Merkel-Sprecher zum Saudi-Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung im Jemen : Alles nicht so schlimm


Mehr zum The­ma — Im Schat­ten des Krie­ges : Sau­di-Ara­bi­en plant Bau von Ölha­fen im Jemen

RT Deutsch frag­te nach, ob die Bun­des­re­gie­rung geden­ke, im Fal­le einer erneu­ten Bom­bar­die­rung von Zivi­lis­ten im Jemen durch Sau­di-Ara­bi­en die umfas­sen­de logis­ti­sche Unter­stüt­zung die­ses Bom­ben­kriegs durch die USA und Groß­bri­tan­ni­en gegen­über ihren NATO-Part­nern kri­tisch anzu­spre­chen. Regie­rungs­spre­cher Stef­fen Sei­bert reagiert wie gewohnt, indem er noch­mals jeg­li­ches Agie­ren der sau­disch-geführ­ten Mili­tär­in­ter­ven­ti­on im Jemen zu recht­fer­ti­gen ver­sucht.

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Frist abgelaufen : Radikale Milizen und Terrorgruppen nicht aus Pufferzone in Idlib abgezogen


Russ­land als Ver­bün­de­ter der syri­schen Regie­rung und die Tür­kei als Unter­stüt­zer der Rebel­len hat­ten sich im Sep­tem­ber auf eine bis zu 20 Kilo­me­ter brei­te ent­mi­li­ta­ri­sier­te Puf­fer­zo­ne geei­nigt. Sie soll­te bis zu die­sem Mon­tag mit dem Abzug der Kämp­fer errich­tet wer­den. Die Puf­fer­zo­ne soll eine Offen­si­ve der Regie­rung auf Idlib ver­hin­dern.

Die Ter­ror­mi­liz Hai­at Tahr­ir al-Scham (HTS) kün­dig­te am Sonn­tag­abend an, ihren Kampf fort­zu­set­zen. “Wir wer­den nicht vom Weg des Dschi­hads abwei­chen, um die Zie­le unse­rer Revo­lu­ti­on zu ver­wirk­li­chen”, heißt es in einer Erklä­rung. Die Grup­pe will wie ande­re Rebel­len den syri­schen Prä­si­den­ten Baschar al-Assad stür­zen. Die frü­her unter dem Namen Al-Nus­ra-Front bekann­te Miliz ist in Idlib beson­ders stark. Sie hat Ver­bin­dun­gen zum Ter­ror­netz­werk al-Kai­da.

Die Regi­on um die gleich­na­mi­ge Stadt im Nord­wes­ten des Bür­ger­kriegs­lan­des ist die letz­te gro­ße Rebel­len­hoch­burg Syri­ens. (dpa)

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RT Deutsch


Moskau reagiert auf Ausschlussdrohungen des Europarates : “Wir werden nicht für heiße Luft bezahlen”


Russ­land ist an einer voll­wer­ti­gen Teil­nah­me am Euro­pa­rat und nicht nur an einer blo­ßen Anwe­sen­heit im Gre­mi­um unter dis­kri­mi­nie­ren­den Bedin­gun­gen inter­es­siert, so Sena­tor Oleg Moro­sow, der im Aus­schuss für aus­wär­ti­ge Bezie­hun­gen des Föde­ra­ti­ons­ra­tes der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on sitzt. Er beton­te :

Wenn die Poli­tik der Ein­schrän­kung unse­rer Rech­te in den Orga­ni­sa­tio­nen des Euro­pa­ra­tes fort­ge­setzt wird, wür­de dies objek­tiv die Fra­ge nach unse­rer zukünf­ti­gen Teil­nah­me am Rat auf­wer­fen. Wir wer­den nicht für “hei­ße Luft” bezah­len, ob es jeman­dem gefällt oder nicht.

Zu dem Kom­men­tar kam es kurz nach­dem der Gene­ral­se­kre­tär des Euro­pa­ra­tes, Thorb­jørn Jagland, sag­te, dass Russ­land aus den Rei­hen der Orga­ni­sa­ti­on aus­ge­schlos­sen wer­den könn­te, wenn die regu­lä­ren Gebüh­ren­zah­lun­gen in das Bud­get nicht voll­stän­dig bezahlt wer­den. Russ­land fror 2017 ein Drit­tel sei­ner Zah­lun­gen an den Euro­pa­rat ein, was den unge­fäh­ren Anteil der Gebühr aus­mach­te, die zur Finan­zie­rung der PACE ver­wen­det wur­de und sich auf etwa 12,5 Mil­lio­nen US-Dol­lar belief. Die Aus­set­zung der Zah­lun­gen wur­de aus Pro­test gegen die anhal­ten­den Ein­schrän­kun­gen der Rech­te der rus­si­schen Dele­ga­ti­on in der Ver­samm­lung, die seit 2014 anhal­ten, durch­ge­führt.

