Busunglück auf Madeira : Regierung ordnet dreitätige Trauer an


Am Mitt­woch war ein Bus mit Feri­en­gäs­ten in der Gemein­de Caniço in einer Kur­ve von der Fahr­bahn abge­kom­men und eine Böschung hin­un­ter auf ein Wohn­haus gestürzt. Bei dem Unglück kamen min­des­tens 29 Men­schen ums Leben, dar­un­ter wahr­schein­lich vie­le Deut­sche. Por­tu­gals Minis­ter­prä­si­dent Antó­nio Cos­ta kon­do­lier­te Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel.

Auf Anord­nung der Regio­nal­re­gie­rung wer­den die Flag­gen an allen öffent­li­chen Gebäu­den auf Madei­ra wäh­rend der drei Tage auf halb­mast gesetzt.

Der por­tu­gie­si­sche Staats­prä­si­dent Mar­ce­lo Rebelo de Sou­sa hat nach dem Bus­un­glück auf der Feri­en­in­sel Madei­ra erklärt, dass sei­nen Infor­ma­tio­nen zufol­ge alle Todes­op­fer aus Deutsch­land stam­men. Er drü­cke im Namen aller Por­tu­gie­sen den Ange­hö­ri­gen der Toten sein Bei­leid aus, zitier­ten por­tu­gie­si­sche Medi­en am Abend Sou­sa. Er füg­te hin­zu : “Mir wur­de gesagt, dass es alles Deut­sche sind.” Er wol­le am Don­ners­tag mit Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er spre­chen.

Das Aus­wär­ti­ge Amt hat­te noch am spä­ten Abend einen Kri­sen­stab und eine Hot­line für Ange­hö­ri­ge ein­ge­rich­tet.

Mehr zum The­ma — Berich­te : 28 Tote bei Bus­un­glück auf Madei­ra offen­bar Deut­sche 

Busunglück auf Madeira: Regierung ordnet dreitätige Trauer an
Droh­nen­auf­nah­me des ver­un­glück­ten Rei­se­bus­ses.

(rt deutsch/dpa)

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Schwedische Regierung will IS-Kinder mit schwedischer Staatsangehörigkeit zurückholen


Die schwe­di­sche Außen­mi­nis­te­rin Mar­got Wall­ström schrieb am Frei­tag­nach­mit­tag in einem Face­book-Ein­trag, dass ihr Minis­te­ri­um “sehr inten­siv dar­an arbei­tet”, Kin­der von IS-Kämp­fern mit einer Ver­bin­dung nach Schwe­den aus Syri­en ins Land zu holen. Ins­ge­samt han­delt es sich um 80 Kin­der, die ihren Eltern nach Syri­en folg­ten, um im soge­nann­ten “Isla­mi­schen Staat” zu leben. Rund 300 schwe­di­sche Staats­bür­ger haben sich dem IS in Syri­en und im Irak ange­schlos­sen. Die schwe­di­schen Kin­der befin­den sich in Flücht­lings­la­gern im kur­disch kon­trol­lier­ten Teil Syri­ens. 

Die Äuße­rung Wall­ströms folg­te auf Pro­tes­te in Stock­holm, bei denen Demons­tran­ten die Rück­ho­lung der Kin­der von IS-Kämp­fern for­der­ten. Auch “Save the Child­ren” hat­te von der schwe­di­schen Regie­rung gefor­dert zu han­deln und dar­auf ver­wie­sen, dass die Min­der­jäh­ri­gen unschul­dig sei­en und unter har­schen Bedin­gun­gen und Nah­rungs­mit­tel­knapp­heit leben müss­ten. 

Mall­ström ver­wies auf die schwie­ri­gen Umstän­de, jene Kin­der aus­fin­dig zu machen, die zurück­ge­holt wer­den könn­ten : 

Die Kin­der befin­den sich in unter­schied­li­chen Situa­tio­nen ; eini­ge sind viel­leicht Wai­sen, ande­re mit Eltern, die wegen ihrer Hand­lun­gen, die sie für den IS aus­führ­ten, ver­haf­tet wur­den. Schwe­di­sche Bür­ger zu iden­ti­fi­zie­ren, die dort (in Syri­en) gebo­ren wur­den, ist schwie­rig. 

