Britischer Tourist mietet Luxuswagen in Dubai und erntet 33 Strafen in vier Stunden


Der Bri­te hat am Diens­tag dut­zen­de Male hin­ter­ein­an­der – er bekam sogar zwei Stra­fen inner­halb von nur einer Minu­te – die Höchst­ge­schwin­dig­keit auf einer der ver­kehrs­reichs­ten Stra­ßen des Emi­rats über­schrit­ten und soll dabei eine Geschwin­dig­keit von 240 km/h erreicht haben. Die Inha­ber der Miet­fir­ma erzähl­ten, sie hät­ten noch sei­nen Pass, den der Bri­te bei der Auto­ab­ho­lung als Garan­tie hin­ter­las­sen hat­te. Sie hät­ten das Auto noch nicht zurück­ge­for­dert, weil sie die Geld­stra­fen dann mög­li­cher­wei­se selbst zah­len müss­ten. Tou­ris­ten kön­nen die VAE näm­lich auch dann ver­las­sen, wenn sie die Ver­kehrs­re­geln nicht befol­gen — die Stra­fen wer­den gegen die regis­trier­ten Auto­be­sit­zer aus­ge­stellt. Der Raser könn­te dem­nach das Land ver­las­sen, ohne die Stra­fen zu zah­len – ohne sei­nen Pass, der sich immer noch bei der Miet­agen­tur befin­det, wird das aller­dings schwer. Die Händ­ler befürch­ten, der Bri­te könn­te in die bri­ti­sche Bot­schaft gehen und ein­fach behaup­ten, er habe sei­nen Pass ver­lo­ren.

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Lettische Vereinigung fordert vom EU-Parlament Strafen für Nazi-Heroisierung


Der Lei­ter der let­ti­schen „Ver­ei­ni­gung gegen Nazis­mus“, Janis Kuzins, hat in einer Peti­ti­on das Euro­päi­sche Par­la­ment um die Ver­hän­gung von Sank­tio­nen gegen die Orga­ni­sa­to­ren und Spon­so­ren der Ver­an­stal­tun­gen von „Nazi-Vete­ra­nen“ gebe­ten.
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Mea Culpa : Chinesische Verkehrspolizei erlässt Tätern ihre Strafen, wenn sie online beichten


Der Hong­kon­ger Zei­tung South Chi­na Morning Post zufol­ge ent­schie­den sich bereits mehr als zehn Men­schen dafür, ihre Sün­den im Rah­men eines Pilot­pro­jekts in Daz­hou in sozia­len Netz­wer­ken zu geste­hen. Dabei gel­ten sol­che Aus­nah­me­re­ge­lun­gen nur in Bezug auf gering­fü­gi­ge Ver­stö­ße gegen die Ver­kehrs­re­geln, die ent­we­der Fuß­gän­ger, Fahr­rad­fah­rer oder Motor­rol­ler began­gen haben.

Mehr zum The­ma — Sozi­al­kre­dit-Sys­tem in Chi­na : Bei schlech­tem Punk­te­stand kein Bahn­ti­cket

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Dänentum in Gefahr”: Regierung plant doppelt so harte Strafen für “Ghetto”-Bewohner


Die Ghet­tos müs­sen weg”, erklär­te der däni­sche Minis­ter­prä­si­dent Lars Løk­ke Ras­mus­sen und prä­sen­tier­te gemein­sam mit zahl­rei­chen ande­ren Minis­tern am Don­ners­tag ein umfang­rei­ches Maß­nah­men­pa­ket gegen die Bil­dung von Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten und Kri­mi­na­li­tät vor. Weil die­se dem­nach in soge­nann­ten Ghet­tos beson­ders bekämpft wer­den müs­se, sieht der Plan vor, dort began­ge­ne Straf­ta­ten in Zukunft dop­pelt so hart zu bestra­fen wie in ande­ren Lan­des­tei­len.

