den wird von Nukle­ar­waf­fen bedroht”, mahn­te er. “Der Kal­te Krieg ist vor­bei, den War­schau­er Pakt gibt es nicht mehr, auch die Mau­er gibt es nicht mehr in Deutsch­land.”

Das von 122 Staa­ten in der UN-Voll­ver­samm­lung beschlos­se­ne Abkom­men zum Atom­waf­fen­ver­bot hat Deutsch­land hin­ge­gen nicht unter­zeich­net. Den UN-Ver­hand­lun­gen über ein Atom­waf­fen­ver­bot im Jahr 2017 blieb die Bun­des­re­gie­rung fern, obwohl sie bereits damals öffent­lich die Bedeu­tung der ato­ma­ren Abrüs­tung und den Wunsch nach einer nukle­ar­waf­fen­frei­en und fried­li­che­ren Welt bekun­de­te. Der dama­li­ge Außen­mi­nis­ter Sig­mar Gabri­el lehn­te die UNO-Initia­ti­ve mit der Begrün­dung ab, dass die vor­ran­gi­gen Atom­waf­fen­staa­ten nicht teil­nah­men. Und in der Tat haben sich die USA, Russ­land, Groß­bri­tan­ni­en, Chi­na und Frank­reich im Jahr 2018 gegen den Atom­waf­fen­ver­bots­ver­trag posi­tio­niert.

Für Deutsch­land aber wäre eine Vor­aus­set­zung zum Unter­zeich­nen des Atom­waf­fen­ver­bots­ver­trags der Abzug der US-Atom­waf­fen vom Luft­waf­fen­stütz­punkt im rhein­land-pfäl­zi­schen Büchel, die dort im Rah­men der ato­ma­ren Teil­ha­be der NATO lagern. Genau dafür, den Abzug der völ­ker­recht­lich äußerst umstrit­te­nen Sta­tio­nie­rung von Atom­waf­fen mit­ten in Deutsch­land, set­zen sich Frie­dens­ak­ti­vis­ten hier­zu­lan­de seit Jah­ren ein.

Unter dem Mot­to “Frie­den statt NATO!” begin­nen die dies­jäh­ri­gen Oster­mär­sche bereits am Sams­tag in Pots­dam, einer der Red­ner dort ist Diet­her Dehm (MdB, Die Lin­ke). Bun­des­weit sol­len rund 90 Oster­mär­sche statt­fin­den. Wie das Netz­werk Frie­dens­ko­ope­ra­ti­ve mit­teil­te, wer­den höhe­re Teil­neh­mer­zah­len als in den Vor­jah­ren erwar­tet.

Ange­sichts der aktu­el­len Span­nun­gen zwi­schen den USA und Russ­land rech­nen wir damit, dass in die­sem Jahr wie­der mehr Men­schen aktiv wer­den und zu Ostern für Frie­den und gegen Krieg und Auf­rüs­tung auf die Stra­ße gehen”, meint der Geschäfts­füh­rer vom Netz­werk Frie­dens­ko­ope­ra­ti­ve, Kris­ti­an Gol­la.

Neben der immensen Erhö­hung der Rüs­tungs­aus­ga­ben auf über 40 Mil­li­ar­den Euro als eines der Haupt­pro­ble­me in die­sem Jahr for­dert die Frie­dens­be­we­gung ein welt­wei­tes Ver­bot von Atom­waf­fen, und hier­zu­lan­de kon­kret vor allem den Abzug der US-Atom­waf­fen aus dem Flie­ger­horst Büchel in der Eifel.

Zurück in eine atomare Zukunft - Neue Nuklearwaffen in Büchel
Die so genann­te Welt­un­ter­gangs­uhr (Dooms­day Clock) steht zur­zeit auf 2 Minu­ten vor 12, so knapp wie zuletzt in den 1950er Jah­ren.

Aktu­ell hat die­se For­de­rung einen beson­de­ren Bei­geschmack, denn trotz­dem der Kal­te Krieg vor­bei ist, wie Außen­mi­nis­ter Maas beton­te, will der NATO-Ver­bün­de­te USA ihre neue Genera­ti­on von Atom­waf­fen, die B61-12-Bom­ben, in Büchel sta­tio­nie­ren.

