Mit Erlaubnis der Rada – ukrainischer Grenzschutz darf ohne Vorwarnung das Feuer eröffnen


Ohne Vor­war­nung darf der ukrai­ni­sche Grenz­schutz das Feu­er eröff­nen, wenn dies “zur Abwehr eines bewaff­ne­ten Über­falls oder eines Ein­falls bewaff­ne­ter mili­tä­ri­scher Grup­pen oder Ver­bre­cher­grup­pie­run­gen auf das Ter­ri­to­ri­um der Ukrai­ne ; zur [erzwun­ge­nen] Bei­le­gung bewaff­ne­ter Kon­flik­te und Pro­vo­ka­tio­nen ; zur Abwehr eines Über­falls […] auf mili­tä­ri­sche und zivi­le Schif­fe und Boo­te des Staat­li­chen Grenz­schutz­diens­tes der Ukrai­ne oder ande­re zivi­le Was­ser­fahr­zeu­ge der Ukrai­ne” die­ne, zitiert die rus­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur RIA Nowos­ti die Ver­ord­nung des ukrai­ni­schen Par­la­ments. Warn­schüs­se, die Schif­fe etwa bei Ver­fol­gung von Grenz­ver­stö­ßen abge­ben dür­fen, wer­den in einem sepa­ra­ten Punkt des Doku­ments bespro­chen.

Fer­ner führt die­ses Doku­ment eine soge­nann­te “angren­zen­de Zone” der Ukrai­ne zur See ein und legt die­se fest : Dies ist eine Zone in der offe­nen See, die an ein ter­ri­to­ria­les See­ge­wäs­ser der Ukrai­ne angrenzt, des­sen Außen­gren­ze wie­der­um nicht wei­ter als 24 See­mei­len vom Ufer ent­fernt ver­läuft. Die “angren­zen­de Zone” zur See soll 12 See­mei­len breit sein.

Mehr zum The­ma – Wie der Kon­flikt im Asow­schen Meer begann : Die Fest­set­zung des rus­si­schen Fisch­kut­ters “Nord”

RT Deutsch


Ukrainischer Premier in Berlin : Stoppt Putin und investiert in die Ukraine


von Wla­dis­law San­kin

Beim drit­ten Deutsch-Ukrai­ni­schen Busi­ness-Forum im Haus der deut­schen Wirt­schaft spra­chen Wla­di­mir Grois­man und Ange­la Mer­kel vor den deut­schen Unter­neh­men, die in der Ukrai­ne tätig sind. Inzwi­schen sind es 2.500 und der bila­te­ra­le Han­del wächst. Wäh­rend der ukrai­ni­sche Pre­mier über­wie­gend sein Land für Reform­for­schrit­te lob­te und für Inves­ti­tio­nen warb, mied die deut­sche Kanz­le­rin The­men mit grö­ße­rem Kon­flikt­po­ten­zi­al nicht.

Sie begrün­de­te aufs Neue die alten anti­rus­si­schen Sank­tio­nen als Fol­ge der “rus­si­schen Ver­let­zung des inter­na­tio­na­len Rechts”. Auch für die Anspan­nung in der Stra­ße von Kersch mach­te sie den rus­si­schen Prä­si­den­ten indi­rekt ver­ant­wort­lich : Er habe die Krim-Brü­cke über die Stra­ße von Kertsch gar nicht bau­en dür­fen. Nun habe die Ukrai­ne Schwie­rig­kei­ten mit dem Zugang zum wich­ti­gen Hafen Mariu­pol im Asow­schen Meer.

Sie ver­sprach jedoch kei­ne neu­en Sank­tio­nen gegen Mos­kau – anders als von Kiew erhofft. Ber­lin ver­langt zwar die Frei­las­sung der fest­ge­setz­ten ukrai­ni­schen See­leu­te, will aber die recht­li­che Lage und die Umstän­de des Kon­flikts genau­er anschau­en. Es sieht nicht nach einem gro­ßen Skan­dal aus.

