Polizei warnt vor Drohnenflügen bei Sicherheitskonferenz


Das Luft­ver­kehrs­ge­setz sieht in sol­chen Fäl­len eine Frei­heits­stra­fe von bis zu zwei Jah­ren oder Geld­stra­fe vor. Bei Fahr­läs­sig­keit droht eine Gefäng­nis­stra­fe von bis zu sechs Mona­ten oder Geld­stra­fe.

Die Deut­sche Flug­si­che­rung hat­te für die Dau­er der Sicher­heits­kon­fe­renz zwi­schen Frei­tag und Sonn­tag eine Flug­ver­bots­zo­ne rund um das Hotel erlas­sen. Sie reicht vom Boden bis in 3.000 Meter Höhe und gilt auch für Droh­nen. Davon nicht betrof­fen sind bei­spiels­wei­se Hub­schrau­ber­flü­ge von Behör­den oder vom Ret­tungs­dienst. Der Poli­zei­spre­cher beton­te, kei­ne der Droh­nen sei am Frei­tag in unmit­tel­ba­rer Nähe des Hotels geflo­gen. (dpa)

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Russland warnt Vereinigte Staaten vor Intervention in Venezuela


Nach Anga­ben des rus­si­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums warn­te Ser­gei Law­row Mike Pom­peo vor jedem Ver­such, sich in die inne­ren Ange­le­gen­hei­ten von Cara­cas ein­zu­mi­schen, ein­schließ­lich der Mög­lich­keit der Gewalt­an­wen­dung.

In frü­he­re Berich­te wur­de bekannt, dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten ihren Ent­wurf einer Reso­lu­ti­on des UN-Sicher­heits­ra­tes über die Durch­füh­rung neu­er Prä­si­dent­schafts­wah­len in Vene­zue­la vor­le­gen möch­ten. Auch Russ­land plant, eine eige­ne Reso­lu­ti­on vor­zu­le­gen. Law­row sag­te, dass Russ­land zu Kon­sul­ta­tio­nen über Vene­zue­la im Ein­klang mit der Char­ta der Ver­ein­ten Natio­nen bereit sei.

Law­row kri­ti­sier­te auch Plä­ne, die US-Sank­tio­nen gegen Russ­land wegen der Ver­gif­tung des ehe­ma­li­gen Spi­ons Ser­gei Skri­pal in Eng­land zu ver­schär­fen, und sag­te, dass neue Sank­tio­nen die bila­te­ra­len Bezie­hun­gen schä­di­gen wür­den.

Im Zusam­men­hang mit der vom Außen­mi­nis­te­ri­um der USA ange­kün­dig­ten Absicht, zusätz­li­che Sank­tio­nen gegen Russ­land unter dem völ­lig unbe­wie­se­nen Vor­wand der zwie­lich­ti­gen Geschich­te der ‘Ver­gif­tung’ von Ser­gei Skri­pal und sei­ner Toch­ter im ver­gan­ge­nen Jahr zu ver­hän­gen, die seit­dem nicht mehr gese­hen wur­den, beton­te Law­row, dass die­ser unge­recht­fer­tig­te Schritt Washing­tons die Situa­ti­on in den bila­te­ra­len Bezie­hun­gen und die Atmo­sphä­re auf der Welt­büh­ne nur ver­schlim­mern wird”, so das Minis­te­ri­um in einer Erklä­rung nach Law­rows Tele­fon­ge­spräch mit Pom­peo.

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Russlands Vize-Innenminister warnt vor zivilen Unruhen


Bei einem Tref­fen im Innen­mi­nis­te­ri­um in Kasan, der Haupt­stadt der Repu­blik Tatar­stan, wur­de der Jah­res­be­richt 2018 zur Lage in der Teil­re­pu­blik der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on bespro­chen. Als Reprä­sen­tant der Regie­rung in Mos­kau war auch Igor Zubow, stell­ver­tre­ten­der Innen­mi­nis­ter der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, bei dem Tref­fen anwe­send. Neben den Sta­tis­ti­ken über Straf­ta­ten im Ver­gleich zum Vor­jahr und einen Aus­blick auf das neue Jahr 2019 infor­mier­te Zubow sei­ne Kol­le­gen in Kasan auch über Bedro­hun­gen von außen.

