Strache-Video : Laut “Spiegel” nicht gezielt vor EU-Wahl veröffentlicht – Kritik vom Datenschützer


Nach dem Bruch der rechts­kon­ser­va­ti­ven Koali­ti­on in Öster­reich wegen eines Skan­dal-Vide­os soll Anfang Sep­tem­ber ein neu­es Par­la­ment gewählt wer­den. Das kün­dig­te Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len am Sonn­tag nach einem Gespräch mit Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP) an. Das Land brau­che mög­lichst bald einen Neu­auf­bau des Ver­trau­ens in die Poli­tik, sag­te Van der Bel­len. Es gehe um das Wohl des Lan­des und das Anse­hen Öster­reichs in der Welt.

Die Neu­wah­len waren kein Wunsch, sie waren eine Not­wen­dig­keit”, sag­te Kurz.

In den Mona­ten bis zur Wahl müs­se ein Maxi­mum an Sta­bi­li­tät her­ge­stellt wer­den. Dazu wer­de er Gesprä­che mit allen Par­tei­en füh­ren, kün­dig­te der Regie­rungs­chef an. Kurz hat­te die Koali­ti­on sei­ner ÖVP mit der FPÖ am Sams­tag auf­ge­kün­digt. Vize­kanz­ler und FPÖ-Chef Heinz-Chris­ti­an Stra­che war zuvor zurück­ge­tre­ten. Aus­lö­ser war die Ver­öf­fent­li­chung eines Vide­os, das zeigt, wie Stra­che einer Frau, die sich als rus­si­sche Olig­ar­chin aus­gibt, 2017 auf Ibi­za unter ande­rem öffent­li­che Auf­trä­ge in Aus­sicht stell­te, wenn sie sei­ner Par­tei zum Wahl­er­folg ver­hel­fe. Das Video wur­de heim­lich auf­ge­nom­men.

Baden-Würt­tem­bergs Daten­schutz­be­auf­trag­ter kri­ti­siert Ver­öf­fent­li­chung

Baden-Würt­tem­bergs Daten­schutz­be­auf­trag­ter Ste­fan Brink hat die heim­li­che Auf­zeich­nung des Vide­os und Ver­öf­fent­li­chun­gen dar­aus in den Maga­zi­nen Der Spie­gel und Süd­deut­sche Zei­tung jedoch kri­ti­siert.

Wenn wir poli­ti­sche Geg­ner hin­ter­ge­hen, ihre Pri­vat­sphä­re ver­let­zen und sogar kri­mi­nel­les Unrecht bege­hen, scha­den wir letz­ten Endes unse­rer poli­ti­schen Kul­tur und damit uns allen”, schrieb Brink bereits am Sams­tag bei Twit­ter.

Die Ver­öf­fent­li­chung des aus sei­ner Sicht ille­gal auf­ge­nom­me­nen Vide­os zeit­gleich mit der ers­ten Bericht­erstat­tung schie­ße über das Ziel hin­aus, erklär­te Brink am Sonn­tag auf Nach­fra­ge. Die Pres­se ent­schei­de zwar selbst, was sie ver­öf­fent­li­che, sie müs­se aber auch gegen­läu­fi­ge Grund­rech­te beach­ten. “Dazu gehö­ren auch die Per­sön­lich­keits­rech­te und dazu gehört auch der Daten­schutz”, sag­te er. Es gehe ihm dar­um, eine Debat­te anzu­sto­ßen.

Das Tref­fen war offen­bar als Fal­le orga­ni­siert wor­den – von wem ist nicht bekannt. Auch das kri­ti­sier­te Brink. Wenn man ein sol­ches Vor­ge­hen durch­ge­hen las­se, sei nicht nur die poli­ti­sche Kul­tur in Fra­ge gestellt, son­dern auch die Hand­lungs­fä­hig­keit des poli­ti­schen Sys­tems, sag­te er.

Spie­gel : Nicht gezielt kurz vor der Euro­pa­wahl ver­öf­fent­licht

In der Debat­te bei Twit­ter schrieb er, Poli­ti­ker könn­ten ihren Job nicht mehr machen, wenn sie sich auch bei nicht öffent­lich geführ­ten Gesprä­chen dar­auf ein­stel­len müss­ten, heim­lich abge­hört und auf­ge­zeich­net zu wer­den und dass dies dann noch mit Bild und Ton ver­öf­fent­licht wer­de.

Seit dem Bekannt­wer­den des Vide­os stellt sich auch die Fra­ge, war­um gera­de jetzt. Nach den Wor­ten eines Spie­gel-Redak­teurs wur­de das Video nicht gezielt kurz vor der Euro­pa­wahl ver­öf­fent­licht. Die Auf­nah­men sei­en nicht mit Absicht vor der Wahl Ende Mai plat­ziert wor­den, sag­te Wolf Wied­mann-Schmidt dem Sen­der n-tv.

Mehr zum The­ma — Heim­li­ches Video stürzt Öster­reich in schwe­re Regie­rungs­kri­se

Wir haben das Video im Lau­fe des Monats bekom­men und aus­ge­wer­tet. Und als wir uns dann sicher waren, dass es authen­tisch und echt ist, haben wir gesagt : Dann publi­zie­ren wir das Video.”

Woher das Mate­ri­al kommt, kön­ne er aus Quel­len­schutz­grün­den nicht sagen, sag­te Wied­mann-Schmidt wei­ter. Laut Süd­deut­scher Zei­tung, die das Video eben­falls bekam, wur­de das Mate­ri­al in einem ver­las­se­nen Hotel auf USB-Sticks über­ge­ben.

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Strache-Video : Laut “Spiegel” nicht gezielt vor EU-Wahl veröffentlicht – Kritik vom Datenschützer


Nach dem Bruch der rechts­kon­ser­va­ti­ven Koali­ti­on in Öster­reich wegen eines Skan­dal-Vide­os soll Anfang Sep­tem­ber ein neu­es Par­la­ment gewählt wer­den. Das kün­dig­te Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len am Sonn­tag nach einem Gespräch mit Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP) an. Das Land brau­che mög­lichst bald einen Neu­auf­bau des Ver­trau­ens in die Poli­tik, sag­te Van der Bel­len. Es gehe um das Wohl des Lan­des und das Anse­hen Öster­reichs in der Welt.

Die Neu­wah­len waren kein Wunsch, sie waren eine Not­wen­dig­keit”, sag­te Kurz.

