Russischer Botschafter : USA und Ukraine halten Beweise für MH17 bis heute zurück


Flug MH17 sei, gemäß den Anschul­di­gun­gen von Sei­ten der USA und der Ukrai­ne, durch eine rus­si­sche Rake­te abge­schos­sen wor­den. Die Boe­ing 777-Maschi­ne stürz­te am 17. Juli 2014 in der Ost-Ukrai­ne ab. Alle 298 Pas­sa­gie­re und Crew­mit­glie­der an Bord, vor­nehm­lich Nie­der­län­der und Malay­si­er, kamen bei dem Absturz ums Leben. Die Maschi­ne war von Ams­ter­dam auf dem Weg in die malay­si­sche Haupt­stadt Kua­la Lum­pur. Auf den Absturz folg­ten umge­hend Anschul­di­gun­gen, dass die Ver­ant­wor­tung für die Kata­stro­phe bei den Rus­sen lie­ge.

Alex­an­der Schul­gin, Bot­schaf­ter der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on in den Nie­der­lan­den, sag­te dazu aktu­ell : 

Übri­gens haben die (US-)Amerikaner und Ukrai­ner ihre Infor­ma­tio­nen, um die sie gebe­ten wur­den, noch nicht zur Ver­fü­gung gestellt. Die Ukrai­ne hat eine unglaub­wür­di­ge Geschich­te erfun­den, dass alle ihre Radar­an­la­gen am Tag der Kata­stro­phe rou­ti­ne­mä­ßig gewar­tet wur­den. Und die Ermitt­ler haben die­se Fabel als ulti­ma­ti­ve Wahr­heit akzep­tiert. 

Das Joint Inves­ti­ga­ti­on Team (JIT) unter der Lei­tung der Nie­der­län­der war­te bis heu­te ver­geb­lich auf die US-ame­ri­ka­ni­schen und ukrai­ni­schen Unter­su­chungs­er­geb­nis­se, so Schul­gin. Zudem gäbe es noch immer kei­ne offi­zi­el­le For­de­rung nach Aus­lie­fe­rung von den angeb­lich Schul­di­gen. Aller­dings hat­te das JIT in einem jüngs­ten Bericht vier Ver­däch­ti­ge sogar nament­lich benannt. Drei der mut­maß­li­chen Täter sei­en rus­si­scher Natio­na­li­tät, einer von ihnen Ukrai­ner. Geplant sei ein Gerichts­ter­min im März des kom­men­den Jah­res. 

Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin kom­men­tier­te den jüngs­ten JIT-Bericht : 

Russ­land hat sich nie vor der Ver­ant­wor­tung gedrückt, wenn die­se Ver­ant­wor­tung auf unse­ren Schul­tern liegt. Was wir gese­hen haben und was als Beweis für Russ­lands Schuld prä­sen­tiert wur­de, ist für uns abso­lut nicht akzep­ta­bel. Wir glau­ben, dass es kei­ne Bewei­se gibt.

Bericht zu MH17 : Malay­si­sches JIT-Mit­glied wider­spricht eige­nem Minis­ter­prä­si­den­ten

RT Deutsch


Ukraine : Fernsehsender mit Granatwerfer beschossen – Polizei ermittelt wegen Terrorismus


Gegen 03:40 Orts­zeit wur­de die ukrai­ni­sche Poli­zei wegen einer Explo­si­on in der Degt­jar­jow­ska­ja-Stra­ße in Kiew alar­miert. Sofort rück­ten Ermitt­ler und Spreng­stoff-Exper­ten zum Tat­ort aus. An der Fas­sa­de des Gebäu­des von 112 Ukrai­ne fan­den sie dem­zu­fol­ge ein Ein­schuss­loch. Nach aktu­el­len Erkennt­nis­sen wur­de in der Nähe das Abschuss­rohr eines Gra­nat­wer­fers ent­deckt. Ver­letzt wur­de dem­nach nie­mand. Die ukrai­ni­sche Poli­zei lei­te­te eine Unter­su­chung wegen Ter­ro­ris­mus ein.

Mehr Infor­ma­tio­nen in Kür­ze… 

RT Deutsch


Moskau immer bereit zu Gesprächen über Ukraine” — Putin nach Telefonat mit Selenskij


Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat am Don­ners­tag zum ers­ten Mal mit dem neu­en ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Zelens­kij gespro­chen. Der Auf­ruf wur­de von Kiew initi­iert, heißt es in einer Erklä­rung des Kremls.

Im Lau­fe des Gesprächs erör­ter­ten die Prä­si­den­ten mög­li­che Lösungs­an­sät­ze im seit etwa fünf Jah­ren anhal­ten­den Kon­flikt in der Süd­ost­ukrai­ne sowie Mög­lich­kei­ten des Gefan­ge­nen­aus­tauschs.

Mehr zum The­ma — Frei­las­sung ukrai­ni­scher See­leu­te : War­um lehnt Kiew das rus­si­sche Ange­bot ab ?

Mos­kau und Kiew waren sich einig, dass Kon­sul­ta­tio­nen auf Exper­ten­ebe­ne fort­ge­setzt wer­den sol­len, heißt es in der Erklä­rung. Es wur­de auch die Mög­lich­keit dis­ku­tiert, die Kon­tak­te im Nor­man­die­for­mat fort­zu­set­zen.

