USA bitten Südkorea für Truppenstationierung zur Kasse


US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Mark Esper hat Süd­ko­rea mit Nach­druck dazu auf­ge­ru­fen, mehr Geld für die US-ame­ri­ka­ni­sche Trup­pen­prä­senz im Land zu bezah­len. Süd­ko­rea sei ein wohl­ha­ben­des Land, das mehr Geld dafür abzwei­gen “könn­te und soll­te”, sag­te Esper am Frei­tag in Seo­ul an der Sei­te sei­nes süd­ko­rea­ni­schen Amts­kol­le­gen Jeong Kye­ong-doo. Auch for­der­te Esper ange­sichts der ange­spann­ten Bezie­hun­gen Süd­ko­reas zu Japan, ein aus­lau­fen­des, aber aus Sicht der USA wich­ti­ges Mili­tär­ab­kom­men der bei­den Ver­bün­de­ten über den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zu ver­län­gern.

Die USA ver­lan­gen schon seit Län­ge­rem von ihren asia­ti­schen Alli­ier­ten Süd­ko­rea und Japan, mehr für die Sta­tio­nie­rung von US-Sol­da­ten zu zah­len. Im Fall Süd­ko­reas will Washing­ton nach Berich­ten süd­ko­rea­ni­scher und US-ame­ri­ka­ni­scher Medi­en, dass Seo­ul rund fünf Mil­li­ar­den Dol­lar jähr­lich dafür auf­bringt – etwa das Fünf­fa­che des bis­he­ri­gen Anteils.

Eine Zahl wur­de weder von Esper noch von Jeong genannt. An die Adres­se Seo­uls gewandt sag­te Esper, es sei wich­tig, die Ver­hand­lun­gen über eine neue Kos­ten­auf­tei­lung bis zum Jah­res­en­de zu beschlie­ßen, und zwar “mit einem erhöh­ten Las­ten­an­teil Süd­ko­reas”.

In Süd­ko­rea haben die USA 28.500 Sol­da­ten zur Abschre­ckung gegen poten­zi­el­le Bedro­hun­gen durch Nord­ko­rea sta­tio­niert. Esper bekräf­tig­te, dass die USA sich “wei­ter voll­stän­dig zur Ver­tei­di­gung Süd­ko­reas ver­pflich­tet” füh­len :

Die Alli­anz ist unan­greif­bar.

Er rief aber Seo­ul auch dazu auf, sich mit Japan zusam­men­zu­set­zen, um das Abkom­men GSOMIA über den Aus­tausch geheim­dienst­li­cher Infor­ma­tio­nen zu erneu­ern. “GSOMIA ist ein wich­ti­ges Instru­ment, durch das Süd­ko­rea, die USA und Japan wirk­sam Infor­ma­tio­nen mit­ein­an­der tei­len kön­nen, spe­zi­ell in Kriegs­zei­ten”, sag­te Esper. Die ein­zi­gen Par­tei­en, die von einem Ende des Abkom­mens pro­fi­tie­ren wür­den, sei­en Nord­ko­rea und Chi­na.

Die USA sehen die Strei­te­rei­en in wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Fra­gen zwi­schen Tokio und Seo­ul mit gro­ßer Sor­ge. Seo­ul hat­te erklärt, GSOMIA nicht mehr ver­län­gern zu wol­len. Washing­ton will das mög­lichst ver­hin­dern, da es dabei unter ande­rem auch um Infor­ma­tio­nen über die Akti­vi­tä­ten Nord­ko­reas geht, das ein Atom­waf­fen­pro­gramm betreibt.

Mehr zum The­ma — Rus­si­scher Sena­tor : Nord­ko­rea wirk­lich zu nuklea­rer Abrüs­tung bereit

Esper bekräf­ti­ge in Seo­ul, dass die USA und Süd­ko­rea mit Blick auf ihre gemein­sa­men Mili­tär­ma­nö­ver fle­xi­bel sein soll­ten, um der Diplo­ma­tie im Atom­streit mit Nord­ko­rea mehr Spiel­raum zu geben. Esper hat­te schon auf dem Flug nach Süd­ko­rea davon gespro­chen, dass die USA offen sei­en für eine Redu­zie­rung wei­te­rer Mili­tär­übun­gen, die regel­mä­ßig von Nord­ko­rea kri­ti­siert wer­den. Der US-Ver­tei­di­guns­mi­nis­ter ging aber auch in Seo­ul nicht wei­ter dar­auf ein, in wel­chem Umfang neue Manö­ver geän­dert wer­den könn­ten.

