Duterte an sein Militär : Wenn ihr unzufrieden mit der Regierung seid, dann putscht sie weg


Lasst alle Poli­ti­ker fal­len, auch mich. Ich kann immer zum Schwim­men nach Hau­se, nach Davao gehen”, sag­te Duter­te am Don­ners­tag wäh­rend der Ver­ei­di­gung neu ernann­ter Regie­rungs­be­am­ter in Mala­canang. Er for­der­te das Mili­tär erneut auf, nicht zu zögern, ihn von der Macht zu drän­gen, soll­ten sie an sei­nen Füh­rungs­qua­li­tä­ten zwei­feln.

Das Haupt­pro­blem bei Meu­te­rei­en ist laut Duter­te, dass Mili­tär­put­sche in der Regel nur zur Ernen­nung erfah­re­ner Oppo­si­tio­nel­ler auf den ers­ten Sit­zen füh­ren. Anstatt also Zeit und Mühe zu “ver­schwen­den”, schlug der Prä­si­dent vor, soll­ten die poten­zi­el­len mili­tä­ri­schen Put­schis­ten etwa ein Dut­zend “klu­ge jun­ge Füh­rer” aus­wäh­len und die “Bes­ten” zur Füh­rung der Phil­ip­pi­nen ein­set­zen.

Wenn Du ver­sagst, wer­den wir Dich töten. Wenn Du Dich gut anstellst, wer­den wir Dein Gehalt jähr­lich erhö­hen.

Die jun­gen Nach­wuchs­kräf­te soll­ten ein gutes Gehalt erhal­ten und für ihre Bemü­hun­gen belohnt wer­den, müs­sen sich aber bewusst sein, dass sie nicht lan­ge leben wer­den, wenn sie ihre neu gewon­ne­ne Macht miss­brau­chen. Davon ist Duter­te über­zeugt.

Es war nicht das ers­te Mal, dass der Prä­si­dent es wag­te, die poli­ti­sche Zukunft auf den Phil­ip­pi­nen durch das Mili­tär bestim­men zu las­sen. Ähn­li­che Bemer­kun­gen mach­te er erst im Sep­tem­ber letz­ten Jah­res.

Das süd­ost­asia­ti­sche Land im West­pa­zi­fik erleb­te mehr als ein Dut­zend Putsch­ver­su­che seit dem Sturz von Prä­si­dent Fer­di­nand Mar­cos 1986, der eini­ge Zeit unter Kriegs­recht als Dik­ta­tor regier­te. Die jüngs­ten Macht­er­grei­fungs­ver­su­che wur­den wäh­rend der Prä­si­dent­schaft von Glo­ria Maca­pa­gal Arro­yo vor mehr als einem Jahr­zehnt geplant.

Gegen­wär­tig ist Sena­tor Anto­nio Tril­la­nes, ein ehe­ma­li­ger Offi­zier der Mari­ne, die wich­tigs­te Oppo­si­ti­ons­fi­gur des Lan­des. Duter­tes Regie­rung glaubt, dass er an den geschei­ter­ten Putsch­ver­su­chen wäh­rend der Meu­te­rei von Oak­wood im Jahr 2003 und der Hotel­be­la­ge­rung auf der Halb­in­sel Mani­la von 2007 betei­ligt war. Vom ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten Benigno Aqui­no III. wur­de Tril­la­nes für sein Fehl­ver­hal­ten begna­digt, was Duter­te nun anficht.

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Frankreich : Landesweite Streiks gegen Regierung (Video)


Mehr zum The­ma — Frank­reich schränkt Demons­tra­ti­ons­recht ein : “Anti-Ran­da­lie­rer-Gesetz” gegen stö­ren­de Gelb­wes­ten

In Paris kam es dabei ein wei­te­res mal zu Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen Demons­tran­ten und der Poli­zei. Gemäß dem neu­en Gesetz kön­nen ver­mumm­te Demons­tran­ten mit bis zu einem Jahr Gefäng­nis bestraft wer­den. Es droht zudem eine Stra­fe von bis zu 15.000 Euro.