Tatar­stan gilt durch sei­ne Öl- und Auto­mo­bil­in­dus­trie als rela­tiv reich. Kasan selbst über­zeugt durch eine viel­fäl­ti­ge Kul­tur, wo Euro­pa auf Asi­en trifft und das Chris­ten­tum in der über­wie­gend isla­misch gepräg­ten Regi­on trotz­dem leben­dig ist. Das alles zieht natür­lich auch Migran­ten an, die oft aus den zen­tral­asia­ti­schen Län­dern über Kasach­stan nach Russ­land ein­rei­sen möch­ten. Von der kasa­chi­schen Grenz­stadt Oral bis nach Kasan sind es 630 Kilo­me­ter, bis Sama­ra sogar nur 260 Kilo­me­ter.

Zubow bestä­tig­te, dass die meis­ten Migran­ten “geset­zes­treu” sei­en, doch die “impor­tier­te Ideo­lo­gie” erfor­de­re die “Auf­merk­sam­keit” der Behör­den. Ein ande­res Pro­blem stel­len die Extre­mis­ten des soge­nann­ten Isla­mi­schen Staa­tes dar, die laut dem Vize-Innen­mi­nis­ter “mit Hub­schrau­bern aus Paki­stan an die Gren­ze zu Tadschi­ki­stan” gebracht wer­den, was zu “groß­an­ge­leg­ten Pro­vo­ka­tio­nen” in der Zukunft füh­ren könn­te. Zudem bestehe die Gefahr, dass sie sich den Migran­ten anschlie­ßen und so über die Gren­ze kom­men könn­ten, um dann ver­ein­zel­te Anschlä­ge vor­zu­be­rei­ten.

Außer­dem ver­fü­ge das Innen­mi­nis­te­ri­um über Infor­ma­tio­nen, wonach west­li­che Geheim­diens­te mög­li­che Sze­na­ri­en für bewaff­ne­te Kon­flik­te inner­halb der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on prü­fen wür­den.

Das (geheim­dienst­lich gewon­ne­ne) Mate­ri­al deu­tet dar­auf hin, dass eine der Regio­nen für einen künf­ti­gen mili­tä­ri­schen Kon­flikt die Wol­ga-Regi­on ist. Es gibt ent­spre­chen­de Sze­na­ri­en”, sag­te Zubow. Was für geheim­dienst­li­ches Mate­ri­al das sein soll, erläu­ter­te er, zumin­dest öffent­lich, nicht wei­ter.

Die Wol­ga-Regi­on besteht aus 14 Distrik­ten und Teil­re­pu­bli­ken der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on – ein­schließ­lich Tatar­stan -, und belegt mit 29,3 Mil­lio­nen Men­schen Platz 2 der bevöl­ke­rungs­reichs­ten Regio­nen Russ­lands.

Die Angst vor zivi­len Unru­hen, die durch west­li­che Geheim­diens­te und Regie­run­gen geschürt und unter­stützt wer­den, ist nicht neu. Der berüch­tig­te Kal­te Krie­ger und Stra­te­ge Zbi­gniew Brze­zin­ski schrieb 1997 in sei­nem Buch “The Grand Chess­board”, dass ein in drei Tei­le gespal­te­nes Russ­land – bestehend aus einem euro­päi­schen Russ­land, einer sibi­ri­schen Repu­blik und einer fern­öst­li­chen Repu­blik — “weni­ger anfäl­lig für eine impe­ria­le Mobi­li­sie­rung” wäre. Auch die NATO heg­te nach der Auf­lö­sung der Sowjet­uni­on den Wunsch einer Auf­spal­tung Russ­lands, wie ein ehe­ma­li­ger hoch­ran­gi­ger Agent des “ille­ga­len” Direc­to­ra­te S, einer Eli­te­ein­heit des KGB, dem rus­si­schen Sen­der Ros­si­ya 1 erzähl­te. Laut NATO-Doku­men­ten, die er “erhal­ten” habe, plan­te die NATO eine Auf­tei­lung Russ­lands in drei Regio­nen : “Die Rus­si­sche Nord-Wol­ga Repu­blik, die Mitt­le­re-Wol­ga Repu­blik und das rest­li­che Russ­land in der Grö­ße des Mos­kau­er Fürs­ten­tums.”

