Bolton : US-Militär wird Syrien nicht verlassen, bis Türkei die Sicherheit der Kurden gewährleistet


US-Trup­pen wer­den sich erst dann aus Syri­en zurück­zie­hen, wenn die Tür­kei die Sicher­heit der von den USA unter­stütz­ten kur­di­schen Mili­zen garan­tiert, sag­te der Natio­na­le Sicher­heits­be­ra­ter John Bol­ton, wie von der AP zitiert. Er beton­te auch, dass es kei­nen fes­ten Zeit­plan für den Rück­zug der USA aus Syri­en gebe, und füg­te hin­zu, dass Washing­ton nicht dar­an inter­es­siert sei, eine lang­fris­ti­ge mili­tä­ri­sche Prä­senz im Land auf­recht­zu­er­hal­ten.

Der Zeit­plan ergibt sich aus den poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen, die wir umset­zen müs­sen”, stell­te er fest.

Bol­ton mach­te die Ankün­di­gung wäh­rend eines Besuchs in Jeru­sa­lem, wo er sich mit israe­li­schen Beam­ten trifft, um Trumps plötz­li­che Ankün­di­gung zu erklä­ren, dass in Syri­en sta­tio­nier­te ame­ri­ka­ni­schen Streit­kräf­te nach Hau­se kom­men wür­den.

Trump hat­te zuvor erklärt, dass die ein­zi­ge Mis­si­on der USA in Syri­en, die Nie­der­la­ge des Isla­mi­schen Staa­tes (IS, ehe­mals ISIS/ISIL), abge­schlos­sen sei. Bol­tons Erklä­rung scheint eine neue Bedin­gung hin­zu­zu­fü­gen, bevor das Mili­tär sich zurück­zieht : Sie ver­langt von Anka­ra die Zusi­che­rung, dass von den USA unter­stütz­te kur­di­sche Mili­zen in Nord­sy­ri­en kei­nem Angriff durch tür­ki­sche Streit­kräf­te aus­ge­setzt sein wer­den.

Obwohl Trump geschwo­ren hat, die US-Trup­pen so schnell wie mög­lich nach Hau­se zu brin­gen, wer­den schwe­re Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zwi­schen Washing­ton und Anka­ra über den Sta­tus der kur­di­schen Mili­zen den Rück­zug wahr­schein­lich ver­zö­gern. Die Tür­kei hat die kur­di­sche YPG, die vom Pen­ta­gon unter­stützt wird, als ter­ro­ris­ti­sche Grup­pe ein­ge­stuft.

Mehr zum The­ma — “Ich habe nie gesagt, ob schnell oder lang­sam”: Trumps Plan für Syri­en-Abzug bleibt nebu­lös

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Türkei lehnt US-Angebot zu Verzicht auf russische S-400 ab – Medien


Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten ver­su­chen seit Län­ge­rem, den Erwerb der rus­si­schen S-400-Rake­ten­ab­wehr­sys­te­me durch die Tür­kei zu ver­hin­dern – teils mit Dro­hun­gen, teils mit Ange­bo­ten. Laut der tür­ki­schen Zei­tung Yeni Safak hat Anka­ra jedoch erneut ein ame­ri­ka­ni­sches Ange­bot aus­ge­schla­gen.
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Türkei : Weitere Konvois mit Kriegsgerät Richtung syrische Grenze


Auch am Mitt­woch fuh­ren nach Anga­ben der staat­li­chen tür­ki­schen Nach­rich­ten­agen­tur Ana­do­lu wie­der Last­wa­gen mit Kriegs­ge­rät durchs Land. Ein Kon­voi war dem­nach für die Grenz­pro­vinz Mar­din bestimmt, ein ande­rer sei nach Gazi­antep unter­wegs – an Bord unter ande­rem schwe­re Waf­fen, Muni­ti­on und gepan­zer­te Fahr­zeu­ge.

Am Vor­tag hat­te es Berich­te über ähn­li­che Kon­vois gege­ben. Die Aus­rüs­tung sei für die Grenz­be­fes­ti­gung bestimmt, mel­de­te Ana­do­lu.

Der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan hat­te die Offen­si­ve gegen kur­di­sche Trup­pen vor rund drei Wochen ange­kün­digt, die­se aller­dings ver­scho­ben, nach­dem US-Prä­si­dent Donald Trump vor Weih­nach­ten den Abzug der US-Trup­pen aus Syri­en ange­kün­digt hat­te. Wann die Offen­si­ve nun begin­nen soll, ist noch unklar. Im Raum steht auch die Fra­ge, ob sich die Tür­kei nach dem Abzug der US-Trup­pen in Syri­en zukünf­tig auch stär­ker am Kampf gegen die Ter­ror­mi­liz Isla­mi­scher Staat (IS) betei­ligt.

