Bundeswehr setzt Ausbildungseinsatz im Irak fort


Die Bun­des­wehr soll den wegen wach­sen­der Span­nun­gen aus­ge­setz­ten Aus­bil­dungs­ein­satz für die ira­ki­schen Streit­kräf­te zügig wie­der­auf­neh­men. Mit einer Neu­be­wer­tung der Sicher­heits­la­ge sei die Vor­aus­set­zung dafür geschaf­fen wor­den, erklär­te das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um am Don­ners­tag den Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­kern der Bun­des­tags­frak­tio­nen.
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Nakba-Tag : Palästinenser gedenken Flucht und Vertreibung Hunderttausender — IDF setzt Tränengas ein


Wäh­rend in Isra­el die Unab­hän­gig­keit gefei­ert wird, erin­nern Paläs­ti­nen­ser am Nab­ka-Tag (15. Mai) an die Flucht und Ver­trei­bung Hun­dert­tau­sen­der Paläs­ti­nen­ser im Jah­re 1948. Nak­ba steht hier­bei für “Kata­stro­phe” oder “Unglück”. An die­sem Tag wer­den Tau­sen­de paläs­ti­nen­si­sche Demons­tran­ten im Gaza­strei­fen und im West­jor­dan­land erwar­tet.

Nakba-Tag: Palästinenser gedenken Flucht und Vertreibung Hunderttausender - IDF setzt Tränengas ein
Paläs­ti­nen­si­sche Demons­tran­ten nahe des Gaza­strei­fens, 15. Mai 2019.

Das Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tee des “Gre­at March of Return” in Gaza rief zum Pro­test auf, aber auch zur Zurück­hal­tung, um Eska­la­tio­nen zu ver­hin­dern. Ein Mas­sens­turm auf die Gren­ze sol­le ver­hin­dert wer­den. Zur Über­wa­chung wur­den Moni­to­re auf­ge­stellt. Die Hamas ließ Schu­len im Gaza­strei­fen schlie­ßen, damit auch Kin­der am Pro­test teil­neh­men kön­nen. 

Das israe­li­sche Mili­tär setz­te Trä­nen­gas gegen jene Demons­tran­ten ein, die sich der Gren­ze zu sehr annä­her­ten. Berich­ten zufol­ge soll die israe­li­sche Mari­ne auf einen paläs­ti­nen­si­schen Fischer geschos­sen haben. Im letz­ten Jahr wur­de am sel­ben Tag gegen die Ver­le­gung der US-Bot­schaft nach Jeru­sa­lem demons­triert.

Nakba-Tag: Palästinenser gedenken Flucht und Vertreibung Hunderttausender - IDF setzt Tränengas ein
Ein ver­wun­de­ter paläs­ti­nen­si­scher Jun­ge wird eva­ku­iert, Pro­tes­te anläss­lich der Nak­ba, süd­li­cher Gaza­strei­fen, 15. Mai 2019.

41 Paläs­ti­nen­ser wur­den getö­tet und 1.200 ver­letzt. Neue zivi­le Opfer könn­ten die Waf­fen­ru­he zwi­schen Israe­lis und Paläs­ti­nen­sern been­den und erneut zu Rake­ten­an­grif­fen aus Gaza auf israe­li­sches Gebiet füh­ren. Vor gut einer Woche grif­fen die Hamas und der Paläs­ti­nen­si­sche Isla­mi­sche Dschi­had (PIJ) Isra­el mit 700 Rake­ten an. Isra­el flog dar­auf­hin Ver­gel­tungs­schlä­ge. 

Nakba-Tag: Palästinenser gedenken Flucht und Vertreibung Hunderttausender - IDF setzt Tränengas ein
Ein israe­li­scher Grenz­po­li­zist in Bet­le­hem, West­jor­dan­land, 15. August 2019.

In Isra­el fin­det der­zeit der Euro­vi­si­on Song Con­test (ESC) statt. Nach Anga­ben des israe­li­schen Mili­tärs wür­de die­ser alles ver­su­chen, um zivi­le Opfer zu ver­mei­den. Die Rake­ten­ab­wehr bleibt wei­ter­hin aktiv. 