Das rus­si­sche Außen­mi­nis­te­ri­um gab als Reak­ti­on auf die Dro­hung Jaglands eine Erklä­rung her­aus, in der es bedau­er­te, dass die PACE ihre Vor­ur­tei­le nicht über­win­den konn­te. Außer­dem wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ein wich­ti­ger Pfei­ler, der die Zusam­men­ar­beit in Euro­pa stützt, wei­ter­hin Scha­den nimmt.

Der Spre­cher der Staats­du­ma, Wjat­sches­law Wolo­din, erklär­te Repor­tern, dass die der­zei­ti­ge Kri­se in den Bezie­hun­gen auf die Hart­nä­ckig­keit der PACE-Beleg­schaft zurück­ge­führt wer­den soll­te und stell­te fest, dass der Euro­pa­rat durch die Ver­wei­ge­rung einer Dia­log­mög­lich­keit für Russ­land die Grund­sät­ze unter­gräbt, die eigent­lich der Grund­la­ge jeder par­la­men­ta­ri­schen Struk­tur zugrun­de lie­gen. Er bezeich­ne­te die Beschrän­kun­gen, die Russ­land auf­er­legt wur­den, als “einen Club, der sich auf die Köp­fe von Dis­si­den­ten stürzt” und füg­te hin­zu, dass es für Russ­land in der gegen­wär­ti­gen Situa­ti­on unmög­lich sei, in der PACE etwas zu dis­ku­tie­ren.

Anfang die­ser Woche ver­schob die PACE die Ver­ab­schie­dung der Reso­lu­ti­on zur Ein­füh­rung neu­er Regeln für die Qua­li­fi­ka­ti­on und Abstim­mung der natio­na­len Dele­ga­tio­nen auf Janu­ar. Sie ent­hält neue Regeln für die Man­da­te und Abstim­mun­gen der natio­na­len Dele­ga­tio­nen und wür­de offen dis­kri­mi­nie­ren­de Maß­nah­men ver­wer­fen, die denen ähneln, die zur­zeit gegen Russ­land in Kraft sind.

Mehr zum The­ma — Kon­flikt zwi­schen Euro­pa­rat und Russ­land dau­ert an

Der Vor­sit­zen­de des Aus­wär­ti­gen Aus­schus­ses der Staats­du­ma, Leo­nid Sluz­ki, bezeich­ne­te die Atmo­sphä­re in der Orga­ni­sa­ti­on als “Anti-Russ­land-Hys­te­rie” und ver­sprach, dass Russ­land nicht ein­mal die Teil­nah­me an der PACE-Sit­zung für das Jahr 2019 bean­tra­gen wür­de.

Er wies außer­dem dar­auf hin, dass der zer­stö­re­ri­sche Cha­rak­ter der PACE-Poli­tik Russ­land zwin­gen könn­te, sei­ne Mit­glied­schaft im Euro­pa­rat ein­zu­frie­ren oder die Orga­ni­sa­ti­on sogar zu ver­las­sen.

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Premierminister Medwedew : Russland wird sich nicht vom Westen eindämmen lassen


In einem Arti­kel für das Maga­zin Eco­no­mic Issu­es skiz­ziert Russ­lands Pre­mier­mi­nis­ter die Posi­ti­on sei­nes Lan­des zu den aktu­el­len inter­na­tio­na­len und poli­ti­schen Bezie­hun­gen. Russ­land wer­de sich in einer Welt, die tur­bu­len­ter und wett­be­werbs­fä­hi­ger wird, nicht hin­ter pro­tek­tio­nis­ti­schen Bar­rie­ren ver­ste­cken, kün­dig­te Dmi­tri Med­we­dew dar­in an. Das Land wer­de trotz aller Wider­stän­de um einen domi­nan­ten Platz im Welt­wirt­schafts­sys­tem kämp­fen, füg­te er hin­zu :

Jedes Mal, wenn sich unser Land aktiv auf der inter­na­tio­na­len Büh­ne posi­tio­niert, stößt es auf vehe­men­te Ver­su­che, die­se Schrit­te zu behin­dern. Wir kön­nen sol­che Ten­den­zen nicht igno­rie­ren, und wir wer­den aktiv für einen ange­mes­se­nen Platz in den glo­ba­len poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Sys­te­men kämp­fen.

