Michael Schumacher soll offenbar nach Mallorca : Seine Frau plant Neuanfang – Portal


Wie genau es um den Gesund­heits­zu­stand der For­mel-1-Legen­de Micha­el Schu­ma­cher steht, wird von sei­nen Freun­den und Ange­hö­ri­gen unter ver­schlos­se­nen Türen gehal­ten, sel­ten kom­men Details an Sicht. Nun gibt es aller­dings Berich­te, dass sei­ne Ehe­frau Corin­na offen­bar eine län­ge­re Rei­se auf die bei deut­schen Urlau­bern belieb­te Insel Mal­lor­ca plant.
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Xiaomi Redmi K20 soll Maßstäbe setzen – als stärkstes „Smartphone-Monster“ der Welt


Der chi­ne­si­sche Smart­pho­ne-Her­stel­ler Xiao­mi baut sei­ne Beliebt­heit auf dem inter­na­tio­na­len Markt immer wei­ter aus. Nun will er mit einem neu­en Gerät Maß­stä­be set­zen. Medi­en haben das offi­zi­ell noch nicht vor­ge­stell­te Smart­pho­ne bereits ein „Smart­pho­ne-Mons­ter“ genannt.
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Geleaktes Memo : Riad soll von den Anschlägen am Ostersonntag in Sri Lanka gewußt haben


Nach der Angriffs­se­rie auf meh­re­re christ­li­che Kir­chen, Hotels und in einer Wohn­ge­gend am Oster­sonn­tag in Sri Lan­ka, bei denen mehr als 250 Men­schen getö­tet und über 500 ver­letzt wur­den, teil­te der sri-lan­ki­sche Regie­rungs­chef Ranil Wick­re­me­sing­he noch am glei­chen Tag mit, dass die Sicher­heits­be­hör­den auch mög­li­che Ver­bin­dun­gen ins Aus­land nicht aus­schlie­ßen und dem wei­ter nach­ge­hen wür­de.

Tage nach dem Anschlag fan­den Poli­zis­ten eine Flag­ge des soge­nann­ten Isla­mi­schen Staa­tes. Der Mili­tär­ge­heim­dienst bestä­tig­te, dass der mut­maß­li­che Draht­zie­her der Anschlä­ge, Moham­med Zahr­an Hash­im, Anfüh­rer einer isla­mis­ti­schen Grup­pie­rung ist, die der Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on IS nahe­steht. In einem IS-Video habe er sie­ben wei­te­re Extre­mis­ten bei ihrem Treue­ge­lüb­de für den IS und des­sen Anfüh­rer Bagh­da­di ange­lei­tet. Sri-lan­ki­sche Behör­den deck­ten zudem Ver­bin­dun­gen von Zahr­an Hash­im nach Sau­di-Ara­bi­en auf, wel­che zusätz­lich zu aktu­el­len Berich­ten über ein ver­däch­ti­ges diplo­ma­ti­sches Memo auf die Golf­mon­ar­chie ver­wei­sen.

Mehr zum The­ma — Nach Atten­ta­ten in Sri Lan­ka : IS ver­öf­fent­licht Bild von angeb­li­chen Selbst­mord­at­ten­tä­tern

Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de ver­haf­te­ten sri-lan­ki­sche Behör­den einen sau­di-ara­bi­schen Wis­sen­schaft­ler, Moham­med Ali­jar, 60 Jah­re alt, wegen des­sen angeb­li­chen Ver­bin­dun­gen zu Zahr­an Hash­im und mög­li­cher Betei­li­gung an den Anschlä­gen.