Mehr zum The­ma — Ukrai­ne ver­liert im Wes­ten immer mehr Sym­pa­thi­san­ten

Putin schloss ein per­sön­li­ches Tref­fen mit Selens­kij nicht aus und zeig­te sich offen für den Vor­schlag, den Kreis der Teil­neh­mer zu erwei­tern. Er reagier­te damit auf einen Vor­schlag von Selens­kij, für ein neu­es Gesprächs­for­mat zusätz­lich die Staats- und Regie­rungs­chefs der USA und Groß­bri­tan­ni­ens ein­zu­be­zie­hen.

Dies müs­se aber gut vor­be­rei­tet sein. Ein Gip­fel gemein­sam mit Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel und Frank­reichs Prä­si­dent Macron kön­ne erst nach der Par­la­ments­wahl in der Ukrai­ne am 21. Juli und der Regie­rungs­bil­dung erfol­gen. Selens­kijs Par­tei Die­ner des Vol­kes ist bis­lang nicht in der Obers­ten Rada ver­tre­ten.

Mehr zum The­ma — “Ukrai­ne über alles!” — Natio­na­lis­ten in der Ukrai­ne bil­den Koali­ti­on für Par­la­ments­wah­len

Bei einem Tref­fen mit der Pres­se beton­te der rus­si­sche Prä­si­dent am Don­ners­tag, dass Mos­kau zu jeder Art von Gesprä­chen über die Ukrai­ne bereit ist.

Wir haben uns nie gewei­gert, irgend­wel­che Gesprä­che zu füh­ren, ein­schließ­lich der Erwei­te­rung des Nor­man­diepro­zes­ses”, so Putin.

Zunächst müs­sen jedoch gründ­li­che Vor­be­rei­tun­gen für einen Gip­fel des Nor­man­die-Pro­zes­ses getrof­fen wer­den. Zwei­tens wird es erst mög­lich sein, über die Din­ge zu dis­ku­tie­ren, wenn eine neue ukrai­ni­sche Regie­rung gebil­det ist und eine Par­la­ments­wahl im Land statt­fin­det”, stell­te der rus­si­sche Prä­si­dent fest. “Drit­tens weiß ich nicht, wie ande­re Teilnehmer[des Nor­man­die-Quar­tetts] reagie­ren wer­den.”

Putin wies dar­auf hin, dass die bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May bald zurück­tre­ten wür­de und er nicht weiß, ob sie eine sol­che Ein­la­dung noch anneh­men kön­ne.

Was war die Reak­ti­on der US-Regie­rung ? Wir wis­sen es nicht”, sag­te er wei­ter. “Wie wer­den Deutsch­land und Frank­reich reagie­ren ?

Das sind Fra­gen, auf die es Ant­wor­ten braucht, beton­te Putin.

Wir wei­gern uns nie, Kon­tak­te auf­zu­bau­en, wenn sie sinn­voll sind. So kann sich diese[Initiative] als inter­es­sant erwei­sen.”

An die­sem Frei­tag tref­fen sich in Paris Russ­land und die Ukrai­ne, Frank­reich und Deutsch­land auf Bera­ter­ebe­ne, um über eine Lösung des Ukrai­ne-Kon­flikts zu spre­chen.

RT Deutsch


Ukraine : Nach geplanter Fernsehschaltung nach Russland droht dem Sender das Aus


Ein gan­zer Tsu­na­mi aus Flü­chen und Dro­hun­gen über­zog den ukrai­ni­schen Fern­seh­ka­nal New­sO­ne, als am Sonn­tag bekannt wur­de, dass die­ser in einer Live-Sen­dung für eine soge­nann­te Fern­seh­brü­cke zum rus­si­schen staat­li­chen Fern­seh­ka­nal Ros­si­ja 1 schal­tet. Die Schal­tung soll­te am Don­ners­tag um 18 Uhr Mos­kau­er Zeit für einen Dia­log zwi­schen Bür­gern bei­der Län­der sor­gen, nach dem Vor­bild der berühm­ten Fern­seh­brü­cken zwi­schen den USA und der UdSSR ab 1985, die damals die Ent­span­nung des Kal­ten Krie­ges sym­bo­li­sier­ten.

Am Sonn­tag infor­mier­te der Mode­ra­tor des Wochen­ma­ga­zins “Westi Nede­li” (Nach­rich­ten der Woche) Dmi­tri Kis­sel­jow über die Initia­ti­ve und strahl­te in sei­nem Pro­gramm einen kur­zen Trai­ler zur Sen­dung aus.

Als einer der Ers­ten reagier­te der Vor­sit­zen­de der ukrai­ni­schen rechts­ra­di­ka­len Par­tei “Natio­na­les Korps” Andrej Bilez­ki und stell­te dem Pre­si­den­ten des Lan­des Wla­di­mir Selens­kij ein Ulti­ma­tum, soll­te er nicht inner­halb eines Tages eine “ange­mes­se­ne Ant­wort” auf den infor­ma­tio­nel­len “Hexen­zir­kel” geben.

