Ölkartell : Opec macht Russland ein Angebot


Russ­land prüft auf­merk­sam das von der Opec unter­brei­te­te Ange­bot, als Beob­ach­ter in die­ser Orga­ni­sa­ti­on auf­zu­tre­ten. Das erklär­te der rus­si­sche Ener­gie­mi­nis­ter Alex­an­der Nowak auf eine Jour­na­lis­ten­fra­ge, ob Russ­land bereit sei, Beob­ach­ter in der Orga­ni­sa­ti­on erd­öl­ex­por­tie­ren­der Län­der zu wer­den.
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Russland : Flugzeug mit WM-Fans landet mit rauchendem Triebwerk — VIDEO


Eine kurz­zei­ti­ge Stö­rung an einem Trieb­werk hat zur Rauch­bil­dung im Flug­zeug ATR-72 – 212A geführt, das am Frei­tag von Jeka­te­r­in­burg zu der sibi­ri­schen Stadt Tju­men flog. An Bord befan­den sich perua­ni­sche Fuß­ball-Fans, mel­det die rus­si­sche Luft­fahrt­be­hör­de.
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Russischer Experte Trenin zum Spiegel-Chefredakteur : USA wollen, dass Russland zusammenbricht


Von Wla­dis­law San­kin

Zwei Män­ner, die auf eine beweg­te Ver­gan­gen­heit an Ver­hand­lungs­ti­schen zurück­bli­cken kön­nen – in den 1980er-Jah­ren waren sie an vie­len his­to­ri­schen Tref­fen unmit­tel­bar betei­ligt, der eine als Sowjet­of­fi­zier bei Gen­fer Abrüs­tungs­ge­sprä­chen, der ande­re als hoher west­deut­scher Diplo­mat. Heu­te lei­ten sie die ein­fluss­reichs­ten Thinktanks in ihren Län­dern – Wolf­gang Ischin­ger die Münch­ner Sicher­heits­kon­fenz und Dmi­tri Tre­nin das Moscow Car­ne­gie Zen­trum für inter­na­tio­na­len Frie­den, bei­de bereits seit zehn Jah­ren. Bei einer Ver­an­stal­tung der Kör­ber-Stif­tung kamen sie im Her­zen der Ham­bur­ger Spei­cher­stadt zu einem Podi­ums­ge­spräch “Frie­den machen : ein neu­er Kal­ter Krieg ?” zusam­men.

Zwei Stun­den stell­ten sie sich den Fra­gen des Spie­gel-Chef­re­dak­teurs Klaus Brink­bäu­mer und der anwe­sen­den Gäs­te, dar­un­ter auch Repor­ter von RT. In der Prä­am­bel zur Ver­an­stal­tung heißt es, die Bezie­hun­gen zwi­schen dem Wes­ten und Russ­land hät­ten sich zuletzt stark abge­kühlt. Aus­lö­ser die­ser Zuspit­zung sei­en :

Die Anne­xi­on der Krim, die mili­tä­ri­sche Inter­ven­ti­on Russ­lands in Syri­en, der Vor­wurf elek­tro­ni­scher Kriegs­füh­rung und Ein­mi­schung in Wahl­pro­zes­se west­li­cher Staa­ten sowie die Ver­stär­kung mili­tä­ri­scher Prä­senz im Bal­ti­kum von­sei­ten der NATO als auch Russ­lands.

Über den Wes­ten ernüch­tert

Seit 2014 sind tra­di­tio­nell alle Dis­kus­sio­nen zum The­ma “Russ­land und der Wes­ten” in einen sol­chen ankla­gen­den Ton ver­packt : Russ­land sei an allem schuld, selbst wenn man­che Reprä­sen­tan­ten der west­li­chen trans­at­lan­ti­schen Eli­ten im Zuge der Gesprä­che eige­ne Feh­ler zuge­ben. So war es auch dies­mal : Der lang­jäh­ri­ge Chef der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz Wolf­gang Ischin­ger wer­te­te die Allein­gän­ge der Bush-Regie­rung bezüg­lich der NATO-Ost­erwei­te­rung als Feh­ler und Affront gegen­über Russ­land.

