OSZE-Ausschuss warnt vor Gasleitungen “Nord Stream 2” und “Turkish Stream” als Druckmittel


Der Aus­schuss für poli­ti­sche Ange­le­gen­hei­ten und Sicher­heit der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung der Orga­ni­sa­ti­on für Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit in Euro­pa (OSZE) hat am 7. Juli eine Reso­lu­ti­on ver­ab­schie­det, mit der die im Bau befind­li­chen Gas­lei­tun­gen “Nord Stream 2” und “Tur­kish Stream” als angeb­li­che Instru­men­te zur Aus­übung poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Drucks auf ener­gie­ab­hän­gi­ge Staa­ten kri­ti­siert wer­den. Das Doku­ment mit dem Titel “Ener­gie­si­cher­heit in der OSZE-Regi­on” wur­de von der litaui­schen Abge­ord­ne­ten Ruta Mili­u­te vor­ge­legt. Meh­re­re US-Abge­ord­ne­te brach­ten gemein­sam mit ihren Kol­le­gen aus Kana­da und Litau­en einen Zusatz­an­trag ein, in dem sie ihre Sor­ge über den poten­zi­el­len poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Miss­brauch die­ser Pipe­lines gegen­über ener­gie­ab­hän­gi­gen Staa­ten mani­fes­tier­ten.

Die Kri­ti­ker warn­ten außer­dem vor einer angeb­li­chen “Kor­rup­ti­ons­pra­xis” sei­tens staat­li­cher Mono­po­le im Ener­gie­sek­tor und for­der­ten einen Dia­log zwi­schen Abneh­mern, Lie­fe­ran­ten und Tran­sit­län­dern auf dem Ener­gie­markt, aller­dings ledig­lich mit Blick auf Russ­land :

Wir dür­fen es nicht zulas­sen, dass Russ­land die Abhän­gig­keit Euro­pas von sei­ner Ener­gie dra­ma­tisch erhöht”, erklär­te der Abge­ord­ne­te des US-Kon­gres­ses Lee Zel­din.

Er appel­lier­te an alle Teil­neh­mer der Ver­an­stal­tung der OSZE, zu der neben den Euro­päi­schen Län­dern auch noch die Mon­go­lei, Kana­da und die USA zäh­len, die­se Reso­lu­ti­on zu unter­stüt­zen. Das Doku­ment wur­de dann auch tat­säch­lich mit den Zusatz­an­trä­gen ver­ab­schie­det und soll in die Abschluss­erklä­rung der 28. Sit­zung der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung der OSZE auf­ge­nom­men wer­den, die am Mon­tag in Luxem­burg zu Ende geht.

Die Gas­lei­tung “Nord Stream 2” wird laut Bau­pro­jekt von der rus­si­schen Küs­te über die Ost­see bis zur deut­schen Küs­te par­al­lel zur bereits bestehen­den Pipe­line “Nord Stream” ver­lau­fen. Ihre Kapa­zi­tät soll ins­ge­samt 55 Mil­li­ar­den Kubik­me­ter Gas pro Jahr betra­gen. Die Pipe­line wird in den Hoheits­ge­wäs­sern von Russ­land, Finn­land, Schwe­den, Däne­mark und Deutsch­land lie­gen. Bis­lang hat ledig­lich Däne­mark noch kei­ne Geneh­mi­gung für die Bau­ar­bei­ten in sei­nen Hoheits­ge­wäs­sern erteilt.

Mehr zum The­ma — Bau­plan­än­de­rung bei Nord Stream 2 wegen Ent­schei­dungs­ver­zö­ge­rung in Däne­mark

Die Pipe­line “Tur­kish Stream” soll durch das Schwar­ze Meer ver­lau­fen. Ihr ers­ter Strang ist für den tür­ki­schen Innen­markt bestimmt, wäh­rend über den zwei­ten die Län­der Süd- und Süd­ost­eu­ro­pas ver­sorgt wer­den sol­len. Mög­li­che Abneh­mer sieht der rus­si­sche Ener­gie­kon­zern “Gaz­prom” in den Län­dern Grie­chen­land, Ita­li­en, Bul­ga­ri­en, Ser­bi­en und Ungarn. (RIA Nowosti/TASS)

