Wegen Präsidentenbeleidigung : Grünen-Politiker in der Türkei angeklagt


In dem Inter­view mit der tür­ki­schen Inter­net­zei­tung ABC Gaze­te­si äußer­te sich der Grü­nen-Poli­ti­ker Memet Kiliç im Juli über den tür­ki­schen Prä­si­den­ten Recep Tayy­ip Erdoğan : 

Ich bin als Poli­ti­ker mit tür­ki­schen Wur­zeln sehr trau­rig dar­über, dass mein Land in die­se Lage gebracht wur­de und bezeich­ne die­je­ni­gen, die es in die­se Lage gebracht haben, als Vater­lands­ver­rä­ter. 

Auf Prä­si­den­ten­be­lei­di­gung ste­hen in der Tür­kei vier Jah­re und acht Mona­te Haft. Kiliç besitzt die deut­sche und die tür­ki­sche Staats­bür­ger­schaft. Zwi­schen 2009 und 2013 war er als Grü­nen-Poli­ti­ker im Bun­des­tag, heu­te ist er als Anwalt in Hei­del­berg tätig. Poli­tisch betä­tigt er sich noch als Spre­cher der Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on der Grü­nen Baden-Würt­tem­berg. 

Von Tür­kei-Rei­sen hat­te er bereits in den letz­ten drei Jah­ren abge­se­hen : 

Die­ses Régime ver­sucht mich, mund­tot zu machen. Das ist auf jeden Fall eine neue Eska­la­ti­ons­stu­fe aus mei­ner Sicht. Mir ist nicht bekannt, dass schon ein­mal ein deut­scher Poli­ti­ker in der Tür­kei ange­klagt wur­de. 

Im Dezem­ber fin­det in Anka­ra eine Anhö­rung statt. Kiliç wür­de den Ter­min gern wahr­neh­men, um sei­ne Mei­nung kund­zu­tun. Ist sich jedoch auch des Risi­kos bewusst. 

Sein Anwalt Vey­sel Ok sag­te der Deut­schen Pres­se-Agen­tur : 

Sowohl nach der tür­ki­schen Ver­fas­sung als auch der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on sind die Gren­zen der Kri­ti­sier­bar­keit für jeman­den, der den Titel eines Prä­si­den­ten inne­hat, wei­ter als bei nor­ma­len Bür­gern. 

Der Anwalt ver­weist auf die Zunah­me der Kla­gen in der Tür­kei wegen Prä­si­dent­schafts­be­lei­di­gung. Das Aus­wär­ti­ge Amt warnt : 

Fest­nah­men und Straf­ver­fol­gung deut­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger erfolg­ten viel­fach in Zusam­men­hang mit regie­rungs­kri­ti­schen Stel­lung­nah­men in den sozia­len Medi­en. 

RT Deutsch


Erdoğan : Türkei sollte wie Israel Nuklearwaffen besitzen dürfen


Im Jahr 1980 unter­zeich­ne­te die Tür­kei den Atom­waf­fen­sperr­ver­trag (Non-Pro­fi­le­ra­ti­on of Nuclear Wea­pons). 1996 folg­te die Unter­zeich­nung des Ver­bots zum Test von Atom­waf­fen. Auf einer Ver­an­stal­tung der AKP for­der­te der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan ein Ende des Atom­waf­fen­ver­bots für sein Land : 

Eini­ge Län­der haben Rake­ten mit Nukle­ar­spreng­köp­fen, nicht eines oder zwei. Aber (sie sagen uns,) wir dürf­ten sie (die Nukle­ar­waf­fen) nicht haben. Das kann ich nicht akzep­tie­ren. Es gibt kein ent­wi­ckel­tes Land der Welt, das kei­ne Nukle­ar­waf­fen hat. 

Erdoğan zog einen Ver­gleich zu Isra­el :

Wir haben Isra­el in der Nähe, wir sind fast Nach­barn. Sie schre­cken (ande­re Natio­nen) ab, indem sie die­se (Waf­fen) besit­zen. Nie­mand kann sie anrüh­ren. 

