LIVE : Putin spricht auf dem 5. Internationalen Arktis-Forum (Deutsche Simultanübersetzung)


Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin nimmt am Diens­tag an der Ple­nar­sit­zung des 5. Inter­na­tio­na­len Ark­tis-Forum teil, das am 9. und 10. April in Sankt Peters­burg statt­fin­det. Unter den Gäs­ten der Ver­an­stal­tung sind sowohl Dele­ga­tio­nen aus den Ark­tis-Anrai­ner­staa­ten USA, Kana­da, Island, Däne­mark, Nor­we­gen, Finn­land und Schwe­den, als auch Ver­tre­ter der nicht­ark­ti­schen Län­der Chi­na, Sin­ga­pur, Japan, Süd­ko­rea, Frank­reich, Ita­li­en, Spa­ni­en, Indi­en und den Nie­der­lan­den. Auch vie­le inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen wie die Ver­ein­ten Natio­nen und der Ark­ti­sche Rat haben ihre Exper­ten ent­sandt. Die Ple­nar­sit­zung wird vom füh­ren­den Chef­re­dak­teur der Nach­rich­ten­agen­tur Bloom­berg John Fry­er mode­riert.

Mehr zum The­ma — LIVE : Law­row nimmt am 5. Inter­na­tio­na­len Ark­tis-Forum teil

Am Ran­de des Events trifft sich der rus­si­sche Staats­chef mit sei­nen Amts­kol­le­gen an ande­ren Ark­tis-Anrai­ner­län­dern, dar­un­ter Nor­we­gen, Schwe­den und Finn­land. Für den mor­gi­gen 10. April ist ein bila­te­ra­les Tref­fen mit dem islän­di­schen Prä­si­den­ten Guð­ni Thor­la­ci­us Jóhan­nes­son geplant.

Am geschäft­li­chen Teil des Forums sind 300 rus­si­sche und 46 aus­län­di­sche Fir­men aus 11 Län­dern der Welt betei­ligt. Die Gesamt­zahl der Gäs­te beläuft sich auf rund 2.400. Das Mot­to der Ver­an­stal­tung lau­tet in die­sem Jahr : “Die Ark­tis. Ein Oze­an von Mög­lich­kei­ten.” Im Vor­feld des Events hat Wla­di­mir Putin betont, dass man die Ark­tis nur mit ver­ein­ten Kräf­ten in ein “Ter­ri­to­ri­um des Frie­dens, der Sta­bi­li­tät und der Part­ner­schaft” ver­wan­deln kön­ne. “Russ­land strebt kon­se­quent eine stär­ke­re Zusam­men­wir­kung mit den Län­dern der ark­ti­schen Regi­on an”, so Putin.

Mehr zum The­ma — Für Pro­jekt in der Ark­tis : Sie­mens geht Part­ner­schaft mit rus­si­scher Fir­ma ein

RT Deutsch


Wagenknecht : Linke spricht nicht mehr die Sprache der ärmeren Schichten


Die Vor­sit­zen­de der Links­frak­ti­on Sah­ra Wagen­knecht hat ihrer Par­tei vor­ge­hal­ten, nicht mehr aus­rei­chend die Inter­es­sen der Ärme­ren zu ver­tre­ten. Der Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung sag­te Wagen­knecht :

Die Lin­ke hat sich von den ärme­ren Schich­ten teil­wei­se ent­frem­det, weil sie oft nicht deren Spra­che spricht und von ihnen als beleh­rend und von oben her­ab emp­fun­den wird.

Aus Sicht der Lin­ken-Abge­ord­ne­ten gibt es im Bun­des­tag eine “brei­te Mehr­heit für mehr sozia­len Aus­gleich, bes­se­re Löh­ne, höhe­re Ren­ten”. Die SPD habe aller­dings vie­le Jah­re real­po­li­tisch das Gegen­teil umge­setzt.

Sah­ra Wagen­knecht hat­te unlängst nach einer län­ge­ren Krank­heit ange­kün­digt, im Herbst aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht erneut als Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de antre­ten zu wol­len. Ihr Man­dat im Bun­des­tag will sie aber behal­ten.