Hier­zu wür­de die Regie­rung mit dem Roten Kreuz zusam­men­ar­bei­ten. 

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Frankreich : Botnetz im Dienste der Regierung ? (Video)


Nun scheint sich jedoch aus­ge­rech­net Macrons Par­tei La Repu­bli­que en Mar­che vor den Wah­len zum EU-Par­la­ment eines Bot­net­zes zu bedie­nen. Dies legt zumin­dest eine Stu­die nahe, in der ver­däch­ti­ge Akti­vi­tä­ten rund um den Wahl­kampf unter­sucht wer­den. Und tat­säch­lich sol­len 68 Pro­zent der rele­van­ten Ret­weets von mehr als 4.500 über­aus suspek­ten Accounts getä­tigt wor­den sein. Soll­te sich der Ver­dacht bestä­ti­gen, dann ver­brei­tet Macrons Par­tei offen­bar sel­ber “Fake News”.

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Spanische Regierung zu US-Gesandtem : “Kategorische” Ablehnung gewaltsamer Lösung in Venezuela


Elli­ot Abrams, der US-Son­der­be­auf­trag­te für Vene­zue­la, besuch­te am Mitt­woch die spa­ni­sche Haupt­stadt, um mit Ver­tre­tern des Außen­mi­nis­te­ri­ums über die Situa­ti­on im latein­ame­ri­ka­ni­schen Land zu spre­chen. Der US-Ame­ri­ka­ner traf sich im Mon­cloa-Palast, dem Sitz der spa­ni­schen Regie­rung, mit José Manu­el Alba­res, dem wich­tigs­ten diplo­ma­ti­schen Bera­ter von Minis­ter­prä­si­dent Pedro Sán­chez, und im Außen­mi­nis­te­ri­um mit dem Staats­se­kre­tär für inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit und für Ibe­ro­ame­ri­ka und die Kari­bik, Juan Pablo de Lai­gle­sia.

Wie das spa­ni­sche Außen­mi­nis­te­ri­um in einer Erklä­rung berich­te­te, haben die Tref­fen eine gemein­sa­me Besorg­nis “über die Ver­schlech­te­rung der Situa­ti­on in Vene­zue­la” offen­bart und dazu bei­getra­gen, “die Dring­lich­keit der Bewäl­ti­gung” sowie “die Not­wen­dig­keit einer demo­kra­ti­schen Lösung der sehr schwe­ren Kri­se, unter der das Land lei­det” zu bestä­ti­gen.

Die spa­ni­schen Gesprächs­part­ner erklär­ten in die­sem Zusam­men­hang, dass “die der­zei­ti­ge Situa­ti­on in dem kari­bi­schen Land eine poli­ti­sche, fried­li­che und demo­kra­ti­sche Lösung erfor­dert, die den Ein­satz von Gewalt kate­go­risch aus­schließt”.

Die spa­ni­sche Regie­rung nutz­te die­ses Tref­fen auch dazu, erneut ihre Besorg­nis über wirt­schaft­li­che Maß­nah­men sei­tens der USA zum Aus­druck zu brin­gen : eine mög­li­che voll­stän­di­ge Akti­vie­rung von Titel III des Helms-Bur­ton-Geset­zes. Spa­ni­en bekräf­tig­te bei die­ser Gele­gen­heit “sei­ne ent­schie­de­ne Ableh­nung der extra­ter­ri­to­ria­len Anwen­dung natio­na­ler Sank­ti­ons­ge­set­ze mit der Begrün­dung, dass die­se völ­ker­rechts­wid­rig sind”.

