Der Spiegel und Chodorkowski spekulieren über Russlands Zukunft “nach Putin”


von Wla­dis­law San­kin

Die Ver­an­stal­tungs­rei­he “Welt­un­ord­nung” der Kör­ber-Stif­tung in Zusam­men­ar­beit mit dem Spie­gel sieht Podi­ums­dis­kus­sio­nen mit hoch­ka­rä­ti­gen Exper­ten vor einem inter­es­sier­ten Publi­kum vor. Die Sit­zun­gen fin­den im Her­zen des vor­nehms­ten Vier­tels in der Ham­bur­ger Spei­cher­stadt statt und wer­den live über­tra­gen.

Die­se Woche war der in Lon­don ansäs­si­ge rus­si­sche Emi­grant Michail Cho­dor­kow­ski an der Rei­he, er soll­te in Ham­burg sei­ne Sicht auf Russ­land und sei­nen Prä­si­den­ten mit­tei­len. In der Vor­mo­de­ra­ti­on hieß es, er sei sei­ner­zeit “womög­lich der reichs­te Mann Russ­lands” und spä­ter der “pro­mi­nen­tes­te rus­si­sche Lager­in­sas­se” gewe­sen. Er habe Russ­land zu sei­ner Zeit wesent­lich mit­ge­prägt.

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Was die Gast­ge­ber aus­ge­las­sen haben, ist der Fakt, dass gegen ihn auch jetzt noch in Russ­land wegen der mut­maß­li­chen Ein­fä­de­lung eines Auf­trag­mor­des ermit­telt wird und dass sei­ne Per­son in der Hei­mat höchst umstrit­ten ist. Letz­te­ren Umstand räum­ten die Ver­an­stal­ter jedoch indi­rekt ein, indem sie im Gruß­wort sag­ten, dass die Rus­sen sich an die Zeit der 1990er-Jah­re – den Zer­fall der Sowjet­uni­on und die Anfangs­jah­re des neu­en Russ­lands als Zei­ten der Armut und des Cha­os – mit Schre­cken erin­nern.

Die­se Zeit ver­kör­pert Michail Cho­dor­kow­ski wie kein ande­rer, denn genau damals hat er sein sagen­haf­tes Ver­mö­gen von geschätz­ten 20 Mil­li­ar­den Dol­lar gemacht und poli­ti­sche Ambi­tio­nen gehegt. Es ist aber frag­lich, ob die­ser Wider­spruch jeman­dem auf­ge­fal­len ist. Cho­dor­kow­ski wur­de mit allen Ehren emp­fan­gen, sei­ne lei­se und bedäch­tig vor­ge­tra­ge­nen Aus­sa­gen belohn­te das Publi­kum mehr­mals mit Applaus. Danach stand er fast noch eine Stun­de in einer Men­schen­trau­be, und die Zuhö­rer hin­gen ihm wei­ter­hin an den Lip­pen. Cho­dor­kow­ski, der mit sei­nem ver­blie­be­nen Ver­mö­gen von geschätz­ten 500 Mil­lio­nen Dol­lar (2016) die poli­ti­sche Stif­tung “Offe­nes Russ­land” betreibt, ist im Wes­ten so etwas wie ein Polit­gu­ru.

Der Spiegel und Chodorkowski spekulieren über Russlands Zukunft "nach Putin"
Michail Cho­dor­kow­ski

Und es ist klar, war­um. Wäh­rend der ers­ten Amts­zeit von Wla­di­mir Putin unter­stütz­te Cho­dor­kow­ski meh­re­re Oppo­si­ti­ons­par­tei­en, kauf­te sich in die Medi­en ein und bau­te sei­nen Ein­fluss in den Regio­nen aus. Er plan­te auch den Ver­kauf von bis zu 40 Pro­zent sei­nes Ölun­ter­neh­mens an die US-ame­ri­ka­ni­sche Öl-Rie­sen Exxon Mobi­le und Che­vrron. Die Deal soll­te 15 Mil­lio­nen Dol­lar umfas­sen. Ihm wer­den auch Gesprä­che mit dama­li­gen US-Ame­ri­ka­ni­schen Ver­tre­tern wie Con­do­leez­za Rice nach­ge­sagt, wonach er im Fal­le einer Macht­über­nah­me der von ihm unter­stütz­ten Kräf­te in Russ­land eine “Ent­nu­kle­a­ri­sie­rung” Russ­lands geplant habe. Für die­se Maß­nah­me hät­ten die Rus­sen 160 Mil­li­ar­den Dol­lar bekom­men sol­len.

