Lenín Moreno : “Maduro und Correa stecken hinter diesem Putschversuch”


Der ecua­do­ria­ni­sche Prä­si­dent Lenín More­no hat erklärt, dass sowohl der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent Rafa­el Cor­rea als auch der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Madu­ro für die aktu­el­le Kri­se in Ecua­dor ver­ant­wort­lich sind.

Madu­ros Statt­hal­ter hat zusam­men mit Cor­rea sei­nen Plan zur Desta­bi­li­sie­rung akti­viert”, sag­te der Prä­si­dent im natio­na­len Radio und Fern­se­hen.

More­no beschrieb Madu­ro und Cor­rea als “kor­rupt” und auf der Flucht vor der Jus­tiz.

Sie sind die­je­ni­gen, die hin­ter die­sem ver­such­ten Staats­streich ste­hen”, füg­te er hin­zu und bekräf­tig­te, dass die Men­schen, die zur Gewalt auf­sta­cheln, “bezahlt und orga­ni­siert” wer­den.

Der Prä­si­dent beschul­dig­te auch ande­re Poli­ti­ker, an dem Kom­plott betei­ligt zu sein, dar­un­ter den ehe­ma­li­gen Außen­mi­nis­ter Ricar­do Pati­ño.

Ver­le­gung des Regie­rungs­sit­zes

In sei­ner Erklä­rung kün­dig­te More­no die Ver­le­gung des Regie­rungs­sit­zes von der Haupt­stadt Qui­to in die Küs­ten­me­tro­po­le Gua­ya­quil im Süd­wes­ten des Lan­des an.

Ich bin in die Stadt Gua­ya­quil umge­zo­gen, und ich habe den Regie­rungs­sitz in die­se gelieb­te Stadt ver­legt, ent­spre­chend den mir über­tra­ge­nen ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Befug­nis­sen”, sag­te der Prä­si­dent inmit­ten der hef­ti­gen Pro­tes­te in der Haupt­stadt.

Das Staats­ober­haupt bekräf­tig­te, dass er “den Frie­den und die Ruhe der Ecua­do­ria­ner” vor sein eige­nes Wohl gestellt hat.

Die Plün­de­run­gen, der Van­da­lis­mus und die Gewalt zei­gen, dass es hier eine orga­ni­sier­te poli­ti­sche Absicht gibt, die Regie­rung zu desta­bi­li­sie­ren und die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge und demo­kra­ti­sche Ord­nung zu zer­stö­ren”, sag­te er.

Die Dumm­hei­ten haben ein Ende”

More­no dank­te den Streit­kräf­ten und der Poli­zei des Lan­des für den Schutz der “Rech­te und der Ruhe der Bür­ger”.

Wir wer­den immer jeg­li­ches Blut­ver­gie­ßen ver­mei­den”, sag­te der Prä­si­dent.

Zugleich bekräf­tig­te er sei­ne Posi­ti­on gegen­über den aktu­el­len Beein­träch­ti­gun­gen der öffent­li­chen Ord­nung.

Ich wer­de nicht nach­ge­ben, weil das Rich­ti­ge kei­ne Abstu­fun­gen hat”, so More­no.

Das Staats­ober­haupt nann­te die Abschaf­fung der Treib­stoff­sub­ven­tio­nen “eine his­to­ri­sche Ent­schei­dung”, die den Schmugg­lern “Hun­der­te von Mil­lio­nen US-Dol­lar” ein­brach­te.

Ich ver­si­che­re Ihnen, dass wir, so schwer es auch erschei­nen mag, das Rich­ti­ge getan haben”, äußer­te der Prä­si­dent.

More­no erklär­te, dass die­se Ent­schei­dung das Wohl­erge­hen der Wirt­schaft und die Posi­ti­on des US-Dol­lars als natio­na­le Wäh­rung schüt­zen wird. “Die Dumm­hei­ten, die Res­sour­cen des Staa­tes zu ver­schwen­den, haben ein Ende”, füg­te er hin­zu.