Er ver­glich die Rede Wla­di­mir Putins im deut­schen Bun­des­tag im Jah­re 2001, die mit begeis­ter­ten Applaus auf­ge­nom­men wur­de, mit sei­ner Rede auf der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz im Febru­ar 2007. Die letz­te sei schon “grim­mig” gewe­sen. Die Hand­rei­chung gegen­über dem Wes­ten und Deutsch­land einer­seits, die roten Lini­en, die er dem Wes­ten setz­te, ande­rer­seits – dazwi­schen lägen Wel­ten. In die­ser Zwi­schen­zeit habe die Bush-Regie­rung auf­ge­hört, die Rus­sen in Fra­gen der NATO-Ost­erwei­te­rung zu kon­sul­tie­ren, was sich im “Vor­schlag von Buda­pest” gip­fel­te, als J.W. Bush im April 2008 bei einem NATO-Gip­fel die Ukrai­ne und Geor­gi­en auf die Lis­te der NATO-Bei­tritts­kan­di­da­ten auf­neh­men woll­te.

Deutsch­land und Frank­reich haben damals die­sem Vor­schlag nicht zuge­stimmt. Ischin­ger sieht da Ansät­ze für west­li­che Selbst­kri­tik, die ihm bei den Rus­sen fehlt. Obwohl auch er ein­räum­te, dass sich im Streit zwi­schen Russ­land und dem Wes­ten jeweils bei­de Sei­ten behaup­ten, “die Guten” zu sein. Dmi­tri Tre­nin ent­geg­ne­te, in Russ­land gebe es genug kri­ti­sche Stim­men, die die rus­si­sche Poli­tik hin­ter­fra­gen, vor allem im Inter­net, wo es eine “flo­rie­ren­de Kul­tur des Nach­den­kens” gebe :

Die Rus­sen wis­sen, dass sie nicht per­fekt sind”, so Tre­nin.

Auch bei der Ein­schät­zung der Kon­flikt-Gene­se lagen die bei­den Red­ner Tre­nin und Ischin­ger weit aus­ein­an­der. Dmi­tri Tre­nin, der die rus­si­sche Abwen­dung vom Wes­ten bereits in sei­nem Buch “Ein­zel­schwim­men” aus dem Jahr 2009 regis­trier­te, sieht das Pro­blem dar­in, dass Russ­land sich mit der Posi­ti­on eines füg­sa­men “Juni­or­part­ners”, die USA, NATO und EU für Russ­land vor­sa­hen, nicht zufrie­den­ge­ben woll­te. Außer­dem sei­en die Wun­den des Zer­falls der UdSSR, die man in Ana­ly­sen oft als “Phan­tom­schmerz” abtue, noch nicht über­wun­den. Mit dem Zusam­men­bruch des sowje­ti­schen Sys­tems, das sich auf alle Lebens­be­rei­che erstreck­te, erleb­te das Land eine zivi­li­sa­to­ri­sche Erschüt­te­rung, von der es sich nur lang­sam erholt, auch wenn die auf fried­li­chem Wege erfolg­te “Selbst­be­frei­ung” vom Kom­mu­nis­mus eine gute Sache gewe­sen sei.

Nun befin­de sich die Welt in einer Trans­for­ma­ti­on, die auch den Wes­ten erfas­se. Den­noch mach­ten die USA als ein­zi­ge Super­macht kei­ne Anstal­ten, ihre Posi­ti­on auf­zu­ge­ben und ein­fach, wie es auch von Russ­land gewünscht ist, “eine nor­ma­le Groß­macht” zu wer­den. Russ­lands Ziel in der der­zei­ti­gen Peri­ode sei ein­fach, zu über­le­ben, denn die USA woll­ten Russ­land “zum Zer­bre­chen brin­gen”:

Es geht nicht um Don­bass und Syri­en, es geht um die Welt­ord­nung, Russ­land ist die schwä­che­re Par­tei, die die Welt­ord­nung in Fra­ge stellt. Es macht für die USA mehr Sinn, Russ­land anzu­grei­fen, denn es kos­tet nichts. Chi­na ist viel schwie­ri­ger.