Cho­dor­kow­ski bestritt spä­ter, sol­che Plä­ne gehegt zu haben. Unbe­strit­ten ist jedoch, dass er im Jahr 2003 der poli­tisch aktivs­te Ver­tre­ter von Kom­p­ra­do­ren­eli­ten war und zusam­men mit ande­ren Olig­ar­chen die Rück­kehr Russ­lands zu einer Repu­blik mit einer schwa­chen Prä­si­di­al­macht plan­te. Der im Jahr 2002 gegrün­de­te Rat für natio­na­le Stra­te­gie nann­te die­se Pro­zes­se in einer Denk­schrift im Früh­ling 2003 “Oli­gar­gi­scher Umsturz”. Wla­di­mir Putin, der Kurs auf natio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät nahm, sah im umtrie­bi­gen und klu­gen Mil­li­ar­där eine unmit­tel­ba­re Gefahr für sich und das poli­ti­sche Sys­tem, das er in Russ­land errich­te­te. Einer der bei­den muss­te wei­chen.

Damit ste­hen Putin und Cho­dor­kow­ski schon seit zwei Jahr­zehn­ten sinn­bild­lich für zwei ver­schie­de­ne Model­le der rus­si­schen Ent­wick­lung – eines des Aus­ver­kaufs an den Wes­ten und eines der Eigen­stän­dig­keit und Sou­ve­rä­ni­tät. Cho­dor­kow­ski als einen unvor­ein­ge­nom­me­nen Ana­lys­ten dar­zu­stel­len, käme in die­sem Zusam­men­hang fast einer Täu­schung gleich. Außer­dem ist die Cau­sa Cho­dor­kow­ski eine durch­aus deut­sche Ange­le­gen­heit. Es waren die Deut­schen um den Ex-Außen­mi­nis­ter Hans-Diet­rich Gen­scher, die sich für sei­ne Frei­las­sung ein­setz­ten. Sei­ne ers­te Pres­se­kon­fe­renz nach der Frei­las­sung fand im Deut­schen Mau­er­mu­se­um statt. Der Hype um sei­ne Per­son im Wes­ten ist enorm.

Der Spiegel und Chodorkowski spekulieren über Russlands Zukunft "nach Putin"

Russ­land, des­sen Boden der 54-Jäh­ri­ge bereits seit 15 Jah­ren in Frei­heit nicht mehr betre­ten hat, ist für ihn ein Land, des­sen Bevöl­ke­rung am Stock­holm-Syn­drom lei­det. Im Land wer­de alles von einem tie­fen Staat gelei­tet, der haupt­säch­lich aus Geheim­diens­ten bestehe und wie ein Kri­mi­nel­ler han­de­le. Putin inter­es­sie­re sich nicht für die Leu­te und wer­de nach sei­nem Abgang einen rui­nier­ten Haus­halt hin­ter­las­sen.

Ich hof­fe, ich wer­de in die­sem Moment zu alt dafür sein, sei­ne Hin­ter­las­sen­schaft aus­mis­ten zu müs­sen”, koket­tier­te Cho­dor­kow­ski.

Und wahr­schein­lich, um im Fal­le des Fal­les weni­ger “aus­mis­ten” zu müs­sen, mach­te der Ex-Ölma­gnat dem Wes­ten jede Men­ge Vor­schlä­ge. So warn­te er die Deut­schen vor dem Pro­jekt Nord Stream 2, das der deut­schen Wirt­schaft durch einen Preis­vor­teil 17 Mil­li­ar­den Euro jähr­lich sichern, aber auf der ande­ren Sei­te durch den Zer­fall der EU, den Deutsch­land mit Nord Stream 2 ris­kie­re, wegen des Weg­falls von Absatz­märk­ten Hun­der­te Mil­li­ar­den Euro kos­ten könn­te. Und man dür­fe nicht ver­ges­sen, dass 50 oder gar 70 Cent von jedem Euro, den die Deut­schen für Gas bezah­len, “in die Taschen des Kremls” flös­sen.

