Emden : Explosion ereignet sich in Wohnhaus – 64-Jähriger lebensgefährlich verletzt


Bei einer Explo­si­on im Kel­ler eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses in Emden (Nie­der­sach­sen) ist ein 64 Jah­re alter Bewoh­ner lebens­ge­fähr­lich ver­letzt wor­den. Ers­ten Erkennt­nis­sen zufol­ge hat­te er an einem Tre­sor gear­bei­tet.
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Merkel trifft sich bei Uno mit Trump und Rohani – direkte Gespräche begrüßt


Bei der 74. UN-Voll­ver­samm­lung hat Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel mit dem US-Prä­si­den­ten Donald Trump und anschlie­ßend mit dem ira­ni­schen Prä­si­den­ten Hassan Roha­ni gespro­chen. Dar­auf­hin begrüß­te sie die Mög­lich­keit direk­ter Gesprä­che zwi­schen den bei­den Län­dern.
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Venezuela : Regierung und Teile der Opposition einigen sich – Guaidó bricht Dialog mit Maduro ab


Die vene­zo­la­ni­sche Regie­rung und ein gemä­ßig­ter Teil der Oppo­si­ti­on unter­zeich­ne­ten ver­gan­ge­ne Woche ein Abkom­men im Rah­men des “Mesa Nacio­nal de Diá­lo­go por la Paz” (Natio­na­ler Ver­hand­lungs­tisch für den Frie­den), in dem sie seit meh­re­ren Mona­ten zusam­men­ar­bei­ten.

Die­se ers­te Ver­ein­ba­rung zwi­schen der Regie­rung und der Oppo­si­ti­on umfasst fol­gen­de Punk­te :

  • Rück­kehr der Par­la­ments­frak­ti­on der regie­ren­den Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Par­tei Vene­zue­las (PSUV) und alli­ier­ter Bewe­gun­gen in das natio­na­le Par­la­ment (Asam­blea Nacio­nal, AN);
  • Neu­be­set­zung des Natio­na­len Wahl­ra­tes (Con­se­jo Nacio­nal Elec­to­ral, CNE) und Garan­tie des Abstim­mungs­ver­fah­rens ;
  • Auf­for­de­rung an das Jus­tiz­sys­tem, sich über die Wahr­heits­kom­mis­si­on auf Maß­nah­men zur Lösung des Frei­heits­ent­zu­ges in den Fäl­len zu eini­gen, in denen das vene­zo­la­ni­sche Rechts­sys­tem dies zulässt ;
  • Bekräf­ti­gung und Ver­tei­di­gung der Rech­te Vene­zue­las am Gebiet Ese­qui­ba Guya­na im Rah­men poli­ti­scher Ver­hand­lun­gen ;
  • Zurück­wei­sen der Sank­tio­nen und For­de­rung nach deren sofor­ti­ger Auf­he­bung ;
  • Aus­ar­bei­tung eines Pro­gramms für den Aus­tausch von Öl für Lebens­mit­tel, Arz­nei­mit­tel und Gütern der Grund­ver­sor­gung gemäß den Mecha­nis­men der Ver­ein­ten Natio­nen

Bei den ver­hand­lungs­be­rei­ten Tei­len der Oppos­ti­on han­delt es sich um klei­ne­re Par­tei­en und Bünd­nis­se. Nam­haf­tes­ter Ver­tre­ter ist dabei die Par­tei Avan­za Pro­gre­sis­ta des frü­he­ren Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten der Oppo­si­ti­on Hen­ry Fal­cón. Die­ser trat bei den Wah­len 2018 gegen den amtie­ren­den vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro an und konn­te gut 21 Pro­zent der Wäh­ler­stim­men auf sich ver­ei­ni­gen. Damit setz­te Fal­cón sich bereits damals von der Stra­te­gie des Wahl­boy­kotts ande­rer Oppos­ti­ons­par­tei­en wie der Vol­un­tad Popu­lar von Juan Guai­dó und Leo­poldo López ab.

