Unsere Partner waren dagegen“: Selenski über Telefonat mit Putin


Der Prä­si­dent der Ukrai­ne, Wla­di­mir Selen­ski, hat bezüg­lich des in der ver­gan­ge­nen Woche statt­ge­fun­den Tele­fo­nats mit dem rus­si­schen Staats­chef Wla­di­mir Putin auf eine nega­ti­ve Ein­stel­lung von ande­ren Staa­ten dies­be­züg­lich ver­wie­sen.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Liebe Angela” — Putin gratuliert Merkel zum 65. und würdigt sie 


Ich wün­sche Dir auf­rich­tig bes­te Gesund­heit, Glück, Wohl­erge­hen und Erfol­ge,” schrieb der 66-jäh­ri­ge Wla­di­mir Putin und beton­te : 

Dei­ne poli­ti­schen Füh­rungs­qua­li­tä­ten, Dei­ne erfolg­rei­che jah­re­lan­ge Tätig­keit auf dem Pos­ten der Bun­des­kanz­le­rin wer­den gebüh­rend geschätzt in Deutsch­land wie in Euro­pa und in der gan­zen Welt. Ich freue mich auf die wei­te­re gemein­sa­me Arbeit und den Dia­log. Ich schät­ze unse­re Bezie­hun­gen, die es uns erlau­ben, jed­we­de und sogar die schwie­rigs­ten Fra­gen zu erör­tern.

(dpa/RT Deutsch)

RT Deutsch


Moskau immer bereit zu Gesprächen über Ukraine” — Putin nach Telefonat mit Selenskij


Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat am Don­ners­tag zum ers­ten Mal mit dem neu­en ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Zelens­kij gespro­chen. Der Auf­ruf wur­de von Kiew initi­iert, heißt es in einer Erklä­rung des Kremls.

Im Lau­fe des Gesprächs erör­ter­ten die Prä­si­den­ten mög­li­che Lösungs­an­sät­ze im seit etwa fünf Jah­ren anhal­ten­den Kon­flikt in der Süd­ost­ukrai­ne sowie Mög­lich­kei­ten des Gefan­ge­nen­aus­tauschs.

Mehr zum The­ma — Frei­las­sung ukrai­ni­scher See­leu­te : War­um lehnt Kiew das rus­si­sche Ange­bot ab ?

Mos­kau und Kiew waren sich einig, dass Kon­sul­ta­tio­nen auf Exper­ten­ebe­ne fort­ge­setzt wer­den sol­len, heißt es in der Erklä­rung. Es wur­de auch die Mög­lich­keit dis­ku­tiert, die Kon­tak­te im Nor­man­die­for­mat fort­zu­set­zen.

Mehr zum The­ma — Ukrai­ne ver­liert im Wes­ten immer mehr Sym­pa­thi­san­ten

Putin schloss ein per­sön­li­ches Tref­fen mit Selens­kij nicht aus und zeig­te sich offen für den Vor­schlag, den Kreis der Teil­neh­mer zu erwei­tern. Er reagier­te damit auf einen Vor­schlag von Selens­kij, für ein neu­es Gesprächs­for­mat zusätz­lich die Staats- und Regie­rungs­chefs der USA und Groß­bri­tan­ni­ens ein­zu­be­zie­hen.

Dies müs­se aber gut vor­be­rei­tet sein. Ein Gip­fel gemein­sam mit Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel und Frank­reichs Prä­si­dent Macron kön­ne erst nach der Par­la­ments­wahl in der Ukrai­ne am 21. Juli und der Regie­rungs­bil­dung erfol­gen. Selens­kijs Par­tei Die­ner des Vol­kes ist bis­lang nicht in der Obers­ten Rada ver­tre­ten.

