Bolivien : Oppositionsabgeordnete ernennt sich selbst zur Übergangspräsidentin


Die Oppo­si­ti­ons­po­li­ti­ke­rin Jea­ni­ne Áñez hat sich ohne Abstim­mung zur “Inte­rims­prä­si­den­tin” Boli­vi­ens erklärt. Die Par­tei Movi­mi­en­to al Socia­lis­mo (MAS) des gestürz­ten Prä­si­den­ten Evo Mora­les erklär­te, der Senat habe kein Quo­rum und die Sit­zung der Legis­la­ti­ve sei nicht legal. MAS besitzt in bei­den Kam­mern die abso­lu­te Mehr­heit. Unter dem Bei­fall der oppo­si­tio­nel­len Abge­ord­ne­ten erklär­te Áñez am Diens­tag :

Durch die end­gül­ti­ge Abwe­sen­heit des Prä­si­den­ten und Vize­prä­si­den­ten über­neh­me ich als Vor­sit­zen­de der Sena­to­ren­kam­mer, wie es in der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung vor­ge­se­hen ist, sofort die Prä­si­dent­schaft.

Das Vor­ge­hen von Áñez erin­nert an das von Juan Guai­dó in Vene­zue­la, der sich im Janu­ar mit Unter­stüt­zung der US-Regie­rung und der Orga­ni­sa­ti­on Ame­ri­ka­ni­scher Staa­ten (OAS) zum “Inte­rims­prä­si­den­ten” erklärt hat­te. Wäh­rend Guai­dó aller­dings wie­der­holt mit Putsch­ver­su­chen gegen Prä­si­dent Nicolás Madu­ro schei­ter­te, konn­te die Oppo­si­ti­on in Boli­vi­en – eben­falls unter­stützt von den USA und der OAS – den Rück­tritt Mora­les erzwin­gen, nach­dem das Mili­tär auf ihre Sei­te getre­ten war.

Wäh­rend die Oppo­si­ti­on behaup­te­te, dass die Pro­kla­mie­rung Áñez’ zum Staats­ober­haupt im Ein­klang mit der boli­via­ni­schen Ver­fas­sung ste­he, bezeich­ne­ten MAS-Abge­ord­ne­te die Ver­samm­lung als ille­gal. Sie wei­ger­ten sich, an dem Ver­fah­ren teil­zu­neh­men, weil, wie sie sag­ten, bewaff­ne­te Grup­pen der Oppo­si­ti­on die Stra­ßen kon­trol­lier­ten und ihre Sicher­heit nicht garan­tie­ren wer­den kön­ne.

Mora­les’ Par­tei hat im Par­la­ment und im Senat die Mehr­heit. Ohne die MAS-Abge­ord­ne­ten sind bei­de Häu­ser nicht beschluss­fä­hig. Vize­prä­si­dent Álva­ro Gar­cía Line­ra gab sei­nen Pos­ten zusam­men mit Mora­les am 10. Novem­ber auf und ließ das Land damit in einem recht­li­chen Schwe­be­zu­stand. Die Anhän­ger der gestürz­ten Regie­rung bezeich­ne­ten die erzwun­ge­nen Rück­trit­te als Putsch und kün­dig­ten an, not­falls mit Gewalt Wider­stand zu leis­ten.

Die USA prie­sen Mora­les’ Sturz als einen “bedeu­ten­den Moment für die Demo­kra­tie in der west­li­chen Hemi­sphä­re” und beschul­dig­ten den sozia­lis­ti­schen Prä­si­den­ten, den Wil­len des Vol­kes durch eine vier­te Amts­zeit zu unter­gra­ben – obwohl die boli­via­ni­schen Gerich­te die­se Amts­zeit bestä­tigt hat­ten. Mora­les war einer der weni­gen latein­ame­ri­ka­ni­schen Staats­män­ner, die sich den USA beim The­ma Vene­zue­la wider­setzt und Madu­ro unter­stützt hat­ten.

Von sei­nem mexi­ka­ni­schen Asyl aus kri­ti­sier­te Mora­les die Selbst­pro­kla­ma­ti­on Áñez’ in schar­fen Tönen. Auf Twit­ter schrieb er : 

Der durch­trie­bens­te und schänd­lichs­te Staats­streich der Geschich­te ist voll­zo­gen. Eine Sena­to­rin der put­schen­den Rech­ten hat sich selbst zur Senats­prä­si­den­tin und danach zur Inte­rims­prä­si­den­tin Boli­vi­ens erklärt – ohne legis­la­ti­ves Quo­rum, umge­ben von einer Grup­pe von Kom­pli­zen und geführt von den Streit­kräf­ten und der Poli­zei, die das Volk unter­drü­cken.