Der rus­si­sche Regie­rungs­chef erklär­te zudem, dass die der­zei­ti­ge Poli­ti­sie­rung der inter­na­tio­na­len Wirt­schafts­be­zie­hun­gen auf eine Pha­se all­ge­mei­ner Tur­bu­len­zen zurück­zu­füh­ren ist, die durch eine Wel­le tech­no­lo­gi­scher und sozia­ler Ver­än­de­run­gen ver­ur­sacht wor­den sei. Han­dels­krie­ge und poli­tisch moti­vier­te Sank­tio­nen sei­en bereits Rea­li­tät gewor­den, die man aner­ken­nen müs­se. Med­we­dew beton­te jedoch, dass Russ­land sich nicht von der Welt­wirt­schaft iso­lie­ren wer­de, um Tur­bu­len­zen zu ver­mei­den :

Russ­land wird kei­ne Hin­der­nis­se für die inter­na­tio­na­len Wirt­schafts­be­zie­hun­gen schaf­fen. Wir wer­den uns nicht von den inter­na­tio­na­len Märk­ten abschot­ten oder sie igno­rie­ren. Wir wer­den die rus­si­sche Betei­li­gung am inter­na­tio­na­len Han­del erwei­tern, indem wir unse­re eige­nen Wert­schöp­fungs­ket­ten auf­bau­en und uns an Wirt­schafts­unio­nen und Abkom­men betei­li­gen.

Laut Med­we­dew wer­den die kom­men­den sechs Jah­re die Gren­zen der Mög­lich­kei­ten für Russ­land und die zukünf­ti­ge Rol­le des Lan­des in den glo­ba­len wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Sys­te­men bestim­men. Er skiz­zier­te in die­sem Zusam­men­hang zwei wich­ti­ge Prin­zi­pi­en, die der Nati­on sei­ner Mei­nung nach hel­fen wer­den, eine ange­mes­se­ne Posi­ti­on ein­zu­neh­men : sozia­le Sta­bi­li­tät und ein hohes Maß an Ver­trau­en zwi­schen dem Staat und sei­nen Bür­gern sowie eine hohe Mobi­li­tät in der Gesell­schaft im All­ge­mei­nen – die Fähig­keit, sich an neue Bedin­gun­gen anzu­pas­sen und neue Her­aus­for­de­run­gen anzu­neh­men.

Mehr zum The­ma — Law­row in Ber­lin : „Die Poten­tia­le aller Staa­ten des eura­si­schen Kon­ti­nents zusam­men­le­gen“

RT Deutsch


Sängerin Taylor Swift will für Opposition stimmen – Trump findet ihre Musik nicht mehr so toll


In der Ver­gan­gen­heit woll­te ich mei­ne poli­ti­sche Hal­tung nicht öffent­lich zum Aus­druck brin­gen. Jetzt füh­le ich mich aber anders. Ich kann nicht mehr Mar­sha Black­burn unter­stüt­zen. Ihr Wahl­ver­hal­ten im Kon­gress ent­setzt mich und macht mir Angst. (…) Ich wer­de Phil Bre­de­sen für den Senat und Jim Coo­per für das Reprä­sen­tan­ten­haus unter­stüt­zen”, schrieb Swift auf Insta­gram.