Mehr zum The­ma — “Ukrai­ne über alles!” — Natio­na­lis­ten in der Ukrai­ne bil­den Koali­ti­on für Par­la­ments­wah­len

Bei einem Tref­fen mit der Pres­se beton­te der rus­si­sche Prä­si­dent am Don­ners­tag, dass Mos­kau zu jeder Art von Gesprä­chen über die Ukrai­ne bereit ist.

Wir haben uns nie gewei­gert, irgend­wel­che Gesprä­che zu füh­ren, ein­schließ­lich der Erwei­te­rung des Nor­man­diepro­zes­ses”, so Putin.

Zunächst müs­sen jedoch gründ­li­che Vor­be­rei­tun­gen für einen Gip­fel des Nor­man­die-Pro­zes­ses getrof­fen wer­den. Zwei­tens wird es erst mög­lich sein, über die Din­ge zu dis­ku­tie­ren, wenn eine neue ukrai­ni­sche Regie­rung gebil­det ist und eine Par­la­ments­wahl im Land statt­fin­det”, stell­te der rus­si­sche Prä­si­dent fest. “Drit­tens weiß ich nicht, wie ande­re Teilnehmer[des Nor­man­die-Quar­tetts] reagie­ren wer­den.”

Putin wies dar­auf hin, dass die bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May bald zurück­tre­ten wür­de und er nicht weiß, ob sie eine sol­che Ein­la­dung noch anneh­men kön­ne.

Was war die Reak­ti­on der US-Regie­rung ? Wir wis­sen es nicht”, sag­te er wei­ter. “Wie wer­den Deutsch­land und Frank­reich reagie­ren ?

Das sind Fra­gen, auf die es Ant­wor­ten braucht, beton­te Putin.

Wir wei­gern uns nie, Kon­tak­te auf­zu­bau­en, wenn sie sinn­voll sind. So kann sich diese[Initiative] als inter­es­sant erwei­sen.”

An die­sem Frei­tag tref­fen sich in Paris Russ­land und die Ukrai­ne, Frank­reich und Deutsch­land auf Bera­ter­ebe­ne, um über eine Lösung des Ukrai­ne-Kon­flikts zu spre­chen.

RT Deutsch


Aus Respekt vor dem georgischen Volk”: Putin will keine Sanktionen gegen Georgien (Video)


Am Diens­tag hat sich Russ­lands Prä­si­dent am Ran­de einer Inno­va­ti­ons­mes­se in Jeka­te­rin­burg gegen wirt­schaft­li­che Sank­tio­nen gegen Geor­gi­en aus­ge­spro­chen. Der Poli­ti­ker begrün­de­te sei­ne Ver­wei­ge­rung sol­cher Gegen­re­ak­tio­nen auf die jüngs­ten anti­rus­si­schen Pro­vo­ka­tio­nen im Süd­kau­ka­sus­land mit dem Respekt vor dem geor­gi­schen Volk. 

Für die Wie­der­her­stel­lung voll­wer­ti­ger Bezie­hun­gen zwi­schen Russ­land und Geor­gi­en wür­de ich nichts unter­neh­men, was unse­re Bezie­hun­gen erschwe­ren wür­de”, erklär­te Wla­di­mir Putin.

Der rus­si­sche Prä­si­dent fand auch, dass es “zu viel der Ehre” wäre, gegen den geor­gi­schen TV-Mode­ra­tor Geor­gi Gabu­n­i­ja ein Straf­ver­fah­ren wegen Belei­di­gung ein­lei­ten zu las­sen. Der Jour­na­list hat­te in sei­ner Sen­dung am Sonn­tag wüst und obszön gegen Wla­di­mir Putin und des­sen Eltern geschimpft.

In sei­nem Inter­view für die rus­si­schen Medi­en fass­te Putin die geschicht­li­chen Hin­ter­grün­de des Kon­flik­tes zwi­schen Geor­gi­en, Süd­os­se­ti­en und Abcha­si­en kurz zusam­men. Dem rus­si­schen Staats­chef zufol­ge wür­den die russ­land­feind­li­chen Stim­mun­gen in Geor­gi­en durch jene Men­schen auf­ge­bla­sen, die die Geschich­te nicht ken­nen oder sie vor­sätz­lich igno­rie­ren wür­den. Im End­ef­fekt füg­ten sie Geor­gi­en und dem geor­gi­schen Volk unwie­der­bring­li­chen Scha­den zu.