Über die Zahl der Nukle­ar­waf­fen Isra­els gibt es kei­ne genau­en Anga­ben. Es wird ver­mu­tet, dass Isra­el zwi­schen 80 und 4.000 Nukle­ar­spreng­köp­fe besitzt. Den NPT-Ver­trag hat Isra­el nie unter­zeich­net. Öffent­lich wird der Besitz von Nukle­ar­waf­fen weder demen­tiert noch bestä­tigt. Ers­te For­schun­gen began­nen mit der Unab­hän­gig­keit Isra­els. 

Das tür­ki­sche Staats­ober­haupt warn­te auch vor der Öff­nung der Gren­ze für syri­sche Flücht­lin­ge, falls in Nord­sy­ri­en kei­ne Sicher­heits­zo­ne ein­ge­rich­tet wer­de und sich der Wes­ten sei­nen Ver­pflich­tun­gen ent­zie­he. Washing­ton und Anka­ra hat­ten sich am 7. August auf eine Sicher­heits­zo­ne in Syri­en geei­nigt.

Die­se soll als Puf­fer­zo­ne zwi­schen der tür­ki­schen Gren­ze und von den USA gestütz­ten kur­di­schen Ein­hei­ten die­nen. Die Tür­kei hat seit Aus­bruch des Bür­ger­kriegs in Syri­en rund vier Mil­lio­nen syri­sche Flücht­lin­ge auf­ge­nom­men. Die­se Last kön­ne die Tür­kei, so Erdoğan, nicht allein tra­gen. 

Mehr zum The­ma — Anka­ra ver­ur­teilt Angriff auf Mili­tär­kon­voi durch syri­sche Trup­pen

RT Deutsch


Streit wegen S‑400 : Kein Einfluss auf US-Militärstützpunkt in Türkei


Die Dis­kre­pan­zen zwi­schen Washing­ton und Anka­ra im Zusam­men­hang mit der Anschaf­fung der rus­si­schen Rake­ten­ab­wehr­sys­te­me S‑400 durch die Tür­kei haben laut dem Pen­ta­gon zu kei­ner Ein­schrän­kung der US-Ein­sät­ze auf dem Mili­tär­stütz­punkt Incir­lik geführt.
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Erdogan spricht über „historischen Sieg” der Türkei noch in diesem Monat


Die Tür­kei wird im August nach Ein­schät­zung des Prä­si­den­ten Recep Tayy­ip Erdo­gan einen neu­en „his­to­ri­schen Sieg” erzie­len. Dies ver­si­cher­te er am Sams­tag vor dem Hin­ter­grund der zuletzt ange­kün­dig­ten Offen­si­ve gegen Kur­den in Nord­sy­ri­en.
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USA verraten ihren Alliierten in Syrien für eine “Friedenszone” mit der Türkei


Eine Inva­si­on von tür­ki­schen Trup­pen stand kurz bevor. Die syri­schen Kur­den, die sich mit Hil­fe der USA ein eige­nes Ter­ri­to­ri­um erkämpft hat­ten und von einem Staat “Roja­va” geträumt haben, bau­ten Ver­tei­di­gungs- und unter­ir­di­sche medi­zi­ni­sche Not­fall­an­la­gen, um sich für den bevor­ste­hen­den Krieg zu wapp­nen. Aller­dings gebe man sich kei­nen Illu­sio­nen hin, sag­te Aldar Xelil, ein füh­ren­der kur­di­scher Poli­ti­ker in der Nähe der Grenz­stadt Qamisch­li.

Wenn sie ein­mar­schie­ren, wird unser Ter­ri­to­ri­um zer­stört.