RT Deutsch


Bundeswehr setzt Ausbildung im Irak wegen Spannungen aus


Die Bun­des­wehr hat den Aus­bil­dungs­be­trieb für die Streit­kräf­te im Irak wegen der zuneh­men­den regio­na­len Span­nun­gen aus­ge­setzt. Der Schritt sei zu Wochen­be­ginn zusam­men mit den Part­nern der Anti-IS-Koali­ti­on voll­zo­gen wor­den, wur­de der Deut­schen Pres­se-Agen­tur am Mitt­woch aus Mili­tär­krei­sen in Ber­lin erklärt. Die Auf­merk­sam­keit mit Blick auf eine grö­ßer wer­den­de Bedro­hung sei gestie­gen. Am Mitt­woch wur­den auch die Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­ker des Bun­des­ta­ges infor­miert.

Mehr zum The­ma — USA befeh­len Abzug ihres gesam­ten zivi­len Per­so­nals aus dem Irak – Nur “Not­fall­per­so­nal” bleibt

Die Bun­des­wehr ist von Jor­da­ni­en aus am Kampf gegen die Ter­ror­mi­liz Isla­mi­scher Staat (IS) in Syri­en und im Irak betei­ligt und hat im Irak der­zeit etwa 160 deut­sche Sol­da­ten sta­tio­niert. Davon sind etwa 60 Sol­da­ten in einem Mili­tär­kom­plex in Tadschi, nörd­lich von Bag­dad, wo die Aus­bil­dung für Kräf­te der ira­ki­schen Streit­kräf­te läuft. Rund 100 Sol­da­ten sind im Kur­den­ge­biet im Nor­den des Lan­des.

Im Iran-Kon­flikt hat­ten die US-Streit­kräf­te erst am Diens­tag ihre Alarm­stu­fe für die im Irak und in Syri­en sta­tio­nier­ten Trup­pen­tei­le der Anti-Ter­ror-Ope­ra­ti­on Inherent Resol­ve (OIR) erhöht. Mög­li­che Bedro­hun­gen gegen US-Trup­pen im Irak wür­den beob­ach­tet, hieß es.

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Andrej Hunko im Interview nach Venezuela-Reise : “Bundesregierung setzt auf Eskalation”


Elf Tage lang hat­te der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Euro­pa­po­li­ti­sche Spre­cher der Frak­ti­on DIE LINKE im Bun­des­tag, Andrej Hun­ko, Vene­zue­la besucht, um sich nach eige­ner Dar­stel­lung selbst ein Bild von der aktu­el­len poli­ti­schen und sozia­len Lage im Land zu machen. Obwohl er sich mit einer gro­ßen Band­brei­te an Ver­tre­tern der Zivil­ge­sell­schaft, der poli­ti­schen Oppo­si­ti­on – inklu­si­ve Juan Guai­dós – und Ver­tre­tern huma­ni­tä­rer Orga­ni­sa­tio­nen getrof­fen hat­te, führ­te sein Besuch zu einem Sturm der Ent­rüs­tung im media­len und poli­ti­schen Estab­lish­ment der Bun­des­re­pu­blik. Denn er hat­te es gewagt, auch den amtie­ren­den Prä­si­den­ten Vene­zue­las, Nicolás Madu­ro, zu tref­fen und für eine dia­log­ba­sier­te Lösung des anhal­ten­den Kon­flikts zu wer­ben. 

Mehr zum The­ma — Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Andrej Hun­ko trifft vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro

Im Gespräch mit RT-Deutsch-Redak­teur Flo­ri­an War­weg legt Hun­ko erst­mals aus­führ­lich dar, wie sein Gespräch mit dem selbst­er­nann­ten “Inte­rims­prä­si­den­ten” Juan Guai­dó ver­lief, wel­che “kras­se und ver­hee­ren­de Rol­le” Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas in der aktu­el­len Lage in Vene­zue­la ein­nimmt, indem er den radi­kals­ten Teil der Oppo­si­ti­on unter­stützt, und wie füh­ren­de Ver­tre­ter der Pan­ame­ri­ka­ni­schen Gesund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (PAHO) sowie des Inter­na­tio­na­len Komi­tees vom Roten Kreuz (IKRK) die offi­zi­el­le Dar­stel­lung der Bun­des­re­gie­rung über die Lage im Land zurück­wei­sen. Abschlie­ßend erläu­tert der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te im Inter­view zudem sei­ne Ein­schät­zung zur Rol­le Russ­lands in dem süd­ame­ri­ka­ni­schen Land, gibt eine Zusam­men­fas­sung der in der Bericht­erstat­tung fast nicht prä­sen­ten Kri­tik von lin­ken Cha­vis­ten und Oppo­si­tio­nel­len an der amtie­ren­den Regie­rung und erklärt, wie­so aus sei­ner Sicht der Main­stream sich so über sei­nen Vene­zue­la-Besuch echauf­fier­te. 

