Massiver Twitter-Ausfall während Treffen zu Macht der sozialen Medien im Weißen Haus


Der Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter scheint von einer mas­si­ven Stö­rung betrof­fen zu sein. Laut der Web­site Down­De­tec­tor erhiel­ten Twit­ter-Nut­zer ab 13:30 Uhr Orts­zeit in den USA die Mit­tei­lung :

Sor­ry, etwas ist schief­ge­lau­fen.”

Die Stö­rung war nicht auf die USA begrenzt. Downdetector.com zeig­te, dass es fast 50.000 Vor­fäl­le von Per­so­nen sowohl in den USA als auch Euro­pa und dar­über hin­aus gab, die Pro­ble­me mel­de­ten.

Twit­ter fiel gera­de in dem Moment aus, als US-Prä­si­dent Trump eine Dis­kus­si­on über die Macht der sozia­len Medi­en ver­an­stal­te­te.

Trump ist ein inten­si­ver Twit­ter-Nut­zer, der sich dafür ent­schei­det, wei­ter­hin von sei­nem per­sön­li­chen Kon­to aus zu pos­ten und nicht von dem offi­zi­el­len Kon­to @POTUS, das unter sei­nem Vor­gän­ger Barack Oba­ma erstellt wur­de.

Twit­ter ist in der Regel der Kanal, auf dem die meis­ten Soci­al-Media-Nut­zer reagie­ren, wenn Aus­fäl­le ande­re Platt­for­men tref­fen – wie bei dem Vor­fall im Mai, bei dem über zwei Mil­li­ar­den Face­book-Nut­zer 14 Stun­den lang kei­nen Zugang zur Platt­form hat­ten. Der letz­te grö­ße­re Aus­fall ereig­ne­te sich im April 2018, als die Platt­form an einem Frei­tag­nach­mit­tag meh­re­re Stun­den lang nicht in Betrieb war.

Mehr zum The­ma — Twit­ter-Nut­zer set­zen sich im Rechts­streit gegen Trump durch – kei­ne Blo­ckie­rung wegen Kri­tik

RT Deutsch


Sea Breeze-2019 in der Ukraine : Nato-Transportflugzeuge treffen in Odessa zu Militärübungen ein


Trans­port­flug­zeu­ge der Nato-Län­der haben Sol­da­ten sowie Mili­tär­aus­rüs­tung in die ukrai­ni­sche Schwarz­meer-Hafen­stadt Odes­sa gebracht, die am inter­na­tio­na­len Nato-Mili­tär­ma­nö­ver Sea Bree­ze-2019 teil­zu­neh­men sol­len. Dies geht aus einer Mit­tei­lung des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums in Kiew her­vor.
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Letzte Chance : Iran kündigt Treffen zum Atomabkommen in Wien an 


Der Iran hat für Ende kom­men­der Woche ein Tref­fen der Part­ner des inter­na­tio­na­len Atom­ab­kom­mens in Wien ange­kün­digt. Die Vize­au­ßen­mi­nis­ter des Irans und der soge­nann­ten 4+1 Grup­pe – Chi­na, Deutsch­land, Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en und Russ­land – wer­den sich am 28. Juni in der öster­rei­chi­schen Haupt­stadt tref­fen, sag­te Außen­amts­spre­cher Abbas Mus­sa­wi am Mitt­woch.

Wei­te­re Details zur Tages­ord­nung gab der Spre­cher nicht bekannt. Nach Ein­schät­zung von Beob­ach­tern in Tehe­ran könn­te das Tref­fen die letz­te diplo­ma­ti­sche Chan­ce für die Ret­tung des Atom­deals vor Ablauf des ira­ni­schen Ulti­ma­tums Anfang Juli sein. 

Der ira­ni­sche Prä­si­dent Hassan Roha­ni bekräf­tig­te am Mitt­woch, dass die fünf ver­blie­be­nen Ver­trags­part­ner nur bis zum 7. Juli Zeit hät­ten, das Wie­ner Atom­ab­kom­men von 2015 ver­trags­ge­recht umzu­set­zen. Sonst wer­de der Iran die zwei­te Pha­se sei­nes Teil­aus­stiegs aus dem Deal begin­nen. 

