Onkologie wird uns versöhnen”: Russische und deutsche Nuklearmediziner intensivieren Zusammenarbeit


von Wla­dis­law San­kin 

Krebs ist die zweit­häu­figs­te Todes­ur­sa­che der Welt. Allein im Jahr 2018 star­ben nach WHO-Anga­ben 9,6 Mil­lio­nen Men­schen an der Krank­heit. Nahe­zu jeder sechs­te Todes­fall geht auf Krebs zurück. Mit 227.000 Ver­stor­be­nen in Deutsch­land und 271.000 in Russ­land im Jahr 2018 ist Krebs damit auch in jenen Län­dern die zweit­häu­figs­te Todes­ur­sa­che.

In Russ­land hat die Regie­rung die Bekämp­fung von Krebs zu einer natio­na­len Auf­ga­be erklärt und bis zum Jahr 2014 eine Tril­li­on Rubel (umge­rech­net 14,2 Mil­li­ar­den Euro) für die Schaf­fung einer moder­nen Infra­struk­tur mit 500 The­ra­pie­zen­tren zur Ver­fü­gung gestellt. Eine beson­de­re Rol­le soll­te der Ent­wick­lung der Nukle­ar­me­di­zin zukom­men. Hier­bei sind zwölf Zen­tren für die Radio­nu­klidthe­ra­pie vor­ge­se­hen.

Mehr zum The­ma — Krebs auf dem Vor­marsch : 2018 wer­den 9,6 Mil­lio­nen Todes­fäl­le durch Krebs erwar­tet

"Onkologie wird uns versöhnen": Russische und deutsche Nuklearmediziner intensivieren Zusammenarbeit
Die ers­te Ope­ra­ti­on im Zen­trum für Radio­chir­ur­gie des Natio­na­len Medi­zi­ni­schen For­schungs­zen­trums für Radio­lo­gie.

Der Erfah­rungs­aus­tausch mit deut­schen Kol­le­gen zu den fort­schritt­lichs­ten Metho­den der Nukle­ar­me­di­zin ist für die Rus­sen dabei fun­da­men­tal. Die Tagung “Nukle­ar­me­di­zin – die Alche­mie der moder­nen Onko­lo­gie” im Rah­men der Ber­lin Sci­ence Week 2019 am 8. Novem­ber soll­te die wis­sen­schaft­li­che Koope­ra­ti­on im Bereich Medi­zin zwi­schen bei­den Län­dern wie­der zum Leben erwe­cken.

Die Kon­fe­renz wur­de vom Koch-Met­sch­ni­kow-Forum in Zusam­men­ar­beit mit der Rus­si­schen Gesell­schaft für Onko­lo­gie, dem Natio­na­len Medi­zi­ni­schen For­schungs­zen­trum für Radio­lo­gie (NMRRC) beim Föde­ra­len Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on sowie von Rus­atom orga­ni­siert.

In sei­ner Begrü­ßungs­re­de beton­te der Vor­sit­zen­de des Koch-Met­sch­ni­kow-Forums, Prof. Dr. Hel­mut Hahn, dass die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Deutsch­land und Russ­land zur Krebs­be­kämp­fung ein Anlie­gen von höchs­ter Prio­ri­tät sei. So wur­de das ers­te Abkom­men mit der rus­si­schen Sei­te im Jahr 2006 in Anwe­sen­heit der deut­schen Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel und des rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin unter­zeich­net.

Die­se Zusam­men­ar­beit sei in den ver­gan­ge­nen Jah­ren aller­dings etwas sta­gniert, räum­te ein wei­te­rer Mit­ver­an­stal­ter, Prof. Andrej Kar­pin vom Natio­na­len Medi­zi­ni­schen For­schungs­zen­trum für Radio­lo­gie, ein. In Russ­land gilt das Mit­glied der Rus­si­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten als infor­mel­ler “Chef-Onko­lo­ge” des Lan­des. Er beton­te :

Auf unse­rem Gebiet spielt Poli­tik kei­ne Rol­le. Es gibt nur die Hete­ro­ge­ni­tät von Tumo­ren. Wir sind einer gemein­sa­men Bedro­hung aus­ge­setzt, und die Onko­lo­gie wird uns ver­söh­nen. Lasst uns zusam­men gegen unse­ren gemein­sa­men Feind kämp­fen.

"Onkologie wird uns versöhnen": Russische und deutsche Nuklearmediziner intensivieren Zusammenarbeit
Prof. Dr. Klaus-Peter Hell­rie­gel und Hel­mut Hahn (1. und 2. von links) und Prof. Dr. Andrej Kaprin vom Natio­na­len Zen­trum für Radio­lo­gie (rechts) zei­gen das unter­zeich­ne­te Koope­ra­ti­ons­ab­kom­men.

