Trumps Berater nennt weitere Ursache für Ausstieg der USA aus INF-Vertrag


Einer der Grün­de für den Aus­tritt der USA aus dem Ver­trag über nuklea­re Mit­tel­stre­cken­sys­te­me (INF-Ver­trag) ist eine Viel­zahl sol­cher Rake­ten in Chi­na, wie der Sicher­heits­be­ra­ter des Wei­ßen Hau­ses, John Bol­ton, in einer Fox-News-Live­sen­dung sag­te.
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Forscher nennen neue Ursache für Herzinfarkte und Schlaganfälle – Studie


Der sys­to­li­sche und der dia­sto­li­sche Blut­druck kön­nen laut For­schern des US-ame­ri­ka­ni­schen For­schungs­zen­trums „Kai­ser Per­ma­nen­te“ mit dem Risi­ko eines Herz­in­farkts und eines Schlag­an­falls glei­cher­ma­ßen ver­bun­den sein. Dies berich­tet das Fach­por­tal „Eure­kAl­ert!“ unter Beru­fung auf die ent­spre­chen­de Stu­die.
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Sri Lanka : Deutscher Terrorexperte analysiert die Ursache der Tragödie


Rolf Topho­ven, Direk­tor des Insti­tuts für Kri­sen­prä­ven­ti­on (IFTUS) in Essen (frü­her Insti­tut für Ter­ro­ris­mus­for­schung und Sicher­heits­po­li­tik), kom­men­tiert im Gespräch mit Sput­nik die Ter­ror­ak­te in Sri Lan­ka. Der bekann­te Ana­lyst poli­tisch moti­vier­ter Gewalt schließt eine Ter­ror­ge­fahr für Euro­pa nicht aus.
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Sexuelle Revolution der 68er Schuld an Missbrauchsfällen : Papst zur Ursache des Bösen


Der eme­ri­tier­te Papst Bene­dikt XVI. sieht die Mit­schuld am sexu­el­len Miss­brauch in der Kir­che bei den so genann­ten „68ern“. Deren Gott­lo­sig­keit und ein ver­que­rer Moral­kom­pass sei­en die Haupt­ur­sa­che für die Sexu­al­de­lik­te.
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Riesiger Feuerball am Himmel über Venezuela gesichtet – Netz rätselt über Ursache der Erscheinung


Das fol­gen­de Video – in dem der Feu­er­ball zufäl­lig gefilmt wur­de, als jemand eine Kin­der­par­ty film­te – war eines der ers­ten, das im Inter­net auf­tauch­te. Bis­lang gab es kei­ne offi­zi­el­len Aus­sa­gen über das Gesche­he­ne.

Vie­le Inter­net­nut­zer reagier­ten auf den Vor­fall mit Iro­nie. “Gera­de wenn du denkst, es kön­ne nichts Selt­sa­me­res in Vene­zue­la pas­sie­ren, dann fällt ein Meteo­rit”, spot­te­te ein Nut­zer.

RT Deutsch


Neoliberale Ordnung steht für endlose Kriege und ist die Ursache für Untergang der EU


von Ali Özkök

Glenn Die­sen ist Pro­fes­sor an der Hig­her School of Eco­no­mics Mos­kau. Sei­ne For­schungs­ge­bie­te umfas­sen den Eura­sia­nis­mus, Geo­öko­no­mie und Neo­mo­der­nis­mus.

Sie haben das Buch “Der Zer­fall der west­li­chen Zivi­li­sa­ti­on und die Auf­er­ste­hung Russ­lands” geschrie­ben. Dar­in kri­ti­sie­ren Sie die “libe­ra­le Ord­nung” Euro­pas. Kön­nen Sie erklä­ren, wor­an Sie ihre Kri­tik fest­ma­chen ?