Mehr zum The­ma — Rus­si­scher Diplo­mat zu Flug­stopp : Russ­land darf Sicher­heit sei­ner Bür­ger in Geor­gi­en nicht ris­kie­ren

RT Deutsch


Interview mit Oliver Stone : Putin nennt Vorwürfe der Einmischung in US-Wahlen „purer Quatsch“


In einem Inter­view mit dem US-Regis­seur Oli­ver Stone hat der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin erneut eine schar­fe Ant­wort auf die Vor­wür­fe einer mut­maß­li­chen Ein­mi­schung Russ­lands in die US-Prä­si­den­ten­wah­len 2016 erteilt.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Reißleine gezogen ? Reaktionen auf vulgäre Hetze gegen Putin im georgischen TV


Eine wei­te­re Kri­se hat am Sonn­tag die rus­sisch-geor­gi­schen Bezie­hun­gen erschüt­tert. Der bekann­te geor­gi­sche Mei­nungs­ma­cher Gior­gi Gabu­nia zog im sei­nem abend­li­chen TV-Polit­pro­gramm P.S. des Sen­ders Rusta­wi 2 in ent­setz­li­cher Form über den rus­si­schen Prä­si­den­ten und sei­ne Eltern her und beschimpf­te Rus­sen als “Putins Skla­ven”. Er wol­le auf das Grab sei­ner Eltern “sch…en”, sag­te er unter ande­rem zu Putin in Form einer per­sön­li­chen Anspra­che.

Die gan­ze Hass­ti­ra­de trug der Jour­na­list im akzent­frei­en Rus­sisch vor. Offen­bar woll­te Gabu­nia direkt von Rus­sen gehört wer­den. Die­ser Umstand hat es der Prä­si­den­tin des Lan­des Salo­me Sura­bi­schwi­li offen­bar umso leich­ter gemacht, sei­ne Tat als “unver­ein­bar mit der geor­gi­schen Tra­di­ti­on” zu ver­ur­tei­len. Hass­re­den, ver­ba­le Aggres­sio­nen, Belei­di­gun­gen und pro­vo­zie­ren­de Aus­sa­gen hät­ten nichts mit Patrio­tis­mus zu tun, schrieb die geor­gi­sche Prä­si­den­tin auf ihrem Face­book.

Was wir heu­te auf Rusta­wi 2 beob­ach­tet haben, ist nichts ande­res als ein abscheu­li­cher Akt der Pro­vo­ka­ti­on und ein Ver­such, unser Land zu desta­bi­li­sie­ren. Etwas, das völ­lig inak­zep­ta­bel ist!”, twit­ter­te der Pre­mier­min­siter Geor­gi­ens Mamu­ka Bachta­d­se in eng­li­scher Spra­che

Auch ande­re Regie­rungs­ver­tre­ter Geor­gi­ens drück­ten sich über den Skan­dal in ähn­li­cher Form aus, nach­dem sich meh­re­re Hun­dert Pro­test­ler vor dem Gebäu­de des Fern­seh­sen­ders Rusta­wi 2 ver­sam­melt und es mit Eiern und Kehr­be­sen bewor­fen haben. Ihre Wut rich­te­te sich auch gegen die Füh­rung des Sen­ders, nach­dem Gene­ral­di­rek­tor Nika Gwa­ra­mia sich hin­ter den Jour­na­lis­ten gestellt hat. “Ich wer­de mich nicht dafür ent­schul­di­gen, dass ich die­ses Pathos unter­stüt­ze. Aber man könn­te die­se Posi­ti­on nur in zwei Wor­te fas­sen”, schrieb er auf Face­book.