In der zwei­ten Pha­se des Teil­aus­stiegs will der Iran die Beschrän­kung der Uran­an­rei­che­rung auf­he­ben und Uran höher anrei­chern als die im Abkom­men ver­ein­bar­te Ober­gren­ze von 3,67 Pro­zent. Das wäre nach Mei­nung von Beob­ach­tern das Ende des Wie­ner Abkom­mens.

Rjab­kow : “Tehe­rans Ankün­di­gung rever­si­bel”

Der stell­ver­tre­ten­de rus­si­sche Außen­mi­nis­ter, Ser­gei Rjab­kow, sag­te am Diens­tag, dass der Iran all sei­nen Ver­pflich­tun­gen nach­kom­me, sich tech­nisch inner­halb des von der JCPOA fest­ge­leg­ten Rah­mens bewe­ge und sei­ne jüngs­ten Aus­sa­gen dazu rück­gän­gig machen könn­te.

Russ­land ver­ste­he sehr wohl, dass Tehe­rans Hand­lun­gen erzwun­ge­ner, spo­ra­di­scher und vor allem rever­si­bler Natur sind.

Wir ver­ste­hen und tei­len in vie­ler­lei Hin­sicht die Ent­täu­schung der ira­ni­schen Sei­te über das Feh­len einer ange­mes­se­nen Ant­wort auf ihre drin­gen­den For­de­run­gen, Tehe­rans Beden­ken hin­sicht­lich der Blo­cka­de des JCPOA im Hin­blick auf die prak­ti­schen Aus­wir­kun­gen des Atom­ab­kom­mens zu berück­sich­ti­gen”, so Rjab­kow.

Der Iran kom­me allen sei­nen Ver­pflich­tun­gen nach und blei­be bis zum heu­ti­gen Tag tech­nisch inner­halb des vom JCPOA fest­ge­leg­ten Rah­mens.

Russ­land betont immer wie­der die Not­wen­dig­keit eines ver­ant­wor­tungs­vol­len Vor­ge­hens bei der Umset­zung der Ver­pflich­tun­gen durch alle Par­tei­en des Atom­ab­kom­mens.”

Der rus­si­sche Diplo­mat beton­te :

Wir for­dern alle Betei­lig­ten, ein­schließ­lich des Irans, auf, von Maß­nah­men abzu­se­hen, die dar­auf abzie­len, die Situa­ti­on wei­ter zu ver­kom­pli­zie­ren, und die Mög­lich­keit zu schaf­fen, Lösun­gen zu fin­den, die zur Sta­bi­li­sie­rung der Umset­zung des JCPOA bei­tra­gen. Es besteht kei­ne Not­wen­dig­keit, die Ver­ein­ba­run­gen zu tes­ten. Die Welt wird nicht siche­rer, wenn die JCPOA auf­hört zu exis­tie­ren, und die Situa­ti­on in der Regi­on, in der Tan­ker schon vie­le Male Feu­er gefan­gen hat­ten, wird sich noch wei­ter ver­schlech­tern.”

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Treffen in Israel von drei nationalen Sicherheitsberatern wegen Syrien geplant


Kurz und bün­dig hieß es in einer Pres­se­er­klä­rung des Wei­ßen Hau­ses in Washing­ton am 29. Mai, dass sich die natio­na­len Sicher­heits­be­ra­ter der USA (John Bol­ton), von Russ­land (Niko­lai Patru­schew) und Isra­el (Meir Ben-Shab­bat) in Jeru­sa­lem tref­fen wer­den, um über “regio­na­le Sicher­heits­an­ge­le­gen­hei­ten zu dis­ku­tie­ren”. Mehr wur­de bis­her nicht bekannt, außer dass sich der israe­li­sche Minis­ter­prä­si­dent Ben­ja­min Netan­ja­hu stolz über die­ses bevor­ste­hen­de Tref­fen zeig­te, wel­ches so noch “nie­mals” in Isra­el statt­ge­fun­den habe. 

Erst heu­te kam das Datum des Drei­er­tref­fens her­aus, nach­dem das israe­li­sche Außen­mi­nis­te­ri­um den Ter­min­ka­len­der für die nächs­ten Tage ver­öf­fent­lich­te. Bol­ton und Patru­schew wer­den für einen Auf­ent­halt vom 24. bis 26. Juni in Isra­el erwar­tet, und das Tref­fen mit Ben-Shab­bat soll am 24. Juni statt­fin­den.

