US-Passagierin nimmt Miniaturpferd als “emotionale Unterstützung” mit an Bord


Auf Twit­ter tauch­te ein kurio­ses Video auf, das ein Minia­tur­pferd an Bord einer US-Maschi­ne zeig­te. Der Vor­fall ereig­ne­te sich laut Medi­en am Don­ners­tag wäh­rend eines Flugs der Ame­ri­can Air­lines von Chi­ca­go nach Oma­ha. Bei dem klei­nen Pega­sus han­del­te es sich offen­bar um eine “emo­tio­na­le Unter­stüt­zung”, auf die sich eine Pas­sa­gie­rin für die Zeit der Rei­se ange­wie­sen sah.

Eine ande­re Twit­ter-Nut­ze­rin foto­gra­fier­te das Minia­tur­pferd und sei­ne Besit­ze­rin in Chi­ca­go, kurz bevor die bei­den das Flug­zeug bestie­gen.

Erst am 15. August hat­te das US-Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um Richt­li­ni­en ver­öf­fent­licht, die bekräf­ti­gen, dass Hun­de, Kat­zen und eben auch Minia­tur­pfer­de auf Bin­nen­flü­gen unter bestimm­ten Bedin­gun­gen von Air­lines in der Kabi­ne mit­ge­nom­men wer­den müs­sen – und zwar kos­ten­los. Die Ponys dür­fen dabei höchs­tens 86 Zen­ti­me­ter Schul­ter­hö­he mes­sen und höchs­tens 45 Kilo­gramm auf die Waa­ge brin­gen. Zuge­las­sen sind soge­nann­te Ser­vice Ani­mals, auf die Men­schen mit kör­per­li­chen Behin­de­run­gen oder psy­chi­schen Erkran­kun­gen ange­wie­sen sind – zum Bei­spiel Blin­den­hun­de.

Eine Rege­lung des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums aus dem Jahr 2003 stellt klar, dass zu den “Ser­vice Ani­mals” auch Tie­re gehö­ren, die nicht für eine beson­de­re Auf­ga­be aus­ge­bil­det sind : soge­nann­te “Emo­tio­nal Sup­port Ani­mals”. Sie sol­len ihre Besit­zer, die bei­spiels­wei­se unter Angst­at­ta­cken oder Depres­sio­nen lei­den, durch ihre rei­ne Anwe­sen­heit emo­tio­nal stüt­zen. Vor­aus­set­zung ist die Beschei­ni­gung eines Arz­tes oder Psy­cho­lo­gen, dass der Betrof­fe­ne aus psy­cho­lo­gi­schen Grün­den auf das Tier ange­wie­sen ist.

Bei die­sen “emo­tio­na­len Unter­stüt­zun­gen” wit­tern die Flug­ge­sell­schaf­ten jedoch erheb­li­chen Miss­brauch. Der Dach­ver­band Air­lines for Ame­ri­ca (A4A) kri­ti­siert, dass fal­sche Beschei­ni­gun­gen im Inter­net erhält­lich sei­en und dass Pas­sa­gie­re die Rege­lung aus­nutz­ten, um die Trans­port­be­din­gun­gen der Flug­ge­sell­schaf­ten zu umge­hen. Wäh­rend die Flug­ge­sell­schaf­ten für “Ser­vice Ani­mals” nichts berech­nen dür­fen, sieht es bei der regu­lä­ren Mit­nah­me von Tie­ren anders aus : So fal­len etwa bei der Flug­ge­sell­schaft United für Kat­zen, Hun­de, Hasen oder Vögel in der Kabi­ne 125 Dol­lar pro Tier und Stre­cke an. A4A schätzt, dass im Jahr 2016 rund 481.000 “Emo­tio­nal Sup­port Ani­mals” auf US-Flü­gen unter­wegs waren. Im Jahr 2017 waren es dem­nach schon 751.000. (Dai­ly Mail/dpa)

Mehr zum The­ma — Foto sorgt für Furo­re : Lässt Easy­Jet sei­ne Pas­sa­gie­re auf Sit­zen ohne Leh­ne flie­gen ?