Prä­si­dent Madu­ro äußer­te sich zufrie­den über die mit einem Teil der Oppo­si­ti­on erziel­te Eini­gung, die er als “klu­gen und not­wen­di­gen Schritt” für den Frie­den und die Sta­bi­li­tät des latein­ame­ri­ka­ni­schen Lan­des bezeich­ne­te, das sich in einer tie­fen wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Kri­se befin­det. Madu­ro dank­te der nor­we­gi­schen Regie­rung für ihre Ver­mitt­lungs­be­mü­hun­gen und ver­si­cher­te, dass ande­re poli­ti­sche Kräf­te, die ihn als Prä­si­den­ten ableh­nen, an den Ver­hand­lun­gen teil­neh­men kön­nen.

Rück­kehr ins Par­la­ment, Erneue­rung des Wahl­ra­tes und “offe­ne Türen”

Zu den bedeu­tends­ten Punk­ten der Ver­ein­ba­rung zählt die Rück­kehr der Regie­rungs­frak­ti­on in das natio­na­le Par­la­ment (AN). Deren Abge­ord­ne­te hat­ten die Teil­nah­me an den Sit­zun­gen des Par­la­ments mit der Begrün­dung ein­ge­stellt, dass sich die­ses Gre­mi­um unter “Miss­ach­tung” der Urtei­le des Obers­ten Gerichts­hofs (TSJ) kon­sti­tu­iert hat­te.

Wir wol­len, dass die Natio­nal­ver­samm­lung aus dem Zustand der Miss­ach­tung her­aus­kommt, des­halb ist es ein gewal­ti­ges Abkom­men”, kom­men­tier­te Madu­ro die­sen Teil der Über­ein­kunft.

Hin­sicht­lich der Eini­gung, die Behör­den des Natio­na­len Wahl­ra­tes (CNE) zu erneu­ern, der für die Orga­ni­sa­ti­on der Wah­len in dem latein­ame­ri­ka­ni­schen Land zustän­dig ist, sag­te der Prä­si­dent :

Wir waren stets offen für die weit­rei­chends­ten Garan­ti­en dafür, dass die kom­men­den Wah­len eine brei­te poli­ti­sche Betei­li­gung haben wer­den.

Der Minis­ter für Kom­mu­ni­ka­ti­on, Jor­ge Rodríguez, erklär­te, die Regie­rung sei wei­ter­hin bereit, die Ver­hand­lun­gen fort­zu­set­zen :

Wir haben uns kei­ner Initia­ti­ve ver­schlos­sen, um unter Vene­zo­la­nern die Pro­ble­me zu lösen, die nur die Vene­zo­la­ner ange­hen, und wir wer­den uns dem auch zukünf­tig nicht.

Der “Natio­na­le Ver­hand­lungs­tisch für den Frie­den” wur­de ein­ge­rich­tet, um eine “poli­ti­sche Lösung” im Rah­men der vene­zo­la­ni­schen Ver­fas­sung zu errei­chen, sag­te der Minis­ter. Es gibt Teil­ver­ein­ba­run­gen und eine offe­ne Agen­da für ande­re poli­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen, die sich anschlie­ßen wol­len, so Rodríguez wei­ter.

Ein ande­rer Weg als der des Has­ses”

Der Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­te der an der Eini­gung betei­lig­ten Oppo­si­ti­ons­par­tei Cam­bie­mos Timo­teo Zam­bra­no ver­wies auf den drei­mo­na­ti­gen Pro­zess, der dem Abkom­men vor­an­ge­gan­gen war, und for­der­te, “die ver­lo­re­ne Zeit auf­zu­ho­len”. “Wir wol­len (…) einen ande­ren Weg als den des Has­ses.”

Wir haben ent­schie­den, einen Schritt vor­an­zu­ge­hen”, unter­strich Zam­bra­no und bat die Regie­run­gen rund um den Glo­bus um deren Unter­stüt­zung.

