Bundespressekonferenz zu Venezuela : Auswärtiges Amt missachtet offen venezolanische Verfassung


von Flo­ri­an War­weg

Die Bun­des­re­gie­rung und ins­be­son­de­re das Aus­wär­ti­ge Amt unter Hei­ko Maas schei­nen sich im Kon­text der Vene­zue­la-Kri­se immer mehr ins ver­fas­sungs- und völ­ker­recht­li­che Abseits zu manö­vrie­ren. Jüngs­tes Bei­spiel war die Bun­des­pres­se­kon­fe­renz am 27. März. 

Von RT Deutsch gefragt, wie die Bun­des­re­gie­rung damit umgeht, dass die von der vene­zo­la­ni­schen Ver­fas­sung in Arti­kel 233 klar fest­ge­leg­te Amts­zeit des Inte­rims­prä­si­den­ten von maxi­mal 30 Tagen bereits seit Wochen über­schrit­ten ist, ant­wor­te­te der Spre­cher des Aus­wär­ti­gen Amtes, Chris­to­fer Bur­ger : 

Aus unse­rer Sicht ist Herr Guai­dó nach wie vor der­je­ni­ge, der das demo­kra­tisch legi­ti­mier­te Man­dat dafür hat, in Vene­zue­la den Weg für Neu­wah­len vor­zu­be­rei­ten.

Die­se Bewer­tung ist in zwei­er­lei Hin­sicht auf­schluss­reich, was das Ver­hält­nis des Aus­wär­ti­gen Amtes und der Bun­des­re­gie­rung zur Ver­fas­sungs­treue betrifft : Zum einen hat die in der vene­zo­la­ni­schen Ver­fas­sung fest­ge­leg­te maxi­ma­le 30-tägi­ge Amts­zeit einer Inte­rims­prä­si­dent­schaft und die folg­lich der­zeit offe­ne Miss­ach­tung des ent­spre­chen­den Ver­fas­sungs­ar­ti­kels 233 durch den selbst­er­nann­ten Prä­si­den­ten Juan Guai­dó offen­kun­dig für das Aus­wär­ti­ge Amt hier­zu­lan­de kei­ner­lei Rele­vanz. Man stel­le sich spie­gel­bild­lich vor, in Deutsch­land wür­de Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel nach Ablauf ihrer fest­ge­leg­ten Amts­zeit ein­fach beschlie­ßen und prak­ti­zie­ren, wei­ter im Amt zu ver­blei­ben. 

Doch die Miss­ach­tung der Ver­fas­sung der Boli­va­ri­schen Repu­blik Vene­zue­la geht noch viel wei­ter. Am 10. Janu­ar 2019 wur­de Nicolás Madu­ro als Prä­si­dent des süd­ame­ri­ka­ni­schen Lan­des ver­ei­digt. 13 Tage spä­ter, am 23. Janu­ar 2019, erklär­te sich der Par­la­ments­prä­si­dent Juan Guai­dó selbst zum Inte­rims­prä­si­den­ten und ver­wies dabei auf Arti­kel 233 der vene­zo­la­ni­schen Ver­fas­sung. Kur­ze Zeit spä­ter erkann­te die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land Guai­dó an. Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas erklär­te dazu :

Für Deutsch­land ist Guai­dó im Ein­klang mit der vene­zo­la­ni­schen Ver­fas­sung Über­gangs­prä­si­dent. Wir sind nicht neu­tral in die­ser Fra­ge, wir ste­hen auf sei­ner Sei­te.

Doch hät­te Hei­ko Maas oder einer sei­ner Mit­ar­bei­ter nur einen Blick auf die vene­zo­la­ni­sche Ver­fas­sung gewor­fen, wäre ihnen (hof­fent­lich) auf­ge­fal­len, dass Arti­kel 233 in dem vor­lie­gen­den Fall dem Par­la­ments­prä­si­den­ten über­haupt nicht die Mög­lich­keit ein­räumt, als Inte­rims­prä­si­dent zu agie­ren. Dort heißt es ein­deu­tig : 

Ergibt sich ein zwin­gen­der Hin­de­rungs­grund bezüg­lich der Per­son des Prä­si­den­ten oder der Prä­si­den­tin der Repu­blik wäh­rend der ers­ten vier Jah­re der ver­fas­sungs­ge­mä­ßen Amts­zeit, fol­gen neue all­ge­mei­ne, direk­te und gehei­me Wah­len inner­halb der nächs­ten drei­ßig Tage. Bis der neue Prä­si­dent oder die neue Prä­si­den­tin gewählt ist und das Amt antritt, nimmt der Vize­prä­si­dent oder die Vize­prä­si­den­tin die Prä­si­dent­schaft der Repu­blik wahr.