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Olaf Scholz nimmt Kampf um SPD-Vorsitz auf und holt die Landtagsabgeordnete Klara Geywitz ins Boot


Scholz tritt mit der Bran­den­bur­ger Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Kla­ra Gey­witz für den Par­tei­vor­sitz an. Und SPD-Gene­ral­se­kre­tär Lars Kling­beil erklärt man­gels pas­sen­der Mit­be­wer­be­rin sei­nen Ver­zicht auf eine Kan­di­da­tur. Mög­lich, dass das schon die ent­schei­den­den Dre­hun­gen des Bewer­bungs­ka­rus­sells bei der SPD sind – knapp zwei Wochen vor dem Ende der Bewer­bungs­frist am 1. Sep­tem­ber.

Im bran­den­bur­gi­schen Peick­witz genießt Scholz die klei­ne Pau­se vom Tru­bel in Ber­lin. “Wel­che Bäu­me pflan­zen Sie hier?”, fragt er den Bau­ern. Neben ihm sitzt der Wahl­kämp­fer und SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Wolf­gang Roick. Bei einem Halt am Feld­rand bekommt der Besu­cher aus der Stadt einen Nies­an­fall.

Für Scholz wird es mit der Ruhe schnell wie­der vor­bei sein. An die­sem Mitt­woch wol­len er und Gey­witz in Ber­lin ihre Bewer­bung erläu­tern. Vor­her bringt er im Bun­des­ka­bi­nett noch sei­nen Gesetz­ent­wurf für die Teil­ab­schaf­fung des Soli ein. Es ist schon ein Vor­ge­schmack auf die Dop­pel­be­las­tung, die auf Scholz zukä­me, wenn er neben sei­nem Minis­ter­amt SPD-Vor­sit­zen­der wür­de.

Weil das zeit­lich zu viel wür­de, woll­te er lan­ge nicht antre­ten. Doch auch die drei kom­mis­sa­ri­schen SPD-Chefs Malu Drey­er, Manue­la Schwe­sig und Thors­ten Schä­fer-Güm­bel, Nie­der­sach­sens Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil und Fami­li­en­mi­nis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey woll­ten nicht – und so leg­te Scholz eine Kehrt­wen­de hin. “Es tut der SPD nicht gut, wenn es so rüber­kommt, als ob sich kei­ner traut”, mein­te er in einem Inter­view.

Aber Kla­ra Gey­witz ? Einen bun­des­weit bekann­ten Namen hat die 43-Jäh­ri­ge nicht. Doch in der SPD setz­te Gey­witz schon mehr als nur Duft­mar­ken – etwa als Mit­glied der gro­ßen Ver­hand­lungs­run­de für den schwarz-roten Koali­ti­ons­ver­trag 2018. Als Duo reprä­sen­tie­ren Scholz/Geywitz West und Ost, die älte­re und die jün­ge­re Genera­ti­on.

Doch gleich­zei­tig ver­kör­pert Scholz für vie­le das Par­tei-Estab­lish­ment, das für den Nie­der­gang der Sozi­al­de­mo­kra­ten bis zum aktu­el­len 13-Pro­zent-Umfra­ge­tief ver­ant­wort­lich ist. Das gemein­sa­me Bewer­bungs­schrei­ben liest sich sehr ab- und aus­ge­wo­gen, Schulz und Gey­witz beken­nen sich zu Sozi­al­staat, Kli­ma­schutz, Soli­da­ri­tät :

Wir bei­de ste­hen für eine demo­kra­ti­sche Zuver­sicht.

Als ziem­lich sicher gilt, dass sich Scholz wei­ter für den Fort­be­stand der Gro­ßen Koali­ti­on ein­set­zen will. Als SPD-Chef hät­te Scholz wohl zugleich den ers­ten Zugriff auf die Kanz­ler­kan­di­da­tur. Dass er sich auch die­ses Amt zutraut, hat er schon mehr­fach deut­lich gemacht – auch wenn es auf abseh­ba­re Zeit nicht nach einem SPD-Kanz­ler aus­sieht.