Vor der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft ver­kün­de ich, dass der Akt der Selbst­pro­kla­ma­ti­on einer Sena­to­rin zur Prä­si­den­tin gegen die Ver­fas­sung Boli­vi­ens und die inter­nen Regeln des Par­la­ments ver­stößt. Die­ser Akt voll­zieht sich mit dem Blut der Men­schen, die von Poli­zei- und Streit­kräf­ten bei dem Putsch getö­tet wur­den.

Mehr zum The­ma — Schock­auf­nah­men aus Boli­vi­en : Rechts­ex­tre­me Mili­zen machen nach Putsch Jagd auf Mora­les-Anhän­ger

RT Deutsch


Hinweise verdichten sich : US-Milliardär Bloomberg will „Trump besiegen“


Der frü­he­re New Yor­ker Bür­ger­meis­ter und Mil­li­ar­där Micha­el Bloom­berg hat am Diens­tag mit einem Twit­ter-Ein­trag über Trump für Auf­merk­sam­keit gesorgt und hält damit die Gerüch­te­kü­che wei­ter am Bro­deln. Seit Kur­zem wird Bloom­bergs Kan­di­da­tur bei der US-Prä­si­dent­schafts­wahl 2020 ver­mu­tet.
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Große Koalition einigt sich im Streit um Grundrente


Die Spit­zen von CDUCSU und SPD haben am Sonn­tag stun­den­lang eine Lösung im ver­fah­re­nen Streit um die Ein­füh­rung einer Grund­ren­te gesucht. Alle Sei­ten wol­len Men­schen, die trotz lan­ger Bei­trags­zeit nur eine klei­ne Ren­te bekom­men, einen Auf­schlag gewäh­ren. Umstrit­ten war, ob die Leis­tung an eine Bedürf­tig­keits­prü­fung geknüpft wer­den soll, wie vie­le Men­schen den Ren­ten­auf­schlag bekom­men sol­len und wie teu­er er wer­den soll.

Für Vize­kanz­ler Olaf Scholz war ein Kom­pro­miss ange­sichts des bevor­ste­hen­den SPD-Par­tei­tags Anfang Dezem­ber beson­ders wich­tig, falls er dort nach der anste­hen­den Stich­wahl zum neu­en Par­tei­chef gewählt wer­den soll­te. Auch die ohne­hin ange­schla­ge­ne CDU-Vor­sit­zen­de Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er müss­te gegen erheb­li­che Vor­be­hal­te gegen die Grund­ren­te etwa im Wirt­schafts­flü­gel ihrer Par­tei ange­hen.

Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) traf sich am Sonn­tag zunächst um 9.00 Uhr mit den Par­tei- und Frak­ti­ons­spit­zen von CDU und CSU zu Vor­be­ra­tun­gen im Kanz­ler­amt. Gegen 10.00 Uhr stie­ßen für die SPD die kom­mis­sa­ri­sche Vor­sit­zen­de Malu Drey­er, Frak­ti­ons­chef Rolf Müt­zenich, Vize­kanz­ler Olaf Scholz sowie Arbeits­mi­nis­ter Huber­tus Heil hin­zu.

Am Frei­tag noch hat­te sich Mer­kel zurück­hal­tend zu den Eini­gungs­chan­cen am Wochen­en­de geäu­ßert :

Der gute Wil­le ist da, wir sind auch auf einem ganz guten Weg, wie ich fin­de. Aber es sind noch schwie­ri­ge Gesprä­che. Wenn es noch ein wei­te­res Tref­fen geben wür­de, wäre das kein gro­ßes Unglück.

Eine Arbeits­grup­pe unter Kanz­ler­amts­chef Hel­ge Braun und Arbeits­mi­nis­ter Huber­tus Heil hat­te das Kom­pro­miss­mo­dell aus­ge­ar­bei­tet, das anstel­le einer Bedürf­tig­keits­prü­fung nur eine Ein­kom­mens­über­prü­fung auf Grund­la­ge der Finanz­amts­da­ten vor­sieht. Finan­ziert wer­den soll die Grund­ren­te aus dem Bun­des­haus­halt.

Die drei Par­tei­vor­sit­zen­den Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (CDU), Mar­kus Söder (CSU) und Malu Drey­er (SPD) stell­ten die Eini­gung um 16.45 Uhr im Kanz­ler­amt vor. Dem­nach soll es eine Ein­kom­mens­fest­stel­lung und ‑prü­fung statt einer Bedürf­tig­keits­prü­fung gebenDer Frei­be­trag bei der Mit­ar­bei­ter­ka­pi­tal­be­tei­li­gung wird auf 720 Euro ange­ho­ben. Die Anrei­ze der betrieb­li­chen Alters­vor­sor­ge sol­len damit gestärkt wer­den. 

Kramp-Kar­ren­bau­er eröff­ne­te die Pres­se­kon­fe­renz mit den Wor­ten : 

Wir haben einen dicken Kno­ten geschla­gen. 

Malu Drey­er sprach von einem “sozi­al­po­li­ti­schen Mei­len­stein”. Söder sag­te, es hand­le sich um ein Gerech­tig­keits- und Leis­tungs­pa­ket. Mit der Eini­gung wür­de neu­en Unge­rech­tig­kei­ten vor­ge­beugt.