Viel­leicht auf­grund die­ser Hal­tung hat Wla­di­mir Grois­man bei der dar­auf­fol­gen­den Dis­kus­si­on in den Räu­men der Deut­schen Gesell­schaft für Aus­wär­ti­ge Poli­tik (DGAP) an schar­fen Tönen gegen Russ­land nicht mehr gespart. Die gan­ze demo­kra­ti­sche Welt müs­se den Aggres­sor auf­hal­ten. Er müs­se einen hohen Preis zah­len, sag­te er vor ca. 100 Gäs­ten – Diplo­ma­ten, Jour­na­lis­ten, Wis­sen­schaft­ler und Ver­tre­ter der NGOs. 

Doch auch hier war das Haupt­an­lie­gen des Pre­miers, ein posi­ti­ves Bild der Ukrai­ne zu ver­mit­teln und die deut­sche Sei­te von den gro­ßen Fort­schrit­ten der neu­en ukrai­ni­schen Demo­kra­tie zu über­zeu­gen. Ren­ten­sys­tem, Gesund­heits­we­sen und Bil­dungs­sys­tem wer­den jetzt gleich­zei­tig refor­miert, es ste­he aber die kom­plet­te Sanie­rung des Jus­tiz­sys­tems und der Ver­wal­tung bevor. Die­se Refor­men sei­en der Schlüs­sel zum Erfolg.

Er beklag­te aber, dass “das alte Sys­tem” noch exis­tie­re, was bei­spiels­wei­se die Re-Kon­so­li­die­rung der Par­tei der Regio­nen mög­lich mache und Russ­land eben­so ermög­li­che, auf die bevor­ste­hen­de Wah­len Ein­fluss zu neh­men. Zum Olig­ar­chen­sys­tem, von Ko-Refe­rent Ste­fan Meis­ter ange­spro­chen, sag­te Grois­mann, bei den Olig­ar­chen­klans han­de­le es sich um Mono­po­le, die man durch einen frei­en Markt auf­lo­ckern soll­te.

Nach dem ers­ten Podi­ums­ge­spräch folg­te eine lan­ge Dis­kus­si­on mit den Gäs­ten. Ihr ging ein Hin­weis vor­aus, dass, auf Wunsch des ukrai­ni­schen Gas­tes, die­ser nicht zitiert wer­den dür­fe. Das war scha­de. Denn die inter­es­san­tes­ten Fra­gen – zur mas­sen­haf­ten Arbeits­aus­wan­de­rung aus der Ukrai­ne, Armut, der ange­streb­ten Kir­chen­spal­tung und den genau­en Umstän­den des Grenz­kon­flikts mit Russ­land – folg­ten erst jetzt. Die Ant­wor­ten des Pre­miers eben auf die­se Fra­gen waren wenig aus­sa­ge­kräf­tig, ver­let­zend oder gar unwis­send. So ver­moch­te Wla­di­mir Grois­man kei­ne Argu­men­te zu lie­fern, die bele­gen konn­ten, dass die Ukrai­ne bei dem Kon­flikt im Schwar­zen Meer nicht falsch gehan­delt hät­te. Die jedem Schul­kind bekann­te Bös­ar­tig­keit Russ­land soll­te schon als Argu­ment genü­gen – so kann man die Ant­wor­ten des Pre­miers inter­pre­tie­ren. Aber hier soll­ten die Leser uns aufs Wort glau­ben.

Auch die­ses Tref­fen zeig­te : Die Kie­wer Wunsch­lis­te an den Wes­ten, Russ­land soweit wie mög­lich zu sank­tio­nie­ren und der Ukrai­ne durch einen “zwei­ten Mar­shall-Plan” zu hel­fen, bleibt nur ansatz­wei­se erfüllt. Den­noch, eine Nach­richt, die mit­ten in die Dis­kus­si­on plopp­te, sorg­te bei dem ukrai­ni­schen Pre­mier für ein zufrie­de­nes Lächeln : Donald Trump habe das Tref­fen mit Wla­di­mir Putin auf dem G-20-Gip­fel “wegen der neu­en Krim-Kri­se” abge­sagt.