(dpa/rt deutsch)

RT Deutsch


Südkorea will Handel mit Russland im nächsten Jahr auf 30 Milliarden US-Dollar steigern


Der süd­ko­rea­ni­sche Prä­si­dent Moon Jae-in hat am Don­ners­tag erklärt, dass das Han­dels­vo­lu­men zwi­schen Russ­land und Süd­ko­rea wei­ter wach­sen wer­de. In einem Inter­view mit Ser­gei Michailow, dem Chef der Nach­rich­ten­agen­tur TASS, sag­te er :

Wir wer­den im nächs­ten Jahr den 30. Jah­res­tag der Auf­nah­me diplo­ma­ti­scher Bezie­hun­gen fei­ern. Ich hof­fe, dass der bila­te­ra­le Han­dels­um­satz bis dahin 30 Mil­li­ar­den US-Dol­lar errei­chen wird.

Der süd­ko­rea­ni­sche Staats­chef zeig­te sich sehr zufrie­den mit der Tat­sa­che, dass sich die wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit zwi­schen den bei­den Län­dern in den letz­ten Jah­ren aus­ge­wei­tet hat.

Süd­ko­rea ist einer der wich­tigs­ten Part­ner Russ­lands im asia­tisch-pazi­fi­schen Raum. Der gegen­sei­ti­ge Han­del stieg im Jahr 2018 um fast 30 Pro­zent auf 24,8 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Ein Drit­tel davon ent­fiel auf die Regio­nen im Fer­nen Osten Russ­lands, so der regio­na­le Prä­si­di­al­bot­schaf­ter Juri Trut­new.

Vor zwei Jah­ren schlug Prä­si­dent Moon Jae-in die so genann­te Neue Nord­po­li­tik vor, die die Schaf­fung eines ein­heit­li­chen Wirt­schafts­raums zwi­schen der korea­ni­schen Halb­in­sel und dem rus­si­schen Fer­nen Osten vor­sieht. Im Mit­tel­punkt der Poli­tik steht die Schaf­fung einer eura­si­schen Wirt­schafts­ge­mein­schaft auf der Grund­la­ge der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Süd­ko­rea und Russ­land.

Mehr zum The­ma —  Span­nun­gen auf korea­ni­scher Halb­in­sel : Wla­di­mir Putin mahnt zum Dia­log zwi­schen Nord und Süd

RT Deutsch


Vigilant ACE“: USA und Südkorea könnten Militärübung erneut aussetzen – Medien


Die USA und Süd­ko­rea sagen womög­lich die gemein­sa­me jähr­li­che Luft­waf­fen­übung „Vigi­lant ACE“ vor dem Hin­ter­grund der diplo­ma­ti­schen Bemü­hun­gen zur Denu­kle­a­ri­sie­rung ab. Dies mel­de­te die Nach­rich­ten­agen­tur Yon­hap am Sonn­tag unter Ver­weis auf eige­ne Quel­len.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Russland und Südkorea einigen sich auf gemeinsame Operationen am Sibirischen Schelf


Die rus­si­sche Fern­ost-Inves­ti­ti­ons- und Expor­t­agen­tur und das süd­ko­rea­ni­sche Gas­un­ter­neh­men KOGAS haben sich auf mög­li­che gemein­sa­me Ope­ra­tio­nen am Sibi­ri­schen Schelf geei­nigt. Das erklär­te der stell­ver­tre­ten­de rus­si­sche Pre­mier­mi­nis­ter und Prä­si­di­al­ge­sand­te im fern­öst­li­chen Föde­ra­ti­ons­kreis Juri Trut­new am Frei­tag wäh­rend eines Brie­fings beim Öst­li­chen Wirt­schafts­fo­rum. Er sag­te :

Heu­te haben die Agen­tur und KOGAS eine Ver­ein­ba­rung über die Erwei­te­rung der Erkun­dung des ark­ti­schen Schel­fes getrof­fen.

Ein Ver­tre­ter der rus­si­schen Fern­ost-Inves­ti­ti­ons- und Expor­t­agen­tur wies dar­auf hin, dass das staat­li­che Unter­neh­men KOGAS bereit sei, die rus­si­schen Vor­schlä­ge für Off­shore-Ope­ra­tio­nen anzu­neh­men. Die korea­ni­sche Sei­te schlug vor, bald detail­lier­te Gesprä­che in Mos­kau durch­zu­füh­ren.

