RT Doku : Wo sind sie hin ? — Die Suche nach Tausenden verschwundenen indischen Kindern


Vie­le der in Indi­en ver­miss­ten Kin­der enden als Skla­ven oder Sex­ar­bei­ter. Obwohl die Poli­zei Ermitt­lun­gen ein­lei­tet, wer­den vie­le Eltern auch selbst aktiv und wid­men der Suche nach ihren Kin­dern jede freie Minu­te. Sie gehen auf die Stra­ße, durch­su­chen jeden Win­kel und fra­gen, ob jemand ihren ver­lo­re­nen Sohn oder ihre Toch­ter gese­hen hat. 

RT Deutsch


Wir sind im Krieg”: Chile verhängt erstmals seit Pinochet-Diktatur Ausnahmezustand


Die chi­le­ni­sche Armee hat eine wei­te­re Aus­gangs­sper­re ver­hängt, um die anhal­ten­den Kra­wal­le ein­zu­däm­men, die die Haupt­stadt San­tia­go nach Fahr­preis­er­hö­hun­gen erfasst haben. Die von der Empö­rung über wach­sen­de sozia­le Ungleich­heit genähr­ten Pro­tes­te haben sich inzwi­schen über die Haupt­stadt hin­aus aus­ge­wei­tet.

Um Plün­de­run­gen und Brand­an­schlä­ge zu ver­hin­dern, patrouil­lier­ten am Wochen­en­de Tau­sen­de Sol­da­ten in San­tia­go, nach­dem der Aus­nah­me­zu­stand aus­ge­ru­fen wur­de – erst­mals seit der Mili­tär­dik­ta­tur unter Augus­to Pino­chet, des­sen Herr­schaft 1990 ende­te.

Mehr zum The­ma — Aus­nah­me­zu­stand nach Unru­hen wegen Fahr­preis­er­hö­hun­gen in San­tia­go de Chi­le

Nach einem wei­te­ren Tag der Zusam­men­stö­ße mit Demons­tran­ten kün­dig­te der für Sicher­heit zustän­di­ge Gene­ral in San­tia­go eine Ver­län­ge­rung der Aus­gangs­sper­re bis Mon­tag­mor­gen an. Gene­ral Javier Itur­ria­ga del Cam­po erklär­te dazu :

Dies ist kei­ne Maß­nah­me gegen die Bür­ger, es sind kei­ne Ein­schrän­kun­gen um der Ein­schrän­kun­gen wil­len. Wir tun dies, um das Leben der Men­schen zu schüt­zen.

"Wir sind im Krieg": Chile verhängt erstmals seit Pinochet-Diktatur Ausnahmezustand
Ein Feu­er­wehr­mann in einem geplün­der­ten und aus­ge­brann­ten Super­markt in Val­pa­rai­so (20. Okto­ber 2019).

Unter­des­sen stieg die Zahl der Todes­op­fer durch die Unru­hen auf min­des­tens acht, nach­dem die Feu­er­wehr fünf wei­te­re Lei­chen im Kel­ler eines aus­ge­brann­ten Lagers gefun­den hat­te. Zuvor wur­den drei Men­schen bei zwei sepa­ra­ten Plün­de­run­gen und Brand­an­schlä­gen auf Super­märk­te getö­tet. 

"Wir sind im Krieg": Chile verhängt erstmals seit Pinochet-Diktatur Ausnahmezustand
Aus­ge­brann­te Bus­se in San­tia­go (20. Okto­ber 2019).

In einer im Fern­se­hen über­tra­ge­nen Erklä­rung, die er in einem Armee­haupt­quar­tier in San­tia­go ver­las, sag­te Prä­si­dent Sebas­tián Piñe­ra, dass die Unru­hen “ein gewis­ses Maß an Orga­ni­sa­ti­on und Logis­tik” auf­zeig­ten, die “typisch für eine kri­mi­nel­le Orga­ni­sa­ti­on” sei­en. Er for­der­te die Chi­le­nen auf, “sich in die­sem Kampf gegen Gewalt und Kri­mi­na­li­tät zu ver­ei­nen”.

Wir befin­den uns im Krieg gegen einen mäch­ti­gen Feind, der bereit ist, gren­zen­lo­se Gewalt anzu­wen­den”, so der Prä­si­dent.

"Wir sind im Krieg": Chile verhängt erstmals seit Pinochet-Diktatur Ausnahmezustand
Sol­da­ten patrouil­lie­ren in einer Stra­ße der Haupt­stadt, wo es am Vor­abend zu hef­ti­gen Kra­wal­len gekom­men war (San­tia­go, 20. Okto­ber 2019).

Seit Frei­tag set­zen Mas­sen wüten­der Demons­tran­ten Bus­se und U‑Bahnhöfe in Brand, plün­dern Geschäf­te und zer­stö­ren öffent­li­ches Eigen­tum. Die Behör­den spre­chen von über ein­hun­dert “schwe­ren Vor­fäl­len”. Bis Sonn­tag wur­den ins­ge­samt 1.500 Men­schen fest­ge­nom­men, davon allein rund 600 in San­tia­go.

