Ende der Diskriminierung : Iranische Frauen sollen wieder ins Fußballstadion gehen dürfen


Die For­de­rung von FIFA-Prä­si­dent Gian­ni Infan­ti­no, auch Frau­en den Sta­di­on­be­such für die Qua­li­fi­ka­ti­ons­spie­le der Welt­meis­ter­schaft 2022 zu erlau­ben, sei von FFI-Prä­si­dent Meh­di Tadsch ans Sport­mi­nis­te­ri­um wei­ter­ge­lei­tet wor­den, wie ein Spre­cher des Fuß­ball-Welt­ver­ban­des am Don­ners­tag bekannt gab. 

Die FIFA-For­de­rung wird in der ira­ni­schen Sport­pres­se mit gro­ßer Sor­ge ver­folgt. Falls der Iran die For­de­rung nicht erfüllt, könn­te dies zu einer Dis­qua­li­fi­ka­ti­on der ira­ni­schen Natio­nal­mann­schaft von der Welt­meis­ter­schaft 2022 in Katar füh­ren. Tadschs Ankün­di­gung, Infan­ti­nos For­de­rung ans Sport­mi­nis­te­ri­um geschickt zu haben, ist nicht neu. Zudem haben weder er und der Fuß­ball­ver­band FFI noch das Sport­mi­nis­te­ri­um sowie die Regie­rung die not­wen­di­ge Auto­ri­tät, das jahr­zehn­te­lan­ge Ver­bot auf­zu­he­ben. Das könn­te nur mit Zustim­mung des erz­kon­ser­va­ti­ven Kle­rus gesche­hen. 

FFI-Vize­prä­si­den­tin Lej­la Sufi­sa­deh sag­te :

Auch wir wol­len, dass Frau­en ins Sta­di­on kom­men kön­nen, aber gleich­zei­tig müs­sen wir uns an die hie­si­gen isla­mi­schen Geset­ze und Vor­schrif­ten hal­ten.

Das Sta­di­on­ver­bot für Frau­en ist seit Jah­ren ein Dis­kus­si­ons­the­ma im Iran. Der ein­fluss­rei­che Kle­rus ist der Ansicht, dass isla­mi­sche Frau­en bei den Spie­len neben männ­li­chen Fans nichts zu suchen haben. Obwohl auch Prä­si­dent Hassan Roha­ni gegen das Ver­bot ist, konn­te er sich bis jetzt nicht gegen die geist­li­chen Füh­rer des Lan­des durch­set­zen. 

Mehr zum The­ma — Wegen Bibia­na Stein­haus : Kei­ne Fuß­ball-Über­tra­gung im ira­ni­schen TV

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Arabische Petrodollars sollen jetzt auch nach Russland fließen


von Zlat­ko Per­ci­nic

Nach­dem die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka zu einem Ener­gie­gi­gan­ten auf­ge­stie­gen und nicht mehr abhän­gig von ara­bi­schem Öl sind, ist das “Recycling”-System zusam­men­ge­bro­chen, wel­ches für ein hal­bes Jahr­hun­dert funk­tio­niert hat­te. Das Geld, das die USA für Erd­öl an die Scheichs auf der Ara­bi­schen Halb­in­sel aus­ge­ben muss­ten, woll­ten sie in Form von Inves­ti­tio­nen in ver­schie­dens­ten Berei­chen der US-Wirt­schaft wie­der zurück­ha­ben. Die­se wech­sel­sei­ti­ge Bezie­hung funk­tio­nier­te so lan­ge gut, solan­ge bei­de Sei­ten von­ein­an­der abhän­gig waren. Und solan­ge der Pro­fit stimm­te.