Die­ser Arti­kel ermög­licht es, vor US-Gerich­ten Anspruch auf die Güter gel­tend zu machen, die nach der Macht­er­grei­fung von Fidel Cas­tro beschlag­nahmt wur­den. Vor 22 Jah­ren war dies bereits Gegen­stand einer Beschwer­de der Euro­päi­schen Uni­on bei der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on. Washing­ton stimm­te damals zu, die Anwen­dung des Arti­kels im Gegen­zug für die Ein­stel­lung des Beschwer­de­ver­fah­rens zu sus­pen­die­ren.

Mehr zum The­ma — US-Embar­go gegen Kuba : “Ein feind­se­li­ger Akt extre­mer Arro­ganz und Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit”

Spa­ni­en “ist kei­ne Zufluchts­stät­te”

Der US-Son­der­ge­sand­te Abrams kam zu Gesprä­chen in die spa­ni­sche Haupt­stadt, nach­dem der spa­ni­sche Außen­mi­nis­ter Josep Bor­rell in der ver­gan­ge­nen Woche in Washing­ton mit US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo und dem Natio­na­len Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton zusam­men­traf. Bei die­sem Tref­fen wur­de die Mög­lich­keit dis­ku­tiert, ob Spa­ni­en Ver­ant­wort­li­che der vene­zo­la­ni­schen Regie­rung auf­neh­men könn­te, falls die­se beschlie­ßen soll­ten, sich von Prä­si­dent Nicolás Madu­ro abzu­wen­den und ins Exil zu gehen.

Der spa­ni­sche Außen­mi­nis­ter stell­te jedoch am Mitt­woch klar, dass Spa­ni­en die cha­vis­ti­schen Füh­rer Vene­zue­las nicht will­kom­men hei­ßen kann. “Wir kön­nen ihnen kei­ner­lei Garan­ti­en geben, dies ist kei­ne Zufluchts­stät­te, es gibt Län­der, in denen das viel­leicht mög­lich ist, nicht hier”, sag­te er in einem Inter­view mit dem spa­ni­schen Fern­seh­ka­nal Tel­ecin­co.

Bor­rell äußer­te sich auch zur Anwe­sen­heit rus­si­scher Mili­tärs in Vene­zue­la. Er sehe, dass es zahl­rei­che Ver­trä­ge zwi­schen bei­den Län­dern gebe, kön­ne jedoch nicht erken­nen, dass “Vene­zue­la unter rus­si­schem Ein­fluss steht”. Auch der seit Län­ge­rem bestehen­de star­ke Ein­fluss von Kuba in Vene­zue­la kön­ne kei­ne mili­tä­ri­sche Inter­ven­ti­on recht­fer­ti­gen.

Mehr zum The­ma — Spa­ni­sche Ultra­rech­te unter­stüt­zen mög­li­che Mili­tär­in­ter­ven­ti­on in Vene­zue­la

In Spa­ni­en fin­den am 28. April vor­ge­zo­ge­ne Par­la­ments­wah­len statt. Die Situa­ti­on in Vene­zue­la war seit 2016 regel­mä­ßig Teil der poli­ti­schen Debat­ten in Spa­ni­en, bei denen der neu­en und bei Wah­len erfolg­rei­chen lin­ken Pro­test­par­tei Pode­mos unbe­wie­sen­er­wei­se ille­ga­le Par­tei­en­fi­nan­zie­rung durch die lin­ke vene­zo­la­ni­sche Regie­rung vor­ge­wor­fen wur­de. Par­al­lel zur Zuspit­zung der Situa­ti­on in Vene­zue­la in den zurück­lie­gen­den Wochen gewan­nen die­se Debat­ten mit dem uner­war­te­ten Auf­stieg der eben­falls neu­en rechts­ex­tre­men Par­tei Vox und den sich abzeich­nen­den Neu­wah­len zusätz­lich an Schär­fe. Vox, die durch ihren Auf­stieg gegen­wär­tig die poli­ti­schen Bot­schaf­ten der eta­blier­ten rech­ten Par­tei­en maß­geb­lich beein­flusst und noch wei­ter nach rechts ver­schiebt, unter­stützt offen eine Mili­tär­in­ter­ven­ti­on in Vene­zue­la.

