Zwei Studenten sollen Apple durch Umtausch von gefälschten iPhones um 900.000 Dollar gebracht haben


Die bei­den Ver­däch­ti­gen stu­dier­ten Inge­nieurs­wis­sen­schaf­ten im US-Bun­des­staat Ore­gon. Neben­bei ent­wi­ckel­ten sie nach Anga­ben der US-Behör­den einen Plan, der ihnen ermög­lich­te, gefälsch­te Smart­pho­nes aus Chi­na gegen ech­te iPho­nes ein­zu­tau­schen. Yangyang Zhou und Quan Jiang – bei­de in ihren Zwan­zi­gern – gerie­ten im Dezem­ber 2017 ins Blick­feld des Minis­te­ri­ums für Inne­re Sicher­heit der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Dem Zoll fiel auf, dass die jun­gen Män­ner mehr als fünf Pake­te mit fal­schen iPho­nes aus Chi­na bekom­men hat­ten. Im März 2018 wur­den bei einer Durch­su­chung in Quan Jiangs Haus mehr als 300 gefälsch­te Apple-Gerä­te ent­deckt. In einem an Yangyang Zhou adres­sier­ten Paket fan­den die Ermitt­ler 25 imi­tier­te iPho­nes.

Einer der Ver­däch­ti­gen sag­te aus, er habe mit jedem Paket aus Chi­na jeweils 20 bis 30 Smart­pho­nes bekom­men. Dabei nutz­te der Stu­dent auch Adres­sen sei­ner Freun­de und Ange­hö­ri­gen. Ab und zu erfand er sogar unsin­ni­ge Pseud­ony­me wie zum Bei­spiel “Apa­che Heli­cop­ter”. Die jun­gen Män­ner jubel­ten dann die Fäl­schun­gen aus Chi­na dann Apple unter dem Vor­wand unter, dass sich die Gerä­te nicht ein­schal­ten lie­ßen.

Zwi­schen April 2017 und März 2018 ver­such­ten die Freun­de nach Anga­ben der Behör­den auf die­se Art und Wei­se, 3.069 Gerä­te umzu­tau­schen. 1.493 davon wur­den tat­säch­lich ersetzt. Die Ver­däch­ti­gen schick­ten dann die ech­ten iPho­nes zurück nach Chi­na. Dort wur­den die­se angeb­lich wei­ter­ver­kauft, und die Stu­den­ten beka­men einen Anteil am ille­ga­len Geschäft. In den rest­li­chen 1.576 Fäl­len erhiel­ten die Stu­den­ten einen abschlä­gi­gen Bescheid mit einer detail­lier­ten Begrün­dung, war­um die War­tung des jewei­li­gen Smart­pho­nes unmög­lich war. Dass es sich dabei um eine Fäl­schung han­del­te, stand nicht in den Doku­men­ten.

Der IT-Kon­zern bezif­fer­te den Scha­den auf min­des­tens 895.800 Dol­lar. Die bei­den Stu­den­ten behaup­te­ten dabei, sie hät­ten kei­ne Ahnung gehabt, dass es sich bei den aus­ge­tausch­ten Gerä­ten um Nach­ma­chun­gen han­del­te. Quan Jiang wur­de im März 2019 wegen Han­dels mit gefälsch­ten Waren und Betrugs ange­klagt. Yangyang Zhou wur­de zur Last gelegt, fal­sche oder irre­füh­ren­de Anga­ben in Export­er­klä­run­gen gemacht zu haben.

Mehr zum The­ma — Qual­comm gewinnt Patent­ver­fah­ren gegen Apple in USA

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Das Kartell : BMW, Daimler und VW sollen illegale Absprachen getroffen haben


Die Auto­kon­zer­ne BMW, Daim­ler und VW haben nach Erkennt­nis­sen der EU-Wett­be­werbs­hü­ter ille­ga­le Abspra­chen zu Tech­no­lo­gi­en der Abgas­rei­ni­gung getrof­fen. Dies teil­te die EU-Kom­mis­si­on am Frei­tag in Brüs­sel auf Basis eines vor­läu­fi­gen Ergeb­nis­ses der Ermitt­lun­gen mit. Die Unter­neh­men kön­nen nun zu den Vor­wür­fen noch Stel­lung neh­men. Ihnen droht eine Stra­fe in Mil­li­ar­den­hö­he.

