Verdächtiger von Limburg kam 2015 als Flüchtling nach Deutschland und war als Gewalttäter bekannt


Der 32-jäh­ri­ge Syrer, der am Mon­tag in der Innen­stadt von Lim­burg mit einem gestoh­le­nen Lkw meh­re­re Autos ramm­te, war im Novem­ber 2015 als Flücht­ling nach Deutsch­land ein­ge­reist. Im Jahr dar­auf erhielt er einen sub­si­diä­ren Schutz­sta­tus.

Wie der Spie­gel berich­tet, ver­fügt er seit Anfang Okto­ber 2019 über kei­nen gül­ti­gen Auf­ent­halts­sta­tus mehr. Wegen des Bür­ger­kriegs in Syri­en, der in wei­ten Tei­len des Lan­des längst been­det ist, führt Deutsch­land auch syri­sche Gewalt­tä­ter und Gefähr­der nicht in ihr Hei­mat­land zurück.

Der Mann, des­sen Name die Bild mit Omar A. angibt, leb­te bis zu der Tat von Lim­burg im hes­si­schen Lan­gen in einem Hotel, das als Flücht­lings­un­ter­kunft dien­te. An sei­nem Wohn­ort war der Ver­däch­ti­ge als aggres­siv bekannt. Wegen sei­nes aggres­si­ven Ver­hal­tens soll er kei­ne Arbeit gefun­den haben. Er fiel wie­der­holt durch sei­nen exzes­si­ven Alko­hol­kon­sum auf.

Im August soll Omar A. im nord­rhein-west­fä­li­schen Moers eine 16-Jäh­ri­ge unsitt­lich berührt und deren Mut­ter geschla­gen haben, als sie ein­grei­fen woll­te. Er fiel auch mit einen Dieb­stahl und einem Dro­gen­de­likt auf. Wegen des Vor­falls in Moers wird wegen Kör­per­ver­let­zung gegen in ermit­telt.

Am Mon­tag bes­tig A. einen Lkw, der an einer roten Ampel war­te­te, und warf den Fah­rer aus der Kabi­ne. Dar­auf­hin setz­te er sich selbst ans Steu­er und fuhr nach meh­re­ren hun­dert Metern in sie­ben auf der Stra­ße hal­ten­de Pkw und einen Trans­por­ter. Acht Men­schen wur­den bei der Tat ver­letzt.

Der Ver­däch­ti­ge ver­ließ dar­auf­hin offen­bar eben­falls ver­letzt die Fah­rer­ka­bi­ne. Drei zufäl­lig anwe­sen­de Bun­des­po­li­zis­ten woll­ten ihm ers­te Hil­fe leis­ten. Als sie von dem Syrer ange­grif­fen wur­den, nah­men sie ihn fest.

Am Diens­tag­abend wur­de gegen den Mann Haft­be­fehl erlas­sen. Vor­ge­wor­fen wer­den ihm ver­such­ter Mord, gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung und gefähr­li­cher Ein­griff in den Stra­ßen­ver­kehr.

Das Motiv des Ver­däch­ti­gen ist laut Behör­den noch immer unklar. Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer erklär­te dazu am Diens­tag­nach­mit­tag :

Mei­ne letz­te Infor­ma­ti­on ist die, dass nach dem momen­ta­nen Stand es kei­ne Anhalts­punk­te gibt für einen ter­ro­ris­ti­schen Hin­ter­grund. Ich sage aus­drück­lich : nach dem momen­ta­nen Stand … Wir blei­ben aber natür­lich dahin­ter und leuch­ten das gan­ze Umfeld aus.

Die Bun­des­an­walt­schaft in Karls­ru­he, die für Ter­ror­er­mitt­lun­gen zustän­dig ist, hat das Ver­fah­ren bis­lang nicht an sich gezo­gen.