Die Ver­hand­lun­gen ver­lie­fen im Rah­men des zwei­ten rus­sisch-korea­ni­schen Forums für inter­re­gio­na­le Zusam­men­ar­beit, das unter dem Dach des Öst­li­chen Wirt­schafts­fo­rums statt­fand. Auf der Rand­ver­an­stal­tung wur­den die Fra­gen der Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Pro­vin­zen der Repu­blik Korea und den Regio­nen des rus­si­schen Fer­nen Ostens erör­tert.

Bei der Ver­an­stal­tung ver­kün­de­te Trut­new :

In weni­gen Tagen, am 24. Sep­tem­ber, wer­den wir gemein­sam mit dem Vize­pre­mier­mi­nis­ter der Repu­blik Korea eine regel­mä­ßi­ge Sit­zung der Regie­rungs­kom­mis­si­on für die Ent­wick­lung des Han­dels und der wirt­schaft­li­chen Zusam­men­ar­beit zwi­schen unse­ren Län­dern in Mos­kau abhal­ten.

Der Vize­pre­mier stell­te fest, dass die auf dem Forum ent­wi­ckel­ten Vor­schlä­ge auf der Sit­zung der zwi­schen­staat­li­chen Kom­mis­si­on dis­ku­tiert wer­den, und füg­te hin­zu :

Ich bin zuver­sicht­lich, dass sie [die Ver­hand­lun­gen in Mos­kau] uns hel­fen wer­den, die Zusam­men­ar­beit aus­zu­bau­en.

Vom 4. bis 6. Sep­tem­ber fand im rus­si­schen Wla­di­wos­tok das fünf­te Öst­li­che Wirt­schafts­fo­rum statt. In die­sem Jahr nah­men rund 8.000 Gäs­te aus aller Welt an dem Forum teil, bei dem über 70 ver­schie­de­ne Busi­ness-Events ver­an­stal­tet wur­den.

Mehr zum The­ma — Putin ver­spricht Unter­neh­men beson­de­re Ver­güns­ti­gun­gen, die in der rus­si­schen Ark­tis inves­tie­ren 

RT Deutsch


Südkorea streicht Japan von der Liste vertrauenswürdiger Exportpartner


Tokio hat Seo­ul von sei­ner “wei­ßen Lis­te” der Län­der gestri­chen, die eine Prä­fe­renz­be­hand­lung im Han­del genie­ßen, wie zum Bei­spiel mil­de­re Export­kon­trol­len, da die zuneh­men­de Kluft zwi­schen den bei­den US-Ver­bün­de­ten die regio­na­le Sicher­heit zu beein­träch­ti­gen droht.

Seo­ul soll Berich­ten zufol­ge den Han­dels­sta­tus Japans inmit­ten eines eska­lie­ren­den Han­dels­krie­ges zwi­schen den asia­ti­schen Staa­ten her­ab­ge­setzt haben. Tokio hat­te zuvor ange­kün­digt, dass es Süd­ko­rea von sei­ner “wei­ßen Lis­te” strei­chen und den Export bestimm­ter Mate­ria­li­en ein­schrän­ken wür­de.

Nun möch­te die korea­ni­sche Regie­rung eine neue Kate­go­rie von Han­dels­part­nern mit “schlech­ter als die bes­ten, aber bes­ser als die schlech­tes­ten” Bedin­gun­gen schaf­fen, wobei Japan bis­her das ein­zi­ge Land sein wird, das zu die­ser Grup­pe gehört. Nach der Eta­blie­rung wer­den japa­ni­sche Unter­neh­men mehr Papier­kram benö­ti­gen, um Han­dels­ge­neh­mi­gun­gen zu erhal­ten, und es wird zu län­ge­ren War­te­zei­ten für die Bear­bei­tung von Anträ­gen kom­men. Süd­ko­reas Han­dels­mi­nis­ter Sung Yun-mo erklär­te :

Wir müs­sen ein Aus­fuhr­kon­troll­sys­tem in Betrieb neh­men, da es schwie­rig ist, eng mit einem Land zusam­men­zu­ar­bei­ten, das häu­fig gegen Grund­re­geln der Aus­fuhr­kon­trol­len ver­stößt oder ein rechts­wid­ri­ges Sys­tem betreibt.