Eine ande­re Mög­lich­keit zur Auf­sta­che­lung zivi­ler Unru­hen bie­ten Orga­ni­sa­tio­nen wie Open Socie­ty Foun­da­ti­on des Mil­li­ar­därs Geor­ge Soros oder die US-finan­zier­ten Sen­der Radio Free Euro­pe und Radio Liber­ty, die auch eine eige­ne rus­si­sche Sei­te betrei­ben und dem alten Mot­to des “Kreuz­zugs der Frei­heit” nach wie vor ver­pflich­tet sind. Ein sie alle eini­gen­des Merk­mal ist die Unter­stüt­zung für eine Oppo­si­ti­on, die mit Hil­fe von Orga­ni­sa­tio­nen wie Natio­nal Endow­ment for Demo­cra­cy (NED), Albert Ein­stein Insti­tu­ti­on, Natio­nal Demo­cra­tic Insti­tu­te for Inter­na­tio­nal Affairs (NDI) und CANVAS den Boden für Far­ben­re­vo­lu­tio­nen berei­ten könn­te.

Mehr zum The­ma — Lenin­gra­der Blo­cka­de : Wie ein Arti­kel in der “Süd­deut­schen” fast eine diplo­ma­ti­sche Kri­se aus­lös­te 

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Russland warnt bei Treffen der fünf Nuklearmächte : Stufe der möglichen Konflikte ist gefährlich hoch


Bei dem Tref­fen der fünf Nukle­ar­mäch­te in Peking blieb eine gemein­sa­me Erklä­rung aus. Der rus­si­sche stell­ver­tre­ten­de Außen­mi­nis­ter Ser­gei Rjab­kow sieht hier­in einen Ver­trau­ens­ver­lust zwi­schen den Mit­glie­dern der fünf Nukle­ar­mäch­te. Die Situa­ti­on sei sehr ernst : 

Die Situa­ti­on im Hin­blick auf die inter­na­tio­na­le Sicher­heit hat sich nicht sta­bi­li­siert und sogar noch ver­schlech­tert. Die Stu­fe des Kon­flikt­po­ten­zi­als hat einen sehr gefähr­li­chen Punkt erreicht. 

Er sieht die abneh­men­de Sta­bi­li­tät welt­weit den Ver­su­chen eini­ger Staa­ten geschul­det, die Archi­tek­tur der Nicht­ver­brei­tungs­re­gime und der Rüs­tungs­kon­trol­le zu zer­stö­ren. Die Schwel­le für den Ein­satz ato­ma­rer Waf­fen wür­de sin­ken. 

Am Don­ners­tag wird Rjab­kow in einem sepa­ra­ten Tref­fen mit sei­ner US-Amts­kol­le­gin Andrea Thomp­son zusam­men­kom­men. Hier­bei soll es um den INF-Ver­trag gehen. Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten kri­ti­sie­ren die rus­si­sche 9M729 Rake­te. Für Washing­ton stellt die­se Waf­fe einen Ver­trags­bruch dar und ver­an­lasst die USA zum ange­droh­ten Aus­tritt aus dem INF-Ver­trag. Der Ver­trag wur­de 1987 durch den dama­li­gen Staats­chef der Sowjet­uni­on Micha­el Gor­bat­schow und den US-Prä­si­den­ten Ronald Rea­gan unter­zeich­net. Dabei wur­de ver­ein­bart, alle Schiffs- oder Boden­ra­ke­ten mit Reich­wei­ten zwi­schen 500 und 5.500 Kilo­me­tern zu zer­stö­ren und bei­den Län­dern zu ver­bie­ten. 

Heu­te kri­ti­siert Russ­land im Gegen­zug zu den Anschul­di­gun­gen der USA, dass Trä­ger­ra­ke­ten auf US-amri­ka­ni­schen Abschuss­an­la­gen in Euro­pa in der Lage sind, Marsch­flug­kör­per mit Reich­wei­ten zu star­ten, die gera­de durch das gel­ten­de INF-Abkom­men ver­bo­ten sind.

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Pentagon-Bericht warnt vor Folgen des Klimawandels für US-Stützpunkte


Das The­ma Kli­ma­wan­del wird in den USA kon­tro­vers dis­ku­tiert. Wäh­rend die Mehr­heit der Wis­sen­schaft­ler davon über­zeugt ist, dass es ihn tat­säch­lich gibt und die Mensch­heit nicht ganz unschul­dig dar­an ist, gibt es ande­re, die das Natur­phä­no­men gänz­lich leug­nen oder den mensch­li­chen Ein­fluss dar­an in Fra­ge stel­len. Laut einer Stu­die des Yale Pro­gram On Cli­ma­te Chan­ge Com­mu­ni­ca­ti­on, sind 70 Pro­zent aller erwach­se­nen US-Ame­ri­ka­ner davon über­zeugt, dass ein Kli­ma­wan­del statt­fin­det. 57 Pro­zent mei­nen sogar, dass er haupt­säch­lich durch Men­schen ver­ur­sacht wur­de.