Die Idee eines sol­chen Tref­fens stammt wohl von Netan­ja­hu, der einen der­ar­ti­gen Vor­schlag bei sei­nem Besuch in Mos­kau im Febru­ar die­ses Jah­res gegen­über dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin unter­brei­te­te. Noch vor dem Tref­fen mit Putin sag­te Netan­ja­hu gegen­über Jour­na­lis­ten :

Die größ­te Bedro­hung für die Sta­bi­li­tät und Sicher­heit in der Regi­on kommt vom Iran und sei­nen Stell­ver­tre­tern. Wir sind ent­schlos­sen, unse­re aggres­si­ven Aktio­nen gegen die Bemü­hun­gen des Irans fort­zu­set­zen, der zu unse­rer Ver­nich­tung auf­ruft, und gegen sei­ne Absich­ten, sich in Syri­en mili­tä­risch zu ver­an­kern.

Er hob her­vor, dass es nicht nur allein Isra­els Wunsch ent­spre­che, die ira­ni­sche Prä­senz in Syri­en zu been­den. Dabei ließ Netan­ja­hu aber die Tat­sa­che aus, dass die Ira­ner auf­grund eines Ver­tei­di­gungs­ab­kom­mens mit Damas­kus und somit auf Wunsch der Regie­rung von Baschar al-Assad in Syri­en sind, um das Land vor dem Fall an wah­ha­bi­ti­sche Extre­mis­ten zu bewah­ren.

Offen­sicht­lich zeig­te sich Putin an einem Tref­fen zwi­schen den drei natio­na­len Sicher­heits­be­ra­tern inter­es­siert, um über die­se The­men zu spre­chen. Unklar ist aller­dings, ob die Gesprä­che ent­lang der von Netan­ja­hu skiz­zier­ten Vor­stel­lun­gen ver­lau­fen wer­den, wonach in Syri­en eine Situa­ti­on wie vor dem Aus­bruch des Krie­ges vor über acht Jah­ren geschaf­fen wer­den soll, als sich noch kei­ne aus­län­di­schen Trup­pen und Mili­zen im Land befan­den. 

Mehr zum The­ma — Isra­els Armee greift meh­re­re Zie­le in Syri­en an

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Kreml bestätigt : Putin wird sich während Italienreise mit dem Papst treffen


Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin wird sich bei sei­nem bevor­ste­hen­den Besuch in Ita­li­en mit Papst Fran­zis­kus tref­fen. Das bestä­tig­te der Pres­se­spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten Dmi­tri Pes­kow. Gegen­über Repor­tern sag­te er :

Die Vor­be­rei­tun­gen für Putins Besuch und die Kon­tak­te nach Rom sind im Gan­ge. Eine Audi­enz mit dem Papst ist wäh­rend die­ser Rei­se geplant. Die Vor­be­rei­tun­gen sind im Gan­ge, wir wer­den zu gege­be­ner Zeit eine Erklä­rung zu den Details abge­ben.

Zuvor hat­te der Vati­kan bereits mit­ge­teilt, dass Papst Fran­zis­kus den rus­si­schen Prä­si­den­ten am 4. Juli wäh­rend Putins Auf­ent­halt in Ita­li­en emp­fan­gen wür­de.

Auf die Fra­ge, ob der Kreml vor­ha­be, Papst Fran­zis­kus nach Russ­land ein­zu­la­den, sag­te Pes­kow :

Putins Besuch im Vati­kan wird im Moment geprüft, Sie über­stür­zen die Din­ge.

Gleich­zei­tig wei­ger­te sich der Kreml-Spre­cher, dar­auf zu ant­wor­ten, ob Putin eine sol­che Ein­la­dung bei einem Tref­fen mit Papst Fran­zis­kus wäh­rend sei­nes bevor­ste­hen­den Ita­li­en­be­suchs machen wür­de. Er sag­te :

Das kann ich Ihnen im Moment nicht sagen, die Vor­be­rei­tun­gen [für den Besuch in Ita­li­en] sind im Gan­ge.

