Türkei schickt deutschstämmige IS-Kämpfer nach Deutschland zurück


Im Zuge der Nord­sy­ri­en-Offen­si­ve der Tür­kei wur­den aus­län­di­sche IS-Kämp­fer fest­ge­nom­men. Ins­ge­samt 737 IS-Kämp­fer mit aus­län­di­schen Staats­bür­ger­schaf­ten befän­den sich in tür­ki­scher Gefan­gen­schaft, so der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdo­gan. Die tür­ki­sche Regie­rung warn­te das Aus­land die Tür­kei sei kein Hotel für IS-Ter­ro­ris­ten.

Der Spre­cher des tür­ki­schen Innen­mi­nis­te­ri­ums Ismail Catakli zu den geplan­ten Abschie­bun­gen an die­sem Mon­tag :

Inso­fern wird heu­te die Abschie­bung von drei aus­län­di­schen Ter­ro­ris­ten­kämp­fern aus unse­rem Land gewähr­leis­tet. 

Der deut­sche Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas kri­ti­sier­te das abrup­te Han­deln Anka­ras. Zunächst müs­se geklärt wer­den, ob es sich bei den IS-Kämp­fern um Per­so­nen mit deut­scher Staats­bür­ger­schaft hand­le. 

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Ankara : Türkei liefert ab Montag ausländische IS-Terroristen an ihre Herkunftsländer aus


Das Vor­ha­ben bestä­tig­te der tür­ki­sche Innen­mi­nis­ter Süley­man Soylu gegen­über der staat­li­chen Nach­rich­ten­agen­tur Ana­do­lu am Frei­tag :

Wir haben ihnen gesagt : Wir wer­den euch die­se Men­schen aus­lie­fern. Und am Mon­tag wer­den wir damit begin­nen.

Der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­di­rek­tor des tür­ki­schen Prä­si­den­ten Recep Tayy­ip Erdo­gan, Fah­ret­tin Altun, hat­te der Stutt­gar­ter Zei­tung und den Stutt­gar­ter Nach­rich­ten Anfang der Woche gesagt, die Tür­kei wol­le auch 20 deut­sche IS-Anhän­ger abschie­ben.

Nach Anga­ben Erdo­gans sit­zen der­zeit 1.149 Anhän­ger des IS in tür­ki­schen Gefäng­nis­sen. Davon sei­en 737 aus­län­di­sche Staats­bür­ger. Wäh­rend der tür­ki­schen Mili­tär­of­fen­si­ve in Nord­sy­ri­en wur­den nach Anga­ben von Soylu wei­te­re 287 IS-Anhän­ger fest­ge­nom­men, dar­un­ter Frau­en und Kin­der.

Soylu hat­te euro­päi­schen Ver­bün­de­ten der Tür­kei wie Groß­bri­tan­ni­en oder den Nie­der­lan­den in der Ver­gan­gen­heit vor­ge­wor­fen, sich aus der Ver­ant­wor­tung zu zie­hen, indem sie IS-Kämp­fern die Staats­an­ge­hö­rig­keit ent­zö­gen und sich wei­ger­ten, die­se zurück­zu­neh­men. “Wir sind kein Hotel für jeder­manns Daesh-Mit­glie­der”, hat­te der tür­ki­sche Innen­mi­nis­ter gesagt. Mit “Daesh” benutz­te er eine ara­bi­sche Bezeich­nung für den IS. (Reuters/dpa)

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Kein Hotel für Anhänger der Terrormiliz” – Türkei will deutsche IS-Mitglieder zurückschicken


Am 9. Okto­ber begann die Tür­kei ihre Syri­en-Offen­si­ve gegen die kur­di­sche YPG. Ziel Anka­ras ist es, eine Schutz­zo­ne im nörd­li­chen Teil Syri­ens ent­lang der tür­ki­schen Gren­ze zu errich­ten. Aus die­ser sol­len kur­di­sche Kämp­fer ver­bannt und syri­sche Flücht­lin­ge ange­sie­delt wer­den.