Doch mit dem Auf­stieg der USA zu einem Ener­gie­ex­por­teur hat sich die­ses Gleich­ge­wicht ver­scho­ben. Washing­ton ist zu einem Kon­kur­ren­ten gewor­den, der sein Geld nicht mehr in Sau­di-Ara­bi­en, Kuwait oder den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten aus­ge­ben muss, um die Häu­ser und Woh­nun­gen im Win­ter warm zu hal­ten oder die Tank­stel­len mit Ben­zin zu belie­fern. Doch die Petro­mon­ar­chi­en sind noch immer von den USA abhän­gig, wenn es um ihre eige­ne Sicher­heit geht. Die ehe­ma­li­ge Gewiss­heit, dass Washing­ton schon zu Hil­fe eilen wird, wenn der Preis stimmt, ist einer schmerz­li­chen Ernüch­te­rung gewi­chen.

Zwar sind die bila­te­ra­len Bezie­hun­gen nach wie vor robust, und die Rüs­tungs­ge­schäf­te jagen von einem Spit­zen­wert zum nächs­ten, doch die Ris­se wer­den immer augen­schein­li­cher. Nicht ein­mal die Ter­ror­an­schlä­ge vom 11. Sep­tem­ber 2001, bei denen sau­di­sche Ter­ro­ris­ten – womög­lich mit Unter­stüt­zung aus gewis­sen Tei­len des wah­ha­bi­ti­schen König­rei­ches – fast 3.000 Men­schen getö­tet haben, konn­ten sol­che Ris­se in den Bezie­hun­gen erzeu­gen.

Noch hal­ten gemein­sa­me geo­po­li­ti­sche Ansich­ten das Band zusam­men, ins­be­son­de­re die Feind­schaft gegen­über dem Iran. Nicht umsonst wur­de das Atom­ab­kom­men als Bedro­hung emp­fun­den, weil sich dadurch selbst die­ses Band auf­ge­löst hät­te.

Das bedeu­tet aber nicht, dass sich Riad und Abu Dha­bi, als finan­zi­ell mäch­tigs­te Zen­tren der ara­bi­schen Welt fest im US-Camp ver­an­kert, nicht der glo­ba­len Ver­än­de­run­gen bewusst wären. Den­noch kön­nen sie kei­ne über­eil­ten Schrit­te unter­neh­men, da einer­seits nach wie vor sehr viel Kapi­tal in den USA inves­tiert ist und ande­rer­seits die bit­te­re Rea­li­tät auf­ge­zeigt hat, dass ihre Sicher­heit noch auf Jah­re hin­aus von Washing­ton abhän­gig blei­ben wird. Sau­di-Ara­bi­en und die VAE haben es nicht geschafft, einen hoff­nungs­los unter­le­ge­nen Geg­ner im Jemen zu besie­gen, obwohl sie nebst Isra­el zu den mili­tä­risch best­aus­ge­rüs­te­ten Staa­ten der Regi­on gehö­ren. Und wenn sie es nicht ein­mal mit den Huthi auf­neh­men kön­nen, wie sol­len sie dann erst gegen einen viel stär­ke­ren Geg­ner bestehen kön­nen ?

Den bei­den Kron­prin­zen und Power­play­ern Moham­med bin Sal­man (MbS) und Moham­med bin Zay­ed (MbZ) bleibt daher nichts ande­res übrig, als klei­ne und vor­sich­ti­ge Schrit­te zur poli­ti­schen Diver­si­fi­zie­rung zu unter­neh­men. Mit einem aus ihrer Sicht eher klei­nen Invest­ment in Russ­land wäre der ers­te Schritt in die­se Rich­tung getan, nach­dem den jah­re­lan­gen Ver­spre­chen nur zag­haf­te Taten folg­ten. Als MbS 2015 den rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin traf, ver­sprach er sau­di­sche Inves­ti­tio­nen in Höhe von zehn Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Gemäß rus­si­schen Sta­tis­ti­ken war es am Ende aber “nur” rund ein Vier­tel, wie Bloom­berg berich­te­te.

