Putin vor Serbien-Besuch : Dominanzstreben der USA auf dem Balkan ist enormer Destabilisierungsfaktor


16. Janu­ar 2019

Poli­ti­ka

Ser­bi­en und Russ­land ste­hen ein­an­der seit vie­len Jahr­hun­der­ten his­to­risch, kul­tu­rell und reli­gi­ös nahe, die bei­den Län­der sind mit­ein­an­der auch durch die Waf­fen­brü­der­schaft in zwei Welt­krie­gen ver­bun­den. Wir ste­hen vor neu­en Her­aus­for­de­run­gen. Wie schät­zen Sie unse­re aktu­el­len Bezie­hun­gen und die Per­spek­ti­ven ihrer Ent­wick­lung ein ? Es wird viel über die neue Pipe­line Tur­kish Stream gere­det, gibt es dabei auch eine Chan­ce für unser Land ?

Wie Sie gesagt haben, lie­gen den guten Bezie­hun­gen zwi­schen Ser­bi­en und Russ­land in der Tat eine jahr­hun­der­te­al­te inni­ge Freund­schaft, eine geis­ti­ge und kul­tu­rel­le Ver­wandt­schaft sowie gemein­sa­me Sei­ten der Geschich­te, unter ande­rem der heroi­sche Kampf gegen den Nazis­mus im Zwei­ten Welt­krieg, zugrun­de. Im neu­en 21. Jahr­hun­dert bewah­ren wir sorg­fäl­tig die­se wert­vol­len Tra­di­tio­nen des Ver­trau­ens und der Zusam­men­ar­beit und ent­wi­ckeln sie wei­ter. Die­se Bereit­schaft zur engen Zusam­men­ar­beit im poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen und huma­ni­tä­ren Bereich spie­gelt sich in der bila­te­ra­len Erklä­rung über stra­te­gi­sche Part­ner­schaft wider, die im Mai 2013 unter­zeich­net wor­den ist.

Heu­te erle­ben die bila­te­ra­len Bezie­hun­gen in allen Berei­chen einen Auf­schwung. Der beid­sei­ti­ge Waren­um­satz wächst : 2017 betrug er zwei Mil­li­ar­den Dol­lar und stieg im gera­de abge­lau­fe­nen Jahr wei­ter an. Die rus­si­schen Inves­ti­tio­nen in die ser­bi­sche Wirt­schaft haben die Mar­ke von vier Mil­li­ar­den Dol­lars über­schrit­ten. Die Zusam­men­ar­beit mit dem Ölkon­zern Gaz­prom­neft hat dem ser­bi­schen Unter­neh­men NIS (Ser­bi­sche Ölin­dus­trie) erlaubt, zum Markt­füh­rer auf dem Ener­gie­markt des Bal­kans auf­zu­stei­gen. Unter Teil­nah­me des Kon­zerns Rus­si­sche Eisen­bah­nen (RZD) ver­lau­fen die Restau­rie­rung und die Moder­ni­sie­rung der ser­bi­schen Eisen­bahn-Infra­struk­tur in einem guten Tem­po.

Was Tur­kish Stream angeht, so folgt der Bau dem ursprüng­li­chen Zeit­plan. Im ver­gan­ge­nen Novem­ber wur­de die Rohr­ver­le­gung in der See­stre­cke abge­schlos­sen, gegen­wär­tig erfolgt an der tür­ki­schen Schwarz­meer­küs­te der Anschluss im Ter­mi­nal, an dem noch gebaut wird. Wir pla­nen, die Pipe­line bis Ende 2019 voll­stän­dig in Betrieb zu neh­men.

Ich möch­te anmer­ken, dass Gaz­prom momen­tan meh­re­re ver­schie­de­ne Vari­an­ten für die Fort­set­zung des Fest­land-Pipe­line-Stran­ges in Rich­tung Euro­pa erwägt. Eine von ihnen sieht den Trans­port über die Rou­te von Bul­ga­ri­en über Ser­bi­en und Ungarn mit Anschluss an das Ver­tei­lungs­zen­trum im öster­rei­chi­schen Baum­gar­ten vor. In die­sem Fall wird Ser­bi­en das rus­si­sche Gas nicht nur selbst nut­zen, son­dern auch den Tran­sit gewähr­leis­ten müs­sen. Natür­lich wird das der ser­bi­schen Wirt­schaft spür­ba­re Vor­tei­le brin­gen. Es wird erlau­ben, neue Arbeits­plät­ze zu schaf­fen sowie die Ener­gie­si­cher­heit Ser­bi­ens und Mit­tel- und Süd­ost­eu­ro­pas zu fes­ti­gen. Auch die 2017 mit Gaz­prom ver­ab­schie­de­te Road Map für die Moder­ni­sie­rung und Erwei­te­rung des natio­na­len Gas­trans­port­net­zes wird für die Teil­nah­me Ser­bi­ens am Pro­jekt vor­teil­haft sein.