Russischer Experte Trenin zum Spiegel-Chefredakteur: USA wollen, dass Russland zusammenbricht
Dmi­tri Tre­nin (links) und Wolf­gang Ischin­ger (rechts) am 18. Juni im Kör­ber-Forum in Ham­burg.

Auch sei­nem trans­at­lan­tisch gesinn­ten Kol­le­gen Wolf­gang Ischin­ger ist die­se Stra­te­gie nicht ent­gan­gen. Er räum­te ein, dass die Hand­lun­gen der USA dar­auf abziel­ten, Russ­land das Leben noch schwe­rer zu machen.

Doch im Unter­schied zum Kal­ten Krieg, als der Kon­flikt auf grund­sätz­li­chem Ant­ago­nis­mus basier­te, sieht Ischin­ger den Kon­flikt dies­mal als nicht so weit­rei­chend :

Der alte Kal­te Krieg ver­lang­te das Ver­schwin­den eines der Akteu­re. Jetzt ist er regel­bar. Im Grun­de gehe es der­zeit viel eher um Wett­be­werb zwi­schen Russ­land, den USA und West­eu­ro­pa.

Miss­ver­ständ­nis, das die Welt ret­te­te

Die weni­gen “hei­ßen” Kri­sen des Kon­flikts wie etwa die Ukrai­ne oder Syri­en sei­en lös­bar. Der ehe­ma­li­ge Bot­schaf­ter in Washing­ton und Lon­don Wolf­gang Isch­nin­ger glaubt an die Kraft inter­na­tio­na­ler Insti­tu­tio­nen. Eine UN-Mis­si­on kön­ne bei­spiels­wei­se den Kon­flikt im Don­bass bei­le­gen. Auf eine RT-Fra­ge, ob es das Vor­an­kom­men des Mins­ker Pro­zes­ses nicht behin­de­re, dass der Wes­ten die ukrai­ni­sche Sei­te vor­be­halt­los unter­stützt, ent­geg­ne­te Ischin­ger, der Wes­ten kön­ne nicht “auf einem Auge blind sein”, Russ­land sei in der Ost­ukrai­ne durch sein Per­so­nal dort “Aggres­sor”.

Für Dmi­tri Tre­nin hin­ge­gen ist im Ukrai­ne-Kon­flikt kei­ne Lösung in Sicht. Für die ukrai­ni­sche Füh­rung sei Mins­ker Abkom­men ein Regel­werk, das aus einer mili­tä­ri­schen Nie­der­la­ge her­vor­ge­gan­gen sei, für Russ­land und die Bewoh­ner des Don­bass sei die Rück­kehr der Regi­on unter ukrai­ni­sche Obhut unmög­lich. 

Für den rus­si­schen Exper­ten steht außer Fra­ge, dass man in der Welt zur­zeit mit einem Krieg zu tun hat, nur sei ande­res Voka­bu­lar nötig, um ihn zu umschrei­ben.

Er fin­det in Berei­chen statt, in denen es kei­ne Gren­zen gibt – im Han­del, bei den Finan­zen, im Inter­net. Es ist ein hybri­der Krieg”, so Tre­nin.