Mehr zum The­ma — Bra­si­li­ens Prä­si­dent deu­tet Plä­ne über Spal­tung der vene­zo­la­ni­schen Armee zum Sturz Madu­ros an

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Venezuela : Opposition startet “Operation Freiheit” – Regierung antwortet mit Gegendemos


Mit Kund­ge­bun­gen in über 300 Städ­ten hat Vene­zue­las Oppo­si­ti­on gegen die seit einem Monat anhal­ten­den Strom­un­ter­bre­chun­gen pro­tes­tiert und den Druck auf Staats­chef Nicolás Madu­ro erhöht. “Wir for­dern nicht nur Was­ser und Licht, son­dern auch Demo­kra­tie und Zukunft”, sag­te der selbst­er­nann­te Inte­rims­prä­si­dent Juan Guai­dó auf der Haupt­kund­ge­bung in Cara­cas. Nicolás Madu­ro müs­se zurück­tre­ten, mehr als 90 Pro­zent der Bevöl­ke­rung sei­en für einen Regie­rungs­wech­sel.

Der Oppo­si­tio­nel­le rief sei­ne Anhän­ger auf, nächs­te Woche in noch grö­ße­rer Zahl auf die Stra­ßen zu strö­men. Er kün­dig­te auch eine inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz in Vene­zue­la an, um Wege aus der poli­ti­schen und sozia­len Kri­se zu wei­sen. Einen genau­en Ter­min für die­ses Tref­fen nann­te Juan Guai­dó nicht.

Die sozia­lis­ti­sche Regie­rungs­par­tei PSUV hat­te ihre Anhän­ger eben­falls zu einer Demons­tra­ti­on vor dem Prä­si­den­ten­pa­last Miraf­lo­res in Cara­cas auf­ge­ru­fen, um die Regie­rung zu unter­stüt­zen und “gegen den Impe­ria­lis­mus” zu pro­tes­tie­ren. Nach Anga­ben von Nicolás Madu­ro sei­en lan­des­weit gut fünf Mil­lio­nen Men­schen auf die Stra­ße gegan­gen, um Frie­den und Frei­heit zu ver­tei­di­gen. “Die Stra­ßen gehö­ren dem Volk und nicht der Olig­ar­chie”, twit­ter­te der Staats­chef.

Gleich­zei­tig rief der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent alle Staats- und Regie­rungs­chefs auf, ihre Stim­me zu erhe­ben, damit der “US-Impe­ria­lis­mus mit sei­ner Aggres­si­on gegen das vene­zo­la­ni­sche Volk” auf­hör­te. Außer­dem bat der Poli­ti­ker Mexi­ko, Uru­gu­ay, Boli­vi­en und die Kari­bi­sche Gemein­schaft (CARICOM) um Ver­mitt­lung. Nico­las Madu­ro bekräf­tig­te “sei­ne vol­le Bereit­schaft für einen Gro­ßen Natio­na­len Dia­log mit allen Sek­to­ren für das Wohl der Hei­mat”. 

Der erbit­ter­te Macht­kampf zwi­schen Juan Guai­dó und Nicolás Madu­ro war am 23. Janu­ar aus­ge­bro­chen. Damals erklär­te sich der Oppo­si­ti­ons­chef zum Über­gangs­prä­si­den­ten und sprach dem Staats­chef die Legi­ti­ma­ti­on ab. Vie­le Län­der erkann­ten Juan Guai­dó inzwi­schen als recht­mä­ßi­gen Inte­rims­prä­si­den­ten an. Am Diens­tag hob die Ver­fas­sungs­ge­ben­de Ver­samm­lung des Lan­des dem Poli­ti­ker sei­ne par­la­men­ta­ri­sche Immu­ni­tät auf. Zuletzt war ihm bereits die Aus­übung poli­ti­scher Ämter für 15 Jah­re unter­sagt wor­den. Gegen Juan Guai­dó lau­fen zwei Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen Amts­an­ma­ßung und Sabo­ta­ge. (dpa/RIA Nowos­ti)