Reißleine gezogen? Reaktionen auf vulgäre Hetze gegen Putin im georgischen TV
Pro­tes­te vor dem geor­gi­schen Fern­seh­sen­der Rusta­wi 2 am 7. Juli

Am spä­ten Sonn­tag­abend muss­te der Sen­der sogar für meh­re­re Stun­den den Betrieb ein­stel­len. Inzwi­schen hat sich der Kanal von den Äuße­run­gen eines “ein­zel­nen Jour­na­lis­ten” distan­ziert, so einer sei­ner Ver­tre­ter. Dabei beklag­te er sich über Druck der Behör­den.

Noch vor weni­gen Wochen haben anti­rus­si­sche Aus­schrei­tun­gen die geor­gi­sche Haupt­stadt Tif­lis erschüt­tert, nach­dem eine Grup­pe rus­si­scher Par­la­men­ta­ri­er im Rah­men eines diplo­ma­ti­schen Tref­fens im geor­gi­schen Par­la­ment auf­trat. Die rus­si­schen Poli­ti­ker wur­den phy­sisch bedrängt und muss­ten das Land ver­las­sen. Dar­auf­hin ließ der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin mit einem Erlass Direkt­flü­ge nach Geor­gi­en ein­stel­len und riet rus­si­schen Tou­ris­ten von Rei­sen nach Geor­gi­en ab. Der Erlass trat am 8. Juli in Kraft.

Zu Anfang der Unru­hen hat sich die geor­gi­sche Prä­si­den­tin mit den Pro­test­lern soli­da­ri­siert und nann­te Russ­land “Aggres­sor und Feind”. Die rus­si­sche Regie­rung zeig­te damals Unver­ständ­nis für ihre Posi­ti­on. Nicht so im aktu­el­len Fall. “Wir stel­len fest, dass die gesam­te geor­gi­sche Füh­rung – der Prä­si­dent, der Pre­mier­mi­nis­ter, die Par­la­men­ta­ri­er und der Par­la­ments­prä­si­dent – die­sen Skan­dal scharf ver­ur­teilt hat”, sag­te der Pres­se­spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten Dmi­tri Pes­kow gegen­über Repor­tern.

Die Belei­di­gun­gen gegen unser Land und unse­ren Prä­si­den­ten hal­ten wir natür­lich für abso­lut inak­zep­ta­bel, und wir ver­ur­tei­len sie aufs Schärfs­te”, sag­te er zu dem Vor­fall selbst.

Die rus­si­sche Staats­du­ma berät heu­te über wei­te­re Embar­gos gegen die ehe­ma­li­ge Sowjet­re­pu­blik. Der bekann­te Jour­na­list Jew­ge­ni Pri­ma­kow, zugleich Mit­glied des Aus­schus­ses für Außen­po­li­tik, ruft in der rus­si­schen Pres­se dazu auf, nach der­lei Beschimp­fun­gen der rus­si­schen Füh­rung die rus­sisch-geor­gi­schen Bezie­hun­gen ganz ein­zu­frie­ren.

Die Käl­te soll­te geor­gi­sche Tur­bo-Patrio­ten ernüch­tern”, schrieb er auf sei­nen Tele­gram-Kanal.

Damit spiel­te er auf gro­ße Ver­lus­te für den geor­gi­schen Staats­haus­halt an, der von der Popu­la­ri­tät geor­gi­scher Wei­ne und des Lan­des als Rei­se­ziel in Russ­land pro­fi­tiert. Doch offen­bar müss­te es zu einem weit­rei­chen­den Embar­go gegen geor­gi­sche Pro­duk­te gar nicht erst kom­men, weil der Kreml die umge­hen­de Reak­ti­on der geor­gi­schen Füh­rung in sei­nem Kom­men­tar gewür­digt hat.