Der Zweck hei­ligt nicht die Mit­tel. Wir haben den gemein­sa­men Wil­len, einen grund­le­gen­den Pro­zess für einen ‘Natio­na­len Ver­hand­lungs­tisch für Vene­zue­la’ ein­zu­lei­ten.

Zam­bra­no ver­si­cher­te, dass dies die ers­te in einer Rei­he von Ver­ein­ba­run­gen ist, die dar­auf abzie­len, “die Hin­der­nis­se zu besei­ti­gen, die der Demo­kra­tie scha­den”:

Es ist kein ein­fa­cher Weg, aber er ist anders. Wir ver­pflich­ten uns zu trans­pa­ren­tem und seriö­sem Han­deln.

Die Reak­ti­on von Guai­dó

Der Oppo­si­ti­ons­ab­ge­ord­ne­te und Vor­sit­zen­de des ent­mach­te­ten Par­la­ments Juan Guai­dó, der als selbst ernann­ter “Inte­rims­prä­si­dent” über kei­ner­lei tat­säch­li­che Regie­rungs­macht in Vene­zue­la ver­fügt und inter­na­tio­nal ledig­lich von einer Min­der­heit der Staa­ten­ge­mein­schaft aner­kannt wird, hat­te einen Tag zuvor erklärt, dass er den Dia­log mit der Madu­ro-Regie­rung unter der Schirm­herr­schaft Nor­we­gens nicht fort­set­zen wird. Als Grund nann­te er, dass sein Vor­schlag zur Lösung der poli­ti­schen Kri­se von der Regie­rung nicht akzep­tiert wor­den war.

Dem Mit­glied der Füh­rungs­rie­ge der rechts­ge­rich­te­ten Par­tei Vol­un­tad Popu­lar zufol­ge beinhal­te­te sein Vor­schlag fol­gen­de Punk­te : den Rück­tritt Madu­ros vom Amt des Prä­si­den­ten, den Rück­zug sei­ner selbst von der “Inte­rims­prä­si­dent­schaft”, die er nach sei­ner Selbst­er­nen­nung im Janu­ar letz­ten Jah­res über­nom­men hat­te, und die “Bil­dung eines plu­ra­lis­ti­schen Regie­rungs­ra­tes”, der den Ein­tritt der “huma­ni­tä­ren Hil­fe” und die Durch­füh­rung von “frei­en Wah­len” erleich­tern wür­de.

Dar­über hin­aus bekräf­tig­te Guai­dó, dass die Maß­nah­men zur Aus­übung von Druck “inner­halb und außer­halb Vene­zue­las zuneh­men wer­den, um eine end­gül­ti­ge Lösung der Kri­se zu errei­chen”.

Die Vor­ge­schich­te der Ver­hand­lun­gen

Die von der Dele­ga­ti­on unter der Lei­tung Guai­dós am 15. Sep­tem­ber ver­las­se­ne neue Gesprächs­run­de hat­te Mit­te Mai mit der Ver­mitt­lung der nor­we­gi­schen Regie­rung begon­nen, vier Mona­te nach der Selbst­er­nen­nung Guai­dós zum “Inte­rims­prä­si­den­ten”.

Eine vor­an­ge­gan­ge­ne Ver­hand­lungs­run­de war im Janu­ar 2018 abge­bro­chen wor­den, nach­dem die Dele­gier­ten der Oppo­si­ti­on den Ver­hand­lungs­tisch mit der Begrün­dung ver­lie­ßen, dass die Bedin­gun­gen eines vor­he­ri­gen Abkom­mens abge­än­dert wor­den sein. Abge­sand­te der Regie­rung erklär­ten sei­ner­zeit, dass ein Dele­ga­ti­ons­mit­glied der Oppo­si­ti­on, Julio Bor­ges, vor der Unter­zeich­nung einer Über­ein­kunft einen Tele­fon­an­ruf erhielt, der den Abschluss einer Ver­ein­ba­rung ver­hin­der­te.