Die aktu­el­le Vize­prä­si­den­tin Vene­zue­las ist Teil der Madu­ro-Regie­rung und heißt Del­cy Rodríguez :

Die vene­zo­la­ni­sche Ver­fas­sung sieht die tem­po­rä­re Über­nah­me der Prä­si­dent­schaft durch den Prä­si­den­ten der Natio­nal­ver­samm­lung nur vor, wenn sich “vor der Amts­ein­füh­rung ein zwin­gen­der Hin­de­rungs­grund” ergibt : 

Ergibt sich vor der Amts­ein­füh­rung ein zwin­gen­der Hin­de­rungs­grund bezüg­lich der Per­son des gewähl­ten Prä­si­den­ten oder der gewähl­ten Prä­si­den­tin, fol­gen neue all­ge­mei­ne, direk­te und gehei­me Wah­len inner­halb der nächs­ten drei­ßig Tage. Bis der neue Prä­si­dent oder die neue Prä­si­den­tin gewählt ist und das Amt antritt, nimmt der Prä­si­dent oder die Prä­si­den­tin der Natio­nal­ver­samm­lung die Prä­si­dent­schaft der Repu­blik wahr.

Doch wie all­ge­mein (und auch dem Aus­wär­ti­gen Amt) bekannt ist, erfolg­te zuerst die Amts­ein­füh­rung von Prä­si­dent Madu­ro und dann, zehn Tage spä­ter, die ver­fas­sungs­wid­ri­ge Selbst­aus­ru­fung durch Guai­dó. Die­se Selbst­pro­kla­ma­ti­on ver­stößt unter allen Gesichts­punk­ten gegen die Ver­fas­sung Vene­zue­las. Die Ver­fas­sung macht ganz kon­kre­te Vor­ga­ben, was als “zwin­gen­der Hin­de­rungs­grund bezüg­lich der Per­son des gewähl­ten Prä­si­den­ten” gilt : 

Als zwin­gen­de Hin­de­rungs­grün­de bezüg­lich der Amts­aus­übung des Prä­si­den­ten oder der Prä­si­den­tin der Repu­blik gel­ten : sein oder ihr Tod, sein oder ihr Rück­tritt sowie sei­ne oder ihre durch Urteil des Obers­ten Gerichts­ho­fes ver­füg­te Abset­zung ; sei­ne oder ihre durch Attest einer vom Obers­ten Gerichts­hof ein­ge­setz­ten und von der Natio­nal­ver­samm­lung bestä­tig­ten medi­zi­ni­schen Kom­mis­si­on beschei­nig­te dau­ern­de kör­per­li­che oder geis­ti­ge Hand­lungs­un­fä­hig­keit, die Nicht­wahr­neh­mung des Amtes, die von der Natio­nal­ver­samm­lung als sol­che fest­ge­stellt wird, sowie die Amts­ent­he­bung durch Volks­ab­stim­mung.

Nichts davon trifft auf den aktu­el­len Fall zu. Das soll­ten eigent­lich auch die Juris­ten im Aus­wär­ti­gen Amt wis­sen. Falls nicht, kön­nen sie sich ja bei den Kol­le­gen von den Wis­sen­schaft­li­chen Diens­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges bera­ten las­sen. Denn die kamen bereits zu einem recht ein­deu­ti­gen Urteil.

Mehr zum The­ma — Wis­sen­schaft­li­che Diens­te des Bun­des­ta­ges üben har­te Kri­tik an Vene­zue­la-Poli­tik der Bun­des­re­gie­rung

RT Deutsch


Venezuela : Selbsternannter Präsident Guaidó fordert offen ausländische Militärintervention (Video)


Mehr zum The­ma — Main­stream räumt ein : US-Hilfs­lie­fe­rung für Vene­zue­la von Oppo­si­tio­nel­len ange­zün­det

Ver­schie­de­ne Spit­zen­po­li­ti­ker der Ver­ei­nig­ten Staa­ten geben wei­ter­hin an, bezüg­lich Vene­zue­las lie­gen alle Optio­nen auf dem Tisch. Die Unter­stüt­zung für eine sol­che Akti­on fällt jedoch eher klein aus. Selbst inner­halb der vene­zo­la­ni­schen Oppo­si­ti­on ist eine Inter­ven­ti­on umstrit­ten.

RT Deutsch


Geplanter Kohleausstieg : Es bleiben Fragen offen


Der geplan­te Koh­le­aus­stieg Deutsch­lands bleibt mit zahl­rei­chen Unklar­hei­ten ver­bun­den. Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er lob­te am Mon­tag im Mor­gen­ma­ga­zin des ZDF die Arbeit der Koh­le­kom­mis­si­on und erklär­te :

Die Regie­rung wird alles tun, damit die Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher vor Strom­preis­an­stie­gen durch den Umstieg von Koh­le auf Erneu­er­ba­re geschützt wer­den. Da gibt es auch eine Emp­feh­lung im Kom­mis­si­ons­be­richt, wie wir damit umge­hen. Das prüft die Bun­des­re­gie­rung der­zeit. Bezahl­bar­keit und Ver­läss­lich­keit in der Ener­gie­ver­sor­gung sind für den Wirt­schafts­mi­nis­ter jeden­falls ein sehr hohes Gut.