US-Prä­si­dent Donald Trump gehört eher zur Min­der­heit. Er sei “nicht über­zeugt” davon, dass Men­schen dar­an schuld sind. Als der offi­zi­el­le Regie­rungs­be­richt Ende Novem­ber 2018 ver­öf­fent­licht wur­de und vor kata­stro­pha­len Fol­gen für die US-Wirt­schaft warn­te, mein­te Trump : “Das glau­be ich nicht.” Die­se schon fast igno­ran­te Hal­tung gegen­über einem glo­ba­len wie auch gesell­schaft­li­chen Pro­blem zeig­te sich auch dar­an, dass dem Prä­si­den­ten der Wet­ter- und Ozea­no­gra­fie-Behör­de der Ver­ei­nig­ten Staa­ten (NOAA), Timo­thy Gal­lau­det, seit Trumps Amts­an­tritt noch kein ein­zi­ges Brie­fing zu die­sem The­ma ermög­licht wur­de. Zum Ver­gleich : US-Prä­si­dent Barack Oba­ma traf sich alle paar Mona­te mit der dama­li­gen NOAA-Che­fin, Jane Lub­chen­ko, um mit ihr über den Kli­ma­wan­del zu spre­chen.

Es ist daher frag­lich, ob der durch den Natio­nal Defence Aut­ho­ri­za­ti­on Act 2018 man­da­tier­te Bericht des US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums an Sena­tor James Inho­fe, der seit dem Tod von John McCain inte­rims­mä­ßig den Vor­sitz des Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses des Senats über­nom­men hat­te, je auf Trumps Tisch im Oval Office lie­gen wird. Dabei hat es die­ser Bericht in sich : Er warnt aus­drück­lich vor den Fol­gen für die wich­tigs­te Macht­stüt­ze der USA, für die Streit­kräf­te !

Bereits auf der aller­ers­ten Sei­te wird klar­ge­stellt, dass “die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels eine Ange­le­gen­heit für die natio­na­le Sicher­heit” sei­en. Unter­sucht wur­den 79 Stütz­punk­te, dar­un­ter 35 der Air Force, 20 der Army und 19 der Navy. Die rest­li­chen fünf “Instal­la­tio­nen” gehö­ren zu kei­nem Arm der US-Streit­kräf­te, son­dern sind soge­nann­te admi­nis­tra­ti­ve Ein­rich­tun­gen des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums.

Als jene durch einen Kli­ma­wan­del aus­ge­lös­te Risi­ken wur­den “wie­der­keh­ren­de Über­schwem­mun­gen, Dür­re, Wüs­ten­bil­dung, Wald­brän­de” und “auf­tau­en­der Per­ma­frost” iden­ti­fi­ziert. Dann woll­te man genau­er wis­sen, wie­vie­le die­ser 79 Stütz­punk­te schon jetzt durch sol­cher­lei Risi­ken betrof­fen sind und wie man das Risi­ko für die nächs­ten zwan­zig Jah­re ein­schätzt.

Von den 35 Luft­waf­fen­ba­sen der Air Force sind dem­nach 20 heu­te schon von “wie­der­keh­ren­den Über­schwem­mun­gen”, wei­te­re 20 von “Dür­re” betrof­fen, vier von “Wüs­ten­bil­dung” und 32 von “Wald­brän­den”. Bei den Über­schwem­mun­gen soll die Zahl in den nächs­ten zwan­zig Jah­ren auf 25 und bei der Dür­re auf 22 stei­gen.

Bei der Army sind heu­te 14 Stütz­punk­te von Über­schwem­mun­gen (in zwan­zig Jah­ren dann 16), vier von Dür­re, zwei von Wüs­ten­bil­dung, vier von Wald­brän­den und einer durch auf­tau­en­den Per­ma­frost betrof­fen.

Sogar 16 der Navy-Stütz­punk­te sind von Über­schwem­mun­gen und 18 von Tro­cken­heit betrof­fen. Für sie­ben Navy-Stütz­punk­te erwar­tet man in den nächs­ten zwan­zig Jah­ren Pro­ble­me durch Wald­brän­de.