Der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan zeig­te sich am Sonn­tag bei einer Ver­an­stal­tung in der Mil­lio­nen­stadt Bur­sa noch davon über­zeugt, in Kür­ze gegen die Kur­den im Nach­bar­land Syri­en los­zu­schla­gen. Sei­ne Regie­rung habe Russ­land und die USA von die­sen Plä­nen in Kennt­nis gesetzt und mit­ge­teilt, dass der Gedulds­fa­den jetzt geris­sen sei. Dem­nach wol­le Anka­ra eine Sicher­heits­zo­ne in einem 20 Kilo­me­ter brei­ten Strei­fen ent­lang der Gren­ze auf syri­scher Sei­te errich­ten, die kur­di­schen Kämp­fer der YPG – die den Groß­teil der für die west­li­chen Inter­es­sen gegrün­de­ten “Syri­schen Demo­kra­ti­schen Kräf­te” (oder “SDF”) aus­ma­chen und von der Tür­kei als Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on ein­ge­stuft wer­den – aus die­sem Strei­fen ver­ja­gen und so ein Gebiet für die Rück­kehr eini­ger der 3,6 Mil­lio­nen syri­scher Flücht­lin­ge in der Tür­kei schaf­fen.

Die­se Plä­ne stell­ten die USA aller­dings vor gewal­ti­ge Pro­ble­me. Einer­seits wer­den die SDF aus Washing­ton mit Waf­fen unter­stützt und die Kur­den prak­tisch als Boden­trup­pen im Kampf gegen den IS benutzt. Ande­rer­seits ist man sich im Kla­ren dar­über, dass die Tür­kei die YPG als syri­schen Arm der PKK betrach­tet und in Anka­ra die­se Koali­ti­on von Anfang mit größ­tem Arg­wohn betrach­tet wur­de. Zudem hät­ten die USA einem tür­ki­schen Vor­stoß gar nichts ent­ge­gen­zu­set­zen. Des­halb ver­such­te die Regie­rung von US-Prä­si­dent Donald Trump, noch recht­zei­tig mit der Tür­kei eine Eini­gung zu erzie­len.

Nach zähen Ver­hand­lun­gen ver­kün­de­ten am Mitt­woch sowohl das tür­ki­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um als auch die US-Bot­schaft in Anka­ra, dass man sich auf eine “schnel­le Imple­men­tie­rung von ers­ten Maß­nah­men” geei­nigt habe, um die Sicher­heits­be­den­ken der Tür­kei zu befrie­di­gen. Zudem woll­ten bei­de Län­der ein gemein­sa­mes “Ope­ra­ti­ons­zen­trum” in der Tür­kei errich­ten, um die Sicher­heits­zo­ne in Syri­en zu errich­ten. Die­se Zone soll zu einem “Frie­dens­kor­ri­dor” wer­den, damit die syri­schen Flücht­lin­ge aus der Tür­kei in ihr Hei­mat­land zurück­keh­ren könn­ten. Was mit den kur­di­schen YPG-Kämp­fern oder den geschätz­ten 2.500 gefan­gen­ge­hal­te­nen IS-Extre­mis­ten gesche­hen sol­le, blieb dabei uner­wähnt.

Mehr zum The­ma — “Zurück nach Euro­pa”: Donald Trump droht mit der Frei­las­sung von 2.500 IS-Kämp­fern 

Auch wenn es nicht expli­zit erwähnt wur­de, so steht den­noch fest, dass die Tür­kei mit Hil­fe der USA eine Mili­tär­mis­si­on gegen die Kur­den rea­li­sie­ren wird, um die­se aus dem Grenz­ge­biet zu ver­trei­ben. Die Rück­füh­rung von syri­schen Flücht­lin­gen – so gut das auch klin­gen mag – darf nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass Anka­ra damit stra­te­gi­sche Zie­le ver­folgt. So soll das Grenz­ge­biet wie­der eth­nisch hete­ro­ge­ni­siert wer­den, nach­dem Kur­den die ara­bi­sche Bevöl­ke­rung, die nicht geflo­hen war, teil­wei­se aktiv ver­trie­ben und so für eine demo­gra­fi­sche Mehr­heit der Kur­den gesorgt hat­ten. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr beschwer­te sich der Vor­sit­zen­de für aus­län­di­sche Ange­le­gen­hei­ten der SDF, Redur Xelil, dar­über, dass die Tür­kei in den von den Kur­den erober­ten Dör­fern bei Afrin ara­bi­sche und turk­me­ni­sche Fami­li­en ansie­delt, um eine “absicht­li­che demo­gra­fi­sche Ver­än­de­rung” her­bei­zu­füh­ren.