Vie­le Beob­ach­ter ver­mu­ten hin­ter der ver­ba­len Atta­cke des Jour­na­lis­ten ein Manö­ver des Ex-Prä­si­den­ten des Lan­des Micheil Saa­ka­schwi­li. Rusta­wi 2 ist Geor­gi­ens größ­te pri­va­te Rund­funk­ge­sell­schaft und Gior­gi Gabu­nia sein bekann­tes­tes Gesicht. Sie wur­de 1994 ins Leben geru­fen und wur­de zur wich­tigs­ten Medi­en­platt­form hin­ter der Rosen­re­vo­lu­ti­on 2003, die den ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten Saa­ka­schwi­li an die Macht brach­te.

Saa­ka­schwi­li ist zwar nicht offi­zi­ell unter den Eigen­tü­mern, aber es wird seit Lan­gem dar­über spe­ku­liert, dass er über Stroh­män­ner Mit­ei­gen­tü­mer des Sen­ders ist und des­sen poli­ti­sche Aus­rich­tung wei­ter bestimmt. Wäh­rend der jüngs­ten Wel­le anti­rus­si­scher Pro­tes­te unter­stütz­te Rusta­wi 2 als eines der ers­ten Medi­en die Unru­hen.

Aktua­li­sie­rung 20:30 Uhr : Der Jour­na­list Gior­gi Gabu­nia wur­de durch den Beschluss der Sen­de­lei­tung von Rusta­wi 2 im Zusam­men­hang mit der Ver­wen­dung von beim geor­gi­schen Fern­se­hen nicht zuge­las­se­nen Schimpf­wör­tern für zwei Mona­ten von der Arbeit frei­ge­stellt. Die Staats­du­ma hat bei der rus­si­schen Regie­rung ein Import­ver­bot für Wein und Mine­ral­was­ser aus Geor­gi­en bean­tragt. Im Gespräch ist auch ein Ver­bot von Über­wei­sun­gen nach Geor­gi­en.

RT Deutsch


Wladimir Putin : Es braucht ein einheitliches und unteilbares Sicherheitssystem


Im Vor­feld sei­nes Ita­li­en-Besu­ches am Don­ners­tag gab der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin der ita­lie­ni­schen Tages­zei­tung Il Cor­rie­re del­la Sera ein lan­ges Inter­view, in dem er sich vor allem zu Fra­gen der inter­na­tio­na­len Poli­tik und der rus­sisch-ita­lie­ni­schen Bezie­hun­gen äußer­te.

Auf die Fra­ge, in wel­chem Maße Russ­land für die neue glo­ba­le Insta­bi­li­tät und das sich abzeich­nen­de neue Wett­rüs­ten mit den USA ver­ant­wort­lich sei, ant­wor­te­te Putin :

Über­haupt nicht ! Der Zusam­men­bruch des inter­na­tio­na­len Sicher­heits­sys­tems begann mit der ein­sei­ti­gen Auf­ga­be des ABM-Ver­trags durch die USA. Und die­ser Ver­trag war der Eck­stein des gesam­ten Rüs­tungs­kon­troll­sys­tems. Wenn man ver­gleicht, was Russ­land für die Ver­tei­di­gung aus­gibt – etwa 48 Mil­li­ar­den US-Dol­lar – und was der Mili­tär­haus­halt der USA beträgt – über 700 Mil­li­ar­den US-Dol­lar : Wo ist denn eigent­lich das Wett­rüs­ten ? Wir wol­len uns nicht in ein sol­ches Ren­nen hin­ein­zie­hen las­sen, aber wir müs­sen auch unse­re eige­ne Sicher­heit gewähr­leis­ten.