Mehr zum The­ma — Frank­reich schränkt Demons­tra­ti­ons­recht ein : “Anti-Ran­da­lie­rer-Gesetz” gegen stö­ren­de Gelb­wes­ten

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Afghanistan-Krieg : Friedensverhandlungen in Moskau in Abwesenheit der afghanischen Regierung


Das Tref­fen zwi­schen den Tali­ban und Oppo­si­tio­nel­len ist für Diens­tag und Mitt­woch die­ser Woche im “Pre­si­dent Hotel” in Mos­kau ange­setzt. Das rus­si­sche Außen­mi­nis­te­ri­um wies dar­auf hin, dass die Gesprä­che in Mos­kau nichts mit den for­mel­len Ver­hand­lun­gen der rus­si­schen Regie­rung zu tun hät­ten, wie etwa im ver­gan­ge­nen Novem­ber, als in Mos­kau eine Kon­fe­renz auf Ein­la­dung von Außen­mi­nis­ter Ser­gei Law­row abge­hal­ten wur­de. 

Der afgha­ni­sche Prä­si­dent Aschraf Gha­ni warnt die USA vor einem schnel­len Frie­dens­schluss mit den Tali­ban. Die­se soll­ten zunächst mit sei­ner Regie­rung ver­han­deln. Der Spre­cher des afgha­ni­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums, Sebghat Ahma­di : 

Im Moment sehen wir kei­ne Not­wen­dig­keit für ein sol­ches Tref­fen. Wir wis­sen, es wird Afgha­ni­stan über­haupt nicht hel­fen, Frie­den zu schlie­ßen, also ist es kaum mehr als ein poli­ti­sches Dra­ma. 

Die Regie­rung von Gha­ni mach­te deut­lich, sie wür­de nur dann in den Dia­log mit den Tali­ban tre­ten, wenn sie nicht als eine von vie­len Par­tei­en gela­den wer­den. Unter den Gäs­ten die­se Woche ist der ehe­ma­li­ge afgha­ni­sche Prä­si­dent Hamid Kar­zai, Atta Moham­mad Noor, Lei­ter der oppo­si­tio­nel­len Par­tei Jam­i­at-e-Isla­mi, und Hanf Atmar, ehe­ma­li­ger Sicher­heits­be­ra­ter, der gegen Gha­ni in den anste­hen­den Wah­len antre­ten wird. Im Juli fin­den in Afgha­ni­stan Prä­si­dent­schafts­wah­len statt. Gha­ni hofft auf eine zwei­te Amts­zeit. 

Fari­ba Aham­di Kakar, Mit­glied des afgha­ni­schen Par­la­ments für die Regi­on Kan­da­har, kri­ti­siert die Stur­heit der poli­ti­schen Éli­te ihres Lan­des : 

Die Abwe­sen­heit der Regie­rung in all den wich­ti­gen Gesprä­chen scha­det uns – auch wenn die Regie­rung Feh­ler gemacht hat, es ist unse­re Regie­rung, es ist unse­re Füh­rung. Die Abwe­sen­heit der Regie­rung in Tref­fen, wo es in Gesprä­chen um die Zukunft Afgha­ni­stans geht, könn­te dazu füh­ren, dass die Tali­ban die­se auf Kos­ten des Sys­tems aus­nut­zen.

Sie hofft, dass es nicht dazu kom­men wird, dass die Tali­ban bereit für den Frie­den sind, aber die Füh­rer des Lan­des kei­nen Frie­den mit­ein­an­der schlie­ßen kön­nen. Die USA spre­chen von “signi­fi­kan­ten” Fort­schrit­ten in den Frie­dens­ver­hand­lun­gen mit den Tali­ban. Für die Tali­ban ist die Regie­rung Aschraf Gha­nis eine “Mario­net­te der USA”. Der­zeit befin­den sich noch rund 14.000 US-Sol­da­ten in Afgha­ni­stan. 