Der Aus­nah­me­zu­stand wur­de nun neben San­tia­go auf fünf wei­te­re Städ­te aus­ge­dehnt, über 9.000 bewaff­ne­te Sol­da­ten sind auf den Stra­ßen im Ein­satz. Piñe­ra ver­tei­dig­te die har­te Reak­ti­on der Regie­rung auf die Kri­se und erklär­te :

Die Demo­kra­tie hat nicht nur das Recht, son­dern auch die Pflicht, sich mit allen Instru­men­ten zu ver­tei­di­gen, die die Demo­kra­tie selbst bie­tet, um die­je­ni­gen zu bekämp­fen, die sie zer­stö­ren wol­len”, erklär­te Piñe­ra.

"Wir sind im Krieg": Chile verhängt erstmals seit Pinochet-Diktatur Ausnahmezustand
Nach der Ver­hän­gung des Aus­nah­me­zu­stands kommt die Armee zum Ein­satz (San­tia­go, 20. Okto­ber 2019).

Um die Kri­se zu ent­schär­fen, nahm Piñe­ra die umstrit­te­ne Fahr­preis­er­hö­hung eilig zurück. Doch die­se Kehrt­wen­de reich­te nicht aus, um die Situa­ti­on zu beru­hi­gen, da die brei­te öffent­li­che Unzu­frie­den­heit über die Wirt­schafts­po­li­tik der Regie­rung und die damit ein­her­ge­hen­de wach­sen­de sozia­le Ungleich­heit wei­ter anhält.

Mehr zum The­ma — Chi­les Prä­si­dent zieht nach Pro­tes­ten U‑Bahn-Tarif­er­hö­hung zurück 

"Wir sind im Krieg": Chile verhängt erstmals seit Pinochet-Diktatur Ausnahmezustand
Demons­tran­ten grei­fen ein Poli­zei­fahr­zeug an, das einer Auf­stands­be­kämp­fungs­ein­heit ange­hört (Val­pa­rai­so, 19. Okto­ber 2019).

Mehr zum The­ma — Rück­zie­her : Ecua­do­ria­ni­sche Regie­rung gibt nach größ­ten Mas­sen­pro­tes­ten der Geschich­te nach

RT Deutsch


WTO : US-Zölle auf EU-Güter als Gegenmaßnahme für Airbus-Subventionen sind rechtmäßig


Washing­ton steht es frei, Gegen­maß­nah­men gegen die EU und die Air­bus-Pro­du­zen­ten Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich, Deutsch­land und Spa­ni­en zu ergrei­fen. Die Geneh­mi­gung war eine For­ma­li­tät, nach­dem die Schieds­stel­le der WTO in die­sem Monat den USA das Recht auf Ver­gel­tungs­maß­nah­men wegen ille­ga­ler Sub­ven­tio­nen für den Flug­zeug­her­stel­ler Air­bus gewährt hat­te.

Den­nis Shea, US-Ver­tre­ter bei der Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on, erklär­te, dass Washing­ton nach wie vor eine Ver­hand­lungs­lö­sung vor­zie­he. Er sag­te :

Das kann nur gesche­hen, wenn die EU die Vor­tei­le für Air­bus aus den lau­fen­den Sub­ven­tio­nen wirk­lich been­det und sicher­stellt, dass die Sub­ven­tio­nen für Air­bus nicht unter einem ande­ren Namen oder einem ande­ren Mecha­nis­mus wie­der­be­lebt wer­den kön­nen.

Die EU teil­te mit, dass sie dies­be­züg­lich “erns­te Beden­ken” habe und dass die Zoll­maß­nah­men Washing­tons kurz­sich­tig sei­en.

Die bei­den gro­ßen Flug­zeug­her­stel­ler Boe­ing und Air­bus waren in einen lang­jäh­ri­gen Han­dels­streit ver­wi­ckelt. Die­ser begann im Jahr 2004, als Washing­ton Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich, Deutsch­land und Spa­ni­en beschul­dig­te, Air­bus ille­ga­le Sub­ven­tio­nen und Zuschüs­se gewährt zu haben.

Ein Jahr spä­ter erklär­te die EU in einer ähn­li­chen Beschwer­de, dass Boe­ing in den Jah­ren von 1989 bis 2006 von der US-Regie­rung ver­bo­te­ne Sub­ven­tio­nen in Höhe von 19,1 Mil­li­ar­den US-Dol­lar erhal­ten habe. Die WTO stell­te fest, dass sowohl Air­bus als auch Boe­ing in Fäl­len, die sich seit 15 Jah­ren hin­zie­hen, ille­ga­le Sub­ven­tio­nen in Mil­li­ar­den­hö­he erhal­ten hät­ten.

US-Prä­si­dent Donald Trump droh­te damit, Waren aus der EU im Wert von elf Mil­li­ar­den US-Dol­lar mit Ein­fuhr­zöl­len zu bele­gen, nach­dem die WTO fest­ge­stellt hat­te, dass EU-Sub­ven­tio­nen für Air­bus “nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen” auf die USA hät­ten. Dem­nach wer­den auf Air­bus-Flug­zeu­ge Zöl­le in Höhe von zehn Pro­zent erho­ben. Auf eine Rei­he von EU-Pro­duk­te sind Zöl­le in Höhe von 25 Pro­zent fäl­lig, dar­un­ter fran­zö­si­scher Wein, schot­ti­scher Whis­ky und Käse aus ganz Euro­pa.

