Spanische Regierung : Exhumierung Francos noch vor dem 25. Oktober


Die geschäfts­füh­ren­de spa­ni­sche Regie­rung hat die­sen Frei­tag die Geneh­mi­gung erteilt, die Exhu­mie­rung von Dik­ta­tor Fran­cis­co Fran­co in der Monu­men­tal­ge­denk­stät­te “Tal der Gefal­le­nen” vor dem 25. Okto­ber durch­zu­füh­ren und die Fami­lie Fran­cos 48 Stun­den im Vor­aus zu infor­mie­ren, wenn sie anwe­send sein möch­te.

Dies teil­te die Vize­prä­si­den­tin der Regie­rung, Car­men Cal­vo, auf der Pres­se­kon­fe­renz im Anschluss an die wöchent­li­che Kabi­netts­sit­zung mit. Aus Sicher­heits­grün­den hat sich die Regie­rung dafür ent­schie­den, ledig­lich eine Frist und nicht ein bestimm­tes Datum bekannt zu geben.

Das Datum für die­se Regie­rung war der 10. Juni”, bestä­tig­te Cal­vo und erklär­te, dass sich der Pro­zess durch die gericht­li­chen Ver­fah­ren, die in ver­schie­de­nen Instan­zen dage­gen ange­strengt wur­den, ver­zö­gert hat­te.

Unse­re Absicht ist es, die Gren­ze 25. Okto­ber nicht zu über­schrei­ten, sodass die­se Maß­nah­me außer­halb des Wahl­kamp­fes statt­fin­det”, sag­te die Vize­prä­si­den­tin mit Bezug auf vor­ge­zo­ge­nen Par­la­ments­wah­len am 10. Novem­ber.

Cal­vo beton­te, dass die­se Ange­le­gen­heit zu den obers­ten Prio­ri­tä­ten der sozia­lis­ti­schen Regie­rung von Minis­ter­prä­si­dent Pedro Sán­chez (PSOE) gehör­te.

Die­se Exhu­mie­rung “schließt mit Wür­de das, was 40 Jah­re spä­ter unwür­dig ist”, so die Vize­prä­si­den­tin.

Der Dik­ta­tor kann nicht in einem staat­li­chen Grab­mahl bestat­tet sein. (…) Situa­tio­nen, wie einen Dik­ta­tor neben sei­nen Opfern lie­gen zu haben (…), ver­jäh­ren nicht.

Die­je­ni­gen, die ihre Ver­wand­ten nicht begra­ben konn­ten, weil sie noch in Gru­ben und Mas­sen­grä­bern lie­gen, for­dern Gerech­tig­keit von die­ser Demo­kra­tie”, und “wir waren 40 Jah­re zu spät”, erklär­te Cal­vo.

Die Ankün­di­gung der Umbet­tung Fran­cos erfolgt weni­ge Tage nach­dem der Obers­te Gerichts­hof die letz­ten Beru­fun­gen abge­lehnt hat, die der Exhu­mie­rung im Wege stan­den. Dage­gen geklagt hat­ten die Stif­tung Fran­cis­co Fran­co, der Ver­ein zur Ver­tei­di­gung des “Tals der Gefal­le­nen” und die Gemein­schaft des Bene­dik­ti­ner­or­dens, die die monu­men­ta­le Gedenk­stät­te betreut.

Vor­be­rei­tun­gen für die dis­kre­te Exhu­mie­rung

Die Vize­prä­si­den­tin bestä­tig­te außer­dem, dass das “Tal der Gefal­le­nen” ab die­sem Sams­tag für die Öffent­lich­keit gesperrt wird, um die not­wen­di­gen Vor­be­rei­tun­gen für die Exhu­mie­rung und Umbet­tung zu tref­fen.

Die tech­ni­sche Durch­füh­rung der Maß­nah­me fin­det unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit und der Medi­en statt. Anwe­send wird nur die amtie­ren­de Jus­tiz­mi­nis­te­rin Dolo­res Del­ga­do als “Nota­rin des König­reichs” sein, und Zugang zur Basi­li­ka wird nur das für die Durch­füh­rung der Auf­ga­be erfor­der­li­che Per­so­nal haben.

Die sterb­li­chen Über­res­te wer­den an das Fami­li­en­grab über­ge­ben, das die Ange­hö­ri­gen des Dik­ta­tors auf einem Fried­hof unweit der Haupt­stadt Madrid unter­hal­ten.

Ein lan­ger Weg zu einer his­to­ri­schen Exhu­mie­rung

Die Exhu­mie­rung der Über­res­te Fran­cos war eine der wich­tigs­ten Maß­nah­men der sozia­lis­ti­schen Regie­rung, seit Sán­chez im Juni 2018 zum Prä­si­den­ten ver­ei­digt wur­de. Die Initia­ti­ve, die Gegen­stand hef­ti­ger Kon­tro­ver­sen ist, erhielt gleich­wohl im Mai 2017 die Zustim­mung des spa­ni­schen Par­la­ments. Sie for­der­te die Ent­fer­nung der Über­res­te des Dik­ta­tors von sei­ner der­zei­ti­gen letz­ten Ruhe­stät­te im “Tal der Gefal­le­nen”, um des­sen wei­te­re Ent­wick­lung zu einem Wall­fahrts­ort der Anhän­ger Fran­cos zu unter­bin­den.