Wäh­rend eines Grenz­be­suchs am Diens­tag hat­te Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Hulu­si Akar gesagt, die Tür­kei habe nach einem Gespräch Erdo­gans mit Trump neue Ver­ant­wor­tung im Kampf gegen den IS über­nom­men. Mit die­ser Auf­ga­be wer­de man in den kom­men­den Tagen begin­nen.

(dpa/rt)

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Türkei : Wir haben nicht die Absicht, USA Zugang zu unseren S-400-Systemen zu verschaffen


Die Tür­kei habe nicht die Absicht, die S-400-Luft­ver­tei­di­gungs­sys­te­me, die Anka­ra von Russ­land erwirbt, durch die Ver­ei­nig­ten Staa­ten prü­fen zu las­sen. Eine Quel­le im tür­ki­schen Außen­mi­nis­te­ri­um teil­te TASS am Don­ners­tag mit, dass der tür­ki­sche Außen­mi­nis­ter Mev­lüt Çavuşoğlu einen Tag zuvor eine ent­spre­chen­de Erklä­rung gegen­über Ale­xej Jer­chow, dem rus­si­schen Bot­schaf­ter in der Tür­kei, abge­ge­ben hat. Die Quel­le sag­te :

Im Lau­fe der Ver­hand­lun­gen stell­te Bot­schaf­ter Jer­chow die Fra­ge, ob aus­län­di­sche Mas­sen­me­di­en­be­rich­te, laut denen die Tür­kei die Ver­ei­nig­ten Staa­ten auf­ge­for­dert haben soll, das S-400-Sys­tem zu prü­fen, wahr sei­en. Unser Minis­ter ant­wor­te­te, dass es nichts der­glei­chen gege­ben habe.

Zuvor hat­te eine Quel­le im tür­ki­schen Außen­mi­nis­te­ri­um TASS mit­ge­teilt, dass Anka­ra die S-400 getrennt von den Sys­te­men der NATO und auch in einer Wei­se ver­wen­den wer­de, die alle sen­si­blen Infor­ma­tio­nen über die US-Kampf­flug­zeu­ge der F-35-Klas­se geheim hält.

Am 18. Dezem­ber wur­de bekannt, dass die US-Regie­rung die Ent­schei­dung getrof­fen hat, der Tür­kei das Luft­ab­wehr­sys­tem Patri­ot für 3,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu ver­kau­fen. Der Ver­kauf von Patri­ot-Sys­te­men an die Tür­kei wird den S-400-Ver­trag zwi­schen Mos­kau und Anka­ra kei­nes­wegs beein­träch­ti­gen, so der Pres­se­spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten, Dmi­tri Pes­kow, am 19. Dezem­ber.

Die ers­ten Berich­te über Gesprä­che bezüg­lich des Ver­kaufs des rus­si­schen Luft­ver­tei­di­gungs­sys­tems S-400 an die Tür­kei began­nen im Novem­ber 2016. Russ­land bestä­tig­te den Abschluss eines ent­spre­chen­den Abkom­mens am 12. Sep­tem­ber 2017. Der tür­ki­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Hulu­si Akar sag­te, dass der Ein­satz der S-400 im Okto­ber 2019 begin­nen wer­de. Der Lei­ter des rus­si­schen staat­li­chen Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­mens Ros­tec, Ser­gei Tsche­me­sow, sag­te im Dezem­ber 2017, dass der Wert der Lie­fe­run­gen im Zuge des S-400-Ver­trags mit Anka­ra bei 2,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar lie­ge.

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Um Russland beim S-400-Geschäft auszubooten : USA geben Patriot-Raketengeschäft für Türkei frei


Mos­kau glaubt, dass der mög­li­che Kauf des US-ame­ri­ka­ni­schen Patri­ot-Rake­ten­sys­tems und der rus­si­schen S-400-Luft­ver­tei­di­gungs­sys­te­me durch die Tür­kei in kei­ner Ver­bin­dung zu ein­an­der ste­hen und dass der rus­sisch-tür­ki­sche Ver­trag über den Kauf von S-400-Abwehr­waf­fen fort­ge­setzt wird, sag­te der Kreml-Spre­cher Dmi­tri Pes­kow am Mitt­woch.

