Italien : Polizei beschlagnahmt Luft-Luft-Rakete und andere Waffen bei Rechtsextremisten


Die ita­lie­ni­sche Poli­zei hat bei einer Raz­zia im rechts­ex­tre­men Milieu eine grö­ße­re Men­ge ille­ga­ler Kriegs­waf­fen beschlag­nahmt, dar­un­ter eine funk­ti­ons­fä­hi­ge moder­ne Rake­te. Drei Ver­däch­ti­ge wur­den laut Poli­zei­an­ga­ben fest­ge­nom­men. Im Haus eines der Fest­ge­nom­me­nen in der Nähe des Mai­län­der Flug­ha­fens Mal­pen­sa fan­den die Beam­ten Geweh­re, Pis­to­len, Bajo­net­te, eine Maschi­nen­pis­to­le, mehr als 800 Schuss Muni­ti­on sowie Nazi-Pro­pa­gan­da.

In einem Lager­haus in der Nähe eines klei­nen Flug­plat­zes süd­west­lich von Mai­land haben die Ermitt­ler über­dies eine etwa drei­ein­halb Meter lan­ge Luft-Luft-Rake­te aus fran­zö­si­scher Pro­duk­ti­on vom Typ Matra S530 sicher­ge­stellt. Der 60-Jäh­ri­ge, der vor Jah­ren für eine neo­fa­schis­ti­sche Par­tei kan­di­diert haben soll, habe die Rake­te laut einer Poli­zei­mit­tei­lung an Rechts­ex­tre­mis­ten in der Ukrai­ne ver­kau­fen wol­len, die in der Ver­gan­gen­heit in der Don­bass-Regi­on an Kämp­fen gegen die pro­rus­si­schen Sepa­ra­tis­ten betei­ligt waren.

Ein Poli­zei­vi­deo zeigt, wie die Beam­ten in das Lager­haus ein­drin­gen und die Rake­te sichern :

Eine sol­che Rake­te mit einer Reich­wei­te von rund 25 Kilo­me­tern und Über­schall­ge­schwin­dig­keit kann nur von einem Flug­zeug aus abge­schos­sen wer­den. Wie der Mann an die Rake­te gekom­men war, die nach ita­lie­ni­schen Medi­en­be­rich­ten unter ande­rem bei den Streit­kräf­ten des Golf­emi­rats Katar im Ein­satz sei, wur­de zunächst nicht bekannt.

Mehr zum The­ma — Ita­li­en : Zusam­men­stö­ße zwi­schen Poli­zei und Anti­fa bei rechts­ex­tre­mer Kund­ge­bung in Genua

(dpa/rt deutsch)

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Ukraine : Fernsehsender mit Granatwerfer beschossen – Polizei ermittelt wegen Terrorismus


Gegen 03:40 Orts­zeit wur­de die ukrai­ni­sche Poli­zei wegen einer Explo­si­on in der Degt­jar­jow­ska­ja-Stra­ße in Kiew alar­miert. Sofort rück­ten Ermitt­ler und Spreng­stoff-Exper­ten zum Tat­ort aus. An der Fas­sa­de des Gebäu­des von 112 Ukrai­ne fan­den sie dem­zu­fol­ge ein Ein­schuss­loch. Nach aktu­el­len Erkennt­nis­sen wur­de in der Nähe das Abschuss­rohr eines Gra­nat­wer­fers ent­deckt. Ver­letzt wur­de dem­nach nie­mand. Die ukrai­ni­sche Poli­zei lei­te­te eine Unter­su­chung wegen Ter­ro­ris­mus ein.

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RT Deutsch


Niederländische Polizei verteilt im Kampf gegen Drogenlabore Ecstasy-Duft an Bevölkerung


Der Duft mit dem prä­gnant Namen “XTACY” wur­de Ende Mai in ’s-Her­to­gen­bosch prä­sen­tiert, der Haupt­stadt der nie­der­län­di­schen Pro­vinz Noord-Bra­bant, schreibt Dutch News. Die Pro­vinz gilt lan­des­weit als Zen­trum der nie­der­län­di­schen Dro­gen­pro­duk­ti­on.