Mehr zum The­ma — “Eine Flut aus Lügen” — Abby Mar­tin und Ex-UN-Ermitt­ler decken Putsch-Stra­te­gi­en der USA auf

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Juan Guaidó droht venezolanischer Regierung nach Verlust seiner Immunität


Die ver­fas­sungs­ge­ben­de Ver­samm­lung der vene­zo­la­ni­schen Regie­rung stimm­te für den Ent­zug der Immu­ni­tät Guai­dós. Die Vize­prä­si­den­tin der Ver­samm­lung, Tania Diaz sag­te :

Die Zeit für Gerech­tig­keit kommt. 

Die Mit­glie­der der Ver­samm­lung stan­den auf und rie­fen : 

Das ist Gerech­tig­keit ! Volks­jus­tiz !

Guai­dó schrieb auf Twit­ter, es wer­de eine “ener­gi­sche Reak­ti­on” fol­gen, falls die Regie­rung es wagen wür­de, ihn zu ent­füh­ren. Er müs­se kei­nem Staats­or­gan ant­wor­ten, das nicht exis­tie­re, sag­te Guai­dó am Diens­tag vor sei­nen Anhän­gern. Damit ist der Weg frei für eine Straf­ver­fol­gung gegen ihn. Sein Stabs­chef wur­de bereits wegen Ter­ro­ris­mus­vor­wür­fen ver­haf­tet. 

Seit zwei Mona­ten greift Guai­dó in Vene­zue­la nach der Macht. Er hat­te sich am 23. Janu­ar zum Über­gangs­prä­si­den­ten erklärt und Nicolás Madu­ro die Legi­ti­ma­ti­on abge­spro­chen, weil, so Guai­dós Vor­wurf, des­sen Wie­der­wahl im ver­gan­ge­nen Jahr nicht den demo­kra­ti­schen Min­dest­stan­dards ent­spro­chen habe. Die USA und 50 wei­te­re Staa­ten unter­stüt­zen Guai­dó bei sei­nem Vor­ha­ben, Prä­si­dent Vene­zue­las zu wer­den. Das Mili­tär steht wei­ter­hin hin­ter dem gewähl­ten Prä­si­den­ten Madu­ro. 

(rt deutsch/dpa) 

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Schwedische Regierung entscheidet sich gegen neues Antiterrorgesetz


Nach dem Ter­ror­at­ten­tat von Stock­holm ver­sprach der schwe­di­sche Minis­ter­prä­si­dent Ste­fan Löf­ven schär­fe­re Anti­ter­ror­ge­set­ze. Aber der Vor­schlag ist mit den schwe­di­schen Geset­zen unver­ein­bar. Die schwe­di­sche Regie­rung zieht das neue Anti­ter­ror­ge­setz nach Prü­fung zurück. Dabei galt es als sicher, dass die­ses Gesetz bald umge­setzt wür­de. 

Die Geset­zes­vor­la­ge ver­sto­ße, so ent­schied der schwe­di­sche Jus­tiz­rat (Lagrå­det), gegen die Ver­fas­sung. Jus­tiz­mi­nis­ter Mor­gan Johans­son teil­te dem schwe­di­schen Radio Ekot am Mitt­woch­abend mit : 

Wir wer­den im Früh­jahr einen über­ar­bei­te­ten Vor­schlag vor­le­gen und wer­den dann so schnell wie mög­lich damit zum Rechts­rat gehen.

Neben der Mit­glied­schaft in einer Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on soll­te auch die Rekru­tie­rung und die Unter­stüt­zung, wie etwa durch die Bereit­stel­lung von Wohn­raum, Büros, Trans­port­hil­fen, Werk­zeu­gen, finan­zi­el­ler Mit­tel etc., unter Stra­fe gestellt wer­den. Dar­auf hät­ten bis zu sechs Jah­ren Haft dro­hen sol­len. 