Auch der INF-Ver­trag sei von den USA auf­ge­kün­digt wor­den, rus­si­sche Ange­bo­te, die­sen Ver­trag betref­fen­de Fra­gen offen zu debat­tie­ren, sei­en abge­lehnt wor­den. Außer­dem lau­fe 2021 das Abkom­men New START aus, ohne dass sich sei­tens der USA die Bereit­schaft zu einer Ver­län­ge­rung oder der Aus­ar­bei­tung eines neu­en Abkom­mens erken­nen las­se. Der rus­si­sche Vor­schlag vom ver­gan­ge­nen Jahr, gemein­sam Atom­krie­ge für “unzu­läs­sig” zu erklä­ren und ihre zer­stö­re­ri­schen Kon­se­quen­zen zu beto­nen, sei nicht beant­wor­tet wor­den.

In jüngs­ter Zeit schei­ne in Washing­ton über die Wie­der­auf­nah­me des stra­te­gi­schen Dia­logs über eine umfas­sen­de stra­te­gi­sche Agen­da nach­ge­dacht zu wer­den, so Putin wei­ter. Ver­ein­ba­run­gen im Bereich der Rüs­tungs­kon­trol­le wür­den zur Stär­kung der inter­na­tio­na­len Sta­bi­li­tät bei­tra­gen. Russ­land sei dazu bereit, nun sei­en die USA am Zug.

Auf die Fra­ge, ob ein neu­es Dia­log­fo­rum zwi­schen der NATO und Russ­land zur Beru­hi­gung der Lage und dem Abbau gegen­sei­ti­ger Ängs­te bei­tra­gen kön­ne, erklär­te Putin :

Um die gegen­wär­ti­ge toxi­sche Situa­ti­on zu über­win­den, müs­sen die archai­schen Vor­stel­lun­gen aus der Zeit des Kal­ten Krie­ges, von ‘Abschre­ckung’ und ‘Block­den­ken’ auf­ge­ge­ben wer­den. Das Sicher­heits­sys­tem muss ein­heit­lich und unteil­bar sein. Es muss sich auf die Grund­prin­zi­pi­en stüt­zen, die in der Char­ta der Ver­ein­ten Natio­nen und in der Schluss­ak­te von Hel­sin­ki nie­der­ge­legt sind, ein­schließ­lich der Nicht­an­wen­dung von Gewalt oder der Andro­hung von Gewalt, der Nicht­ein­mi­schung in die inne­ren Ange­le­gen­hei­ten sou­ve­rä­ner Staa­ten und der fried­li­chen Bei­le­gung von Strei­tig­kei­ten.

Die ange­spro­che­nen Vor­wür­fe, Russ­land habe die Wah­len in den USA beein­flusst, nann­te der Prä­si­dent absurd. Die Ergeb­nis­se der Muel­ler-Kom­mis­si­on sei­en in die­ser Hin­sicht ein­deu­tig gewe­sen. Es gebe kei­ne Bewei­se, weil etwas der­ar­ti­ges nie statt­ge­fun­den habe. Den­noch sei­en die auf­grund die­ser Vor­wür­fe ver­häng­ten Sank­tio­nen gegen sein Land wei­ter in Kraft.

Auch eine rus­si­sche Ein­mi­schung in die Wah­len zum EU-Par­la­ment wies Putin in deut­li­chen Wor­ten zurück :

Ich möch­te es ganz deut­lich sagen : Wir haben uns nicht in die inne­ren Ange­le­gen­hei­ten der EU-Mit­glied­staa­ten und ande­ren Staa­ten der Welt ein­ge­mischt und wol­len uns nicht ein­mi­schen. Das ist der grund­le­gen­de Unter­schied zu den USA und eini­gen ihrer Ver­bün­de­ten, die bei­spiels­wei­se im Febru­ar 2014 den Staats­streich in der Ukrai­ne unter­stützt haben. Wir sind an der Wie­der­her­stel­lung ‘umfas­sen­der’ Bezie­hun­gen zwi­schen Russ­land und der EU inter­es­siert, an der Wah­rung von Frie­den, Sicher­heit und Sta­bi­li­tät auf unse­rem gemein­sa­men Kon­ti­nent.