Mehr zum The­ma — USA und Tali­ban eini­gen sich auf Rah­men­ent­wurf für afgha­ni­sches Frie­dens­ab­kom­men

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Italiens Regierung beschließt Grundeinkommen und Rentenreform


Eben­falls ab April soll die soge­nann­te “Quo­ta 100” in Kraft tre­ten, womit das Ren­ten­ein­tritts­al­ter in eini­gen Fäl­len vor­ge­zo­gen wird. Das Grund­ein­kom­men und die Ren­ten­re­form waren die zen­tra­len Ver­spre­chen der Regie­rungs­ko­ali­ti­on aus popu­lis­ti­scher Fünf-Ster­ne-Bewe­gung und rech­ter Lega.

Um die Plä­ne, die den hoch ver­schul­de­ten ita­lie­ni­schen Staat viel Geld kos­ten, gab es mona­te­lang Streit mit der EU-Kom­mis­si­on. Sie waren Teil des Haus­halts­ent­wurfs, den das Par­la­ment im Dezem­ber gebil­ligt hat. (dpa)

Mehr zum The­ma — Nach Streit um Mün­zen aus Tre­vi-Brun­nen : Geld bleibt doch bei Cari­tas

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5G-Ausbau : Regierung prüft offenbar Ausschluss von Huawei wegen Gefährdung der Sicherheit


Neu­see­land und Aus­tra­li­en ver­bann­ten jüngst die Aus­rüs­tung des Tech­no­lo­gie­rie­sen Hua­wei beim Auf­bau des neu­en schnel­len Mobil­funk­stan­dards 5G. Der Schritt wur­de mit Sicher­heits­be­den­ken begrün­det. In den USA wer­den die Pro­duk­te schon lan­ge boy­kot­tiert. Gegen das Unter­neh­men wur­de der Vor­wurf der Spio­na­ge laut. Die Aus­rüs­tung soll ein Sicher­heits­ri­si­ko dar­stel­len, denn in Hua­wei-Gerä­ten wer­den angeb­lich Hin­ter­tü­ren ein­ge­baut, durch die der chi­ne­si­sche Geheim­dienst Infor­ma­tio­nen abgrei­fen kann. Oder das Unter­neh­men selbst gebe die Daten aktiv an den chi­ne­si­schen Staat wei­ter. Hua­wei wies die Vor­wür­fe stets zurück. Zudem feh­len bis heu­te stich­hal­ti­ge Bewei­se für die Vor­wür­fe der USA.

Bereits Ende Novem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res berich­te­te die Tages­zei­tung The Wall Street Jour­nal, dass die US-Regie­rung eine Kam­pa­gne gestar­tet habe, um die Unter­neh­men in ver­bün­de­ten Län­dern wie Japan oder Deutsch­land zu über­re­den, Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik von Hua­wei zu mei­den. Bis jetzt wei­ger­te sich Ber­lin aber, den USA in die­ser Ange­le­gen­heit zu fol­gen. Nun aber könn­te es anders kom­men. 

Netz­werk­aus­rüs­ter Hua­wei Zugang in Deutsch­land erschwe­ren

Wie die Tages­zei­tung Han­dels­blatt am Don­ners­tag berich­tet, wird inner­halb der Bun­des­re­gie­rung der­zeit inten­siv dar­über dis­ku­tiert, wie der Kon­zern vom Auf­bau des künf­ti­gen 5G-Mobil­funk­net­zes in Deutsch­land aus­ge­schlos­sen wer­den kön­ne. Unter Beru­fung auf Regie­rungs­krei­se berich­tet die Zei­tung, dass in den Minis­te­ri­en und Behör­den über strik­te­re Sicher­heits­stan­dards und mög­li­cher­wei­se auch Ände­run­gen im Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­setz nach­ge­dacht wer­de. So könn­ten bei­spiels­wei­se Sicher­heits­an­for­de­run­gen so for­mu­liert wer­den, dass die chi­ne­si­sche Fir­ma de fac­to aus­ge­schlos­sen wür­de. Falls dies nicht rei­chen soll­te, könn­te man – als letz­tes Mit­tel – eine Ände­rung des Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­set­zes auf den Weg brin­gen. 

Kri­tik an der Hal­tung der Regie­rung gegen­über dem chi­ne­si­schen Tech-Gigan­ten kam vom Bun­des­ver­band der Deut­schen Indus­trie (BDI), der vor einer Vor­ver­ur­tei­lung warn­te. Es dür­fe kein Wett­be­wer­ber wegen des ein­fa­chen Ver­dachts einer Gefähr­dung der Sicher­heit aus­ge­schlos­sen wer­den, sag­te BDI-Prä­si­dent Die­ter Kempf.