Mehr zum The­ma — Land- und Mee­res­ab­schnit­te der Erd­gas­pipe­line von Russ­land in die Tür­kei mit­ein­an­der ver­bun­den

RT Deutsch


Iran warnt London vor Vergeltungsmaßnahmen wegen Festsetzung von Supertanker


von Zlat­ko Per­ci­nic

Der Vor­wurf des bri­ti­schen Über­see­ge­biets Gibral­tar – und damit eigent­lich Groß­bri­tan­ni­ens – lau­tet, dass der Super­tan­ker im April zwei Mil­lio­nen Bar­rel Roh­öl gela­den hat und die­ses zur syri­schen Raf­fi­ne­rie in Bani­as brin­gen soll­te, die unter Sank­tio­nen der Euro­päi­schen Uni­on steht. Des­halb haben Spe­zi­al­kräf­te der gibral­ta­ri­schen Poli­zei und extra aus Groß­bri­tan­ni­en ein­ge­flo­ge­ne Roy­al Mari­nes in den frü­hen Mor­gen­stun­den des 4. Juli den Super­tan­ker geen­tert und fest­ge­setzt.

Das ist zumin­dest der offi­zi­el­le Teil eines wei­te­ren dra­ma­ti­schen Aktes in einer sich zuspit­zen­den Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen den USA und dem Iran, da der spa­ni­sche Außen­mi­nis­ter und desi­gnier­te EU-Außen­be­auf­tra­ge Josep Bor­rell behaup­tet, dass die­se Ope­ra­ti­on auf Geheiß der USA statt­ge­fun­den habe. Der Natio­na­le Sicher­heits­be­ra­ter von US-Prä­si­dent Donald Trump, John Bol­ton, fand auf jeden Fall nur loben­de Wor­te :

Exzel­len­te Neu­ig­kei­ten : Groß­bri­tan­ni­en hat den Super­tan­ker Grace I fest­ge­setzt, (der) mit ira­ni­schem Öl bela­den und nach Syri­en unter­wegs ist, was eine Ver­let­zung von EU-Sank­tio­nen ist. Ame­ri­ka & unse­re Alli­ier­ten wer­den wei­ter­hin ver­hin­dern, (dass die) Régime in Tehe­ran & Damas­kus von die­sem ille­ga­len Han­del pro­fi­tie­ren.

Abge­se­hen davon, dass das so nicht kor­rekt ist, wie Bol­ton es for­mu­liert hat (ein Trans­port in Rich­tung Syri­ens ver­letzt noch lan­ge kei­ne EU-Sank­tio­nen), stellt sich nun die Fra­ge, wes­halb die “Grace 1” für wei­te­re 14 Tage fest­ge­hal­ten wird, wenn doch alles so klar ist, wie Washing­ton und Lon­don vor­ge­ben. Eine durch­aus plau­si­ble Erklä­rung bie­tet TankerTrackers.com (TT), ein Unter­neh­men, das sich auf die Ver­fol­gung von Öllie­fe­run­gen rund um die Welt spe­zia­li­siert hat.

Dem­nach habe die “Grace 1” gar kein Roh­öl gela­den, wie es über­all heißt, son­dern Heiz­öl, das schwe­rer als Roh­öl ist. Des­halb ist das Schiff auch nicht durch den Sues­ka­nal gefah­ren, son­dern muss­te Afri­ka umrun­den. Der Tan­ker ist schlicht zu schwer für den Kanal, der eine maxi­ma­le Tie­fe von 20,1 Metern erlaubt. Doch die “Grace 1” kommt auf­grund der schwe­ren Ladung laut TT auf 22,5 Meter Tie­fe.

Iran warnt London vor Vergeltungsmaßnahmen wegen Festsetzung von Supertanker

Aus dem­sel­ben Grund bezwei­felt TT auch die Behaup­tung der bri­ti­schen und US-Behör­den, dass das Ziel des Super­tan­kers die Raf­fi­ne­rie Bani­as in Syri­en ist. Die dort ange­brach­ten Bojen (SBM) zur Be- bzw. Ent­la­dung von Öltan­kern befin­den sich an Stel­len, an denen das Meer ledig­lich 19 Meter tief ist. Das bedeu­tet, es hät­te sehr lan­ger Schläu­che bedurft, um die Ladung abzu­pum­pen. Hin­zu kommt, dass die Raf­fi­ne­rie Bani­as gar nicht für die Auf­nah­me von Heiz­öl aus­ge­stat­tet ist, son­dern für schwe­res Roh­öl.