In den Mona­ten bis zur Wahl müs­se ein Maxi­mum an Sta­bi­li­tät her­ge­stellt wer­den. Dazu wer­de er Gesprä­che mit allen Par­tei­en füh­ren, kün­dig­te der Regie­rungs­chef an. Kurz hat­te die Koali­ti­on sei­ner ÖVP mit der FPÖ am Sams­tag auf­ge­kün­digt. Vize­kanz­ler und FPÖ-Chef Heinz-Chris­ti­an Stra­che war zuvor zurück­ge­tre­ten. Aus­lö­ser war die Ver­öf­fent­li­chung eines Vide­os, das zeigt, wie Stra­che einer Frau, die sich als rus­si­sche Olig­ar­chin aus­gibt, 2017 auf Ibi­za unter ande­rem öffent­li­che Auf­trä­ge in Aus­sicht stell­te, wenn sie sei­ner Par­tei zum Wahl­er­folg ver­hel­fe. Das Video wur­de heim­lich auf­ge­nom­men.

Baden-Würt­tem­bergs Daten­schutz­be­auf­trag­ter kri­ti­siert Ver­öf­fent­li­chung

Baden-Würt­tem­bergs Daten­schutz­be­auf­trag­ter Ste­fan Brink hat die heim­li­che Auf­zeich­nung des Vide­os und Ver­öf­fent­li­chun­gen dar­aus in den Maga­zi­nen Der Spie­gel und Süd­deut­sche Zei­tung jedoch kri­ti­siert.

Wenn wir poli­ti­sche Geg­ner hin­ter­ge­hen, ihre Pri­vat­sphä­re ver­let­zen und sogar kri­mi­nel­les Unrecht bege­hen, scha­den wir letz­ten Endes unse­rer poli­ti­schen Kul­tur und damit uns allen”, schrieb Brink bereits am Sams­tag bei Twit­ter.

Die Ver­öf­fent­li­chung des aus sei­ner Sicht ille­gal auf­ge­nom­me­nen Vide­os zeit­gleich mit der ers­ten Bericht­erstat­tung schie­ße über das Ziel hin­aus, erklär­te Brink am Sonn­tag auf Nach­fra­ge. Die Pres­se ent­schei­de zwar selbst, was sie ver­öf­fent­li­che, sie müs­se aber auch gegen­läu­fi­ge Grund­rech­te beach­ten. “Dazu gehö­ren auch die Per­sön­lich­keits­rech­te und dazu gehört auch der Daten­schutz”, sag­te er. Es gehe ihm dar­um, eine Debat­te anzu­sto­ßen.

Das Tref­fen war offen­bar als Fal­le orga­ni­siert wor­den – von wem ist nicht bekannt. Auch das kri­ti­sier­te Brink. Wenn man ein sol­ches Vor­ge­hen durch­ge­hen las­se, sei nicht nur die poli­ti­sche Kul­tur in Fra­ge gestellt, son­dern auch die Hand­lungs­fä­hig­keit des poli­ti­schen Sys­tems, sag­te er.

Spie­gel : Nicht gezielt kurz vor der Euro­pa­wahl ver­öf­fent­licht

In der Debat­te bei Twit­ter schrieb er, Poli­ti­ker könn­ten ihren Job nicht mehr machen, wenn sie sich auch bei nicht öffent­lich geführ­ten Gesprä­chen dar­auf ein­stel­len müss­ten, heim­lich abge­hört und auf­ge­zeich­net zu wer­den und dass dies dann noch mit Bild und Ton ver­öf­fent­licht wer­de.

Seit dem Bekannt­wer­den des Vide­os stellt sich auch die Fra­ge, war­um gera­de jetzt. Nach den Wor­ten eines Spie­gel-Redak­teurs wur­de das Video nicht gezielt kurz vor der Euro­pa­wahl ver­öf­fent­licht. Die Auf­nah­men sei­en nicht mit Absicht vor der Wahl Ende Mai plat­ziert wor­den, sag­te Wolf Wied­mann-Schmidt dem Sen­der n-tv.

Mehr zum The­ma — Heim­li­ches Video stürzt Öster­reich in schwe­re Regie­rungs­kri­se

Wir haben das Video im Lau­fe des Monats bekom­men und aus­ge­wer­tet. Und als wir uns dann sicher waren, dass es authen­tisch und echt ist, haben wir gesagt : Dann publi­zie­ren wir das Video.”

Woher das Mate­ri­al kommt, kön­ne er aus Quel­len­schutz­grün­den nicht sagen, sag­te Wied­mann-Schmidt wei­ter. Laut Süd­deut­scher Zei­tung, die das Video eben­falls bekam, wur­de das Mate­ri­al in einem ver­las­se­nen Hotel auf USB-Sticks über­ge­ben.

(dpa/rt deutsch)

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Strache-Video : Laut “Spiegel” nicht gezielt vor EU-Wahl veröffentlicht – Kritik vom Datenschützer


Nach dem Bruch der rechts­kon­ser­va­ti­ven Koali­ti­on in Öster­reich wegen eines Skan­dal-Vide­os soll Anfang Sep­tem­ber ein neu­es Par­la­ment gewählt wer­den. Das kün­dig­te Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len am Sonn­tag nach einem Gespräch mit Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP) an. Das Land brau­che mög­lichst bald einen Neu­auf­bau des Ver­trau­ens in die Poli­tik, sag­te Van der Bel­len. Es gehe um das Wohl des Lan­des und das Anse­hen Öster­reichs in der Welt.

Die Neu­wah­len waren kein Wunsch, sie waren eine Not­wen­dig­keit”, sag­te Kurz.

In den Mona­ten bis zur Wahl müs­se ein Maxi­mum an Sta­bi­li­tät her­ge­stellt wer­den. Dazu wer­de er Gesprä­che mit allen Par­tei­en füh­ren, kün­dig­te der Regie­rungs­chef an. Kurz hat­te die Koali­ti­on sei­ner ÖVP mit der FPÖ am Sams­tag auf­ge­kün­digt. Vize­kanz­ler und FPÖ-Chef Heinz-Chris­ti­an Stra­che war zuvor zurück­ge­tre­ten. Aus­lö­ser war die Ver­öf­fent­li­chung eines Vide­os, das zeigt, wie Stra­che einer Frau, die sich als rus­si­sche Olig­ar­chin aus­gibt, 2017 auf Ibi­za unter ande­rem öffent­li­che Auf­trä­ge in Aus­sicht stell­te, wenn sie sei­ner Par­tei zum Wahl­er­folg ver­hel­fe. Das Video wur­de heim­lich auf­ge­nom­men.

Baden-Würt­tem­bergs Daten­schutz­be­auf­trag­ter kri­ti­siert Ver­öf­fent­li­chung

Baden-Würt­tem­bergs Daten­schutz­be­auf­trag­ter Ste­fan Brink hat die heim­li­che Auf­zeich­nung des Vide­os und Ver­öf­fent­li­chun­gen dar­aus in den Maga­zi­nen Der Spie­gel und Süd­deut­sche Zei­tung jedoch kri­ti­siert.