Mehr zum The­ma — Nebens­ja : West­li­che Län­der wol­len “eine ter­ro­ris­ti­sche Prä­senz in Idlib auf­recht­erhal­ten”

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Türkei könnte für F‑35 entwickelte Raketen bei eigenen Kampfjets einsetzen – Zeitung


Anka­ra kann laut Indus­trie­mi­nis­ter Mus­ta­fa Varank die Jets und Droh­nen aus eige­ner Her­stel­lung mit den Luft-Boden-Rake­ten SOM‑J aus­rüs­ten, die zunächst für die F‑35 ent­wi­ckelt wur­den. Die Tages­zei­tung „Hur­ri­y­et“ zitiert aus einer Rede des Minis­ters beim Natio­nal Sky Obser­va­ti­on Fes­ti­val.
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Frist zweiter S‑400-Lieferung an Türkei bekannt


Der Chef des tür­ki­schen Sekre­ta­ri­ats für Rüs­tungs­in­dus­trie İsmail Demir hat bekannt­ge­ge­ben, wann der zwei­te Teil der Lie­fe­rung rus­si­scher Flug­ab­wehr­sys­te­me S‑400 an die Tür­kei erfol­gen soll. Dar­über berich­tet die Zei­tung „Cumhu­ri­y­et” am Mitt­woch.
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Russland und Türkei wollen Handelsumsatz auf 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr steigern


Der Han­dels­um­satz von Russ­land und der Tür­kei dürf­te in den kom­men­den Jah­ren 100 Mil­li­ar­den US-Dol­lar errei­chen, wäh­rend er im Jahr 2018 noch 25,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar betrug. Das teil­te der rus­si­sche Ener­gie­mi­nis­ter Alex­an­der Nowak am Frei­tag auf der Sit­zung einer zwi­schen­staat­li­chen Regie­rungs­kom­mis­si­on mit. Er sag­te :

Die Staats­ober­häup­ter unse­rer Län­der haben sich eine ehr­gei­zi­ge Auf­ga­be gestellt – den Han­dels­um­satz auf 100 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu stei­gern.

Gegen­sei­ti­ge Inves­ti­tio­nen bräch­ten Vor­tei­le in Berei­chen wie Raum­fahrt, Phar­ma­zie, digi­ta­le Tech­no­lo­gi­en sowie für tra­di­tio­nel­le Bran­chen wie Land­wirt­schaft, Bau­we­sen, Metall und Ener­gie.

Russ­land und die Tür­kei ver­su­chen auch, den Anteil der natio­na­len Wäh­run­gen am gegen­sei­ti­gen Han­del zu erhö­hen, der zur­zeit bei 34 Pro­zent liegt. Russ­land hat bereits erreicht, dass die rus­si­schen MIR-Bank­kar­ten in der Tür­kei akzep­tiert wer­den.

Das Tref­fen der rus­sisch-tür­ki­schen Regie­rungs­kom­mis­si­on fin­det am Frei­tag im tür­ki­schen Anta­lya statt.

Mehr zum The­ma — Idlib im Fokus : Rus­si­scher und tür­ki­scher Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter bespre­chen Lage

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Bericht : Weißrussischer Gesandter in der Türkei angeschossen


Dem­nach wur­de Alex­an­der Pog­an­schew von einem tür­ki­schen Mann mit zwei Kugeln ange­schos­sen. Pog­an­schew wur­de schwer ver­letzt und auf die Inten­siv­sta­ti­on ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert.

Es heißt, dass der Angriff von einem pen­sio­nier­ten Sol­da­ten durch­ge­führt wur­de, der nach dem Vor­fall Selbst­mord beging.

Der rus­si­sche Bot­schaf­ter in der Tür­kei Andrej Kar­low wur­de am 19. Dezem­ber 2016 in Anka­ra wäh­rend einer Aus­stel­lung im Zen­trum für zeit­ge­nös­si­sche Kunst getö­tet.

Mehr zum The­ma — Stra­ße in Anka­ra bekommt den Namen des getö­te­ten rus­si­schen Bot­schaf­ters

Wei­te­re Details fol­gen

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