In der Par­tei umstrit­ten ist unter ande­rem für ihr Ein­tre­ten für eine Begren­zung der Migra­ti­on. In der Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung ging sie scharf mit ihren Kri­ti­kern ins Gericht. Wagen­knecht wört­lich :

Wer jeden, der eine dif­fe­ren­zier­te Sicht auf Migra­ti­on ein­for­dert, in die Nazi-Ecke stellt, begreift nicht, dass er genau damit die rech­ten Par­tei­en stärkt.

Mehr zum The­ma — Nach Rück­zug aus “Aufstehen”-Führung : Kri­tik und Häme für Wagen­knecht

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Regierung spricht von Anschlag : Mehrere Öltanks in Venezuela explodiert


Zeit­gleich mit der Wie­der­her­stel­lung der Strom- und Was­ser­ver­sor­gung in Vene­zue­la sind im Osten des Lan­des zwei Erd­öl­tanks explo­diert. Die Regie­rung spricht von einem neu­en Anschlag auf die Ener­gie-Infra­struk­tur des Lan­des. Wie der vene­zo­la­ni­sche Erd­öl­mi­nis­ter Manu­el Que­ve­do auf Twit­ter mit­teil­te, wur­den Erd­öl-Lager­tanks der Anla­ge Petro San Félix im Ori­no­ko-Gür­tel ange­grif­fen. Fotos zei­gen die bren­nen­den oder bereits aus­ge­brann­ten Tanks.

Que­ve­do teil­te kei­ne Ein­zel­hei­ten über den Umfang der Schä­den mit, benann­te aber klar die aus sei­ner Sicht Ver­ant­wort­li­chen : den US-Sena­tor Mar­co Rubio und den vene­zo­la­ni­schen Abge­ord­ne­ten und selbst­er­nann­ten Über­gangs­prä­si­den­ten Juan Guai­dó. Opfer soll es bei den Explo­sio­nen und den sich anschlie­ßen­den Brän­den nicht gege­ben haben.

Mehr zum The­ma — Regie­rung : Strom­ver­sor­gung in Vene­zue­la kom­plett wie­der­her­ge­stellt

Der Minis­ter rich­te­te auf Twit­ter schwe­re Vor­wür­fe gegen die USA, die­se woll­ten Vene­zue­la — im Gegen­zug für ihre gewalt­tä­ti­ge Unter­stüt­zung für Guai­dó — sei­ner Res­sour­cen berau­ben :

Die Grin­gos wol­len kei­nen öko­no­mi­schen Aus­tausch, sie wol­len Vene­zue­la sei­ner natür­li­chen Res­sour­cen berau­ben, sie wol­len die Ölfel­der. Für die Vene­zo­la­ner emp­fin­den sie Ver­ach­tung!!!

Seit dem 7. März ist Vene­zue­la zur Ziel­schei­be einer Rei­he von Cyber-Atta­cken, so auf das Was­ser­kraft­werk El Guri, gewor­den. Die Regie­rung Vene­zue­las erklär­te, dass die­se Sabo­ta­ge­ak­te mit einer Tech­no­lo­gie durch­ge­führt wur­den, über die nur die USA ver­füg­ten. Das Ziel sei gewe­sen, durch die Her­bei­füh­rung eines lan­des­wei­ten Strom­aus­falls Unzu­frie­den­heit zu schü­ren und die Stim­mung der Vene­zo­la­ner gegen den Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro zu wen­den.

RT Deutsch


Ein Cyberangriff, der keiner war, und ein Skandal, von dem keiner spricht


Von Zlat­ko Per­ci­nic

Es geht um per­sön­li­che Daten von Poli­ti­kern, Pro­mis und Blog­gern, die auf ver­schie­dens­ten Platt­for­men im Inter­net durch einen selbst­er­nann­ten Hacker ver­öf­fent­licht wur­den, der sich “G0d” nennt und damit schon eini­ges über sei­nen Gemüts­zu­stand ver­rät. Dass es Unmen­gen an Daten waren und hun­der­te deut­sche Poli­ti­ker betrifft, macht die gan­ze Sache erst so rich­tig pikant. Der Frak­ti­ons­chef der Lin­ken, Diet­mar Bartsch, sprach sogar von einem “schwe­ren Anschlag auf die Demo­kra­tie und den sozia­len Zusam­men­halt” in Deutsch­land. Der per­fek­te Mix also für die BILD-Zei­tung, die Sache so rich­tig groß auf­zu­bau­en und nach Ver­schwö­rungs­theo­ri­en zu suchen, die am Ende mög­lichst nur einen Schluss zulas­sen : der Rus­se war´s !