RT Deutsch


Abhörsicher und Hacker-unerreichbar – Bundeskanzleramt setzt trotz Spott auf Rohrpost


Wäh­rend Deutsch­land hef­tig die Aus­wir­kun­gen des digi­ta­len Wan­dels dis­ku­tiert, hält das Bun­des­kanz­ler­amt im vol­len Ernst an einer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie aus der deut­schen Kai­ser­zeit fest, der Rohr­post. Digi­tal­mi­nis­te­rin Doro­thee Bär ver­tei­dig­te das jetzt gegen­über der Bun­des­tags­frak­ti­on der Frei­en Demo­kra­ti­schen Par­tei (FDP).
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Wegen Qualitätsmängeln” — Weißrussland setzt Ausfuhr von Ölprodukten in Nachbarländer aus


Weiß­russ­land hat die Aus­fuhr von leich­ten Ölpro­duk­ten in die Ukrai­ne, nach Polen und in die bal­ti­schen Staa­ten vor­über­ge­hend aus­ge­setzt. Minsk recht­fer­tigt das mit min­der­wer­ti­gen Öllie­fe­run­gen aus Russ­land an weiß­rus­si­sche Ölraf­fi­ne­ri­en. Das erklär­te der stell­ver­tre­ten­de Gene­ral­di­rek­tor der Weiß­rus­si­schen Ölge­sell­schaft (BNK) Ser­gei Grib am Diens­tag. Er sag­te :

Im Moment wer­den ver­trag­li­che Ver­pflich­tun­gen aus­ge­setzt, bis das Pro­blem mit dem rus­si­schen Öl gelöst ist. […] Die Lie­fe­run­gen von leich­ten Ölpro­duk­ten — Ben­zin und Die­sel­kraft­stoff — an die Ukrai­ne, Polen und die bal­ti­schen Län­der wur­den aus­ge­setzt. […] Der Rück­gang der Expor­te erfolgt, um den unse­ren Inlands­markt zu sichern.

Gleich­zei­tig stell­te er klar, dass die so genann­ten Schwer­öl­pro­duk­te, die nicht auf den Märk­ten der Nach­bar­län­der ver­trie­ben wer­den, über die Ost­see­hä­fen an die Län­der des so genann­ten Wei­ten Bogens (Asi­en, Afri­ka und Latein­ame­ri­ka) ver­kauft wer­den.

Grib wies dar­auf hin, dass sein Unter­neh­men nun dar­an arbei­te, sicher­zu­stel­len, dass kei­ne Sank­tio­nen von Auf­trag­neh­mern nach der Aus­set­zung der Expor­te von leich­ten Ölpro­duk­ten ver­hängt wür­den. Er füg­te hin­zu, dass die weiß­rus­si­sche Sei­te im Begriff sei, den durch die Aus­set­zung der Aus­fuhr der Ölpro­duk­te ent­stan­de­nen Scha­den zu bewer­ten.

Am 19. April kün­dig­te Weiß­russ­land eine deut­li­che Ver­schlech­te­rung der Qua­li­tät des aus Russ­land kom­men­den Öls durch den Abschnitt der Fern­öl­pipe­line Gomel­trans­neft Drusch­ba an. Das Unter­neh­men infor­mier­te die Betrei­ber der Drusch­ba-Hauptöl­lei­tung in ande­ren Län­dern über die aktu­el­le Situa­ti­on. Die Ver­schmut­zungs­quel­le wur­de auf dem Abschnitt Sama­ra-Unet­scha der Drusch­ba-Pipe­line gefun­den.