Wenn wir poli­ti­sche Geg­ner hin­ter­ge­hen, ihre Pri­vat­sphä­re ver­let­zen und sogar kri­mi­nel­les Unrecht bege­hen, scha­den wir letz­ten Endes unse­rer poli­ti­schen Kul­tur und damit uns allen”, schrieb Brink bereits am Sams­tag bei Twit­ter.

Die Ver­öf­fent­li­chung des aus sei­ner Sicht ille­gal auf­ge­nom­me­nen Vide­os zeit­gleich mit der ers­ten Bericht­erstat­tung schie­ße über das Ziel hin­aus, erklär­te Brink am Sonn­tag auf Nach­fra­ge. Die Pres­se ent­schei­de zwar selbst, was sie ver­öf­fent­li­che, sie müs­se aber auch gegen­läu­fi­ge Grund­rech­te beach­ten. “Dazu gehö­ren auch die Per­sön­lich­keits­rech­te und dazu gehört auch der Daten­schutz”, sag­te er. Es gehe ihm dar­um, eine Debat­te anzu­sto­ßen.

Das Tref­fen war offen­bar als Fal­le orga­ni­siert wor­den – von wem ist nicht bekannt. Auch das kri­ti­sier­te Brink. Wenn man ein sol­ches Vor­ge­hen durch­ge­hen las­se, sei nicht nur die poli­ti­sche Kul­tur in Fra­ge gestellt, son­dern auch die Hand­lungs­fä­hig­keit des poli­ti­schen Sys­tems, sag­te er.

Spie­gel : Nicht gezielt kurz vor der Euro­pa­wahl ver­öf­fent­licht

In der Debat­te bei Twit­ter schrieb er, Poli­ti­ker könn­ten ihren Job nicht mehr machen, wenn sie sich auch bei nicht öffent­lich geführ­ten Gesprä­chen dar­auf ein­stel­len müss­ten, heim­lich abge­hört und auf­ge­zeich­net zu wer­den und dass dies dann noch mit Bild und Ton ver­öf­fent­licht wer­de.

Seit dem Bekannt­wer­den des Vide­os stellt sich auch die Fra­ge, war­um gera­de jetzt. Nach den Wor­ten eines Spie­gel-Redak­teurs wur­de das Video nicht gezielt kurz vor der Euro­pa­wahl ver­öf­fent­licht. Die Auf­nah­men sei­en nicht mit Absicht vor der Wahl Ende Mai plat­ziert wor­den, sag­te Wolf Wied­mann-Schmidt dem Sen­der n-tv.

Mehr zum The­ma — Heim­li­ches Video stürzt Öster­reich in schwe­re Regie­rungs­kri­se

Wir haben das Video im Lau­fe des Monats bekom­men und aus­ge­wer­tet. Und als wir uns dann sicher waren, dass es authen­tisch und echt ist, haben wir gesagt : Dann publi­zie­ren wir das Video.”

Woher das Mate­ri­al kommt, kön­ne er aus Quel­len­schutz­grün­den nicht sagen, sag­te Wied­mann-Schmidt wei­ter. Laut Süd­deut­scher Zei­tung, die das Video eben­falls bekam, wur­de das Mate­ri­al in einem ver­las­se­nen Hotel auf USB-Sticks über­ge­ben.

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Strache-Video : Laut “Spiegel” nicht gezielt vor EU-Wahl veröffentlicht – Kritik vom Datenschützer


Nach dem Bruch der rechts­kon­ser­va­ti­ven Koali­ti­on in Öster­reich wegen eines Skan­dal-Vide­os soll Anfang Sep­tem­ber ein neu­es Par­la­ment gewählt wer­den. Das kün­dig­te Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len am Sonn­tag nach einem Gespräch mit Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP) an. Das Land brau­che mög­lichst bald einen Neu­auf­bau des Ver­trau­ens in die Poli­tik, sag­te Van der Bel­len. Es gehe um das Wohl des Lan­des und das Anse­hen Öster­reichs in der Welt.

Die Neu­wah­len waren kein Wunsch, sie waren eine Not­wen­dig­keit”, sag­te Kurz.

In den Mona­ten bis zur Wahl müs­se ein Maxi­mum an Sta­bi­li­tät her­ge­stellt wer­den. Dazu wer­de er Gesprä­che mit allen Par­tei­en füh­ren, kün­dig­te der Regie­rungs­chef an. Kurz hat­te die Koali­ti­on sei­ner ÖVP mit der FPÖ am Sams­tag auf­ge­kün­digt. Vize­kanz­ler und FPÖ-Chef Heinz-Chris­ti­an Stra­che war zuvor zurück­ge­tre­ten. Aus­lö­ser war die Ver­öf­fent­li­chung eines Vide­os, das zeigt, wie Stra­che einer Frau, die sich als rus­si­sche Olig­ar­chin aus­gibt, 2017 auf Ibi­za unter ande­rem öffent­li­che Auf­trä­ge in Aus­sicht stell­te, wenn sie sei­ner Par­tei zum Wahl­er­folg ver­hel­fe. Das Video wur­de heim­lich auf­ge­nom­men.

Baden-Würt­tem­bergs Daten­schutz­be­auf­trag­ter kri­ti­siert Ver­öf­fent­li­chung

Baden-Würt­tem­bergs Daten­schutz­be­auf­trag­ter Ste­fan Brink hat die heim­li­che Auf­zeich­nung des Vide­os und Ver­öf­fent­li­chun­gen dar­aus in den Maga­zi­nen Der Spie­gel und Süd­deut­sche Zei­tung jedoch kri­ti­siert.

Wenn wir poli­ti­sche Geg­ner hin­ter­ge­hen, ihre Pri­vat­sphä­re ver­let­zen und sogar kri­mi­nel­les Unrecht bege­hen, scha­den wir letz­ten Endes unse­rer poli­ti­schen Kul­tur und damit uns allen”, schrieb Brink bereits am Sams­tag bei Twit­ter.

Die Ver­öf­fent­li­chung des aus sei­ner Sicht ille­gal auf­ge­nom­me­nen Vide­os zeit­gleich mit der ers­ten Bericht­erstat­tung schie­ße über das Ziel hin­aus, erklär­te Brink am Sonn­tag auf Nach­fra­ge. Die Pres­se ent­schei­de zwar selbst, was sie ver­öf­fent­li­che, sie müs­se aber auch gegen­läu­fi­ge Grund­rech­te beach­ten. “Dazu gehö­ren auch die Per­sön­lich­keits­rech­te und dazu gehört auch der Daten­schutz”, sag­te er. Es gehe ihm dar­um, eine Debat­te anzu­sto­ßen.