Ali­jar ist der Grün­der des Cent­re for Isla­mic Gui­d­ance, das über eine Moschee, eine Reli­gi­ons­schu­le und eine Biblio­thek in Zahrans Hei­mat­stadt Kat­tan­ku­dy ver­fügt, einer mus­li­misch domi­nier­ten Stadt am Ost­ufer Sri Lan­kas, wie Reu­ters berich­te­te. Ali­jar war dem­nach in die Aus­bil­dung der für die Oster­sonn­tags-Anschlä­ge ver­ant­wort­li­chen Selbst­mord­at­ten­tä­ter invol­viert. Zudem soll er laut der von der sri-lan­ki­schen Poli­zei ver­öf­fent­lich­ten Erklä­rung für Zahr­an Finanz­trans­ak­tio­nen getä­tigt haben.

Reu­ters beruft sich wei­ter­hin auf die Aus­sa­gen loka­ler Mus­li­me, die Zahr­an kann­ten und des­sen Radi­ka­li­sie­rung durch ultra-kon­ser­va­ti­ve Tex­te des Sala­fi-Wah­ha­bis­mus schil­dern, die er in der Biblio­thek des Cent­re for Isla­mic Gui­d­ance auf­ge­grif­fen hat. Dem­nach hat­te es der­ar­ti­ge Ansich­ten noch im Jahr 2016 nicht in Sri Lan­ka gege­ben.

Obwohl Sri-Lan­ka bis­her nicht das Ziel radi­kal­is­la­mis­ti­scher Anschlä­ge war, scheint somit der Ein­fluss des sala­fis­tisch-wah­ha­bi­ti­schen Islam auf die Mus­li­me der Insel stär­ker zu sein als bis­her bekannt.

Zahr­an Hash­im grün­de­te jedoch bereits frü­her eine kon­ser­va­ti­ve Grup­pe namens “Dar­ul Athar” und spä­ter um das Jahr 2014 die Hard Line Natio­nal Thow­heed Jamath (NTJ), wel­che von den Behör­den für die Anschlä­ge ver­ant­wort­lich gemacht wur­de.

Sala­fis­ti­sche Inter­pre­ta­tio­nen des Islam, die mit dem aus Sau­di-Ara­bi­en stam­men­den Wah­ha­bis­mus ver­bun­den ist, wur­de oft als Ideo­lo­gie radi­ka­ler Isla­mis­ten kri­ti­siert.

Ali­jar habe das Zen­trum bereits kurz nach sei­nem Abschluss an der Imam Muham­mad ibn Saud Isla­mi­schen Uni­ver­si­tät in Riad im Jahr 1990 gegrün­det. Finan­ziert wur­de das Zen­trum teil­wei­se aus sau­di­schen und kuwai­ti­schen Quel­len. Der South Chi­na Morning Post zufol­ge gehör­ten zu den Gebern auch ehe­ma­li­ge Kom­mi­li­to­nen Ali­jars aus Riad.

Mehr zum The­ma — Nach Atten­ta­ten in Sri Lan­ka : IS ver­öf­fent­licht Bild von angeb­li­chen Selbst­mord­at­ten­tä­tern

Berich­ten zufol­ge ist zudem ein sau­di-ara­bi­sches diplo­ma­ti­sches Memo auf­ge­taucht, wel­ches der liba­ne­si­schen Online-Zei­tung Ala­hed News vor­liegt und aus dem her­vor­geht, dass die Regie­rung Sau­di-Ara­bi­ens Vor­kennt­nis­se der Oster­an­schlä­ge hat­te. Das Memo trägt das Sie­gel Sau­di-Ara­bi­ens, ent­spricht dem For­mat ande­rer sau­di­scher diplo­ma­ti­scher Memos, ist mit zwei Was­ser­zei­chen ver­se­hen und mit “drin­gend” und “streng geheim” beschrie­ben. Datiert ist es auf den 11. August 1440 des isla­mi­schen Kalen­ders (Hed­schra), das dem 17. April 2019 im gre­go­ria­ni­schen Kalen­der ent­spricht. Ange­schrie­ben wird der sau­di­sche Bot­schaf­ter in Sri Lan­ka, Abdul Nas­ser bin Hus­sein al-Hare­thi, vom sau­di­schen Außen­mi­nis­ter, Ibra­him bin Abdul Aziz al-Assaf.