Es wird befürch­tet, dass hier­durch die­je­ni­gen IS-Kämp­fer befreit wer­den könn­ten, die bis­lang in kur­di­schen Gefäng­nis­sen inhaf­tiert waren. Rund 750 sol­len bereits ent­kom­men sein. Ins­ge­samt 4.000 Per­so­nen mit west­eu­ro­päi­schen Päs­sen schlos­sen sich dem Kampf des IS in Syri­en und im Irak an. Ein Drit­tel davon sind in ihre west­eu­ro­päi­sche Hei­mat zurück­ge­kehrt. 

Ins­ge­samt vier deut­sche IS-Mit­glie­der habe die Tür­kei im Zuge der Syri­en-Offen­si­ve ver­haf­tet. Die rest­li­chen 16 IS-Mit­glie­der mit deut­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit befän­den sich in tür­ki­scher Abschie­be­haft. Nach dem Wil­len der Tür­kei soll­ten die­se alle nach Deutsch­land abge­scho­ben wer­den. Der tür­ki­sche Innen­mi­nis­ter Süley­man Soylu sag­te dazu : 

Wir sind für nie­man­des IS-Mit­glie­der ein Hotel. 

Soylu kri­ti­siert die Prak­ti­ken eini­ger EU-Län­der, dar­un­ter Däne­mark, Groß­bri­tan­ni­en und die Nie­der­lan­de, den IS-Mit­glie­dern mit dop­pel­ter Staats­an­ge­hö­rig­keit ihre euro­päi­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit zu ent­zie­hen. Die Gesamt­zahl der gefan­ge­nen IS-Mit­glie­der und Dschi­ha­dis­ten, die die Tür­kei abschie­ben will, liegt bei 1.300. Laut Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um befin­den sich neben den 20 deut­schen IS-Mit­glie­dern wei­te­re 80 in Inter­nie­rungs­la­gern in Syri­en und im Irak. Auch CDU-Poli­ti­ker Kai Weg­ner for­dert einen Passent­zug für deut­sche IS-Mit­glie­der. 

Der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan ließ über sei­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­di­rek­tor Fah­ret­tin Altun ver­lau­ten : 

Wir brau­chen die vol­le Zusam­men­ar­beit und die akti­ve Part­ner­schaft unse­rer Ver­bün­de­ten im Kampf gegen den Ter­ro­ris­mus. 

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Türkei will 20 gefangene IS-Anhänger nach Deutschland zurückschicken


Die Tür­kei will einem Medi­en­be­richt zufol­ge 20 gefan­gen genom­me­ne deut­sche Anhän­ger der Ter­ror­mi­liz Isla­mi­scher Staat (IS*) in die Bun­des­re­pu­blik zurück­schi­cken. Dies sag­te der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­di­rek­tor des Prä­si­den­ten Recep Tayy­ip Erdo­gan, Fah­ret­tin Altun, in Istan­bul der „Stutt­gar­ter Zei­tung” und den „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten” (Mon­tag).
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Die Türkei erlaubt keine Belehrungen” – Heiko Maas auf schwieriger Mission in Ankara


Der deut­sche Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas for­dert ein Ende der tür­ki­schen Offen­si­ve “Frie­dens­quel­le” und bezeich­net die­ses als “nicht völ­ker­recht­lich legi­tim”. In der ZDF-Sen­dung May­brit Ill­ner for­der­te er den Rück­zug des tür­ki­schen Mili­tärs. Sei­ne Rei­se nach Anka­ra hat zum Ziel, die Tür­kei zu einer dau­er­haf­ten Waf­fen­ru­he zu bewe­gen.

Der tür­ki­sche Außen­mi­nis­ter Mev­lüt Çavuşoğlu kri­ti­sier­te die Äuße­run­gen von Maas :

Lie­ber Hei­ko Maas, ich freue mich auf Dei­nen Besuch in der Tür­kei. Du bist uns immer will­kom­men. Aber nicht mit erho­be­nem Zei­ge­fin­ger. Wer die Tür­kei belehrt, muss mit einer ent­spre­chen­den Ant­wort rech­nen. 

