24 Tote bei Zugunglück in der Türkei


Fünf Wag­gons des Zuges sei­en ent­gleist, berich­te­te Ana­do­lu wei­ter. 362 Rei­sen­de und sechs Zug­be­glei­ter sei­en an Bord gewe­sen. Die Ver­letz­ten wur­den in die umlie­gen­den Kran­ken­häu­ser gebracht. Die tür­ki­schen Streit­kräf­te teil­ten auf Twit­ter mit, sie hät­ten Mili­tär­he­li­ko­pter ein­ge­setzt, um die Ver­letz­ten zu ber­gen. Der Sen­der CNN Türk berich­te­te, Anwoh­ner sei­en unter ande­rem mit Trak­to­ren ange­rückt, um bei den Ber­gungs­ar­bei­ten zu hel­fen.

Ein Repor­ter des Sen­ders NTV sag­te, durch star­ken Regen sei das Gleis­bett weg­ge­spült wor­den. Auf Bil­dern waren die frei lie­gen­den Schie­nen zu sehen. Der Pro­vinz­gou­ver­neur Meh­met Cey­lan sag­te nach Anga­ben von Ana­do­lu, die Gegend um den Unglücks­ort sei sehr schlam­mig. (dpa)

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EU gibt Türkei weitere drei Milliarden Euro für Syrien-Flüchtlinge


Ein ers­tes Hilfs­pa­ket mit drei Mil­li­ar­den Euro war jüngst auf­ge­braucht wor­den. Die EU hat­te der Tür­kei aber im Zuge der Flücht­lings­kri­se bis zu sechs Mil­li­ar­den Euro ver­spro­chen.

Umstrit­ten war in den ver­gan­ge­nen Mona­ten vor allem gewe­sen, wie viel Geld aus dem Gemein­schafts­haus­halt genom­men wer­den soll. Län­der wie Frank­reich und Deutsch­land woll­ten eigent­lich, dass die drei Mil­li­ar­den Euro voll­stän­dig über den EU-Haus­halt finan­ziert wer­den. Die Kom­mis­si­on hat­te hin­ge­gen zunächst vor­ge­schla­gen, nur eine Mil­li­ar­de aus dem EU-Haus­halt zu neh­men.

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Die Unter­stüt­zung der Tür­kei bei der Ver­sor­gung von Flücht­lin­gen war mit dem im März 2016 geschlos­se­nen Flücht­lings­pakt ver­ein­bart wor­den. Er sieht vor, dass die EU alle Migran­ten, die ille­gal über die Tür­kei auf die grie­chi­schen Inseln kom­men, zurück­schi­cken kann. Im Gegen­zug neh­men EU-Staa­ten der Tür­kei schutz­be­dürf­ti­ge Flücht­lin­ge aus Syri­en ab und finan­zie­ren Hil­fen für in der Tür­kei leben­de Flücht­lin­ge. Das Land hat bis­lang ins­ge­samt knapp 3,6 Mil­lio­nen Flücht­lin­ge auf­ge­nom­men. (dpa)

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Wahlen in Türkei : Erdogan führt Präsidentschafts- und Parlamentswahlen an


Nach vor­läu­fi­gem Stand der knapp 25 Pro­zent aus­ge­zähl­ter Stimm­zet­tel führt der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tay­y­ip Erdo­gan die Par­la­ments­wah­len deut­lich an.

Erdo­gan ver­eint auf sich rund 58 Pro­zent der Stim­men und hat zumin­dest vor­läu­fig die abso­lu­te Mehr­heit gewon­nen. Muhar­rem Ince von der kema­lis­ti­schen CHP folgt mit 27 Pro­zent. Der Par­tei­füh­rer der pro­kur­di­schen HDP Sel­a­hat­tin Demir­tas konn­te 5,6 Pro­zent gewin­nen.