Die Ver­gel­tungs­maß­nah­men wer­den vor­aus­sicht­lich im Sep­tem­ber in Kraft tre­ten, etwa zeit­gleich mit der geplan­ten Her­ab­stu­fung des Han­dels­sta­tus Süd­ko­reas durch Japan. Tokio kün­dig­te Anfang die­ses Monats an, dass es Süd­ko­rea von sei­ner eige­nen “wei­ßen Lis­te” der Län­der streicht, die Min­dest­han­dels­be­schrän­kun­gen genie­ßen.

Tokio dros­sel­te auch die Expor­te von drei Mate­ria­li­en nach Süd­ko­rea, die für die Her­stel­lung von Mikro­elek­tro­nik und Bild­schir­men ent­schei­dend sind. Japan mach­te klar, dass sei­ne Ent­schei­dun­gen not­wen­dig sei­en, weil die süd­ko­rea­ni­schen Wie­der­aus­fuhr­be­stim­mun­gen für emp­find­li­che Mate­ria­li­en zu lasch sei­en.

Seo­ul glaubt, dass Japan Süd­ko­rea mit sei­nem Ver­hal­ten für ein Gerichts­ur­teil bestra­fen will, das es korea­ni­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen erlaub­te, japa­ni­sche Unter­neh­men auf Ent­schä­di­gung für Zwangs­ar­beit wäh­rend der Kolo­ni­al­zeit zu ver­kla­gen. Seo­ul sei­ner­seits will die japa­ni­schen Aus­fuhr­be­stim­mun­gen durch die Welt­han­dels­or­ga­ni­sa­ti­on in Fra­ge stel­len.

Mehr zum The­ma — Wenn kei­ner nach­ge­ben will : Japan und Süd­ko­rea ste­hen vor gefähr­li­chem Han­dels­krieg

RT Deutsch


Russisches Verteidigungsministerium wirft Südkorea Gefährdung russischer Militärflugzeuge vor


Am 23. Juli 2019 haben zwei stra­te­gi­sche Bom­ber vom Typ Tu-95MS der rus­si­schen Welt­raum- und Luft­streit­kräf­te einen Pla­nungs­flug im Luft­raum über dem neu­tra­len Gewäs­ser des Japa­ni­schen Mee­res durch­ge­führt”, heißt es in der offi­zi­el­len Mit­tei­lung des rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums.

Nahe der süd­ko­rea­ni­schen Insel Dok­do (Takeshi­ma) haben sich zwei süd­ko­rea­ni­sche F‑16-Kampf­flug­zeu­ge den rus­si­schen Flug­zeu­gen genä­hert, hieß es wei­ter.

Laut der rus­si­schen Mili­tär­be­hör­de absol­vier­ten die süd­ko­rea­ni­schen Maschi­nen aller­dings unpro­fes­sio­nel­le Manö­ver, sodass sie den Kurs der rus­si­schen Lang­stre­cken­bom­ber kreuz­ten und deren Sicher­heit gefähr­de­ten. Die süd­ko­rea­ni­schen Pilo­ten stell­ten dabei kei­nen Funk­kon­takt mit den Besat­zun­gen der Tu-95MS-Maschi­nen her.

Das rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um hat betont, dass es bei der Flug­rou­te sei­ner Tu-95MS-Maschi­nen kei­ne Abwei­chun­gen gege­ben habe. Die Lang­stre­cken­bom­ber ver­letz­ten dem­nach kei­nen süd­ko­rea­ni­schen Luft­raum.

Laut dem Minis­te­ri­um ver­su­chen die Pilo­ten Süd­ko­reas nicht zum ers­ten Mal ver­geb­lich, die Durch­füh­rung rus­si­scher Flü­ge über den neu­tra­len Gewäs­sern des Japa­ni­schen Mee­res zu ver­hin­dern. Dabei ver­wei­sen sie auf eine süd­ko­rea­ni­sche “Iden­ti­fi­ka­ti­ons­zo­ne zur Luft­ver­tei­di­gung”.

Die­se sei von der süd­ko­rea­ni­schen Sei­te ein­sei­tig erklärt wor­den. Sol­che Zonen sind vom inter­na­tio­na­len Recht nicht vor­ge­se­hen und von Russ­land nicht aner­kannt, “wor­über es die süd­ko­rea­ni­sche Sei­te mehr­mals über unter­schied­li­che Kanä­le infor­miert” habe.