Am Frei­tag for­der­te die EU-Han­delschefin Ceci­lia Malm­ström den US-Han­dels­be­auf­trag­ten Robert Light­hi­zer auf, Ver­hand­lun­gen auf­zu­neh­men, um eine Lösung in den Strei­tig­kei­ten zwi­schen Air­bus und Boe­ing zu fin­den. Sie sag­te, der Rück­griff auf Zöl­le sei kei­ne Lösung. In einem Brief schrieb Malm­ström :

Dies wür­de den Unter­neh­men nur Scha­den zufü­gen und Arbeits­plät­ze auf bei­den Sei­ten des Atlan­tiks gefähr­den sowie dem Welt­han­del und der gesam­ten Luft­fahrt­in­dus­trie in die­ser kri­ti­schen Zeit scha­den.

Mehr zum The­ma — Schä­den im Han­dels­krieg : WTO senkt Pro­gno­se für Welt­han­del auf nied­rigs­ten Stand seit zehn Jah­ren

RT Deutsch


Putin wird 67 Jahre alt : Das sind die schrägsten Geschenke, die er je bekommen hat


Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin ist am Mon­tag 67 Jah­re alt gewor­den. RT Deutsch erin­nert sich an die schrägs­ten Geschen­ke, die der Kreml­chef von sei­nen Amts­kol­le­gen je bekom­men hat – von Hun­den über Ero­tik­ka­len­der bis hin zu Bett­wä­sche.

Mehr zum The­ma — Lie­be auf den ers­ten Blick : Japan schenkt rus­si­scher Eis­kunst­lauf-Olym­pia­sie­ge­rin Aki­ta-Wel­pen

RT Deutsch


Wir sind liberal, wir dürfen alles“: Lawrow wirft dem Westen Scheinheiligkeit vor


Dem Wes­ten fällt es laut Russ­lands Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row schwer, das Schwin­den sei­ner jahr­hun­der­te­lan­gen Domi­nanz in der Welt­po­li­tik zu akzep­tie­ren. Des­halb stem­me er sich gegen die Bil­dung einer poly­zen­tri­schen Welt.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Sie sind uns ein grosser Lehrer” – was der Anruf von Trump bei Selenskij alles offenbart


Das Tele­fo­nat zwi­schen Donald Trump und Wla­di­mir Selens­kij fand auf Wunsch des US-Prä­si­den­ten am 25. Juli statt und ist in den USA mitt­ler­wei­le ein gro­ßes Poli­ti­kum. In die­sem Gespräch soll Trump auf sei­nen ukrai­ni­schen Amts­kol­le­gen Druck aus­ge­übt haben, indem er mit dem Stopp der Waf­fen­lie­fe­run­gen an die Ukrai­ne droh­te, soll­te Selens­kij nicht einer Bit­te nach­kom­men. So lau­tet zumin­dest der Vor­wurf der Demo­kra­ten im US-Kon­gress. Dies wür­de den Tat­be­stand des Amts­miss­brauchs dar­stel­len. Denn damit wür­den zwi­schen­staat­li­che Ver­ein­ba­run­gen als Mit­tel der Erpres­sung für eine Beschä­di­gung von Joe Biden als Trumps Riva­le in der Demo­kra­ti­schen Par­tei beim kom­men­den Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf die­nen. 

Tat­säch­lich ist in dem Gespräch, des­sen Zusam­men­fas­sung nun auf der Sei­te des Wei­ßen Hau­ses als pdf-Doku­ment öffent­lich zugäng­lich ist, auch von Joe Biden und des­sen Sohn Hun­ter die Rede. So bat der US-Prä­si­dent sei­nen ukrai­ni­schen Amts­kol­le­gen, doch bit­te zu prü­fen, ob der ehe­ma­li­ge Vize­prä­si­dent Joe Biden die Unter­su­chung eines Unter­neh­mens sei­nes Soh­nes behin­dert oder blo­ckiert hat.

Es gibt eine Men­ge Gere­de über Bidens Sohn, dass Biden die Ankla­ge gestoppt hat und vie­le Leu­te wol­len das her­aus­fin­den, so dass das, was auch immer Sie mit dem Gene­ral­staats­an­walt machen kön­nen, groß­ar­tig wäre”, sag­te Trump Selens­kij in der Zusam­men­fas­sung der Gesprächs­pro­to­kol­le, die vom Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um am Mitt­woch zur Ver­fü­gung gestellt wur­den. 

Der demo­kra­ti­sche Spit­zen­kan­di­dat Biden soll sich ein­ge­mischt haben, um in der Ukrai­ne eine Unter­su­chung gegen die Buris­ma Hol­dings, eine Erd­gas-Gesell­schaft, bei der sein Sohn Hun­ter Biden Direk­tor war, zu ver­hin­dern :

Biden prahl­te damit, dass er die Ankla­ge gestoppt hat, also wenn Sie es sich anse­hen kön­nen. … Es klingt für mich schreck­lich”, fuhr Trump fort.