Selenk­sij soll­te sich als Staats­füh­rer zei­gen und nicht als Schau­spie­ler und Clown, sonst wer­den ’schwar­ze Männ­chen’ kom­men”, sag­te Bilez­ki in Anspie­lung auf die soge­nann­ten rus­si­schen “grü­nen Männ­chen” auf der Halb­in­sel Krim zur Zeit der Krim-Kri­se. Die Fern­seh­brü­cke sei ein Sabo­ta­ge­akt anti­ukrai­ni­scher Kräf­te, so der Rada-Abge­ord­ne­te und Anfüh­rer des neo­na­zis­ti­schen Regi­ments Asow.

Am Mon­tag­vor­mit­tag sam­mel­ten sich vor dem Gebäu­de des New­sO­ne-Stu­di­os Demons­tran­ten, aller­dings nicht vom Natio­na­len Korps. Vor Akti­vis­ten trat der popu­lä­re Sän­ger der Rock­band “Oke­an Elzy” Swja­to­slaw Wakart­schuk auf, der mit sei­ner Par­tei “Golos” (Stim­me) ins Par­la­ment zie­hen will.

Bereits mit­tags for­der­ten Par­la­ments­spre­cher Andrej Paru­bij und der Chef des Rates für Natio­na­le Sicher­heit und Ver­tei­di­gung Alex­an­der Danil­juk Ermitt­lun­gen gegen den Sen­der. Kurz dar­auf lei­te­te der Gene­ral­staats­an­walt der Ukrai­ne im Zusam­men­hang mit der geplan­ten Fern­seh­brü­cke ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen des “voll­ende­ten Ver­suchs des Lan­des­ver­rats” ein.

Die Ermitt­lun­gen wird der Sicher­heits­dienst der Ukrai­ne SBU durch­füh­ren, teil­te die die Spre­che­rin des Gene­ral­staats­an­walts der Ukrai­ne Lary­sa Sar­gan mit. Sar­gan erin­ner­te dar­an, dass gegen den rus­si­schen TV-Sen­der Ros­si­ja 24 – den Medi­en­part­ner des ukrai­ni­schen Sen­ders – mit dem Dekret des Prä­si­den­ten der Ukrai­ne am 14. Mai 2018 Sank­tio­nen ver­hängt wur­den.

Der SBU wird laut der Spre­che­rin beauf­tragt, den Eigen­tü­mer des ukrai­ni­schen Sen­ders New­sO­ne Taras Kosak und den Gene­ral­pro­du­zen­ten Was­si­li Golo­wa­now zur Ver­neh­mung vor­zu­la­den.

Zur glei­chen Zeit nahm auch Prä­si­dent Selens­kij Stel­lung zum Vor­stoß der bei­den Fern­seh­sen­der. In einer Fern­seh­an­spra­che ver­ur­teil­te er die Initia­ti­ve scharf als “Pro­vo­ka­ti­on” und kün­dig­te als Reak­ti­on zum Schutz der ukrai­ni­schen “Infor­ma­ti­on­si­cher­heit” nicht näher genann­te Maß­nah­men an.

Ukraine: Nach geplanter Fernsehschaltung nach Russland droht dem Sender das Aus
Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent wür­digt am 17. Juni 2019 in sei­ner Hoch­burg Mariu­pol den Bei­trag des Regi­ments Asow zur Ver­tei­di­gung des Lan­des. Unten ist auch das Logo der als rechts­ex­trem gel­ten­den For­ma­ti­on als Haupt­ver­an­stal­ter zu sehen.

Dem Sen­der New­sO­ne und den “pro­rus­si­schen” Kräf­ten, die hin­ter dem Sen­der ste­hen sol­len, warf er vor, das ukrai­ni­sche Volk zu spal­ten. Eine dro­hen­de Ver­fol­gung oder gar Ver­wüs­tung des Sen­ders durch Natio­na­lis­ten schrieb Selens­kij einem Kal­kül zu, die Ukrai­ne mit­hil­fe rus­si­scher Medi­en schlecht­zu­re­den.

Der Fern­seh­sen­der New­sO­ne wur­de 2010 gegrün­det und im Jahr 2015 einem Reb­ran­ding unter­zo­gen. Der­zeit gehört er zu den füh­ren­den Nach­rich­ten­sen­dern des Lan­des und zeich­net sich durch eine aus­ge­wo­ge­ne­re Bericht­erstat­tung aus. Er steht dem ukrai­ni­schen Poli­ti­ker und einem der Vor­sit­zen­den der Par­tei “Oppo­si­tio­nel­le Platt­form – Für das Leben” Wik­tor Med­wedt­schuk nahe. Er pflegt per­sön­li­che Kon­tak­te zum rus­si­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Putin und bemüht sich als ein­zi­ger akti­ver ukrai­ni­scher Poli­ti­ker um Ver­mitt­lung zwi­schen Kiew und der abtrün­ni­gen Regi­on Don­bass.