Wie TT wei­ter berich­tet, zeigt die His­to­rie der “Grace 1”, dass sie haupt­säch­lich für STS-Lie­fe­run­gen ein­ge­setzt wird, also ship-to-ship. Dabei wird das Öl nicht in Häfen bzw. Raf­fi­ne­ri­en aus­ge­la­den, son­dern auf See auf ande­re Schif­fe umge­la­den, die dann die Pro­duk­te zu ihren End­kun­den brin­gen. Und Heiz­öl ist bereits ein raf­fi­nier­tes Ölpro­dukt, des­sen Ursprung nicht mehr zurück­ver­folgt wer­den kann.

Was von den Medi­en als “Ablen­kungs­ma­nö­ver” vor der Küs­te der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te bezeich­net wur­de, nach­dem sich der Super­tan­ker vor der Umrun­dung Afri­kas eini­ge Tage vor dem Emi­rat Fud­schai­ra auf­ge­hal­ten hat­te, war nichts der­glei­chen. Denn TT kann bele­gen, dass eine gewöhn­li­che STS-Umla­dung des Heiz­öls auf einen ande­ren Tan­ker statt­ge­fun­den hat, der sei­ne Fracht schließ­lich in Sin­ga­pur ent­la­den hat.

Soll­te sich die Ana­ly­se von TankerTrackers.com tat­säch­lich bewahr­hei­ten, dann han­del­te es sich bei der bri­ti­schen Ope­ra­ti­on vor Gibral­tar in der Tat um einen “ille­ga­len Akt”, wie der Spre­cher des ira­ni­schen Außen­mi­nis­te­ri­ums die Fest­set­zung des Tan­kers bezeich­ne­te. Ein ille­ga­ler Akt, der auf frag­wür­di­gen Infor­ma­tio­nen basier­te, die den Behör­den auf Gibral­tar von nicht näher genann­ten Quel­len zuge­spielt wur­den und nur zu einer gefähr­li­chen Ver­schär­fung der Lage bei­getra­gen haben.

Wie schnell ein inter­na­tio­na­ler Zwi­schen­fall aus­ge­löst wer­den kann, zeigt nun der Fall des bri­ti­schen Super­tan­kers “Paci­fic Voy­a­ger”, der nach der ira­ni­schen Andro­hung von Gegen­maß­nah­men gegen bri­ti­sche Schif­fe vor der ira­ni­schen Küs­te ste­hen blieb. In sozia­len Netz­wer­ken wur­de umge­hend behaup­tet, dass die Revo­lu­ti­ons­gar­den nun ihre Dro­hung wahr­ge­macht und ihrer­seits das bri­ti­sche Schiff geen­tert haben. Die Regie­rung in Tehe­ran wies sol­che Berich­te als “fabri­ziert” zurück.

Mehr zum The­ma — Ver­stö­rend : USA ver­such­ten, einen ira­ni­schen Abschuss zu pro­vo­zie­ren

RT Deutsch


Iranische Revolutionsgarde warnt USA : “Werden Aggressoren schweren Schaden zufügen”


Die Spi­ra­le der rhe­to­ri­schen Dro­hun­gen und Gegen­dro­hun­gen zwi­schen dem Iran und den USA nach dem mut­maß­li­chen Abschuss einer US-Dro­he auf Tehe­ran zufol­ge ira­ni­schem Gebiet nimmt kein Ende. Am Mon­tag erklär­te Gholam Ali Raschid, ein hoher Kom­man­deur der ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gra­de, dass die Streit­kräf­te des Lan­des “zwei­fel­los auf jeden aggres­si­ven Zug der Fein­de des isla­mi­schen Iran eine star­ke Ant­wort geben wer­den”, wie die ira­ni­sche Nach­rich­ten­agen­tur Fars News berich­te­te.

Im Fal­le eines Krie­ges zwi­schen den USA und dem Iran kön­ne nie­mand sei­ne Län­ge, sein Aus­maß oder sei­nen Umfang bestimm­ten. 

