Bis die Schulden uns trennen : US-Paare liehen sich 2017 über 3,5 Milliarden US-Dollar für Hochzeiten


Der beson­de­re Tag vie­ler US-Ame­ri­ka­ner wird wahr­schein­lich nicht bil­lig, wenn sie eine Lis­te von teu­ren Din­gen wie einem Kleid, einem geeig­ne­ten Ver­an­stal­tungs­ort, spe­zi­el­len Ein­la­dun­gen, Cate­ring, Blu­men­ar­ran­ge­ments und Limou­si­nen für ihre Hoch­zeit zusam­men­stel­len. Daten zeig­ten, dass von 126 Mil­lio­nen erwach­se­nen US-Ame­ri­ka­nern im ver­gan­ge­nen Jahr über eine Mil­li­on gehei­ra­tet hat.

Eine Finder.com-Studie fand her­aus, dass 80 Pro­zent der US-Ame­ri­ka­ner, die sich im Jahr 2017 Geld lie­hen, um spe­zi­ell die Hoch­zeits­kos­ten zu decken, eine Gesamt­ver­schul­dung von 3,48 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zusam­men­ge­tra­gen haben. Dazu nutz­ten die meis­ten Paa­re (35,7 Pro­zent) die Mög­lich­kei­ten, die Kre­dit­kar­ten oder per­sön­li­che Dar­le­hen (28,6 Pro­zent) bie­ten.

Auch Fami­lie muss beim The­ma Geld ein­sprin­gen 

Die Stu­die ergab außer­dem, dass fast jedes fünf­te Ehe­paar (21,4 Pro­zent) sich Geld von Fami­li­en­mit­glie­dern oder Freun­den gelie­hen hat.

Wenn es um die Finan­zie­rung einer Hoch­zeit geht, ist es wich­tig, nicht nur Ihre Fähig­keit zu ana­ly­sie­ren, Ihr Dar­le­hen zurück­zu­zah­len, son­dern auch zu bestim­men, wie Sie Ihre Kos­ten sen­ken kön­nen, und den­noch ein beson­de­res Erleb­nis haben”,

sag­te Jen­ni­fer McDer­mott, Finder’s Con­su­mer Advo­ca­te.

Da alle Kre­dit­be­din­gun­gen sehr unter­schied­lich sind, ist es wich­tig, den effek­ti­ven Jah­res­zins zu ermit­teln und eine ange­mes­se­ne durch­schnitt­li­che Kre­dit­rück­zah­lungs­dau­er zu ver­ein­ba­ren. Sobald die Rück­zah­lung anfängt, sind Sie für die Haupt­kos­ten der Dar­le­hen und die Zin­sen ver­ant­wort­lich, die ange­sam­melt wird”, sag­te sie und beton­te :

Ein glück­li­cher Tag ist kei­nen jah­re­lan­gen finan­zi­el­len Stress wert.

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RT Deutsch


Ein Gipfel an positiver Stimmung!” — Fußballkommentator Danila Machalin über die WM (Video)


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Macha­lin äußer­te sich auch zur guten Leis­tung der rus­si­schen Mann­schaft und der Stim­mung in den Gast­ge­ber­städ­ten. Der Natio­nal­elf gab er noch einen Tipp : „Die deut­sche Mann­schaft soll­te die­se WM in sport­li­cher Hin­sicht wie einen schlech­ten Traum ver­ges­sen, doch nicht deren Orga­ni­sa­ti­on.“

RT Deutsch


Wir stehen über diese Intrigen“ – Abgeordneter zu Skandal um „Ruhm der Ukraine“


Der Staats­du­ma-Abge­ord­ne­te und das Mit­glied des Exe­ku­tiv­ko­mi­tees des Rus­si­schen Fuß­ball­ver­ban­des (RFS), Igor Lebe­dew, hat zur Situa­ti­on um die vom Abwehr­spie­ler der kroa­ti­schen Natio­nal­mann­schaft, Dom­a­goj Vida, und vom Trai­ner Ogn­jen Vuko­je­vić geäu­ßer­te Losung „Ruhm der Ukrai­ne“ gesagt, dass Russ­land über klei­nen Intri­gen ste­he.
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Ex-US-Botschafter : Geheimdienstbericht über russische Einmischung ist politisch motiviert


Ange­sichts des lang erwar­te­ten Tref­fens zwi­schen dem rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin und sei­nem US-Amts­kol­le­gen Donald Trump wer­den in den US-Medi­en For­de­run­gen laut, die angeb­li­che Ein­mi­schung Russ­lands in die Prä­si­dent­schafts­wah­len 2016 — auch bekannt als “Rus­sia­ga­te” — bei dem Tref­fen zur Spra­che zu brin­gen.