Mehr zum The­ma — Bun­des­pres­se­kon­fe­renz zu Daten-Leak : Ver­weis auf Russ­land durch BILD ist rei­ne Spe­ku­la­ti­on

Obwohl das Bun­des­amt für Sicher­heit in der Infor­ma­ti­ons­tech­nik (BSI), dem auch das Cyber-Abwehr­zen­trum ange­glie­dert ist, am 04. Janu­ar 2019 die ers­te Pres­se­er­klä­rung zu die­sem Vor­fall ver­öf­fent­lich­te und zuge­ben muss­te, dass man eigent­lich kei­ne Ahnung hat, was da pas­siert ist und wer dahin­ter­ste­cken könn­te, hat­te die BILD bereits am nächs­ten Tag eine ziem­lich kla­re Vor­stel­lung davon. In einem Orga­ni­gramm zeich­ne­ten die Autoren eine “sche­ma­ti­sche Dar­stel­lung der Angrif­fe, die bis Okto­ber 2018 statt­fan­den”.

Ein Cyberangriff, der keiner war, und ein Skandal, von dem keiner spricht

Was auf der Gra­fik schon zu erken­nen ist, gaben die Autoren auch im ent­spre­chen­den Text wie­der. Dar­in heißt es, dass die­ser Daten­klau “nor­ma­ler­wei­se eine Metho­de der Hacker des rus­si­schen, auf Cyber­krieg spe­zia­li­sier­ten Mili­tär­ge­heim­diens­tes GRU” ist. Einer der Autoren die­ses Arti­kels, Juli­an Röp­cke, brach­te Russ­land bereits in einem sei­ner Tweets vom 04. Janu­ar ins Spiel, obwohl er sich beeil­te, zu beto­nen, dass es aber “soweit kei­ne Bewei­se für des­sen Betei­li­gung” gebe.

Am 06. Janu­ar folg­te dann sozu­sa­gen Röp­ckes atem­lo­se Kul­mi­na­ti­on sei­ner inves­ti­ga­ti­ven Recher­che : Cyber-Alarm in Deutsch­land, Die Spur der Hacker, Exklu­siv ! BILD-Recher­chen ent­hül­len bri­san­te Details, Hacker-Super-GAU, größ­ter Daten­raub in der deut­schen Geschich­te. Im letz­ten Absatz führt der BILD-Redak­teur schließ­lich sei­ne Leser wie­der auf die Schnell­spur in Rich­tung Mos­kau :

Nach BILD-Infor­ma­tio­nen ermit­telt beim Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz eine Ein­heit zu der Hacker-Atta­cke, die bereits nach dem Hacker-Angriff auf den Bun­des­tag im Jahr 2015 ein­ge­schal­tet wur­de und sich seit­dem auf die Hacker­grup­pe “APT28” (“Fan­cy Bear”) des rus­si­schen Geheim­diens­tes spe­zia­li­siert hat.

Den ent­schei­den­den Schuss woll­te BILD-Chef Juli­an Rei­chelt höchst­per­sön­lich set­zen. Beim “Morning Brie­fing” des ehe­ma­li­gen Lei­ters des Spie­gel-Haupt­stadt­bü­ros in Ber­lin, Gabor Stein­gart, woll­te Rei­chelt am 08. Janu­ar noch vor der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz mit Innen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer zu die­sem The­ma die Repu­blik über den “Hack und sei­ne Hin­ter­män­ner” infor­mie­ren. Und Stein­gart ließ sich nicht lan­ge bit­ten. “Wer über­legt, ob er lie­ber mit dem Bun­des­in­nen­mi­nis­ter oder dem Chef­re­dak­teur der ‘Bild’-Zeitung über die­se Affä­re spre­chen möch­te, soll­te sich gegen Horst See­ho­fer ent­schei­den”, so der Her­aus­ge­ber des “Morning Brie­fings”. Inter­es­sant ist auch, wie Juli­an Rei­chelt vor­ge­stellt wur­de :