Wie lan­ge es dau­ern wird, bis der über­ar­bei­te­te Vor­schlag vor­liegt, ist nicht bekannt. Hier will sich Johans­son nicht fest­le­gen. Johan For­sell von der Par­tei der Mode­ra­ten kri­ti­siert die Ent­schei­dung : 

Ich fin­de es sehr selt­sam, dass die Regie­rung zwei Jah­re hier­für hat­te und nicht einen Schritt wei­ter­ge­kom­men ist. Wenn es ver­fas­sungs­recht­li­che Ände­run­gen erfor­dert, dau­ert es noch vier bis fünf Jah­re, und das ist sehr besorg­nis­er­re­gend. 

Beim Atten­tat von Stock­holm am 7. April 2017 im Zen­trum von Stock­holm wur­den fünf Men­schen getö­tet. Der Atten­tä­ter stamm­te aus Usbe­ki­stan und hat­te sich in Schwe­den radi­ka­li­siert. Auf­grund sei­nes abge­lehn­ten Asyl­ge­suchs hielt er sich mit­tels fal­scher Iden­ti­tä­ten ille­gal in Schwe­den auf.

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Regierung spricht von Anschlag : Mehrere Öltanks in Venezuela explodiert


Zeit­gleich mit der Wie­der­her­stel­lung der Strom- und Was­ser­ver­sor­gung in Vene­zue­la sind im Osten des Lan­des zwei Erd­öl­tanks explo­diert. Die Regie­rung spricht von einem neu­en Anschlag auf die Ener­gie-Infra­struk­tur des Lan­des. Wie der vene­zo­la­ni­sche Erd­öl­mi­nis­ter Manu­el Que­ve­do auf Twit­ter mit­teil­te, wur­den Erd­öl-Lager­tanks der Anla­ge Petro San Félix im Ori­no­ko-Gür­tel ange­grif­fen. Fotos zei­gen die bren­nen­den oder bereits aus­ge­brann­ten Tanks.

Que­ve­do teil­te kei­ne Ein­zel­hei­ten über den Umfang der Schä­den mit, benann­te aber klar die aus sei­ner Sicht Ver­ant­wort­li­chen : den US-Sena­tor Mar­co Rubio und den vene­zo­la­ni­schen Abge­ord­ne­ten und selbst­er­nann­ten Über­gangs­prä­si­den­ten Juan Guai­dó. Opfer soll es bei den Explo­sio­nen und den sich anschlie­ßen­den Brän­den nicht gege­ben haben.

Mehr zum The­ma — Regie­rung : Strom­ver­sor­gung in Vene­zue­la kom­plett wie­der­her­ge­stellt

Der Minis­ter rich­te­te auf Twit­ter schwe­re Vor­wür­fe gegen die USA, die­se woll­ten Vene­zue­la — im Gegen­zug für ihre gewalt­tä­ti­ge Unter­stüt­zung für Guai­dó — sei­ner Res­sour­cen berau­ben :

Die Grin­gos wol­len kei­nen öko­no­mi­schen Aus­tausch, sie wol­len Vene­zue­la sei­ner natür­li­chen Res­sour­cen berau­ben, sie wol­len die Ölfel­der. Für die Vene­zo­la­ner emp­fin­den sie Ver­ach­tung!!!

Seit dem 7. März ist Vene­zue­la zur Ziel­schei­be einer Rei­he von Cyber-Atta­cken, so auf das Was­ser­kraft­werk El Guri, gewor­den. Die Regie­rung Vene­zue­las erklär­te, dass die­se Sabo­ta­ge­ak­te mit einer Tech­no­lo­gie durch­ge­führt wur­den, über die nur die USA ver­füg­ten. Das Ziel sei gewe­sen, durch die Her­bei­füh­rung eines lan­des­wei­ten Strom­aus­falls Unzu­frie­den­heit zu schü­ren und die Stim­mung der Vene­zo­la­ner gegen den Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro zu wen­den.

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