Auf der Kon­fe­renz wur­de in fei­er­li­cher Atmo­sphä­re ein Abkom­men zur Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Koch-Met­sch­ni­kow-Forum und dem NMRRC unter­zeich­net. Ein Abkom­men haben auch zwei rus­si­sche Unter­neh­men, das NMRRC und das staat­li­che Unter­neh­men zur medi­zi­ni­schen Nukle­ar­for­schung Rus­atom, unter­zeich­net – in Ber­lin ! “Wir sind schon seit Lan­gem enge Nach­barn und Part­ner, aber wir wol­len unse­re Freund­schaft auch öffent­lich leben”, sag­te Kaprin beim Pres­se­auf­tritt.

Wel­chen Nut­zen haben bei­de Sei­ten von der Koope­ra­ti­on ? “Wir sind das welt­weit füh­ren­de Unter­neh­men für Pro­to­nen­pro­duk­ti­on. Wir lie­fern in 100 Län­der. Wir ver­ste­hen, dass ohne Infra­struk­tur eine Ent­wick­lung unmög­lich ist”, erklär­te Rus­atom-Chef Alex­an­der Schub­a­now.

Die Rus­sen pro­pa­gie­ren der­zeit stark die tech­ni­sche Sei­te, wäh­rend bei uns der Schwer­punkt auf Mole­ku­lar­ge­ne­tik liegt, und ich den­ke, dass wir uns gegen­sei­tig da aus­tau­schen müs­sen, sag­te der Lei­ter der Sek­ti­on Onko­lo­gie des Koch-Met­sch­ni­kow-Forums, Prof. Klaus-Peter Hell­rie­gel, gegen­über RT.

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Pro­ton-Beschleu­ni­ger “Pro­me­theus” – bahn­bre­chen­de Ent­wick­lung rus­si­scher Wis­sen­schaft­ler.

Nukle­ar­me­di­zin spie­le bei uns in Deutsch­land zwar eine wich­ti­ge, aber eine nicht so ent­schei­den­de Rol­le wie der­zeit in Russ­land, füg­te er ange­sichts der ambi­tio­nier­ten Plä­ne der rus­si­schen Regie­rung hin­zu.

Laut der Pres­se­mit­tei­lung der Ver­an­stal­ter stan­den auf der Kon­fe­renz fol­gen­de The­men im Vor­der­grund : neue Mög­lich­kei­ten der Pro­to­nen­the­ra­pie zur Behand­lung von Erwach­se­nen und Klein­kin­dern, Erfah­run­gen in der Hoch- und Nied­rig­do­sis-Brachythe­ra­pie von Tumo­ren ver­schie­de­ner Loka­li­sa­tio­nen, Radio­nu­klidthe­ra­pie unter Ein­satz moder­ner Medi­ka­men­te, Radio­em­bo­li­sa­ti­on der Leber unter Ver­wen­dung hei­mi­scher Mikro­sphä­ren. 

Wir sehen in unse­ren deut­schen Kol­le­gen hoch­ge­schätz­te, stra­te­gi­sche Part­ner”, sag­te Andrej Kar­pin im Anschluss an die Unter­zeich­nung gegen­über der Pres­se. Dem Ziel der rus­si­schen Regie­rung, die Krebs-Sterb­lich­keits­ra­te in fünf Jah­ren um 185 Pro­zent zu redu­zie­ren, sind Exper­ten am 8. Novem­ber in Ber­lin einen Schritt näher­ge­kom­men. 

Mehr zum The­ma — Welt­kin­der­krebs­tag : Jedes Jahr erkran­ken rund 300.000 Kin­der und Jugend­li­che an Krebs

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Interessiert die “russische Einmischung” noch jemanden ? – Der Mueller-Bericht als Comic


Muel­lers zwei Jah­re dau­ern­de Ermitt­lung fand kei­ne Bewei­se für eine Abspra­che zwi­schen dem Wahl­kampf­team von Donald Trump und Russ­land im Jahr 2016 sowie kei­ne aus­rei­chen­den Bewei­se, dass der US-Prä­si­dent die Ermitt­lung behin­der­te. Obwohl Trump den Fall als “geschlos­sen” erklär­te, sind die Main­stream-Medi­en, die viel auf die Muel­ler-Ermitt­lung gesetzt hat­ten, nicht bereit, die Geschich­te so ein­fach gehen zu las­sen.

Mehr zum The­ma — Ver­öf­fent­li­chung des Muel­ler-Berich­tes : Ende der Russ­land-Affä­re oder neu­es Ver­schwö­rungs­ka­pi­tel ?

Die Polit-Jour­na­lis­ten der Zei­tung Washing­ton Post kom­men jetzt mit “The Muel­ler Report Illus­tra­ted” um die Ecke – einem Comic-Roman.