In der Nacht zum Diens­tag durch­such­te die Poli­zei nach Anga­ben der Ermitt­ler die Woh­nung des Ver­däch­ti­gen in der Unter­kunft in Lan­gen. Ein Mit­ar­bei­ter des Gast­hau­ses unter der Unter­kunft berich­te­te, dass die Poli­zei alle Gäs­te aus ihren Zim­mern hol­te und die Zim­mer durch­such­te.

Eben­falls durch­sucht wur­de laut Staats­an­walt­schaft im Kreis Lim­burg-Weil­burg die Woh­nung eines Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen des Ver­däch­ti­gen. Dabei soll es sich um sei­nen Cou­sin han­deln. Bei ihm habe sich Omar A. vor der Tat auf­ge­hal­ten ; als er mit dem Lkw in die Autos fuhr, soll sich der Cou­sin in der Nähe des Tat­orts auf­ge­hal­ten haben.

Mehr zum The­ma — Mut­maß­li­che Ter­ror­at­ta­cke : LKW-Täter von Lim­burg ist Poli­zei bereits bekannt gewe­sen

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Nach tödlicher Messerattacke in Iserlohn : Verdächtiger in U‑Haft


Nach dem Tötungs­ver­bre­chen am Bahn­hof von Iser­lohn am Sams­tag befin­det sich der Ver­däch­ti­ge, ein 43-jäh­ri­ger Koso­va­re, in Unter­su­chungs­haft. In einer gemein­sa­men Pres­se­mit­tei­lung erklär­ten die Poli­zei im Mär­ki­schen Kreis und die Staats­an­walt am Sonn­tag, dass der Haft­rich­ter Haft­be­fehl wegen zwei­fa­chen Tot­schlags erlas­sen habe.

Der Ver­däch­ti­ge soll am Sams­tag­nach­mit­tag sei­ne 32-jäh­ri­ge, eben­falls aus dem Koso­vo stam­men­de Ehe­frau und deren 23-jäh­ri­gen Lebens­ge­fähr­ten, einen Afgha­nen, mit zahl­rei­chen Mes­ser­sti­chen getö­tet haben. Beim Tat­werk­zeug soll es sich um ein han­dels­üb­li­ches Küchen­mes­ser mit einer zwölf Zen­ti­me­ter lan­gen Klin­ge gehan­delt haben. Nach Anga­ben der Poli­zei leb­ten die Ehe­leu­te in Tren­nung, man gehe von einer Bezie­hungs­tat aus.

Zahl­rei­che Men­schen hat­ten die bru­ta­le Tat am Bahn­hof mit anse­hen müs­sen und brauch­ten in der Fol­ge seel­sor­ge­ri­sche Betreu­ung. Unter den Zeu­gen war auch eine etwa 20-köp­fi­ge Hoch­zeits­ge­sell­schaft. Augen­zeu­gen berich­ten von schreck­li­chen Sze­nen und geschock­ten Men­schen. So soll der Täter an einem Bahn­steig auf dem am Boden lie­gen­den Afgha­nen gekniet haben, wäh­rend er immer wie­der auf ihn ein­stach. Die Lei­che der Frau lag im nahe­ge­le­ge­nen Park­haus.

Nach Ein­tref­fen der Poli­zei ließ sich der mitt­ler­wei­le auf dem Boden sit­zen­de Mann wider­stands­los fest­neh­men. Nach Poli­zei­an­ga­ben befand sich im Auto des weib­li­chen Opfers ein zwei­mo­na­ti­ges Baby, das von Zeu­gen in Sicher­heit gebracht wur­de. Nach gegen­wär­ti­gem Erkennt­nis­stand war das männ­li­che Opfer der Vater des Mäd­chens.

Nach einem Bericht des Express war der in Ber­gisch Glad­bach leben­de Tat­ver­däch­ti­ge wegen häus­li­cher Gewalt poli­zei­be­kannt. Sei­ne Frau habe in Iser­lohn im Frau­en­haus Zuflucht gesucht, sich dann aber mit ihrem neu­en Part­ner zu einem Tref­fen mit ihrem Ehe­mann über­re­den las­sen. Ein Poli­zei­spre­cher woll­te die­se Infor­ma­tio­nen weder demen­tie­ren noch bestä­ti­gen.