Mehr zum The­ma — “Eine gro­ße Freun­din der Ukrai­ne”: Poro­schen­ko setzt auf Kanz­le­rin Mer­kel

RT Deutsch


Absturz ukrainischer Su-27 : US-Luftwaffe bestätigt „Involvierung“ von US-Militär


Ein US-Mili­tär ist bei dem Absturz einer Su-27-Maschi­ne mit betrof­fen gewe­sen. Dies geht aus einer Mit­tei­lung der Luft­streit­kräf­te der Ver­ei­nig­ten Staa­ten in Euro­pa (USAFE) her­vor. Aller­dings konn­te die Behör­de sich nicht dazu äußern, ob der Betrof­fe­ne tot oder ver­letzt sei.
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Unabhängigkeit Ukrainischer Kirche : Geistliche verurteilen „katastrophalen Beschluss“


Das Öku­me­ni­sche Patri­ar­chat von Kon­stan­ti­no­pel hat Ansprü­che auf die Metro­po­lie Kiew erho­ben, folgt es aus einem am Don­ners­tag ver­öf­fent­lich­ten Erlass. Die Rus­sisch-Ortho­do­xe Kir­che stuf­te die Ent­schei­dung als Lega­li­sie­rung der Spal­tung ein.
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Deshalb wurde ukrainischer Verteidigungsminister nicht zum Nato-Gipfel eingeladen


Der ukrai­ni­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Ste­pan Pol­torak darf bereits zwei Jah­re hin­ter­ein­an­der nicht am Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter der Nato-Staa­ten teil­neh­men. Das berich­te­te die ukrai­ni­sche Online-Zei­tung „Ewr­ope­js­ka­ja Praw­da“ am Don­ners­tag.
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Qual der Wahl : Ukrainischer Politiker befürchtet Stopp von Zugverkehr mit Russland


Die ukrai­ni­sche Wirt­schaft wird im Fall einer Schlie­ßung der Gren­ze zu Russ­land zusam­men­bre­chen, glaubt der Abge­ord­ne­te der Wer­chow­na Rada (Par­la­ment) Igor Mos­sijt­schuk. Die­se Mei­nung äußer­te er gegen­über dem TV-Sen­der „112 Ukrai­ne“.
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Keine “Kreml-Propaganda”: Tödlicher Überfall ukrainischer Faschisten auf Roma-Lager


Der jüngs­te Vor­fall ereig­ne­te sich in der West­ukrai­ne, in der Nähe der Stadt Lwiw. Dort grif­fen mas­kier­te und bewaff­ne­te Natio­na­lis­ten eine Roma-Sied­lung an. Der auch mit Base­ball­schlä­gern aus­ge­stat­te­te Mob mach­te dabei auch vor Frau­en und Kin­dern nicht halt. Meh­re­re Men­schen, dar­un­ter ein zehn­jäh­ri­ges Kind, wur­den zum Teil schwer ver­letzt. Ein 24-jäh­ri­ger Bewoh­ner der Sied­lung ver­lor bei dem Über­fall auf­grund mas­si­ver Stich­ver­let­zun­gen sein Leben.

Nach Anga­ben des Poli­zeisspre­chers Jaros­law Tra­ka­lo wur­den bis­lang sie­ben Per­so­nen fest­ge­nom­men. Die mut­maß­li­chen Täter sind dem­nach zwi­schen 16 und 17 Jah­re alt. Ein Zwan­zig­jäh­ri­ger wur­de unter dem Ver­dacht, die Tat geplant zu haben, in Gewahr­sam genom­men. Der dies­mal töd­li­che Aus­gang des Über­falls scheint dabei die trans­at­lan­tisch gepräg­te Pres­se­land­schaft auf­ge­schreckt zu haben. Dabei han­delt es sich nur um die Spit­ze des Eis­bergs eines um sich grei­fen­den Rechts­ex­tre­mis­mus, der bis­lang jedoch geflis­sent­lich über­gan­gen oder der berühmt-berüch­tig­ten “rus­si­schen Des­in­for­ma­ti­on” in die Schu­he gescho­ben wur­de.

Im April 2018 etwa brann­te die ultra­na­tio­na­lis­ti­sche Grup­pie­rung C14 ein Roma-Lager in der ukrai­ni­schen Haupt­stadt Kiew ab und mach­te Jagd auf Frau­en und Kin­der. Nach eige­nen Anga­ben nahm die Poli­zei jedoch kei­ne Ermitt­lun­gen auf – schließ­lich habe nie­mand Anzei­ge erstat­tet.

In einem gemein­sa­men Brief mach­ten vier Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen, dar­un­ter Amnes­ty Inter­na­tio­nal und Human Rights Watch, bereits auf die untrag­ba­ren Zustän­de auf­merk­sam und warn­ten vor einer “Zunah­me von Angrif­fen rechts­ex­tre­mer Grup­pen auf Min­der­hei­ten in der Ukrai­ne”.