(rt deutsch/dpa) 

RT Deutsch


Zu DDR-Zeiten hätte sich Angela Merkel schon längst ihren Rentnertraum erfüllt


Was wohl wäre, wenn die Mau­er nicht gefal­len wäre und die Deut­sche Demo­kra­ti­sche Repu­blik wei­ter­hin exis­tie­ren wür­de – Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, die zum Zeit­punkt des Mau­er­falls an der Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten der DDR arbei­te­te, hat Ant­wor­ten zu ihrer per­sön­li­chen Sicht in einem Spie­gel-Inter­view gege­ben.

Da Frau­en in der DDR im Alter von 60 Jah­ren “in Ren­te” gin­gen, hät­te sich die heu­te 65-Jäh­ri­ge bereits vor fünf Jah­ren einen ent­spre­chen­den Pass besorgt und wäre in die USA gereist, schließ­lich genos­sen Rent­ner im soge­nann­ten Real­so­zia­lis­mus der DDR nicht nur ein fai­res Ren­ten­al­ter (Män­ner ab 65) son­dern auch die ersehn­te Rei­se­frei­heit :

Ich hät­te immer­hin schon mei­nen Traum ver­wirk­li­chen kön­nen : In der DDR gin­gen die Frau­en mit 60 in Ren­te, ich hät­te mir also schon vor fünf Jah­ren mei­nen Rei­se­pass abge­holt und wäre nach Ame­ri­ka gereist. Rent­ner hat­ten ja Rei­se­frei­heit in der DDR – wer als sozia­lis­ti­scher Erwerbs­tä­ti­ger nicht mehr gebraucht wur­de, durf­te raus.

Auch die Bun­des­re­pu­blik hät­te sie sich dann rich­tig ange­schaut, sag­te die Kanz­le­rin, doch ihre ers­te Fern­rei­se woll­te Mer­kel in die USA machen.

Wegen der Grö­ße, der Viel­falt, der Kul­tur. Die Rocky Moun­tains sehen, mit dem Auto her­um­fah­ren und Bruce Springste­en hören — das war mein Traum.

Mehr zum The­ma — Alters­ar­mut in Deutsch­land : Anstieg um 20 Pro­zent bei Senio­ren, die Lebens­mit­tel­ta­feln nut­zen müs­sen

Das Ren­ten­sys­tem in der Bun­des­re­pu­blik und die Soli­da­ri­tät

In der Rea­li­tät ist sie heu­te Kanz­le­rin der Bun­des­re­pu­blik, deren Bür­ger sich nicht ohne Grund mehr­heit­lich vor Alters­ar­mut fürch­ten. Vor dem Hin­ter­grund immer unsi­che­rer Arbeits­be­din­gun­gen und eines aus­ufern­den Nied­rig­lohn­sek­tors ist hier­zu­lan­de eine gute Absi­che­rung für das Ren­ten­al­ter kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich und auch finan­zi­ell gar nicht jedem erschwing­lich. Im ver­gan­ge­nen Jahr betru­gen 51,4 Pro­zent der Alters­ren­ten weni­ger als 900 Euro. Betrof­fen waren 9,4 Mil­lio­nen Men­schen. 58,6 Pro­zent der Ren­ten lagen unter 1.000 und 70,8 Pro­zent unter 1.200 Euro. Die­se Zah­len, die sich auf Net­to­be­trä­ge – nach Abzug von Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rungs­bei­trag – bezie­hen, gehen aus der Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung (19÷11950, S. 71 – 73) auf eine schrift­li­che Anfra­ge der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Sabi­ne Zim­mer­mann (Die Lin­ke) her­vor, über die auch RT schon Ende Juli hier berich­tet hat­te.

Jüngst for­der­te die Bun­des­bank, das Ren­ten­ein­tritts­al­ter auf 69,4 Jah­re zu erhö­hen und argu­men­tier­te, es gebe auf­grund der gerin­ge­ren Gebur­ten­ra­ten und der stei­gen­den Lebens­er­war­tung ansons­ten eine Finan­zie­rungs­lü­cke im der­zei­ti­gen Ren­ten­sys­tem.

Links­par­tei-Chef Bernd Riex­in­ger wer­te­te die­sen Vor­stoß viel­mehr als eine wei­te­re Ren­ten­kür­zung und ver­weist dar­auf, dass die Finan­zie­rung mit einem soli­da­ri­schen Ren­ten­sys­tem, bei dem alle ein­zahl­ten, “für alle pro­blem­los auch lang­fris­tig” durch­aus gesi­chert sei. Dazu gehör­ten eine Min­dest­ren­te ober­halb des Armuts­ni­veaus und die gene­rel­le Anhe­bung des Ren­ten­ni­veaus auf 53 Pro­zent, sag­te der Lin­ken-Chef der “Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung” (NOZ). Auch die der­zeit hart umstrit­te­ne Grund­ren­te wür­de nichts an der bis­he­ri­gen Situa­ti­on ändern, dass ver­hei­ra­te­te Beam­te bei­spiels­wei­se min­des­tens 1.856 Euro Pen­si­on pro Monat und damit etwa dop­pelt so viel wie die Grund­ren­te erhal­ten.

