Darauf ein goldenes Steak : Weltweite Ungleichheit erreicht neues Rekordniveau


von Timo Kirez

Immer wenn man denkt, es geht nicht schlim­mer, kommt von irgend­wo eine neue Stu­die daher : Der neue Bericht von Oxfam mit dem Titel “Public Good or Pri­va­te Wealth” (“Gemein­wohl oder pri­va­ter Reich­tum”) beleuch­tet die anhal­ten­de Ver­mö­gens­bil­dung der Reichs­ten sowie den umge­kehr­ten Trend für die ärms­te Hälf­te der Welt, die im ver­gan­ge­nen Jahr noch­mal um rund elf Pro­zent ärmer wur­de. Im glei­chen Zeit­raum sind die Ver­mö­gens­wer­te der­je­ni­gen an der Spit­ze der Ver­mö­gens­py­ra­mi­de, der Mil­li­ar­dä­re, in die Höhe geschnellt und stie­gen 2018 um 900 Mil­li­ar­den Dol­lar oder um sat­te 2,5 Mil­li­ar­den Dol­lar pro Tag. Zwi­schen 2017 und 2018 gab es alle zwei Tage einen neu­en Mil­li­ar­där, heißt es im Bericht.

Im Ver­gleich zum Vor­jahr, als 43 Men­schen etwa so viel besa­ßen wie die ärme­re Hälf­te der Welt, waren es 2018 nur 26 Mil­li­ar­dä­re, die den Reich­tum von 3,8 Mil­li­ar­den Men­schen erreich­ten. Alles in allem hat sich die Finanz­welt von der ver­hee­ren­den Wirt­schafts­kri­se des Jah­res 2008 voll­stän­dig erholt, wobei sich die Zahl der Mil­li­ar­dä­re seit­dem fast ver­dop­pelt hat, heißt es im Bericht. Oxfam ver­öf­fent­lich­te sei­nen Jah­res­be­richt am Mon­tag im Vor­feld des Welt­wirt­schafts­fo­rums in Davos.

Die Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­ti­on erklär­te, dass der ein­zig mög­li­che Weg, die stei­gen­de Ungleich­heit zu bekämp­fen, dar­in bestehe, die Steu­ern für die Rei­chen zu erhö­hen. Schon eine Erhö­hung der Steu­er­last auf die obe­ren ein Pro­zent um nur ein hal­bes Pro­zent wür­de die Bil­dungs­kos­ten für 262 Mil­lio­nen Kin­der decken und die Gesund­heits­ver­sor­gung sicher­stel­len, um das Leben von 3,3 Mil­lio­nen Men­schen zu ret­ten, so Oxfam.

Zwar enga­gie­ren sich eini­ge Mil­li­ar­dä­re in der Wohl­tä­tig­keits­ar­beit, so unter ande­rem auch Bill Gates mit sei­ner “Bill & Melin­da Gates Foun­da­ti­on” (BMGF), doch auch die­ses ver­meint­lich phil­an­thro­pi­sche Enga­ge­ment ist nicht unum­strit­ten. Neben einem cle­ve­ren Steu­er­ver­mei­dungs­mo­dell wird vor allem auch die För­de­rung von inter­na­tio­na­len Mul­tis kri­ti­siert. Der Oxfam-Bericht erwähnt auch Ama­zon-Chef Jeff Bezos, den aktu­ell reichs­ten Mann der Welt mit einem geschätz­ten Ver­mö­gen von 112 Mil­li­ar­den Dol­lar, der ein­mal sag­te, dass er kei­nen bes­se­ren Weg sehe, sei­nen Reich­tum zu ver­äu­ßern, als die Raum­fahrt zu finan­zie­ren. In der Tat eine streit­ba­re Aus­sa­ge, so lan­ge sich die Fra­ge des Gemein­wohls auf dem Mond nicht stellt.

Oxfam stellt in sei­nem Bericht zudem fest, dass der Ein­druck, dass das wohl­ha­bends­te Pro­zent nicht genug an die Gemein­schaft zurück­ge­be, gerecht­fer­tigt sei, da die­se ohne­hin schon pri­vi­le­gier­te Klas­se tat­säch­lich immer weni­ger zah­le. “In den rei­chen Län­dern ist der durch­schnitt­li­che Spit­zen­satz der Ein­kom­mens­steu­er von 62 Pro­zent im Jahr 1970 auf 38 Pro­zent im Jahr 2013 gesun­ken”, so der Bericht, wäh­rend er in den Ent­wick­lungs­län­dern durch­schnitt­lich 28 Pro­zent beträgt.

