Vermeidung militärischer Konfrontationen in Syrien – Putin lädt Erdoğan nach Russland ein


Rus­si­sche Sol­da­ten patrouil­lie­ren der­zeit auf der Kon­takt­li­nie tür­ki­scher und syri­scher Sol­da­ten. Mos­kau will einen Kon­flikt ver­mei­den. Aus dem Kreml hieß es dazu am Diens­tag :

(Putin hat Erdoğan tele­fo­nisch) zu einem Arbeits­tref­fen in den nächs­ten Tagen ein­ge­la­den. Die Ein­la­dung wur­de ange­nom­men. 

Der rus­si­sche Prä­si­dent äußer­te dabei gegen­über Erdoğan sei­ne Besorg­nis über mög­li­che wei­te­re Aus­brü­che von IS-Gefan­ge­nen aus kur­di­schen Gefäng­nis­sen. 

Die US-Trup­pen hat­ten sich bekannt­lich aus Syri­en zurück­ge­zo­gen. US-Prä­si­dent Donald Trump woll­te einen Zusam­men­stoß mit dem tür­ki­schen Mili­tär ver­mei­den. Trump for­dert von Erdoğan nun eine Waf­fen­ru­he und will die­se not­falls mit­tels Sank­tio­nen gegen die Tür­kei erzwin­gen. Eine US-Dele­ga­ti­on unter Lei­tung von Vize­prä­si­dent Mike Pence will in Anka­ra einen Waf­fen­still­stand errei­chen. Die Chan­cen hier­für sind jedoch gering, denn Erdoğan will die soge­nann­te Schutz­zo­ne nicht auf­ge­ben.

Die­se soll 50 Kilo­me­ter breit und 35 Kilo­me­ter tief wer­den. Die Offen­si­ve Anka­ras gilt kur­di­schen “Ter­ro­ris­ten” der YPG und der PKK. Die YPG ver­bün­de­te sich jüngst – aus Angst vor eth­ni­schen Säu­be­run­gen des Gebiets – mit den Trup­pen der regu­lä­ren Syri­schen Ara­bi­schen Armee unter Prä­si­dent Bas­har al-Assad. Die syri­schen Streit­kräf­te sind dem Ruf der Kur­den gefolgt und haben in Man­bidsch Posi­tio­nen bezo­gen. 

EU-Staa­ten haben auf die tür­ki­sche Mili­tär­ope­ra­ti­on mit einem Ver­bot von Waf­fen­ver­käu­fen und ‑lie­fe­run­gen an die Tür­kei reagiert. 

Mehr zum The­ma – Wegen Syri­en-Offen­si­ve : USA erwä­gen Abzug von Atom­waf­fen aus der Tür­kei

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Russland : Durchsuchungen in 30 regionalen Niederlassungen der Nawalny-Stiftung im Geldwäschefall


Der rus­si­sche Unter­su­chungs­aus­schuss führt im Rah­men einer Ermitt­lung in einem Geld­wä­schefall Durch­su­chun­gen in 30 regio­na­len Nie­der­las­sun­gen der “Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung” (FBK) des rus­si­schen Blog­gers Ale­xei Nawal­ny durch. Das teil­te die Spre­che­rin des Unter­su­chungs­aus­schus­ses Swet­la­na Petren­ko am Diens­tag gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur TASS mit. Sie sag­te :

Heu­te wer­den im Rah­men der Vor­un­ter­su­chung an 30 Orten der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, in den Nie­der­las­sun­gen der Orga­ni­sa­ti­on und an den Wohn­or­ten der Mit­ar­bei­ter der Regio­nal­fi­lia­len der FBK, Durch­su­chun­gen durch­ge­führt. Gegen­stän­de und Doku­men­te, die die Ermitt­ler für wich­tig hal­ten, wer­den beschlag­nahmt.

Eini­ge Mit­ar­bei­ter sei­en zu Befra­gun­gen vor­ge­la­den wor­den, hieß es wei­ter.

Zuvor teil­te eine Quel­le in den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den gegen­über TASS mit, dass am Diens­tag Ermitt­ler Unter­su­chun­gen in den regio­na­len Zen­tra­len der Orga­ni­sa­ti­on in Arch­an­gelsk und Bel­go­rod star­te­ten. Auch an den Wohn­or­ten der Akti­vis­ten der FBK in Ufa, Sama­ra, Sara­tow, Jeka­te­rin­burg, Jaros­lawl, Tschel­ja­binsk, Nowo­kus­nezk und Kras­no­dar wur­den Durch­su­chun­gen durch­ge­führt.

Laut Petren­ko hat das Gericht auf Antrag der Ermitt­ler die Kon­ten der FBK ein­frie­ren las­sen. Sie sag­te :

Es wur­de bestä­tigt, dass Geld aus aus­län­di­schen Quel­len auf die­se Kon­ten über­wie­sen wur­de. Ins­be­son­de­re dien­te die­se Tat­sa­che als Grund­la­ge für die Auf­nah­me der Stif­tung in das Regis­ter der Orga­ni­sa­tio­nen, die die Funk­tio­nen aus­län­di­scher Agen­ten erfül­len.