Geläch­ter – wäh­rend die Gro­Ko über Grund­ren­te strei­tet

Doch dies anzu­fech­ten liegt der Bun­des­re­gie­rung fern, viel­mehr strei­ten sich Uni­on und SPD bis zur Zer­reiss­gren­ze ihrer Gro­ßen Koali­ti­on um die Aus­ge­stal­tung einer Grund­ren­te. Wäh­rend die Sozi­al­de­mo­kra­ten for­dern, dass die Grund­ren­te eine tat­säch­li­che Ver­bes­se­rung für zahl­rei­che Men­schen brin­gen müs­se, pocht die Uni­on dar­auf, dass die Grund­ren­te nur gerecht sei, wenn sie bei denen, und nur bei denen ankom­men wer­de, die tat­säch­lich bedürf­tig sei­en. Und auch mit Blick auf die Arbeits­jah­re dür­fe es “kei­ne Abbruch­kan­ten” geben, so CDU/C­SU-Frak­ti­ons­chef Ralph Brink­haus.

Mehr zum The­ma — Streit um Grund­ren­te zwi­schen Uni­on und SPD wird zur Zer­reiß­pro­be für die Koali­ti­on

Dabei igno­riert die Uni­on unter ande­rem das gene­rel­le Pro­blem, dass heut­zu­ta­ge naht­los durch­ge­hen­de Beschäf­ti­gung den Erwerbs­tä­ti­gen weit­aus sel­te­ner ange­bo­ten wer­den und statt­des­sen Befris­tun­gen immer häu­fi­ger zu unge­woll­ten Brü­chen im Arbeits­le­ben füh­ren. Außer­dem müs­sen vie­le jun­ge Men­schen immer häu­fi­ger ihre Berufs­ein­tritts­chan­cen auch mit unter­be­zahl­ten Stel­len sowie Prak­ti­ka und Volon­ta­ria­ten – oft genug gänz­lich unbe­zahlt – mit ent­spre­chend gerin­gen Sozi­al­ver­si­che­rungs­leis­tun­gen in Erwä­gung zie­hen.

Kanz­le­rin Mer­kel wirbt der­zeit für einen Kom­pro­miss zur Grund­ren­te und muss selbst ein­räu­men, dass vie­le Men­schen vie­le Jah­re nur für sehr nied­ri­ge Ein­kom­men hät­ten arbei­ten kön­nen. Sie kön­ne die Uni­on nur bit­ten, wenn sie Volks­par­tei blei­ben wol­le, dass sie nicht unent­wegt nur über die Bei­spie­le von Vil­len­be­sit­zern erzäh­le. Viel­mehr soll­ten sich die Uni­ons­mit­glie­der mal umgu­cken, wie es beim Bäcker sei oder bei der Rei­ni­gungs­kraft oder in den Logis­tik­un­ter­neh­men. Auch das soll­ten wie­der die Wäh­ler der Uni­on sein, so wie Mit­tel­ständ­ler und Unter­neh­mer, sag­te sie unter gro­ßem Applaus der Abge­ord­ne­ten, wie es hieß.

Die Kanz­le­rin wies dar­auf hin, dass die Ren­ten­ver­si­che­rung nach eige­nen Anga­ben 5.000 neue Mit­ar­bei­ter ein­stel­len müs­se, wenn sie zusätz­lich für die Grund­ren­te zustän­dig wer­den sol­le. Es müss­ten qua­si völ­lig neue Ämter für die Grund­si­che­rung auf­ge­baut wer­den. Das habe man nicht bedacht, als man den Koali­ti­ons­ver­trag ver­han­delt habe. Man habe sich in der Tat vom Wort­laut des Koali­ti­ons­ver­trags ent­fernt – aber nicht, weil die SPD das so gewollt habe, son­dern viel­mehr auch des­we­gen, weil die Uni­on kei­ne Ant­wort dar­auf gehabt habe, wie eine Grund­ren­te admi­nis­triert wer­den könn­te.

SPD-Frak­ti­ons­chef Rolf Müt­zenich unter­strich vor einer Sit­zung sei­ner Frak­ti­on die Bedeu­tung die­ses Pro­jekts für sei­ne Par­tei. “Die Grund­ren­te ist für uns Sozi­al­de­mo­kra­ten ein wich­ti­ger Bestand­teil für unse­re Arbeit in der Koali­ti­on.” Dazu, ob eine Fort­set­zung der Koali­ti­on mit der Uni­on ohne die Grund­ren­te mög­lich sei, äußer­te sich Müt­zenich nicht.