Ein Däne­mark ohne Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten – kei­ne Ghet­tos im Jahr 2030”, lau­tet offi­zi­ell der Plan der däni­schen Regie­rung.

Auf einer Pres­se­kon­fe­renz in der Kopen­ha­ge­ner Sied­lung Mjøl­ner­par­ken erklär­te Ras­mus­sen mit Bezug auf die Ghet­tos, zu denen auch Mjøl­ner­par­ken zählt :

Wenn Sie hier auf­wach­sen, haben Sie weni­ger Chan­cen im Leben, als wenn Sie woan­ders auf­wach­sen.

Zu dem Vor­wurf, dass die Regie­rung damit das Prin­zip der juris­ti­schen Gleich­be­hand­lung außer Kraft set­ze, erklär­te Ras­mus­sen :

Das erken­ne ich unein­ge­schränkt an.

Des Wei­te­ren erklär­te der däni­sche Minis­ter­prä­si­dent, dass es auf­grund der Aus­brei­tung von Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten nun “fünf vor zwölf” sei. Daher wähnt Ras­mus­sen

das Dänen­tum in Gefahr.

Eine Defi­ni­ti­on des Begriffs lie­fert Ras­mus­sen nicht, doch sieht der Minis­ter­prä­si­dent das soge­nann­te Dänen­tum vor allem durch die Aus­bil­dung von Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten in Gefahr. Dem­nach wäre der Begriff vor allem sozi­al­po­li­tisch begrün­det.

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Laut der däni­schen Regie­rung spielt bei der Aus­bil­dung sozia­ler Brenn­punk­te auch die man­gel­haf­te Inte­gra­ti­on “nicht-west­li­cher Migran­ten” eine ent­schei­den­de Rol­le. Ras­mus­sen wirft der­weil eine ande­re Fra­ge auf, die für ihn jedoch ledig­lich rhe­to­ri­scher Natur ist :

Da haben wir uns gefragt, ob wir die Mög­lich­keit zu ange­mes­se­ner Dis­kri­mi­nie­rung auf Basis objek­ti­ver Kri­te­ri­en haben. Ja, die haben wir.

Wel­che Straf­ta­ten in Zukunft der ange­mes­se­nen Dis­kri­mi­nie­rung zuge­führt wer­den, soll in einem par­la­men­ta­ri­schen Pro­zess geklärt wer­den. Vor allem soll es jedoch um Delik­te wie den Ver­kauf von Mari­hua­na, Ein­bruch und Van­da­lis­mus gehen.

Noch Anfang der 1980er-Jah­re lag der Anteil nicht-west­li­cher Migran­ten in Däne­mark bei einem Pro­zent. Nun liegt der ent­spre­chen­de Anteil bei 8,5 Pro­zent — rund eine hal­be Mil­li­on Men­schen. Dar­in lie­ge eine Her­aus­for­de­rung für den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt, etwa wenn es um die “Frei­heit” gehe, erklärt Ras­mus­sen.

Die Regie­rung ist bereit ; neue Wege zu gehen”, so der Minis­ter­prä­si­dent.

Die ehe­ma­li­ge Inte­gra­ti­ons­mi­nis­te­rin Bir­t­he Rønn Horn­bech kri­ti­siert das neue Vor­ge­hen :

Mir ist das unbe­greif­lich. Es klingt wie die Ein­füh­rung des Aus­nah­me­zu­stan­des.

Nach offi­zi­el­len Anga­ben exis­tie­ren in Däne­mark 22 Ghet­tos. Die Zahl geht auf eine soge­nann­te “Ghet­to­lis­te” des däni­schen Ver­kehrs-, Bau-, und Woh­nungs­mi­nis­te­ri­ums zurück, die die­se seit dem Jahr 2010 führt. Nicht alle Ghet­tos sol­len jedoch zu neu­en soge­nann­ten “Straf­zo­nen” mit dop­pel­tem Straf­maß wer­den. Die ent­spre­chen­de Ent­schei­dung soll von den loka­len Poli­zei­chefs getrof­fen wer­den, mel­det die däni­sche Zei­tung Belings­ke.