Am 9. Okto­ber teil­te das rus­si­sche Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um mit, dass Nawal­nys “Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung” auf die Lis­te der Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen gesetzt wur­de, die als aus­län­di­sche Agen­ten fun­gie­ren. Nach Anga­ben des Minis­te­ri­ums war die FBK poli­tisch tätig und wur­de dabei aus dem Aus­land finan­ziert. Erst im Jahr 2019 erhielt das Unter­neh­men zwei Geld­über­wei­sun­gen aus Spa­ni­en und eine aus den USA.

Der rus­si­sche Unter­su­chungs­aus­schuss hat­te zuvor ein Straf­ver­fah­ren wegen Geld­wä­sche gegen die Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen ein­ge­lei­tet. Den Ermitt­lun­gen zufol­ge erhiel­ten Per­so­nen, die eine direk­te Ver­bin­dung zu der NGO haben, im Zeit­raum von Janu­ar 2016 bis Dezem­ber 2018 auf unge­setz­li­che Wei­se erheb­li­che Geld­be­trä­ge in rus­si­scher und aus­län­di­scher Wäh­rung. Die­se Beträ­ge wur­den spä­ter für die Finan­zie­rung der Stif­tung lega­li­siert. Für den Zeit­raum der Ermitt­lun­gen wur­den per Gerichts­be­schluss mehr als 100 Kon­ten der Stif­tung und der mit ihr ver­bun­de­nen Per­so­nen ein­ge­fro­ren.

Mehr zum The­ma — Rus­si­sche Jus­tiz wirft Nawal­ny-Stif­tung Geld­wä­sche vor

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Deutsche Zahnpflege „Made in Russia“: Dr. Theiss legt Grundstein für Werk in Russland


Das deut­sche Fami­li­en­un­ter­neh­men Dr. Theiss mit Haupt­sitz in Hom­burg im Saar­län­di­schen will schon ab 2020 sei­ne Zahn- und Mund­pfle­ge­pro­duk­te in der Regi­on Mos­kau her­stel­len. In zwei Pha­sen sol­len mehr als zehn Mil­lio­nen Euro vor Ort inves­tiert wer­den.
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Putin-Besuch in Saudi-Arabien : Kann Russland mit jedem im Nahen Osten befreundet sein ?


Russ­land ver­tei­digt den Iran, unter­stützt die Regie­rung von Baschar al-Assad in Syri­en und kri­ti­siert den Krieg Sau­di-Ara­bi­ens im Jemen. Der gegen­wär­ti­ge Besuch des rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin in der sau­di­schen Haupt­stadt Riad scheint ein ris­kan­ter Balan­ce­akt zu sein – ist aber viel­mehr ein prag­ma­ti­scher Schritt, der auf gegen­sei­ti­gen Inter­es­sen beruht.

Es ist die zwei­te Rei­se des rus­si­schen Prä­si­den­ten in die Golf­mon­ar­chie, nach sei­nem Besuch 2007. Nur weni­ge Tage zuvor igno­rier­te Riad den – offen­sicht­lich scherz­haft gemein­ten – Vor­schlag Putins, rus­si­sche Luft­ver­tei­di­gungs­sys­te­me zu kau­fen. Statt­des­sen geneh­mig­ten die Sau­dis den Ein­satz von rund 3.000 US-Sol­da­ten auf ihrem Ter­ri­to­ri­um, dar­un­ter Kampf- und Spe­zi­al­ver­bän­de der Luft­waf­fe sowie Luft­ab­wehr­kräf­te.

Allem Anschein nach bleibt Riad wei­ter­hin fest im Orbit des Ein­flus­ses Washing­tons, zumin­dest soweit es um Sicher­heit und Ver­tei­di­gung geht. Doch für Mos­kau ist dies offen­bar kein Pro­blem, im Gegen­teil. Tat­säch­lich waren die Bezie­hun­gen zu den Sau­dis nie bes­ser. Putin plau­der­te in aller Öffent­lich­keit herz­lich mit dem sau­di­schen Kron­prin­zen Moham­med bin Sal­man (kurz auch MBS genannt) und sprach dar­über hin­aus über sei­ne per­sön­li­chen Bezie­hun­gen zu MBS und dem sau­di­schen König selbst. Die­se freund­schaft­li­chen Bezie­hun­gen spie­geln sich auch gut erkenn­bar in der Wirt­schaft wider :

Die ver­gleichs­wei­se gerin­gen Han­dels­um­sät­ze zwi­schen bei­den Län­dern stei­gen rasant (um 15 Pro­zent im Jahr 2018 und um 38 Pro­zent im lau­fen­den Jahr). Im Gespräch ist ein gemein­sa­mes Pro­jekt im Erd­öl­sek­tor mit einem Kos­ten­vo­lu­men von einer Mil­li­ar­de US-Dol­lar. Dar­über hin­aus wird der Abschluss wei­te­rer Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men in die­ser Woche erwar­tet.