Dabei wer­den jeg­li­che Argu­men­te gegen sol­che Vor­wür­fe ver­wor­fen, so auch die mehr­fa­che Aus­sa­ge des rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin, dass eine sol­che Ein­mi­schung nie­mals statt­ge­fun­den hat. Kom­men­ta­to­ren klam­mern sich immer noch an ver­meint­li­che Erkennt­nis­se der “US-Geheim­dienst-Gemein­schaft”, wel­che die rus­si­sche Ein­mi­schung bewie­sen haben will.

In ihrem Bericht vom 6. Janu­ar 2017 ver­such­ten die US-Geheim­diens­te NSA, CIA und FBI dar­zu­le­gen, dass der rus­si­sche Prä­si­dent eine “Ein­fluss­kam­pa­gne für die US-Prä­si­dent­schafts­wah­len ange­ord­net” habe. Details ent­hält der Bericht kei­ne, dafür umso bri­san­te­re Anschul­di­gun­gen, dass der Wahl­sieg von Donald Trump dar­auf zurück­zu­füh­ren sei, dass die Kan­di­da­tin Hil­la­ry Clin­ton vor­sätz­lich anhand einer schein­bar mäch­ti­gen, wenn auch nicht nach­weis­ba­ren, rus­si­schen Kam­pa­gne geschwächt wur­de. Statt stich­hal­ti­ger Bewei­se legt der Bericht auf meh­re­ren Sei­ten dar, dass der rus­si­sche Prä­si­dent eine kla­re Prä­fe­renz für den Kan­di­da­ten Trump gehabt habe. Die Bericht­erstat­tung des Sen­ders RT, wel­che die gan­ze Welt ver­fol­gen kann, soll­te angeb­lich die­se Dar­le­gung unter­mau­ern. Doch nicht nur inhalt­lich lässt die­ser Bericht, der immer wie­der als Grund­la­ge für den Vor­wurf dient, Stich­hal­tig­keit und Serio­si­tät ver­mis­sen.

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Jack Mat­lock war 35 Jah­re lang für die US-Regie­rung als Diplo­mat in Mos­kau und im Natio­na­len Sicher­heits­rat der USA (NSC) tätig. Dabei bewer­te­te er Geheim­dienst­be­rich­te zu sowje­ti­schen und euro­päi­schen Ange­le­gen­hei­ten und gab sei­ne Stel­lung­nah­men dazu ab, bevor die­se an den US-Prä­si­den­ten gin­gen. Mit die­sen Kennt­nis­sen über Stär­ken und Schwä­chen von Geheim­dienst­be­rich­ten sowie mit sei­ner Erfah­rung wid­me­te er sich nun ein­ge­hen­der dem Bericht vom 6. Janu­ar 2017 von den drei Geheim­diens­ten CIA, FBI und NSA, der seit­her als Grund­la­ge für vie­le Spe­ku­la­tio­nen dient.

Auf con­sor­ti­um­news schreibt der ehe­ma­li­ge US-Gesand­te, der Bericht wür­de als “Intel­li­gence Com­mu­ni­ty Assess­ment” bezeich­net. Das sei er aber allein des­halb schon gar nicht, weil dann übli­cher­wei­se ein­seh­bar sei, inwie­weit ein­zel­ne Nach­rich­ten­diens­te mit den Schluss­fol­ge­run­gen ein­ver­stan­den sind und war­um. Der Anspruch gar, eine ein­ver­nehm­li­che Posi­ti­on der “Geheim­dienst­ge­mein­schaft” zu zei­gen, kön­ne nicht erho­ben wer­den, wenn eine rele­van­te Behör­de aus­ge­las­sen wür­de. Der besag­te Bericht sei vor­geb­lich Ergeb­nis der Arbeit von drei Geheim­diens­ten CIA, FBI und NSA. Jack Mat­lock erklärt jedoch dazu :

auch das ist irre­füh­rend, da es impli­ziert, dass es einen Kon­sens der rele­van­ten Ana­lys­ten in die­sen drei Agen­tu­ren gab.”