Die Aus­weich­mög­lich­kei­ten in punc­to Steu­ern kos­ten die Staa­ten ins­ge­samt 7,6 Bil­lio­nen US-Dol­lar so Oxfam. Die wach­sen­den Ein­kom­mens­lü­cken beträ­fen laut dem Bericht vor allem Frau­en, die welt­weit 23 Pro­zent weni­ger ver­die­nen als Män­ner. “Men­schen auf der gan­zen Welt sind wütend und frus­triert. Regie­run­gen müs­sen jetzt ech­te Ver­än­de­run­gen her­bei­füh­ren, indem sie sicher­stel­len, dass Unter­neh­men und wohl­ha­ben­de Ein­zel­per­so­nen ihren gerech­ten Anteil an den Steu­ern zah­len und die­ses Geld in kos­ten­lo­se Gesund­heits­ver­sor­gung und Bil­dung inves­tie­ren, die den Bedürf­nis­sen aller gerecht wird”, sag­te die Lei­te­rin von Oxfam Inter­na­tio­nal, Win­nie Byany­ima.

Die Grö­ße des Bank­kon­tos soll­te nicht dar­über ent­schei­den, wie vie­le Jah­re ein Kind in der Schu­le ver­bringt oder wie lan­ge es lebt – doch das ist die Rea­li­tät in zu vie­len Län­dern der Welt”, füg­te sie hin­zu.

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Neues russisches Gesetz verbietet Töten sowie Misshandeln von Tieren und beschränkt Streichelzoos


Der rus­si­sche Prä­si­dent hat das neue Gesetz über den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit Tie­ren unter­zeich­net, das das Töten von Tie­ren “unter jedem Vor­wand” ver­bie­tet. Es ver­bie­tet auch das Erschie­ßen oder Ver­gif­ten von streu­nen­den Hun­den und Kat­zen, was in den letz­ten Jah­ren in vie­len rus­si­schen Städ­ten gesche­hen ist. Obdach­lo­se Tie­re sol­len gefan­gen, ste­ri­li­siert, geimpft, mit einem spe­zi­el­len Mikro­chip ver­se­hen und frei­ge­ge­ben wer­den. Auch die Orga­ni­sa­ti­on von Tier­kämp­fen und Hetz­jag­den auf ande­re Tie­re wur­de ver­bo­ten.

Das Gesetz schreibt vor, dass Haus­tie­re von ihren Besit­zern im ein­wand­frei­en Zustand gehal­ten wer­den müs­sen. Es ver­bie­tet die Eröff­nung von Kon­takt- oder Strei­chel­zoos in Ein­kaufs­zen­tren, was in ganz Russ­land üblich ist. Auch das Beher­ber­gen von Tie­ren in Bars und Restau­rants wur­de mit der neu­en Rege­lung ver­bo­ten.

Im April flo­hen zwei Bären aus einem Café und ver­ur­sach­ten gro­ße Schä­den in der Regi­on Jaros­lawl. Eines der Tie­re wur­de gefan­gen, aber das ande­re floh in ein Dorf und wur­de dort erschos­sen.

Das Gesetz erschwert außer­dem zahl­rei­chen halb­le­ga­len Zir­kus­sen in ganz Russ­land das Leben, die oft gefähr­li­che Wild­tie­re in ihren Shows ein­set­zen. Im Okto­ber kam es zu einem scho­ckie­ren­den Vor­fall, als eine Löwin ein vier­jäh­ri­ges Mäd­chen wäh­rend einer Wan­der­zir­kus­vor­stel­lung in der Regi­on Kras­no­dar angriff. Das Kind über­leb­te zwar, erlitt aber schwe­re Wun­den im Gesicht und ande­re Ver­let­zun­gen.

Wild­tie­re, die sich geset­zes­wid­rig und ohne ent­spre­chen­de Geneh­mi­gung in Pri­vat­be­sitz befin­den, wer­den von nun an vom Staat beschlag­nahmt. Auch die Unter­brin­gung in Woh­nun­gen, Wohn­häu­sern und Land­häu­sern ist ver­bo­ten.