Das Tref­fen war offen­bar als Fal­le orga­ni­siert wor­den – von wem ist nicht bekannt. Auch das kri­ti­sier­te Brink. Wenn man ein sol­ches Vor­ge­hen durch­ge­hen las­se, sei nicht nur die poli­ti­sche Kul­tur in Fra­ge gestellt, son­dern auch die Hand­lungs­fä­hig­keit des poli­ti­schen Sys­tems, sag­te er.

Spie­gel : Nicht gezielt kurz vor der Euro­pa­wahl ver­öf­fent­licht

In der Debat­te bei Twit­ter schrieb er, Poli­ti­ker könn­ten ihren Job nicht mehr machen, wenn sie sich auch bei nicht öffent­lich geführ­ten Gesprä­chen dar­auf ein­stel­len müss­ten, heim­lich abge­hört und auf­ge­zeich­net zu wer­den und dass dies dann noch mit Bild und Ton ver­öf­fent­licht wer­de.

Seit dem Bekannt­wer­den des Vide­os stellt sich auch die Fra­ge, war­um gera­de jetzt. Nach den Wor­ten eines Spie­gel-Redak­teurs wur­de das Video nicht gezielt kurz vor der Euro­pa­wahl ver­öf­fent­licht. Die Auf­nah­men sei­en nicht mit Absicht vor der Wahl Ende Mai plat­ziert wor­den, sag­te Wolf Wied­mann-Schmidt dem Sen­der n-tv.

Mehr zum The­ma — Heim­li­ches Video stürzt Öster­reich in schwe­re Regie­rungs­kri­se

Wir haben das Video im Lau­fe des Monats bekom­men und aus­ge­wer­tet. Und als wir uns dann sicher waren, dass es authen­tisch und echt ist, haben wir gesagt : Dann publi­zie­ren wir das Video.”

Woher das Mate­ri­al kommt, kön­ne er aus Quel­len­schutz­grün­den nicht sagen, sag­te Wied­mann-Schmidt wei­ter. Laut Süd­deut­scher Zei­tung, die das Video eben­falls bekam, wur­de das Mate­ri­al in einem ver­las­se­nen Hotel auf USB-Sticks über­ge­ben.

(dpa/rt deutsch)

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Strache-Video : Laut “Spiegel” nicht gezielt vor EU-Wahl veröffentlicht – Kritik vom Datenschützer


Nach dem Bruch der rechts­kon­ser­va­ti­ven Koali­ti­on in Öster­reich wegen eines Skan­dal-Vide­os soll Anfang Sep­tem­ber ein neu­es Par­la­ment gewählt wer­den. Das kün­dig­te Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len am Sonn­tag nach einem Gespräch mit Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP) an. Das Land brau­che mög­lichst bald einen Neu­auf­bau des Ver­trau­ens in die Poli­tik, sag­te Van der Bel­len. Es gehe um das Wohl des Lan­des und das Anse­hen Öster­reichs in der Welt.

Die Neu­wah­len waren kein Wunsch, sie waren eine Not­wen­dig­keit”, sag­te Kurz.

In den Mona­ten bis zur Wahl müs­se ein Maxi­mum an Sta­bi­li­tät her­ge­stellt wer­den. Dazu wer­de er Gesprä­che mit allen Par­tei­en füh­ren, kün­dig­te der Regie­rungs­chef an. Kurz hat­te die Koali­ti­on sei­ner ÖVP mit der FPÖ am Sams­tag auf­ge­kün­digt. Vize­kanz­ler und FPÖ-Chef Heinz-Chris­ti­an Stra­che war zuvor zurück­ge­tre­ten. Aus­lö­ser war die Ver­öf­fent­li­chung eines Vide­os, das zeigt, wie Stra­che einer Frau, die sich als rus­si­sche Olig­ar­chin aus­gibt, 2017 auf Ibi­za unter ande­rem öffent­li­che Auf­trä­ge in Aus­sicht stell­te, wenn sie sei­ner Par­tei zum Wahl­er­folg ver­hel­fe. Das Video wur­de heim­lich auf­ge­nom­men.

Baden-Würt­tem­bergs Daten­schutz­be­auf­trag­ter kri­ti­siert Ver­öf­fent­li­chung

Baden-Würt­tem­bergs Daten­schutz­be­auf­trag­ter Ste­fan Brink hat die heim­li­che Auf­zeich­nung des Vide­os und Ver­öf­fent­li­chun­gen dar­aus in den Maga­zi­nen Der Spie­gel und Süd­deut­sche Zei­tung jedoch kri­ti­siert.

Wenn wir poli­ti­sche Geg­ner hin­ter­ge­hen, ihre Pri­vat­sphä­re ver­let­zen und sogar kri­mi­nel­les Unrecht bege­hen, scha­den wir letz­ten Endes unse­rer poli­ti­schen Kul­tur und damit uns allen”, schrieb Brink bereits am Sams­tag bei Twit­ter.

Die Ver­öf­fent­li­chung des aus sei­ner Sicht ille­gal auf­ge­nom­me­nen Vide­os zeit­gleich mit der ers­ten Bericht­erstat­tung schie­ße über das Ziel hin­aus, erklär­te Brink am Sonn­tag auf Nach­fra­ge. Die Pres­se ent­schei­de zwar selbst, was sie ver­öf­fent­li­che, sie müs­se aber auch gegen­läu­fi­ge Grund­rech­te beach­ten. “Dazu gehö­ren auch die Per­sön­lich­keits­rech­te und dazu gehört auch der Daten­schutz”, sag­te er. Es gehe ihm dar­um, eine Debat­te anzu­sto­ßen.

Das Tref­fen war offen­bar als Fal­le orga­ni­siert wor­den – von wem ist nicht bekannt. Auch das kri­ti­sier­te Brink. Wenn man ein sol­ches Vor­ge­hen durch­ge­hen las­se, sei nicht nur die poli­ti­sche Kul­tur in Fra­ge gestellt, son­dern auch die Hand­lungs­fä­hig­keit des poli­ti­schen Sys­tems, sag­te er.

Spie­gel : Nicht gezielt kurz vor der Euro­pa­wahl ver­öf­fent­licht

In der Debat­te bei Twit­ter schrieb er, Poli­ti­ker könn­ten ihren Job nicht mehr machen, wenn sie sich auch bei nicht öffent­lich geführ­ten Gesprä­chen dar­auf ein­stel­len müss­ten, heim­lich abge­hört und auf­ge­zeich­net zu wer­den und dass dies dann noch mit Bild und Ton ver­öf­fent­licht wer­de.