Tat­säch­lich dage­gen habe eine “von ihren Direk­to­ren vor­se­lek­tier­te” Grup­pe von Ana­lys­ten aus den drei Agen­tu­ren den Bericht erstellt, wobei die Selek­ti­on der Ana­lys­ten im All­ge­mei­nen von James Clap­per, dem dama­li­gen Direc­tor of Natio­nal Intel­li­gence (DNI), über­wacht wur­de.

Clap­per habe selbst in sei­ner Zeu­gen­aus­sa­ge vor dem Senat am 8. Mai 2017 aus­ge­sagt, dass der Bericht von “etwa zwei Dut­zend Ana­lys­ten, hand­ver­le­se­nen, erfah­re­nen Exper­ten aus jeder der betei­lig­ten Agen­tu­ren” erstellt wur­de. Doch gera­de die­se selek­ti­ve Beset­zung kri­ti­siert Mat­lock :

Wenn Sie die Ana­lys­ten hand­ver­le­sen kön­nen, kön­nen sie die Schluss­fol­ge­run­gen sorg­fäl­tig aus­wäh­len.

Die aus­ge­wähl­ten Ana­lys­ten hät­ten ver­stan­den, was Direk­tor Clap­per woll­te, denn er mach­te kein Geheim­nis aus sei­nen Ansich­ten. War­um soll­ten sie ihre Kar­rie­re gefähr­den, indem sie nicht lie­fern ?

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Und genau da hät­te nach Ansicht von Mat­lock jeder Kon­gress­ab­ge­ord­ne­ten oder Repor­ter auf­hor­chen und Sorg­falt wal­ten las­sen müs­sen, denn das Ver­fah­ren, das Clap­per ver­folgt hat, sei das glei­che gewe­sen, wel­ches 2003 zur Erstel­lung des Berichts ver­wen­det wur­de, in dem fälsch­li­cher­wei­se behaup­tet wur­de, Sad­dam Hus­sein habe Vor­rä­te an Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen auf­be­wahrt.

Das soll­te beun­ru­hi­gend genug sein, um Fra­gen zu stel­len, aber das ist nicht die ein­zi­ge Ano­ma­lie.

Wei­ter­hin erscheint es dem Ex-Diplo­ma­ten und His­to­ri­ker ver­wun­der­lich, dass das DNI unter Clap­per nicht Gebrauch von der Mög­lich­keit gemacht habe, den Natio­na­len Nach­rich­ten­dienst ein­zu­schal­ten, wel­cher mit dem Fach­wis­sen aus jedem Nach­rich­ten­dienst Gemein­schafts­be­wer­tun­gen erstel­len kön­ne. Umso ver­wun­der­li­cher, da die­ser eigens dazu ein­ge­rich­tet wor­den sei, eine Brü­cke zwi­schen den Geheim­diens­ten und der Poli­tik zu bil­den.

Zudem wür­de, so Mat­lock, ein Urteil bezüg­lich der natio­na­len Sicher­heit Berich­te der CIA, der Defen­se Intel­li­gence Agen­cy (DIA) und des Bureau of Intel­li­gence and Rese­arch (INR) des Sta­te Depart­ment umfas­sen. Das FBI wur­de nur sel­ten, wenn über­haupt, ein­be­zo­gen, es sei denn, die Haupt­fra­ge betraf die Straf­ver­fol­gung in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Die NSA hat viel­leicht einen Teil der von den ande­ren Agen­tu­ren ver­wen­de­ten Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung gestellt, aber nor­ma­ler­wei­se kei­ne Mei­nung zum Inhalt der Berich­te geäu­ßert.

Beim Lesen des Berichts vom 6. Janu­ar sei auf­fäl­lig gewe­sen, dass es dar­in kei­ner­lei Erwäh­nung des INR oder des DIA gege­ben habe.