Seit­dem hat der Pro­zess der Exhu­mie­rung und Umbet­tung zahl­rei­che recht­li­che Hin­der­nis­se über­wun­den. Vor allem die Ange­hö­ri­gen des Dik­ta­tors ver­such­ten, die Exhu­mie­rung auf ver­schie­de­nen Wegen vor Gericht zu stop­pen und als Alter­na­ti­ve eine Bestat­tung in der Kathe­dra­le von Almu­de­na im Her­zen Madrids durch­zu­set­zen.

Die jüngs­ten Ent­schei­dun­gen des Obers­ten Gerichts­hofs haben end­gül­tig den Boden dafür berei­tet, dass im Okto­ber die­ses Jah­res der lan­ge Weg der geschicht­li­chen Auf­ar­bei­tung des spa­ni­schen Faschis­mus und der Fran­co-Dik­ta­tur zu einer his­to­ri­schen Exhu­mie­rung füh­ren wird.

Fran­co wur­de am 23. Novem­ber 1975 im “Tal der Gefal­le­nen” bestat­tet, das sich infol­ge­des­sen zu einer Pil­ger­stät­te für Nost­al­gi­ker der Fran­co-Dik­ta­tur ent­wi­ckel­te. Das monu­men­ta­le Mau­so­le­um, des­sen Bau vom Dik­ta­tor selbst ange­ord­net wor­den war, wur­de 1959 fer­tig­ge­stellt. Mit den sterb­li­chen Über­res­ten von mehr als 33.000 Gefal­le­nen bei­der Par­tei­en des soge­nann­ten Spa­ni­schen Bür­ger­krie­ges, die aus ver­schie­de­nen Tei­len des Lan­des dort­hin ver­bracht wur­den, gilt die­se Monu­men­tal­an­la­ge als das größ­te Mas­sen­grab Spa­ni­ens.

Mehr zum The­ma — 40 Jah­re nach dem Ende der Fran­co-Dik­ta­tur : “Der Tote packt den Leben­den”

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Ecuador : Proteste reißen nicht ab, Regierung aus Hauptstadt geflohen (Video)


Schuld an den Pro­ble­men tra­gen nach Aus­sa­gen More­nos der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent Ecua­dors Rafa­el Cor­rea und Vene­zue­las Prä­si­dent Nicolás Madu­ro. Die­se hät­ten eine Desta­bi­li­sie­rungs­kam­pa­gne gestar­tet. Es han­de­le sich um einen Putsch­ver­such. Gegen­über RT erklär­te Cor­rea die­se Vor­wür­fe für ver­rückt.

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Neues Klimaschutzgesetz der Regierung : Aufgeweicht oder nicht ?


Mehr zum The­ma — Ex-Grü­ne Jut­ta Dit­furth warnt : Extinc­tion Rebel­li­on ist eine “reli­giö­se eso­te­ri­sche Sek­te”

Auf­ge­weicht”, “mas­siv abge­schwächt”, “kas­triert” gar sei das Kli­ma­schutz­ge­setz – die Umwelt­ver­bän­de gehen auf die ver­ba­len Bar­ri­ka­den. Anlass ist der Ent­wurf für das neue Bun­des-Kli­ma­schutz­ge­setz, den das Umwelt­mi­nis­te­ri­um am Wochen­en­de ver­öf­fent­licht hat. Auf Betrei­ben der Uni­ons­frak­ti­on sei­en die Plä­ne abge­schwächt wor­den, schrieb der Spie­gel. Dem wider­sprach Umwelt­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze (SPD) am Mon­tag auf Twit­ter und warf dem Spie­gel indi­rekt Fake News vor : “Das #Kli­ma­pa­ket, so wie es am 20.9. von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­legt wur­de, wird nicht abge­schwächt.”

Dabei haben nicht nur Umwelt­ver­bän­de so eini­ges zu bekla­gen. Diet­mar Bartsch von den Lin­ken twit­ter­te : 

Was für eine Regie­rung ? Jede Woche eine neue Mei­nung. Die kön­nen es nicht.”

Die Ers­te Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­re­rin der Grü­nen, Brit­ta Haßel­mann, sprach von einer “Bank­rott­erklä­rung”. “Nicht zu fas­sen ! Schon mit dem ursprüng­lich von CDU/CSU u. SPD ange­kün­dig­ten Kli­ma­pa­ket wäre die Ein­hal­tung der Kli­ma­zie­le von Paris nicht mehr mög­lich gewe­sen. Anschei­nend bleibt #BRG (die Bun­des­re­gie­rung) jetzt noch dahin­ter zurück — schlim­mer geht’s nim­mer”.

Nico Sems­rott von Die PARTEI kom­men­tier­te die Ange­le­gen­heit auf gewohnt poin­tier­te Art und Wei­se :

Regie­rung will kei­nen Rück­schritt sehen

Doch die Bun­des­re­gie­rung weist die Vor­wür­fe zurück. Der unab­hän­gi­ge Exper­ten­rat soll zum Bei­spiel kei­ne eige­nen Vor­schlä­ge mehr machen, son­dern statt­des­sen sozu­sa­gen Buch füh­ren beim Kli­ma­schutz – wie ein Notar, sagt Umwelt-Staats­se­kre­tär Jochen Flas­barth. Damit soll er die Fak­ten zur Beur­tei­lung der deut­schen Kli­ma­schutz­po­li­tik lie­fern. Ob das wirk­lich schlech­ter ist, dar­über kann man strei­ten. Beim ursprüng­lich geplan­ten Gre­mi­um hät­ten auch Inter­es­sen­ver­tre­ter wie Gewerk­schaf­ter am Tisch geses­sen. Jetzt sol­len es nur Wis­sen­schaft­ler sein.