Gleich­zei­tig ist Mos­kau ein Ver­bün­de­ter des US-ame­ri­ka­ni­schen Staats­fein­des Num­mer eins : Iran. Sau­di-Ara­bi­en macht Tehe­ran für Angrif­fe gegen zwei sei­ner Ölan­la­gen im ver­gan­ge­nen Monat ver­ant­wort­lich und beher­bergt – zur Abschre­ckung jeg­li­cher ira­ni­scher Aggres­si­on – US-Trup­pen auf sei­nem Boden. Riad ist in einen ver­hee­ren­den mili­tä­ri­schen Kon­flikt gegen die von Tehe­ran unter­stütz­ten Huthi-Rebel­len im Jemen ver­wi­ckelt und steht auf der Sei­te der Geg­ner Mos­kaus im syri­schen Bür­ger­krieg, in dem die Sau­dis Tei­le der regie­rungs­feind­li­chen Rebel­len unter­stüt­zen, wäh­rend die Rus­sen der Regie­rung von Prä­si­dent Baschar al-Assad hel­fen.

Zeit für einen Durch­bruch ?

Doch bizar­r­er­wei­se pflegt Russ­land der­zeit bes­se­re Bezie­hun­gen zu Sau­di-Ara­bi­en als vor zwei Jahr­zehn­ten, als Putin ein von Wirt­schafts­kri­sen heim­ge­such­tes Land erb­te, das sich zu sehr auf sei­ne eige­nen Pro­ble­me kon­zen­trier­te, um auf der Welt­büh­ne eine ent­schei­den­de Rol­le zu spie­len. Auch wenn bei­de Län­der in Syri­en als Geg­ner im dor­ti­gen Stell­ver­tre­ter­krieg auf­ein­an­der­tra­fen, besuch­te der sau­di­sche König Sal­man 2017 Mos­kau, um über die Lösung des anhal­ten­den Kon­flikts zu spre­chen.

Der Ein­fluss Russ­lands im Nahen Osten wächst offen­sicht­lich, und die Sau­dis sehen dies als Gele­gen­heit, sich mit einem neu­en Haupt­ak­teur zu arran­gie­ren.

Was sich in den letz­ten Jah­ren ver­än­dert hat, ist der rus­si­sche Ein­fluss im Nahen Osten. Er hat stark zuge­nom­men, und vie­le tra­di­tio­nel­le US-Ver­bün­de­te haben in den letz­ten Jah­ren Bezie­hun­gen zu Russ­land geknüpft und Russ­land als Akteur in die­ser Regi­on akzep­tiert”, sagt Ammar Waqqaf, Grün­der und Direk­tor von Gno­sos, einer Platt­form für Stel­lung­nah­men von Inter­es­sen­grup­pen in Syri­en und dem Nahen Osten, und fügt hin­zu : “Nie­mand hat­te erwar­tet, dass der rus­si­sche Ein­fluss im Nahen Osten zuneh­men wür­de. Doch er ist gewach­sen – wahr­schein­lich durch die syri­sche Kri­se.”

Ins­be­son­de­re für Sau­di-Ara­bi­en wächst die Part­ner­schaft inner­halb der “erwei­ter­ten Orga­ni­sa­ti­on erd­öl­ex­por­tie­ren­der Län­der” (OPEC+), um den inter­na­tio­na­len Ölmarkt sta­bil zu hal­ten – wofür Putin selbst in einem Gespräch im Vor­feld des aktu­el­len Besuchs sei­ne Unter­stüt­zung bekräf­tigt hat.

Neben der Zusam­men­ar­beit im Öl- und Gas­sek­tor “den­ken vie­le Län­der über den Kauf rus­si­scher Waf­fen nach”, sagt Waqqaf. Nach Ein­schät­zung des im Mitt­le­ren Osten leben­den Jour­na­lis­ten und Schrift­stel­lers Ali Rizk ist es aller­dings noch viel zu früh, um ernst­haft dar­über zu spre­chen, dass Sau­di-Ara­bi­en rus­si­sche Luft­ab­wehr­sys­te­me vom Typ S‑400 Tri­umf kauft :

Riads Bezie­hung zu den USA und zum Kon­gress ist momen­tan durch­aus sehr schlecht”, als Fol­ge des auf­se­hen­er­re­gen­den Mor­des an dem Kolum­nis­ten der Washing­ton Post Jamal Khash­og­gi in einem sau­di­schen Kon­su­lat in der Tür­kei. “Ich glau­be nicht, dass die Sau­dis ris­kie­ren wür­den, es noch schlim­mer zu machen, indem sie die­se Waf­fen kau­fen.”