XTACY”-Flaschen wur­den an Poli­zei­be­hör­den im gan­zen Land ver­schickt, damit loka­le Behör­den ihre eige­nen Auf­klä­rungs­kam­pa­gnen star­ten kön­nen. Auf die­se Wei­se sol­len mög­lichst vie­le Bür­ger dazu gebracht wer­den, bei der Auf­de­ckung und Aus­he­bung von Dro­gen­la­bo­ren mit­zu­hel­fen.

Ver­gan­ge­nes Jahr hob die Poli­zei allein in Noord-Bra­bant 127 Dro­gen­la­bo­re aus – dem ste­hen 136 im rest­li­chen Land gegen­über.

Mehr zum The­ma — “Trump makes par­ty­ing gre­at again”: Ecsta­sy-Pil­len mit Trump-Por­trät in Nie­der­sach­sen geschmug­gelt

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Sieg” oder “Sieg Heil”? – Neue Verdachtsfälle rechtsextremer Netzwerke in der Polizei Berlin


Es ist Auf­ga­be der Poli­zei als “inner­halb eines Staats­ge­bil­des wir­ken­de Gewalt­macht”, Straf­ta­ten zu ermit­teln und zu bekämp­fen sowie Kri­mi­na­li­tät vor­zu­beu­gen. Bekannt­lich sind Poli­zis­ten, gera­de in Metro­pol­re­gio­nen wie Ber­lin, dabei eini­gen Her­aus­for­de­run­gen aus­ge­setzt – Per­so­nal­man­gel, unzu­rei­chen­de mate­ri­el­le und per­so­nel­le Aus­stat­tung, unter­durch­schnitt­li­che Bezah­lung und zuneh­men­de Anfein­dun­gen im Rah­men eines all­ge­mein immer raue­ren Tons in der Gesell­schaft.

Affen­ge­räu­sche in der Sport­are­na

Wenn die Haupt­auf­ga­ben der Poli­zei von den Beam­ten selbst unter­lau­fen und Straf­ta­ten began­gen wer­den, soll­te man in einem Rechts­staat Kon­troll­in­stan­zen ver­mu­ten. Doch dass die­se aus­rei­chend funk­tio­nie­ren, wird nach den Ereig­nis­sen in Hes­sen und sich häu­fen­den Ver­dachts­fäl­len auch in Ber­lin in Fra­ge gestellt.

Ein Sozi­al­ar­bei­ter, der Ende April ver­gan­ge­nen Jah­res Jugend­li­che mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund zu einem Bas­ket­ball­spiel in der Mer­ce­des-Benz-Are­na beglei­te­te, hat­te zunächst mit einer Kol­le­gin beob­ach­tet, wie meh­re­re Män­ner einen Spie­ler der geg­ne­ri­schen Mann­schaft mit Affen­ge­räu­schen zu belei­di­gen ver­such­ten. Doch erst, als er dann aus der­sel­ben Grup­pe “Sieg und Heil”-Rufe ver­nahm, erstat­te­te er noch im Sta­di­on Anzei­ge.

Mehr zum The­ma — Kei­ne Nazis in der Ukrai­ne ? Rosa-Luxem­burg-Stif­tung rüt­telt an Mythos

Der Beschul­dig­te, Tobi­as B., sag­te, er sei im Sta­di­on mit ande­ren in die “Sieg”-Rufe des Fan­blocks von Alba Ber­lin ein­ge­fal­len, “Heil”-Rufe habe er gar nicht gehört. Im Anschluss an die­sen Vor­fall soll die Poli­zei bei der Kon­trol­le der drei Män­ner auf deren Han­dys Inhal­te mit rechts­ex­tre­mem Inhalt gefun­den haben. Eine der an der Kon­trol­le betei­lig­ten Beam­ten hat laut taz vor Gericht erklärt, dass die drei bereits in der Ver­gan­gen­heit wegen der Ver­let­zung von Poli­zei­dienst­vor­schrif­ten in einem rech­ten Kon­text auf­ge­fal­len sei­en.

