Ukraine Affäre : Wankelmütiger Zeuge mit NYT als Quelle (Video)


Bei dem Diplo­ma­ten han­delt es sich um den ehe­ma­li­gen US-Bot­schaf­ter in der Ukrai­ne Bill Tay­lor. Über Infor­ma­tio­nen aus ers­ter ver­fügt Tay­lor offen­bar nicht. Das Donald Trump über­haupt mit­tels sei­nes Anwal­tes Rudy Giu­lia­ni in der Ukrai­ne an Infor­ma­tio­nen über Joe Biden kom­men woll­te, habe er der New York Times ent­nom­men. Ein wirk­li­cher “Belas­tungs­zeu­ge” ist er offen­bar nicht.

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Ukraine : Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko des Verrats und der Veruntreuung bezichtigt


Frü­her wur­de er von Schieds­rich­tern im Box­ring beur­teilt, nun könn­te er aber für sei­ne poli­ti­schen Akti­vi­tä­ten vor einem tat­säch­li­chen Rich­ter lan­den. Gegen Vita­li Klitsch­ko wur­de ein Straf­ver­fah­ren wegen Ver­rats und Ver­un­treu­ung von Bud­get­gel­dern in der Funk­ti­on als Bür­ger­meis­ter von Kiew ein­ge­lei­tet.

Das Natio­na­le Anti-Kor­rup­ti­ons-Büro nahm Klitsch­ko und zwei sei­ner Stell­ver­tre­ter nach Beschwer­den ukrai­ni­scher Abge­ord­ne­ter ins Visier, die das Trio des Macht­miss­brauchs beim Wie­der­auf­bau einer Brü­cke in der ukrai­ni­schen Haupt­stadt ver­däch­tig­ten. Die Anschul­di­gung lau­tet, dass die Ver­tre­ter der Stadt absicht­lich die Kos­ten der für das Pro­jekt ver­wen­de­ten Mit­tel zu hoch ange­setzt hät­ten.

Der drei­ma­li­ge Box­welt­meis­ter wur­de außer­dem des Ver­rats beschul­digt, da er angeb­lich mit Bud­get­gel­dern der Stadt Kiew ille­gal Pri­vat­per­so­nen berei­chert sowie unbe­fug­te Land­über­nah­me und ande­re ille­ga­le Maß­nah­men erlaubt haben soll.

Das Ver­fah­ren gegen den Bür­ger­meis­ter wur­de inmit­ten mona­te­lan­ger erfolg­lo­ser Ver­su­che der Regie­rung des neu­en Prä­si­den­ten der Ukrai­ne Wla­di­mir Selens­kij ein­ge­lei­tet, Klitsch­ko aus dem Amt zu ent­las­sen.

Der Kie­wer Bür­ger­meis­ter wies alle Vor­wür­fe ent­schie­den zurück und bezeich­ne­te den Vor­wurf des Ver­rats als “lächer­lich”.

Als erfolg­rei­cher Ath­let mit einer gro­ßen Fan­ge­mein­de wur­de Klitsch­ko zu einem der größ­ten Stars des Mai­dan-Auf­stan­des in Kiew, der im bewaff­ne­ten Staats­streich vom Febru­ar 2014 gip­fel­te. Damals schlos­sen sich Tau­sen­de Men­schen gewalt­tä­ti­gen Stra­ßen­pro­tes­ten an, die zum Sturz des demo­kra­tisch gewähl­ten Prä­si­den­ten Wik­tor Janu­ko­witsch führ­ten.

Weni­ge Mona­te spä­ter gewann der ehe­ma­li­ge Boxer die Wahl zum Bür­ger­meis­ter von Kiew mit 57 Pro­zent der Stim­men. Zuerst war es eher eine for­mel­le Posi­ti­on, doch sei­ne Macht wur­de stark erwei­tert, als der Olig­arch und damals amtie­ren­de Prä­si­dent Petro Poro­schen­ko Klitscho außer­dem zum Lei­ter der Ver­wal­tung der Haupt­stadt mach­te.

Als Poro­schen­ko im April die­ses Jah­res als Prä­si­dent abge­wählt wur­de, beschloss Klitsch­ko, sei­nen Pos­ten zu behal­ten und wur­de zu einem ech­ten Pro­blem für die neue Regie­rung. Kurz dar­auf stimm­te die Regie­rung jedoch dem Antrag des neu­en Prä­si­den­ten zu, Klitsch­ko im Juli zu ent­las­sen. Der Bür­ger­meis­ter argu­men­tier­te jedoch, dass die Ent­schei­dung rechts­wid­rig sei und reich­te eine Kla­ge gegen sie ein, die sich noch in der Prü­fung befin­det.

Mehr zum The­ma — Ukrai­ne : Prä­si­dent wirft Poro­schen­ko-Außen­mi­nis­ter Sabo­ta­ge vor

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Emmanuel Macron sorgt mit Äußerungen für Aufregung in Bulgarien und der Ukraine (Video)


Emma­nu­el Macron hat­te ver­gan­ge­ne Woche der fran­zö­si­schen Zeit­schrift Val­eurs actu­el­les, die dem ultra­rech­ten Lager zuge­rech­net wird, ein Inter­view zu The­men wie Ein­wan­de­rung gege­ben. So beton­te der fran­zö­si­sche Staats­chef dar­in etwa, er wol­le mit aller Kraft gegen Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten und ille­ga­le Ein­wan­de­rung kämp­fen.

