Das Schweigen der Menschenrechtler : Russischer Journalist seit einem Jahr in ukrainischer U-Haft


Jour­na­list in einem Land zu sein, in der die Regie­rung einen wegen ungüns­ti­ger Bericht­erstat­tung ins Gefäng­nis ste­cken kann, ist ver­ständ­li­cher­wei­se ris­kant. Zumin­dest gibt es jedoch die Hoff­nung, inter­na­tio­na­le Unter­stüt­zung zu fin­den, wenn man in Schwie­rig­kei­ten gerät. Aus­län­di­sche Regie­run­gen und inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen ver­su­chen in sol­chen Fäl­len, auf­rich­tig zu hel­fen und die Ver­fol­ger unter Druck zu set­zen.

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Kirill Wyschin­skij kann die­se Unter­stüt­zung nicht genie­ßen. Der 52-jäh­ri­ge Rus­se wur­de vor genau einem Jahr von Agen­ten des ukrai­ni­schen Sicher­heits­diens­tes SBU fest­ge­nom­men und des Hoch­ver­rats beschul­digt. Ihm wird vor­ge­wor­fen, als Chef einer rus­si­schen Nach­rich­ten­agen­tur Infor­ma­ti­ons­krieg gegen die Ukrai­ne geführt und die selbst­er­klär­ten Repu­bli­ken der Don­bass-Regi­on unter­stützt zu haben. Wyschin­skij befin­det sich seit­dem in einem ukrai­ni­schen Gefäng­nis. Im schlimms­ten Fall dro­hen ihm bis zu 15 Jah­re Haft.

Wyschin­skij erhält kei­ne medi­zi­ni­sche Behand­lung und darf nur ein­ge­schränkt besucht wer­den. Die ukrai­ni­sche Staats­an­walt­schaft erstell­te eine 80-sei­ti­ge Ankla­ge­schrift, in der 72 von der Nach­rich­ten­agen­tur RIA Nowos­ti ver­öf­fent­lich­te Arti­kel und Mei­nungs­äu­ße­run­gen auf­ge­führt sind, von denen die Staats­an­walt­schaft behaup­tet, sie sei­en mani­pu­la­tiv oder falsch. Der Jour­na­list besteht dar­auf, dass die Anschul­di­gun­gen absurd sind. Er sag­te, dass ein sach­lich kor­rek­ter Nach­rich­ten­be­richt über die Krim oder ein Mei­nungs­ar­ti­kel, der einen his­to­ri­schen Über­blick über die Refe­ren­den in der Ukrai­ne seit der Unab­hän­gig­keit im Jahr 1991 beschreibt, nicht anti-ukrai­nisch sein kön­ne. Die ukrai­ni­sche Staats­an­walt­schaft erwi­der­te, dass auch sach­lich kor­rek­te Arti­kel und Berich­te “anti-ukrai­ni­scher Natur” sein könn­ten.

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Die Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on Amnes­ty Inter­na­tio­nal erwähnt Kirill Wyschin­skijs Namen nicht ein­mal auf ihrer Home­page — auch nicht auf den rus­sisch- und ukrai­nisch­spra­chi­gen Sek­tio­nen der Web­sei­te. Zwar äußer­ten sich Beam­te der OSZE, der Orga­ni­sa­ti­on für Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit in Euro­pa, und Mit­ar­bei­ter des Inter­na­tio­na­len Jour­na­lis­ten­ver­ban­des besorgt über Wyschin­skijs Schick­sal, gaben anläss­lich des Jah­res­ta­ges sei­ner Fest­nah­me jedoch kei­ne offi­zi­el­len Erklä­run­gen ab. Auch das Komi­tee zum Schutz von Jour­na­lis­ten berich­te­te nicht über den Beginn des Pro­zes­ses Anfang April.

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Meh­re­re Demons­tran­ten ver­sam­mel­ten sich heu­te vor der ukrai­ni­schen Bot­schaft in Mos­kau und for­der­ten die Frei­las­sung des Jour­na­lis­ten. Unter ande­rem for­der­ten die Men­schen den neu­en ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wla­di­mir Selenk­sij auf, Wyschin­skij frei­zu­las­sen. Unter den Demons­tran­ten waren auch eini­ge Duma-Abge­ord­ne­te und TV-Mode­ra­to­ren.

RT Deutsch


Künftiger ukrainischer Präsident : Bin bereit für Gespräche mit Moskau


Der poli­ti­sche Sei­ten­ein­stei­ger wird in einer am Sonn­tag ver­brei­te­ten Mit­tei­lung wie folgt zitiert :

Ich hof­fe, dass Russ­land beim nächs­ten Nor­man­die-Tref­fen sei­ne Bereit­schaft zur Dees­ka­la­ti­on unter Beweis stel­len wird. Ich möch­te noch ein­mal beto­nen, dass ich zu Ver­hand­lun­gen bereit bin.

Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin hat­te am Sams­tag erklärt, er wol­le Fal­le eines Gesprächs mit Selens­kij zuerst mit ihm über die Situa­ti­on in den Sepa­ra­tis­ten­ge­bie­ten reden. Es müs­se in ers­ter Linie dar­über gespro­chen wer­den, wie der Kon­flikt gelöst wer­den kön­ne.

Der Komi­ker Selens­kij hat­te vor einer Woche die Wahl zum Prä­si­den­ten haus­hoch gewon­nen. Er beton­te :

Wir sind bereit, die neu­en Bedin­gun­gen für ein Zusam­men­le­ben der Ukrai­ne mit Russ­lands zu dis­ku­tie­ren.

Eine Nor­ma­li­sie­rung der Bezie­hun­gen sei dem­nach aber erst mög­lich, wenn die Halb­in­sel Krim und der Don­bass nicht län­ger “besetzt” sei­en.

Die Ukrai­ne gibt nicht auf ! Ich hof­fe jedoch, dass Russ­land eher zum Spre­chen neigt als zum Schie­ßen”, wird Selens­kij zitiert.

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Putin hin­ge­gen äußer­te die Ansicht, dass die Men­schen in der Ex-Sowjet­re­pu­blik nun Lösun­gen vom künf­ti­gen Staats­ober­haupt erwar­te­ten.

Jeder hat genug von die­sem Kon­flikt und ist müde.

Selens­kij erwi­der­te dem­zu­fol­ge :

Ich bin nicht der all­mäch­ti­ge Gott, dass all mei­ne Wün­sche in Erfül­lung gehen.

Selens­kij hat­te bereits im Wahl­kampf betont, den Frie­dens­plan für die umkämpf­ten Gebie­te im Osten des Lan­des wie­der­zu­be­le­ben. Nach UN-Anga­ben sind in dem Kon­flikt in den Gebie­ten Donezk und Lug­ansk seit 2014 rund 13.000 Men­schen getö­tet wor­den.

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(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


BGH : Deutsche Mutter muss eigenes Kind von ukrainischer Leihmutter adoptieren


Der Bun­des­ge­richts­hof in Karls­ru­he hat am Diens­tag einem Amts­ge­richt Recht gege­ben : Eine Leih­mut­ter ist Kinds­mut­ter. Trotz vor­he­ri­ger Ver­ein­ba­run­gen hin­sicht­lich der Eltern­schaft muss adop­tiert wer­den. Wegen des Auf­ent­halts­or­tes des Kin­des sei deut­sches Recht anzu­wen­den und die­ses sieht eine Leih­mut­ter­schaft nicht vor.
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Ukrainischer Geheimdienst begründet Einreiseverbot für ORF-Reporter mit Sorge um dessen Sicherheit


Die öster­rei­chi­sche Regie­rung hat die Maß­nah­me scharf kri­ti­siert. Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz stell­te sich am Frei­tag an die Sei­te sei­ner Außen­mi­nis­te­rin Karin Kneissl, die das Ver­bot als “in Euro­pa inak­zep­ta­blen Akt der Zen­sur” bezeich­net hat. “Der Bun­des­kanz­ler teilt die Mei­nung der Außen­mi­nis­te­rin in die­ser Cau­sa”, hieß es am Frei­tag aus dem Bun­des­kanz­ler­amt. Auch der OSZE-Beauf­trag­te für die Frei­heit der Medi­en, Har­lem Désir, rief die ukrai­ni­schen Behör­den auf, den ORF-Kor­re­spon­den­ten an der Aus­übung sei­ner beruf­li­chen Tätig­keit in der Ukrai­ne nicht zu hin­dern. Der OSZE-Ver­tre­ter wies dar­auf hin, dass jeder OSZE-Mit­glieds­staat die Arbeit von Jour­na­lis­ten aus ande­ren OSZE-Mit­glieds­staa­ten und den frei­en Ver­kehr von Infor­ma­tio­nen för­dern soll­te.
(RIA Nowos­ti)

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Krim : FSB geht gegen Mitglieder von ukrainischer illegaler Miliz vor


Der FSB lei­te­te gegen bei­de Per­so­nen Straf­ver­fah­ren wegen Mit­glied­schaft in einer ver­bo­te­nen Orga­ni­sa­ti­on ein. Die “Noman Çele­bici­han Bat­tali­on” ist eine krim­ta­ta­ri­sche natio­na­lis­ti­sche Frei­wil­li­gen­or­ga­ni­sa­ti­on, die seit dem Jahr 2016 an der Gren­ze zur Krim aktiv ist. Der Regie­rungs­chef der Repu­blik Krim, Ser­gei Aks­jo­now, hat zuvor erklärt, dass die Ter­ror­ge­fahr sei­tens der Ukrai­ne und der inter­na­tio­na­len Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen wei­ter zunimmt.