Zuneh­men­de Pro­tes­te – nächt­li­che Aus­gangs­sper­re

Am 7. Okto­ber wur­de Ecua­dor lan­des­weit an sei­nem fünf­ten Tag der Pro­tes­te gegen die “Paque­ta­zo” genann­ten Maß­nah­men­pa­ke­te von Prä­si­dent More­no erschüt­tert. Eini­ge der Demons­tran­ten tauf­ten ihren Auf­ruhr als “Revo­lu­ti­on der Dumm­hei­ten” als Anspie­lung auf die Wor­te, mit denen sich der Prä­si­dent selbst auf die “Fau­len und Die­be” bezog und vom Ende der “Dumm­hei­ten” sprach.

Die indi­ge­nen Ecua­do­ria­ner leh­nen More­nos Abschaf­fung der Sub­ven­tio­nen für Treib­stof­fe ab, da sich die­se dadurch deut­lich ver­teu­er­ten. Die Prei­se für eine Gal­lo­ne Ben­zin und Öko­kraft­stoff klet­ter­ten von 1,85 auf 2,39 US-Dol­lar und die für Die­sel von 1,03 auf 2,29 US-Dol­lar, was in der Sum­me einer Stei­ge­rung um 123 Pro­zent ent­spricht.

Tau­sen­de Ecua­do­ria­ner, die sich in den indi­ge­nen Bewe­gun­gen der Gebirgs­re­gi­on des Lan­des zusam­men­ge­schlos­sen hat­ten, ström­ten am spä­ten Mon­tag­nach­mit­tag in die Haupt­stadt. Ein RT-Team berich­te­te vor Ort von einem der Demons­tra­ti­ons­zü­ge und wur­de Opfer des Trä­nen­ga­ses, das Mili­tär und Poli­zei gegen die Men­schen­men­ge ein­ge­setzt hat­te.

Die Pro­tes­te in Qui­to gin­gen bis in die Nacht auf Diens­tag hin­ein wei­ter. Die Mas­se der Demons­tran­ten ver­sam­mel­te sich in der Nähe meh­re­rer Regie­rungs­ge­bäu­de, wobei eine Grup­pe von ihnen für eini­ge Minu­ten in das Par­la­ment ein­drang. Die Ver­ei­ni­gung der indi­ge­nen Natio­nen Ecua­dors (CONAIE) rief für Mitt­woch zu einem Gene­ral­streik mit Schwer­punkt in der Haupt­stadt auf.

Am Diens­tag ver­häng­te More­no eine nächt­li­che Aus­gangs­sper­re für die Umge­bung der Regie­rungs­ge­bäu­de. Die­se soll­te ursprüng­lich für die Zeit des in der ver­gan­ge­nen Woche aus­ge­ru­fe­nen 60-tägi­gen Aus­nah­me­zu­stands gel­ten. Doch der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof beschränk­te die Dau­er der Aus­gangs­sper­re auf 30 Tage.

Das Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um kün­dig­te mitt­ler­wei­le an, dass der Lehr­be­trieb an allen öffent­li­chen und pri­va­ten Schu­len des Lan­des “bis auf wei­te­res” aus­ge­setzt bleibt.

Sie selbst sind die Put­schis­ten”

Der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent des Lan­des Rafa­el Cor­rea äußer­te sich am Diens­tag in einem Inter­view mit RT zur Situa­ti­on in Ecua­dor und zu den Vor­wür­fen sei­nes Amts­nach­fol­gers gegen ihn und den vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Madu­ro.