Der Kauf rus­si­scher Luft­ver­tei­di­gungs­sys­te­me wür­de den gesam­ten aktu­el­len, von den USA gelie­fer­ten Luft­ab­wehr­kom­plex der Sau­dis durch Gegen­stü­cke aus Russ­land erset­zen, sagt Gri­go­ri Luk­ja­now, Dozent an der Mos­kau­er Hig­her School of Eco­no­mics :

Das ist nicht nur sehr teu­er, son­dern auch eine sehr radi­ka­le geo­po­li­ti­sche Ent­schei­dung, die die Sau­dis gegen­wär­tig wohl nicht tref­fen kön­nen” – trotz der den US-ame­ri­ka­ni­schen Sys­te­men inne­woh­nen­den Män­gel. Das US-Ver­tei­di­gungs­sys­tem ist beschränkt. Es hat natür­li­che Gren­zen und Schwach­stel­len, und eine davon, eine sehr wich­ti­ge, ist, dass das Sys­tem nicht unter der direk­ten Kon­trol­le der Sau­dis steht – es steht in ers­ter Linie unter der Kon­trol­le der USA.

Der Freund aller – aber kein Ver­mitt­ler

Exper­ten sind sich einig, dass Russ­land, das mit fast allen Län­dern im Nahen Osten freund­schaft­li­che Bezie­hun­gen unter­hält, in einer opti­ma­len Posi­ti­on ist, um in der von Span­nun­gen gepräg­ten Situa­ti­on zwi­schen dem Iran und Sau­di-Ara­bi­en zu ver­mit­teln. Doch Putin hat gera­de die “undank­ba­re” Rol­le des Ver­mitt­lers für sein Land aus­ge­schlos­sen – um sich offen­bar aus den Ange­le­gen­hei­ten dor­ti­ger Regio­nal­po­li­tik her­aus­zu­hal­ten, die sich nicht direkt auf Russ­land und sei­ne Optio­nen aus­wir­ken.

Da wir sehr freund­schaft­li­che Bezie­hun­gen zu allen Län­dern der Regi­on unter­hal­ten, ein­schließ­lich des Iran und der ara­bi­schen Staa­ten wie Sau­di-Ara­bi­en und den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten (VAE), könn­ten wir sicher­lich dazu bei­tra­gen, eini­ge Bot­schaf­ten zwi­schen den Par­tei­en wei­ter­zu­ge­ben, damit sie die Posi­ti­on des ande­ren anhö­ren kön­nen. Aber da ich per­sön­lich die Füh­rer die­ser Län­der ken­ne, bin ich mir abso­lut sicher, dass sie kei­nen Rat oder Ver­mitt­lung benö­ti­gen”, sag­te Putin in einem am Sonn­tag ver­öf­fent­lich­ten Inter­view und füg­te hin­zu, dass er bereit ist, “eini­ge Ide­en aus der Per­spek­ti­ve eines Freun­des zu prä­sen­tie­ren”.

Die freund­schaft­li­chen Bezie­hun­gen zwi­schen Mos­kau und Riad könn­ten für einen zufäl­li­gen Beob­ach­ter ver­blüf­fend sein, ins­be­son­de­re im Ver­gleich zu Washing­tons Gewohn­heit, abwei­chen­de Posi­tio­nen sei­ner Ver­bün­de­ten durch wirt­schaft­li­chen Druck zu unter­bin­den. Doch in einer Zeit, in der die USA – gera­de im Hin­blick auf den Iran – die Diplo­ma­tie als Null­sum­men­spiel eines “mit uns oder gegen uns” betrach­ten, hat Russ­land meh­re­re, oft mit­ein­an­der in Kon­flikt ste­hen­de Sei­ten gleich­zei­tig umwor­ben – und, wie sei­ne Bezie­hun­gen zum Nahen Osten zei­gen, sich dabei beson­ders her­vor­ge­tan.

Putin rühm­te sich damit, die mili­tä­ri­schen Bezie­hun­gen sei­nes Lan­des zur Tür­kei zu ver­tie­fen und die S‑400 Tri­umf Anfang die­ses Som­mers nach Anka­ra aus­zu­lie­fern. Im ver­gan­ge­nen Monat erklär­te er zudem, dass “die Ver­hand­lun­gen über die Lie­fe­rung neu­er Waf­fen im Gan­ge sind”. Gleich­zei­tig unter­stützt Russ­land die Assad-Regie­rung in Syri­en, die von der Tür­kei bewaff­ne­te Rebel­len­grup­pen bekämpft.

Mos­kau gelingt es ohne gro­ße Mühe, sowohl mit Isra­el als auch mit dem Iran herz­li­che Bezie­hun­gen zu unter­hal­ten, obwohl der israe­li­sche Pre­mier­mi­nis­ter Ben­ja­min Netan­ja­hu den Iran stän­dig als nuklea­re Bedro­hung bezeich­net und die­ser die Ver­nich­tung des jüdi­schen Staa­tes for­dert.