Ob die­ses Ange­bot für die SPD-Basis aus­rei­chend Auf­bruch ver­kör­pert, dürf­te eine der span­nends­ten Fra­gen des Mit­glie­der­ent­scheids sein. Immer mehr Bewer­ber mel­den sich. Grö­ße­re Chan­cen wer­den etwa Nie­der­sach­sens Innen­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us und Sach­sens Inte­gra­ti­ons­mi­nis­te­rin Petra Köp­ping ein­ge­räumt. Ob es wei­te­re Bewer­bun­gen – etwa von Juso-Chef Kevin Küh­nert – geben wird, ist offen. Und die Abge­ord­ne­ten Karl Lau­ter­bach und Nina Scheer geben stolz bekannt, dass sie nun von mehr SPD-Unter­be­zir­ken unter­stützt wür­den als nötig. Lau­ter­bach :

Die Gesprä­che mit den Mit­glie­dern in den Unter­be­zir­ken haben gezeigt, dass ein kla­res Signal in Rich­tung eines lin­ken Ange­bots auf brei­te Zustim­mung stößt.

Auf einem Hof im bran­den­bur­gi­schen Peick­witz war­tet nur etwa ein Dut­zend Men­schen auf Scholz. Der Ter­min in dem Orts­teil von Senf­ten­berg steht im SPD-Ver­an­stal­tungs­ka­len­der unter der Über­schrift “Olaf Scholz unter­stützt die SPD Bran­den­burg im Wahl­kampf”.

Es kann gut sein, dass die SPD bei der Wahl am 1. Sep­tem­ber einen neu­en Nacken­schlag bekommt. Älte­re Frau­en bli­cken neu­gie­rig über Gar­ten­to­re. Dass hier der Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter vor­bei­fährt, wis­sen die meis­ten Ein­woh­ner der 400-See­len-Gemein­de nicht.

Der Orts­vor­ste­her ist gekom­men, um Scholz zu tref­fen. Bau­er Domin steht eher der CDU nahe. Trä­ge räkeln sich die Hof­kat­zen in der Son­ne. In der letz­ten Wäh­ler­um­fra­ge lag die AfD in Bran­den­burg auf Platz eins, die SPD von Minis­ter­prä­si­dent Diet­mar Woid­ke auf dem drit­ten Platz hin­ter der CDU. Doch davon will Scholz – zwölf Tage vor der Land­tags­wahl in Bran­den­burg und Sach­sen – nichts wis­sen. Er sagt :

Ich bin ganz zuver­sicht­lich, dass ein­fach wegen der sehr guten Arbeit, die geleis­tet wor­den ist, vie­le das Kreuz bei Diet­mar Woid­ke und der SPD machen wer­den.

(rt deutsch/dpa) 

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Für Selenski : Saakaschwili nimmt seine Partei bei ukrainischer Parlamentswahl aus dem Rennen


Der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent Geor­gi­ens und Ex-Gou­ver­neur des ukrai­ni­schen Schwarz­meer-Gebiets Odes­sa, Michail Saa­ka­schwi­li, hat sei­ne Par­tei „Bewe­gung der neu­en Kräf­te“ aus der Par­la­ments­wahl in der Ukrai­ne genom­men. Zudem rief er die Wäh­ler per Face­book dazu auf, für die Par­tei von Prä­si­den­ten Wolo­dy­m­yr Selen­skyj (Wla­di­mir Selen­ski) zu stim­men.
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Presse-Konferenz in London : Peskow nimmt Stellung zu Nicht-Akkreditierung von Sputnik


Kreml-Spre­cher Dmi­tri Pes­kow hat die Kon­fe­renz „Glo­bal Con­fe­rence for Media Free­dom“, die die Akkre­di­tie­rung für Sput­nik und RT ver­wei­ger­te, als „Quasi“-Veranstaltung bezeich­net und die Ent­schei­dung eine kras­se Mani­fes­ta­ti­on der Absur­di­tät genannt.
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Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen gegen Porsche-Chef auf


Die Staats­an­walt­schaft Stutt­gart hat ihre Ermitt­lun­gen gegen Por­sche im Skan­dal um über­höh­te Betriebs­rats­ge­häl­ter aus­ge­wei­tet. Laut „Spiegel”-Informationen ist nun ein Durch­su­chungs­be­schluss gegen drei Por­sche-Vor­stän­de, dar­un­ter den Vor­stands­vor­sit­zen­den Oli­ver Blu­me, erwirkt wor­den.
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Französischer Geheimdienst nimmt kritische Journalisten ins Visier (Video)