Mehr zum The­ma — Trumps Abrech­nung mit Mer­kel und G7-Gesel­len : “You are fired”

Bei so gro­ßem Pes­si­mis­mus könn­te der Rück­blick auf die Zei­ten, als der Wes­ten und die UdSSR über das Schick­sal zwei­er deut­scher Staa­ten ver­han­del­ten, etwas Opti­mis­mus brin­gen. Im Grün­de genom­men habe die Tat­sa­che, dass es damals nicht zu einem Atom­krieg gekom­men ist, auf einem Miss­ver­ständ­nis der sowje­ti­schen Füh­rung und dem Idea­lis­mus Michail Gor­bat­schows basiert, so Tre­nin (“fas­zi­nie­rend” fand der Spie­gel-Chef­re­dak­tu­er Klaus Brink­bäu­mer die­se Theo­rie). Dass der Gene­ral­se­kre­tär der KPdSU und spä­ter der ers­te und der letz­te Prä­si­dent der UdSSR für einen Welt­po­li­ti­ker erschre­ckend idea­lis­tisch war, waren die bei­den Exper­ten des Podi­ums einer Mei­nung. 

Wer bestimmt die Regeln ?

In der Ana­ly­se der heu­ti­gen poli­ti­schen Ver­hält­nis­se lagen sie aber weit aus­ein­an­der, obwohl die Denk­fa­brik, die Dmi­tri Tre­nin lei­tet, einer US-Stif­tung ent­stammt und in Russ­land dem regie­rungs­kri­ti­schen Spek­trum zuge­rech­net wird. Wolf­gang Ischin­ger sah die Mög­lich­keit einer Ver­bes­se­rung der Bezie­hun­gen zu Russ­land, sofern Russ­land wie­der “nach eta­blier­ten Regeln” agie­re. Nach Tre­nin ist eben das unmög­lich, denn Russ­land hin­ter­fra­ge die­se Regeln vehe­ment.

Hin­zu kommt noch der Wider­spruch, der Ischin­ger mög­li­cher­wei­se ent­gan­gen ist, dass auch bezüg­lich der “eta­blier­ten” Regeln des Wes­tens spä­tes­tens seit dem von der US-Regie­rung ent­fach­ten Han­dels­streit mit der EU nicht mehr klar ist, wel­che das nun genau sind. Nach dem Desas­ter beim G7-Gip­fel hat auch der Chef der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz die “übels­ten Befürch­tun­gen an den kom­men­den NATO-Gip­fel im Juli”.

Solan­ge der Wes­ten sich immer mehr in inter­ne Strei­tig­kei­ten ver­wi­ckelt, hat Russ­land trotz aller Wid­rig­kei­ten, die ein hybri­der Krieg nach sich zieht, die Mög­lich­keit zu dem, was Dmi­tri Tre­nin “orga­ni­sche Ent­wick­lung” der Gesell­schaft nennt. Denn nach Tre­nin, gab es trotz aller Defi­zi­te, die der rus­si­sche Staat auf­wei­se, in der neue­ren rus­si­schen Geschich­te kaum Zei­ten, in denen die Bür­ger in der­ar­ti­gem (rela­ti­vem) Wohl­stand und Frei­heit gelebt haben wie in den letz­ten zehn bis 15 Jah­ren. 

RT Deutsch


Der Bessere gewinnt : Irak ersetzt US-Panzer mit modernen Kampfpanzern aus Russland


2017 bestell­te die ira­ki­sche Zen­tral­re­gie­rung 73 Kom­man­do­pan­zer vom Typ T-90 und T-90SK aus Russ­land, die seit Febru­ar 2018 aus­ge­lie­fert wer­den. Ver­gan­ge­ne Woche erhielt die 35. Mecha­ni­sier­te Bri­ga­de die ers­ten 39 rus­si­schen Pan­zer. Es han­delt sich um eine der kampf­erprob­tes­ten Ein­hei­ten, die im Kampf gegen die Ter­ror­mi­liz “Isla­mi­scher Staat” ein­ge­setzt wur­den. Die 35. Mecha­ni­sier­te Bri­ga­de ope­rier­te 2016 und 2017 sowohl in Mos­sul als auch in Kir­kuk gegen die Extre­mis­ten­or­ga­ni­sa­ti­on. Nach Anga­ben des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums wur­den die Abrams-Pan­zer der Bri­ga­de an die 34. Pan­zer­bri­ga­de wei­ter­ge­ge­ben, die zuvor auf rus­si­sche T-72-Pan­zer setz­te.