Mehr zum The­ma — Putin zu Con­te : Russ­land und Ita­li­en ent­wi­ckeln ihre Bezie­hung trotz wid­ri­ger Umstän­de wei­ter

RT Deutsch


Umfrage : Eindeutige Mehrheit für Offenlegung von Treffen zwischen Politik und Lobbyisten


Einer im Auf­trag von Abge­ord­ne­ten­watch im April durch­ge­führ­ten Stu­die zufol­ge hält eine deut­li­che Mehr­heit von 82 Pro­zent den Ein­fluss von Lob­by­is­ten in Deutsch­land für “zu hoch” oder gar für “viel zu hoch”. Zu die­ser Ein­schät­zung kamen Bür­ger, die mit unter­schied­li­chen Par­tei­en sym­pa­thi­sie­ren. Für eine bes­se­re Regu­lie­rung durch Geset­ze über die Zusam­men­ar­beit von Lob­by­is­ten und Poli­ti­kern und deren Doku­men­ta­ti­on spra­chen sich eben­falls 82 Pro­zent der Befrag­ten aus.

Die For­de­rung nach mehr öffent­li­cher Trans­pa­renz und Kon­trol­le des Lob­by­is­mus in Deutsch­land durch ein frei im Inter­net zugäng­li­ches Regis­ter, in dem Lob­by­is­ten und deren Tref­fen mit Poli­ti­kern ver­öf­fent­licht wer­den, befür­wor­ten 77 Pro­zent der Befrag­ten. Die gerings­te Zustim­mung kam von Uni­ons-Wäh­lern, die höchs­te von jenen der Lin­ken.

Sei­tens der Uni­on war der Wider­stand gegen Lob­by­trans­pa­renz bis­her am Größ­ten. Der CSU-Poli­ti­ker Hans-Peter Uhl bezeich­ne­te im Rah­men der Dis­kus­si­on eine Ein­füh­rung eines ver­bind­li­chen Lob­by­re­gis­ters Orga­ni­sa­tio­nen wie Abge­ord­ne­ten­watch und Lob­by­Con­trol als “Auf­pas­seror­ga­ni­sa­tio­nen”, die in einer frei­en Gesell­schaft – anders als im Kom­mu­nis­mus und im Natio­nal­so­zia­lis­mus – nicht ange­bracht sei­en. Die CDU/CSU liegt auch bei Par­tei­spen­den seit Jah­ren vorn.

Im Febru­ar hat­te der Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­rer der Uni­ons­frak­ti­on Patrick Schnie­der in einem Gast­bei­trag für die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung immer­hin mehr Trans­pa­renz im Umgang von Poli­ti­kern und Lob­by­is­ten ange­ra­ten, da das Unbe­ha­gen in der Öffent­lich­keit beim The­ma Lob­by­is­mus zuneh­me. Gleich­zei­tig beton­te Schnie­der, Kon­tak­te zwi­schen Poli­ti­kern und Inter­es­sen­ver­tre­tern dürf­ten aber nicht ein­ge­schränkt wer­den. Denn schließ­lich sol­le in einer Demo­kra­tie jeder sei­ne Inter­es­sen bekun­den dür­fen. 

Vor allem for­der­te er kei­ne kla­re Offen­le­gung der umstrit­te­nen Kon­tak­te, wie Trans­pa­renz­or­ga­ni­sa­tio­nen seit Lan­gem anmah­nen, son­dern gar das “kla­re Bekennt­nis, dass poli­ti­sche Pro­zes­se auch geschütz­te Räu­me benö­ti­gen, in denen Trans­pa­renz ver­wei­gert wer­den kann und muss”.

Das Pro­blem ist jedoch, dass durch die orga­ni­sier­te Inter­es­sen­ver­tre­tung in ers­ter Linie res­sour­cen­rei­che Ver­bän­de – jene mit guten Netz­wer­ken, Ver­tre­tern in der Nähe der Poli­tik und den Mit­tel Ein­fluss auf die Poli­tik neh­men, wodurch sich ein Ungleich­ge­wicht zwi­schen weni­ger pro­mi­nen­ten Inter­es­sen wie jenen vie­ler Bür­ger ergibt.

Auch bei gesell­schaft­lich bedeu­ten­den The­men, wie bei­spiels­wei­se der Mie­ten­ex­plo­si­on, kann die­ses deut­li­che Ungleich­ge­wicht zwi­schen Wirt­schafts­in­ter­es­sen und Bür­ger­inter­es­sen beob­ach­tet wer­den.