Drei Anwei­sun­gen wer­den auf Ara­bisch mit höchs­ter Dring­lich­keit ver­mit­telt (hier aus der eng­li­schen Über­set­zung von Ala­hed ins Deut­sche über­setzt):

Ers­tens : Sie soll­ten alle Doku­men­te, Com­pu­ter­da­ten und die letz­te Kor­re­spon­denz mit in- und aus­län­di­schen Mit­glie­dern und Grup­pen löschen und dem Bot­schafts­per­so­nal eine Aus­gangs­sper­re auf­er­le­gen, es sei denn, es ist eine Rei­se erfor­der­lich ;

Zwei­tens : Sie soll­ten alle, die mit dem König­reich Sau­di-Ara­bi­en zu tun haben — ein­schließ­lich Bera­ter, Sicher­heits­kräf­te und Geheim­diens­te wäh­rend der drei kom­men­den Tage, ins­be­son­de­re am christ­li­chen Oster­tag — infor­mie­ren, um deren Anwe­sen­heit an öffent­li­chen und über­füll­ten Orten, näm­lich Kir­chen, zu ver­mei­den ;

Drit­tens : Sie soll­ten regel­mä­ßig schrift­li­che Nach­rich­ten über die sri-lan­ki­schen Behör­den und ihre Stand­punk­te an die­ses Minis­te­ri­um sen­den.

Auf­grund ver­schie­de­ner Berich­te dar­über, dass die koor­di­nier­te Anschlags­se­rie detail­liert geplant wor­den sein muss, da siche­re Häu­ser, ein gutes Netz­werk von Pla­nern und Betreu­ern, Fach­wis­sen über den Bom­ben­bau und erheb­li­che finan­zi­el­le Mit­tel not­wen­dig waren, las­sen Ali­jars Ver­bin­dun­gen zu wohl­ha­ben­den sau­di­schen Quel­len den Schluss zu, dass er als Ver­bin­dungs­glied fun­giert haben könn­te zwi­schen Geld­ge­bern aus der Golf­mon­ar­chie und den Atten­tä­tern in Sri Lan­ka.

Laut BBC schien es den sri-lan­ki­schen Behör­den nach den Anschlä­gen zunächst schwer erklär­bar, dass Hash­ims NTJ die not­wen­di­gen Mit­tel hat­te, eine sol­che Akti­on durch­zu­füh­ren.

Hash­ims Schwes­ter habe kurz vor dem Anschlag die hohe Sum­me von zwei Mil­lio­nen sri-lan­ki­schen Rupi­en (rund 12.000 US-Dol­lar), mög­li­cher­wei­se aus­län­di­schen Gel­des von Zahr­an erhal­ten.

Dass pri­va­te sau­di­sche Spen­den­gel­der den IS und ande­re Ter­ror­grup­pen finan­zie­ren, ist seit Lan­gem bekannt. Auch durch ver­öf­fent­lich­te E-Mails des US-Außen­mi­nis­te­ri­ums ist bekannt gewor­den, dass die US-Regie­rung seit Jah­ren weiß, dass Sau­di-Ara­bi­en und Katar zu den wich­tigs­ten Finan­ziers der Ter­ror­grup­pe Isla­mi­scher Staat und ande­ren gehö­ren.

Auf Anfra­ge erhielt Reu­ters vom Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bü­ro der sau­di­schen Regie­rung mit Bit­te um Stel­lung­nah­me kei­ne Ant­wort.