Die USA hät­ten aus ihren Feh­lern bei der Inva­si­on des Irak und Afgha­ni­stans Leh­ren zie­hen sol­len”, sag­te der ira­ni­sche Gene­ral.

Rashid ver­wies dar­auf, dass die Krie­ge eine enor­me wirt­schaft­li­che Last für die USA gebracht und Zehn­tau­sen­de Men­schen das Leben gekos­tet hät­ten. Er riet Washing­ton dazu, sei­ne aggres­si­ve Rhe­to­rik gegen den Iran ein­zu­stel­len. Im Fal­le eines Krie­ges wür­den die Ver­ei­nig­ten Staa­ten am meis­ten lei­den. Die Streit­kräf­te des Iran sei­en bereit, “den Aggres­so­ren schwe­ren Scha­den zuzu­fü­gen”.

Der Iran wol­le zwar kein Krieg, sei aber bereit, sei­ne Inter­es­sen gegen jede Bedro­hung und Aggres­si­on zu ver­tei­di­gen. Als Bei­spiel für die “muti­ge Ver­tei­di­gung” des Iran nann­te er den Abschuss der US-Droh­ne.

Die USA wer­den einen hohen Preis bezah­len, soll­ten sie einen Krieg in der Regi­on anfan­gen”, warn­te der ira­ni­sche Kom­man­deur.

Auch Moj­ta­ba Zon­nour, der Vor­sit­zen­de des Komi­tees des ira­ni­schen Par­la­ments für natio­na­le Sicher­heit und Außen­po­li­tik, äußer­te sich in schar­fer Rhe­to­rik über einen mög­li­chen US-Angriff. Im Fal­le eines sol­chen Angriffs hät­te Isra­el nur eine Lebens­zeit von “einer hal­ben Stun­de”, so der ira­ni­sche Poli­ti­ker in einem Inter­view mit dem ara­bi­schen Sen­der Al-Alam, wie die ira­ni­sche Zei­tung Tehr­an Times am Diens­tag berich­te­te.

Zwar beton­te Zon­nour, er betrach­te den US-Prä­si­den­ten Donald Trump nicht als “Mann des Krie­ges”, den­noch wäre die ira­ni­sche Reak­ti­on im Fal­le eines Angriffs “sehr hart”.

Mit gött­li­chen Kräf­ten sind wir völ­lig bereit. Wir hat­ten nicht vor, irgend­ein Land anzu­grei­fen. Die 40 Jah­re der ira­ni­schen Revo­lu­ti­on zei­gen das. Aber soll­ten sie angrei­fen, sind wir bereit, jeden Fuß und jede Hand, die auf unser Ter­ri­to­ri­um ragt, abzu­schnei­den”, erklär­te Zon­nour.

Zudem behaup­te­te der Poli­ti­ker, der Iran hät­te zusätz­lich zu dem Abschuss der US-Droh­ne die Mög­lich­keit gehabt, ein US-Spio­na­ge­flug­zeug mit einer Besat­zung von 35 Per­so­nen abzu­schie­ßen, habe jedoch aus “huma­ni­tä­ren Grün­den” davon abge­se­hen.

Mehr zum The­ma — Ira­ni­scher Außen­mi­nis­ter kon­tert Trump : Ein kur­zer Krieg gegen den Iran ist eine Illu­si­on

RT Deutsch


Frankreich warnt USA : Verwickelt NATO nicht in Militäraktion gegen den Iran


Am Don­ners­tag ging das zwei­tä­ti­ge Tref­fen der NATO-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter in Brüs­sel zu Ende. Der amtie­ren­de US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Mark Esper nutz­te die Gele­gen­heit, die Ver­bün­de­ten davon zu über­zeu­gen, sich im Kon­flikt mit dem Iran an der Sei­te der Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu posi­tio­nie­ren.

Gegen­über Repor­tern sag­te Esper nach Ver­las­sen des NATO-Haupt­quar­tiers im Anschluss an eine geschlos­se­ne Sit­zung, dass die NATO-Part­ner das “schlech­te Ver­hal­ten” des Iran öffent­lich ver­ur­tei­len müss­ten. Das wür­de dazu bei­tra­gen, dass die Ereig­nis­se nicht auf eine “mili­tä­ri­sche Schie­ne” gera­ten.