Im glei­chen Video schlug Selen­kij dem rus­si­schen Prä­si­den­ten in rus­si­scher Spra­che vor, im soge­nann­ten Nor­man­die-For­mat zusam­men mit dem Prä­si­den­ten der USA Donald Trump und der bri­ti­schen Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May in der weiß­rus­si­schen Haupt­stadt Minsk über die “Rück­kehr der Krim und der okku­pier­ten Ter­ri­to­ri­en” zu spre­chen.

In der Ukrai­ne fin­det der­zeit Par­la­ments­wahl­kampf statt, die Wah­len wer­den am 21. Juli statt­fin­den. Exper­ten sehen im Vor­stoß des ukrai­ni­schen Sen­ders Wahl­kampf­hil­fe für poli­ti­sche Kräf­te, die für die fried­li­che Lösung des Don­bass-Kon­flikts im Sin­ne der Mins­ker Abkom­men und die Wie­der­her­stel­lung der Bezie­hun­gen zu Russ­land ein­tre­ten. Dabei sei der mobi­li­sie­ren­de PR-Effekt der geplatz­ten Fern­seh­schal­tung sowohl für Befür­wor­ter als auch für Geg­ner des Dia­logs wich­tig, bemerkt der rus­sisch-ukrai­ni­sche Poli­to­lo­ge Rost­is­law Ischt­schen­ko. 

Das Por­tal strana.ua sieht in der aktu­el­len Reak­ti­on des Prä­si­den­ten des­sen end­gül­ti­ge Kapi­tu­la­ti­on vor der natio­na­lis­ti­schen “Par­tei des Krie­ges”, jenem poli­ti­schen Spek­trum, das für die Zwangs­ukrai­ni­sie­rung des Don­bass und den Kon­fron­ta­ti­ons­kurs mit Russ­land steht. Sein nicht rea­li­sier­ba­rer Vor­stoß, die angel­säch­si­schen Staa­ten USA und Groß­bri­tan­ni­en – geo­po­li­ti­sche Haupt­geg­ner Russ­lands – in die Minsk-Gesprä­che mit ein­zu­be­zie­hen, sei die end­gül­ti­ge Absa­ge an den direk­ten Dia­log mit Russ­land. Die Vor­wahl-Legen­de vom Frie­dens­stif­ter Selens­kij sei damit end­gül­tig wider­legt.

RT Deutsch


Sea Breeze-2019 in der Ukraine : Nato-Transportflugzeuge treffen in Odessa zu Militärübungen ein


Trans­port­flug­zeu­ge der Nato-Län­der haben Sol­da­ten sowie Mili­tär­aus­rüs­tung in die ukrai­ni­sche Schwarz­meer-Hafen­stadt Odes­sa gebracht, die am inter­na­tio­na­len Nato-Mili­tär­ma­nö­ver Sea Bree­ze-2019 teil­zu­neh­men sol­len. Dies geht aus einer Mit­tei­lung des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums in Kiew her­vor.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Ukraine verliert im Westen immer mehr Sympathisanten


von Wla­dis­law San­kin

In den letz­ten Wochen haben ukrai­ni­sche außen­po­li­ti­sche Ver­tre­ter in Bezug auf ihre west­li­chen Part­ner sehr oft das Wort “Ver­rat” in den Mund genom­men. So war die Kri­tik an EU-Sank­tio­nen gegen Russ­land von­sei­ten der Minis­ter­prä­si­den­ten eini­ger öst­li­cher Bun­des­län­der laut dem ukrai­ni­schen Bot­schaf­ter Andrej Mel­nyk “Ver­rat am ukrai­ni­schen Volk”. In einem Inter­view sag­te er : Wer Sank­tio­nen in Fra­ge stel­le, sei an den “Gräu­el­ta­ten des Kremls” mit­schul­dig.

Bot­schaf­ter Mel­nyk fiel auch frü­her schon mit Dro­hun­gen gegen deut­sche Poli­ti­ker und Musi­ker wegen ihrer Krim-Rei­sen auf. Die berüch­tig­te öffent­li­che Pran­ger-Wand “Mirot­wo­rez” wird regel­mä­ßig auch mit den Namen deut­scher Jour­na­lis­ten und Poli­ti­kern gefüllt. Zuletzt gelang­ten Sah­ra Wage­knecht und Gre­gor Gysi wegen ihrer angeb­li­chen “anti­ukrai­ni­schen Pro­pa­gan­da” auf die Web­site.

Die Abstim­mung im Euro­pa­rat über die Rück­kehr der rus­si­schen Dele­ga­ti­on ver­wan­del­te sich dank der ukrai­ni­schen Abge­ord­ne­ten in ein end­lo­ses Thea­ter mit wüs­ten Beschimp­fun­gen der Rus­sen und Dro­hun­gen, das Gre­mi­um zu ver­las­sen. Dies ist nun auch gesche­hen. Nach der Wei­ge­rung des Lei­ters der ukrai­ni­schen Dele­ga­ti­on Wla­di­mir Ari­ew am Diens­tag, mit “Kri­mi­nel­len” in einem Raum zu sit­zen, hat­te die Ukrai­ne zwei Tage spä­ter ihre Arbeit in der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung des Euro­pa­rats (PACE) ganz been­det.