Er sitzt mit einer Trup­pe hoch­spe­zia­li­sier­ter Inves­ti­ga­tiv­re­por­ter auf dem rie­si­gen Daten­schatz der Hacker, der nun nach allen Regeln der Kunst gesich­tet und ana­ly­siert wird

Und was der BILD-Chef mit sei­ner Trup­pe hoch­spe­zia­li­sier­ter Intes­ti­ga­tiv­re­por­ter alles aus­ge­gra­ben hat, erklär­te die­ser im Pod­cast-Gespräch mit Gabor Stein­gart :

Das waren nicht ein oder zwei Jungs, die bei Piz­za und Cola light im Kel­ler geses­sen haben. Das muss eine grö­ße­re Struk­tur gewe­sen sein. (…) Das Wahr­schein­lichs­te ist, dass es zumin­dest staat­li­che Unter­stüt­zung – von wel­cher Sei­te auch immer – für die­sen Hack gab.

Da war er wie­der, der Hin­weis auf eine “staat­li­che Unter­stüt­zung”, weil es ein­fach “das Wahr­schein­lichs­te” für die hoch­spe­zia­li­sier­ten Inves­ti­ga­tiv­re­por­ter der BILD war. Was aber weder Rei­chelt noch Stein­gart am Mor­gen des 08. Janu­ar wis­sen konn­ten, war das, was das Bun­des­kri­mi­nal­amt (BKA) in einer Pres­se­infor­ma­ti­on nur weni­ge Stun­den spä­ter bekannt­gab. Der am Sonn­tag­abend im hes­si­schen Homberg/Ohm ver­haf­te­te Tat­ver­däch­ti­ge, ein 20-jäh­ri­ger deut­scher Stu­dent, hat­te alles gestan­den und wur­de am Abend zuvor vor­erst wie­der frei­ge­las­sen. Es gibt kei­ner­lei Hin­weis dar­auf, dass es irgend­wel­che “staat­li­che Unter­stüt­zung” gab, wie die BILD seit Tagen immer wie­der impli­zier­te. Auch bei der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz mit Innen­mi­nis­ter See­ho­fer frag­te RT Deutsch noch­mal nach, ob es irgend­wel­che Hin­wei­se in die­se Rich­tung gibt. Die Ant­wort fiel von allen Minis­te­ri­en ein­deu­tig aus : ein drei­fa­ches Nein.

Was hat es aber mit dem “Angriff auf unse­re Grund­rech­te” auf sich, wie die par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­re­rin der Grü­nen, Brit­ta Haßel­mann, beton­te ?

Wie es sich nun dar­stellt und von wirk­li­chen Exper­ten auf dem Gebiet der Cyber­kri­mi­na­li­tät betont wird, war der Tat­her­gang viel bana­ler, als es Juli­an Rei­chelt & Co. ger­ne gehabt hät­ten. Es gibt kei­nen Aus­lands­ge­heim­dienst und noch viel weni­ger einen Kreml, der mit einer hoch­kom­ple­xen Ope­ra­ti­on von binä­ren Algo­rith­men aus den Tie­fen des Cyber­uni­ver­sums einen “schwe­ren Anschlag auf die Demo­kra­tie” in Deutsch­land ver­übt hat, um die Wor­te von Diet­mar Bartsch noch­mal zu bemü­hen. “Das war mit­nich­ten ein Cyber­an­griff auf Deutsch­land, wie man­che behaup­te­ten”, sag­te der IT-Exper­te Jür­gen Geuter und bestä­tig­te damit auch die Mei­nung ande­rer Exper­ten.