Mehr zum The­ma — Sri Lan­kas Regie­rung macht ein­hei­mi­sche Grup­pe für Anschlä­ge ver­ant­wort­lich

RT Deutsch


Von der Leyen : “Große” Koalition soll weitermachen


Die CDU-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en hat sich klar für die Fort­set­zung der “Gro­ßen” Koali­ti­on mit der SPD aus­ge­spro­chen. Es sei ein demo­kra­ti­scher Wert an sich, an einem ein­mal ein­ge­gan­ge­nen Bünd­nis fest­zu­hal­ten, sag­te die Minis­te­rin am Mon­tag­abend beim Ber­li­ner Salon des Redak­ti­ons­netz­werks Deutsch­land (RND). Das RND gehört zur Mad­sack-Medi­en­grup­pe, an der die SPD indi­rekt betei­ligt ist

Von der Ley­en erklär­te, man dür­fe bei Schwie­rig­kei­ten nicht gleich “den Bet­tel hin­schmei­ßen” und nach Neu­wah­len rufen. Dies wür­de bedeu­ten, “dass man sich nicht mehr durch­beißt.”

Mit Blick auf die Wah­len zum EU-Par­la­ment am 26. Mai wird der­zeit über den Fort­be­stand der Koali­ti­on spe­ku­liert. Die CDU berei­tet sich auf ein­schnei­den­de poli­ti­sche und per­so­nel­le Ver­än­de­run­gen vor. Par­tei­vor­sit­zen­de Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er kün­dig­te am Mon­tag eine Füh­rungs­klau­sur für Anfang Juni in Ber­lin an.

Je nach Aus­gang der EU-Wahl, der am sel­ben Tag abge­hal­te­nen Bre­mer Bür­ger­schafts­wahl und der Kom­mu­nal­wah­len in meh­re­ren Bun­des­län­dern könn­te es um den wei­te­ren Bestand der Bun­des­re­gie­rung gehen. Auch über eine zeit­na­he Ablö­sung von Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel durch Kramp-Kar­ren­bau­er wird spe­ku­liert.

Von der Ley­en zeig­te sich über­zeugt, dass Mer­kel bis zum Ende der Wahl­pe­ri­ode im Jahr 2021 im Amt bleibt. Sie glau­be dar­an, weil sie Mer­kel in der täg­li­chen Arbeit erle­be :

Da ist tie­fe Ernst­haf­tig­keit in der Treue zur Sache.

Hin­ter­grund für von der Ley­ens Aus­sa­gen dürf­te der Umstand sein, dass ihre poli­ti­sche Kar­rie­re mit einem Rück­tritt Mer­kels been­det sein dürf­te. Die ehr­gei­zi­ge Minis­te­rin, die eine Zeit­lang selbst als mög­li­che Mer­kel-Nach­fol­ge­rin gehan­delt wur­de, ver­fügt in der Par­tei über kei­ne eige­ne Macht­ba­sis und gilt auch wegen ihrer von Skan­da­len gepräg­ten Amts­füh­rung als ange­schla­gen.

Zwi­schen Uni­on und SPD gibt es der­zeit in vie­len Fra­gen Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten. Aktu­ell ist der Streit um eine CO2-Steu­er hin­zu­ge­kom­men. Die SPD will sie, die CSU lehnt sie ab, die CDU ist noch unent­schlos­sen. Juso-Chef Kevin Küh­nert nann­te das Kli­ma­schutz­ge­setz gar einen “Prüf­stein” für den Fort­be­stand der Koali­ti­on über die Halb­zeit­bi­lanz im Herbst hin­aus.

Im Herbst steht eine Revi­si­on der Regie­rungs­ar­beit an. Soll­te die SPD aber in ihrer tra­di­tio­nel­len Hoch­burg Bre­men ver­lie­ren, könn­te die Par­tei­spit­ze intern in Schwie­rig­kei­ten gera­ten mit unab­seh­ba­ren Fol­gen für die Koali­ti­on. Im EU-Wahl­kampf hat SPD-Gene­ral­se­kre­tär Lars Kling­beil die Uni­on zum “Haupt­geg­ner” erklärt.