Bei der end­gül­ti­gen Fest­le­gung der Rou­te für die rus­si­schen Gas­lie­fe­run­gen wird natür­lich auch die Posi­ti­on der EU-Kom­mis­si­on berück­sich­tigt wer­den. Unse­rer Mei­nung nach müs­sen die EU-Mit­glieds­län­der, die am rus­si­schen Gas Inter­es­se haben, bei der EU Garan­ti­en dafür ein­ho­len, dass die Plä­ne nicht durch eine will­kür­li­che poli­ti­sche Ent­schei­dung in Brüs­sel durch­kreuzt wer­den könn­ten.

Kann Ser­bi­en in einer Situa­ti­on, in der ein­zel­ne Län­der der Regi­on auf­rüs­ten und (zum Bei­spiel) die so genann­te Armee Koso­vos gebil­det wird, mit Hin­blick auf unse­re Neu­tra­li­tät und die Tat­sa­che, dass wir von NATO-Län­dern umge­ben sind, mit der Unter­stüt­zung Russ­lands beim wei­te­ren Aus­bau des Abwehr­po­ten­ti­als rech­nen ?

Wir schät­zen es hoch ein, dass die ser­bi­sche Regie­rung ihren Kurs zur Bewah­rung der Neu­tra­li­tät des Lan­des rigo­ros ein­hält. Gleich­zei­tig hel­fen wir seit vie­len Jah­ren, die Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit Ser­bi­ens zu stär­ken : wir lie­fern Waf­fen und Mili­tär­fahr­zeu­ge und hel­fen bei ihrer Instand­set­zung und Moder­ni­sie­rung. Wir wer­den die mili­tär­tech­ni­sche Zusam­men­ar­beit auch wei­ter aus­bau­en.

Ich kann es nicht ver­heh­len, dass wir über die ziem­lich pas­si­ve Reak­ti­on der EU auf die Ent­schei­dung des koso­va­ri­schen “Par­la­ments”, die Sicher­heits­kräf­te des Koso­vo in eine voll­wer­ti­ge Armee umzu­bil­den, erstaunt waren. Es ist doch offen­sicht­lich, dass die in die­ser Pro­vinz leben­den Ser­ben so einen Schritt als direk­te Bedro­hung für ihre Sicher­heit auf­fas­sen wer­den. Und ins­ge­samt birgt der Schritt ein ernst­haf­tes Risi­ko einer Ver­schär­fung der Lage in die­ser Regi­on. Es liegt kaum im Inter­es­se der EU, bei sol­chen ein­sei­ti­gen Aktio­nen, die grob gegen das Völ­ker­recht ver­sto­ßen, ein Auge zuzu­drü­cken, vor allem wenn Brüs­sel auch wei­ter­hin damit rech­net, sei­nen Pflich­ten als Ver­mitt­ler im Dia­log zwi­schen Bel­grad und Pris­ti­na nach­kom­men zu wol­len.

Wir haben auch mehr­mals gesagt, dass wir den Kurs auf eine NATO-Erwei­te­rung als Relikt des Kal­ten Krie­ges und daher als eine feh­ler­haf­te und zer­stö­re­ri­sche mili­tär­po­li­ti­sche Stra­te­gie anse­hen. Heu­te bemüht sich die Alli­anz, ihre Prä­senz auf dem Bal­kan aus­zu­bau­en. Doch dadurch erweckt sie nur alte Trenn­li­ni­en auf dem euro­päi­schen Kon­ti­nent wie­der zum Leben und ver­stößt grob gegen den Grund­satz, dass die Sicher­heit unteil­bar ist. All das führt im End­ef­fekt nicht zur Stär­kung der Sta­bi­li­tät, son­dern zu einer Schwä­chung des Ver­trau­ens und zu wach­sen­den Span­nun­gen in Euro­pa.