Der bekann­te ukrai­ni­sche Jour­na­list Maxim Kuchar, Ex-Chef­re­dak­teur des Maga­zins For­bes Ukrai­na, brach­te das Unbe­ha­gen gegen die Deut­schen und Fran­zo­sen – die Haupt­för­de­rer der rus­si­schen Rück­kehr in den Euro­pa­rat – in einem Face­book-Ein­trag radi­kal auf den Punkt :

Schickt nicht mehr Gera­schen­ko (Mit­glied der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung des Euro­pa­ra­tes PACE – Anm. d. Red.) und [Außen­mi­nis­ter] Klim­kin, son­dern die Lang­stre­cken­bom­ber. Ent­schul­di­gung, wenn wir kei­ne fünf Regi­men­te der Lang­stre­cken­bom­ber haben, die in einer Nacht Ber­lin, Paris und Mos­kau in Schutt und Asche legen kön­nen, war­um soll­ten die Ein­woh­ner die­ser Stadt uns berück­sich­ti­gen ?

In einem ande­ren Post schrieb er, dass nur tota­le Mili­ta­ri­sie­rung mit einer Arma­da aus Pan­zern, Hau­bit­zen, Schif­fen und Nukle­ar­waf­fen – auf Paris, Ber­lin und Mos­kau gerich­tet – “unse­re Rech­te, Frei­heit und Demo­kra­tie” gewähr­leis­ten kön­ne.

Ukraine verliert im Westen immer mehr Sympathisanten
Auch das rechts­ex­tre­me “Natio­nal­korps” pro­tes­tier­te am 26. Juni in Kiew gegen die Wie­der­auf­nah­me Russ­lands in den Euro­pa­rat mit der Andeu­tung, Russ­land habe den Zwei­ten Welt­krieg ent­fes­selt.

Die­se Rhe­to­rik hat trotz ihrer “Abge­dreht­heit” etwas Wah­res an sich : Sie drückt die Ver­zweif­lung der ukrai­ni­schen Eli­ten aus, denn die­se kön­nen in ihrer Außen­po­li­tik nicht mehr auf eine bedin­gungs­lo­se Unter­stüt­zung aus den wich­tigs­ten euro­päi­schen Haupt­städ­ten zäh­len. Die häu­fi­gen Rei­sen ukrai­ni­scher Top-Poli­ti­ker nach Ber­lin, Brüs­sel und Paris sind zu ritua­li­sier­ten PR-Events ver­kom­men, die am nächs­ten Tag wie­der ver­ges­sen wer­den. Unterm Strich bleibt, dass man den wie­der­hol­ten ukrai­ni­schen For­de­run­gen nach immer schär­fe­ren anti­rus­si­schen Sank­tio­nen in Euro­pa nicht mehr nach­gibt.

Rus­si­sche Exper­ten und Poli­ti­ker bewer­ten die Rück­kehr ihrer Dele­ga­ti­on als diplo­ma­ti­schen Sieg und sogar als Anfang der Aner­ken­nung der Über­nah­me der Krim. Sie sehen die Sank­ti­ons­spi­ra­le nun am Anfang ihres Zurück­dre­hens. Auch wenn die CDU-Vor­sit­zen­de Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er bei jeder Gele­gen­heit die Wirt­schafts­sank­tio­nen ver­tei­digt und ohne jeden Beweis vom “rus­si­schen Ein­marsch” in der Ost­ukrai­ne spricht. Der Fall des Euro­pa­rats zeigt : Das jah­re­lan­ge fak­ten­freie Nach­plap­pern einer Behaup­tung macht sie doch nicht zur Rea­li­tät.

Mehr zum The­ma — “Alle Rus­sen sind Bas­tar­de” – Ukrai­ni­scher Euro­pa­rats-Dele­gier­ter pöbelt vor Jour­na­lis­ten

Ukraine verliert im Westen immer mehr Sympathisanten
Rus­si­sche Dele­ga­ti­on bei der PACE am 26. Juni 2019

Auf die Schimpf­ti­ra­den sei­nes ukrai­ni­schen Kol­le­gen ange­spro­chen, sag­te der rus­si­sche Bot­schaf­ter in Deutsch­land Ser­gej Net­scha­jew auf jour­na­lis­ti­sche Anfra­ge hin, es sei unver­nünf­tig und kurz­sich­tig, durch gegen­sei­ti­ge Beschimp­fun­gen alle Brü­cken hin­ter sich abzu­rei­ßen.

Wir beob­ach­ten, dass man in Deutsch­land die Hal­tung zu Russ­land ändert. Die For­de­rung nach Nor­ma­li­sie­rung der bila­te­ra­len Bezie­hun­gen und dem Aus­bau einer viel­schich­ti­gen Koope­ra­ti­on mit Russ­land, die den Inter­es­sen der Bun­des­re­pu­blik Rech­nung tra­gen wür­de, wird immer lau­ter, und das auf allen Ebe­nen”, so Net­scha­jew.