Mit Blick auf das Erschei­nungs­da­tum, das für Dezem­ber geplant ist, kon­zen­triert sich das Buch auf die zwei­te Hälf­te des Muel­ler-Berichts. Die­ser Teil spricht über zehn “poten­ti­el­le” Fäl­le von Behin­de­rung, für die Muel­ler kei­ne aus­rei­chen­den Bewei­se fand. Die Autoren des Buches waren jedoch von der Zurück­hal­tung Muel­lers nicht begeis­tert. Des­we­gen erklär­te der Chef­re­dak­teur der Washing­ton Post, Mar­tin Baron, der Comic wer­de “die Leser zu eige­nen Schluss­fol­ge­run­gen kom­men las­sen”.

Mehr zum The­ma — Autor kennt eige­nes Werk nicht : US-Kon­gress befragt Son­der­er­mitt­ler Muel­ler (Video)

Eine digi­ta­le Ver­si­on ent­hält auch Bonus-Gra­fi­ken und Ani­ma­tio­nen, um den 400 Sei­ten umfas­sen­den lang­wei­li­gen Text zu bele­ben.

Die­sel­be Hand­lung immer wie­der zu wie­der­ho­len und auf ein ande­res Ergeb­nis zu hof­fen, kann man nur als Wahn­sinn bezeich­nen. Trotz der Bemü­hun­gen der Nach­rich­ten-Mode­ra­to­ren und der Demo­kra­ten im US-Kon­gress, den Muel­ler-Bericht anzu­prei­sen, war alles nur Schall und Rauch ! Genau­so wie die fünf­stün­di­ge Aus­sa­ge von Muel­ler selbst, bevor der Kon­gress im Juli das soge­nann­te Rus­sia­ga­te als eine tota­le Kata­stro­phe ver­bu­chen muss­te.

Eine Umfra­ge in die­sem Som­mer ergab, dass drei Vier­tel der Ame­ri­ka­ner ihre Mei­nung zu Trump nach der Ver­öf­fent­li­chung des Mül­ler-Berichts nicht änder­ten. Die Ermitt­lun­gen beweg­ten die Stim­mung unter den meis­ten US-Ame­ri­ka­nern nicht in Rich­tung Amts­ent­he­bung, wäh­rend die Zustim­mung zu Trump unbe­rührt blieb.

Das hat die Washing­ton Post jedoch nicht davon abge­hal­ten, die Geschich­te über die ver­meint­li­che Abspra­che mit Russ­land am Leben zu erhal­ten.

Mehr zum The­ma — Aluhut statt Argu­men­te : Die russ­land­feind­li­chen Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker sind zurück 

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Serbien kauft keine S‑400 – aber russische Flugabwehrsysteme “Panzir‑S” stehen kurz vor Lieferung


Russ­land wird in den kom­men­den Mona­ten das Flug­ab­wehr­ra­ke­ten- und Kano­nen­sys­tem Panzir‑S ver­trags­ge­mäß nach Ser­bi­en lie­fern. Dies kün­dig­te der Gene­ral­di­rek­tor des rus­si­schen Rüs­tungs­ex­port­un­ter­neh­mens Ros­obo­ron­ex­port Alex­an­der Miche­jew an. Die­se Nach­richt ist für die ser­bi­sche Ver­tei­di­gung umso erfreu­li­cher, als für Ser­bi­en ein Kauf des Lang­stre­cken-Flug­ab­wehr­sys­tems S‑400 im Moment nicht in Fra­ge kommt.

Die Pro­duk­ti­on [der Sys­te­me] und die Aus­bil­dung [ser­bi­scher Spe­zia­lis­ten] gehen wei­ter, alles ver­läuft plan­mä­ßig, es gibt kei­ne Stö­run­gen. In naher Zukunft wird die Aus­bil­dung been­det sein, und die rus­si­sche Sei­te wird mit den Lie­fe­run­gen begin­nen. In den kom­men­den Mona­ten wird der Auf­trag abge­schlos­sen sein”, erklär­te Miche­jew am Mitt­woch gegen­über Jour­na­lis­ten der Nach­rich­ten­agen­tur TASS.

Der Prä­si­dent Ser­bi­ens Alek­san­dar Vučić gab am 24. Okto­ber bekannt, dass Bel­grad das Kurz­stre­cken-Flug­ab­wehr­sys­tem Panzir‑S bestellt hat. Zwei Tage spä­ter erklär­te auch der ser­bi­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Alek­san­dar Vulin, dass Panzir‑S vom ser­bi­schen Mili­tär in Dienst gestellt wer­de.

Das Flug­ab­wehr­sys­tem 96K6 “Panzir‑S” ist für die Kurz­stre­cken-Luft­ver­tei­di­gung zivi­ler und mili­tä­ri­scher Objek­te bei Tag und Nacht, jedem Wet­ter, in jedem Kli­ma und in auch bei inten­si­vem Ein­satz von Mit­teln der elek­tro­ni­schen Kampf­füh­rung durch den Angrei­fer kon­zi­piert. Die Ziel­zu­wei­sung erfolgt über die Such- und Ziel­erfas­sungs­ra­da­re an Bord.