Die Män­ner wur­den zu unter­schied­li­chen Geld­stra­fen ver­ur­teilt. Die Öffent­lich­keit erfuhr dies aber nicht durch die Poli­zei, die sich auf lau­fen­de Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren berief.

Dass der Beam­te auf Pro­be nach dem Vor­fall in den regu­lä­ren Dienst über­nom­men wor­den sein soll, beängs­tigt laut taz den Sozi­al­ar­bei­ter, der als Zeu­ge aus­ge­sagt hat. 

Er wur­de in den Poli­zei­dienst beru­fen, obwohl das Ver­fah­ren schon lief, wenn auch noch kein Urteil gefal­len war. Das ist vor allem vor dem Hin­ter­grund der Debat­te um rech­te Ten­den­zen auch bei der Ber­li­ner Poli­zei unver­ständ­lich.

Meh­re­re Ber­li­ner Poli­ti­ker for­dern ver­stärk­te Ermitt­lun­gen zu der Fra­ge, ob es ein rech­tes Netz­werk in der Poli­zei gebe, nach­dem sich Vor­fäl­le gehäuft hat­ten, bei denen sowohl gegen das Grund­ge­setz als auch gegen Dienst­vor­schrif­ten ver­sto­ßen wur­de.

So sol­len der­ar­ti­ge Straf­ta­ten von Poli­zis­ten sta­tis­tisch erfasst wer­den, außer­dem sol­len Umfeld­prü­fun­gen bei ver­däch­ti­gen Beam­ten erfol­gen und es einen Poli­zei­be­auf­trag­ten geben, damit das Mel­den straf­recht­lich rele­van­ter Vor­gän­ge den jewei­li­gen Berufs­weg nicht gefähr­det – wie es der­zeit laut Medi­en­be­rich­ten bei einem Unter­of­fi­zier des Kom­man­dos Spe­zi­al­kräf­te (KSK) der Fall zu sein scheint, der dem­zu­fol­ge trotz zahl­rei­cher Bele­ge auf­grund viel­fa­cher Hin­wei­se über mut­maß­lich rechts­ex­tre­me Sol­da­ten ent­las­sen wer­den soll – das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um wies zurück, dass der Grund für die Ent­las­sung die Whist­leb­lo­wing-Akti­vi­tät an sich gewe­sen sei.

Mehr zum The­ma — Im Umfeld von Fran­co A. – Oppo­si­ti­on ver­langt Auf­klä­rung über extre­mis­ti­sche Netz­wer­ke in Bun­des­wehr

Lebens­be­droh­li­che rechts­ex­tre­me Anschlä­ge nicht auf­ge­klärt

Dass es sich um mehr als Ein­zel­fäl­le han­delt, wies die Ber­li­ner Poli­zei zurück. Doch seit Juni 2016 wur­den allein in Ber­lin-Neu­kölln mehr als ein Dut­zend Brand­an­schlä­ge ver­übt, bei denen das Ziel Pri­vat­ei­gen­tum von Bür­gern war, die sich offen gegen rech­te Gewalt posi­tio­nie­ren.

Bri­sant sind vor allem Fäl­le, in denen sich der Ver­dacht auf­drängt, dass Behör­den und Poli­zis­ten rech­te Gewalt­ta­ten nicht ahn­den – bei­spiels­wei­se bei lebens­be­droh­li­chen rechts­ex­tre­men Anschlä­gen gegen Poli­ti­ker, Gewerk­schaf­ter und Bür­ger in Ber­lin.