Wäh­rend der Aus­schluss der DIA nach Ansicht von Mat­lock damit begrün­det wer­den könn­te, dass sich ihr Man­dat in ers­ter Linie auf den mili­tä­ri­schen Bereich bezieht — aller­dings bezieht sich der US-Geheim­dienst­be­richt den­noch zum Teil gera­de auch auf den rus­si­schen mili­tä­ri­schen Geheim­dienst GRU. Und die Defen­se Intel­li­gence Agen­cy DIA ist eben das US-Geheim­dienst­or­gan mit der größ­ten Exper­ti­se über die GRU. Im Bericht ist jedoch nicht erwähnt, ob oder inwie­weit die DIA den Ergeb­nis­sen des Berichts zustimmt.

Wie Mat­lock schreibt ist aber die Aus­las­sung des INR noch ekla­tan­ter. Bei einem Bericht über außen­po­li­ti­sche Akti­vi­tä­ten ohne Betei­li­gung des INR kön­ne von “der US-Geheim­dienst­ge­mein­schaft” nicht die Rede sein, da das INR als Teil des Außen­mi­nis­te­ri­ums bei der Beur­tei­lung aus­län­di­scher Absich­ten und außen­po­li­ti­scher Akti­vi­tä­ten “mit Abstand am sach­kun­digs­ten und kom­pe­ten­tes­ten” sei. Es sei das INR gewe­sen, das zu Mat­locks Dienst­zeit genau über Gor­bat­schows Refor­men berich­te­te, als die CIA-Füh­rer noch dar­auf hin­wie­sen, dass Gor­bat­schow die glei­chen Zie­le habe wie sei­ne Vor­gän­ger.

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Ver­nach­läs­sig­te Sorg­falts­pflicht der Jour­na­lis­ten und Poli­ti­ker 

Und genau hier käme die Sorg­falts­pflicht ins Spiel, so Mat­lock, denn “die ers­te Fra­ge, die sich ver­ant­wort­li­che Jour­na­lis­ten und Poli­ti­ker stel­len soll­ten”, lau­te :

War­um ist das INR nicht ver­tre­ten ? Hat es eine ande­re Mei­nung ? Wenn ja, was ist das für eine Mei­nung ? Höchst­wahr­schein­lich wäre die offi­zi­el­le Ant­wort gewe­sen, dass es sich um ‘gehei­me Infor­ma­tio­nen’ han­de­le. Aber war­um soll­ten sie klas­si­fi­ziert wer­den ? Wenn eini­ge Agen­tur­ch­efs zu einem Schluss kom­men und es öffent­lich bekannt geben wol­len (oder wer­den), ver­dient es dann die Öffent­lich­keit nicht zu wis­sen, dass eine der wich­tigs­ten Agen­tu­ren eine ande­re Mei­nung hat ?

Und die zwei­te Fra­ge hät­te an die CIA, die NSA und das FBI gerich­tet wer­den sol­len :

Waren alle ihre Ana­lys­ten mit die­sen Schluss­fol­ge­run­gen ein­ver­stan­den oder waren sie in ihren Fol­ge­run­gen gespal­ten ? Was war der Grund dafür, Ana­lys­ten (für die­se Auf­ga­be) zu selek­tie­ren und von der übli­chen Pra­xis abzu­wei­chen, bereits exis­tie­ren­de und für die Ver­fol­gung der Pro­ble­me ver­ant­wort­li­che Ana­lys­ten zu gewin­nen ?

Geheim­dienst mit abwei­chen­der Ansicht aus­ge­schlos­sen

Mat­lock habe kürz­lich von einem hoch­ran­gi­gen Beam­ten erfah­ren, dass das INR, das Bureau of Intel­li­gence Rese­arch des Außen­mi­nis­te­ri­ums in der Tat eine ande­re Mei­nung ver­tre­ten habe, sie aber nicht äußern durf­te. Und aus dem Grund sei der Bericht vom Janu­ar nicht das Pro­dukt der “Geheim­dienst­ge­mein­schaft”, son­dern von drei Geheim­diens­ten, von denen zwei gar kei­ne Ver­ant­wort­lich­keit oder not­wen­di­ge Kom­pe­tenz haben, die Absich­ten ande­rer Län­der zu beur­tei­len.

