Julia Skripal steht in Großbritannien unter Druck – Viktoria Skripal


Im Skri­pal-Fall wer­den zuneh­mend mehr Details bekannt, die Lon­dons Glaub- und Ver­trau­ens­wür­dig­keit erheb­lich unter­mi­nie­ren. Nun hat auch Vik­to­ria Skri­pal, die Cou­si­ne der in Groß­bri­tan­ni­en ver­gif­te­ten Julia Skri­pal, erklärt, dass Lon­don anschei­nend Druck auf die Ver­gif­tungs­op­fer aus­übt.
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Unter westlichem Schutz : Islamisten setzten in Syrien systematisch Giftgas ein — auch gegen Kurden


Russ­land beschul­dig­te am Frei­tag die bri­ti­sche Regie­rung, den mut­maß­li­chen Gift­gas­an­griff in der syri­schen Stadt Duma von vor einer Woche mit­in­sze­niert und ange­lei­tet zu haben. Der Spre­cher des rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums, Gene­ral­ma­jor Igor Kona­schen­kow, sag­te vor der Pres­se :

Wir haben Bewei­se, die offen­ba­ren, dass Groß­bri­tan­ni­en direkt an der Orga­ni­sa­ti­on die­ser Pro­vo­ka­ti­on betei­ligt war.

Gespenstischer Flashmob im Krankenhaus von Duma

Der Gene­ral­ma­jor berich­te­te von Zeu­gen­aus­sa­gen aus dem Kran­ken­haus von Duma. Zwei Ärz­te von der Not­fall-Abtei­lung hät­ten berich­tet, eine Grup­pe Unbe­kann­ter sei dort ein­ge­drun­gen und habe laut geschrien, die ein­ge­lie­fer­ten Pati­en­ten sei­en mit Kampf­gas ver­seucht. Dar­auf­hin brach Panik unter den Anwe­sen­den aus. Die Ein­dring­lin­ge hät­ten einen Was­ser­schlauch mit­ge­führt, die­sen ange­schlos­sen und die Pati­en­ten damit abge­duscht. Aus Angst vor dem Gift hät­ten die Pati­en­ten und deren Ver­wand­te sich auch gegen­sei­tig mit Was­ser über­gos­sen.

Die Ein­dring­lin­ge film­ten dem­nach das Gesche­hen mit Video­ka­me­ras und ver­schwan­den so schnell wie­der, wie sie gekom­men waren.

Kona­schen­kow bestand dar­auf, dass die Ärz­te des Kran­ken­hau­ses ver­si­cher­ten, kein ein­zi­ger Pati­ent habe Sym­pto­me einer Che­mi­ka­li­en­ver­let­zung gezeigt. “Lon­don hat star­ken Druck auf die als Ret­tungs­hel­fer auf­tre­ten­den Weiß­hel­me aus­ge­übt”, beton­te der rus­si­sche Mili­tär­chef. Und :

Man ver­lang­te von der Orga­ni­sa­ti­on, dass sie einen Angriff mit che­mi­schen Waf­fen vor­täu­schen sol­le.

Weißhelme” gedeihen bislang nur in islamistischen Biotopen

Die im Kran­ken­haus von Duma, Ost-Ghu­ta auf­ge­nom­me­nen Vide­os und Fotos wur­den anschlie­ßend von der Orga­ni­sa­ti­on der “Weiß­hel­me” ver­brei­tet. Sie sind nach wie vor die ein­zi­gen Bewei­se, auf die sich die NATO-Staa­ten bis­her stüt­zen.

Die Weiß­hel­me wer­den aus den USA, Eng­land, Deutsch­land und Frank­reich mit Mil­lio­nen­be­trä­gen finan­ziert. Die Orga­ni­sa­ti­on ist als Ret­tungs­hel­fer aller­dings aus­schließ­lich in den von radi­ka­len Isla­mis­ten kon­trol­lier­ten Gebie­ten aktiv. Sie ste­hen unter dem mit Film- und Foto­ma­te­ri­al beleg­ten Ver­dacht, dass zahl­rei­che ihrer Mit­glie­der die radi­ka­len Isla­mis­ten unter­stüt­zen und sich auch an bewaff­ne­ten Aktio­nen betei­li­gen.