Ein sol­cher Fall, in dem der Ver­fas­sungs­schutz es ver­säum­te, einen Poli­ti­ker zu war­nen, obwohl ihm bekannt war, dass die­ser und sein pri­va­ter Wohn­sitz von Vor­be­straf­ten aus­ge­späht wur­de, ist der des Ber­li­ner Lin­ken-Abge­ord­ne­ten Ferat Kocak. Des­sen Auto wur­de am 1. Febru­ar 2018 in Brand gesetzt, das Feu­er hät­te vom Car­port auf das Wohn­haus und eine Gas­lei­tung über­grei­fen kön­nen, wäre er nicht recht­zei­tig auf­ge­wacht, um es zu löschen :

Auf der einen Sei­te war die Gas­lei­tung. Es hät­te einen ver­hee­ren­den Knall gege­ben, und wenn ich nicht auf­ge­wacht wäre, hät­ten wir auch ein bren­nen­des Haus und drei Lei­chen”, so der gebür­ti­ge Kreuz­ber­ger.

Kocaks Mut­ter, die im glei­chen Haus leb­te, erlitt zwei Tage nach dem Anschlag einen Herz­in­farkt.

LKA-Beam­ter und vor­be­straf­ter Neo­na­zi zusam­men in Knei­pe

Als Haupt­ver­däch­ti­ge gel­ten Sebas­ti­an T. und Tilo P., die bereits als “mehr­fach vor­be­straf­ter Neo­na­zi und gewalt­tä­ti­ger Rechts­ex­tre­mist aus der Hoo­li­gan-Sze­ne” vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­tet wur­den, wie in Medi­en­be­rich­ten heißt. Der Ver­fas­sungs­schutz habe im Lau­fe der Ermitt­lun­gen bereits zu Beginn des Jahrs 2017 mit­be­kom­men, wie einer der bei­den dem Poli­ti­ker auf sei­nem Weg nach Hau­se folg­te, um dem ande­ren des­sen Wohn­sitz mit­zu­tei­len. Auch der Staats­schutz des Ber­li­ner Lan­des­kri­mi­nal­am­tes habe Kennt­nis von die­sen Aus­kund­schaf­tun­gen, wie das ARD-Maga­zin Kon­tras­te unter Beru­fung auf Doku­men­te berich­te­te, die den Redak­tio­nen von Kon­tras­te und rbb24 Recher­che vor­lie­gen. Gewarnt wur­de Kocak von kei­ner der Stel­len.

Mehr zum The­ma — Nach Schat­ten­ar­mee in Bun­des­wehr : LKA ermit­telt gegen mut­maß­lich rechts­ex­tre­me Poli­zis­ten-Zel­le

Statt­des­sen sol­len dem Bericht zufol­ge zwei Mit­ar­bei­ter des Ver­fas­sungs­schut­zes einen LKA-Beam­ten aus dem Obser­va­ti­ons­team zusam­men mit dem Haupt­ver­däch­ti­gen und drei wei­te­ren Neo­na­zis in einer Neu­köll­ner Knei­pe gese­hen haben.

Die Ber­li­ner Mor­gen­post zitiert “Krei­se der Sicher­heits­be­hör­den” spä­ter mit der Aus­sa­ge, dass der LKA-Beam­te am betref­fen­den Tag tat­säch­lich in der Knei­pe gewe­sen sei. Dabei habe des­sen Beglei­ter dem Neo­na­zi Sebas­ti­an T. jedoch ledig­lich “zum Ver­wech­seln ähn­lich gese­hen”. Die Innen­ver­wal­tung erklär­te, dass “eine Ver­wechs­lung nicht aus­ge­schlos­sen” erscheint, und das Ver­fah­ren gegen den Poli­zis­ten wur­de ein­ge­stellt.

Die Ermitt­lun­gen der Behör­den in der seit nun­mehr drei Jah­ren andau­ern­den Anschlags­se­rie haben bis­her zu kei­nen Erkennt­nis­sen geführt.

Mehr zum The­ma — Offe­ner Brief von Ange­hö­ri­gen der Opfer des Anschlags auf dem Breit­scheid­platz an den Bun­des­tag

Heil Hit­ler” und Pfusch im Fall Anis Amri ?