Die Auf­ga­be des FBI ist es, Bun­des­ge­set­ze durch­zu­set­zen. Die Auf­ga­be der NSA ist es, die Kom­mu­ni­ka­ti­on ande­rer abzu­fan­gen und die unse­ri­ge zu schüt­zen. Die Beur­tei­lung der Inhal­te, die abge­fan­gen wer­den, über­neh­men ande­re, ins­be­son­de­re von der CIA oder der DIA — wenn sie mili­tä­risch ist — oder vom INR des Außen­mi­nis­te­ri­ums — wenn sie poli­ti­scher Natur ist.

Mat­lock weist wei­ter dar­auf hin, dass die Berich­te der Nach­rich­ten­diens­te die Ansich­ten der Lei­ter der Agen­tu­ren wider­spie­geln und nicht unbe­dingt ein Kon­sens der Ansich­ten ihrer Ana­lys­ten sind. Die Lei­ter der Diens­te CIA und des FBI sei­en auf poli­ti­scher Grund­la­ge ernannt wor­den. Der NSA-Chef ist ein Offi­zier des Mili­tärs, und sei­ne Agen­tur ist eher ein Samm­ler von Infor­ma­tio­nen als ein Ana­ly­ti­ker für deren Bedeu­tung, außer in den Berei­chen Kryp­to­gra­phie und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­cher­heit.

Als beson­ders auf­fäl­lig an der Bericht­erstat­tung wie auch an der Dis­kus­si­on des Janu­ar-Berichts im Kon­gress sieht der Ex-Gesand­te, dass die Fra­ge nach der Betei­li­gung der rele­van­ten Agen­tu­ren nie gestellt wur­de. 

Ganz abge­se­hen davon, dass die Ver­ur­tei­lung erfolgt, ohne dass die­se Fra­gen gestellt wer­den, ver­weist Mat­lock auf die Pas­sa­ge gleich am Anfang des Berichts vom Janu­ar :

Wir haben kei­ne Bewer­tung der Aus­wir­kun­gen der rus­si­schen Akti­vi­tä­ten auf das Ergeb­nis der Wah­len 2016 vor­ge­nom­men. Die US Intel­li­gence Com­mu­ni­ty hat die Auf­ga­be, die Absich­ten, Fähig­kei­ten und Hand­lun­gen aus­län­di­scher Akteu­re zu über­wa­chen und zu bewer­ten ; sie ana­ly­siert weder die poli­ti­schen Pro­zes­se in den USA noch die öffent­li­che Mei­nung in den USA.”

Der Ex-Diplo­mat mit umfang­rei­cher jahr­zehn­te­lan­ger Erfah­rung in der Beur­tei­lung von Geheim­dienst­be­rich­ten fragt sich

Wie kann man nun beur­tei­len, ob die Akti­vi­tät eine Wahl ‘gestört’ hat, ohne deren Aus­wir­kun­gen zu beur­tei­len ? Denn wenn die Akti­vi­tät kei­nen Ein­fluss auf das Wahl­er­geb­nis hät­te, könn­te man sie nicht als Ein­mi­schung bezeich­nen. Die­ser Haf­tungs­aus­schluss hat Jour­na­lis­ten und Poli­ti­ker jedoch nicht dar­an gehin­dert, den Bericht als Beweis dafür zu zitie­ren, dass “Russ­land sich in die US-Prä­si­dent­schafts­wah­len 2016 ein­ge­mischt hat.

Der Gebrauch des Begriffs “hohes Ver­trau­en” in dem Bericht käme dem gleich, was die meis­ten nor­ma­len Leu­te “unse­re bes­te Ver­mu­tung” (best guess) nen­nen wür­den. Die Bezeich­nung “Mäßi­ges Ver­trau­en” bedeu­tet “eini­ge unse­rer Ana­lys­ten den­ken, dass das wahr sein könn­te.”

Guc­ci­fer 2.0 ist eine Fäl­schung

Auch die Behaup­tun­gen hin­sicht­lich der Akti­vi­tä­ten von Guc­ci­fer 2.0, der im Auf­trag des rus­si­schen Geheim­diens­tes GRU die Ser­ver des DNC gehackt haben soll, sei­en mehr als frag­wür­dig. Denn, so Mat­lock, 

Was der Bericht nicht erklärt, ist, dass es für einen Hacker oder einen aus­län­di­schen Geheim­dienst leicht ist, eine fal­sche Spur zu legen.