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I’m wri­ting this post about the upco­m­ing mid­term elec­tions on Novem­ber 6th, in which I’ll be voting in the sta­te of Ten­nes­see. In the past I’ve been reluc­tant to publicly voice my poli­ti­cal opi­ni­ons, but due to several events in my life and in the world in the past two years, I feel very dif­fer­ent­ly about that now. I always have and always will cast my vote based on which can­di­da­te will pro­tect and fight for the human rights I belie­ve we all deser­ve in this coun­try. I belie­ve in the fight for LGBTQ rights, and that any form of discri­mi­na­ti­on based on sexu­al ori­en­ta­ti­on or gen­der is WRONG. I belie­ve that the sys­temic racism we still see in this coun­try towards peop­le of color is ter­ri­fy­ing, sicke­n­ing and pre­va­lent. I can­not vote for someo­ne who will not be wil­ling to fight for digni­ty for ALL Ame­ri­cans, no mat­ter their skin color, gen­der or who they love. Run­ning for Sena­te in the sta­te of Ten­nes­see is a woman named Mar­sha Black­burn. As much as I have in the past and would like to con­ti­nue voting for women in office, I can­not sup­port Mar­sha Black­burn. Her voting record in Con­gress appalls and ter­ri­fies me. She voted against equal pay for women. She voted against the Reaut­ho­ri­za­ti­on of the Vio­lence Against Women Act, which attempts to pro­tect women from domestic vio­lence, stal­king, and date rape. She belie­ves busi­nes­ses have a right to refu­se ser­vice to gay cou­ples. She also belie­ves they should not have the right to mar­ry. The­se are not MY Ten­nes­see values. I will be voting for Phil Bre­de­sen for Sena­te and Jim Coo­per for House of Rep­re­sen­ta­ti­ves. Plea­se, plea­se edu­ca­te yours­elf on the can­di­da­tes run­ning in your sta­te and vote based on who most clo­se­ly rep­res­ents your values. For a lot of us, we may never find a can­di­da­te or par­ty with whom we agree 100% on every issue, but we have to vote any­way. So many intel­li­gent, thought­ful, self-pos­ses­sed peop­le have tur­ned 18 in the past two years and now have the right and pri­vi­le­ge to make their vote count. But first you need to regis­ter, which is quick and easy to do. Octo­ber 9th is the LAST DAY to regis­ter to vote in the sta­te of TN. Go to vote.org and you can find all the info. Hap­py Voting ! 🗳😃🌈

Публикация от Tay­lor Swift (@taylorswift)

Als die Repor­ter den US-Prä­si­den­ten nach den poli­ti­schen Äuße­run­gen der Sän­ge­rin befragt hat­ten, deren Wer­ke Trump angeb­lich hoch schätzt, ant­wor­te­te Trump, dass er ihre Musik ab jetzt um 25 Pro­zent weni­ger möge.

Mehr zum The­ma — “Ich wür­de das gut machen”: Golf-Lieb­ha­ber Trump rech­net sich in Box­kampf mit Putin Chan­cen aus

RT Deutsch


Damit sie nicht rüberkommen : NGO der Identitären Bewegung bezahlt Flüchtlinge im Libanon


Bei den Mit­ar­bei­tern der Orga­ni­sa­ti­on, die vor Ort im Liba­non aktiv sind, soll es sich laut der Deut­schen Wel­le um Nils Alt­mieks und Sven Engeser han­deln. Bei­de sind Mit­glie­der bei der Iden­ti­tä­ren Bewe­gung. Das Ziel der Orga­ni­sa­ti­on sei es, eine Wei­ter­rei­se der Flücht­lin­ge nach Euro­pa zu ver­hin­dern. Gegen­über der Deut­schen Wel­le äußer­te sich Engeser mit den Wor­ten :

Die meis­ten Migran­ten, die nach Euro­pa kom­men, haben einen mus­li­mi­schen Hin­ter­grund und tra­gen so zur Isla­mi­sie­rung des Kon­ti­nents bei. In meh­re­ren grö­ße­ren euro­päi­schen Städ­ten sind wir als Euro­pä­er bereits in der Min­der­heit. Wir wol­len unse­re eth­ni­sche und kul­tu­rel­le Iden­ti­tät schüt­zen.

Laut dem Arti­kel zahlt die Orga­ni­sa­ti­on AHA zehn Fami­li­en im Liba­non über einen Zeit­raum von drei Mona­ten ins­ge­samt je 100 US-Dol­lar (rund 87 Euro). Doch offen­bar hat die Orga­ni­sa­ti­on die Flücht­lin­ge im Dun­keln dar­über gelas­sen, wel­che Moti­va­ti­on hin­ter der Akti­on steckt. Ein Flücht­ling wird von der Deut­schen Wel­le mit den Wor­ten zitiert :

Nein, sie haben uns nicht gesagt, dass sie uns hel­fen, um syri­sche Flücht­lin­ge oder Mus­li­me davon abzu­hal­ten, nach Euro­pa zu gehen.