Außer den Brand­an­schlä­gen wur­den eine Rei­he von Miss­stän­den mit rech­ten Hin­ter­grün­den bei der Ber­li­ner Poli­zei bekannt. Unter ande­rem in der für Extre­mis­mus­be­kämp­fung zustän­di­gen und mit dem Fall Anis Amri betrau­ten Abtei­lung, wo der Poli­zei­ober­kom­mis­sar rechts­ex­tre­me Text­nach­rich­ten in einem Chat ver­sen­de­te und eine Nach­richt mit “88” – einem Code für “Heil Hit­ler” – unter­schrie­ben hat. Der­sel­be Poli­zist habe im Zusam­men­hang mit dem Anschlag am Breit­scheid­platz Akten ver­schwin­den las­sen, am Ende aber ledig­lich einen Ver­weis erhal­ten.

Die Obser­va­ti­on Amris wur­de im Juni 2016 ein­ge­stellt, und der poli­zei­li­che Staats­schutz befass­te sich mit der Räu­mung des Haus­pro­jekts in der Riga­er Stra­ße in Ber­lin-Fried­richs­hain. Im Dezem­ber 2017 erhiel­ten mehr als 40 Ber­li­ner, die dem Umfeld der Riga­er Stra­ße zuge­ord­net wur­den, anony­me Droh­brie­fe.

Ihr denkt, Ihr seid anonym und kei­ner kennt euch?”, hieß es in dem Schrei­ben, in dem gedroht wur­de, die Wohn­adres­sen und Fotos der Emp­fän­ger an die Neo­na­zi­sze­ne wei­ter­zu­lei­ten.

Die Daten wur­den aus dem Poli­zei­da­ten­sys­tem abge­ru­fen – vom Rech­ner der Lebens­part­ne­rin des Beam­ten aus, die eben­falls beim LKA tätig und für Links­ex­tre­me zustän­dig war. Gegen sie wur­de laut Tages­spie­gel gar nicht ermit­telt.

Mehr zum The­ma — Legal, ille­gal, scheiß­egal : Räu­mung der Riga­er Stra­ße 94 durch CDU-Innen­se­na­tor war unrecht­mä­ßig

Bun­des­tags­vi­ze­prä­si­den­tin Petra Pau, die für die Links­par­tei im Aus­schuss für Inne­res und Hei­mat sitzt und selbst bereits zahl­rei­che Mord­dro­hun­gen mit rech­tem Hin­ter­grund erhal­ten hat, sag­te dem ARD-Maga­zin Kon­tras­te, dass die Gene­ral­bun­des­an­walt­schaft “die Ermitt­lun­gen an sich zie­hen” und prü­fen müs­se, “inwie­weit wir es hier mit einer ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung oder der Schaf­fung einer sol­chen zu tun haben”, wenn die Ber­li­ner Sicher­heits­be­hör­den damit über­for­dert sei­en. 

Ber­lins Innen­se­na­tor Andre­as Gei­sel (SPD) befand im März, dass der­ar­ti­ge Vor­fäl­le wie der Brand­an­schlag auf den Lin­ken-Poli­ti­ker Kocak “als Ter­ro­ris­mus ein­ge­stuft wer­den kön­nen”. Daher habe man ange­regt, dass der Gene­ral­bun­des­an­walt in Karls­ru­he die Ermitt­lun­gen über­neh­me.

In die­ser Woche ist am SPD-Bür­ger­bü­ro von Innen­se­na­tor Gei­sel eine Schei­be beschä­digt wor­den. Der poli­zei­li­che Staats­schutz, der bei Taten ein­ge­schal­tet wird, hin­ter denen ein poli­ti­sches Motiv ver­mu­tet wird, ermit­telt laut Poli­zei wegen Sach­be­schä­di­gung.