Der Wes­ten geht bei Putin von der feh­ler­haf­ten Grund­an­nah­me Putins aus, er sei ein Staats­len­ker wie jeder ande­re. Aber er ist auto­ri­tär. Er stammt aus den Geheim­diens­ten, die über eine kri­mi­nel­le Men­ta­li­tät ver­fü­gen. Mit einer ‘Win-Win’-Situation kann er nichts anfan­gen. Er berei­tet Ihnen ein künst­li­ches Pro­blem, indem er ihnen etwas weg­nimmt, und danach redet er mit Ihnen”, ana­ly­sier­te Michail Cho­dor­kow­ski.

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Er ist nicht der ein­zi­ge Urhe­ber die­ser Putin-Theo­rie. Der west­li­che Medi­en­main­stream arbei­tet bald schon seit zwei Jahr­zehn­ten an die­sem Image. Die Angst vor Putin oder genau­er gesagt, die Angst davor, falsch ihm gegen­über auf­zu­tre­ten, sitzt tief. Bezeich­nend war die Fra­ge der Spie­gel-Frau Brit­ta Sand­berg an Cho­dor­kow­ski, ob Kanz­le­rin Mer­kel gut bera­ten wäre, zum WM-Fina­le nach Mos­kau zu fah­ren, und was für ein Signal es wäre, wenn sie füh­re. Der Atem der Zuhö­rer schien wäh­rend sei­ner Ant­wort beson­ders lan­ge ange­hal­ten zu sein.

Der letz­te Rat­schlag an den Wes­ten, den Cho­dor­kow­ski sei­nen Zuhö­rern an die­sem Abend gab, war, in Bezug auf Russ­land nicht in einer “Beob­ach­ter­rol­le zu ver­har­ren” und aktiv mit “Regio­nen, regio­na­len Eli­ten und der Zivil­ge­sell­schaft” zu arbei­ten.

Nicht alles, was Michail Cho­dor­kow­ski wäh­rend sei­nes Ham­bur­ger Abends gesagt hat, war poli­ti­sche Pro­pa­gan­da, es gab auch inter­es­san­te Anmer­kun­gen, bei­spiels­wei­se zum Gene­ra­ti­ons­wech­sel, der laut ihm in Russ­land unab­hän­gig von der Poli­tik statt­fin­det. Aber dem Anspruch, eine Exper­ti­se zur “Neu­en Welt­un­ord­nung” zu lie­fern, wur­de die Ver­an­stal­tung nicht gerecht, denn beim tra­di­tio­nel­len Fokus auf des Wes­tens “liebs­ten Feind”, den im März wie­der­ge­wähl­ten rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin, fehl­te es wie­der am Kon­text in dem der abwe­sen­de Prot­ago­nist Putin agiert. Damit war es wie­der eine Ein-Mann-Show, die in einem Vaku­um aus wohl­wol­len­den, selbst­lo­sen und von den eige­nen Wer­ten über­zeug­ten west­li­chen Akteu­ren abge­lie­fert wur­de.