Wenn es jeman­den gibt, der sol­che Mut­ma­ßun­gen auf­stellt, dann hat er auch die ver­damm­te Pflicht, die­se Mut­ma­ßun­gen auch zu bewei­sen”, so Kempf.

Hier­zu­lan­de ver­wen­den Tele­fó­ni­ca und Voda­fone Hua­wei-Tech­no­lo­gie

Das Han­dels­blatt zitiert in sei­nem Bericht den Hua­wei-Grün­der Ren Zheng­fei mit den Wor­ten, dass sein Unter­neh­men noch nie eine Anfra­ge von einer Regie­rung erhal­ten habe, Infor­ma­tio­nen zu über­mit­teln, die gegen gel­ten­de Vor­schrif­ten ver­stie­ßen.

Ich lie­be mein Land, ich unter­stüt­ze die Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei, aber ich wür­de nie etwas tun, was einem ande­ren Land der Welt scha­den wür­de”, zitiert ihn das Han­dels­blatt.

Hua­wei gehört zu den erfolg­reichs­ten Anbie­tern von Netz­in­fra­struk­tur welt­weit. Neben dem Know-how kann kaum ein ande­rer Anbie­ter – sei es Nokia, Cis­co oder Erics­son – preis­lich mit Hua­wei gleich­zie­hen. Laut Han­dels­blatt wür­den in Deutsch­land Tele­fó­ni­ca und Voda­fone Tech­no­lo­gie von Hua­wei ver­wen­den. Die Tele­kom woll­te sich laut Bericht nicht äußern.

Auch als Smart­pho­ne-Her­stel­ler hat sich das Unter­neh­men – gestar­tet als Bil­lig­mar­ke – in einem sehr hart umkämpf­ten Markt in weni­gen Jah­ren einen Namen gemacht. Inzwi­schen ran­giert Hua­wei neben Sam­sung und Apple unter den Top drei.

Mehr zum The­ma — Fest­nah­me von Hua­wei-Mana­ge­rin : Neu­er Kon­flikt zwi­schen Chi­na und USA mög­lich

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Erneut Tausende bei Protest gegen Regierung in Budapest


In Buda­pest war es die sechs­te Groß­kund­ge­bung in zehn Tagen. Anlass war ein am Mitt­woch vor einer Woche im Par­la­ment beschlos­se­nes neu­es Arbeits­ge­setz. Es sieht vor, dass Arbeit­ge­ber von ihren Mit­ar­bei­tern bis zu 400 Über­stun­den im Jahr ver­lan­gen kön­nen. Die Pro­test­ler spre­chen von einem “Skla­ven­ge­setz”. Die Gewerk­schaf­ten befürch­ten, dass auf ver­steck­te Wei­se die Sechs-Tage-Woche ein­ge­führt wer­den könn­te. Vik­tor Orbán hat­te am Frei­tag­mor­gen in sei­nem regel­mä­ßi­gen Rund­funk- Inter­view die Pro­tes­te als über­trie­be­ne Reak­ti­on der Oppo­si­ti­on abge­tan. “Das­sel­be hys­te­ri­sche Geschrei gab es schon vie­le Male, so etwa als wir die Arbeits­pflicht für Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger ein­führ­ten”, erklär­te er. (dpa)

Mehr zum The­ma — Unga­ri­sches “Skla­ven­ge­setz” tritt ab Janu­ar in Kraft

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Regierung beschließt “Fachkräfteeinwanderungsgesetz”


Die Bun­des­re­gie­rung hat am Mitt­woch den Gesetz­ent­wurf für das neue “Fach­kräf­te­ein­wan­de­rungs­ge­setz” ver­ab­schie­det. Es sieht vor, dass die Hür­den für die Ein­rei­se von Beschäf­tig­ten aus Nicht-EU-Staa­ten deut­lich gesenkt wer­den. Bei ent­spre­chen­der Qua­li­fi­ka­ti­on sol­len aus­län­di­sche Arbeits­kräf­te auch ohne Arbeits­ver­trag kom­men dür­fen, um sich eine Stel­le zu suchen. Dies war bis­her nur Hoch­schul­ab­sol­ven­ten erlaubt. Mit der Neu­re­ge­lung will die Regie­rung den angeb­li­chen Fach­kräf­te­man­gel behe­ben, der — so Arbeits­mi­nis­ter Huber­tus Heil am Mitt­woch in Ber­lin — in eini­gen Bran­chen und Regio­nen bereits jetzt ein “Wachs­tums­hemm­nis” sei.