Zugleich zeig­te der SPD-Frak­ti­ons­chef Unver­ständ­nis über den abge­sag­ten Koali­ti­ons­aus­schuss am Mon­tag. Die Arbeits­grup­pe habe sehr gute Arbeit geleis­tet und eine Mög­lich­keit gefun­den, dass die Men­schen nicht mehr als Bitt­stel­ler zum Amt gehen müss­ten, aber den­noch die Grund­ren­te durch eine Ein­kom­mens­prü­fung gerecht zuge­teilt wer­den kön­ne. Er for­der­te die Uni­on auf, die Grund­ren­te “nicht in den inner­par­tei­li­chen Wett­streit der CDU zu neh­men”, und beton­te : “Das haben die Men­schen nicht ver­dient”.

Der FDP-Vor­sit­zen­de Chris­ti­an Lind­ner for­der­te die Gro­ße Koali­ti­on auf, sich ein­zu­ge­ste­hen, dass sie den Streit nicht mehr lösen kön­ne. Bei­de Part­ner hät­ten sich “inein­an­der ver­keilt”, sag­te er. “Des­halb schla­gen wir vor, dass es Gesprä­che über einen frak­ti­ons­über­grei­fen­den Ren­ten­pakt gibt.”

Dabei war es gera­de die FDP, die nach der letz­ten Bun­des­tags­wahl eine ihr ange­bo­te­ne Regie­rungs­mit­ver­ant­wor­tung nicht ange­nom­men hat­te, so dass seit­her zwei Par­tei­en mit­ein­an­der regie­ren, die in die­se Gro­ße Koali­ti­on eigent­lich gar nicht mehr woll­ten.

Mehr zum The­ma — Gro­ße Koali­ti­on will wei­ter­ma­chen – Eigen­lob zur Halb­zeit steht viel­sei­ti­ge Kri­tik gegen­über

RT Deutsch


Macron bezeichnet NATO als “hirntot” — Merkel distanziert sich


Als Bei­spiel führ­te der Staats­chef die tür­ki­sche Mili­tär­of­fen­si­ve in Nord­sy­ri­en an. Ihm zufol­ge wür­den die USA ihren NATO-Part­nern “den Rücken zukeh­ren”, indem sie ihre Trup­pen ohne Abstim­mung aus der Regi­on zurück­ge­zo­gen haben, in der EU-Inter­es­sen “auf dem Spiel ste­hen”.

Was wir der­zeit erle­ben ist der Gehirn­tod der NATO”, sag­te Macron gegen­über dem bri­ti­schen Wirt­schafts­ma­ga­zin The Eco­no­mist und führ­te fer­ner aus, dass es bei stra­te­gi­schen Ent­schei­dun­gen kei­ne Koor­di­nie­rung zwi­schen den NATO-Län­dern und den USA gebe.

Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent warn­te Euro­pa, “am Ran­de eines Abgrunds” zu ste­hen und Gefahr zu lau­fen, nicht mehr selbst über sein Schick­sal bestim­men zu kön­nen. Er rief die Uni­on nach­drück­lich auf, “auf­zu­wa­chen” und sich selbst mehr um sei­ne eige­ne Ver­tei­di­gung zu küm­mern.

Dar­über hin­aus zwei­fel­te er unter den aktu­el­len Umstän­den die Gül­tig­keit des Arti­kels 5 des Nord­at­lan­tik­pak­tes an, laut dem ein Angriff auf ein NATO-Mit­glied als Angriff auf alle betrach­tet wird.

Mer­kel geht auf Distanz zu Macron 

Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel hat Macrons Vor­wurf mit deut­li­chen Wor­ten zurück­ge­wie­sen. Sie sag­te am Don­ners­tag in Ber­lin am Ran­de eines Besuchs von NATO-Gene­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg : “Die­se Sicht­wei­se ent­spricht nicht mei­ner.”

Macron habe “dras­ti­sche Wor­te” gewählt. “Ein sol­cher Rund­um­schlag ist nicht nötig”, auch wenn sich die NATO-Part­ner zusam­men­rau­fen müss­ten. Euro­pa müs­se sein Schick­sal etwas mehr in die eige­nen Hän­de neh­men, aber das trans­at­lan­ti­sche Bünd­nis sei unab­ding­bar.

Stol­ten­berg sag­te dazu, die NATO sei stark. Sie habe ihre kol­lek­ti­ve Sicher­heit vor­an­ge­trie­ben. Aber jeder Ver­such, Euro­pa von Ame­ri­ka zu ent­fer­nen, gefähr­de auch die EU. Man müs­se zusam­men­ar­bei­ten und die NATO wei­ter stär­ken.