Uni­on wie SPD ste­hen auch wegen sin­ken­der Umfra­ge­wer­te unter stei­gen­dem Druck. Bei­den könn­ten bei den EU-Wah­len Ver­lus­te im zwei­stel­li­gen Pro­zent­be­reich bevor­ste­hen. Unter Druck gerät damit auch CDU-Che­fin Kramp-Kar­ren­bau­er, die sich ver­sucht sehen könn­te, nach dem Kanz­ler­amt zu grei­fen, ehe ihre Stel­lung in der Par­tei ero­diert. Mög­lich wäre das nach der Absa­ge der SPD wahr­schein­lich nur in einer “Jamaika”-Koalition mit FDP und Grü­nen.

Mer­kel ist dage­gen am Diens­tag in Ber­lin Mut­ma­ßun­gen ent­ge­gen­ge­tre­ten, sie wol­le kurz nach der Wahl einen geplan­ten Rück­zug aus dem Amt bekannt machen. Auf die all­ge­mei­ne Fra­ge, ob es eine schon län­ger getrof­fe­ne Ent­schei­dung gebe, über die sie anläss­lich einer nach der Wahl vor­ge­se­he­nen CDU-Vor­stands­klau­sur infor­mie­ren wol­le, sag­te die Kanz­ler­i­nin, dies kön­ne sie “mit einem kla­ren Nein beant­wor­ten”.

Mehr zum The­ma — Außer­plan­mä­ßi­ge Klau­sur nach EU-Wahl : Plant die CDU Mer­kels Abgang ?

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Wien : Orthodoxe Serbin soll Kirchensteuer bezahlen


Die 58 Jah­re alte Tat­ja­na lebt seit dem Jahr 1974 in Wien. Wie auch ihre bei­den Töch­ter ist sie ser­bisch-ortho­dox getauft. Als die Chris­tin vor kur­zem das ers­te Schrei­ben von der Erz­diö­ze­se Wien mit der Auf­for­de­rung erhielt, 817 Euro zu bezah­len, nahm sie es “nicht wirk­lich ernst”. Dar­auf­hin folg­te eine Mah­nung zur Gehalts­pfän­dung. 

War­um lässt man mich nicht in Ruhe?”, will die Frau nun wis­sen.

Wie die öster­rei­chi­sche Tages­zei­tung Heu­te erfuhr, will die Kir­chen­bei­trags­stel­le Wien den Irr­tum klä­ren, sobald die Frau ihren Tauf­schein vor­legt.

Mehr zum The­ma — Sta­tis­tisch könn­ten Chris­ten in Deutsch­land ab 2022 in der Min­der­heit sein

RT Deutsch


Ägypter haben entschieden : Präsident Al-Sisi soll mehr Macht bekommen


Bei einer Wahl­be­tei­li­gung von 44 Pro­zent stimm­ten 27 Mil­lio­nen Ägyp­ter und Ägyp­te­rin­nen bei der Volks­ab­stim­mung für die Ver­fas­sungs­än­de­rung, die dem amtie­ren­den Prä­si­den­ten Al-Sisi unter ande­rem eine Ver­län­ge­rung sei­ner Amts­zeit bis 2030 ermög­licht. Ins­ge­samt wur­den vier Pro­zent der abge­ge­be­nen Stimm­zet­tel für ungül­tig erklärt.

Umfra­gen bei den Wahl­bü­ros vom Wochen­en­de erga­ben, dass vie­le Men­schen gar nicht so recht ver­stan­den haben, wor­um es bei dem Refe­ren­dum geht. Dafür wur­den ihnen von Mit­ar­bei­tern der Regie­rung nach der Stimm­ab­ga­be Pake­te mit Öl, Zucker, Ghee und Reis über­ge­ben. 