Und er füg­te noch eine Äuße­rung hin­zu, die seit der Ver­öf­fent­li­chung des Inter­views am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag für Dis­kus­sio­nen und teils wüten­de Reak­tio­nen sorgt. So sag­te er : “Ich bevor­zu­ge lega­le Ein­wan­de­rer aus Gui­nea oder der Elfen­bein­küs­te (…) statt ille­ga­ler ukrai­ni­scher oder bul­ga­ri­scher Netz­wer­ke.” 

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Moskau zur Zukunft des Gastransits durch die Ukraine : Erst absurde Forderungen aufgeben


von Wla­di­mir San­kin

Seit­dem Ange­la Mer­kel bei dem Besuch des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Petro Poro­schen­ko im April 2018 zuge­si­chert hat, die Ukrai­ne als Tran­sit­land nach der Fer­tig­stel­lung der Gas­pipe­line Nord Stream 2 nicht im Stich zu las­sen, ist ihr Satz zu einer For­mel gewor­den : “Ja” zu Nord Stream, doch “wir dür­fen die Ukrai­ne nicht ver­ges­sen”. Wort­wört­lich sag­te sie damals :

Ohne dass wir Klar­heit haben, wie es mit der ukrai­ni­schen Tran­sitrol­le wei­ter­geht, ist Nord Stream 2 aus unse­rer Sicht nicht mög­lich.

Was sie in Anwe­sen­heit des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten so scharf for­mu­lier­te, wur­de aller­dings von den deut­schen Regie­rungs­ver­tre­tern in der Form nicht wie­der­holt. Auch zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt, in dem die Fris­ten für die Fer­tig­stel­lung des Pro­jekts nach däni­scher Geneh­mi­gung wie­der kla­rer wur­den, gibt es kei­ne Eini­gung zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne bezüg­lich der Fra­ge des künf­ti­gen Tran­sits.

Das bringt den deut­schen Trans­at­lan­ti­kern von der Tages­pres­se wie­der ein­mal die Gele­gen­heit, gegen das Pro­jekt zu gei­fern. Sie zei­gen sich äußerst besorgt über die Ukrai­ne, denn das Land lei­de ohne­hin schon an der “rus­si­schen Inva­si­on” im Osten. 

Jetzt droht ihm auch noch der Ver­lust von Mil­li­ar­den an Tran­sit­ge­büh­ren. Ohne Lei­tun­gen wäre die Ukrai­ne aber auch stra­te­gisch in Gefahr : Russ­land könn­te dann den Krieg eska­lie­ren, ohne die Zer­stö­rung sei­ner Export­adern zu ris­kie­ren”, schreibt die FAZ.

Las­sen wir die Pro­pa­gan­da bei­sei­te und fra­gen : Inwie­weit ist es rea­lis­tisch, dass Russ­land mit bei­den Nord-Stream-Pipe­lines nun jeden Krieg “eska­lie­ren kann”? Denn da ist, so die FAZ wei­ter, auch von “Putins Aben­teu­ern” im Bal­ti­kum die Rede. Hören wir uns zunächst einen O‑Ton an. Kreml­spre­cher Dmi­tri Pes­kow äußer­te sich am Sonn­tag im rus­si­schen Fern­se­hen aus­führ­lich zur Tran­sit­fra­ge. 

Es sei offen­sicht­lich, dass man das Gas auch wei­ter­hin durch die Ukrai­ne lei­ten muss ; die­ses braucht vor allem die Ukrai­ne selbst, “andern­falls wird das Gas­lei­tungs­sys­tem der Ukrai­ne zusam­men­bre­chen”.

Wird Russ­land sei­ne Mög­lich­kei­ten aus­nut­zen, um Euro­pa über ande­re Wege mit Gas zu ver­sor­gen ? Ein­deu­tig nicht. 

Es hän­ge aber nicht allein von Russ­land ab, son­dern auch von der Ukrai­ne, ob rus­si­sches Gas wei­ter durch die Ex-Sowjet­re­pu­blik flie­ße. Dabei ver­wies Pes­kow vor allem auf die For­de­rung des ukrai­ni­schen Gas­un­ter­neh­mens Naf­togaz gegen den rus­si­schen Gas­kon­zern Gaz­prom in Höhe von zwölf Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Die­se bezieht sich auf Tran­sit­ge­büh­ren, die der Ukrai­ne ent­ge­hen wür­den, soll­te der Tran­sit über die Ukrai­ne künf­tig zum Erlie­gen kom­men. Um bei den Ver­hand­lun­gen wei­ter­zu­kom­men, müss­te die Ukrai­ne auf die­se For­de­run­gen ver­zich­ten. Doch bis­lang ist geschieht das Gegen­teil : Am 1. Novem­ber reich­te Naf­togaz die For­de­rung beim Stock­hol­mer Schieds­ge­richt ein.