Dar­über hin­aus bestrei­tet das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um die Infor­ma­ti­on, wonach es Warn­schüs­se sei­tens der süd­ko­rea­ni­schen Maschi­nen gab.

Zuvor hat­te das süd­ko­rea­ni­sche Komi­tee der Ver­ei­nig­ten Stabs­chefs den rus­si­schen Welt­raum- und Luft­streit­kräf­ten vor­ge­wor­fen, am frü­hen Diens­tag­mor­gen den Luft­raum Süd­ko­reas ver­letzt zu haben. 

Süd­ko­rea hat­te im Jahr 2013 erklärt, sei­ne “Iden­ti­fi­ka­ti­ons­zo­ne zur Luft­ver­tei­di­gung” (ADIZ) in süd­li­cher Rich­tung zu erwei­tern. Hin­ter­grund war damals der Streit um Gebiets­an­sprü­che im Ost­chi­ne­si­schen Meer. Seit­dem soll es mehr­fach angeb­li­che Ver­let­zun­gen der Zone durch rus­si­sche und chi­ne­si­sche Flug­zeu­ge gege­ben haben.

Mehr zum The­ma — Über der Ost­see : Finn­land, Däne­mark und Schwe­den ver­fol­gen mit Jets rus­si­sche Tu-160-Bom­ber

(RIA Novosti/ RT Deutsch)

RT Deutsch


Nordkoreanische Regierung zu Südkorea : Beendet krankhafte ausländische Abhängigkeit


Die Zei­tung Rodong Sin­mun (Arbei­ter­zei­tung) gilt in Nord­ko­rea als Sprach­rohr des Zen­tral­ko­mi­tees der Par­tei der Arbeit Koreas. In Süd­ko­rea wer­den die Ver­öf­fent­li­chun­gen als Hin­weis auf die Rich­tung der nord­ko­rea­ni­schen Poli­tik ver­stan­den.

Nun erreg­te ein unlängst ver­öf­fent­lich­ter Arti­kel in Süd­ko­rea Auf­merk­sam­keit. Denn wäh­rend Seo­ul oft für sei­ne Poli­tik gegen­über Nord­ko­rea kri­ti­siert wird, ist dies­mal unge­wöhn­lich, dass hier der Süden expli­zit für sei­ne Alli­anz mit den US-Trup­pen kri­ti­siert wird. Etwa 23.468 US-Sol­da­ten sind in Süd­ko­rea sta­tio­niert. Gemein­sa­me Manö­ver zwi­schen US- und süd­ko­rea­ni­schen Trup­pen lösen immer wie­der in Pjöng­jang Kri­tik aus.

Der betref­fen­de Arti­kel wur­de vom Jour­na­lis­ten Ho Yong-min ver­fasst, der schreibt : 

Wenn man von ande­ren abhän­gig ist, wird man sich wei­ter­hin auf sie ver­las­sen, und man wird nicht in der Lage sein, das Joch der Knech­tung und Unter­wer­fung jemals abzu­schüt­teln.

Es sei­en aus­län­di­sche Natio­nen, die nach Ansicht von Yong-min Süd­ko­rea dar­an hin­der­ten, die Füh­rung in den zwi­schen­korea­ni­schen Bezie­hun­gen zu über­neh­men. Die gegen­wär­ti­ge Poli­tik Süd­ko­reas sei ein “Gift” für die “zwi­schen­korea­ni­schen Bezie­hun­gen und ein Hin­der­nis für Frie­den, Wohl­stand und Ver­ei­ni­gung.” Es sei an der Zeit, die “Krank­heit der Abhän­gig­keit” los­zu­wer­den.

Der süd­ko­rea­ni­sche Pre­mier­mi­nis­ter Moon Jae-in hat­te die Win­ter­spie­le in Süd­ko­rea zu einer Platt­form der Annä­he­rung der bei­den korea­ni­schen Staa­ten gemacht. Sport­ler bei­der Län­der tra­ten in einer gemein­sa­men Mann­schaft an, und es waren blau-wei­ße Koreaflag­gen zu sehen, wel­che ein geein­tes Land sym­bo­li­sier­ten. Hin­der­lich bei der Annä­he­rung sind jedoch die US-Sank­tio­nen, die süd­ko­rea­ni­schen Inge­nieu­ren bei­spiels­wei­se die Inspek­ti­on und Moder­ni­sie­rung des nord­ko­rea­ni­schen Eisen­bahn­net­zes erschwe­ren.