Seit dem Bekannt­wer­den des Vide­os stellt sich auch die Fra­ge, war­um gera­de jetzt. Nach den Wor­ten eines Spie­gel-Redak­teurs wur­de das Video nicht gezielt kurz vor der Euro­pa­wahl ver­öf­fent­licht. Die Auf­nah­men sei­en nicht mit Absicht vor der Wahl Ende Mai plat­ziert wor­den, sag­te Wolf Wied­mann-Schmidt dem Sen­der n-tv.

Mehr zum The­ma — Heim­li­ches Video stürzt Öster­reich in schwe­re Regie­rungs­kri­se

Wir haben das Video im Lau­fe des Monats bekom­men und aus­ge­wer­tet. Und als wir uns dann sicher waren, dass es authen­tisch und echt ist, haben wir gesagt : Dann publi­zie­ren wir das Video.”

Woher das Mate­ri­al kommt, kön­ne er aus Quel­len­schutz­grün­den nicht sagen, sag­te Wied­mann-Schmidt wei­ter. Laut Süd­deut­scher Zei­tung, die das Video eben­falls bekam, wur­de das Mate­ri­al in einem ver­las­se­nen Hotel auf USB-Sticks über­ge­ben.

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Kramp-Karrenbauer : “Ich arbeite nicht auf einen mutwilligen Regierungswechsel hin”


Die Vor­sit­zen­de der CDU Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er hat in einem Inter­view mit der Welt am Sonn­tag (WamS) erklärt, nicht auf einen “mut­wil­li­gen Wech­sel” in der Regie­rung hin­zu­ar­bei­ten. Auf die Fra­ge, ob sie mög­li­cher­wei­se kurz vor einem Wech­sel ins Kanz­ler­amt ste­he, sag­te die CDU-Vor­sit­zen­de :

Die Kanz­le­rin und Regie­rung sind für die gan­ze Legis­la­tur­pe­ri­ode gewählt, und die Bür­ger erwar­ten zu Recht, dass sie die Ver­pflich­tung, die mit die­ser Wahl ein­her­geht, ernst neh­men. Ich als Vor­sit­zen­de der Regie­rungs­par­tei tue das jeden­falls. Ich kann also für mich aus­schlie­ßen, dass ich auf einen frü­he­ren mut­wil­li­gen Wech­sel hin­ar­bei­te.

Gleich­zei­tig kri­ti­sier­te Kramp-Kar­ren­bau­er die Arbeit ihrer Par­tei und die der Bun­des­re­gie­rung :

Und da spielt eine Rol­le, dass wir zur­zeit nicht unein­ge­schränkt posi­tiv wahr­ge­nom­men wer­den. (…) Die Zah­len sagen vor allem eins : dass wir – und da neh­me ich mich aus­drück­lich per­sön­lich nicht aus – noch bes­se­re Arbeit machen müs­sen und die­se auch bes­ser dar­stel­len.

Mit der Ver­wen­dung des Begrif­fes “mut­wil­lig” lässt die Par­tei­vor­sit­zen­de Spiel­raum für Inter­pre­ta­tio­nen. Tat­säch­lich steht nach den EU-Wah­len Ende Mai ohne­hin eine Regie­rungs­um­bil­dung an, da die Jus­tiz­mi­nis­te­rin und SPD-Spit­zen­kan­di­da­tin Kata­ri­na Bar­ley ins EU-Par­la­ment wech­seln wird. Die Fra­ge wird sein, ob es bei die­ser einen Per­so­na­lie bleibt oder es zu einer grö­ße­ren Rocha­de kommt.

Auf SPD-Sei­te steht neben Bar­ley vor allem Fami­li­en­mi­nis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey zur Debat­te. Die­se gilt als eine der weni­gen Hoff­nungs­trä­ger in der SPD, sieht sich im Zusam­men­hang mit ihrer Dok­tor­ar­beit gra­vie­ren­den Pla­gi­ats­vor­wür­fen aus­ge­setzt. Kramp-Kar­ren­bau­er wur­de im WamS-Inter­view auf eine ent­spre­chen­de Fra­ge hin recht deut­lich :

Soll­ten sich die Vor­wür­fe bestä­ti­gen, gehe ich davon aus, dass die SPD an ihre eige­ne Minis­te­rin die glei­chen Maß­stä­be anlegt, die sie an die Uni­ons­mi­nis­ter ange­legt hat. Wenn sie das tut, ist die Ant­wort ein­deu­tig.

Auch auf Uni­ons­sei­te gibt es meh­re­re Kan­di­da­ten für eine vor­zei­ti­ge Ablö­sung aus dem Minis­ter­amt. Vor allem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en und Wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er ste­hen mas­siv in der Kri­tik. Ers­te­re wegen der nicht enden wol­len­den Skan­da­le und ihrer bei­spiel­lo­sen Unbe­liebt­heit in der Bun­des­wehr, letz­te­rer vor allem wegen sei­ner indus­trie­po­li­ti­schen Vor­stel­lun­gen, die nach Auf­fas­sung von Kri­ti­kern zu Las­ten Mit­tel­stands gin­gen.

Eine Ablö­sung eines oder meh­re­rer Uni­ons­mi­nis­ter böte Kramp-Kar­ren­bau­er die Mög­lich­keit, sich selbst ins Kabi­nett zu brin­gen und mög­li­cher­wei­se auch einen Ver­tre­ter des ihr skep­tisch gegen­über­ste­hen­den Wirt­schafts­flü­gels zu beför­dern. Die Vor­sit­zen­de steht an einem kri­ti­schen Punkt – sin­ken­de oder sta­gnie­ren­de Umfra­ge­wer­te und zuneh­men­de Kri­tik inner­halb der Par­tei aber auch in den Medi­en legen die Mög­lich­keit nahe, dass sie sie den für sie rich­ti­gen Zeit­punkt für den Griff nach der Macht ver­pas­sen könn­te.

Mit einem eini­ger­ma­ßen wich­ti­gen Minis­ter­pos­ten könn­te sie ihre Stel­lung in der Par­tei ver­bes­sern und hät­te auch eine deut­lich stär­ke­re Prä­senz in den Medi­en. Aller­dings ber­gen gera­de die Pos­ten des Ver­tei­di­gungs- und des Wirt­schafts­mi­nis­ters auch erheb­li­che Risi­ken. Kaum ein Poli­ti­ker konn­te die­se Pos­ten in den letz­ten Jah­ren und Jahr­zehn­ten als Sprung­brett für die wei­te­re Kar­rie­re nut­zen.