Die Bewaff­nung von Pan­zir besteht aus zwölf start­be­rei­ten Boden-Luft-Rake­ten und zwei Maschi­nen­ka­no­nen. Die Rake­ten haben eine maxi­ma­le Reich­wei­te von 20 bezie­hungs­wei­se 30 Kilo­me­tern und sind mit 20 Kilo­gramm schwe­ren Spreng­köp­fen aus­ge­stat­tet. Die 30-Mil­li­me­ter-Maschi­nen­ka­no­nen haben eine Reich­wei­te von bis zu 4.000 Metern und eine maxi­ma­le Ziel­hö­he von 3.000 Metern. Dem­entspre­chend decken die Rake­ten die Fern­zie­le ab, wäh­rend die Kano­nen gegen nahe Zie­le – auch Droh­nen – ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Außer­dem ermög­li­chen es die Kano­nen, das ver­tei­dig­te Objekt auch vor Angrif­fen zu Lan­de oder zu Was­ser zu schüt­zen.

Mehr zum The­ma – Rus­si­sche Über­ho­ri­zont-Rada­re kön­nen Ste­alth-Flug­zeu­ge erken­nen – Flug­ab­wehr wird wei­ter aus­ge­baut

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Droht Apple das Aus ? Russland erwägt Verbot von Smartphones ohne vorinstallierte russische Software


Der Gesetz­ent­wurf, den die Abge­ord­ne­ten des Unter­hau­ses am Diens­tag in ers­ter Lesung ver­ab­schie­det haben, sieht vor, dass auf jedem in Russ­land ver­kauf­ten Smart­pho­ne, Com­pu­ter oder Smart-TV-Gerät ab dem 1. Juli 2020 rus­si­sche Soft­ware instal­liert sein muss. Laut den Autoren des Gesetz­ent­wur­fes sei die­se für rus­si­sche Nut­zer freund­li­cher und attrak­ti­ver.

Nach Inkraft­tre­ten des Geset­zes könn­te den Her­stel­lern und Ver­käu­fern, die sich nicht an die Vor­ga­be hal­ten, eine Stra­fe in Höhe von 200.000 Rubel (etwa 2.800 Euro) dro­hen. Die rus­si­sche Regie­rung wird an dem Ent­wurf noch wei­ter arbei­ten. Man will fest­le­gen, wel­che Soft­ware genau von der Geset­zes­vor­la­ge abge­deckt wer­den soll, die laut den Initia­to­ren “die Inter­es­sen rus­si­scher Inter­net­un­ter­neh­men schützt”.

Damit das Gesetz in Kraft tre­ten kann, muss der Ent­wurf im Ober­haus ein­ge­reicht und vom Prä­si­den­ten unter­schrie­ben wer­den.

Oleg Niko­la­jew, rus­si­scher Abge­ord­ne­ter und einer der Autoren der Geset­zes­vor­la­ge, erklär­te gegen­über RT : 

Wenn Sie ein Andro­id- oder iOS-basier­tes Smart­pho­ne kau­fen, sehen Sie Apps, die von die­sen Unter­neh­men ent­wi­ckelt wur­den, aber nicht die von rus­si­schen. Die rus­si­sche Gesetz­ge­bung schreibt nun vor, dass es nun auch Apps geben muss, die in Russ­land ent­wi­ckelt wur­den.

Soll­te das Gesetz tat­säch­lich in Kraft tre­ten, war­nen Exper­ten, Apple könn­te gezwun­gen sein, den rus­si­schen Markt zu ver­las­sen. Die Phi­lo­so­phie des US-Unter­neh­mens besteht näm­lich dar­in, unab­hän­gig vom Land, in dem es tätig ist, aus­schließ­lich das eige­ne Betriebs­sys­tem und eige­ne Apps auf sei­nen Gerä­ten zu instal­lie­ren. Für Andro­id-Gerä­te wäre die Umstel­lung etwas leich­ter, da die Platt­form stets mit Soft­ware ande­rer Ent­wick­ler kom­pa­ti­bel war. Ver­tre­ter von IT-Unter­neh­men behaup­ten, die­se Rege­lung wer­de die Kon­kur­renz am rus­si­schen Elek­tro­nik­markt deut­lich ein­schrän­ken.

Mehr zum The­ma — Rus­si­sches Par­la­ment ver­ab­schie­det Gesetz für eigen­stän­di­ges Inter­net

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Russische Überhorizont-Radare können Stealth-Flugzeuge erkennen – Flugabwehr wird weiter ausgebaut


Russ­lands Über­ho­ri­zont-Radar­sta­tio­nen (OTH-Radar) des Typs “Pod­solnuch” (dt.: Son­nen­blu­me) befin­den sich – neben Fern­ost Russ­lands und am Kas­pi­schen Meer – nun­mehr auch an der Ost­see im Ein­satz. Dies gab Kirill Maka­row bekannt, Lei­ter des NPK NIIDAR (Wis­sen­schafts- und For­schungs­in­sti­tut für Lang­stre­cken-Funk­kom­mu­ni­ka­ti­on) in Mos­kau, wo die­se Sys­te­me ent­wi­ckelt wur­den. Maka­row erklär­te in einem Inter­view mit RIA Nowos­ti :