Doch unter den Euro­pä­ern gibt es offen­bar Skep­sis gegen­über Washing­tons Bemü­hun­gen, eine Koali­ti­on gegen den Iran zu schmie­den. Wäh­rend des Tref­fens wur­de Esper “von Frank­reich gewarnt, die NATO-Alli­anz nicht in eine Mili­tär­mis­si­on am Golf zu ver­wi­ckeln”, berich­te­te Reu­ters.

Zusam­men mit ande­ren euro­päi­schen Schwer­ge­wich­ten wie Ber­lin for­der­te Paris die USA auf, “das Atom­ab­kom­men mit dem Iran auf­recht­zu­er­hal­ten”. Washing­ton hat­te das Abkom­men vor mehr als einem Jahr ver­las­sen und damit den Grund­stein für die anhal­ten­de Eska­la­ti­on gelegt.

Nach Angrif­fen auf Öltan­ker : Esper will gemein­sa­me See­pa­trouil­len

Der Pen­ta­gon-Chef rief die Ver­bün­de­ten auf, an See­pa­trouil­len im Per­si­schen Golf teil­zu­neh­men. Die Patrouil­len, so glaubt Esper, wür­den wei­te­re Angrif­fe auf Öltan­ker ver­hin­dern. 

Washing­ton beschul­digt den Iran, sechs Öltan­ker bei zwei ver­schie­de­nen Vor­fäl­len mit Haft­mi­nen beschä­digt zu haben. Euro­päi­sche US-Ver­bün­de­te zeig­ten sich jedoch von den von Washing­ton vor­ge­leg­ten “Bewei­sen” nicht über­zeugt.

Tehe­ran wies die Anschul­di­gun­gen zurück und deu­te­te an, dass es sich bei den Vor­fäl­len um Ope­ra­tio­nen unter fal­scher Flag­ge han­del­te, die dazu gedacht waren, die Span­nun­gen zu eska­lie­ren und den Auf­marsch des US-Mili­tärs in der Regi­on zu recht­fer­ti­gen.

US-Prä­si­dent Donald Trump droh­te am Diens­tag den Iran damit, Tei­le des Lan­des “aus­zu­lö­schen”, soll­te Tehe­ran “irgend­et­was Ame­ri­ka­ni­sches” angrei­fen. Einen Tag spä­ter sag­te Trump, dass ein Krieg gegen den Iran eine kur­ze Ange­le­gen­heit wäre. Gleich­zei­tig beton­te der US-Prä­si­dent jedoch, dass er dies nicht wol­le.

Ver­gan­ge­ne Woche hat­te Trump in letz­ter Sekun­de Luft­an­grif­fe auf den Iran gestoppt. Zuvor hat­te das per­si­sche Land eine US-Über­wa­chungs­droh­ne abge­schos­sen. Laut Trump wäre der geplan­te und dann von ihm abge­bro­che­ne Mili­tär­an­griff “nicht ver­hält­nis­mä­ßig” gewe­sen, da er rund 150 Men­schen­le­ben gekos­tet hät­te.

Washing­ton behaup­tet, dass die Droh­ne über inter­na­tio­na­len Gewäs­sern abge­schos­sen wur­de, was von Tehe­ran bestrit­ten wird. Am Diens­tag schloss sich Mos­kau der ira­ni­schen Sicht­wei­se an und erklär­te, die Droh­ne sei nach­weis­lich in ira­ni­sches Hoheits­ge­biet ein­ge­drun­gen.

Mehr zum The­ma — Law­row : Es gibt Kräf­te, die Nahen Osten zum Schlacht­feld gegen Iran ver­wan­deln wol­len

RT Deutsch


Frauenrechtlerin Seyran Ateş warnt : Der politische Islam übernimmt Deutschland


Die Ber­li­ner Anwäl­tin und Frau­en­recht­le­rin Sey­ran Ateş hat zu einer Wen­de in der Islam-Poli­tik auf­ge­ru­fen und gewarnt, Deutsch­land kön­ne in 30 Jah­ren vom poli­ti­schen Islam domi­niert wer­den, wenn es kei­ne Kehrt­wen­de im Umgang mit die­sem gebe.