Mehr zum The­ma — Mil­li­ar­den­deal : Bun­des­wehr kauft US-Flie­ger von Rüs­tungs­kon­zern Lock­heed Mar­tin

Wie aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der Frak­ti­on der Lin­ken im Bun­des­tag her­vor­ging, sol­len nach dem Jahr 2020, dem eigent­li­chen Zeit­punkt zur Aus­mus­te­rung des Tor­na­dos, eini­ge Flug­zeu­ge wei­ter im Dienst blei­ben, um Deutsch­lands Rol­le in der nuklea­ren Teil­ha­be zu sichern.

Durch die Tor­na­do-Kampf­flug­zeu­ge wäre die Reich­wei­te begrenzt, doch das deut­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um erwägt den Kauf von US-Kampf­jets, um die „smar­ten“ Atom­bom­ben ein­set­zen zu kön­nen, weil die Bun­des­wehr-Tor­na­dos dazu nicht in der Lage sind.

Was Washing­ton als “smart” bezeich­net, bezieht sich auf Atom­waf­fen, deren mini­ma­le Spreng­kraft von fünf Kilo­ton­nen jene der Hiro­shi­ma-Bom­be über­tref­fen. Gleich­zei­tig sind sie aber leicht­ge­wich­tig und könn­ten mit einem Gewicht von um die 350 Kilo­gramm auch von Droh­nen beför­dert wer­den. Unab­hän­gig davon, was Washing­ton als “smart” erach­tet, birgt die­se “Moder­ni­sie­rung” ganz neue Risi­ken in Zei­ten nicht-staat­li­cher Kriegs­ak­teu­re. Mehr­fach ist es allein im ver­gan­ge­nen Som­mer Frie­dens­ak­ti­vis­ten gelun­gen, in den Flie­ger­horst Büchel ein­zu­drin­gen und in den Sicher­heits­be­reich zu gelan­gen.

Mehr zum The­ma — Pen­ta­gon-Labor ver­öf­fent­licht Video von B61-Atom­bom­ben­test

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Pannenserie bei Regierungsfliegern : Haushaltsausschuss bewilligt Gelder für drei neue Maschinen


Der­zeit ver­fügt die Flug­be­reit­schaft über 14 Regie­rungs­ma­schi­nen. Die Pan­nen­se­rie begann im Jahr 2018 mit Ange­la Mer­kels Flug zum G20-Gip­fel in Bue­nos Aires. Ein Aus­fall der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­te­me an Bord zwang die Pilo­ten, zurück­zu­flie­gen. Mer­kel muss­te umstei­gen und kam zu spät zum Gip­fel in Argen­ti­ni­en. 

Die Luft­waf­fe zeig­te sich auf Twit­ter erfreut über die Neu­an­schaf­fun­gen, wel­che bis Mit­te 2020 aus­ge­lie­fert sein sol­len : 

Eine Auf­trags­stor­nie­rung von Eti­had bei Air­bus macht die schnel­le Aus­lie­fe­rung mög­lich. Auf­grund der not­wen­di­gen Umbau­ten der neu­en Regie­rungs­flie­ger könn­ten die Kos­ten bei bis zu 1,2 Mil­li­ar­den Euro lie­gen. Die Innen­aus­stat­tung wird 288 Mil­lio­nen Euro kos­ten und der Ein­bau von Rake­ten­ab­wehr­sys­te­men 229 Mil­lio­nen Euro.

An die­sem Don­ners­tag woll­te Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz nach Washing­ton flie­gen, um an der Tagung des Inter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF) teil­zu­neh­men. Statt der Kon­rad Ade­nau­er Maschi­ne (A340) muss­te er sich mit einer A321 begnü­gen und in Island zum Tan­ken zwi­schen­lan­den. Ein Rei­fen der Kon­rad Ade­nau­er war bei einer Lan­dung geplatzt, obwohl die Maschi­ne zuvor gene­ral­über­holt wor­den war. 