Bei der Debat­te geht es mun­ter durch­ein­an­der. Minis­te­rin Schul­ze ver­gleicht mit dem Kli­ma­ka­bi­nett Ende Sep­tem­ber, wenn sie sagt, es gebe kei­ne Abschwä­chung. Man­che Kri­ti­ker zie­hen hin­ge­gen eine Par­al­le­le zum ers­ten Ent­wurf des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums vom Febru­ar – etwa wenn es um das Exper­ten­gre­mi­um geht. Das ist schwie­rig, denn der frü­he­re Ent­wurf spie­gel­te vor allem die Wün­sche des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums wider. Er ent­stand gera­de vor jenen müh­sa­men Ver­hand­lun­gen, die zur Grund­satz-Eini­gung zwi­schen CDU, CSU und SPD vor weni­gen Wochen führ­ten.

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Also kein Rück­schritt ? Doch, behar­ren Umwelt­schüt­zer. Denn auch längst beschlos­se­ne Ziel­mar­ken kämen nicht vor. “Die natio­na­len Kli­ma­zie­le für 2040 und 2050, von die­ser Regie­rung vor weni­ger als zwei Jah­ren beschlos­sen, sind schlicht nicht mehr ent­hal­ten”, sagt Hubert Wei­ger, Vor­sit­zen­der beim Bund für Umwelt und Natur­schutz Deutsch­land (BUND). “Damit fehlt eine ver­bind­li­che Rege­lung, wohin die Rei­se beim Kli­ma­schutz geht.”

Dass das Etap­pen­ziel 2040 nicht erwähnt wer­de, sei kein Scha­den, meint ein Spre­cher des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums dazu. Man habe bis 2050 das Ziel Kli­ma­neu­tra­li­tät und damit eine ganz kla­re Ziel­mar­ke fest­ge­schrie­ben und bis 2030 eine Ziel­mar­ke von 55 Pro­zent weni­ger CO2-Aus­stoß im Ver­gleich zu 1990. Das bis­he­ri­ge Ziel von 70 Pro­zent für 2040 kön­ne, müs­se aber nicht auf die­ser Linie lie­gen. “Es ist eine Fol­ge­fra­ge, aber aus unse­rer Sicht für die Kli­ma­po­li­tik kein Ver­lust, das jetzt nicht fest­zu­schrei­ben.”

Ver­feh­lun­gen wer­den in Zukunft teu­er

Künf­tig soll jeder Minis­ter für die Ein­hal­tung der Zie­le in sei­nem eige­nen Poli­tik­be­reich ver­ant­wort­lich sein. Für sechs Berei­che soll es jeweils eige­ne jähr­li­che Zie­le geben. “Das wird die Kli­ma­schutz-Poli­tik in Deutsch­land fun­da­men­tal ver­än­dern, und zwar fun­da­men­tal ver­bes­sern”, sagt Umwelt-Staats­se­kre­tär Flas­barth.

Wenn ein Minis­te­ri­um die Lat­te reißt, soll das Exper­ten­gre­mi­um Daten lie­fern, um das Aus­maß des Pro­blems fest­zu­stel­len. Bin­nen drei Mona­ten muss der zustän­di­ge Minis­ter ein Sofort­pro­gramm vor­le­gen. Dabei soll auch Tausch­han­del mög­lich sein : Wenn der Kli­ma­schutz im Gebäu­de­be­stand nur schlep­pend vor­an­kommt, der Ver­kehr aber schnel­ler als erhofft kli­ma­freund­li­cher wird – dann könn­te man CO2-Spar­an­stren­gun­gen auch zwi­schen den Berei­chen ver­schie­ben. Auch das ist Umwelt­schüt­zern ein Dorn im Auge : “Damit besteht die Gefahr, Kli­ma­schutz zu ver­ta­gen und Ver­ant­wor­tun­gen zwi­schen den Minis­te­ri­en hin und her zu schie­ben”, sagt Syl­via Ratzlaff vom WWF. “Hier braucht es kla­re Rege­lun­gen.”

Die Regie­rung wird ins­ge­samt für die Ver­feh­lun­gen auf­kom­men müs­sen”, erläu­tert Flas­barth auf Twit­ter. “Ein Minis­ter, der pene­trant die Zie­le ver­fehlt, wird ganz sicher viel Spaß mit dem Finanz­mi­nis­te­ri­um und den übri­gen Kabinettkolleg*innen bekom­men.”

Denn dann geht es ums Geld. So könn­te die Bun­des­re­gie­rung Rech­te zum CO2-Aus­stoß in ande­ren EU-Län­dern kau­fen, um die eige­nen Über­schrei­tun­gen aus­zu­glei­chen. Das dürf­te mit der Zeit, wenn alle sich immer stär­ker anstren­gen müs­sen, ein zuneh­mend teu­res Ver­gnü­gen wer­den. Oder es dro­hen Straf­zah­lun­gen wegen Ver­stoß gegen EU-Gesetz­ge­bung. Die aller­dings wir­ken in der Regel nicht so abschre­ckend, dass Deutsch­land nicht doch den einen oder ande­ren Streit ris­kie­ren wür­de – das Hick­hack um Dün­ge­mit­tel­rück­stän­de im Trink­was­ser zwi­schen Brüs­sel und Ber­lin etwa dau­ert nun schon Jah­re an.