Das Ver­hal­ten der ukrai­ni­schen Eli­ten auf dem inter­na­tio­na­len Par­kett nach dem Mai­dan-Staats­streich kann man in Bezug auf Russ­land mit einer kur­zen For­mel beschrei­ben – “Wir oder die”. Nach Ein­schät­zung von Kon­stan­tin Bonda­ren­ko, dem Vor­sit­zen­den der Stif­tung “Ukrai­ni­sche Poli­tik”, ist die­se Hal­tung die Fol­ge einer rich­tungs­wei­sen­den Ent­schei­dung, die die dama­li­ge ukrai­ni­sche poli­ti­sche Éli­te vor über 20 Jah­ren getrof­fen hat – sie hat auf Washing­ton und den damals noch geein­ten Wes­ten statt auf Mos­kau gesetzt, “obwohl Mos­kau auch gute Ange­bo­te gemacht hat”.

Dies habe damit zu tun gehabt, dass das Fort­be­stehen der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on für kurz­fris­tig gehal­ten wur­de, daher setz­te man auf die ver­meint­lich Stär­ke­ren. Die poli­ti­sche Klas­se der Ukrai­ne konn­te jedoch lan­ge Zeit zwi­schen den zwei Macht­zen­tren balan­cie­ren. Nach dem Mai­dan ver­schrieb sie sich in radi­ka­ler Wei­se nur einem Macht­zen­trum und schnitt die Unnach­sich­ti­gen mit Gewalt vom poli­ti­schen Leben ab.

Nun ist das Ver­hält­nis zu Euro­pa zuneh­mend zer­rüt­tet. Die EU sei der­zeit mit eige­nen Pro­ble­men beschäf­tigt, es blie­ben nur die USA. Aber auch in Washing­ton wird die Ukrai­ne zum Spiel­ball bestimm­ter Lob­by­grup­pen und Par­tei­en im Kampf gegen­ein­an­der. Es sind nun in Euro­pa kaum bekann­te zweit­ran­gi­ge US-Beam­te, die in der Ukrai­ne das Sagen haben. Die USA betrach­ten die Ukrai­ne immer noch als Akti­va gegen Russ­land, aber nicht mehr an ers­ter Stel­le, sagt Bonda­ren­ko.

Die ukrai­ni­sche Éli­te hat ver­ges­sen, dass die­se Rol­le – des ver­län­ger­ten Arms Washing­tons in Euro­pa – schon an Polen ver­ge­ben ist”, so der Exper­te. 

Einen Plan B für den Fall, dass Russ­land auf der inter­na­tio­na­len Büh­ne nicht schwä­cher, son­dern stär­ker wird und die “west­li­chen Part­ner” nicht das machen, was man in Kiew von ihnen erwar­tet, hat die Ukrai­ne der­zeit nicht.

Mehr zum The­ma — Frei­las­sung ukrai­ni­scher See­leu­te : War­um lehnt Kiew das rus­si­sche Ange­bot ab ?

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

RT Deutsch


Ukraine : Präsident wirft Poroschenko-Außenminister Sabotage vor


Ich als Prä­si­dent der Ukrai­ne erfah­re Infor­ma­tio­nen über unse­re außen­po­li­ti­schen Schrit­te aus dem Inter­net”, beklag­te sich Selenk­sij am Don­ners­tag bei einer eilig ein­be­ru­fe­nen Pres­se­kon­fe­renz. Drau­ßen ver­sam­mel­ten sich bei strö­men­dem Regen Akti­vis­ten der rechts­ra­di­ka­len Par­tei “Natio­nal­korps”, die gegen den ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten und sei­ne Russ­land­po­li­tik pro­tes­tier­ten. 

Ukraine: Präsident wirft Poroschenko-Außenminister Sabotage vor

Das Außen­mi­nis­te­ri­um hat­te dem­nach auf ein Ange­bot Mos­kaus ableh­nend reagiert. Die­ses Ange­bot habe vor­ge­se­hen, dass die 24 im Novem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res in Russ­land fest­ge­nom­me­nen See­leu­te frei­kom­men und die drei beschlag­nahm­ten Schif­fe an Kiew zurück­ge­ge­ben wer­den soll­ten, ging aus am Abend in Kiew ver­öf­fent­lich­ten Doku­men­ten her.

Ob die See­leu­te womög­lich in die­sem Zuge hät­ten aus­rei­sen kön­nen, war zunächst unklar, da Kiew sich laut den Doku­men­ten zugleich zur wei­te­ren Teil­nah­me aller 24 Matro­sen an einem ent­spre­chen­den Pro­zess in Russ­land hät­te ver­pflich­ten müs­sen. Die rus­si­sche Straf­pro­zess­ord­nung sieht Pro­zes­se in Abwe­sen­heit der Ange­klag­ten nur in Aus­nah­me­fäl­len vor.

Doch das sind Fra­gen der Sicher­heit des Lan­des, des Lebens unse­rer Bür­ger”, sag­te der Staats­chef. Klim­kin habe ihn dabei nicht kon­sul­tiert und das Ange­bot Mos­kaus als “zynisch” abge­schmet­tert. Die See­leu­te waren im Novem­ber von Russ­land nach einem Pro­vo­ka­ti­ons­ma­nö­ver in der Stra­ße von Kertsch fest­ge­nom­men wor­den.