Und tat­säch­lich sei­en Erkennt­nis­se über ein genau dafür bestimm­tes Pro­gramm, das von der CIA mit Unter­stüt­zung durch die NSA eigens dafür ent­wi­ckelt wur­de, durch­ge­si­ckert und ver­öf­fent­licht wor­den.

Tech­ni­sche Exper­ten der NSA sind nach Unter­su­chung der “Guc­ci­fer 2.0”-Daten zu dem Schluss gekom­men, dass die Daten gera­de nicht über einen Hack von außen kamen, son­dern lokal her­un­ter­ge­la­den wur­den und außer­dem mani­pu­liert wur­den. Damit han­de­le es sich bei Guc­ci­fer 2.0 um eine Fäl­schung.

Mehr zum The­ma — Hil­la­ry Clin­ton : Wiki­Leaks ist eine Filia­le des rus­si­schen Geheim­diens­tes – Assan­ge kon­tert

Mat­lock fin­det zwar die Behaup­tun­gen des Berichts bezüg­lich der Zustel­lung der DNC-E-Mails an Wiki­leaks zwei­fel­haft, betont jedoch, dass die abschlie­ßen­de Aus­sa­ge dazu auf­schluss­reich sei, die

Ent­hül­lun­gen durch Wiki­Leaks ent­hiel­ten kei­ne offen­sicht­li­chen Fäl­schun­gen’. Mit ande­ren Wor­ten, was offen­bart wur­de, war die Wahr­heit !

Zwar wer­den die Rus­sen beschul­digt, die Demo­kra­tie in den USA zu ver­un­glimp­fen, indem sie ent­hül­len, dass das DNC ver­sucht hat, über die Nomi­nie­rung eines bestimm­ten Kan­di­da­ten zu rich­ten, anstatt den Vor­wah­len für die Prä­si­dent­schaft zu erlau­ben, ihren Lauf zu neh­men.

Ich hat­te immer gedacht, dass Trans­pa­renz mit demo­kra­ti­schen Wer­ten ver­ein­bar ist,” so Mat­lock.

Doch anschei­nend haben die­je­ni­gen, die glau­ben, dass die Wahr­heit der Demo­kra­tie scha­den kann, “ein ziem­lich bizar­res” Kon­zept der Demo­kra­tie, meint der Ex-Diplo­mat.

Schä­bi­ger, poli­tisch moti­vier­ter Bericht

Die Behaup­tung, dass Russ­land die Wah­len mani­pu­liert habe, klingt so, als han­de­le es sich um eine hand­fes­te Wahl­ein­mi­schung in Form der Ver­än­de­rung der gezähl­ten Wahl­stim­men.

Das wäre in der Tat beängs­ti­gend und wür­de die schmerz­haf­tes­ten Sank­tio­nen recht­fer­ti­gen,” so Mat­lock.

Jedoch habe der “Geheimdienst”-Bericht vom 6. Janu­ar 2017 genau dies nicht dar­ge­legt, son­dern sogar das Gegen­teil klar gemacht : 

DHS [das Minis­te­ri­um für Hei­mat­schutz] bewer­tet, dass die Art der Sys­te­me, die von rus­si­schen Akteu­ren ange­grif­fen oder kom­pro­mit­tiert wur­den, nicht an der Stim­men­aus­zäh­lung betei­ligt waren.

Lei­der sei genau dies nicht wei­ter dis­ku­tiert wor­den, so Mat­lock im Hin­blick auf die weit­rei­chen­den Kon­se­quen­zen des Berichts. Die­ser Bericht sei immer­hin Teil der­je­ni­gen Geschich­te, in der die ame­ri­ka­nisch-rus­si­schen Bezie­hun­gen ohne guten Grund in eine gefähr­li­che Kon­fron­ta­ti­on gelenkt wor­den sind.

Pro­mi­nen­te ame­ri­ka­ni­sche Jour­na­lis­ten und Poli­ti­ker haben die­sen schä­bi­gen, poli­tisch moti­vier­ten Bericht als Beweis für die “rus­si­sche Ein­mi­schung” in die US-Wah­len auf­ge­grif­fen, ohne auch nur den Anschein der gebo­te­nen Sorg­falt zu wah­ren. Sie haben objek­tiv als Mit­ver­schwö­rer agiert, um eine Ver­bes­se­rung der Bezie­hun­gen zu Russ­land zu ver­hin­dern, auch wenn die Zusam­men­ar­beit mit Russ­land zur Bewäl­ti­gung gemein­sa­mer Gefah­ren für bei­de Län­der uner­läss­lich ist.