Mehr zum The­ma — Vene­zue­la könn­te Öllie­fe­run­gen für die USA nach Russ­land und Chi­na umlei­ten

RT Deutsch


BMW setzt auf Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA


BMW-Finanz­chef Nico­las Peter sag­te am Diens­tag auf der chi­ne­si­schen Auto­mes­se in der chi­ne­si­schen Hafen­me­tro­po­le Shang­hai : “Unser Ein­druck ist auch, da könn­te eine Lösung in den kom­men­den Wochen oder Mona­ten kom­men”. BMW impor­tiert vor allem SUVs der X-Modell­rei­he aus den USA nach Chi­na.

Das ers­te Quar­tal ist gut gelau­fen ohne die­se Straf­zöl­le und es sieht auch fürs zwei­te Quar­tal ja ganz ver­nünf­tig aus”, sag­te Peter. Es kön­ne bei einer Lösung des Han­dels­streits zwi­schen den bei­den Staa­ten auch sein, dass kei­ne wei­te­ren Ergeb­nis­be­las­tun­gen auf die Mün­che­ner zukom­men.

Auf sei­nem wich­tigs­ten Ein­zel­markt Chi­na will das Unter­neh­men ohne­hin trotz der aktu­el­len Markt­schwä­che ver­mehrt Autos ver­kau­fen. “Wir wer­den zwi­schen fünf und zehn Pro­zent in die­sem sta­gnie­ren­den Markt wach­sen und damit Seg­ment­an­tei­le gewin­nen”, mein­te Peter wei­ter. Pre­mi­um­au­to­bau­er trifft die Ver­un­si­che­rung der chi­ne­si­schen Auto­käu­fer im Ver­kauf der­zeit nicht so stark wie die Mas­sen­her­stel­ler, dar­un­ter etwa Volks­wa­gen.

Mehr zum The­ma — Auto­ver­käu­fe in Chi­na sin­ken zum ers­ten Mal seit fast 30 Jah­ren 

Die Nach­fra­ge in Groß­bri­tan­ni­en habe inter­es­san­ter­wei­se trotz der Unsi­cher­heit um den Bre­x­it aktu­ell kaum nach­ge­las­sen.

Unschön ist für uns die Unsi­cher­heit, wir brau­chen Sta­bi­li­tät für Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen.

Sor­gen macht sich der Mana­ger beim Absatz eher um die Kon­junk­tur in Süd­eu­ro­pa. Auch in den USA will BMW dage­gen beim Absatz zwi­schen einem und fünf Pro­zent zule­gen.

Einer in Medi­en­be­rich­ten kol­por­tier­ten mög­li­chen Zusam­men­ar­beit mit dem Riva­len Daim­ler bei der Ent­wick­lung von Platt­for­men für klei­ne­re Fahr­zeu­ge erteil­te Peter eine kla­re Absa­ge. “Das ist nicht der Plan.”

Mehr zum The­ma — Vor­ga­be für BMW-Werks­mit­ar­bei­ter in Gar­ching : Schwat­zen ja, aber bit­te nicht auf Tür­kisch

(rt deutsch/dpa) 

RT Deutsch


EU setzt Rettungseinsatz für Flüchtlinge vor Libyens Küste aus


Die Ent­schei­dung für den Ret­tungs­stopp wur­de nach Anga­ben der Deut­schen Pres­se-Agen­tur am Diens­tag­abend nach stun­den­lan­gen Ver­hand­lun­gen im Poli­ti­schen und Sicher­heits­po­li­ti­schen Komi­tee getrof­fen. Eine wei­te­re Ver­län­ge­rung des Ein­sat­zes von Schif­fen schei­ter­te am Veto Ita­li­ens. Die Regie­rung in Rom for­der­te seit Mona­ten eine Ände­rung der Ein­satz­re­geln, die vor­se­hen, dass bei der Ope­ra­ti­on aus See­not geret­te­te Migran­ten aus­schließ­lich nach Ita­li­en gebracht wer­den. Der von Rom ange­streb­ten Ände­rung stand jedoch ent­ge­gen, dass sich Län­der wie Ungarn oder Polen wei­gern, einem fes­ten Umver­tei­lungs­me­cha­nis­mus zuzu­stim­men. Ver­schärft wur­de der Streit zuletzt durch die deut­sche Ankün­di­gung, vor­erst kein Schiff mehr für den Ein­satz vor der liby­schen Küs­te zur Ver­fü­gung zu stel­len. Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en begrün­de­te dies mit dem Ver­hal­ten der ita­lie­ni­schen Ein­satz­füh­rung, die die deut­sche Mari­ne in den ver­gan­ge­nen Mona­ten nicht mehr in die Nähe von Flücht­lings­rou­ten geschickt hat­te – offen­sicht­lich um aus­zu­schlie­ßen, dass Migran­ten geret­tet wer­den, die dann nach Ita­li­en gebracht wür­den. Die EU-Außen­be­auf­trag­te Fede­ri­ca Mog­heri­ni hat­te die EU-Staa­ten in den ver­gan­ge­nen Mona­ten mehr­fach ein­dring­lich dazu auf­ge­ru­fen, eine Fort­set­zung der Ope­ra­ti­on Sophia zu ermög­li­chen. (dpa)