Auch Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel ist Kla­gen über eine Abschwä­chung des Kli­ma­schutz­kon­zepts ent­ge­gen­ge­tre­ten. Bei der Eröff­nungs­fei­er der soge­nann­ten “Kli­ma Are­na” im nord­ba­di­schen Sins­heim am Mon­tag beton­te sie die Bedeu­tung von Kon­troll­me­cha­nis­men im Kon­zept der Bun­des­re­gie­rung. Es sei gera­de eine sehr gro­ße Ner­vo­si­tät in der Dis­kus­si­on. “Die­ses Moni­to­ring, die­se Über­wa­chung, wird glas­klar in dem Kli­ma­schutz­ge­setz ver­an­kert sein”, sag­te Mer­kel. Sie wer­de dafür Sor­ge tra­gen, dass es ein ver­läss­li­ches und über­prüf­ba­res Moni­to­ring gibt. Die Plä­ne sol­len wahr­schein­lich an die­sem Mitt­woch vom Kabi­nett ver­ab­schie­det wer­den.

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Hongkonger Regierung aktiviert Notstandsgesetz aus Kolonialzeit


Um die Aus­schrei­tun­gen in Hong­kong in den Griff zu bekom­men, hat Regie­rungs­chefin Car­rie Lam bei einer Pres­se­kon­fe­renz bekannt gege­ben, dass nach über 50 Jah­ren am Sams­tag Not­stands­ge­set­ze in Kraft tre­ten, die aus der Zeit der bri­ti­schen Herr­schaft stam­men. Das chi­ne­si­sche Büro für Ange­le­gen­hei­ten in Hong­kong und Macao begrüß­te die­sen Schritt. Nur so las­se sich die im Gan­ge befind­li­che “Far­ben­re­vo­lu­ti­on” ver­hin­dern, heißt es aus dem Büro. Damit nimmt Peking Bezug auf Pro­tes­te in den Län­dern der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on, die jeweils eige­ne Sym­bolfar­ben hat­ten und von aus­län­di­schen Mäch­ten unter­stützt wur­den.

Hong­kong hat einen kri­ti­schen Moment erreicht, um die chao­ti­sche Situa­ti­on mit effek­ti­ve­ren Maß­nah­men zu stop­pen. Die gegen­wär­ti­ge chao­ti­sche Situa­ti­on in Hon­kong kann nicht unend­lich lan­ge andau­ern.

Die Not­stands­ge­set­ze erlau­ben es der Regie­rung, Aus­gangs­sper­ren zu ver­hän­gen, Durch­su­chun­gen in Häfen und auf Stra­ßen durch­zu­füh­ren, Medi­en zu zen­sie­ren. Doch bei der Pres­se­kon­fe­renz wur­de nicht bekannt, was genau geplant ist. Lam sag­te ledig­lich, dass das Tra­gen von Gesichts­mas­ken ver­bo­ten wird, um die gewalt­tä­ti­gen Mili­tan­ten iden­ti­fi­zie­ren zu kön­nen. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, ob die Mas­ken bei geneh­mig­ten oder nicht geneh­mig­ten Pro­tes­ten getra­gen wer­den. Es dro­hen zwi­schen sechs und zwölf Mona­te Gefäng­nis­stra­fe bei Miss­ach­tung der Anord­nung. Außer­dem wür­den es die Geset­ze den Behör­den erlau­ben, “Vor­schrif­ten nach Bedarf” zu erlas­sen, so die Regie­rungs­chefin wei­ter.

Doch die Pro­test­ler zei­gen sich von der Ankün­di­gung wenig beein­druckt. Aus Trotz ver­brann­ten eini­ge von ihnen chi­ne­si­sche Flag­gen und schrien “Ihr brennt mit uns!” Sie zogen trotz­dem ver­mummt durch die Stra­ßen, war­fen Brand­sät­ze in chi­ne­si­sche Ban­ken und auf Züge, und skan­dier­ten “Befreit Hong­kong, Revo­lu­ti­on unse­rer Zeit!”

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Ukrainische Regierung wartet auf IWF-Empfehlungen und hofft auf neues Hilfsprogramm


Die Ukrai­ne wird die Kon­sul­ta­tio­nen mit Ver­tre­tern des Inter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF) fort­set­zen, um Emp­feh­lun­gen des IWF-Vor­stands zur Eröff­nung eines neu­en Hilfs­pro­gramms zu erhal­ten. Das ver­kün­de­te der ukrai­ni­sche Pre­mier­mi­nis­ter Ale­xei Gont­scha­ruk am Frei­tag auf Twit­ter. Er schrieb :

Wir wer­den die Gesprä­che inner­halb der nächs­ten Wochen fort­set­zen, um die so genann­te Per­so­nal­ver­ein­ba­rung – Emp­feh­lun­gen des IWF-Vor­stands – zur Eröff­nung eines neu­en Koope­ra­ti­ons­pro­gramms zu erhal­ten.

Die Ver­hand­lun­gen mit inter­na­tio­na­len Part­nern befin­den sich in einer akti­ven Pha­se. Wir haben mit der Dis­kus­si­on über ein neu­es drei­jäh­ri­ges Unter­stüt­zungs­pro­gramm im Rah­men der Erwei­ter­ten Fonds­fa­zi­li­tät begon­nen.

Er füg­te hin­zu, dass Kiew noch viel zu tun habe, um ein BIP-Wachs­tum sicher­zu­stel­len und eine ech­te Markt­wirt­schaft in der Ukrai­ne zu schaf­fen.