Auch sei nicht belegt, dass die syri­schen Flücht­lin­ge über­haupt eine Rei­se nach Euro­pa anstre­ben wür­den. Nadia Rdei­ni, eine Akti­vis­tin aus der Bekaa-Ebe­ne, die mit AHA zusam­men­ar­bei­tet, erklär­te gegen­über der Deut­schen Wel­le, dass kei­ne der geför­der­ten Fami­li­en je einen der­ar­ti­gen Wunsch geäu­ßert habe.

Die Iden­ti­tä­re Bewe­gung wird seit 2016 vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­tet. Die Orga­ni­sa­ti­on ist bekannt für medi­en­wirk­sa­me Aktio­nen rund um die Flücht­lings­the­ma­tik. So erklär­te die Iden­ti­tä­re Bewe­gung nach dem Mord­fall im Dezem­ber 2017 in Kan­del, bei dem ein afgha­ni­scher Flücht­ling sei­ne deut­sche Freun­din erstach, Vor­mund­schaf­ten für Flücht­lin­ge über­neh­men zu wol­len. Im April 2018 sorg­te die Orga­ni­sa­ti­on aber­mals für Schlag­zei­len, als sie medi­en­wirk­sam ankün­dig­te, ihre Mis­si­on “Defend Euro­pe” vom Mit­tel­meer auf die Alpen aus­zu­wei­ten.

Die soge­nann­ten “Iden­ti­tä­ren” ste­hen für das Kon­zept eines Eth­nop­lu­ra­lis­mus. Dabei geht es pri­mär um die bio­lo­gi­sche wie auch kul­tu­rel­le “Rein­hal­tung” der “Volks- und Abstam­mungs­ge­mein­schaft”. Ers­te his­to­ri­sche Vor­läu­fer die­ses Kon­zepts fin­den sich unter ande­rem bei dem deut­schen Staats­recht­ler Carl Schmitt (1888 bis 1985) der 1927 in sei­ner Schrift “Der Begriff des Poli­ti­schen” über ein Plu­ri­ver­sum gleich­be­rech­tig­ter, in sich (rela­tiv) homo­ge­ner Völ­ker schreibt.

Nach der Macht­über­nah­me der Natio­nal­so­zia­lis­ten erklär­te Schmitt die Nürn­ber­ger Ras­sen­ge­set­ze von 1935 in einem Auf­satz als “Ver­fas­sung der Frei­heit”. Die Ras­sen­ge­set­ze, die “zum Schut­ze des deut­schen Blu­tes und der deut­schen Ehre” Bezie­hun­gen zwi­schen Juden und “Deutsch­blü­ti­gen” unter Stra­fe stell­ten, waren für ihn “ein neu­es welt­an­schau­li­ches Prin­zip in der Gesetz­ge­bung”.

Wei­te­re Vor­läu­fer waren die bei­den fran­zö­si­schen Intel­lek­tu­el­len Alain de Benoist und Pierre Krebs, die ab den 1960er-Jah­ren unter dem Kon­zept eines “eth­no-dif­fé­ren­cia­lis­me” eine Neu­aus­rich­tung der Rech­ten anstreb­ten. So grün­de­te Pierre Krebs 1980 das soge­nann­te “Thu­le-Semi­nar” in Kas­sel. Ziel der Ver­ei­ni­gung war es, die “Arten” Euro­pas vor dem “Gen­ma­te­ri­al” von Ein­wan­de­rern zu schüt­zen. Euro­pa kön­ne erst “wie­der­ge­bo­ren” wer­den, wenn die­se For­de­rung umge­setzt sei. 

Mehr zum The­ma — Auf der Galee­re : Von Jam­mer-Ossis und Asyl­tou­ris­ten (Video)

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Präsidentschaftswahlen in Brasilien : Ex-Präsident Lula darf nicht wählen


von Maria Mül­ler

Das Obers­te Wahl­ge­richt Bra­si­li­ens hat eine erneu­te Schi­ka­ne gegen den inhaf­tier­ten frü­he­ren Prä­si­den­ten Luiz Iña­cio Lula da Sil­va beschlos­sen. Dies­mal ent­zie­hen ihm die Rich­ter sein ver­fas­sungs­mä­ßig ver­brief­tes Recht, sei­ne Stim­me bei den Wah­len am kom­men­den Sonn­tag abzu­ge­ben.