Die EU-Kom­mis­si­on hat­te 2017 Vor­un­ter­su­chun­gen bei den Auto­bau­ern begon­nen und war auch bei den Her­stel­lern vor­stel­lig gewor­den. Die for­mel­le Unter­su­chung hat­te sie 2018 ein­ge­lei­tet. Im Ein­zel­nen sol­len sich nach den Erkennt­nis­sen der EU-Kom­mis­si­on die Auto­bau­er bei der Ein­füh­rung von SCR-Kata­ly­sa­to­ren für Die­sel­mo­to­ren und von Fein­staub-Par­ti­kel­fil­tern für Ben­zin­mo­to­ren (OPF) uner­laub­ter­wei­se abge­spro­chen haben. Die­se Abspra­chen sei­en bei Tref­fen der Auto­mo­bil­her­stel­ler in den soge­nann­ten 5er-Krei­sen getrof­fen wor­den.

Die Unter­neh­men hät­ten den Inno­va­ti­ons­wett­be­werb in Euro­pa bei die­sen bei­den Abgas­rei­ni­gungs­sys­te­men ein­ge­schränkt und den Ver­brau­chern somit die Mög­lich­keit ver­wehrt, umwelt­freund­li­che­re Fahr­zeu­ge zu kau­fen – obwohl sie über die ent­spre­chen­de Tech­no­lo­gie ver­füg­ten, teil­ten die Wett­be­werbs­hü­ter wei­ter mit. Soll­te sich der Ver­dacht end­gül­tig bestä­ti­gen, wäre es ein Ver­stoß gegen euro­päi­sches Kar­tell­recht – auch wenn es sich nicht um Preis­ab­spra­chen han­de­le.

Daim­ler rech­net trotz der Vor­wür­fe nicht damit, ein Buß­geld zah­len zu müs­sen. “Daim­ler hat früh­zei­tig und umfas­send mit der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on als Kron­zeu­ge koope­riert und erwar­tet in die­ser Sache des­halb kein Buß­geld”, teil­te der Auto­bau­er am Frei­tag mit. Sowohl Daim­ler als auch Volks­wa­gen hat­ten nach Bekannt­wer­den der Vor­wür­fe im ver­gan­ge­nen Jahr den Antrag auf Kron­zeu­gen­re­ge­lung gestellt. Der Kron­zeu­ge in Kar­tell­ver­fah­ren kann auf den größ­ten Straf­er­lass oder gar Straf­frei­heit hof­fen. Im äußers­ten Fall kön­nen hin­ge­gen bis zu zehn Pro­zent des welt­wei­ten Jah­res­um­sat­zes fäl­lig wer­den.

Man habe Kennt­nis über den Erlass der Beschwer­de­punk­te und war­te auf die förm­li­che Zustel­lung, hieß es von Daim­ler. Dar­über hin­aus äuße­re man sich nicht, da es sich um ein lau­fen­des Ver­fah­ren han­de­le. Volks­wa­gen kün­dig­te an, die Beschwer­de zu prü­fen. Erst nach Aus­wer­tung der Unter­su­chungs­ak­te wer­de man sich äußern, teil­te der Kon­zern mit. Nach VW-Ein­schät­zung erkennt die Kom­mis­si­on “grund­sätz­lich an, dass Koope­ra­tio­nen zwi­schen Her­stel­lern zu tech­ni­schen Fra­gen in der Auto­mo­bil­in­dus­trie welt­weit üblich sind”.

Mög­li­che Ver­stö­ße gegen Umwelt­vor­schrif­ten sei­en nicht Teil des Ver­fah­rens, hieß es von der EU-Kom­mis­si­on. Die Ermitt­lun­gen sei­en zudem unab­hän­gig von lau­fen­den Unter­su­chun­gen etwa von Staats­an­walt­schaf­ten zur Ver­wen­dung unzu­läs­si­ger Abschalt­ein­rich­tun­gen der Auto­her­stel­ler.