Der Lei­ter der IWF-Besu­cher­de­le­ga­ti­on Ron van Roo­den erklär­te am Frei­tag, dass das Wirt­schafts­wachs­tum in der Ukrai­ne auf­grund des schlech­ten Geschäfts­um­felds, der Män­gel im Rechts­sys­tem und der weit ver­brei­te­ten Kor­rup­ti­on wei­ter­hin schwach sei. Dar­über hin­aus wür­den gro­ße Tei­le der Wirt­schaft von inef­fi­zi­en­ten staat­li­chen Unter­neh­men oder von Olig­ar­chen domi­niert, was Wett­be­werb und Inves­ti­tio­nen ver­hin­de­re.

Um die Wirt­schaft auf einen höhe­ren Wachs­tums­pfad zu brin­gen, müss­ten auch Struk­tur­re­for­men beschleu­nigt wer­den, vor allem die Fes­ti­gung der Rechts­staat­lich­keit und die ent­schlos­se­ne Bekämp­fung der Kor­rup­ti­on, so van Roo­den. Eben­so wich­tig sei­en die Stär­kung des Wett­be­werbs und die Öff­nung der Märk­te, ins­be­son­de­re im Ener­gie- und Agrar­sek­tor, sowie die Ver­rin­ge­rung der Rol­le des Staa­tes und der Olig­ar­chen in der Wirt­schaft. Van Roo­den wies dar­auf hin, dass die Gesprä­che über das neue Pro­gramm in den kom­men­den Wochen fort­ge­setzt wer­den.

Die Dele­ga­ti­on des Inter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds besuch­te Kiew vom 12. bis 26. Sep­tem­ber, um Gesprä­che mit der ukrai­ni­schen Regie­rung zu füh­ren.

Mehr zum The­ma — Um Refor­men zu bewer­ten : IWF-Exper­ten kom­men in Ukrai­ne an

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Venezuela : Regierung und Teile der Opposition einigen sich – Guaidó bricht Dialog mit Maduro ab


Die vene­zo­la­ni­sche Regie­rung und ein gemä­ßig­ter Teil der Oppo­si­ti­on unter­zeich­ne­ten ver­gan­ge­ne Woche ein Abkom­men im Rah­men des “Mesa Nacio­nal de Diá­lo­go por la Paz” (Natio­na­ler Ver­hand­lungs­tisch für den Frie­den), in dem sie seit meh­re­ren Mona­ten zusam­men­ar­bei­ten.

Die­se ers­te Ver­ein­ba­rung zwi­schen der Regie­rung und der Oppo­si­ti­on umfasst fol­gen­de Punk­te :

  • Rück­kehr der Par­la­ments­frak­ti­on der regie­ren­den Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Par­tei Vene­zue­las (PSUV) und alli­ier­ter Bewe­gun­gen in das natio­na­le Par­la­ment (Asam­blea Nacio­nal, AN);
  • Neu­be­set­zung des Natio­na­len Wahl­ra­tes (Con­se­jo Nacio­nal Elec­to­ral, CNE) und Garan­tie des Abstim­mungs­ver­fah­rens ;
  • Auf­for­de­rung an das Jus­tiz­sys­tem, sich über die Wahr­heits­kom­mis­si­on auf Maß­nah­men zur Lösung des Frei­heits­ent­zu­ges in den Fäl­len zu eini­gen, in denen das vene­zo­la­ni­sche Rechts­sys­tem dies zulässt ;
  • Bekräf­ti­gung und Ver­tei­di­gung der Rech­te Vene­zue­las am Gebiet Ese­qui­ba Guya­na im Rah­men poli­ti­scher Ver­hand­lun­gen ;
  • Zurück­wei­sen der Sank­tio­nen und For­de­rung nach deren sofor­ti­ger Auf­he­bung ;
  • Aus­ar­bei­tung eines Pro­gramms für den Aus­tausch von Öl für Lebens­mit­tel, Arz­nei­mit­tel und Gütern der Grund­ver­sor­gung gemäß den Mecha­nis­men der Ver­ein­ten Natio­nen

Bei den ver­hand­lungs­be­rei­ten Tei­len der Oppos­ti­on han­delt es sich um klei­ne­re Par­tei­en und Bünd­nis­se. Nam­haf­tes­ter Ver­tre­ter ist dabei die Par­tei Avan­za Pro­gre­sis­ta des frü­he­ren Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten der Oppo­si­ti­on Hen­ry Fal­cón. Die­ser trat bei den Wah­len 2018 gegen den amtie­ren­den vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro an und konn­te gut 21 Pro­zent der Wäh­ler­stim­men auf sich ver­ei­ni­gen. Damit setz­te Fal­cón sich bereits damals von der Stra­te­gie des Wahl­boy­kotts ande­rer Oppos­ti­ons­par­tei­en wie der Vol­un­tad Popu­lar von Juan Guai­dó und Leo­poldo López ab.

Prä­si­dent Madu­ro äußer­te sich zufrie­den über die mit einem Teil der Oppo­si­ti­on erziel­te Eini­gung, die er als “klu­gen und not­wen­di­gen Schritt” für den Frie­den und die Sta­bi­li­tät des latein­ame­ri­ka­ni­schen Lan­des bezeich­ne­te, das sich in einer tie­fen wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Kri­se befin­det. Madu­ro dank­te der nor­we­gi­schen Regie­rung für ihre Ver­mitt­lungs­be­mü­hun­gen und ver­si­cher­te, dass ande­re poli­ti­sche Kräf­te, die ihn als Prä­si­den­ten ableh­nen, an den Ver­hand­lun­gen teil­neh­men kön­nen.