Die­se Pro­zes­se sind nicht mit­ein­an­der ver­bun­den. In die­sem Fall set­zen wir die Ver­ein­ba­run­gen um, die wir bereits mit unse­ren tür­ki­schen Kol­le­gen getrof­fen haben. Sie wis­sen, dass das Pro­jekt und der Ver­trag im Zusam­men­hang mit S-400 umge­setzt wer­den, und es wird fort­ge­setzt”, beton­te Pes­kow Repor­tern.

Der rus­sisch-tür­ki­sche Ver­trag über den Kauf von S-400 sieht vor, dass Anka­ra bestimm­te Daten nicht preis­gibt, und Mos­kau ver­traut sei­nen tür­ki­schen Part­nern, so Pes­kow.

In der Regel sieht die rus­si­sche mili­tä­ri­sche und ver­tei­di­gungs­po­li­ti­sche Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Staa­ten zwangs­läu­fig gesetz­li­che Ver­pflich­tun­gen zur Geheim­hal­tung bestimm­ter Infor­ma­ti­ons­ka­te­go­ri­en und sen­si­bler Daten im Zusam­men­hang mit die­ser Zusam­men­ar­beit vor. Im Fal­le der tür­ki­schen Sei­te gibt es auch sol­che Ver­pflich­tun­gen.… Wir sehen kei­nen Grund, unse­ren tür­ki­schen Part­nern nicht zu ver­trau­en”, füg­te der rus­si­sche Prä­si­den­ten­spre­cher hin­zu.

Im Dezem­ber 2017 unter­zeich­ne­te Anka­ra einen Kre­dit­ver­trag mit Mos­kau, der die Lie­fe­rung der rus­si­schen Flug­ab­wehr­sys­te­me S-400 an die Tür­kei vor­sieht.

Das S-400 Tri­umph mit der NATO-Bezeich­nung SA-21 Grow­ler, ist Russ­lands fort­schritt­lichs­tes Boden-Luft-Rake­ten­sys­tem. Sie hat eine Reich­wei­te von 400 Kilo­me­tern und ist in der Lage, Luft­zie­le, ein­schließ­lich bal­lis­ti­scher Rake­ten und Marsch­flug­kör­per, zu ver­fol­gen sowie zu zer­stö­ren.

In einem offen­sicht­li­chen Schritt die Tür­kei wie­der an sich zu bin­den, erklär­te der Pen­ta­gon am Diens­tag, dass das US-Außen­mi­nis­te­ri­um einen mög­li­chen Ver­kauf des Patri­ot Luft- und Rake­ten­ab­wehr­sys­tems in Höhe von 3,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an sei­nen tür­ki­schen NATO-Alli­ier­ten geneh­migt habe, nach­dem es den Kon­gress über die Zer­ti­fi­zie­rung infor­miert habe, berich­ten tür­ki­sche Medi­en.

Nach Anga­ben Defen­se Secu­ri­ty Coöpe­ra­ti­on Agen­cy in den USA geneh­mig­te das Depart­ment den Ver­kauf von 80 Patri­ot MIM-104E Len­kungs­op­ti­mier­te Rake­ten, 60 PAC-3-Rake­ten und die zuge­hö­ri­ge Aus­rüs­tung.

US- und NATO-Beam­te war­nen Anka­ra wie­der­holt, dass das rus­si­sche Sys­tem nicht in die Infra­struk­tur der NATO inte­griert wer­den kann und dass der Kauf des S-400-Sys­tems den tür­ki­schen Erwerb von F-35-Kampf­jets gefähr­den und mög­li­cher­wei­se dazu füh­ren wür­de, dass Washing­ton Sank­tio­nen ver­hängt.

Die Tür­kei bemerk­te ver­gan­ge­nen Monat aus­drück­lich, dass der Kauf des Ver­tei­di­gungs­sys­tems aus Russ­land ein abge­schlos­se­nes Geschäft sei und nicht auf­ge­löst wer­den kön­ne. Außer­dem ver­weist die Erdo­gan-Regie­rung dar­auf, dass NATO-Mit­glied Grie­chen­land seit Jah­ren ein rus­si­sches S-300-Luft­ab­wehr­sys­tem besitzt.