Für die genann­ten Risi­ken oder Fol­gen lis­ten die Autoren des Berichts dann Bei­spie­le und Namen der betrof­fe­nen Stütz­punk­te auf. So bewir­ken die ver­mehr­ten Stür­me und der seit 1930 um 35 Zen­ti­me­ter gestie­ge­ne Mee­res­spie­gel in der Lan­gley Air Force Base in Vir­gi­nia immer wie­der über­flu­te­te Start- und Lan­de­bah­nen. Die Dür­re sorgt für eine Aus­trock­nung des Bodens und beein­flusst das Grund­was­ser, wel­ches für die Ver­sor­gung der Men­schen im Süd­wes­ten über­le­bens­wich­tig ist. Die damit ein­her­ge­hen­de gro­ße Hit­ze sorgt dafür, dass es ver­mehrt soge­nann­te “black flag days” gibt, also Tage, an denen die Armee weder Übun­gen noch Tests durch­füh­ren darf. “Extre­me” Dür­re im Jahr 2002 und “schwe­re” Dür­ren von 2002 bis 2018 haben bei­spiels­wei­se Ein­fluss auf die Joint Andrews Air Base in Mary­land oder in Washing­ton, D.C., auf die Joint Base Ana­cos­tia-Bol­ling.

Die Wüs­ten­bil­dung sorgt dafür, dass der natür­li­che “Schutz durch die Vege­ta­ti­on” für mili­tä­ri­sche Übun­gen und Vor­be­rei­tun­gen schwin­det und damit das, was man eigent­lich ver­ste­cken woll­te, für Über­wa­chung durch Satel­li­ten leich­ter zugäng­lich macht. Außer­dem sorgt die­se Ent­wick­lung dafür, dass der Boden ero­diert und unfrucht­ba­rer für die ört­li­che Vege­ta­ti­on wird, was schließ­lich zu gänz­lich “kah­lem Land” führt. Das wie­der­um könn­te bedeu­ten, dass die Land­schaft nicht mehr für mili­tä­ri­sche Manö­ver und “off-road”-Nutzung in Fra­ge kommt. Von solch einer Ent­wick­lung könn­te ins­be­son­de­re das White Sands Mis­si­le Ran­ge-Test­ge­län­de in New Mexi­co betrof­fen sein, wo am 16. Juli 1945 die welt­weit ers­te Atom­bom­be gezün­det wur­de.

Wald­brän­de kön­nen natür­lich im gan­zen Land vor­kom­men und bedro­hen mili­tä­ri­sche wie zivi­le Infra­struk­tur über­all, wo sie wüten. Was das für extre­me Aus­wir­kun­gen haben kann, war jüngst erst wie­der in Kali­for­ni­en zu beob­ach­ten, wo rie­si­ge Land­stri­che durch das Feu­er ver­wüs­tet wur­den. Aber auch Ver­än­de­run­gen in Alas­ka durch auf­tau­en­den Per­ma­frost sor­gen für Pla­nungs­schwie­rig­kei­ten in den USA. Die Bewe­gung des vom Eis frei­ge­ge­be­nen Bodens sorgt dafür, dass bereits gebau­te oder noch geplan­te Infra­struk­tur gefähr­det sein könn­te. Dabei kön­ne die­se Absen­kung der obe­ren Ver­ei­sungs­grenz­schicht im Boden “sehr schnell und kata­stro­phal” inner­halb von weni­gen Tagen erfol­gen, oder “sehr lang­sam und sys­te­ma­tisch oder irgend­wo dazwi­schen.”

Doch gera­de auch außer­halb der USA hat der Kli­ma­wan­del Fol­gen für das US-Mili­tär. So sor­gen die ver­mehrt schlech­ten Wet­ter­be­din­gun­gen über dem Mit­tel­meer bereits jetzt für Pro­ble­me bei Luft­auf­klä­rungs- und Über­wa­chungs-Mis­sio­nen zwi­schen Euro­pa und Afri­ka. US-Basen im Pazi­fik und Afri­ka sind eben­falls ver­mehrt von Schä­den durch Stür­me oder Dür­re betrof­fen, wor­auf das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um im Bericht ein­geht. Und ganz neben­bei offen­bart das Pen­ta­gon höchst­selbst, wie­viel Stütz­punk­te (mili­tä­ri­sche wie auch zivi­le des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums) die USA der­zeit welt­weit betrei­ben : 1.774. 