Nun sol­len es laut Kirill Dmi­triev, dem Lei­ter des staat­li­chen Rus­si­an Direct Invest­ment Fund und Putins Son­der­be­ra­ter für die Golf­re­gi­on, allein für 2019 fünf Mil­li­ar­den US-Dol­lar wer­den :

Wir sind sehr zufrie­den mit dem Ver­lauf der Bezie­hun­gen mit ara­bi­schen Inves­to­ren. Wir sind inter­es­sant für sie, weil wir hohe Ren­di­ten auf inves­tier­tes Kapi­tal anbie­ten. Gesprä­che mit den Chi­ne­sen ver­lau­fen immer ein biss­chen lang­sa­mer.

Die­se poli­ti­sche Diver­si­fi­zie­rung ist nicht nur eine Fra­ge der Ren­di­te, son­dern auch einer gewis­sen neu­en Abhän­gig­keit. Sau­di-Ara­bi­en benö­tigt einen sta­bi­len Ölpreis, der sich min­des­tens auf einem Niveau von 85 US-Dol­lar pro Bar­rel befin­det, um den Staats­haus­halt finan­zie­ren zu kön­nen. Als US-Prä­si­dent Trump im Novem­ber 2018 nach einem Preis­sturz und dem Aus­stieg von Katar aus dem Ölkar­tell OPEC nach noch gerin­ge­ren Ölprei­sen ver­lang­te, stell­te er Riad vor grö­ße­re Pro­ble­me.

Es war dann aus­ge­rech­net Russ­land – zusam­men mit den USA und Sau­di-Ara­bi­en, einer der größ­ten Ölex­por­teu­re der Welt – das den Sau­dis zur Sei­te stand und die För­der­kür­zun­gen der Opec+ ver­län­ger­te, um die Prei­se zu sta­bi­li­sie­ren, obwohl man noch vor der Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft von einer Pro­duk­ti­ons­stei­ge­rung sprach. Damit ent­schied sich Riad expli­zit gegen die von Trump gefor­der­te Poli­tik von nied­ri­gen Ölprei­sen.

Mehr zum The­ma — Wall Street Jour­nal : OPEC will for­mel­le Alli­anz mit Russ­land zur Steue­rung des glo­ba­len Ölmark­tes

Putin mach­te hin­ge­gen deut­lich, dass er Russ­land nicht als Juni­or-Part­ner von Sau­di-Ara­bi­en betrach­tet, son­dern als eben­bür­ti­gen Akteur im Ölkar­tell. Noch Anfang Juni mein­te er, dass Russ­land gar nicht so hohe Ölprei­se wie Sau­di-Ara­bi­en brau­che, weil Mos­kau bereits mit einem Preis von 40 US-Dol­lar pro Bar­rel klar­kom­me. Und im Febru­ar warn­te Igor Sechin, Chef des staat­li­chen Ölrie­sen Ros­neft, Putin davor, den Deal mit der OPEC wei­ter zu ver­län­gern, weil es eine “stra­te­gi­sche Bedro­hung” für Russ­land dar­stel­le und in die Hän­de der USA spie­le. 

Doch für Putin geht es um das gro­ße Gan­ze. Wür­de Mos­kau aus dem Deal aus­stei­gen, wür­den auch die Ölprei­se sofort nach­ge­ben und Riad dazu zwin­gen, ent­we­der die Prei­se zu akzep­tie­ren oder deut­lich mehr Erd­öl zu för­dern. Am Mon­tag ent­schie­den sich die Län­der von Opec+ aber für eine wei­te­re Bei­be­hal­tung der För­der­kür­zun­gen bis zum 31. März 2020. So sichert sich Putin nicht nur die ara­bi­schen Inves­ti­tio­nen in Russ­land, son­dern auch deren Unter­stüt­zung in geo­po­li­ti­schen Ange­le­gen­hei­ten, die im Fokus der rus­si­schen Außen­po­li­tik ste­hen.