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RT Deutsch


Kürzungen von Russlands Militärausgaben sollten Westen beunruhigen – US-Magazin


Die Kür­zun­gen im rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­etat zeu­gen nicht vom Nie­der­gang der rus­si­schen Wirt­schaft, son­dern von dem erfolg­rei­chen Abschluss der Moder­ni­sie­rung der rus­si­schen Armee. Das ange­streb­te Wirt­schafts­wachs­tum kann Russ­lands Ver­tei­di­gungs­kos­ten im abso­lu­ten zah­len­mä­ßi­gen Aus­druck sogar erhö­hen, schrieb das US-Maga­zin „Mili­ta­ry Watch“.
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Putin : China ist und bleibt Russlands Außenhandelspartner Nummer eins


Unser Han­del ist im ver­gan­ge­nen Jahr auf 87 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ange­wach­sen und in den ers­ten vier Mona­ten die­ses Jah­res war ein Wachs­tum zu ver­zeich­nen, das dem des gesam­ten ver­gan­ge­nen Jah­res ent­sprach”,

sag­te Putin am Mitt­woch in einem Inter­view mit der Chi­na Media Group im Vor­feld sei­ner Rei­se nach Chi­na.

Das ist eine sehr gute Quo­te, und wir müs­sen sie hal­ten und wei­ter erhö­hen”, füg­te er hin­zu.

Putin erwähn­te in dem Inter­view das Inter­es­se der chi­ne­si­schen Part­ner an Ope­ra­tio­nen an der See­rou­te ent­lang der Nord­ost­pas­sa­ge und füg­te hin­zu, dass Chi­na bereits Russ­lands Außen­han­dels­part­ner Num­mer eins sei.

Im Gespräch über das im ver­gan­ge­nen Monat unter rus­si­scher Füh­rung geschlos­se­ne Abkom­men der Eura­si­schen Wirt­schafts­uni­on (EAWU) mit Chi­na sag­te der Prä­si­dent :

Im Wesent­li­chen machen wir einen sehr wich­ti­gen Schritt zur Auf­he­bung der Beschrän­kun­gen der wirt­schaft­li­chen Zusam­men­ar­beit.

Laut Putin ent­spricht Chi­nas Initia­ti­ve der Neu­en Sei­den­stra­ße auch den Bemü­hun­gen Russ­lands beim Auf­bau der Eura­si­schen Wirt­schafts­uni­on. Die Initia­ti­ve, die der chi­ne­si­sche Prä­si­dent Xi Jin­ping vor fünf Jah­ren vor­ge­schla­gen hat, habe Per­spek­ti­ven und soll­te in Ver­bin­dung mit der Umset­zung der Idee der EU zu fai­ren Ergeb­nis­sen füh­ren, erklär­te er.

Wir hal­ten die­se Initia­ti­ve für nütz­lich, wich­tig und viel­ver­spre­chend.

Das rus­si­sche Ober­haupt erwähn­te auch die viel­ver­spre­chen­den Plä­ne im Bereich der indus­tri­el­len Zusam­men­ar­beit sowie die Infra­struk­tur­plä­ne für den Eisen­bahn­ver­kehr zwi­schen den bei­den Staa­ten.

Die Idee von Prä­si­dent Xi hat, so weit wir es beur­tei­len kön­nen, noch einen glo­ba­le­ren Cha­rak­ter, da sie die Zusam­men­ar­beit mit allen Län­dern und Kon­ti­nen­ten erwei­tert”, sag­te Putin.

Der rus­si­sche Prä­si­dent sag­te bereits, dass Russ­land Chi­nas Pro­jekt unter­stüt­ze und sich aktiv dar­an betei­li­gen wer­de, da es wich­tig sei, dass die Inte­gra­ti­on im eura­si­schen Raum auf all­ge­mein aner­kann­ten Regeln und Trans­pa­renz beruht.

Putin wird Chi­na vom 8. bis 10. Juni besu­chen. Er wird Gesprä­che mit Xi Jin­ping füh­ren und am Gip­fel der Shang­hai­er Orga­ni­sa­ti­on für Zusam­men­ar­beit teil­neh­men.

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Russlands Wirtschaftsminister : Mitgliedsländer wollen Vetorecht der USA bei der WTO einschränken


Bis Sep­tem­ber wer­den vier Sit­ze im Beru­fungs­gre­mi­um, der WTO-Beru­fungs­kam­mer, frei sein, so dass drei der sie­ben erfor­der­li­chen Rich­ter übrig blei­ben. Washing­ton hat die Ernen­nun­gen in die Kam­mer blo­ckiert und damit eine Kri­se im WTO-Sys­tem der Bei­le­gung glo­ba­ler Strei­tig­kei­ten aus­ge­löst.