Večern­je novos­ti

Der Wes­ten und vor allem Washing­ton reagie­ren gereizt auf Russ­lands inten­si­ve Zusam­men­ar­beit mit Ser­bi­en und der Repu­bli­ka Srps­ka [der ser­bi­sche Teil von Bos­ni­en Her­ze­go­wi­na]. Wie kom­men­tie­ren Sie die Erklä­run­gen west­li­cher Poli­ti­ker, dass Russ­land ein Desta­bi­li­sie­rungs­fak­tor auf dem Bal­kan sei, und wie schät­zen Sie die Bezie­hun­gen Russ­lands mit ande­ren frü­he­ren jugo­sla­wi­schen Repu­bli­ken ein ?

Wenn wir über die Situa­ti­on auf dem Bal­kan spre­chen, so ist die Linie der USA und eini­ger west­li­cher Län­der zur Siche­rung ihrer Domi­nanz in der Regi­on ein ernst­haf­ter Desta­bi­li­sie­rungs­fak­tor. Noch 1999 bomb­ten die NATO-Streit­kräf­te ohne ein Man­dat der UNO zwei­ein­halb Mona­te lang Jugo­sla­wi­en und spal­te­ten dabei mit Gewalt die Auto­no­me Pro­vinz Koso­vo ab. Und 2008 unter­stütz­te Washing­ton mit sei­nen Ver­bün­de­ten die ille­gi­ti­me Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung von Koso­vo.

2017 wur­de Mon­te­ne­gro ent­ge­gen der Mei­nung der einen Hälf­te sei­ner Bevöl­ke­rung in die NATO hin­ein­ge­zo­gen. Ein Refe­ren­dum zu die­ser Fra­ge durch­zu­füh­ren, hat­ten die Behör­den Angst, und als Fol­ge erlebt das Land nun eine Peri­ode poli­ti­scher Insta­bi­li­tät. Im letz­ten Jahr wur­de, um die Repu­blik Maze­do­ni­en schnel­ler in die NATO ein­glie­dern zu kön­nen, sogar ein Pro­zess zur Ver­ab­schie­dung von Ver­fas­sungs­än­de­run­gen und Ände­rung des Staats­na­mens initi­iert, also zur Revi­si­on der Grund­la­gen der maze­do­ni­schen natio­na­len Iden­ti­tät. Dabei wur­de der Wil­le der maze­do­ni­schen Wäh­ler igno­riert : das Refe­ren­dum zur Ver­än­de­rung des Staats­na­mens ist geschei­tert, doch der Druck von außen dau­ert an.

Unser Land kennt und ver­steht die gan­ze Kom­ple­xi­tät des Bal­kans und der Geschich­te die­ser Regi­on, und es hat die­se Regi­on immer als einen Raum für kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit ver­stan­den. Auch heu­te hat Russ­land hier vie­le Freun­de, unter denen unser stra­te­gi­scher Part­ner Ser­bi­en einen beson­de­ren Platz ein­nimmt. Des­we­gen hat für uns die Bei­hil­fe bei der Fes­ti­gung der regio­na­len Sicher­heit und Sta­bi­li­tät eine unbe­ding­te Prio­ri­tät. Wir set­zen uns dafür ein, dass die Rech­te und Inter­es­sen der Län­der und Völ­ker des Bal­kans respek­tiert und das Völ­ker­recht ein­ge­hal­ten wer­den.

Die Inter­ak­ti­on mit der Repu­bli­ka Srps­ka, die zu Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na gehört, erfolgt auf bei­der­sei­tig vor­teil­haf­ter Grund­la­ge in stren­ger Über­ein­stim­mung mit dem Day­ton-Frie­dens­ab­kom­men von 1995. Wir wol­len auch wei­ter­hin Pro­jek­te in den Berei­chen Ener­gie­wirt­schaft, Erd­öl­ver­ar­bei­tung und Kraft­stoff­han­del, Finanz­wirt­schaft, Arz­nei­mit­tel­in­dus­trie und vie­len ande­ren sowohl in der Repu­bli­ka Srps­ka als auch in ganz Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na ver­wirk­li­chen. Eben­so wich­tig ist unse­rer Ansicht nach die För­de­rung von gemein­sa­men Initia­ti­ven im huma­ni­tä­ren Bereich mit Blick auf das wach­sen­de Inter­es­se der Bos­ni­er an der rus­si­schen Spra­che, der rus­si­schen Kul­tur und der Aus­bil­dung in Russ­land.