Mehr­fach lob­te der Prä­si­dent die Bezie­hun­gen Russ­lands zu Ita­li­en. Die­se sei­en beson­ders und bewährt, mit der Regie­rung pfle­ge man einen ver­trau­ens­ba­sier­ten Dia­log. Gefragt, ob er Ita­li­en nicht von den rus­si­schen Gegen­sank­ti­on gegen die EU aus­neh­men kön­ne, unter denen das Land beson­ders lei­det, lehn­te Putin unter Hin­weis auf die Regeln der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on WTO ab. Die EU habe zuerst Sank­tio­nen ver­hängt, für deren Been­di­gung müs­se sie des­halb die ers­ten Schrit­te unter­neh­men.

Putin lob­te auch den Vor­sit­zen­den der Lega und ita­lie­ni­schen Innen­mi­nis­ter Matteo Sal­vi­ni. Die­ser set­ze sich für ein Ende der Sank­tio­nen ein, sei Russ­land gegen­über offen und ken­ne das Land. Sei­ne Bezie­hun­gen zum frü­he­ren Minis­ter­prä­si­den­ten Sil­vio Ber­lus­co­ni nann­te der Prä­si­dent freund­schaft­lich. Ber­lus­co­ni sei “ein Poli­ti­ker von Welt­rang, ein wah­rer Füh­rer, der die Inter­es­sen sei­nes Lan­des auf der inter­na­tio­na­len Büh­ne nach­drück­lich ver­tritt”.

Gefragt, ob mit dem neu­en ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Selens­kij eine Ent­span­nung im Ver­hält­nis Kiews mit Mos­kau und eine Lösung des Kon­flikts im Don­bass mög­lich sei, erklär­te Putin :

Ja, es ist mög­lich, wenn Selens­kij beginnt, sei­ne Wahl­ver­spre­chen zu erfül­len. Dazu gehört auch, direk­te Kon­tak­te mit sei­nen Mit­bür­gern im Don­bass auf­zu­neh­men und sie nicht mehr als Sepa­ra­tis­ten zu bezeich­nen. Wenn die ukrai­ni­schen Behör­den die Ver­ein­ba­run­gen von Minsk ein­hal­ten, anstatt sie zu igno­rie­ren.

Als Bei­spie­le für das “schänd­li­che Erbe”, das Selens­kij antrat, nann­te Putin die “Zwangs­ukrai­ni­sie­rung”, das Ver­bot des Gebrauchs der rus­si­schen Spra­che, den “zügel­lo­sen Neo­na­zis­mus” und den Bür­ger­krieg im Süd­os­ten des Lan­des. Putin wei­ter :

Und natür­lich müs­sen die Behör­den in Kiew end­lich begrei­fen, dass es kein gemein­sa­mes Inter­es­se ist, Russ­land und die Ukrai­ne in Kon­fron­ta­ti­on zuein­an­der zu trei­ben, son­dern eine prag­ma­ti­sche Zusam­men­ar­beit auf der Grund­la­ge von Ver­trau­en und gegen­sei­ti­gem Ver­ständ­nis zu ent­wi­ckeln. Wir sind bereit.

Befragt nach sei­ner poli­ti­schen Zukunft nach 2024, dem Jahr, in dem sei­ne Amts­zeit endet, gab der Prä­si­dent eine aus­wei­chen­de Ant­wort :

Es ist zu früh, dar­über zu spre­chen. Es gibt immer noch fünf Jah­re inten­si­ver Arbeit, und mit die­ser rasan­ten Dyna­mik, die wir jetzt in der Welt beob­ach­ten, ist es schwie­rig, Vor­her­sa­gen zu machen. Glau­ben Sie mir, in mei­ner jet­zi­gen Rol­le habe ich viel zu tun.