Cor­rea sag­te, dass die Erklä­run­gen des ecua­do­ria­ni­schen Prä­si­den­ten “ein Zei­chen der Ent­frem­dung sind, die More­no in sei­ner gesam­ten Regie­rung aus­zeich­nen”. Dem jet­zi­gen Staats­ober­haupt warf er vor, ihn stän­dig für “die schlech­te Wirt­schafts­leis­tung, das Anwach­sen der Unsi­cher­heit und das Schei­tern all sei­ner poli­ti­schen Vor­ha­ben” ver­ant­wort­lich zu machen.

More­nos Aus­sa­gen “kann nie­mand mehr glau­ben”, denn sei­ne Hal­tung “ist wirk­lich Wahn­sinn”, erklär­te der Ex-Prä­si­dent.

Sie sagen, dass wir Put­schis­ten sind und dass wir die Regie­rung desta­bi­li­sie­ren wol­len”, so Cor­rea wei­ter und füg­te hin­zu, dass “sie selbst die Put­schis­ten sind, die die Ver­fas­sung oft und nach Belie­ben gebro­chen haben”.

Sie sind nicht an Demo­kra­tie inter­es­siert. Sie sind dar­an inter­es­siert, wei­ter die Macht und das ecua­do­ria­ni­sche Volk zu kon­trol­lie­ren”, um eine Poli­tik durch­zu­set­zen, “die der gro­ßen Mehr­heit scha­det, aber ihren Geschäf­ten zugu­te kommt (…) Sie sind die­je­ni­gen, die die Demo­kra­tie gestoh­len haben”, sag­te More­nos Amts­vor­gän­ger.

Cor­rea ver­wies auf eine “ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Lösung” für die gegen­wär­ti­ge Situa­ti­on, die ihm zufol­ge dar­in besteht, die “Wah­len vor­zu­zie­hen und das Volk abstim­men zu las­sen”.

So wer­den Kon­flik­te in einer Demo­kra­tie gelöst : an der Wahl­ur­ne”, beton­te der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent.

Das frü­he­re Staats­ober­haupt bezeich­ne­te die Art und Wei­se, wie die Leit­me­di­en sei­nes Lan­des über die dor­ti­gen Ereig­nis­se berich­ten, als “beschä­mend”:

Es ist obszön, wie sie die Unter­drü­ckung ver­ber­gen. Das Land wird von einer gewal­ti­gen Kri­se erschüt­tert, und sie sen­den wei­ter­hin Sei­fen­opern und Zei­chen­trick­fil­me.

Mehr zum The­ma — Pro­tes­te gegen Preis­er­hö­hun­gen bei Treib­stof­fen : Ecua­dor ver­hängt Aus­nah­me­zu­stand (Video)

Der Pakt mit dem IWF – “Rei­nes Mär­chen”

Cor­rea warf der Regie­rung sei­nes Amts­nach­fol­gers und ehe­ma­li­gen Vize­prä­si­den­ten zudem vor, über die Höhe der Staats­schul­den zu lügen, um einen Pakt mit dem IWF zu recht­fer­ti­gen, zu dem die umstrit­te­nen Maß­nah­men gehö­ren, die sie der Bevöl­ke­rung auf­zu­zwin­gen ver­su­chen.

Das ist ein rei­nes Mär­chen”, sag­te Cor­rea und warf sei­nen poli­ti­schen Geg­nern vor, “von Anfang an das Wirt­schafts­pro­gramm ver­ra­ten zu haben”, um zu ver­su­chen, “den Neo­li­be­ra­lis­mus durch­zu­set­zen” und damit die Macht­grup­pen zufrie­den zu stel­len, die More­no unter­stüt­zen.

Die­se Grup­pen wol­len den Neo­li­be­ra­lis­mus, das ‘Jeder ist sich selbst der Nächs­te’ und die Mini­mie­rung des Staa­tes”, so der Ex-Prä­si­dent.

Das frü­he­re Staats­ober­haupt beklag­te, dass sein Land “seit 14 Jah­ren” nicht sol­chen har­ten Wirt­schafts­maß­nah­men aus­ge­setzt war.