Die neue Gesetz­ge­bung besagt, dass ein Haus­tier nicht ein­fach auf die Stra­ße gewor­fen wer­den kann, son­dern “an einen neu­en Besit­zer oder ein Tier­heim über­ge­ben wer­den soll­te”. Kürz­lich wur­den in Russ­land Kame­le, Strau­ße und ande­re exo­ti­sche Tie­re in frei­er Wild­bahn gefun­den, weil ihre vor­he­ri­gen Besit­zer die armen Tie­re ein­fach vor die Tür setz­ten.

Hun­de­hal­ter wer­den auch eini­gen Ein­schrän­kun­gen aus­ge­setzt sein, da das Gesetz sie ver­pflich­tet, ihre Vier­bei­ner nur in spe­zi­ell dafür vor­ge­se­he­ne Berei­che aus­zu­füh­ren. Es erlaubt auch die Bestra­fung von Per­so­nen, die sich wei­gern, den von ihren Haus­tie­ren auf der Stra­ße hin­ter­las­se­nen Kot zu ent­sor­gen.

Mehr zum The­ma —  Trau­ri­ge Bilanz : Rund 2,8 Mil­lio­nen Tie­re bei Tier­ver­su­chen benutzt oder getö­tet

Die Gesetz­ge­bung zum Schutz der Tier­rech­te wur­de im rus­si­schen Par­la­ment erst­mals 2010 ver­ab­schie­det, wobei es fast acht Jah­re gedau­ert hat, bis es end­gül­tig ver­ab­schie­det wur­de.

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Bericht : Neues US-Kampfflugzeug könnte dreimal teurer als Superkampfjet F-35 werden


In die­sem Fall wäre der Preis des Jets der sechs­ten Genera­ti­on, der auch Pene­tra­ting Coun­ter Air, kurz PCA, genannt wird, mehr als drei­mal so hoch wie der Preis eines durch­schnitt­li­chen F-35-Jets, der auf etwa 94 Mil­lio­nen US-Dol­lar fest­ge­legt ist, so der Bericht, der die Kos­ten für den Ersatz des Flug­zeug­be­stands der US-Luft­waf­fe bis 2050 pro­gnos­ti­ziert. Bemer­kens­wert ist, dass selbst das Mehr­zweck­kampf­flug­zeug F-35 von Exper­ten als über­teu­ert ein­ge­schätzt wird.

Das Kon­gress­bud­get­bü­ro schätzt, dass die Luft­waf­fe 414 PCA-Flug­zeu­ge benö­tigt, um die altern­den Luft­über­le­gen­heits­kampf­flug­zeu­ge der Typen F-15C/D und F-22 zu erset­zen. Fer­ner ver­mu­tet man hier, dass das ers­te Flug­zeug im Jahr 2030 in Dienst gestellt wird, basie­rend auf dem erklär­ten Wunsch des Diens­tes, PCA um die­sen Zeit­raum her­um ein­zu­set­zen.

Einer der Haupt­grün­de für die explo­die­ren­den Kos­ten ist die Her­an­füh­rung von neu­en Tech­no­lo­gi­en. Der Kon­gress­be­richt fasst zusam­men :

Das PCA-Flug­zeug wird wahr­schein­lich eine grö­ße­re Reich­wei­te und Nutz­last sowie ver­bes­ser­te Tarn­kap­pen- und Sen­sor­fä­hig­kei­ten als die heu­ti­gen F-22 haben. Die­se Eigen­schaf­ten wür­den es dabei unter­stüt­zen, in Gegen­wart einer High-End-Luft­ver­tei­di­gung zu ope­rie­ren, von der das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um glaubt, dass Chi­na, Russ­land und ande­re poten­zi­el­le Geg­ner sie in Zukunft haben könn­ten.”

Ein ande­rer Grund sei­en die his­to­risch auf­wän­di­gen Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen der US-Rüs­tungs­in­dus­trie. Die US-Luft­waf­fe hat kei­ne beson­ders gute Erfolgs­bi­lanz, wenn es dar­um geht, Tarn­flug­zeu­ge zu nied­ri­gen Kos­ten her­zu­stel­len, wie ursprüng­lich von der poli­ti­schen Füh­rung vor­ge­se­hen war, schreibt das Nach­rich­ten­por­tal Defen­se News. Sowohl das B-2- als auch das F-22-Pro­gramm wur­den teil­wei­se auf­grund der hohen Kos­ten gekürzt – was wie­der­um dazu bei­trug, dass sich die Pro­duk­ti­ons­ra­te nie bis zu dem Punkt beschleu­nig­te, an dem die Stück­kos­ten zu sin­ken begin­nen. “Die Ein­däm­mung der Kos­ten für das PCA-Flug­zeug kann ähn­lich schwie­rig wer­den”, heißt es im Bericht.