"Sie sind uns ein grosser Lehrer" – was der Anruf von Trump bei Selenskij alles offenbart

Trump spiel­te auf den Auf­tritt von Joe Biden beim Coun­cil on For­eign Real­ti­ons im Janu­ar 2018 an, als er die Ein­zel­hei­ten sei­ner Ein­mi­schung für die Ent­las­sung des ukrai­ni­schen Gene­ral­staats­an­wal­tes Wik­tor Scho­kin in Mai 2016 erzähl­te. “Petro, ihr kriegt eure Mil­li­ar­de Dol­lar nicht. Ja, ihr könnt den Staats­an­walt belas­sen, aber dann wer­den wir nicht zah­len”, soll er Poro­schen­ko beim Wirt­schafts­fo­rum in Davos im Janu­ar 2016 gesagt haben. Dabei war die Rede von US-Garan­ti­en für euro­päi­sche Staats­bonds. Das Geld ist am Ende an die Ukrai­ne geflos­sen.

Nach der Ernen­nung des Poro­schen­ko-Vet­ters Jurij Luzen­ko zum neu­en ukrai­ni­schen Gene­ral­staats­an­walt – eines Man­nes ohne jeg­li­che juris­ti­sche Aus­bil­dung – wur­den die Ermitt­lun­gen gegen Buris­ma prompt wunsch­ge­mäß gestoppt.

Am 29. August wur­de nun Luzen­ko wie­der ent­las­sen. Und bereits zum Zeit­punkt des Tele­fo­nats Ende Juli ver­sprach Selens­kij Trump, dass “der nächs­te Gene­ral­staats­an­walt zu 100 Pro­zent mein Mann, mein Kan­di­dat sein wird”. Damit soll­te offen­bar im Sin­ne von Trump die Fort­füh­rung des Anti-Biden-Kur­ses garan­tiert wer­den. 

Ukrai­ne-Gate für Biden

Der Anruf fand nur einen Tag nach dem Auf­tritt des Chef-Ermitt­lers Robert Muel­ler vor dem Kon­gress-Aus­schuss bezüg­lich Trumps Russ­land-Bezie­hun­gen statt. Muel­ler, der die Unter­su­chung zur angeb­li­chen rus­si­schen Ein­mi­schung seit zwei Jah­ren gelei­tet hat­te und zum Erfolg zu trei­ben such­te, leis­te­te am Vor­tag aus Sicht von Trump einen schwa­chen Auf­tritt. Und Trump bewer­te­te eben in die­sem Augen­blick sei­ne Chan­cen beson­ders hoch, anstel­le des nun ins Sto­cken gera­te­nen Rus­si­an-Gate gegen ihn selbst ein Ukrai­ne-Gate gegen Biden zu ent­fa­chen. 

Ich wür­de Sie eigent­lich um ein Gefal­len bit­ten, weil unser Land viel durch­ge­macht hat und die Ukrai­ne ist dar­über gut infor­miert. Ich möch­te, dass Sie her­aus­fin­den, was es so alles mit der gan­zen Ukrai­ne-Geschich­te auf sich hat­te, man spricht von Crowd­strike (…) So wie Sie ges­tern auch gese­hen haben, dass der gan­ze Unsinn mit einer sehr beschei­de­nen Leis­tung des Man­nes namens Robert Muel­ler ende­te, das war ein sehr inkom­pe­ten­ter Auf­tritt, aber man sagt, dass viel davon mit der Ukrai­ne begann. Was auch immer Sie machen kön­nen, es ist sehr wich­tig, dass Sie es machen, wenn es geht”, so Trump an Selens­kij, direkt nach einer förm­li­chen Gra­tu­la­tio­nen zum Sieg der Selens­kij-Par­tei bei den Par­la­ments­wah­len am 25. Juli ganz zu Beginn des Gesprä­ches. 

Mehr zum The­ma — Erpres­sungs­ma­nö­ver mit Geschmäck­le : Joe Bidens Ein­mi­schung in die ukrai­ni­sche Jus­tiz

"Sie sind uns ein grosser Lehrer" – was der Anruf von Trump bei Selenskij alles offenbart

For­de­rung oder Gefal­len ?

An kei­ner Stel­le des Gesprächs rede­te Trump von den Waf­fen­lie­fe­run­gen oder deren Stopp. Bei sei­nem Anlie­gen han­del­te es sich viel­mehr wort­wört­lich um einen “Gefal­len”. Im Gegen­teil war es Selens­kij, der auf Waf­fen zu spre­chen kam : “Wir sind bereit, noch mehr Anti­pan­zer-Rake­ten Jave­li­ne von den Ver­ei­nig­ten Staa­ten für Ver­tei­di­gungs­zwe­cke zu kau­fen”, sag­te er.

Beim Lesen der Zusam­men­fas­sung des Tee­le­fo­nats fällt auf, dass der ukrai­ni­sche Prä­si­dent wohl viel mehr als sein Gegen­part rede­te, obwohl er gar nicht der Anru­fen­de war. Er lob­te Trump, schmei­chel­te ihm und nann­te ihn einen “gro­ßen Leh­rer”. 