Für die Sau­dis bie­tet Putin daher ent­spre­chen­de Optio­nen, indem Russ­land nun­mehr einen ver­läss­li­chen und sta­bi­len Part­ner für die Golf­staa­ten dar­stellt.

Zuerst das Geschäft – dann die Geo­po­li­tik

Riad sei­ner­seits hat sich im Umgang mit Mäch­ten außer­halb des Nahen Ostens als geschickt dar­in erwie­sen, ver­schie­de­ne Ange­le­gen­hei­ten von­ein­an­der getrennt und pro­fes­sio­nell zu hand­ha­ben – ein Ansatz, mit dem Putin offen­kun­dig eben­so gut ver­traut ist. Mos­kaus Haupt­ziel ist es, Freun­de für gegen­sei­tig vor­teil­haf­te Part­ner­schaf­ten zu fin­den, kei­ne Ver­bün­de­ten, die sich gegen Riva­len zusam­men­schlie­ßen.

Und obwohl die Geo­po­li­tik kei­ne Hin­der­nis­se für die Bezie­hun­gen zwi­schen den bei­den Natio­nen dar­zu­stel­len scheint, ist die Situa­ti­on gleich­wohl ein Hin­weis dar­auf, dass der Ein­fluss Washing­tons auf die Regi­on nach­lässt.

Die USA sind nicht mehr die Macht, die sie frü­her im Nahen Osten waren”, stell­te Rizk fest. Ange­sichts des­sen wäre es “klug, wenn Moham­med bin Sal­man viel­leicht nicht alle sei­ne Eier in den US-ame­ri­ka­ni­schen Korb legen wür­de”, ergänz­te er.

Wäh­rend es mit Sicher­heit zu Gesprä­chen über Ölprei­se und Inves­ti­ti­ons­ge­schäf­te wäh­rend des Besuchs kom­men wird, soll­te man auch einen Schritt in Rich­tung einer tie­fe­ren Part­ner­schaft nicht aus­schlie­ßen – auch wenn die unter­schied­li­chen Posi­tio­nen und Loya­li­tä­ten Riads und Mos­kaus dies nach west­li­chen diplo­ma­ti­schen Stan­dards als unmög­lich erschei­nen las­sen.

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RT Deutsch


Nordsyrien : Russland fordert Anstrengungen zur Verhinderung einer humanitären Katastrophe


Russ­land for­dert alle an den Hand­lun­gen in Syri­en betei­lig­ten Par­tei­en auf, Maß­nah­men zur Ver­hin­de­rung einer huma­ni­tä­ren Kata­stro­phe im Nord­os­ten des Lan­des aus­zu­ar­bei­ten. Das erklär­te Gene­ral­ma­jor Ale­xei Bakin, Chef des rus­si­schen Zen­trums für die Aus­söh­nung der Kon­flikt­par­tei­en in Syri­en, am Sonn­tag. Er sag­te :

Sie­ben Gefäng­nis­se für Mili­tan­te des Isla­mi­schen Staa­tes und min­des­tens acht Lager für Bin­nen­ver­trie­be­ne, dar­un­ter Ehe­frau­en und Kin­der von Extre­mis­ten, befin­den sich in den von der so genann­ten Auto­no­men Ver­wal­tung kon­trol­lier­ten Gebie­ten Nord- und Ost­sy­ri­ens. Nach Anga­ben der Ver­ein­ten Natio­nen könn­ten sich bis zu 120.000 Men­schen in den Lagern und Gefäng­nis­sen auf­hal­ten.

Laut Bakin wer­den in die­sen Lagern und Gefäng­nis­sen Men­schen mit 72 Natio­na­li­tä­ten aus 36 Län­dern fest­ge­hal­ten. Die­se Ein­rich­tun­gen wer­den von den durch die USA unter­stütz­ten Demo­kra­ti­schen Kräf­ten Syri­ens bewacht. Er beton­te :

Es besteht eine rea­le Gefahr, dass vie­le Zivi­lis­ten, die sich in Flücht­lings­la­gern auf­hal­ten, an Hun­ger und Krank­hei­ten ster­ben.

Wir rufen alle Par­tei­en auf, kei­ne Zeit zu ver­schwen­den, um Maß­nah­men zur Ver­hin­de­rung einer huma­ni­tä­ren Kata­stro­phe in Ost­sy­ri­en aus­zu­ar­bei­ten. Das Pro­blem der Ret­tung von Flücht­lin­gen und Zivi­lis­ten muss drin­gend gelöst wer­den.

Der Gene­ral­ma­jor wies auch auf die Gefahr hin, dass sich Kämp­fer des Isla­mi­schen Staa­tes aus den von den Demo­kra­ti­schen Kräf­ten Syri­ens kon­trol­lier­ten Gefäng­nis­sen befrei­en könn­ten. Dies wür­de die Situa­ti­on in der Regi­on dra­ma­tisch ver­schlim­mern, sag­te Bakin und füg­te hin­zu :

Alle an der syri­schen Eini­gung betei­lig­ten Par­tei­en müs­sen Maß­nah­men ergrei­fen, um ein sol­ches Sze­na­rio zu ver­hin­dern.