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(rt deutsch/dpa)

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Khashoggis Mörder sollen Training in den USA erhalten haben


Jamal Khash­og­gi galt als Kri­ti­ker des sau­di­schen Königs­hau­ses und unter­stütz­te die Mus­lim­bru­der­schaft. Er leb­te in den USA, aus Angst vor Repres­sa­li­en Riads gegen ihn. Als er am 2. Okto­ber letz­ten Jah­res das sau­di­sche Kon­su­lat in Istan­bul betrat, kam er nicht mehr lebend her­aus. Auch sei­ne Über­res­te wur­den nicht gefun­den. Die tür­ki­sche Regie­rung sprach bald dar­auf von Mord. Sau­di-Ara­bi­en wies lan­ge die Schuld von sich, gestand jedoch ein, dass Khash­og­gi an den Fol­gen eines “Faust­kampfs” im Kon­su­lat ums Leben gekom­men sei. 

Die CIA ist über­zeugt, dass der sau­di­sche Kron­prinz Moham­med bin Sal­man der Auf­trag­ge­ber war. In Riad hat ein Pro­zess gegen elf ver­meint­li­che Täter begon­nen. US-Prä­si­dent Donald Trump ist von der Unschuld des Kron­prin­zen über­zeugt. 

Ins­ge­samt 15 Per­so­nen sol­len an dem Mord betei­ligt gewe­sen sein. Der Ver­fas­ser des Berichts in der Washing­ton Post, David Igna­ti­us, schrieb, dass die Trai­nings in den USA vor dem Mord an dem kri­ti­schen Jour­na­lis­ten statt­ge­fun­den hät­ten. An die­sen Trai­nings nahm auch der ver­mut­li­che Team­lei­ter des Auf­trags­mor­des, Maher Mutreb, ein Oberst des sau­di­schen Geheim­diens­tes, teil. Mutreb habe zudem eine “freund­li­che” Bezie­hung zu Khash­og­gi ent­wi­ckelt, wäh­rend bei­de in Lon­don tätig waren. Auch ande­re Mit­glie­der des Mord­kom­man­dos waren in den USA, um sich aus­bil­den zu las­sen. 

Der Draht­zie­her, Saud al-Qahta­ni, ein ehe­ma­li­ger Hel­fer des Kron­prin­zen, habe den Mord koor­di­niert. Riad ver­wei­gert bis­her das Aus­lie­fe­rungs­ge­such Qahta­nis an die Tür­kei. Auch die israe­li­sche Cyber­si­cher­heits­fir­ma NSO Group steht nun in der Kri­tik, mit ihrer Soft­ware Pega­sus zum Hacken von Mobil­funk­te­le­fo­nen unbe­wusst eine Rol­le in dem Mord gespielt zu haben. Der Grün­der der Fir­ma, Shalev Hulio, bestritt, dass die Soft­ware von Riad ein­ge­setzt wur­de, um Zugriff auf die gespei­cher­ten Inhal­te in Khash­og­gis Mobil­funk­te­le­fon zu erlan­gen. 

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Finnland : Angehörige des muslimischen Oberhaupts sollen für IS gekämpft haben


Die Toch­ter und der Schwie­ger­sohn des reli­giö­sen Ober­haupts der Mus­li­me Finn­lands, Abdul Mann­an, befin­den sich laut jour­na­lis­ti­scher Ermitt­lung seit 2014 in Syri­en und kämp­fen an der Sei­te der Ter­ror­ver­ei­ni­gung „Isla­mi­scher Staat“*. Dies mel­det das fin­ni­sche staat­li­che TV- und Rund­funk­un­ter­neh­men YLE in Koope­ra­ti­on mit euro­päi­schen Sen­dern.
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Österreich : Asylbewerber sollen nur 1,50 Euro pro Stunde verdienen


Wie viel sol­len Asyl­be­wer­ber, da sie noch kei­ne aner­kann­ten Flücht­lin­ge sind und des­halb auch kei­ne Arbeits­er­laub­nis für Öster­reich besit­zen, bei soge­nann­ten gemein­nüt­zi­gen Hilfs­tä­tig­kei­ten pro Stun­de höchs­tens ver­die­nen kön­nen ? Die­se Fra­ge wird der­zeit rege in Öster­reich dis­ku­tiert. Denn der Innen­mi­nis­ter des Lan­des, Her­bert Kickl von der rech­ten FPÖ, mach­te nun den Vor­stoß, den Stun­den­lohn für Asyl­wer­ber auf 1,50 Euro zu sen­ken.

Unkraut jäten und Müll sam­meln : Wie viel Stun­den­lohn soll es dafür geben ?