Rück­kehr ins Par­la­ment, Erneue­rung des Wahl­ra­tes und “offe­ne Türen”

Zu den bedeu­tends­ten Punk­ten der Ver­ein­ba­rung zählt die Rück­kehr der Regie­rungs­frak­ti­on in das natio­na­le Par­la­ment (AN). Deren Abge­ord­ne­te hat­ten die Teil­nah­me an den Sit­zun­gen des Par­la­ments mit der Begrün­dung ein­ge­stellt, dass sich die­ses Gre­mi­um unter “Miss­ach­tung” der Urtei­le des Obers­ten Gerichts­hofs (TSJ) kon­sti­tu­iert hat­te.

Wir wol­len, dass die Natio­nal­ver­samm­lung aus dem Zustand der Miss­ach­tung her­aus­kommt, des­halb ist es ein gewal­ti­ges Abkom­men”, kom­men­tier­te Madu­ro die­sen Teil der Über­ein­kunft.

Hin­sicht­lich der Eini­gung, die Behör­den des Natio­na­len Wahl­ra­tes (CNE) zu erneu­ern, der für die Orga­ni­sa­ti­on der Wah­len in dem latein­ame­ri­ka­ni­schen Land zustän­dig ist, sag­te der Prä­si­dent :

Wir waren stets offen für die weit­rei­chends­ten Garan­ti­en dafür, dass die kom­men­den Wah­len eine brei­te poli­ti­sche Betei­li­gung haben wer­den.

Der Minis­ter für Kom­mu­ni­ka­ti­on, Jor­ge Rodríguez, erklär­te, die Regie­rung sei wei­ter­hin bereit, die Ver­hand­lun­gen fort­zu­set­zen :

Wir haben uns kei­ner Initia­ti­ve ver­schlos­sen, um unter Vene­zo­la­nern die Pro­ble­me zu lösen, die nur die Vene­zo­la­ner ange­hen, und wir wer­den uns dem auch zukünf­tig nicht.

Der “Natio­na­le Ver­hand­lungs­tisch für den Frie­den” wur­de ein­ge­rich­tet, um eine “poli­ti­sche Lösung” im Rah­men der vene­zo­la­ni­schen Ver­fas­sung zu errei­chen, sag­te der Minis­ter. Es gibt Teil­ver­ein­ba­run­gen und eine offe­ne Agen­da für ande­re poli­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen, die sich anschlie­ßen wol­len, so Rodríguez wei­ter.

Ein ande­rer Weg als der des Has­ses”

Der Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­te der an der Eini­gung betei­lig­ten Oppo­si­ti­ons­par­tei Cam­bie­mos Timo­teo Zam­bra­no ver­wies auf den drei­mo­na­ti­gen Pro­zess, der dem Abkom­men vor­an­ge­gan­gen war, und for­der­te, “die ver­lo­re­ne Zeit auf­zu­ho­len”. “Wir wol­len (…) einen ande­ren Weg als den des Has­ses.”

Wir haben ent­schie­den, einen Schritt vor­an­zu­ge­hen”, unter­strich Zam­bra­no und bat die Regie­run­gen rund um den Glo­bus um deren Unter­stüt­zung.

Der Zweck hei­ligt nicht die Mit­tel. Wir haben den gemein­sa­men Wil­len, einen grund­le­gen­den Pro­zess für einen ‘Natio­na­len Ver­hand­lungs­tisch für Vene­zue­la’ ein­zu­lei­ten.

Zam­bra­no ver­si­cher­te, dass dies die ers­te in einer Rei­he von Ver­ein­ba­run­gen ist, die dar­auf abzie­len, “die Hin­der­nis­se zu besei­ti­gen, die der Demo­kra­tie scha­den”:

Es ist kein ein­fa­cher Weg, aber er ist anders. Wir ver­pflich­ten uns zu trans­pa­ren­tem und seriö­sem Han­deln.

Die Reak­ti­on von Guai­dó

Der Oppo­si­ti­ons­ab­ge­ord­ne­te und Vor­sit­zen­de des ent­mach­te­ten Par­la­ments Juan Guai­dó, der als selbst ernann­ter “Inte­rims­prä­si­dent” über kei­ner­lei tat­säch­li­che Regie­rungs­macht in Vene­zue­la ver­fügt und inter­na­tio­nal ledig­lich von einer Min­der­heit der Staa­ten­ge­mein­schaft aner­kannt wird, hat­te einen Tag zuvor erklärt, dass er den Dia­log mit der Madu­ro-Regie­rung unter der Schirm­herr­schaft Nor­we­gens nicht fort­set­zen wird. Als Grund nann­te er, dass sein Vor­schlag zur Lösung der poli­ti­schen Kri­se von der Regie­rung nicht akzep­tiert wor­den war.

Dem Mit­glied der Füh­rungs­rie­ge der rechts­ge­rich­te­ten Par­tei Vol­un­tad Popu­lar zufol­ge beinhal­te­te sein Vor­schlag fol­gen­de Punk­te : den Rück­tritt Madu­ros vom Amt des Prä­si­den­ten, den Rück­zug sei­ner selbst von der “Inte­rims­prä­si­dent­schaft”, die er nach sei­ner Selbst­er­nen­nung im Janu­ar letz­ten Jah­res über­nom­men hat­te, und die “Bil­dung eines plu­ra­lis­ti­schen Regie­rungs­ra­tes”, der den Ein­tritt der “huma­ni­tä­ren Hil­fe” und die Durch­füh­rung von “frei­en Wah­len” erleich­tern wür­de.