Mehr zum The­ma — Ent­dol­la­ri­sie­rung : Chi­na und Russ­land wol­len mehr Han­del in Rubel und Yuan abwi­ckeln

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Besatzer-Wachablösung ? US-Truppen in Syrien sollen von anderen Ländern ersetzt werden


James Jef­frey ist ein Mann, der auf eine lan­ge Kar­rie­re in der US Army und im diplo­ma­ti­schen Dienst zurück­bli­cken kann. Er war Bot­schaf­ter in Alba­ni­en, der Tür­kei und dem Irak, und er war auch Stell­ver­tre­ten­der Natio­na­ler Sicher­heits­be­ra­ter von Prä­si­dent Geor­ge W. Bush. Nach dem Rück­tritt von Brett McGurk als Son­der­be­auf­trag­ter der glo­ba­len Koali­ti­on zur Bekämp­fung des IS (Isla­mi­scher Staat) Ende Dezem­ber 2018 wur­de Jef­frey Anfang Janu­ar zu des­sen Nach­fol­ger ernannt.

Der Rück­tritt McGurks war der Ent­schei­dung von US-Prä­si­dent Donald Trump geschul­det, die US-Trup­pen aus Syri­en abzu­zie­hen. Wie sich nun her­aus­stellt, bestand die Auf­ga­be von James Jef­frey nicht nur dar­in, die poli­ti­schen Fäden in der Koali­ti­on gegen den IS zu zie­hen, son­dern auch dar­in, den Abzug der US-Trup­pen vor­zu­be­rei­ten. Das zumin­dest legt das Inter­view nahe, das er dem Por­tal Defen­seO­ne gege­ben hat.

Dar­in sagt er, dass in den “nächs­ten Wochen” eine Ankün­di­gung von Regie­run­gen zu erwar­ten sei, die eige­ne Trup­pen nach Syri­en ent­sen­den könn­ten, um die US-Sol­da­ten zu erset­zen.

Der Prä­si­dent ist ent­schlos­sen, eine mini­ma­le Trup­pe für eine unbe­stimm­te Zeit bei­zu­be­hal­ten, wäh­rend wir die­sen sorg­fäl­ti­gen und ver­ant­wor­tungs­vol­len Abzug fort­set­zen. Aber die­ser Abzug betraf immer nur ame­ri­ka­ni­sche Boden­trup­pen. Unse­re Erwar­tung ist, dass die Koali­ti­ons­kräf­te über­neh­men, und wir bekom­men sehr ermu­ti­gen­de Reak­tio­nen von ihnen.

Und wir wer­den wei­ter­hin unse­re enorm wich­ti­ge Luft­kon­trol­le und Luft­ope­ra­tio­nen über Nord­ost­sy­ri­en auf­recht­erhal­ten, wir wer­den unse­re Boden­prä­senz in al-Tanf bei­be­hal­ten, und wir wer­den bereit sein, für bestimm­te ter­ro­ris­ti­sche Angriffs­zie­le ent­spre­chen­de Kräf­te ein­zu­set­zen.

Jef­frey sieht Fort­schrit­te bei inter­na­tio­na­len Ver­hand­lun­gen 

Wel­che Län­der das sind, woll­te der Son­der­be­auf­tra­ge des Wei­ßen Hau­ses nicht vor­weg­neh­men. Dass die USA aber wei­ter­hin mit Luft­ope­ra­tio­nen und geheim­dienst­li­cher Unter­stüt­zung aktiv blei­ben, scheint eine Vor­aus­set­zung für die poten­zi­el­len Trup­pen­stel­ler gewe­sen zu sein. Eben­so wie die deut­schen Auf­klä­rungs­flü­ge der Bun­des­wehr, die von Washing­ton ange­for­dert wer­den.