Mehr zum The­ma — Über 350 Fest­nah­men bei Trans­port­streik in Ecua­dor

RT Deutsch


Ein Fingerzeig Gottes ? Papst Franziskus bleibt im Fahrstuhl stecken und verspätet sich zur Ansprache


Der Papst ist fast eine hal­be Stun­de in dem Auf­zug ste­cken geblie­ben. Des­halb konn­te er das tra­di­tio­nel­le Ange­lus­ge­bet am Sonn­tag in Rom nur mit zehn­mi­nü­ti­ger Ver­spä­tung begin­nen. Das Ober­haupt der Katho­li­ken sag­te schließ­lich vor den Gläu­bi­gen am Peters­platz :

Ich muss mich für die Ver­spä­tung ent­schul­di­gen, aber ich bin 25 Minu­ten im Auf­zug ste­cken geblie­ben.

Der Papst ist nor­ma­ler­wei­se äußerst pünkt­lich. Des­halb hat­ten die Men­schen auf dem Peters­platz nach Anga­ben der vati­ka­ni­schen Medi­en­platt­form Vati­can News schon in Sor­ge auf die Uhr geschaut, als er nicht wie gewohnt um Punkt 12 Uhr am Fens­ter der päpst­li­chen Woh­nung im Apos­to­li­schen Palast erschien.

Grund für das Fest­ste­cken sei ein Span­nungs­ab­fall gewe­sen, so die Feu­er­wehr.

Mehr zum The­ma — LIVE : Papst Fran­zis­kus emp­fängt Wla­di­mir Putin im Vati­kan

RT Deutsch


Denkfabrik der EKD : Islamkritik nicht sofort in rechte Ecke stecken


Eine Denk­fa­brik der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land (EKD) hat einen ins Sto­cken gera­te­nen Dia­log­pro­zess mit den in der Bun­des­re­pu­blik leben­den Mus­li­men beklagt. Als Grund dafür sieht die Orga­ni­sa­ti­on die kon­ser­va­ti­ven Islam­ver­bän­de und den Ein­fluss der tür­ki­schen Regie­rung.
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Schweden : Brennende Autos bestimmen den Wahlkampf — Stecken die Russen dahinter ?


Schal­te­te man am Diens­tag in Schwe­den das Radio ein, so bestimm­ten die in Brand gesetz­ten Fahr­zeu­ge das Pro­gramm. Die Mode­ra­to­ren spe­ku­lier­ten, es habe sich mög­li­cher­wei­se um eine “frem­de Macht” gehan­delt, die dahin­ter­ste­cke und die schwe­di­sche Gesell­schaft kurz vor den Wah­len spal­ten wol­le. Fast 100 Fahr­zeu­ge brann­ten in Schwe­den. Um 21.00 Uhr in Hjäll­bo, 21.02 Uhr in Frölun­da, 21.02 Uhr in Lys­e­kil, 21.15 Uhr in Troll­hät­tan, 21.30 Uhr in Ala­fors. Schnell folg­ten ent­spre­chen­de Ver­schwö­rungs­theo­ri­en, die in den sozia­len Medi­en ver­brei­tet wur­den. Dar­un­ter auch der Ver­dacht, dass es sich um eine ver­such­te rus­si­sche Ein­fluss­nah­me auf die Wah­len hand­le. 

Ste­fan Löf­ven, Pre­mier­mi­nis­ter Schwe­dens von der Par­tei der Sozi­al­de­mo­kra­ten, ver­lor in einem Inter­view mit dem schwe­di­schen Radio die Fas­sung :

Das kotzt mich wirk­lich an.”

An die Kri­mi­nel­len stell­te er die ver­zwei­fel­te Fra­ge :

Was zum Teu­fel tun Sie ? Die Gesell­schaft wird sich an Ihnen sehr hart rächen.”