Das ergab erst im ver­gan­ge­nen Monat wie­der eine Klei­ne Anfra­ge des Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Chris Kühn (Grü­ne), aus deren Beant­wor­tung her­vor­ging, dass zu woh­nungs- und bau­po­li­ti­schen Gre­mi­en der Bun­des­re­gie­rung, also dem Woh­nungs­bau­gip­fel, dem Bünd­nis für bezahl­ba­res Woh­nen und Bau­en, dem Immo­bi­li­en­wirt­schaft­li­chen Dia­log und auch in der Bau­kos­ten­sen­kungs­kom­mis­si­on, vor allem Ver­tre­ter der Immo­bi­li­en­wirt­schaft ein­ge­la­den waren und Rede­zeit beka­men, wäh­rend von Mie­ter­sei­te ledig­lich der Deut­sche Mie­ter­bund, nicht aber Ver­tre­ter der zahl­rei­chen loka­len Mie­ter­grup­pen ein­ge­la­den waren. Und selbst beim groß ange­kün­dig­ten Wohn­gip­fel der Bun­des­re­gie­rung im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber wur­de dem Mie­ter­bund nach eige­nen Anga­ben nur eine Minu­te Rede­zeit gegönnt.

Mehr zum The­ma — War­um bremst sie nicht ? Lob­by­is­ten und die Miet­preis­brem­se

Auch hat­te eine Anfra­ge erge­ben, dass der deut­sche Ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er (CSU) sich im gesam­ten Jahr 2018 kein ein­zi­ges Mal mit Inter­es­sen­ver­tre­tern aus dem Bereich Umwelt­schutz getrof­fen hat, mit Ver­tre­tern der Auto­lob­by hin­ge­gen 15-mal.

Im April ver­kün­de­te der Auto­bau­er Daim­ler, tra­di­tio­nell ein Groß­spen­der vor allem zuguns­ten der Uni­on, in die­sem Jahr auf jeg­li­che Par­tei­spen­den zu ver­zich­ten. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te Daim­ler 320.000 Euro an Par­tei­en gespen­det – jeweils 100.000 Euro an CDU und SPD, je 40.000 an Grü­ne, CSU und FDP

Empö­rung folg­te sogleich, der CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Wirt­schafts­staats­se­kre­tär Tho­mas Bareiß befand die Ent­schei­dung als “ver­ant­wor­tungs­los, Demo­kra­tie gefähr­dend, dumm”, CSU-Schatz­meis­ter Tho­mas Bau­er warf allen gro­ßen Fir­men, die auf Par­tei­spen­den ver­zich­ten, eine Schwä­chung der Demo­kra­tie vor.

Sich um die Demo­kra­tie zu küm­mern, ist eine Bür­ger­pflicht”, sag­te Bau­er.

Daim­ler sei wie eine Art Bür­ger, sag­te Bau­er. “Nun leis­tet die Fir­ma einen Bei­trag zur Schwä­chung der Demo­kra­tie und tut nicht etwa eine gute Tat. Man stiehlt sich aus der Ver­ant­wor­tung.”

Den Vor­schlä­gen der CDU steht ein Gesetz­ent­wurf der Links­frak­ti­on mit weit­rei­chen­de­ren For­de­run­gen gegen­über, der im ver­gan­ge­nen Jahr im Bun­des­tag dis­ku­tiert wur­de. Sowohl ein Lob­by­re­gis­ter als auch die Instanz eines neu­tra­len “Lob­by­be­auf­trag­ten im Bun­des­tag” wur­den jedoch von der Uni­on und FDP abge­lehnt.

Mehr zum The­ma — Neo­li­be­ra­les Netz­werk für gelenk­te “Sys­tem­kri­tik”

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Treffen mit venezolanischer Opposition : Maas will neue Sanktionen gegen Maduro-Regierung prüfen


Nach sei­nem Gespräch mit vene­zo­la­ni­schen Oppo­si­tio­nel­len am Mitt­woch in Kolum­bi­en sprach sich Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Hei­ko Maas für eine Prü­fung der Mög­lich­kei­ten neu­er Sank­tio­nen gegen den Füh­rungs­kreis um den vene­zo­la­ni­schen Prä­si­den­ten Nicolás Madu­ro aus.

Das ist ein The­ma, über das wir reden müs­sen, in Euro­pa, mit unse­ren euro­päi­schen Part­nern”, sag­te Maas bei den Oppo­si­tio­nel­len in Bogo­tá. 