Auch ein ande­rer Rechts­streit ist bereits seit Jah­ren ein Zank­ap­fel zwi­schen den rus­si­schen und ukrai­ni­schen staat­li­chen Ener­gie­un­ter­neh­men – Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen in Höhe von 2,6 Mil­li­ar­den US-Dol­lar durch Gaz­prom, gemäß dem Beschluss eines Stock­hol­mer Schieds­ge­richts mit der Begrün­dung, Russ­land habe der Ukrai­ne weni­ger Gas zur Durch­lei­tung bereit­ge­stellt als ver­ein­bart. Gaz­prom stritt dies ab und ging in Beru­fung.

Seit Mona­ten sagen rus­si­sche Ver­tre­ter, damit ver­han­delt wer­de, “müs­sen alle juris­ti­sche Strei­tig­kei­ten bei­gelegt wer­den”, so auch jetzt.

Wie kön­nen wir über etwas reden und eine Art Ver­ein­ba­rung tref­fen, wenn sich ein sol­cher Wahn­sinn bei den Schieds­ge­rich­ten fort­setzt. Und Putin hat klar gesagt : Leu­te, lasst uns zuerst eini­ge ziem­lich absur­de Anfor­de­run­gen auf­ge­ben und dann eine Ver­ein­ba­rung tref­fen”, sag­te Pes­kow.

Doch es gilt als sicher, dass der ukrai­ni­sche Tran­sit im Jahr 2020 auch ohne einen lang­fris­ti­gen Ver­trag fort­ge­setzt wird. Gestrit­ten wird noch über die Höhe des Min­dest­vo­lu­mens, das lang­fris­tig durch das Pipe­linenetz gepumpt wird. Im Jah­re 2019 waren es 90 Mil­lio­nen Kubik­me­ter. Die ukrai­ni­sche Natio­nal­bank geht in den nächs­ten zwei Jah­ren von 50 bzw. 30 Mil­lio­nen Kubik­me­ter aus. Die Ukrai­ne will Russ­land für die nächs­ten zehn Jah­re an eine bestimm­te Min­dest­men­ge bin­den. 

Moskau zur Zukunft des Gastransits durch die Ukraine: Erst absurde Forderungen aufgeben
Mit 72 Kom­pres­sor­sta­tio­nen ist das ukrai­ni­sche Gas­trans­port­sys­tem eines der größ­ten der Welt. Es stammt aus der Sowjet­zeit und ist teil­wei­se über 40 Jah­re alt. Nach Ein­schät­zung von Exper­ten ist die Sanie­rung der Gas­in­fra­struk­tur längst über­fäl­lig. Auf dem Bild : ein Kon­troll­raum in Usch­go­rod

Nach Anga­ben des Gene­ral­di­rek­tors des rus­si­schen Natio­na­len Ener­gie­si­cher­heits­fonds, Kon­stan­tin Simo­now, sind nach der voll­stän­di­gen Inbe­trieb­nah­me von Nord Stream 2 und Tur­kish Stream eine Men­ge von zehn Mil­lio­nen Kubik­me­tern mög­lich. Die­se Zah­len hat der Gaz­prom-Chef als rea­lis­tisch und für die rus­si­sche Sei­te als ren­ta­bel ein­ge­schätzt. Der Vor­schlag der EU bei den Drei­er-Ver­hand­lun­gen lag bei 40 Mil­lio­nen. Die Kapa­zi­tät von Nord Stream und Nord Stream 2 beträgt je 55 Mil­lio­nen Kubik­me­ter und jene von Tur­kish Stream 31 Mil­lio­nen jähr­lich. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat Russ­land 206 Mil­lio­nen Kubik­me­ter Edgas nach Euro­pa gelie­fert, in die­sem wird es mehr sein. Pro Jahr nimmt die Ukrai­ne bis zu drei Mil­li­ar­den Dol­lar an Tran­sit­ge­büh­ren ein, was im letz­ten Jahr 0,9 Pro­zent des BIP ent­sprach. 

Es ist ein­deu­tig, dass auch von rus­si­scher Sei­te hart über den Tran­sit ver­han­delt wird. “Natür­lich wer­den sie (die Rus­sen) nicht jeden Preis für den Tran­sit durch die Ukrai­ne zah­len”, schrieb jüngst das Han­dels­blatt. Aber das Droh­po­ten­zi­al der Ukrai­ne sei nicht uner­heb­lich. Die Ver­hand­lungs­part­ner der Rus­sen sei­en kei­ne Wai­sen­kna­ben, zudem sei der Umgang der Ukrai­ne mit den Ein­nah­men aus dem Tran­sit intrans­pa­rent, “gleich­zei­tig ver­rot­tet das Gas­netz”. Im Han­dels­blatt hieß es wei­ter :

Nord Stream 2 kann nur einen Teil des Tran­sits erset­zen, der im Moment noch durch die Ukrai­ne erfolgt. Wenn der rus­si­sche Gaz­prom-Kon­zern auch in Zukunft als ver­trags­treu­er Lie­fe­rant für die EU wahr­ge­nom­men wer­den will, muss er dafür sor­gen, dass es kei­ne Brü­che gibt. Eine Situa­ti­on wie 2012, als deut­sche Indus­trie­kun­den Anla­gen abschal­ten muss­ten, weil kein Gas mehr ström­te, wol­len die Rus­sen auf jeden Fall ver­mei­den.