Die Not­ru­fe gin­gen bei der Göte­bor­ger Poli­zei und Feu­er­wehr um 21 Uhr abends am Mon­tag ein. Zuvor hat­ten Anwoh­ner wegen bren­nen­der Fahr­zeu­ge in den Städ­ten Troll­hät­tan, Lys­e­kil und Fal­ken­berg die Poli­zei infor­miert.

Rettungskräfte als schutzlose Helfer 

In Troll­hät­tan war­fen Jugend­li­che mit Stei­nen auf die ein­tref­fen­den Poli­zis­ten. Künf­tig, so Löf­ven, sol­len Erst­hel­fer bes­ser geschützt wer­den. Oft sehen sich Feu­er­wehr und Ret­tungs­kräf­te mit schwe­rer Ban­den­kri­mi­na­li­tät kon­fron­tiert und wer­den bei ihrer Arbeit in den soge­nann­ten “emp­find­li­chen Gebie­ten” behin­dert oder selbst Gefah­ren aus­ge­setzt. Als “emp­find­li­che” oder “beson­ders emp­find­li­che Gegen­den” bezeich­net die schwe­di­sche Regie­rung Pro­blem­vier­tel, in denen die Arbeits­lo­sen­zah­len hoch sind und Jugend­li­chen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund die Per­spek­ti­ve für ein bes­se­res Leben fehlt. 

Poli­zei­spre­che­rin Ulla Brehm erläu­ter­te, dass es sich um eine Art Tra­di­ti­on bei den Brän­den hand­le, deren Zahl all­jähr­lich zuneh­me. Die Poli­zei konn­te nicht bestä­ti­gen, dass hier irgend­ein poli­ti­sches Inter­es­se steckt : 

Wir wis­sen aus unse­rer Erfah­rung, dass die­se Art von Brän­den öfter in der Woche vor dem Schul­be­ginn nach den Feri­en als in ande­ren Wochen statt­fin­den.”

Für Löf­ven ist der kri­mi­nel­le Akt koor­di­niert, fast wie eine “Mili­tär­ope­ra­ti­on”. Die poli­zei­li­chen Ermitt­lun­gen wer­den zei­gen, so Löf­ven, ob es sich um rei­nen Van­da­lis­mus oder etwas ande­res han­delt. Die Poli­zei geht davon aus, dass die Brän­de orches­triert wur­den. Ulf Krist­ers­son, Par­tei­füh­rer der Mode­ra­ten, schrieb auf Face­book von einer “Sabo­ta­ge-Akti­on”. Auf Twit­ter schil­der­te der schwe­di­sche Innen- und Jus­tiz­mi­nis­ter Mor­gan Johans­son : 

Letz­tes Jahr hat die Regie­rung die Stra­fen für schwe­ren Van­da­lis­mus erhöht, was jetzt bis zu sechs Jah­re Haft bedeu­ten kann. Hof­fe, die Gangs­ter wer­den ver­haf­tet, damit sie die Stra­fe bekom­men, die sie ver­die­nen.” 

Tatverdächtiger in der Türkei verhaftet

Vor den Brän­den lau­te­te die Pro­gno­se für die Anti-Ein­wan­de­rungs­par­tei der “Schwe­den-Demo­kra­ten” (SD), dass die­se bei der Riks­dags (Reichstag)-Wahl am 9. Sep­tem­ber etwa 20 Pro­zent der Stim­men erhal­ten wer­den. 2014 erreich­ten sie 12,9 Pro­zent. Die bren­nen­den Fahr­zeu­ge könn­ten der SD-Par­tei ein noch bes­se­res Ergeb­nis besche­ren. Koalie­ren wol­len die Sozi­al­de­mo­kra­ten mit der SD nicht. Die zen­tra­len Wahl­kampf­the­men sind Zuwan­de­rung und die Kri­mi­na­li­tät. Die Sozi­al­de­mo­kra­ten erwar­tet ein his­to­risch schlech­tes Wahl­er­geb­nis von rund 24 Pro­zent. Die Mode­ra­ten könn­ten auf 20 Pro­zent kom­men. 