Mehr zum The­ma — Poli­zei in der Kri­tik : Fran­zö­si­sche Medi­en soli­da­ri­sie­ren sich mit fest­ge­nom­me­nem Jour­na­lis­ten

Der Body­guard des Prä­si­den­ten hat­te am 1. Mai 2018 – als Poli­zist ver­klei­det – Demons­tran­ten zusam­men­ge­schla­gen. Die Vor­la­dung kri­ti­scher Jour­na­lis­ten lös­te in der fran­zö­si­schen Medi­en­land­schaft und unter Men­schen­rechts­grup­pen Besorg­nis aus. Mit Mei­nungs- und Pres­se­frei­heit sind die Vor­gän­ge kaum in Ein­klang zu brin­gen.

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Mehr als 70.000 Euro an Terroristen : Russlands Geheimdienst nimmt IS-Helfer in Moskau fest


Bei dem Fest­ge­nom­me­nen han­delt es sich um einen Mann aus der Teil­re­pu­blik Nord­os­se­ti­en namens Geor­gi Gujew. Ermitt­lern zufol­ge leis­te­te er Mit­glie­dern der Ter­ror­mi­liz Isla­mi­scher Staat in Syri­en finan­zi­el­le Hil­fe. Seit dem Jahr 2015 soll Gujew ins­ge­samt min­des­tens 50 Mil­lio­nen Rubel (fast 70.000 Euro) an Bank­kon­ten von Ter­ro­ris­ten über­wie­sen haben.

Bei der Durch­su­chung sei­ner Woh­nung beschlag­nahm­ten die Ermitt­ler Lite­ra­tur mit extre­mis­ti­schen Inhal­ten, eine gro­ße Anzahl an Kre­dit­kar­ten sowie Han­dys mit Nach­rich­ten von IS-Mit­glie­dern.

Der Fest­ge­nom­me­ne wur­de im Rah­men des Straf­ver­fah­rens in Gewahr­sam genom­men.

Mehr zum The­ma — Rus­si­scher Inlands­ge­heim­dienst ver­haf­tet IS-Mit­glie­der, die Anschlä­ge gegen Poli­zei plan­ten

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Britische Polizei nimmt nach Mord an Journalistin in Nordirland zwei Teenager fest


Nach dem Mord an der Jour­na­lis­tin Lyra McKee sind in Nord­ir­land zwei jun­ge Män­ner fest­ge­nom­men wor­den. Die Män­ner sei­en 18 und 19 Jah­re alt, wie die Poli­zei am Sams­tag mit­teil­te, nach­dem am Frei­tag­abend ein Video mit einem ver­mumm­ten Ver­däch­ti­gen zur Ver­öf­fent­li­chung frei­ge­ge­ben wor­den war.

Die Ermitt­ler gehen von einem Ter­ror­akt aus. Sie ver­mu­ten, dass hin­ter der Tat eine mili­tan­te Repu­bli­ka­ner-Grup­pe namens “Neue IRA” ste­cken könn­te. Auch mehr als 20 Jah­re nach dem Ende eines jahr­zehn­te­lan­gen Bür­ger­kriegs zwi­schen katho­li­schen Natio­na­lis­ten und pro­tes­tan­ti­schen Unio­nis­ten mit Tau­sen­den Toten und Ver­letz­ten sind in Nord­ir­land para­mi­li­tä­ri­sche Grup­pie­run­gen aktiv. Sie agie­ren wie ein Staat im Staat und finan­zie­ren sich unter ande­rem durch Dro­gen­han­del. Befürch­tet wird, dass im Zuge des bevor­ste­hen­den Bre­xits die Gewalt zwi­schen dem bri­ti­schen Nord­ir­land und dem EU-Mit­glied Irland bei Ein­füh­rung von Grenz­kon­trol­len wie­der auf­flam­men könn­te. Die bewaff­ne­ten Grup­pen erhof­fen sich von einem Wie­der­auf­flam­men des Kon­flikts eine neue Legi­ti­ma­ti­on und Geld.