Kri­ti­ker warn­ten im Vor­feld, dass mit den Ver­fas­sungs­än­de­run­gen die ohne­hin schon auto­ri­tä­re Herr­schaft des Staats­chefs wei­ter aus­ge­baut wür­de. Neben der Ver­län­ge­rung der Amts­zeit erhält Al-Sisi auch mehr Ein­fluss auf die Beset­zung von Spit­zen­äm­tern in der Jus­tiz. Zudem könn­ten Zivi­lis­ten noch leich­ter vor Mili­tär­ge­rich­ten lan­den, und die Rol­le der ohne­hin schon mäch­ti­gen Armee wer­de wei­ter gefes­tigt. Die Anhän­ger des Staats­chefs argu­men­tie­ren dage­gen, dass mit den Ände­run­gen die Sta­bi­li­tät des nord­afri­ka­ni­schen Lan­des gestärkt wer­de.

Ägyp­tens Par­la­ment hat­te die Ver­fas­sungs­än­de­rung erst vor einer Woche abge­seg­net. Mehr als 60 Mil­lio­nen Ägyp­ter waren anschlie­ßend auf­ge­ru­fen, in einem Refe­ren­dum über die Ände­run­gen abzu­stim­men.

Al-Sisi war 2013 an die Macht gekom­men, als die Armee unter sei­ner Füh­rung nach Mas­sen­pro­tes­ten den frei­ge­wähl­ten Prä­si­den­ten Moham­med Mur­si gestürzt hat­te. 2018 wur­de der 64 Jah­re alte Al-Sisi bei einer gelenk­ten Abstim­mung mit rund 97 Pro­zent wie­der­ge­wählt.

Unter der auto­kra­ti­schen Füh­rung Al-Sisis geht Ägyp­ten mit har­ter Hand gegen Kri­ti­ker vor. Zehn­tau­sen­de sit­zen in Haft. Auch die Mei­nungs­frei­heit und das Demons­tra­ti­ons­recht sind stark ein­ge­schränkt. Zu Al-Sisis Pres­ti­ge­pro­jek­ten gehört unter ande­rem der Bau einer neu­en Haupt­stadt öst­lich von Kai­ro.

Mehr zum The­ma — Nach Kauf rus­si­scher Su-35-Jets : Washing­ton droht Ägyp­ten mit Sank­tio­nen

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Israelischer Präsident : Netanjahu soll es (wieder) richten


Ben­ja­min Netan­ja­hu ist der alte und neue Minis­ter­prä­si­dent Isra­els, nach­dem ihn Prä­si­dent Reu­ven Riv­lin offi­zi­ell mit der Regie­rungs­bil­dung betraut hat. Mit nun über 13 Jah­ren Amts­zeit hat Netan­ja­hu auch Geschich­te geschrie­ben : Er wird somit län­ger im Amt sein als der legen­dä­re Mit-Staats­grün­der und ers­te Minis­ter­prä­si­dent David Ben-Gur­i­on. Zwar hinkt er aktu­ell noch etwas mit der Anzahl Tage hin­ter­her (am 18.4.2019 : 4.780 Tage im Amt, gegen­über ins­ge­samt 4.872 von Ben-Gur­i­on), wird die­se Zahl aber durch das neue Man­dat wohl über­schrei­ten.

Dass Prä­si­dent Riv­lin mit die­ser Ent­schei­dung nicht ganz glück­lich ist, zeig­te er bei der Bestä­ti­gung des Regie­rungs­man­dats über Twit­ter :

Das war ein har­ter Wahl­kampf. Din­ge wur­den gesagt, die man nicht hät­te sagen sol­len, von allen Sei­ten. Nicht in einem demo­kra­ti­schen Staat und nicht in einem Jüdi­schen Staat. Die Eiser­ne Mau­er soll­te zwi­schen uns und unse­ren Fein­den sein, nicht inner­halb unse­res eige­nen Hau­ses, nicht zwi­schen uns. ‘Wir und sie’ ist vor­bei. Ab jetzt gibt es nur noch ‘wir’. Jetzt ist es an der Zeit, damit auf­zu­hö­ren, ’sie’ zu bekämp­fen, und den Glau­ben an ‘uns’ wie­der­zu­er­lan­gen. … Alle Par­tei­en in der Knes­set sind dafür ver­ant­wort­lich, und Sie, Herr Minis­ter­prä­si­dent, tra­gen dafür die Ver­ant­wor­tung.