Eben­falls am Mon­tag sag­te Alt­mai­er, dass es zur Finan­zie­rung des Koh­le­aus­stiegs mög­lichst kei­ne neu­en Schul­den oder Steu­er­erhö­hun­gen geben sol­le. Es sei das Ziel, die Kos­ten so zu begren­zen, dass es ers­tens kei­ne neu­en Schul­den und zwei­tens kei­ne Steu­er­erhö­hun­gen geben wer­de. Außer­dem sol­le nie­mand beim Strom­preis über Gebühr belas­tet wer­den. Dies sei eine “schwie­ri­ge Auf­ga­be”. In Hin­blick auf mög­li­che Ent­schä­di­gun­gen für die Still­le­gung von Kraft­wer­ken kün­dig­te der Minis­ter außer­dem Gesprä­che mit den Ener­gie­kon­zer­nen an. 

Die Koh­le­kom­mis­si­on der Bun­des­re­gie­rung mit Ver­tre­tern aus Indus­trie, Gewerk­schaf­ten, Umwelt­ver­bän­den und For­schern hat­te sich auf ein Kon­zept zum Aus­stieg aus der Koh­le ver­stän­digt. Die­ser soll bis spä­tes­tens 2038 abge­schlos­sen sein. Ein frü­he­rer Aus­stieg soll 2032 geprüft wer­den. Im Bericht wer­den Struk­tur­hil­fen in Höhe von 40 Mil­li­ar­den Euro für die Koh­le­re­gio­nen in Nord­rhein-West­fa­len, Sach­sen, Sach­sen-Anhalt und Bran­den­burg vor­ge­schla­gen. 

Bran­den­burgs Minis­ter­prä­si­dent Diet­mar Woid­ke hat­te bereits am Frei­tag dem Mor­gen­ma­ga­zin der ARD gesagt, dass die Kon­se­quen­zen des geplan­ten Aus­stiegs für den Strom­preis in der Dis­kus­si­on nicht deut­lich gemacht wür­den :

Wir müs­sen dann schon die Ehr­lich­keit haben, zu sagen, er wird auf 35, 40 oder viel­leicht sogar 50 Cent stei­gen. Das hängt wie­der von der Geschwin­dig­keit ab.

Nach dem 2011 beschlos­se­nen Aus­stieg aus der Atom­ener­gie, der bis 2022 abge­schlos­sen sein soll, ver­ab­schie­det sich die Bun­des­re­pu­blik mit dem Koh­le­aus­stieg von einem wei­te­ren Ener­gie­trä­ger, der bis­her für die Strom­ver­sor­gung des Lan­des von zen­tra­ler Bedeu­tung gewe­sen ist. 38 Pro­zent des deut­schen Stroms wird durch die Ver­bren­nung von Braun- und Stein­koh­le gewon­nen. Tat­säch­lich lässt der geplan­te Aus­stieg Fra­gen offen.

Zum einen wird die­ser Aus­stieg nur mit dem Rück­griff auf erneu­er­ba­re Ener­gi­en nicht zu schaf­fen sein. Das Ifo-Insti­tut geht davon aus, dass der deut­sche Koh­le­strom wenigs­tens teil­wei­se durch den Import von Koh­le- und Atom­strom aus den Nach­bar­län­dern ersetzt wer­den wird.

Zum ande­ren bleibt die Fra­ge der Kos­ten. Wenn sie, wie vom Wirt­schafts­mi­nis­ter ver­spro­chen, der Ver­brau­cher nicht tra­gen soll, dürf­te die Rech­nung beim Steu­er­zah­ler lan­den – was letzt­lich auf das Glei­che hin­aus­läuft. Bereits heu­te sind die Strom­prei­se in Deutsch­land die höchs­ten in der Euro­päi­schen Uni­on.

Mehr zum The­ma — Dele­gier­te fei­ern “Durch­bruch” bei UN-Kli­ma­kon­fe­renz – Umwelt­schüt­zer üben Kri­tik

RT Deutsch


Russland ein vollwertiger Partner”: Zentralafrika offen für Errichtung von Militärbasis


Wir haben noch nicht über die spe­zi­fi­sche Ent­wick­lung einer Basis gespro­chen, aber eine sol­che Mög­lich­keit ist in dem bereits zwi­schen unse­ren Län­dern geschlos­se­nen Rah­men­ab­kom­men nicht aus­ge­schlos­sen. Wenn die Prä­si­den­ten, als obers­te Ober­be­fehls­ha­ber, als Füh­rer ihrer Natio­nen, die Ent­schei­dung tref­fen, eine Basis zu errich­ten, bedeu­tet das, dass unse­re Län­der sich dar­auf eini­gen wer­den, und wir als Minis­ter wer­den das umset­zen”, sag­te Marie-Noel­le Koya­ra.