Nach dem Ber­li­ner Ent­schluss, den Waf­fen­han­del mit der Tür­kei ein­zu­schrän­ken, hat­te der tür­ki­sche Prä­si­dent Recep Tayy­ip Erdoğan den deut­schen Außen­mi­nis­ter kri­ti­siert und ihm sei­ne poli­ti­schen Fähig­kei­ten abge­spro­chen : 

Wenn Sie etwas von Poli­tik ver­stün­den, wür­den Sie nicht so spre­chen. 

Die tür­ki­sche Offen­si­ve lässt die Zah­len der Flücht­lin­ge stei­gen. In Nord­sy­ri­en soll nach dem Wunsch der Tür­kei durch die Offen­si­ve eine Sicher­heits­zo­ne frei von kur­di­schen Kämp­fern ent­ste­hen. In die­ser könn­ten dann auch Flücht­lin­ge ange­sie­delt wer­den. 

Die Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen Human Rights Watch und Amnes­ty Inter­na­tio­nal kri­ti­sie­ren zudem den Umgang der Tür­kei mit den Flücht­lin­gen. Die Tür­kei habe in Städ­ten wie Istan­bul und Antakya “will­kür­lich Dut­zen­de und mög­li­cher­wei­se viel mehr Syrer fest­ge­nom­men und zwi­schen Janu­ar und Sep­tem­ber 2019 trotz fort­dau­ern­der Kampf­hand­lun­gen dort nach Nord­sy­ri­en abge­scho­ben”. Es soll sich um Hun­der­te Abge­scho­be­ne han­deln. 

Die Syri­en-Offen­si­ve könn­te eine neue Flücht­lings­wel­le her­bei­füh­ren. Erdoğan droh­te, bei Kri­tik an sei­ner Ope­ra­ti­on Mil­lio­nen der Schutz­su­chen­den, die sich in der Tür­kei auf­hal­ten, Rich­tung EU zu schi­cken. Rund 3,6 Mil­lio­nen Syrer hal­ten sich in der Tür­kei auf. 2016 schloss die EU ein Flücht­lings­ab­kom­men mit der Tür­kei, das Grie­chen­land die Rück­sen­dung von Flücht­lin­gen in die Tür­kei ermög­licht. 

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Assads Beraterin : Durch Syrien-Invasion der Türkei besteht Gefahr des Wiederauflebens des IS (Video)


Dazu sag­te Shaa­ban : “Wie Sie wis­sen, schafft jeder Krieg Cha­os, und Cha­os ist immer ein güns­ti­ges Kli­ma für Ter­ro­ris­mus. Natür­lich berei­tet die­se Inva­si­on eine bes­se­re Umge­bung für IS-Ter­ro­ris­ten. Ich möch­te dar­auf hin­wei­sen, dass die USA und deren Ver­bün­de­te die IS-Ter­ro­ris­ten nicht angrif­fen, son­dern sie beschütz­ten. Sie wur­den eben­falls von der Tür­kei beschützt.”

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Feuerpause statt US-Sanktionen : Türkei setzt Syrien-Offensive nach Abkommen mit den USA aus (Video)


Mehr noch zum The­ma — Nord­sy­ri­en : Amnes­ty wirft Tür­kei Kriegs­ver­bre­chen vor – Feu­er­pau­se hält nicht über­all
Die ver­ein­bar­te Ein­stel­lung der Feind­se­lig­kei­ten wur­de als “vor­über­ge­hend” bezeich­net. Soll­ten die Kampf­hand­lun­gen “per­ma­nent” ein­ge­stellt wer­den, wer­de US-Prä­si­dent Trump bereits bestehen­de Sank­tio­nen gegen Anka­ra wie­der auf­he­ben, erklär­te Pence.

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