Wir haben einen gro­ßen Sieg errun­gen, und wir haben dafür hart gear­bei­tet. Wir haben viel gear­bei­tet, aber ich muss zuge­ben, dass wir die Mög­lich­keit hat­ten, von Ihnen zu ler­nen. Wir haben vie­le Ihrer Fähig­kei­ten und Kennt­nis­se benutzt. (…) Wir arbei­ten hart, um unser Land aus dem Sumpf her­aus­zu­zie­hen. Wir haben vie­le neue Per­so­nen ein­ge­bun­den, nicht die alten Poli­ti­ker, nicht die typi­schen Poli­ti­ker, weil wir ein neu­es For­mat erzie­len wol­len und eine neue Art der Regie­rung. Sie sind ein gro­ßer Leh­rer auch in die­ser Hin­sicht.

"Sie sind uns ein grosser Lehrer" – was der Anruf von Trump bei Selenskij alles offenbart

Nach der Ver­öf­fent­li­chung des Tran­skrip­tes ist es schwer vor­stell­bar, dass Trump-Geg­ner sehr viel poli­ti­sches Kapi­tal dar­aus gewin­nen könn­ten. Es gab kei­ne Aus­übung von irgend­wel­chem Druck auf Selens­kij, und es ging auch nicht acht Mal um Biden, wie US-Medi­en zuvor geschrie­ben hat­ten. Der Name Biden wur­de eher im Kon­text des “unan­stän­di­gen Beneh­mens” eines US-Bür­gers in der Ukrai­ne ange­spro­chen. Kein Wun­der, dass Trump, der ein angeb­li­ches Fehl­ver­hal­ten rund­her­aus bestrei­tet, einer Ver­öf­fent­li­chung die­ses Doku­ments ohne Zau­dern zustimm­te. 

Pro­ble­me kann das Gan­ze nun eher bald für sei­nen ukrai­ni­schen Gegen­part geben, näm­lich nach sei­ner Rück­kehr aus New York. Selens­kij mach­te alles ande­re als eine gute Figur bei dem Tele­fon­ge­spräch. Sein gera­de­zu devo­tes Ver­hal­ten gegen­über dem US-Prä­si­den­ten, das Her­ab­wür­di­gen von EU-Poli­ti­kern wegen der angeb­lich aus­blei­ben­den Hil­fe für die Ukrai­ne und vor allem das Ver­spre­chen, mit einem neu­en, “eige­nen” Staats­an­walt die von Trump gewünsch­ten Ermitt­lun­gen ein­zu­lei­ten, könn­ten in sei­ner Hei­mat für Selens­kij eine unge­ahn­te Spreng­kraft ent­fal­ten und die Spal­tung der poli­ti­schen Eli­ten in ein Trump- und ein Anti-Trump-Lager wei­ter ver­schär­fen. 

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US-Spannungen mit Iran sind Ausdruck von Washingtons Machtanspruch aufs Öl (Video)


Den­noch ver­su­chen natür­lich alle Akteu­re, wei­test­ge­hend ihre Inter­es­sen zu wah­ren. Ins­be­son­de­re die USA bestehen wei­ter­hin dar­auf, die glo­ba­len Ölströ­me zu kon­trol­lie­ren. Wer das Öl kon­trol­liert, kon­trol­liert Län­der, Wirt­schaf­ten, Kon­ti­nen­te. Dabei sind die USA selbst gar nicht auf Ölim­por­te ange­wie­sen. 

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Sind die USA nach der Transformation des Krieges zum Frieden fähig ?


von Zlat­ko Per­ci­nic

Die bis heu­te gül­ti­ge Stra­te­gie der USA im Mitt­le­ren Osten geht auf das ers­te Tref­fen zwi­schen einem US-Prä­si­den­ten und dem Grün­der eines König­rei­ches auf der Ara­bi­schen Halb­in­sel zurück, das den Namen des Klans trägt : Sau­di-Ara­bi­en. Am 14. Febru­ar 1945, in der End­pha­se des Zwei­ten Welt­krie­ges, lud Prä­si­dent Fran­k­lin D. Roo­se­velt (FDR) Abd al-Aziz ibn Saud (ibn Saud) auf ein gehei­mes Tref­fen an Bord des Zer­stö­rers USS Quin­cy, der im Sues­ka­nal anker­te. Bei dem Tref­fen ging es vor allem um zwei Din­ge : Öl und die Umset­zung der Bal­four-Dekla­ra­ti­on zur Errich­tung einer jüdi­schen “Heim­stät­te” in Paläs­ti­na.

Ibn Saud galt zu die­sem Zeit­punkt als einer der mäch­tigs­ten ara­bi­schen Herr­scher, nach­dem er und sei­ne wah­ha­bi­ti­schen Ich­wān nahe­zu die gesam­te Ara­bi­sche Halb­in­sel erobert, geg­ne­ri­sche Stäm­me unter­jocht und sich selbst zum Beschüt­zer von Mek­ka und Medi­na pro­kla­miert hat­ten, den wich­tigs­ten Hei­lig­tü­mern des Islams. Zudem haben US-Unter­neh­men Ende der 1930er-Jah­re rei­che Erd­öl­vor­kom­men im Osten des König­reichs ent­deckt, was Washing­ton einen ers­ten Fuß­ab­druck in einer von Groß­bri­tan­ni­en domi­nier­ten Regi­on erlau­ben soll­te.