Die bri­ti­sche Bot­schaf­te­rin bei der UNO, Karen Pier­ce, sag­te hin­ge­gen :

Die rus­si­schen Kom­men­ta­re sind eine gro­be Ver­zer­rung des­sen, was vor Ort pas­siert. Das ist eine ekla­tan­te Lüge, es ist die schlimms­te Art Fake-News, die wir bis­her von der rus­si­schen Pro­pa­gan­da­ma­schi­ne gese­hen haben.

Frau Pier­ce sprach im UN-Sicher­heits­rat, nach­dem der Bot­schaf­ter Mos­kaus bei der UNO, Was­si­li Nebens­ja, Groß­bri­tan­ni­en vor­ge­wor­fen hat­te, eine west­li­che Agen­da zu unter­stüt­zen, um den syri­schen Füh­rer Bas­har al-Assad abzu­set­zen und Russ­land zurück­zu­drän­gen.

Falls es eine Che­mie­waf­fen-Atta­cke in Duma gege­ben haben soll­te, müss­ten auch die radi­kal-isla­mis­ti­schen Kämp­fer als mög­li­che Täter in Betracht gezo­gen wer­den, beton­te Nebens­ja. Es sei gro­tesk, dass kein west­li­cher Regie­rungs­ver­tre­ter die­se Mög­lich­keit in sei­nen Dis­kurs mit­ein­be­zieht. Denn es gebe zahl­lo­se ver­öf­fent­lich­te Indi­zi­en, Videobe­rich­te und selbst Ein­ge­ständ­nis­se der “Kämp­fer”, die bewei­sen, dass Gift­gas immer wie­der von die­ser Sei­te ein­ge­setzt wur­de. 

Express.com berichtet über Chemiewaffeneinsatz islamischer Extremisten gegen Kurden

So berich­te­te das bri­ti­sche Medi­um Express.com am 12.04. über den Ein­satz von ver­bo­te­nen Kriegs­waf­fen sei­tens der “Armee des Islam” (Dscha­isch al-Islam) gegen die Kur­den. Die­se Orga­ni­sa­ti­on war noch in Duma prä­sent, als die angeb­li­che Fass­bom­be mit Chlor­gas dort vom Him­mel fiel.

Mehr zum The­ma - Rus­si­scher Außen­mi­nis­ter : Che­mie­an­griff eine Insze­nie­rung — Aus­län­di­scher Geheim­dienst invol­viert

Express.com zitiert die Nach­rich­ten­agen­tur Kur­di­stan 24. Dem­nach habe die Grup­pe im April 2016 selbst ein­ge­räumt, in einem über­wie­gend kur­disch besie­del­ten Gebiet in der Stadt Alep­po im Nor­den Syri­ens che­mi­sche Waf­fen ein­ge­setzt zu haben.

Dies gab Dscha­isch al-Islam sogar in einer offi­zi­el­len Erklä­rung zu :

Einer der Feld­kom­man­deu­re in Alep­po benutz­te Waf­fen, die er bei sol­chen Kon­fron­ta­tio­nen nicht benut­zen durf­te.

Die Grup­pe behaup­te­te, der Bri­ga­de­kom­man­dant sei dafür vor ein Mili­tär­ge­richt gestellt wor­den. Redur Kha­lil, ein Spre­cher der kur­di­schen Volks­schutz­ein­hei­ten (YPG) in den syri­schen Kur­den­ge­bie­ten, sag­te :

Die Erklä­rung der Grup­pe kam nach der Vor­la­ge zahl­rei­cher schlüs­si­ger Bewei­se und Berich­te über Gift­ga­se, die beim Beschuss des Bezirks Sheikh Maq­soud in Alep­po ein­ge­setzt wor­den waren.

Er füg­te hin­zu, dass Dscha­isch al-Islam und die Al-Kai­da-nahe Al-Nusra-Front schon meh­re­re Male ver­bo­te­ne Waf­fen gegen Kur­den ein­ge­setzt hät­ten.