Wächst in der deut­schen Pres­se nun also das Ver­trau­en in die öko­no­mi­sche Ver­nunft und Zuver­läs­sig­keit der Rus­sen als Lie­fe­ran­ten ? Sie waren immer da, haben die deut­schen Wirt­schafts­ver­tre­ter und Befür­wor­ter des Pro­jekts aus der Regie­rung stets gesagt. Was die Geg­ner unter den Trans­at­lan­ti­kern angeht, deren “Ängs­te” die FAZ zum Aus­druck bringt, kön­nen sie nun nicht mehr als “Rück­zugs­ge­fech­te” lie­fern.

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

Mehr zum The­ma — Russ­land holt in Rang­lis­te der Welt­bank zum Geschäfts­um­feld auf

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Gas, Ukraine, Nato : Worüber Putin und Orbán gesprochen haben


Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat sich am Mitt­woch mit dem unga­ri­schen Pre­mier­mi­nis­ter Vik­tor Orbán getrof­fen. Gesprächs­the­men waren die bila­te­ra­le Zusam­men­ar­beit im Bereich Wirt­schaft, die Lage in der Ost-Ukrai­ne sowie die Per­spek­ti­ve für eine Ver­bes­se­rung des Ver­hält­nis­ses zwi­schen Russ­land und der EU.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


UN-Vertretung in der Ukraine fordert sofortige Löschung von Webseite mit Feindesliste


Der stell­ver­tre­ten­de Lei­ter der UN-Über­wa­chungs­mis­si­on in der Ukrai­ne, Ben­ja­min Moreau, for­der­te die Rada-Abge­ord­ne­ten dazu auf, die Schlie­ßung der ukrai­ni­schen Skan­dal-Web­sei­te “Mirot­wo­rez” (Frie­dens­stif­ter) ein­zu­lei­ten.

Ich erin­ne­re Sie immer wie­der dar­an – die Web­sei­te ‘Frie­dens­stif­ter’. Wie Sie wis­sen, ent­hält die­se per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten von Ein­zel­per­so­nen, ein­schließ­lich Jour­na­lis­ten, die gegen natio­na­le Geset­ze und inter­na­tio­na­le Nor­men ver­sto­ßen. Die­je­ni­gen, deren Daten auf der Web­sei­te ver­öf­fent­licht wer­den, wer­den als Ter­ro­ris­ten, Sepa­ra­tis­ten und Ver­rä­ter bezeich­net. Die Offen­le­gung von Infor­ma­tio­nen über sie wie­der­um stellt eine Bedro­hung für die­se Per­so­nen dar”, sag­te Moreau im ukrai­ni­schen Par­la­ment vor Abge­ord­ne­ten.

Der UN-Spre­cher erin­ner­te an den Mord an dem ehe­ma­li­gen Miliz­sol­da­ten Roman Dschu­ma­jew in Mariu­pol, des­sen Daten auf der Web­sei­te ver­öf­fent­licht wur­den. “Eine Unter­su­chung die­ses Fal­les wur­de ein­ge­lei­tet, es wur­den jedoch bis­her kei­ne Fort­schrit­te erzielt. Lei­der blei­ben die Kon­takt­da­ten vie­ler Jour­na­lis­ten immer noch auf die­ser Sei­te, was zu deren Gefähr­dung bei­trägt. Des­halb for­dern wir die Abge­ord­ne­ten erneut dazu auf, die Schlie­ßung des Por­tals ein­zu­lei­ten und die Unter­su­chung zu einem Abschluss zu brin­gen”, füg­te Moreau hin­zu.

Zuvor berich­te­te die Natio­na­le Poli­zei der Ukrai­ne, dass Unbe­kann­te einen Bewoh­ner von Mariu­pol, der in den Kon­flikt im Don­bass auf der Sei­te der Donez­ker Volks­wehr ver­wi­ckelt war, am 16. Sep­tem­ber vor der Haus­tür sei­ner Woh­nung erschos­sen haben. Spä­ter gaben die Medi­en den Namen des Getö­te­ten bekannt.

Im Jahr 2017 wur­de der damals 26-jäh­ri­ge Roman Dschu­ma­jew auf dem von Kiew kon­trol­lier­ten Gebiet fest­ge­hal­ten und inhaf­tiert. Im August die­ses Jah­res hat das Gericht ihn ent­las­sen und unter Haus­ar­rest gestellt. Der Ombuds­mann für Men­schen­rech­te der nicht aner­kann­ten Volks­re­pu­blik Donezk sag­te, dass Dschu­ma­jew in die Lis­te für den Aus­tausch von Gefan­ge­nen mit Kiew auf­ge­nom­men wur­de. 