Nach dem Schei­tern der dama­li­gen Ver­hand­lun­gen unter­zeich­ne­te die Regie­rung Madu­ro eine Ver­ein­ba­rung mit dem wei­ter­hin gesprächs­be­rei­ten und gemä­ßig­ten klei­ne­ren Teil der Oppo­si­ti­on, die sich zur Teil­nah­me an den Prä­si­dent­schafts­wah­len von 2018 bereit erklär­te.

Die gegen­wär­ti­gen neu­en Ver­hand­lun­gen fin­den auf der Kari­bik­in­sel Bar­ba­dos statt, auf die sie nach ers­ten Begeg­nun­gen in der nor­we­gi­schen Haup­stadt Oslo ver­legt wor­den waren. Aus Pro­test gegen die Zustim­mung des Guai­dó-Lagers zur Ver­schär­fung der Wirt­schafts- und Finanz­sank­tio­nen der Ver­ei­nig­ten Staa­ten gegen Vene­zue­la hat­te sich deren Regie­rungs­de­le­ga­ti­on von den Gesprä­chen zurück­ge­zo­gen.

Dage­gen erklär­te Guai­dó, dass sein “Vor­schlag” wäh­rend der Gesprächs­run­de auf Bar­ba­dos der wah­re Grund für den Rück­zug der Madu­ro-Dele­ga­ti­on vom Ver­hand­lungs­tisch gewe­sen war. Die nun­mehr getrof­fe­ne Ver­ein­ba­rung zwi­schen der Regie­rung und Tei­len der Oppo­si­ti­on steht in einem beacht­li­chen Kon­trast zur Agen­da der Guai­dó-Frak­ti­on, die ein­mal mehr in den Ruf des Erfül­lungs­ge­hil­fen außen­po­li­ti­scher Inter­es­sen der USA gerät.

Mehr zum The­ma — Geschei­ter­ter Putsch in Vene­zue­la – Wer stand auf wes­sen Sei­te ?

RT Deutsch


Ukraine will sich nicht an Steinmeier-Formel halten


Hin­ter­grund ist ein neu­er Streit um die soge­nann­te “Stein­mei­er-For­mel” für das Kriegs­ge­biet Don­bass. Die nach dem Bun­des­prä­si­den­ten und Ex-Außen­mi­nis­ter Frank-Wal­ter Stein­mei­er (SPD) benann­te For­mel sieht vor, dass die von der Ukrai­ne abtrün­ni­gen Regio­nen Lug­ansk und Donezk einen vor­läu­fi­gen Son­der­sta­tus erhal­ten. Die­ser Punkt wur­de auch in die Mins­ker Abkom­men auf­ge­nom­men, zu denen sich die Ukrai­ne, die bei­den selbst ernann­ten Volks­re­pu­bli­ken und die Garan­tie­mäch­te Russ­land, Deutsch­land und Frank­reich mit ihren Unter­schrif­ten bekannt haben.

Russ­land wirft der Ukrai­ne nach Gesprä­chen der Kon­takt­grup­pe in die­ser Woche vor, sich nicht an die­se Ver­ein­ba­rung zu hal­ten. Stein­mei­er hat­te sie als Außen­mi­nis­ter mit aus­ge­han­delt. Viel­mehr will die Ukrai­ne dem Ver­neh­men nach nun zuerst eine Ent­waff­nung in den Gebie­ten errei­chen, dort die Kon­trol­le zurück­er­lan­gen und dann erst Wah­len anset­zen.

Um die neue Ent­wick­lung ging es auch in einem Tele­fo­nat von Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) mit sei­nem rus­si­schen Amts­kol­le­gen Ser­gej Law­row, wie das Außen­mi­nis­te­ri­um in Mos­kau am Abend mit­teil­te. Details zu dem Gespräch auf Initia­ti­ve der deut­schen Sei­te wur­den nicht bekannt.