Ich kri­ti­sie­re vor allem den radi­ka­len Libe­ra­lis­mus, da jede Tugend in ihrem Über­maß zum Las­ter wird. Der Libe­ra­lis­mus ist an sich eine gro­ße Errun­gen­schaft der west­li­chen Zivi­li­sa­ti­on, da er den inne­ren Wert des Ein­zel­nen erhöht hat. Ich behaup­te nur, dass die Zivi­li­sa­ti­on ein Gleich­ge­wicht zwi­schen Wan­del und Kon­ti­nui­tät, zwi­schen Kon­ser­va­ti­vis­mus und Libe­ra­lis­mus erfor­dert. In den 1980er Jah­ren begann ein über­mä­ßi­ger Wirt­schafts­li­be­ra­lis­mus die tra­di­tio­nel­le Rol­le des Staa­tes zu unter­gra­ben, um die sozia­len Aus­wir­kun­gen der Markt­kräf­te als Gegen­ge­wicht zur Markt­ef­fi­zi­enz abzu­mil­dern. Wäh­rend der poli­ti­sche Libe­ra­lis­mus und der Natio­nal­staat in einem wider­sprüch­li­chen, aber für bei­de Sei­ten vor­teil­haf­ten Ver­hält­nis auf­wuch­sen, begann sich die­ses Gleich­ge­wicht ab den 1990er Jah­ren zu lösen, als der poli­ti­sche Libe­ra­lis­mus dem Natio­nal­staat den Rücken kehr­te. Ein über­trie­be­ner Libe­ra­lis­mus, der den klas­si­schen Kon­ser­va­ti­vis­mus zer­stört, bewirkt schließ­lich eine Gegen­re­ak­ti­on, die sich im Auf­kom­men poli­ti­scher Alter­na­ti­ven — ins­be­son­de­re auf der rech­ten Sei­te — mani­fes­tiert hat.

Es gibt aber auch Reak­tio­nen auf der lin­ken Sei­te, die die poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che neo­li­be­ra­le Ord­nung und den end­lo­sen Appe­tit auf Krie­ge zur Wie­der­her­stel­lung der Welt nach dem Vor­bild des Wes­tens ver­ab­scheu­en.

Sie argu­men­tie­ren, dass Trump nicht zum poli­ti­schen Estab­lish­ment in den USA gehö­ren wür­de. Aber auch er ist ein Mil­li­ar­där, der den ehe­ma­li­gen CIA-Direk­tor als Prä­si­dent zu sei­nem Außen­mi­nis­ter mach­te. Was unter­schei­det Trump Ihrer Mei­nung nach von der libe­ra­len Éli­te ?

Ich akzep­tie­re Ihren Stand­punkt über den Wider­spruch von Trump, da er ein Mil­li­ar­där ist, der in einem Wol­ken­krat­zer lebt, der behaup­tet, sich den Eli­ten ent­ge­gen­zu­stel­len. Im Lau­fe der Geschich­te sehen wir jedoch oft, wie revo­lu­tio­nä­re Füh­rer aus den Eli­ten kom­men, die ver­kün­den, die Mar­gi­na­li­sier­ten und Unter­drück­ten zu ver­tre­ten. Trump unter­schei­det sich von den libe­ra­len Eli­ten, da er nicht libe­ral ist. Trump sieht die Welt als Riva­li­tät zwi­schen Natio­na­lis­ten und Glo­ba­li­sie­rern — und er ver­ab­scheut die libe­ra­len Eli­ten, die bereit sind, natio­na­le Iden­ti­tät, Kul­tur, Wer­te und Fer­ti­gungs­jobs auf­zu­ge­ben, als Gegen­leis­tung für die Teil­nah­me an der glo­ba­len Wirt­schaft. Kurz gesagt, Trump ist ein Sym­ptom der kos­mo­po­li­ti­schen und glo­ba­lis­ti­schen Ten­den­zen, die den klas­si­schen Kon­ser­va­ti­vis­mus unter­gra­ben haben. Trump schaff­te es an die Macht zu kom­men, als er erkann­te, dass er sei­ne Ver­ach­tung für die Zer­stö­rung der US-Indus­trie­ba­sis, die Schwä­chung der tra­di­tio­nel­len natio­na­len Kul­tur und Iden­ti­tät, zum Aus­druck brin­gen kann. Ich sage nicht, dass er sei­nen Wahl­ver­spre­chen treu geblie­ben ist, aber das sind die Grün­de, war­um die Ame­ri­ka­ner ihn gewählt haben.