Hier­bei geht es um Hilfs­ar­bei­ten für die Gemein­de oder die Asyl­un­ter­kunft, wie bei­spiels­wei­se Unkraut jäten, Gar­ten instand hal­ten, Müll sam­meln oder Schnee schau­feln. Die Ent­loh­nung für die­se Tätig­kei­ten ist der­zeit von Bun­des­land zu Bun­des­land, auch von Gemein­de zu Gemein­de unter­schied­lich. Es wer­den im Schnitt drei bis fünf Euro pro Stun­de bezahlt. Die klei­ne Geld­sum­me wird als “Aner­ken­nungs­bei­trag” betrach­tet und gilt nicht als Ent­gelt. Da die Migran­ten wäh­rend des Ent­schei­dungs­pro­zes­ses über ihren Asyl­an­trag eine Grund­ver­sor­gung bezie­hen, darf die­ser Bei­trag laut Gesetz nicht mehr als 110 Euro pro Monat betra­gen.

Der Innen­mi­nis­ter bemän­gelt nun aber, dass eini­ge der Kör­per­schaf­ten zu viel zah­len wür­den, wes­halb eini­ge Asyl­be­wer­ber mehr als Zivil- und Wehr­dienst­leis­ten­de (321,22 Euro) monat­lich aus­ge­zahlt bekom­men wür­den.

Der­zeit sind die soge­nann­ten Aner­ken­nungs­bei­trä­ge für gemein­nüt­zi­ge Hilfs­tä­tig­kei­ten von Asyl­wer­bern in der Grund­ver­sor­gung unter­schied­lich hoch und kön­nen bei­spiels­wei­se bei fünf Euro und dar­über lie­gen”, so Kickl über sei­nen Vor­stoß. “Zivil- oder Grund­wehr­die­ner bekom­men pro Stun­de viel weni­ger, sie dür­fen in ihrer Ent­loh­nung gegen­über Asyl­wer­bern nicht schlech­ter gestellt sein. Daher sol­len Asyl­wer­ber für soge­nann­te Remu­n­e­ran­ten­tä­tig­kei­ten 1,5 Euro pro Stun­de erhal­ten, kei­nes­falls mehr – und das öster­reich­weit ein­heit­lich.”

Die Ver­ord­nung des Innen­mi­nis­te­ri­ums ist seit die­ser Wochen in Begut­ach­tung, die vier Wochen dau­ern wird. Unter­stüt­zung kam von Öster­reichs Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP). “Der Innen­mi­nis­ter geht hier abge­stimmt mit uns vor. Ähn­li­ches habe ich schon 2016 gefor­dert, mit der SPÖ war dies aber nicht zu machen”, hieß es in einer Stel­lung­nah­me.

Aus ver­schie­de­nen Bun­des­län­dern ern­te­te der Plan aber schar­fe Kri­tik. Wiens Sozi­al­stadt­rat Peter Hacker (SPÖ) sag­te gegen­über der öster­rei­chi­schen Tages­zei­tung Der Stan­dard, der Innen­mi­nis­ter tue alles, damit es “den Ärms­ten noch schlech­ter geht”. Der Minis­ter­prä­si­dent des öster­rei­chi­schen Bun­des­lan­des Vor­arl­berg in West­ös­ter­reich, Mar­kus Wall­ner (ÖVP), kün­dig­te sogar an, man wer­de die Wei­sung von Kickl igno­rie­ren.

Ver­schärf­ter Kampf gegen Ein­wan­de­rung nach Öster­reich

Der Innen­mi­nis­ter der rechts­kon­ser­va­ti­ven Regie­rung aus ÖVP und FPÖ hat­te bereits mehr­mals in den letz­ten Mona­ten neue Rege­lun­gen durch­ge­boxt oder Plä­ne ins Spiel gebracht, die sich auf Migran­ten bezie­hen. So hat er aus Betreu­ungs­zen­tren des Bun­des für Asyl­be­wer­ber ab dem 1. März Aus­rei­se­zen­tren gemacht. Unmit­tel­bar vor Jah­res­en­de sag­te Kickl, er wol­le eine Geset­zes­än­de­rung auf den Weg brin­gen, wonach Flücht­lin­gen, die mit Hil­fe von Schlep­pern nach Euro­pa gelangt sind, in Öster­reich kein Asyl gewährt wird. Auch eine Ver­fas­sungs­än­de­rung soll geplant sein, um künf­tig Siche­rungs­haft für Asyl­be­wer­ber, die als Gefahr für die öffent­li­che Ord­nung gel­ten, ver­hän­gen zu kön­nen.