Obwohl die Füh­rung der Luft­waf­fe nicht genau sagen will, wie sie bei der Ent­wick­lung des neu­en Kampf­jets vor­ge­hen will oder wann die­ser das ers­te Mal in die Luft stei­gen soll, wur­den bereits erheb­li­che Inves­ti­tio­nen in das Pro­jekt hin­ein­ge­steckt. Für 2019 sind bereits 504 Mil­lio­nen US-Dol­lar ein­ge­plant, um in die “Domi­nanz der Luft der nächs­ten Genera­ti­on” zu inves­tie­ren.

Im nächs­ten Jahr­zehnt beab­sich­tigt die US-Regie­rung, jähr­lich etwa 15 Mil­li­ar­den Dol­lar für die Anschaf­fung von neu­en Flug­zeu­gen aus­zu­ge­ben. 2033 sol­len die ers­ten PCA-Flug­zeu­ge aus­ge­hän­digt wer­den. 85 Pro­zent der Aus­ga­ben ent­fal­len auf sechs Pro­gram­me : Jagd­flug­zeu­ge F-35 und PCA, Lang­stre­cken­bom­ber B-21, Tank­flug­zeug KC-46A, Luft­trans­por­ter C-130J und die bis­lang noch nicht genann­te Ablö­sung für das schwe­re Trans­port­flug­zeug C-17, berich­tet das Nach­rich­ten­por­tal Sput­nik.

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Weihnachtsgrüße von Banksy : Neues Graffiti in Wales aufgetaucht


Auf­ge­taucht ist das neu­es­te Bank­sy-Werk an der vor­ste­hen­den Ecke einer Gara­ge in der wali­si­schen Indus­trie­stadt Port Tal­bot in Wales. Dort steht das größ­te Stahl­werk Groß­bri­tan­ni­ens. Auf sei­nem Insta­gram-Account pos­te­te der Künst­ler ein Video, auf dem das Graf­fi­ti zu sehen ist. Kom­men­tiert war der Bei­trag mit “Season’s Gree­tings” — “Fro­hes Fest”. Unter­legt ist das Video mit dem Kin­der­lied “Litt­le Snow­fla­ke” (wört­lich : Klei­ne Schnee­flo­cke). (dpa)

Mehr zum The­ma — “Director’s Cut” geschei­tert : Bank­sy woll­te sein Werk bei Auk­ti­on voll­stän­dig zer­stö­ren

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Neues Zuwanderungsgesetz soll Arbeitsmigration deutlich erleichtern


Uni­on und SPD haben sich über Ein­zel­hei­ten des neu­en Zuwan­de­rungs­ge­set­zes geei­nigt. Wie die Süd­deut­sche Zei­tung berich­tet, hat das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um den Refe­ren­ten­ent­wurf für ein “Fach­kräf­te­ein­wan­de­rungs­ge­setz” in die Res­sort­ab­stim­mung gege­ben. Ein Kabi­netts­be­schluss soll bereits für den 19. Dezem­ber vor­ge­se­hen sein.

Die SPD hat­te im Koali­ti­ons­streit über das The­ma Asyl im letz­ten Kom­pro­miss­pa­pier durch­ge­setzt, dass noch in die­sem Jahr ein Ein­wan­de­rungs­ge­setz für Fach­kräf­te in die Gesetz­ge­bung ein­ge­bracht wird. Die­ses Vor­ha­ben wird nun umge­setzt.

Das Gesetz sieht eine deut­li­che Locke­rung der Regeln für die Ein­wan­de­rung von Fach­kräf­ten vor. Künf­tig soll jeder in Deutsch­land arbei­ten kön­nen, der einen Arbeits­ver­trag und eine “aner­kann­te Qua­li­fi­ka­ti­on” vor­wei­sen kann. Die bis­her obli­ga­to­ri­sche Prü­fung, ob die Stel­le nicht auch mit einem Deut­schen oder einem EU-Bür­ger besetzt wer­den kann, soll ent­fal­len. Eben­so ent­fällt die Beschrän­kung auf soge­nann­te Eng­pass­be­ru­fe.