Zudem gebe es im Irak beun­ru­hi­gen­de Anzei­chen für einen erneu­ten IS-Auf­stands. Aller­dings sei die Behaup­tung des Insti­tu­te for the Stu­dy of War, dass der IS “wahr­schein­lich über die Fähig­keit ver­fügt, erneut eine gro­ße Stadt im Irak oder Syri­en zu beset­zen”, völ­li­ger “Blöd­sinn”, so Jef­frey. Der IS nut­ze die Strei­tig­kei­ten zwi­schen den ver­schie­de­nen Akteu­ren im Irak aus, wie zum Bei­spiel zwi­schen Kur­den und Ara­bern, der Armee und diver­sen Mili­zen oder zwi­schen Schii­ten und Sun­ni­ten.

In Syri­en gebe es trotz der poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Washing­ton und Anka­ra auf­grund des tür­ki­schen Kaufs rus­si­scher S‑400 Luft­ab­wehr­sys­te­men “frucht­ba­re Dis­kus­sio­nen”. Die Ver­hand­lun­gen über eine “safe zone”, eine Sicher­heits­zo­ne für Zivi­lis­ten, sei­en im Gan­ge, und dabei gebe es auch Fort­schrit­te, mein­te der US-Diplo­mat.

Außer­dem bestä­tig­te Jef­frey, dass es auch im syri­schen Frie­dens­pro­zess posi­ti­ve Signa­le gibt. Die Regie­rung von Prä­si­dent Baschar al-Assad stimm­te auf Drän­gen Russ­lands am Frei­tag der Ernen­nung der letz­ten sechs Mit­glie­der für ein Ver­fas­sungs­ko­mi­tee zu, das aus ins­ge­samt 50 Mit­glie­dern aus Regie­rung, Oppo­si­ti­on und Zivil­ge­sell­schaft besteht. In Genf soll das Komi­tee zusam­men­kom­men und über den stei­ni­gen Weg der natio­na­len Ver­söh­nung und den Wie­der­auf­bau des vom Krieg gebeu­tel­ten Lan­des bera­ten.

Mehr zum The­ma — Vier Todes­op­fer bei mut­maß­lich israe­li­schen Angriff auf Syri­en 

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China und USA sollen sich vor G20-Gipfel auf “Feuerpause im Handelskrieg” geeinigt haben


Die Ein­zel­hei­ten des Abkom­mens wer­den in Pres­se­mit­tei­lun­gen fest­ge­legt, bevor die Staats- und Regie­rungs­chefs der bei­den Län­der anläss­lich des G20-Gip­fels in Japan an die­sem Wochen­en­de zusam­men­kom­men wer­den. Dies berich­te­te die Hong­kon­ger Zei­tung South Chi­na Morning Post unter Beru­fung auf anony­me Quel­len sowohl in der chi­ne­si­schen als auch in der US-ame­ri­ka­ni­schen Regie­rung. 

Eine Quel­le, die angeb­lich über die Pla­nun­gen infor­miert ist, erklär­te, dass die Ent­schei­dung von US-Prä­si­dent Donald Trump, die Ver­hän­gung zusätz­li­cher Zöl­le zu ver­schie­ben, der Preis dafür sei, dass der chi­ne­si­sche Prä­si­dent Xi Jin­ping dem Tref­fen in Japan zustimmt.

Aller­dings könn­te Prä­si­dent Trump immer einen Sin­nes­wan­del haben”, sag­te die Quel­le. “Der Waf­fen­still­stand scheint jedoch beschlos­se­ne Sache zu sein.”

Eine in Washing­ton ansäs­si­ge Quel­le, die mit den Gesprä­chen ver­traut ist, sag­te, dass es “lau­fen­de Ver­su­che gibt, die Pres­se­ar­beit zu koor­di­nie­ren”. Die Quel­le stell­te fest, dass über neue Zol­le oder Zeit­punk­te noch kei­ne kon­kre­te Ent­schei­dung getrof­fen wur­de.