Am Don­ners­tag wur­de unter­des­sen ein 19-Jäh­ri­ger in der Tür­kei ver­haf­tet, der ver­däch­tig ist, Fahr­zeu­ge in Väs­tra Frölun­da in Brand gesetzt zu haben. Schwe­den hat sei­ne Aus­lie­fe­rung bean­tragt. Die Poli­zei wies Erwach­se­ne in den Städ­ten an, nachts hin­aus­zu­ge­hen, um die Stra­ßen zu fül­len und die Chan­ce der Jugend­ban­den zu ver­rin­gern, uner­kannt Van­da­lis­mus zu betrei­ben. Mit dem Satz : “Seht, was letz­te Nacht in Schwe­den pas­siert ist” lenk­te US-Prä­si­dent Donald Trump im Vor­jahr das inter­na­tio­na­le Augen­merk auf die Ban­den­kri­mi­na­li­tät in Schwe­den. 

Cha­os in Schwe­den : Ver­mumm­te zie­hen durch Ort­schaf­ten und zer­stö­ren sys­te­ma­tisch fast 90 Pkws.

RT Deutsch


Israel rechtfertigt Tötung von Palästinensern : “Wir können nicht alle Leute ins Gefängnis stecken”


Die Spre­che­rin des israe­li­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums, Michal Maayan, beant­wor­te­te am Mon­tag gegen­über dem Fern­seh­sen­der RTÉ die Fra­ge, war­um Sol­da­ten auf die Demons­tran­ten schos­sen, mit den Wor­ten :

Nun, wir kön­nen nicht all die­se Leu­te ins Gefäng­nis ste­cken.

Ihre Kom­men­ta­re wäh­rend einer Live-Auf­nah­me ver­brei­te­ten sich schnell in den sozia­len Medi­en und stie­ßen welt­weit auf Kri­tik. Den Vor­wür­fen, der Umzug der US-Bot­schaft von Tel Aviv nach Jeru­sa­lem füh­re nur zu mehr Insta­bi­li­tät in der Regi­on und gefähr­de den Frie­dens­pro­zess, ent­geg­ne­te Maayan :

Die Ver­le­gung von Bot­schaf­ten nach Jeru­sa­lem gefähr­det nicht den Frie­den, son­dern trägt tat­säch­lich zum Frie­den bei, weil es den Paläs­ti­nen­sern hilft, zu erken­nen, dass Jeru­sa­lem die Haupt­stadt des jüdi­schen Staa­tes Isra­el ist, und es ihnen hilft, eine Rea­li­tät anzu­er­ken­nen, die uns Vor­aus­set­zung ist, um wei­ter­zu­ge­hen.

Jeru­sa­lem ist die Haupt­stadt Isra­els, und es wird die Haupt­stadt Isra­els sein, egal wel­che zukünf­ti­ge Abma­chung wir mit den Paläs­ti­nen­sern errei­chen wer­den”, unter­strich sie im Gespräch mit dem iri­schen Sen­der.

Inter­na­tio­na­le Kri­tik an Isra­el wächst

Isra­el ist unter inter­na­tio­na­len Druck gera­ten, nach­dem sei­ne Grenz­trup­pen am Mon­tag etwa 60 Paläs­ti­nen­ser getö­tet haben, die am sel­ben Tag gegen den Umzug der US-Bot­schaft nach Jeru­sa­lem pro­tes­tier­ten.

Inge­samt sei­en mehr als 100 Paläs­ti­nen­ser in knapp zwei Mona­ten bei Pro­tes­ten haupt­säch­lich durch israe­li­sche Scharf­schüt­zen getö­tet wor­den, berich­tet das tür­ki­sche Nach­rich­ten­por­tal Sabah. Die Demons­tra­ti­on am Mon­tag fiel mit dem 70. Jah­res­tag der Grün­dung Isra­els zusam­men — ein Ereig­nis, das die Paläs­ti­nen­ser auf Ara­bisch als Nak­ba (zu Deutsch : “Die Kata­stro­phe”) bezeich­nen.