Es gibt Kon­ser­va­ti­ve, die ger­ne behaup­ten, dass Trump im Grun­de genom­men ein Freund Russ­lands ist. Die Ver­gan­gen­heit hat jedoch gezeigt, dass Trump, wie sein Vor­gän­ger Oba­ma, Russ­land bestraft und unter poli­ti­schen Druck setzt. Ist das nicht ein Wider­spruch ?

Es ist schwie­rig, ein “Freund” Russ­lands zu sein, ohne die Macht­struk­tu­ren und Ideo­lo­gi­en in Fra­ge zu stel­len, die die kol­lek­ti­ve Füh­rung des Wes­tens stüt­zen. Wir haben unse­re Archi­tek­tur des Kal­ten Krie­ges nie refor­miert, und die “euro­päi­sche Inte­gra­ti­on” bedeu­tet ledig­lich, die Trenn­li­ni­en wei­ter nach Osten zu ver­la­gern, indem sie die Nach­bar­län­der zwingt, zwi­schen “uns” und Russ­land zu wäh­len.

Ich glau­be, dass Trump wirk­lich mit Mos­kau aus­kom­men will, um zu ver­hin­dern, dass Russ­land in die Arme Chi­nas drif­tet. Er erkennt an, dass der Wes­ten in den 1990er Jah­ren die Gele­gen­heit zu einer poli­ti­schen Eini­gung mit Russ­land ver­geu­det hat, und er scheint bereit zu sein, das Pri­mat der NATO in Euro­pa aus­zu­han­deln und mög­li­cher­wei­se sogar eine poli­ti­sche Eini­gung in Euro­pa nach dem Kal­ten Krieg zu erzie­len. In Washing­ton besteht jedoch ein über­par­tei­li­cher Kon­sens dar­über, dass die NATO und die euro­päi­sche Block­po­li­tik hei­lig sind und nicht refor­miert wer­den dür­fen. Es gibt kei­ne Chan­ce für Trump, poli­ti­sche Unter­stüt­zung vom poli­ti­schen Estab­lish­ment zu erhal­ten.

Sie kri­ti­sie­ren, dass die EU einen Föde­ra­lis­mus in Euro­pa radi­kal durch­drückt, der den Natio­nal­staat lang­sam aber sicher auf­löst. Wie stel­len Sie sich die Alter­na­ti­ve vor und kön­nen vie­le klei­ne euro­päi­sche Staa­ten in einer glo­ba­li­sier­ten Welt effek­tiv exis­tie­ren ?

Ich stim­me zu, dass die klei­nen Staa­ten von regio­na­len Ver­ein­ba­run­gen durch­aus viel zu gewin­nen haben, da sie dadurch in die Lage ver­setzt wer­den, ihre Sou­ve­rä­ni­tät zu schüt­zen und die kol­lek­ti­ve Ver­hand­lungs­macht gegen­über exter­nen Befug­nis­sen sowohl in geo­öko­no­mi­scher als auch in geo­po­li­ti­scher Hin­sicht zu ent­wi­ckeln. Es ist jedoch zwi­schen föde­ra­lis­ti­schen und funk­tio­na­lis­ti­schen Inte­gra­ti­ons­for­ma­ten zu unter­schei­den. Föde­ra­lis­ten wol­len Macht als Selbst­zweck inte­grie­ren und bün­deln — auch wenn es wirt­schaft­lich, poli­tisch und sicher­heits­tech­nisch kei­nen Sinn macht. Im Gegen­satz dazu ver­su­chen Funk­tio­na­lis­ten, sich nur in Berei­che zu inte­grie­ren, die die wirt­schaft­li­che, poli­ti­sche und sicher­heits­tech­ni­sche Situa­ti­on ihrer Mit­glieds­staa­ten ver­bes­sern. Die­se Unter­schei­dung ist wich­tig, da die Mit­glied­staa­ten bereit sind, die Sou­ve­rä­ni­tät zu bün­deln, soweit es durch die Vor­tei­le gerecht­fer­tigt ist, die die EU dem Natio­nal­staat bie­ten kann. Der Bin­nen­markt und der Schen­gen-Raum sind gute Bei­spie­le für eine funk­tio­na­lis­ti­sche Inte­gra­ti­on, die die kol­lek­ti­ve Stär­ke und Ver­hand­lungs­macht erhöht hat, ohne das Kräf­te­ver­hält­nis zwi­schen den Mit­glied­staa­ten zu stö­ren, da die west­eu­ro­päi­schen Län­der sehr ähn­li­che Volks­wirt­schaf­ten haben.