Renom­mier­te US-ame­ri­ka­ni­sche Rüs­tungs­nach­rich­ten­por­ta­le wie The War Zone und Mili­ta­ry Times erklär­ten die ira­ki­sche Ent­schei­dung fern­ab von mili­tä­ri­schen Gesichts­punk­ten. Dem­nach basie­re der Erwerb “zumin­dest teil­wei­se” auf US-Beschwer­den, dass soge­nann­te pro-ira­ni­sche al-Haschd asch-Schaa­bi-Mili­zen, auch als Volks­mo­bil­ma­chungs­kräf­te bekannt, Zugang zu den US-Pan­zern vom Typ Abrams erhiel­ten. Die al-Haschd al-Schaa­bi-Mili­zen sind offi­zi­ell Bestand­teil der ira­ki­schen Streit­kräf­te.

Im Febru­ar 2018 gab das Pen­ta­gon an, dass die­se Mili­zen Zugriff auf min­des­tens neun Abrams-Pan­zern erhal­ten hät­ten, füg­te aber hin­zu, dass die ira­ki­sche Armee alle Pan­zer zurück­ge­holt habe. Die Rück­ho­lung wur­de im Mai in einem Pen­ta­gon-Bericht an den Kon­gress bestä­tigt.

Der renom­mier­te Mili­tär­ana­lyst Wla­di­mir Tutsch­kow, der die rus­si­sche Rüs­tungs­ko­ope­ra­ti­on mit Bag­dad ana­ly­siert, meint hin­ge­gen, dass der Ver­zicht auf die US-Pan­zer weni­ger mit Geo­po­li­tik zu tun hat als mit wirt­schaft­li­chen Erwä­gun­gen und der Kampf­fä­hig­keit der rus­si­schen Pan­zer unter ira­ki­schen Bedin­gun­gen.

Der ira­ki­sche Gene­ral­stabs­chef Osman Gani­mi bestä­tig­te zuvor, der Ver­trag für die Pan­zer hel­fe bei der “Erhö­hung der Kampf­ka­pa­zi­tät der gepan­zer­ten Trup­pen”.

Die Ver­lust­zah­len des Abrams spre­chen in die­sem Zusam­men­hang eine deut­li­che Spra­che. Der Irak kauf­te ab 2008 über 140 M1A1M-Abrams-Pan­zer. Bin­nen weni­ger Jah­re ver­lo­ren die ira­ki­schen Trup­pen bis Dezem­ber 2014 im Zuge von Kämp­fen und Anschlä­gen Dut­zen­de die­ser Sys­te­me. 2014 konn­te die Armee nur 40 ope­ra­ti­ve Abrams in den Kampf gegen den IS schi­cken. Dar­auf­hin geneh­mig­te Washing­ton den Ver­kauf zusätz­li­cher 175 Pan­zer an den Irak. Erneut wur­den ent­spre­chend ira­ki­schen Medi­en­be­rich­ten bis zu 80 Abrams bei Kämp­fen gegen den IS zer­stört oder kampf­un­taug­lich gemacht.

Eben­so steht der finan­zi­el­le Vor­teil klar auf rus­si­scher Sei­te. Laut Tutsch­kow kos­tet ein ein­zel­ner M1A1M-Abrams-Pan­zer dem Irak schät­zungs­wei­se sechs Mil­lio­nen US-Dol­lar, ver­gli­chen mit den 2,5 Mil­lio­nen US-Dol­lar für einen T-90 aus Russ­land.