Anfang der Woche ver­öf­fent­lich­te das rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um auf sei­ner Web­site eine Kar­te der Flücht­lings­la­ger und Gefäng­nis­se für Mili­tan­te im Nord­os­ten Syri­ens. Wie aus der Ver­öf­fent­li­chung her­vor­geht, wer­den bis zu 14.650 Men­schen in Gefäng­nis­sen fest­ge­hal­ten, dar­un­ter etwa 9.000 in asch-Schad­da­di, 1.600 in al-Haul und etwa 1.100 in al-Hasa­ka.

Dar­über hin­aus befin­den sich nach Anga­ben des rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums in acht Flücht­lings­la­gern ins­ge­samt fast 106.000 Men­schen. Das größ­te Lager befin­det sich in al-Haul, in dem sich bis zu 68.600 Per­so­nen auf­hal­ten. Bis zu 17.000 Bin­nen­ver­trie­be­ne wer­den in Kamisch­li nahe der tür­ki­schen Gren­ze beher­bergt. Etwa 8.200 Men­schen befin­den sich im Lager al-Isha und etwa 7.200 im Lager al-Aris­hah.

Am 9. Okto­ber star­te­te Anka­ra eine Offen­si­ve in Nord­sy­ri­en, die mit Luft­an­grif­fen auf kur­di­sche Stel­lun­gen begann. Ziel ist die Ein­rich­tung einer Sicher­heits­zo­ne in Nord­sy­ri­en zum Schutz der tür­ki­schen Gren­ze. Dar­über hin­aus könn­ten syri­sche Flücht­lin­ge sicher aus der Tür­kei in die­ses Gebiet zurück­keh­ren, so Anka­ra. Syri­ens Nach­rich­ten­agen­tur SANA bezeich­ne­te den tür­ki­schen Mili­tär­ein­satz als Aggres­si­on.

Am Sonn­tag teil­ten syri­sche Kur­den mit, dass sie eine Eini­gung mit Damas­kus über den Ein­satz syri­scher Regie­rungs­trup­pen ent­lang der Gren­ze zur Tür­kei erzielt hät­ten.

Mehr zum The­ma — Tür­kei warnt vor Krieg : Syri­sche Armee rückt nach Nor­den vor

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Türkischer Einmarsch in Syrien : Russland spricht sich für Frieden und Dialog aus


Am Mitt­woch, am Vor­abend des tür­ki­schen Ein­mar­sches in Syri­en, erklär­te der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gei Law­row, dass ein Dia­log zwi­schen den Kur­den in Syri­en und der syri­schen Regie­rung not­wen­dig ist, um die Pro­ble­me an der syrisch-tür­ki­schen Gren­ze zu lösen.

Wir haben die Reprä­sen­tan­ten sowohl der kur­di­schen Sei­te als auch der (syri­schen) Regie­rung kon­tak­tiert und bestä­tigt, dass wir sie ermu­ti­gen, einen Dia­log zu star­ten, um die Pro­ble­me in die­sem Teil Syri­ens zu besei­ti­gen, ein­schließ­lich der Pro­ble­me bei der Siche­rung der Sicher­heit an der tür­kisch-syri­schen Gren­ze. Wie zuvor schon ist das der ein­zi­ge Weg, um Sta­bi­li­tät sicher­zu­stel­len”, erklär­te Law­row, wie die rus­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur Sput­nik berich­te­te.

Law­row beton­te, dass die rus­si­sche Regie­rung wie­der­holt ihre Posi­ti­on zu den Vor­gän­gen an der syrisch-tür­ki­schen Gren­ze vor­ge­tra­gen hat. Russ­land befür­wor­te, die Pro­ble­me in der Grenz­re­gi­on durch einen Dia­log zwi­schen der syri­schen Regie­rung und den Reprä­sen­tan­ten der kur­di­schen Gemein­schaft zu lösen. Zudem ver­si­cher­te der rus­si­sche Spit­zen­di­plo­mat, dass Mos­kau einen der­ar­ti­gen Dia­log unter­stüt­zen wer­de.

Am Don­ners­tag, nach dem Beginn der tür­ki­schen Mili­tär­of­fen­si­ve, erneu­er­te Law­row die Posi­ti­on der rus­si­schen Regie­rung :

Wir wer­den für das Zustan­de­kom­men eines Dia­logs zwi­schen der Tür­kei und Syri­en Druck aus­üben. Es gibt Grün­de, anzu­neh­men, dass dies die Inter­es­sen bei­der Staa­ten befrie­di­gen wird. Außer­dem wer­den wir die Kon­tak­te zwi­schen Damas­kus und den kur­di­schen Orga­ni­sa­tio­nen, die den Extre­mis­mus und ter­ro­ris­ti­sche Metho­den der Akti­vi­tä­ten abschwö­ren, beför­dern”, erklär­te Law­row.