Mit der Befrei­ung von Ausch­witz durch sowje­ti­sche Trup­pen nur weni­ge Wochen vor dem Tref­fen wur­de das gan­ze Aus­maß der Juden­ver­nich­tung durch die Nazis der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht. Roo­se­velt such­te daher nach Mög­lich­kei­ten, Juden aus Euro­pa nach Paläs­ti­na zu brin­gen, nach­dem sich auf der Kon­fe­renz von Évi­an im Juli 1938 kein west­li­ches Land – auch nicht die USA – dazu durch­rin­gen konn­te, jüdi­sche Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men.

Doch auf der USS Quin­cy lief es für Roo­se­velt nicht wie geplant. Obwohl die bei­den Män­ner umge­hend eine Art tie­fen Respekt und freund­li­che Zunei­gung für­ein­an­der emp­fan­den, gab ibn Saud dem Drän­gen von FDR nach sei­ner Zustim­mung zur Auf­nah­me jüdi­scher Flücht­lin­ge in Paläs­ti­na nicht nach. Laut dem anwe­sen­den Über­set­zer und Roo­se­velts eige­nen Anga­ben zum Stand der Gesprä­che bestand ibn Saud dar­auf, dass Deutsch­land eige­ne Gebie­te für Juden abtre­ten soll­te, nach­dem es immer­hin auch die Deut­schen waren, die die “Ver­bre­chen und Unter­drü­ckung” began­gen haben.

Aber beim The­ma Öl waren sich Roo­se­velt und ibn Saud einig. Sau­di-Ara­bi­en soll­te nicht unter bri­ti­schen Ein­fluss gelan­gen, son­dern fest im Orbit der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka blei­ben. Das beinhal­te­te auch den künf­ti­gen Zugang zu bil­li­gem Öl, das Washing­ton als stra­te­gi­schen Roh­stoff als wich­tig für die natio­na­le Sicher­heit dekla­rier­te.

Die­se Über­ein­kunft soll­te nicht nur den Tod Fran­k­lin D. Roo­se­velts nur acht Wochen nach die­sem Tref­fen über­dau­ern, son­dern auch den Krieg 194849, der zur Grün­dung des moder­nen Staa­tes Isra­el und der Ver­trei­bung Hun­dert­tau­sen­der Paläs­ti­nen­ser führ­te.

Für sämt­li­che Amts­in­ha­ber im Oval Office des Wei­ßen Hau­ses waren seit­dem die­se drei Säu­len der US-Poli­tik im Mitt­le­ren Osten sakro­sankt : Isra­el, Sau­di-Ara­bi­en und Öl. Sämt­li­che Stra­te­gi­en und Über­le­gun­gen in und für die Regi­on wur­den die­sen drei Säu­len unter­ge­ord­net. Zwi­schen 1969 und 1979 exis­tier­te mit dem Iran noch eine vier­te Säu­le. Aller­dings führ­te genau die­se zu enge Anbin­dung an die USA und Isra­el zum Nie­der­gang der Pahl­avi-Dynas­tie im Iran, der auch nicht mehr durch Repres­si­on und Gewalt zu ver­hin­dern war.

Alle Krie­ge in der Regi­on seit 1967 und alle “Frie­dens­ver­hand­lun­gen” las­sen sich auf die­se drei Prin­zi­pi­en der US-Außen­po­li­tik zurück­füh­ren. Man hat­te in Washing­ton kei­ner­lei Pro­ble­me mit Dik­ta­to­ren oder dem Export des extre­mis­ti­schen Wah­ha­bis­mus, solan­ge sich ein “Frie­den” mit Isra­el erkau­fen ließ und das Öl unge­hin­dert floss. Jeder, der es trotz­dem mit dem einen oder ande­ren auf­nahm, wur­de ent­we­der aus dem Weg geräumt oder wirt­schaft­lich in Knie gezwun­gen. Und stets sorg­ten das US-Mili­tär – und mit ihm auch das israe­li­sche Mili­tär – und der gesam­te mili­tä­risch-indus­tri­el­le Kom­plex dafür, dass eine Droh­ku­lis­se wie ein Damo­kles­schwert über etwai­gen Abweich­lern hing. Ent­we­der man befand sich auf der Sei­te der USA, oder man wur­de bekämpft. Für eine fried­li­che Koexis­tenz war auf die­se Wei­se kein Platz.

Bis zu den Angrif­fen am 14. Sep­tem­ber auf die sau­di­schen Ölin­stal­la­tio­nen, der Lebens­ader des Al-Saud-Klans, hat­te die­se For­mel Bestand, auch wenn schon seit gerau­mer Zeit gewis­se Ris­se zu bemer­ken waren. Aber am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de hat defi­ni­tiv eine Zei­ten­wen­de statt­ge­fun­den, über die man noch lan­ge spre­chen wird.