Dem US-Kampf­pan­zer feh­len im Ver­gleich auch soge­nann­te abstands­ak­ti­ve Schutz­maß­nah­men, die unter Exper­ten “Tro­phy” genannt wer­den. Tro­phy hilft dem T-90, bes­ser gegen moder­ne Rake­ten­gra­na­ten und Pan­zer­ab­wehr­ra­ke­ten­sys­te­me geschützt zu sein. Das Sys­tem wur­de kon­stru­iert, um Schutz gegen alle Arten von Pan­zer­ab­wehr­lenk­waf­fen und reak­ti­ven Pan­zer­büch­sen zu bie­ten.

Das vor­de­re Pro­fil des rus­si­schen Pan­zers ist 30 Pro­zent klei­ner als das des US-ame­ri­ka­ni­schen”, bemerk­te Tutsch­kow. “Mit ande­ren Wor­ten, es ist schwie­ri­ger zu tref­fen, wenn man bedenkt, dass bei wei­tem nicht alle Geschos­se mit Ziel­such­ge­rä­ten aus­ge­stat­tet sind. Fast das glei­che Bild haben wir beim Sei­ten­pro­fil. Der Abrams ist 1,5 Meter län­ger als der T-90”, füg­te er hin­zu.

Drit­tens wird der Stan­dard-T-90S-Pan­zer mit der Kon­takt-5-Spreng­stoff-Reak­tiv­pan­ze­rung gelie­fert, die “mit moder­nen TOW-2-Pan­zer­ab­wehr-Tan­dem­ra­ke­ten bes­tens zurecht­kommt”, so Tutsch­kow.

Was den M1A1M angeht, so fehlt ihm nicht nur die ver­stärk­te, abge­rei­cher­te Uran­schicht in sei­ner Front­pan­ze­rung, son­dern auch die Art von explo­si­vem, reak­ti­vem Pan­zer­schutz, der es ihm ermög­li­chen wür­de, die Pan­zer­ab­wehr­waf­fen des “Isla­mi­sche Staa­tes” aus­zu­schal­ten.

Abschlie­ßend bemerk­te der rus­si­sche Mili­tär­be­ob­ach­ter Tutsch­kow, dass der T-90 mit 46 Ton­nen viel leich­ter sei als sein US-Pen­dant mit 70 Ton­nen. Den ver­gli­chen mit den 1.500 des Abrams etwas schwä­che­ren Motor mit 1.000 PS macht der T-90 mit sei­ner Ein­fach­heit wie­der wett. Unter den Wüs­ten­be­din­gun­gen im Nahen Osten, wo es regel­mä­ßig zu Staub­stür­men kommt, sorgt der Gas­tur­bi­nen-Motor des Abrams für Pro­ble­me. Die Pan­zer­be­sat­zung ist dazu gezwun­gen, den Fil­ter des Motors regel­mä­ßig zu rei­ni­gen und zu war­ten. Im Ver­gleich dazu hat sich der Motor des T-90 als ein­fa­cher, klei­ner, bil­li­ger und vor allem zuver­läs­si­ger erwie­sen.

Indi­en, Alge­ri­en und Aser­bai­dschan haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Hun­der­te von T-90-Kampf­pan­zern gekauft. Auch Kuwait, Viet­nam und Ägyp­ten bekun­den gro­ßes Inter­es­se am Kauf des Pan­zers.

RT Deutsch


Keine US-Dollars mehr : Russland und Indien wollen US-Währung bei Rüstungsgeschäften ersetzen


Die Zei­tung berich­tet, dass US-Sank­tio­nen zwei Mil­li­ar­den US-Dol­lar in Ver­tei­di­gungs­ge­schäf­ten zwi­schen Russ­land und Indi­en fak­tisch ein­ge­fro­ren haben, da die Zah­lun­gen ste­cken blei­ben. Die Län­der ver­su­chen dies zu ver­mei­den, indem sie auf Abrech­nun­gen in Lan­des­wäh­run­gen umstel­len und den US-Dol­lar fal­len las­sen.