Aus stra­te­gi­scher Sicht wäre es für die CDU-Vor­sit­zen­de das Bes­te, wenn die Wah­len am 26. Mai den sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Koali­ti­ons­part­ner (neben den Wah­len zum EU-Par­la­ment ste­hen auch die Bür­ger­schafts­wah­len in Bre­men und Kom­mu­nal­wah­len in meh­re­ren Bun­des­län­dern an) so durch­schüt­tel­ten, dass die­ser die Koali­ti­on ver­lie­ße. Kramp-Kar­ren­bau­er hät­te dann immer­hin die Mög­lich­keit, eine neue Koali­ti­on aus­zu­han­deln und ohne den Umweg über ein Minis­ter­amt end­lich selbst ins Kanz­ler­amt ein­zu­zie­hen und Ange­la Mer­kel abzu­lö­sen.

Jeden­falls könn­te für Kramp-Kar­ren­bau­er alles noch ganz anders kom­men, wenn sich ihr nicht nach den Wah­len im Mai oder spä­tes­tens nach den Land­tags­wah­len in Sach­sen, Bran­den­burg und Thü­rin­gen im Sep­tem­ber und Okto­ber eine Macht­per­spek­ti­ve eröff­net. Ihre For­mu­lie­rung, dass sie einen Wech­sel in der Regie­rung nicht “mut­wil­lig” anstre­be, spie­gelt durch­aus zutref­fend die Tat­sa­che wider, dass sie kaum über eige­ne Mög­lich­kei­ten ver­fügt, den Gang der Ereig­nis­se zu beschleu­ni­gen.

Mehr zum The­ma — Koali­ti­ons­bruch ? Debat­te um Ende von Schwarz-Rot nimmt Fahrt auf

RT Deutsch


Europa nicht den Angstmachern überlassen” – Wie Heiko Maas für die EU-Wahl trommelt


von Andre­as Rich­ter

Der deut­sche Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas hat auf sei­nem Twit­ter-Pro­fil einen Auf­ruf zur Teil­nah­me an den Wah­len zum EU-Par­la­ment Ende Mai ver­öf­fent­licht. Das 45 Sekun­den lan­ge Video ist ein schö­nes Bei­spiel für die Unehr­lich­keit der heu­ti­gen poli­ti­schen Rhe­to­rik.

Maas, der in sei­ner Jugend von sei­nem frü­he­ren För­de­rer Oskar Lafon­tai­ne “Hei­ko­chen” geru­fen wur­de und sich selbst auf sei­nem Twit­ter-Pro­fil als “Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter & Saar­län­der” vor­stellt, sagt in die­sem Video :

In etwas mehr als zwei Wochen fin­den ja Euro­pa­wah­len statt. Und im Moment sind in Euro­pa vie­le Popu­lis­ten und Natio­na­lis­ten unter­wegs, die uns Angst machen wol­len. Angst vor Viel­falt, Angst vor Min­der­hei­ten, und das dür­fen wir nicht zulas­sen. Die gro­ße Mehr­heit der Men­schen ist für Euro­pa, weil sie wis­sen, dass all die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen – die Glo­ba­li­sie­rung, der Kli­ma­wan­del, die Digi­ta­li­sie­rung –, dass wir das nur gemein­sam hin­be­kom­men wer­den. Und des­halb dür­fen wir das Feld den Angst­ma­chern nicht über­las­sen. Ein guter Moment, um den Mund auf­zu­ma­chen, um zu zei­gen, die Mehr­heit weiß, dass wir nur zusam­men die rich­ti­gen Lösun­gen fin­den wer­den. Und weil Euro­pa die Ant­wort ist. Und des­halb : Wäh­len gehen !

Maas benutzt eine Rei­he von mani­pu­la­ti­ven Begriff­lich­kei­ten, um EU-kri­ti­sche Posi­tio­nen unmög­lich zu machen und die eige­nen zu legi­ti­mie­ren.

Da ist zunächst Euro­pa. Auch wenn die­se Sit­te mitt­ler­wei­le auch bei der Lin­ken Ein­zug gehal­ten, man kann es nicht oft genug wie­der­ho­len : Die EU ist nicht Euro­pa. Nicht poli­tisch, nicht geo­gra­phisch, nicht his­to­risch. Wer kann schon gegen Euro­pa sein, des­sen Name in der grie­chi­schen Mytho­lo­gie auch der einer schö­nen Königs­toch­ter und Gelieb­ten des Zeus war ?

Es gibt vie­le gute Grün­de, die EU abzu­leh­nen, ein tech­no­kra­ti­sches Kon­strukt, das – die letz­ten Jah­re haben dies ein­drück­lich gezeigt – eben nicht im Inter­es­se ihrer Bür­ger agiert. “Euro­pa” ist in die­sem Zusam­men­hang ein Kampf­be­griff, die dem Staa­ten­ver­bund eine mora­li­sche und his­to­ri­sche Tie­fe ver­lei­hen soll, die er nicht besitzt.

Auch der Begriff Popu­lis­mus wird mani­pu­la­tiv ver­wen­det. Ursprüng­lich bezieht sich der Begriff auf eine poli­ti­sche Spra­che, die auch durch Ver­ein­fa­chun­gen auf Affek­te im Volk zielt. In die­sem Sin­ne sind alle heu­ti­gen Poli­ti­ker Popu­lis­ten. Maas aller­dings benutzt den Begriff, um poli­ti­sche Posi­tio­nen abzu­wer­ten, die vom Main­stream abwei­chen.

Ähn­lich ver­hält es sich mit dem Natio­na­lis­mus. Die­ser Begriff bezeich­net erst ein­mal nur die Vor­stel­lung, dass eine Nati­on einen eige­nen Staat besit­zen soll­te. Durch die Ver­klam­me­rung mit ihren extre­men Erschei­nungs­for­men wie Ras­sis­mus und Chau­vi­nis­mus soll die Idee dis­kre­di­tiert wer­den, dass der Natio­nal­staat auch heu­te die ange­mes­se­ne poli­ti­sche Orga­ni­sa­ti­ons­form eines sich als demo­kra­tisch ver­ste­hen­den Gemein­we­sens ist.

Und dann ist da die Angst­ma­che : “Angst vor Viel­falt, Angst vor Min­der­hei­ten”, die man nicht zulas­sen dür­fe. Damit wird jede noch so sach­li­che Debat­te über Migra­ti­on und ihre Fol­gen prak­tisch für unzu­läs­sig erklärt. Viel­falt ist das Zau­ber­wort, mit dem Migra­ti­on und jeder Form von Min­der­hei­ten­po­li­tik eine höhe­re Wei­he ver­lie­hen wird. Und mit “Angst­ma­chern” braucht man sich inhalt­lich natür­lich nicht aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Was Maas hier vor­trägt, ver­rät im Grun­de ein zutiefst unde­mo­kra­ti­sches Den­ken. Dem EU-Main­stream gegen­über kri­ti­sche Posi­tio­nen wer­den durch den mani­pu­la­ti­ven Gebrauch von Begrif­fen deli­gi­ti­miert ; eine inhalt­li­che Dis­kus­si­on ist auf die­se Wei­se über­haupt nur inner­halb eines sehr engen Mei­nungs­kor­ri­dors mög­lich.