Wel­che Rol­le spielt die gemein­sa­me Wäh­rung Euro ?

Der Euro und die anhal­ten­den Erwei­te­rungs­wel­len wie­der­um wer­den letzt­end­lich die Ursa­che für den Unter­gang der EU sein. Der Euro ist ein föde­ra­lis­ti­sches Pro­jekt, das ohne Zustim­mung der Euro­pä­er inte­griert wer­den soll. Eine poli­ti­sche Uni­on ist erfor­der­lich, um eine Finanz­uni­on zu ent­wi­ckeln, und eine Finanz­uni­on ist erfor­der­lich, um eine Wäh­rungs­uni­on zu schaf­fen.

Der Euro kann als halb­fer­ti­ge Stra­te­gie bezeich­net wer­den, da er eine Ket­ten­re­ak­ti­on der Inte­gra­ti­on und Macht­kon­zen­tra­ti­on aus­lö­sen soll­te. Die Pro­ble­me einer Wäh­rungs­uni­on kön­nen nur mit einer Steuer­uni­on gelöst wer­den, und die Steuer­uni­on kann nur durch die Ent­wick­lung einer poli­ti­schen Uni­on funk­tio­nie­ren. Die Erwei­te­rung brach­te die unter­schied­lichs­ten Volks­wirt­schaf­ten zusam­men, und in der Fol­ge beschwer­te sich das Ver­ei­nig­te König­reich über den über­mä­ßi­gen Zustrom aus­län­di­scher Arbeits­kräf­te, und Polen beschwer­te sich über die wirt­schaft­li­chen und sozia­len Kos­ten, die durch den Exo­dus sei­ner Bevöl­ke­rung ent­ste­hen. Dar­über hin­aus ent­wirrt sich das inter­ne Macht­gleich­ge­wicht der EU, da Ber­lin zur De-fac­to-Haupt­stadt der EU wird, da die deut­sche Geo­öko­no­mie und eine abge­wer­te­te Wäh­rung dazu bei­getra­gen haben, die Pro­duk­ti­ons­macht von den Mit­tel­meer­län­dern nach Deutsch­land zu ver­la­gern.

Das Macht­gleich­ge­wicht geht nun zu Ende, wenn Groß­bri­tan­ni­en aus dem Block aus­tritt und die ita­lie­ni­sche Wirt­schaft aus­ein­an­der fällt. Die Macht­kon­zen­tra­ti­on in Deutsch­land wird in Süd- und Ost­eu­ro­pa zu Res­sen­ti­ments und Wider­stand füh­ren. Dar­über hin­aus wird die EU, ohne die Fähig­keit ein­zu­schrän­ken, ihren Mit­glie­dern wirt­schaft­li­chen Nut­zen zu brin­gen, stär­ker auf Zwang ange­wie­sen sein, indem sie ihre Mit­glied­staa­ten sank­tio­niert und tyran­ni­siert. Ich sehe kei­ne Zukunft für die EU in ihrer jet­zi­gen Form, und ich erwar­te, dass sie sich zu einer EU mit meh­re­ren Geschwin­dig­kei­ten ent­wi­ckelt, in der sich ähn­li­che Mit­glied­staa­ten zusam­men­schlie­ßen. Die libe­ra­le Illu­si­on von gemein­sa­men Wer­ten als Grund­la­ge für die Inte­gra­ti­on mach­te die EU in Bezug auf die not­wen­di­gen geo­öko­no­mi­schen Macht­über­le­gun­gen blind.