Mehr zum The­ma — Wla­di­mir Putin über die Zukunft der KI : “Der Spit­zen­rei­ter auf die­sem Gebiet wird die Welt regie­ren”

RT Deutsch


Übergang zur multipolaren Weltordnung offensichtlich“ – Putin


Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat am Mitt­woch am Ran­de des in Mos­kau statt­fin­den­den inter­na­tio­na­len Forums „Ent­wick­lung des Par­la­men­ta­ris­mus“ sei­ne Sicht­wei­se auf eine zukünf­ti­ge Aus­rich­tung der poli­ti­schen Welt­ord­nung kund­ge­tan.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Wladimir Putin über verunglückte Seeleute : Ein großer Verlust für Russland


Das U-Boot befin­de sich nun in einem Stütz­punkt der rus­si­schen Nord­flot­te in Sewe­ro­morsk nahe der Stadt Mur­mansk im Nor­den Russ­lands. Der Vor­fall ereig­ne­te sich bereits am Mon­tag, wie das rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um bestä­tig­te. Zur Brand­ur­sa­che war zunächst nichts bekannt. Der Vor­fall soll nun von Ermitt­lern unter­sucht wer­den.

In einer ers­ten öffent­li­chen Erklä­rung über den töd­li­chen Vor­fall an Bord eines rus­si­schen Tief­see­for­schungs­fahr­zeugs sag­te Prä­si­dent Wla­di­mir Putin, dass es ein “gro­ßen Ver­lust für Russ­land und unse­re Flot­te” sei, und füg­te hin­zu, dass zwei Hel­den der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und sie­ben hoch­ran­gi­ge Offi­zie­re gestor­ben waren. “Die Besat­zung war sehr pro­fes­sio­nell”, beton­te Wla­di­mir Putin.

Es ist kein gewöhn­li­ches Schiff, es ist ein For­schungs­schiff”, sag­te der Prä­si­dent beim Tref­fen mit dem rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Ser­gei Schoi­gu nach der Tra­gö­die.

Den Ange­hö­ri­gen der Opfer sprach der rus­si­sche Prä­si­dent sein Bei­leid aus : 

Ich möch­te den Fami­li­en der Opfer mein auf­rich­ti­ges Bei­leid aus­spre­chen. Es muss alles getan wer­den, um ihnen zu hel­fen und sie zu unter­stüt­zen.

Er beauf­trag­te den Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter, nach Sewe­ro­morsk zu fah­ren und sich per­sön­lich über die Brand­ur­sa­chen des U-Boo­tes sowie alle wei­te­ren Umstän­de zu infor­mie­ren.

Wladimir Putin über verunglückte Seeleute: Ein großer Verlust für Russland
Tief­was­ser­ret­tungs­fahr­zeug (SSA) des Bes­ter-Pro­jekts 18270 Bes­ter

Die ers­te Tra­gö­die seit elf Jah­ren

Der letz­te Vor­fall, der zum Tod rus­si­scher U-Boot-Besat­zung führ­te, ereig­ne­te sich im Novem­ber 2008. Damals wur­den durch die unbe­fug­te Akti­vie­rung des Feu­er­lösch­sys­tems auf dem Atom-U-Boot K-152 Ner­pa drei Sol­da­ten und 17 zivi­le Spe­zia­lis­ten getö­tet und mehr als 40 Men­schen ver­letzt. Dies geschah bei den Werks­prü­fun­gen – das Schiff wur­de noch nicht in die Flot­te auf­ge­nom­men.

Im März 2018 berich­te­te das Minis­te­ri­um, dass alle Fahr­zeu­ge einem Moder­ni­sie­rungs­pro­gramm unter­zo­gen wur­den. Gleich­zei­tig wur­de fest­ge­stellt, dass die Aus­rüs­tung der Mari­ne mit Tief­see­tauch­fahr­zeu­gen durch die Flot­ten­mo­der­ni­sie­rung bis 2020 mehr als 70 Pro­zent betra­gen wird.

RT Deutsch