Bereits bei einem frü­he­ren Flug mit Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas an Bord des Regie­rungs­flie­gers hat­te ein Rei­fen bei der Lan­dung in New York Luft ver­lo­ren. Die Maschi­ne muss­te zur Park­po­si­ti­on geschleppt wer­den. Die UN-Sicher­heits­rats­sit­zung begann ohne Maas, der noch eine Stun­de im Flie­ger fest­saß, bevor er aus­stei­gen durf­te. Bis­lang hat­te die Flug­be­reit­schaft der Luft­waf­fe alte Maschi­nen der Luft­han­sa erwor­ben und die­se umbau­en las­sen. Von den drei neu­en Maschi­nen wird eine als Reser­ve gehal­ten, zwei alte A340 Maschi­nen wer­den ersetzt. 

Mehr zum The­ma — Noch eine Pan­ne mit Regie­rungs­flie­ger : Maas in Mali gestran­det 

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Russisches Verteidigungsministerium zeigt neue Militärbasis in der Arktis – VIDEO


Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um Russ­lands hat rus­si­schen und aus­län­di­schen Jour­na­lis­ten zum ers­ten Mal den neu­es­ten Mili­tär­stütz­punkt „Nord­klee“ im rus­si­schen Gebiet der Ark­tis vor­ge­stellt. Ein ent­spre­chen­des Video wur­de auf dem You­tube-Kanal von Sput­nik ver­öf­fent­licht.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Ehemaliger israelischer General : Neue Raketenabwehrstrategie gegen Hamas notwendig


Nach Ansicht des ehe­ma­li­gen Gene­rals und eins­ti­gen stell­ver­tre­ten­den Chef des IDF-Mili­tär­ge­heim­diens­tes Meir Elran sei das israe­li­sche Mili­tär zu selbst­ge­fäl­lig gewor­den. Elran äußer­te sich hier­zu in einer Ver­öf­fent­li­chung des israe­li­schen Insti­tuts für Natio­na­le Sicher­heits­stu­di­en. Nach ers­ten Erfol­gen in der Rake­ten­ab­wehr im Zusam­men­hang mit den Krie­gen in den Jah­ren 2012 und 2014 gegen die Hamas, ins­be­son­de­re mit dem Iron Dome, sei es nun Zeit für eine radi­ka­len Ände­rung.

In der letz­ten Zeit habe die Hamas von Gaza aus zuneh­mend Rake­ten abge­feu­ert, die über eine län­ge­re Reich­wei­te ver­füg­ten. Dabei sei­en Gemein­den anvi­siert wor­den, die auf­grund ihrer gerin­gen Wich­tig­keit über kein Rake­ten­ab­wehr­sys­tem ver­füg­ten. 

Eine neue Mili­tär­stra­te­gie zur Rake­ten­ab­wehr aus Gaza die­ne dabei nicht nur der Sicher­heit der israe­li­schen Gemein­schaft. Es gin­ge auch dar­um, dem Sicher­heits­ka­bi­nett genü­gend Zeit zu geben, Ent­schei­dun­gen über Krieg und Frie­den tref­fen zu kön­nen. Sonst kön­ne ein Angriff schnell zum Krieg füh­ren. Denn, wenn die Rake­ten aus dem Gaza­strei­fen in die Städ­te und Gemein­den auf israe­li­schen Boden ein­schlü­gen, so Elran, stün­den die Ent­schei­dungs­trä­ger unter dem Druck der Öffent­lich­keit schnell zu agie­ren, ohne die lang­fris­ti­gen Fol­gen rich­tig abwä­gen zu kön­nen. 

Elran for­dert wei­te­re Rake­ten­ab­wehr­sys­te­me und Früh­warn­sys­te­me, um ver­letz­ba­re Gegen­den im Zen­trum des Lan­des zu schüt­zen. Zivi­lis­ten und loka­le Beam­te müss­ten für den Fall eines Angriffs geschult wer­den. 