Statt­des­sen offen­bar­te die­ser Daten­klau eines offen­sicht­lich gelang­weil­ten Stu­den­ten etwas ganz ande­res. Dass der jun­ge Mann aus dem Kel­ler sei­nes Eltern­hau­ses über Mona­te hin­weg auf ziem­lich ein­fa­che Art und Wei­se so hoch­sen­si­ble per­sön­li­che Daten sam­meln konn­te, ohne dass er sich tat­säch­lich in irgend­wel­che Com­pu­ter der betrof­fe­nen Per­so­nen gehackt hät­te, zeigt, wie lax vie­le von uns nach wie vor mit ihren Daten umge­hen. Wenn es nur etwas kri­mi­nel­le Ener­gie und IT-All­ge­mein­wis­sen benö­tigt, um an Pass­wör­ter, Han­dy- oder Kon­to­num­mern zu kom­men, dann offen­bart die­ser jun­ge Mann, wie höchst fahr­läs­sig die betrof­fe­nen Poli­ti­ker, Jour­na­lis­ten und Pro­mis mit ihrer Daten­si­che­rung umge­hen. Das soll­te der eigent­li­che Skan­dal sein. Und die von der BILD betrie­be­ne Ver­schwö­rungs­theo­rie, die ohne Kon­se­quen­zen bleibt.

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln. 

Mehr zum The­ma — Daten-Leak-Fall : Ver­däch­ti­ger wie­der auf frei­em Fuß – Ärger über Äuße­run­gen als Motiv

RT Deutsch


Bundesregierung spricht Maduro “Legitimität des Machtanspruchs” ab und schweigt zu Putsch-Aufruf


Nur weni­ge Tage vor Beginn der neu­en Amts­zeit des vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro am 10. Dezem­ber haben die rech­ten Oppo­si­ti­ons­par­tei­en im vene­zo­la­ni­schen Par­la­ment, wie auch die USA recht unver­hoh­len, zu einem Staats­streich auf­ge­ru­fen.

So for­dert bei­spiels­wei­se der am Sonn­abend erst zum neu­en Prä­si­den­ten der Natio­nal­ver­samm­lung ver­ei­dig­te vene­zo­la­ni­sche Oppo­si­ti­ons­po­li­ti­ker Juan Guai­dó “eine Über­gangs­re­gie­rung zu schaf­fen und freie Wah­len aus­zu­ru­fen”. Er rief dafür das Mili­tär auf, sich an der “Wie­der­her­stel­lung der Demo­kra­tie” zu betei­li­gen.

Madu­ro hat­te 2018 die vor­ge­zo­ge­ne Prä­si­dent­schafts­wahl mit 67,8 Pro­zent deut­lich gewon­nen. Die EU, die USA, die rech­ten Regie­run­gen Latein­ame­ri­kas und gro­ße Tei­le der vene­zo­la­ni­schen Oppo­si­ti­on haben Madu­ros Wahl­sieg jedoch nicht akzep­tiert.

Das Aus­wär­ti­ge Amt argu­men­tier­te auf der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz gegen die Legi­ti­mi­tät einer Regie­rung unter Madu­ro mit Ver­weis auf eine Erklä­rung der EU vom Mai 2018 :

Der erheb­lich redu­zier­te Wahl­ka­len­der, Ver­bo­te und wei­te­re wesent­li­che Behin­de­run­gen der Teil­nah­me poli­ti­scher Oppo­si­ti­ons­par­tei­en und Oppo­si­ti­ons­füh­rer sowie die Nicht­ach­tung demo­kra­ti­scher Min­dest­stan­dards […] führ­ten dazu, dass die­se Wah­len weder frei noch fair waren. Unter die­sen Umstän­den man­gel­te es der Wahl und ihrem Ergeb­nis an Glaub­wür­dig­keit, da der Wahl­pro­zess nicht die nöti­gen Garan­ti­en für inklu­si­ve und demo­kra­ti­sche Wah­len gewähr­leis­te­te.

Es waren aller­dings die rech­ten Oppo­si­ti­ons­par­tei­en, die ihrer­seits die Wahl 2018 boy­kot­tiert hat­ten. Die Abstim­mun­gen waren zudem inter­na­tio­nal von meh­re­ren hun­dert Ver­tre­tern der Afri­ka­ni­schen Uni­on, euro­päi­scher Län­der und auch von Abge­ord­ne­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges beob­ach­tet wor­den. Die Euro­päi­sche Uni­on hat­te damals die Ein­la­dung aus Cara­cas zu einer Wahl­be­ob­ach­tung expli­zit abge­lehnt. Die Regeln für den Urnen­gang der Bür­ger Vene­zue­las im Mai 2018 ent­spra­chen denen, die auch schon bei der Par­la­ments­wahl 2015 ange­wandt wor­den waren. Die­se hat­ten nach dem­sel­ben Pro­ce­de­re die Oppo­si­ti­ons­par­tei­en gewon­nen – weder die EU noch die USA hat­ten damals etwas an die­ser Wahl aus­zu­set­zen.