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Patriarch von Konstantinopel erkennt Eigenständigkeit neuer ukrainischer „Kirche“ an


Patri­arch Bar­tho­lo­mä­us von Kon­stan­ti­no­pel mit Sitz in Istan­bul hat am Sams­tag einen Erlass signiert, der die Eigen­stän­dig­keit der neu­en „Kir­che“ der Ukrai­ne fest­le­gen soll. Die Zere­mo­nie erleb­ten der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Petro Poro­schen­ko mit sei­ner Ehe­frau Mari­na sowie meh­re­re ukrai­ni­sche hoch­ran­gi­ge Beam­te mit.
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Mit Erlaubnis der Rada – ukrainischer Grenzschutz darf ohne Vorwarnung das Feuer eröffnen


Ohne Vor­war­nung darf der ukrai­ni­sche Grenz­schutz das Feu­er eröff­nen, wenn dies “zur Abwehr eines bewaff­ne­ten Über­falls oder eines Ein­falls bewaff­ne­ter mili­tä­ri­scher Grup­pen oder Ver­bre­cher­grup­pie­run­gen auf das Ter­ri­to­ri­um der Ukrai­ne ; zur [erzwun­ge­nen] Bei­le­gung bewaff­ne­ter Kon­flik­te und Pro­vo­ka­tio­nen ; zur Abwehr eines Über­falls […] auf mili­tä­ri­sche und zivi­le Schif­fe und Boo­te des Staat­li­chen Grenz­schutz­diens­tes der Ukrai­ne oder ande­re zivi­le Was­ser­fahr­zeu­ge der Ukrai­ne” die­ne, zitiert die rus­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur RIA Nowos­ti die Ver­ord­nung des ukrai­ni­schen Par­la­ments. Warn­schüs­se, die Schif­fe etwa bei Ver­fol­gung von Grenz­ver­stö­ßen abge­ben dür­fen, wer­den in einem sepa­ra­ten Punkt des Doku­ments bespro­chen.

Fer­ner führt die­ses Doku­ment eine soge­nann­te “angren­zen­de Zone” der Ukrai­ne zur See ein und legt die­se fest : Dies ist eine Zone in der offe­nen See, die an ein ter­ri­to­ria­les See­ge­wäs­ser der Ukrai­ne angrenzt, des­sen Außen­gren­ze wie­der­um nicht wei­ter als 24 See­mei­len vom Ufer ent­fernt ver­läuft. Die “angren­zen­de Zone” zur See soll 12 See­mei­len breit sein.

Mehr zum The­ma – Wie der Kon­flikt im Asow­schen Meer begann : Die Fest­set­zung des rus­si­schen Fisch­kut­ters “Nord”

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Ukrainischer Premier in Berlin : Stoppt Putin und investiert in die Ukraine


von Wla­dis­law San­kin

Beim drit­ten Deutsch-Ukrai­ni­schen Busi­ness-Forum im Haus der deut­schen Wirt­schaft spra­chen Wla­di­mir Grois­man und Ange­la Mer­kel vor den deut­schen Unter­neh­men, die in der Ukrai­ne tätig sind. Inzwi­schen sind es 2.500 und der bila­te­ra­le Han­del wächst. Wäh­rend der ukrai­ni­sche Pre­mier über­wie­gend sein Land für Reform­for­schrit­te lob­te und für Inves­ti­tio­nen warb, mied die deut­sche Kanz­le­rin The­men mit grö­ße­rem Kon­flikt­po­ten­zi­al nicht.

Sie begrün­de­te aufs Neue die alten anti­rus­si­schen Sank­tio­nen als Fol­ge der “rus­si­schen Ver­let­zung des inter­na­tio­na­len Rechts”. Auch für die Anspan­nung in der Stra­ße von Kersch mach­te sie den rus­si­schen Prä­si­den­ten indi­rekt ver­ant­wort­lich : Er habe die Krim-Brü­cke über die Stra­ße von Kertsch gar nicht bau­en dür­fen. Nun habe die Ukrai­ne Schwie­rig­kei­ten mit dem Zugang zum wich­ti­gen Hafen Mariu­pol im Asow­schen Meer.