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Wir werden Venezuela unterstützen”: Russland warnt USA vor militärischer Intervention


Der vene­zo­la­ni­sche Oppo­si­ti­ons­füh­rer Juan Guai­dó erklär­te sich am Mitt­woch zum Inte­rims­prä­si­den­ten. Kur­ze Zeit spä­ter erkann­te Washing­ton Guai­dó als neu­en Prä­si­den­ten des ölrei­chen Lan­des an. Das ver­an­lass­te den seit 2013 gewähl­ten Prä­si­den­ten Nico­lés Madu­ro, alle diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen mit den USA aus­zu­set­zen.

In einem Inter­view mit der am Don­ners­tag ver­öf­fent­lich­ten rus­si­schen Zeit­schrift Inter­na­tio­nal Affairs sag­te Ser­gej Rjab­kow, der stell­ver­tre­ten­de Außen­mi­nis­ter Russ­lands, Mos­kau wer­de an der Sei­te von Vene­zue­la ste­hen, um sei­ne Sou­ve­rä­ni­tät und den Grund­satz der Nicht­ein­mi­schung in sei­ne inne­ren Ange­le­gen­hei­ten zu schüt­zen.

Auf die Fra­ge nach der Aus­sicht auf eine US-Mili­tär­in­ter­ven­ti­on in Vene­zue­la sag­te Rjab­kow :

Wir war­nen davor. Wir hal­ten das für ein kata­stro­pha­les Sze­na­rio, das die Grund­la­gen des Ent­wick­lungs­mo­dells, das wir in Latein­ame­ri­ka sehen, erschüt­tern wür­de.

Rjab­kow glaubt nicht, dass die Kri­se in Vene­zue­la so schnell abflau­en wird. Mos­kau rech­ne laut dem Minis­ter damit, dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten und ande­re Län­der den Druck auf Cara­cas in nächs­ter Zeit sogar erhö­hen wer­den.

Rjab­kow erwähn­te Prä­si­dent Madu­ro nicht nament­lich, mach­te aber deut­lich, dass Mos­kau des­sen Regie­rung unter­stützt. “Vene­zue­la ist freund­lich zu uns und unser stra­te­gi­scher Part­ner”, sag­te er.

Wir haben es unter­stützt und wer­den es wei­ter­hin unter­stüt­zen.

Sepa­rat kom­men­tier­ten rus­si­sche Abge­ord­ne­te, dass die Unter­stüt­zung der USA für Schrit­te, Madu­ro von der Macht zu ver­drän­gen, auf die Unter­stüt­zung eines ille­ga­len Staats­streichs hin­aus­läuft. Die­se Ent­wick­lung unter­strei­che die Besorg­nis Mos­kaus über einen sei­ner engs­ten Ver­bün­de­ten.

Die Aus­sicht auf einen erfolg­rei­chen Putsch in Vene­zue­la käme einem geo­po­li­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Angriff gegen Mos­kau gleich. Russ­land ist neben Chi­na zu einem der wich­tigs­ten Kre­dit­ge­ber von Cara­cas auf­ge­stie­gen. Soll­te die Wirt­schaft des Lan­des kol­la­bie­ren, dro­hen die Kre­di­te eben­falls zu plat­zen.

In den Bezie­hun­gen zwi­schen Russ­land und Vene­zue­la exis­tiert auch eine mili­tä­ri­sche Kom­po­nen­te. Zwei rus­si­sche stra­te­gi­sche Bom­ber, die in der Lage sind, Atom­waf­fen zu tra­gen, lan­de­ten letz­ten Monat in Vene­zue­la als Teil einer Demons­tra­ti­on der Unter­stüt­zung.

Der rus­si­sche Duma­a­b­ge­ord­ne­te und ehe­ma­li­ge stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses im Föde­ra­ti­ons­rat Franz Klin­ze­witsch warn­te am Don­ners­tag davor, dass Mos­kau sei­ne mili­tä­ri­sche Zusam­men­ar­beit mit Vene­zue­la been­den könn­te, wenn Madu­ro gestürzt wür­de, den er den legi­tim gewähl­ten Prä­si­den­ten nann­te, berich­te­te die Nach­rich­ten­agen­tur RIA.

Mehr zum The­ma — Putsch­ver­such in Vene­zue­la : “Madu­ro nicht legi­tim” — Die USA wei­gern sich, Diplo­ma­ten abzu­zie­hen  

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