Mehr zum The­ma — “Sehr geehr­te Frau Bun­des­kanz­le­rin” – Offe­ner Brief eines syri­schen Flücht­lings

In einem län­ge­ren Face­book-Post beschreibt Ateş das Aus­se­hen des Lan­des, in dem man dann erwa­chen könn­te :

In einem Land, in dem der poli­tisch moti­vier­te Islam sei­ne Vor­macht­stel­lung nicht mehr nur gegen­über der rest­li­chen Gemein­schaft der Mus­li­me behaup­tet, son­dern längst auf brei­te Schich­ten der Mehr­heits­be­völ­ke­rung aus­wei­ten konn­te und mit sei­nem Stimm­ge­wicht Wah­len zu sei­nen Guns­ten ent­schei­det.

In einem Land, das aus Angst davor, für sich und sei­ne Wer­te ein­zu­ste­hen, eine gan­ze Genera­ti­on groß­wer­den ließ, die nicht dazu bereit ist, den Geist des Grund­ge­set­zes zu leben und weit mehr Daseins­zweck aus radi­ka­len Pre­dig­ten aus­lands­fi­nan­zier­ter und reak­tio­nä­rer Gebets­häu­ser bezieht als aus dem Geist der Auf­klä­rung, der die­ses Land frei, offen und somit reich gemacht hat.

In einem Land, in dem die reli­gi­ös begrün­de­te Unter­drü­ckung der Frau wie­der Aus­ma­ße ange­nom­men hat, die man in unse­re Brei­ten ver­ges­sen geglaubt hat­te – und basa­le Grund- und Frei­heits­rech­te plötz­lich wie­der zur Dis­po­si­ti­on ste­hen.

Ateş beklagt einen Vor­marsch anti-auf­klä­re­ri­scher Gesin­nun­gen, die Igno­ranz gegen­über des­sen Fol­gen wer­de den Deut­schen ihre Frei­heit kos­ten, erst in Tei­len, dann voll­stän­dig. Sie wol­le wie die Mehr­heit der Deut­schen nicht in einem sol­chen Land auf­wa­chen und for­dert, den Ver­ant­wort­li­chen klar­zu­ma­chen, dass die Fein­de der Tole­ranz nicht tole­riert wer­den dürf­ten.

Unter dem Post von Ateş ent­spann sich auf Face­book und Twit­ter eine kon­tro­ver­se Debat­te, die zeig­te, wie pola­ri­siert die Gesell­schaft beim The­ma Islam ist. Die Mehr­zahl der Bei­trä­ge lob­te Ateş, aller­dings war­fen ihr etli­che Kri­ti­ker vor, die Mei­nungs­frei­heit nicht zu respek­tie­ren und Posi­tio­nen der AfD zu ver­tre­ten.

Sey­ran Ateş gilt als eine der pro­fi­lier­tes­ten Kri­ti­ker des poli­ti­schen Islams und des isla­mi­schen Fun­da­men­ta­lis­mus. Wäh­rend ihrer Tätig­keit als Anwäl­tin wur­de die gebür­ti­ge Tür­kin wie­der­holt bedroht und ange­grif­fen und gab des­halb vor­über­ge­hend ihre Anwalts­zu­las­sung zurück.

Im Juni 2017 grün­de­te sie in Ber­lin die Ibn-Rushd-Goe­the-Moschee, um den Islam nach ihren Wor­ten von innen her­aus zu refor­mie­ren. Nach­dem in sozia­len Netz­wer­ken über 100 Mord­dro­hun­gen gegen sie ver­brei­tet wor­den waren, erhielt sie von der Poli­zei ver­stärk­ten Per­so­nen­schutz. 

Mehr zum The­ma — “Die Schwei­ge­spi­ra­le durch­bre­chen” – Wie eine Basis-Initia­ti­ve die Flücht­lings­po­li­tik kri­ti­siert

RT Deutsch


Putin warnt vor neuem weltweitem Rüstungswettlauf


Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin warn­te vor einem neu­en welt­wei­ten Wett­rüs­ten. Der New-START-Ver­trag über die Kon­trol­le ato­ma­rer Angriffs­waf­fen sei das letz­te Instru­ment, das ein ato­ma­res Rüs­ten ein­schrän­ke, sag­te er am Don­ners­tag am Ran­de des Inter­na­tio­na­len Welt­wirt­schafts­fo­rums in St. Peters­burg. Das Abkom­men läuft 2021 aus. Soll­te es nicht ver­län­gert wer­den, “wird es über­haupt kei­ne Instru­men­te mehr geben, die den Rüs­tungs­wett­lauf ein­schrän­ken”.