Ver­gan­ge­ne Woche teil­te die israe­li­sche Regie­rung mit, dass die anhal­ten­den Pro­tes­te ent­lang des israe­li­schen Grenz­zauns zu Gaza einen “Kriegs­zu­stand” dar­stell­ten, in dem das huma­ni­tä­re Völ­ker­recht nicht mehr gel­ten kön­ne. Die iri­sche Regie­rung kri­ti­sier­te den unver­hält­nis­mä­ßi­gen Ein­satz von Gewalt. Der Pre­mier­mi­nis­ter der Insel Leo Vara­dkar erklär­te :

Schar­fe Muni­ti­on ist kein Mit­tel zur Kon­trol­le einer Mas­se.

Der Pre­mier­mi­nis­ter schloss aller­dings aus, dass Irland den israe­li­schen Bot­schaf­ter in Dub­lin aus­wei­sen wird, eine Reak­ti­on, die eini­ge iri­sche Par­la­men­ta­ri­er zuvor gefor­dert hat­ten. Der Abge­ord­ne­te der repu­bli­ka­ni­schen Par­tei Sinn Féin Pear­se Doh­erty rief am Diens­tag dazu auf, dass sich Irland deut­lich von der Poli­tik Isra­els distan­zie­ren müs­se :

Wenn Isra­el wei­ter­hin unge­straft han­delt, wer­den wir wei­ter­hin das Blut­bad sehen, das wir ges­tern im Fern­se­hen gese­hen haben und wahr­schein­lich auch in den kom­men­den Wochen sehen wer­den. Es ist an der Zeit, dass die Län­der Stel­lung bezie­hen.

Was in Gaza geschah, war ein Mas­sa­ker ; man kann das nicht anders beschrei­ben”, sag­te Doh­erty.

Schar­fe Muni­ti­on und Trä­nen­gas wur­den gegen unbe­waff­ne­te Paläs­ti­nen­ser ein­ge­setzt, die ihr Recht auf Rück­kehr in ihre Häu­ser und Dör­fer for­der­ten, aus denen sie 1948 ver­trie­ben wur­den.

Er hin­ter­frag­te, war­um Irland nach dem angeb­li­chen Angriff auf einen ehe­ma­li­gen rus­si­schen Dop­pel­agen­ten, Ser­gej Skri­pal, und sei­ne Toch­ter Julia in der eng­li­schen Stadt Salis­bu­ry einen rus­si­schen Diplo­ma­ten aus­ge­wie­sen hat­te, aber im Fal­le Isra­els zurück­hal­tend bleibt. Doh­erty äußer­te :

Die Regie­rung hat im Fal­le eines rus­si­schen Diplo­ma­ten Stel­lung bezo­gen, was braucht es also, damit die Regie­rung end­lich sagt : Nicht mehr [mit uns]? Was braucht es, damit die­ses stol­ze Land als unab­hän­gi­ges Mit­glied der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft Stel­lung bezieht, indem es dem israe­li­schen Bot­schaf­ter sagt, dass es Zeit ist, sei­ne Kof­fer zu packen ?

RT Deutsch


Pech in den USA : „Krimineller Santa“ bleibt bei Einbruchsversuch in Kamin stecken


In der Stadt Citrus Heights im US-Bun­des­staat Kali­for­ni­en hat sich nur weni­ge Tage vor Weih­nach­ten ein Kurio­sum ereig­net : Ein Mann ist beim Ver­such, über einen Schorn­stein in ein Büro ein­zu­stei­gen, ste­cken­ge­blie­ben, wor­auf­hin er selbst die Poli­zei alar­mier­te.
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