War­um glau­ben Sie, dass aus­ge­rech­net rech­te Bewe­gun­gen bereit wären, den NATO/EU-Expan­sio­nis­mus an den Gren­zen Russ­lands zu stop­pen und eine lang­fris­ti­ge Lösung für die Rol­le Russ­lands nach dem Kal­ten Krieg in Euro­pa zu fin­den ?

Unse­re schlech­ten Bezie­hun­gen zu Russ­land sind auf das Stre­ben nach einer libe­ra­len Hege­mo­nie nach dem Kal­ten Krieg zurück­zu­füh­ren, die die Welt ideo­lo­gisch in libe­ra­le Demo­kra­ti­en gegen­über auto­ri­tä­ren Staa­ten neu auf­ge­teilt hat. Die Popu­lis­ten nei­gen dazu, die Welt als geteilt zu sehen, in Natio­na­lis­mus ver­sus Glo­ba­lis­mus oder Patrio­tis­mus ver­sus Kos­mo­po­li­tis­mus. In einer sol­chen Welt geht Russ­land vom Geg­ner zum Ver­bün­de­ten über. Der Mensch ist ein sozia­les Tier und wir orga­ni­sie­ren uns instink­tiv in Grup­pen oder Stäm­men.

Der radi­ka­le Libe­ra­lis­mus dekon­stru­iert die­se Grup­pen, indem er den Ein­zel­nen von der will­kür­li­chen Auto­ri­tät sei­ner Ver­gan­gen­heit, Tra­di­tio­nen, Reli­gi­on, Kul­tur, Fami­li­en­ein­heit und sogar sei­nes bio­lo­gi­schen Geschlechts befreit. Die ent­ge­gen­ge­setz­te Ten­denz Russ­lands in die­sen Fra­gen macht Mos­kau zu einem attrak­ti­ven Ver­bün­de­ten. Es gibt auch eine all­ge­mei­ne Ent­täu­schung dar­über, was die libe­ra­le Hege­mo­nie dem Wes­ten gebracht hat. Unser Krieg gegen Liby­en und Syri­en hat den Nahen Osten desta­bi­li­siert, uns isla­mi­schen Fun­da­men­ta­lis­ten aus­ge­setzt und eine Wel­le von Flücht­lin­gen und Migran­ten nach Euro­pa gebracht. Mit der Unter­stüt­zung des Put­sches in der Ukrai­ne haben wir Ost­eu­ro­pa desta­bi­li­siert, uns mit neo­na­zis­ti­schen Grup­pen wie dem Azov-Batail­lon ver­bün­det und Russ­land mit Chi­na zusam­men­ge­bracht. Dar­über hin­aus ent­frem­det die sehr enge Defi­ni­ti­on von Demo­kra­tie in Brüs­sel, die kei­ne kul­tu­rel­len Unter­schie­de berück­sich­tigt, nun auch Ungarn, Polen und ande­re Mit­glieds­staa­ten.

Eines der wich­tigs­ten Pro­ble­me Euro­pas ist Ihrer Mei­nung nach die Flücht­lings­kri­se. Aber Sie argu­men­tie­ren auch, dass die Flücht­lings­kri­se mit dem wirt­schaft­li­chen Expan­sio­nis­mus des Wes­tens zu tun hat. Inwie­weit sind die Prin­zi­pi­en des Kapi­ta­lis­mus und letzt­lich der NATO das eigent­li­che Pro­blem, wenn es dar­um geht, die Ursa­chen von Flücht­lings­kri­sen zu ver­ste­hen ?