Die Bezie­hun­gen mit Slo­we­ni­en und Kroa­ti­en ent­wi­ckeln sich bestän­dig, obwohl der Dia­log zwi­schen der EU, der bei­de Län­der ange­hö­ren, und Russ­land eine schwe­re Zeit durch­lebt. Im letz­ten Jahr fan­den eini­ge Tref­fen mit der Füh­rung Kroa­ti­ens statt. Der Waren­um­satz wächst : bin­nen neun Mona­ten des Jah­res 2018 ist er mit Slo­we­ni­en fast um 10 Pro­zent und mit Kroa­ti­en um 27 Pro­zent ange­stie­gen. Im letz­ten Jahr führ­ten Russ­land und Slo­we­ni­en erfolg­reich wech­sel­sei­tig eine Kul­tur­sai­son des jeweils ande­ren Lan­des durch, in Zagreb fand eine gro­ße Aus­stel­lung der Staat­li­chen Ere­mi­ta­ge zu Ehren des 50. Jah­res­tags der Städ­te­part­ner­schaft zwi­schen der kroa­ti­schen Haupt­stadt und Sankt Peters­burg statt. Wir wer­den auch wei­ter­hin freund­schaft­li­che und ver­trau­ens­vol­le Bezie­hun­gen stär­ken, die mit Sicher­heit den Inter­es­sen unse­rer Völ­ker ent­spre­chen.

Wie sehen Sie die Per­spek­ti­ven der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Mos­kau und Bel­grad im Fal­le eines EU-Bei­tritts von Ser­bi­en ? Wie kann das die rus­si­schen Inves­ti­tio­nen in die ser­bi­sche Wirt­schaft beein­flus­sen ?

Wir respek­tie­ren den von der ser­bi­schen Füh­rung gewähl­ten EU-Bei­tritts­kurs. Im Gegen­satz zu unse­ren west­li­chen Part­nern ver­su­chen wir nicht, Bel­grad vor eine künst­li­che Wahl zu stel­len : ent­we­der Russ­land oder die EU. Die Inte­gra­ti­ons­pro­zes­se erle­ben in unse­rer glo­ba­li­sier­ten Welt eine dyna­mi­sche Ent­wick­lung, sie erfas­sen immer neue Län­der und Ver­ei­ni­gun­gen, schaf­fen zukunfts­träch­ti­ge Kon­stel­la­tio­nen. Des­we­gen sind wir über­zeugt, dass Ser­bi­ens Bestre­bun­gen zur Euro­pa­in­te­gra­ti­on, genau­so wie Russ­lands Teil­nah­me an der Eura­si­schen Wirt­schafts­uni­on, kein Hin­der­nis für unse­re Zusam­men­ar­beit auf ver­schie­de­nen Ebe­nen dar­stel­len.

Es ist wich­tig, dass Russ­land und Ser­bi­en pla­nen, ihr Zusam­men­wir­ken in den Berei­chen Wirt­schaft und Inves­ti­tio­nen auch wei­ter­hin zu ver­stär­ken. Dafür soll auch das Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der Eura­si­schen Wirt­schafts­uni­on und Ser­bi­en för­der­lich sein, das momen­tan vor­be­rei­tet wird. Eine ord­nungs­ge­mä­ße Ver­hand­lungs­run­de dazu fand vor weni­gen Tagen, näm­lich am 10. und 11. Janu­ar statt. Wir rech­nen damit, dass die­ses Doku­ment bis Ende die­ses Jah­res unter­zeich­net wer­den kann und völ­lig neue Mög­lich­kei­ten zur Erhö­hung der Effi­zi­enz und des prak­ti­schen Nut­zens der gemein­sa­men Arbeit im wirt­schaft­li­chen Bereich eröff­nen wird.

Abschlie­ßend möch­te ich den Lesern der Večern­je novos­ti und allen Bür­gern des befreun­de­ten Ser­bi­ens Frie­den und Wohl­stand wün­schen.