Ein Han­dels­ab­kom­men zwi­schen den USA und Chi­na könn­te die nächs­te Run­de von Zöl­len auf zusätz­li­che 300 Mil­li­ar­den Dol­lar chi­ne­si­scher Ein­fuh­ren ver­hin­dern. Die Trump-Regie­rung hat gedroht, Zöl­le von bis zu 25 Pro­zent auf die ver­blie­be­nen unver­zoll­ten chi­ne­si­schen Waren zu erhe­ben, wenn die Gip­fel­ge­sprä­che schlecht ver­lau­fen. Das wür­de bedeu­ten, dass fast alles, was Chi­na an die Ver­ei­nig­ten Staa­ten ver­kauft, zoll­pflich­tig wäre.

Ein sol­cher Schritt Washing­tons wür­de einen Ver­gel­tungs­schlag Pekings aus­lö­sen, zu dem auch die Ein­füh­rung zusätz­li­cher Zöl­le auf US-ame­ri­ka­ni­sche Waren und Beschrän­kun­gen für wich­ti­ge Expor­te wie sel­te­ne Erden­ma­te­ria­li­en gehö­ren könn­ten, die für die USA von ent­schei­den­der Bedeu­tung sind. Der eska­lie­ren­de Han­dels­krieg zwi­schen den bei­den größ­ten Volks­wirt­schaf­ten der Welt könn­te eine glo­ba­le Finanz­kri­se aus­lö­sen.

Trump sag­te am Mitt­woch, er sei bereit, zusätz­li­che Zöl­le auf Impor­te aus Chi­na zu ver­hän­gen, wenn die Gesprä­che in Osa­ka schei­tern. Er schlug jedoch vor, dass die zusätz­li­chen Zöl­le bei zehn Pro­zent begin­nen könn­ten.

Seit Beginn des Han­dels­krie­ges vor fast einem Jahr hat Trump 25 Pro­zent Zöl­le auf chi­ne­si­sche Waren im Wert von 250 Mil­li­ar­den Dol­lar erho­ben. Wäh­rend sich die Span­nun­gen wei­ter ver­schärf­ten, führ­te Washing­ton im Mai 25-pro­zen­ti­ge Zöl­le auf eine Rei­he chi­ne­si­scher Impor­te ein, nach­dem es höhe­re Abga­ben auf chi­ne­si­sche Pro­duk­te im Wert von 200 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ver­häng­te. Peking schlug mit erhöh­ten Zöl­len auf mehr als 5.000 ame­ri­ka­ni­sche Pro­duk­te im Wert von 60 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zurück.

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Exklusiv-Interview mit kubanischem Botschafter : “USA wollen uns vorschreiben, wie wir leben sollen”


Mehr zum The­ma — Exklu­siv-Inter­view mit der Toch­ter von Che Gue­va­ra : “Die Lie­be ist enorm”

Ramón Igna­cio Ripoll Díaz, Jahr­gang 1953, stu­dier­te Volks­wirt­schaft in Havan­na und schaut auf eine lan­ge Kar­rie­re im diplo­ma­ti­schen Dienst der Repu­blik Kuba zurück, unter ande­rem mit Sta­tio­nen in der DDR und Nami­bia. Bevor er im Jahr 2017 als Bot­schaf­ter in die Bun­des­re­pu­blik kam, war er Vize­mi­nis­ter für Außen­han­del und Aus­län­di­sche Inves­ti­tio­nen sowie Direk­tor des Bereichs Öffent­lich­keits­ar­beit der kuba­ni­schen Han­dels­kam­mer.