Wir bau­en Ober­flä­chen­wel­len­ra­da­re zur Früh­erken­nung von Schif­fen und Flug­ob­jek­ten. Das sind Radar­sta­tio­nen vom Typ ‘Son­nen­blu­me’. Sie sind bereits in Betrieb und über­schau­en drei Rich­tun­gen – von Rus­sisch Fern­ost, vom Kas­pi­schen Meer aus­wärts und ins Bal­ti­kum hin­ein. Dar­über hin­aus erkun­den wir neue Wege wie … ver­wand­te Tech­no­lo­gi­en mit elek­tro­ma­gne­ti­scher Strah­lung im Tera­hertz-Fre­quenz­be­reich.

Die­ses Radar­prin­zip ist in der Lage, Luft- und Ober­flä­chen­zie­le außer­halb des übli­chen Radar­ho­ri­zonts (also der maxi­ma­len Ent­fer­nung für nor­ma­le Rada­re) zu erken­nen und zu ver­fol­gen. Der Clou : Selbst wenn die Ziel­ob­jek­te pas­si­ve Tarn­tech­no­lo­gi­en ein­set­zen, wer­den sie mit annä­hernd der­sel­ben Reich­wei­te geor­tet wie gewöhn­lich Flug­ob­jek­te auch. Die­se Reich­wei­te beträgt laut der NIIDAR-Web­site – bei der Export­ver­si­on – bis zu 500 Kilo­me­ter für Flug­ge­rä­te in einer Flug­hö­he von min­des­tens drei Metern und bis zu 400 Kilo­me­ter für See­zie­le – je nach Grö­ße. Die Sys­te­me kön­nen bis zu 200 Ober­flä­chen- und 100 Luft­zie­le gleich­zei­tig ver­fol­gen und Luft­raum und Gewäs­ser in einem Azi­mut-Win­kel von 120° über­wa­chen. Die Leis­tungs­da­ten der Ver­sio­nen für das eige­ne Mili­tär unter­lie­gen der Geheim­hal­tung.

Russische Überhorizont-Radare können Stealth-Flugzeuge erkennen – Flugabwehr wird weiter ausgebaut

Im Jahr 2013 wur­de die ers­te “Podsolnuch”-Radarstation von der Kas­pi­schen Flot­til­le in Dienst gestellt und hat seit dem Jahr 2014 an einer Rei­he von mili­tä­ri­schen Übun­gen teil­ge­nom­men. Im August 2018 wur­de im Rah­men einer Übung der Flot­til­le eine neue Tak­tik namens “Die Wand” getes­tet, die es ermög­licht, den Bereich der Ziel­erfas­sung noch zu erwei­tern. Der Pres­se­dienst­lei­ter des Süd­li­chen Mili­tär­be­zirks Wadim Astaf­jew erklär­te :

Eine spe­zi­el­le Metho­de für den For­ma­tio­nen­auf­bau von Schif­fen und Flug­zeu­gen der Auf­klä­rungs- und Kampf­flie­ge­rei, ver­bun­den mit den Fähig­kei­ten der küs­ten­ge­bun­de­nen Ortungs­mit­tel – des Über­ho­ri­zont-Ober­flä­chen­wel­len­ra­dars “Sonnenblume‑E” – und der Flug­ab­wehr­ra­ke­ten­sys­te­me “Buk-M3”, ermög­licht es, die Ortungs­reich­wei­te für tief­flie­gen­de Zie­le deut­lich zu erhö­hen.

Wie Exper­ten fest­stel­len, geben die­se und ande­re neue Radar­sys­te­me Russ­land einen Vor­teil bei der Früh­erken­nung mög­li­cher Angrif­fe.

So plant – laut Maka­row – das For­schungs­in­sti­tut bis Ende des Jah­res auch die Über­ga­be des ers­ten Exem­plars der Über­ho­ri­zont-Radar­an­la­ge des Typs “Con­tai­ner” an die rus­si­schen Streit­kräf­te :

Die­se Radar­sta­ti­on nutzt das Phä­no­men der Refle­xi­on von Radio­wel­len im Deka­me­ter-Fre­quenz­be­reich durch die Iono­sphä­re (Anm.: in Russ­land trägt die­ses Phä­no­men den Namen Kaba­now-Effekt). Doch die­ses Radar hat einen soge­nann­ten “blin­den Fleck” von 900 Kilo­me­ter Brei­te. Daher wur­de beschlos­sen, die Radar­sta­ti­on im Lan­des­in­ne­ren auf­zu­bau­en, um so mit der Sta­ti­on aus siche­rer Ent­fer­nung den Luft­raum der Nach­bar­län­der über­wa­chen zu kön­nen.