Wahlen in Türkei: Erdogan führt Präsidentschafts- und Parlamentswahlen an

Bei den Par­la­ments­wah­len, die zu zehn Pro­zent aus­ge­zählt wur­den, führt eben­so das Wahl­bünd­nis von Erdo­gans AKP, die mit der natio­na­lis­ti­schen MHP und wei­te­ren klei­ne­ren Par­tei­en ein­ge­gan­gen wur­de. Laut Ana­do­lu gewann das soge­nann­te “Volks­bünd­nis” 65,75 Pro­zent. Die Alli­anz aus CHP, der natio­na­lis­ti­schen IYI Par­tei und Saa­det Par­tei kom­men auf knapp 25 Pro­zent. Wäh­rend die HDP abge­schla­gen bei 7,1 Pro­zent liegt.

Wahlen in Türkei: Erdogan führt Präsidentschafts- und Parlamentswahlen an

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Türkei hat gewählt : Wahlbeobachter sprechen von Unregelmäßigkeiten


Die Wahl­lo­ka­le schlos­sen am Sonn­tag um 16.00 Uhr MESZ (17.00 Uhr Orts­zeit). Wahl­be­ob­ach­ter mel­de­ten Unre­gel­mä­ßig­kei­ten, wie die Nach­rich­ten­agen­tur dpa berich­tet ohne kon­kre­te Infor­ma­tio­nen zu nen­nen.

Der Obers­te Wahl­aus­schuss der Tür­kei (YSK) kün­dig­te inzwi­schen an, dass er sich mit den Beschwer­den über Wahl­si­cher­heits­fra­gen und Wahl­ma­ni­pu­la­ti­on im Wahl­be­zirk Suruç in der süd­öst­li­chen Pro­vinz Şan­lıur­fa befas­sen wird.

Wir haben die not­wen­di­gen Initia­ti­ven ergrif­fen, um Ver­wal­tungs- und Gerichts­ver­fah­ren bezüg­lich angeb­li­cher Sicher­heits­be­den­ken in bestimm­ten Wahl­lo­ka­len in Suruç ein­zu­lei­ten”, sag­te YSK-Vor­sizzen­der Sadi Güven.

Die Wahl geht im gan­zen Land fried­lich wei­ter und die Wahl­be­tei­li­gung war gut”, sag­te Güven der staat­li­chen Agen­tur Ana­do­lu.

Die wich­tigs­te Oppo­si­ti­ons­par­tei, die kema­lis­tisch gepräg­te Repu­bli­ka­ni­sche Volks­par­tei (CHP) appel­lier­te an den Obers­ten Wahl­aus­schuss und for­der­te das Gre­mi­um auf, die Ermitt­lun­gen auf­zu­neh­men.

Es kam zu Vor­wür­fen über Wahl­un­re­gel­mä­ßig­kei­ten und über Behin­de­run­gen, dass eini­ge Wahl­be­ob­ach­ter ihrer Arbeit nicht nach­ge­hen durf­ten. Sie sol­len sogar in Wahl­lo­ka­len in Suruç und eini­gen ande­ren Bezir­ken von Şan­lıur­fa ange­grif­fen wor­den sein, berich­tet die regie­rungs­kri­ti­sche Tages­zei­tung Cumhu­riy­et.

Unter­des­sen kon­fis­zier­te die Poli­zei vier Säcke voll mit offi­zi­el­len Stimm­zet­teln. Die Poli­zei stopp­te die Grup­pe, die die Säcke in einem Auto trans­por­tier­te, unter Andro­hung von Waf­fen­ge­walt. Drei Per­so­nen, die ver­such­ten, die Stimm­zet­tel in Wahl­lo­ka­le zu brin­gen, wur­den fest­ge­nom­men, zitier­te das Nach­rich­ten­por­tal Hür­riy­et die Nach­rich­ten­agen­tur Demi­r­ö­ren.

Die Orga­ni­sa­ti­on für Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit in Euro­pa (OSZE) sag­te am Sonn­tag, dass es bei den Wah­len bis­her kei­ne Dis­kre­pan­zen gege­ben habe.
Die Dele­ga­ti­on begann ihre Beob­ach­tung vor Ort in der Haupt­stadt Anka­ra.
Vor Jour­na­lis­ten ver­sprach Audrey Glover, die Lei­te­rin der OSZE-Wahl­be­ob­ach­ter­de­le­ga­ti­on, dass sie die Wah­len bis zum Ende auf­merk­sam ver­fol­gen wer­den.