Die Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin die­ses vom Bür­ger­krieg geschüt­tel­ten Lan­des sag­te, dass mit Russ­lands Unter­stüt­zung ein Armee-Trai­nings­zen­trum in Beren­go ein­ge­rich­tet wur­de. Sie sag­te, das Zen­trum kön­ne eigent­lich nicht als rus­si­sche Mili­tär­ba­sis ange­se­hen wer­den, füg­te aber hin­zu, dass die Bevöl­ke­rung bereits begann, das als sol­che wahr­zu­neh­men.

Unse­re Bevöl­ke­rung nimmt Russ­land sehr posi­tiv wahr. Wenn es um Russ­land geht, ver­ste­hen die Men­schen, dass dies ein voll­wer­ti­ger Part­ner ist, der die Zukunft des Lan­des ver­än­dern kann. Und es ist die­se Unter­stüt­zung durch die Men­schen, sozu­sa­gen von der Mas­se her, die dar­auf hin­deu­tet, dass das Wort “Part­ner” für Russ­land voll zutref­fend ist”, füg­te die Minis­te­rin hin­zu.

Ihren Anga­ben zufol­ge sind inzwi­schen die Behör­den und bewaff­ne­ten Grup­pen der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik bereit für ein Tref­fen über die Bei­le­gung der Strei­tig­kei­ten unter der Schirm­herr­schaft der Afri­ka­ni­schen Uni­on.

Die bewaff­ne­ten Grup­pen sind bereit für ein Tref­fen, wir sind bereit für ein Tref­fen, alle inter­es­sier­ten Par­tei­en sind bereit für ein Tref­fen, und jetzt war­ten wir auf die Ant­wort der Afri­ka­ni­schen Uni­on als Koor­di­na­tor, wann und wo es statt­fin­den soll”, sag­te Koya­ra.

Das Tref­fen zur Bei­le­gung des Kon­flikts in der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik unter der Schirm­herr­schaft der Afri­ka­ni­schen Uni­on soll­te zur Ent­wick­lung eines Fahr­plans füh­ren, sag­te Marie-Noel­le Koya­ra.

Nach der Ent­waff­nung von Anti-Bala­ka und Sele­ka in der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik könn­ten sich die bewaff­ne­ten Grup­pen den offi­zi­el­len Sicher­heits­struk­tu­ren anschlie­ßen, beton­te Koya­ra.

Das Haupt­ziel die­ses Dia­logs ist es, die­se Grup­pen zur Ent­waff­nung zu brin­gen. Danach haben sie in der Tat zwei Wege. Wer will, kann sich den Sicher­heits­be­hör­den anschlie­ßen. Das sind die Poli­zei, die Armee, die Gen­dar­me­rie und die an der Forst­wirt­schaft Betei­lig­ten”, sag­te Koya­ra.

Ande­re, sag­te sie, könn­ten im Rah­men (zivi­ler) öffent­li­cher Pro­jek­te und durch Sozi­al­pro­gram­me in ein fried­li­ches Leben zurück­keh­ren.

Die Zen­tral­afri­ka­ni­sche Repu­blik wur­de durch einen gewalt­sa­men Kon­flikt, der seit 2012 wütet, zwi­schen der christ­li­chen Anti-Bala­ka-Miliz, der Sele­ka-Frak­ti­on und der Regie­rung desta­bi­li­siert. Seit 2014 ist das Land durch die­se drei Grup­pen gespal­ten. Ende August unter­zeich­ne­ten die Sele­ka und die Anti-Bala­ka-Miliz nach einem von Russ­land aus­ge­han­del­ten Frie­dens­tref­fen in der suda­ne­si­schen Haupt­stadt Khar­tum eine Absichts­er­klä­rung.

Mehr lesen — Ebo­la-Virus brei­tet sich wei­ter aus — Ugan­da beginnt Ebo­la-Imp­fun­gen

RT Deutsch


Paketbomben in USA : Behörden legen Details offen


Die vom Secret Ser­vice abge­fan­ge­nen Paket­bom­ben an eini­ge US-Poli­ti­ker sol­len pri­mi­tiv, aber funk­ti­ons­fä­hig gewe­sen sein und wenigs­tens eine von ihnen soll Split­ter­tei­le ent­hal­ten haben, mel­det der US-Fern­seh­sen­der CNN unter Beru­fung auf Quel­len in den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Von Türkei geschlossene deutsche Schule in Izmir wieder offen


Eine Dele­ga­ti­on der Bil­dungs­be­hör­den aus der west­tür­ki­schen Groß­stadt Izmir und dem Schul­stand­ort im Vor­ort Urla beglei­tet von Poli­zis­ten hat­te die Schu­le über­ra­schend vor knapp drei Wochen besucht und erklärt, ihr feh­le die “recht­li­che Grund­la­ge”. Sie war dann ver­sie­gelt wor­den. Den Schul­be­trieb hat­te das zunächst nicht gestört — es sind Som­mer­fe­ri­en.