Mehr zum The­ma — Total­ver­sa­gen des “Wer­te­wes­tens” in Syri­en – Wütend-resi­gnier­tes Ein­ge­ständ­nis der Macher

RT Deutsch


Bosnien-Herzegowina : Kommunen verhindern Verteilung von Migranten – Krise spitzt sich zu


Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na ver­wan­delt sich zuneh­mend in ein Sam­mel­be­cken für Migran­ten, die auf ihrem Weg nach West­eu­ro­pa an der Gren­ze zu Kroa­ti­en gestoppt wur­den. Im Land sol­len sich der­zeit nach Schät­zun­gen etwa 8.000 ille­gal Ein­ge­reis­te auf­hal­ten. Vor allem die Orte Bihać und Veli­ka Kla­duša sowie anlie­gen­de Dör­fer im Kan­ton Una-Sana müs­sen die Last der Migran­ten­kri­se tra­gen. Rund 7.000 der ille­gal Ein­ge­reis­ten sol­len sich der­zeit dort auf­hal­ten. Fast täg­lich kom­men laut Schät­zun­gen mehr als 100 Men­schen in die Orte. Ande­re Gemein­den im Land weh­ren sich jedoch vehe­ment dage­gen, die Geflüch­te­ten auf­zu­neh­men.

Situa­ti­on vor Eska­la­ti­on – Ver­tei­lung lan­des­weit vehe­ment ver­hin­dert 

Da Ungarn 2015 sei­ne Süd­gren­zen zu Ser­bi­en und Kroa­ti­en mit Zäu­nen abge­sperrt hat, hat sich die Haupt­schie­ne der soge­nann­ten Bal­kan­rou­te nach Wes­ten ver­la­gert und ver­läuft nun über Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na. Seit 2015 hat Bos­ni­en rund 42.000 Ankünf­te regis­triert. Vor etwa zwei Jah­ren, als die Migran­ten­strö­me ver­stärkt ein­setz­ten, wur­den die Geflüch­te­ten zunächst wohl­wol­lend emp­fan­gen. Gro­ße Hilfs­be­reit­schaft herrsch­te in den betrof­fe­nen Kom­mu­nen an der Gren­ze zu Kroa­ti­en. Die Men­schen hat­ten selbst einen Krieg erlebt und fühl­ten mit den Geflüch­te­ten. Doch nun plat­zen die Unter­künf­te aus allen Näh­ten, und in der Bevöl­ke­rung macht sich Unmut breit. 

Die Stadt Bihać etwa hat­te vor ein paar Tagen die Ver­sor­gung des Lagers Vučjak ein­ge­stellt. Dort wer­den aus­schließ­lich Män­ner unter­ge­bracht. Sie fühlt sich vom Zustrom der Migran­ten über­for­dert und zeit­gleich von der Zen­tral­re­gie­rung in Sara­je­vo im Stich gelas­sen. Nun leis­tet dort das Rote Kreuz die Ver­sor­gung mit­hil­fe von Spen­den. Bür­ger­meis­ter Šuh­ret Faz­lić erklär­te vor eini­gen Tagen :

Ab Mon­tag gibt es kein Was­ser und auch kein Essen für die Flücht­lin­ge. Wir las­sen die Lage eska­lie­ren, um Sara­je­vo end­lich zum Han­deln zu zwin­gen. 

Die letz­ten Medi­en­be­rich­te ver­stär­ken die nega­ti­ve Stim­mung im Land. So etwa wur­de bekannt, dass in einem Flücht­lings­la­ger in Veli­ka Kla­duša zwei Mala­ria-Erkran­kun­gen regis­triert wur­den. Dies berich­te­te Ner­mi­na Ćemal­o­vić, Gesund­heits­mi­nis­te­rin des Kan­tons, gegen­über bos­ni­schen Medi­en. Sie ver­wies zudem dar­auf, dass Migran­ten mit Infek­ti­ons­krank­hei­ten wie Tuber­ku­lo­se vor­zei­tig die Kli­ni­ken ver­las­sen wür­den und nicht mehr auf­find­bar sei­en. Damit stell­ten sie auch für die loka­le Bevöl­ke­rung eine Gefahr dar. 

Der lang­sam nahen­de Win­ter wird die Migran­ten­kri­se jedoch zuspit­zen. Ande­re Kom­mu­nen zei­gen sich aber nicht bereit, die Last zu tei­len. Der gesamt­staat­li­che Sicher­heits­mi­nis­ter Dra­gan Mek­tić erklär­te dazu jüngst :

In der Repu­bli­ka Srps­ka (dem ser­bi­schen Teil Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­nas) will man nichts von Migran­ten­un­ter­künf­ten wis­sen. Die glei­che Situa­ti­on haben wir auch in der Föde­ra­ti­on (dem bos­nia­kisch-kroa­ti­schen Teil). Kei­ne Kom­mu­ne stellt uns einen Stand­ort zur Ver­fü­gung. 