Mehr zum The­ma — Umfra­ge zur EU-Wahl : Bre­x­it-Par­tei in Groß­bri­tan­ni­en deut­lich vorn

Lyra McKee war am Don­ners­tag­abend bei gewalt­sa­men Aus­schrei­tun­gen in der Stadt Lon­don­der­ry erschos­sen wor­den. Sie stand in einer Men­schen­grup­pe in der Nähe von Poli­zei­fahr­zeu­gen, als eine Kugel ihren Kopf traf. Die 29-jäh­ri­ge poli­ti­sche Jour­na­lis­tin galt als Talent und war erst kürz­lich von Bel­fast nach Lon­don­der­ry gezo­gen.

In Tat­ort­nä­he am Ran­de von Lon­don­der­ry waren vor dem Mord über 50 Brand­sät­ze auf Poli­zis­ten geschleu­dert wor­den. Zuvor hat­ten Poli­zis­ten in dem Wohn­vier­tel nach Waf­fen gesucht. Aus­lö­ser für die Kra­wal­le soll der jähr­li­che Pro­test an Ostern im Zusam­men­hang mit dem Nord­ir­land-Kon­flikt gewe­sen sein.

Poli­ti­ker aus Groß­bri­tan­ni­en, der Repu­blik Irland und Brüs­sel ver­ur­teil­ten die Tat scharf. EU-Chef­un­ter­händ­ler Michel Bar­nier sprach von einem “tra­gi­schen Mord” und wer­te­te die Tat als “Erin­ne­rung dar­an, wie zer­brech­lich der Frie­den in Nord­ir­land” sei. “Wir müs­sen alle dar­an arbei­ten, die Errun­gen­schaf­ten des Kar­frei­tags­ab­kom­mens zu erhal­ten”, twit­ter­te der Fran­zo­se. (dpa)

Mehr zum The­ma — Der auf­ge­scho­be­ne Bre­x­it und der Bume­rang-Effekt für die EU

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Russischer Aluminiumriese RUSAL nimmt die Lieferungen nach USA und Europa wieder auf


RUSAL hat den Ver­kauf von Pri­mär­al­u­mi­ni­um nach Euro­pa und in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten wie­der auf­ge­nom­men. Die Lie­fe­run­gen befän­den sich auf dem Niveau aus der Zeit vor den US-Sank­tio­nen, so der Vor­stands­vor­sit­zen­de des Unter­neh­mens Ewge­ni Niki­tin. Am Ran­de des jähr­li­chen Wirt­schafts­fo­rums in Kras­no­jarsk sag­te er :

Das gesam­te Volu­men der Alu­mi­ni­um­lie­fe­run­gen nach Euro­pa und in die USA wur­de wie­der auf­ge­nom­men. Die Lie­fe­rung von Legie­run­gen hat das Unter­neh­men bis­her jedoch nicht voll­stän­dig wie­der auf­ge­nom­men, aber wir arbei­ten dar­an.

Laut Niki­tin erhöht RUSAL, einer der größ­ten glo­ba­len Anbie­ter von Alu­mi­ni­um, der­zeit die Lie­fe­run­gen sei­ner Pro­duk­te in alle Export­märk­te, um das Niveau zu errei­chen, das vor der Sank­tio­nie­rung des Unter­neh­mens durch Washing­ton bestand. Der Geschäfts­füh­rer beton­te, dass sein Unter­neh­men im Rah­men neu­er Ver­trä­ge mit japa­ni­schen und US-ame­ri­ka­ni­schen Part­nern neue Lie­fe­run­gen auf­ge­nom­men habe.

Im April 2018 ver­häng­te das US-Finanz­mi­nis­te­ri­um Sank­tio­nen gegen den dama­li­gen Eigen­tü­mer des Unter­neh­mens Oleg Deri­pas­ka und ande­re Fir­men, die unter sei­ner Kon­trol­le stan­den. Dazu gehör­ten die Unter­neh­men En+ und Basic Ele­ment. Die US-Sank­tio­nen ver­bo­ten es US-Unter­neh­men und ihren Part­nern, mit sank­tio­nier­ten Per­so­nen und Fir­men Geschäf­te zu machen.