Mehr zum The­ma — West­bank : Zahl­rei­che Schüs­se und Waf­fen bei Trau­er­pro­zes­si­on für von IDF getö­te­ten Paläs­ti­nen­ser

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Nun auch ohne “Europäische Union”: Briten erhalten neue Reisepässe trotz Brexit-Verzögerung


Auf die Neue­rung wur­de die Twit­ter-Nut­ze­rin Susan Hind­le Baro­ne auf­merk­sam. Am Frei­tag hol­te die Frau ihren neu­en Rei­se­pass ab und teil­te ein Foto, auf dem das alte und das neue Doku­ment neben­ein­an­der zu sehen waren. Die Bri­tin wand­te sich dabei an den zustän­di­gen Dienst des Innen­mi­nis­te­ri­ums mit der Fra­ge : “Wir sind noch in der EU. War­um macht mein neu­er Pass das nicht erkenn­bar?”

Wie die Zei­tung The Inde­pen­dent berich­te­te, hat­ten die bri­ti­schen Behör­den das neue Pass­de­sign beschlos­sen, als der Bre­x­it noch für den 29. März geplant gewe­sen war. Nach dem Beschluss muss­te die Über­schrift “Euro­päi­sche Uni­on” seit dem 30. März all­mäh­lich von den Deck­blät­tern der Päs­se ver­schwin­den. 

Für die bri­ti­schen Bür­ger wird es aber kei­nen Unter­schied machen, ob sie einen Pass mit den Wör­tern ‘Euro­päi­sche Uni­on’ oder einen Pass ohne nut­zen. Bei­de Doku­men­te sind glei­cher­ma­ßen rei­se­taug­lich”, hieß es.

Das Innen­mi­nis­te­ri­um gab aller­dings bekannt, dass man­che Bür­ger eine Zeit lang auch Rei­se­päs­se mit dem alten Design aus­ge­hän­digt bekä­men – solan­ge die­se noch auf Lager sei­en. Eine Wahl­op­ti­on zwi­schen den bei­den Deck­blät­tern gebe es aber nicht.

Bis­lang ist vor­ge­se­hen, dass Groß­bri­tan­ni­en die EU am 12. April ver­lässt – also am kom­men­den Frei­tag. Um einen chao­ti­schen Bruch mit unab­seh­ba­ren Fol­gen zu ver­mei­den, hat Pre­mier­mi­nis­te­rin May in einem Schrei­ben an EU-Rats­chef Donald Tusk um Auf­schub bis zum 30. Juni gebe­ten.

Mehr zum The­ma — Should I stay or should I go : May bit­tet um Auf­schub des EU-Aus­tritts

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Neue Bundesländer wollen Kohleausstieg finanziell nicht mittragen


Deutsch­land hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 die Treib­haus­gas­emis­sio­nen um 85 Pro­zent im Ver­gleich zum Jahr 1990 zu redu­zie­ren. Um die­ses Ziel zu errei­chen braucht es den Koh­le­aus­stieg, der bis zum Jahr 2030 umge­setzt wer­den müss­te. An die­sem Don­ners­tag fin­det hier­zu ein Tref­fen in Ber­lin statt, an dem die Regie­rungs­ver­tre­ter der betrof­fe­nen Län­der teil­neh­men wer­den. Die Kos­ten des Koh­le­aus­stiegs las­sen sich kaum bezif­fern, aller­dings ist von rund 90 Mil­li­ar­den Euro die Rede. Beson­ders betrof­fen sind die Bun­des­län­der Sach­sen, Sach­sen-Anhalt und Bran­den­burg. Als ein­zi­ges west­li­ches Bun­des­land hat sich Nord­rhein-West­fa­len der Pro­test­no­te an die Kanz­le­rin ange­schlos­sen. 

Der Minis­ter­prä­si­dent Sach­sen-Anhalts, Rei­ner Haseloff (CDU), Micha­el Kret­sch­mer von der Sach­se­ner CDU und Diet­mar Woid­ke von der Bran­den­bur­ger SPD schrie­ben an Ange­la Mer­kel : 

Es soll­te kei­nes­falls der Ein­druck ent­ste­hen, dass die Revie­re als Trä­ger der Haupt­last zurück­blie­ben. 