Mehr zum The­ma — Vene­zue­las Wirt­schafts­kri­se : Kri­tik an regie­ren­den Sozia­lis­ten wächst – auch in den eige­nen Rei­hen

Vene­zue­las Regie­rung hat jede Ein­mi­schung aus dem Aus­land in schar­fen Wor­ten zurück­ge­wie­sen. In einer offi­zi­el­len Erklä­rung heißt es, man sei “fas­sungs­los” über die “ver­rück­te Erklä­rung” und behal­te sich vor, auf even­tu­el­le Straf­maß­nah­men in ange­mes­se­ner Wei­se zu reagie­ren. Rus­si­sche Poli­ti­ker for­der­ten infol­ge­des­sen, “die ille­ga­len Akti­vi­tä­ten der USA gegen Vene­zue­la” im UN-Sicher­heits­rat zu bera­ten. Bereits zum Jah­res­wech­sel hat­te sich der Prä­si­dent der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, Wla­di­mir Putin, in einem Schrei­ben an Madu­ro für eine “wei­te­re Stär­kung der stra­te­gi­schen Alli­anz” zwi­schen bei­den Län­dern aus­ge­spro­chen.

Mehr zum The­ma — Madu­ro kon­tert US-Kri­tik an Manö­ver mit Russ­land : “Ihr habt über 700 Basen und 40 Mil­lio­nen Arme!”

RT Deutsch


Florian Homm spricht Klartext : Apples freier Fall aus dem Börsenhimmel


Die Umsatz­pro­gno­se für die ver­gan­ge­nen drei Mona­te muss­te auf 84 Mil­li­ar­den US-Dol­lar kor­ri­giert wer­den, nach­dem zuvor 89 bis 93 Mil­li­ar­den erwar­tet wor­den waren. An der Wall Street ver­lor Apple 57 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Bör­sen­wert und liegt nun nur noch auf Platz vier der wert­volls­ten Kon­zer­ne der Welt, hin­ter Micro­soft, Ama­zon und Alpha­bet.

Mehr zum The­ma — Flo­ri­an Homm spricht Klar­text : Fest­nah­me von Hua­wei-Mana­ge­rin ist Eska­la­ti­on im Han­del­streit

RT Deutsch-Wirt­schafts­ex­per­te Flo­ri­an Homm nimmt das The­ma noch ein­mal genau unter die Lupe und sieht eine Ver­bin­dung zur in Kana­da fest­ge­nom­me­nen Hua­wei-Mana­ge­rin. Der Han­dels­krieg tobt bereits. Flo­ri­an Homm spricht Klar­text.

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Florian Homm spricht Klartext : USA als Verlierer im Handelskrieg


Flo­ri­an Homm erklärt, war­um die Ver­ei­nig­ten Staa­ten trotz der ver­meint­lich erfolg­rei­chen Gesprä­che mit Chi­na am Ende nicht gegen das immense Han­dels­de­fi­zit des Rie­sen­reichs ankom­men. Es geht dabei nicht um Chi­na allein, son­dern um den gan­zen asia­ti­schen Raum, des­sen Wirt­schafts­kraft untrenn­bar mit Chi­na ver­bun­den ist. Dane­ben spricht Homm auch die Export­schwä­che der USA sowie die mas­si­ven chi­ne­si­schen Inves­ti­tio­nen in Zukunfts­tech­no­lo­gi­en wie Künst­li­che Intel­li­genz und Bio­tech­no­lo­gi­en an.

Mehr zum The­ma — Öko­no­men : Chi­nas Wäh­rung steht kurz davor, zum glo­ba­len Schwer­ge­wicht zu wer­den

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