Der Bahn­hof war nach der Tat für drei­ein­halb Stun­den abge­sperrt, eben­so der Bahn­steig, in des­sen unmit­tel­ba­rer Nähe der 23-jäh­ri­ge Afgha­ne getö­tet wur­de. Auf einem zwei­ten Bahn­steig roll­te der Ver­kehr wei­ter. Die Fahr­gäs­te wur­den auf einem Umweg zum Bahn­hofs­vor­platz gelei­tet, um ihnen den Anblick des Tat­orts zu erspa­ren.

Mehr zum The­ma — Acht­jäh­ri­ger vor ein­fah­ren­den ICE gesto­ßen – Hin­ter­grün­de der Tat wei­ter­hin unklar

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Getöteter Achtjähriger in Frankfurt : Verdächtiger wurde wegen Messerangriffs zuvor gesucht


Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU) und Bun­des­po­li­zei­prä­si­dent Die­ter Romann erklär­ten nach einem Tref­fen der Sicher­heits­be­hör­den in Ber­lin, dass der mut­maß­li­che Täter von Frank­furt am Main seit dem ver­gan­ge­nen Don­ners­tag von der Schwei­zer Poli­zei gesucht wer­de. Der Mann habe sei­ne Nach­ba­rin mit einem Mes­ser bedroht, ein­ge­sperrt und sei dann geflo­hen. Dar­auf­hin sei er in der Schweiz zur Fahn­dung aus­ge­schrie­ben gewe­sen.

Auch die Kan­tons­po­li­zei Zürich erklär­te bei einer eben­falls am Diens­tag ein­be­ru­fe­nen Pres­se­kon­fe­renz, dass die Frau des 40-Jäh­ri­gen am 25. Juli die Poli­zei alar­miert habe. Als die Ein­satz­kräf­te ein­tra­fen, war die Ehe­frau mit ihren Kin­dern im Alter von zwei, drei und vier Jah­ren sowie einer Nach­ba­rin im Haus ein­ge­sperrt. Zuvor soll er die Nach­ba­rin mit einem Mes­ser atta­ckiert haben. Der Mann war bereits geflüch­tet. Die Frau­en beschrie­ben den Gewalt­aus­bruch gegen­über der Poli­zei als völ­lig über­ra­schend und erklär­ten, dass “sie ihn noch nie so erlebt hät­ten”. Seit dem Vor­fall wur­de er gesucht. 

Kei­ne Hin­wei­se dar­auf, dass eine beson­de­re Gefahr vom Mann aus­geht

Wo sich der 40-Jäh­ri­ge danach auf­hielt und war­um er nach Deutsch­land reis­te, wird immer noch ermit­telt. Nach Anga­ben der Schwei­zer Poli­zei habe es kei­nen Grund für eine inter­na­tio­na­le Fahn­dung gege­ben. 

Wir hat­ten abso­lut kei­ne Anhalts­punk­te, dass der Mann einen Bezug ins Aus­land, ins­be­son­de­re nach Deutsch­land hat­te. Das war der Grund, war­um kei­ne Aus­schrei­bung im Schen­gen­raum ein­ge­lei­tet wur­de.

Bei die­sem Angriff in der Schweiz habe es dem­nach kei­ne Hin­wei­se gege­ben, dass eine beson­de­re Gefahr vom Mann aus­ge­he. Für die Zür­cher Poli­zei war dies ein “gewöhn­li­cher” Fall häus­li­cher Gewalt. Erst durch die Tat in Frank­furt habe er plötz­lich eine neue Wen­dung erhal­ten.