Es gibt kei­ne Hin­der­nis­se für die OSZE-Dele­ga­ti­on, und wir beob­ach­ten die Wah­len wei­ter­hin in der Metho­dik, die wir stets anwen­den”, sag­te sie laut der Nach­rich­ten­agen­tur Ana­do­lu.

Mit den Wah­len wur­de die Ein­füh­rung des von Staats­prä­si­dent Recep Tay­y­ip Erdoğan ange­streb­ten Prä­si­di­al­sys­tems abge­schlos­sen. Der neue Prä­si­dent wird Staats- und Regie­rungs­chef und mit weit­rei­chen­den Voll­mach­ten aus­ge­stat­tet. Einen Minis­ter­prä­si­den­ten wird es künf­tig nicht mehr geben. Erdoğan ging als Favo­rit in die Wahl. Ergeb­nis­se wer­den noch am Abend erwar­tet.

Umfra­gen zufol­ge könn­te Erdoğan die abso­lu­te Mehr­heit bei der Prä­si­dent­schafts­wahl ver­feh­len. Dann müss­te er am 8. Juli in die Stich­wahl. Sein Geg­ner wäre aller Vor­aus­sicht nach Muhar­rem Ince, der Kan­di­dat der Mit­te-Links-Par­tei CHP, der größ­ten Oppo­si­ti­ons­par­tei. Auch die abso­lu­te Mehr­heit von Erdoğans isla­misch-kon­ser­va­ti­ver AKP im Par­la­ment könn­te gefähr­det sein, wenn die pro-kur­di­sche HDP die Zehn-Pro­zent-Hür­de über­springt.

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US-Gesetzgeber fordern Stopp von F-35-Kampfjet-Verkauf an Türkei — Russland Alternative für Ankara


Weni­ger als eine Woche bevor Lock­heed Mar­tin plant, die ers­ten F-35A Lighting II-Jets for­mell an die Tür­kei aus­zu­lie­fern, und bevor der Senat über einen Gesetz­ent­wurf zur Aus­set­zung aller Waf­fen­ver­käu­fe nach Anka­ra abstimmt, hat eine Grup­pe von 44 Kon­gress­ab­ge­ord­ne­ten einen Brief an US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Mat­tis geschrie­ben. In dem beschreibt die Grup­pe, wie “unvor­stell­bar” es wäre, die Kampf­flug­zeu­ge an ihren NATO-Ver­bün­de­ten zu ver­kau­fen.

Unse­re Besorg­nis über den Ver­kauf von F-35-Jets an die Tür­kei steht im Zusam­men­hang mit dem geplan­ten Kauf des rus­si­schen Boden-Luft-Rake­ten­sys­tems S-400 durch die Tür­kei. Als NATO-Ver­bün­de­ter inte­griert die Tür­kei ihre mili­tä­ri­schen Sys­te­me mit denen ande­rer NATO-Mit­glie­der”, heißt es in dem Schrei­ben vom 15. Juni.

Es ist unvor­stell­bar, dass wir die F-35-Tech­no­lo­gie in die Hän­de der sich ver­tie­fen­den rus­sisch-tür­ki­schen Bezie­hun­gen legen.”

Mit der Behaup­tung, dass Anka­ra aktiv “die Inter­es­sen der USA unter­gräbt”, warn­te die über­par­tei­li­che Grup­pe, dass die Inte­gra­ti­on von F-35-Jets in die Gesamt­struk­tur des tür­ki­schen Mili­tärs die “am bes­ten gehü­te­ten mili­tä­ri­schen Geheim­nis­se Ame­ri­kas” ent­hül­len wür­de.