An die­ser Stel­le sei dar­an erin­nert, dass der UN-Men­schen­rechts­aus­schuss Bra­si­li­en auf­for­der­te, Lulas poli­ti­sche und zivi­le Rech­te zu respek­tie­ren. Dem­ge­mäß hät­te er trotz sei­ner Inhaf­tie­rung Zugang zu den Medi­en erhal­ten müs­sen und sich über Sky­pe an den Fern­seh­de­bat­ten der Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten betei­li­gen kön­nen. Doch der noch amtie­ren­de Prä­si­dent Michel Temer erklär­te die Beur­tei­lung der UNO als nicht bin­dend und ver­wei­ger­te Lula jed­we­de Kam­pa­gnen-Akti­vi­tät.

Die Begrün­dung des obers­ten Wahl­ge­richts ist zynisch. Einer­seits bestä­ti­gen die Rich­ter, dass Lulas Wahl­recht unver­äu­ßer­lich ist, argu­men­tie­ren aber ande­rer­seits, dass er sich aus rein tech­ni­schen Grün­den nicht betei­li­gen kön­ne. Grund : Um eine Wahl­ur­ne im Poli­zei­ge­fäng­nis in Curi­ti­ba auf­zu­stel­len, müss­ten min­des­tens 20 Gefan­ge­ne an die­sem Wahl­tisch abstim­men. Wobei weder das Gericht noch die Poli­zei Anga­ben dar­über mach­ten, wie vie­le Inhaf­tier­te dort wäh­len möch­ten. Es sei zu spät, das noch zu klä­ren, hieß es sei­tens der Rich­ter. Das Gericht hat sei­ne Ent­schei­dung bis vier Tage vor dem Ter­min ver­zö­gert. War­um Lula nicht in einem der Wahl­lo­ka­le der Stadt sei­ne Stim­me abge­ben kann, wird erst gar nicht erwähnt.

An sol­chen Manö­vern wird über­deut­lich, dass die Jus­tiz tat­säch­lich mit allen Mit­teln den bis vor Kur­zem aus­sichts­reichs­ten Kan­di­da­ten poli­tisch ver­folgt. Die Stimm­ab­ga­be als öffent­li­cher Akt hät­te sei­nen Anhän­gern sicher­lich Mut gemacht und womög­lich unschlüs­si­ge Wäh­ler noch mobi­li­siert.

Das obers­te Wahl­ge­richt beschnei­det auch die Betei­li­gung der unters­ten Schich­ten am Urnen­gang. Es hat 3,6 Mil­lio­nen Bra­si­lia­nern das Recht auf Wahl­be­tei­li­gung ent­zo­gen – die meis­ten davon im ver­arm­ten Nord­os­ten des Lan­des, der Hoch­burg der Arbei­ter­par­tei (PT) Lulas. Grund dafür sei die Tat­sa­che, dass ein gro­ßer Teil sei­ne Fin­ger­ab­drü­cke seit 2016 nicht hat regis­trie­ren las­sen, um mit dem bio­me­tri­schen digi­ta­len Sys­tem zu wäh­len. Auch die­se Ent­schei­dung kommt fünf Tage vor dem Wahl­ter­min, so dass die Betref­fen­den kei­ne Zeit mehr haben, dage­gen noch wirk­sam Ein­spruch zu erhe­ben. Kri­ti­ker füh­ren an, dass die Bevöl­ke­rung nicht genü­gend infor­miert wor­den sei. Doch auch die abge­schnit­te­ne Situa­ti­on in den fer­nen Regio­nen des Nord-Osten Bra­si­li­ens spielt dabei eine Rol­le.

Die Fern­seh­dis­kus­sio­nen der Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten zei­gen eine kla­re Stra­te­gie, um den Kan­di­da­ten der Arbei­ter­par­tei (PT), Fer­nan­do Had­dad, zu blo­ckie­ren. Von den ins­ge­samt acht Kan­di­da­ten erhal­ten laut Umfra­gen vier nur zwi­schen ein und zwei Pro­zent, doch alle sind bei den Dis­kus­sio­nen dabei und bom­bar­die­ren Had­dad mit Anschul­di­gun­gen. Auf die­se Wei­se ist er gezwun­gen, sich zu ver­tei­di­gen und kann sein poli­ti­sches Pro­gramm wenig oder gar nicht erklä­ren.