Der deut­sche Bot­schaf­ter in Anka­ra nahm dar­auf­hin Ver­hand­lun­gen mit dem tür­ki­schen Bil­dungs- und Außen­mi­nis­te­ri­um auf. Dabei ging es offen­bar auch um “offe­ne Fra­gen” zu den ande­ren deut­schen Schu­len im Land. Nach Anga­ben aus dem Umfeld der Affä­re sind wei­te­re Tref­fen geplant. Ein The­ma sei die Fra­ge, ob nicht nur deut­sche, son­dern auch “Kin­der mit tür­ki­schem Hin­ter­grund” auf die Schu­len gehen soll­ten. Der tür­ki­sche Staat will die­se sel­ber beschu­len.

Mehr zum The­ma — Feh­len­des Doku­ment ? Tür­ki­sche Behör­den schlie­ßen Schu­le der deut­schen Bot­schaft in Izmir

Die Affä­re hat­te neue Span­nun­gen zwi­schen Deutsch­land und der Tür­kei ver­ur­sacht. Die gemein­nüt­zi­ge Schu­le ist eine Zweig­stel­le der Pri­vat­schu­le der Deut­schen Bot­schaft in Anka­ra. (dpa)

RT Deutsch


Chinesischer Premier zu Handelskrieg mit USA : China offen für Handel mit Osteuropa


Wäh­rend sei­nes Auf­tritts bei der Ver­an­stal­tung sag­te Li Keqiang, dass Chi­na sei­ne Märk­te wei­ter öff­nen und ande­re Refor­men durch­füh­ren, die Wirt­schaft des Lan­des ankur­beln und den EU-Mit­glie­dern sowie Anwär­tern in der ärme­ren Hälf­te des Blocks Chan­cen bie­ten wer­de.

Es ist wech­sel­sei­ti­ger Ver­kehr”, erklär­te Li. “Die Öff­nung war ein wich­ti­ger Motor für Chi­nas Reform­agen­da, sodass wir uns der Welt wei­ter öff­nen wer­den, ein­schließ­lich der Erwei­te­rung des Markt­zu­gangs für aus­län­di­sche Inves­to­ren.”

Lis Teil­nah­me am sieb­ten Gip­fel­tref­fen die­ser Art in Sofia fiel mit den ers­ten Sal­ven zusam­men, die zu einem lang­wie­ri­gen Welt­han­dels­krieg wer­den könn­ten, als Washing­ton und Peking Zöl­le auf Waren im Wert von 34 Mil­li­ar­den US-Dol­lar gegen den jeweils ande­ren ein­führ­ten.

Eini­ge Teil­neh­mer­län­der der Kon­fe­renz haben begon­nen, den Wert der jähr­li­chen Tref­fen in Zwei­fel zu zie­hen, wodurch Chi­na unter Druck geriet. Es galt nun zu zei­gen, dass die Wer­bung Pekings für ein­zel­ne Län­der vom Bal­ti­kum bis zum Bal­kan der Euro­päi­schen Uni­on als Gan­zer nicht scha­den wür­de.

Wenn Euro­pa geschwächt wird, ist das nur eine schlech­te Nach­richt für Chi­na, nicht umge­kehrt”, beton­te der chi­ne­si­sche Pre­mier. “Die­se Platt­form (16+1) muss offen blei­ben. Sie muss trans­pa­rent sein.”

Ver­tre­ter der EU, der Welt­bank und der Euro­päi­schen Bank für Wie­der­auf­bau und Ent­wick­lung waren ein­ge­la­den, und Li wies dar­auf hin, dass die­se Orga­ni­sa­tio­nen will­kom­men sei­en, gemein­sam Pro­jek­te in Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa zu finan­zie­ren.

In Anbe­tracht der Not­wen­dig­keit, die Bezie­hun­gen zur EU im Zuge der Inten­si­vie­rung der Han­dels­kämp­fe mit US-Prä­si­dent Donald Trump auf­recht­zu­er­hal­ten, ach­te­te der chi­ne­si­sche Poli­ti­ker dar­auf, dass Chi­nas Posi­ti­on die euro­päi­sche Inte­gra­ti­on und die Regeln für Han­del und Beschaf­fung unter­stüt­ze.

Er ver­kün­de­te, Chi­na sei bereit, ein glo­ba­les Part­ner­schafts­zen­trum in Sofia zu finan­zie­ren. Die­ses soll chi­ne­si­schen Unter­neh­men hel­fen, die EU-Markt­re­geln zu ver­ste­hen und sie in der Regi­on ein­zu­hal­ten.