Dar­über hin­aus hat die Regie­rung neue Regeln beschlos­sen, um abge­lehn­ten Asyl­be­wer­bern mit Arbeits­stel­le eine Chan­ce auf einen dau­er­haf­ten Auf­ent­halt zu geben. Durch ein Beschäf­ti­gungs­dul­dungs­ge­setz sol­le die­sen neue Per­spek­ti­ven gege­ben wer­den. “Im Kern geht es dar­um, dass wir nicht die Fal­schen abschie­ben”, so Heil. Innen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer erklär­te, die Plä­ne, die noch vom Bun­des­tag gebil­ligt wer­den müs­sen, könn­ten auch einen Bei­trag dazu leis­ten, die ille­ga­le Migra­ti­on zurück­zu­drän­gen.

Die soge­nann­te Beschäf­ti­gungs­dul­dung wür­de abge­lehn­ten Asyl­be­wer­bern, die mit einer Dul­dung in Deutsch­land leben, die Mög­lich­keit geben, einen siche­re­ren Auf­ent­halts­ti­tel zu erhal­ten. Vor­aus­set­zung ist unter ande­rem, dass sie min­des­tens 18 Mona­te in Voll­zeit gear­bei­tet haben.

Wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er lob­te die Regie­rung und sprach von einem “his­to­ri­schen Tag”. Er sag­te, dass die Regie­rung jetzt 30 Jah­re Debat­te über ein Ein­wan­de­rungs­ge­setz hin­ter sich las­se, sei “ein Aus­weis für die Hand­lungs­fä­hig­keit der gro­ßen Koali­ti­on”.

Mehr zum The­ma — An der Migra­ti­ons­po­li­tik zeigt sich die Unehr­lich­keit von Regie­rung und Poli­tik

Anders als von der Regie­rung und einem Groß­teil der Medi­en dar­ge­stellt, ist der behaup­te­te uni­ver­sel­le Fach­kräf­te­man­gel in Deutsch­land alles ande­re als eine Tat­sa­che. Im Inter­view mit Tele­po­lis erklär­te der Öko­nom Heinz-Josef Bon­trup dazu :

Einen flä­chen­de­cken­den Fach­kräf­te­man­gel gibt es in Deutsch­land nicht. Das auf Teil­ar­beits­märk­ten oder auch auf regio­na­len Arbeits­märk­ten Ver­knap­pun­gen auf­tre­ten kön­nen, ist eine öko­no­misch allen­falls tri­via­le Fest­stel­lung… Ver­knap­pun­gen auf Teil­ar­beits­märk­ten wider­spre­chen auch kei­ner ins­ge­samt in einer Volks­wirt­schaft vor­lie­gen­den Mas­sen­ar­beits­lo­sig­keit.

Die deut­schen Arbeits­märk­te, so Bon­trup, hät­ten sich “noch nie in einem so schlech­ten Zustand” befun­den wie heu­te. Die Rea­li­tät sei geprägt von einer künst­lich run­ter­ge­rech­ne­ten Mas­sen­ar­beits­lo­sig­keit und einem Pre­ka­ri­at von teil­zeit­lich, gering und befris­te­ten beschäf­tig­ten. Vor die­sem Hin­ter­grund bewer­tet Bon­trup das neue “Fach­kräf­te­ein­wan­de­rungs­ge­setz” aus­ge­spro­chen kri­tisch :

Hoch­qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te aus dem Aus­land abzu­wer­ben, führt zu einer Fehl­al­lo­ka­ti­on und ent­spricht in der Tat einem ego­is­ti­schen natio­nal­staat­li­chen Den­ken. Denn die Fach­kräf­te wer­den viel­mehr zum Auf­bau in ihren Her­kunfts­län­dern gebraucht. Wenn sie dann noch in das Land des Export­welt­meis­ters Deutsch­land gelockt wer­den, ist dies beson­ders ver­werf­lich und gleich­zei­tig öko­no­misch völ­lig irra­tio­nal.