Der SPD-Poli­ti­ker ver­wies dar­auf, dass die ven­zo­la­ni­sche Oppo­si­ti­on einen sol­chen Schritt für sinn­voll hal­te. “Und des­we­gen müs­sen wir das ernst­haft über­prü­fen.” Kon­kret soll es um Rei­se­be­schrän­kun­gen und das “Ein­frie­ren” von Ver­mö­gen gegen Per­so­nen aus dem Umfeld des Prä­si­den­ten Madu­ro gehen.

Die Oppo­si­ti­on erhofft sich sol­che Straf­maß­nah­men sei­tens der EU als einen wirk­sa­men Schritt, denn es hieß, vie­le Füh­rungs­kräf­te aus der vene­zo­la­ni­schen Regie­rung hät­ten Ange­hö­ri­ge in Euro­pa – vor allem in Spa­ni­en. Die bis­he­ri­ge Sank­ti­ons­lis­te der EU soll erst knapp 20 Per­so­nen umfas­sen.

Maas : Alle Hoff­nun­gen auf Dia­log mit Madu­ro-Régime wur­den ent­täuscht 

Maas traf sich in der kolum­bia­ni­schen Haupt­stadt unter ande­rem mit Julio Bor­ges, dem in Bogo­tá leben­den soge­nann­ten “Schat­ten-Außen­mi­nis­ter” des von Deutsch­land unter­stütz­ten selbst­er­nann­ten vene­zo­la­ni­schen Inte­rims­prä­si­den­ten Juan Guai­dó.

Die Oppo­si­tio­nel­len for­der­ten in die­sen Gesprä­chen auch, dass sich die soge­nann­te Kon­takt­grup­pe euro­päi­scher und latein­ame­ri­ka­ni­scher Staa­ten mit der Lima-Grup­pe auf eine gemein­sa­me Hal­tung zu dem Kon­flikt ver­stän­di­gen soll­te. Sie wün­schen sich zudem, dass bei­de Staa­ten­grup­pen gemein­sam Druck auf Län­der wie Russ­land und Kuba, die an der Sei­te Madu­ros ste­hen, aus­üben soll­ten.

Die Lima-Grup­pe mit aus­schließ­lich latein­ame­ri­ka­ni­schen Mit­glie­dern steht klar ein­zig für Guai­dó, wäh­rend die Kon­takt­grup­pe von acht EU- und vier latein­ame­ri­ka­ni­schen Staa­ten noch ein brei­te­res Spek­trum abbil­det. Sie hat­te sich Ende Janu­ar vor­ge­nom­men, inner­halb von 90 Tagen nach Lösungs­an­sät­zen für die Kri­se zu suchen — bis­her erfolg­los.

Mehr zum The­ma — Boli­vi­en : Mora­les ver­ur­teilt Umsturz­ver­such in Vene­zue­la – USA dür­fen kein Blut­bad pro­vo­zie­ren

Maas zeig­te sich skep­tisch zu der Fra­ge, ob ein Dia­log zwi­schen bei­den Sei­ten noch mög­lich ist. Ohne näher dar­auf ein­zu­ge­hen, wel­che ent­täusch­ten kon­kre­ten Ver­su­che eines Dia­logs er mein­te, sag­te er, man dür­fe die Hoff­nung dar­auf nie auf­ge­ben :

Es ist aller­dings rich­tig, dass alle Hoff­nun­gen auf einen Dia­log mit dem Madu­ro-Régime ent­täuscht wur­den. Des­we­gen wer­den wir auch wei­ter Druck aus­üben”, begrün­de­te der Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter sei­ne Absich­ten.

Deutsch­land hat Guai­dó im Janu­ar als recht­mä­ßi­gen Inte­rims­prä­si­den­ten aner­kannt – so wie die USA, ande­re EU-Staa­ten und vie­le latein­ame­ri­ka­ni­sche Län­der. Kri­ti­ker wer­fen der Bun­des­re­gie­rung aber vor, sich durch die kla­re ein­sei­ti­ge Posi­tio­nie­rung in dem Macht­kampf als neu­tra­ler Ver­mitt­ler untaug­lich gemacht zu haben. Auch völ­ker­recht­lich ist das Vor­ge­hen umstrit­ten. So sahen die Wis­sen­schaft­li­chen Diens­te des Bun­des­ta­ges “star­ke Grün­de für die Annah­me”, dass die Aner­ken­nung Guai­dós eine Ein­mi­schung in inne­re Ange­le­gen­hei­ten Vene­zue­las sei.

(rt deutsch/dpa)

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