Der ver­schärf­te Kampf gegen Migra­ti­on der Regie­rung in Öster­reich spie­gelt sich auch in der beschlos­se­nen Reform der soge­nann­ten Min­dest­si­che­rung wider, nach der Zuwan­de­rern Sozi­al­leis­tun­gen bei feh­len­den Deutsch­kennt­nis­sen gekürzt wer­den kön­nen.

Mehr zum The­ma — Öster­reich erwägt Geset­zes­än­de­rung : Kein Asyl für Flücht­lin­ge, die mit Schlep­pern kom­men

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Berliner Gericht : Yukos’ Ex-Aktionäre sollen Russland 188.000 Euro Prozesskosten zahlen


Ein Ber­li­ner Gericht hat ehe­ma­li­ge Aktio­nä­re von Hally’s Par­sons Green, die mit der inzwi­schen erlo­sche­nen Ölge­sell­schaft Yukos ver­bun­den waren, ange­wie­sen, Russ­land sei­ne Gerichts­kos­ten in Höhe von 188.000 Euro zu erstat­ten. Das ver­kün­de­te Andrej Konda­kow, der Lei­ter des Inter­na­tio­nal Legal Pro­tec­tion Cen­ter, das Russ­land im Yukos-Fall ver­tritt, gegen­über TASS. Er erklär­te :

In die­sen Tagen hat das Ber­li­ner Land­ge­richt ein Urteil gefällt, wonach ehe­ma­li­ge Aktio­nä­re der Fir­ma Hally’s Par­sons Green Russ­land 188.000 Euro an Gerichts­kos­ten erstat­ten soll­ten, die mit einem von Deutsch­land im Jahr 2015 ein­ge­lei­te­ten Ver­fah­ren zur For­de­rung Russ­lands nach 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in Über­ein­stim­mung mit den bekann­ten Ent­schei­dun­gen des Den Haa­ger Schieds­ge­richts ver­bun­den sind.

Nach Anga­ben des Anwalts war Deutsch­land das fünf­te Land, in dem ein Gericht die ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­re dazu ver­ur­teil­te, Russ­land die Anwalts­kos­ten im Zusam­men­hang mit unbe­grün­de­ten Kla­gen und Ver­fah­ren im Aus­land, die von den Struk­tu­ren von Hally’s Par­sons Green ein­ge­lei­tet wur­den, zu erstat­ten.

Zuvor tra­fen Gerich­te in Schwe­den, dem Ver­ei­nig­ten König­reich, Frank­reich und Bel­gi­en ähn­li­che Ent­schei­dun­gen. Konda­kow erklär­te wei­ter :

Inzwi­schen erreicht die Gesamt­sum­me der Pro­zess­kos­ten, die nach den Urtei­len der west­li­chen Gerich­te von ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­ren für Russ­land ein­ge­zo­gen wur­de oder hät­te ein­ge­zo­gen wer­den sol­len, 5,7 Mil­lio­nen US-Dol­lar.

Er beton­te, dass Russ­land sei­ne Bemü­hun­gen um den Aus­gleich der Pro­zess­kos­ten im Zusam­men­hang mit der Ver­tei­di­gung sei­ner Rechts­in­ter­es­sen fort­set­zen wer­de.

Das Stän­di­ge Schieds­ge­richt in Den Haag ord­ne­te 2014 an, dass Russ­land fast 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Unter­neh­men zah­len müs­se, die mit ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­ren ver­bun­den sind – Yukos Uni­ver­sal Limi­ted, Hul­ley Enter­pri­ses Limi­ted und Vete­ran Petro­le­um Limi­ted. Das Gericht ent­schied, dass die Schrit­te Russ­lands gegen Yukos als Ent­eig­nung von Inves­ti­tio­nen unter Ver­stoß gegen Arti­kel 45 der Ener­gie­char­ta ange­se­hen wer­den könn­ten, die Russ­land unter­zeich­net, aber nicht rati­fi­ziert hat­te. Am 20. April 2016 befand das Bezirks­ge­richt Den Haag die­se Ent­schei­dung für ungül­tig und erklär­te, dass Russ­land nicht ver­pflich­tet sei, die 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu zah­len.