Bereits im Lau­fe des Diens­tags teil­ten die Schwei­zer Ermitt­ler via Twit­ter mit, der 40-Jäh­ri­ge habe bis zuletzt im Kan­ton Zürich gelebt. Er war dem­nach mit eri­trei­scher Staats­bür­ger­schaft im Besitz einer soge­nann­ten Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung. Die­se wird Aus­län­dern in der Schweiz nach einem Auf­ent­halt von fünf oder zehn Jah­ren im Land aus­ge­stellt. Nie­der­ge­las­se­ne haben damit laut dem Staats­se­kre­ta­ri­at für Migra­ti­on ein unbe­schränk­tes Auf­ent­halts­recht.

Die Poli­zei teil­te auch am Diens­tag mit, dass der Mann bis Janu­ar 2019 gear­bei­tet habe, danach aber bis heu­te wegen psy­chi­scher Beschwer­den krank geschrie­ben gewe­sen sei. Zudem bestä­tig­ten sie Medi­en­be­rich­te, wonach der 40-Jäh­ri­ge bei den Zür­cher Ver­kehrs­be­trie­ben ange­stellt war. Der­zeit kön­nen sie aber nicht sagen, wie lan­ge er dort gear­bei­tet hat­te.

Der Mann leb­te unauf­fäl­lig mit sei­ner Fami­lie in der Schweiz

Bei einer Haus­durch­su­chung sei­en Doku­men­te gefun­den wor­den, die auf eine psy­chi­sche Erkran­kung und eine ent­spre­chen­de Behand­lung hin­deu­te­ten. Hin­wei­se auf eine Radi­ka­li­sie­rung oder ideo­lo­gi­sche Moti­ve des Täters sei­en bei den Ermitt­lun­gen und der Haus­durch­su­chung nicht gefun­den wor­den.

Der Poli­zei war er bis­her nur wegen eines gering­fü­gi­gen Ver­kehrs­de­likts bekannt. Er galt als gut inte­griert und “leb­te unauf­fäl­lig” mit sei­ner Fami­lie im Ort Wädens­wil im Kan­ton Zürich.

Der Mann war Mit­glied der christ­lich-ortho­do­xen Glau­bens­ge­mein­schaft und leb­te unauf­fäl­lig mit sei­ner Fami­lie in der Schweiz”, sagt der stell­ver­tre­ten­de Poli­zei­kom­man­dant Bru­no Kel­ler. 

Der 40-jäh­ri­ge Eri­tre­er war 2006 ille­gal in die Schweiz ein­ge­reist und bean­trag­te Asyl. 2008 wur­de sein Antrag bewil­ligt, er bekam spä­ter eine Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung. Nach Anga­ben der Frank­fur­ter Staats­an­walt­schaft gab der Mann an, vor weni­gen Tagen von Basel mit dem Zug nach Frank­furt gefah­ren zu sein. In Deutsch­land sei er bis­lang nicht poli­zei­be­kannt gewe­sen. Am Diens­tag­nach­mit­tag wur­de er dem Haft­rich­ter vor­ge­führt und muss nun in Unter­su­chungs­haft. Ihm wird Mord und ver­such­ter Mord in zwei Fäl­len vor­ge­wor­fen. 

Er soll einen acht­jäh­ri­gen Jun­gen vor einen ein­fah­ren­den ICE gesto­ßen und getö­tet haben. Zuvor soll er auch die Mut­ter des Jun­gen ins Gleis­bett geschubst haben, die 40-Jäh­ri­ge konn­te sich noch auf einen schma­len Fuß­weg zwi­schen den Glei­sen ret­ten und wur­de ver­letzt ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert. Nach Anga­ben der Staats­an­walt­schaft stam­men die Mut­ter und der Jun­ge aus dem Hoch­tau­nus­kreis. Auch eine drit­te Per­son wur­de atta­ckiert, doch die 78-Jäh­ri­ge konn­te sich weh­ren und in Sicher­heit brin­gen. Sie erlitt einen Schock und leich­te Ver­let­zun­gen an der Schul­ter.