UN-Vertretung in der Ukraine fordert sofortige Löschung von Webseite mit Feindesliste
“Liqui­diert am 16. Sep­tem­ber 2019” steht auf der Web­sei­te mit den Daten des 28-jäh­ri­gen Ex-Sol­da­ten der Donez­ker Miliz Roman Dschu­ma­jew. Nach Eigen­an­ga­ben war er an den Kämp­fen um den Donez­ker Flug­ha­fen betei­ligt.

Die Web­sei­te Mirot­wo­rez ist seit dem Jahr 2014 bekannt für ihre skan­da­lö­sen Publi­ka­tio­nen, Infor­ma­tio­nen über Jour­na­lis­ten und Mili­zen der selbst­er­nann­ten Volks­re­pu­bli­ken Donezk und Lug­ansk sowie ande­re Bür­ger, die sie “Ver­rä­ter der Hei­mat” oder “anti­ukrai­ni­sche Kräf­te” nen­nen.

Im Früh­jahr 2016 ver­öf­fent­lich­te “Mirot­wo­rez” Lis­ten von Jour­na­lis­ten samt Kon­takt­da­ten, dar­un­ter auch aus­län­di­scher Jour­na­lis­ten, die von den Volks­re­pu­bli­ken Donezk und Lug­ansk akkre­di­tiert wur­den, wor­auf­hin eini­ge von ihnen bedroht wur­den. Die dama­li­ge OSZE-Beauf­trag­te für Medi­en­frei­heit, Dun­ja Mija­to­vić, bezeich­ne­te die Ver­öf­fent­li­chung als “einen alar­mie­ren­den Schritt, der die Sicher­heit von Jour­na­lis­ten wei­ter gefähr­den könn­te”.

Den ekla­tan­tes­ten Fall, durch den der Web­sei­te die Funk­ti­on einer “Abschuss­lis­te” attes­tiert wur­de, stell­te bis­lang der Mord an dem bekann­ten ukrai­ni­schen Publi­zis­ten, Fern­seh­au­tor und Schrift­stel­ler Oles Busy­na im April 2015 dar.

Am 13. und 14. April 2015 wur­den Daten samt Adres­sen des Ex-Poli­ti­kers der Par­tei der Regio­nen, Oleg Kalasch­ni­kow, sowie von Oles Busy­na ver­öf­fent­licht. Am 15. April wur­de Kalasch­ni­kow und am dar­auf­fol­gen­den Tag auch Busy­na auf offe­ner Stra­ße in Kiew erschos­sen.

Die Ein­trä­ge wur­den von einem Nut­zer mit dem Pseud­onym “404” ver­öf­fent­licht. Nach dem Mord an Kalasch­ni­kow hieß es : “Für die erfolg­rei­che Erfül­lung der Auf­ga­be erhielt Agent ‘404’ heu­te einen außer­ge­wöhn­li­chen Titel und ein wert­vol­les Geschenk.” Eine Stun­de nach dem Mord an Busy­na hieß es dann : “Agent ‘404’ zeich­ne­te sich erneut aus. Für den Erfolg sei­ner heu­ti­gen Mis­si­on erhielt er eine kur­ze Frei­stel­lung.” Bis heu­te wur­den die Mör­der nicht gefasst. Die zwei mut­maß­li­chen Mör­der und Mit­glie­der rechts­ra­di­ka­ler Ver­ei­ni­gun­gen, Andrej Med­wed­ko und Denis Polischuk, jedoch sind auf frei­em Fuß und beklei­den der­zeit sogar wich­ti­ge gesell­schaft­li­che Ämter. Med­wed­ko ist Auf­sichts­rats­mit­glied in der Anti­kor­rup­ti­ons­be­hör­de NABU.

Maria Sach­a­ro­wa, offi­zi­el­le Ver­tre­te­rin des rus­si­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums, kri­ti­sier­te die Betrei­ber der Web­sei­te eben­falls scharf. Sie nann­te die Ver­öf­fent­li­chun­gen der Per­so­nen­da­ten von Jour­na­lis­ten “einen direk­ten Auf­ruf zur Ver­gel­tung an Jour­na­lis­ten”. Inzwi­schen beinhal­tet die Web­sei­te Daten von Tau­sen­den Per­so­nen. Oft reicht eine Äuße­rung oder bei­spiels­wei­se ein “ille­ga­ler” Krim-Besuch aus, um an die öffent­li­che Lis­te zu gelan­gen.

So wur­den auch die Besat­zungs­mit­glie­der der A321, die bei Mos­kau in August in einem Mais­feld not­ge­lan­det ist, in die Mirot­wo­rez-Daten­bank auf­ge­nom­men. Sie wer­den des “ille­ga­len Per­so­nen- und Güter­ver­kehrs” auf die Krim beschul­digt.

Die Web­sei­te wird mit dem Ex-Bera­ter des Innen­mi­nis­ters und Rada-Abge­ord­ne­ten Anton Gera­schen­ko in Ver­bin­dung gebracht. Er hat Ende 2014 die Inbe­trieb­nah­me des Por­tals ange­kün­digt, begrün­det und gelobt.