Der Spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten, Dmi­tri Pes­kow, kri­ti­sier­te, dass die Ukrai­ne damit die Ver­ein­ba­run­gen der Mins­ker Abkom­men von 2015 ändern und neue Bedin­gun­gen stel­len wol­le. Er führ­te das auch als eine Erklä­rung dafür an, war­um der von Frank­reich und Deutsch­land immer wie­der gefor­der­te Gip­fel mit der Ukrai­ne und Russ­land im soge­nann­ten Nor­man­die-For­mat nicht zustan­de kommt.

Für einen Gip­fel sei es nötig, auf dem Bis­he­ri­gen auf­zu­bau­en und wei­te­re Ergeb­nis­se in den Blick zu neh­men. “Jetzt hat die Ukrai­ne ihre Posi­ti­on ver­än­dert”, sag­te Pes­kow. Am 7. Sep­tem­ber hat­ten Kiew und Mos­kau 70 Gefan­ge­ne aus­ge­tauscht – 35 auf jeder Sei­te. Das war in Russ­land, aber auch inter­na­tio­nal als Zei­chen mög­li­cher Fort­schrit­te bei einer Lösung des Ukrai­ne-Kon­flikts gewer­tet wor­den. Obwohl sich die Ukrai­ne seit Jah­ren wei­gert, die Mins­ker Abkom­men umzu­set­zen, wer­fen die USA und Deutsch­land dies immer wie­der Russ­land vor. Was genau Mos­kau davon nicht umset­zen soll, konn­ten die Regie­rungs­spre­cher aber auf Nach­fra­ge von RT bei der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz nicht beant­wor­ten.

Mehr zum The­ma — Bla­ma­ge bei BPK : Regie­rungs­spre­cher kann Vor­wür­fe gegen Russ­land zu Minsk II nicht bele­gen 

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Siemens sichert sich Kraftwerksauftrag im Irak


Wie das Unter­neh­men mit Sitz in Ber­lin und Mün­chen am Sams­tag mit­teil­te, habe man mit dem ira­ki­schen Ener­gie­mi­nis­te­ri­um eine Über­ein­kunft über den Wie­der­auf­bau der Kraft­wer­ke Bai­dschi 1 und 2 unter­schrie­ben. Das sei ein ent­schei­den­der Schritt in der Stra­te­gie des Unter­neh­mens, das ira­ki­sche Ener­gie­netz aus­zu­bau­en. Der Wie­der­auf­bau der bei­den Kraft­wer­ke in Bai­dschi mar­kie­re die zwei­te Pha­se der soge­nann­ten “Road­map” im Irak und stel­le das bis­lang größ­te Pro­jekt in Bezug auf die Strom­ka­pa­zi­tät dar.

Nach Anga­ben von Sie­mens sol­len die Arbei­ten begin­nen, sobald die Über­ein­kunft vom ira­ki­schen Minis­ter­rat bestä­tigt und eine Rege­lung mit dem Finanz­mi­nis­te­ri­um erreicht wird. Sie­mens wird für das Pro­jekt unter ande­rem Gas­tur­bi­nen, Gene­ra­to­ren und Kon­troll­sys­te­me bereit­stel­len. Der Auf­trag wird zusam­men mit dem ägyp­ti­schen Unter­neh­men Oras­com abge­wi­ckelt. Der Irak will die Ener­gie­ver­sor­gung des Lan­des deut­lich aus­bau­en. Neben Sie­mens buhlt auch US-Kon­kur­rent Gene­ral Elec­trics um die Aus­trä­ge. Ins­ge­samt geht es um Auf­trä­ge von rund 14 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (12,5 Mil­li­ar­den Euro).