Wie auch unab­hän­gi­ge Abrüs­tungs­ex­per­ten wie­der­holt beto­nen, sind über­prüf­ba­re Rüs­tungs­kon­troll­ver­trä­ge essen­zi­ell, um das Risi­ko eines Atom­kriegs zu ein­zu­däm­men. Doch die Ver­ei­nig­ten Staa­ten haben im Jahr 2002 den ABM-Ver­trag (Anti-Bal­listic Mis­si­le) been­det. Im Hin­blick dar­auf sag­te Putin :

Dies war der ers­te Schritt, um den gesam­ten Rah­men der inter­na­tio­na­len Bezie­hun­gen im Bereich der glo­ba­len Sicher­heit grund­le­gend zu erschüt­tern, ein sehr wich­ti­ger Schritt.

Er wun­de­re sich, dass die gan­ze Welt taten­los und schwei­gend zuse­he, wie die Errun­gen­schaf­ten der Ver­gan­gen­heit gefähr­det wür­den.

Sehr geehr­te Damen und Her­ren, ich möch­te Sie fra­gen : Hat einer von Ihnen aktiv pro­tes­tiert oder ist mit Pla­ka­ten auf die Stra­ße gegan­gen ? Nein, es herrsch­te Ruhe, als ob alles wäre, wie es sein soll­te.

Nun haben die Ver­ei­nig­ten Staa­ten tat­säch­lich ein­sei­tig beschlos­sen, ihre Betei­li­gung am Ver­trag über zwi­schen­ge­schal­te­te Kern­waf­fen (INF) zu been­den, stell­te der rus­si­sche Prä­si­dent fest.

Und wenn Washing­ton sich im Fal­le des ABM-Ver­trags noch “ehr­lich ver­hal­ten und sich ein­fach ein­sei­tig zurück­ge­zo­gen” hät­te, ver­such­ten die USA jetzt, die Ver­ant­wor­tung dafür auf Russ­land abzu­wäl­zen.

Indem die Ver­ei­nig­ten Staa­ten die durch den INF-Ver­trag beschränk­ten land­ge­stütz­ten Trä­ger­sys­te­me für Mit­tel- und Kurz­stre­cken­ra­ke­ten nach Rumä­ni­en gelie­fert haben und sie in Polen ein­set­zen, ver­sto­ßen sie direkt gegen den INF-Ver­trag, so Putin. Außer­dem sei­en wei­te­re Rüs­tungs­gü­ter in der Ent­wick­lung.

Alle tun so, als ob sie in die­ser Hin­sicht nichts sehen, nicht hören, nicht lesen kön­nen und taub und blind sind. Aber wir sind gezwun­gen, dar­auf irgend­wie zu reagie­ren”, sag­te der rus­si­sche Prä­si­dent.

Wenn nie­mand an einer Ver­län­ge­rung des zwi­schen den USA und Russ­land geschlos­se­nen Abkom­mens zur wei­te­ren Redu­zie­rung und Begren­zung stra­te­gisch offen­si­ver Waf­fen inter­es­siert sei, dann sei es sein Land auch nicht, sag­te er.

Wir haben schon hun­dert­mal gesagt, dass wir bereit sind, aber nie­mand ver­han­delt mit uns.

Bei einem Pres­se­tref­fen beton­te der rus­si­sche Prä­si­dent am Don­ners­tag auch, dass Russ­lands fort­schritt­li­che Hyper­schall­waf­fen in der Lage sein wer­den, das Land zu ver­tei­di­gen, auch wenn der Ver­trag been­det wür­de.

Inner­halb der US-Regie­rung wer­de die Ver­län­ge­rung des New-START-Ver­trags dis­ku­tiert, Prä­si­dent Donald Trump wol­le erst im kom­men­den Jahr dar­über ent­schei­den, sag­te ein Bera­ter des Wei­ßen Hau­ses Ende Mai. Trump kri­ti­sier­te den Ver­trag, der die Anzahl der Atom­waf­fen begrenzt, die Russ­land und die Ver­ei­nig­ten Staa­ten besit­zen kön­nen.