Das US-Pres­se­or­gan Dai­ly Beast berich­te­te zudem dar­über, dass die­se Rebel­len­grup­pe wahl­los die Nach­bar­schaft beschos­sen und dabei mit che­mi­schen Gasen gefüll­te Gra­na­ten benutzt hat­te. Hun­der­te von Zivi­lis­ten sei­en dadurch getö­tet wor­den.

Mehrfach Reste von C-Waffen-Beständen aus Terroristenbesitz in eingenommenen Territorien entdeckt

Nach­dem die syri­sche Armee mit­hil­fe von Russ­land die Stadt Alep­po vom Isla­mi­schen Staat und ande­ren Ter­ro­ris­ten­grup­pen befreit hat­te, fand man in deren ver­las­se­nen Gebäu­den gro­ße Men­gen an Che­mi­ka­li­en und Vor­rich­tun­gen, die es die­sen ermög­licht hät­ten, che­mi­sche Waf­fen selbst zu bau­en. Mit Fotos und Vide­os wur­den die Fun­de auch doku­men­tiert und ver­öf­fent­licht.

Auch am 12. und 13. März fan­den syri­sche Trup­pen in zwei von den Ter­ro­ris­ten auf­ge­ge­be­nen Dör­fern in der Gegend von Ghu­ta ton­nen­wei­se toxi­sche Sub­stan­zen, dar­un­ter auch Chlor. Infol­ge die­ses Fun­des hat­te das rus­si­sche Außen­mi­nis­te­ri­um auch davor gewarnt, dass ein mög­li­ches “Fake”-Attentat bevor­ste­hen könn­te.

Die Regie­rungs­spit­zen der NATO-Staa­ten haben die­se Indi­zi­en kom­plett ver­schwie­gen — bis heu­te. Nun wür­den sie, so mei­nen Kri­ti­ker, den Drit­ten Welt­krieg pro­vo­zie­ren — um den angeb­li­chen Ein­satz von che­mi­schen Waf­fen zu bestra­fen. Die nach Ein­schät­zung rus­si­scher Exper­ten “höchst wahr­schein­li­chen” Täter hin­ge­gen konn­ten seit Jah­ren mit che­mi­schen Waf­fen syri­sche Zivi­lis­ten töten, ohne dass west­li­che Regie­run­gen das jemals öffent­lich erwähnt hät­ten. Aber wer wür­de denn in die­sem Zusam­men­hang von Kom­pli­zen­schaft spre­chen ?

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Militärbasis in Syrien unter Beschuss — mehrere Opfer


Unklar war zunächst, wer für den Beschuss ver­ant­wort­lich war. Gerüch­te, dass es sich um einen US-Angriff han­deln könn­te, wies das Pen­ta­gon zurück. “Der­zeit führt das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um kei­ne Luft­schlä­ge in Syri­en aus”, sag­te ein Pen­ta­gon-Spre­cher am Sonn­tag (Orts­zeit). Nichts­des­to­trotz wer­de die Situa­ti­on genau beob­ach­tet.

Mehr zum The­ma — Syri­sche Staats­me­di­en : Isla­mis­ten zie­hen aus Duma ab

Liba­ne­si­schen Medi­en zufol­ge hat­ten Bewoh­ner nahe der süd­öst­li­chen Gren­ze zu Syri­en in den frü­hen Mor­gen­stun­den von Kampf­jets im Luft­raum berich­tet, was mög­li­cher­wei­se auf einen Angriff aus Isra­el hin­deu­ten könn­te. (dpa)

RT Deutsch


Tanker rammt Haus an Bosporus und legt Schifffahrt unter Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke lahm


War­um die unter mal­te­si­scher Flag­ge fah­ren­de “Vit­aspi­rit” auf den Kai im asia­ti­schen Teil der Stadt auf­prall­te, war zunächst nicht klar. Zu der Unfall­stel­le eil­ten sofort Ret­tungs­kräf­te und Schlep­per. Das Gelän­de wur­de brei­t­räu­mig eva­ku­iert. Das Gebäu­de stürz­te teil­wei­se ein. Nach eini­gen Anga­ben soll das Ruder des Schiffs kaputt­ge­gan­gen sein. (Hür­riy­et Dai­ly News/Yeni Şafak)

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Unter Russlands Vermittlung : Nun soll auch Dschaisch al-Islam Waffen niederlegen