RT Deutsch


Parlamentarier reagiert auf Worte von US-Senator über „uneffektive“ Sanktionen


Mit der Ver­hän­gung von Sank­tio­nen hat Washing­ton eine Ver­schlech­te­rung der wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Lage Russ­lands erwar­tet, was aber laut dem Vize­vor­sit­zen­den des Staats­du­ma-Aus­schus­ses für aus­wär­ti­ge Ange­le­gen­hei­ten, Ale­xej Tsche­pa, der dem TV-Sen­der RT ein Inter­view gewähr­te, nicht geschieht.
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Über Hochmut und den Russland-Komplex des deutschen Journalismus : Gespräch mit Ulrich Heyden


Mehr zum The­ma — Deutsch­land hat etwas zu ver­ber­gen ! Jour­na­list rech­net mit deut­scher Ukrai­ne-Poli­tik ab (Video)

Der freie Jour­na­list Ulrich Heyden kann mitt­ler­wei­le auf Jahr­zehn­te der Bericht­erstat­tung aus Russ­land zurück­bli­cken. Von Mos­kau aus ist auch sein Blick auf die Vor­gän­ge in Deutsch­land geschärft. Vie­les sieht er kri­tisch, ins­be­son­de­re den Umgang deut­scher Jour­na­lis­ten mit Russ­land.

Sei­nen Auf­ent­halt in Ber­lin wegen der Teil­nah­me an einer Ukrai­ne-Kon­fe­renz der Links­frak­ti­on im Deut­schen Bun­des­tag nutz­te der RT Deutsch-Redak­teur Wla­dis­law San­kin für ein aus­führ­li­ches Gespräch mit sei­nem Kol­le­gen über deut­sche Medi­en und die deutsch-rus­si­schen Bezie­hun­gen. 

RT Deutsch


Mann geht über Bord und überlebt fast 24 Stunden im Meer vor Kuba


Der 33-Jäh­ri­ge war nach Anga­ben von Augen­zeu­gen Sams­tag­nacht (Orts­zeit) über Bord gestürzt. Das Schiff der US-Ree­de­rei Nor­we­gi­an Crui­se Lines befand sich rund 45 Kilo­me­ter vor der West­küs­te Kubas. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst nicht bekannt. (dpa)

Mehr zum The­ma — Spa­ni­sche See­not­ret­ter neh­men Migran­ten trotz Schiffs­blo­cka­de durch Ita­li­en an Bord

RT Deutsch


Nach über 70 Jahren : Pentagon verlegt Hauptquartier in Südkorea nach Süden


Das neue Haupt­quar­tier der United Sta­tes Forces Korea (USFK) wur­de am Frei­tag in Camp Hum­phreys, einer Basis in der Nähe der Stadt Pyeong­taek, eröff­net. Sie befin­det sich etwa 70 Kilo­me­ter süd­lich von Seo­ul, wo das Haupt­quar­tier mehr als 70 Jah­re lang ver­or­tet war.

Der USFK-Kom­man­dant Gene­ral Vin­cent Brooks sag­te wäh­rend der Zere­mo­nie, der Umzug sei “ein his­to­ri­sches und auf­re­gen­des Ereig­nis”. Brooks, der auch die auf der korea­ni­schen Halb­in­sel sta­tio­nier­ten UN-Trup­pen anführt, füg­te hin­zu, dass es “die bedeu­ten­de Inves­ti­ti­on in die lang­fris­ti­ge Prä­senz der US-Streit­kräf­te Korea dar­stellt”.