Laut Oresch­kin wür­de das WTO-Beru­fungs­gre­mi­um ohne die Ernen­nun­gen im nächs­ten Jahr sei­ne Arbeit ein­stel­len. Am Don­ners­tag traf sich der Minis­ter mit den Han­dels­mi­nis­tern der WTO-Mit­glieds­län­der und dis­ku­tier­te einen Mecha­nis­mus, der es der Beru­fungs­kam­mer ermög­li­chen wür­de wei­ter zu arbei­ten, ohne grü­nes Licht von den USA zu erhal­ten.

Wir haben vor­ge­schla­gen, einen Mecha­nis­mus zu schaf­fen, ohne die Hal­tung der USA zu berück­sich­ti­gen, der es uns ermög­li­chen wür­de, Fäl­le zu regeln, die von die­ser Beru­fungs­kom­mis­si­on geprüft wer­den. Wir wür­den dar­an arbei­ten”,

beton­te der rus­si­sche Wirt­schafts­mi­nis­ter gegen­über Jour­na­lis­ten.

Seit 1995 hat sich die WTO auf rund 95 Pro­zent des Welt­han­dels aus­ge­wei­tet, der sich zur­zeit allein im Waren­ver­kehr auf rund 18 Bil­lio­nen US-Dol­lar pro Jahr beläuft. US-Prä­si­dent Trump hat eine schar­fe Hal­tung gegen­über der WTO ein­ge­nom­men und bezeich­ne­te sie als “Kata­stro­phe”.

RT Deutsch


Brücke nach Sachalin : Russlands nächstes Großprojekt ?


Die spek­ta­ku­lä­re Eröff­nung der Krim-Brü­cke im Mai hat die Dis­kus­sio­nen über die Zweck­mä­ßig­keit der Errich­tung einer Brü­cke zwi­schen dem Fest­land im rus­si­schen Fer­nen Osten und der Pazi­fik­in­sel Sacha­lin inten­si­viert. Der rus­si­sche Poli­to­lo­ge Juri Potsch­ta bewer­te­te die Mög­lich­keit eines bal­di­gen Starts des neu­en rus­si­schen Groß­pro­jekts.
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Putin : Russlands Erdgasleitung in die Türkei wird auf Europa ausgedehnt


Wir haben immer mit unse­ren tür­ki­schen Part­nern über die Mög­lich­keit dis­ku­tiert, die Tur­kish-Stream-Pipe­line auf Euro­pa aus­zu­deh­nen, auch über Bul­ga­ri­en. Am Mitt­woch bestä­tig­te der tür­ki­sche Prä­si­dent Erdoğan dies in unse­rem Tele­fon­ge­spräch”,

sag­te Putin auf einer Pres­se­kon­fe­renz nach Gesprä­chen mit dem bul­ga­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Boy­ko Boris­sov.

Russ­land sei jedoch nur dann bereit, mit Bul­ga­ri­en im Ener­gie­be­reich zusam­men­zu­ar­bei­ten, wenn die Euro­päi­sche Uni­on Garan­ti­en für das künf­ti­ge Pro­jekt gebe, erklär­te der rus­si­sche Prä­si­dent. Das Pro­jekt South Stream, das Russ­land und Bul­ga­ri­en mit einer Gas-Pipe­line ver­bin­den soll­te, wur­de von Sofia auf Druck der Euro­päi­schen Uni­on und der Ver­ei­nig­ten Staa­ten abge­sagt. Die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung, das Pro­jekt ein­zu­stel­len, wur­de im Juni 2014 von den bul­ga­ri­schen Behör­den nach dem Besuch der US-Sena­to­ren John McCain, Chris Mur­phy und Ron John­son bekannt gege­ben.