Fach­kräf­te sol­len künf­tig für sechs Mona­te ein­rei­sen dür­fen, um sich vor Ort eine Stel­le zu suchen. Dafür müs­sen sie sind aus­rei­chen­de Sprach­kennt­nis­se und finan­zi­el­le Mit­tel zum Bestrei­ten ihres Lebens­un­ter­halts nach­wei­sen. Im Ent­wurf heißt es dazu :

Fach­kräf­te kön­nen sowohl einen Auf­ent­halts­ti­tel zur Aus­übung einer Beschäf­ti­gung als auch eine Auf­ent­halts­er­laub­nis zur Arbeits­platz­su­che erhal­ten.

Unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen soll es auch mög­lich sein, im Aus­land erwor­be­ne Qua­li­fi­ka­tio­nen erst nach der Ein­rei­se aner­ken­nen zu las­sen. Auch eine fach­li­che Wei­ter­bil­dung soll mög­lich sein.

Die Regeln für die soge­nann­te Aus­bil­dungs­dul­dung sol­len gelo­ckert wer­den. Flücht­lin­ge sol­len wäh­rend ihrer Leh­re nicht abscho­ben wer­den und nach dem Abschluss noch zwei Jah­re hier arbei­ten dür­fen. Der Ent­wurf sieht auch eine Dul­dung von beschäf­tig­ten Flücht­lin­gen vor, deren Abschie­bung nur aus­ge­setzt ist. Vor­aus­set­zung ist, dass sie seit einem Jahr gedul­det und seit ein­ein­halb Jah­ren sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tigt sind. Sie müs­sen dar­über hin­aus Sprach­kennt­nis­se nach­wei­sen und für ihren eige­nen Unter­halt sor­gen kön­nen – nicht für den ihrer Fami­li­en.

Hin­ter­grund für das neue Zuwan­de­rungs­ge­setz sind anhal­ten­de Kla­gen über einen angeb­li­chen Fach­kräf­te­man­gel. Wirt­schafts­ver­bän­de haben schon lan­ge die Locke­rung der Regeln für die Ein­wan­de­rung von Fach­kräf­ten aus Nicht-EU-Staa­ten gefor­dert, aus­drück­lich auch für Fach­kräf­te mit Berufs­aus­bil­dung. Für sol­che mit Hoch­schul­ab­schluss gibt es bereits gelo­cker­te Ein­wan­de­rungs­be­stim­mun­gen.

Die Erar­bei­tung des “Fach­kräf­te­ein­wan­de­rungs­ge­set­zes” erfolg­te weit­ge­hend unbe­merkt von der Öffent­lich­keit zu einem Zeit­punkt, da bereits inten­siv über die Asyl­po­li­tik und die mit ihr ver­bun­de­nen Pro­ble­me sowie über den UN-Migra­ti­ons­pakt dis­ku­tiert wird. Das Gesetz wirkt im Sin­ne einer vor­weg­ge­nom­me­nen Umset­zung des Pak­tes. Auch wenn grö­ße­re Ver­än­de­run­gen wäh­rend der Res­sort­ab­stim­mung unwahr­schein­lich sind und eine Mehr­heit im Bun­des­tag sicher scheint – die hier vor­be­rei­te­te Arbeits­mi­gra­ti­on im gro­ßen Stil wird die Debat­te über die Migra­ti­on ins­ge­samt wei­ter ver­schär­fen.

Mehr zum The­ma — UN beschließt Abkom­men zur För­de­rung von Migra­ti­on – Kri­ti­kern wird Ras­sis­mus unter­stellt

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Zusammen unter 40 Prozent : Union und SPD erreichen neues Umfragetief


In einer neu­en von INSA für Bild durch­ge­führ­ten Umfra­ge hat die “Gro­ße Koali­ti­on” ein neu­es Tief erreicht. In der Woche nach dem ange­kün­dig­ten Rück­zug Ange­la Mer­kels vom CDU-Vor­sitz kommt die Uni­on nur auf 24,5 Pro­zent, einen hal­ben Pro­zent­punkt weni­ger als vor einer Woche. Die­ser Wert bedeu­tet für die Uni­on ein All­zeit­tief. Der begon­ne­ne Umbruch in der CDU hat bei den Wäh­lern damit bis­lang kei­nen posi­ti­ven Ein­druck hin­ter­las­sen.