Mehr zum The­ma — Jüdi­scher Welt­kon­gress : Ver­dop­pe­lung anti­se­mi­ti­scher Angrif­fe in der Ukrai­ne

Der Tep­pich, unter den all die­se Vor­komm­nis­se bis­her auch sei­tens der Bun­des­re­gie­rung gekehrt wur­den, wird der­weil zuse­hends zur Stol­per­fal­le. Und so konn­te nun selbst das NATO-Sprach­rohr schlecht­hin, der Atlan­tic Coun­cil, nicht mehr umhin, das Nazi-Pro­blem der Ukrai­ne beim Namen zu nen­nen.

Dies lässt auf­hor­chen und dar­auf schlie­ßen, dass die Spreng­kraft der Ent­wick­lung das müh­sam ent­wi­ckel­te Nar­ra­tiv der sich gegen die “rus­si­sche Aggres­si­on” ver­tei­di­gen­den “pro-west­li­chen Ukrai­ne” zuneh­mend gefähr­det.

Die RT-Lesern schon lan­ge bekann­ten extre­mis­ti­schen Kräf­te müs­sen nun mut­maß­lich zurück­ge­pfif­fen und deren Umtrie­be zumin­dest ein­ge­dämmt wer­den. Was bis­her als “Kreml-Pro­pa­gan­da” abge­tan wur­de, stellt sich zuse­hends und offen­sicht­lich als unap­pe­tit­li­che Rea­li­tät her­aus.

Es klingt wie Kreml-Pro­pa­gan­da, ist es aber nicht”, scheint sich der Atlan­tic Coun­cil in betref­fen­dem Arti­kel daher selbst zu wun­dern.

Autor Josh Cohen ver­weist dar­auf, dass die genann­te Neo­na­zi-Trup­pe C14 vom Ukrai­ni­schen Minis­te­ri­um für Jugend und Sport finan­ziert wird, um in der Ukrai­ne “natio­nal-patrio­ti­sche Pro­jek­te” auf die Bei­ne zu stel­len. Dies und ähn­li­che wei­te­re Ent­wick­lun­gen stün­den für ein “gefähr­li­ches Bei­spiel für eine still­schwei­gen­de Akzep­tanz oder sogar Ermu­ti­gung der wach­sen­den Geset­zes­lo­sig­keit der rechts­ex­tre­men Grup­pen, wil­lens Gewalt gegen die­je­ni­gen ein­zu­set­zen, die sie nicht mögen, durch die Staats­or­ga­ne”.

Was bis­lang nicht nur von wenig objek­ti­ven Ukrai­ne-Akti­vis­ten wie Rebec­ca Harms, Ver­tre­tern einer ver­meint­li­chen “libe­ra­len Moder­ne” wie Ralf Fücks und ande­ren uner­schro­cke­nen Trans­at­lan­ti­kern wütend als “rus­si­sche Des­in­for­ma­ti­on” ins Reich der “asym­me­tri­schen Kriegs­füh­rung” Mos­kaus ver­bannt wur­de, wird nun nüch­tern dar­ge­legt.

So wird kon­sta­tiert, dass sich die Aus­fäl­le und Gewalt­aus­brü­che kei­nes­wegs auf Roma beschrän­ken. So wur­den “anti­fa­schis­ti­sche Demons­tra­tio­nen, Stadt­rats­tref­fen, eine Ver­an­stal­tung von Amnes­ty Inter­na­tio­nal, Kunst­aus­stel­lun­gen, LGBT-Ver­an­stal­tun­gen und Umwelt­ak­ti­vis­ten” eben­falls Opfer von C14, der Asow-Miliz, Swo­bo­das, des Rech­ten Sek­tors und Co.