Wir ver­ste­hen, und die bul­ga­ri­sche Sei­te ist sich bewusst, dass bei der Umset­zung von Pro­jek­ten in gro­ßem Umfang Garan­ti­en erfor­der­lich sind, vor allem finan­zi­el­le Garan­ti­en, die in Form von Staats­ga­ran­ti­en der bul­ga­ri­schen Regie­rung oder in den ent­spre­chen­den Ent­schei­dun­gen der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on bestehen soll­ten”,

sag­te Putin und füg­te hin­zu, dass jeder dar­an inter­es­siert sei, wei­ter­zu­ge­hen und ver­gan­ge­ne Ereig­nis­se nicht wie­der gesche­hen zu las­sen.

Russ­lands Prä­si­dent sag­te auch, dass er sehe, dass die der­zei­ti­ge bul­ga­ri­sche Regie­rung die Ent­schei­dung bedau­ert, sich gegen South Stream ent­schie­den zu haben.

Nie­mand zwei­felt dar­an, dass South Stream für Bul­ga­ri­en sehr vor­teil­haft gewe­sen wäre. Aber las­sen Sie uns ver­su­chen, von der ande­ren Sei­te, in die­sem Fall durch die Tür­kei zu gehen”, schlug Putin vor.

RT Deutsch


Russlands Ferner Osten zieht fast ein Drittel aller nationalen Investitionen an


Wir began­nen mit Ver­än­de­run­gen im Inves­ti­ti­ons­kli­ma. […] Im Moment bekommt ein Bewoh­ner aus Fern­ost sechs­mal mehr Inves­ti­tio­nen als der Durch­schnitt in ganz Russ­land”,

sag­te er beim Sankt Peters­bur­ger Wirt­schafts­fo­rum (SPIEF).

Trut­new erklär­te, dass das Anzie­hen von Inves­ti­tio­nen sehr wich­tig sei, weil neue Unter­neh­men wach­sen und die Men­schen in der Lage sein soll­ten, zu arbei­ten und Geld zu ver­die­nen.

18 vor­ran­gi­ge Ent­wick­lungs­ge­bie­te sowie der Frei­ha­fen Wla­di­wos­tok wur­den im Rah­men des Ent­wick­lungs­pro­gramms des Fer­nen Ostens geschaf­fen. Mehr als 200 aus­län­di­sche Unter­neh­men haben bereits den Sta­tus eines Gebiets­an­säs­si­gen erhal­ten, wäh­rend der Gesamt­be­trag der zuge­sag­ten Inves­ti­tio­nen bereits 63 Mil­li­ar­den US-Dol­lar über­schrit­ten hat.

Mehr als 1.200 Pro­jek­te wer­den der­zeit in der Regi­on durch­ge­führt und 107 neue Unter­neh­men wur­den gegrün­det. Bis 2020 sol­len 350 Pro­jek­te abge­schlos­sen sein.

Die vor­ran­gi­gen Ent­wick­lungs­ge­bie­te im Fer­nen Osten Russ­lands bie­ten sowohl Bür­gern als auch Aus­län­dern Steu­er- und Zoll­prä­fe­ren­zen. Im ver­gan­ge­nen Jahr hob Russ­land die Visum­pflicht für 18 Län­der auf, um den Tou­ris­mus in der Regi­on anzu­kur­beln und sie zu ent­wi­ckeln.

RT Deutsch


WM-2018 : UBS berechnet Siegeschancen Deutschlands, Brasiliens und Russlands


Teams aus Ägyp­ten, Tune­si­en, Cos­ta Rica, Sau­di-Ara­bi­en und Pana­ma haben laut Exper­ten der Schwei­zer Bank UBS kei­ne Chan­cen auf einen Sieg bei der Fuß­ball-WM. Die Teams von Deutsch­land, Bra­si­li­en und Spa­ni­en besit­zen dage­gen die größ­ten Sie­ges­chan­cen.
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Russlands Getreideexporte nach China erreichen Rekordwert


Die Ein­rich­tung hat mit­ge­teilt, dass allein seit Juli des letz­ten Jah­res 1,23 Mil­lio­nen Ton­nen Getrei­de auf den chi­ne­si­schen Markt gelie­fert wur­den. Im ver­gan­ge­nen Land­wirt­schafts­jahr sol­len sich die Expor­te noch auf 503.000 Ton­nen belau­fen haben.