Wir haben auch kein Ver­trau­en, dass die Tür­kei die F-35 in der Regi­on ver­ant­wor­tungs­voll ein­set­zen wird”, heißt es in dem Brief, in dem fest­ge­stellt wird, dass der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tay­y­ip Erdo­gan zuvor damit gedroht hat, US-ame­ri­ka­ni­sche Sol­da­ten in Syri­en anzu­grei­fen, soll­ten sie an der Unter­stüt­zung der YPG-Miliz in der Regi­on Man­bi­dsch fest­hal­ten. Die Tür­kei betrach­tet die Kur­den-Miliz als syri­schen Able­ger der PKK, die von der Tür­kei und den USA als ter­ro­ris­tisch ein­ge­stuft wird.

Erdo­gan wei­gert sich, vom rus­si­schen Rüs­tungs­ge­schäft zurück­zu­tre­ten und hat wie­der­holt gefor­dert, dass Washing­ton sei­nen Ver­trag ein­hal­ten und die Flug­zeu­ge lie­fern soll­te. Andern­falls, warn­te der tür­ki­sche Prä­si­dent, wür­de das Anka­ra zur Umori­en­tie­rung zwin­gen. Die Tür­kei könn­te nach Düsen­lie­fe­ran­ten anders­wo, mög­li­cher­wei­se sogar in Russ­land, suchen. Anka­ra, das gegen­wär­tig einen eige­nen Kampf­jet ent­wi­ckelt, wür­de auf die­se Wei­se mit rus­si­scher Hil­fe eine indi­ge­ne Lösung für die Moder­ni­sie­rung der Luft­waf­fe fin­den kön­nen.

Die Tür­kei strebt im Rah­men des Joint Strike Figh­ter-Pro­gramms, das 2014 und 2016 unter­zeich­net wur­de, den Kauf von rund 116 F-35-Kampf­flug­zeu­gen an. Die ers­ten Aus­lie­fe­run­gen der Lock­heed-Mar­tin-Flug­zeu­ge, die für 2018 – 2019 vor­ge­se­hen sind, schei­nen jedoch gefähr­det zu sein, nach­dem US-Abge­ord­ne­te einen Gesetz­ent­wurf zum Ver­bot von F-35-Lie­fe­run­gen an eine “zuneh­mend feind­li­che und auto­ri­tä­re” Tür­kei vor­ge­legt hat­ten.

Wäh­rend der Senat erwar­tet, über die Gesetz­ge­bung vor dem vier­ten Juli abzu­stim­men, ver­kün­de­te Anfang die­ses Woche Lock­heed Mar­tin, dass das Unter­neh­men plant, die ers­ten F-35 bei einer Zere­mo­nie in Fort Worth, Texas, am 21. Juni for­mal an die Tür­kei zu über­ge­ben.

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Putin : Russlands Erdgasleitung in die Türkei wird auf Europa ausgedehnt


Wir haben immer mit unse­ren tür­ki­schen Part­nern über die Mög­lich­keit dis­ku­tiert, die Tur­kish-Stream-Pipe­line auf Euro­pa aus­zu­deh­nen, auch über Bul­ga­ri­en. Am Mitt­woch bestä­tig­te der tür­ki­sche Prä­si­dent Erdoğan dies in unse­rem Tele­fon­ge­spräch”,

sag­te Putin auf einer Pres­se­kon­fe­renz nach Gesprä­chen mit dem bul­ga­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Boy­ko Boris­sov.

Russ­land sei jedoch nur dann bereit, mit Bul­ga­ri­en im Ener­gie­be­reich zusam­men­zu­ar­bei­ten, wenn die Euro­päi­sche Uni­on Garan­ti­en für das künf­ti­ge Pro­jekt gebe, erklär­te der rus­si­sche Prä­si­dent. Das Pro­jekt South Stream, das Russ­land und Bul­ga­ri­en mit einer Gas-Pipe­line ver­bin­den soll­te, wur­de von Sofia auf Druck der Euro­päi­schen Uni­on und der Ver­ei­nig­ten Staa­ten abge­sagt. Die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung, das Pro­jekt ein­zu­stel­len, wur­de im Juni 2014 von den bul­ga­ri­schen Behör­den nach dem Besuch der US-Sena­to­ren John McCain, Chris Mur­phy und Ron John­son bekannt gege­ben.