Außer­dem lau­fen Arbei­ten an Sys­te­men, die in der Lage sein wer­den, Flug­droh­nen aus Kunst­stoff oder Holz zu erken­nen, so Maka­row wei­ter :

Jedes Mate­ri­al bie­tet eine effek­ti­ve Streu­ober­flä­che – selbst wenn es aus Holz ist, selbst wenn es aus Kunst­stoff besteht. Was wir ent­wi­ckeln, wird es uns ermög­li­chen, auch sol­che Droh­nen zu erken­nen.

Unüber­wind­ba­res Luft­ver­tei­di­gungs­sys­tem

Die­se Ent­wick­lun­gen ermög­li­chen, ein effek­ti­ves und zusam­men­hän­gen­des Luft- und Welt­raum­ver­tei­di­gungs­sys­tem auf­zu­bau­en, erklär­te Igor Korott­schen­ko, Chef­re­dak­teur der Zeit­schrift Nazio­nal­na­ja Obo­ro­na (dt.: Natio­na­le Ver­tei­di­gung):

Alle die­se Ent­wick­lun­gen zie­len dar­auf ab, in Russ­land ein zuver­läs­si­ges Luft- und Welt­raum­ver­tei­di­gungs­sys­tem zu erschaf­fen. Natür­lich lie­fern Rada­re die Pri­mär­in­for­ma­tio­nen. Daher bie­ten neue Ent­wick­lun­gen in der Radar­tech­no­lo­gie Russ­land eine Rei­he von ent­schei­den­den Vor­tei­len bei der Früh­erken­nung mög­li­cher Rake­ten- und Droh­nen­an­grif­fe und der Ziel­erfas­sung für Flug­ab­wehr­sys­te­me zwecks Bekämp­fung sol­cher Angrif­fe.

Laut Korott­schen­ko setzt die Flug­ab­wehr am rus­si­schen Mili­tär­flug­platz Hmeimim in Syri­en Radar­an­la­gen ein, die nach eben­die­sen Prin­zi­pi­en funk­tio­nie­ren. Es sei dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die­se Ein­rich­tung wie­der­holt von Ter­ror­mi­li­zen ange­grif­fen wur­de, die hier­für selbst­ge­bau­te Flug­droh­nen ver­wen­de­ten. So schos­sen die rus­si­schen Flug­ab­wehr­sys­te­me allein in den letz­ten zwei Jah­ren dort eine rie­si­ge Anzahl 118 unbe­mann­ter Flug­ge­rä­te ab, gab Gene­ral­ma­jor Igor Kona­schen­kow, offi­zi­el­ler Ver­tre­ter des rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums, im Sep­tem­ber bekannt :

Ter­ro­ris­ten ver­such­ten wie­der­holt, das Flug­ab­wehr­sys­tem des Mili­tär­flug­plat­zes Hmeimim zu durch­bre­chen. Apro­pos Zah­len : In zwei Jah­ren wur­den 118 unbe­mann­te Flug­ge­rä­te ter­ro­ris­ti­scher Grup­pie­run­gen zer­stört, dar­un­ter 58 Droh­nen allein seit dem 1. Janu­ar die­ses Jah­res.

Korott­schen­ko beton­te, dass eini­ge der rus­si­schen Luft­ab­wehr­sys­te­me auch zur Ziel­erfas­sung für ande­re Abwehr­sys­te­me die­nen kön­nen, um sol­che Zie­le sofort zu erken­nen und mit ande­ren, dafür am bes­ten geeig­ne­ten Mit­teln zu zer­stö­ren. Der Ana­ly­ti­ker stell­te fest :

Des­halb sind wir heu­te sowohl bei Radar- als auch Flug­ab­wehr­ra­ke­ten­sys­te­men füh­rend. Und die neu­en Daten bestä­ti­gen, dass die­se Arbeit sys­te­ma­tisch, kon­se­quent und ziel­ge­rich­tet erfolgt.

Mehr zum The­ma – NATO will in rus­si­schen A2/AD-Zonen ope­rie­ren – Zugang ver­wei­gert

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Russische und ägyptische Luftabwehrkräfte starten gemeinsame Übungen in Ägypten


Am Mitt­woch star­te­ten im Aus­bil­dungs­zen­trum der ägyp­ti­schen Luft­ver­tei­di­gungs­trup­pen in der Nähe von Kai­ro die gemein­sa­men rus­sisch-ägyp­ti­schen Übun­gen der Luft­ver­tei­di­gungs­kräf­te bei­der Län­der. Die Übung fin­det unter dem Namen “Pfeil der Freund­schaft-2019” statt. Der rus­si­sche Oberst Wale­ri Tcher­nysch, der die Übun­gen koor­di­niert, erklär­te :

Heu­te begin­nen wir mit den gemein­sa­men inter­na­tio­na­len Übun­gen, dem Pfeil der Freund­schaft-2019, an denen Mili­tärs aus Russ­land und der Ara­bi­schen Repu­blik Ägyp­ten betei­ligt sind. Zum ers­ten Mal wer­den Mili­tärs der bei­den befreun­de­ten Natio­nen Hand in Hand agie­ren. Die rus­si­schen und ägyp­ti­schen Sol­da­ten wer­den Erfah­run­gen aus­tau­schen und die Zusam­men­ar­beit bei der Ver­wen­dung moder­ner Luft­ver­tei­di­gungs­sys­te­me erpro­ben.