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Der schei­den­de Außen­mi­nis­ter wies die Vor­wür­fe zurück. Das Minis­te­ri­um habe im Rah­men sei­ner Kom­pe­ten­zen gehan­delt, sag­te er. Zwi­schen ihm und Selens­kij gebe es Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zum Umgang mit Mos­kau.

Klim­kin stammt noch aus der Zeit von Selens­kijs Vor­gän­ger Petro Poro­schen­ko. Der neue Prä­si­dent konn­te die ihm per Quo­te zuste­hen­den Pos­ten des Außen­mi­nis­ters und des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters bis­her noch nicht mit eige­nen Leu­ten beset­zen, weil er im Par­la­ment nicht die dafür nöti­ge Unter­stüt­zung hat. Am 21. Juli soll die Volks­ver­tre­tung neu gewählt wer­den.

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(rt deutsch/dpa)

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Ukraine könnte EU im Winter frieren lassen


von Zlat­ko Per­ci­nic

Kiew erhöh­te im Streit um einen neu­en Gas­tran­sit­ver­trag mit Mos­kau den Druck. Vize-Außen­mi­nis­te­rin Ole­na Zer­kal mein­te, dass man “höchst­wahr­schein­lich” kei­ne Eini­gung bis zum 31. Dezem­ber 2019 erzie­len wer­de und des­halb Gas für die Not­ver­sor­gung gespei­chert wer­den soll­te. Dafür bie­tet die Ukrai­ne ins­be­son­de­re den ost­eu­ro­päi­schen Mit­glie­dern der EU die Mög­lich­keit an, die rie­si­gen Gas­spei­cher­mög­lich­kei­ten zu nut­zen.

Kiew behaup­te­te schon seit Län­ge­rem, dass Russ­land die Absicht hege, den 2009 geschlos­se­nen Zehn­jah­res­ver­trag aus­lau­fen las­sen zu wol­len und durch Pro­jek­te wie Nord Stream 1+2 und Tur­kish Stream das Gas über ande­re Kanä­le zu den End­kun­den lie­fern zu wol­len. Die Ukrai­ne wür­de dann wich­ti­ge Ein­nah­me­quel­len aus dem Tran­sit­ge­schäft ver­lie­ren und das Land noch wei­ter von inter­na­tio­na­len Kre­di­ten abhän­gig wer­den.

Des­halb bestand vor allem Deutsch­land, als Qua­si-Schutz­macht der Ukrai­ne seit dem Putsch im Febru­ar 2014, dar­auf, dass das Tran­sit­sys­tem auf­recht­erhal­ten bleibt. Die EU-Kom­mis­si­on soll­te als neu­tra­ler Ver­mitt­ler einen Kom­pro­miss erar­bei­ten, was bis­her aller­dings nicht gelun­gen ist. Maroš Šefčo­vič, der slo­wa­ki­sche Vize­prä­si­dent der EU-Kom­mis­si­on und Ver­hand­lungs­füh­rer in Ener­gie­fra­gen, posi­tio­nier­te sich bei den Ver­hand­lun­gen auf der Sei­te der Ukrai­ne und – wenig über­ra­schend – zum Vor­teil der EU.

Zank­ap­fel bei den Ver­hand­lun­gen ist nicht nur der Tran­sit­preis, son­dern ins­be­son­de­re die Umset­zung des Drit­ten Ener­gie­pa­kets der EU in der Ukrai­ne. Die EU möch­te mehr Kon­trol­le über die Gas­ver­sor­gung erlan­gen und Gaz­proms Mono­pol­stel­lung in Sachen Ver­sor­gung, Erzeu­gung und Netz­be­trieb bre­chen. Solan­ge das rus­si­sche Gas wei­ter­hin über die Ukrai­ne gelie­fert wird, muss es natür­lich durch das Netz des ukrai­ni­schen staat­li­chen Ener­gie­kon­zerns Naf­togaz flie­ßen, wel­ches aller­dings ver­al­tet und anfäl­lig für Stö­run­gen ist. Um Inves­ti­tio­nen in die Moder­ni­sie­rung der Gas­ver­sor­gung in der Ukrai­ne sicher­zu­stel­len, braucht Kiew selbst­ver­ständ­lich das Gas und die Ein­nah­men dar­aus.

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Da die EU-Kom­mis­si­on beim Bau von Nord Stream 2 durch­aus über Hebel ver­fügt und die­se auch anwen­det, um die Fer­tig­stel­lung hin­aus­zu­zö­gern, übt Brüs­sel so eben­falls Druck auf Mos­kau aus. Denn wenn die zwei­te Röh­re der Nord­see­pipe­line nicht bis Ende 2019 fer­tig­ge­stellt wird, wonach es zur­zeit aus­sieht, dann ist sowohl Russ­land als auch die EU-Abneh­mer von rus­si­schem Gas wei­ter­hin von dem ukrai­ni­schen Tran­sit abhän­gig.