Wir ver­ste­hen, und die bul­ga­ri­sche Sei­te ist sich bewusst, dass bei der Umset­zung von Pro­jek­ten in gro­ßem Umfang Garan­ti­en erfor­der­lich sind, vor allem finan­zi­el­le Garan­ti­en, die in Form von Staats­ga­ran­ti­en der bul­ga­ri­schen Regie­rung oder in den ent­spre­chen­den Ent­schei­dun­gen der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on bestehen soll­ten”,

sag­te Putin und füg­te hin­zu, dass jeder dar­an inter­es­siert sei, wei­ter­zu­ge­hen und ver­gan­ge­ne Ereig­nis­se nicht wie­der gesche­hen zu las­sen.

Russ­lands Prä­si­dent sag­te auch, dass er sehe, dass die der­zei­ti­ge bul­ga­ri­sche Regie­rung die Ent­schei­dung bedau­ert, sich gegen South Stream ent­schie­den zu haben.

Nie­mand zwei­felt dar­an, dass South Stream für Bul­ga­ri­en sehr vor­teil­haft gewe­sen wäre. Aber las­sen Sie uns ver­su­chen, von der ande­ren Sei­te, in die­sem Fall durch die Tür­kei zu gehen”, schlug Putin vor.

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USA wollen Türkei keine Kampfflugzeuge verkaufen — Türkei sucht nach neuen Anbietern


Die Tür­kei woll­te mehr als 100 F-35 Kampf­flug­zeu­ge von den Ame­ri­ka­nern erwer­ben. Für die Pro­duk­ti­on der ers­ten 50 Flug­zeu­ge erhielt das Pen­ta­gon im Jahr 2017 schon 3,7 Mil­li­ar­den Dol­lar als Vor­aus­zah­lung. Das Komi­tee des US-Senats ver­ab­schie­de­te ver­gan­ge­ne Woche ein Gesetz, wonach die Tür­kei vom Ankauf der Lock­heed Kampf­flug­zeu­ge F-35 aus­ge­schlos­sen wer­den soll. Anstoß nimmt Washing­ton an der Inhaf­tie­rung eines Pas­tors und dem Kauf von Rake­ten aus Russ­land. Dem Pas­tor Andrew Brun­son könn­ten bis zu 35 Jah­re Haft bei einer Ver­ur­tei­lung dro­hen. Ihm wird eine Ver­bin­dung zu dem ver­such­ten Putsch im Jahr 2016 vor­ge­wor­fen. 

Mev­lut Cavu­so­glu, teil­te mit, dass sein Land nach ande­ren Ver­käu­fern Aus­schau hal­ten wer­de, obwohl die Vor­aus­zah­lun­gen schon getä­tigt wur­den : 

Die Anzah­lun­gen für das Pro­jekt wur­den schon getä­tigt. Dies ist ein umfang­rei­ches Abkom­men. Es ist nicht nur der Erwerb, son­dern auch die gemein­sa­me Pro­duk­ti­on. 

Man wol­le kei­ne schlech­ten Bezie­hun­gen zu den USA, aber Washing­ton müs­se die Flug­zeu­ge nach Plan lie­fern. Der­weil hal­te man Aus­schau nach ande­ren Mög­lich­kei­ten in Russ­land sowie bei NATO-Län­dern. Letz­tes Jahr unter­zeich­ne­ten Mos­kau und Anka­ra eine Ver­ein­ba­rung, wonach Russ­land den Tür­ken S-400 Flug­ab­wehr­ra­ke­ten­sys­te­me ver­kau­fen wird. Die Eröff­nung der ame­ri­ka­ni­schen Bot­schaft in Jeru­sa­lem schür­te die diplo­ma­ti­schen Span­nun­gen zwi­schen Anka­ra und Washing­ton. Cavu­so­glu wies dar­auf­hin, dass die Tür­ken gegen die Prä­senz ame­ri­ka­ni­scher Trup­pen auf dem Luft­waf­fen­stütz­punkt Incir­lik sind.