Dem rus­si­schen Außen­mi­nis­ter zufol­ge sei­en bei­de Sei­ten – sowohl Damas­kus als auch die Kur­den – dar­an inter­es­siert, die guten Kon­tak­te Russ­lands zu allen Kon­flikt­par­tei­en zu nut­zen, um einen Dia­log ein­zu­lei­ten. Law­row bemän­gel­te, dass die recht­mä­ßi­gen Beden­ken der Tür­kei zur Sicher­heits­la­ge an der syrisch-tür­ki­schen Gren­ze inner­halb des Regel­werks von bestehen­den Abkom­men hät­ten gelöst wer­den kön­nen.

Die Akti­vi­tä­ten der US-Ame­ri­ka­ner und der soge­nann­ten Koali­ti­on, die im ekla­tan­ten Wider­spruch zum Völ­ker­recht Tei­le Syri­ens besetz­ten, hät­ten die­sen Lösungs­weg jedoch erschwert. Über Jah­re hin­weg hät­ten die US-Ame­ri­ka­ner, so Law­row, Kur­den gegen ara­bi­sche Stäm­me aus­ge­spielt. 

Wir haben dage­gen gewarnt, die kur­di­sche Kar­te zu spie­len, da dies zu nichts Gutem füh­ren kann”, erklär­te Law­row.

RT Deutsch


Russland : Nawalnys “Anti-Korruptions-Stiftung” zum ausländischen Agenten erklärt


Die vom rus­si­schen Blog­ger Ale­xei Nawal­ny gegrün­de­te “Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung” wur­de in das Regis­ter der Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen auf­ge­nom­men, die als aus­län­di­sche Agen­ten fun­gie­ren. Das teil­te das rus­si­sche Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um am Mitt­woch mit. In der Erklä­rung heißt es :

Am 9. Okto­ber wur­de auf der Grund­la­ge des “Föde­ra­len Geset­zes über nicht­kom­mer­zi­el­le Orga­ni­sa­tio­nen” die Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on “Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung” vom rus­si­schen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um in das Regis­ter der nicht­kom­mer­zi­el­len Orga­ni­sa­tio­nen ein­ge­tra­gen, die als aus­län­di­sche Agen­ten fun­gie­ren.

Die NGO wies Vor­wür­fe sei­ner Aus­lands­fi­nan­zie­rung zurück. Ihr Lei­ter Iwan Schdanow schrieb auf Twit­ter :

Die Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung wird aus­schließ­lich von rus­si­schen Bür­gern finan­ziert. Die Stif­tung hat nie eine aus­län­di­sche Finan­zie­rung erhal­ten.

Er füg­te hin­zu, dass der Ver­such, die Orga­ni­sa­ti­on in das Regis­ter aus­län­di­scher Agen­ten auf­zu­neh­men, “ein wei­te­rer Ver­such ist, die Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung zu ersti­cken”.

Laut dem Gesetz müs­sen gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen, die auf der Lis­te der aus­län­di­schen Agen­ten ste­hen, alle sechs Mona­te einen Bericht über ihre Tätig­keit und ihr Manage­ment sowie jedes Jahr einen Bericht über ihre finan­zi­el­le Tätig­keit vor­le­gen. Sie sind außer­dem ver­pflich­tet, sich jedes Jahr einem Audit zu unter­zie­hen und den Medi­en alle sechs Mona­te einen Bericht über ihre Tätig­keit vor­zu­le­gen.

Anfang August lei­te­te der rus­si­sche Unter­su­chungs­aus­schuss ein Straf­ver­fah­ren wegen der Finan­zie­rung der “Anti-Kor­rup­ti­ons-Stif­tung” ein. Den Ermitt­lun­gen zufol­ge erhiel­ten Per­so­nen, die eine direk­te Ver­bin­dung zur NGO haben, im Zeit­raum von Janu­ar 2016 bis Dezem­ber 2018 auf unge­setz­li­che Wei­se erheb­li­che Geld­be­trä­ge in rus­si­scher und aus­län­di­scher Wäh­rung und lega­li­sier­ten sie spä­ter für die Finan­zie­rung der Stif­tung.

Mehr zum The­ma — Rus­si­sche Jus­tiz wirft Nawal­ny-Stif­tung Geld­wä­sche vor

RT Deutsch


Russland schlägt vor : Wichtigste UN-Ausschüsse sollen nicht mehr in den USA tagen


Der ers­te stell­ver­tre­ten­de Stän­di­ge Ver­tre­ter Russ­land bei den Ver­ein­ten Natio­nen Dmi­tri Pol­jan­ski schlug vor, die Sit­zun­gen des Ers­ten Haupt­aus­schus­ses der UN-Gene­ral­ver­samm­lung für Abrüs­tung und Inter­na­tio­na­le Sicher­heit ab dem Jahr 2020 nach Wien oder Genf zu ver­le­gen. Auf die USA als Gast­ge­ber der Gene­ral­ver­samm­lung sei offen­sicht­lich kein Ver­lass mehr, so Pol­jan­ski.