RT Deutsch


Südkorea wirft Nordkorea neue Waffentests vor


Inmit­ten der fest­ge­fah­re­nen Ver­hand­lun­gen mit den Ver­ei­nig­ten Staa­ten über sein Atom­waf­fen­pro­gramm soll Nord­ko­rea am Sams­tag­mor­gen eine Waf­fen­übung durch­ge­führt haben. Das nord­ko­rea­ni­sche Mili­tär habe im Rah­men eines Waf­fen­tests meh­re­re “Pro­jek­ti­le” von kur­zer Reich­wei­te in Rich­tung offe­nes Meer abge­feu­ert, teil­te der Gene­ral­stabs­chef der süd­ko­rea­ni­schen Streit­kräf­te mit. Unklar war zunächst, um wel­chen Waf­fen­typ es sich dabei han­del­te. Ver­mu­tet wur­de, dass Rake­ten von einem Mehr­fach-Rake­ten­wer­fer aus abge­schos­sen wur­den. Zunächst war vom Start einer ein­zel­nen Rake­te die Rede gewe­sen.

Mehr zum The­ma — Putin : Abkom­men über das Atom­pro­gramm Pjöng­jangs mög­lich

Die Pro­jek­ti­le wur­den den süd­ko­rea­ni­schen Anga­ben zufol­ge im Abstand von etwa 20 Minu­ten von der Ost­küs­te des Nach­bar­lan­des aus abge­schos­sen. Sie sei­en etwa 70 bis 200 Kilo­me­ter weit geflo­gen und dann ins Meer gestürzt. Es sei­en kei­ne bal­lis­ti­schen Rake­ten gewe­sen, zitier­te die süd­ko­rea­ni­sche Nach­rich­ten­agen­tur Yon­hap einen Mili­tär­ver­tre­ter.

Die US-Regie­rung nahm zunächst nicht inhalt­lich Stel­lung dazu. Man habe die Aktio­nen Nord­ko­reas wahr­ge­nom­men, sag­te die Spre­che­rin des Wei­ßen Hau­ses, Sarah San­ders. Die Lage wer­de wei­ter beob­ach­tet.

Neue Tests mit sol­chen Rake­ten durch Nord­ko­rea könn­ten als Zei­chen offe­ner Her­aus­for­de­rung an US-Prä­si­dent Donald Trump gewer­tet wer­den. Der jüngs­te Waf­fen­test erfolg­te etwa andert­halb Jah­re nach dem Start einer Inter­kon­ti­nen­tal­ra­ke­te durch Nord­ko­rea, der inter­na­tio­nal als Pro­vo­ka­ti­on bewer­tet wor­den war. Die kom­mu­nis­ti­sche Füh­rung hat­te damals erklärt, mit ihren Rake­ten das gesam­te Fest­land der USA errei­chen zu kön­nen.

Seit dem geschei­ter­ten Gip­fel­tref­fen zwi­schen dem nord­ko­rea­ni­schen Staats­chef Kim Jong-un und US-Prä­si­dent Donald Trump im Febru­ar in Viet­nam nahm die Unsi­cher­heit wegen der Lage auf der korea­ni­schen Halb­in­sel wie­der zu. Bei­de Sei­ten konn­ten sich in der zen­tra­len Fra­ge der ato­ma­ren Abrüs­tung Nord­ko­reas nicht eini­gen. Zuletzt bekun­de­te Nord­ko­rea mehr­fach sei­nen Unmut über die Wei­ge­rung der USA, die Sank­tio­nen gegen das Land zu lockern. Im April erklär­te die Regie­rung in Pjöng­jang zudem, nicht län­ger mit US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo als Ver­hand­lungs­füh­rer über ihr Atom­pro­gramm spre­chen zu wol­len. Sie warf ihm vor, die Gesprä­che zu behin­dern. Mike Pom­peo wies dies zurück. (dpa)

Mehr zum The­ma — “Wir hat­ten sub­stan­ti­el­le Gesprä­che” — Putin über Gip­fel­tref­fen mit Kim

RT Deutsch