Vor ein paar Wochen habe ich ein Pro­jekt von einer Grup­pe Gleich­ge­sinn­ter vor­ge­stellt, um Daten über Ter­ro­ris­ten und Sepa­ra­tis­ten zu sam­meln und das Innen­mi­nis­te­ri­um und den Sicher­heits­dienst SBU bei ihrer Arbeit zu unter­stüt­zen – die Web­sei­te ‘Mirot­wo­rez’, schrieb Gera­schen­ko sei­ner­zeit auf Face­book.

Nun hat der umstrit­te­ne Poli­ti­ker ein noch höhe­res Amt inne – den Pos­ten als stell­ver­tre­ten­der Innen­mi­nis­ter. Der Pos­ten­wech­sel fand bereits zu Selens­kij-Zei­ten statt. 

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Selens­kij, der wäh­rend sei­ner Pres­se­kon­fe­renz am 10. Okto­ber mit der Fra­ge zu “Mirot­wo­rez” kon­fron­tiert wur­de, sag­te, dass er kei­ne Befug­nis habe, Web­sei­ten zu schlie­ßen.

Ein­mal öff­ne­te sogar mei­ne Frau die Sei­te ‘Frie­dens­stif­ter’, dann wur­de sie geschlos­sen. (…) Weil mei­ne Frau die­se besucht hat­te, kön­nen Sie mei­ne Ein­stel­lung nach­voll­zie­hen (zu die­ser Seite/Anm.). (…) Ich kann mich nicht dar­an erin­nern, ob ich sie besucht habe. (…) Ich als Prä­si­dent habe nicht die Befug­nis, Sei­ten zu öff­nen oder zu schlie­ßen”, sag­te Selens­kij.

Der Prä­si­dent sag­te auch, dass er nicht wüss­te, wem das Por­tal gehört. Ihm zufol­ge sei dies jedoch defi­ni­tiv nicht der stell­ver­tre­ten­de Innen­mi­nis­ter Anton Gera­schen­ko.

Auch der Par­la­ments­spre­cher Dmi­trij Ras­um­kow sah sich für die Schlie­ßung der Hetz­sei­te nicht zustän­dig. Sei­ne Stel­lung­nah­me zur For­de­rung des UN-Ver­tre­ters fiel wort­gleich mit der Äuße­rung des Prä­si­den­ten aus :

Das Par­la­ment kann nicht in sol­che Pro­zes­se ein­be­zo­gen wer­den, da wir nicht über sol­che Befug­nis­se ver­fü­gen, um die Nach­rich­ten­por­ta­le und ande­re Web­sei­ten zu schlie­ßen, und ich bin mir nicht sicher, ob die Wer­chow­na Rada sie braucht.

Mehr zum The­ma — Neue Vor­be­din­gun­gen für Frie­den in der Ost-Ukrai­ne : Kiew will Don­bass-Repu­bli­ken auf­lö­sen

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Musik mit Grenzen : Ukraine ändert Teilnahmeregeln für Eurovision Song Contest


Am Mitt­woch hat in der Ukrai­ne die natio­na­le Aus­wahl für den Euro­vi­si­on-Song-Con­test begon­nen, der nächs­tes Jahr in den Nie­der­lan­den statt­fin­den wird. Ab dem 16. Okto­ber kön­nen sich (fast) alle, die die Ukrai­ne beim inter­na­tio­na­len Musik­wett­be­werb ver­tre­ten wol­len, bewer­ben.

Die Orga­ni­sa­to­ren wie­sen jedoch dar­auf hin, dass der dies­jäh­ri­ge Vor­ent­scheid bestimm­te Ein­schrän­kun­gen auf­weist. Wie aus den Regeln her­vor­geht, sind nur jene Künst­ler teil­nah­me­be­rech­tigt, die seit 2014 kei­ne Kon­zer­te in Russ­land gaben, bis zum Song-Con­test-Fina­le kei­ne Auf­trit­te in Russ­land pla­nen und nicht die Halb­in­sel Krim “unter Ver­stoß der ukrai­ni­schen Gesetz­ge­bung” besucht haben. 

Letz­tes Jahr hat die ukrai­ni­sche Sän­ge­rin Maruv den Vor­ent­scheid gewon­nen – danach aller­dings stell­te die ukrai­ni­sche Rund­funk­an­stalt UA:PBC For­de­run­gen, die Maruv nicht erfül­len woll­te. So soll­te die Sän­ge­rin, die auch in Russ­land tourt und dort vie­le Fans hat, dies künf­tig unter­las­sen.

Nach lan­gem Hin und Her lehn­te Maruv ihre Teil­nah­me schließ­lich ab. Auch die Zweit- und Dritt­plat­zier­ten aus dem Vor­ent­scheid woll­ten für die Ukrai­ne nicht sin­gen. Kurz vor dem Song Con­test ent­schied der Sen­der, nie­man­den zum Aus­tra­gungs­ort nach Isra­el zu schi­cken. 