Am 8. März grif­fen gewalt­tä­ti­ge Grup­pie­run­gen in der gesam­ten Ukrai­ne Demons­tran­tin­nen zum Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag an. Nur in weni­gen Fäl­len schritt die Poli­zei ein, um die­se Angrif­fe zu unter­bin­den, und in man­chen Fäl­len ver­ha­fe­te­ten die Sicher­heits­kräf­te fried­li­che Demon­tran­ten statt der Angrei­fer”, hält Cohen fest.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt ? Wohl kaum, gehör­ten die rechts­ex­tre­men Ultra­na­tio­na­lis­ten doch bereits zum geo­po­li­ti­schen Kal­kül, der zum “Mai­dan” und schließ­lich zum Staats­streich in der Ukrai­ne führ­te. Es dürf­te also nun nicht um sehr viel mehr gehen als dar­um, die Geis­ter die man rief, zumin­dest an die Ket­te zu neh­men. Zu wich­tig ist die Ukrai­ne als mili­tan­te Speer­spit­ze, um das Zerr­bild des “aggre­si­ven Russ­land” auf­recht­erhal­ten zu kön­nen, und zu vie­le Mil­li­ar­den wur­den dem kor­rup­ten Poro­schen­ko-Régime schon in den Rachen gewor­fen, um das natio­na­lis­ti­sche Kiew-Sys­tem jetzt fal­len zu las­sen.

Mehr zum The­ma — Babt­schen­ko-Gate : Kiews Todes­lis­te von Jour­na­lis­ten — Cui bono ?

Nicht ohne Grund ent­schie­den die EU-Bot­schaf­ter Ende Mai, der Ukrai­ne einen Kre­dit in Höhe von einer Mil­li­ar­de Euro zu gewäh­ren — auch ohne dass die ent­spre­chen­den Bedin­gun­gen erfüllt wur­den. Kei­ne Zwei­fel las­sen die EU-Staa­ten­len­ker daher auch an der ver­meint­li­chen Tat­sa­che auf­kom­men, dass für die erneut auf­flam­men­den Kämp­fe in der Ost­ukrai­ne und die damit ein­her­ge­hen­de Ver­let­zung der Mins­ker Ver­ein­ba­run­gen nur Mos­kau ver­ant­wort­lich zu machen ist. Von Jour­na­lis­ten­mor­den und faden­schei­ni­gen -Inhaf­tie­run­gen ganz zu schwei­gen, die kei­ne Empö­rung in der trans­at­lan­ti­schen Pres­se­land­schaft her­vor­ru­fen, kön­nen sie doch nicht Mos­kau ange­las­tet wer­den.

Exper­ten und Beob­ach­ter fürch­ten der­weil, dass der Zug bereits abge­fah­ren ist und sich der Geist des Extre­mis­mus nicht mehr an die Ket­te neh­men lässt. Der Mai­dan-Kri­ti­ker und Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Iwan Kat­scha­now­ski warn­te immer wie­der vor den Gefah­ren der Ver­harm­lo­sung des ukrai­ni­schen Ultra­na­tio­na­lis­mus. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de twit­ter­te er :

Rechts­ex­tre­me Gewalt wur­de in der Ukrai­ne nor­ma­li­siert und ver­brei­tet, nach­dem sie bei gewalt­tä­ti­gen Angrif­fen wäh­rend des Mai­dan, den Ode­sa-Mas­sa­kern (sic!), dem Krieg im Don­bas und poli­ti­schen Mor­den eine ent­schei­den­de Rol­le spiel­ten. Aber west­li­che Regie­run­gen und Medi­en haben sich ent­schie­den, dies zu leug­nen und zu igno­rie­ren. Jetzt ist es zu spät.

Bei dem jüngs­ten Angriff in der Ukrai­ne durch Ultra­na­tio­na­lis­ten han­delt es sich nach Ein­schät­zung des Zen­tral­rat Deut­scher Sin­ti und Roma in Hei­del­berg um das ins­ge­samt “fünf­te Pogrom von rechts­ex­tre­men Grup­pen gegen Roma” wäh­rend der ver­gan­ge­nen bei­den Mona­te. Dabei wür­den die Über­fal­le teil­wei­se gefilmt und ins Inter­net gestellt.

Es scheint, als ob Mor­de und Gewalt­ta­ten gegen Roma in der Ukrai­ne und in Euro­pa zur Nor­ma­li­tät wer­den sol­len”, kri­ti­sier­te der Zen­tral­rats­vor­sit­zen­de Roma­ni Rose.

Der­weil will der ukrai­ni­sche Inlands­ge­heim­dienst SBU Indi­zi­en dafür gefun­den haben, dass in dem jüngs­ten Über­fall auf ein Roma-Lager die Spur, wie könn­te es anders sein, nach Russ­land füh­re.

RT Deutsch