Ana­lys­ten sag­ten vor­aus, dass Li es ver­mei­den wür­de, jeg­li­che Pro­ble­me anzu­spre­chen, die die west­li­chen EU-Regie­run­gen irri­tie­ren könn­te. Wäh­rend des Gip­fels hielt er bila­te­ra­le Tref­fen mit allen Staats- und Regie­rungs­chefs der teil­neh­men­den Län­der ab und erklär­te dabei, dass die­se Gesprä­che nicht dazu bestimmt sei­en, Euro­pa zu spal­ten.

Es wur­den zwar etwa 18 bila­te­ra­le Abkom­men und Memo­ran­den unter­zeich­net, aber kei­ne neu­en gro­ßen Geschäf­te ange­kün­digt.

Chi­na hat im Rah­men sei­ner Belt-and-Road-Stra­te­gie (auch als Neue Sei­den­stra­ße bezeich­net) Mil­li­ar­den von US-Dol­lar für Ent­wick­lungs­pro­jek­te in der Regi­on zuge­sagt, um neue Export­märk­te zu erschlie­ßen.

Mehr als 1.000 Geschäfts­leu­te aus Chi­na sowie Mit­tel- und Ost­eu­ro­pa besuch­ten neben dem Gip­fel ein Wirt­schafts­fo­rum, um Geschäf­te in den Berei­chen Han­del, Tech­no­lo­gie, Infra­struk­tur, Land­wirt­schaft und Tou­ris­mus zu machen.

Bul­ga­ri­en hof­fe, dass der Gip­fel dazu bei­tra­gen wird, Mit­tel für den Auf­bau neu­er Infra­struk­tur­ob­jek­te vor allem auf dem Bal­kan zu sichern, der noch hin­ter den rei­che­ren west­li­chen EU-Staa­ten zurück­bleibt.

16+1 ist ein For­mat, das Euro­pa stär­ken soll”,

so der bul­ga­ri­sche Pre­mier­mi­nis­ter Boj­ko Boris­sow in sei­ner Eröff­nungs­re­de.

Es gibt die­je­ni­gen, die der EU spä­ter bei­getre­ten sind und bes­se­re Mög­lich­kei­ten haben, schnel­ler auf­zu­ho­len.

Im ver­gan­ge­nen Monat stell­te Ungarn mit Chi­na einen Zeit­plan für den Bau einer Eisen­bahn­ver­bin­dung zwi­schen Buda­pest und Bel­grad zusam­men.

An dem 16+1-Gipfel neh­men die EU-Staa­ten der Regi­on sowie Alba­ni­en, Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na, Maze­do­ni­en, Mon­te­ne­gro und Ser­bi­en teil.

RT Deutsch


Exklusiv-Interview : MH17-Ermittler lassen wesentliche Fragen zu Ursache und Grenzübertritt offen


Das von den Nie­der­lan­den gelei­te­te Gemein­sa­me Ermitt­ler­team (engl.: Joint Inves­ti­ga­ti­on Team JIT) hat am Don­ners­tag auf einer Pres­se­kon­fe­renz ver­kün­det, dass die Maschi­ne der Malay­sia Air­lines auf dem Flug MH17 über der Ukrai­ne von einer Rake­te getrof­fen wur­de, die von einer mili­tä­ri­schen Ein­heit aus dem Wes­ten Russ­lands stam­men wür­de.

Was ist neu an den vom JIT am Don­ners­tag vor­ge­stell­ten Ergeb­nis­sen ?

Nicht viel dar­an ist neu — es ist eigent­lich nur das, was Bel­ling­cat bereits vor zwei Jah­ren behaup­tet hat. Der Haupt­ge­gen­stand war ein gefilm­ter Bericht über eine Buk-TELAR-Kolon­ne aus Kursk bis irgend­wo nahe der ukrai­ni­schen Gren­ze, also auf rus­si­schem Ter­ri­to­ri­um.

Dann wur­de einer von sechs TEL­ARs [Rake­ten-Abschuss­fahr­zeu­ge mit inte­grier­tem Radar­sys­tem, Anm. der Redak­ti­on] mit einem inner­halb der Ukrai­ne gefilm­ten ver­gli­chen, wobei Anga­ben zu bestimm­ten Mar­kie­run­gen nahe legen, dass es tat­säch­lich das sel­be Sys­tem gewe­sen sei, aber die Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer (3.…2) ent­fernt wor­den war. Auch zwei Tei­le einer Buk-Rake­te wur­den mit Mar­kie­run­gen gezeigt.

In der Fra­ge­run­de gab es kei­ne wirk­lich kri­ti­schen Stim­men mit der Aus­nah­me eines aus­tra­li­schen Fern­seh­re­por­ters, der bemerk­te, dass der Ruf nach Zeu­gen in bei­den Fäl­len (der Buk aus Kursk und der Rake­te) nach vier Jah­ren etwas ver­zwei­felt klingt.

Gibt es Ele­men­te der JIT-Dar­le­gung, die Sie frag­wür­dig fin­den und wenn ja, war­um ?