RT Deutsch


Anti-Soros-Proteste in Armenien : Polizei verstärkt Sicherheitsvorkehrungen


Die arme­ni­sche Poli­zei hat am Frei­tag den Platz vor der Stif­tung des US-Mil­li­ar­därs Geor­ge Soros in der Haupt­stadt Jere­wan wegen Sicher­heits­be­den­ken groß­zü­gig abge­sperrt. Der Hin­ter­grund sind Pro­tes­te der Zivil­be­we­gung „Weto“, deren Anhän­ger das Ende der Tätig­keit der Orga­ni­sa­ti­on im Land for­dern.
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Polizei ordnet antisemitische Taten Rechtsextremen zu — ohne Belege — Zeitung


Bei anti­se­mi­ti­schen Straf­ta­ten kön­nen die Täter Rechts­ex­tre­mis­ten, lin­ke Isra­el-Fein­de oder Isla­mis­ten sein. Die Mehr­heit der Fäl­le in Ber­lin wird Rechts­ex­tre­mis­ten zuge­ord­net — ohne Bele­ge, wie aus einer Senats­ant­wort her­vor­geht, berich­tet „Die Welt“ am Diens­tag.
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Brasilien : Papagei bei Razzia festgenommen – er warnte Drogenhändler vor Polizei


Der Papa­gei wur­de am Mon­tag in der Haupt­stadt des Bun­des­staa­tes Piauí im Rah­men einer Poli­zei­ak­ti­on gegen Dro­gen­händ­ler beschlag­nahmt. “Er muss dafür trai­niert wor­den sein”, sag­te ein an der Raz­zia betei­lig­ter Poli­zist. “Als die Poli­zei näher­kam, fing er an zu schrei­en.”

Ein bra­si­lia­ni­scher Jour­na­list besuch­te den Vogel in Haft und beschrieb ihn als “äußerst gehor­sam”. Nach der Fest­nah­me zeig­te der gefie­der­te Häft­ling sei­ne Treue gegen­über sei­nen Besit­zer und hielt dicht. “So hat er kei­nen Laut mehr von sich gege­ben – er war abso­lut stumm”, sag­te der Jour­na­list.

Wie der Fern­seh­sen­der Glo­bo berich­te­te, wur­de der Papa­gei einem Zoo über­ge­ben, wo er drei Mona­te lang ver­brin­gen soll, um flie­gen zu ler­nen. Danach soll er in die Frei­heit ent­las­sen wer­den.

Der Vogel ergänzt die Lis­te von Tie­ren, die bra­si­lia­ni­sche Dro­gen­händ­ler für ihre ille­ga­le Tätig­keit benut­zen. So beschlag­nahm­te die Poli­zei bei einer Raz­zia in Rio de Janei­ro im Jahr 2008 zwei klei­ne Alli­ga­to­ren. Die Beam­ten gin­gen davon aus, dass die Gangs­ter die­se Tie­re mit Lei­chen von getö­te­ten Fein­den füt­ter­ten. Der Vater eines der Ange­klag­ten wies die Vor­wür­fe zurück, gab jedoch zu, dass die Ban­de es ein­mal ver­sucht hat­te. Aber der Alli­ga­tor woll­te die Lei­che nicht fres­sen.

Mehr zum The­ma — Tie­ri­sche Spaß­brem­se : Kif­fer in ver­las­se­nem Haus von Tiger über­rascht — bevor sie geraucht haben

RT Deutsch


Polizei in der Kritik : Französische Medien solidarisieren sich mit festgenommenem Journalisten


von Timo Kirez

Die fran­zö­si­schen Medi­en soli­da­ri­sie­ren sich mit dem unab­hän­gi­gen Jour­na­lis­ten Gas­pard Glanz, der wäh­rend einer Demons­tra­ti­on der Gelb­wes­ten am 20. April in Paris in Poli­zei­ge­wahr­sam genom­men wur­de. Die Vor­ge­hens­wei­se der Poli­zei ver­sto­ße gegen die Frei­heit der Infor­ma­ti­on und sei ein Angriff auf den enga­gier­ten Jour­na­lis­mus.