Die bei einem zwei­ten Wahl­gang mög­li­chen Bünd­nis­se mit Ciro Gomes (kon­ser­va­ti­ver Sozi­al­de­mo­krat), Geral­do Alck­min (kon­ser­va­ti­ver Neo­li­be­ra­ler) und Mari­na da Sil­va (Grü­ne) sind noch unsi­cher. Sie könn­ten gemein­sam mit Had­dad einen Sieg des als Faschis­ten bezeich­ne­ten Jair Bol­so­na­ro ver­hin­dern.

Doch wäh­rend die Wäh­ler der rech­ten Split­ter­par­tei­en inzwi­schen begrif­fen haben, dass ihre Kan­di­da­ten kei­ne Chan­ce haben und sich nun hin­ter Jair Bol­so­na­ro for­mie­ren, schei­nen die Mit­te-links-Wäh­ler die­sen Pro­zess (noch) nicht so klar voll­zo­gen zu haben.

Das hat auch Grün­de in der Wahl­kampf­be­ein­flus­sung durch den unsäg­li­chen Rich­ter Moro, der Lula zu zwölf Jah­ren Haft ver­ur­teilt hat. Vor weni­gen Tagen ver­öf­fent­lich­te er bis­lang gehei­me Aus­sa­gen eines Kron­zeu­gen in den Unter­su­chun­gen gegen Lula, was ver­fah­rens­tech­nisch unkor­rekt ist. Selbst die Staats­an­walt­schaft hat­te das Mate­ri­al ver­wor­fen, weil kei­ner­lei Bewei­se dafür vor­han­den sind. Doch das Manö­ver reich­te für neu­er­li­che Schlag­zei­len in den Mas­sen­me­di­en, die in der End­pha­se des Wahl­kamp­fes die öffent­li­che Mei­nung beein­flus­sen.

Mehr zum The­ma — Bra­si­li­en vor der Wahl : Kopf-an-Kopf-Ren­nen zwi­schen lin­kem und rech­tem Kan­di­da­ten

All die­se gut orches­trier­ten Manö­ver ver­hel­fen dem rechts­ex­tre­men Jair Bol­so­na­ro, einem Reser­ve­of­fi­zier der Luft­waf­fe, zu Stim­men­zu­wachs. Das bra­si­lia­ni­sche Mili­tär soll eben­falls über­wie­gend hin­ter ihm ste­hen.

Am ver­gan­ge­nen Diens­tag wur­den die neu­es­ten Umfra­ge­er­geb­nis­se, dies­mal von Red Glo­bo, bekannt gege­ben. Danach ver­bes­ser­te Bol­so­na­ro sei­ne Chan­cen über­ra­schend und kam von 28 Pro­zent auf 31 Pro­zent. Sein Wider­sa­cher Fer­nan­do Had­dad (PT) sta­gnier­te hin­ge­gen bei rund 22 Pro­zent. Als drit­ter Kan­di­dat kommt Ciro Gomes, der einen Punkt ver­lor und nun elf Pro­zent erhält. Geral­do Ack­min von der PSDB hat wei­ter­hin acht Pro­zent, Mari­na da Sil­va (Grü­ne) fiel von sechs auf vier Pro­zent.

In der Umfra­ge wird auch das Ergeb­nis einer mög­li­chen zwei­ten Run­de berech­net. Dem­nächst gäbe es ein tech­ni­sches Patt zwi­schen Bol­so­na­ro und Had­dad mit jeweils 42 Pro­zent. Vor knapp einer Woche über­run­de­te Had­dad mit 42 Pro­zent Bol­so­na­ro, der 39 Pro­zent erhal­ten hät­te.

Die Wah­len in Bra­si­li­en, dem größ­ten Land Latein­ame­ri­kas, wer­den das wei­te­re Schick­sal des Kon­ti­nents ent­schei­den. Wenn sich in Bra­si­li­en eine von faschis­ti­schen Vor­stel­lun­gen und dem Mili­tär gepräg­te Regie­rung instal­liert, wächst damit auch die Gefahr eines Krie­ges gegen Vene­zue­la. Die Kräf­te­ver­hält­nis­se in den Nach­bar­län­dern Bra­si­li­ens ste­hen dann unter noch grö­ße­rem Druck von rechts.

RT Deutsch