Der Oberst beton­te, dies sei das ers­te Mal, dass Übun­gen die­ser Art durch­ge­führt wür­den Die Arme­en bei­der Län­der hat­ten jedoch zuvor die Gele­gen­heit gehabt, das Poten­zi­al des jewei­li­gen Gegen­übers zu beob­ach­ten. So zum Bei­spiel wäh­rend der Inter­na­tio­na­len Armee­spie­le im Jahr 2019. Bereits vor rund 50 Jah­ren hal­fen sowje­ti­sche Luft­ver­tei­di­gungs­spe­zia­lis­ten ihren ägyp­ti­schen Kol­le­gen beim Auf­bau des Luft­ver­tei­di­gungs­sys­tems ihres Lan­des. Ali Fah­mi, Kom­man­dant der ägyp­ti­schen Luft­ab­wehr­kräf­te, sag­te :

Die mili­tä­ri­sche Koope­ra­ti­on zwi­schen Ägyp­ten und Russ­land ist eines der grund­le­gen­den Ele­men­te der bila­te­ra­len Zusam­men­ar­beit. Die Übun­gen zie­len auf die Stär­kung der mili­tä­ri­schen Bezie­hun­gen, einen Erfah­rungs­aus­tausch, eine Ver­bes­se­rung des Aus­bil­dungs­ni­veaus sowie die Ent­wick­lung der Fähig­kei­ten zur Nut­zung und Ein­füh­rung neu­er Tech­no­lo­gi­en ab.

Die Luft­ver­tei­di­gungs­kräf­te bei­der Län­der wer­den die Fähig­keit zur Zusam­men­ar­beit beim Schutz wich­ti­ger Ein­rich­tun­gen und die Ver­bes­se­rung des Ein­satz­po­ten­zi­als von Boden-Luft-Rake­ten­sys­te­men prak­ti­zie­ren, um Luft­an­grif­fe unter ver­schie­de­nen Bedin­gun­gen gemein­sam abweh­ren zu kön­nen. Die Übun­gen enden am 7. Novem­ber.

Mehr zum The­ma — Nach Kauf rus­si­scher Su-35-Jets : Washing­ton droht Ägyp­ten mit Sank­tio­nen

RT Deutsch


Russische Flugabwehr übt erstmals in Ägypten


Russ­land und Ägyp­ten haben eine ers­te gemein­sa­me Flug­ab­wehr­übung begon­nen : Mehr als 100 rus­si­schen Sol­da­ten sind in dem nord­afri­ka­ni­schen Land ein­ge­trof­fen, um den Ernst­fall zu trai­nie­ren. Geübt wird mit Waf­fen­sys­te­men aus rus­si­scher Pro­duk­ti­on.
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Erste russische Soldaten patrouillieren entlang der syrisch-türkischen Grenze


Nach über sechs Stun­den erreich­ten Wla­di­mir Putin und Recep Tayy­ip Erdoğan eine Über­ein­kunft, wonach rus­si­sche und syri­sche Mili­tär­pa­trouil­len das Grenz­ge­biet Nord­sy­ri­ens sichern wer­den. Sie sol­len auch den Abzug der YPG-Mili­zen hin­ter die ver­ein­bar­te 30-Kilo­me­ter-Linie über­wa­chen, der am Mitt­woch begin­nen soll. Bin­nen 150 Stun­den sol­len die Kämp­fer das Gebiet ver­las­sen haben, und wäh­rend die­ser Zeit wird die Tür­kei kei­ne wei­te­ren mili­tä­ri­schen Ope­ra­tio­nen durch­füh­ren. Die kur­di­schen Mili­zen wer­den sich auch aus den Städ­ten Ain al-Arab (kur­disch : Kobanê) und Man­bidsch zurück­zie­hen müs­sen, nach­dem sie zuvor noch gehofft hat­ten, zusam­men mit syri­schen und rus­si­schen Trup­pen die Städ­te vor den Angrif­fen von turk­me­ni­schen Rebel­len zu beschüt­zen, die unter Kon­trol­le der Tür­kei ste­hen. 

Mehr zum The­ma — Putin und Erdoğan einig : Sta­tio­nie­rung rus­si­scher und syri­scher Trup­pen außer­halb tür­ki­scher Zone 

Sowohl in Man­bidsch als auch in Ain-al Arab fuh­ren heu­te die ers­ten rus­si­schen Mili­tär­po­li­zis­ten ein, um für die Sicher­heit der Bewoh­ner zu sor­gen. 