Mehr zum The­ma — Poli­zei­ge­walt eska­liert : Gelb­wes­ten­pro­tes­te gehen in die 23. Woche (Vide­os)

Der Grün­der der Tara­nis News-Web­sei­te und frei­be­ruf­li­che Bericht­erstat­ter Glanz war wäh­rend des 23. Aktes der Gelb­wes­ten am Sams­tag auf der Place de la Répu­bli­que in Paris ver­haf­tet wor­den. Ihm wird “Beam­ten­be­lei­di­gung” und “Betei­li­gung an einer gewalt­tä­ti­gen Grup­pie­rung” vor­ge­wor­fen. Glanz soll Poli­zis­ten den “Mit­tel­fin­ger” gezeigt haben, nach­dem er von den Beam­ten gesto­ßen wor­den sein soll. Auf die­sem Twit­ter-Video sieht man Glanz in Hand­schel­len in einem Pulk der Poli­zei-Son­der­ein­heit CRS :

Glanz war nicht der ein­zi­ge Jour­na­list, der am Sams­tag Pro­ble­me mit der Poli­zei bekam. Die­ses Bild zeigt den Jour­na­lis­ten Alexis Kra­land am Pari­ser Bahn­hof Gare du Nord :

In einem spä­te­ren Tweet schreibt Kra­land, dass er acht Stun­den von der Poli­zei fest­ge­hal­ten wor­den sei, weil er sich gewei­gert habe, sich von sei­ner Kame­ra zu tren­nen :

Ein wei­te­rer Jour­na­list, Clé­ment Lanot, twit­ter­te am Sams­tag, dass er von der Poli­zei ange­gan­gen wor­den sei, obwohl er als Jour­na­list gekenn­zeich­net gewe­sen sei :

Die Vor­ge­hens­wei­se der Sicher­heits­kräf­te wird in den fran­zö­si­schen Medi­en hart kri­ti­siert. Edwy Ple­nel, Grün­der von Media­part, sprach Glanz und Kra­land sei­ne Soli­da­ri­tät aus. Das Recht auf Infor­ma­ti­on sei wich­ti­ger als das Wahl­recht, sonst wür­den die Men­schen wie Blin­de für ihre schlimms­ten Fein­de stim­men, schreibt Ple­nel in sei­nem Tweet :

Tho­mas Legrand, Jour­na­list bei Fran­ce Inter, ver­tei­dig­te Gas­pard Glanz : “Er ist ein Jour­na­list, der sich ent­schie­den hat, eine Sei­te der Rea­li­tät zu zei­gen.… aber die Rea­li­tät. Er muss in der Lage sein, sei­nen Job zu machen.”

Redak­teur Jean-Michel Apha­tie von Euro­pe 1 schreibt, die Vor­wür­fe gegen Glanz sei­en “offen­sicht­lich unge­recht­fer­tigt”.

Anhän­ger der Macron-Par­tei LREM hin­ge­gen kri­ti­sie­ren Glanz. Ihr Vor­wurf : Er sei kein Jour­na­list, son­dern ein Akti­vist. Doch laut dem Jour­na­lis­ten Jean-Michel Apha­tie sei dar­an nichts aus­zu­set­zen. Enga­gier­ter Jour­na­lis­mus sei kein Ver­bre­chen, er neh­me an der Plu­ra­li­tät der Infor­ma­tio­nen teil.

Lina San­ka­ri, eine Jour­na­lis­tin von L’Humanité, ver­ur­teil­te einen “gefähr­li­ches Gefäl­le” und wies dar­auf hin, dass “76 Jour­na­lis­ten, Foto­gra­fen und Video­ma­cher” seit dem 1. Akt der Gel­ben Wes­ten in ihrer Arbeit behin­dert wur­den”. Repor­ter ohne Gren­zen (RSF) beklag­te zwar die Ver­haf­tung der Jour­na­lis­ten Gas­pard Glanz und Alexis Kra­land am 20. April, jedoch ohne sie nament­lich zu zitie­ren.

Mehr zum The­ma — Frank­reich : Cha­os, Wut und Gewalt beim 23. Gelb­wes­ten-Auf­marsch

RT Deutsch