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Russland, Iran & Türkei : Im Januar wird syrischer Verfassungsausschuss eingerichtet


Wir haben uns dar­auf geei­nigt, Anstren­gun­gen zu unter­neh­men, um die ers­te Sit­zung des syri­schen Ver­fas­sungs­aus­schus­ses Anfang nächs­ten Jah­res ein­zu­be­ru­fen. Die­se Schrit­te wer­den zur Ein­lei­tung eines trag­fä­hi­gen und dau­er­haf­ten poli­ti­schen Pro­zes­ses unter syri­scher Füh­rung und mit Unter­stüt­zung der Ver­ein­ten Natio­nen füh­ren”, sag­te der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gei Law­row in einer Erklä­rung im Anschluss an ein vom UN-Son­der­be­auf­trag­ten zu Syri­en, Staf­fan de Mis­tu­ra, ver­an­stal­te­tes Tref­fen.

Eine neue Kon­sti­tu­ti­on, die im Rah­men des Aus­schus­ses aus­ge­ar­bei­tet wird, könn­te auch den Weg für inter­na­tio­nal aner­kann­te Wah­len in Syri­en bah­nen, die auch die Legi­ti­mi­tät von Baschar al-Assad als Prä­si­den­ten der Ara­bi­schen Repu­blik im Wes­ten wie­der­her­stel­len könn­te.

Inzwi­schen schei­nen die USA – die bis­her vor der Mög­lich­keit einer inner-syri­schen Aus­söh­nung zurück­schreck­ten – einen weni­ger fal­ken­haf­ten Ansatz zu ver­fol­gen. Das sei vor allem auf den neu­en US-Son­der­be­auf­trag­ten zu Syri­en, James Jef­frey, zurück­zu­füh­ren, der kürz­lich sag­te, dass Assad nicht mehr gestürzt wer­den soll.

Wir wol­len ein Sys­tem, das grund­le­gend anders ist. Es ist kein Regime­wech­sel – wir ver­su­chen nicht, Assad los­zu­wer­den”, räum­te Jef­frey auf der Sit­zung des Atlan­tikra­tes am Mon­tag ein.

Das bedeu­tet nicht, dass die USA ihre Plä­ne, den syri­schen Prä­si­den­ten zu ver­trei­ben, tat­säch­lich auf­ge­ge­ben haben, kon­ter­te Joshua Lan­dis, Direk­tor des Zen­trums für Nah­ost­stu­di­en der Okla­ho­ma-Uni­ver­si­tät. Statt­des­sen wür­den die USA es ledig­lich vor­zie­hen, dies zu tun, ohne mehr Blut zu ver­gie­ßen.

Die Ame­ri­ka­ner zäh­len auf die Ver­fas­sungs­än­de­rung die­ses Komi­tees und die von der UNO über­wach­ten Wah­len, die das Régime fried­lich ver­än­dern und eine fried­li­che Lösung zuguns­ten Ame­ri­kas her­bei­füh­ren sol­len”, argu­men­tier­te er.

Lan­dis pro­gnos­ti­zier­te, dass die USA in Syri­en prä­sent blei­ben wer­den. “Das könn­te bedeu­ten, dass Ame­ri­ka zu einer offe­nen Kraft in Syri­en wird”, sag­te er.

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Erdogan : Türkei plant Einsatz im Nordosten Syriens in nächsten Tagen


Die tür­ki­sche Armee beab­sich­tigt in den kom­men­den Tagen einen Mili­tär­ein­satz gegen die Volks­ver­tei­di­gungs­kräf­te der syri­schen Kur­den am Ost­ufer des Euphrats. Dies ver­kün­de­te der tür­ki­sche Prä­si­dent Racep Tayy­ip Erdo­gan am Mitt­woch.
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Erdoğan : Türkei wird in wenigen Tagen eine neue Offensive im US-kontrollierten Ostsyrien starten


Der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan hat erklärt, dass die Tür­kei “in weni­gen Tagen eine Mili­tär­ope­ra­ti­on in Syri­en star­ten wird”.

Es ist an der Zeit, unse­re Ent­schei­dung zu ver­wirk­li­chen, Ter­ror­grup­pen im Osten des Euphrats aus­zu­lö­schen”, sag­te Erdoğan in einer Rede auf dem Tür­ki­schen Gip­fel der Ver­tei­di­gungs­in­dus­trie, der am 12. Dezem­ber im Prä­si­den­ten­kom­plex in Anka­ra statt­fand.

Wir wer­den die Ope­ra­ti­on im Osten des Euphrats in weni­gen Tagen begin­nen.

Das Pen­ta­gon hat­te am 11. Dezem­ber ange­kün­digt, dass US-ame­ri­ka­ni­sche Beob­ach­tungs­pos­ten in Nord­sy­ri­en errich­tet wur­den, die dazu die­nen sol­len, Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen der tür­ki­schen Armee und der von den USA unter­stütz­ten YPG-Miliz zu ver­hin­dern. Anka­ra for­der­te ver­geb­lich, den Bau die­ser Mili­tärstel­lun­gen ein­zu­stel­len.