Russ­lands Mili­tärs haben eine vor­läu­fi­ge Ver­ein­ba­rung mit der isla­mis­ti­schen Grup­pie­rung Dscha­isch al-Islam* getrof­fen. Die bewaff­ne­te Oppo­si­ti­ons­grup­pe soll das syri­sche Ost-Ghu­ta ver­las­sen. Das teil­te Gene­ral­ma­jor Juri Jew­tu­schen­ko, Chef des rus­si­schen Aus­söh­nungs­zen­trums in Syri­en, mit.
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Goldgräberstimmung auf Grace Mugabes Farm : Simbabwes einst mächtigste Frau leidet unter Willkür


Nach Anga­ben der ört­li­chen Zei­tung News Day rode­ten die Ein­dring­lin­ge auf der Farm zahl­rei­che Zitrus­bäu­me und zer­stör­ten vie­le Bewäs­se­rungs­an­la­gen. Grace Muga­be habe die Män­ner gebe­ten, ihr Grund­stück zu ver­las­sen, und Häme über sich erge­hen las­sen müs­sen. So rie­fen die Män­ner der Frau von Robert Muga­be zu, dass sie kei­ne Macht mehr habe. Sie wür­den ihr Grund­stück ver­las­sen, wenn sie ihnen Arbeit ver­schaf­fen wür­de. Die einst mäch­tigs­te Frau des Lan­des ging zur Poli­zei und zeig­te die ille­ga­len Akti­vi­tä­ten an. Grace Muga­be gab die Zahl der Ein­dring­lin­ge mit unge­fähr 400 an. (News Dai­ly)

Mehr zum The­ma - Sim­bab­we kürt ers­te “Miss Albi­no” — 85 Dol­lar als Preis­geld

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Westliche Presse : “Diktator” Putin gewinnt “gefälschte” Wahlen unter Nowitschok-Einfluss


Als Putin sei­nen Anhän­gern von der Büh­ne auf dem Roten Platz aus für einen erd­rutsch­ar­ti­gen Sieg dank­te, roll­ten west­li­che Ver­kaufs­stel­len bereits lang vor­be­rei­te­te Nach­rich­ten­ge­schich­ten aus, wel­che als Aus­druck von “Hal­tung” wie gewohnt Bericht­erstat­tung und Mei­nung groß­zü­gig misch­ten. Aus einem Bericht von AP : 

Die Wah­len waren durch weit ver­brei­te­te Berich­te über Wahl­fäl­schung und erzwun­ge­ne Stimm­ab­ga­ben durch­tränkt, aber die Beschwer­den wer­den wahr­schein­lich nicht dazu füh­ren, Putin zu unter­gra­ben. Die Popu­la­ri­tät des rus­si­schen Füh­rers ist trotz der Unter­drü­ckung von Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten und Vor­wür­fen aus dem Wes­ten über Russ­lands zuneh­mend aggres­si­ve Hal­tung in der Welt­po­li­tik und angeb­li­cher Ein­mi­schung in die US-Wah­len 2016 hoch.

Die Washing­ton Post bezeich­ne­te die Wahl am Sonn­tag als “auf­wän­di­ges Prä­si­dent­schafts­wahl-Spek­ta­kel”, wel­ches “die Wah­len legi­ti­mie­ren woll­te”, was “Kri­ti­ker als Scha­ra­de” bezeich­ne­ten, indem sie die Wahl­be­tei­li­gung als Aus­druck von “Man­gel an Span­nung oder popu­lä­ren Oppo­si­ti­ons­kan­di­da­ten” dar­stell­ten, was wie­der­um die Men­schen ein­schüch­ter­te und zwang, daheim zu blei­ben. Die New York Times nann­te die Wah­len eine “lee­re Übung” und zog vor­her­seh­ba­re Par­al­le­len : 

Vor­bei waren die sowje­ti­schen Tage, als nur ein Name zur Abstim­mung stand und der Gewin­ner gewöhn­lich 99 Pro­zent der Stim­men erhielt. Der Geist, der das Land über­zog, war jedoch ähn­lich wie die Bil­der von Herrn Putin und sei­nem Wahl­kampf-Slo­gan “Star­ker Prä­si­dent, star­kes Russ­land”.