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Streit zwischen Israel und Türkei : Netanjahus Sohn teilt gegen Erdoğan auf Instagram aus


Von der israe­li­schen Regie­rung hieß es zu dem Pos­ting lapi­dar : “Yair Netan­ja­hu ist eine Pri­vat­per­son, es ist sein Insta­gram-Kon­to.” 

Am Mitt­woch wur­de der ein­zig noch ver­blie­be­ne diplo­ma­ti­sche Ver­tre­ter der Tür­kei in Isra­el ein­be­stellt. An ihn rich­te­te sich Kri­tik am nach israe­li­scher Ein­schät­zung bewusst schi­ka­nös voll­zo­ge­nen Sicher­heits­check, dem sich der israe­li­sche Bot­schaf­ter vor sei­ner Aus­wei­sung aus der Tür­kei unter­zie­hen muss­te. Der israe­li­sche Bot­schaf­ter in Anka­ra muss­te die Tür­kei auf unbe­stimm­te Zeit ver­las­sen. Damit pro­tes­tier­te Anka­ra gegen den Tod von 60 Paläs­ti­nen­sern beim Ver­such tau­sen­der Per­so­nen, auf Initia­ti­ve der in Gaza regie­ren­den Hamas die Gren­ze zu Isra­el zu stür­men. Der Mon­tag war der blu­tigs­te Tag der seit sechs Wochen andau­ern­den Pro­tes­te im Gaza­strei­fen. 

Das Pos­ting von Yair Netan­ja­hu auf Insta­gram : 

Es ist nicht das ers­te Mal, dass Yair Netan­ja­hu in die Schlag­zei­len gelangt. Im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber ver­är­ger­te er libe­ra­le Juden mit einem Car­toon. Das Bild, das Yair pos­te­te, füg­te einem klas­sisch anti­se­mi­ti­schen Motiv mit Ech­sen-ähn­li­chen Figu­ren und Juden, die von Geld fas­zi­niert sei­en, eine Abbil­dung des bekann­ten US-ame­ri­ka­ni­schen Mil­li­ar­därs und Phil­an­thro­pen Geor­ge Soros hin­zu :

Mehr zum The­ma — Netan­ja­hu juni­or ver­är­gert libe­ra­le Juden mit anti­se­mi­ti­schen Car­toon-Moti­ven

Der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tay­y­ip Erdoğan beschimpf­te Ben­ja­min Netan­ja­hu am Diens­tag als den “Pre­mier­mi­nis­ter eines Apart­heid-Staa­tes”. Die­ser habe “das Blut der Paläs­ti­nen­ser an sei­ner Hand” und kön­ne “Ver­bre­chen nicht durch Angrif­fe gegen die Tür­kei ver­tu­schen”.

Netan­ja­hu kon­ter­te :

Ein Mann, der Tau­sen­de tür­ki­scher Sol­da­ten ent­sen­det, um die Beset­zung des Nor­dens Zyperns bei­zu­be­hal­ten und der in Syri­en ein­fällt, wird uns bezüg­lich unse­rer Ver­tei­di­gung gegen die Hamas kei­ne Vor­schrif­ten machen. 

Zu ethi­schen Fra­gen kön­ne Erdoğan Isra­el jeden­falls nicht beleh­ren. 

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Nach Massaker im Gazastreifen : Türkei weist israelischen Botschafter aus


Nach schwe­ren Zusam­men­stö­ßen im Gaza­strei­fen zwi­schen den Paläs­ti­nen­sern und der israe­li­schen Armee mit dut­zen­den Toten hat die Tür­kei dem israe­li­schen Bot­schaf­ter emp­foh­len, Anka­ra zu ver­las­sen. Das wur­de am Diens­tag in der tür­ki­schen Haupt­stadt mit­ge­teilt.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Aus Protest gegen US-Botschaftsumzug : Türkei zieht Botschafter aus Washington und Tel Aviv ab


Die Ein­be­ru­fung der Bot­schaf­ter wur­de vom tür­ki­schen Regie­rungs­spre­cher Bekir Boz­dag bekannt gege­ben, berich­tet die regie­rungs­na­he tür­ki­sche Tages­zei­tung Yeni Safak. Auch die tür­ki­sche Zei­tung Dai­ly Sabah titelt, dass die Tür­kei ihre diplo­ma­ti­schen Gesand­ten abzieht. Die Diplo­ma­ten wur­den “zu Kon­sul­ta­ti­ons­zwe­cken” ein­be­ru­fen, heißt es.