Die­ser Wunsch nach gesell­schaft­li­cher, nicht nur par­tei­li­cher Einig­keit wird in Isra­el lei­der ein from­mer Wunsch blei­ben, und das weiß Reu­ven Riv­lin auch. Schon vor fünf Jah­ren kri­ti­sier­te er mit außer­ge­wöhn­li­cher Schär­fe den Ras­sis­mus, den Hass und die Gewalt in Isra­el, indem er sich zur Äuße­rung ver­lei­ten ließ :

Es ist an der Zeit, um ehr­lich zuzu­ge­ben, dass die israe­li­sche Gesell­schaft krank ist. Und ist es unse­re Pflicht, die­se Krank­heit zu behan­deln.

Auch der ehe­ma­li­ge Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Mosche Jaa­lon, der wahr­lich nicht als Frie­dens­tau­be bezeich­net wer­den kann, erklär­te bei sei­nem Rück­tritt aus der Regie­rung von Ben­ja­min Netan­ja­hu vor drei Jah­ren, dass “Extre­mis­ten Isra­el über­nom­men haben”. Gemeint sind damit Poli­ti­ker wie Avigdor Lie­ber­man, Nafta­li Ben­nett, Mosche Feig­lin, Bezal­el Smotrich, Ben­zi Gopstein und eine gan­ze Rei­he ande­rer, deren Namen – und wofür sie ein­ste­hen – in den Medi­en hier­zu­lan­de über­haupt nicht genannt wer­den.

Dabei sind gera­de sie die soge­nann­ten Königs­ma­cher, die Netan­ja­hu erst die­se Rekord­amts­zeit ermög­licht haben und natür­lich von ihm kon­kre­te Gegen­leis­tun­gen erwar­ten wer­den. Kon­sens aller Par­tei­en auf dem rech­ten Flü­gel ist, dass das bibli­sche Judäa und Sama­ria ohne Wenn und Aber zu Isra­el gehö­ren. Unter­schie­de gibt es ledig­lich in der Fra­ge der Umset­zung und was dabei mit den Paläs­ti­nen­sern gesche­hen soll, da die­ses Gebiet im eigent­lich vor­ge­se­he­nen Staat Paläs­ti­na liegt. Die ultra­or­tho­do­xe Schas-Par­tei kämpft zudem für den Erhalt der Frei­stel­lung ihrer Anhän­ge­rin­nen und Anhän­ger vom obli­ga­to­ri­schen Mili­tär­dienst.

Laut einer von der Tages­zei­tung Haa­retz durch­ge­führ­ten Umfra­ge unter­stüt­zen 42 Pro­zent der Befrag­ten eine Anne­xi­on der besetz­ten paläs­ti­nen­si­schen Gebie­te in der einen oder ande­ren Form. Für eine Zwei-Staa­ten-Lösung kön­nen sich nur noch 34 Pro­zent erwär­men, wäh­rend die Idee einer Ein-Staa­ten-Lösung – ins­be­son­de­re bei den israe­li­schen Paläs­ti­nen­sern – bei jedem Fünf­ten (20 Pro­zent) in Fra­ge käme, aller­dings mit vol­len Bür­ger­rech­ten.

USA prä­sen­tie­ren neue Land­kar­te von Isra­el

Erwar­tet wird im Grun­de das glei­che Ergeb­nis wie bei den syri­schen Golan­hö­hen : Eine Anne­xi­on, die durch die USA poli­tisch legi­ti­miert wer­den soll. Dass dies aber gegen das Völ­ker­recht ver­stößt, inter­es­siert nie­man­den. Unter­des­sen haben sich die USA beeilt, um eine neue Land­kar­te von Isra­el zu ver­öf­fent­li­chen, auf wel­cher bereits der US-Aner­ken­nung israe­li­scher Sou­ve­rä­ni­tät über die Golan­hö­hen Rech­nung getra­gen wird.