Mehr zum The­ma — Ita­lie­ni­scher Geheim­dienst­be­richt : Kri­mi­nel­le Orga­ni­sa­tio­nen steu­ern Mas­sen­ein­wan­de­rung

RT Deutsch


Neues Gesetz in der Ukraine setzt Nazi-Kollaborateure mit Kriegsveteranen gleich


Das Gesetz ergänzt die Lis­te der Teil­neh­mer von Kriegs­hand­lun­gen, die durch das Gesetz “Über den Sta­tus von Kriegs­ve­te­ra­nen, Garan­ti­en für ihren sozia­len Schutz” fest­ge­legt wur­de. Bis­her gal­ten im Sin­ne des Geset­zes nur die­je­ni­gen der UPA-Kämp­fer als Teil­neh­mer der Kampf­hand­lun­gen, die sich im Zeit­raum von 1941 bis 1944 auch gegen die deut­sche Wehr­macht und deren Ver­bün­de­te in der Ukrai­ne gewandt haben sol­len und aus die­sem Grund als Opfer poli­ti­scher Repres­sio­nen reha­bi­li­tiert wur­den.

Gleich­zei­tig wird in der Begrün­dung des neu­en Geset­zes fest­ge­stellt, dass Ende Mai 2018 rund 1.200 Mit­glie­der der OUN-UPA über­lebt haben. “Teil­neh­mer an Kampf­hand­lun­gen” genie­ßen in der Ukrai­ne etwa 20 sozia­le Leis­tun­gen, dar­un­ter Leis­tun­gen für Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men und öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel sowie medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung und Medi­ka­men­te.

Das neue Gesetz wur­de sowohl in der Ukrai­ne als auch im Aus­land scharf kri­ti­siert. Der Lei­ter des Ukrai­ni­schen Jüdi­schen Komi­tees, Edu­ard Dolin­ski, erklär­te, dass es Anlass zu zahl­rei­chen inter­na­tio­na­len Kla­gen gegen Kiew im Namen der Opfer der ukrai­ni­schen Natio­na­lis­ten bie­ten wer­de.

Ihm zufol­ge wer­den “Kriegs­ver­bre­cher und Orga­ni­sa­to­ren der anti­jü­di­schen Pogro­me nicht nur mit staat­li­chen Ehren bedacht, son­dern erhal­ten auch Vor­tei­le”, zitiert ihn TASS. Dar­über hin­aus wies Dolin­ski dar­auf hin, dass nach dem neu­en Gesetz auch die Mit­glie­der der ukrai­ni­schen Hilfs­po­li­zei, Mit­glie­der der OUN, die aktiv betei­ligt waren, die Ermor­dung von 1,5 Mil­lio­nen ukrai­ni­scher Juden zu orga­ni­sie­ren und dann auch durch­zu­füh­ren nun eben­falls als “Teil­neh­mer an den Kampf­hand­lun­gen” und “Vete­ra­nen” mit allen Vor­tei­len betrach­tet wer­den. Das von der Rada ver­ab­schie­de­te Gesetz, beton­te er, sei “Holo­caust-Leug­nung, Ver­fäl­schung der Geschich­te, Ver­höh­nung des Andenkens an Mil­lio­nen unschul­di­ger Opfer ver­schie­de­ner Natio­na­li­tä­ten, ekla­tan­te Ver­ach­tung für das eige­ne Land, Volk und sei­ne euro­päi­sche Wahl”.

Mehr zum The­ma – Ukrai­ne : Natio­na­lis­ten-Marsch zum Jah­res­tag der “Natio­na­len Korps”

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