Welt­weit pro­gnos­ti­ziert das rus­si­sche Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um bis zum Ende die­ses Land­wirt­schafts­jah­res am 30. Juni ein Gesamt­wachs­tum der Getrei­de­ex­por­te in Höhe von 52 Mil­lio­nen Ton­nen.

Lebensmittel-Großverarbeiter COFCO will Weizen in großem Stil aus Russland importieren

Chi­na kauft haupt­säch­lich Soja­boh­nen, Raps, Wei­zen und Mais aus Russ­land. Seit kur­zem impor­tiert das Reich der Mit­te auch Buch­wei­zen, Lein-, Son­nen­blu­men- und Hafer­sa­men.

Laut Ros­sel­chos­nad­sor ist Chi­na auf Platz 13 unter den Top-Impor­teu­ren rus­si­schen Getrei­des und könn­te in Kür­ze unter die Top Ten kom­men.

Im ver­gan­ge­nen Jahr kauf­te Chi­nas größ­ter Lebens­mit­tel­ver­ar­bei­ter COFCO 4.000 Ton­nen rus­si­schen Früh­lings­wei­zens. Wie aus einer Mel­dung der Nach­rich­ten­agen­tur TASS her­vor­geht, sei COFCO bereit, künf­tig bis zu zwei Mil­lio­nen Ton­nen zu impor­tie­ren, wobei sein Bedarf schritt­wei­se auf fünf Mil­lio­nen Ton­nen anstei­gen soll.

Bei­de Län­der bau­en der­zeit auch einen neu­en Getrei­de­ha­fen im chi­ne­si­schen Fuyuan auf. Über die­sen sol­len künf­tig Schiff­fahrts­we­ge für Getrei­de lau­fen, das in Russ­land von chi­ne­si­schen Unter­neh­men geern­tet wird.

Russland verkauft mehr Getreide in die Welt als Waffen

Der Hafen zwi­schen Russ­land und Chi­na soll bis Sep­tem­ber 2019 fer­tig gestellt sein und eine Jah­res­ka­pa­zi­tät von 650.000 Ton­nen haben. Durch die neue Schiff­fahrts­rou­te sol­len die Kos­ten im Ver­gleich zum bis­her genutz­ten Boden­trans­port dras­tisch gesenkt wer­den.

Russ­lands Minis­ter­prä­si­dent Dmi­tri Med­we­dew teil­te jüngst mit, dass der Export von Getrei­de in den ers­ten Mona­ten des Jah­res 2018 um mehr als 42 Pro­zent gestie­gen sei.

Letz­tes Jahr expor­tier­te Russ­land Getrei­de im Wert von 21 Mil­li­ar­den US-Dol­lar, was laut dem Pre­mier die mili­tä­ri­schen Waf­fen­ver­käu­fe des Lan­des über­traf.

Die rus­si­schen Expor­te von Agrar­pro­duk­ten und Lebens­mit­teln sind seit dem Jahr 2000 um das 16-fache gestie­gen. Im Jahr 2016 wur­de Russ­land auch zum welt­weit füh­ren­den Wei­zen­ex­por­teur. Seit Anfang der 2000er Jah­re hat sich der Anteil des Lan­des am Welt­wei­zen­markt von vier auf 16 Pro­zent ver­vier­facht.

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Versuchte Geiselnahme in Russlands Teilrepublik Tschetschenien : Vier Angreifer tot


Der Ein­satz der Sicher­heits­kräf­te soll nach Anga­ben der rus­si­schen Nach­rich­ten­agen­tur RIA Nowos­ti nur weni­ge Minu­ten in Anspruch genom­men haben. Ram­san Kady­row traf am Ort der ver­such­ten Gei­sel­nah­me ein und kon­trol­lier­te per­sön­lich die Ope­ra­ti­on. Das Gelän­de um die Erz­engel-Micha­el-Kir­che wur­de umzin­gelt. Zunächst lagen kei­ne Infor­ma­tio­nen über die Angrei­fer vor. (RIA Nowos­ti)

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