Mehr zum The­ma — Exklu­siv-Inter­view mit Arnal­do Tama­yo : Vom Schuh­put­zer zum ers­ten kuba­ni­schen Kos­mo­nau­ten

Im Gespräch mit RT Redak­teur Flo­ri­an War­weg erläu­tert Ripoll Díaz, wie die USA mit­tels des soge­nann­ten Helms-Bur­ton-Geset­zes, wel­ches durch sei­nen extra­ter­ri­to­ria­len Anspruch per se völ­ker­rechts­wid­rig ist, ver­su­chen, Kuba in die Knie zu zwin­gen. Er zeich­net in einem geschicht­li­chen Exkurs zudem nach, wie die USA seit weit mehr als 100 Jah­ren von der Idee beses­sen sind, Kuba zu annek­tie­ren und es nicht akzep­tie­ren wol­len, dass es Län­der gibt, die sich nicht als Hin­ter­hof der USA betrach­ten wol­len. Eben­so zeigt er auf, wie die USA ihnen nicht geneh­me Abstim­mun­gen der UN oder gegen sie gerich­te­te Gerichts­ur­tei­le des Inter­na­tio­na­len Gerichts­hofs in Den Haag geflis­sent­lich igno­rie­ren, ohne dass die Ver­ei­ni­gen Staa­ten für die­ses Ver­hal­ten je zur Rechen­schaft gezo­gen wor­den wären. 

Mehr zum The­ma - Kuba ant­wor­tet mit Clip auf Helms-Bur­ton-Gesetz der USA : Wir ver­ste­hen Lie­be, aber kei­nen Hass

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S‑400-Lieferungen an Türkei sollen in zwei Monaten beginnen – Rostec-Chef


Ser­gej Tsche­me­sow, Direk­tor des rus­si­schen Tech­no­lo­gie­kon­zerns Ros­tec, hat gegen­über dem rus­si­schen Sen­der NTV preis­ge­ge­ben, dass die Lie­fe­run­gen der rus­si­schen S‑400-Luft­ab­wehr­sys­te­me an die Tür­kei in zwei Mona­ten begin­nen wer­den.
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Kreml : Russische Pässe sollen Menschen im Donbass Bewegungsfreiheit ermöglichen


Am 24. April unter­zeich­ne­te der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin ein Dekret, das Ein­woh­nern bestimm­ter Regio­nen der Süd­ost­ukrai­ne die Erlan­gung der rus­si­schen Staats­bür­ger­schaft erleich­tert. Durch den Erhalt rus­si­scher Päs­se erhal­ten die Ein­woh­ner des Don­bass Doku­men­te, die nicht nur in Russ­land aner­kannt sind, so der Kreml-Spre­cher Dmi­tri Pes­kow.

Auf die Fra­ge, war­um Mos­kau die Ein­bür­ge­rung der Ein­woh­ner bestimm­ter Gebie­te der Regio­nen Donezk und Lug­ansk erleich­ter­te, obwohl der rus­si­sche Prä­si­dent 2017 ein Dekret unter­zeich­ne­te, wodurch die Aner­ken­nung von Doku­men­ten der selbst ernann­ten Don­bass-Repu­bli­ken ermög­licht wur­de, wies Pes­kow dar­auf hin, dass Don­bass-Ein­woh­ner “nicht nur nach Russ­land rei­sen”. Er beton­te :

Tat­säch­lich könn­ten sie die­se Doku­men­te in Russ­land ver­wen­den, doch für ande­re Rei­se­zie­le war es unmög­lich.

Am 24. April unter­zeich­ne­te der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin ein Dekret, das die Regeln für die Erlan­gung der rus­si­schen Staats­bür­ger­schaft für Ein­woh­ner bestimm­ter Regio­nen der Süd­ost­ukrai­ne ver­ein­facht. Im Dekret heißt es :

Per­so­nen, die ihren stän­di­gen Wohn­sitz in bestimm­ten Gebie­ten der ukrai­ni­schen Regio­nen Donezk und Lug­ansk haben, haben das Recht, die rus­si­sche Staats­bür­ger­schaft in einem ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren zu bean­tra­gen.

Dem Doku­ment zufol­ge wur­de die Ent­schei­dung “zum Schutz der Men­schen­rech­te und Frei­hei­ten” auf der Grund­la­ge all­ge­mein aner­kann­ter inter­na­tio­na­ler Geset­ze getrof­fen.