Dar­über hin­aus bekräf­tig­te Guai­dó, dass die Maß­nah­men zur Aus­übung von Druck “inner­halb und außer­halb Vene­zue­las zuneh­men wer­den, um eine end­gül­ti­ge Lösung der Kri­se zu errei­chen”.

Die Vor­ge­schich­te der Ver­hand­lun­gen

Die von der Dele­ga­ti­on unter der Lei­tung Guai­dós am 15. Sep­tem­ber ver­las­se­ne neue Gesprächs­run­de hat­te Mit­te Mai mit der Ver­mitt­lung der nor­we­gi­schen Regie­rung begon­nen, vier Mona­te nach der Selbst­er­nen­nung Guai­dós zum “Inte­rims­prä­si­den­ten”.

Eine vor­an­ge­gan­ge­ne Ver­hand­lungs­run­de war im Janu­ar 2018 abge­bro­chen wor­den, nach­dem die Dele­gier­ten der Oppo­si­ti­on den Ver­hand­lungs­tisch mit der Begrün­dung ver­lie­ßen, dass die Bedin­gun­gen eines vor­he­ri­gen Abkom­mens abge­än­dert wor­den sein. Abge­sand­te der Regie­rung erklär­ten sei­ner­zeit, dass ein Dele­ga­ti­ons­mit­glied der Oppo­si­ti­on, Julio Bor­ges, vor der Unter­zeich­nung einer Über­ein­kunft einen Tele­fon­an­ruf erhielt, der den Abschluss einer Ver­ein­ba­rung ver­hin­der­te.

Nach dem Schei­tern der dama­li­gen Ver­hand­lun­gen unter­zeich­ne­te die Regie­rung Madu­ro eine Ver­ein­ba­rung mit dem wei­ter­hin gesprächs­be­rei­ten und gemä­ßig­ten klei­ne­ren Teil der Oppo­si­ti­on, die sich zur Teil­nah­me an den Prä­si­dent­schafts­wah­len von 2018 bereit erklär­te.

Die gegen­wär­ti­gen neu­en Ver­hand­lun­gen fin­den auf der Kari­bik­in­sel Bar­ba­dos statt, auf die sie nach ers­ten Begeg­nun­gen in der nor­we­gi­schen Haup­stadt Oslo ver­legt wor­den waren. Aus Pro­test gegen die Zustim­mung des Guai­dó-Lagers zur Ver­schär­fung der Wirt­schafts- und Finanz­sank­tio­nen der Ver­ei­nig­ten Staa­ten gegen Vene­zue­la hat­te sich deren Regie­rungs­de­le­ga­ti­on von den Gesprä­chen zurück­ge­zo­gen.

Dage­gen erklär­te Guai­dó, dass sein “Vor­schlag” wäh­rend der Gesprächs­run­de auf Bar­ba­dos der wah­re Grund für den Rück­zug der Madu­ro-Dele­ga­ti­on vom Ver­hand­lungs­tisch gewe­sen war. Die nun­mehr getrof­fe­ne Ver­ein­ba­rung zwi­schen der Regie­rung und Tei­len der Oppo­si­ti­on steht in einem beacht­li­chen Kon­trast zur Agen­da der Guai­dó-Frak­ti­on, die ein­mal mehr in den Ruf des Erfül­lungs­ge­hil­fen außen­po­li­ti­scher Inter­es­sen der USA gerät.

Mehr zum The­ma — Geschei­ter­ter Putsch in Vene­zue­la – Wer stand auf wes­sen Sei­te ?

RT Deutsch


SPD-Umweltpolitiker Müller zu Klimakabinett : Regierung hat Diskussion nicht verstanden


Das Haupt­au­gen­merk liegt dar­auf, den Aus­stoß des kli­ma­schäd­li­chen Treib­haus­ga­ses CO2 beim Auto­fah­ren und Hei­zen zu ver­teu­ern. Bür­ger und Fir­men sol­len im Gegen­zug ent­las­tet wer­den.

Mehr zum The­ma — CO2-Steu­er : Nur ein wei­te­rer Vor­wand, die Men­schen zu besteu­ern ? (Video)

Der ehe­ma­li­ge umwelt­po­li­ti­sche Spre­cher der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on und Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär im Umwelt­mi­nis­te­ri­um, Micha­el Mül­ler, kri­ti­siert im RT Deutsch-Inter­view das Han­deln der Bun­des­re­gie­rung in Sachen Kli­ma­schutz.

RT Deutsch


Israels Regierung billigt kurz vor Parlamentswahl Siedlung im Jordantal


Das israe­li­sche Kabi­nett beschloss am Sonn­tag die Ein­rich­tung einer offi­zi­el­len Sied­lung im Ort Mevoot Jeri­cho. Die Kabi­netts­sit­zung fand als sym­bo­li­sche Ges­te in dem Ort im Jor­dan­tal statt. Nach Anga­ben der Zei­tung Haa­retz sei der Ort bereits im Jahr 1999 als land­wirt­schaft­li­che Farm gegrün­det wor­den. Heu­te leb­ten dort rund 30 israe­li­sche Fami­li­en.

Der UN-Sicher­heits­rat hat­te Isra­el noch im Dezem­ber 2016 zu einem voll­stän­di­gen Sied­lungs­stopp in den besetz­ten Paläs­ti­nen­ser­ge­bie­ten, ein­schließ­lich Ost­je­ru­sa­lems, auf­ge­for­dert. Im Jahr 2017 ver­ab­schie­de­te Isra­els Regie­rung jedoch ein umstrit­te­nes Gesetz zur Lega­li­sie­rung von Sied­lun­gen.