Mehr zum The­ma — “Wol­len uns nicht instru­men­ta­li­sie­ren las­sen” — Kiew fin­det kei­ne Sän­ger für Euro­vi­si­on in Isra­el

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Standard & Poors lobt Ukraine für verbessertes Makro-Management und wertet Rating auf


Die US-ame­ri­ka­ni­sche Rating­agen­tur Stan­dard & Poors (S&P) hat das lang­fris­ti­ge Rating der Ukrai­ne ange­ho­ben und führ­te dabei das ver­bes­ser­te Finanz­ma­nage­ment der neu­en Regie­rung und ein mög­li­ches Tau­wet­ter in den Bezie­hun­gen zwi­schen Kiew und Mos­kau an. Die Agen­tur erklär­te am Frei­tag :

Die Zunah­me von Devi­sen­re­ser­ven, die Stär­kung des Wachs­tums und die Ver­rin­ge­rung des Haus­halts­de­fi­zits unter­mau­ern unse­re Auf­wer­tung der Ukrai­ne.

Die Rating­agen­tur begrün­de­te den Schritt damit, dass die neue Regie­rung der Ukrai­ne “sich offen­sicht­lich für die Wah­rung der makro­fi­nan­zi­el­len Sta­bi­li­tät” und “die Libe­ra­li­sie­rung der Wirt­schaft” ein­set­ze.

S&P hob das lang­fris­ti­ge Län­der­ra­ting der Ukrai­ne für Fremd- und Lokal­wäh­run­gen von “B-” auf “B” an. Man erklär­te wei­ter, dass der Aus­blick auf das Rating des Lan­des als sta­bil ein­ge­stuft wer­de und füg­te hin­zu :

Eine sta­bi­le Pro­gno­se spie­gelt unse­re Erwar­tun­gen wider, dass die neue Regie­rung der Ukrai­ne die makro­öko­no­mi­schen Refor­men in den letz­ten Jah­ren kon­so­li­die­ren wird, wäh­rend sich die Wirt­schaft erholt und sich die Staats­ver­schul­dung im Ver­hält­nis zum BIP redu­ziert.

Die Rating­agen­tur stell­te fer­ner fest, dass die Ukrai­ne “den Zugang zu den inter­nen und exter­nen Kapi­tal­märk­ten bei­be­hal­ten soll­te”. Dies wür­de es dem Land nach S&P‑Schätzungen ermög­li­chen, “die Rück­zah­lung von Han­dels­schul­den bis ins Jahr 2020 sicher­zu­stel­len”.

Die Agen­tur stellt zwar fest, dass sich die Wirt­schaft der Ukrai­ne wei­ter erholt, lob­te aber den jüngs­ten Erfolg der ukrai­ni­schen Natio­nal­bank bei der Ein­däm­mung der Infla­ti­on, die unter die zehn Pro­zent-Mar­ke zurück­ge­gan­gen ist. Dar­über hin­aus weck­te S&P Hoff­nun­gen auf die Absich­ten der neu­en Regie­rung des Lan­des, das Geschäfts­um­feld zu ver­bes­sern, ins­be­son­de­re, das geplan­te Mora­to­ri­um für den Ver­kauf von land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen auf­zu­he­ben. Die Rating­agen­tur erklär­te :

Unse­rer Mei­nung nach könn­ten die­se Maß­nah­men den Weg für höhe­re Zuflüs­se aus­län­di­scher Inves­ti­tio­nen in die Ukrai­ne ebnen, was sich posi­tiv auf das Wirt­schafts­wachs­tum und die exter­ne Hebel­wir­kung der Wirt­schaft aus­wirkt.

Laut S&P könn­ten die Ratings der Ukrai­ne jedoch bald durch poten­zi­el­le Pro­ble­me bei Vor­zugs­fi­nan­zie­run­gen oder dem Zugang zu den Kapi­tal­märk­ten unter Druck gera­ten. Dies könn­te die Fähig­keit der ukrai­ni­schen Regie­rung, gro­ße Aus­lands­zah­lun­gen zu decken, belas­ten, ins­be­son­de­re ange­sichts ihrer Leis­tungs­bi­lanz­de­fi­zi­te und gro­ßen exter­nen Rück­zah­lungs­ver­pflich­tun­gen. Die Agen­tur beton­te jedoch, dass die­se Pro­ble­me umgan­gen wer­den könn­ten, indem die Regie­rung an den Reform­vor­ha­ben fest­hal­te. Zum Bei­spiel wür­de der Plan zur Siche­rung der Unab­hän­gig­keit der ukrai­ni­schen Natio­nal­bank “der Regie­rung hel­fen, Zugang zu den Märk­ten für kom­mer­zi­el­le Schuld­ver­schrei­bun­gen und Zuge­ständ­nis­se von inter­na­tio­na­len Finanz­in­sti­tu­tio­nen zu erhal­ten”.

Die Rating­agen­tur stell­te fer­ner fest, dass der posi­ti­ve Aus­blick zum Teil auf die Aus­sicht auf ein Tau­wet­ter in den Bezie­hun­gen der Ukrai­ne zu Russ­land zurück­zu­füh­ren ist. Seit dem Jahr 2014 war die Lage ange­spannt und hat­te sich Ende letz­ten Jah­res nach einem Zwi­schen­fall im Asow­schen Meer wei­ter ver­schlech­tert. S&P schloss :

In jüngs­ter Zeit hat es zwi­schen den bei­den Nach­bar­län­dern ein leich­tes Tau­wet­ter gege­ben. Obwohl wir nicht davon aus­ge­hen, dass das Mins­ker Abkom­men kurz­fris­tig umge­setzt wird, könn­te es im Don­bass zu einer gewis­sen Dees­ka­la­ti­on kom­men.