Indi­en ist einer der größ­ten Abneh­mer von Rüs­tungs­gü­tern aus Russ­land. Seit den 1960er Jah­ren unter­zeich­ne­ten die bei­den Län­der Mili­tär­ver­trä­ge im Wert von 65 Mil­li­ar­den US-Dol­lar.

Heu­te wer­den die aktu­el­len Han­dels­ab­kom­men zwi­schen den Län­dern auf zwölf Mil­li­ar­den US-Dol­lar geschätzt. Indi­en ist bereit, das rus­si­sche Luft­ver­tei­di­gungs­sys­tem S-400 in einem fünf-Mil­li­ar­den-US-Dol­lar-Deal zu kau­fen. Dem Ver­kauf stel­len sich jedoch die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, die eben­falls ver­su­chen, ein ähn­li­ches Abkom­men zwi­schen Russ­land und der Tür­kei zu ver­hin­dern, ent­ge­gen.

Rüs­tungs­ge­schäf­te zwi­schen Russ­land und Indi­en wer­den der­zeit in US-Dol­lar abge­wi­ckelt. Die bei­den Län­der dis­ku­tier­ten bereits ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten zur Umge­hung von US-Sank­tio­nen. Die zukünf­ti­gen Trans­ak­tio­nen könn­ten in den Lan­des­wäh­run­gen mit Ori­en­tie­rung am Wech­sel­kurs einer Dritt­wäh­rung, wie zum Bei­spiel dem Sin­ga­pur-Dol­lar, als Ver­gleichs­maß­stab, abge­wi­ckelt wer­den. Laut inter­nen Quel­len wür­den Gesprä­che zwi­schen der Vija­ya Bank und der Indi­an Bank auf indi­scher Sei­te und Russ­lands füh­ren­dem Kre­dit­ge­ber Sber­bank geführt. Kei­ne der Ban­ken hat bis­her zu dem Deal zuge­stimmt.

Eine Opti­on, die heu­te aus­ge­schlos­sen ist, sei das Zah­len in US-Dol­lar an nicht sank­tio­nier­te rus­si­sche Unter­neh­men.

Die­se Opti­on wur­de abge­lehnt, da sie vie­le Rechts- und Prü­fungs­fra­gen auf­ge­wor­fen hät­te, zumal Rüs­tungs­ge­schäf­te sehr genau betrach­tet wer­den. Nie­mand woll­te ein Risi­ko ein­ge­hen”,

erklär­te ein an den Gesprä­chen betei­lig­ter Spit­zen­be­am­ter der indi­schen Tages­zei­tung.

RT Deutsch


Gegen westliche Unkenntnis und falsche Bilder : „Weltwoche“ klärt über Russland auf


Fas­zi­nie­ren­des Russ­land“ – das ist der Titel einer Son­der­bei­la­ge der Schwei­zer Wochen­zei­tung „Die Welt­wo­che“. Sie hat der Aus­ga­be vom 14. Juni bei­ge­le­gen, aus Anlass des Beginns der Fuß­ball-WM in Russ­land. Die The­men rei­chen von der gemein­sa­men Geschich­te über aktu­el­le Poli­tik bis zur Rol­le der Wirt­schaft und der Fifa-Ent­schei­dung für Russ­land.
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Eberhard Gienger (CDU): „Die Kanzlerin sollte nach Russland zur WM fahren“


Eber­hard Gien­ger wur­de in Russ­land schwer gefoult. Der 66-jäh­ri­ge ehe­ma­li­ge Pro­fi­tur­ner war gera­de mit dem FC Bun­des­tag zum Freund­schafts­spiel in Mos­kau. Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te der CDU erzählt im exklu­si­ven Sput­nik-Inter­view, war­um die Kanz­le­rin zur WM fah­ren soll­te und wie er von einem rus­si­schen Poli­ti­ker „auf die Hör­ner genom­men“ wur­de.
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