In mei­nem Buch (wel­ches dem­nächst bei Papy­Ros­sa, Man­ches­ter Univ. Press erscheint und bei Fino Tra­co in Bra­si­li­en) ver­glei­che ich aus­führ­lich das Buk- und das Jet-Sze­na­rio mit­ein­an­der (wobei es in dem Buch haupt­säch­lich um den geo­po­li­ti­schen Kon­text der US-Sank­ti­ons­po­li­tik u.a. geht).

Ich stell­te dabei fest, dass es bedeu­ten­de Argu­men­te gegen einen Buk-Tref­fer gibt, eben­so wie die Jet-Theo­rie gewis­se Män­gel auf­weist. Daher wür­de man erwar­ten, dass das JIT mehr Bewei­se für den Abschuss einer Rake­te lie­fert.

Mehr lesen — Exklu­siv-Inter­view : MH17-Ermitt­ler ver­su­chen an Sekun­där­schä­den “Nach­weis” zu kon­stru­ie­ren

Es gibt nur noch das eine Foto der wei­ßen Rauch­fah­ne, die in einen kla­ren blau­en Him­mel auf­steigt. Sie benö­ti­gen anschei­nend kei­ne wei­te­re Bestä­ti­gung. So blei­ben alle Fra­gen dazu, wie ein Pas­sa­gier­flug­zeug allein durch einen Buk-Tref­fer zer­bre­chen kann, anstatt am Him­mel zu explo­die­ren, was in allen bekann­ten Fäl­len geschah, offen.

Kön­nen Sie die Glaub­wür­dig­keit der vom JIT prä­sen­tier­ten Bewei­se dafür bestä­ti­gen, dass es über die ukrai­ni­sche Gren­ze trans­por­tiert wur­de ?

Ich kann das nicht bestä­ti­gen und ins­be­son­de­re der Grenz­über­tritt ist in den Mate­ria­li­en des Fort­schritts­be­richts nicht ent­hal­ten. Der am bes­ten doku­men­tier­te Teil ist die Trans­port­ko­lon­ne mit sechs Buk TELARS auf rus­si­schem Ter­ri­to­ri­um, aber dar­an ist an sich nichts aus­zu­set­zen. Die Pro­ble­me begin­nen mit dem Ver­gleich des TELAR, von dem das JIT behaup­tet, es sei in der Ukrai­ne her­um­ge­fah­ren.

Kees van der Pijl ist Fel­low am Zen­trum für glo­ba­le poli­ti­sche Öko­no­mie und Pro­fes­sor Eme­ri­tus, School of Glo­bal Stu­dies, an der Uni­ver­si­ty of Sus­sex. Unter ande­rem wur­de er für sein Werk Nomads, Empi­res, Sta­tes mit dem Deut­scher Memo­ri­al Pri­ze im Jahr 2008 aus­ge­zeich­net.

RT Deutsch


Putin legt Details zu Auswirkungen der Sanktionen offen


Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat die gegen Russ­land ver­häng­ten Sank­tio­nen als einen Ansporn für die Ent­wick­lung der Hoch­tech­no­lo­gi­en gelobt. Gleich­zei­tig setz­te er sich für das Her­an­zie­hen der rus­si­schen Groß­un­ter­neh­men zu wis­sen­schaft­li­chen For­schungs­pro­jek­ten ein.
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Nach Landtagswahlen 2019 : CDU Brandenburg offen für Gespräche mit AfD und Linkspartei


Es ist noch ein biss­chen Zeit bis zu den Land­tags­wah­len in Bran­den­burg, aber schon jetzt sor­gen eini­ge Aus­sa­gen für Auf­re­gung. So bei­spiels­wei­se die des Bran­den­bur­ger CDU-Vor­sit­zen­den Ingo Senft­le­ben über eine mög­li­che Koali­ti­on mit der Links­par­tei nach den Wah­len 2019. Gegen­über der Welt sag­te er : “Es gibt einen gro­ßen Unter­schied zwi­schen den Lin­ken im Land­tag und den Lin­ken im Bun­des­tag.” In einem Inter­view mit der Ber­li­ner Zei­tung unter­strich er : “Ich möch­te für alle deut­lich machen, dass es in einem offe­nen Wett­be­werb der Par­tei­en mehr Optio­nen gibt als in den letz­ten 28 Jah­ren in Bran­den­burg.”

Für die Bun­des-CDU in Ber­lin ist eine Zusam­men­ar­beit mit den Lin­ken bis­her undenk­bar. Die CDU Bran­den­burg könn­te die­ses Tabu bre­chen. Rücken­de­ckung bekommt er von der Gene­ral­se­kre­tä­rin der Par­tei. “Ich habe heu­te mor­gen mit Gene­ral­se­kre­tä­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er gespro­chen, und wir waren uns einig, dass das zual­ler­erst eine Bran­den­bur­ger Fra­ge ist”, so Senft­le­ben. Kramp-Kar­ren­bau­er macht in einer Mail aber auch klar : “Wir sehen die Links­par­tei wei­ter­hin kri­tisch, weil in ihr Grup­pen wie die Kom­mu­nis­ti­sche Platt­form das poli­ti­sche Sys­tem bekämp­fen, für das wir ste­hen. An der kla­ren Abgren­zung nach rechts und nach links hal­ten wir fest.”