Was der rus­si­schen Regie­rung beson­ders am Her­zen lag und was Mos­kau seit Jah­ren immer wie­der betont, ist die Wie­der­her­stel­lung der ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät der Syri­schen Ara­bi­schen Repu­blik. Kurz nach der erziel­ten Über­ein­kunft zwi­schen Putin und Erdoğan tele­fo­nier­te Kreml­spre­cher Dmi­tri Pes­kow mit dem syri­schen Prä­si­den­ten Baschar al-Assad und infor­mier­te ihn über die Ergeb­nis­se. Er beton­te erneut, wie wich­tig die ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät Syri­ens ist und dass nun das syri­sche Ver­fas­sungs­ko­mi­tee dar­an arbei­ten muss, um den Weg für eine innen­po­li­ti­sche Lösung zu berei­ten. Sogar Fah­ret­tin Altun, Erdoğans Spre­cher, beton­te die “ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät” und “poli­ti­sche Einig­keit” Syri­ens. Das sind voll­kom­men neue Töne aus Anka­ra, wo man seit Aus­bruch des Kon­flikts 2011 die Spal­tung Syri­ens und den Sturz Assads för­der­te. 

Auch US-Prä­si­dent Donald Trump zeig­te sich über die rus­sisch-tür­ki­sche Über­ein­kunft in Sot­schi erfreut. Wie üblich äußer­te er sich über Twit­ter zu die­sem The­ma und sprach von einem “gro­ßen Erfolg an der tür­kisch-syri­schen Gren­ze”. Eine “Sicher­heits­zo­ne (wur­de) geschaf­fen!”, mein­te Trump. 

Mehr zum The­ma — Putin nach Gesprä­chen mit Erdoğan : “Alle ille­ga­len aus­län­di­schen Mili­tärs müs­sen raus aus Syri­en”

RT Deutsch


Syrien : Russische und syrische Streitkräfte sollen Nordsyrien ab Mittwoch betreten


Nach stun­den­lan­gen Dis­kus­sio­nen ver­kün­de­ten die Prä­si­den­ten Russ­lands und der Tür­kei auf einer gemein­sa­men Pres­se­kon­fe­renz die Details ihres Abkom­mens zur Befrie­dung des Syri­en-Kon­flik­tes. So sol­len rus­si­sche und tür­ki­sche Streit­kräf­te gemein­sa­me Patrouil­len durch­füh­ren. Die­se Patrouil­len sol­len sich auf das Gebiet bis zu 30 Kilo­me­ter hin­ter der tür­kisch-syri­schen Gren­ze beschrän­ken. Gleich­zei­tig sol­len rus­si­sche Mili­tär­po­li­zis­ten und syri­sche Grenz­trup­pen das Gebiet Nord­sy­ri­ens, das außer­halb der tür­ki­schen Ope­ra­ti­ons­zo­ne liegt, ab Mitt­woch betre­ten, um sicher­zu­stel­len, dass sich die Kräf­te der Kur­den­mi­liz YPG zurück­zie­hen und ihre Waf­fen abge­ben. Die Tür­kei stimm­te einer Ver­län­ge­rung der Waf­fen­ru­he mit der YPG zu. Die Tür­kei betrach­tet die YPG als Schwes­ter­or­ga­ni­sa­ti­on der dort ver­bo­te­nen PKK.

Auf der Pres­se­kon­fe­renz beton­te Putin erneut, dass sich alle ille­gal in Syri­en sta­tio­nier­ten aus­län­di­schen Kräf­te zurück­zie­hen müss­ten. Der rus­si­sche Prä­si­dent erklär­te, dass die Tür­kei die­se Visi­on tei­le und zudem sich für die ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät Syri­ens aus­ge­spro­chen habe. Putin beton­te eben­falls, dass die syri­sche Regie­rung und die kur­di­schen Kräf­te Ver­hand­lun­gen auf­neh­men müs­sen.

Nach dem Ein­marsch der Tür­kei im Nor­den Syri­ens am 9. Okto­ber hat­te die Tür­kei einen rund 120 Kilo­me­ter lan­gen Strei­fen erobert. Letz­te Woche hat­te die USA einen Waf­fen­still­stand zwi­schen den kur­di­schen Kräf­ten und der Tür­kei ver­mit­telt, der vor­sah, dass sich die YPG bis 22 Uhr Orts­zeit heu­te zurück­zie­hen wür­den. Die Tür­kei hat­te mehr­mals damit gedroht, mit der Offen­si­ve fort­zu­fah­ren, soll­ten sich die YPG-Kämp­fer bis zum Ablauf des Ulti­ma­tums nicht zurück­zie­hen.

Mos­kau hat­te die Tür­kei wie­der­holt dazu auf­ge­ru­fen, Zurück­hal­tung zu üben und kei­ne Schrit­te zu unter­neh­men, die die Sou­ve­rä­ni­tät und ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät des syri­schen Staa­tes sowie eine poli­ti­sche Lösung des Syri­en-Kon­flik­tes scha­den könn­ten.

RT Deutsch