Die Ver­le­gung des Armee­kom­man­dos von der Yong­san-Gar­ni­son in der Haupt­stadt des Lan­des wur­de vom süd­ko­rea­ni­schen Prä­si­den­ten Moon Jae-in begrüßt. Der Schritt “wird bes­se­re Bedin­gun­gen für den Betrieb der USFK auf sta­bi­le Wei­se sicher­stel­len”, sag­te er in einer Erklä­rung. Moon malt ein erfreu­li­ches Bild der bevor­ste­hen­den “Pyeong­taek-Ära” der süd­ko­rea­nisch-ame­ri­ka­ni­schen Part­ner­schaft. Er brach­te sei­ne Hoff­nung zum Aus­druck, dass die bei­den Natio­nen ihre Bin­dung von einem “Mili­tär­bünd­nis” und einem “umfas­sen­den Bünd­nis” zu einem “gro­ßen Bünd­nis” auf­wer­ten wer­den.

Die Ver­ein­ba­rung, das Haupt­quar­tier zu ver­le­gen, das für 28.500 USFK-Trup­pen zustän­dig ist, wur­de bereits 2004 getrof­fen. Der Umzug selbst war ursprüng­lich für 2008 geplant, aber der Ter­min wur­de nicht ein­ge­hal­ten und auf­grund von Bau­pro­ble­men im Camp Hum­phreys mehr­fach ver­scho­ben. Nun soll der Trans­fer­pro­zess im nächs­ten Jahr abge­schlos­sen wer­den, wobei Camp Hum­phreys mit 40.000 dort leben­den Per­so­nen die größ­te US-Basis in Über­see wird.

Die 2. Infan­te­rie­di­vi­si­on der USA, die der­zeit nörd­lich von Seo­ul im Camp Red Cloud sta­tio­niert ist, soll in Zukunft eben­falls ins Camp Hum­phreys umzie­hen.

Das USFK-Haupt­quar­tier wei­ter weg von der DMZ zu ver­le­gen, bedeu­tet für Nord­ko­rea, dass es mög­li­cher­wei­se außer­halb der Reich­wei­te der eige­nen Artil­le­rie ist. Die nord­ko­rea­ni­schen Geschüt­ze sind über die Gren­ze gerich­tet und in der Lage, Seo­ul anzu­grei­fen. Pjöng­jang ver­fügt über Tau­sen­de von Artil­le­rie­ge­schüt­zen und führt groß ange­leg­te “Feu­er­übun­gen” durch.

Die Haupt­kom­man­do­zen­tra­le in Seo­ul dien­te auch als Sym­bol für die Prä­senz der US-Armee im Land und zog Pro­tes­te an. Die Span­nun­gen zwi­schen Washing­ton und Pjöng­jang im ver­gan­ge­nen Jahr haben meh­re­re Pro­test­kund­ge­bun­gen in der Haupt­stadt und ande­ren Gebie­ten aus­ge­löst.

Eine Wel­le gro­ßer Pro­tes­te gegen den geplan­ten Ein­satz von THAAD-Rake­ten­bat­te­ri­en im Sep­tem­ber führ­te zu Zusam­men­stö­ßen mit der Poli­zei.

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Über 700 Einsatzkräfte : Polizei übt Anti-Terror-Manöver in Hannover


Die unter­schied­li­chen Übun­gen — wie etwa Ter­ro­ris­ten den Haupt­bahn­hof stür­men und gestoppt wer­den kön­nen — soll­ten gefilmt und spä­ter aus­ge­wer­tet wer­den. Zu den gut 700 Ein­satz­kräf­ten gehör­ten etwa 250 Poli­zei­schü­ler, die als Sta­tis­ten betei­ligt waren. “Heu­te wur­den das prak­ti­sche Vor­ge­hen, aber auch das Wis­sen der Ein­satz­kräf­te über Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge über­prüft”, sag­te der Spre­cher der Bun­des­po­li­zei Han­no­ver, Jörg Ris­tow.

Die lebens­be­droh­li­chen Ein­satz­la­gen wur­den seit dem spä­ten Diens­tag­abend unter rea­lis­ti­schen Bedin­gun­gen insze­niert. Um die Bevöl­ke­rung nicht zu ver­un­si­chern, waren die Übun­gen vor­ab ange­kün­digt und Tei­le des Bahn­hofs mit Sicht­schutz­wän­den abge­sperrt wor­den. Bis zum Mitt­woch­mor­gen soll­ten die Übun­gen been­det sein. Der Nah- und Fern­ver­kehr sowie der öffent­li­che Nah­ver­kehr Han­no­vers wur­den den Anga­ben zufol­ge nicht beein­träch­tigt. (dpa)

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