Die gute Nach­richt ist, dass Hei­ko Maas kaum noch jeman­den errei­chen wird, der nicht ohne­hin mit ihm auf einer Linie liegt. Ob das tat­säch­lich die von ihm behaup­te­te Mehr­heit ist, darf wenigs­tens bezwei­felt wer­den. Und viel­leicht ist Euro­pa ja tat­säch­lich die Ant­wort – die Ant­wort auf die EU.

Mehr zum The­ma — Bischof auf Abwe­gen : “Natio­na­lis­mus wider­spricht christ­li­chen Wer­ten”

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

RT Deutsch


Europa nicht den Angstmachern überlassen” – Wie Heiko Maas für die EU-Wahl trommelt


von Andre­as Rich­ter

Der deut­sche Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas hat auf sei­nem Twit­ter-Pro­fil einen Auf­ruf zur Teil­nah­me an den Wah­len zum EU-Par­la­ment Ende Mai ver­öf­fent­licht. Das 45 Sekun­den lan­ge Video ist ein schö­nes Bei­spiel für die Unehr­lich­keit der heu­ti­gen poli­ti­schen Rhe­to­rik.

Maas, der in sei­ner Jugend von sei­nem frü­he­ren För­de­rer Oskar Lafon­tai­ne “Hei­ko­chen” geru­fen wur­de und sich selbst auf sei­nem Twit­ter-Pro­fil als “Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter & Saar­län­der” vor­stellt, sagt in die­sem Video :

In etwas mehr als zwei Wochen fin­den ja Euro­pa­wah­len statt. Und im Moment sind in Euro­pa vie­le Popu­lis­ten und Natio­na­lis­ten unter­wegs, die uns Angst machen wol­len. Angst vor Viel­falt, Angst vor Min­der­hei­ten, und das dür­fen wir nicht zulas­sen. Die gro­ße Mehr­heit der Men­schen ist für Euro­pa, weil sie wis­sen, dass all die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen – die Glo­ba­li­sie­rung, der Kli­ma­wan­del, die Digi­ta­li­sie­rung –, dass wir das nur gemein­sam hin­be­kom­men wer­den. Und des­halb dür­fen wir das Feld den Angst­ma­chern nicht über­las­sen. Ein guter Moment, um den Mund auf­zu­ma­chen, um zu zei­gen, die Mehr­heit weiß, dass wir nur zusam­men die rich­ti­gen Lösun­gen fin­den wer­den. Und weil Euro­pa die Ant­wort ist. Und des­halb : Wäh­len gehen !

Maas benutzt eine Rei­he von mani­pu­la­ti­ven Begriff­lich­kei­ten, um EU-kri­ti­sche Posi­tio­nen unmög­lich zu machen und die eige­nen zu legi­ti­mie­ren.

Da ist zunächst Euro­pa. Auch wenn die­se Sit­te mitt­ler­wei­le auch bei der Lin­ken Ein­zug gehal­ten, man kann es nicht oft genug wie­der­ho­len : Die EU ist nicht Euro­pa. Nicht poli­tisch, nicht geo­gra­phisch, nicht his­to­risch. Wer kann schon gegen Euro­pa sein, des­sen Name in der grie­chi­schen Mytho­lo­gie auch der einer schö­nen Königs­toch­ter und Gelieb­ten des Zeus war ?

Es gibt vie­le gute Grün­de, die EU abzu­leh­nen, ein tech­no­kra­ti­sches Kon­strukt, das – die letz­ten Jah­re haben dies ein­drück­lich gezeigt – eben nicht im Inter­es­se ihrer Bür­ger agiert. “Euro­pa” ist in die­sem Zusam­men­hang ein Kampf­be­griff, die dem Staa­ten­ver­bund eine mora­li­sche und his­to­ri­sche Tie­fe ver­lei­hen soll, die er nicht besitzt.

Auch der Begriff Popu­lis­mus wird mani­pu­la­tiv ver­wen­det. Ursprüng­lich bezieht sich der Begriff auf eine poli­ti­sche Spra­che, die auch durch Ver­ein­fa­chun­gen auf Affek­te im Volk zielt. In die­sem Sin­ne sind alle heu­ti­gen Poli­ti­ker Popu­lis­ten. Maas aller­dings benutzt den Begriff, um poli­ti­sche Posi­tio­nen abzu­wer­ten, die vom Main­stream abwei­chen.

Ähn­lich ver­hält es sich mit dem Natio­na­lis­mus. Die­ser Begriff bezeich­net erst ein­mal nur die Vor­stel­lung, dass eine Nati­on einen eige­nen Staat besit­zen soll­te. Durch die Ver­klam­me­rung mit ihren extre­men Erschei­nungs­for­men wie Ras­sis­mus und Chau­vi­nis­mus soll die Idee dis­kre­di­tiert wer­den, dass der Natio­nal­staat auch heu­te die ange­mes­se­ne poli­ti­sche Orga­ni­sa­ti­ons­form eines sich als demo­kra­tisch ver­ste­hen­den Gemein­we­sens ist.

Und dann ist da die Angst­ma­che : “Angst vor Viel­falt, Angst vor Min­der­hei­ten”, die man nicht zulas­sen dür­fe. Damit wird jede noch so sach­li­che Debat­te über Migra­ti­on und ihre Fol­gen prak­tisch für unzu­läs­sig erklärt. Viel­falt ist das Zau­ber­wort, mit dem Migra­ti­on und jeder Form von Min­der­hei­ten­po­li­tik eine höhe­re Wei­he ver­lie­hen wird. Und mit “Angst­ma­chern” braucht man sich inhalt­lich natür­lich nicht aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Was Maas hier vor­trägt, ver­rät im Grun­de ein zutiefst unde­mo­kra­ti­sches Den­ken. Dem EU-Main­stream gegen­über kri­ti­sche Posi­tio­nen wer­den durch den mani­pu­la­ti­ven Gebrauch von Begrif­fen deli­gi­ti­miert ; eine inhalt­li­che Dis­kus­si­on ist auf die­se Wei­se über­haupt nur inner­halb eines sehr engen Mei­nungs­kor­ri­dors mög­lich.