Das “Fach­kräf­te­ein­wan­de­rungs­ge­setz” könn­te bei Inkraft­tre­ten eine neue Ein­wan­de­rungs­wel­le nach Deutsch­land aus­lö­sen. Bereits in den Jah­ren der Euro­kri­se hat­te die Bun­des­re­gie­rung in den Kri­sen­län­dern im Süden und Osten der EU Arbeits­kräf­te ange­wor­ben.

Auch der flücht­lings­po­li­ti­sche Schwenk vom Herbst 2015 kann im Kern als Maß­nah­me zur Beschaf­fung von Arbeits­kräf­ten unter huma­ni­tä­rem Deck­man­tel ver­stan­den wer­den. Eine nicht sehr erfolg­rei­che Maß­nah­me, wie man mit Blick auf die Beschäf­ti­gungs­quo­ten unter den Flücht­lin­gen ergän­zen muss. Seit 2016 schließ­lich wer­den Arbeits­mi­gran­ten aus den Län­dern des West­bal­kans in gro­ßem Umfang nach Deutsch­land geholt.

Öko­nom Bon­trup hat für den deut­schen Fach­kräf­te­man­gel im Übri­gen eine ein­fa­che Lösung. Den US-ame­ri­ka­ni­schen Nobel­preis­trä­ger Paul Krug­man zitie­rend, sag­te er im Tele­po­lis-Inter­view :

Zah­len Sie anstän­dig, dann wer­den Sie auch schnell ihre benö­tig­ten Arbeits­kräf­te fin­den.

Mehr zum The­ma — Neu­es Zuwan­de­rungs­ge­setz soll Arbeits­mi­gra­ti­on deut­lich erleich­tern

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Türkische Regierung : Trump arbeitet an Auslieferung von Gülen


US-Prä­si­dent Donald Trump arbei­tet der tür­ki­schen Regie­rung zufol­ge an der Aus­lie­fe­rung des isla­mi­schen Pre­di­gers Fethul­lah Gülen. Beim Besuch eines Forums in Doha sag­te Außen­mi­nis­ter Mev­lüt Çavuşoğlu :

Als wir (ihn) das letz­te Mal in Bue­nos Aires getrof­fen haben, hat Trump Erdo­gan gesagt, dass sie dar­an arbei­ten. Aber wir müs­sen noch kon­kre­te Schrit­te sehen.

Çavuşoğlu bezog sich dabei auf ein Tref­fen des tür­ki­schen Prä­si­den­ten Recep Tayy­ip Erdoğan mit Trump wäh­rend des G20-Gip­fels in Argen­ti­ni­en vor gut zwei Wochen.

Die Tür­kei macht Gülen für den Putsch­ver­such vom Som­mer 2016 ver­ant­wort­lich. Anka­ra hat­te von den USA jüngst die Aus­lie­fe­rung von 84 angeb­li­chen Gülen-Anhän­gern gefor­dert. Çavuşoğlu sag­te :

Unse­re Erwar­tun­gen sind sehr klar. Die­ser Mann und die ande­ren, die zu der Orga­ni­sa­ti­on gehö­ren, soll­ten an die Tür­kei aus­ge­lie­fert wer­den.

Von Sei­ten der US-Regie­rung gibt es bis­lang weder eine Bestä­ti­gung noch ein Demen­ti der tür­ki­schen Dar­stel­lung. Noch Mit­te Novem­ber hat­te Trump öffent­lich erklärt, dass es “kei­ne Über­le­gun­gen” für eine Aus­lie­fe­rung Gülens gebe.