Der frü­he­re US-Prä­si­dent Barack Oba­ma und sein dama­li­ger rus­si­scher Amts­kol­le­ge Dmi­tri Med­we­dew hat­ten den New-START-Ver­trag 2010 unter­zeich­net. Er sieht vor, die Nukle­ar­ar­se­na­le auf je 800 Trä­ger­sys­te­me und 1.550 ein­satz­be­rei­te Atom­spreng­köp­fe zu ver­rin­gern.

Mehr zum The­ma — US-Rake­ten­schild in Euro­pa – Toma­hawk hin­ter dem Rücken ? (Video)

RT Deutsch


Verteidigungsminister Serbiens warnt vor “gefährlichem Großalbanien”


Alba­ni­ens expan­sio­nis­ti­sche Ambi­tio­nen gefähr­den den Frie­den und die Sta­bi­li­tät auf dem Bal­kan. Das stell­te der ser­bi­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Alek­san­dar Vulin am Mon­tag in einem Inter­view mit der Nach­rich­ten­agen­tur TASS fest :

Eine gro­ße Bedro­hung für den Bal­kan ist der­zeit die Schaf­fung eines Groß­al­ba­ni­ens und des­sen Ver­such, in den Ter­ri­to­ri­en ande­rer Staa­ten Fuß zu fas­sen, ange­fan­gen bei Mon­te­ne­gro, Nord­ma­ze­do­ni­en, dem Gebiet des Koso­vo und Meto­chi­en bis hin zu einem Teil Mit­tel­s­er­bi­ens. […] Das ein­zi­ge Land, das sich dem wider­setzt, ist Ser­bi­en.

Laut Vulin wer­den nach dem NATO-Bei­tritt Nord­ma­ze­do­ni­ens alle Alba­ner in einer ein­zi­gen poli­ti­schen Sicher­heits­zo­ne leben, doch der Pre­mier­mi­nis­ter Alba­ni­ens äußer­te den­noch den Wunsch, “die Gren­zen zwi­schen den Staa­ten, in denen die Alba­ner leben, zu besei­ti­gen”. Der ser­bi­sche Minis­ter füg­te hin­zu :

Sie leben in vier Län­dern, und das ist alar­mie­rend. […] Dar­über hin­aus ver­schlie­ßen die Euro­päi­sche Uni­on und die NATO die Augen vor der Bil­dung eines Groß­al­ba­ni­ens.

Der ser­bi­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter beton­te, dass, wenn jemand das alba­ni­sche natio­na­le Pro­blem auf dem Bal­kan lösen will, er auch das ser­bi­sche natio­na­le Pro­blem lösen soll­te. Er erklär­te wei­ter :

Wir kön­nen den Alba­nern nichts geben, ohne den Ser­ben das­sel­be zu geben. Des­halb nut­ze ich die­se Gele­gen­heit, um die gan­ze Welt zu war­nen : Spie­len Sie nicht mit dem Feu­er ! Schaf­fen Sie kein Groß­al­ba­ni­en auf ser­bi­schem Boden.

Groß­al­ba­ni­en ist die panal­ba­ni­sche Idee der Ver­ei­ni­gung aller Gebie­te, in denen Alba­ner leben oder gelebt haben. Das Gebiet die­ser uto­pi­schen Idee umfasst einen Teil des grie­chi­schen Ter­ri­to­ri­ums, die Hälf­te Maze­do­ni­ens, das gesam­te Koso­vo, eini­ge Gebie­te Süd­ser­bi­ens sowie die Hälf­te Mon­te­ne­gros. Zuvor teil­te bereits der rus­si­sche Außen­mi­nis­ter Ser­gei Law­row mit, dass Mos­kau besorgt dar­über sei, dass sich die EU gegen­über der Initia­ti­ve zur so genann­ten Tira­na-Platt­form pas­siv ver­hält, die eine kla­re For­de­rung nach der Schaf­fung eines Groß­al­ba­ni­ens dar­stel­le.

Mehr zum The­ma —  Ser­bi­en im Visier ? NATO-Groß­übung mit US-Kampf­jets und über 4.000 Sol­da­ten in Maze­do­ni­en

RT Deutsch