Eine Koali­ti­on mit der Alter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) unter Lan­des­chef Andre­as Kal­bitz lehn­te Senft­le­ben aber ab. “Ich kann mir kei­ne Koali­tio­nen mit Par­tei­en vor­stel­len, in denen christ­li­che Wer­te für Nächs­ten­lie­be und Tole­ranz nicht erfüllt wer­den”, sag­te er der Ber­li­ner Zei­tung.

Bei der FDP ist die Empörung groß : Annegret Kramp-Karrenbauer lasse “den Tabubruch” einfach zu

Wir wer­den in kei­ne Koali­ti­on mit Par­tei­en gehen, die ihre Erfol­ge auf dem Rücken von Schwa­chen gene­rie­ren”, sag­te er zudem der Welt. AfD-Lan­des­chef Kal­bitz habe zudem eine kla­re Nähe zu rechts­ex­tre­men Struk­tu­ren. “Unab­hän­gig davon wür­de ich aber auch mit der AfD Gesprä­che nicht aus­schlie­ßen. Doch mit Herrn Kal­bitz wären das kei­ne Gesprä­che über eine Regie­rungs­bil­dung.”

Die FDP zeigt sich empört über Äuße­run­gen von Senft­le­ben. “Dass der CDU-Lan­des­vor­sit­zen­de Ingo Senft­le­ben weder eine Koali­ti­on mit der Links­par­tei noch mit der AfD aus­schließt, zeigt eine abso­lu­te Belie­big­keit der Uni­on”, sag­te deren Ers­ter Par­la­men­ta­ri­scher Geschäfts­füh­rer Mar­co Busch­mann der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

CDU-Gene­ral­se­kre­tä­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er las­se “den Tabu­bruch” ein­fach zu, sag­te Busch­mann. “Offen­bar ist der CDU jedes Mit­tel recht, um an die Macht zu kom­men. Selbst wenn der Weg über die Radi­ka­len führt. Hal­tung und Prin­zi­pi­en­treue sehen anders aus. Das ver­bie­tet sich eigent­lich für eine mög­li­che Bewer­be­rin fürs Kanz­ler­amt.”

Linken-Bundeschefin Katja Kipping sieht dies nur als Manöver

Nach­fra­gen der Welt erga­ben, dass die CDU Bran­den­burg in die­ser Fra­ge unter den CDU-Lan­des­ver­bän­den ziem­lich iso­liert dasteht. “Ich schlie­ße jede Zusam­men­ar­beit mit der AfD kate­go­risch aus”, sag­te Hes­sens Minis­ter­prä­si­dent Vol­ker Bouf­fier (CDU). Die Ber­li­ner CDU-Vor­sit­zen­de Moni­ka Grüt­ters sag­te, bei allem Prag­ma­tis­mus schlie­ße die Haupt­stadt-CDU eine Zusam­men­ar­beit mit den ideo­lo­gisch gepräg­ten poli­ti­schen Rän­dern aus, “also mit der Links­par­tei und mit der AfD”.

Lin­ken-Bun­des­chefin Kat­ja Kip­ping sieht die Äuße­run­gen Senft­le­bens nur als Manö­ver : “Die CDU will damit vor allem Auf­merk­sam­keit auf sich zie­hen. Ich sehe kei­ne inhalt­li­che Basis für eine gemein­sa­me Regie­rung von Lin­ken und CDU.”

Ber­lins Lin­ken-Che­fin Kati­na Schu­bert mein­te dage­gen : “Es kann natür­lich pas­sie­ren, dass in Bran­den­burg und mög­li­cher­wei­se auch in ande­ren Bun­des­län­dern eine Regie­rungs­bil­dung gegen die AfD nur noch mög­lich ist, indem auch CDU und Lin­ke zusam­men­ar­bei­ten.” Ihr Ziel sei es aber, es gar nicht erst zu einer sol­chen Situa­ti­on kom­men zu las­sen. Sie rate ihrer Par­tei bei der Debat­te zur Unauf­ge­regt­heit — und dazu, die Dis­kus­si­on als Ansporn zu neh­men.

Seit 1990 stellt die SPD unun­ter­bro­chen den Minis­ter­prä­si­den­ten in Bran­den­burg. Doch die Sozi­al­de­mo­kra­ten ste­cken seit der Bun­des­tags­wahl im Umfra­ge-Tief. Dar­in sehen offen­bar ande­re eine Chan­ce für einen Wech­sel in Pots­dam.

Mehr zum The­ma — Cott­bus : Bei Land­tags­wah­len am Sonn­tag erhiel­te die AfD fast 30 Pro­zent der Stim­men

(rt deutsch/dpa)

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