Mehr zum The­ma — Frank­furt am Main : Kind vor ein­fah­ren­den ICE gesto­ßen — Mann fest­ge­nom­men

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Kind vor ICE gestoßen : Verdächtiger Eritreer ist Vater von drei Kindern


Der Ver­däch­ti­ge im Fall der töd­li­chen Atta­cke auf ein Kind im Frank­fur­ter Haupt­bahn­hof ist ein ver­hei­ra­te­ter Fami­li­en­va­ter. Er war erst in der ver­gan­ge­nen Woche in der Schweiz zur Fest­nah­me aus­ge­schrie­ben wor­den, weil er eine Frau mit einem Mes­ser bedroht und gewürgt haben soll.
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Verdächtiger Zwischenfall”: Reaktionen nach Angriffen auf Öltanker


Dem japa­ni­schen Pre­mier­mi­nis­ter Shin­zō Abe ver­si­cher­te das geist­li­che Ober­haupt des Iran, Aja­tol­lah Sejjed Ali Chā­me­neʾi, sein Land habe weder die Inten­ti­on, Atom­bom­ben zu bau­en, noch die­se irgend­wo­hin zu lie­fern. Abe sprach von einem gro­ßen Fort­schritt hin zu Frie­den und Sta­bi­li­tät in der Regi­on. Am Don­ners­tag­mor­gen aber gin­gen bei der US-Mari­ne in Bah­rain Mel­dun­gen über zwei – zunächst bren­nen­de – Öltan­ker ein. 

Mehr zum The­ma — Golf von Oman : Öltan­ker angeb­lich mit Tor­pe­dos ange­grif­fen 

Der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Moham­med Dscha­wad Sarif sprach von “ver­däch­ti­gen” Zwi­schen­fäl­len, da sie sich gera­de zur Zeit des Tref­fens zwi­schen Aja­tol­lah Chā­me­neʾi und Shin­zō Abe ereig­ne­ten : 

Berich­ten zufol­ge kam es zu Angrif­fen auf Tan­ker mit japa­ni­schem Bezug, wäh­rend (Pre­mier­mi­nis­ter) Shin­zō Abe sich mit Aja­tol­lah Ali Chā­me­neʾi zu umfang­rei­chen und freund­schaft­li­chen Gesprä­chen traf. Ver­däch­tig reicht nicht aus, um zu beschrei­ben, was wahr­schein­lich heu­te Mor­gen pas­siert ist. Das von Iran vor­ge­schla­ge­ne regio­na­le Dia­log­fo­rum ist zwin­gend not­wen­dig. 

Die Schiffs­be­sat­zun­gen konn­ten eva­ku­iert wer­den. Die ira­ni­schen Staats­me­di­en IRNA sag­ten, 44 Crew­mit­glie­der sei­en in einen ira­ni­schen Hafen gebracht wor­den. 

Nach Anga­ben des japa­ni­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums befand sich Fracht für Japan an Bord bei­der Schif­fe. Der Tan­ker “Front Alta­ir” unter der Flag­ge der Mar­shall­in­seln hat­te 75.000 Ton­nen Roh­ben­zin gela­den. Die japa­ni­sche Fracht­fir­ma geht von einem Angriff aus, ver­mut­lich durch ein Tor­pe­do, wor­auf­hin der Tan­ker sank. Der zwei­te Tan­ker “Koku­ka Cou­ra­ge­ous” fuhr unter der Flag­ge Pana­mas und wur­de eben­falls beschä­digt. Er gehört zur deut­schen Ree­de­rei­grup­pe Bern­hard Schul­te Ship­ma­nage­ment in Ham­burg, die den Vor­fall in einer Mit­tei­lung bestä­tig­te. 

Die Nach­rich­ten­platt­form Liveu­amap Midd­le East twit­ter­te Bil­der der bren­nen­den “Front Alta­ir”, die von der ira­ni­schen Agen­tur ISNA stam­men :

Joshua Frey von der 5. US-Flot­te sag­te : 

Wir sind uns des gemel­de­ten Angriffs auf Tan­ker im Golf von Oman bewusst. Die US-Mari­ne in der Regi­on erhielt zwei sepa­ra­te Not­ru­fe : um 6:12 Uhr und einen zwei­ten um 7:00 Uhr Orts­zeit. 