Gülen lebt seit lan­gem im US-Bun­des­staat Penn­syl­va­nia. Das The­ma ist ein zen­tra­ler Kon­flikt zwi­schen den USA und der Tür­kei. Gerüch­te über eine mög­li­che Aus­lie­fe­rung des Pre­di­gers waren bereits Mit­te Novem­ber auf­ge­taucht. Der Sen­der NBC hat­te damals berich­tet, dass das Wei­ße Haus bei ver­schie­de­nen Behör­den Erkun­di­gun­gen über recht­li­che Mög­lich­kei­ten ein­ge­zo­gen habe, Gülen außer Lan­des zu bekom­men. Eine Spre­che­rin des US-Außen­mi­nis­te­ri­ums hat­te dies damals demen­tiert.

Mehr zum The­ma — Tür­kei beschul­digt Fethul­lah Gülen und 27 wei­te­re Per­so­nen des Mor­des an rus­si­schem Bot­schaf­ter

Im Fall des 2016 in der Tür­kei ermor­de­ten rus­si­schen Bot­schaf­ters Andrej Kar­low hat­te die Staats­an­walt­schaft in Anka­ra zuletzt 28 Men­schen ange­klagt — dar­un­ter eben­falls Fethul­lah Gülen. Dies geht auf Anga­ben der staat­li­chen Nach­rich­ten­agen­tur Ana­do­lu vom Frei­tag zurück. Kar­low war am 19. Dezem­ber 2016 bei einer Aus­stel­lungs­er­öff­nung in Anka­ra erschos­sen wor­den. Spe­zi­al­kräf­te töte­ten den Angrei­fer. Dem­zu­fol­ge hät­ten tür­ki­sche Behör­den bereits im April gegen Gülen und sie­ben wei­te­re Per­so­nen Haft­be­feh­le erlas­sen.

Die tür­ki­sche Regie­rung macht Gülen, der im US-Exil lebt, für den Putsch­ver­such von 2016 ver­ant­wort­lich. Nach offi­zi­el­len Zah­len von Mit­te Novem­ber wur­den seit 2016 wegen angeb­li­cher Ver­bin­dun­gen zu den Put­schis­ten rund 218 000 Men­schen fest­ge­nom­men. Mehr als 140 000 Men­schen wur­den aus dem Staats­dienst ent­las­sen.

Mehr zum The­ma — Erdoğan for­dert glo­ba­le Han­dels­part­ner auf, das “Mono­pol” des US-Dol­lars zu zer­schla­gen

(rt deutsch/dpa)

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Streit zwischen Olympia-Komitee und Regierung in Italien


CONI-Prä­si­dent Gio­van­ni Mala­gò sieht dar­in eine “Beset­zung” durch die Regie­rung. Das sei nicht ein­mal wäh­rend des Faschis­mus gesche­hen. Das CONI dür­fe kein “Rei­se­bü­ro” wer­den, das nur die Ent­sen­dung der Ath­le­ten zu Olym­pi­schen Spie­len orga­ni­sie­re. Auch meh­re­re Spit­zen­sport­ler sehen eine poli­ti­sche Ein­mi­schung in den Sport. Im CONI sind die wich­tigs­ten Sport­ver­bän­de in Ita­li­en orga­ni­siert, dar­un­ter auch der Fuß­ball­bund FIGC.

Der Sport­be­auf­trag­te der Regie­rung, Gian­car­lo Gior­get­ti, erklär­te, man wer­de von den Plä­nen nicht abrü­cken. Am Wochen­en­de ver­tei­dig­te auch Vize-Pre­mier Matteo Sal­vi­ni die Plä­ne. Gio­van­ni Mala­gò sei “sehr ner­vös, weil da so viel Geld im Umlauf ist”, sag­te der und Chef der Lega Nord laut Nach­rich­ten­agen­tur Ansa. “Da sind Mega-Gehäl­ter, Prä­si­den­ten mit Sekre­tä­rin­nen, Mega-Büros. Es ist die Ner­vo­si­tät von jeman­dem, der gedacht hat, dass sich nichts ändert. Aber wir wol­len etwas ändern.” Der Sport sei aber kei­ne “Mon­ar­chie”. (dpa)

Mehr zum The­ma — Ver­ein­te Natio­nen sehen Fort­schrit­te bei Arbei­ter­rech­ten in Katar

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