Im Janu­ar wur­den die Beschrän­kun­gen auf­ge­ho­ben, nach­dem Deri­pas­ka zuge­stimmt hat­te, sei­nen Anteil an En+ von 70 Pro­zent auf 44,95 Pro­zent zu redu­zie­ren. Der Olig­arch bleibt jedoch wei­ter­hin auf der Sank­ti­ons­lis­te und sei­ne Ver­mö­gens­wer­te in den USA blei­ben ein­ge­fro­ren.

Frü­he­ren Berich­ten zufol­ge hat En+, die Mut­ter­ge­sell­schaft des zweit­größ­ten Alu­mi­ni­um­pro­du­zen­ten der Welt, ein US-Audit von RUSAL ein­ge­lei­tet, um zu über­prü­fen, ob das Unter­neh­men die Bedin­gun­gen des zuvor mit Washing­ton abge­schlos­se­nen Sank­ti­ons­ver­trags erfüllt.

RUSAL erwar­tet, sei­ne Pro­duk­ti­on und Inves­ti­tio­nen für das Jahr 2019 bei 3,8 Mil­lio­nen Ton­nen bezie­hungs­wei­se 900 Mil­lio­nen US-Dol­lar sta­bil zu hal­ten, so Niki­tin.

Mehr zum The­ma — EU unter­stützt mög­li­che Auf­he­bung der US-Sank­tio­nen gegen rus­si­sche Unter­neh­men Rusal und En+

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Terrorverdacht : Polizei nimmt zehn mutmaßliche Islamisten fest


Bei Anti-Ter­ror-Ein­sät­zen in Nord­rhein-West­fa­len und Baden-Würt­tem­berg hat die Poli­zei zehn mut­maß­li­che Isla­mis­ten fest­ge­nom­men. Sie sol­len einen Ter­ror­an­schlag geplant haben. Es bestehe der Ver­dacht der Vor­be­rei­tung einer schwe­ren staats­ge­fähr­den­den Straf­tat, sag­te ein Spre­cher der feder­füh­ren­den Gene­ral­staats­an­walt­schaft Düs­sel­dorf am Sams­tag.

Es gebe jedoch kei­ne Hin­wei­se auf kon­kre­te Zie­le oder eine kon­kre­te Tat, beton­te er. Die Poli­zei prüft dem­nach mög­li­che Ver­bin­dun­gen zur Ter­ror­mi­liz Isla­mi­scher Staat (IS). “Wir ver­mu­ten, dass es eine Split­ter­grup­pe des IS oder Sym­pa­thi­san­ten sind”, sag­te er wei­ter. Zuvor hat­ten die Bild und die Rhei­ni­sche Post berich­tet.

Es habe Durch­su­chun­gen in Essen, Düs­sel­dorf, Wup­per­tal, Mön­chen­glad­bach, Duis­burg sowie im baden-würt­tem­ber­gi­schen Ulm gege­ben. Die Maß­nah­men hät­ten am Frei­tag­mor­gen begon­nen und bis Sams­tag­mor­gen gedau­ert. “Man muss gucken, ob das gefun­den wur­de, was gesucht wur­de”, so der Spre­cher. Ob Haft­be­feh­le gegen die zehn bean­tragt wür­den, sei noch unklar.

Unter den zehn Fest­ge­nom­me­nen sei ein Tadschi­ke. Über die Natio­na­li­tät der ande­ren Ver­däch­ti­gen wur­de zunächst nichts bekannt. Einen Zusam­men­hang mit der Irr­fahrt eines 19-Jäh­ri­gen am Frei­tag in der Esse­ner Innen­stadt sahen die Ermitt­ler nicht. Die­ser war am Mor­gen mit sei­nem Wagen mit erhöh­ter Geschwin­dig­keit unter­wegs, Zeu­gen zufol­ge auch in einer Fuß­gän­ger­zo­ne der Ruhr­me­tro­po­le. Ein Spe­zi­al­ein­satz­kom­man­do nahm den Mann schließ­lich fest – sein Auto hat­te er da schon geparkt. Ein Zeu­ge hat­te das Auto ent­deckt und die Poli­zei alar­miert.

(dpa/rt deutsch)

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