Aus Groß­bri­tan­ni­en hieß es, man sei “extrem besorgt” über die der­zei­ti­gen Ent­wick­lun­gen. Die bri­ti­sche Mari­ti­me Tra­de Ope­ra­ti­on unter­sucht der­zeit den Fall. Ein Spre­cher der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te sag­te Euro­news, man sei nicht der Ansicht, dass sich der Vor­fall in den eige­nen Gewäs­sern abge­spielt habe. 

Mit dem Aus­stieg der USA aus dem Nukle­arab­kom­men im ver­gan­gen Jahr stie­gen die Span­nun­gen zwi­schen dem Iran und den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka. Auf­ge­ho­be­ne Sank­tio­nen tra­ten damit zwi­schen­zeit­lich erneut in Kraft, um auch die ira­ni­schen Ölex­por­te zu tref­fen. Der Iran hat­te danach wie­der­holt gedroht, die wich­ti­ge Han­dels­rou­te durch die Stra­ße von Hor­mus zu blo­ckie­ren, soll­te der Ölhan­del sank­tio­niert wer­den. Der heu­ti­ge Vor­fall ereig­ne­te sich unweit der Stra­ße von Hor­mus. Vor etwa einem Monat wur­den vier Tan­ker vor der Küs­te der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te beschä­digt. Die USA mach­ten den Iran sei­ner­zeit dafür ver­ant­wort­lich.

Der Ölpreis leg­te am Don­ners­tag mitt­ler­wei­le um 4 Pro­zent zu.

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Bombenexplosion in Lyon : Verdächtiger bekennt sich zum IS – Haftbefehl erlassen


Bei einer Explo­si­on im Zen­trum von Lyon am 24. Mai waren 14 Men­schen ver­letzt wor­den. Bis­lang war von 13 Ver­letz­ten die Rede gewe­sen. Der Täter hat­te einen Spreng­satz mit Metall­ku­geln und Schrau­ben vor einer Bäcke­rei-Ket­te in einer Ein­kaufs­stra­ße plat­ziert. Am Mon­tag ver­gan­ge­ner Woche wur­de schließ­lich ein 24-Jäh­ri­ger als Haupt­ver­däch­ti­ger fest­ge­nom­men. Der aus Alge­ri­en stam­men­de Moha­med M. leug­ne­te zunächst die Tat, nach vier Tagen leg­te er ein Geständ­nis ab. Am Frei­tag erließ die Jus­tiz gegen den mut­maß­li­chen Atten­tä­ter Haft­be­fehl.

Dem 24-Jäh­ri­gen wer­de in einem Ermitt­lungs­ver­fah­ren unter ande­rem Mord­ver­such in Ver­bin­dung mit einem ter­ro­ris­ti­schen Vor­ha­ben vor­ge­wor­fen, berich­te­te die Pari­ser Staats­an­walt­schaft am Frei­tag. Bei den Ermitt­lern gab Moha­med M. an, Anhän­ger der Ter­ror­grup­pe Isla­mi­scher Staat (IS) zu sein.

Meh­re­re fran­zö­si­sche Medi­en hat­ten ver­gan­ge­ne Woche berich­tet, Hin­wei­se zu den Ver­bin­dun­gen des jun­gen Man­nes zum IS sei­en auf sei­nem Com­pu­ter gefun­den wor­den. Die Tat habe er seit April geplant. Dazu mach­te die Staats­an­walt­schaft indes kei­ne Anga­ben.

Er kam 2017 mit Tou­ris­ten­vi­sum nach Frank­reich, der­zeit kei­ne Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung

Zunächst hieß es, dass es sich bei dem jun­gen Mann um einen Infor­ma­tik-Stu­den­ten gehan­delt habe – spä­ter stell­te sich her­aus, dass er nie eine ent­spre­chen­de Schu­le besucht hat und erfolg­los ein Stu­den­ten­vi­sum bean­tragt hat. 