Zuvor berich­te­ten loka­le Medi­en, dass Süd­afri­ka eben­so sei­nen Bot­schaf­ter zu Isra­el zurück­ge­zog. In einer Erklä­rung sagt die süd­afri­ka­ni­sche Regie­rung, dass sie die jüngs­te gewalt­sa­me Aggres­si­on der israe­li­schen Streit­kräf­te auf das Schärfs­te ver­ur­teilt.

Vor sei­nem Rück­flug nach Anka­ra sag­te Erdo­gan bei einer Rede in Groß­bri­tan­ni­en, er wer­de als rotie­ren­der Vor­sit­zen­der der Orga­ni­sa­ti­on für Isla­mi­sche Zusam­men­ar­beit (OIC) am Frei­tag eine außer­or­dent­li­che Sit­zung zu den paläs­ti­nen­si­schen Todes­fäl­len lei­ten und den Sicher­heits­rat der Ver­ein­ten Natio­nen zu einer Dring­lich­keits­sit­zung ein­la­den.

Am spä­ten Nach­mit­tag gin­gen tau­sen­de Demons­tran­ten in Istan­bul auf die Stra­ße, um gegen die US-Bot­schafts­ver­le­gung zu demons­trie­ren.

Zuvor hat­te das tür­ki­sche Aus­wär­ti­ge Amt die Zusam­men­stö­ße vom Mon­tag in einer schrift­li­chen Erklä­rung scharf ver­ur­teilt.

Wir ver­ur­tei­len das Mas­sa­ker der israe­li­schen Sicher­heits­kräf­te, das durch die­sen Schritt an den Paläs­ti­nen­sern, die an fried­li­chen Demons­tra­tio­nen teil­neh­men, begüns­tigt wird. Weder regio­na­ler noch glo­ba­ler Frie­den und Sta­bi­li­tät wer­den lebens­fä­hig sein, wenn die Paläs­ti­nen­ser­fra­ge nicht durch eine dau­er­haf­te und gerech­te Lösung gelöst wird”, heißt es in der Erklä­rung.

Eini­ge wei­te­re Regie­run­gen schlos­sen sich der Kri­tik gegen die israe­li­schen Über­grif­fe in Gaza und die Ent­schei­dung der USA, ihre Bot­schaft nach Jeru­sa­lem zu ver­le­gen, an.

Frank­reich for­dert die israe­li­schen Behör­den erneut auf, bei der Anwen­dung von Gewalt, die strikt ver­hält­nis­mä­ßig sein muss, Ein­sicht und Zurück­hal­tung zu üben”, sag­te Außen­mi­nis­ter Jean-Yves Le Dri­an und füg­te hin­zu, dass die Ent­schei­dung der USA “gegen das Völ­ker­recht ver­stößt”.

Groß­bri­tan­ni­en “setzt sich wei­ter­hin für eine Zwei-Staa­ten-Lösung mit Jeru­sa­lem als gemein­sa­me Haupt­stadt ein”, sag­te eine Spre­che­rin der bri­ti­schen Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May. “Wir drän­gen auf Ruhe und Zurück­hal­tung, um Hand­lun­gen zu ver­mei­den, die die Frie­dens­be­mü­hun­gen zer­stö­ren.”

Mos­kau ver­ur­teil­te die Ent­schei­dung von US-Prä­si­dent Donald Trump, die Bot­schaft nach Jeru­sa­lem zu ver­le­gen.

Inter­na­tio­na­le Reso­lu­tio­nen erklä­ren, dass der Sta­tus von Jeru­sa­lem — eine der wich­tigs­ten Fra­gen des gesam­ten Frie­dens­pro­zes­ses — in direk­ten Ver­hand­lun­gen zwi­schen Isra­el und Paläs­ti­na gelöst wer­den muss”, erin­ner­te der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gej Law­row.

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