Sie ver­sprach jedoch kei­ne neu­en Sank­tio­nen gegen Mos­kau – anders als von Kiew erhofft. Ber­lin ver­langt zwar die Frei­las­sung der fest­ge­setz­ten ukrai­ni­schen See­leu­te, will aber die recht­li­che Lage und die Umstän­de des Kon­flikts genau­er anschau­en. Es sieht nicht nach einem gro­ßen Skan­dal aus.

Viel­leicht auf­grund die­ser Hal­tung hat Wla­di­mir Grois­man bei der dar­auf­fol­gen­den Dis­kus­si­on in den Räu­men der Deut­schen Gesell­schaft für Aus­wär­ti­ge Poli­tik (DGAP) an schar­fen Tönen gegen Russ­land nicht mehr gespart. Die gan­ze demo­kra­ti­sche Welt müs­se den Aggres­sor auf­hal­ten. Er müs­se einen hohen Preis zah­len, sag­te er vor ca. 100 Gäs­ten – Diplo­ma­ten, Jour­na­lis­ten, Wis­sen­schaft­ler und Ver­tre­ter der NGOs. 

Doch auch hier war das Haupt­an­lie­gen des Pre­miers, ein posi­ti­ves Bild der Ukrai­ne zu ver­mit­teln und die deut­sche Sei­te von den gro­ßen Fort­schrit­ten der neu­en ukrai­ni­schen Demo­kra­tie zu über­zeu­gen. Ren­ten­sys­tem, Gesund­heits­we­sen und Bil­dungs­sys­tem wer­den jetzt gleich­zei­tig refor­miert, es ste­he aber die kom­plet­te Sanie­rung des Jus­tiz­sys­tems und der Ver­wal­tung bevor. Die­se Refor­men sei­en der Schlüs­sel zum Erfolg.

Er beklag­te aber, dass “das alte Sys­tem” noch exis­tie­re, was bei­spiels­wei­se die Re-Kon­so­li­die­rung der Par­tei der Regio­nen mög­lich mache und Russ­land eben­so ermög­li­che, auf die bevor­ste­hen­de Wah­len Ein­fluss zu neh­men. Zum Olig­ar­chen­sys­tem, von Ko-Refe­rent Ste­fan Meis­ter ange­spro­chen, sag­te Grois­mann, bei den Olig­ar­chen­klans han­de­le es sich um Mono­po­le, die man durch einen frei­en Markt auf­lo­ckern soll­te.

Nach dem ers­ten Podi­ums­ge­spräch folg­te eine lan­ge Dis­kus­si­on mit den Gäs­ten. Ihr ging ein Hin­weis vor­aus, dass, auf Wunsch des ukrai­ni­schen Gas­tes, die­ser nicht zitiert wer­den dür­fe. Das war scha­de. Denn die inter­es­san­tes­ten Fra­gen – zur mas­sen­haf­ten Arbeits­aus­wan­de­rung aus der Ukrai­ne, Armut, der ange­streb­ten Kir­chen­spal­tung und den genau­en Umstän­den des Grenz­kon­flikts mit Russ­land – folg­ten erst jetzt. Die Ant­wor­ten des Pre­miers eben auf die­se Fra­gen waren wenig aus­sa­ge­kräf­tig, ver­let­zend oder gar unwis­send. So ver­moch­te Wla­di­mir Grois­man kei­ne Argu­men­te zu lie­fern, die bele­gen konn­ten, dass die Ukrai­ne bei dem Kon­flikt im Schwar­zen Meer nicht falsch gehan­delt hät­te. Die jedem Schul­kind bekann­te Bös­ar­tig­keit Russ­land soll­te schon als Argu­ment genü­gen – so kann man die Ant­wor­ten des Pre­miers inter­pre­tie­ren. Aber hier soll­ten die Leser uns aufs Wort glau­ben.

Auch die­ses Tref­fen zeig­te : Die Kie­wer Wunsch­lis­te an den Wes­ten, Russ­land soweit wie mög­lich zu sank­tio­nie­ren und der Ukrai­ne durch einen “zwei­ten Mar­shall-Plan” zu hel­fen, bleibt nur ansatz­wei­se erfüllt. Den­noch, eine Nach­richt, die mit­ten in die Dis­kus­si­on plopp­te, sorg­te bei dem ukrai­ni­schen Pre­mier für ein zufrie­de­nes Lächeln : Donald Trump habe das Tref­fen mit Wla­di­mir Putin auf dem G-20-Gip­fel “wegen der neu­en Krim-Kri­se” abge­sagt.

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