Um die Arbeit des Ers­ten Komi­tees und der UNDC (Abrüs­tungs­kom­mis­si­on der Ver­ein­ten Natio­nen) zu nor­ma­li­sie­ren, hal­ten wir es für not­wen­dig, ihre jewei­li­gen Sit­zun­gen im Jahr 2020 außer­halb des US-Ter­ri­to­ri­ums abzu­hal­ten, zum Bei­spiel in Wien oder Genf”, erklär­te er auf einer Sit­zung sel­bi­gen Komi­tees. “Wir sind im Rah­men der lau­fen­den Sit­zung der UN-Gene­ral­ver­samm­lung bereit für eine sach­be­zo­ge­ne Dis­kus­si­on die­ser Fra­ge.” Im sel­ben Zusam­men­hang schlug er vor, die Arbeit des Aus­schus­ses zu pau­sie­ren.

Solan­ge die Visa­fra­ge noch offen ist, schla­gen wir vor, eine tech­ni­sche Pau­se ein­zu­le­gen, bis die Fra­ge beant­wor­tet ist. Sobald aus­nahms­los alle Visa für mei­ne Dele­ga­ti­on aus­ge­stellt sind, sind wir bereit, die for­mel­le Sit­zung wie­der auf­zu­neh­men.”

Der rus­si­sche Diplo­mat füg­te hin­zu : “Gleich­zei­tig ersu­chen wir vom UN-Sekre­ta­ri­at und sei­nem Büro, wirk­sa­me Schrit­te zu unter­neh­men, um die Pra­xis zu unter­bin­den, bei der ein Staat die Teil­nah­me von Dele­ga­tio­nen aus ande­ren UN-Mit­glied­staa­ten an der Arbeit des Ers­ten Aus­schus­ses ekla­tant blo­ckiert.”

In einem Inter­view mit der rus­si­schen Nach­rich­ten­agen­tur TASS  erin­ner­te Pol­jan­ski an den bei­spiel­lo­sen diplo­ma­ti­schen Vor­fall, bei dem sage und schrei­be ein Drit­tel der rus­si­schen Dele­ga­ti­on zur aktu­ell lau­fen­den Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen – dar­un­ter waren auch sol­che, die am Don­ners­tag an der Arbeit des Aus­schus­ses teil­neh­men soll­ten – kein US-Visum erhielt.

Ver­pflich­tun­gen des Gast­ge­ber­lan­des

Pol­jan­ski wies dar­auf hin, dass die USA gemäß Bestim­mun­gen der Ver­ein­ba­rung von 1947 über den Sitz der Ver­ein­ten Natio­nen ver­pflich­tet sind, aus­nahms­los allen offi­zi­el­len Ver­tre­tern der Mit­glied­staa­ten unge­hin­der­ten Zugang zum Sitz der Ver­ein­ten Natio­nen zu gewäh­ren und ihnen “kos­ten­los und schnellst­mög­lich” Visa aus­zu­stel­len. “Das Recht, den Haupt­sitz der Ver­ein­ten Natio­nen zu beher­ber­gen, ist ein Pri­vi­leg, das den Ver­ei­nig­ten Staa­ten im Aus­tausch für die­se Garan­ti­en gewährt wird”, sag­te er.

Washing­ton hat kei­ne Grund­la­ge, ein­sei­tig die Teil­nah­me von Ver­tre­tern der Mit­glied­staa­ten der Ver­ein­ten Natio­nen an den unter ihrer Ägi­de orga­ni­sier­ten Ver­an­stal­tun­gen zu blo­ckie­ren”, so der stell­ver­tre­ten­de Ver­tre­ter wei­ter, “und erst recht nicht, zu ent­schei­den, wer Teil der jewei­li­gen natio­na­len Dele­ga­tio­nen sein, oder wer sie gar lei­ten soll­te.”

Pol­jan­ski beton­te, dass Russ­land den Kampf gegen die­se neue, ganz und gar nicht diplo­ma­ti­sche Pra­xis der USA wei­ter­füh­ren wird :

Wir haben nicht die Absicht, uns mit die­ser Pra­xis abzu­fin­den. Wir wer­den nicht von unse­ren legi­ti­men Rech­ten abwei­chen, die Zusam­men­set­zung der rus­si­schen Dele­ga­ti­on bei den UN-Ver­an­stal­tun­gen selbst zu bestim­men.

Mehr zum The­ma – USA ver­wei­gern völ­ker­rechts­wid­rig Diplo­ma­ten Zugang zur UN – Wie bewer­tet das die Bun­des­re­gie­rung ?

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