Wenn somit bis zum 31. Dezem­ber kei­ne Eini­gung erzielt wird, müss­te Gaz­prom zumin­dest ver­trag­lich die Gas­lie­fe­rung via Ukrai­ne ein­stel­len. Selbst­ver­ständ­lich wür­de dann die gesam­te Medi­en­land­schaft hier­zu­lan­de mit kräf­ti­ger Unter­stüt­zung von Poli­ti­kern jeg­li­cher Cou­leur in Schnapp­at­mung ver­fal­len und Russ­land beschul­di­gen, Euro­pa als Gei­sel ihrer Ener­gie­po­li­tik zu neh­men. Das ist natür­lich allen Betei­lig­ten bewusst, wes­halb die Aus­sa­gen der ukrai­ni­schen Vize-Außen­mi­nis­te­rin Zer­kal hoch­pro­ble­ma­tisch sind. Obwohl auch die ukrai­ni­sche Bevöl­ke­rung von einem Lie­fer­stopp betrof­fen wäre, kann die neue Regie­rung von Wla­di­mir Selens­kij vor­über­ge­hend auf Zeit spie­len, wohl­wis­send, dass nicht etwa Kiew, son­dern Mos­kau für kal­te Woh­nun­gen in Euro­pa ver­ant­wort­lich gemacht wird.

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RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

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Deutscher Botschafter in Moskau hält Krim-Rückkehr zu Ukraine für möglich


Der schei­den­de deut­sche Bot­schaf­ter in Mos­kau, Rüdi­ger von Fritsch, hält eine Rück­kehr der Schwarz­meer-Halb­in­sel Krim zur Ukrai­ne für mög­lich. Von Fritsch ver­lässt Ende des Monats nach fünf Jah­ren in Mos­kau Russ­land und wird von einem engen Ver­trau­ten der Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en abge­löst.
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Im Wert von 250 Millionen Dollar : Pentagon kündigt weitere Militärhilfe für die Ukraine an


Das ukrai­ni­sche Mili­tär wird Scharf­schüt­zen­ge­weh­re, Gra­nat­wer­fer, Artil­le­rie­auf­klä­rungs­ra­dar und Nacht­sicht- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­rä­te erhal­ten, teil­te das Pen­ta­gon mit. Das Inven­tar scheint sich nicht von dem zu unter­schei­den, was Kiew in den ver­gan­ge­nen Jah­ren als Mili­tär­hil­fe aus Washing­ton erhal­ten hat.

1,5 Mil­li­ar­den Dol­lar an Mili­tär­hil­fe von USA seit 2014

Mit dem nun ange­kün­dig­ten Paket sum­miert sich die gesam­te Sicher­heits­un­ter­stüt­zung Washing­tons für die Ukrai­ne auf rund 1,5 Mil­li­ar­den Dol­lar seit 2014, als ein von den USA unter­stütz­ter Putsch in Kiew die gewähl­te Regie­rung der Ukrai­ne gestürzt hat­te. Kiew warf Russ­land vor, einen Kon­flikt in Gang gesetzt zu haben, und bat die west­li­chen Natio­nen um mili­tä­ri­sche Unter­stüt­zung.

Unter der Regie­rung von Donald Trump ist Washing­tons Hil­fe für Kiew stark ange­stie­gen. Unter ande­rem stimm­te sie zu, die Ukrai­ner mit fort­schritt­li­chen töd­li­chen Waf­fen wie Pan­zer­ab­wehr­ra­ke­ten zu ver­sor­gen. Ein Schritt, den Trumps Vor­gän­ger im Wei­ßen Haus – Barack Oba­ma – nicht machen woll­te. 

Ex-CIA-Chef und US-Gene­ral a. D. zu Besuch bei ukrai­ni­schen Trup­pen 

Die Ankün­di­gung erfolg­te nur eini­ge Tage, nach­dem der US-ame­ri­ka­ni­sche Gene­ral außer Dienst und ehe­ma­li­ge CIA-Chef, David Petraeus, bei den ukrai­ni­schen Trup­pen an der Front­li­nie in der Nähe des Flug­ha­fens Donezk zu Besuch war. 

Es ist tra­gisch zu sehen, was der Krieg in die­sem Teil der Ukrai­ne ange­rich­tet hat, aber es ist sehr beein­dru­ckend, die­je­ni­gen zu sehen, die sich frei­wil­lig gemel­det haben, um der Ukrai­ne in einer Kriegs­zeit zu die­nen”, so der 66-Jäh­ri­ge. 

Er ver­ließ die Front­li­nie “inspi­riert” von den Sol­da­ten, die er getrof­fen habe. “Sie ver­die­nen ein­deu­tig die kon­ti­nu­ier­li­che Unter­stüt­zung durch unser Land und unse­re Ver­bün­de­ten”, so Petraeus, der unter ande­rem Ober­be­fehls­ha­ber der US-Streit­kräf­te im Irak war.

Die ange­kün­dig­te Mili­tär­hil­fe kommt zudem inmit­ten der Über­gangs­zeit für den neu­en ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Selens­kij, der mit dem Ver­spre­chen, gegen die Kor­rup­ti­on im Land zu kämp­fen und dem Land Frie­den zu brin­gen, die Prä­si­dent­schafts­wahl für sich ent­schie­den hat­te. Sei­ne Rhe­to­rik wur­de nach sei­ner Amts­ein­füh­rung jedoch aggres­si­ver.

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