Mehr zum The­ma — Sie­mens ergat­tert Groß­auf­trag in umstrit­te­ner US-Basis Guan­tá­na­mo

Die Kraft­wer­ke in Bai­dschi waren von Kämp­fern der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on Isla­mi­scher Staat (IS) zer­stört wor­den. Im Som­mer 2014 muss­te eine Grup­pe Sie­mens-Tech­ni­ker aus dem Gebiet geret­tet wer­den, als die Isla­mis­ten die Gegend rund 250 Kilo­me­ter nörd­lich der Haupt­stadt Bag­dad ein­nah­men. (dpa)

Mehr zum The­ma — Grü­ne Zukunft ? Der Traum von der sau­be­ren Ener­gie treibt schmut­zi­gen Mine­ra­li­en­ab­bau an

RT Deutsch


Schwedische Kleinstadt wehrt sich gegen staatliche Verteilung neuer Migranten


Zwi­schen Janu­ar und August die­ses Jah­res bean­trag­ten 14.066 Per­so­nen in Schwe­den Asyl. Im gesam­ten vor­he­ri­gen Jahr waren es 21.502 Asyl­an­trä­ge. Die größ­te Grup­pe stammt dabei aus Syri­en. Migran­ten mit einer Auf­ent­halts­be­rech­ti­gung wer­den durch die schwe­di­sche Ein­wan­de­rungs­be­hör­de (Migra­ti­ons­ver­ket) auf die Gemein­den ver­teilt. Die­se ist durch das “Bosätt­nings­lag” (Nie­der­las­sungs­ge­setz) gere­gelt. Seit dem Jahr 2016 hat es Gül­tig­keit. 

Am Mon­tag beschlos­sen Kom­mu­nal­po­li­ti­ker in der Gemein­de Söl­ves­borg, sich gegen die Ver­tei­lung von Migran­ten, auf Schwe­disch “Nyan­län­da” (Neu­an­kömm­lin­ge), zu weh­ren. Söl­ves­borg ist eine schwe­di­sche Klein­stadt an der Ost­küs­te, die für ihren Mit­tel­al­ter­markt sowie das Swe­den Rock Fes­ti­val bei Tou­ris­ten bekannt ist. 

Die Stadt­rä­tin Loui­se Eri­x­on sag­te : 

Wir wol­len uns die­se Kos­ten nicht auf­drü­cken las­sen. Und wir wol­len auch kei­ne Gegen­den, in denen aus­ge­grenzt wird, wie es in ande­ren Gemein­den der Fall ist. Statt­des­sen wol­len wir han­deln, bevor es zu spät ist. 

Der Plan von Schwe­den­de­mo­kra­ten, Mode­ra­ten, Christ­de­mo­kra­ten und der loka­len SoL-Par­tei der Gemein­de umfasst 200 Punk­te. Die Wün­sche der Gemein­de bezüg­lich Migra­ti­on wer­den nun vor­wie­gend in der schwe­di­schen Pres­se dis­ku­tiert. 

Hier­in wehrt man sich auch gegen Kopf­tü­cher bei Kin­dern. Für Eri­x­on soll­te der Staat auf die Wün­sche der Gemein­den ein­ge­hen und nicht über deren Kopf hin­weg ent­schei­den.

Aus der Sicht Eri­x­ons sei man nicht gegen Migra­ti­on an sich, son­dern gegen die Migra­ti­ons­po­li­tik. Die Oppo­si­ti­on wehrt sich und ver­weist auf die Not­wen­dig­keit, dass sich auch die Kom­mu­ne Söl­ves­borg dar­an betei­li­gen müs­se, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Im Jahr 2018 ver­teil­te die Ein­wan­de­rungs­be­hör­de 14.200 Per­so­nen auf schwe­di­sche Gemein­den. Zwölf davon wur­den Söl­ves­borg zuge­teilt. Ob der Ver­such der Gemein­de Erfolg haben wird, ist frag­lich. Es könn­ten sich jedoch wei­te­re schwe­di­sche Gemein­den anschlie­ßen. 

RT Deutsch