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Kehrtwende bei Tesla : Mehr Läden sollen bleiben, Preise steigen


Wir wer­den nur etwa halb so vie­le Läden schlie­ßen, aber auch die Kos­ten­sen­kun­gen sind dadurch nur in etwa halb so hoch.” Die Kehrt­wen­de folgt nur gut zehn Tage nach der Ankün­di­gung von Fir­men­chef Elon Musk, den Ver­trieb grund­le­gend umzu­krem­peln.

Dabei, dass alle Ver­käu­fe nur noch online abge­wi­ckelt wer­den sol­le, blei­be es, beton­te Tes­la. In den Läden sol­le den poten­zi­el­len Käu­fern nur gezeigt wer­den, “wie man bin­nen Minu­ten einen Tes­la auf sei­nem Tele­fon bestellt”.

Aber ent­ge­gen Musks Ankün­di­gung vom 28. Febru­ar soll es in den Läden wei­ter­hin Fahr­zeu­ge für Test­fahr­ten geben. Und für Käu­fer, die sofort mit einem Tes­la vom Hof fah­ren wol­len, soll auch eine klei­ne Anzahl Fahr­zeu­ge vor­ge­hal­ten wer­den. Die groß­zü­gi­ge neue Rege­lung, nach der man einen Tes­la inner­halb einer Woche mit bis zu 1.600 gefah­re­nen Kilo­me­tern zurück­ge­ben kann, gel­te aber wei­ter­hin.

Rund jeder zehn­te Tes­la-Laden ist jüngst bereits geschlos­sen wor­den, geht aus dem Blog­ein­trag von Mon­tag her­vor. Ein Teil davon sol­le nun wie­der­eröff­net wer­den, aber mit weni­ger Mit­ar­bei­tern. Etwa ein Fünf­tel der aktu­el­len Stand­or­te ste­he auf dem Prüf­stand. Die Preis­er­hö­hun­gen wür­den vor allem die bes­ser aus­ge­stat­te­ten und damit bereits teu­re­ren Vari­an­ten der Tes­la-Fahr­zeu­ge Model 3, Model S und Model X tref­fen, hieß es. (dpa)

Mehr zum The­ma — Pech­sträh­ne von Elon Musk geht wei­ter : US-Bör­sen­auf­sicht ver­klagt Mil­li­ar­där wegen Markt­ma­ni­pu­la­ti­on

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ARD-Autoren sollen besser bezahlt werden


Autoren von ARD-Pro­duk­tio­nen kön­nen künf­tig mit höhe­ren Ver­gü­tun­gen rech­nen. Grund­la­ge dafür ist eine Ver­ein­ba­rung, mit der für alle von der ARD beauf­trag­ten Pro­duk­tio­nen eine Kom­bi­na­ti­on aus Basis- und Nach­ver­gü­tung ein­ge­führt wird. Wie der Nord­deut­sche Rund­funk (NDR) am Sams­tag berich­te­te, wur­de damit die bis­he­ri­ge durch Ein­mal­zah­lun­gen oder Wie­der­ho­lungs­ho­no­ra­re gepräg­te Ver­gü­tungs­pra­xis been­det.

Die nun ver­ein­bar­ten Basis­ver­gü­tun­gen sei­en Min­dest­ho­no­ra­re, die deut­lich über der bis­lang gezahl­ten Durch­schnitts­ver­gü­tung lägen. Den Autoren wer­de zudem ein Anspruch auf Erlös­be­tei­li­gung bei der kom­mer­zi­el­len Aus­wer­tung ein­ge­räumt. Neu sei auch der Ein­stieg in eine nut­zungs­be­zo­ge­ne Online-Ver­gü­tung.

Die Rege­lung sei nach ein­ein­halb­jäh­ri­gen Ver­hand­lun­gen zwi­schen der ARD, der ARD-Toch­ter Dege­to und der Pro­du­zen­ten­al­li­anz auf der einen sowie dem Ver­band der deut­schen Dreh­buch­au­toren und dem Ver­band Deut­scher Büh­nen- und Medi­en­ver­la­ge auf der ande­ren Sei­te zustan­de gekom­men. Sie tre­te rück­wir­kend zum 1. Janu­ar in Kraft. Von der Ver­ein­ba­rung sei­en etwa 200 Pro­duk­tio­nen pro Jahr betrof­fen, berich­te­te ein NDR-Spre­cher.