RT Deutsch


Serbien : Terroranschlag gegen Putin vereitelt — Mutmaßlicher Attentäter von Saudi-Arabien gefördert


Der 21-jäh­ri­ge Armin A., der bereits am Sonn­tag im Süd­wes­ten Ser­bi­ens ver­haf­tet wur­de, ist nach über­ein­stim­men­den Berich­ten meh­re­rer ser­bi­scher Medi­en Mit­glied einer wah­ha­bi­ti­schen Grup­pe namens “Dava Tim Cen­tar”. Wah­ha­bis­mus ist eine erz­kon­ser­va­ti­ve, spe­zi­fisch sau­di-ara­bi­sche Gelehr­ten­tra­di­ti­on des sun­ni­ti­schen Islam, die, mas­siv mit sau­di­schen Gel­dern geför­dert, in den letz­ten Jahr­zehn­ten vie­le Anhän­ger in den Bal­kan­staa­ten gefun­den hat.

Mehr zum The­ma — “Isla­mis­ti­sches Ter­ror­zen­trum”: Sau­di-Ara­bi­en unter­wan­dert den Koso­vo mit radi­ka­lem Islam

Laut der ser­bi­schen Tages­zei­tung Alo soll Armin A. im Ver­dacht ste­hen, einen Ter­ror­an­schlag wäh­rend des Besuchs des rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin in Ser­bi­en geplant zu haben. Putin kommt am Don­ners­tag auf Ein­la­dung sei­nes ser­bi­schen Amts­kol­le­gen Alek­san­dar Vučić nach Bel­grad.

Armin wur­de über­wacht und in Novi Pazar gestoppt. Er trug einen Ruck­sack mit sich her­um, in dem ein Gewehr mit einem Ziel­fern­rohr sowie meh­re­re Mes­ser gefun­den wur­den”, zitiert die ser­bi­sche Tages­zei­tung Blic eine unge­nann­te Quel­le aus Poli­zei­krei­sen.

Che­mi­ka­li­en zum Bau von Spreng­kör­pern gefun­den

Bei der Durch­su­chung sei­nes Fami­li­en­hau­ses sei­en unter ande­rem eine IS-Fah­ne sowie Pro­pa­gan­da-Mate­ri­al der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on gefun­den wor­den. Zudem sol­len im Dach­ge­schoss des Hau­ses unter ande­rem “bestimm­te Che­mi­ka­li­en” und Gegen­stän­de gefun­den wor­den sein, die auch zum Bau von Spreng­kör­pern benutzt wer­den kön­nen. Die Ermitt­lun­gen sol­len nun klä­ren, ob er im Stan­de war, allei­ne einen Spreng­kör­per zu bas­teln und was er damit genau geplant hat­te.

Dem Medi­en­be­richt zufol­ge sol­len die ser­bi­schen Sicher­heits­diens­te schon län­ger dar­über Infor­ma­tio­nen gehabt haben, dass er einer radi­ka­len isla­mis­ti­schen Bewe­gung ange­hört, die in der Regi­on rund um die Stadt Novi Pazar (rund 70.000 Ein­woh­ner) aktiv sein soll. Er ste­he zudem mit Män­nern in Ver­bin­dung, die eine Rei­se nach Syri­en geplant haben sol­len. Armin A. wur­de bereits von der Poli­zei ver­hört, ihm wird die ille­ga­le Her­stel­lung, der Besitz und das Tra­gen von Waf­fen und Spreng­stoff vor­ge­wor­fen.

Mehr zum The­ma — Atten­tat auf Putin und Drit­ter Welt­krieg : Was Hell­se­her für 2019 vor­her­sa­gen

RT Deutsch


Kreml-Sprecher : Putin lässt manchmal „Blut in den Adern gefrieren“


Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin kann laut sei­nem Spre­cher Dmi­tri Pes­kow die eige­ne Ein­stel­lung gegen­über jeman­dem oder etwas so aus­drü­cken, dass „einem das Blut in den Adern gefriert“. So äußer­te sich der Spre­cher in einem Inter­view für die rus­si­sche Zei­tung „AiF“.
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Attentat auf Putin und Dritter Weltkrieg : Was Hellseher für 2019 vorhersagen