Die tür­ki­sche Armee hat seit 2016 bereits zwei Mili­tär­ope­ra­tio­nen in Syri­en gestar­tet. Zuletzt nahm die tür­ki­sche Armee gemein­sam mit loka­len Rebel­len die Regi­on Afrin ein, die bis dahin von der US-unter­stütz­ten Kur­den-Miliz YPG, die der mili­tä­ri­sche Arm der soge­nann­ten PYD ist, gehal­ten wur­de.

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten bekla­gen sich seit lan­gem dar­über, dass die Span­nun­gen zwi­schen der Tür­kei und den soge­nann­ten “Demo­kra­ti­schen Kräf­ten Syri­ens”, kurz SDF, deren Rück­grat die YPG bil­det, die Fort­schrit­te bei der Bekämp­fung des “Isla­mi­schen Staa­tes” ver­lang­samt hät­ten.

Anka­ra betrach­tet die YPG als einen Able­ger der PKK, die von der Tür­kei, den USA und der Euro­päi­schen Uni­on als ter­ro­ris­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on ein­ge­stuft wird. Mit­te Novem­ber räum­te der US-Son­der­be­auf­trag­te zu Syri­en, James Jef­frey, ein, dass die YPG eine Bezie­hung zur PKK hat­te. Er sag­te :

Unser loka­ler Part­ner seit 2014 ist die Par­tei der Demo­kra­ti­schen Uni­on (PYD), die der syri­sche Able­ger der PKK ist, aber wir haben sie nicht als ter­ro­ris­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on bezeich­net, was wir mit der PKK getan haben.

Die Tür­kei, die in Syri­en immer enger mit Russ­land und Iran koope­riert, steht auch einem US-Plan skep­tisch gegen­über, rund 40.000 Kämp­fer im Nord­os­ten Syri­ens aus­zu­bil­den. Die­se könn­ten von den USA als “Grenz­schutz” ein­ge­setzt wer­den und die Spal­tung Syri­ens im Sin­ne der USA vor­an­trei­ben, die die Regie­rung in Damas­kus und damit auch die rus­sisch-ira­ni­sche Prä­senz im Land schwä­chen wol­len.

Wir betrach­ten das nicht als gut gemein­te Ansät­ze”, kri­ti­sier­te der Pres­se­spre­cher der regie­ren­den tür­ki­schen Par­tei AKP, Ömer Çelik, am 11. Dezem­ber und bezog sich auf die mili­tä­ri­schen Akti­vi­tä­ten der USA, um 35.000 bis 40.000 Kämp­fer in Nord­ost­sy­ri­en aus­zu­bil­den.

Er füg­te hin­zu, dass der Schritt von der Tür­kei als “neue Unter­stüt­zung für Ter­ror-Ele­men­te in Syri­en” ange­se­hen wird.

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Türkei baut Flottenbasis an Schwarzmeer-Ostküste – wegen US-Ankündigung, Kriegsschiffe zu schicken


Plä­ne für den Bau die­ser Mili­tär­ba­sis gab bereits wäh­rend des Kal­ten Krie­ges, jedoch fehl­ten dafür bis­her die Mit­tel, die woan­ders gebraucht wur­den, etwa für Aus­bau der tür­ki­schen Prä­senz in der Ägä­is und im Mit­tel­meer­raum. Jetzt hin­ge­gen sei der Zeit­punkt güns­tig, weil in die­sem Gebiet eini­ge Werf­ten betrie­ben wer­den, schreibt die Zei­tung. Der Bau des Mari­ne­stütz­punk­tes mit etwa 400 Mili­tärs und 200 Mann Zivil­per­so­nal soll zudem der gan­zen Regi­on einen Ent­wick­lungs­schub geben. Der Stütz­punkt wird bei der Ort­schaft Sür­me­ne gebaut, 40 Kilo­me­ter von Trab­zon, und die dort zu sta­tio­nie­ren­den Schif­fe sol­len durch das öst­li­che Schwar­ze Meer patrouil­lie­ren. Die Tür­kei will die Ein­hal­tung des Ver­tra­ges von Mon­treux sichern, wonach die Ver­weil­dau­er von Schif­fen von Nicht­an­rai­ner­staa­ten im Schwar­zen Meer sowie deren Ton­na­ge begrenzt sind.

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