Kri­ti­ker des nun geplan­ten juris­ti­schen Vor­ge­hens monie­ren der­weil die Ver­wechs­lung von Ursa­che und Wir­kung. So habe es Däne­mark in der Ver­gan­gen­heit ver­säumt, die Zuwan­de­rer durch sinn­vol­le Maß­nah­men zu inte­grie­ren. Nun einen Grund­pfei­ler eines Rechts­staats, das Prin­zip der gesetz­li­chen Gleich­be­hand­lung, auf­zu­ge­ben, sei der fal­sche Weg, kri­ti­siert etwa Ber­lings­ke.

Die Regie­rung weist dies mit dem Hin­weis zurück, dass in den genann­ten Ghet­tos alle Men­schen gleich behan­delt wer­den sol­len, auch wenn sie von außer­halb kämen.

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Den inte­gra­ti­ons­po­li­ti­schen Ver­säum­nis­sen soll anders begeg­net wer­den. So pla­ne man, den Kom­mu­nen eine Mil­li­ar­de Kro­nen, was etwa 134 Mil­lio­nen Euro ent­spricht, zur Ver­fü­gung zu stel­len. Das Geld soll die­je­ni­gen Kom­mu­nen beloh­nen, denen es gelingt, die ört­li­chen Ein­wan­de­rer und deren Nach­kom­men in Lohn und Brot zu brin­gen.

Die Zei­tung Eks­tra Bla­det macht einen grund­sätz­li­chen Feh­ler im geplan­ten Vor­ge­hen der däni­schen Regie­rung aus. Dem­nach sei die Kri­mi­na­li­tät nicht das Haupt­pro­blem däni­scher Ghet­tos. So wür­den von den ins­ge­samt 22 nur zwei eines der offi­zi­el­len Kri­te­ri­en eines Ghet­tos vor­wei­sen — eine signi­fi­kant erhöh­te Kri­mi­na­li­täts­ra­te.

Bei den neu­en Maß­nah­men kann Ras­mus­sen jedoch auch auf die Zustim­mung der Oppo­si­ti­on ver­trau­en. So erklär­te etwa Tri­ne Bram­sen von den Sozi­al­de­mo­kra­ten, der neue juris­ti­sche Ansatz sei “ver­nünf­tig”. Gin­ge es nach den däni­schen Genos­sen, wür­de das Stel­len von Asyl­an­trä­gen im Land gänz­lich abge­schafft und nur noch in von Däne­mark geführ­ten Lagern in Nord­afri­ka mög­lich.

Um als däni­sches “Ghet­to” zu gel­ten, müs­sen offi­zi­ell drei von fünf Kri­te­ri­en erfüllt sein. Die Gebie­te müs­sen mehr als 1.000 Ein­woh­ner haben, eine hohe Arbeits­lo­sig­keit, eine hohe Anzahl von Bewoh­nern mit nicht-west­li­chem Hin­ter­grund, eine hohe Kri­mi­na­li­täts­ra­te sowie nied­ri­ge Aus­bil­dungs- und Ein­kom­mens­ni­veaus auf­wei­sen.

Bis spä­tes­tens Früh­jahr 2019 muss Ras­mus­sen Neu­wah­len aus­schrei­ben. Sei­ne bür­ger­li­che Par­tei “Venst­re” liegt in Umfra­gen klar hin­ter den Sozi­al­de­mo­kra­ten. Die Vor­sit­zen­de der Sozi­al­de­mo­kra­ten Met­te Fre­de­rik­sen sieht ihre Par­tei in “einer Wer­te­ge­mein­schaft” mit der rechts­ge­rich­te­ten Däni­schen Volks­par­tei (DF). 

Soll­te es für den Wahl­sieg rei­chen, strebt Fre­de­rik­sen eine enge Zusam­men­ar­beit mit der DF an.

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