Als sie gebo­ren wur­de, war Maze­do­ni­en noch Teil des Osma­ni­sches Reichs – Baba Wan­ga, die von ihren Ver­eh­rern auch die “leben­di­ge Hei­li­ge” getauft wur­de. Die 1911 im dama­li­gen Ost­romd­scha (heu­te Strumi­ca) unter dem Namen Ewan­ge­lia Pan­de­wa Gusch­te­ro­wa gebo­re­ne soge­nann­te Sehe­rin ver­starb 1996 in Bul­ga­ri­en und genießt dort, wie auch in Russ­land, nach wie vor einen hohen Bekannt­heits­grad. Ihre ers­te “Visi­on” hat­te die mit 13 Jah­ren erblin­de­te Toch­ter armer Bau­ern im Jahr 1941, als ihr ein “strah­len­der Rei­ter” offen­bart haben soll, dass bald “schreck­li­che Din­ge” gesche­hen wür­den. Und in der Tat, im sel­ben Jahr, am 9. April, begann die deut­sche Wehr­macht ihren Feld­zug in Jugo­sla­wi­en.

Zwar lag die “Sehe­rin” nicht immer rich­tig mit ihren Pro­phe­zei­un­gen, doch immer­hin soll sie laut ihren Anhän­gern die Ter­ror­an­schlä­ge vom 11. Sep­tem­ber 2001, den Tsu­na­mi von 2004, den Bre­x­it und die Tat­sa­che, dass der 44. Prä­si­dent der USA ein Afro­ame­ri­ka­ner sein wer­de, rich­tig vor­her­ge­sagt haben. Auch für das kom­men­de Jahr 2019 soll Baba Wan­ga Vor­her­sa­gen getrof­fen haben. Und die klin­gen nicht gera­de opti­mis­tisch. Auch wenn sich die Sehe­rin Zeit ihres Lebens immer eher vage aus­ge­drückt und somit Spiel­raum für Inter­pre­ta­tio­nen gelas­sen hat. Ihre Pro­gno­sen für das neue Jahr sol­len dem­zu­fol­ge fol­gen­de sein :

Die euro­päi­sche Wirt­schaft soll zusam­men­bre­chen.

Auf den rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin soll ein Atten­tat ver­übt wer­den. Der Täter soll aus dem inne­ren Zir­kel Putins stam­men. Es sei nicht klar, ob Putin über­lebt oder nicht.

Auch für US-Prä­si­dent Donald Trump gibt es “schlech­te Nach­rich­ten”: In 2019 soll er ein Hirn­trau­ma erlei­den und taub wer­den.

In Asi­en soll es erneut zu einem rie­si­gen Tsu­na­mi kom­men. Mit Tau­sen­den Toten, ver­gleich­bar mit dem Tsu­na­mi von 2004.

Vor allem Russ­land soll 2019 laut den Vor­her­sa­gen arg gebeu­telt wer­den. Denn neben dem Atten­tat auf den Prä­si­den­ten soll 2019 zudem auch ein Meteo­rit in Russ­land ein­schla­gen.

Eine wei­te­re Grö­ße der “Hell­se­her­zunft”, wenn nicht gar “der Größ­te”, hat eben­falls kei­ne guten Nach­rich­ten für 2019. Die Rede ist von Michel de Nost­re­da­me, bes­ser bekannt unter sei­nem lati­ni­sier­ten Namen Nos­trada­mus. Der 1503 in Saint-Rémy-de-Pro­vence gebo­re­ne und 1566 in Salon-de-Pro­vence ver­stor­be­ne Nos­trada­mus übte sich zunächst in der Kunst der Her­stel­lung von Phar­ma­zeu­ti­ka, Kos­me­ti­ka und Kon­fi­tü­ren. Erst im Jahr 1550 begann er mit sei­nen Pro­phe­zei­un­gen. Seit 1555 ent­hiel­ten die­se auch die berühm­ten “Vier­zei­ler”. Im sel­ben Jahr erschien in Lyon eine grö­ße­re Men­ge an Pro­phe­zei­un­gen in Vier­zei­lern als “Les Pro­phe­ties de M. Michel Nos­trada­mus”. Die­se bestehen aus vier “Cen­tu­ri­en”, die sich ihrer­seits wie­der­um aus drei Mal hun­dert und ein­mal 53 “Qua­trains” genann­ten Vier­zei­lern zusam­men­setz­ten.