Fünf bis sechs Migran­ten-Zen­tren könn­ten in kür­zes­ter Zeit errich­tet oder bestehen­de Gebäu­de adap­tiert wer­den, kei­ne Kom­mu­ne möch­te dafür ein Grund­stück zur Ver­fü­gung stel­len. Dabei woll­ten fast alle Migran­ten nach West­eu­ro­pa, so Mek­tić. Ledig­lich rund fünf Pro­zent der Ein­ge­reis­ten hät­ten bis­her einen Asyl­an­trag gestellt.

Mehr zum The­ma — Ver­tei­lung von Asyl­be­wer­bern : Polen, Ungarn und Tsche­chi­en sol­len gegen Uni­ons­recht ver­sto­ßen haben

RT Deutsch


Resolution : US-Repräsentantenhaus stellt sich hinter Impeachment-Ermittlungen gegen Trump


Schon seit Wochen lau­fen Unter­su­chun­gen gegen Donald Trump, die zu einer Amts­ent­he­bung des Prä­si­den­ten füh­ren könn­ten. Nun heben die Demo­kra­ten die Ermitt­lun­gen per Kon­gress-Beschluss auf eine neue Ebe­ne — auch als Reak­ti­on auf die Total-Blo­cka­de aus dem Wei­ßen Haus.
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Früherer Clinton-Berater : Hillary hält sich für von Gott gesandt, um US-Präsidentin zu werden


Dick Mor­ris, ehe­ma­li­ger Bera­ter und Spin-Doc­tor von Bill Clin­ton, erwar­tet, dass Hil­la­ry Clin­ton bald in das Kan­di­da­ten­ren­nen der US-Demo­kra­ten ein­steigt. Mor­ris, der von 1978 bis 1996 für den frü­he­ren US-Prä­si­den­ten und vor­ma­li­gen Gou­ver­neur von Arkan­sas arbei­te­te, sag­te im Inter­view mit John Catsi­ma­ti­dis :

Die Fra­ge ist im Moment, ob Hil­la­ry Clin­tons Geist her­aus­kom­men und in die Wahl ein­stei­gen wird. Mein Gefühl sagt mir, dass sie es will, dass sie sich dazu berech­tigt fühlt, dazu gezwun­gen sieht, sie hat das Gefühl, dass Gott sie auf die Erde gesandt hat, um das zu tun. Aber sie zögert, weil sie merkt, dass das Timing schlecht ist.

Nach Mor­ris’ Auf­fas­sung war­tet Hil­la­ry Clin­ton, dass Joe Biden, des­sen Wahl­kampf zuneh­mend in Schwie­rig­kei­ten gerät, aus dem Ren­nen aus­steigt :

Sie muss war­ten, bis Biden aus­steigt, weil er offen­sicht­lich als Nächs­ter dran ist, und wenn er geht, gibt es eine Gele­gen­heit für sie.

An die­sem Punkt wer­de die Par­tei nach einem “gemä­ßig­ten” Kan­di­da­ten suchen, der die “lin­ke” Sena­to­rin Eliza­beth War­ren schla­gen kön­ne.

Mor­ris, der nach einem Sex­skan­dal 1996 Clin­tons Wahl­kampf­team ver­las­sen muss­te und sich seit­dem wie­der­holt kri­tisch über sei­nen frü­he­ren Chef und des­sen Frau geäu­ßert hat, sieht Hil­la­ry Clin­tons Rol­le in den Sex­skan­da­len ihres Man­nes als größ­te Gefahr für sie. Sie müs­se fürch­ten, ins Visier der “Me-Too-Bewe­gung” zu gera­ten. Den­noch :

Täu­schen Sie sich nicht : Sie will es, sie plant es, und sie wird alles tun, um es zu errei­chen.

Dass Clin­ton sich von Gott für das Prä­si­den­ten­amt beru­fen füh­len soll, klingt für deut­sche Ohren son­der­bar, wäre aber im US-ame­ri­ka­ni­schen Poli­tik­be­trieb nicht unge­wöhn­lich. Auch Prä­si­dent Donald Trump, der als ver­gleichs­wei­se wenig reli­gi­ös gilt, redet immer wie­der gern von Gott und lässt sich auch schon mal beim öffent­li­chen Gebet ablich­ten, wie hier im Jahr 2017.

Früherer Clinton-Berater: Hillary hält sich für von Gott gesandt, um US-Präsidentin zu werden

Die Dok­trin des “Mani­fest Desti­ny” aus dem 19. Jahr­hun­dert lei­te­te die US-ame­ri­ka­ni­sche Expan­si­on in Rich­tung Wes­ten aus einer angeb­lich gött­li­chen Bestim­mung ab und fin­det ihre Fort­set­zung im auch heu­te noch wirk­sa­men US-ame­ri­ka­ni­schen Exzep­tio­na­lis­mus, laut dem die USA auf­grund einer ver­meint­li­chen Bei­spiel­haf­tig­keit eine bevor­zug­te Stel­lung in der Welt ein­neh­men – und letzt­lich mit ihr tun und las­sen kön­nen, was ihnen gefällt.