Nach Anga­ben des Staats­an­walts Rémy Heitz reis­te M. im August 2017 mit einem 90 Tage gül­ti­gen Tou­ris­ten­vi­sum nach Frank­reich. Er habe der­zeit kei­ne Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung und kei­ne Beschäf­ti­gung. 

Im Zuge der Ermitt­lun­gen waren ver­gan­ge­ne Woche auch die Eltern und ein Bru­der des Tat­ver­däch­ti­gen fest­ge­nom­men wor­den. Alle Drei kamen am Don­ners­tag wie­der auf frei­en Fuß, wie die Staats­an­walt­schaft mit­teil­te. Zum jet­zi­gen Zeit­punkt lie­ge nichts Belas­ten­des gegen sie vor.

Die Explo­si­on hat­te Frank­reich kurz vor der EU-Wahl getrof­fen. Im Land wur­den auch Erin­ne­run­gen an den Ter­ror­an­schlag in Straß­burg vom Dezem­ber wach. Der mut­maß­li­che Isla­mist Ché­rif Che­katt hat­te in der Innen­stadt der elsäs­si­schen Metro­po­le das Feu­er eröff­net – es star­ben fünf Men­schen, zudem wur­den zahl­rei­che ver­letzt. Lyon liegt im Süd­os­ten Frank­reichs und ist mit mehr als 515.000 Ein­woh­nern die dritt­größ­te Stadt Frank­reichs nach Paris und Mar­seil­le. Das Land wird seit Jah­ren von einer isla­mis­ti­schen Ter­ror­wel­le erschüt­tert. Dabei wur­den rund 250 Men­schen getö­tet.

Mehr zum The­ma — Frank­reich und der Irak : Ihr behal­tet unse­re Ter­ro­ris­ten – wir lie­fern euch Waf­fen

(rt deutsch/dpa)

RT Deutsch


Verdächtiger nach Diebstahl in Moskauer Galerie in U‑Haft


Der Dieb­stahl hat­te am Wochen­en­de inter­na­tio­nal für Schlag­zei­len gesorgt. Bil­der einer Über­wa­chungs­ka­me­ra zei­gen, wie der Ver­däch­ti­ge ein bekann­tes Ölge­mäl­de des rus­si­schen Land­schafts­ma­lers Archip Kuind­schi aus dem 19. Jahr­hun­dert vor den Augen der Besu­cher von der Wand nahm und aus dem Muse­um spa­zier­te. Der Mann ver­steck­te das Bild mit dem Titel “Ai Petri. Krim” auf einer Bau­stel­le nahe Mos­kau.

Das Bild ist auf 1890 datiert und hat einen Ver­si­che­rungs­wert von rund 175.000 Euro. Es ist eine Leih­ga­be des Rus­si­schen Muse­ums in St. Peters­burg. (dpa)

RT Deutsch


Daten-Leak-Fall : Verdächtiger wieder auf freiem Fuß – Ärger über Äußerungen als Motiv


Rund 1.000 Poli­ti­ker und Pro­mi­nen­te sind von die­sem Daten-Dieb­stahl betrof­fen. Fünf Tage nach dem mas­si­ven Online-Angriff, bei dem per­sön­li­che Daten und Fotos der Betrof­fe­nen ver­öf­fent­licht wur­den, wur­de nun bekannt, dass die Ermitt­ler einen jun­gen Mann fest­ge­nom­men haben. Der 20-Jäh­ri­ge wur­de aber wie­der frei­ge­las­sen. Nach einem umfas­sen­den Geständ­nis wur­de er wegen feh­len­der Haft­grün­de am Mon­tag­abend wie­der auf frei­en Fuß gesetzt. Für Her­an­wach­sen­de gel­ten beson­ders hohe Anfor­de­run­gen für die Anord­nung der Unter­su­chungs­haft.