Berühmt­heit als Seher erlang­te er, als er für das Jahr 1559 den Tod eines Königs vor­her­sag­te. Und tat­säch­lich kam der fran­zö­si­sche König Hein­rich II. im sel­ben Jahr infol­ge eines Tur­nier­zwei­kampfs ums Leben. Ähn­lich wie Baba Wan­ga drück­te sich auch Nos­trada­mus vage und unklar aus. Den­noch las­sen sich auch aus sei­nen Ver­sen Pro­phe­zei­un­gen für das neue Jahr ablei­ten :

Eine gro­ße Flut soll über Euro­pa her­ein­bre­chen.

Der Wes­ten Kana­das soll von einem äußerst star­ken Erd­be­ben heim­ge­sucht wer­den.

Im Nahen Osten sol­len Extre­mis­mus und Ter­ro­ris­mus wei­ter zuneh­men.

In 2019 soll der Drit­te Welt­krieg aus­bre­chen und bis 2046 andau­ern.

In der Wis­sen­schaft wird die Fähig­keit, zukünf­ti­ge Ereig­nis­se vor­her­zu­se­hen, als “Prä­ko­gni­ti­on” (Latein für “Erkennt­nis”) umschrie­ben. Immer wie­der gab es Ver­su­che, dem Phä­no­men empi­risch auf den Leib zu rücken – mit sehr beschei­de­nen Erfol­gen. Wis­sen­schaft­li­che Bewei­se lie­gen laut For­schung nicht vor, auch wenn vie­les noch uner­klär­lich bleibt. So darf sich jeder selbst einen Reim auf Baba Wan­ga und Nos­trada­mus machen. RT Deutsch wünscht einen guten Rutsch in ein hof­fent­lich fried­li­ches Jahr 2019 !

RT Deutsch


Putin : Mit Sanktionen belegte Unternehmen können auf staatliche Unterstützung vertrauen


Russ­lands Prä­si­dent hat am Mitt­woch wäh­rend eines Tref­fens mit Ver­tre­tern der rus­si­schen Wirt­schaft staat­li­che Unter­stüt­zung für rus­si­sche Unter­neh­men ver­spro­chen, damit die­se dem Sank­ti­ons­druck stand­hal­ten kön­nen. Er sag­te :

Die Unter­stüt­zung des Inlands­ge­schäfts und die Stei­ge­rung sei­ner Fähig­kei­ten ist eine der wich­tigs­ten Auf­ga­ben, gera­de heu­te, da rus­si­sche Unter­neh­men mit gewis­sen exter­nen Ein­schrän­kun­gen kon­fron­tiert sind.

Unter Bezug­nah­me auf west­li­che Sank­tio­nen beton­te der rus­si­sche Prä­si­dent, dass der Kreml sehe, wie aus­län­di­sche Akteu­re ver­such­ten, sich hin­ter dem “poli­ti­schen Schirm” zu ver­ste­cken, den sie “im unlau­te­ren Wett­be­werb, bei der Eli­mi­nie­rung von Riva­len und bei der Auf­tei­lung der Märk­te” ver­wen­de­ten.

Um die­sen Her­aus­for­de­run­gen zu begeg­nen, müs­se Russ­land sei­ne indus­tri­el­le Ent­wick­lung ankur­beln und sei­ne wis­sen­schaft­li­che und tech­no­lo­gi­sche Basis stär­ken, so Putin. Er ver­sprach, dass die rus­si­sche Regie­rung die Expor­teu­re des Lan­des wei­ter­hin unter­stüt­zen wer­de, ins­be­son­de­re in sol­chen Nicht-Roh­stoff­sek­to­ren wie High-Tech und Land­wirt­schaft.

Gleich­zei­tig wird Mos­kau sei­ner­seits weder Hin­der­nis­se für die inter­na­tio­na­le wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit schaf­fen noch sich iso­lie­ren, beton­te der rus­si­sche Prä­si­dent.