Dass auch Hil­la­ry Clin­ton ihr poli­ti­sches Han­deln – wenigs­tens nach Aus­sa­ge von Mor­ris – reli­gi­ös begrün­det und sich für von Gott gesandt hält, um Prä­si­den­tin zu wer­den, sorg­te in den sozia­len Netz­wer­ken für eini­ge empör­te und spöt­ti­sche Reak­ti­on. Ein Nut­zer nann­te sie eine “arro­gan­te Nar­zis­sis­tin”, ein ande­rer schrieb ein­fach : “Was ist sie ? Die elf­te bibli­sche Pla­ge?”

Mehr zum The­ma — Sie ist wie­der da – Hil­la­ry Clin­ton soll 2020 erneut als Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tin antre­ten

RT Deutsch


Erwischt : Hier krallen sich die USA gerade das syrische Öl


Mehr zum The­ma — Trump legt Kar­ten auf den Tisch : “Wer­den Öl in Syri­en mit US-Ein­hei­ten sichern”

Schwe­re Vor­wür­fe an die Adres­se Washing­tons : Das rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um ver­öf­fent­lich­te Satel­li­ten­bil­der, die einen mas­si­ven Ölschmug­gel der USA aus Syri­en bele­gen sol­len. Laut dem Minis­te­ri­um bestä­ti­gen die Bil­der, dass “syri­sches Öl, sowohl vor als auch nach der Nie­der­la­ge des isla­mi­schen Staats, unter dem zuver­läs­si­gen Schutz des US-Mili­tärs aktiv geför­dert und dann in Tank­wa­gen zur Wei­ter­ver­ar­bei­tung außer­halb Syri­ens geschickt wer­de”.

Erwischt: Hier krallen sich die USA gerade das syrische Öl
Meh­re­re Fahr­zeu­ge in Syri­en, Pro­vinz Deir ez-Zor, 10 km öst­lich von Al-Maya­din, 8. Sep­tem­ber 2019.

Das rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um wider­sprach damit offi­zi­ell der Dar­stel­lung Washing­tons, wonach die US-Trup­pen ledig­lich die Ölquel­len vor isla­mis­ti­schen Ter­ro­ris­ten oder “ande­ren desta­bi­li­sie­ren­den Akteu­ren” “schüt­zen” wür­den. Russ­land for­dert seit lan­gem den kom­plet­ten Abzug der US-Sol­da­ten aus Syri­en.

Erwischt: Hier krallen sich die USA gerade das syrische Öl
Fahr­zeu­ge in Syri­en, Pro­vinz al-Hasa­ka, 8 km west­lich von asch-Schad­da­di, 5. Sep­tem­ber 2019.

Die USA hät­ten weder nach inter­na­tio­na­lem noch nach US-Recht das Man­dat, ihre mili­tä­ri­sche Prä­senz in Syri­en zu erhö­hen, erklär­te das rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um. Gene­ral­ma­jor Igor Kona­schen­kow ging sogar so weit, den USA “staat­li­ches Ban­di­ten­tum” vor­zu­wer­fen. Dem syri­schen Volk sei­ne Boden­schät­ze vor­zu­ent­hal­ten, sei weder mit US-Recht noch mit inter­na­tio­na­len Stan­dards ver­ein­bar.

Erwischt: Hier krallen sich die USA gerade das syrische Öl
Ölsam­mel­sta­ti­on Daman, Syri­en, Pro­vinz Deir ez-Zor, 42 km öst­lich von Deir ez-Zor, 23. August 2019.

Kona­schen­kow wies zudem dar­auf hin, dass die Ölför­de­rung sogar unter Umge­hung jener Sank­tio­nen erfol­ge, die die USA selbst gegen Syri­en ver­hängt hät­ten. Laut rus­si­schem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um machen die USA pro Monat rund 30 Mil­lio­nen US-Dol­lar (rund 27 Mil­lio­nen Euro) Gewinn mit die­sem ille­ga­len Han­del. Bei einem der­art lukra­ti­ven Geschäft ohne Steu­ern und ohne staat­li­che Kon­trol­le wer­de Washing­ton die Ölfel­der wohl ewig aus­beu­ten wol­len, so Kona­schen­kow.

Erwischt: Hier krallen sich die USA gerade das syrische Öl
Meh­re­re Fahr­zeu­ge in Syri­en, Pro­vinz Deir ez-Zor, 10 km öst­lich von Al-Maya­din, 8. Sep­tem­ber 2019.

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RT Deutsch


Schüsse vor Moschee in Frankreich : 84-Jähriger wollte sich für Notre-Dame rächen


Das Motiv des 84-jäh­ri­gen Man­nes, der am Mon­tag im süd­fran­zö­si­schen Bayon­ne zwei Senio­ren vor einer Moschee ange­schos­sen hat, ist nun bekannt. Der Täter woll­te sich nach Poli­zei­an­ga­ben für den ver­hee­ren­den Brand von Not­re-Dame in Paris rächen.
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