Wie der NDR-Jus­ti­zi­ar Micha­el Kühn als Ver­hand­lungs­füh­rer der ARD sag­te, wird in zwei Jah­ren über­prüft, ob es zu der beab­sich­tig­ten Bes­ser­stel­lung der Autoren gekom­men ist. Der Ver­hand­lungs­füh­rer der bei­den Dreh­buch­ver­bän­de, Peter Hen­ning, beton­te, dass die Ver­ein­ba­rung ein Schritt zur Siche­rung der Qua­li­tät des öffent­lich-recht­li­chen Rund­funks gera­de mit Blick auf neue Play­er am Markt sei.

(dpa/rt deutsch)

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Gegen Sicherheitsmängel bei deutschen Panzern : Abstandsaktive Schutzsysteme aus Israel sollen helfen


Die deut­sche Bun­des­wehr ver­fügt über 328 Leo­pard-2-Pan­zer. Hier gibt es drei unter­schied­li­che Typen : 2A6, 2A6M und 2A7. Auch ande­re Natio­nen, wie Kana­da, Indo­ne­si­en und die Tür­kei, ver­fü­gen über die­se Pan­zer aus deut­scher Her­stel­lung. 

Das Tro­phy-Active-Pro­tec­tion-Sys­tem von der israe­li­schen Fir­ma Rafa­el soll die Sicher­heits­män­gel bei den Pan­zern besei­ti­gen. Dies bestä­tig­te ein Spre­cher des Unter­neh­mens “Rafa­el Advan­ced Defen­se Sys­tems”. In Isra­el wer­den die APS seit Jah­ren bei Mer­ka­va-Kampf­fahr­zeu­gen ein­ge­setzt und auch die US-Armee nutzt sie für ihre Abrams-Pan­zer. Das Sys­tem besteht aus einer split­ter­ge­schütz­ten Radar­an­la­ge mit vier Flach­an­ten­nen. Die­se erlau­ben einen 360-Grad-Rund­um­blick für das Sys­tem. 

In die­sem Jahr wer­den ers­te Tests mit den Sys­te­men an Leo­pard-2-Pan­zern durch­ge­führt. Das Unter­neh­men rühmt sich damit, über die ein­zig voll­kom­men ein­satz­fä­hi­ge Abstands­schutz­maß­nah­me zu ver­fü­gen. Ent­wi­ckelt wur­de es für leicht- und schwer­ge­pan­zer­te Gefechts­fahr­zeu­ge und soll Schutz vor Pan­zer­ab­wehr­lenk­waf­fen und reak­ti­ven Pan­zer­büch­sen bie­ten. 

Inge­samt 17 deut­sche Pan­zer wer­den mit den soge­nann­ten APS aus Isra­el, den abstands­ak­ti­ven Schutz­sys­te­men, aus­ge­stat­tet. Eine Ein­heit wird Trai­nings hier­zu erhal­ten. In den Gebrauch gehen soll APS bei den Leo­pard-2-Pan­zern im Jahr 2022. Die trai­nier­te Ein­heit wird 2023 an der NATO-Ein­satz­trup­pe VJTF (Very High Readi­ness Joint Task Force) teil­neh­men.

VJTF wur­de geformt, um “bes­ser auf die sich ver­än­dern­de Sicher­heits­la­ge” an der NATO-Alli­ier­ten-Gren­ze im Osten und im Süden zu reagie­ren. Bin­nen sie­ben Tagen sol­len sie ein­satz­be­reit sein. In die­sem Jahr hat Deutsch­land mit der 9. Pan­zer­di­vi­si­on das Kom­man­do über die schnel­le Ein­satz­trup­pe. 

Die Leo­pard-Pan­zer kamen in Afgha­ni­stan und in Syri­en zum Ein­satz. Berich­te über schwe­re Ver­lus­te an den Gefechts­fahr­zeu­gen durch Pan­zer­ab­wehr­ra­ke­ten führ­ten zu Kri­tik. 

Mehr zum The­ma — Tür­ki­scher Minis­ter­prä­si­dent ver­tei­digt Ein­satz deut­scher “Leopard”-Panzer in Syri­en

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