Die Flücht­lings­kri­se ver­schärf­te ledig­lich die bestehen­den Pro­ble­me. Die größ­te Schwä­che der EU sind der Euro und die Erwei­te­rung, da sie Staa­ten mit zu unter­schied­li­chem wirt­schaft­li­chem Ent­wick­lungs­stand ein­be­zieht. Ich habe Bre­x­it, den wirt­schaft­li­chen Nie­der­gang Ita­li­ens und Frank­reichs und die exis­ten­zi­el­le Kri­se in einem ande­rem Buch vor­her­ge­sagt, das ich vor der Flücht­lings­kri­se ver­öf­fent­licht habe. Auch wenn dies nicht der ein­zi­ge Grund ist, beschleu­nigt die Flücht­lings­kri­se die Frag­men­tie­rung und den end­gül­ti­gen Unter­gang der EU. Deutsch­land wird zu Recht für die Kri­se ver­ant­wort­lich gemacht, da Ber­lin die EU-Gren­zen für alle Flücht­lin­ge als offen erklärt hat, jedoch vor­aus­ge­gan­gen waren die von den USA, dem Ver­ei­nig­ten König­reich und Frank­reich geführ­ten Kriegs­an­stren­gun­gen gegen Liby­en und Syri­en, die die­se huma­ni­tä­re Kata­stro­phe ver­ur­sacht haben. Zusam­men­fas­send führ­te die von libe­ra­ler Wahn­vor­stel­lung inspi­rier­te Poli­tik zu einem popu­lis­ti­schen Gegen­schlag. Die Auf­nah­me von Flücht­lin­gen, die vor einem Krieg flie­hen, ist eine freund­li­che und edle Tat, aber jede Tugend in ihrem Über­maß wird zum Las­ter.

Der rasan­te demo­gra­fi­sche Wan­del und die ein­ge­schränk­te Fähig­keit der Euro­pä­er, ihre eige­ne Kul­tur zu repro­du­zie­ren, haben bei den Kon­ser­va­ti­ven eine mora­li­sche Panik aus­ge­löst — die daher bereit sind, extre­me­re Poli­ti­ker zu wäh­len, um die libe­ra­len Eli­ten von der Macht zu ent­fer­nen. In wirt­schaft­li­cher Hin­sicht gibt es jetzt eine Reak­ti­on auf den in den 1980er Jah­ren ein­ge­führ­ten Wirt­schafts­li­be­ra­lis­mus, der Arbeit­neh­mer und Gemein­schaf­ten anfäl­lig für bru­ta­le Markt­kräf­te und eine unhalt­ba­re inter­na­tio­na­le Arbeits­tei­lung mach­te, die die Fer­ti­gung aus­la­ger­te. Wirt­schaft­li­che Effi­zi­enz wur­de immer durch sozia­le Ver­ant­wor­tung des Staa­tes aus­ge­gli­chen, aber die west­li­che Zivi­li­sa­ti­on ist zuneh­mend öko­no­misch deter­mi­nis­tisch gewor­den. Wäh­rend wir frü­her Staa­ten mit Volks­wirt­schaf­ten waren, sind wir heu­te Volks­wirt­schaf­ten mit Staa­ten gewor­den.

Vie­len Dank für das Gespräch !

RT Deutsch


Roskosmos nennt Ursache für Irrfahrt von Sojus-FG-Rakete – nun offiziell


Die jüngs­te Hava­rie mit einer Sojus-FG-Rake­te ist laut dem Exe­ku­tiv­di­rek­tor des Bereichs Bemann­te Raum­fahrt der rus­si­schen Staats­kor­po­ra­ti­on Roskos­mos, Ser­gej Kri­kal­jow, durch den Aus­fall eines Sen­sors bei der Tren­nung der ers­ten Rake­ten­stu­fe von der zwei­ten ver­ur­sacht wor­den.
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Russlands Raumfahrtbehörde nennt Ursache der Sojus-Havarie mit zwei Crew-Mitgliedern an Bord


Infol­ge des tech­ni­schen Ver­sa­gens ver­lief die Abtren­nung der ers­ten und der zwei­ten Rake­ten­stu­fe feh­ler­haft. Ein Teil der Sojus-FG-Rake­te stieß dabei gegen den Brenn­stoff­tank der zwei­ten Rake­ten­stu­fe und beschä­dig­te ihn, wes­we­gen die ers­te Stu­fe der Rake­te zer­stört wur­de. Die Raum­fah­rer Ale­xei Owt­schi­nin und Nick Hague konn­ten dabei glimpf­lich not­lan­den. Das war die ers­te Hava­rie einer bemann­ten rus­si­schen Rake­te seit 35 Jah­ren. (TASS)

Mehr zum The­ma — Kos­mo­naut Owt­schi­nin über Sojus-Hava­rie : “Pas­sie­ren kann alles, aber wir sind dar­auf gefasst”

RT Deutsch