Dabei lief es für die Kriegs­fal­ken in Washing­ton und Ben­ja­min Netan­ja­hu in Isra­el doch eigent­lich wie am Schnür­chen. Der Schul­di­ge war wie üblich schnell aus­ge­macht. Für Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo, der von Neo­cons nach dem unrühm­li­chen Rauschmiss von John Bol­ton als Natio­na­ler Sicher­heits­be­ra­ter als “the last man stan­ding” bezeich­net wird, stand von Anfang an fest, dass der Iran für die Angrif­fe ver­ant­wort­lich ist. Medi­al wur­de seit dem US-Rück­zug aus dem Atom­ab­kom­men ohne­hin für einen Krieg gegen den Iran getrom­melt, der von Prä­si­dent Donald Trump mit sei­nen Twit­ter-Dro­hun­gen auch noch genährt wur­de, sodass der Lieb­lings­feind der Nati­on eigent­lich wie auf dem Ser­vier­tel­ler für die Ver­ur­tei­lung durch die Bevöl­ke­rung bereit­lag. Immer­hin muss auch ein US-Prä­si­dent sei­ne Bür­ge­rin­nen und Bür­ger hin­ter sich wis­sen, wenn er als Ober­be­fehls­ha­ber den Befehl für einen Angriff auf ein Land gibt. Im Fal­le des Iran wäre ihm die­se Zustim­mung gewiss.

Obwohl also Sau­di-Ara­bi­en, und was eigent­lich noch viel schwe­rer wiegt, wich­ti­ge Erd­öl­an­la­gen ange­grif­fen wur­den und der Iran als Schul­di­ger bereits fest­stand, hat sich auch fünf Tage danach (Stand 19. Sep­tem­ber) nichts getan. 1991 reich­ten ein paar ira­ki­sche Pan­zer in Kuwait und erfun­de­ne Geschich­ten über Gräu­el­ta­ten – die soge­nann­te Brut­kas­ten­lü­ge – aus, um eine Streit­macht von über einer hal­ben Mil­lio­nen Mann auf­zu­stel­len, um Sad­dam Hus­sen in die Schran­ken zu wei­sen.

Nicht weni­ger zim­per­lich zeig­te man sich anschlie­ßend mit einem umfas­sen­den Embar­go und dem kor­rup­ten Öl-für-Lebens­mit­tel-Pro­gramm der Ver­ein­ten Natio­nen. Laut UNICEF, dem Kin­der­hilfs­werk der Ver­ein­ten Natio­nen, starb auf­grund die­ser Maß­nah­men etwa eine hal­be Mil­li­on Kin­der zwi­schen 1992 und 2000. Für Made­lei­ne Alb­right, ehe­ma­li­ge US-Bot­schaf­te­rin bei den Ver­ein­ten Natio­nen und Außen­mi­nis­te­rin, war das hin­ge­gen “den Preis wert”, um den Irak zu bestra­fen. 2003 folg­te dann schließ­lich die auf Lügen basie­ren­de US-Inva­si­on, die nicht nur das Land zer­stör­te, son­dern die Macht­ba­lan­ce der Regi­on ent­schei­dend ver­än­der­te.

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Dass die USA nicht zuge­schla­gen haben und es in aller Wahr­schein­lich­keit in abseh­ba­rer Zeit auch nicht tun wer­den, hat sich bereits seit dem Abschuss der 170 Mil­lio­nen US-Dol­lar teu­ren Spio­na­ge­droh­ne am 20. Juni ange­deu­tet. Die Droh­ku­lis­se der nach wie vor mäch­ti­gen US-Armee hat ihre eins­ti­ge Macht ver­lo­ren. Iro­ni­scher­wei­se sind es die Lek­tio­nen aus dem Irak und die Ent­wick­lung von im Ver­gleich zu ande­ren Waf­fen­sys­te­men güns­ti­ge­ren Rake­ten und Droh­nen, die dazu geführt haben.

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Der israe­li­sche Mili­tär­his­to­ri­ker Mar­tin van Crefeld hat die­se Ent­wick­lung bereits 1991 in sei­nem Buch “The Trans­for­ma­ti­on of War” (Die Trans­for­ma­ti­on des Krie­ges) vor­aus­ge­sagt. Die meis­ten Krie­ge der Zukunft wer­den nicht mehr mit dem enor­men Mate­ri­al­auf­wand wie im 20. Jahr­hun­dert geführt, son­dern es wer­den auch auf­grund der Ver­än­de­rung bei den Kriegs­par­tei­en ganz ande­re Arten des Krie­ges geführt. So wer­den laut van Crefeld asym­me­tri­sche Stra­te­gi­en auf über­wäl­ti­gen­de Feu­er­kraft tref­fen, die es der regu­lä­ren Armee schwer­ma­chen wird, einen stra­te­gi­schen Sieg in solch einer Aus­ein­an­der­set­zung nach Hau­se zu fah­ren.