Mehr zum The­ma — Hal­lo Andrea Nah­les : So gewinnt man Wäh­ler­stim­men !

Auch die SPD befin­det sich wei­ter im Sink­flug. Vor dem Hin­ter­grund von Rich­tungs- und Per­so­nal­de­bat­ten ver­liert die Par­tei eben­falls einen hal­ben Pro­zent­punkt und erreicht nur noch 13,5 Pro­zent. Auch die­ser Wert stellt ein All­zeit­tief für die Par­tei dar, deren vier­ter Platz im Par­tei­en­spek­trum sich mit die­ser Umfra­ge ver­fes­tigt.

Zusam­men errei­chen die Gro­ko-Par­tei­en damit nur noch 38 Pro­zent. Die­sen Wert erreich­te die Uni­on in einer INSA-Umfra­ge von Anfang Juni 2017 noch allein. Bei den Bun­des­tags­wah­len 2017 hat­ten Uni­on und SPD zusam­men noch 53,4 Pro­zent erreicht, bei denen 2013 sogar noch heu­te uto­pisch wir­ken­de 67,2 Pro­zent.

Zusammen unter 40 Prozent: Union und SPD erreichen neues Umfragetief

Die Grü­nen ver­lie­ren einen Punkt auf 19 Pro­zent, blei­ben aber deut­lich zweit­stärks­te Kraft. Auf Rang drei liegt die AfD mit gleich­blei­ben­den 16,5 Pro­zent. Die Lin­ke bleibt bei 11 Pro­zent, die FDP gewinnt einen hal­ben Punkt auf 10 Pro­zent. Die Sons­ti­gen lie­gen bei 5,5 Pro­zent, andert­halb Pro­zent­punk­te mehr als vor einer Woche. Hier wäre es inter­es­sant, das Ergeb­nis der Frei­en Wäh­ler zu erfah­ren, die sich nach ihrem Erfolg in Bay­ern auch im Rest Deutsch­lands zu eta­blie­ren ver­su­chen.

Die kata­stro­pha­len Umfra­ge­wer­te dürf­ten die Unru­he bei Uni­on und SPD wei­ter ver­stär­ken. Der ehe­ma­li­ge SPD-Bun­des­kanz­ler Ger­hard Schrö­der hat unter­des­sen Mer­kels ange­kün­dig­ten Ver­zicht kri­ti­siert. Der Ver­zicht auf das Amt sei ein Feh­ler, sag­te er der Rhei­ni­schen Post, die Tren­nung von Par­tei­vor­sitz und Regie­rungs­amt funk­tio­nie­re in der CDU nicht. Schrö­der leg­te Mer­kel nahe, die Ver­trau­ens­fra­ge zu stel­len, um so noch ein­mal Gefolg­schaft zu erzwin­gen. Der Alt­kanz­ler geht nicht davon aus, dass die Koali­ti­on noch lan­ge hält. Er erwar­tet Neu­wah­len spä­tes­tens im Früh­som­mer 2019.

Mehr zum The­ma — Gro­ße Koali­ti­on erreicht in Umfra­ge neu­en Tief­punkt – schon wie­der

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USA : Neues Wahlsystem soll Zweiparteien-Herrschaft brechen (Video)


Ein schein-demo­kra­ti­sches Sys­tem, dass jede poli­ti­sche Kon­kur­renz bereits im Ansatz ver­hin­dert. Im US-Staat Mai­ne wur­den nun zumin­dest Stim­men­ab­ga­be und Stim­men­aus­zäh­lung modi­fi­ziert. Die Wäh­ler stim­men nicht mehr nur für einen Kan­di­da­ten, son­dern kön­nen eine gan­ze Rang­lis­te abge­ben.

Auf die­ser kön­nen dann auch Kan­di­da­ten von Dritt­par­tei­en ste­hen, ohne das die Wäh­ler das Gefühl haben, ihre Stim­me jeman­dem gege­ben zu haben, der auf kei­nen Fall gewin­nen kann.

Mehr zum The­ma — USA : Migran­ten-Kara­wa­ne als poli­ti­scher Spiel­ball (Video)

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