Gefühlte Fakten in anglo-amerikanischen Blättern

In sei­nem Top-Bericht schrieb CNN, dass Putin “einen straf­fe­ren Ein­fluss auf die Macht anstre­be”, wäh­rend die­ser gleich­zei­tig die Leser­schaft dar­an erin­nert, dass “er jetzt schon seit dem sowje­ti­schen Dik­ta­tor Josef Sta­lin der dienst­äl­tes­te Füh­rer des Lan­des ist” [was nicht rich­tig ist — dies wäre Leo­nid Bre­schnew ; RT]. CNN füg­te hin­zu, dass Putin “in die­ser Wahl auf Kon­fron­ta­ti­on mit inter­na­tio­na­len Spie­lern setzt”.

Rupert Mur­dochs News Corp Aus­tra­lia küm­mer­te sich nicht ein­mal um sol­che Nuan­cen und bezeich­ne­te Putin gera­de­her­aus als einen “Dik­ta­tor”, obwohl der Arti­kel spä­ter geän­dert wur­de, um die Abstim­mung ledig­lich als “unver­meid­lich” zu bezeich­nen.

Für den Guar­di­an stel­le Putin “para­do­xer­wei­se zuerst einen Flucht­plan auf”. Andrew Roth, Kor­re­spon­dent des Guar­di­an für Mos­kau : 

Die Kreml-Poli­tik ist zu einem Blut­sport gewor­den. Mit einer schrump­fen­den Wirt­schaft [auch unwahr ; RT] und Eli­ten, die vor einer mög­li­chen Nach­fol­ge-Schlacht manö­vrie­ren, sind die Mes­ser drau­ßen.

In die­sem Jahr wur­de die übli­che Ana­ly­se auch mit Behaup­tun­gen ver­se­hen, dass ein Mos­kau­er Agent Ser­gej Skri­pal mit dem Gift Nowit­schok ver­gif­tet habe — “eine grau­si­ge Visi­ten­kar­te”, um eine bri­ti­sche Ant­wort zu pro­vo­zie­ren, so der Guar­di­an. Aus­tra­li­ens ABC-Nach­rich­ten :

Eine Aus­ein­an­der­set­zung mit Lon­don kann Putin kei­nen Scha­den zufü­gen, vor allem bei Wäh­lern, die sei­ne kom­pro­miss­lo­se natio­na­lis­ti­sche Welt­an­schau­ung und sein schwe­len­des Gefühl der Vik­ti­mi­sie­rung tei­len. Die diplo­ma­ti­sche Kri­se, die die­ser Ver­gif­tungs­fall ver­ur­sacht hat, könn­te ihm hel­fen, mehr Leu­te in Wahl­lo­ka­le zu brin­gen.

Der ehe­ma­li­ge Dop­pel­agent Ser­gej Skri­pal und sei­ne Toch­ter wur­den wohl Opfer eines Angriffs mit einer che­mi­schen Sub­stanz. Groß­bri­tan­ni­en zog schnell die Schluss­fol­ge­rung, dass die rus­si­sche Regie­rung schuld sei. Mos­kau for­der­te eine Pro­be des Gifts an. Es soll sich um ein Ner­ven­gift namens “Nowit­schok” han­deln, so der Vor­wurf. Auf die ange­kün­dig­te Aus­wei­sung rus­si­scher Diplo­ma­ten aus Groß­bri­tan­ni­en zieht auch Russ­land ent­spre­chen­de Kon­se­quen­zen und erklär­te 23 Mit­ar­bei­ter der bri­ti­schen Bot­schaft in Mos­kau zu “uner­wünsch­ten” Per­so­nen. Auch die deut­sche Pres­se stürzt sich, in ihrer Wahl­be­richt­erstat­tung am mor­gen nach der Wahl, auf den Fall Skri­pal. 

Deutsche Pressestimmen nach Putins Wahlsieg

Die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung begrüßt ihre Leser mit den fol­gen­den Wor­ten : 

Guten Mor­gen ! Putin bie­tet dem Wes­ten nach sei­ner tri­um­pha­len Wie­der­wahl die Stirn. Er gibt damit einen Vor­ge­schmack auf die nächs­ten Jah­re. […] Kon­flik­te wie den Streit um den Gift­an­schlag in Groß­bri­tan­ni­en aus­zu­räu­men, dürf­te nicht leich­ter wer­den. 