Mehr zum The­ma — Wla­di­mir Putin erleich­tert Ver­ga­be rus­si­scher Staats­bür­ger­schaft an Ein­woh­ner des Don­bass

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Zwei Studenten sollen Apple durch Umtausch von gefälschten iPhones um 900.000 Dollar gebracht haben


Die bei­den Ver­däch­ti­gen stu­dier­ten Inge­nieurs­wis­sen­schaf­ten im US-Bun­des­staat Ore­gon. Neben­bei ent­wi­ckel­ten sie nach Anga­ben der US-Behör­den einen Plan, der ihnen ermög­lich­te, gefälsch­te Smart­pho­nes aus Chi­na gegen ech­te iPho­nes ein­zu­tau­schen. Yangyang Zhou und Quan Jiang – bei­de in ihren Zwan­zi­gern – gerie­ten im Dezem­ber 2017 ins Blick­feld des Minis­te­ri­ums für Inne­re Sicher­heit der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Dem Zoll fiel auf, dass die jun­gen Män­ner mehr als fünf Pake­te mit fal­schen iPho­nes aus Chi­na bekom­men hat­ten. Im März 2018 wur­den bei einer Durch­su­chung in Quan Jiangs Haus mehr als 300 gefälsch­te Apple-Gerä­te ent­deckt. In einem an Yangyang Zhou adres­sier­ten Paket fan­den die Ermitt­ler 25 imi­tier­te iPho­nes.

Einer der Ver­däch­ti­gen sag­te aus, er habe mit jedem Paket aus Chi­na jeweils 20 bis 30 Smart­pho­nes bekom­men. Dabei nutz­te der Stu­dent auch Adres­sen sei­ner Freun­de und Ange­hö­ri­gen. Ab und zu erfand er sogar unsin­ni­ge Pseud­ony­me wie zum Bei­spiel “Apa­che Heli­cop­ter”. Die jun­gen Män­ner jubel­ten dann die Fäl­schun­gen aus Chi­na dann Apple unter dem Vor­wand unter, dass sich die Gerä­te nicht ein­schal­ten lie­ßen.

Zwi­schen April 2017 und März 2018 ver­such­ten die Freun­de nach Anga­ben der Behör­den auf die­se Art und Wei­se, 3.069 Gerä­te umzu­tau­schen. 1.493 davon wur­den tat­säch­lich ersetzt. Die Ver­däch­ti­gen schick­ten dann die ech­ten iPho­nes zurück nach Chi­na. Dort wur­den die­se angeb­lich wei­ter­ver­kauft, und die Stu­den­ten beka­men einen Anteil am ille­ga­len Geschäft. In den rest­li­chen 1.576 Fäl­len erhiel­ten die Stu­den­ten einen abschlä­gi­gen Bescheid mit einer detail­lier­ten Begrün­dung, war­um die War­tung des jewei­li­gen Smart­pho­nes unmög­lich war. Dass es sich dabei um eine Fäl­schung han­del­te, stand nicht in den Doku­men­ten.

Der IT-Kon­zern bezif­fer­te den Scha­den auf min­des­tens 895.800 Dol­lar. Die bei­den Stu­den­ten behaup­te­ten dabei, sie hät­ten kei­ne Ahnung gehabt, dass es sich bei den aus­ge­tausch­ten Gerä­ten um Nach­ma­chun­gen han­del­te. Quan Jiang wur­de im März 2019 wegen Han­dels mit gefälsch­ten Waren und Betrugs ange­klagt. Yangyang Zhou wur­de zur Last gelegt, fal­sche oder irre­füh­ren­de Anga­ben in Export­er­klä­run­gen gemacht zu haben.

Mehr zum The­ma — Qual­comm gewinnt Patent­ver­fah­ren gegen Apple in USA

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