Betrach­tet man die Krie­ge zwi­schen Isra­el und der His­bol­lah (und zuletzt auch gegen die Hamas) sowie jene der USA in Afgha­ni­stan und im Irak, dann bestä­tigt sich die Theo­rie van Crefelds. Die Ira­ner haben auf­merk­sam regis­triert, wel­che Wand­lung sich in den ver­gan­ge­nen 25 Jah­ren voll­zo­gen hat, wäh­rend ins­be­son­de­re der US-ame­ri­ka­ni­sche mili­tä­risch-indus­tri­el­le Kom­plex die­sen Wan­del aus kapi­ta­lis­ti­schen Grün­den nicht ernst genom­men hat. Zu viel Geld konn­te man vor allem mit dem 2001 ent­fach­ten “Krieg gegen den Ter­ror” ver­die­nen. 

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten pro­ji­zier­ten ihre Macht durch ihre schwim­men­de Kriegs­ma­schi­ne­rie und Stütz­punk­te ent­lang der ara­bi­schen Küs­te des Per­si­schen Gol­fes. Die­se sind aber zu sta­ti­schen Zie­len gewor­den, die leicht zu tref­fen und fast nicht zu ver­tei­di­gen sind. Hin­zu kom­men noch die nicht-mili­tä­ri­schen Zie­le wie eben Erd­öl­an­la­gen in Sau­di-Ara­bi­en oder den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten. Der Angriff am 14. Sep­tem­ber hat gezeigt, wie anfäl­lig das gan­ze Sys­tem ist. Dabei ist es aus stra­te­gi­scher Sicht der USA völ­lig uner­heb­lich, wer tat­säch­lich dahin­ter­steckt. Im Pen­ta­gon weiß man ganz genau, dass im Fall eines Krie­ges mit dem Iran die Angrif­fe auf US-Trup­pen und ‑Stütz­punk­te und eben ande­re Zie­le auf der Ara­bi­schen Halb­in­sel aus den unter­schied­lichs­ten Rich­tun­gen kom­men kön­nen und ihr Ziel tref­fen wer­den.

Das bedeu­tet aber kei­nes­wegs, dass die USA über kei­ne Mög­lich­kei­ten ver­fü­gen wür­den, mas­si­ve Luft­an­grif­fe zu füh­ren oder Rake­ten auf den Iran abzu­feu­ern. Die Fra­ge ist aber, was damit bezweckt wer­den soll. Denn es wird wie schon in Afgha­ni­stan oder dem Irak zu kei­nem Sieg füh­ren, son­dern ledig­lich die asym­me­tri­schen Ant­wor­ten aus­lö­sen. Und zu einem Ein­satz dar­über hin­aus, wer­den die USA nicht bereit sein.

Was auf den ers­ten Blick wie eine Art Schach­matt aus­sieht, kann auf den zwei­ten aber eine Chan­ce auf eine ande­re, eine bes­se­re Ent­wick­lung der Regi­on sein. Wäh­rend die US-Poli­tik bis­her stets von israe­li­scher und sau­di­scher Feind­schaft gegen­über dem Iran geprägt und beein­flusst war, könn­te ein Para­dig­men­wech­sel in Washing­ton sich als Vor­teil für eine von Gewalt gepräg­te Regi­on erwei­sen.

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln. 

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Lawrow : Türkische Sicherheitsinteressen in Syrien sind zwar legitim, aber…


Mos­kau erkennt laut Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row die Sicher­heits­in­ter­es­sen der Tür­kei im nord­öst­li­chen Teil Syri­ens, zu deren Wah­rung Anka­ra und Washing­ton eine Sicher­heits­zo­ne geschaf­fen haben, als legi­tim an. Gleich­zei­tig beton­te der rus­si­sche Minis­ter die Not­wen­dig­keit der Ach­tung der syri­schen Sou­ve­rä­ni­tät.
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Spitzenkandidatin der Freien Wähler in Sachsen zu RT : Wir sind für alle Bündnisse offen


Cath­le­en Mar­tin, Spit­zen­kan­di­da­tin der Frei­en Wäh­ler in Sach­sen, spricht im Inter­view mit RT Deutsch über die Posi­tio­nen ihrer Par­tei und ihre Aus­sich­ten bei den am Sonn­tag anste­hen­den Land­tags­wah­len.

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Vor allem für den länd­li­chen Raum, die Bil­dung und die Inne­re Sicher­heit wol­len sich die Frei­en Wäh­ler ein­set­zen. Die Sank­tio­nen gegen Russ­land leh­nen sie eben­so ab wie einen plan­lo­sen Aus­stieg aus der Braun­koh­le. Mar­tin betont, dass man bei einem Ein­zug in den Land­tag mit jeder Par­tei spre­chen wer­de. Die Wahl wer­de span­nend wie nie.

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Letz­te Hoch­rech­nun­gen sehen die Frei­en Wäh­ler noch bei unter fünf Pro­zent. Den­noch hofft die Par­tei, auch durch ihre star­ke Ver­an­ke­rung auf der kom­mu­na­len Ebe­ne, die Fünf­pro­zent­hür­de zu über­sprin­gen – oder wenigs­tens zwei Direkt­man­da­te zu erlan­gen und so in den Land­tag ein­zu­zie­hen. Gelingt ihnen dies, könn­ten die Frei­en Wäh­ler bei der Regie­rungs­bil­dung in Sach­sen zum Züng­lein an der Waa­ge wer­den, wie schon zuvor im Herbst 2018 in Bay­ern. 

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