Kret­sch­mer for­der­te eine “Son­der­wirt­schafts­zo­ne in Mit­tel­deutsch­land und der Lau­sitz, die uns in die Lage ver­setzt, in 20 Jah­ren eine star­ke inno­va­ti­ve Wirt­schafts­struk­tur auf­zu­bau­en”. Bodo Rame­low, Minis­ter­prä­si­dent von Thü­rin­gen, ver­wies auf die anhal­ten­de Benach­tei­li­gung ost­deut­scher Län­der : 

Es gibt noch erheb­li­che Unter­schie­de zwi­schen Ost und West. 

Beson­ders gel­te dies bei den Ren­ten. 

Über 20 Jah­re hin­weg sol­len die betrof­fe­nen Bun­des­län­der rund 40 Mil­li­ar­den Euro vom Bund erhal­ten. Dar­über hin­aus soll der Bund den Län­dern pro­jekt­un­ab­hän­gig über die nächs­ten 20 Jah­re 700 Mil­lio­nen Euro pro Jahr zur Ver­fü­gung stel­len, ins­ge­samt also noch ein­mal 14 Mil­li­ar­den Euro zusätz­lich. Ein Sofort­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung in Höhe von 1,5 Mil­li­ar­den Euro jähr­lich bis ins Jahr 2021 run­det das Paket ab. 

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Merkel besucht Schule in Berlin – “Ist Deutschland auf eine neue Flüchtlingswelle vorbereitet?”


von RT-Kanz­ler­amts-Repor­te­rin Moj­ra Bozic

Das Tho­mas-Mann-Gym­na­si­um im Mär­ki­schen Vier­tel im Ber­li­ner Bezirk Rei­ni­cken­dorf im Aus­nah­me­zu­stand : Um Punkt zehn Uhr am Diens­tag kam Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) zu Besuch. Im Hof stan­den rund 200 Schü­ler, um sie zu begrü­ßen und ein Sel­fie mit ihr zu ergat­tern. Vie­len gelang das sogar, denn die Kanz­le­rin ging gedul­dig durch die Schü­ler­men­ge, lächel­te und mach­te Fotos. Der zwölf­jäh­ri­ge Andre­as hat­te sich extra wegen der Visi­te der Regie­rungs­chefin eine schwar­ze Flie­ge umge­bun­den und ein hell­blau­es Jackett ange­zo­gen. Er freue sich sehr über den hohen Besuch, so Andre­as. Ein Foto mit der Kanz­le­rin zu machen, habe er lei­der nicht geschafft, aber viel­leicht spä­ter nach der Podi­ums­dis­kus­si­on.

Bevor es aber in die Aula der Schu­le ging, wo sie über aktu­el­le euro­pa­po­li­ti­sche The­men mit den Gym­na­si­as­ten spre­chen will, besich­tig­te die Kanz­le­rin noch Arbei­ten einer Grup­pe, die sich im Rah­men des EU-Pro­gramms Eras­mus+ mit dem The­ma Mau­er­bau aus­ein­an­der­ge­setzt hat­te. In einem rund zehn­mi­nü­ti­gen Gespräch mit den Pro­jekt­teil­neh­mern erzähl­te sie unter ande­rem auch von ihren per­sön­li­chen Erleb­nis­sen, als 1961 die Mau­er zwi­schen West- und Ost­ber­lin gebaut wur­de.

Danach gab es ein gemein­sa­mes Foto, und die Kanz­le­rin muss­te dann auch gleich wei­ter zur Dis­kus­si­on. Als sie die Aula betrat, wur­de sie von rund 450 Gym­na­si­as­ten mit don­nern­dem Applaus emp­fan­gen. Zur Begrü­ßung sang ein Chor. Die Kanz­le­rin, die im Rah­men der EU-Pro­jekt­ta­ge ein­mal im Jahr eine Schu­le besucht, erschien im schwarz-roten Hosen­an­zug, nahm auf einem Stuhl in der Mit­te Platz. Und dann pras­sel­ten die Fra­gen auch schon auf sie her­ein : Glau­ben Sie ange­sichts des Bre­xits noch an einen euro­päi­schen Zusam­men­halt ? “Ja”, ant­wor­te­te die Kanz­le­rin, “man muss aber jeden Tag dar­an arbei­ten.” Denn zusam­men sei man viel stär­ker. Ange­spro­chen auf das der­zei­ti­ge Cha­os rund um den Bre­x­it, erklär­te sie, sie hof­fe natür­lich immer noch auf einen geord­ne­ten Aus­tritt Groß­bri­tan­ni­ens. 