RT Deutsch


Im Beisein von Putin : Raketentruppen testen erfolgreich neueste „Avangard“- Rakete


Das rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um hat im Auf­trag des Obers­ten Befehls­ha­bers und rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin die neu­es­te Hyper­schall-Rake­te „Avan­gard“ erfolg­reich getes­tet. Das berich­te­te der Pres­se­dienst des Kremls am Mitt­woch.
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Putin offenbart Russlands Pläne für Krim-Entwicklung


Russ­land wird die Sicher­heit auf der Krim gewähr­leis­ten und die mili­tä­ri­sche Kom­po­nen­te in der Regi­on soweit wie nötig ver­stär­ken. Dies teil­te der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin am Don­ners­tag bei der jähr­li­chen Pres­se­kon­fe­renz in Mos­kau mit.
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Putin : USA haben INF-Vertrag schon längst selbst verletzt


Als Bei­spiel führ­te er die Sta­tio­nie­rung des Aegis-Kampf­sys­tems in Polen und Rumä­ni­en an. “Das ist eine direk­te Ver­let­zung des INF-Ver­trags, weil die­se Sys­te­me auf See benutzt wer­den kön­nen – und sie wer­den für den Abschuss von Rake­ten die­ses Typs benutzt. Nun sind sie in Ver­let­zung des Ver­trags am Boden erschie­nen”, prä­zi­sier­te Putin. Ihm zufol­ge wird der Aus­tritt der USA aus dem Ver­trag nega­ti­ve Fol­gen haben sowie die regio­na­le und glo­ba­le Sicher­heit schwä­chen.

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Kalender mit halbnacktem Putin ist in Japan größter Verkaufshit


Die Laden­ket­te Loft, die die Exklu­siv­rech­te für den Ver­kauf des Kalen­ders hat, berich­te­te, dass die Japa­ner etwa zwei Wochen vor Jah­res­en­de begon­nen haben, die heiß ersehn­ten Wand­ka­len­der auf­zu­kau­fen. Wäh­rend eini­ge zuge­ben, dass sie zu die­sem für Japan exo­ti­schen Kalen­der nur aus Spaß grei­fen, behaup­ten ande­re, dass sie tat­säch­lich am Pri­vat­le­ben des Kreml­chefs sehr inter­es­siert sei­en.

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Putin lernt nur langsam”: US-Verteidigungsminister wirft Moskau Einmischung in Midterm-Wahlen vor


Es war wohl nur eine Fra­ge der Zeit : Erst­ma­lig behaup­tet ein Mit­glied der US-Regie­rung, Russ­land habe sich in die soge­nann­ten Mid­term-Wah­len (Halb­zeit­wah­len) am 6. Novem­ber ein­ge­mischt. Das sag­te Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter James Mat­tis wäh­rend eines Inter­views am Ran­de des Rea­gan Natio­nal Defen­se Forum, bei dem er das Ver­hält­nis der US-Regie­rung zum rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin ansprach.

Es besteht kein Zwei­fel, dass sich die Bezie­hung ver­schlech­tert hat. Er [Putin] ver­such­te wie­der, in unse­re Wah­len letz­ten Monat hin­ein­zu­pfu­schen. Wir sehen eine kon­ti­nu­ier­li­che Anstren­gung in die­sem Bereich”, zitiert das US-Maga­zin The Hill den Minis­ter.

Erfolg­los hät­ten die US-Regie­rung und NATO-Ver­bün­de­te Mos­kau wegen sei­ner unde­mo­kra­ti­schen Aktio­nen unter Druck gesetzt. Mat­tis führ­te dazu aus :

Dies ist eine sehr kom­ple­xe Situa­ti­on, denn Herr Putin ist ein­deu­tig jemand, der nur lang­sam lernt. Er erkennt nicht, dass das, was er tut, fak­tisch zur Feind­se­lig­keit gegen sein Volk führt. Wir haben es mit jeman­dem zu tun, dem wir ein­fach nicht ver­trau­en kön­nen.

Russ­land soll sich laut US-Geheim­diens­ten bereits in die Prä­si­dent­schafts­wah­len 2016 zuguns­ten Donald Trumps ein­ge­mischt haben. Als Beleg ver­öf­fent­lich­ten die­se am 7. Janu­ar 2017 einen Bericht, der sich jedoch als Sam­mel­su­ri­um von Nicht-Bewei­sen ent­pupp­te. Dar­in wird etwa die Bericht­erstat­tung von RT über die Occu­py-Wall­street-Pro­tes­te im Jahr 2011 als Beleg für die rus­si­sche Wahl­ein­mi­schung fünf Jah­re spä­ter her­an­ge­zo­gen.

Auch Mat­tis hat kei­ne Bele­ge für sei­ne Behaup­tung der neu­er­li­chen Ein­fluss­nah­me Mos­kaus ange­führt sowie kei­ne nähe­ren Details genannt.

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