Mehr zum The­ma — Frie­den zwi­schen Paläs­ti­nen­sern und Israe­lis à la Trump : Kein Paläs­ti­nen­ser­staat vor­ge­se­hen

RT Deutsch


MP5 von Heckler & Koch für ukrainische Polizei soll zukünftig aus Türkei kommen


Das ukrai­ni­sche Innen­mi­nis­te­ri­um plant die Maschi­nen­pis­to­le MP5 für die Umrüs­tung der natio­na­len Poli­zei bei einem tür­ki­schen Her­stel­ler zu erwer­ben. Das mel­det das ukrai­ni­sche Mili­tär­por­tal mil unter Ver­weis auf eine Quel­le im Bereich des Han­dels mit klei­nen Feu­er­waf­fen. 

Die Ver­hand­lun­gen über die Lie­fe­rung der Waf­fen für Spe­zi­al­kräf­te des Innen­mi­nis­te­ri­ums KORD fin­den bereits seit dem Jahr 2016 statt. Der Pro­du­zent soll das tür­ki­sche Staats­un­ter­neh­men MKEK sein. Die­ses hat eine Lizenz von Heck­ler & Koch und stellt seit dem Jahr 1967 Maschi­nen­pis­to­len ver­schie­de­ner Bau­ar­ten her. 

Wie von uns berich­tet, hat der Spre­cher von Heck­ler & Koch Flo­ri­an Boker­mann ver­laut­bart, dass sei­tens des Unter­neh­mens kei­ne Ver­hand­lun­gen mit der ukrai­ni­schen Poli­zei über den Ver­kauf der Maschi­nen­pis­to­len MP5 oder sons­ti­gen Waf­fen geführt wer­den. Da die Ukrai­ne nicht zum Kreis der Staa­ten gehö­re, in die die­se Waf­fen ver­kauft wer­den dür­fen, sei eine Ver­ein­ba­rung mit Kiew über Waf­fen­lie­fe­run­gen laut Boker­mann “fak­tisch unmög­lich”. 

Am 25. März jedoch sag­te der Poli­zei­chef der Ukrai­ne Ser­gej Knja­sew gegen­über Medi­en, dass die natio­na­le Poli­zei der Ukrai­ne auf Kalasch­ni­kow-Sturm­ge­weh­re ver­zich­ten und auf deut­sche MP5-Maschi­nen­pis­to­len umstei­gen wol­le. Ihm zufol­ge sei die deut­sche Waf­fe beque­mer ein­zu­set­zen. Er sag­te fer­ner, dass der Waf­fen­be­stand der Poli­zei zu etwa 90 Pro­zent erneu­ert wer­den sol­le. Ver­zich­tet wer­de auch auf die sowje­ti­schen Pis­to­len der Model­le PM und TT.

Laut der Online-Enzy­klo­pä­die Wiki­pe­dia sind von Heck­ler & Koch Pro­duk­ti­ons­li­zen­zen für Waf­fen vom Typ MP5 an min­des­tens 14 Staa­ten ver­ge­ben wor­den. Hier­zu gehö­ren Sau­di-Ara­bi­en, Mexi­ko, Paki­stan, Groß­bri­tan­ni­en und die Tür­kei. Das tür­ki­sche Staats­un­ter­neh­men MKEK baut seit 1967 Lizenz­pro­duk­te von Heck­ler & Koch. 

Die MP5 wird von Rechts­schutz­or­ga­nen und Spe­zi­al­ein­hei­ten in mehr als 50 Län­dern genutzt und gilt als gut geeig­net für Schuss­wech­sel auf kur­ze Distanz. 

Mehr zum The­ma — Töd­li­ches “Made in Ger­ma­ny”: Pro­zess gegen Heck­ler & Koch wegen ille­ga­ler Waf­fen­ex­por­te

RT Deutsch