Ver­däch­ti­ger – sehr com­pu­teraf­fin, aber kein Infor­ma­ti­ker

In einer Ver­neh­mung habe er Ärger über Äuße­run­gen sei­ner Opfer als Motiv für sei­ne Taten genannt. Das teil­te Ober­staats­an­walt Georg Unge­fuk, der Spre­cher der Zen­tral­stel­le zur Bekämp­fung der Inter­net­kri­mi­na­li­tät (ZIT) der Gene­ral­staats­an­walt­schaft Frank­furt am Main, am Diens­tag bei der Pres­se­kon­fe­renz zu die­sem Fall in Wies­ba­den mit. Zudem habe der Tat­ver­däch­ti­ge erklärt, dass er allein gehan­delt habe. Die bis­he­ri­gen Ermitt­lun­gen hät­ten kei­ne Hin­wei­se auf eine Betei­li­gung wei­te­rer mut­maß­li­cher Täter erge­ben, ergänz­te Unge­fuk.

Die not­wen­di­gen Kennt­nis­se zum Aus­spä­hen sei­ner Opfer im Inter­net habe sich der 20-Jäh­ri­ge selbst bei­gebracht. Der Beschul­dig­te sei sehr com­pu­teraf­fin, ver­fü­ge aber über kei­ne ent­spre­chen­de Aus­bil­dung, etwa als Infor­ma­ti­ker, sag­te Unge­fuk wei­ter. Der Mann habe viel Zeit damit ver­bracht, sich am PC bestimm­te Kennt­nis­se anzu­eig­nen. Dem 20-Jäh­ri­gen sei es durch eine “aus­ge­klü­gel­te Vor­ge­hens­wei­se” gelun­gen, die Daten aus­zu­spä­hen. Es habe nicht nur eine, son­dern meh­re­re Aus­späh­ak­tio­nen gege­ben, vor allem im Jahr 2018. Zudem habe er Daten aus öffent­lich zugäng­li­chen Quel­len zusam­men­ge­tra­gen.

Kei­ne Hin­wei­se auf poli­ti­sche Moti­va­ti­on für die Taten

Das grund­sätz­li­che Com­pu­ter-Inter­es­se und Zeit sei­en die Fak­to­ren, die bewirk­ten, dass vie­le jun­ge Leu­te ohne Infor­ma­tik-Aus­bil­dung sich sol­che Kennt­nis­se aneig­nen und ent­spre­chend im Inter­net agie­ren könn­ten, sag­te Unge­fuk. Der ver­däch­ti­ge 20-Jäh­ri­ge soll über das inzwi­schen gesperr­te Twit­ter-Kon­to @_0rbit im Dezem­ber zahl­rei­che per­sön­li­che Daten von Poli­ti­kern und Pro­mi­nen­ten als eine Art Advents­ka­len­der ver­öf­fent­licht haben. Etwa 50 Fäl­le sei­en schwer­wie­gen­der, weil grö­ße­re Daten­pa­ke­te mit Pri­vat­da­ten, Fotos und Kor­re­spon­denz ver­öf­fent­licht wur­den.

Mehr zum The­ma — Bun­des­tags­hack : Die wich­tigs­ten Fra­gen und Ant­wor­ten

Der 20-Jäh­ri­ge war nach der Durch­su­chung sei­ner Woh­nung am Sonn­tag fest­ge­nom­men wor­den. Er ist nach Anga­ben der Sicher­heits­be­hör­den Schü­ler und wohnt bei sei­nen Eltern. Ermit­telt wird nun wegen des Ver­dachts der Aus­spä­hung von Daten und der unbe­rech­tig­ten Ver­öf­fent­li­chung die­ser Infor­ma­tio­nen. Bei den Durch­su­chun­gen habe es kei­ne Hin­wei­se auf eine poli­ti­sche Moti­va­ti­on für die Taten gege­ben. Die­se Fra­ge sei aber nach Anga­ben der Behör­den noch nicht abschlie­ßend geklärt.

(dpa/rt deutsch)

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