Der Arti­kel kon­zen­triert sich auf den Fall Skri­pal und Vor­wür­fe der Wahl­ma­ni­pu­la­ti­on. 

Die Bild titel­te am mor­gen nach der Wahl : “Hat der Gift-Kri­mi Putin gehol­fen?: 

Über­schat­tet wur­de die Wahl von Mani­pu­la­ti­ons­vor­wür­fen : Oppo­si­ti­on und Wahl­be­ob­ach­ter mel­de­ten 2.700 Ver­stö­ße. Ein kla­rer Sieg des 65-Jäh­ri­gen war erwar­tet wor­den, nicht zuletzt, weil sein Haupt­wi­der­sa­cher Ale­xej Nawal­ny von der Wahl aus­ge­schlos­sen war. Putins sie­ben Gegen­kan­di­da­ten gal­ten von vorn­her­ein als chan­cen­los. 

Die deut­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ursu­la von der Ley­en stell­te sich in einem Live-Gespräch der Bild Fra­gen zu Putin unter dem Titel “Putin lässt bom­ben. Putin lässt mit Gift mor­den. Aber : Er bleibt Prä­si­dent ! Haben wir ihm nichts ent­ge­gen­zu­set­zen ? Sind wir zu schwach, sind wir ohn­mäch­tig gegen Putin?” Von der Ley­en ver­weist auf das “stärks­te Mili­tär­bünd­ins der Welt”, die NATO — und bezeich­net Russ­land als ein “abge­schot­te­tes, wirt­schaft­lich schwa­ches Land”. Die Wirt­schafts­sank­tio­nen “ein­mal ein­ge­setzt, tun rich­tig weh”, so von der Ley­en. Zu Syri­en sag­te sie : “Es ist ein Grau­en, was dort pas­siert”, hier zei­ge sich Putins “Rück­sichts­lo­sig­keit”. Der Rück­zug der USA habe ein Vaku­um hin­ter­las­sen und die Euro­pä­er müss­ten die­ses fül­len. 

Der Bild-Chef Juli­an Rei­chelt zum Wahl­er­geb­nis : “Es ist absurd, das als Wahl zu bezeich­nen.” Der Spie­gel schreibt : “Wäh­ler­mo­bi­li­sie­rung durch Skri­pal, Putin-Mit­ar­bei­ter dankt bri­ti­scher Regie­rung”. Die Süd­deut­sche wid­met dem Wahl­sieg einen Kom­men­tar der rus­si­schen Poli­to­lo­gin Eka­te­ri­na Schul­mann. Die­se bezeich­net Russ­land als ein “poli­ti­sches Sys­tem ohne Raum für Kon­kur­renz”:

Wenn im Wett­ren­nen nur ein Läu­fer antritt, dann ist es uner­heb­lich, wann genau er über die Ziel­li­nie läuft. Auf der Sie­ger­tri­bü­ne wird er auf dem ers­ten Platz ste­hen. Das wird dann als Popu­la­ri­tät inter­pre­tiert. Gäbe es ein Sys­tem frei­er poli­ti­scher Kon­kur­renz in Russ­land, wür­den die­se Wer­te anders aus­fal­len. 

Die ande­ren Kan­di­da­ten hät­ten nur “deko­ra­ti­ven Cha­rak­ter” gehabt. Die Kon­kur­renz sei eine “Insze­nie­rung” gewe­sen. 

RT Deutsch


Putins Heli unter Beschuss : „Ich dachte, das wäre ein Feuerwerk“


Wla­di­mir Putin ist wäh­rend einer Dienst­rei­se in die Kau­ka­sus-Repu­blik Tsche­tsche­ni­en unter Beschuss gera­ten und einer Bom­ben­ex­plo­si­on ent­kom­men. Der Vor­fall liegt mehr als 18 Jah­re zurück, wur­de aber erst jetzt öffent­lich bekannt. Der rus­si­sche Prä­si­dent schil­der­te ihn in einer Doku, die vor weni­gen Tagen erschie­nen ist.
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