Die gute Nach­richt ist, dass Hei­ko Maas kaum noch jeman­den errei­chen wird, der nicht ohne­hin mit ihm auf einer Linie liegt. Ob das tat­säch­lich die von ihm behaup­te­te Mehr­heit ist, darf wenigs­tens bezwei­felt wer­den. Und viel­leicht ist Euro­pa ja tat­säch­lich die Ant­wort – die Ant­wort auf die EU.

Mehr zum The­ma — Bischof auf Abwe­gen : “Natio­na­lis­mus wider­spricht christ­li­chen Wer­ten”

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

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Europa nicht den Angstmachern überlassen” – Wie Heiko Maas für die EU-Wahl trommelt


von Andre­as Rich­ter

Der deut­sche Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas hat auf sei­nem Twit­ter-Pro­fil einen Auf­ruf zur Teil­nah­me an den Wah­len zum EU-Par­la­ment Ende Mai ver­öf­fent­licht. Das 45 Sekun­den lan­ge Video ist ein schö­nes Bei­spiel für die Unehr­lich­keit der heu­ti­gen poli­ti­schen Rhe­to­rik.

Maas, der in sei­ner Jugend von sei­nem frü­he­ren För­de­rer Oskar Lafon­tai­ne “Hei­ko­chen” geru­fen wur­de und sich selbst auf sei­nem Twit­ter-Pro­fil als “Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter & Saar­län­der” vor­stellt, sagt in die­sem Video :

In etwas mehr als zwei Wochen fin­den ja Euro­pa­wah­len statt. Und im Moment sind in Euro­pa vie­le Popu­lis­ten und Natio­na­lis­ten unter­wegs, die uns Angst machen wol­len. Angst vor Viel­falt, Angst vor Min­der­hei­ten, und das dür­fen wir nicht zulas­sen. Die gro­ße Mehr­heit der Men­schen ist für Euro­pa, weil sie wis­sen, dass all die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen – die Glo­ba­li­sie­rung, der Kli­ma­wan­del, die Digi­ta­li­sie­rung –, dass wir das nur gemein­sam hin­be­kom­men wer­den. Und des­halb dür­fen wir das Feld den Angst­ma­chern nicht über­las­sen. Ein guter Moment, um den Mund auf­zu­ma­chen, um zu zei­gen, die Mehr­heit weiß, dass wir nur zusam­men die rich­ti­gen Lösun­gen fin­den wer­den. Und weil Euro­pa die Ant­wort ist. Und des­halb : Wäh­len gehen !

Maas benutzt eine Rei­he von mani­pu­la­ti­ven Begriff­lich­kei­ten, um EU-kri­ti­sche Posi­tio­nen unmög­lich zu machen und die eige­nen zu legi­ti­mie­ren.

Da ist zunächst Euro­pa. Auch wenn die­se Sit­te mitt­ler­wei­le auch bei der Lin­ken Ein­zug gehal­ten, man kann es nicht oft genug wie­der­ho­len : Die EU ist nicht Euro­pa. Nicht poli­tisch, nicht geo­gra­phisch, nicht his­to­risch. Wer kann schon gegen Euro­pa sein, des­sen Name in der grie­chi­schen Mytho­lo­gie auch der einer schö­nen Königs­toch­ter und Gelieb­ten des Zeus war ?

Es gibt vie­le gute Grün­de, die EU abzu­leh­nen, ein tech­no­kra­ti­sches Kon­strukt, das – die letz­ten Jah­re haben dies ein­drück­lich gezeigt – eben nicht im Inter­es­se ihrer Bür­ger agiert. “Euro­pa” ist in die­sem Zusam­men­hang ein Kampf­be­griff, die dem Staa­ten­ver­bund eine mora­li­sche und his­to­ri­sche Tie­fe ver­lei­hen soll, die er nicht besitzt.

Auch der Begriff Popu­lis­mus wird mani­pu­la­tiv ver­wen­det. Ursprüng­lich bezieht sich der Begriff auf eine poli­ti­sche Spra­che, die auch durch Ver­ein­fa­chun­gen auf Affek­te im Volk zielt. In die­sem Sin­ne sind alle heu­ti­gen Poli­ti­ker Popu­lis­ten. Maas aller­dings benutzt den Begriff, um poli­ti­sche Posi­tio­nen abzu­wer­ten, die vom Main­stream abwei­chen.

Ähn­lich ver­hält es sich mit dem Natio­na­lis­mus. Die­ser Begriff bezeich­net erst ein­mal nur die Vor­stel­lung, dass eine Nati­on einen eige­nen Staat besit­zen soll­te. Durch die Ver­klam­me­rung mit ihren extre­men Erschei­nungs­for­men wie Ras­sis­mus und Chau­vi­nis­mus soll die Idee dis­kre­di­tiert wer­den, dass der Natio­nal­staat auch heu­te die ange­mes­se­ne poli­ti­sche Orga­ni­sa­ti­ons­form eines sich als demo­kra­tisch ver­ste­hen­den Gemein­we­sens ist.

Und dann ist da die Angst­ma­che : “Angst vor Viel­falt, Angst vor Min­der­hei­ten”, die man nicht zulas­sen dür­fe. Damit wird jede noch so sach­li­che Debat­te über Migra­ti­on und ihre Fol­gen prak­tisch für unzu­läs­sig erklärt. Viel­falt ist das Zau­ber­wort, mit dem Migra­ti­on und jeder Form von Min­der­hei­ten­po­li­tik eine höhe­re Wei­he ver­lie­hen wird. Und mit “Angst­ma­chern” braucht man sich inhalt­lich natür­lich nicht aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Was Maas hier vor­trägt, ver­rät im Grun­de ein zutiefst unde­mo­kra­ti­sches Den­ken. Dem EU-Main­stream gegen­über kri­ti­sche Posi­tio­nen wer­den durch den mani­pu­la­ti­ven Gebrauch von Begrif­fen deli­gi­ti­miert ; eine inhalt­li­che Dis­kus­si­on ist auf die­se Wei­se über­haupt nur inner­halb eines sehr engen Mei­nungs­kor­ri­dors mög­lich.

Die gute Nach­richt ist, dass Hei­ko Maas kaum noch jeman­den errei­chen wird, der nicht ohne­hin mit ihm auf einer Linie liegt. Ob das tat­säch­lich die von ihm behaup­te­te Mehr­heit ist, darf wenigs­tens bezwei­felt wer­den. Und viel­leicht ist Euro­pa ja tat­säch­lich die Ant­wort – die Ant­wort auf die EU.

Mehr zum The­ma — Bischof auf Abwe­gen : “Natio­na­lis­mus wider­spricht christ­li­chen Wer­ten”

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

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