In mehr als 200 Sied­lun­gen im West­jor­dan­land und in Ost­je­ru­sa­lem leben rund 600.000 Israe­lis. Isra­el unter­schei­det zwi­schen Sied­lun­gen, die mit Geneh­mi­gung der Regie­rung ent­stan­den sind, und wil­den Außen­pos­ten, die per Gesetz rück­wir­kend lega­li­siert wer­den sol­len. Aus inter­na­tio­na­ler Sicht sind dage­gen alle Sied­lun­gen ille­gal. Die Paläs­ti­nen­ser bean­spru­chen das im Jahr 1967 von Isra­el erober­te West­jor­dan­land als Teil eines künf­ti­gen eige­nen Staa­tes. Das Jor­dan­tal ver­läuft ent­lang der Gren­ze zu Jor­da­ni­en. Isra­el sieht das Gebiet als stra­te­gisch unver­zicht­ba­ren Sicher­heits­puf­fer im Osten. (dpa)

Mehr zum The­ma — Bei Wie­der­wahl : Netan­ja­hu will Jor­dan­tal im besetz­ten West­jor­dan­land annek­tie­ren

RT Deutsch


Neue italienische Regierung entlasten : Deutschland will jeden vierten Bootsflüchtling aufnehmen


Die Migra­ti­on und die Fra­ge der Ver­tei­lung der im Mit­tel­meer geret­te­ten Men­schen sor­gen seit Jah­ren für Streit inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on. Die Mit­glieds­län­der kön­nen sich nicht auf eine gemein­sa­me Poli­tik eini­gen. Beson­ders die Staa­ten der Visegrád-Grup­pe wei­gern sich, sich an der Ver­tei­lung von Boots­flücht­lin­gen inner­halb der EU zu betei­li­gen. Nun scheint offen­bar eine Lösung gefun­den wor­den zu sein.

Wie nun die Süd­deut­sche Zei­tung berich­tet, will die Bun­des­re­gie­rung jeden vier­ten Flücht­ling ein­rei­sen las­sen, der nach einer See­not­ret­tung in Ita­li­en ankommt. Damit will Ber­lin dem­nach die neue ita­lie­ni­sche Regie­rung ent­las­ten und Bewe­gung in die Fra­ge der Ver­tei­lung der Geret­te­ten brin­gen.

Ich habe immer gesagt, unse­re Migra­ti­ons­po­li­tik ist auch human. Wir wer­den nie­man­den ertrin­ken las­sen”, sag­te Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU). 

Wenn alles blei­be wie bespro­chen, “kön­nen wir 25 Pro­zent der aus See­not geret­te­ten Men­schen über­neh­men, die vor Ita­li­en auf­tau­chen. Das wird unse­re Migra­ti­ons­po­li­tik nicht über­for­dern”. Laut dem Bericht soll auch Frank­reich bereit sein, 25 Pro­zent der Migran­ten zu über­neh­men.

In den letz­ten zwölf Mona­ten kamen 561 Boots­flücht­lin­ge über Ita­li­en nach Deutsch­land

Die Bun­des­re­gie­rung habe auch bis­her schon rund ein Vier­tel der Geret­te­ten aus Ita­li­en über­nom­men, so See­ho­fer. “An die­sem Schlüs­sel ändert sich nichts.” Es sei aber höchs­te Zeit, sich von dem “quä­len­den Pro­ze­de­re” zu ver­ab­schie­den, bei dem in den ver­gan­ge­nen Jah­ren bei jedem ein­lau­fen­den Ret­tungs­schiff Flücht­lin­ge ein­zeln über Euro­pa ver­teilt wer­den muss­ten. In den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten kamen laut Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um 561 Boots­flücht­lin­ge über Ita­li­en nach Deutsch­land.

Am 23. Sep­tem­ber sol­len in der mal­te­si­schen Stadt Vit­to­rio­sa bei einem EU-Son­der­tref­fen Ver­tre­ter Deutsch­lands, Frank­reichs, Ita­li­ens, Finn­lands, das den EU-Rats­vor­sitz inne­hat, sowie der EU-Kom­mis­si­on zusam­men­kom­men, um eine vor­läu­fi­ge Quo­ten­re­ge­lung zu fin­den. Im Okto­ber soll der Vor­schlag dem Euro­päi­schen Rat dann vor­ge­legt wer­den.

Der Innen­mi­nis­ter beton­te im Inter­view :

Die Erwar­tung ist, dass wei­te­re Staa­ten sich anschlie­ßen.

Mehr zum The­ma — “Bünd­nis der Hilfs­be­rei­ten”: Maas will Deutsch­land als Vor­rei­ter bei Auf­nah­me von Migran­ten

RT Deutsch


Erfolg für Demonstranten : Hongkongs Regierung zieht umstrittenes Auslieferungsgesetz zurück


Die Demons­tran­ten in Hong­kong fei­ern nach mona­te­lan­gen Pro­tes­ten einen Erfolg : Die Regie­rung der chi­ne­si­schen Son­der­ver­wal­tungs­re­gi­on hat den Ent­wurf für das umstrit­te­ne Gesetz für Aus­lie­fe­run­gen nach Chi­na kom­plett zurück­ge­zo­gen. Das teil­te Regie­rungs­chefin Car­rie Lam am Mitt­woch, nach einem Tref­fen mit Abge­ord­ne­ten mit.
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