Die Ukrai­ne erhielt ihr bis­he­ri­ges “B-”-Rating mit nega­ti­vem Aus­blick bereits im Jahr 2013, als Petro Poro­s­hen­ko die Füh­rung des Lan­des über­nahm. Damals begrün­de­te S&P das nied­ri­ge Rating mit dem Man­gel an Stra­te­gie, hoher poli­ti­scher Unsi­cher­heit, Stress im Finanz­sek­tor sowie schwa­cher exter­ner Liqui­di­tät und einer hohen Staats­ver­schul­dung der Ukrai­ne.

RT Deutsch


Ukraine : Drei Fernsehsender stellen aus Protest gegen Zensur Stream ein


Drei ukrai­ni­sche Fern­seh­sen­der – 112 Ukrai­na, New­sO­ne und ZIK – haben für 30 Minu­ten ihren Stream ein­ge­stellt, um ihren Pro­test gegen die Zen­sur im Land kund­zu­tun. Das erklär­te der Sen­der 112 Ukrai­na, dem die digi­ta­le Rund­funk­li­zenz zwar ent­zo­gen wur­de, der online aber noch immer sowie in Kabel- und Satel­li­ten­net­zen ver­füg­bar ist.

Die Mode­ra­to­ren und Gäs­te der TV-Sen­der, die an dem Pro­test teil­nah­men, gin­gen mit schwar­zem Kle­be­band über dem Mund auf Sen­dung. Art­jom Mart­schew­ski, Pro­du­zent von 112 Ukrai­na, beton­te :

Die Behör­den wol­len all jene zum Schwei­gen brin­gen, die sagen, was sie nicht ger­ne hören. Aber egal, was sie tun, sie wer­den nicht in der Lage sein, unab­hän­gi­ge Medi­en mund­tot zu machen. Wir kämp­fen und wer­den wei­ter kämp­fen, bis wir gewin­nen. Wir glau­ben, dass es gesche­hen wird. Frü­her oder spä­ter wird es in der Ukrai­ne wie­der Mei­nungs­frei­heit geben.

Der Gene­ral­di­rek­tor von 112 Ukrai­na Jegor Ben­ken­dorf erklär­te :

Wir wol­len nicht schwei­gen und es war schwer für uns, eine hal­be Stun­de lang still zu sein. Die Welt um uns her­um bleibt nie ste­hen und unse­re Auf­ga­be als hoch­pro­fes­sio­nel­le Jour­na­lis­ten ist es, Ent­wick­lun­gen in Echt­zeit zu ver­fol­gen. Aber wir wol­len auch ehr­lich und offen spre­chen. Es gibt Mil­lio­nen von Men­schen, die uns hören wol­len. Und wenn die Behör­den ihnen eine sol­che Gele­gen­heit vor­ent­hal­ten, dann soll es für den Natio­nal­rat eine hal­be Stun­de Schan­de geben.

Am 26. Sep­tem­ber hat der Natio­nal­rat für Fern­se­hen und Rund­funk der Ukrai­ne fünf Fern­seh­ge­sell­schaf­ten der 112 Ukrai­na-Hol­ding die natio­na­len Rund­funk­li­zen­zen ent­zo­gen. Der Natio­nal­rat begrün­de­te sei­ne Ent­schei­dung damit, dass die zur Hol­ding gehö­ren­den Fern­seh­sen­der nach den Lizenz­be­stim­mun­gen als regio­na­le Sen­der aus­ge­strahlt wer­den soll­ten und nicht als natio­na­le. Oleg Tscher­nysch, Mit­glied des Natio­nal­ra­tes der Ukrai­ne, wies wäh­rend einer Sit­zung der Behör­de dar­auf hin, dass 112 Ukrai­na von nun an nur noch in Kabel­net­zen, im Inter­net sowie über Satel­li­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on sen­den kann.

Der ukrai­ni­sche Fern­seh­sen­der 112 Ukrai­na bezeich­ne­te die Ent­schei­dung der Regu­lie­rungs­be­hör­de als ille­gal und erklär­te, dass er sol­che Maß­nah­men als “stren­ge Zen­sur” anse­he, was Zwei­fel an der Exis­tenz der Mei­nungs­frei­heit in der Ukrai­ne auf­kom­men las­se. Berich­ten zufol­ge ver­lor 112 Ukrai­na auf­grund des Ent­zugs der digi­ta­len Lizenz unge­fähr 40 Pro­zent sei­ner Zuschau­er.

Mehr zum The­ma — ARD-aktu­ell im trans­at­lan­ti­schen Pro­pa­gan­da-Modus : Zerr­bild Ukrai­ne stützt Feind­bild Russ­land

RT Deutsch