Die wöchent­li­chen Kli­ma­pro­tes­te der Schü­ler geben der Poli­tik nach Ansicht der Kanz­le­rin posi­ti­ve Impul­se. Es sei rich­tig, “dass ihr uns Dampf macht”, so Mer­kel. “Dass die­ses Signal gesetzt wird, da gibt es Sor­ge, das ist für uns gut.” Die Regie­rungs­chefin beton­te aber auch, dass man beim The­ma Kli­ma­wan­del meh­re­re Aspek­te – wie etwa Arbeits­plät­ze, Umwelt und Wirt­schaft – in Ein­klang brin­gen müs­se. Koh­le­aus­stieg ja, aber die Men­schen in der Lau­sitz müss­ten ja zuvor auch eine Per­spek­ti­ve erhal­ten. 

Bei der Fra­ge zur Migra­ti­on und ob denn Deutsch­land auf eine “erneu­te Flücht­lings­wel­le wie 2015 vor­be­rei­tet wäre”, ant­wor­te­te die Kanz­le­rin mit Ja. Doch sie füg­te noch hin­zu, dass ihr das Wort “Flücht­lings­wel­le” nicht gefal­le. Jeder, der gekom­men sei, sei ein Mensch, habe eine eige­ne Geschich­te. In Zukunft müs­se man mehr im Hin­blick auf Afri­ka tun, die Ent­wick­lung för­dern, mehr huma­ni­tä­re Hil­fe leis­ten.

Ange­spro­chen auf die Digi­ta­li­sie­rung der Schu­len, konn­te sie nicht so viel sagen, denn das sei ja eine Sache der jewei­li­gen Län­der. Sie hof­fe aber, dass die Schu­le bald in allen Räum­lich­kei­ten WLAN-Anschluss und mehr als sechs funk­tio­nie­ren­de Bea­mer habe, was zuvor eine Schü­le­rin bemän­gel­te. Wäh­rend die Schü­ler vor Auf­re­gung auf ihren Sit­zen hin- und her­rutsch­ten, gab sich die Kanz­le­rin sehr ent­spannt, beant­wor­te­te gedul­dig die Fra­gen und wit­zel­te sogar. Nach etwa einer hal­ben Stun­de muss­te sie dann wie­der los, hin­ter­ließ aber ent­zück­te Teen­ager.

Sie war sehr nett, wir sind begeis­tert”, sag­ten fast im sel­ben Atem­zug die Zwölf­jäh­ri­gen Sarah, Eile­en und Lui­se.

Der Schul­lei­ter Stef­fen Pieth (47) freu­te sich auch über den Besuch und die damit ver­bun­de­ne Aner­ken­nung für die Arbeit sei­ner Ein­rich­tung, beson­ders der Leh­rer, im Bereich der Inte­gra­ti­on. Denn das Gym­na­si­um liegt in einem soge­nann­ten Brenn­punkt in Ber­lin – dem Mär­ki­schen Vier­tel –, hat einen Migran­ten­an­teil von rund 70 Pro­zent, und ein Drit­tel der 854 Schü­ler kommt aus Fami­li­en, die das soge­nann­te Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­ket bezie­hen. Das heißt, sie kom­men aus Fami­li­en mit Gering­ver­die­nern oder Hartz-IV- oder Sozi­al­hil­fe­emp­fän­gern.

Mehr zum The­ma — Mer­kel zen­siert ARD-Bericht über Schul­be­such der Kanz­le­rin wegen israel­kri­ti­scher Fra­gen der Schü­ler

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